Autor Thema: Wie zeige ich an? Wie teuer ist das Rauchen für mich als Nichtraucher?  (Gelesen 4016 mal)

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Wie zeige ich an? Wie teuer ist das Rauchen für mich als Nichtraucher?
« am: April 05, 2010, 19:42:48 Nachmittag »




11/2013:
Die aktuelle Summe beträgt jetzt schon 610 Mill. Euro!



Das Institut für Höhere Studien (IHS)
hat indes berechnet,

dass die Gesundheitskosten durch Rauchen die Einnahmen der Tabaksteuer bei weitem übertreffen.

Der volkswirtschaftliche Schaden durch den blauen Dunst

beträgt 2009 demnach nach Abzug der Tabaksteuer-Einnahmen

                                  430 Millionen Euro pro Jahr.




Anmerkung:

Da hilft nur täglich anzeigen, möglichst viele Wirte, wie es Stöger von der Bevölkerung fordert,

am besten per Email laut:



http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=570.msg2202#msg2202

« Letzte Änderung: Dezember 06, 2013, 22:49:52 Nachmittag von admin »


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

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Hier auch eine "Bierdeckel-Rechnung", ähnlich wie der Radbeauftragte?
« Antwort #1 am: November 24, 2013, 18:43:23 Nachmittag »

Standpunkte: Cash Cow Sucht – aber wohin mit dem Geld?
Bringen Suchtkranke dem Finanzminister mehr Geld ein, als sie den Gesundheits- und Sozialminister kosten?

http://www.springermedizin.at/gesundheitspolitik/?full=37826

Die soeben veröffentlichte Studie „Soziale Folgekosten von Lust & Sucht in Österreich“ des Marktanalyse-Instituts Kreutzer Fischer & Partner (KFP) kommt zu dem Schluss, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von Alkohol und Zigaretten sowie die Abgaben aus dem Glücksspiel die volkswirtschaftlichen Kosten der damit zusammenhängenden Suchtkrankheiten sowie des Rauchens und der Drogenabhängigkeit bei Weitem übersteigen. Laut Berechnungen von KFP stehen jährlichen Kosten von 1,5 Milliarden – diese setzen sich aus medizinischen und sozialen Ausgaben, staatlichen Kosten und indirekten Kosten aus dem Produktivitätsverlust zusammen – Einnahmen von 2,2 Milliarden Euro gegenüber. Daraus lassen sich unterschiedliche Schlüsse ziehen. Einer könnte etwa die Frage aufwerfen, ob angesichts der fieberhaften Suche nach verlorenen Budgetmilliarden das vollmundige Bekenntnis der Regierungspartner nach Forcierung einer Präventionskultur nicht Gefahr läuft, im politischen Tagesgeschäft zum Lippenbekenntnis zu verkommen. Ein anderer Schluss könnte wiederum zur Versuchung Anlass geben, der Prävention zukünftig vielleicht doch mehr als die angekündigten 150 Millionen innerhalb der nächsten zehn Jahre aus diesem Überschuss zweckgebunden zur Verfügung zu stellen. Nun, es wird jedenfalls spannend zu beobachten sein, welche Schlüsse die nächste Bundesregierung daraus ziehen und welche politischen Handlungen sie daraus ableiten wird.

 
Return of Investment?
„Quantitative Fragestellungen haben die qualitativen in vielen Lebensbereichen verdrängt.“

Christoph Lagemann Leiter des Instituts Suchtprävention, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen ARGE Suchtvorbeugung

