Autor Thema: Österreich ....  (Gelesen 15133 mal)

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Die Faust in der Tasche, Nichtraucher?
« Antwort #15 am: September 25, 2011, 15:18:46 Nachmittag »

Die Faust in der Tasche

23.09.2011 | 15:32 |  Von Anneliese Rohrer (Die Presse)

Die Unzufriedenheit mit dem herrschenden politischen System wächst.
Zwei Bücher nehmen sich aus unterschiedlicher Perspektive des Phänomens „Wutbürger“ an: Eugen Maria Schulak aus überhöhter, Christoph Giesa aus digitaler.


Nichts von all dem. Dennoch kommt der „Garten“ prominent in zwei jüngst erschienen Büchern vor, die ein und demselben Thema gewidmet sind, nämlich der Unzufriedenheit mit jenem politischen System, wie es sich in Österreich und Deutschland entwickelt hat. Die beiden in Wien lebenden Philosophen Eugen Maria Schulak und Rahim Taghizadegan haben, wie zu erwarten, einen überhöhten Ansatz: Für sie ist der Garten jener Ort, in dem man die Erde lockert, Unkraut und Wurzeln beseitigt, Steine entfernt und so weiter. Von dort kommen sie über Sokrates, Aristoteles und ihresgleichen mühelos zum Systemtrottel, dessen Mutation zum Wutbürger sie vorantreiben wollen. Denn: „Der Gärtner (siehe Garten, Anmerkung) ist das Gegenbild zum Systemtrottel“, schreiben sie. Sie fordern also jeden Bürger auf, seinen eigenen Garten abzustecken und dort den Gärtner zu spielen, denn die Begrenzung des eigenen Gartens heißt für sie, sich von Sachzwängen und Abhängigkeiten zu befreien. So weit so philosophisch.

Für Christoph Giesa, der 2010 in Deutschland eine Facebook-Kampagne für die Kandidatur Joachim Gaucks als Bundespräsident organisiert hat, ist der Garten seiner Kindheit Symbol für alles, was er an „diesem Land“, also Deutschland, mag. Sein Garten hat keinen Zaun, keine Abgrenzung keine Mauern. Für ihn bedeute er Freiheit, und er hatte „lange Zeit das Gefühl, dass wir es in Deutschland geschafft hatten, größtmögliche Freiheit mit größtmöglicher Sicherheit zu verbinden“. Dieses Gefühl ist ihm offenbar abhanden gekommen, weshalb er nun eben dafür wirbt, dass Bürger das Politische wieder selbst gestalten.

In gut der Hälfte ihres Buches entwerfen Schulak und Taghizadegan so eine Art Abziehbild der Orwellschen schönen neuen Welt, indem sie unseren momentanen gesellschaftlichen Zustand als eher geistloses Resultat moderner Sachzwänge beschreiben – und immer sehr apodiktisch. So ist es und nicht anders: Kinder zum Beispiel werden vernachlässigt, damit sie in desolaten Familien unter Isolation, Sprachlosigkeit und Vertrauensverlust leiden, um später offen zu sein für die „Segnungen der öffentlichen Hand“. Sie beschreiben in vielen Facetten so die „ideale Sozialisation“ für nützliche Systemtrottel. Hamster alle, hirnlos im Rädchen laufend, es in Schwung haltend.

Von diesem Befund kommen die beiden Philosophen dann via Selbstbeschränkung, die so weit geht, dass man eben weniger Geld haben sollte, um die Rädchen eben nicht in Schwung zu halten, mühelos zu einer Art Utopia. Allerdings bestreiten sie genau dieses: „Diese Abenteuergeschichte (der Wiederentdeckung des Selbst, der Seele, des Individuums) ist keine Utopie“, schreiben sie. Sie beschreibe keinen unmöglichen Ort mit unmöglichen Menschen. Sie sei zwar unwahrscheinlich, aber in kleinen Schritten verwirklichbar: Mut, Klugheit, Maß, Gerechtigkeit. Der Sprachrythmus, den sie verwenden, passt sich der Mutation an: Im Orwellschen Teil atemlos, ein Urteil folgt rasant dem anderen; im Abenteuerteil verlangsamt, entschleunigt gewissermaßen, bis er in der Aufforderung mündet: „Vielleicht besuchen Sie uns einmal in unserem Garten!“ Dort würde der Besucher dann, so scheinen sie zu hoffen, eine genügend große Zahl von Menschen sehen, die „der hinterhertrottenden Masse“ Vorbild sind., „sodass auch der letzte Trottel Mut schöpfen kann.“

