Autor Thema: Zigarettenpreise  (Gelesen 6045 mal)

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Zigarettenpreise
« am: Dezember 01, 2010, 00:23:01 Vormittag »

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=32341

30.11.2010
   
Gesundheitspolitik   
   
   „GenoGyn-Prävention-aktiv“: Endlich Ernst machen mit der Suchtbekämpfung!

Frauenärzte fordern 10 Euro pro Schachtel Zigaretten

Es ist beschlossene Sache: Zum 1. Mai 2011 erhöht die Bundesregierung die Tabaksteuer in fünf Stufen um jährlich 4 bis 8 Cent je Packung Zigaretten, um Mindereinnahmen aus den Entlastungen für die Wirtschaft auszugleichen. Viel zu wenig, mahnt die Ärztliche Genossenschaft GenoGyn und beklagt die falsche Intention. „Es kann nicht darum gehen, Haushaltslöcher zu stopfen. Deutschland braucht ein klares Bekenntnis zum Rauchstopp und den Willen, den Tabakkonsum ernsthaft zu bekämpfen, um weiteren Schaden für das Gesundheitswesen und die Volkswirtschaft zu vermeiden und individuelles Leid abzuwenden. Dafür sind vor allem massive Steuererhöhungen nötig“, sagt GenoGyn-Vorstandsmitglied Dr. Jürgen Klinghammer anlässlich der heutigen Bundestags-Anhörung zur Erhöhung der Tabaksteuer. Zur effektiven Tabakprävention fordert die GenoGyn im Rahmen ihrer Initiative „Prävention-aktiv“ deshalb 10 Euro pro Packung Zigaretten.


Mit ihrer Forderung nach drastischen Steuererhöhungen stehen die Frauenärzte nicht allein. Auch der renommierte Hamburger Wirtschaftsjurist Professor Michael Adams hatte 2009 in einer Studie über die sozialen Kosten des Rauchens gefolgert, dass Tabaksteuererhöhungen ein wirkungsvolles Präventionsinstrument seien und eine 30-prozentige Steuererhöhung gefordert. Die jährlichen Kosten für medizinische Behandlung, durch Produktivitätsausfälle, frühzeitige Verrentung und Arbeitsunfähigkeitskosten in der gesetzlichen Krankenversicherung beziffert Adams mit rund 33 Milliarden Euro.
Laut seiner Studie belasten allein 8,7 Milliarden Euro direkte Kosten das Gesundheitssystem. „Diese Summen sind nicht länger von der Solidargemeinschaft der Krankenversicherten tragbar, sondern müssen nach dem Verursacherprinzip aus dem Tabaksteueraufkommen zwingend in das Gesundheitswesen fließen“, urteilt Dr. Klinghammer.

Nicht beziffern lässt sich das menschliche Leid. Jedes Jahr sterben in Deutschland 110 000 bis 140 000 Menschen an den Folgen des Rauchens, das einer der wichtigsten Risikofaktoren für Krebs, Herz- Kreislauferkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen und Typ 2 Diabetes ist. Rund ein Viertel aller Krebserkrankungen werden durch Tabakkonsum verursacht. „Frauen reagieren auf die gesundheitsschädlichen Wirkungen sensibler als Männer“, betont Gynäkologe Dr. Klinghammer. Ihr Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, besonders bei Einnahme der Pille, ist höher als das rauchender Männer. Tabakkonsum begünstigt außerdem Osteoporose, beeinträchtigt Menstruationszyklus und Fruchtbarkeit und erhöht die Gefahr schwerwiegender Schwangerschaftskomplikationen. In den letzten Jahrzehnten ist der Anteil der Raucherinnen, ebenso wie ihre Lungenkrebssterblichkeit, stetig gestiegen. Im Jahr 2009 rauchten, im Alter über 15 Jahre, 30 Prozent der Männer und 25 Prozent der Frauen, denen ein Rauchstopp deutlich schwerer fällt als Männern.

