Autor Thema: Schweiz - setzt Polizei zum Kontrollieren und Strafen ein  (Gelesen 29361 mal)

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Schweiz - setzt Polizei zum Kontrollieren und Strafen ein
« am: April 24, 2010, 23:05:16 Nachmittag »
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Wie-die-Stadtpolizei-das-Rauchverbot-durchsetzen-will/story/10828455


Wie die Stadtpolizei das Rauchverbot durchsetzen will


Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 23.04.2010 12 Kommentare


In einer Woche ist es so weit: In der Nacht auf den 1. Mai werden die Glimmstengel in Fumoirs und auf die Strasse verbannt. Alles andere ist verboten. Gezielte Kontrollen macht die Polizei aber keine.

Am 30. April ab Mitternacht gilt in Zürich das Rauchverbot in Beizen, Bars und Clubs. Bei über 1500 Gastrobetrieben in Zürich haben jedoch nur rund zwei Dutzend ein Gesuch für ein Fumoir eingereicht. Der Grossteil der Gäste muss also draussen rauchen – oder missachtet das Gesetz und pafft drinnen weiter.

Das Verbot bei den Rauchern und Wirten durchsetzen muss die Polizei. «Gezielte Kontrollen sind nicht vorgesehen. Die Patrouillen werden aber im Rahmen der üblichen Tätigkeiten darauf achten, ob das Verbot eingehalten wird», sagt Judith Hödl, Sprecherin der Stadtpolizei Zürich. Das soll in einer Verhältnismässigkeit zu den anderen Aufgaben der Polizei stehen.

Detektive in Zivil

Wenn eine Patrouille zum Beispiel nach einer Schlägerei in ein Restaurant ausrückt und feststellt, dass dort unerlaubterweise geraucht wird, so wird das ebenfalls geahndet. Gleichermassen aktiv wird die Polizei, wenn Verstösse gegen das Rauchverbot von Drittpersonen angezeigt werden.

Das Verbot durchsetzen werden auch zivile Detektive der Abteilung Bewilligung. Sie sind täglich für verschiedene Kontrollen unterwegs – auch Nachts und am Wochenende. Auch hier seien jedoch keine gezielten Rauchkontrollen vorgesehen, so Hödl. Dass die mancherorts aufgeladene Stimmung am 1. Mai und das Rauchverbot auf dasselbe Datum fallen, beurteilt die Polizei nicht als kritisch.

Erfahrungen aus Bern zeigen, dass das Rauchverbot offenbar grösstenteils eingehalten wird. Seitdem dort das Rauchen im vergangenen Juli stark eingeschränkt worden ist, verzeigte die Polizei lediglich vier Beizer und büsste elf Raucher. Nach wie vor unklar ist die Situation in Basel. In der Stadt am Rheinknie haben sich 100 Beizer in einem Verein organisiert, bei dem die Gäste Mitglied werden und dann drinnen weiterrauchen können. Ob dies rechtlich zulässig ist, wird wohl vor Gericht entschieden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

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http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Wie-die-Stadtpolizei-das-Rauchverbot-durchsetzen-will/story/10828455

Dossiers

    * Zürcher Rauchverbot
          o Darf man in Kirchen rauchen?
          o Nur zwei von hundert Rauchern können ohne Hilfe aufhören
          o Fumoirs bleiben in Zürich eine Seltenheit
    * Die letzte Zigarette
          o Darf man in Kirchen rauchen?
          o Nur zwei von hundert Rauchern können ohne Hilfe aufhören
          o Fumoirs bleiben in Zürich eine Seltenheit

Artikel zum Thema

    * Rauchverbot: «Am Wochenende war es schon immer laut»
    * Der Kampf der Zürcher Nachtklubs gegen das Rauchverbot
    * Wie die Zürcher Wirte das Rauchverbot umgehen könnten
    * Rauchverbot in Zürich: Keine Gnadenfrist und bis 1000 Franken Busse
    * Die Raucherkabine im Rathaus muss weg
    * Was die Tricks der Wirte taugen
    * Rauchverbot: «Wer stinkt, bleibt draussen»

Stichworte

    * Raucherdebatte



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Rauchen in der Kirche?
« Antwort #1 am: April 25, 2010, 11:25:39 Vormittag »

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Darf-man-in-Kirchen-rauchen/story/23983290

Darf man in Kirchen rauchen? Aktualisiert am 24.04.2010


In Zürich dauert es noch sieben Tage bis zum Rauchverbot. Wann fing das eigentlich an, mit dem Nein zum Tabak in der Öffentlichkeit? Im Jahr 1642.

Kommt bald: Rauchverbot.

Dossiers

    * Zürcher Rauchverbot
          o Nur zwei von hundert Rauchern können ohne Hilfe aufhören
          o Mehr Rauch, weniger Staat
          o Damit sich die Investitionen für ein Fumoir nicht in Schall und Rauch auflösen
    * Die letzte Zigarette
          o Nur zwei von hundert Rauchern können ohne Hilfe aufhören
          o Mehr Rauch, weniger Staat
          o Damit sich die Investitionen für ein Fumoir nicht in Schall und Rauch auflösen

Artikel zum Thema

    * Rauchverbot: «Wer stinkt, bleibt draussen»
    * Wie die Zürcher Wirte das Rauchverbot umgehen könnten
    * Rauchverbot: «Am Wochenende war es schon immer laut»
    * Wie die Stadtpolizei das Rauchverbot durchsetzen will
    * Die Raucherkabine im Rathaus muss weg
    * Was die Tricks der Wirte taugen
    * Fumoirs bleiben in Zürich eine Seltenheit

Bis 1492 war ganz Europa rauchfrei. Erst in diesem Jahr brachten zwei Gefährten von Christoph Kolumbus die vorher unbekannte Tabakpflanze in ihre Heimat zurück. Rodrigo de Jerez und Luis de Torres hatten auf Kuba rauchende Ureinwohner beobachtet und kopiert.