So lange will Giesa offenbar nicht warten. Sein ...... http://diepresse.com/home/spectrum/literatur/695567/Die-Faust-in-der-Tasche?_vl_backlink=/home/spectrum/index.do


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

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Was schert sich die Eiche, wenn sich die Sau dran reibt? Profil:"Starker Tobak!"
« Antwort #16 am: Januar 02, 2012, 00:42:08 Vormittag »
Fetter Tobak

    * Tabakgesetz:. Verlagert sich die Sucht durch strenge Verbote?

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Der Nichtraucherschutz in Österreichs Gastronomie ist nach wie vor mangelhaft. Die Lösung, die es allen recht machen will, hat im Gegensatz zu strikten Rauchverboten keinen gesundheits­fördernden Effekt.
Von Robert Buchacher

Im Wiener AKH, der österreichweit ersten Adresse zur Behandlung von Raucherschäden, hat sich nichts geändert. Zu ebener Erde wird in einem speziellen, durch Glaswände separierten Raucherraum gepofelt, was das Zeug hält; in den Stockwerken darüber befassen sich Pulmologen, Kardiologen, Krebsmediziner und Chirurgen mit den Folgen des Tabakkonsums. Mit 34 Prozent Rauchern gehört Österreich laut der EU-weiten Umfrage Eurobarometer 2010 weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Tabakkonsum. Der Anteil der Raucher an der erwachsenen Bevölkerung bildet aber das wahre Ausmaß des heimischen Tabakkonsums nur mangelhaft ab. Mit der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten – im Mittel 17,7 – liegt Österreich EU-weit im Spitzenfeld. Und bei jugendlichen Rauchern führt ­Österreich seit Jahren die EU-Statistik an.

Dramatischer noch wird die Situation auf der Homepage des Gesundheitsministeriums unter dem Punkt Tabakgesetz beschrieben: „Der Konsum von Tabak ist in Industrieländern wie Österreich die bedeutendste Ursache vermeidbarer Krankheiten und Todesfälle. Weltweit sterben derzeit nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation jährlich über vier Millionen Menschen vorzeitig an den Folgen tabakbedingter Krankheiten. Diese Zahl wird sich innerhalb der nächsten Jahrzehnte auf rund zehn Millionen pro Jahr erhöhen, wenn gegen diese Entwicklung nichts ­unternommen wird. Schätzungsweise 12.000 bis 14.000 Menschen sterben in ­Österreich pro Jahr an den Folgen tabakbezogener Erkrankungen.

Angesichts dieser enormen Bedrohung ist politisches Handeln, einschließlich entsprechender Initiativen zur Schaffung der gebotenen Maßnahmen auf gesetzlicher Ebene, dringend erforderlich.“

Nicht unbedingt in Befolgung dieser eindringlichen Sätze handelte SPÖ-
Gesundheitsminister Alois Stöger, als er http://www.profil.at/articles/1152/560/315456/rauchen-fetter-tobak

Anm.: Ja, ja, der Stöger, was soll`s!Nicht einmal Stögers Beisl, in seinem Gesundheitsministerium, hält das Tabakgesetz ein!


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

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ORF - Trotz teurer Zigaretten kaum weniger Raucher
« Antwort #17 am: Januar 18, 2012, 01:07:13 Vormittag »


Trotz teurer Zigaretten kaum weniger Raucher

Die Zahl der Raucher wird durch die teureren Zigaretten nicht weniger. Experten hoffen jedoch, dass die Tabaksteuererhöhung davon abhalten könnte, mit dem Rauchen zu beginnen. In der Steiermark rauchen 15 Prozent der Erwachsenen täglich.