„Spätestens seit Inkrafttreten der WHO-Tabakrahmenkonvention (WHO-FCTC) im März 2005 hat die Bundesregierung die Pflicht, ihre Bürger vor den Folgen des Tabakkonsums und des Passivrauchens zu schützen. Die nun beschlossene Tabaksteuererhöhung ist ein unzureichender Schritt auf diesem Wege. Ein Preis von 10 Euro pro Schachtel Zigaretten hätte dagegen präventive Wirkung, besonders mit Blick auf jugendliche Einsteiger“, so GenoGyn-Vorstandsmitglied Dr. Jürgen Klinghammer. Daneben gelte es, vorrangig den gesetzlichen Nichtraucherschutz konsequent voranzutreiben. Auch in der Einführung eines generellen Versicherungsrisikozuschlags für Raucher in der gesetzlichen Krankenversicherung sieht die GenoGyn ein adäquates Mittel, den Tabakkonsum zu reduzieren.

Der Ausbau der Gesundheitsprävention ist für die Frauenärzte der GenoGyn zur Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems unbedingt erforderlich. Der Kampf gegen Tabak- und Alkoholsucht sowie Übergewicht steht im Zentrum ihrer jüngsten Initiative „Prävention aktiv“. Mit einer eigenen zertifitzierten Fortbildung in Präventionsmedizin sorgt die GenoGyn seit 2008 für die entsprechende Qualifizierung niedergelassener Gynäkologen.


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

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Ich höre jetzt auch auf zu rauchen, denn es wird mir zu teuer, bei 2 Schachteln
« Antwort #1 am: Dezember 31, 2010, 02:19:00 Vormittag »

Zigaretten: "Steuer werden die Raucher tragen"

30.12.2010 | 18:20 |  von Jeannine Hierländer (Die Presse)

Im nächsten Jahr wird die Tabaksteuer um bis zu 35 Cent pro Packung angehoben: einmal zu Beginn und einmal Mitte 2011. Das wird vor allem die Kunden treffen, sagt Imperial-Tobacco-Österreich-Chef Jörg Glasenapp.

http://diepresse.com/home/panorama/rauchen/622055/Zigaretten_Steuer-werden-die-Raucher-tragen?_vl_backlink=/home/index.do


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Experten: Zigaretten in Österreich zu billig
« Antwort #2 am: Juni 24, 2013, 17:10:39 Nachmittag »
xxad9czz





31.5.13, ORF Info

Experten: Zigaretten in Österreich zu billig

Der Kampf gegen das Rauchen wird in Europa seit Jahren mit wachsender Vehemenz geführt. In vielen Ländern erzielten klare Rauchergesetze auch klare Erfolge - nicht zuletzt zur Freude der ebenfalls betroffenen Nichtraucher. In Österreich lautet die Bilanz zum Weltnichtrauchertag dagegen: Eine Trendwende ist nicht zu spüren.
Insbesondere bei den Jungen ist Rauchen weiter „in“. Die Ursache ist für Experten eindeutig: Zigaretten sind hierzulande viel zu billig. Das ist umso fataler, als die Kosten das Hauptargument für Jugendliche sind, das Rauchen bleibenzulassen.

Mehr dazu in „Politischer Eiertanz“




„Politischer Eiertanz“

Der Weltnichtrauchertag am Freitag ist einmal mehr Anlass für Appelle an Raucher und Warnungen vor den drastischen, vielfach tödlichen Folgen des Tabakkonsums gewesen. In zahlreichen europäischen Ländern haben rigorose Rauchverbote und Werbeeinschränkungen die Zahl der Raucher in den letzten Jahren spürbar reduziert - Österreich gilt dagegen neben Griechenland weiter als Eldorado des Rauchens.

Der Konsum von Zigaretten sei in Österreich trotz aller Kampagnen und politischer Debatten auf EU-Ebene weiter sozial akzeptiert, kritisiert der Leiter des Nikotininstituts, das sich der Bekämpfung von Erkrankungen durch Rauchen widmet, Ernest Groman. Das Rauchen sei weiterhin fast überall möglich.

Und die Politik führe einen „Eiertanz“ rund um das emotionale, von vielen verschiedenen Interessen überlagerte Thema auf, den er nicht verstehe. Die Politik drücke sich vor einer klaren Regelung und habe stattdessen die Verantwortung an die Gastwirte delegiert. Er habe daher „starke Zweifel, ob sich je was ändern wird“, so Groman im Telefoninterview mit ORF.at.

