Autor Thema: Tageszeitungen  (Gelesen 7629 mal)

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Tageszeitungen
« am: Mai 06, 2009, 21:59:02 Nachmittag »
http://derstandard.at/?url=/?id=1240550287492%26sap=2%26_pid=12843500%23pid12843500

Brauchen's net

26. April 2007, 19:35
•   ________________________________________
Defensiv, einfallslos und auf Sicht selbstbeschädigend: Die Reaktion der Gastronomie auf die Raucherfrage
Vor Jahrzehnten liefen die Innenstadt-Kaufleute Sturm gegen die Fußgängerzonen. Ergebnis: Fußgängerzonen sind die Orte des Einkaufs schlechthin. Ähnlich defensiv, einfallslos und auf Sicht selbstbeschädigend agiert die Gastronomie heute auf die Raucherfrage. Die "Freiwilligkeitsvereinbarung" mit den "raucherfreien Zonen" wurde von den meisten Restaurateuren zur Verhöhnung der Nichtraucher benutzt.
Also kommt jetzt die entsprechende Verordnung (räumliche Trennung). Inzwischen liefern aber noch einzelne Gremialpotentaten sinnlose Rückzugsgefechte. "Die Gäste brauchen es nicht, und die Wirte wollen es nicht", sagt der Gastronomieobmann der Wiener Wirtschaftskammer, Josef Bitzinger. Brauch ma net, woll ma net. Dass die Gäste keinen Nichtraucherschutz wollen, leitet man aus einer Umfrage unter 2656 "web-aktiven Österreichern" ab, die Bitzinger und Gastronom Stefan Gergely in Auftrag gegeben haben (Letzterer ist übrigens der, der vor ein paar Jahren behauptete, die Umstellung auf Euro sei von den Wirten nicht zur Preisanhebung benutzt worden).
Ranzige Umfragen als Antwort auf neue Marktgegebenheiten. Brillant.

(Hans Rauscher, DER STANDARD Printausgabe, 27.4.2007)


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Kärnten, Online Umfrage
« Antwort #1 am: Mai 07, 2009, 00:19:00 Vormittag »
http://oesterreich.orf.at/kaernten/stories/267457/

Online-Umfrage   01.04.2008

Deutliche Mehrheit für Rauchverbot in Lokalen

Die öffentliche Meinung zum Thema Rauchverbot scheint sich gewandelt zu haben. Hatten sich Befürworter und Gegner im vergangenen Jahr die Waage gehalten, zeigten sich bei unserer Online-Umfrage am Montag die Rauchgegner deutlich in der Überzahl.
 
In einer Online-Umfrage sprachen sich nur knapp 19 Prozent gegen ein Rauchverbot in Lokalen aus.

67 Prozent für totales Rauchverbot in Lokalen

Im vergangenen Jahr hatten sich bei einer Online-Umfrage auf kaernten.ORF.at die Befürworter eines generellen Rauchverbots in Lokalen nicht so richtig durchsetzen können.

Eine Umfrage vom Montag dieser Woche zeigte hingegen eindeutige Ergebnisse: Mehr als 67 Prozent sprachen sich für ein eindeutiges Rauchverbot aus, knapp über 14 Prozent würden die von der ÖVP geforderte Regelung für günstig halten und weniger als 19 Prozent sprachen sich gegen ein Rauchverbot in Lokalen aus. 

Bereits vor zwei Jahren hatte Kärntens Gesundheitsreferent Wolfgang Schantl (SPÖ) ein generelles Rauchverbot in allen Gastronomie-Betrieben gefordert. Er hofft auf eine rasche Beendigung der "Blockadepolitik" der ÖVP in diesem Bereich.

    Schantl will Rauchverbot in Lokalen

 Nichtraucherzonen auch bei Rauchern gefragt

Dass ein Rauchverbot auch bei uns immer mehr Anhänger findet, zeigt auch die Ausdehnung der Nichtraucherzonen - vielfach auf Wunsch der Gäste, bestätigte uns Bruno Nadolph, er betreibt ein Restaurant in Villach: "Die Dynamik hat sich ganz alleine ergeben, weil wir ja bei den Reservierungen fragen, wo die Leute sitzen möchten. Für mich ist das Wichtige dabei, dass Leute die rauchen ebenfalls die Tische im Nichtraucherbereich buchen, weil sie es als angenehmer empfinden."

Man dürfe das Problem auch nicht nur von Seiten der Gäste sehen, ergänzte Nadolph, da ja auch sehr viele Leute in der Gastronomie arbeiten und das seien bei weitem nicht alle Raucher.