Die Frage nach den volkswirtschaftlichen Kosten und dem Nutzen von Nikotin, Alkohol & Co. wurde bereits mehrfach gestellt und beantwortet – mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die Fragestellung ist eine äußerst komplexe, möglicherweise zu komplex, um eine klare Antwort erwarten zu dürfen. Neben den hohen Folgekosten der Sucht gibt es auch monetäre Folgenutzen – ein im Rahmen der Beschaffungskriminalität gestohlenes Autoradio wird in der Regel vom Besitzer neu gekauft, der inhaftierte Straftäter muss beaufsichtigt und rehabilitiert werden ... Wie richtig also die kolportierten Zahlen sind, sei dahingestellt.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang finde ich die Tatsache, dass Kosten-/Nutzenberechnungen oft die einzigen Argumente sind, die in neoliberalen Zeiten wahr- und ernst genommen werden. Auch in der Prävention unterwerfen wir uns dem neuen Dogma und versuchen den „Return of Investment“ nachzuweisen, um die Politik von der Sinnhaftigkeit von Investitionen in die Vorbeugung zu überzeugen – mit bescheidenem Erfolg. Die Frage „Was bringt’s?“ existiert quasi nur mehr in einem monetären Zusammenhang. Quantitative Fragestellungen haben die qualitativen in vielen Lebensbereichen zunehmend verdrängt – bis hin zum Tod. Nicht die Frage, wie jemand gelebt hat, sondern wie alt er wurde, ist heute relevant. Doch „die messbare Seite der Welt ist nicht die Welt; sie ist die messbare Seite der Welt“ meint der deutsche Philosoph Martin Seel. Und so stelle ich mir – ganz altmodisch – ethische Fragen: Warum ist das Solidaritätsprinzip, dass sich die Gesunden um die (Sucht-)Kranken kümmern, für eine Gesellschaft wichtig? Muss sich eine Gesellschaft bemühen, das chronische Leiden, das mit Alkohol-, Nikotin- oder Glücksspielsucht für die Betroffenen und ihr Umfeld einhergeht, zu mindern und erst gar nicht entstehen zu lassen? Welchen Wert haben solche Bemühungen für uns alle und was sollten sie dem Staat wert sein? Ist es in Ordnung, dass der Staat viele Millionen aus dem Glücksspiel lukriert, aber nichts in die Glücksspielprävention investiert? Und so stelle ich mir Fragen über Fragen. Ganz altmodisch.

 
Nationale Suchtstrategie
„Die föderalistische Umsetzung treibt gerade im Sucht- und Drogenbereich extreme Blüten.“

Prof. Dr. Gabriele Fischer Leiterin der Drogenambulanz, Suchtforschung und Suchttherapie an der MedUni Wien, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie

Fundiertes Datenmaterial aus einer wissenschaftlich epidemiologischen Studie zur Prävalenz ist bislang für Österreich nicht vorhanden. Es schafft erst die Voraussetzung für einen effizienten Einsatz der finanziell beschränkten Ressourcen im Sinne einer nationalen Suchtstrategie. In Österreich gibt es keine reliablen Zahlen, höchstens Schätzungen, die zum Großteil auf zu geringen Stichproben beruhen. Die Prävalenz einzelner Suchterkrankungen ist vermutlich kaum höher als 0,6 Prozent, entsprechend große Stichproben müssen untersucht werden.

Die politische Verantwortung für Suchterkrankungen splittet sich in Österreich auf: Alkohol und Nikotin finden sich in einer Abteilung des Gesundheitsministeriums wieder, illegale Suchterkrankungen in einer anderen Abteilung, Spielsucht gar im Finanzministerium. Es wäre notwendig, alles zusammenzufassen und im Sektor „Mental Health“ anzusiedeln. Eine gesunde Person wird nicht suchtkrank, daher hat eine erfolgreiche Präventionsstrategie – respektive Therapielogarithmen – aus dem Bereich Mental Health generiert zu werden. 70 Prozent der Betroffenen haben psychiatrische Begleit- bzw. Primärerkrankungen.

In Zeiten knapper Gesundheitsbudgets haben öffentliche Gelder überprüfbar, effizient und internationalen Standards folgend eingesetzt zu werden – und zwar im Gesundheitsministerium beginnend mit der Etablierung einer nationalen Suchtstrategie für Österreich. Die föderalistische Umsetzung treibt gerade im Sucht- und Drogenbereich extreme Blüten. Obwohl internationale Standards für die Behandlung existieren, unterscheidet sich das Vorgehen in Österreichs Osten deutlich von dem im Westen. Zudem geht gegenwärtig ein wesentlicher Teil der Gelder durch Etablierung und Ausbau von Parallelstrukturen bei Personal und Verwaltung verloren, deren Vorgaben häufig mehr eminenz- als evidenzbasiert sind.