Das Rauchen ist in dieser Woche wieder teurer geworden. Die Zigarettenpreise sind um zehn bis 20 Cent angehoben worden. Es handelt sich um die dritte Tranche der Tabaksteueranhebung – mehr dazu in Grenznahe Trafikanten fürchten um ihr Geschäft
Aschenbecher

APA/Georg Hochmuth

Tabakwaren sind auf Platz 11 der Ausgaben österreichischer Haushalte
660 Euro pro Jahr für Zigaretten

Pro Haushalt werden in Österreich laut Regioplan 660 Euro pro Jahr für Tabakwaren ausgegeben - und das, obwohl zwei Drittel der Erwachsenen Nichtraucher sind. In der Steiermark rauchen knapp 15 Prozent der Erwachsenen täglich, dazu kommen noch knapp sechs Prozent Gelegenheitsraucher. Zu diesen Zahlen kommt eine Befragung der Fachstelle für Suchtprävention Vivid.
Akzeptanz bei unter zehn Prozent

Durch die Erhöhung der Zigarettenkosten werden sich nur wenige Menschen vom Rauchen abbringen lassen, sagt Waltraud Posch von Vivid: „Wir sehen die Tabaksteuererhöhung grundsätzlich positiv, weil sie ein von der WHO empfohlenes Mittel ist, um den Tabakkonsum zu reduzieren. Allerdings empfiehlt die WHO mindestens zehn Prozent Erhöhung, sonst schlucken das die Raucherinnen und Raucher, sonst akzeptieren sie das.“
Den Beginn des Rauchens erschweren

Einen positiven Effekt könnte die Tabaksteuererhebung aber jedenfalls haben: Sie kann Menschen davon abhalten, mit dem Rauchen zu beginnen. Wird die Tabaksteuer - wie von der Weltgesundheitsorganisation gefordert - um zehn Prozent erhöht, dann verringert sich der Zigarettenkonsum laut internationalen Studien um rund vier Prozent, bei Jugendlichen sogar um sieben Prozent.
Rauchfreie Arbeitsplätze

Um möglichst viele Rauchern den Griff zum Glimmstängel so schwer wie möglich zu gestalten, müsste neben der Tabaksteuererhöhung ein ganzes Maßnahmenbündel geschnürt werden, so Posch: „Es müsste auch rauchfreie Arbeitsplätze inklusive rauchfreier Gastronomie geben, weiters ein generelles Verbot von Werbung und Sponsoring. Es müsste das Produkt der Zigarette sehr gut reguliert sein, man müsste zielgruppenspezifische Tabakprävention machen und vor allem ach Tabakentwöhnung anbieten.“
Steiermark bei Entwöhnungskursen Spitzenreiter

Vor allem bei der Vorsorge und bei den Entwöhnungskursen ist die Steiermark Spitzenreiter in Österreich. 250.000 Euro werden vom Land dafür zur Verfügung gestellt. Die Hälfte davon fließt in die Raucherentwöhnungskurse.

Für jene, die sich dazu entschließen, mit dem Rauchen aufzuhören, gibt es zahlreiche Anlaufstellen. Die Fachstelle für Suchtprävention empfiehlt beispielsweise die Gruppenseminare „Rauchfrei in sechs Wochen“. Über das Österreichische Rauchertelefon – 0810/810 013 – erhalten Interessierte telefonische Beratung und Begleitung. Alle weiteren Informationen sind auf der Homepage „Rauchfrei dabei“ nachzulesen.

http://steiermark.orf.at/news/stories/2517260/

http://www.rauchfrei-dabei.at/de/news/aktuelles/

http://www.vivid.at/


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http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

Gesunde Luft

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Raucherschutz - Was schert`s die Eiche, wenn sich die Sau am Stamme reibt!
« Antwort #18 am: Januar 25, 2012, 22:31:32 Nachmittag »


Zitat: Besonders schlecht schneidet Österreich bei der Tabakgesetzgebung und dem Nichtraucherschutz ab...


Hohe Abgaben, junge Pensionisten: Wo Österreich schlecht liegt

24.01.2012 | 18:30 |  PHILIPP AICHINGER (Die Presse)

Nachteile. Frauen, Migranten, Schüler und Nichtraucher haben schlechte Karten. Und das Volk ist zu unglücklich.