 Kaffeehausbesitzer fürchten Umsatzrückgang

Zu den stärksten Gegnern eines Rauchverbotes zählen die Kaffehausbesitzer, so auch Martin Bergmann: "Für mich würde das bedeuten, dass ich einen Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent in Kauf nehmen müsste.

Man müsste dem Gast jedes Mal, wenn er eine Zigarette rauchen will erklären, warum und wieso er das nicht darf. Ein generelles Rauchverbot wäre schon schlimm für die Wirte." 

Obernosterer: Verbot geht an die Existenzen
"Die Wirtschaft lehnt ein generelles Rauchverbot in Österreich ab. Verbote führen zu nichts", lies am Dienstag der Kärntner ÖVP-Nationalratsabgeordnete Gabriel Obernosterer in einer Aussendung verlauten. Obernosterer ist Mitglied in den Ausschüssen Tourismus und Wirtschaft.

In Kaffeehäusern, Beiseln, Discos oder anderen Veranstaltungsbereichen sei es undenkbar, das Rauchen zu verbieten", so der Abgeordnete. Dort würde ein Rauchverbot an die Existenzen gehen. "Bereiche, in welchen die Gäste essen, sollen Wirte rauchfrei anbieten. Aber Verbote und Strafen tun weder dem Gast noch der Wirtschaft gut", so Obernosterer. 

Schantl will totales Rauchverbot in Lokalen
Derzeit fordern vor allem Politiker aus der SPÖ eine Lösung, wie sie sich im Nachbarland Italien seit Jahren bewährt hat: Ein generelles Rauchverbot in allen Restaurants, Gaststätten, Lokalen und Bars.

Erst am Montag bezeichnete der Kärntner Gesundheitsreferent Wolfgang Schantl die von der ÖVP geforderte Lösung, dass Betreiber von Lokalen unter 75 Quadratmetern Größe selbst entscheiden sollten, ob sie ein Raucher- oder Nichtraucherlokal wollen, als "völlig unzureichend".

Visionäre Forderungen vor 15 Jahren
Der Kärntner Arzt Michael Außerwinkler - er hatte als SPÖ-Gesundheitsminister bereits vor 15 Jahren die Forderungen nach rauchfreien Lokalen aufgestellt - sagte am Montag zu den Plänen der amtierenden Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky, es sei für ihn "tief enttäuschend, dass eine Ärztin keine Initiative zeigt, die Dinge gleiten lässt und der Lobby da oder dort freien Raum gibt und keine eigenen Konturen zeigt." 

Der bekannte Facharzt für Innere Medizin ist zudem überzeugt, dass ein generelles Rauchverbot in Lokalen insgesamt beim Tabakkonsum ein Minus von zehn bis 15 Prozent bringen würde und "es würde ein Minus bei Tabaktoten in Österreich von wahrscheinlich 100 Personen im Jahr bringen." Alleine in Kärnten sterben 300 Raucher jährlich an den Folgen ihres Nikotinkonsums. kaernten.ORF.at; 31.3.08

    Außerwinkler forderte 1992 Rauchverbot

kaernten.ORF.at; 14.11.06

    "Rauch raus" aus Kärntner Lokalen

kaernten.ORF.at; 21.11.06

    Heiße Diskussion um Rauchverbote

kaernten.ORF.at; 21.11.06

    Regierung einstimmig für Nichtraucher

kaernten.ORF.at; 23.6.07

    Strenges Rauchverbot in Slowenien

kaernten.ORF.at; 1.9.07

    Rauchverbot nun auch in Zügen

kaernten.ORF.at; 11.2.08

    Land fördert Raucherentwöhnung in Betrieben

kaernten.ORF.at; 11.2.08

    200 Mitarbeiter werden zu Nichtrauchern




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orf.at/kaernten/stories
« Antwort #2 am: Mai 07, 2009, 00:21:31 Vormittag »
http://oesterreich.orf.at/kaernten/stories/321295/

wirtschaft   11.11.2008

   
Gastronomie knabbert an Nichtrauchergesetz

Als würde die Wirtschaftskrise alleine noch nicht ausreichen, kommt zu den Umsatzrückgängen in der Gastronomie ab 1.1.2009 auch die neue Nichtraucherschutzbestimmung. Sie zwingt viele Unternehmer zu Investitionen.

Im Hauptraum muss Rauchverbot herrschen.

Horrende Strafen drohen

Die nach gutem Willen eingerichteten Nichtraucher und Raucherzonen werden abgeschafft. Nur strikt mit Mauern getrennte Räume werden dann noch akzeptiert. Wer nicht umbaut, riskiert horrende Strafen.