Bald ging auf dem ganzen Kontinent Europa das Gepaffe los, zahlreiche Übersee-Kolonien, wie jene in Virginia, lebten von der Tabakherstellung. Schnell wurde auch die negative Seite des Importschlagers erkannt.

Der englische König James I. schrieb 1604 das erste Pamphlet gegen den Tabak, den er als süchtigmachend und schädlich für die Lungen brandmarkte. Von da an war es nicht mehr weit zu Verboten. Die ersten von ihnen, etwa im Jahr 1642, betrafen Kirchen, in denen man bis dahin unbehelligt qualmen konnte. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 24.04.2010

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Darf-man-in-Kirchen-rauchen/story/23983290

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Schweiz - Am 1. Mai ist es soweit!
« Antwort #2 am: April 26, 2010, 13:19:05 Nachmittag »
http://www.landbote.ch/news/webnews/?artikel=753701

Rauchverbot im Kanton Zürich

11:37, 25.04.10

Am 1. Mai ist es soweit: Brennende Zigaretten müssen ab dem kommenden Samstag aus allen Restaurants, Cafés und Bars verschwinden.
Auch wenn es manchem Raucher schwer fallen dürfte – die Polizei rechnet nicht mit Problemen.



Rauchverbot: Viele Wirte versuchen es ohne Fumoirs
Rauchverbot wird nicht aktiv kontrolliert
Beizer setzen auf die Nichtraucher
      sda

Das Motto, unter dem die Zürcher Polizeien das Rauchverbot durchsetzen wollen, heisst "Augenmass". Spezielle "Beizen-Kontrollen" sind sowohl bei der Zürcher wie auch bei der Winterthurer Stadtpolizei nicht geplant.

Man werde sicher hin und wieder einen Blick in ein Restaurant oder in eine Bar werfen, sagte eine Sprecherin der Zürcher Stadtpolizei auf Anfrage. "Dies allerdings nur im Rahmen der normalen Patrouillentätigkeit." Wenn man über Verstösse informiert werde, rücke man aber selbstverständlich aus, beispielsweise wenn sich Nichtraucher über Raucher am Nebentisch ärgern würden.

Kein Mehraufwand in Winterthur

Ähnlich wird es die Winterthurer Stadtpolizei handhaben, welche die Situation vor allem am Anfang "im Auge behalten will", wie eine Sprecherin sagte. Mit viel Mehraufwand rechnet man aber auch hier nicht - allenfalls mit ein paar Lärmklagen, weil die Raucher vor der Restauranttür zu laut werden.

Umstellung am Flughafen

Während die Stadt- und Gemeindepolizeien am Samstag nun erstmals ein Rauchverbot durchsetzen müssen, hat die Kantonspolizei bereits konkrete Erfahrungen damit gemacht: Als per Januar 2007 das gesamte Flughafenareal für rauchfrei erklärt wurde, war die Kantonspolizei für die Umsetzung verantwortlich.

Man habe damals ebenfalls nicht genau gewusst, welche Schwierigkeiten das Verbot mit sich bringen würde, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei. Schon bald habe man aber erkannt, dass die Umstellung absolut keine Probleme bereite.

Als die Aschenbecher aus den Restaurants und Wartezonen entfernt wurden, fügten sich die Raucher ihrem Schicksal - und verziehen sich seither in die von Tabakkonzernen gesponserten Raucher-Lounges. "Beim Rauchverbot in den Lokalen dürfte es wohl ähnlich ablaufen."

Bussen bis 1000 Franken

Auch wenn die Polizei keine gezielten Kontrollen macht - wer sich ab kommendem Samstag beim Rauchen in einem Restaurant oder einer Bar erwischen lässt, muss möglicherweise tief in die Tasche greifen: Eine einfache Busse kostet 80 Franken. Kommt es aber zu einer Anzeige, kann dies bis zu 1000 Franken kosten.

Ähnliches gilt für Wirte, bei denen das Fumoir nicht den Vorgaben entspricht, also die Lüftung beispielsweise nicht ausreicht, oder die das Rauchen in ihrem Betrieb tolerieren. Sie können mit einer Busse von 80 Franken belangt werden, im Wiederholungsfall kann ihnen sogar das Patent entzogen werden.

Wenige Gesuche für Fumoirs

In Winterthur haben nur etwa 15 von 200 Wirten ein Gesuch für ein Fumoir gestellt. Ähnlich sieht es in Zürich aus, wo laut einer Sprecherin des Hochbaudepartmentes "nur sehr wenige Gesuche" eingereicht wurden.

Wie Ernst Bachmann, Präsident von GastroZürich, erklärte, ist die Verunsicherung unter den Wirten gross. Die meisten würden deshalb abwarten und beobachten, ob und wie sich das Rauchverbot auf die Gästezahlen auswirke.

Heizpilze für schlotternde Raucher

Frösteln müssen die Zürcher Raucher deswegen aber nicht. Der Zürcher Regierungsrat zeigt Herz für schlotternde Raucher und will für sie eine Ausnahme beim geplanten Heizpilz-Verbot machen: Statt die CO2-Schleudern auf öffentlichem und privatem Grund ganz zu verbieten, soll künftig jeder Wirt einen Heizpilz für die Raucher aufstellen dürfen.

Voraussetzung ist allerdings, dass die Gäste unter dem Heizpilz nicht bedient werden. Ob dieses Energiegesetz so in Kraft tritt, muss aber noch der Kantonsrat entscheiden.