............

.......... •Besonders schlecht schneidet Österreich bei der Tabakgesetzgebung und dem Nichtraucherschutz ab. Hierzulande darf in Lokalen nach wie vor gequalmt werden, der Nichtraucherschutz ist auffallend schwach ausgeprägt. Gemeinsam mit Griechenland landet man in einer Wertung des Verbands der Europäischen Krebs-Ligen am letzten
Rang unter 31 Staaten. Gewertet wurden die Kriterien Zigarettenpreise, Werbevorschriften, Tabakgesetzgebung, Warnhinweise und Maßnahmen, welche den Rauchern
das Aufhören erleichtern sollen inklusive der für solche Aufgaben vorhandenen Budgets. Am besten ist der Nichtraucherschutz in Großbritannien, Irland, Norwegen
und der Türkei ausgebaut.

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/726561/Hohe-Abgaben-junge-Pensionisten_Wo-Oesterreich-schlecht-liegt?direct=726557&_vl_backlink=%2Fhome%2Findex.do&selChannel=101


.......................................................................................


Aber auch hier:

Viel Rauch um ein Nichts von Gesetz

Satte 34 Prozent Raucheranteil sichern Österreich einen Spitzenplatz weltweit. Nirgendwo in der EU konsumieren mehr Elf- bis 14-Jährige Zigaretten, bei jungen Rauchern führt man die EU-Statistik an: Die Bilanz nach mittlerweile drei Jahren Tabak-Schutzgesetz riecht nicht besonders gut. Von Thomas Golser.

............ http://rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=263.msg3939#msg3939

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"Die Presse" lässt die Faschistenkeule schwingen!
« Antwort #19 am: Januar 30, 2012, 20:12:54 Nachmittag »


Eine Frechheit, was dieser DDr. öffentlich kundtut!
Weiß wer, ob er entmündigt ist?



http://diepresse.com/home/727550/Der-Heilige-Krieg-der-heutigen-Blockwarte-gegen-die-Raucher?parentid=2332800&act=2&isanonym=null#kommentar2332800

Der Heilige Krieg der heutigen Blockwarte gegen die Raucher

27.01.2012 | 18:43 |  PETER KAMPITS (Die Presse)

Den zahlreichen selbst ernannten „Rauchersheriffs“ geht es nicht um den Schutz der Nichtraucher, sondern ums Verbieten.
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Aus dem Archiv:

    Österreich ist zum Aschenbecher Europas geworden (30.01.2012)
    Umfrage: 91 Prozent von Rauch belästigt (21.02.2011)

Dass wir stückweise die in einer Demokratie selbstverständliche und mühsam errungene Freiheit an der Garderobe abzugeben scheinen, ist nichts Neues: von Flughafenkontrollen, Fingerprints und Körperscannern, Videoaufzeichnungen auf allen möglichen öffentlichen Plätzen bis zur Überwachung am Telefon; ganz zu schweigen von der Auswertung der Spuren, die Bankomat, Kreditkarten und vor allem unsere Arbeit an den Computern hinterlassen.

Die EU hat – neben vielen grotesken Verordnungen wie zur Gurken- und Bananenkrümmung, zum Streit um die Bezeichnung „Marmelade“ bis zum Glühbirnenverbot – sich auch mit Einschränkungen profiliert, die bis zur Verbannung des Rauchens gehen. Dabei ergibt sich manch paradoxe Situation, für die die jüngste Raucherverordnung in Ungarn ein besonders markantes Beispiel darstellt.

Der Feldzug gegen die Raucher, dessen „Endsieg“ ihre totale Vernichtung sein soll, hat neben den üblichen Aggressionen eine neue Nuance erhalten: Als die neue Westbahn ein Raucherabteil einrichtete, dessen technische Finessen jedwede Schädigung anderer Passagiere ausschließt, hagelte es dennoch Anzeigen durch selbst ernannte „Rauchersheriffs“. Das ist eine durchaus zutreffende Bezeichnung, die daran erinnert, dass Sheriffs zur Einhaltung der Rechtsordnung verpflichtet sind, aber nicht selten dieses Recht selbst in die Hand nehmen und nach Belieben damit verfahren.

