Autor Thema: DEUTSCHLAND: Städte, Länder, mit Rauch(er)problemen  (Gelesen 9298 mal)

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DEUTSCHLAND: Städte, Länder, mit Rauch(er)problemen
« am: Juli 12, 2011, 23:05:21 Nachmittag »
LUDWIGSBURG/BIETIGHEIM-BISSINGEN, 09. JULI 2011

Langer Weg zur rauchfreien Klinik

In Ludwigsburg wurden schon mal symbolisch Zigarettenstummel eingesammelt
Schon vor fünf Jahren hat sich die Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH daran gemacht, Rauchern die rote Karte zu zeigen. Jetzt ist die gGmbH Mitglied im Kreis rauchfreier Krankenhäuser.

Aktionstag zum rauchfreien Krankenhaus in Ludwigsburg: Dr. Andrea Grebe (Bildmitte), Medizinische Geschäftsführerin, und Kliniken-Mitarbeiter sammelten gestern Zigarettenstummel vor dem Haupteingang ein.

Mit einem Aktionstag am gestrigen Freitag hat die Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH nun die Mitgliedschaft im Kreise der rauchfreien Krankenhäuser erworben. Am Haupteingang wurden von Ärzten symbolisch Zigarettenstummel eingesammelt, verträgt sich dies an dieser Stelle, wo Besucher ein und aus gehen, doch nicht mit dem Image einer Gesundheitseinrichtung. Von einer absoluten Rauchfreiheit ist man in den Krankenhäusern des Verbundes jedoch noch weit entfernt.

"Wir müssen dem Schutz der Nichtraucher Rechnung tragen", betont dann auch Kliniken-Pressesprecher Alexander Tsongas und weist gleichzeitig auf die Diskrepanzen hin. So ist das Rauchen in den Krankenhäusern nicht grundsätzlich verboten, sondern an und in definierten Terrassen, Pavillons und Räumen mit Balkonen - jeweils mit Schildern ausgezeichnet - nach wie vor möglich.

So ist der gestrige Aktionstag nur der erste Schritt hin zu einem komplett rauchfreien Krankenhaus. Dies wird auch bei der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH als dynamischer Prozess gesehen, dessen Ziel es ist, das gesamte Krankenhausareal von Tabakrauch frei zu halten.

Dabei, so Tsongas, sollen rauchende Patienten und Beschäftigte nicht diskriminiert werden, sondern motiviert werden, den Tabakgenuss stark einzuschränken oder ganz aufzuhören. Nach einem Kodex verpflichten sich Krankenhäuser im Verbund der rauchfreien Häuser dazu, auch bei der Reduzierung des Tabakkonsums und seiner schädlichen Gesundheitsfolgen aktiv mitzuwirken. So sollen Krankenhäuser nicht nur der Ort sein, an dem die Folgebehandlungen des Rauchens behandelt werden, sondern sind auch der Ort, um das Rauchen zu stoppen.

Um überhaupt in den Kreis der rauchfreien Krankenhäuser aufgenommen zu werden, mussten in Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Alleine der Wunsch mitzumachen, reicht nicht aus. So müssen unter anderem für Mitarbeiter Schulungen zur Rauchentwöhnung angeboten werden, und auch die gestrige Aktion zählte dazu.

Der nächste Schritt, so Tsongas, wäre die Auszeichnung mit einem Zertifikat in Bronze. Dazu muss im Krankenhaus eine Arbeitsgruppe für das Projekt Rauchfrei bestehen, Strategien müssen entwickelt und die Mitarbeiter ausführlich informiert werden.

Das silberne Zertifikat bekommt ein Krankenhaus wenn unter anderem die Raucherberatung und Angebote zur Tabakentwöhnung fest im Behandlungsplan der Patienten verankert ist.

"Hammerhart", so der Kliniken-Pressesprecher, sind die Vorgaben für das Zertifikat in Gold. Dazu muss innerhalb eines Zertifizierungsverfahrens eine gewisse Anzahl von Punkten erreicht werden. Ein systematisches Programm zur Tabakentwöhnung ist ebenso zu gewährleisten wie eine regelmäßige Überwachung der Strategie sowie die komplette Rauchfreiheit im Gebäude und auf dem Krankenhaus-Gelände. In Ludwigsburg also noch ein langer Weg bis zur komplett rauchfreien Klinik. Jetzt sei man froh, erst einmal den Einstieg geschafft zu haben, sagt Alexander Tsongas. "Die erste Hürde ist genommen", nun nehme man weiter Anlauf, etwas gegen das gesundheitschädliche Rauchen zu unternehmen.

Redaktion: JÖRG PALITZSCH

http://www.bietigheimerzeitung.de/bz1/news/stadt_kreis_artikel.php?artikel=5742973
« Letzte Änderung: Juli 13, 2011, 00:16:40 Vormittag von admin »


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DEUTSCHLAND: Nichtraucherschutz als Flickenteppich
« Antwort #1 am: August 01, 2011, 20:03:40 Nachmittag »

01.08.2011 / Inland

Wenn Ausnahmen die Regeln überdecken

Nichtraucherschutz als Flickenteppich

Seit 2007 sind in den Ländern nach und nach Nichtraucherschutzgesetze für die Gastronomie eingeführt worden. Zuvor führte eine unverbindliche Vereinbarung zwischen dem Bundesgesundheitsministerium und dem DEHOGA aus dem Jahr 2005 nicht zu mehr Nichtraucherschutz. Das Bundesverfassungsgericht stellte die Länder in seinem Urteil vom 30. Juli 2008 vor die Wahl, ein generelles Rauchverbot auszusprechen oder Regelungen zu treffen, die die Besitzer von Einraumgaststätten nicht benachteiligen. Danach wurden folgende Ausnahmen vom Rauchverbot zugestanden:
ND-Probeabo

In Einraumgaststätten mit bis zu 75 Quadratmetern Gastfläche, zu denen unter 18-Jährigen der Zutritt verwehrt wird, darf in allen Ländern bis auf Bayern und dem Saarland geraucht werden. Diese Lokale müssen am Eingang als Rauchergaststätten gekennzeichnet werden. Zubereitete Speisen dürfen nicht angeboten werden.