Für Raucher in den Städten Zürich und Winterthur dürfte es aber trotzdem kühl werden: Dort sind die Terrassen-Pilze auf öffentlichem Grund bereits jetzt komplett verboten - und bleiben es auch mit dem neuen Energiegesetz.

http://www.landbote.ch/news/webnews/?artikel=753701


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Schweiz - Er wachte auf und bekam keine Luft mehr.
« Antwort #3 am: April 26, 2010, 13:22:04 Nachmittag »
http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ohne_zigarette_leben_1.5547588.html

Ohne Zigarette leben

Ab Mai gilt das Rauchverbot schweizweit – ein Anlass, das Laster aufzugeben. Die meisten Raucher schaffen es aus eigener Willenskraft.

Von Felicitas Witte

Er wachte auf und bekam keine Luft mehr. Er hatte das Gefühl, zu ersticken. Erst nach einer halben Stunde konnte er wieder frei atmen. «Das Erlebnis war so schrecklich, dass ich dachte, ich sollte lieber mal eine Woche aussetzen», erinnert sich der 32-jährige Ingenieur. «Komplett aufhören wollte ich eigentlich nicht.»

................ http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ohne_zigarette_leben_1.5547588.html


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Schweiz - Eine Impfung gegen die Nikotinsucht wäre ein Segen für viele Raucher
« Antwort #4 am: April 27, 2010, 13:52:35 Nachmittag »

Der Nutzen für die Gesundheit ist offenkundig
Von Martina Frei. Aktualisiert um 04:00 Uhr


Mit einem Rauchverbot in Restaurants sinkt die Zahl der Herzinfarkte deutlich.

Zeit, mit Rauchen aufzuhören. Eine Impfung gegen die Nikotinsucht wäre ein Segen für viele Raucher.


Rauchverbot

    * Würden Sie diesen Mann anzeigen?
    * Darf man in Kirchen rauchen?
    * Nur zwei von hundert Rauchern können ohne Hilfe aufhören

Ab dem 1. Mai werden die Herzspezialisten vermutlich weniger zu tun haben. Im guten Fall nimmt die Rate an Herzinfarkten nach einem öffentlichen Rauchverbot um 8 Prozent ab, im besten sogar um 25 Prozent. Das haben Studien aus anderen Ländern gezeigt. Die aktuellste stammt aus Kanada.

Einführung in Stufen

In Toronto, einer Stadt mit rund 2,5 Millionen Einwohnern, führten die Behörden das Rauchverbot in drei Stufen ein: Zuerst wurden öffentliche Plätze und Arbeitsplätze rauchfrei, in der zweiten Phase, rund zwei Jahre später, zusätzlich die Restaurants. In der dritten Phase, weitere drei Jahre später, durfte auch in Bars und Casinos nicht mehr gequalmt werden. Über die Dauer von zehn Jahren verfolgten die Forscher, wie häufig Herzinfarkte, Schlaganfälle, Asthmaattacken, Bronchitis und andere, mit dem Rauchen im Zusammenhang stehende Krankheiten auftraten. Als Vergleich dienten ihnen zwei Gegenden, die das Rauchverbot erst im Juni 2004 einführten.

Den stärksten Effekt auf die Gesundheit hatte die zweite Phase, als Restaurants in Toronto rauchfrei wurden. In dieser Zeit sank die Rate aller vier Krankheiten messbar: Es gab knapp 40 Prozent weniger Herzprobleme und Schlaganfälle und 33 Prozent weniger Lungenerkrankungen. In den Kontrollregionen dagegen blieb alles beim Alten.

Erste positive Zahlen aus Chur

Ein Indiz für die Forscher, dass der Rückgang mit dem Rauchverbot zusammenhing, waren Krankheiten wie Gallenblasenentzündungen, die vom Passivrauchen nicht beeinflusst sind. Sie nahmen trotz Rauchstopps ab.

Insbesondere bei Menschen, die bereits «verkalkte» Arterien haben, kann Rauch «das Fass zum Überlaufen bringen». Zigarettenrauch enthält mehr als 4000 Substanzen, wovon über 50 sicher oder möglicherweise Krebs verursachen können. Der Qualm schädigt auch die zarte Oberfläche der Gefässwände und begünstigt die Bildung von Gerinnseln, die dann ein Blutgefäss verstopfen und zum Herzinfarkt führen.

Der Kanton Graubünden führte das Rauchverbot bereits am 1. März 2008 ein. Dort sank die jährliche Zahl akuter Herzinfarkte von rund 230 in den zwei Jahren vorher auf 183 im Jahr danach. Gegenwärtig werten die Churer Mediziner die Daten aus dem nächstfolgenden Jahr aus. Betrachtet man alle Studien aus Italien, Schottland, Irland und weiteren Ländern gesamthaft, ist nach einem allgemeinen, öffentlichen Rauchverbot mit 17 Prozent weniger Herzinfarkten zu rechnen.

Keine Beweise

Dass dieser Rückgang allein auf das Rauchverbot zurückzuführen ist, beweist jedoch keine der Forschungsarbeiten. Es könnte andere ursächliche Faktoren geben, die den Forschern entgangen sind.

Dennoch dürften nicht nur die Herzspezialisten das Rauchverbot zu spüren bekommen, sondern auch die Hals-Nasen-Ohren-Ärzte. Etwa 40 Prozent der chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen seien dem Passivrauchen zuzuschreiben, schätzten US-Forscher Anfang April.

