Autor Thema: Stöger hin und her, Teil 4  (Gelesen 18554 mal)

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Stöger will mehr Kontrollen, und das sagt er gebetsmühlenartig - umsonst!
« Antwort #30 am: November 18, 2011, 04:06:32 Vormittag »

Auch unsere Tiroler Tageszeitung hält den Blödsinn von Stöger fest: mehr Kontrollen.
Wo lebt(e) der, sicher nicht in Gallneukirchen, übrigens ein Zentrum für Behinderte, oder vielleicht doch, wie er sagte.

Was will er stärker kontrollieren, was laut Gesetz nicht kontrolliert wird.
Also so viel blödsinniges Geschwafel, das geht auf keine "Tiroler Kuhhaut"!



Rauchverbot stärker kontrollieren

Wien – Das wird Nichtraucher freuen, die Wirte umso weniger: Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) machte sich gestern in der ORF-Pressestunde für mehr Kontrollen zur Einhaltung der Rauchverbotsbestimmungen stark. „Mir tut kein Wirt leid, der Strafe zahlen muss, wenn er die gesetzlichen Vorschriften nicht einhält“, erklärte Stöger. Aus seiner Sicht könnte es durchaus mehr Kontrollen geben, appellierte er an die Bezirkshauptmannschaften.

Grundsätzlich sieht der Gesundheitsminister aber durch das Tabakgesetz, das seit 1. Juli 2010 einen abgeschlossenen Raum für die qualmenden Gäste vorsieht, bereits Verbesserungen. In Gaststätten würden rauchfreie Räumlichkeiten angeboten, „ich hätte aber gerne, dass wir das Rauchen noch viel mehr einschränken würden“, so Stöger. Allerdings gebe es hierfür keine parlamentarische Mehrheit, fügte er hinzu.

Ein weiterer zentraler Punkt in Sachen Gesundheit ist für Stöger die Einführung der Elektronischen Gesundheitsakte ELGA. Während Ärzte durch die elektronische Speicherung von Röntgenbildern, Medikamentenverschreibungen und Befunden den Datenschutz in Gefahr sehen, bekräftigt Stöger: „Datenschutz ist wichtig, mir geht‘s aber um den Menschenschutz.“ ELGA sei ein „ganz wichtiger“ Schritt hin zu mehr Transparenz und Effizienz, der vor unnötigen Operationen, Untersuchungen und vor allem vor Medikamentenwechselwirkungen bewahre.

Die e-Medikation, ein Teilbereich der digitalen Gesundheitsakte, ist für Stöger ein wichtiges Argument für ELGA. So könnten mit Hilfe von ELGA 33.000 Medikamentenwechselwirkungen jährlich vermieden werden.

Einen Zeitplan für die Umsetzung konnte der Minister jedoch nicht nennen, dies stehe auch nicht im Vordergrund. Sein Vorschlag liege derzeit bei seinem Regierungsgegenüber Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP): „Wir werden darüber verhandeln und das zu einem Ergebnis bringen.“

Außerdem hält der Gesundheitsminister an seinem Vorschlag fest, dass es in allen Regionen Österreichs ein öffentliches Krankenhaus geben müsse, in dem Abtreibungen durchgeführt werden: „Das Angebot muss es geben, das wird erwartet von den Frauen.“ Stöger hatte Tirol gerügt, das keine Abtreibungen an Spitälern zulässt.

Mit Kritik und Rücktrittsforderungen reagierten die Oppositionsparteien auf die Aussagen. Für BZÖ-Gesundheitssprecher Wolfgang Spadiut betreibe Stöger Realitätsverweigerung, schließlich herrsche bei ELGA „Chaos“. Er fordert wie FPÖ-Klubobmann-Vize Martin Strutz, Stöger solle das Ministerium räumen. Auch die Grünen konnte Stöger nicht von ElGA überzeugen. „Verhandlungen statt Brechstange“ forderte schließlich Koalitionspartner ÖVP. (APA, TT)
Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mo, 14.11.2011

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/3772669-6/rauchverbot-st%C3%A4rker-kontrollieren.csp