Hat eine Gasstätte mehrere Räume, kann in einem Nebenraum geraucht werden. Auch diese Regelung haben fast alle Länder eingeführt. Die einzige Ausnahme ist Bayern.

Bei geschlossenen Gesellschaften darf ebenfalls in vielen Gaststätten geraucht werden. Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Bayern lassen diese Ausnahme zu.

»Echte« Raucherklubs sind in Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Thüringen und Bayern zugelassen. Der Betrieb darf nicht mit einer Gewinnerzielungsabsicht verfolgt werden.

Viele Länder haben auch Sonderregelungen für Festzelte oder Brauchtumsveranstaltungen getroffen. In Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Thüringen und im Saarland kann in Bauten, die höchstens 21 Tage lang an einem Ort stehen, die Zigarette genossen werden.

In Berlin sind Shisha-Bars (Wasserpfeifen-Lokale) erlaubt.

ND

http://www.neues-deutschland.de/artikel/203403.wenn-ausnahmen-die-regeln-ueberdecken.html


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DEUTSCHLAND: "Ah, hier kann ich rauchen, in der Einzelzelle!"
« Antwort #2 am: September 20, 2011, 12:41:23 Nachmittag »

http://www.neues-deutschland.de/artikel/206988.flucht-in-die-einzelzelle.html

Von Marcus Meier 17.09.2011 / Inland

Flucht in die Einzelzelle
Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin plant ein schärferes Rauchverbot in Kneipen
Rheinländer und Westfalen müssen demnächst zum Qualmen in den Knast gehen. Da ist der Konsum der eigentlich legalen Droge Nikotin nämlich auch künftig noch erlaubt – eine der letzten Ausnahmen vom bald wohl engmaschigen Rauchverbot in NRW.


»Hier raucht der Wirt seit 55 Jahren und lebt immer noch!« – dieser kecke Spruch ist, neben Pils- und Korn-Preisen, im Aushang einer Dortmunder Eckkneipe zu lesen. Wir befinden uns in der Nordstadt – einem der nicht ganz so guten Viertel Dortmunds. Vor der Kneipentür wartet eine verlebte Mittfünfzigerin mit einem Eimer weißer Farbe. »Wir müssen«, erläutert sie fast schon entschuldigend, »schon wieder die Wände streichen.«
Kinderrechte kennen keine Herkunft

Diese Arbeit kann die Dame sich künftig sparen – zumindest wenn es nach NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens geht. Die Grünen-Politikerin, die für manchen das Wort »Umerziehung« allzu groß auf ihre Fahne geschrieben hat, will das bisher ausgesprochen liberale NRW-Nichtraucherschutz-Gesetz verschärfen.

Vorbild sein soll das Land Bayern, dessen Einwohner sich 2008 in einem Volksentscheid für ein konsequentes Glimmstängelverbot in allen Kneipen aussprachen. An Rhein und Ruhr ist das Rauchen derzeit in den meisten öffentlichen Gebäuden verboten – von der Behörde über das Theater und den Landtag bis hin zum Flughafen.

Ausnahmen sind hier beispielsweise Einzelzellen im Gefängnis. Bei Gaststätten gibt es noch mehr Sonderregelungen: Blauer Dunst inhaliert werden darf in sogenannten Raucherclubs (wo man binnen Sekunden einen Pseudo-Mitgliedsausweis ausfüllen kann), in Nebenräumen der Gastschenke oder in Einraum-Kneipen, die keine Speisen anbieten und gleichzeitig kleiner als 75 Quadratmeter sind. Auch bei Brauchtumsveranstaltungen wie Karnevalssitzungen darf gepafft werden. Noch!
Klare Regelungen gefordert

Der damalige CDU-Ministerpräsident Rüttgers, so wurde 2008 moniert, sei vor der Hotel- und Gaststättenlobby eingeknickt. »Löchrig wie ein Schweizer Käse« sei entsprechend das Rauchverbot in Nordrhein-Westfalen. Als Leidtragende benannt wurden insbesondere jene Wirte, die gegenüber ihren kapitalstarken Konkurrenten mit Gewinneinbußen zu rechnen haben, wenn sie das Qualmen zu untersagen wagen. Das befand zumindest der Nichtraucher-Lobby-Verband »Pro Rauchfrei«. Auch jetzt macht der Hotel- und Gaststättenverband wieder mobil: Bis zu 3500 Kneipen würden durch ein konsequentes Rauchverbot eingehen, tausenden Wirten würde die Existenzgrundlage geraubt, prognostizieren die Interessenvertreter. Die FDP kündete Widerstand gegen die »Regulierungswut« an.

Doch Ministerin Steffens scheint wild entschlossen. »Wir brauchen beim Nichtraucherschutz mehr Klarheit«, sagt sie. Das müsse »auch zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen« sein. Ihr Ministerium wird nicht müde zu betonen, dass die 70 krebserregenden Substanzen auch von Passivrauchern inhaliert werden. Und pro Jahr stürben in Deutschland mehr als 3000 Nichtraucher wegen passiv inhaliertem Zigarettenrauch. Nun sollen auch die letzten Ausnahmen der Regel unterworfen werden: In nordrhein-westfälischen Gaststätten wird nicht mehr geraucht. In keiner. Basta! Von den Einzelzellen ist in diesem Zsammenhang zunächst keine Rede.