Die Suchterkrankung ist ein integraler Bestandteil der Psychiatrie und aufgrund der hohen indirekten Kosten – Beschäftigungslosigkeit, Krankenstände etc. – einer der teuersten. Daher sollten eine professionelle Umsetzung in die Hand von Experten und die Ressourcen in eine qualitätsgesicherte Prävention und Therapie gelegt werden.

 
Füllmaterial für Budgetloch
„Einnahmen und Ausgaben klaffen noch viel dramatischer auseinander als gedacht.“

Dr. Gert Wiegele Stellvertretender Obmann der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK)

Die Autoren einer Studie, die in Kooperation mit der Wiener Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie durchgeführt wurde, kommen zum Schluss, dass alle in Österreich unter Alkohol-, Tabak-, Spiel- oder Drogensucht leidenden Menschen zusammen der Gesellschaft deutlich weniger Kosten verursachen als bisher angenommen.

Man wird sich die Studie sicher noch im Detail ansehen müssen, aber aus volkswirtschaftlicher Sicht wäre das zweifellos eine gute Nachricht. Auch angesichts des von vielen Experten kritisierten Umstands, dass wir bei der Beurteilung der Suchtproblematik in Österreich mangels präziser Daten oft auf Schätzungen angewiesen sind, wäre die laut den Autoren durchgeführte Bereinigung um Komorbidität und Komortalität sicher ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber unabhängig davon klaffen die jährlichen Einnahmen aus Steuern und Abgaben auf Alkohol, Tabak und Glücksspiel einerseits und die Ausgaben für Suchtforschung und -prävention andererseits dramatisch auseinander. Der aktuellen Studie zufolge eben noch viel stärker als gedacht: Selbst nach Abzug der genannten Ausgaben lukriere die öffentliche Hand sage und schreibe 1,5 Milliarden Euro.

Es besteht wenig Hoffnung, dass in Zukunft ein nennenswerter Teil dieses eklatanten Überschusses – egal, wie hoch er nun tatsächlich ist – in die Suchtprävention und -forschung zurückfließt. Immerhin hat uns die Politik gerade erst ein beachtliches Budgetloch offenbart und sucht nun nach Füllmaterial. Wenn es sein muss, auch auf Kosten der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger, die nächste Wahl liegt ja in bequemer Ferne. Staatliche Spekulationen mit Steuerertrag aus Suchtmitteln sind jedenfalls zynisch angesichts des Leids, das nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch deren Familien trifft.

Übrigens: Unser noch amtierender Gesundheitsminister hat im Frühling angekündigt, dass über die nächsten zehn Jahre ganze 150 Millionen Euro für Prävention ausgegeben werden sollen. Auf ein Jahr gerechnet wäre das gerade einmal ein Hundertstel jenes hier diskutierten staatlichen „Reingewinns“ aus Alkohol, Tabak und Glücksspiel.

V. Weilguni, Ärzte Woche 47/2013
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    Ein Volk ist so reich, wie es gesund ist! Birgit Kübler, 22.11.2013 um 13:12:

    „Den wahren Wert eines gesunden Menschenlebens läßt sich nicht mit der Höhe einer Geldsumme vergleichen. Welchen Wert hat ein Elternhaus, in welchem Tabak, Alkohol und die Spielsucht regieren? Wenn man Ihren Artikel "Das fetale Tabaksyndrom" gelesen hat, weiß man, wie viel Glück Kinder nichtrauchender Eltern haben. Dieses Glück ist nicht käuflich, es ist unbezahlbar! Gesundheit kann man nicht kaufen, aber indem man die Finger von den Alltagsdrogen, Tabak und Alkohol, und sein Geld nicht für Spielsucht verschwendet, kann jeder einzelne zu einem wertvolleren Leben beitragen. Dabei bleibt mehr Geld auf dem Sparkonto, womit man dann Sinnvolles tun kann.