()

Erstellt: 27.04.2010, 04:00 Uhr

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1. Mai: Schweiz führt Nichtraucherschutz per Gesetz ein!
« Antwort #5 am: April 30, 2010, 10:21:30 Vormittag »
http://www.20min.ch/news/dossier/rauchverbot/story/Ein-Drittel-boykottiert-Nichtraucherlokale-12303814

Dossier

Das Aus für den blauen DunstDas Aus für den blauen Dunst

Harte Zeiten für Raucher: Der blaue Dunst wird immer weniger toleriert; Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden und in der Gastronomie greifen um sich.

und

Raucher-Umfrage

28. April 2010 15:31; Akt: 29.04.2010 17:24 Print

Ein Drittel ist gegen rauchfreie BarsEin Drittel ist gegen rauchfreie Bars

von Runa Reinecke - Nur noch wenige Tage und die Schweizer Gastronomie ist so gut wie rauchfrei.


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Schweiz - setzt Polizei zum Kontrollieren und Strafen ein
« Antwort #6 am: Mai 07, 2010, 02:50:39 Vormittag »

Rauchverbot fördert Smalltalk: “Und, wie geht’s deiner Potenz so?”

veröffentlicht am 6. Mai, 2010 in: Kultur

Wir haben es hinter uns, das erste rauchfreie Wochenende in Zürich. Und das nächste steht kurz bevor. War es für die Raucher unter uns wirklich so schrecklich? Und ist es für die Nichtraucher tatsächlich so viel angenehmer? Wir (also ich) haben  Zürichs Clubs gefragt, wie sie die letzten Rauchfreien Tage und die Stimmung ihrer Gäste empfunden haben.


Ein Bier in der einen Hand, die Zigarette in der anderen. Dieses Bild kann man sich schlecht wegdenken, hat es doch unsere nächtlichen Aktivitäten so gezeichnet. Doch nun soll’s so sein: Die Zigarette bleibt seit fast einer Woche vor der dem Clubeingang. Vorteile? Mann kann nun sorgenfrei mit zwei Drinks hantieren! Einige, hauptsächlich grosse Clubs, haben sich jedoch frühzeitig um ein Fumoir bemüht wie auch der Zürcher Club X-Tra. PR-Verantwortlicher Schimun weiss:

“ Wir haben rechtzeitig zwei Fumoirs eingerichtet und mit einem Lüftungssystem ausgestattet. Da unsere rauchenden Gäste damit inhouse genügend Platz zum Rauchen haben, im Fumoir bedient werden und auch Musik geniessen dürfen, waren sie bislang trotz Rauchverbot sehr zufrieden mit der Situation und haben sich weder in Rage gegenseitig umgebracht, noch auffällig oft Schaum vor dem Mund entwickelt.“

Und auch der Nobelclub Saint Germain scheint, nach Aussage von General Manager Jens Krauer, keine grossen Probleme mit der Umstellung gehabt zu haben:

„Wir haben Freitagnacht unseren Gästen das Rauchverbot klar kommuniziert und entsprechend alle Aschenbecher entfernt, sowie das Personal instruiert die Gäste freundlich auf das Verbot hinzuweisen. Wir waren positiv überrascht, das sich die Mehrheit der Gäste freiwillig und selbstständig an das Gesetz hielt. Es gab keinerlei Zwischenfälle jeglicher Art. Während der erlaubten Betriebszeiten können unsere Gäste nun auf der Terrasse mit Blick über das nächtliche Zürich rauchen.“

In der Härterei haben sich trotz fehlendem Fumoir keine grossen, dafür flirtfördernde Vorfälle ereignet, wie It-Boy Alex Ruf berichtet:

„Seit dem Rauchverbot ist bei uns draussen vor dem Club eine regelrechte Flirtecke entstanden, da sieht man drei Ladies mit einem Typen am Smalltalken!  Das Verbot verbindet unsere rauchenden Gäste definitiv. Statt einem Fumoir haben wir vorübergehend noch einen Eingang zu der verbundenen Bar K2 freigegeben. Dort hat’s für 50 bis 70 Leute Platz. Ende Juni dürfen wir dann stolz unsere Dachterrasse präsentieren, welche gerade im Bau ist. Das ist doch viel besser und cooler als so ein stinkiges Fumoir!

Die Clubs scheint’s also nicht gross zu stören. Und Fakt ist auch, wenn wir vor dem Clubeingang qualmen kommen wir viel schneller mit dem anderen Geschlecht ins Gespräch. Und wenn die Potenz dank dem vielen Rauchen noch keinen Schaden getragen hat, wird’s in Zukunft viele Outdoor Zeugungen geben.

Ich jedenfalls als leidenschaftliche Lucky Strike Raucherin und überzeugtes Siebhirn, habe mir diese Woche feuchtfröhlich im Club eine Zigarette in den Mund gesteckt. Kurz bevor ich sie mir anzündete, nahm mich mein bester Freund an der Hand und führte mich im Club XY ins Fumoir. Wä! Wä! DAS IST SO HÄSSLICH. Da kannst du vorher noch so viele Drinks zu dir nehmen! Dieses Erlebnis werde ich wohl nie ganz verdrängen können! Da rauche ich wirklich lieber draussen in der Kälte. Und sowieso, ab nächster Woche ist Sommer, da ist das draussen ganz nett. Und da ich nach dem Motto lebe, ein Problem muss erst gelöst werden wenn es vor der Tür steht, werde ich mir erst zu Winterzeiten überlegen dem Club der Nichtraucher beizutreten. Bis dahin meide ich aber definitiv jedes Fumoir.

PS: Rauchen ist ungesund

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Schweiz, ohne Rauch gehts nicht nur auch, sondern himmlisch!
« Antwort #7 am: Mai 13, 2010, 02:54:43 Vormittag »

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Rauchverbot-Schon-am-Samstag-hielten-sich-alle-dran/story/29656445

Rauchverbot: Schon am Samstag hielten sich alle dran
Von Christoph Landolt. Aktualisiert am 02.05.2010 11 Kommentare

Am Freitag Abend wollten sich viele das Rauchen noch nicht verbieten lassen. Einen Tag später war alles anders.