 
Lange Tradition im Denunzieren

Zuletzt sind die Anti-Raucher- Fundis mit der Forderung aktiv geworden, Rauchpausen einzuarbeiten, wobei ihnen schon die vernünftige Regelung in der Gastronomie in Österreich ein Dorn im Auge ist. Dass Österreich eine lange Tradition im Vernadern und Denunzieren aufweist, ist nichts Neues. Man erinnere sich an die Lust am Denunzieren, welche bereits die Blockwarte des Dritten Reiches auszeichnete. Die Fundamentalisten der Anti-Raucher-Bewegung schießen dabei weit über das verständliche Ziel hinaus, Nichtraucher zu schützen. Denn es geht ihnen offenbar nicht um den Schutz der Nichtraucher, sondern ums Verbieten.

 
Moralische Bevormundung

Hier hilft auch der Verweis auf die inzwischen zum religiösen Dogma aufgestiegene Anbetung der Gesundheit nicht. Denn neben den Schädigungen, die durch Rauchen entstehen können, sind die Schäden durch Alkohol, fettreiches Essen, aber auch durch Sport statistisch gesehen in der Überzahl.

Gesundheit, ein an sich harmloser Begriff, ist schwer zu definieren. Hinter der gesundheitlichen Fürsorge verbirgt sich nur allzu leicht die Tendenz zu einer moralischen Bevormundung. Eine solche stellt eine größere Bedrohung dar als die Gefährdung der Gesundheit durch das Rauchen.

Die in dieser Diskussion gern angeführten Studien und Untersuchungen stehen letztlich auf tönernen Füßen, wie bereits der deutsche Philosoph Günter Ropohl nachgewiesen hat, indem er gezeigt hat, dass dabei statistische Korrelationen unreflektiert zu Kausalerklärungen umgedeutet werden. Die Gefahr des Passivrauchens wird als unglaubwürdiges statistisches Konstrukt entlarvt.

Was in diesem Feldzug gegen die Raucher erschreckt, ist nicht das Bemühen, nicht rauchende Personen vor der Belästigung durch Rauch zu schützen, sondern der jeden Fundamentalismus auszeichnende Unfehlbarkeitsglaube. Der lässt keine Ausnahmen zu und geht so weit, Minoritäten nicht nur aus einer vernünftigen Diskussion auszuschließen, sondern ihnen letztlich Rechte abzusprechen.

DDr. Peter Kampits ist Professor am Institut für Philosophie der Universität Wien.

E-Mails an: debatte@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.01.2012)


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Kommentare

Siehe bei dem obigen Artikel, ganz unten, aus dem Archiv: "91 Prozent von Rauch belästigt!"
WEITERS: 50 % der Befragten wollen generell rauchfreie Lokale.
Wenn man dann noch die 35 % süchtige Raucher berücksichtigt, die natürlich dagegen waren, dann gibt es eine satte Mehrheit für SOFORT rauchfreie Lokale!

Was gibt es dann eigentlich noch zu rütteln, an generell rauchfreie Lokale und öffentliche Gebäude.

Ach ja, BM. Stöger: "Ich möchte auch lieber überall Rauchfreiheit in den Lokalen!" ORF-Thurnher: "Warum schauen Sie dann nicht auf die Gesundheit der Österreicher und setzen dies sofort um?" BM. Stöger, schüchtern: "Der Lobbyismus hindert mich daran, denn ich bekomme keine Mehrheit im Ministerrat oder Parlament dafür."

Bevölkerung: "Was heißt das?"
Antwort: Steht täglich in der Zeitung, Korruption, Korruption, Korruption!