Der Zustimmung der LINKEN kann Steffens sich sicher sein – aus Gründen des Gesundheitsschutzes von Gästen, Kellnern und Wirtinnen. »Das Chaos muss endlich beendet werden. Ausnahmeregelungen müssen abgeschafft, Nichtraucher müssen konsequent in allen Gaststätten geschützt werden«, fordert Hamide Akbayir, verbraucherpolitische Sprecherin der Linksfraktion. »Nichtraucherschutz in Gaststätten ist in erster Linie Schutz der Beschäftigten«, ergänzt Wolfgang Zimmermann, Vorsitzender und arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Fraktion. Wenn Angestellte in ihrer Arbeitszeit ununterbrochen Zigarettenrauch ausgesetzt seien, habe das fatale Folgen für ihre Gesundheit. Deswegen müsse eine einheitliche Regelung geschaffen werden.
Mehrheit scheint sicher

Die bisher in Nordrhein-Westfalen geltenden Ausnahmeregelungen hätten sich nicht bewährt, sagt auch Heike Gebhard, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Vielmehr hätten sie eine effektive Kontrolle durch die Ordnungsämter verhindert. Bereits in den nächsten Wochen will Ministerin Steffens einen Gesetzentwurf vorstellen – gemeinsam verfügen SPD, Grüne und die oppositionelle LINKE über eine deutliche Mehrheit im Parlament.

Unser Dortmunder Wirt wird sich in seinem 56. Kneipen-Rauch-Jahr wohl langsam an Nikotinkaugummis gewöhnen müssen. Die schmecken, sagen Kenner, allerdings auch nicht schlechter als Dortmunder Pils


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DEUTSCHLAND: Städte, Länder, mit Rauch(er)problemen
« Antwort #3 am: September 24, 2011, 23:52:37 Nachmittag »


Gelsenkirchen. Auf Kneipen wie die Friesenstube in der Altstadt kommen womöglich schwierige Zeiten zu: Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster aus April diesen Jahres sind Raucherclubs in Gaststätten als eine unzulässige Umgehung des gesetzlichen Rauchverbots zu werten. Das bedeutet im Ergebnis schlicht: Sie sind nicht erlaubt.

Damit beginnt erneut eine Diskussion, die es in sich haben wird. In Interviews war vor allem die Gelsenkirchener SPD-Landtagsabgeordnete Heike Gebhard kenntnisreiche Gesprächspartnerin diverser Medien.

In ihrer Funktion als gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion sagte sie u.a., dass der Gesetzentwurf, der bald eingebracht werden soll, „auf eine bayerische Lösung“ abziele. In Bayern gilt nach einem Volksentscheid seit dem 1. August 2010 ein konsequentes Rauchverbot in allen Gaststätten; das zweite Bundesland, dass schon derart rigide vorgeht, ist das Saarland.

Video
Raucherkneipe(n) vor dem Aus!? (1:25)

Raucherclubs vor dem Aus Der blaue Dunst stört in der "Spinnstube" in Düsseldorf niemanden.

Für Heike Gebhard steht fest, dass die bisher in NRW geltenden Ausnahmeregelungen sich nicht bewährt hätten. Der Flickenteppich habe eine effektive Kontrolle durch die Ordnungsämter verhindert. Und: „Wir streben ein einheitliches Rauchverbot an.“ Nach Angaben der SPD-Politikerin soll es wohl auch bei Brauchtumsveranstaltungen keine Ausnahmen mehr geben. Ein mögliches Datum der Umsetzung scheint der 1. Januar 2012 werden zu können.
Die Stadt Gelsenkirchen ist bereits aktiv geworden

Die Stadt ist derweil mit Blick auf das eingangs beschriebene OVG-Urteil auch ohne neues Gesetz bereits aktiv geworden. Der Kommunale Ordnungsdienst erfasst derzeit bei Rundgängen sukzessive alle Raucherclubs. Sprecher Oliver Schäfer dazu: „Wir haben bereits 60 dieser Clubs angeschrieben und auf das OVG-Urteil hingewiesen – nun gilt hier Rauchverbot.“

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband NRW kritisiert die Pläne von Rot-Grün erwartungsgemäß. Hauptgeschäftsführer Klaus Hüben-thal rechnet damit, dass bei der Umsetzung eines konsequenten Rauchverbots zwischen 3000 und 3500 Kneipen an Rhein und Ruhr verschwinden werden.

Bisher galt (auch in Gelsenkirchen) diese Regelung: In so genannten Kleingaststätten, die kleiner als 75 qm sind und nicht über einen abgetrennten Nebenraum verfügen, keine zubereiteten Speisen anbieten und Personen unter 18 Jahren den Zugang verwehren, konnte geraucht werden.
OB kann die Ungewissheit vieler Gastronomen nachvollziehen

Eine weitere Ausnahme: Kneipen, die mindestens zwei Räume aufweisen. In einem separierten Raum, der deutlich kleiner sein muss, kann geraucht werden, wenn dieser deutlich als Raucherbereich gekennzeichnet ist.

Ein Gastwirt, der bislang die Krücke „Raucherclub“ nutzte, könnte nun auf die Idee kommen, durch Umbau seines Lokals das Rauchverbot zu umgehen. Angesichts der Gesetzesnovelle könnte dies allerdings rausgeschmissenes Geld sein.

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) sagte der WAZ zum Thema: „Die Ungewissheit vieler Gastronomen, wie es weitergeht, kann ich nachvollziehen. Wünschenswert ist jetzt eine eindeutige gesetzliche Regelung, die den Gesundheitsschutz sowie die Interessen der Gastronomen gleichermaßen berücksichtigt.“
Pro und Contra
Pro: Ich bin für klare Verhältnisse
Pro: Ich bin für klare Verhältnisse

Die Debatte ums Raucherverbot erinnert an die zuweilen ätzende Diskussion über die Promillegrenze am Steuer. Ist doch Wischi-Waschi. Ich bin für klare Verhältnisse. Null Komma Null am Steuer und Rauchen an frischer Luft. Ein Pro von Inge Ansahl.   weiter...
Contra: Reguliert um des Regulierens willen
Contra: Reguliert um des Regulierens willen

Ich habe strikt etwas dagegen, wenn in einem Restaurant geraucht wird. Das geht, ohne Ausnahme, gar nicht.Mit dem Verbot der Raucher-Clubs wird der Bogen für mein Empfinden aber überspannt. Ein Contra von Friedhelm Pothoff.   weiter...

