Autor Thema: Wien, Niederösterreich  (Gelesen 21223 mal)

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Wien, Niederösterreich
« am: Juli 06, 2010, 14:11:28 Nachmittag »

http://www.krone.at/Oesterreich/Stoeger_Ich_werde_jetzt_sicher_nicht_Wirte_anzeigen-Rauchverbot-Debatte-Story-208417


Rauchverbot-Debatte

05.07.2010, 16:55

Stöger: "Ich werde jetzt sicher nicht Wirte anzeigen"

Erlacher jetzt Marshall seiner 500 Mann Rauchsheriff-Eingreiftruppe


Mit dem vollen Inkrafttreten des Nichtraucherschutz-Gesetzes ist die Diskussion ums Rauchverbot wieder voll aufgeflammt. Nach dem Vorbild Bayerns fordert die heimische Opposition jetzt eine Volksbefragung über ein totales Qualmverbot in Lokalen. Parallel dazu setzt sich die Vernaderungs-Debatte zwischen militanten Nichtrauchern und Raucher-Wirten fort. Gesundheitsminister Alois Stöger outete sich dabei am Montag gegenüber der "Krone" einmal mehr als "Kompromissminister". "Raucher-Sheriff", wie es das Gesetz im Grunde vorsieht, will er nämlich keiner sein.

"Ich werde sicher nicht selbst Wirte anzeigen, die sich nicht ans Gesetz halten – sollte ich dies zufällig als Gast mitbekommen. Meine Aufgabe ist es, für die Einhaltung in ganz Österreich zu sorgen", sagte Stöger am Montag der "Krone". Er sei aber über "jedes Lokal, in dem nicht geraucht wird, froh".

Zusätzlich angeheizt haben die Debatte in Österreich indes unsere bayrischen Nachbarn, die sich am Wochenende in einer Volksbefragung für ein totales Qualmverbot ausgesprochen haben. Ab 1. August gilt damit in Bayern das strengste Rauchverbot Deutschlands, das dann sogar in den Zelten des Oktoberfestes (durch eine Ausnahmeregelung aber erst ab 2011) dem blauen Dunst den Garaus macht. BZÖ, FPK und Grüne fordern nun auch in Österreich ein Referendum (siehe Infobox). Das Bündnis, weil die "Husch-Pfusch-Regelung" eine wahre Anzeigenflut mit sich bringt. Die Grünen, weil "nicht an die Beständigkeit des geltenden Tabakgesetzes geglaubt" und deshalb "weitergepofelt" werde.

Stöger winkt ab: "Ich halte eine Volksabstimmung nicht für notwendig. Unsere Umfragen haben ergeben, dass zwei Drittel der Österreicher mit der jetzigen Regelung zufrieden sind. Wir haben das Gesetz geerbt und nun gilt es die Regelungen auch umzusetzen."
8.500 Anzeigen durch "Raucher-Sheriffs"

Nichtrauchen in allen Lokalen ist jedenfalls das erklärte Ziel von "Rauch-Marshall" Dietmar Erlacher und seinen schon 500 selbst ernannten Sheriffs, die mangels Behördenkontrollen und Einschreitepflicht der Exekutive die eigentlichen "Vollstrecker" des Gesetzes sind. "Wir haben bereits 8.500 Anzeigen gegen Wirte eingebracht. Die neue Regelung wird nicht eingehalten. Es kann daher kein Wenn und Aber geben", so der Krebspatient zur "Krone".

Erlacher betont aber, es nicht auf die Raucher selbst abgesehen zu haben. "Wir haben bisher keinen einzigen Raucher verfolgt. Leider ist aber das Gesetz so formuliert, dass weder Beamte noch Polizisten von sich aus tätig werden können. Erst ab Anzeige."
Lachende Gesichter bei Wirten an der Grenze zu Bayern

Indes sorgt das strikte Rauchverbot in Bayern für lachende Gesichter bei heimischen Wirten in Westösterreich, die ihren deutschen Kunden noch den Aschenbecher auf den Tisch stellen dürfen. Schon 2008 gab es Umsatzsteigerungen von 25 Prozent und mehr in grenznahen Regionen, als die Bayern erstmals Nikotin verbannt hatten.


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Razzia durch Krone, Wien
« Antwort #1 am: Juli 06, 2010, 14:16:21 Nachmittag »
http://www.krone.at/Oesterreich/Rauchverbot_gilt_Grosser_Krone-Lokalaugenschein-Ausgequalmt-Story-207827

Rauchverbot gilt: Großer "Krone"-Lokalaugenschein

Monatelang wurde diskutiert, gestritten - und umgebaut, seit Donnerstag ist es so weit: In heimischen Lokalen darf nur noch in einem Extra-Raum geraucht werden. Einige Gaststätten haben sogar komplettes Rauchverbot verhängt. Beim "Krone"-Lokalaugenschein am ersten Tag hat sich gezeigt: Richtig kritisch wird's erst nach dem Sommer. Wenn sich alles nach innen verlagert.

"Eine Trennwand würde das Ambiente im Cafe Weimar zerstören", so Kathrin Kornherr von der Geschäftsführung. Und obwohl in dem traditionellen Kaffeehaus in Wien-Währing nicht mehr geraucht werden darf, müssen die Raucher dennoch nicht auf ihren Qualm verzichten. Kornherr: "Wir haben im Keller eine Bar. Die wurde von uns einfach zum Rauchsalon umfunktioniert."
"Militante Qualm-Gegner? Mögen wir nicht"

Ob die Idee ankommt, weiß man noch nicht. Denn noch sitzen Raucher sowie Nichtraucher sowieso im schattigen Gastgarten. Wie Herbert R., technischer Zeichner aus Wien-Donaustadt. Doch seine Meinung zur neuen Regelung ist mehr als eindeutig: "Ich meide alle Wirtshäuser, ja sogar Wohnungen, in denen nicht geraucht werden darf." Dann wird er vielleicht Stammgast in der "Match-Box" in der Rotenturmstraße. Kellnerin Pia B.: "Militante Qualm-Gegner? Mögen wir nicht. Raucher sind willkommen."

