Autor Thema: Ich rauche nicht mehr, denn  (Gelesen 2882 mal)

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Gesunde Luft

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Ich rauche nicht mehr, denn
« am: März 21, 2013, 23:16:58 Nachmittag »



Nikotinverzicht reduziert schädliche Stoffwechselprodukte


Wer das Rauchen einstellt, kann die durch Nikotin schädlich veränderten Stoffwechselprodukte deutlich reduzieren. Dadurch verringert sich auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und andere gesundheitliche Folgen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München nach der Auswertung einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie. Ihre Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift ‚BMC Medicine‘ veröffentlicht.

Nikotinkonsum fördert die Bildung von veränderten Metaboliten, also veränderten Stoffwechselprodukten, die in erhöhter Konzentration schädlich sind. Wird auf Nikotin verzichtet, sind die Konzentrationen dieser Metaboliten deutlich rückläufig. Diese Ergebnisse decken sich mit der vorbekannten Erkenntnis, dass auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, wie z. B. Herzinfarkt, sinkt, wenn das Rauchen aufgegeben wird. Wissenschaftler der Abteilung Molekulare Epidemiologie (AME), des Instituts für Experimentelle Genetik (IEG) und des Instituts für Epidemiologie II (EPI II) am Helmholtz Zentrum München werteten über 1.200 Blutproben der bevölkerungsbasierten Forschungsplattform KORA (Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg) aus, die sie Rauchern, Nichtrauchern und Ex-Rauchern zuordneten.

Zudem wurden Kontrollwerte und Raucherstatus nach sieben Jahren erneut erhoben. Insgesamt konnten die Teams um Dr. Rui Wang-Sattler, Tao Xu, Zhonghao Yu, Prof. Dr. Jerzy Adamski und Prof. Dr. Annette Peters 21 Metaboliten, überwiegend aus den Stoffwechselwegen von Aminosäuren und Fetten, identifizieren, deren Konzentrationen durch Rauchen verändert wurden. Die Konzentrationen von 19 dieser Metaboliten zeigten sich umkehrbar, wenn Raucher in der Zwischenzeit das Rauchen aufgegeben hatten. Für veränderte Metabolit-Konzentrationen aus dem Harnstoffzyklus und von modifizierten Fetten, wie Phosphatidylcholin, konnte bereits der Zusammenhang mit dem Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen nachgewiesen werden. Damit zeigen die Wissenschaftler, dass ein Nikotinverzicht zu jedem Zeitpunkt sinnvoll ist und eine Reduktion des gesundheitlichen Risikos bedeutet.

Die betroffenen Stoffwechselwege eignen sich auch als mögliche Parameter, um weitere gesundheitliche Folgen des Nikotinkonsums aufzuklären. „Unsere Studie steht für ein aussagekräftiges Modell der sogenannten Systembiologie, mit dem wir die molekularen Parameter von lebensstil- und umweltabhängigen Erkrankungen untersuchen wollen“, sagt Wang-Sattler, Leiterin der Arbeitsgruppe Metabolismus der AME.

Umweltfaktoren und Lebensstil tragen wesentlich zu der Entstehung weit verbreiteter Erkrankungen in Deutschland, wie Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes mellitus, bei. Ziel des Helmholtz Zentrums München ist es, neue Ansätze für Diagnose, Therapie und Prävention der großen Volkskrankheiten zu entwickeln.

Literaturhinweis:
Xu, T. et al. (2013), Effects of smoking and smoking cessation on human serum metabolite profile: results from the KORA cohort study, BMC Medicine, doi: 10.1186/1741-7015-11-60
http://www.biomedcentral.com/1741-7015/11/60/abstract

Quelle: Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt


http://www.journalmed.de/newsview.php?id=40128


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Schmerzen - Bei einer kranken Wirbelsäule hilft der Nikotinverzicht.
« Antwort #1 am: März 30, 2013, 23:17:39 Nachmittag »



    
Orthopädie 23. Februar 2013

Rauchstopp lindert Schmerzen

Bei einer kranken Wirbelsäule hilft der Nikotinverzicht.


Patienten mit Erkrankungen der Wirbelsäule können ihre Schmerzen selbst reduzieren – zumindest wenn sie Raucher sind.

