Autor Thema: "Die" Wiener Kaffeesieder - die nennen sich wirklich so, nur in Wien  (Gelesen 5631 mal)

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"Die" Wiener Kaffeesieder - die nennen sich wirklich so, nur in Wien
« am: März 17, 2010, 02:25:50 Vormittag »

http://kurier.at/nachrichten/wien/1986654.php

Zug um Zug zum Rauchverbot

Der Obmann der Kaffeesieder stellt ein generelles Rauchverbot in den Raum. Die Branche ist verwirrt und holt tief Luft.

Berndt Querfeld, oberster Kaffeesieder Wiens: „Entweder wir bekennen uns zum Tabakgesetz, oder wir akzeptieren ein Rauchverbot“

Abdämpfen oder weiterqualmen? Diese entscheidende Frage will Berndt Querfeld, zukünftiger Obmann des Wiener Kaffeehaus-Gewerbes und Chef des Café Landtmann seinen Kollegen via Abstimmung stellen. In der Branche herrscht Verwirrung. 2200 Wiener Kaffeesieder sollen über ihre Zukunft selbst entscheiden können.

Neo-Kammerfunktionär Querfeld erklärt diesen unerwarteten Vorstoß: "Entweder wir bekennen uns endlich zum aktuellen Tabakgesetz mit den vorgeschriebenen Umbauten, oder wir entscheiden uns für ein generelles Rauchverbot in den Kaffeehäusern."

Mutiger Zug

Dieser mutige Zug basiert auf wirtschaftlichen Grundgedanken. Denn Querfeld befürchtet eine Selbstzerfleischung der Branche: "Es kann und wird untereinander zu Vernaderung, Neid und Missgunst kommen. Denn Lokale unter 50 Quadratmeter dürfen rauchen lassen, darüber muss teuer umgebaut werden. Das schafft böses Blut."

Zur Erklärung: Lokale über 50 Quadratmeter müssen mit 1. Juli die Hälfte der Fläche als Nichtraucherräume anbieten. Wohlgemerkt durch eine Mauer getrennt.

Viele Wiener Kaffeehäuser sind durch Raumhöhen und Grundrisse so angelegt, dass ein Umbau extrem teuer kommt. Mit 10.000 Euro ist man noch auf der billigen Seite. "Ich kann mir vorstellen, dass viele Kollegen aus Verzweiflung und Resignation ein Rauchverbot bevorzugen würden", so Querfeld. Nachsatz: "Wenn gleiches Recht für alle gilt, ist die Konkurrenz-Verzerrung kein Thema mehr."

Querfeld kritisiert auch die Bundesregierung: "Es muss endlich zugegeben werden, dass zehn Prozent der heimischen Gastronomen durch die teuren Umbauten gefährdet sind."

Dieses Argument interessiert Gesundheitsminister Alois Stöger wenig: "Kaffeehausbesitzer, Wirte und Gastronomen sind gut beraten sich an der Mehrheit der Bevölkerung zu orientieren. Und die Mehrheit der Österreicher sind Nichtraucher." 

Zusperren

Stefan Gergely, Szenewirt in Wien-Margareten lässt seinen Silberwirt gerade mit einer Glaswand und Schiebetüre um 8000 Euro umbauen: "Ich will kein rauchfreies Lokal. Und ich verstehe das Gezeter nicht. Wer kein Geld hat, soll zusperren." Gergely kritisiert Querfeld scharf: "Diese Idee der Abstimmung ist ein Schmarrn. Und aus dem Passivrauchen wird eine Epidemie konstruiert." Der erfolgreiche Gastronom fordert die Behörden auf, vehement zu strafen: "Nach der Übergangsfrist, also ab 1. Juli, muss sofort kontrolliert und gestraft werden. Viele Wirte kennen das Tabakgesetz noch gar nicht. Wir sind von Ignoranten umzingelt."

Artikel vom 16.03.2010 16:10 | KURIER | Michael Berger


Anm.: Warum erst nach dem 1.7.10? Das Gesetz gilt seit 1.1.2009, warum eineinhalb Jahre Schonfrist
beim tödlichen Tabakrauch, Strafen bis 2.000.- und bei der Wiederholung 10.000.--!



Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

Gesunde Luft

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"Die" Wiener Kaffeesieder - sie sind sich untereinander nichtn mal einig!
« Antwort #1 am: März 21, 2010, 14:00:05 Nachmittag »

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3902&Alias=wzo&cob=478345

Neue Initiative beim Rauchverbot
Berndt Querfeld: Neuer Kaffeesieder-Obmann. Foto: wk

Berndt Querfeld: Neuer Kaffeesieder-Obmann. Foto: wk

Von Nina Flori

Aufzählung Neo-Obmann der Kaffeesieder startet große Umfrage.
Aufzählung Ergebnisse im April erwartet.