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/Qualmen-verboten-id5092267.html


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Dortmund - Qualmen, was das Zeug hält
« Antwort #4 am: September 25, 2011, 00:27:16 Vormittag »


Dortmund - Qualmen, was das Zeug hält

zuletzt aktualisiert: 24.09.2011 - 02:30

Dortmund (RP). Draußen mag die NRW-Landesregierung an der Verschärfung des Nichtraucherschutzes arbeiten, drinnen auf dem Podium zündet sich Patrick Engels bereits die vierte Zigarette an. Dann schimpft der Verbands-Boss der deutschen Rauchtabakindustrie auf die EU-Kommission und ihre Pläne zur Verschärfung der Tabak-Produkt-Richtline: "Wir lassen uns nicht alles von Brüssel gefallen, irgendwann ist das Maß voll." Und der Aschenbecher auch.

Drei Tage lang qualmen rund 7000 Zigarettenhersteller, Tabakpflanzer, Händler und Zubehörhersteller auf der "Inter Tabak 2011", was das Zeug hält. Das rauchende Publikum hat zur weltgrößten Messe ihrer Art keinen Zugang. In den Dortmunder Messehallen werden bis morgen mehr als 60 Millionen Euro umgesetzt. Mit Partys und Preisen wie dem "Oskar für Rauchkultur" feiert sich in Dortmund eine Branche, die rot-grüne Gesetzesverschärfungen lediglich lästig findet. "Wenn NRW ein bayerisches Rauchverbot bekommt, wird das die Gastronomie weit härter treffen als uns", sagt ein Branchenvertreter. Von Krise ist bei der Tabakindustrie nichts zu spüren. Sogar die im Mai gestartete Anhebung der Tabaksteuer in fünf Stufen, die dem Bund allein in diesem Jahr Mehreinnahmen von 200 Millionen Euro bescheren dürfte, findet die Branche nicht so tragisch. "Damit kann man leben", sagt Patrick Engels.

Zwar hat die Tabakindustrie 2010 in Deutschland rund 300 Millionen Euro weniger verdient, aber knapp 23 Milliarden waren es immer noch. Allein 83,5 Milliarden Zigaretten gingen über die Theke und noch einmal 22,5 Milliarden am Zoll vorbei. Der Anteil der Schmuggelzigaretten liegt in NRW geschätzt bei 16,4 Prozent, in Berlin bei 49 Prozent – da wäre noch Qualm für legale Geschäfte. In diesem Jahr feiert die Dortmunder Rauch-Messe einen Aussteller- und Flächenrekord: 303 auf mehr als 10 000 Quadratmetern Standfläche. 2012 wollen die Westfalenhallen einen asiatischen Ableger in Manila starten. "Denn da geht das Geschäft ja jetzt erst richtig los", sagt Messe-Sprecher Andreas Weber.

Quelle: RP

http://nachrichten.rp-online.de/panorama/qualmen-was-das-zeug-haelt-1.2140682



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Aktiver Nichtraucherschuitz in Deutschland - "Thema verfehlt?"
« Antwort #5 am: September 25, 2011, 22:47:42 Nachmittag »


NRS = Nichtraucherschutz


Sehr geehrte Damen und Herren,

der Artikel in der Rheinischen Post untermauert meine Auffassung, dass das Rauchverbot in der Gastronomie die Tabak-Nikotin-Drogenindustrie nicht besonders trifft. Es stellt sich aus diesem Grund für mich die Frage, ob wir in unserem jahrelangen Engagement bewusst auf die Gastronomie abgelenkt wurden (Qualmen, was das Zeug hält  RP vom 24. September 2011.pdf).

Beste Grüße
Ihr H. W.


Dr. N. schreibt zurück: Lieber Herr Kollege W.!

Ich bin völlig anderer Meinung: Die Rheinische Post wird von der Tabakindustrie irregeführt, denn mit Rauchverboten wie in Nordwesteuropa geht der Tabakkonsum langfristig zurück,
ohne dass die Gastronomen Wirtschaftseinbußen erleiden. Am meisten fürchtet die Tabakindustrie nicht den durch rauchfreie Lokale erleichterten Ausstieg, sondern vor allem den Wegfall
von Verführungsmöglichkeiten in Jugendlokalen und die Denormalisierung des Rauchens in der Öffentlichkeit, die schon auf Kinder wirkt. In diesem Zusammenhang darf ich Sie auf die
Links in folgendem Absatz aus http://www.aerzteinitiative.at/_Kinder_1.htm aufmerksam machen:

Rauchverbote im Gasthaus werden doch dazu führen, dass zu Hause noch mehr geraucht wird, zum Leidwesen der Kinder? -Nein, das wurde nur von der Tabakindustrie behauptet,
aber bisher in keinem einzigen Land nachgewiesen, das strenge Rauchverbote in der Gastronomie eingeführt hatte.
Rauchverbote in der Öffentlichkeit sind im Gegenteil eine unverzichtbare Maßnahme zur Denormalisierung des Rauchens und Verminderung seiner sozialen Akzeptanz. Sobald Tabakrauch als
Luftverschmutzung bewusst wird, rauchen Eltern zu Hause nur mehr auf dem Balkon (oder wenigstens aus dem Fenster gelehnt), im Garten und viele gar nicht mehr, sodass die Gefährdung der Kinder
auch daheim abnimmt. Nach dem Rauchverbot in der Gastronomie kam es zur Abnahme der Spitalsaufnahmen von Kindern wegen Asthma.

Mit dem Wegfall der Sichtbarkeit des Rauchens (als scheinbar erstrebenswertes Erwachsenenprivileg) in der Gastronomie und daheim nimmt auch die Verführung Jugendlicher ab.