Zwei Drittel der heimischen Lokale und Gaststätten fallen unter die neue Nichtraucherregelung, die am 12. August im Parlament verabschiedet wurde.

Diese knapp 3.000 Betriebe müssen umbauen, sofern sie keine Extra- Räume für Raucher haben. Der gravierendste Punkt des Gesetzes steht auf Seite 5 der Erklärung: Dort, wo der meiste Umsatz gemacht wird, im Hauptraum, muss Rauchverbot herrschen. Problem für die "schnelle Zigarette"
Gerade für Lokale, die an den Theken ihren größten Umsatz machen, bahnt sich eine Katastrophe an, sagte Guntram Jilka von der Wirtschaftskammer im Gespräch mit dem ORF Kärnten: "Die Betriebe, die Getränkeausschank haben, das sind 30 bis 40 Prozent in Kärnten, werden massive Probleme haben, weil die schnelle Zigarette an der Theke dazugehört. Kaffeehäuser sind klassische Betriebe, die sich überlegen werden, wie sie das umsetzen sollen. Diese Betriebe werden sich überlegen, wie sie eine elegante Trennung zwischen Rauchern und Nichtrauchern durchführen können und trotzdem ihre Stammgäste nicht verlieren. Die Speisebetriebe werden das geringere Problem haben, weil sie oft schon in mehrere Räume aufgeteilt sind."

Allerdings müssen die beiden Bereiche durch eine Tür so getrennt werden, dass die Nichtraucher nicht vom Qualm belästigt werden. Das bedeutet, dass im Raucherbereich in eine Entlüftungsanlage investiert werden müsste.

Wer bis 1.1. nicht umgebaut hat, muss um die Baugenehmigung erst ansuchen und solange zusperren bzw. das Rauchen generell im Lokal verbieten.
Wer die Frist versäumt, muss zusperren


Dieser Umbau hat, so steht es im Gesetz, unverzüglich, jedoch bis spätestens bis 1. Jänner 2009 zu erfolgen. Dass heißt, jeder Gastronomie- und Lokalbesitzer sollte jetzt einen bautechnischen Sachverständigen der Gemeinde kontaktieren, der entscheidet, ob ein Umbau notwendig ist, oder nicht.

Laut Jilka müsse dann ein Bauantrag bei der Gemeinde eingebracht werden, auf jeden Fall noch bis Ende des Jahres: "Sollten die Betriebe erst nach dem 1.1. draufkommen, dass sie unbedingt umbauen wollen oder müssen, dann bleibt ihnen nicht andere übrig, als entweder ein genereller Nichtraucherbetrieb zu werden, oder kurz zu schließen und umzubauen."

Bis zu 20.000 Euro an Strafen drohen.

Wirte sind verunsichert

Die Verunsicherung bei den Lokalbetreibern und Gastwirten sei sehr groß. Im Zehn-Minuten-Takt würde bei der WK das Telefon läuten. Die meisten hätten sich mit dem Gesetzestext noch zu wenig befasst. Die Konsequenzen, wenn man sich nicht an die Vorschriften hält seien unausweichlich. Bei Kontrollen des Arbeitsinspektorates seien Strafen bis zu 20.000 Euro zu zahlen. Raucht ein Gast in einer Nichtraucherzone und wird erwischt, wird auch er zur Kasse gebeten.

Hinter vorgehaltener Hand befürchten manche Wirte, dass sie nun investieren müssen und in einigen Jahren dann das generelle Rauchverbot eingeführt werde.




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Klagenfurter Messehallen werden rauchfrei
« Antwort #3 am: Mai 07, 2009, 00:25:33 Vormittag »
http://oesterreich.orf.at/kaernten/stories/320113/

Gesundheit   06.11.2008

Klagenfurter Messehallen werden rauchfrei

Als erste Messegesellschaft Österreichs hat die Klagenfurter Messeleitung entschieden, die Messehallen "rauchfrei" zu halten. Für die Raucher werden an vier Stellen sogenannte "Smoking-Areas" eingerichtet.

Rauchverbot auch in Gastronomiebetrieben
Die kommende "Familien- und Brauchtumsmesse" mit der parallel stattfindenden "Gesund Leben" (21. bis 23. November) war eine gute Gelegenheit, das neue Konzept durchzusetzen. Erstmals dürfen sich Besucher über rauchfreie Messehallen freuen. Sowohl in den Hallengängen, als auch an den Messeständen und in den Gastronomiebetrieben ist das Rauchen ab sofort untersagt. 