Mindestens zwei Euro mehr

Groman und Sophie Meingassner von der Beratungsstelle Rauchertelefon haben einen zentralen Kritikpunkt: Die Zigaretten seien in Österreich viel zu billig. Gerade bei Jugendlichen sei der Kostenfaktor das wichtigste Argument, um das Rauchen bleibenzulassen, so Groman. Ein hoher Preis sei für sie schlicht nicht mehr leistbar. Laut Meingassner reichen die Erhöhungen der Tabaksteuer im Cent-Bereich wie sie immer wieder vorkommen nicht aus. Nötig wäre ein Preissprung von zwei Euro oder mehr, um vor allem Jugendliche vom Rauchen abzuhalten. Das wäre umso wichtiger, als der Einstieg ins Rauchen vor allem im Kindes- und Jugendalter erfolge.

Die Generation 40 plus sei über den Preis dagegen kaum vom Rauchen abzuhalten, so Groman. Das sei aber zugleich jene Generation, die dem Gesundheitsargument und damit etwa auch Informationskampagnen zugänglich sei. Der Grund: Sie hätten oft bereits selbst erste Beschwerden oder würden Beispiele im persönlichen Umfeld - etwa Todesfälle durch Tabakkonsum - kennen, die zum Umdenken führen. Groman beklagt, dass in der Debatte einzig die „polarisierende“ Thematik von Rauchverboten im Vordergrund stehe - mit der eigentlich wichtigen Gesundheitsfrage dringe man in der Öffentlichkeit gar nicht mehr durch.

Zu leichter Zugang

Meingassner kritisiert, dass in Österreich Jugendliche zu einfachen Zugang zu Tabakwaren haben. Die Schwelle bei den Zigarettenautomaten - Kauf ist nur durch Alterscheck bei Bankomatkarte möglich - ist der Expertin zu niedrig.
Kein Imagewandel bei Jungen

In Deutschland, ist der Berliner Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann überzeugt, gab es in den letzten Jahren unter Jugendlichen ein deutliches Umdenken. Rauchen als Ausdruck des Erwachsenwerdens, von Sexiness und Coolness - ein Image, das von der Tabakindustrie mit milliardenschweren Werbekampagnen in Europa jahrzehntelang befördert wurde - habe an Bedeutung verloren. Ähnliches gilt auch für die USA.

In Österreich lässt sich dieser Trend nicht ausmachen, bestätigte Meingassner von der Beratungsstelle Rauchertelefon gegenüber ORF.at. Sie verwies vor allem auf den Umstand, dass bei den 15- bis 17-Jährigen - das gilt als wichtigstes Einstiegsalter - mittlerweile Mädchen die Burschen überholt haben.

Laut Groman ist die starke Zunahme des Tabakkonsums bei jungen Frauen unter anderem auch auf den Umstand zurückzuführen, dass sie hoffen, so eher schlank zu bleiben. Diese Gruppe erreiche man derzeit ganz schwer. In den Altersgruppen darüber sind laut Meingassner dagegen junge Männer wieder in der Mehrzahl.

Von Bildung abhängig

Wenn, dann habe es nur schichtspezifisch leichte Änderungen bei der Einstellung zum Rauchen gegeben, betont Meingassner. Bei Jungen mit höherer Bildung habe Rauchen tendenziell einen anderen Stellenwert und sei „eher verpönt“. Das sei vor allem auf den elterlichen Einfluss zurückzuführen. Das stimmt auch mit der Beobachtung Hurrelmanns überein, der gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“ zuletzt ebenfalls betonte, dass heute rauchende Jugendliche eine schlechtere Ausbildung hätten. An Hauptschulen werde dagegen noch „ordentlich gequalmt“ und Rauchen sei dort immer noch mit der Hoffnung verknüpft, sein eigenes Image zu verbessern.

Jugendliche in Deutschland legten mehr Wert auf Fitness, das sei ein neuer, auch leistungsorientierterer Lebensstil. Die Zigarette sei durch andere Formen der Selbstinszenierung ersetzt worden - etwa Kosmetik, Piercing und Tätowierung. Das „wichtigste Kompensationsmittel“ sei aber das Internet, so Hurrelmann.