Anders im Restaurant Führich in der Wiener Innenstadt. Obwohl Besitzerin Petra Führich die Möglichkeit hätte, ihr Lokal in zwei Bereiche zu teilen, hat sie sich ganz bewusst für ein Nichtraucherrestaurant entschieden: "Die Gesundheit meiner Gäste geht vor." Menschen wie Günter K. wissen so einen Zugang jedenfalls zu schätzen: "Ich bin erklärter Nichtraucher und begrüße diese Regelung natürlich. Jeder sollte zu rauchen aufhören."

von B. Blabsreiter, M. Pommer, M. Jöchl und E. Jannes (Kronen Zeitung) und krone.at



http://www.krone.at/Oesterreich/Rauchverbot_gilt_Grosser_Krone-Lokalaugenschein-Ausgequalmt-Story-207827

Gnadenfrist vorbei: Ab sofort sind alle "Raucher-Sheriffs"
krone.tv: Rauchverbot voll in Kraft
Ab 1. Juli mehr Nichtraucher-Lokale als erwartet



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Gesunde Luft

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BM. STÖGER: "BRÄUCHTEN GENERELLES RAUCHVERBOT"
« Antwort #2 am: Juli 06, 2010, 21:18:13 Nachmittag »

http://kurier.at/nachrichten/wien/2013421.php

Nichtraucher gehen in die Offensive

Minister Stöger: "Bräuchten generelles Verbot"

Gesundheitsminister Alois Stöger verteidigt die Lösung in Österreich.

KURIER: Das Tabakgesetz ist ein Kompromiss. Warum diese halbherzige Lösung?
Alois Stöger: Die SP war klar für ein generelles Rauchverbot. Nur dieser Kompromiss war mehrheitsfähig.

Welche Parteien boykottierten ein Rauchverbot?
Ganz klar FP und BZÖ. Auch die starke Lobby der Wirtschaftskammer im Parlament war dagegen. Sogar die Grünen haben dem Kompromiss zugestimmt.

Wären Sie 2006 Gesundheitsminister gewesen, hätten Sie den Druck erhöht?
Es ist klar, dass wir ein Rauchverbot bräuchten.

Die Länder weigern sich zu kontrollieren. Sie setzten auf Nichtraucher als Kontrollinstanz. Ein Aufruf zur Vernaderei?
Es ist Aufgabe der Behörden, Gesetze zu kontrollieren. Nichtraucher fordern zu Recht ein, dass das Gesetz eingehalten wird.

Wie stehen sie zu den Rauchersheriffs? Sind das ihre Verbündeten?
Sheriffs gibt's im Wilden Westen. Bei Privaten kann es aber zu Anzeigen kommen.

Kann es auch zu einer Spaltung Nichtraucher und Raucher kommen?
Im Gegenteil. Denn Raucher sind bereit, in qualmfreie Bereiche zu gehen.

7000 Wirte haben nicht umgebaut und sind jetzt rauchfrei. Zufrieden?
Ich bin mit jedem zusätzlichen Nichtraucherlokal sehr zufrieden.

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Wiener Beamten mit Polizei kontrollen den Nichtraucherschutz lt. TG. - Danke!
« Antwort #3 am: Juli 11, 2010, 20:05:31 Nachmittag »

Kurier, 11.7.10

In einer konzertierten Aktion kontrollierten Polizei und Magastrat Wien in der Nacht auf Samstag ...........

Dabei wurden insgesamt neun Schwarzarbeiter ausgeforscht. Außerdem entdeckten die Kontrollore zwei nicht genehmigte Schanigärten, ein Lokal wurde wegen fehlender Gewerbeberechtigung geschlossen.

Nach dem Tabakgesetz gab es in drei Lokalen Beanstandungen.


Anmerkung:
Danke, bitte Zugabe, täglich, denn rund 80 % der Wirte halten sich nicht an den NR.-Schutzn lt. Tabakgesetz.




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Burgenland glaubt eine Insel der gesetztreuen Wirte zu sein - FALSCH!
« Antwort #4 am: Juli 13, 2010, 23:02:19 Nachmittag »

FALSCH:
Eingehende Beanstandungen zeigen dies, von Eisenstadt und etc.!




Rauchverbot: Nach Ende von Übergangsfrist keine Anzeigenflut

Ob sich die Wirte seit dem Ende der Übergangsfrist am 1. Juli an das gesetzliche Rauchverbot in Lokalen halten, bleibt auch mehrere Tage nach Auslaufen der Schonzeit unklar.

Im Burgenland hat man seit dem Ende der Übergangsfrist noch keine Anzeigenflut bemerkt. Im Landessüden, im Bezirk Oberwart habe es seit dem 1. Juli noch nichts "Außergewöhnliches" gegeben, sagte der stellvertretende Bezirkshauptmann Helmut Nemeth.

Im Bezirk Neusiedl am See sah es am Montag ähnlich aus. "Ich glaube, dass es so bleiben wird wie im vergangenen Jahr, damals hatten wir rund 30 Strafverfahren", sagte Bezirkshauptmann Martin Huber. In Eisenstadt wartete man mit einer Einschätzung noch zu. Generell gehe man allerdings davon aus, dass es "schon zu Anzeigen kommen wird, wenn sich jemand nicht daran hält", so Maximilian Schulyok, Pressesprecher des Magistrats der Landeshauptstadt.

Bereits in den vergangenen Monaten habe es einige Anzeigen von organisierten "Kontrollvereinen" gegeben. Diese hätten sich schwerpunktmäßig auf Einkaufszentren konzentriert, hieß es aus dem Eisenstädter Rathaus.


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Wien, Raucherkabarett: Jö, hat Ainedter schon eine Perücke?
« Antwort #5 am: Juli 20, 2010, 12:41:39 Nachmittag »
Das erste magische Raucher-Kabarett

Wien (OTS) - In der Trattoria Margaretner im Wiener Schlossquadrat
fand vergangenen Montag die feierliche Einweihung des
Nichtraucherraumes mit einem "magischen  Kabarett" statt .....