« Letzte Änderung: November 18, 2011, 04:46:22 Vormittag von admin »


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Gesundheitssytem unbedingt reformieren
« Antwort #31 am: Januar 15, 2012, 00:16:50 Vormittag »


Gesundheitssytem unbedingt reformieren

Die Österreicher sehen im Gesundheitsbereich die größte Reformnotwendigkeit. In einer GfK-Umfrage für den Hauptverband der Sozialversicherungsträger meinten 82 Prozent, dass Reformen in der Gesundheit notwendig seien (48 Prozent sehr und 34 Prozent eher). Dahinter folgen die Schule und die Pensionen, wo je 78 Prozent Reformen für nötig erachten, danach die Öffentliche Verwaltung mit 77 Prozent.

Die Österreicher sehen im Gesundheitsbereich die größte Reformnotwendigkeit. In einer GfK-Umfrage für den Hauptverband der Sozialversicherungsträger meinten 82 Prozent, dass Reformen in der Gesundheit notwendig seien (48 Prozent sehr und 34 Prozent eher). Dahinter folgen die Schule und die Pensionen, wo je 78 Prozent Reformen für nötig erachten, danach die Öffentliche Verwaltung mit 77 Prozent.

Die von GfK-Geschäftsführer Rudolf Bretschneider gemeinsam mit den Spitzen des Hauptverbandes präsentierte Umfrage wurde allerdings schon im Spätsommer 2011 und damit lange vor Beginn der Sparpaketverhandlungen durchgeführt. Befragt wurden 2.000 Personen.

Der ausgeprägte Wunsch nach einer Gesundheitsreform entspringt aber keinesfalls einer Unzufriedenheit mit dem System. Nicht weniger als 85 Prozent halten das Gesundheitssystem für eines der besten in Europa. Trotzdem wird aber auch Kritik daran geübt. Eine satte Mehrheit von 86 stuft Doppeluntersuchungen in die Kategorie "Kostentreiber" und nicht unter "mehr Sicherheit für den Patienten" ein. Und mehr als drei Viertel kritisieren fehlende interne Abstimmungen - 78 Prozent haben das Gefühl, dass die linke Hand nicht weiß, was die rechte im Gesundheitssystem tut. Mehr als 80 Prozent glauben, dass dadurch die Qualität der Behandlung leidet und unerwünschte Wechselwirkungen von Medikamenten ausgelöst werden. Und zwei Drittel (67 Prozent) halten dadurch sogar lebensbedrohende Situationen für Patienten für wahrscheinlich.

Einen Haus- oder Vertrauensarzt haben 93 Prozent der Österreicher und sie stehen zu diesem auch sehr positiv. Die Ärztekammer fordert in ihrem Hausarztmodell, dass der Hauarzt verpflichtend zum Lotsen durch das Gesundheitssystem gemacht wird und sie erwartet sich laut einer Studie durch Vermeidung von unnötigen Ambulanzbesuchen Einsparungen von 335 Millionen Euro. Dieses Potenzial bezweifelte Hauptverbands-Generaldirektor Josef Kandlhofer und meinte, dass Einsparungen durch ein solches Modell von strukturellen Änderungen abhängen würden.

Qualität muss regelmäßig unter die Lupe

Trotz der hohen Zufriedenheit mit ihren Ärzten plädiert eine überwältigende Mehrheit von 89 Prozent für eine regelmäßige Qualitätskontrolle. Jeweils rund ein Drittel wünschen sich dafür ein unabhängiges Institut, die Ärztekammer oder das Gesundheitsministerium. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) wollen auch eine öffentliche Datenbank über Ärzte, in der auch die Erfüllung von Qualitätskriterien aufscheinen soll. Kandlhofer erklärte dazu, dass ein Patientenportal zwar vereinbart sei, aber nicht wirklich in Gang komme, weil die Ärztekammer vor den Ärztekammer-Wahlen im Frühjahr sehr zurückhaltend sei.