Projektleiter Karl Platzer, Messe-Geschäftsführer Erich Hallegger und Unternehmenssprecher Christian Wallner präsentierten die neue Verordnung. Vier "Smoking-Areas" im Freien

Als Ersatz wurden außerhalb der Messehallen insgesamt vier "Smoking-Areas" eingerichtet. "Mit dieser Initiative gehören wir zu den ersten Messen Österreichs, die diesen Schritt vollzogen haben, vor allem auch im Sinne des gesundheitlichen Wohlbefindens", sagte Messe-Geschäftsführer Erich Hallegger.


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Kärnten: Der Gastwirt weiß was er tun müßte, aber ..........
« Antwort #4 am: Mai 07, 2009, 00:34:01 Vormittag »
http://kaernten.orf.at/stories/331314/

NICHTRAUCHERREGELUNG   26.12.2008

Ein Drittel der Wirte muss umbauen

Rund ein Drittel der Kärntner Wirte muss wegen der neuen Nichtraucherregelung mitunter teure Umbauten durchführen. Der Unmut darüber ist groß - zumal bereits ein generelles Rauchverbot diskutiert wird.

Trennwände müssen eingezogen werden
Trennwände zwischen Rauchern und Nichtrauchern einziehen müssen vor allem jene Wirte, die ein Lokal zwischen 50 und 80 Quadratmeter Größe und nur einen Raum haben, was baulich oft schwierig ist.

Zwei Drittel der Kärntner Gastronomiebetriebe haben mehrere Räume, bei ihnen dürfte eine Trennung von Rauchern und Nichtrauchern kein Problem sein, heißt es vonseiten der Wirtschaftskammer (WK).

Bis 1. Jänner müssen die Umbaupläne bei den Behörden eingelangt sein. Für die Fertigstellung gilt eine Frist bis Juni 2010. Neue Tabakregelung ab 1. Jänner

Mit 1. Jänner tritt in Österreich eine neue Tabakregelung für Gastlokale in Kraft, wenn auch nicht so rigoros wie in Italien und Slowenien. Betriebe, die größer als 50 Quadratmeter sind, müssen Raucher- und Nichtraucherzonen räumlich voneinander trennen. Die kleineren Lokale müssen sich als Raucher- oder Nichtraucherlokale deklarieren. Generelles Rauchverbot wird diskutiert
So mancher Wirt bezweifelt auch die Sinnhaftigkeit der Umbaumaßnahmen, da in der EU schon ein generelles Rauchverbot auf dem Arbeitsplatz diskutiert wird - das heißt, auch auf dem Arbeitsplatz von Service-Mitarbeitern.

Michael Frank, der ein Tanzlokal in Klagenfurt betreibt: "Der Umbau wird uns rund 15.000 Euro kosten. Und dann kommt vielleicht ab 2010, wie diskutiert wird, bereits das generelle Rauchverbot!"

Hauptraum muss rauchfrei bleiben
Auch Wirte, die nicht umbauen müssen, befürchten Umsatzeinbußen. So zum Beispiel Gerd Puck - er hat in seinem Gasthaus am Zollfeld zwar einen großen Wintergarten, der bis jetzt für Nichtraucher reserviert war. Die neue Regelung sieht aber vor, dass der Hauptraum rauchfrei bleiben muss. Und in diesem befindet sich in vielen Gasthäusern auch die Theke - der klassische Ort, an dem geraucht wird.

Er rechne mit Umsatzeinbußen, sagt Puck, weil viele Gäste auf kleinere Raucherlokale ausweichen könnten. kaernten.ORF.at

    Kritik an Rauchverbot in Einkaufszentren

    Wirte stellen sich auf Tabakgesetz ein

    Gastronomie knabbert an Nichtrauchergesetz





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Hinterleitner, oberster Gastroboss, und "sein" Nichtraucherschutzgesetz
« Antwort #5 am: August 23, 2009, 21:09:36 Nachmittag »

http://www.aekwien.or.at/news_pdf/6609_1.pdf

INTERVIEW
Helmut Hinterleitner, Fachverbandsobmann der Gastronomie

Nur 15.000 Betriebe werden rauchfrei

Ab 1. Jänner gilt in Österreichs Gastronomie und Hotellerie
das neue Tabakgesetz. Gibt es schon Aufstände in der Branche?

HELMUT HINTERLEITNER: Ich glaube, da ist uns ein gutes und für alle praktikables Gesetz gelungen.

Wirte, die investieren müssen, um die Räumlichkeiten in Raucher und Nichtraucherbereiche
teilen zu können, werden das etwas anders sehen.