-------------------------------

Lieber Herr N.,

was Sie darstellen, ist grundsätzlich richtig.
Ich bestreite die erfreulichen Teilerfolge in der Gastronomie auch nicht. Es stellt sich jedoch die Frage, welcher Preis dafür gezahlt wurde / wird. Das Ausblenden der anderen Bereiche
bedingt zwangsläufig Kranke und Tote! Beim Volksbegehren in Bayern konnte ich mich mit der nicht hinnehmbaren Konzeption (Unterstützung von Ausnahmen vom Rauchverbot bzw. Rauchererlaubnissen), die
offensichtlich von der politischen Partei (ÖDP) kam und mit Billigung der Mitinitiatoren aus unseren Reihen erfolgte, nicht einverstanden erklären, bzw. mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.  
Da der ÄARG e.V. dieses Volksbegehren in dieser Form unterstützte, bin ich aus Überzeugung ausgetreten.

Die nun viele Jahre andauernde Fokussierung auf die Gastronomie, die bis auf den Arbeitsschutz (= generelles Thema) und Kinder- und Jugendschutz keine besondere Priorität hat,
halte ich für fatal. Noch schlimmer ist es, dass der Nichtraucherschutz durch Vertreter aus unseren Reihen in den Medien und der Politik seit vielen Jahren auf die rauchfreie Gastronomie
konzentriert, bzw. reduziert  wurde / wird. Ich frage mich, wer dieses Thema zum Hauptthema gemacht hat?

Ich bin der Auffassung, dass wir weitgehende Forderungen aufstellen müssen und uns nicht auf Teilgebiete beschränken dürfen. Dies ist in der Sache und zur Wegweisung für die Politik
die beste Einstellung. Ich lehne also politisches Denken (=Kompromisse bei den Forderungen durch Fokussierung auf Teilbereiche und das Handeln nach Gegebenheiten) entschieden ab.
Es ist nicht unsere Aufgabe, der Politik "machbare" Kompromisse in Teilbereichen anzubieten oder mit ihr darüber zu diskutieren.

Da scheiden sich eben die Geister in unseren Reihen. Da macht es auch keinen Sinn an Gemeinsamkeiten zu appellieren, die nur noch bedingt vorhanden sind. Jedes "Lager" ist doch davon
überzeugt, dass es richtig handelt. Diese Meinungsverschiedenheit wird jedoch öffentlich wirksam, wenn sich die unterschiedliche Vorgehensweise störend auf die jeweilige
vertretene Zielsetzung auswirkt.

Die Aktiven in unseren Reihen werden für mich erfreulicherweise immer mehr, die sofort einen verfassungskonformen, umfassenden, konsequenten Nichtraucherschutz (= Lebens- und Gesundheitsschutz)
sowie die Tabakbeseitigung und damit die rauchfreie Gesellschaft zum Gesundheitsschutz aller Menschen vor dem Tabak / Tabakrauch fordern.  Wie lange noch sollen bestimmte Personengruppen Opfer
des Tabakkonsums bleiben, darunter leiden, krank werden oder sogar sterben? Was empfinden diese Menschen angesichts einer solchen Diskriminierung? Wir dürfen sie nicht alleine lassen? Wer von uns
kann diesen Opfern der neuen Nichtraucherschutzgesetze - auch die aufgrund des Volksbegehrens in Bayern, dass von namhaften Akteuren aus unseren Reihen mit auf den Weg gebracht und unterstützt
wurde - guten Gewissens ins Gesicht schauen?

Beste Grüße
W.



« Letzte Änderung: September 25, 2011, 23:14:05 Nachmittag von admin »


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Die Klagen, die Stadt tue zu wenig für den Nichtraucherschutz, häufen sich!
« Antwort #6 am: Dezember 11, 2011, 14:21:29 Nachmittag »


Aha, welche Stadt?
Wien, die Teufelstabakrauchstadt, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz,
oder Mistelbach, St. Pölten, Wr. Neustadt?
Überall das Gleiche, nach drei (3) Jahren!




Die Klagen, die Stadt Essen tue zu wenig für den Nichtraucherschutz, häufen sich.

http://www.derwesten.de/staedte/essen/rauchverbot-setzt-sich-in-essen-nicht-durch-id6148403.html


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I wüll koa Rauchverbot in Biergärten
« Antwort #7 am: März 12, 2012, 20:10:54 Nachmittag »


Donnerstag, 8. März 2012

Kobler: Kein Rauchverbot in Biergärten

Der niederbayerische CSU-Landtagsabgeordnete Konrad Kobler springt für die bayerischen Raucher in die Bresche. Als „Hiobsbotschaft“ bezeichnet Kobler in einer Mitteilung an die Medien das von der Nichtraucher-Initiativ-Gruppe begehrte Rauchverbot in Biergärten.


Kobler kündigte schon jetzt vehementen Widerstand an, obwohl er sich selbst als passionierten Nichtraucher bezeichnet.
Trotzdem wolle er nicht an dieser Hetzjagd auf friedliebende Menschen teilnehmen, so Kobler wörtlich.
Er fordert deshalb Ministerpräsident Seehofer auf, die ersten Ansätze einer solchen Idee im Keim zu ersticken.
Eine solche Generalbevormundung schade dem Profil Bayerns, das sonst für Toleranz, Brauchtum und Lebensqualität stünde, so Kobler weiter.


http://www.radio-trausnitz.de/default.aspx?ID=6369&showNews=1127245


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In Saarbrücken hängt man in Kneipen wieder am Glimmstängel
« Antwort #8 am: März 12, 2012, 20:30:27 Nachmittag »



Etliche Raucher pfeifen in Saarbrücken beim Ausgehen aufs Nichtraucherschutzgesetz

Saarbruecker-zeitung

Raucher waren empört, als am 1.April des vorigen Jahres im Saarland eines der strengsten deutschen Nichtraucherschutzgesetze in Kraft trat.

Inzwischen ziehen etliche wieder unbeschwert in Saarbrücker Kneipen am Glimmstängel.