In der Nacht auf Samstag, als das Rauchverbot in Kraft getreten ist, wollten sich noch lange nicht alle daran halten. In vielen Bars und Restaurants wurde munter weiter gequalmt. Vielerorts verhehlten die Wirte selbst gegenüber den Medien nicht, dass sie das nunmehr verbotene Treiben noch länger dulden wollten. Am Tag danach scheint der blaue Dunst nun aber selbst in den ehemals verrauchtesten Lokalen Geschichte zu sein.

«Es ist den ganzen Abend lang nichts passiert»

Im «Nachtflug» im Niederdorf rauchte gestern Samstagabend niemand. «Und das, obwohl es regnet und man draussen nass würde», wie ein Besucher staunt. Er habe zwar zum ersten Mal einen «Barfurz» gerochen, aber das sei «schon ok».

Einzelne Gäste hätten nichts vom Rauchverbot gewusst und seien deshalb überrascht gewesen, meint Sarah vom «Nachtflug». Auch diese hätten sich aber an die Regel gehalten. «Es ist den ganzen Abend lang nichts passiert.»

Auch im «Schoffel», früher nicht gerade für frische Luft bekannt, war der Qualm am Samstag Abend weg. Zwei, drei Leute hätten jeweils vor der Tür geraucht, erzählt ein Gast. Drinnen aber sei das Rauchverbot strikt eingehalten worden.

Rauchverbot für Polizei «kein Thema»

Bei der Stadtpolizei Zürich seien nur sehr wenige Reklamationen wegen Rauchens eingegangen, erklärt Sprecherin Judith Hödl. Teilweise hätten Personen aber über Lärm vor den Beizen geklagt. «Kein grosses Thema» war das Rauchverbot in den ersten zwei Nächten auch für die Zürcher Kantonspolizei, wie Sprecherin Esther Surber bilanziert: «Entweder sind die Leute in der Übergangszeit tolerant. Oder aber die Gäste halten sich an das Rauchverbot.»

Im Terroir beim Schauspielhaus scheint Zweiteres der Fall zu sein. Lukas, ein ETH-Student der im Restaurant kellnert, hat am Samstagabend keinen einzigen Gast an das Rauchverbot erinnern müssen. «Im Gegenteil: Viele haben die frische Luft gelobt.»

Jannick, ein dreissigjähriger Zürcher, war gestern an einer WG-Party an der Hohlstrasse. «Rauchen war ausdrücklich erlaubt. Trotzdem haben alle im Freien geraucht – unglaublich!» Es sei, als ob sich bereits alle an das Rauchverbot gewöhnt hätten.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

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http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Erstes-Wochenende-ohne-Rauch-Es-war-himmlisch/story/14540014

Erstes Wochenende ohne Rauch: «Es war himmlisch»

Die grosse Mehrheit der befragten Leser von Tagesanzeiger.ch sind vom Rauchverbot begeistert. Eine Lobeshymne an den qualmfreien Ausgang.

Gross waren die Befürchtungen, dass man zwar nicht mehr unter dem Rauchgestank, dafür unter anderen schlechten Gerüchen wie Schweiss oder Flatulenzen zu leiden hätte. Doch scheinen sich diese Befürchtungen nicht zu bewahrheiten. Eine Umfrage bei den Lesern von Tagesanzeiger.ch zeigt, das erste Wochenende ohne Rauch war mehrheitlich ein Gedicht: «Es war himmlisch. Ich habe diesen Moment seit Jahren herbeigesehnt. Man muss die Kleider nicht in die Wäsche werfen, wenn man nach Hause kommt, nicht die Haare waschen, und Halsweh hat man auch nicht», kommentiert Thomas Meyer.

Und Thomas Müller schildert seine rauchfreien Erlebnisse so: «Sonntagvormittag in meinem Lieblingscafé. Das Lokal war gut besucht, die Kaffeemaschine presste fleissig heisses Wasser durch frischgemahlene Kaffeebohnen und verströmte einen feinen Duft von frischem Kaffee - welcher nicht von Rauch übertönt wurde! Ein herrlicher Geruch, mein schönster Cafébesuch ever!»

Es gab auch die, die aus Protest zu Hause blieben

Und auch Simon Sieber hat das qualmfreie Wochenende genossen: «Ich fühlte mich wie im Paradies auf Erden. Kein Gestank mehr, konnte auch sonst die viel zitierten strengen Gerüche nicht feststellen, obwohl ich ein feines Näschen hab. Ebenso hielten sich die Rauchpausen von Gesprächspartnern in Grenzen. Wollten die nichts verpassen? Oder lag es doch eher am kaltnassen Wetter? Das Abendessen ein Genuss, danach die volle Party und am Morgen danach kein Kopfweh.»

Auch wenn deutlich in der Unterzahl, sollen auch die Kritiker des Rauchverbots zu Wort kommen, wie Leserin Sabrina Maurer: «Rauchfreies Wochenende? Hatte ich nicht, bleibe lieber zu hause, wo ich noch Rauchen darf, wenn das Wetter es nicht erlaubt, im Ausgang draussen zu sitzen.»