Die E-Medikation halten jeweils gut 90 Prozent geeignet für die Information des Arztes, für eine bessere Abstimmung von Krankenhaus, Arzt und Apotheker sowie für die Sicherheit des Patienten. Kandlhofer liest daraus einen "sehr starken Auftrag" heraus, in diese Richtung weiter zu arbeiten. Der mit Ende des vergangenen Jahres abgelaufene Pilotversuch wird nun evaluiert und Hautpverbands-Chef Hans-Jörg Schelling erwartet, dass längstens bis Mitte des Jahres Ergebnisse vorliegen. (moe)

Quelle: APA

http://www.kommunalkredit.at/DE/Kundenportal/Soziale%20Infrastruktur/F%C3%BCr%20Sie%20gelesen/F%C3%BCr+Sie+gelesen.aspx?details=http://select.cms.apa.at/cms/kommunalkredit/einzel?channel=CH0355&doc=CMS1326373984587


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Gesunde Luft

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Stöger stammt aus Grieskirchen
« Antwort #32 am: Januar 21, 2012, 22:04:08 Nachmittag »



......... und wie sieht es in der Gegend von "Stögers Grieskirchen" mit dem Nichtraucherschutz aus?

So wie im Arkade, Stögers Beisl im BMfG, mit zig Anzeigen?


V . O . R . L . A . G . E

An: krebspatienten@gmail.com
Betreff: Postleitzahl ………..; Meldung eines wiederholten Verstoßes gegen das Tabakgesetz

Name des Betriebs:
Postleitzahl / Ort / Bezirk (außerhalb Wiens):
Straße / Hausnummer:
Datum:      Uhrzeit des Besuchs, ca. von / bis:   
Kennzeichnung vor Eingangstüre:
Kennzeichnung im Lokal:   
Anzahl der Raucher (Theke/Tische): ca.
Anzahl der geschädigten Nichtraucher: ca.
Anzahl der Aschenbecher (Theke/Tische): ca.
Kurze Sachverhaltsdarstellung:
z.B. keine oder falsche Eingangskennzeichnung bzw. falscher Text wie: "Rauchfreier Bereich im Lokal".
Lokalgröße über 50 qm und keine Raumtrennung (keine oder ständig offene Türe).
Hauptraum muss immer der Nichtraucherraum sein.
Dieser Haupt-/Nichtraucherraum muss zumindest gleich viele Verabreichungsplätze als der Raucherraum haben.
Das Personal hat hinter sich die Türe nie zugemacht?
Meldung bitte möglichst mit Namen, Adresse; die Weiterleitung der Anzeige erfolgt anonym.
Siehe auch http://rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=570.msg2202#msg2202

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Stöger, Österreichs Gesundheitsminister: "Der Lobbyismus ist so stark!"
« Antwort #33 am: Februar 05, 2012, 18:04:35 Nachmittag »




Stöger, Österreichs Gesundheitsminister: "Der Lobbyismus ist so stark!"



Stöger hat so sehr Angst vor den WKO-/Tabak-Lobbyisten,

dass er sich nicht einmal am Weltkrebstag getraut,

ein Wort zum Nichtraucherschutz oder gar zur Raucherentwöhnung

zu sagen!


Ich habe Angst, wie ein Schneehuhn hier in den Tiroler Bergen,

wenn ein Steinadler darüber kreist!




Stöger zum Weltkrebstag: Rechtzeitige Vorsorge kann Leben retten
Utl.: Gesunden Lebensstil als Präventionsfaktor ernst nehmen =