Wo kein Kläger, da kein Richter!


http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Saarbruecken-Rauchen-Kneipen-Nichtrauchergesetz;art27856,4210625


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Email vom Büro der Bundeskanzlerin
« Antwort #9 am: August 18, 2012, 18:46:56 Nachmittag »


-----Ursprüngliche Nachricht-----
From: zukunftsdialog@bk.bund.de
Sent: Friday, August 10, 2012 10:33 AM
To: ludger.schiffler@fu-berlin.de
Subject: Ihre Teilnahme am Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin

Sehr geehrter Herr Dr. Schiffler,

herzlichen Dank für Ihre aktive Mitwirkung am Dialog über Deutschlands
Zukunft. Die Bundeskanzlerin hat mich gebeten, Ihnen zu schreiben.

Ihre Ausführungen zum Thema Rauchverbot wurden hier aufmerksam aufgenommen.

Für die Bundeskanzlerin ist jede Zuschrift, die sich mit dem Zukunftsdialog
beschäftigt eine wertvolle Orientierungshilfe. Ihre Hinweise werden daher -
soweit wie möglich - in die Arbeit einbezogen.

Zu Ihrem Beitrag ist folgendes auszuführen: Rauchen ist bereits in der
Öffentlichkeit sehr eingeschränkt und auch Jugendliche unter 18 Jahren
kommen schwer an Zigaretten. Jedoch wäre ein komplettes Verbot wenig
sinnvoll, da sich dann ein entsprechender Schwarzmarkt mit allen Nachteilen
bilden würde.

Wichtig sind jedoch Maßnahmen, in denen auf die Gefahren hingewiesen wird.
Dies ist auch das Hauptbetätigungsfeld der Bundesregierung. In vielfältigen
Aktionen gilt es, die Eigenverantwortung der Menschen zu stärken.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hält eine Vielzahl von
Broschüren, Unterrichtsmaterialien, Filmen, Plakaten, Ausstellungen und
Arbeitsmappen bereit, die
- mit Ausnahme einiger spezieller Fachpublikationen sowie audiovisueller
Medien - innerhalb der Bundesrepublik Deutschland in der Regel kostenlos
abgegeben werden. Sollten Sie weitergehende Informationen wünschen erhalten
Sie diese bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung,
Ostmerheimer Str. 220, 51109 Köln.

Neben Ihrem Beitrag haben uns auch im Internet tausende Vorschläge erreicht.
Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Online-Bürgerdialog vom 1.
Februar bis zum 15. April 2012 war mit rund 1,7 Millionen Besuchen
außerordentlich hoch. Im Durchschnitt verzeichnete die Seite täglich 22.000
Besuche. 11.618 Vorschläge und 74.165 Kommentare sind online – ein Ergebnis,
das unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen hat.

Das große Engagement zeigt deutlich, wie stark das Interesse am gemeinsamen
Nachdenken über Deutschlands Zukunft ist.

Auch in der Gesamtschau der Beiträge finden sich viele wertvolle Hinweise
darauf, welche Themen Ihnen und den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern
wichtig sind, welche Sorgen und Hoffnungen und welche Bilder einer
wünschenswerten Zukunft sie haben. Wir werden auch diese Informationen im
weiteren Verlauf auswerten und die Ergebnisse veröffentlichen.

Die rund 130 unabhängigen Wissenschaftler und Praktiker des Expertendialogs,
die seit Frühjahr 2011 in 18 Arbeitsgruppen diskutieren, haben sich
ebenfalls mit den Vorschlägen des Bürgerdialogs auseinandergesetzt. Sie
werden Ende August 2012 der Bundeskanzlerin ihren Abschlussbericht vorlegen,
in dem sie auf den Bürgerdialog und einzelne Vorschläge Bezug nehmen werden.
Auch diese Ergebnisse werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Ab Herbst können Sie in einem Newsletter erfahren, wie die Vorschläge des
Zukunftsdialogs im politischen Willensbildungsprozess diskutiert werden oder
welche Ideen sich auf dem Weg der Umsetzung befinden. Hier können Sie sich
für unseren Newsletter anmelden
(https://www.dialog-ueber-deutschland.de/Newsletter).

Ich danke Ihnen nochmals herzlich für Ihre Mitwirkung. Mit Ihren Erfahrungen
und konstruktiven Anregungen haben Sie und die anderen Teilnehmerinnen und
Teilnehmer einen wertvollen Beitrag zum Dialog über Deutschlands Zukunft
geleistet.

Mit freundlichen Grüßen

Meike Bunzel

________________________
Büro der Bundeskanzlerin
Bundeskanzleramt
11012 Berlin

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Hamburg regelt Nichtraucherschutz neu
« Antwort #10 am: September 02, 2012, 00:49:13 Vormittag »



Hamburg regelt Nichtraucherschutz neu

Freitag, 31. August 2012

dapd

Hamburg – Das neu geregelte Hamburger Passivraucherschutzgesetz tritt morgen in Kraft. Dann dürfen Speisewirtschaften, also Restaurants und Gaststätten, Raucher­räume einrichten – wenn sie bestimmte Auflagen erfüllen. Für den Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Hamburg (DEHOGA), Gregor Maihöfer, reicht der Schritt nicht aus. „Der Gastronom sollte selbst entscheiden können, ob er Raucher zulässt oder nicht“, sagte Maihöfer. Das sei politisch jedoch nicht machbar.

Maihöfer zufolge will derzeit kein Gastronom in Raucherräume investieren. Auf Anfrage teilten viele Hamburger Wirte mit, zunächst keine Raucherräume einrichten zu wollen. Demnach zeichnet sich eine Anti-Raucher-Stimmung ab, nachdem sich das Gesetz in den vergangenen Jahren mehrfach geändert hat. In Eckkneipen ist das Rauchen weiterhin erlaubt.

Alles begann am 1. Januar 2008: Das Hamburgische Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens in der Öffentlichkeit trat in Kraft und verbot das Rauchen in allen öffentlichen Einrichtungen. Im Juli 2008 kippte das Bundesverfassungsgericht das Rauchverbot in Gaststätten und erlaubte es unter bestimmten Auflagen.
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Mit Beginn des Jahres 2010 trat eine geänderte Fassung in Hamburg in Kraft. Damit die kleinen Kneipen, auch Eckkneipen genannt, nicht ihre Gäste verlieren, durfte dort weiter geraucht werden. Diese mussten kleiner als 75 Quadratmeter, als Raucherlokal gekennzeichnet und ein reiner Schankbetrieb sein - also keine Speisen verkaufen.