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Schweiz - Sonderangebote nur in der Raucherlounge!
« Antwort #8 am: Juni 24, 2010, 22:47:15 Nachmittag »
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Diskriminierung-der-Nichtraucher-Im-Fumoir-kostet-das-Essen-weniger--/story/15714923

«Diskriminierung der Nichtraucher»: Im Fumoir kostet das Essen weniger

Von Stefan Häne. Aktualisiert am 18.06.2010 34 Kommentare

Ein Restaurant in Fällanden bietet auf seiner Speisekarte das Essen im Fumoir günstiger an als im Nichtraucher-Teil. Der Wirt sagt, ihm sei ein Fehler unterlaufen. Die Lungenliga ist verärgert.
Im Raucherbereich sind die Menus billiger. (Bild: PD)

Im Raucherbereich sind die Menus billiger. (Bild: PD)

.......... http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Diskriminierung-der-Nichtraucher-Im-Fumoir-kostet-das-Essen-weniger--/story/15714923


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Schweizer rauchen weniger
« Antwort #9 am: Oktober 08, 2010, 23:06:34 Nachmittag »

Schweizer rauchen weniger

Seit dem 1. Mai 2010 herrscht in der Schweiz in öffentlichen Räumen ein Rauchverbot. Die Einschränkung zeigt jetzt schon Wirkung: Die Tabakumsätze in der Schweiz gingen massiv zurück.

fkl / Quelle: news.ch / Mittwoch, 6. Oktober 2010 / 09:48 h

Seit der Einführung des landesweiten Rauchverbots in öffentlichen Räumen gingen die Tabakumsätze im Detailhandel monatlich um bis 9 Prozent zurück.
Eine parallele Entwicklung beobachtet die eidgenössische Zollverwaltung bei den Importen, wie «Radio 1» vermeldet.

Von Mai bis August 2010 seien die Importe von Tabakwaren um 12,8 Prozent zurückgegangen.

Schutz vor Passivrauchen

In der Schweiz gilt seit 1.5.2010 ...................... http://www.nachrichten.ch/detail/458880.htm


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Schweiz - Rauchverbote
« Antwort #10 am: November 19, 2010, 01:02:50 Vormittag »
04.11.10

http://www.baizer.ch/aktuell/index.cfm?EintragID=2527&md=akt&lvl=2

Wo gilt welches Rauchverbot?

Bundeslösung am meisten verbreitet...
   

In der Schweiz gibt es drei Arten von Rauchverboten in Gaststätten: Ein sehr strenge Variante, die nur unbediente Fumoirs erlaubt, sowie zwei etwas weniger strenge Verbote, die Ausnahmen für kleine, klar gekennzeichnete Raucherlokale und/oder bediente Fumoirs vorsehen.

Am meisten verbreitet ist klar die Bundeslösung. Elf Kantone verzichten auf nennenswerte Verschärfungen des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen: Aargau, Appenzell-Innerrhoden, Glarus, Jura, Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Thurgau, Zug. Sieben Kantone erlauben immerhin bediente Fumoirs: Appenzell-Ausserrhoden, Bern, Graubünden, Solothurn, Tessin, Uri und Zürich.

Nur gerade acht von 26 Kantonen kennen die strengste Variante, die als Ausnahme nur unbediente Fumoirs zulässt. Dabei handelt es sich um: Baselland, Basel-Stadt, Freiburg, Genf, Neuenburg, St. Gallen, Waadt, Wallis. Der Lungenliga geht selbst da noch zuwenig weit: Ihre eidgenössische Volksinitiative will das Rauchen an Einzelarbeitsplätzen verbieten!

Nicht nur in der Schweiz kommen unterschiedliche Nichtraucherschutzbestimmungen zur Anwendung. Doch auch in der EU herrscht kein einheitliches Rauchverbot, obwohl Tabakgegner immer wieder versuchen, diesen Eindruck zu erwecken.

Baden-Württemberg und zahlreiche andere deutsche Bundesländer kennen kleine Raucherbetriebe bis 75 Quadratmeter Grundfläche. In Österreich, Tschechien und Bulgarien gelten noch moderatere Regelungen. In Holland darf in Kleinbetrieben neuerdings wieder geraucht werden, wenn dort nur der Betriebsinhaber und seine Familienangehörigen arbeiten.

In Italien und verschiedenen anderen Ländern ist die Bedienung von Fumoirs zugelassen. Davon ist in den Medien leider nie die Rede. Und schliesslich gibt es noch Staaten wie Spanien oder Griechenland: Dort gibt es zwar Anti-Raucher-Gesetze, doch werden diese mehr oder weniger offen ignoriert. Durchsetzungsprobleme, wenn auch geringeren Ausmasses, sind auch in anderen Ländern bekannt.
   
     

EU-Kommission will ein rauchfreies Europa
   
     

Rauchverbot in Griechenland scheitert erneut
   
     

Rauchverbot zu Karneval aufgehoben


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Nichtrauchen ist cool, z.B. so, Herr (Gesundheits)Minister!
« Antwort #11 am: Januar 15, 2011, 22:15:44 Nachmittag »


Nichtrauchen ist cool, z.B. so, Herr (Gesundheits)Minister!

SEI COOL, RAUCHE NICHT! DER NEUE LEBENSSTIL?

http://physiochris.ch/blog/?p=1560


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Schweiz - NZZ: "SmokeFree"
« Antwort #12 am: Januar 15, 2011, 22:53:43 Nachmittag »

10. Januar 2011, 13:04, NZZ Online

Nichtrauchen ist «cool»

Bund startet neue Kampagne gegen Raucher

Pascal Strupler, der Chef des BAG, will im Kampf gegen das Rauchen nicht locker lassen.

Der Bund bedient sich in seiner neuen Kampagne gegen das Rauchen bei den «echten» Vorbildern. Mit dem Schlagwort «Smoke Free» soll das Nichtrauchen als «cool» angepriesen werden. Die Kampagne dauert bis 2012 und kostet fast 10 Millionen Franken.