„Sehr tolerant“ gegenüber Rauchern

Für Österreich will Groman beobachtet haben, dass vor allem Burschen, die Sport betreiben, dem Rauchen kritischer als früher gegenüberstehen. Möglicherweise der Anfang für einen Umdenkprozess? Groman bleibt skeptisch: Es komme sehr darauf an, in welcher Gruppe sich Jugendliche bewegten.

Eine grundlegende Änderung sei nur mit der Zeit möglich. Doch noch immer sei das Rauchen an den meisten Orten möglich und man habe in Österreich ja als Nichtraucher noch immer eine Scheu davor, Raucher in Gesellschaft darum zu bitten, die Zigarette Zigarette sein zu lassen. Die österreichische Gesellschaft sei weiterhin „sehr tolerant gegenüber Rauchern“.

Offener spricht das die Ärztekammer an: Der Präsident Artur Wechselberger rief erneut die Politik dazu auf, ein flächendeckendes Rauchverbot insbesondere in der Gastronomie zu erlassen. Außerdem müsse gerade bei Jugendlichen ein Präventionsschwerpunkt gesetzt werden: „Rauchen muss uncool werden“, meint der Ärztekammer-Chef und nimmt die Erwachsenen in die Pflicht, mit gutem Vorbild voranzugehen.

Guido Tiefenthaler, ORF.at

http://www.orf.at/stories/2184673/2184627/






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Eltern rauchen auf Kosten ihrer Kinder
« Antwort #3 am: September 10, 2013, 01:10:09 Vormittag »




Eltern rauchen auf Kosten ihrer Kinder

Lebensqualität wird für Zigarettenkonsum zurückgeschraubt

Zigarette: lässt Eltern an Kindern sparen

New York/Wien (pte002/26.07.2013/06:05) - Nikotinabhängige Mütter und Väter sparen nicht nur Geld an den Weihnachts- und Geburtstagsgeschenken ihrer Kinder, sondern auch an deren Kleidung und Ernährungsqualität, um ihren täglichen Zigarettenkonsum sichern zu können. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die vom Pharmaunternehmen Pfizer http://pfizer.com im Rahmen der "Don´t Go Cold Turkey"-Kampagne http://dgct.co.uk durchgeführt worden ist.

Thematik tabuisiert

"Ich finde diese anonyme Erhebung interessant, da sie die Wahrheit darüber enthüllt, wozu ein Raucher eigentlich bereit ist, um seiner Sucht weiterhin nachgehen zu können. In einer Therapie würde ein Nikotinabhängiger wohl kaum zugeben, auf Kosten der Lebensqualität seines eigenen Kindes zu rauchen, da diese Thematik viel zu schambesetzt ist", erläutert Psychologe Dominik M. Rosenauer http://dominikrosenauer.com im pressetext-Gespräch.

Von 6.271 Befragten haben 20 Prozent angegeben, den Kindern weniger oder billigere Kleidung und Schuhe zu kaufen, um sich die kostspielige Sucht finanzieren zu können. Alarmierend ist überdies, dass 17 Prozent sogar bereit sind, bei den Nahrungsmitteln sowie den Getränken zurückzuschrauben. 20 Prozent der Umfrageteilnehmer schrecken auch nicht davor zurück, die Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke mickrig ausfallen zu lassen. Neun Prozent haben sich sogar schon am Sparschwein des eigenen Kindes vergriffen.

Preisanstieg führt zu Hilflosigkeit

Dem Experten zufolge kann man eine Nikotinsucht annähernd mit einer Heroinabhängigkeit vergleichen. "Das Bedürfnis einiger Raucher nach einer Zigarette ist so stark, dass diese mitunter dazu bereit sind, wildfremde Menschen anzusprechen, um ihrem Verlangen folgen zu können", schildert Rosenauer. Aufgrund des stetigen Preisanstieges kann sich der Psychologe durchaus vorstellen, dass rauchende Eltern sich nicht mehr anders zu helfen wissen."Es gibt jedoch Hilfe für jene, die diesem Kreislauf entfliehen möchten", führt er abschließend aus.

(Ende)
Aussender:    pressetext.redaktion


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