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100720_OTS0043/das-erste-magische-raucher-kabarett-bild

"Ein Miteinander?" Gemeinsames Sterben durch tödlichem Tabakrauch, als Passivraucher?

Ja spinnen die? Denn ....... http://www.facebook.com/group.php?gid=207474724730&v=wall&ref=ts#!/photo.php?pid=30949088&op=1&o=all&view=all&subj=207474724730&aid=-1&oid=207474724730&id=1184407639


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SCS-Vösendorf
« Antwort #6 am: Juli 30, 2010, 18:52:43 Nachmittag »
Auch den NÖ. Einkaufstempel, das größte EKZ in Österreichs, haben wir in die Knie gezwungen!

Hunderte Anzeigen wirkten mehr, als nette Gespräche mit der Centerleitung (gleicher Eigentümer wie DZ. und .........) und dem Bezirkshauptmann!

Sympathisanten in ganz Österreich, bitte täglich viele Meldungen auf: http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html


Dicke Luft in SCS, auch ohne Tabakqualm

Lokalaugenschein: Ausgeraucht hat es sich in Europas größtem Einkaufszentrum seit 1. Juli. Das Rauchverbot freut nicht alle.

SCS Luft mit Reinheitsgebot: Seit 1. Juli gilt in der SCS völliges Rauchverbot. In der Mall und in den Lokalen. Wer rauchen will, muss rausgehen. DruckenSendenLeserbrief
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Während anderswo in Lokalen des Landes das Rauchen in getrennten Bereichen noch möglich ist, hat die Shopping City Süd mit 1. Juli die Zigaretten völlig aus Einkaufsmall und Gastronomie verbannt. Das rauchfreie Shoppingerlebnis ist aber nicht unumstritten - die SCS-Wirte fürchten umUmsätze und Kunden.

"Schauen Sie sich die leeren Tische an. 30 Leute sind heute wieder gegangen, weil sie hier nicht rauchen dürfen. Und den anderen Gastronomen geht es nicht besser", sieht Fatih Koc vom "Café Milano" seine Gäste schwinden. "Der Umsatz ist um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Wenn das so weitergeht, können wir zusperren. Zum Kaffee gehört für viele eben auch die Zigarette. Wir bräuchten auch einen Raucherbereich."
"Smoking Areas"

Cafe Milano Im Café Milano bleiben die Gäste weg.Für den Zug vor oder nach dem Einkauf bleiben nur noch die "Smoking Areas" - die letzten Aschenbecher bei den Eingängen. Dort ist man geteilter Meinung: "Ich finde es im Prinzip okay, dass Rauchen drinnen verboten ist, aber die Gastwirtschaft wird damit ein Problem bekommen. Man braucht sich nur die leeren Lokale anschauen", meint Caroline Hermann-Huber. Dass sie vor die Türe verbannt wurde, stört die Raucherin wenig: "Jetzt ist das in Ordnung, im Winter wird die Kälte stören."

Etwas anders als im SCS-Haupthaus ist die Situation im benachbarten Multiplex. Dort gibt es zumindest in den großen Lokalen (noch) Raucherbereiche. "Ich bin selbst Nichtraucher, aber geschäftlich sehe ich das anders. Im Nichtraucherbereich will einfach niemand sitzen. Die Umsätze schauen schlecht aus. Und was mich besonders ärgert ist, dass andere über meinen Betrieb bestimmen können", sagt Ernst Riedl, Herr über zwei Lokale.

Anton Cech, SCS-Centermanager, ist dagegen stolz, dass "das Rauchverbot in der Mall zu 100 Prozent umgesetzt ist. Alle Gastronomen halten sich daran, die Schonfrist ist vorbei." Wer nicht mitspielt, gegen den wird mittelfristig vorgegangen. Wer hingegen nicht auf den gewohnten Zug verzichten will, für den gibt es ab August Raucherkabinen.

Gastronomen, die sich nicht an das Rauchverbot halten, müssen mit Anzeigen rechnen.

In Niederösterreich wurde in Woche eins nach dem Stichtag am 1. Juli allerdings keine einzige erstattet (Anm.: Sind die alle auf Urlaub? Bitte Hilfe durch täglich viele Meldungen auf http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html).

Dafür erreichen die Bezirkshauptmannschaften vermehrt Anrufe verunsicherter Wirte. Viele fürchten ein generelles Rauchverbot.

Artikel vom 09.07.2010 21:15 | KURIER | Markus Foschum und Michael Berger

http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/2015573.php


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"Unsere internationalen Gäste sind daran gewöhnt, nicht mehr zu rauchen ....."
« Antwort #7 am: August 15, 2010, 22:48:23 Nachmittag »

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/1112172-2/solo-f%C3%BCr-melange-tschick-muss-drau%C3%9Fen-bleiben.csp

 Solo für Melange: Tschick muss draußen bleiben

Das Rauchverbot hat die Wiener Kaffeehäuser erreicht. Wirte reagieren unterschiedlich.

Im Café Griensteidl, einem klassischen Wiener Kaffeehaus, durfte schon vor der Gesetzesnovelle nicht mehr geraucht werden.APA/Schlager
   
Von Claudia Friedl

Wien – „Wir waren alle glücklich. Die Raucher, die Nichtraucher und ich“, erzählt Manfred Staub, Besitzer des legendären Café Sperl im sechsten Wiener Gemeindebezirk, mit nostalgischem Blick. „Wo die Raucher sitzen“, fügt er lachend hinzu, „wo die Raucher sitzen, is‘ a Hetz. So is‘ des.“

Es ist Hochsommer in Wien. Manfred Staub sitzt allein am Empfangstisch seines Kaffeehauses. Um ihn herum findet man kaum einen seiner Gäste, denn die meisten von ihnen genießen draußen im Schanigarten die wärmenden Sonnenstrahlen. So manche rauchen gemütlich ihre Zigarette, Kaffeetassen klappern, es herrscht rege Betriebsamkeit. „Wenn wir in einem Kaffeehaus nicht rauchen dürfen, dann gehen wir da nicht mehr hin“, tut ein Gast aufgebracht seine Meinung kund.