(sda) Nichtrauchen soll als «cooler» Lebensstil etabliert werden. Mit dieser Zielsetzung hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag seine neue Tabakpräventionskampagne «SmokeFree» gestartet.
Nicht locker lassen

Wie BAG-Direktor Pascal Strupler vor den Medien deutlich machte, will das BAG auch unter seiner Leitung bei der Tabakprävention nicht locker lassen. Fahre man die Präventionsbemühungen zurück, steige der Tabakkonsum wieder an, sagte er.
Zahl der Raucher weiter senken

Dass die Kampagnen der letzten Jahre Erfolg hatten, lässt sich laut Strupler an den Statistiken ablesen. Zwischen 2001 und 2009 sank der Anteil der Raucherinnen und Raucher unter den 14- bis 65- Jährigen von 33 auf 27 Prozent. In der Alterskategorie der 14- bis 19-Jährigen sank der Anteil der Rauchenden im gleichen Zeitraum gar von 31 auf 22 Prozent.
Anzeige:

Es gebe aber Anzeichen, dass der Anteil der Rauchenden nun stagniere, sagte Kampagnenleiterin Ursula Koch vom BAG. Die neue Kampagne «SmokeFree» soll nun dafür sorgen, dass die Zahl der Raucher und Raucherinnen weiter zurückgeht. Gemäss dem Tabakpräventionsprogramm des Bundesrats soll der Raucheranteil in der Wohnbevölkerung auf 23 Prozent 2012 reduziert werden.
9000 Todesopfer jährlich

Jährlich fordert der Tabakkonsum in der Schweiz noch immer 9000 Todesopfer. So viele Raucher wie möglich sollen deshalb zum Ausstieg bewegt werden, sagte Strupler. Im Vordergrund stehe, die Gesundheit der Menschen zu verbessern. Es gehe aber auch um die Frage der Gesundheitskosten.
Effektive Prävention

Die Kampagne gegen das Rauchen gilt unter diesem Gesichtspunkt als effektiv. Laut Strupler konnte gemäss einer Studie aus dem letzten Jahr mit jedem für die Tabakprävention eingesetzten Franken ein «gesamtgesellschaftlicher Gewinn» von 41 Franken realisiert werden. Dieser besteht vor allem aus eingesparten Kosten für die Behandlung von tabakbedingten Krankheiten.

Die «SmokeFree»-Kampagne dauert bis 2012, kostet 9,8 Millionen Franken und bedient sich Werbekonzepten der Tabakindustrie. Mit dem Slogan «Keine Zigarette ist besser» soll Nichtrauchen als eigentliche Marke etabliert werden.

Die Marke heisst «SmokeFree» und kommt als leeres, blau-weisses Zigarettenpäckli daher. Vorteil dieser Marke sei, dass sie alle anderen Zigarettenmarken in den Schatten stelle, sagte Ursula Koch. Denn sie sei «Die einzige Zigarette ohne Gift» und die «Einzige Zigarette, die nicht schadet», sagte sie und zitierte damit andere Slogans der Kampagne.
Tabakindustrie kopieren

In der Auftaktphase werden ein Kinospot, Anzeigen, Plakate sowie eine Internet-Seite lanciert. Dabei soll – ganz im Stil echter Zigarettenmarken – das «SmokeFree»-Päckli etabliert werden. Auch in der zweiten Phase nutzt das BAG die Bildersprache der Tabakindustrie: In einem Spot tritt etwa der Abenteurer in der freien Natur auf, allerdings in einem rauchfreien Umfeld.

Die Kampagne wird auf Deutsch, Französisch und Italienisch gefahren. Um auch möglichst viele Migrantinnen und Migranten anzusprechen wird die Kampagne zum Teil auf Albanisch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Serbisch-Kroatisch-Bosnisch und Türkisch durchgeführt.

Copyright © Neue Zürcher Zeitung AG
Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von NZZ Online ist nicht gestattet.

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/schweiz_bund_nichtrauchen_kampagne_1.9048522.html

24 Leserkommentare:
    Kommentare lesen

Sam Pirelli (12. Januar 2011, 09:40)
Ein schlechter Witz

Den 10 Millionen für die Prävention stehen Tabaksteuereinnahmen von 2,2 Milliarden gegenüber. Raucher belasten die KK aufgrund der verkürzten Lebenserwartung um ein Viertel weniger, bei AHV und PK dürften sie über 50 Prozent billiger sein - was wir aber nie genau wissen werden, weil Prof. Claude Jeanreneaud, der für das BAG jeweils die Raucherstatistiken erstellt, seit 10 Jahren dazu verpflichtet ist, alle positiven Folgen der Raucherei aussen vor zu lassen. Niemand hat also ein ernsthaftes Interesse daran, dass wirklich grossflächig mit dem Rauchen aufgehört wird, es geht nur darum, den Boden für immer absurdere Preis- und damit Einnahmenerhöhungen zu bereiten.
Ich würde mich freuen, wenn endlich annähernd so viel Geld für die Aufklärung über reale Probleme wie Klimawandel und Luftverschmutzung ausgegeben und die Treibstoffe der gleichen Preisdynamik ausgesetzt würden.
Thomas Prosser (12. Januar 2011, 07:35)
Werbekampagne Überdenken.

Ich stiess am Sonntag im Zürcher Hauptbahnhof auf das Werbeplakat mit dieser "einzigen gesunden Zigarette". Mein erster Impuls auf das Plakat war: "Cool, wo gibts denn die zu kaufen???" NB: Ich bin Nichtraucher. Und normalerweise auch nicht besonders leichtgläubig... Aber ich habe Zweifel an der Wirksamkeit der Kampagne...
Simon Brenner (11. Januar 2011, 17:25)
@ Michael Forstner

"Rauchen (...) hat - im Unterschied zu Alkoholismus - noch die Komponente der direkten Schädigung anderer Personen"
Echt?!? Dann verweise ich aber auf Unfall- und Kriminalitätsstatistiken, die Alkohol ganz klar als einen der Hauptfaktoren nennen.
Im Gegenteil erstaunt es mich als Nichtraucher, mit welch missionarischem Eifer das Rauchen bekämpft wird, während in anderen Bereichen wohlwollend ein Auge zugedrückt wird...
Michael Forstner (11. Januar 2011, 12:43)
Bedrückend