    Ich gebe zu, daß ich über dieses Rechenbeispiel in Ihrem Artikel mehr als entsetzt bin. So einfach ist es nicht. Die ökologischen Folgen des Tabakkonsums haben diese Rechenkünstler beispielsweise nicht mitberücksichtigt. Googeln Sie bitte mit dem Begriff "45 Minuten die Philip Morris Story"! Die Kinder, die auf den Tabakplantagen als Sklaven mißbraucht werden, weil sie als Tabakpflücker schuften müssen, nehmen so viel Nikotin täglich auf, als würden sie täglich 50 Zigaretten rauchen, denn ihnen werden keine Schutzkleidung zur Verfügung gestellt. Für Schule und Bildung bleibt keine Zeit. Welch ein Verlust!

    Für mich hat der Friede einen sehr hohen Wert. Ich beende meinen Kommentar mit einem Zitat von Buddha: "Den höchstens Frieden findet der, der schützt, was atmet, schützt, was lebt!" Deshalb sollte man nicht die Lebensgrundlagen verseuchen.

    Und meiner Meinung nach gibt es keine größere und wertvollere Kultur, als Kinder und Jugendliche vor Schaden zu bewahren. Dazu bedarf es des glaubwürdigen Beispiels seitens der Erwachsenen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Birgit Kübler“

   
Sehr geerte Frau Kübler!
 
Bzgl.:  Subject: Österreich: Bringen Suchtkranke dem Finanzminister mehr Geld ein, als sie den Gesundheits- und Sozialminister kosten?
 
Was ist der Mensch eigentlich noch wert? Genau genommen nichts.
Es geht nur noch um diesen sch.... Profit. Dafür wird billigend in Kauf genommen, dass Menschen leiden, erkranken, sich quälen und schlussendlich gar sterben. Mir fehlen immer wieder die Worte und das Einzige worauf ich noch hoffe ist, dass es ein Leben nach diesem irdischen hier gibt und genau diese Tötungsmaschinen/Täter zumindest dann für diesen Irrsinn und den von Ihnen angerichteten Schaden zur Rechenschaft gezogen werden oder büßen müssen. Und die Ewigkeit ist dauerhaft!
 
Wenn ich allein meine Wohnsituation nehme. Es ist Mord auf Raten! Und nirgendwo bekomme ich Recht. Im Gegenteil, ich werde hingestellt als hätte ich nicht alle Tassen im Schrank. Und weshalb, weil dieser Vermieter mit seiner Vermietungspolitik (hatte mehrfach darüber berichtet) einen enormen Profit für sich dabei heraus schlägt. Er ist allein durch die Vermietung von an die 100 Wohnungen an Sozialhilfeempfänger (statistisch belegt ist, dass davon der größte Anteil raucht) in nur wenigen Jahren Millionär geworden. Und genau dieser Mensch stellt sich dann noch als sozial hin, weil er doch diesem Klientel zu Wohnraum verhilft. Als Sozialpädagogin, die diese Problematik derartiger Großvermieter zur Genüge kennt, könnte ich nur noch schreien!

Da wird auch in Kauf genommen, dass ein Mensch wie ich hier langsam aber sicher vergiftet. Wahrscheinlich freut er sich noch darüber, denn dann kann er denlich eine Person vom Amt hier reinsetzen, worauf er schon lange hofft. Besser noch, da es sich um eine 3-Zimmer-Whg. handelt gleich mehrere. Das bringt noch mehr Geld.
Interessant ist aber wie dieser Vermieter mit seiner Familie lebt. Am Stadtrand im Grünen, schönes Haus ohne derartige Qualmer in seinem unmittelbaren Umfeld,  Nichtraucher, gesundheitsbewusst, alles vom Feinsten....  Interessant, interessant.
 
Ich erinnere nur an folgende Sätze:
"Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.“   oder auch  „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“
 
Mit freundlichen Grüßen,
Jung

jung500@freenet.de



Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351