Nicht jeder sieht das so tragisch. Ein Paar aus der Schweiz, das im Garten des Café Central im ersten Bezirk sitzt, erklärt: „Uns stört es nicht mehr, dass wir draußen sitzen müssen, um zu rauchen. Wir haben uns schon daran gewöhnt.“ Alfred Flammer, Geschäftsführer des Central, weiß: „Unsere internationalen Gäste sind daran gewöhnt, nicht mehr zu rauchen. Die meisten anderen Länder haben ja schon lange so ein Gesetz. Die Leute wundern sich eher, wenn man noch irgendwo rauchen darf.“

„Ich lasse mich doch nicht bevormunden“, schnaubt der Gast im Café Sperl weiter und zieht verärgert an seiner Zigarette. Er spricht genau das an, wovor sich Manfred Staub fürchtet: „80 Prozent meiner Stammgäste sind Raucher. Ich habe Angst, in Konkurs zu gehen, wenn die Leute hier drinnen nicht mehr rauchen dürfen und wenn es draußen Minusgrade hat. Die gehen dann wahrscheinlich in ein anderes, kleineres Café hier in der Straße, wo das Rauchen erlaubt ist.“ Denn unter 50 Quadratmeter darf der Wirt entscheiden, ob er seinen Gästen das Rauchen verbieten will oder nicht.

Manfred Staub wurde diese Entscheidung von den Behörden abgenommen. Sein Café misst knapp 120 Quadratmeter. Bei dieser Lokalgröße muss ein abgetrennter Nichtraucherbereich eingerichtet werden. Ist das nicht möglich, wie bei dem denkmalgeschützten Café Sperl, muss das ganze Lokal rauchfrei bleiben. Es gibt aber auch eine Ausnahmeregelung: Das Café Sperl könnte einen Antrag stellen und so zum Rauchercafé werden. Nach Angaben der Wirtschaftskammer wird diese Möglichkeit aber nur von wenigen Betrieben in Anspruch genommen. Manfred Staub hat erst vor Kurzem von dieser Ausnahmeregelung erfahren und will damit sein Café wieder interessanter für seine rauchenden Gäste machen. Denn die lassen bei ihm die Kasse klingeln: „Nichtraucher sind immer herzlich willkommen bei mir. Leben kann ich von den Einnahmen allerdings nicht. Der primitivsten Forderung, jener nach Selbstbestimmung, wird nicht nachgekommen. Man wird in seinen Rechten beschnitten. Die letzten 300 Jahre wurde hart für unsere Freiheit gekämpft und jetzt wird man immer mehr darin eingeschränkt!“ Sigrid Rosenberger, Sprecherin des Gesundheitsministers, beschwichtigt: „Der Standard ist das Rauchverbot. Mit den Ausnahmeregelungen kommen wir den Wirten entgegen.“

Die Novelle des Tabakgesetzes trifft die Wiener Kaffeehäuser ins Mark. Sie gelten als Institution. Seit Jahrzehnten wird hier gespielt, gelesen, getrunken und eben – oder vor allem – auch geraucht. Intellektuelle verbrachten, damals mehr als heute, Tage und manchmal auch Nächte dort, Bücher wurden geschrieben, innovative Gedanken entwickelt und heiß diskutiert. Das Café gehört zu Wien, wie die Weißwurst zu Bayern. Die Befürchtung, dass die neuen Regelungen das rauchige Flair und damit den Mythos Wiener Kaffeehaus zerstören könnten, lässt sich nicht von der Hand weisen.

Das Café Central allerdings hat mit dem neuen Tabakgesetz gar keine Probleme. Im Sommer rauchen die Gäste draußen im Gastgarten. Und damit sich die rauchenden Gäste auch im Winter wohlfühlen, wird das angrenzende Palais Ferstel in der kalten Jahreszeit kurzerhand zum Raucherraum ernannt. Umsatzeinbrüche hat Geschäftsführer Alfred Flammer bis jetzt noch keine zu verzeichnen, negative Erfahrungen mit Gästen auch nicht.

Es geht aber auch noch anders. Im Café Prückel am Stubenring schließen sich extrem rauchige Atmosphäre und Mehlspeisen von besonders gutem Ruf nicht aus, denn es gibt dort schon seit Jahren einen durch eine Glaswand abgetrennten – und meist spärlich besetzten – Nichtraucherbereich. Die neue Regelung berührt die Chefin deswegen herzlich wenig: „Bei uns hat sich gar nichts verändert.“ Cafés wie das Café Prückel betrifft die Novelle nämlich nicht.

Drei Wirte – und jeder reagiert anders auf das von ganz oben auferlegte Rauchverbot. Glück und Unglück liegen durch die Novelle des Tabakgesetzes in der Gastronomie eben oft nur ein paar Quadratmeter auseinander.


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Tiroler Tageszeitung ( TT ) Infobox zum Nichtraucherschutz
« Antwort #8 am: August 15, 2010, 22:49:49 Nachmittag »
TT Infobox dazu:



Rauchverbot in Europa

Ein grundsätzliches Rauchverbot gilt in Österreich in Räumen von Gastronomiebetrieben.

Der Wirt entscheidet: 1.) In Betrieben mit mehreren Räumen darf ein „Raucherzimmer“ eingerichtet werden. Den nicht rauchenden Gästen steht aber mehr Platz zu. 2.) In Ein-Gastraum-Lokalen unter 50 m² legt der Wirt fest, ob geraucht werden darf. 3.) Bei einem Ein-Gastraum-Lokal zwischen 50 m² und 80 m², in dem bauliche Maßnahmen zur Raumteilung nicht zulässig sind (z. B. wegen Denkmalschutz) liegt die Entscheidung ebenfalls beim Wirt.

Umbauten sind teuer – und bei einem möglichen totalen Rauchverbot, das von der EU vorgegeben werden könnte, eine verlorene Investition, fürchten viele Wirte.

Bis zu 2000 Euro Strafe zahlt ein Wirt, der seinen Gästen das Rauchen trotz Verbot erlaubt. Im Wiederholungsfall zahlt er sogar bis zu 10.000 Euro Strafe. Bis zu 100 Euro Strafe (1000 im Wiederholungsfall) blühen rebellischen Gästen – theoretisch.