Es ist bedrückend, wie fanatische Raucher Kampagnen gegen eine Sucht bekämpfen. Rauchen ist wegen des Suchtpotentials nicht mit Bewegungsmangel oder übermässigem Nahrungskonsum vergleichbar; es hat - im Unterschied zu Alkoholismus - noch die Komponente der direkten Schädigung anderer Personen. Gerade ist erst eine Studie des Inselspitals veröffentlicht worden, dass Passivrauchen bei Kindern zu einer bleibenden Erhöhung des Blutdrucks führen kann (dies nur als weiteres Risiko, zusätzlich zu den bekannten). Sich beim Rauchen auf Freiheitsrechte zu berufen ist widersinnig und nachgerade pervers.


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143 : 4 ! Rauchverbot im Kanton Bern bleibt bestehen
« Antwort #13 am: Februar 01, 2011, 22:26:37 Nachmittag »

Rauchverbot bleibt bestehen

Aktualisiert am 31.01.2011

http://www.derbund.ch/bern/Rauchverbot-bleibt-bestehen/story/31683849
 
Das Rauchverbot im Kanton Bern bleibt bestehen. Das Parlament hat am Montag einen Vorstoss von SVP-Grossrat Erich Hess in Schall und Rauch aufgehen lassen.

Der Vorstoss von Hess verlangte, die kantonale Regelung gegen das Passivrauchen aufzuheben.

Seit 2010 sei ein nationales Rauchverbot in Kraft, die wesentlich strengere kantonale Regelung sei deshalb unnötig und überflüssig, brachte Hess vor.

Im «Bären» oder «Rössli» werde auch weiterhin gejasst und Bier getrunken, einfach nicht mehr geraucht, betonte Hans Rudolf Feller (FDP/Steffisburg). Die Wirte und ihre Gäste hätten sich mit den neuen Gegebenheiten arrangiert.

Abschaffung «sinnlos»

Ausserdem habe das Rauchverbot habe den Vorteil, dass seine Frau nicht mehr riechen könne, ob er in der «Beiz» gewesen sei, meinte Hans Rudolf Feller (FDP/Steffisburg) nicht ganz ernsthaft.

Das Gesetz sei erst seit kurzem in Kraft, es mache überhaupt keinen Sinn, es nun schon wieder abschaffen zu wollen, war sich der Grosse Rat einig wie selten. Auch die Regierung lehnte den Vorstoss ab.

Lediglich vier Gefolgsleute vermochte Hess hinter sich zu scharen. 143 Parlamentarier stimmten gegen seine Forderung, drei enthielten sich.


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Schweiz - setzt Polizei zum Kontrollieren und Strafen ein
« Antwort #14 am: März 18, 2011, 12:21:37 Nachmittag »


Rauchverbot: erste Betriebe sanktioniert


Um die Gesetzgebung durchzusetzen und die Bevölkerung vor den schädlichen Folgen des Passivrauchens zu schützen, hat der Staatsrat bis heute vier Betriebe bestraft. Andere Verfahren sind noch nicht abgeschlossen.

Im Wallis ist das Rauchen in geschlossenen öffentlichen Räumen seit dem 1. Juli 2009 verboten. Trotz diesem seit dem 1. Mai 2010 auch schweizweit geltenden Verbot verstossen einige Walliser Betriebe regelmässig dagegen. Der Staatsrat bedauert, dass sich einige Betriebe nicht an die Regeln für den Schutz der Bevölkerung vor dem Passivrauchen halten. Er hat erste Sanktionen gegen vier Betriebsinhaber ausgesprochen, welche trotz wiederholter Kontrollen und Mahnungen entweder das Rauchverbot oder das Bedienverbot in den Raucherräumen verletzt haben. Die Busse beträgt 500 Franken, zusätzlich müssen die administrativen Kosten übernommen werden.


Leitfaden „Die Bevölkerung vor Passivrauchen schützen“


BM. Stöger, schauen Sie sich etwas ab!!!


Der Staatsrat begrüsst den Leitfaden „Die Bevölkerung vor Passivrauchen schützen“, der von der Konsultativkommission „Passivrauchen“ herausgegeben wird. Der Leitfaden bietet praktische Hilfe und erleichtert die Anwendung der Gesetzestexte.Die verschiedenen Gesetze können zu Unklarheiten führen. Darf bei einer privaten Familienfeier geraucht werden? Wie viele Quadratmeter darf ein Raucherraum umfassen? Wie sieht es mit Werbeplakaten aus? An wen kann ich mich bei Fragen wenden? Diese und weitere Fragen werden im Leitfaden beantwortet und die im Wallis geltende Gesetzgebung auf leicht verständliche Art und Weise vorgestellt. Der Leitfaden erklärt wo und wann das Rauchverbot gilt, zeigt auf, wie ein Raucherraum aussehen soll und welche Regeln darin gelten. Daneben wird das


Tabakwerbeverbot erklärt. Zudem sind die wichtigsten Kontaktstellen aufgeführt.
Warum nicht auch in Österreich?
Der Leitfaden erscheint auf deutsch und französisch und kann unter www.vs.ch/gesundheit herunter geladen werden. Er wurde an die Walliser Hotels und Restaurants, an die Gemeindeverwaltungen, an die Abgeordneten und Suppleanten des Grossen Rats sowie die Tourismusbüros und Fremdenverkehrsvereine verteilt.


Der Staatsrat hofft, mit der Broschüre die Betriebsinhaber und Gäste zu sensibilisieren, wie wichtig der Schutz vor Passivrauch für die öffentliche Gesundheit ist.


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