Autor Thema: Deutschland: Wer rauchen will, kann doch raus gehen, oder?  (Gelesen 12954 mal)

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Deutschland: Wer rauchen will, kann doch raus gehen, oder?
« am: März 15, 2010, 00:28:52 Vormittag »

 
06. März 2010  | Von Marius Blume und Wulf-Ingo Gilbert (Fotos)

Nachgefragt in Groß-Gerau: Was halten Sie von der Lockerung des Rauchverbots?

In kleinen Kneipen, Diskotheken und in geschlossener Gesellschaft darf wieder geraucht werden. Der Hessische Landtag hat in dieser Woche mit den Stimmen von CDU und FDP eine entsprechende Änderung des Nichtrauchergesetzes verabschiedet. Was sie davon halten, dass das noch junge Rauchverbot für die Gastronomie wieder eingeschränkt wird, haben wir Passanten in Groß-Gerau gefragt.

,,Wenn drinnen geraucht wird, geh ich weg", sagt Georg Lebek (80) entschieden. ,,Es war sehr angenehm, durch das Rauchverbot weniger vom Qualm belästigt zu sein." Lebek bedauert, dass es nun schon wieder eingeschränkt wird in Hessen. Er selbst ließ stets die Finger vom Glimmstengel. ,,Ich bedaure jeden, der meint, mit dem Rauchen oder Alkohol trinken anfangen zu müssen."
| Vergrößern |
Christina Haupt

Auch Gudrun Schupp (56) hält nichts von der Aufweichung des Gesetzes. ,,Wer in der Kneipe rauchen möchte, kann doch raus gehen." Ihre zwei Bürokollegen sind ,,Kettenraucher" und kommen zu Schupps Bedauern nicht auf diese Idee. Sie sagt aber: ,,Ich habe nichts gegen Raucher, mein Sohn raucht auch. Bloß gerade beim Essen brauche ich das nicht."

Mirsat Fehatovic (27), der mit Frau und Kind auf einer Bank am Marktplatz Sonne tankt, hat 2003 mit dem Rauchen aufgehört - unter anderem, um wieder mehr Puste beim Sport zu haben. ,,Mich hat auch schon früher, wenn mehrere Leute auf engem Raum rauchten, der Qualm gestört. Der ist ja schließlich ätzend." Er versteht die wirtschaftlichen Erwägungen, die Kneipen- und Diskothekenbetreiber erfolgreich protestieren ließen. ,,Trotzdem hätte man am Rauchverbot festhalten sollen."

Das hätte sich auch Gisela Leissler (66) gewünscht, denn anders gehe es nicht. ,,Mit Vernunft sind Raucher nicht von ihrer Zigarette abzubringen", ist ihre Meinung. Schuld daran, dass im Landtag nun zurückgerudert wurde, seien die Lobbyisten.

In Italien, der Heimat von Rino Dapor (55), bleibt die Politik hart. Dort herrscht uneingeschränktes Rauchverbot in der Gastronomie. ,,Raucher sitzen entweder schon draußen oder gehen eben für die Zigarettenpause vor die Tür." Er selbst raucht seit Jahrzehnten und wird es weiterhin tun. ,,Ich habe aber kein Problem mit dem Verbot."

Daniela Löhnert (28) ist mit dem Kinderwagen unterwegs. ,,Die Nichtraucher sind immer benachteiligt", ärgert sie sich. ,,Ich war selbst Raucherin, aber heute stört mich der Qualm." Für Werner Geiser (73) ist der zwar kein Problem. Aber auch er ist seit einigen Jahren Nichtraucher. ,,Das nimmt immer mehr zu. Bei unserem Stammtisch gibt es inzwischen nur noch einen Raucher. Der geht dann halt raus, findet das aber gar nicht lustig." Wie es mit der Gesetzeslage weitergeht, wagt er nicht zu beurteilen. ,,In der Poltik kann in einem Jahr schon wieder alles anders sein."

Jacqueline (16) und Christina Haupt (44) wünschen sich das Rauchverbot zurück. ,,Ich versuche, mit meinen Kindern nicht da hinzugehen, wo geraucht wird", sagt die Mutter. ,,Die Augen tränen, die Klamotten stinken." Das findet auch Jacqueline furchtbar.


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Deutschland: Rauchverbot, die Gastros haben mehr Gewinn!
« Antwort #1 am: April 05, 2010, 18:11:28 Nachmittag »
Kneipensterben? Das Rauchverbot enttäuscht seine Kritiker

Falls das Rauchen in Deutschlands Kneipen gesetzlich verboten wird, wie es eine wachsende Zahl von Parlamentariern fordert, stehe die Gastronomie vor "erheblichen Umsatzeinbußen". Das sagte unlängst Ingrid Hartges, die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). "Gaststätten befürchten Jobverluste und Pleitewelle", lautete denn auch der Tenor vieler Schlagzeilen in der vergangenen Woche. Die ökonomischen Realitäten sehen jedoch laut Experten anders aus, als es die Warnungen vor einem bevorstehenden Kneipensterben erwarten lassen.

Die präzisesten Zahlen über die Umsatzentwicklung in der rauchfreien Gastronomie gibt es in den USA. Kalifornien war der erste Bundesstaat, der die Zigaretten 1995 aus den Restaurants und 1998 aus den Bars verbannte. Legt man die Daten der Finanzämter zugrunde, dann sind die Umsätze in beiden Branchensegmenten nach Inkrafttreten des Rauchverbots gestiegen und nicht gesunken. Das weist eine Langzeitstudie nach, die 2005 in der Fachzeitschrift Health Economics publiziert worden ist. Die Autoren der Studie, David Cowling und Philip Bond, führen die steigenden Umsätze darauf zurück, dass sich mehr Gäste länger als zuvor in den rauchfreien Kneipen aufhalten.