Andere Länder sind strenger (siehe Grafik). In Italien muss man als rauchender Gast bis zu 250 Euro Strafe bezahlen, Wirte in Spanien müssen mit bis zu 600.000 Euro rechnen.


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Wien: Wettlauf zum Denkmalamt mit 50 Teilnehmern
« Antwort #9 am: August 15, 2010, 23:49:13 Nachmittag »

50 Cafés wollen Denkmalschutz


Im Kampf gegen das Rauchverbot setzen Wiener Wirte auf eine Lücke im Gesetz: Ist der Einbau einer Trennwand wegen des Denkmalschutzes nicht möglich, darf weiterhin geraucht werden. Gehen im Denkmalamt normalerweise pro Jahr nur fünf bis zehn Anträge auf Denkmalschutz ein, waren es 2010 bereits fünfzig.

© Rainer Mirau/APA

Die Zigarette zum Kaffee ist nicht mehr selbstverständlich und kann nun zu Strafverfahren führen

Die Zigarette gehört zum Kaffeehaus wie das Salz aufs Stangerl, wettern traditionsbewusste Kaffeesieder gegen das Rauchverbot – und hoffen auf eine Ausnahmeregelung:

Wer in einem mehr als 50 Quadratmeter großen Lokal aus Gründen des Denkmalschutzes keine Wand zur Trennung von Rauchern und Nichtrauchern einziehen kann, darf weiterhin qualmen lassen.

Die Folge: „Fast fünfzig Wirte stellten in den vergangenen Wochen Anträge“, berichtet Landeskonservator Friedrich Dahm – knapp zehn Mal so viele wie sonst in einem ganzen Jahr.

Die Erfolgsaussichten sind minimal: Von den zahlreichen „Klassikern“ stehen nur die Cafés Sperl, Prückel, Ritter und Landtmann unter Schutz. Übrigens auch Beisln in Gemeindebauten der Zwischenkriegszeit.

Erich Nuler

http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/50-Caf%25E9s-wollen-Denkmalschutz;art931,357134


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Wien, wieder hunderte Anzeigen! Deswegen keine Schließungen laut ........!
« Antwort #10 am: August 22, 2010, 19:08:01 Nachmittag »
http://kurier.at/nachrichten/2025519.php

Das Kaffeehaus überlebt

Eine erste Bilanz: Die alte Wiener Kaffeehaustradition ist trotz der neuen Rauchverbote nicht gefährdet.


Julius Raab verstünde die Welt nicht mehr. Der Staatsvertrags-Kanzler nahm täglich im Wiener Café Landtmann sein Frühstück ein, um sich danach genüsslich die geliebte "Virginier" anzuzünden. Erst wenn dieser geheiligte Vorgang beendet war, konnte er seinen Staatsgeschäften nachgehen. Damit wär's jetzt allerdings vorbei, denn genau dort, wo der Politiker seinen Stammplatz hatte, darf man heute nicht mehr rauchen, der kleine Kaffeehaustisch liegt in der Nichtraucherzone des Landtmann.

Die Wiener Kaffeehauskultur ist mehr als 300 Jahre alt. Und sie wird die neuen Zeiten überstehen. "Das Tabakgesetz wird einmal eine Fußnote in der Chronik des Wiener Kaffeehauses sein", meint Landtmann-Chef Berndt Querfeld, der jetzt schon eine Trendwende zu erkennen glaubt: "Wir haben manchmal sogar zu wenige Tische im Nichtraucherbereich."

Rauchen im Café
Kaffeehaus und Rauchen, das war immer eins. Wenn sich Generationen geeichter Besucher durch dichte Rauchschwaden kämpften, dann gehörte das zum Bild des Kaffeehauses, das dem Rauchsalon einen Gutteil seines Erfolgs verdankt. Denn zu Hause durften die Gäste - "wegen der Kinder und der Vorhänge" - meist nicht rauchen. Also ab ins Kaffeehaus!

Die legendären Kaffeehausliteraten mussten auf solch bürgerliche Vorschriften keine Rücksicht nehmen - schon weil sie weder Kinder noch Vorhänge hatten. Aber starke Raucher waren sie alle, ob Peter Altenberg, Karl Kraus, Alfred Polgar oder Friedrich Torberg, der 1978 erklärte: "Ich übe den Beruf des Schriftstellers seit 50 Jahren aus und habe ihn von Anfang an rauchend ausgeübt. Ich bin auf diese Weise 70 Jahre alt geworden. Vielleicht wäre ich bei gesünderer Lebensweise heute schon 75 oder 80, aber das lässt sich schwer feststellen."

Ordentlich gepafft haben auch die jungen Künstler, die nach 1945 das durch Zigarettendunst heute noch an seinen Wänden vergilbte Hawelka bevölkerten, von H. C. Artmann über Hundertwasser bis Qualtinger und Oskar Werner. Sie würden sich allesamt im Grab umdrehen, wüssten sie, dass seit 1. Juli im Hawelka ein Schild mit der Aufschrift "Rauchverbot" hängt. Noch mehr würden sie sich wundern, dass die Gäste nicht einmal protestieren. "Es haben sich bisher alle daran gehalten", erklärt Günther Hawelka, der Sohn des mittlerweile 99-jährigen Gründers Leopold Hawelka, der immer noch fast täglich ins Kaffeehaus kommt. "Die Anzahl der Besucher ist auch nicht zurückgegangen. Wie das im Winter sein wird, wissen wir aber noch nicht, weil derzeit viele in den Schanigarten ausweichen".

Im Schanigarten darf weiterhin geraucht werden, allerdings meint Berndt Querfeld - er ist auch Clubobmann der Kaffeesieder - dass sich das ändern könnte. "Viele glauben, dass die neuen Bestimmungen ein erster Schritt zum völligen Rauchverbot sind, davon wären dann wohl auch die Schanigärten betroffen."