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Eine show für sich....
Also mit welchem fast schon beängstigenden Fanatismus sich dieser Illicit gegen den Nichtraucherschutz hineinhängt ist im wahrsten Sinne des Wortes irrsinnig komisch. Einen derart militanten Raucher sollte man mit einem Unterhaltungs-Preis bedenken. Das ist Kriegsdrama pur. Interessant wären die wahren Gründe für dieses schon rein vom Zeitaufwand her (wegen Raucherbeins in Frühpension?) bemerkenswerte sich Hineinsteigern. Das kann doch nicht nur am Rauchen selber liegen? Aber wie dem auch sei: Rauchen ist nun mal eine Sucht. Und das erklärt vieles. Vor allem wird einmal mehr klar: mit Rauchern über Nichtraucherschutz zu diskutieren ist total sinnlos und daher absolute Zeitverschwendung. Und weil die (´öffentlichen´) Raucher letztlich auf verlorenem Posten stehen, werden sie immer aggressiver und untergriffiger in ihrer ´Argumentation´. Siehe auch Kampits. An alle Nichtraucher: ruhig bleiben und abwarten. Die Sache wird sich regeln.


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Und wieder... und so siehts aus!

Also für Wien wird das nicht stimmen, sonst hätten sich nicht in EINEM Jahr 950 Lokalgäste gegenseitig angezeigt, wegen Nichteinhaltung des Nichtraucherschutzes! Sie können die Anzeigen bei Dr. Pietsch nachzählen.


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Re: Hat jemand vom ERLACHER schon einmal etwas zum Thema "Feinstaubbelastung" vernommen ?
Ich bin kein "Hans Dampf in allen Gassen"! Zudem gibt es dazu autorisiertere Wissenschaftler. Ob Industrieller oder Pizzabäcker, auch im Wirtschaftskammerparlament stand ich auf, wenn ich glaubte, mein Beitrag ist dazu wichtig. Egal ob es Politiker, Industrielle, Banker oder .... betraf.


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Was für eine Unsinn!
Stellen Sie sich einfach folgendes vor:

Jemand stiehlt Ihnen 5 Euro. - Akzeptieren Sie das? Stehen Sie dem mit so etwas wie Tolereanz gegenüber? - Mit Sicherheit nicht! Es handelt sich ja auch um ein völlig einseitigen Fehlverhalten, das dem Dieb zwar einen gewissen Nutzen bringt, dies allerding aus Ihre Kosten und zu Ihrem Schaden.

Und nun stellen Sie sich vor, man stiehlt Ihnen Gesundheit. Z.B. indem man bekanntermaßen hochgradig giftigen Tabakrauch in Ihre Atemluft einleitet. - Na? - Noch immer "tolerant"?

Wer für sich und seine Mitmenschen rauchfreie Atemluft fordert, handelt ausgesprochen vernünftig und verantwortungsvoll. - Eines allerdings ist sicher: An den Folgen solcher Forderungen ist noch nie ein Mensch gestorben oder gar erkrankt. - Am Rauchen schon Millionen!

Vor dem Hintergrund ist völlig unverständlich, warum der Verfasser des Artikels, nicht einmal davor zurückschreckt, Menschen die nicht durch Tabakrauch gesundheitlich geschädigt werden wollen, in die rechte Ecke zu schieben und diese mit Begrifflichkeiten wie z.B. "Blockwarte" zu bedenken. - Was sind denn dann Menschen, die nicht bestohlen werden wollen. - Vielleicht "Eigentumsfaschisten"? - Einfach absurd!


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http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

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Die Presse morgen - Österreich ist zum Aschenbecher Europas geworden
« Antwort #20 am: Januar 30, 2012, 20:19:53 Nachmittag »


Österreich ist zum Aschenbecher Europas geworden
http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/728153/Oesterreich-ist-zum-Aschenbecher-Europas-geworden?from=simarchiv


MANFRED NEUBERGER (Die Presse)

Replik. Die Tabakindustrie und ihre Helfershelfer wollen die Raucher als freiheitsliebend darstellen und die Nichtraucher als Fundis verteufeln.

    Der Heilige Krieg der heutigen Blockwarte gegen die Raucher (27.01.2012)
http://diepresse.com/home/727550/Der-Heilige-Krieg-der-heutigen-Blockwarte-gegen-die-Raucher?parentid=2332800&act=2&isanonym=null#kommentar2332800

Die Tabakindustrie und ihre Helfershelfer verfolgen eine klare Geschäftsstrategie: Raucher als genussfreudig, freiheitsliebend, mutig, sportlich, sexy etc. darzustellen und Nichtraucher als das Gegenteil. Alle, die ihr Recht auf reine Atemluft einfordern, werden als Fundis oder Blockwarte in die Ecke des Fanatismus gestellt (siehe Peter Kampits' „Der Heilige Krieg der heutigen Blockwarte gegen die Raucher“, „Die Presse“ vom 28.Jänner).