Wien. "Das einzige Thema, das die Wiener Kaffeesieder zurzeit beschäftigt, ist das Rauchen", sagt der neue Wiener Kaffeesieder-Obmann und Landtmann-Geschäftsführer Berndt Querfeld im Gespräch mit der "Wiener Zeitung".

Um herauszufinden, welche Meinungen die 3200 Wiener Kaffeesieder zum Thema Rauchen vertreten, will Querfeldt Anfang April eine Umfrage starten. "Wir müssen gemeinsam schauen, was die Wiener Gastronomie für Sorgen hat", so der Obmann. Denn ab 1. Juli müssen alle Lokale in einen Raucher- und einen Nichtraucherbereich unterteilt sein. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur Lokale mit einer Fläche von weniger als 50 Quadratmetern, in welchen der Unternehmer selbst entscheiden kann, ob geraucht werden darf oder nicht. "Allein dieser Umstand führt ja schon zu einer großen Wettbewerbsverzerrung", erklärt Querfeld.

Kein Geld für Umbau

"Für einen Sieder, der 300 Euro Tagesumsatz hat, ist eine Investition von 5000 Euro halt einfach nicht drinnen. Wer also nur 49 Quadratmeter hat, zählt zu den Glücklichen, die nichts machen müssen." Eine Lösungs-Variante, die auch Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) den Kaffeehausbesitzern erst kürzlich nahegelegt hatte, ist die Umstellung auf ein generelles Rauchverbot.

Es gebe auch Cafés, etwa das Café Griensteindl oder das Mozart, für die das generelle Rauchverbot keinen Kundenverlust mit sich brächte, erklärt Querfeldt. "Sie funktionieren aber aufgrund der guten Lage und wegen des Bekanntheitsgrades." Diese Cafés seien allerdings in der Minderheit. "Viele Betriebe abseits der Innenstadt leben von Stammgästen, die rauchen wollen." Wenn dort keine räumliche Trennung vorgenommen werden könne, blieben den Besitzern nur zwei Möglichkeiten: Durch ein generelles Rauchverbot einen gar existenzbedrohlichen Umsatzrückgang zu riskieren oder beim "Weiter-rauchen-lassen" hohe Strafen zu kassieren.

"Das Ende der Übergangsfrist rückt immer näher, 65 Prozent der Betriebe sind darauf aber nicht vorbereitet", konstatiert Querfeldt. Die Umfrage soll nun erheben, welche Lösungen die Sieder selbst für gut erachten, und bereits getätigte Investitionen erfassen. "Vielleicht kann man sich so auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Sonst kommt es noch soweit, dass die Sieder aus Neid und Missgunst beginnen, selbst Sheriff zu spielen und sich gegenseitig anzeigen. Und das wäre nicht schön", so der Obmann.

Printausgabe vom Samstag, 13. März 2010
Online seit: Freitag, 12. März 2010 18:56:00

Gesunde Luft

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SPÖ: Vorsitz bei den Gastros der WKO - Wien
« Antwort #2 am: März 29, 2010, 14:19:08 Nachmittag »
Da sind wir aber gespannt auf seine weiteren Aussendung,
"Stöger-like", oder ....?



Gastronomie/Personalia/Karriere/Pressekonferenz/Wien/Termin
2010-03-29 / 10:33:23 / Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien
Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien: Einladung zur PK des neuen Vorsitzenden der Fachgruppe Gastronomie Willy Turecek
 

Utl.: SWV-Turecek und Martina Haslinger sprechen über Neuerungen in der Interessensvertretung

   Wien (OTS) - Zum ersten Mal in der Geschichte der
Wirtschaftskammer gibt es einen sozialdemokratischen Vorsitzenden der
Fachgruppe Gastronomie in Wien. Willy Turecek
und seinem Team vom
Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Wien ist es erstmals
gelungen, die prestigeträchtige Fachgruppe der Gastronomie zu
erobern. Gemeinsam mit Martina  Haslinger, Stellvertretende
Vorsitzende der Fachgruppe Gastronomie, präsentiert Turecek sein
Programm der Öffentlichkeit:
Die MedienvertreterInnen sind herzlich eingeladen!
~
Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien: Einladung zur PK des
neuen Vorsitzenden der Fachgruppe Gastronomie Willy Turecek

 Datum:   31.3.2010, um 10:00 Uhr
 Ort:     SWV Wien
          Mariahilferstraße 32/1. Stock, 1070 Wien

~
Rückfragehinweis:
   Mag. Marion Enzi
   Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
   Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband
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