Wiens erste Schanigärten entstanden zur Mitte des 19. Jahrhunderts und werden so genannt, weil viele Piccolos Johann - kurz: Schani - hießen und mit Beginn der warmen Jahreszeit vom Ober aufgefordert wurden: "Schani, stell den Garten auße!" Womit Alfred Polgars berühmter Satz, dass man sich "im Kaffeehaus zwar nicht zu Hause und doch nicht an der frischen Luft" befände, nur noch bedingt der Wahrheit entsprach.

"Gesundes Rauchen"
Als der Armenier Johannes Diodato 1685 Wiens erstes Kaffeehaus gründete, hatte das Rauchen den exakt gegenteiligen Ruf, den es heute hat. Der Arzt Nicolo Monardes behauptete, dass Nikotin "ein Wundermittel gegen Husten, Asthma, Kopfschmerz und Gicht" sei. Auch wenn kein Kaffeehausgast auf diese Weise von diesen Leiden geheilt wurde - sondern eher daran erkrankte - begann sich das Paffen durchzusetzen.

Und das Kaffeehaus wurde zum Zentrum der neuen Rauchkultur. In seiner Blütezeit, der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, hatte jede Berufsgruppe ihr eigenes Café. Die Schauspieler das Dobner am Naschmarkt, Operette und Revue das Café Payer, Literaten das Griensteidl, das Central und das Herrenhof.

Ohrfeige
Während die meisten im Kaffeehaus ihre Freunde trafen, lag seine Bedeutung für Karl Kraus darin, seine Feinde zu treffen. Als er seinem Kollegen Felix Salten am Stammtisch vorwarf, der deutschen Grammatik nicht mächtig zu sein, bekam er von diesem eine schallende Ohrfeige, "was allseits freudig begrüßt wurde", wie Arthur Schnitzler in seinem Tagebuch notierte.

Im Café Imperial saßen Anton Bruckner, Hugo Wolf und der Dirigent Franz Schalk, der nach der Oper im Frack kam - und von manchem Gast prompt mit dem Kellner verwechselt wurde. Mit jenem Kellner Julius, der im Imperial als Piccolo begonnen hatte und als greiser Ober dort schweren Schritts immer noch die Melange servierte.

Sperl
"Wir haben uns zu einer Nichtraucher-Gesellschaft entwickelt", sagt Berndt Querfeld, "somit muss sich auch das Kaffeehaus dorthin entwickeln". Ähnlich Rainer Staub vom Café Sperl: "Der Umsatz ist stabil geblieben, und es kommen auch Leute, die sagen, jetzt kann man ins Sperl gehen, weil hier nicht geraucht wird."

Schaden brachte das Rauchverbot dem Billard-Café Weingartner in Wien-Fünfhaus, in dem seit 1. Juli drei von vier Spieltischen leer bleiben. "Das Rauchen gehört zum Billardspielen", sagt Heinrich Weingartner, der sein Café dennoch nicht sperrt, weil er es durch seine Billardtisch-Erzeugung erhalten kann.

"Es wird kein Kaffeehaus-Sterben geben", ist Cafétier-Obmann Querfeld überzeugt. "Aber es wird Dolchstoßlegenden geben. Kaffeehausbesitzer, die aus diversen Gründen zusperren mussten oder wollten, hat es immer gegeben - und die werden halt jetzt sagen, dass das neue Tabakgesetz schuld sei."

Artikel vom 21.08.2010 19:49 | KURIER | Georg Markus

http://kurier.at/nachrichten/2025519.php


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

Gesunde Luft

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B E Z I R K S - J O U R N A L , an jeden Haushalt in Wien!
« Antwort #11 am: August 27, 2010, 21:23:19 Nachmittag »
"Unbezahlbar", ist die "Werbung", welche gestern und heute in jedem Briefkasten in Wien landete:

Das  B E Z I R K S J O U R N A L  berichtete ganzseitig über die Nichteinhaltung des Nichtraucherschutzes in Wien.

Leider ist kein Artikel online abrufbar! Wen der Artikel interesiert, bitte Emailadresse oder Fax-Nummer bekannt geben: kontakt@krebsforum.at

Auszüge aus der Reportage:


12 Anzeigen in einer Stunde und kein blaues Auge

Er wurde brutal zusammengeschlagen, gibt Pressekonfrenzen nur noch mit Securitis und in einem Kaffeehaus hat er Hausverbot: Dietmar Erlacher, ..., zählt sicher nicht zu den beliebtesten Menschen in Wien, wenn man die Raucher befragt.

Das Nichtraucherschutz-Gesetz gilt seit 1. Jänner 2009 und mit 1. Juli. 2010 ohne Ausnahmen. In Wien wird von Magistratsbediensteten aktiv kontrolliert, behauptet Sigrid Rosenberger vom Gesundheitsministerium. Doch dem Tiroler Dietmar Erlacher, der sich in Wien wegen einer Krebsbehandlung aufhält, ist das zuwenig. Als selbsternannter Rauch-Sheriff zeigt er fast täglich Wirte an, die sich nicht an die Bestimmung halten. Bis dato sind es mehr als 8.000, die er und seine hunderten Mitstreiter (www.rauchsheriff.at) „erwischt“ haben und wofür er bereits Prügel von fanatischen Rauchern bezog. „Als ich mit einer Pressefotografin Bilder machen wollte, gingen drei Männer auf mich los und schlugen auf mich ein,“ so Erlacher, der seither seine Kontrollgänge nicht mehr ohne Bodygards macht. Eine Ausnahme: Beim Streifzug mit der Bezirksjournal-Redakteurin hatte er – sicher ist sicher – nur einen speziellen Spray in der Hand.

Einfallsreiche Wirte tricksen

Übeltäter gibt es „noch“ genug. Auch in Erlachers Wahlheimatbezirk Donaustadt. Allerdings: Im ersten Lokal im Donauplex gibt es nichts zu beanstanden. Das Café „Segafredo“ hat für Raucher eine Glaskoje (ähnlich wie am Flughafen) errichtet; die Tür schließt automatisch. Einen Stock höher in einem asiatischen Restaurant ist Rauchen offiziell verboten, doch als sich ein Raucher hinsetzt und einen Aschenbecher verlangt, bekommt er ihn auch. Ein eindeutiges Vergehen.