   Wien (OTS) - "Vorsorgeuntersuchungen spielen bei der
Krebs-Früherkennung eine wichtige Rolle. Ein gesunder Lebensstil mit
bewusster Ernährung und regelmäßiger Bewegung kann ein Leben bei
guter Gesundheit entscheidend verlängern", sagte Gesundheitsminister
Alois Stöger anlässlich des Weltkrebstages 2012. In Österreich gäbe
es eine jährliche Rate von rund 40.000 Menschen, die an Krebs
erkranken.
Spitzenreiter bei Frauen sind nach wie vor der Brustkrebs, gefolgt
von Darm- Lungen- und Gebärmutterhalskrebs. Mit dem nationalen
Brustkrebs-Früherkennungsprogramm, zu dem alle Frauen zwischen 45 und
69 Jahren ab dem nächsten Jahr eingeladen werden, werden erstmals
flächendeckend in ganz Österreich qualitätsgesicherte
Mammografie-Screenings angeboten. "Wir hoffen mit diesem Instrument
der Früherkennung die schweren Erkrankungsfälle zu reduzieren", so
Stöger.
Männer leiden am häufigsten an Lungen- Darm- und Prostatakrebs. Bei
den Männern gäbe es gegenüber Frauen einen Aufholbedarf, was die
Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen betrifft. Der
Gesundheitsminister appelliert daher vor allem auch an die männliche
Bevölkerung, das Angebot des kostenlosen Gesundheitschecks zu nutzen,
denn: "Früherkennung erhöht die Heilungschancen massiv", ist Stöger
überzeugt.
Abgesehen von den wichtigen medizinischen Vorsorgeuntersuchungen
könne jede und jeder mit einer gesunden Lebensweise viel zur
Erhaltung der eigenen Gesundheit beitragen. "Bewusste Ernährung und
regelmäßige Bewegung sind präventive, gesundheitsfördernde
Lebensstilfaktoren, die sowohl zur Steigerung der Lebenserwartung als
auch zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen", schloss Stöger.
Rückfragehinweis:
~
   Bundesministerium für Gesundheit
   Thomas Kvicala, Pressesprecher
   Radetzkystraße 2, 1030 Wien
   Tel.: +43/1/71100-4506
   thomas.kvicala@bmg.gv.at
   http://www.bmg.gv.at


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RAUCHERSCHUTZMINISTER - Tango Korrupti, und kein Ende in Sicht
« Antwort #34 am: Februar 26, 2012, 11:53:15 Vormittag »


Tango Korrupti, und kein Ende in Sicht

OÖN Textarchiv 25.02.2012

Leitartikel

von Wolfgang Braun


Tango Korrupti, und kein Ende in Sicht

Gesundheitsminister Alois Stöger wehrt sich im OÖNachrichten-Interview vehement dagegen, anlässlich der aktuellen Korruptionsfälle alle Politiker pauschal zu verurteilen. Weit mehr als 90 Prozent erledigen ihre Aufgabe engagiert und gewissenhaft und seien immun gegen Bestechung oder Anfütterungsversuche jeder Art.

Stöger hat nicht unrecht. Aber seine Entlastungsoffensive kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Denn natürlich zeichnen die Ereignisse, die in den vergangenen Monaten und Wochen publik wurden, ein verheerendes Bild. Ein Bild von einer Politiker-Kaste, in der Verhaberung mit Konzernen, millionenschwere Provisionen und die Annahme von Aufmerksamkeiten weiter verbreitet zu sein scheinen, als selbst die größten Politikverdrossenen vermutet haben.

Aber es sind nicht nur die Skandale, die das Image der Politik belasten. Dass es kein entschlossenes Gegensteuern gibt, dass ein strenges Antikorruptionsgesetz und, damit eng verbunden, transparente Regeln für die Parteienfinanzierung auf die lange Bank geschoben werden, ist fast genauso schlimm. SP-Klubchef Josef Cap und sein VP-Pendant Karlheinz Kopf beteuern, dass die Verhandlungen Zeit brauchen würden.

Das ist, bei allem Respekt, ein Holler. Cap und Kopf sind zwei alte Hasen, die jeden Schmäh kennen. Innerhalb einer Stunde könnten die beiden auf einem Bierdeckel ein scharfes Antikorruptions- und Parteispendengesetz skizzieren. Es scheitert nicht am Wissen, nicht am Können, sondern offenbar am Wollen.

Ähnliches gilt für die Parlamentarier, die diese Woche mit Leidenschaft gegen die Verkleinerung des Nationalrats argumentierten. Dieselbe Entschlossenheit würde man sich wünschen, wenn es darum geht, auf drakonische Maßnahmen gegen Korruption und illegale Parteienfinanzierung zu drängen. Aber da es auch in diesem Fall mit dem Wollen nicht weit her ist, darf sich die Politik nicht wundern, wenn kaum noch jemand zu ihrer Verteidigung ausrückt.