HINTERLEITNER: 75.000 Betriebe sind von der Regelung betroffen, zwei Drittel davon haben mehrere Räume. Die brauchen nicht investieren. 15.000 Betriebe werden Rauchfrei werden.

Ein großer Wurf in Sachen Nichtraucherschutz ist da wohl nicht gelungen. 60.000 Betriebe
werden das Rauchen weiterhin erlauben. Wer kontrolliert, ob das Gesetz überhaupt eingehalten wird?


HINTERLEITNER: Die Behörde.

Konkret: Wenn ein Gast das Nichteinhalten des Nichtraucherschutzes anzeigt, wohin
muss er sich wenden?

HINTERLEITNER: An die Bezirkshauptmannschaft,
die muss dann tätig werden und eine Strafe verhängen.

Wie viele Betriebe werden die Übergangsregelung in Anspruch nehmen, die ihnen erlaubt bis
Juni 2010 überhaupt nicht tätig zu werden?

HINTERLEITNER: Das weiß ich nicht, der Antrag geht an die Gemeinden. Eine Übergangsregelung können nur Ein-Raum-Betriebe über 50 Quadratmeter beantragen und das nur bis 31. Dezember dieses Jahres. Betriebe unter 50 Quadratmeter dürfen
sich entscheiden, ob sie Rauchen oder Nichtrauchen erlauben wollen.

E. TSCHERNITZ-BERGER

Tabakgesetz:
Es droht Flut von Anzeigen
Kärntner Wirte sind auf das neue Tabakgesetz, das in wenigen Tagen in Kraft tritt, noch nicht eingestellt. Viele nützen die Übergangsfrist.

ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER
Wenige Tage vor dem Inkrafttreten des neuen Tabakgesetzes in der Österreichischen
Gastronomie, bricht Hektik aus. Ein Wirt soll bereits aus Wut über das neue Gesetz
dem Amtsleiter einer Kärntner Gemeinde den Lokal-Schlüssel vor die Füße geworfen haben.
„Viele realisieren aber erst jetzt, dass sie tätig werden müssen“, registriert der Spartengeschäftsführer der Gastronomie, Wolfgang Dörfler, eine ziemliche Lethargie
unter den Kärntner Wirten.

Zahnloses Gesetz
Grund für die schleppende Umsetzung ist wohl auch, dass der Gesetzgeber für den Vollzug des zahnlosen Tabakgesetzes,
das die Bezeichnung Nichtraucherschutz nicht einmal in Ansätzen verdient, keine Behörde nominiert hat, die von sich aus kontrollieren
darf.
„Erst wenn es eine Anzeige gibt, muss die Behörde tätig werden“, so Dörfler. Dann
setzt es auch saftige Strafen ab 2000 Euro, im Wiederholungsfall 10.000 Euro.
Das Gesetz verlangt, dass der Raucherraum so abgeschlossen werden muss, dass keine Rauchschwaden zu den Nichtrauchern dringen
können. Das Extra-Zimmer muss also mit einer Türe verschlossen sein. Die bisher üblichen Rauchertische sind damit Geschichte.
7Dörfler: „Das realisieren noch die wenigsten.“
Dass eine Anzeigenflut über die säumigen Wirte hereinbrechen wird, davon ist auszugehen.
Die Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher – die einzige Lobby, die Nichtraucher haben – hat bereits angekündigt,
die Nichteinhaltung ohne Erbarmen anzuzeigen. „Es gibt keine Schonfrist. Wer nicht dem Gesetz entspricht, wird angezeigt
und muss zahlen,“ hat Bundesleiter Robert Rockenbauer kein Mitleid mit raucherfreundlichen
Wirten. Auch Gäste haben bereits angekündigt, mit Argusaugen auf die Einhaltung des Tabakgesetzes zu achten.
Wie sehr Nichtraucher mit diesem Gesetz an der Nase herumgeführt werden, zeigt die großzügige Übergangsregelung. Einraumbetriebe
über 80 Quadratmeterkönnen nämlich einen Antrag auf Umbau des Lokals stellen und machen auch fleißig davon
Gebrauch. Damit kommen sie in den Genuss einer Übergangsregelung, die ihnen erlaubt, bis 1. Juni 2010 überhaupt nichts zu tun. Der Vorweis
des Antrages bei der Behörde garantiert bei einer Anzeige Straffreiheit.
Nur für wenige Lokale gilt eine klare Regelung: Es sind die Restaurants und Cafes in Einkaufszentren. Ein Shoppingcenter gilt als
„öffentlicher Raum“, der ab 1. Jänner gänzlich rauchfrei sein muss. Das heißt: Ab 1. Jänner weg mit den Aschenbechern.


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