Orthopäden der Universität von Rochester fordern Raucherentwöhnungsprogramme für Patienten mit axialen oder radikulären Schmerzen, die von der Wirbelsäule herrühren. Anhand von prospektiv erhobenen Daten von 5.333 Patienten konnten sie zeigen, dass sich der Rauchverzicht günstig auf die Schmerzstärke auswirkt (J Bone Joint Surg Am. 2012; 94: 2161).

Die Patienten waren hauptsächlich wegen degenerativer Wirbelsäulenerkrankungen (86 Prozent), aber auch wegen Wirbelsäulendeformitäten, muskuloskelettaler Rückenschmerzen oder Frakturen der Wirbelsäule zur Behandlung an ein Krankenhaus überwiesen worden. 49 Prozent von ihnen hatten nie geraucht, 29 Prozent waren schon vor Studienbeginn Exraucher, 5 Prozent wurden während der Behandlung dazu, und die übrigen 17 Prozent rauchten.

Bei Studieneinschluss gaben Nie- und Exraucher auf visuellen Analogskalen (VAS, 0-10) für die schlimmsten, die durchschnittlichen und die aktuellen Schmerzen signifikant niedrigere Werte an als Raucher (p < 0,001). Auch bei der letzten Untersuchung, die im Schnitt acht Monate später stattfand, berichteten Nichtraucher über signifikant weniger Schmerzen als Raucher (p < 0,001). Dabei waren Patienten, die nie geraucht hatten, noch weniger schmerzgeplagt als Patienten, die das Rauchen aufgegeben hatten.
Mehr Beeinträchtigungen bei Rauchern

Die mittlere Schmerzreduktion, die im Verlauf der Behandlung erzielt wurde, fiel bei Nichtrauchern ebenfalls deutlich größer aus als bei Rauchern (p < 0,001). Selbst Patienten, die erst während der Studie das Rauchen aufgaben, erfuhren eine signifikant stärkere Besserung als Patienten, die weiterhin qualmten. Sowohl bei Nie- als auch bei Exrauchern war die mittlere Schmerzreduktion klinisch relevant, das heißt, die VAS-Werte sanken um mehr als 15 Prozent. Dagegen erreichte die Schmerzlinderung in der Gruppe der Raucher keine klinische Relevanz.

Einen Rückgang der stärksten Schmerzen um mehr als 30 Prozent auf der VAS registrierte man bei 31,2 Prozent der Nieraucher und bei 29,1 bzw. 32,0 Prozent der Patienten, die vor bzw. während der Studie mit dem Rauchen aufgehört hatten, aber nur bei 16,6 Prozent der Raucher.

6,2 Patienten müssten das Rauchen lassen, so die Berechnung der Studienautoren um Dr. Caleb Behrend, damit bei einem zusätzlichen Patienten eine klinisch relevante Besserung der durchschnittlichen Schmerzen eintritt.

Die alltagsrelevante Behinderung durch die Rückenschmerzen, gemessen mit dem Oswestry Disability Index, war bei Rauchern ebenfalls stärker ausgeprägt als bei Ex- oder Nierauchern. In allen Gruppen gingen diese Beeinträchtigungen etwas zurück, dabei profitierten Nieraucher mehr als Raucher.

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Re: Ich rauche nicht mehr, denn
« Antwort #2 am: März 31, 2013, 00:28:00 Vormittag »



    
Allgemeinmedizin 20. Februar 2013

Rauchausstieg im Alter: Weniger Infarkte und Schlaganfälle

Effekt bereits nach fünf Jahren. Nichtrauch-Programme sollten für ältere Menschen sinnvoll.


Raucher steigern mit jeder Zigarette ihr Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko. Doch auch umgekehrt gilt: Selbst wer erst im fortgeschrittenen Alter mit dem Rauchen aufhört, senkt sein Risiko bereits innerhalb kürzester Zeit nach dem Ausstieg erheblich. Das fanden Wissenschafter des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ/Heidelberg) jetzt in einer Studie an Einwohnern aus dem deutschen Saarland heraus.

............... http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/a-h/allgemeinmedizin/?full=33225