E-Mail: w.braun@nachrichten.at


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RAUCHERSCHUTZMINISTER Stöger: „Es haben mich viele unterschätzt“
« Antwort #35 am: Februar 26, 2012, 11:55:24 Vormittag »


zii0y


KEIN  KOMMENTAR  ZU .........!

BM. Stöger: „Es haben mich viele unterschätzt“
Wenn DAS der Wahlkampfauftakt war, dann Gute Nacht, Raucherschutzminister!




Alois Stöger im Interview
OÖN Textarchiv 25.02.2012
Alois Stöger im Interview

 
„Es haben mich viele unterschätzt“
OÖN Textarchiv 25.02.2012
„Es haben mich viele unterschätzt“
WIEN. Im OÖNachrichten-Interview spricht Gesundheitsminister Alois Stöger (SP) über Sparpaket und Gesundheitsreform, Korruption in der Politik und über die Zeit, in der er als Wackelkandidat galt.

Von Wolfgang Braun

OÖN: Wie zufrieden sind Sie mit dem Sparpaket?

Stöger: Es gibt einiges, womit ich sehr zufrieden bin. Auf der Einnahmenseite ist es gelungen, dem Thema Gerechtigkeit Raum zu geben und die mehr zu belasten, die sich das auch leisten können und die zum Teil mitgewirkt haben, dass wir in diese Krise geschlittert sind. Darum halte ich auch eine Finanztransaktionssteuer für wichtig.

OÖN: Die Finanztransaktionssteuer will man erst 2014 einführen, gemeinsam mit den anderen EU-Ländern. Was aber, wenn sie nicht im gesamten Euro- oder EU-Raum kommt? Ist dann ein Alleingang Österreichs möglich?

Stöger: Das ist 2014 noch immer eine Option, aber ich gehe davon aus, dass diese Steuer auf europäischer Ebene kommt. Es ist daher sinnvoll, die europäische Diskussion abzuwarten.

OÖN: FP-Landeschef Manfred Haimbuchner hat in seiner Aschermittwoch-Rede in Ried gesagt, die SPÖ wettere zwar gegen Banken und Spekulanten, beim Sparpaket belaste sie aber die Bausparer. Das muss Sie doch schmerzen.

Stöger: Wenn man sich anschaut, wie sehr die FPÖ, als sie in der Regierung war, die Menschen belastet hat, dann disqualifizieren sich solche Sprüche von selbst. Über die Bauspar-Prämie kann man diskutieren, aber man muss auch sehen, dass die Jahresbelastung aus dieser Maßnahme bei höchstens 18 Euro liegt. Ich will das nicht bagatellisieren, aber ein Strukturpaket ist eben keine Verteilungsaktion.

OÖN: Auch Ihre Parteifreunde von der oberösterreichischen SPÖ haben dem Sparpaket nur unwillig zugestimmt. Ist die Landes-SP zu kritisch?

Stöger: Einen kritischen Blick zu haben, ist gut und notwendig. Aber noch einmal: Ein solches Paket ist natürlich nichts, womit man den Menschen die allergrößte Freude machen kann. Es ging darum, die Handlungsfähigkeit unseres Landes zu sichern. Wir haben die niedrigste Arbeitslosenrate in Europa, eines der besten Gesundheitssysteme, all das wollen wir aufrechterhalten.

OÖN: Vor einiger Zeit galten Sie noch als Wackelkandidat in der Regierung. Wie haben Sie diese Phase damals miterlebt?

Stöger: Ich habe gewusst, dass rund um das Gesundheitsressort sehr emotional diskutiert wird. Ich habe mich immer an sachlichen Themen orientiert. Es haben mich viele unterschätzt, aber es ist gelungen, die Krankenkassen zu sanieren. Ich habe im Hintergrund verhandelt und hatte dabei nie die Titelseiten der Zeitungen im Blick. Jetzt haben alle Kassen positive Ergebnisse, und das, ohne Leistungen zu kürzen – anders als in den umliegenden Ländern in Europa. Ich lasse mich nicht irritieren, sondern habe den Auftrag, das Gesundheitssystem zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. Darauf habe ich mich konzentriert. Das hat mir geholfen, wenn es ab und zu kritische Kommentare über mich gegeben hat.