„Volksbegehren für eine rauchfreie Zukunft: www.nichtraucheninlokalen.at

Anmerkung: Als roter Balken, weiße Schrift, auf der ganzeitiger Reportage!

Im nächsten Lokal scheint alles richtig zu sein. Ein eigener Raum für Nichtraucher, einer für Raucher – so wie es das Nichtraucherschutz-Gesetz vorsieht. Doch bei genauerem Hinsehen gibt es auch hier Grund zur Beanstandung: Im Raucherzimmer befinden sich weitaus mehr Sitzplätze als im Nichtraucherbereich. Auch das darf nicht sein. Offenbar halten sich viele Wirte nicht an den gesetzlichen Nichtraucherschutz, denn nach eineinhalb Jahren wissen sie sicher, was erlaubt ist. Nebenan: Das Lokal hat Raucher und Nichtraucher vorschriftsmäßig getrennt, doch die zwei Türen zu den Raucherlounges waren ständig offen.   Erlacher: „Auch hier beim Cafe vom Supermarkt, dem Brötchenlokal und dem Eisgeschäft mit Konditorei dasselbe Bild. Abgesehen davon, dass dadurch Eis und Kuchen geräuchert werden, strömt der Rauch auch auf die Passanten im engen Übergang.“
 
Nächst der U-Bahn-Station Karlsplatz ärgert sich Erlacher besonders über eine scheinheilige Auslegung des Nichtraucherschutz-Gesetzes. Keine Kennzeichnung beim Eingang, der Hauptraum mit 25 Tischen ist Raucherraum, und dort hat der Wirt – ganz gegen die Regel – vier Nichtraucher-Tische mit einem Schild gekennzeichnet. Der Nichtraucher-Raum befände sich, sagt die Kellnerin auf Nachfrage, im Obergeschoss. Doch dorthin gelangen Gäste nur über eine steile Stiege; eine Variante wurde angeboten: Nichtraucher ab in den Keller.
 
Bilanz des dreistündigen Streifzuges: Zwölf Anzeigen beim Magistrat. Und die Erkenntnis für Dietmar Erlacher, dass ein Kontrollgang mit einer Bezirksjournal-Redakteurin nicht einmal zu einem blauen Auge führt...
« Letzte Änderung: August 27, 2010, 22:09:49 Nachmittag von Gesunde Luft »

Gesunde Luft

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HILFE zur SELBSTHILFE !
« Antwort #12 am: August 27, 2010, 21:51:11 Nachmittag »
Du kannst mithelfen, ja Du!

Bitte hilf mit! Aber keine selbsterstellten Emails senden, sondern die dortige Vorlage verwenden: http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html

Fragen an: kontakt@krebspatient-krebsforum.at


Medienvertreter brauchen "action", brauchen spezielle Ungereimtheiten, wollen hohe Zahlen von neuen Anzeigen.


Der Verein "Krebspatienten für Krebspatienten" mit der "Initiative für generell rauchfreie Lokale" kann nicht mehr umgangen werden; das wissen auch die Behörden, der Volksanwalt, BM. Stöger etc.!


BM. STÖGER hat mehrmals die Bevölkerung aufgerufen Wirte zu melden, die keinen Nichtraucherschutz laut Tabakgesetz haben.

Nur 2 min dauert das, offiziell oder anonym, täglich, mehrfach: http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html

Aber unbedingt möglichst komplett ausfüllen; ansonsten keine Verwendung!

Danke!

Gesunde Luft

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Wien, Steiermark: Wahlen! "Bohnen in den Ohren!"
« Antwort #13 am: August 28, 2010, 14:20:54 Nachmittag »

Daher:

Nur 2 min dauert das, offiziell oder anonym, täglich, mehrfach: http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html

admin

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Tabakgesetz: Milde Strafen, teure Verfahren; Rauchsheriff im Interview
« Antwort #14 am: September 04, 2010, 17:23:51 Nachmittag »
"Kurier" vom 04.09.2010 23
Ressort: Chronik
Seite: 22,23
Ausgabe: Wi,Abend,Wi,Morgen
Tabakgesetz: Milde Strafen, teure Verfahren
Die Nichtraucher machen mobil. Dem Aufruf von Gesundheitsminister Alois Stöger, Verfehlungen gegen das Tabakgesetz bei den Bezirksbehörden anzuzeigen, wird immer häufiger gefolgt. Alleine im Vorjahr gingen bundesweit 4679 Anzeigen bei Verwaltungsgerichten ein. Obwohl Stöger "empfindliche Strafen" forderte, reizten die Bezirksgerichte den Strafrahmen von bis zu 2000 Euro in keinem einzigen Fall aus (siehe Artikel rechts).
Trotzdem gehen die angezeigten Gastronomen und Konzertveranstalter häufig in die Berufung. In der Regel reduziert sich die Strafe dadurch drastisch, die Gerichte aber stöhnen unter der Anzeigenflut. Mitunter folgt nach mehreren kosten- und zeitintensiven Verhandlungen durch drei Instanzen sogar ein Freispruch.
Rauch im Gasometer Beispiel Wien, Konzerthalle im Gasometer, 12. 9. 2009: Helmut Bibl zelebriert auf seiner Gitarre einen Jimi-Hendrix-Song. Dabei zündet er sich eine Zigarette an. Unter den 2000 Fans steht auch Bernhard H. Grund genug für ihn, am nächsten Tag den Veranstalter, Josef "Muff" Sopper, anzuzeigen.
Auch im Publikum, so ein weiterer Vorwurf, wurde geraucht. Zigarettenstummel auf dem Boden beweisen das. Das Bezirksgericht Simmering verurteilte erstinstanzlich den Veranstalter zu 750 Euro Strafe. Der legte beim Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) Berufung ein. Nach Zeugenbefragungen und insgesamt drei Verhandlungen wurde die Strafe auf 350 Euro herabgesetzt. Der Grund: Verlangt eine künstlerische Darbietung nach einer Zigarette - das gilt auch für Theateraufführungen - darf auf der Bühne geraucht werden.
Zur Erinnerung: Gitarrengott Hendrix war Kettenraucher. Feuerpolizeiliche Vorschriften (etwa befeuchtete Aschenbecher) müssen allerdings vorhanden sein. Bis zur letzten Instanz Blieb der Vorwurf, dass im Publikum geraucht wurde. Sopper berief beim Verwaltungsgerichtshof gegen das Urteil des UVS: "Wie bitte soll ein Veranstalter 2000 Fans am Rauchen hindern?" Mehrere Durchsagen, Ankündigungen über Vidiwalls und Rauchverbotsschilder wurden schlicht ignoriert. Das Verfahren in der letzten Instanz ist anhängig, ein endgültiges Urteil ist frühestens Ende 2011 zu erwarten.
Die Veranstalter- und Eventbranche ist seitdem in Aufruhr. Denn nicht nur Konzertsäle, sondern auch Bierzelte oder Großdiscos zählen zum öffentlichen Raum. Und dort herrscht absolutes Rauchverbot. Sopper: "Wenn Veranstalter für jede unerlaubt gerauchte Zigarette vor Gericht gezerrt und abgezockt werden, dann sind wir bald pleite."
Spitzelwesen
Für Sopper bedeutet der Aufruf Stögers, einen Rückfall in das Spitzelwesen des Nationalsozialismus: "Für mich ist dieser Appell nicht nachvollziehbar. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen." Trotzdem versucht der Veranstalter, das Problem zu lösen. Pro Konzert sind etwa 50 Securities im Gasometer.
Seit Kurzem ist jeder der Truppe mit kleinen Aschenbechern ausgerüstet. Wird ein Raucher "gestellt", muss er sofort abdämpfen. Weigert er sich, wird er des Saales verwiesen. Zur Zeit entsteht vor dem Gasometer gerade ein überdachter Raucherbereich für 300 Gäste. Damit man im Winter nicht friert, gibt es Heizschwammerln. Trotzdem befürchtet Muff Sopper weitere Anzeigen: "Denunzianten wird es immer geben."
http://www.rauchersheriff.at
http://www.aerzteinitiative.at