Größere Schankbetriebe durften Raucherräume einrichten, Speiselokale nicht - im Gegensatz zu den Regeln in den meisten anderen Bundesländern. „Da, wo gegessen wurde, durfte nicht geraucht werden“, erklärte die Fachreferentin für Rechtsangelegenheiten der Gesundheitsbehörde, Annegret Wittmann, die damalige Situation.

Auflagen für Raucherräume erst in zwei bis drei Wochen
Am 21. Februar erklärte das Bundesverfassungsgericht das Hamburgische Passivraucherschutzgesetz für teilweise rechtswidrig, da die Speisewirtschaften gegenüber den Schankbetrieben einen Nachteil hätten. Bis zur Neuregelung durften Raucherräume in Restaurants und Gaststätten eingerichtet werden.

Wie die Raucherräume auszusehen haben, steht noch nicht fest. „Mit den Auflagen 
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51477

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DEUTSCHLAND: Regierung gegen Schockfotos auf Zigarettenschachteln
« Antwort #11 am: März 12, 2013, 22:21:24 Nachmittag »



10.03.2013

Regierung gegen Schockfotos auf Zigarettenschachteln

Bild: Regierung gegen Schockfotos auf Zigarettenschachteln. Schockfotos auf Zigarettenpackungen soll es offenbar in Deutschland nicht geben. Die schwarz-gelbe Regierungskoalition will laut Medien Änderungen bei der entsprechenden Tabakrichtlinie der EU-Kommission durchsetzen.

Schockfotos auf Zigarettenpackungen soll es offenbar in Deutschland nicht geben. Die schwarz-gelbe Regierungskoalition will laut Medien Änderungen bei der entsprechenden Tabakrichtlinie der EU-Kommission durchsetzen.

................. http://www.donaukurier.de/nachrichten/wirtschaft/D-EU-Tabak-Gesundheit-Verbraucher-Regierung-gegen-Schockfotos-auf-Zigarettenschachteln;art154664,2728088


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

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D - Stellungnahmen zur EU-Tabakrichtlinie veröffentlicht
« Antwort #12 am: Mai 12, 2013, 00:20:51 Vormittag »



Ministerin Ilse Aigner für Schockfotos
Stellungnahmen zur EU-Tabakrichtlinie veröffentlicht

http://www.euractiv.de/verbraucherschutz/artikel/stellungnahmen-zur-eu-tabakrichtlinie-veroeffentlicht-007487

In der aktuellen Debatte über die neue EU-Tabakproduktrichtlinie setzt die Bundesregierung auf mehr Transparenz. Die Stellungnahmen der deutschen Interessenvertreter sind ab sofort auf der Internetseite des Bundesverbraucherschutzministeriums abrufbar.

Die EU-Kommission will strengere Vorschriften für Zigaretten und Tabak durchsetzen. Große Schockbilder auf Zigarettenpackungen sollen Pflicht werden, Tabak mit charakteristischen Aromen werden verboten (Opens external link in new windowEurActiv.de vom 19. Dezember 2013). Gegenwärtig prüft die Bundesregierung den von der EU-Kommission vorgelegten Entwurf zur Revision der Tabakprodukt-Richtlinie.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner selbst begrüßt die Überarbeitung der Tabakproduktrichtlinie. Sofern die EU-Kommission die Wirksamkeit von größeren Warnhinweise und Schockfotos auf Zigarettenschachteln untermauere, "steht das Bundesverbraucherministerium diesem Instrument offen gegenüber", teilte das Ministerium am Freitag (3. Mai) mit. Ergänzend zur Überarbeitung der Tabakproduktrichtlinie tritt das Bundesverbraucherministerium weiter für ein vollständiges Verbot der Außen(plakat)werbung sowie der Kinowerbung für Tabakerzeugnisse ein.

Aigner kündigte an, die Diskussion über einen besseren Schutz der Menschen vor den Gefahren des Rauchens offensiv und öffentlich führen zu wollen. "Die Debatte muss raus aus den Hinterzimmern. Deshalb setze ich hier auf volle Transparenz", sagt die Bundesverbraucherministerin. Jeder Bürger habe den Anspruch zu wissen, welche Interessengruppe mit welchen Argumenten welche Haltung einnimmt. Dazu hat das Ministerium nun die Stellungnahmen der deutschen Interessenvertreter auf der Opens external link in new windowInternetseite veröffentlicht.

Nach Angaben des Ministeriums gab es am 13. März eine mündliche Anhörung mit Vertretern aus dem Bereich Gesundheitsprävention und Verbraucherschutz und der Länder und am 14. März 2013 mit Vertretern der betroffenen Wirtschaftskreise.
Vertreter aus Gesundheitsprävention und Verbraucherschutz


    Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR)
    Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit
    Bundesärztekammer
    Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG)
    Deutsche Herzstiftung
    Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
    Deutsche Krebshilfe
    Deutsche Lungenstiftung
    Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)
    Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
    Frauen aktiv contra Tabak e.V. (FACT)
    Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord)
    Wissenschaftlicher Aktionskreis Tabakentwöhnung (WAT)
Vertreter der Wirtschaft


    Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL)
    Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ)
    Bundesverband deutscher Tabakpflanzer (BdT)
    Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller (BDTA)
    Deutscher Verband der Aromenindustrie e.V. (DVAI)
    Deutscher Zigarettenverband (DZV)
    Fachverband Faltschachtel-Industrie (FFI)
    Fachvereinigung Hartpapierwaren und Rundgefäße (FHR)
    Markenverband
    Philip Morris Germany / International
    Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR)
    Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW)


mka

Links


Dokumente

BMELV: Opens external link in new windowWebsite zur EU-Tabakproduktrichtlinie mit Links zu den Stellungnahmen