OÖN: Irgendwann daran gedacht, alles hinzuwerfen oder daran gezweifelt, dass es richtig war, das Ministeramt anzunehmen?

Stöger: Nein, nie. Es ist manchmal mühsam, und manche Diskussionen würde man sich gerne ersparen. Aber das gehört zum Geschäft. Ich habe keinen Tag bereut.

OÖN: Im Rahmen des Sparpakets haben sich Bund, Länder und Krankenkassen auf Grundzüge einer Gesundheitsreform geeinigt. Wie sicher sind Sie, dass es nicht bei der Absichtserklärung bleibt?

Stöger: Wir haben eine Grundsatzeinigung erreicht, das ist ein großer, entscheidender Schritt. Natürlich geht es jetzt darum, die Details zu verhandeln, hier wollen wir zügig vorankommen.

OÖN: Laut Grundsatz-einigung sollen künftig Länder und Krankenkassen gemeinsam die Planung der Spitalsleistungen übernehmen. Bisher waren die Spitäler Ländersache. Glauben Sie, dass sich ein Landeshauptmann wie Erwin Pröll das nehmen lässt?

Stöger: Ich glaube, dass jeder Landeshauptmann Interesse daran hat, die Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen. Ich bin in diesem Punkt in gutem Einvernehmen mit den Landeshauptleuten. Es werden am Ende alle gewinnen, vor allem die Patienten.

OÖN: Oberösterreich hat im Vorjahr eine große Spitalsreform in Angriff genommen. Reicht die aus, oder muss nachgebessert werden, um die Ziele des Sparpakets zu erfüllen?

Stöger: Ich gehe davon aus, dass die Ziele erreicht werden und Oberösterreich gut vorbereitet ist. Aber natürlich wird man sich auch in der oberösterreichischen Spitalslandschaft immer wieder auf neue Entwicklungen einstellen müssen, das ist ein ständiger Prozess. Ich möchte in keinem Spital behandelt werden, in dem sich seit 20 Jahren nichts geändert hat.

OÖN: Wie sehen Sie die Korruptionsvorwürfe im Umfeld der Politik? Gefährden diese Affären nicht die ohnehin angeschlagene Glaubwürdigkeit der Politik?

Stöger: Ich wehre mich gegen eine Generalisierung der Vorwürfe und lasse es nicht zu, dass alle Politiker in einen Topf geworfen werden. Es gibt sehr, sehr viele Politiker, die hervorragende Arbeit leisten. Nicht nur in meiner Partei. Nur weil einige in einer gewissen Periode – ich rede von Schwarz-Blau – ihre Rolle falsch verstanden haben, kann man nicht alle verteufeln. Es ist klar, wo der Sumpf liegt, und das bricht jetzt auch auf. Was die SPÖ betrifft: Wenn bei uns jemand verurteilt worden ist, hat er sein Mandat abgegeben. Ich würde mich freuen, wenn das in anderen Parteien auch der Fall wäre, etwa bei der FPK.

OÖN: Eine WHO-Studie lieferte diese Woche wieder bedenkliche Daten über die Gesundheit unserer Jugendlichen, Stichwort Rauchen, Alkohol, Übergewicht. Wie kann man da gegensteuern? Mit mehr Turnstunden zum Beispiel?

Stöger: Ich glaube, dass wir viel mehr tun müssen, da geht es nicht nur um die Turnstunden, sondern auch um den Zugang zu Vereinen. Ich habe im Rahmen des Kindergesundheitsdialogs 180 Experten eingeladen, um ein Konzept zu erarbeiten. Vieles setzen wir bereits um, etwa den Nationalen Aktionsplan Ernährung.

OÖN: Haben Sie in Ihrer Jugend geraucht?

Stöger: Leider ja. Aber ich habe vor 14 Jahren mit dem Rauchen aufgehört, und ich bin sehr froh, dass mir das gelungen ist.





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