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Kurier" vom 04.09.2010
Ressort: Chronik
Seite: 22
Ausgabe: Wi,Abend,Wi,Länder,N.Ö.,Morgen
Urteile
Berufungsrichter decken Lücke im Nichtraucherschutz auf
Eines haben alle Berufungsrichter beim Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) in Sachen Tabakgesetz gemeinsam: Bisher urteilen sie milde. Die Strafen wurden in der Regel halbiert. In einem Fall hat der UVS aber indirekt die Politik gerügt. Denn der Gesetzgeber hat beim Emissionsverbot einen wesentlichen Punkt übersehen. Und das kam so.
Raucher-Sheriffs hatten in einem Grazer Einkaufszentrum den Betreiber eines Kleinstlokals angezeigt. Grund: Aus seinem deklarierten Raucherlokal drang Tabakgeruch ins Einkaufszentrum. Der Magistrat Graz verdonnerte den Besitzer zu 100 Euro Geldstrafe. Bei der Berufung stellte der UVS fest, dass laut Gesetz das Emissionsverbot nur für Betriebe gilt, die über mehr als einen Raum verfügen. Auch wenn das nicht im Sinne des Gesetzgebers war, hatte der Grazer mit seinem Ein-Raum-Lokal keine Übertretung begangen. Der Bescheid wurde aufgehoben.
Eine kuriose Wende nahm ein Fall in Linz. Dort verdonnerte der Magistrat einen Kaffeehausbesitzer zu fünf Mal 300 Euro, weil die Raucher-Sheriffs binnen kurzer Zeit bei fünf Kontrollen Raucher im Lokal angetroffen hatten. Der Betreiber ging zum UVS. Der machte aus fünf Strafbescheiden einen, weil im Zuge eines Verfahrens "die Bestrafung für einzelne Tattage unzulässig sei". Statt 1500 musste der Raucher-Rebell 300 Euro zahlen.

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"Kurier" vom 04.09.2010
Ressort: Chronik
Seite: 23
Ausgabe: Länder,Morgen

Raucher-Sheriff - Mit einem Bodyguard auf Kontroll-Streifzug

Dietmar Erlacher, 56, ist Österreichs bekanntester und aktivster Raucher-Sheriff.
Alleine im Juni zeigte der Tiroler bundesweit 1800 Wirte wegen Verstöße gegen das Tabakgesetz an. Dabei wird der Gründer des Vereines "Krebspatienten für Krebspatienten" von knapp 500 Sympathisanten unterstützt.
Erlacher zahlte für seine Kontroll-Streifzüge bereits einen hohen Preis. Im Sommer wurde er im Wiener Donauzentrum bei einer Überprüfung von einem rauchenden Restaurant-Gast attackiert. Dabei erlitt er eine Brustkorbprellung und weitere Blessuren. Erlacher rief die Polizei, der aggressive Raucher wurde angezeigt. Der Wirt, der im Einkaufszentrum qualmen ließ bekam ebenfalls eine Anzeige.
"Ein Witz"
Der engagierte Raucher-Sheriff kritisiert die Strafpraxis der Bezirkshauptmannschaften massiv: "20 Euro Strafe sind ein Witz. 200 Euro müssten das Mindeste sein."
Trotzdem kündigt Erlacher weitere Kontrollen an:
"In Zukunft werden wir noch schärfer vorgehen." (Anm., gesagt im Interview: Wir verlangen, dass die Behörde oder besser die Polizei die Kontrollen macht!)
Damit der Tiroler nicht noch einmal verprügelt wird, steht ihm seit Kurzem ein Bodyguard zur Seite. Auch Pfefferspray ist vorsichtshalber immer dabei.
Erlacher kündigt weiters ein Vorgehen gegen die Bezirkshauptmannschaften an:
"Wer so geringe Strafen verhängt, muss etwas davon haben. Ich überlege mehrere Anzeigen bei der Korruptions-Staatsanwaltschaft."


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351