Kommission: Opens external link in new windowTabakerzeugnisse: größere Hinweise zur Warnung vor Gesundheitsrisiken und Verbot starker Aromen (19. Dezember 2012)

Kommission: Opens external link in new windowVorschlag für eine Richtlinie über Tabakerzeugnissen (19. Dezember 2012)

Gesundheitskommissar Borg: Opens external link in new windowSpeech: Tobacco Products Directive: Making tobacco products and smoking less attractive (19. Dezember 2012)

Kommission: Opens external link in new windowWebsite zur Überarbeitung der Tabakrichtlinie


Zum Thema auf Euractiv.de

Opens external link in new windowHarsche Kritik der Tabak-Lobby an EU-Plänen (25. Januar 2013)

Opens external link in new windowZigaretten: EU will Verbote und größere Warnhinweise (19. Dezember 2012)



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D-92 Prozent der Diskotheken ohne gesetzl. Nichtraucherschutz, Kneipen, Spielhal
« Antwort #13 am: Juli 02, 2013, 19:58:21 Nachmittag »



Rauchen

Kein Raucherschutz in Kneipen und Discos

Krebsforscher untersuchten Gastronomiebetriebe in Baden-Württemberg.

In 92 Prozent der Diskotheken werden gesetzliche Auflagen zum Raucherschutz nicht eingehalten.


Um den Nichtraucherschutz in Baden-Württemberg ist es nach Ansicht des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) schlecht bestellt.
Einer Studie zufolge werden in 71 Prozent aller Kneipen und Bars, 84 Prozent der Spielhallen und 92 Prozent der Diskotheken geraucht. Nur vier von zehn Rauchergaststätten erfüllten die gesetzlichen Vorschriften, hieß es weiter. Für die Studie prüften die Forscher im Frühjahr 2013 rund 1500 Betriebe in zwölf Städten.

Otmar D. Wiestler, DKFZ-Vorstandsvorsitzender, nannte die Ergebnisse besorgniserregend. Insbesondere die Mitarbeiter in den Gaststätten seien erheblichen Risiken ausgesetzt. Wiestler forderte ein konsequentes Rauchverbot in Gastronomiebetrieben. Ausnahmeregelungen sollten abgeschafft werden. Schließlich dürfe auch in öffentlichen Gebäuden nirgends mehr geraucht werden.

Gesetze zum Nichtraucherschutz zu kompliziert

Bestimmungen zum Nichraucherschutz wie eine schließbare Tür zu Raucherräumen und ein rauchfreier Weg zur Toilette würden nicht eingehalten, hieß es. "Die Gesetze taugen nichts. Sie sind zu kompliziert", sagte Martina Pötschke-Langer vom DKFZ.

Schock-Fotos und Warntexte auf dem Großteil der Packung

Die EU-Minister beraten derzeit über eine neue Tabakrichtlinie: Warntexte und schockierende Fotos sollen 75 Prozent der Vorder- und Rückseite der Packung einnehmen, aromatisierte und Slim-Zigaretten sollen verboten und nikotinhaltige Produkte wie E-Zigaretten mit Gesundheitswarnungen gekennzeichnet werden.

Der Vorschlag muss noch vom Europäischen Parlament und den EU-Regierungschefs beraten und verabschiedet werden. Gelten könnte die Richtlinie ab 2015 oder 2016.
Rückgang der jüngeren Raucher liegt an gestiegenem Preis

Der deutliche Rückgang gerade bei jüngeren Rauchern - der Anteil der 12- bis 17-jährigen Raucher sank von 28 auf elf Prozent - hat nach Einschätzung des deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg andere Gründe als die Warnhinweise auf den Packungen: Er liege vor allem an der mehrfachen Erhöhung der Tabaksteuer, die das Rauchen deutlich verteuert hat.

http://www.onmeda.de/gesund/rat-und-service/raucherschutz-kneipen-1567.html


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http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

Gesunde Luft

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D.: Inter Tabak Messe, Politiker haben Rauchverbot aufgehoben! Millionen!
« Antwort #14 am: August 31, 2013, 15:13:00 Nachmittag »


An alle!

Hier sind einige WAZ- Artikel. Rechts stehen bei jedem Artikel Hinweise zu anderen Artikeln.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Kübler

http://www.derwesten.de/thema/rauchverbot
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/rauchverbot-messe-inter-tabac-will-nicht-nach-dortmund-id8224184.html

Hier wird in aller Deutlichkeit erklärt, warum  das Rauchverbot auf der Inter-Tabak-Messe aufgehoben wurde. Es geht um Millionen.

Gesundheitsschutz ist also doch verhandelbar! Die Tabak-Nikotin-Drogenindustrie macht Unmögliches möglich. Sprichwort: "Wer schmiert, fährt gut!"
Und das Krankheits- und Krebsministerium gibt fürs Rauchen GRÜNES Licht! Pfui Teufel!
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/rauchverbot-messe-inter-tabac-will-nicht-nach-dortmund-id8224184.html

Das Schild   "Raucherschutzgebiet"   ist mehr als pervers. Bitte aktivieren Sie die Internetadresse!

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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/tagesmuetter-duerfen-zu-hause-nicht-mehr-rauchen-id4927855.html

Wer diesen Artikel gelesen hat, muß sich fragen, warum Eltern dann rauchen dürfen.

Und man muß sich fragen, wie man es verantworten kann, nach der Inter-Tabac-Messe Menschen in die Westfalenhalle zu lassen.

Überall, wo Menschen sich aufhalten, kann das Rauchen nicht zugelassen werden. Third-Hand-Smoke ist überall ein gleich großes Krankheitsrisiko!
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/ordnungsamt-dortmund-will-striktes-rauchverbot-id3368655.html

Es war einmal!  Wenn die Stadt Dortmund Kasse machen kann, wenn bei der Inter-Tabac-Messe geraucht werden darf, dann kneift sie und gibt Feuer frei.
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http://www.derwesten.de/meinung/die-wut-der-raucher-ein-kommentar-cmt-id8076015.html

Ein guter Kommentar!