Zudem wird versucht, Kindern das Rauchen als normales Verhalten aller Erwachsenen zu zeigen, in Lokalen ebenso wie in Filmen. Denn die Tabakindustrie weiß: Je früher sie Kinder zum Rauchen verführt, desto schwerer werden sie später davon wieder loskommen.

Tatsächlich ist der Raucher der ewige Säugling, der sich nicht eingesteht, dass er aufgrund seiner Abhängigkeit zur nächsten Zigarette greifen muss. Vor diesem Selbstmord in Raten muss ich als Arzt auch den uneinsichtigen Raucher zu schützen versuchen. Aber Aufgabe des Staates ist es, Mord durch Passivrauch zu verhindern.

Nur ein suchtkrankes Gehirn wird das als Überregulierung mit Bananenkrümmung und Glühbirnenverbot vergleichen. Denn dann könnten wir auch die Straßenverkehrsordnung und alle anderen Gesetze abschaffen, die Gesundheit und Leben vor rücksichtslosen Mitmenschen schützen.

Passivrauch „nur“ Belästigung

Das Tabakgesetz hatte Kdolsky in Absprache mit der Wirtschaftskammer zum Scheitern programmiert, indem sie den Nichtraucherschutz durch viele Ausnahmen schwer überwachbar machte und die Kontrolle den Opfern aufbürdete, die jetzt – wie die Krebspatienten – als Denunzianten diffamiert werden. Vor unseren Nachbarn in Südtirol, Bayern, Slowenien und Ungarn müssten wir schamrot werden.

In Österreich wird Passivrauch noch immer nicht als Gesundheitsgefährdung, sondern nur als Belästigung gesehen. Der Tabakindustrie ist es hier gelungen, Rauchen als Ausdruck persönlicher Freiheit gesellschaftsfähig zu halten und Verbote mit dem Überwachungsstaat zu assoziieren. Sogar die Nazis werden in diesem Zusammenhang genannt, obwohl es ein sozialdemokratischer Internist war, der in den 1920er-Jahren den Begriff „Passivrauchen“ prägte.

Gehirnwäsche der Tabakindustrie

Die Nazi-Argumente werden von abhängigen Rauchern in Unkenntnis historischer Fakten gerne angenommen. Sie verwechseln außerdem Freiheit mit Anarchie, Disziplin- und Rücksichtslosigkeit: Die Regeln eines geordneten Zusammenlebens werden als Bevormundung bezeichnet, weil sie ihre Sucht nicht jederzeit und überall befriedigen können.

Besonders grotesk werden die Argumente eines Philosophen und medizinischen Laien dann, wenn er experimentelle und epidemiologische Studien als „statistisches Konstrukt“ bezeichnet und von der Anbetung der Gesundheit als religiöses Dogma spricht.

Zunächst war ich entsetzt, dass „Die Presse“ ein solches Pamphlet abdruckt. Aber vielleicht war das sogar nötig, um zu zeigen, wozu die Gehirnwäsche der Tabakindustrie fähig ist und um unserer reaktionären Tabakpolitik ihre Rückständigkeit vor Augen zu führen.

Beim letzten EU-Rating landeten wir auf diesem Sektor bereits auf dem letzten Platz, erzielten bei den Raucherquoten von Kindern einen Spitzenplatz. Von Nord- und Westeuropa werden wir zunehmend als korruptes Balkanland betrachtet, in dem Gesundheits- und Jugendschutz einen geringeren Stellenwert haben als die Geschäfte der Tabakindustrie – mit einem Wort: dass wir der Aschenbecher Europas sind.

Univ.-Prof. Dr. Manfred Neuberger ist Ordinarius für Umwelthygiene an der Med. Universität Wien.

E-Mails an: debatte@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.01.2012)


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