Vorreiter Irland

Denselben Trend dokumentiert eine Untersuchung des New York City Department of Finance. Im April 2003 hatte Bürgermeister Michael Bloomberg den Zigarettenkonsum in den Bars und Restaurants der Millionenmetropole untersagt. In den folgenden zwölf Monaten erhöhten sich die Steuereinnahmen aus dem New Yorker Gaststättenbereich im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 Prozent. Auch bei der Zahl der gastronomischen Betriebe und der Beschäftigten gab es saisonbereinigt einen deutlichen Anstieg.

In Europa war Irland der erste Staat, der dem amerikanischen Beispiel folgte und den blauen Dunst aus den Kneipen verbannt hat. Nach Inkrafttreten des Gesetzes im März 2004 hatten Vertreter der irischen Gastronomiebranche über Einnahmeverluste von bis zu 25 Prozent geklagt. Tatsächlich waren die Umsätze im Gastgewerbe schon in den Jahren zuvor aufgrund steigender Bierpreise leicht zurückgegangen. Im Jahr 2005 haben sie sich laut Angaben des nationalen Statistikamtes wieder stabilisiert. "Ich kann Ihnen versichern, dass in Irland kein einziger Pub wegen finanzieller Verluste durch das Rauchverbot schließen musste", sagte der irische Premierminister Bertie Ahern vor zwei Wochen zum Auftakt der 13. Weltkonferenz für Tabakkontrolle in Washington.

Kein Trend zum "Homing"

Was den weltweiten Trend zur rauchfreien Gastronomie betrifft, stellen die skandinavischen Länder einen klimatischen Härtetest dar. Hier ist es im Jahresdurchschnitt sehr viel kälter und regnerischer als beispielsweise in Italien, wo die Raucher seit Einführung des Rauchverbots im Januar 2005 ohne Murren vor die Tür gehen. In Norwegen hatten viele Gastwirte befürchtet, die Raucher könnten ihr Bier zu Hause trinken, wenn sie in der Kneipe nicht mehr rauchen dürften. Das hätte dann zu einer Verlagerung des Bierverkaufs in die Supermärkte geführt.

Tatsächlich hat es nach Einführung des Rauchverbots im Juni 2004 keinen verstärkten Trend zum so genannten "Homing" gegeben, wie eine aktuelle Studie des Osloer Instituts für Alkohol- und Drogenforschung (Sirus) nachweist. Zwar sind die Umsätze in der norwegischen Gastronomie in den folgenden zwölf Monaten um 0,8 Prozent zurückgegangen. Dieser minimale Rückgang sei aber eher darauf zurückzuführen, dass es im Sommer zuvor wesentlich weniger geregnet habe, so Sirus-Forscher Karl Erik Lund.

Bislang deuten ausschließlich Studien, die von der Tabakindustrie finanziert wurden, auf massive Umsatzeinbußen infolge von Rauchverboten hin. Diese Erhebungen stützen sich allerdings nicht auf harte Daten wie die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen oder die der Schanklizenzen, sondern auf Meinungsumfragen.

Positive Auswirkungen vor allem im Tourismus

Über die neueste Studie dieser Art berichtete jüngst die Bild-Zeitung. Das Bielefelder Emnid-Institut hatte im Auftrag des Tabakunternehmens Reemtsma 300 Gastwirte danach befragt, wie sich ein Rauchverbot auf ihr Geschäft auswirken könnte. 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mit sinkenden Umsätzen rechnen. Ein Drittel rechnete sogar mit Personalabbau. Wenn man bedenkt, wie hartnäckig Vertreter der Tabakindustrie und Funktionäre des Dehoga seit langem behaupten, ein Rauchverbot käme einem "Dolchstoß" für die Gastronomie gleich, ist es erstaunlich, dass 40 Prozent der Gastwirte offenbar keine Angst vor Einnahmeverlusten haben.

Zu den Politikern, die derartige Meinungsumfragen ernster nehmen als Wirtschaftsdaten, gehört der FDP-Bundestagabgeordnete Ernst Burgbacher. Als er von den Ergebnissen der Emnid-Studie hörte, ging Burgbacher mit einer Pressemitteilung zu den Folgen von Rauchverboten an die Öffentlichkeit. Darin interpretiert er das Ergebnis der Meinungsforscher - 60 Prozent der heimischen Gastwirte rechnen mit Umsatzeinbußen - auf recht eigenwillige Weise: "Mit einem gesetzlichen Rauchverbot in Gaststätten drohen Umsatzeinbußen von bis zu 60 Prozent für die heimischen Gastwirte."

Es ist bemerkenswert, dass diese Zahl ausgerechnet vom tourismuspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion in die Welt gesetzt wird. Denn der Tourismus gehört zu den Sektoren, in denen sich eine rauchfreie Gastronomie nachweislich positiv auswirkt. Die neuesten Studien hierzu wurden jüngst im Bericht des Surgeon General - des obersten US-Gesundheitsschützers - veröffentlicht.


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Deutschland: Zigaretten und Rauchen ab 18, in Ö. ab 16 (14?)!
« Antwort #3 am: April 10, 2010, 20:35:08 Nachmittag »


In Deutschland dürfen an Jugendliche unter 18 keine Tabakwaren abgegeben werden
und das Rauchen in der Öffentlichkeit darf ihnen auch nicht gestattet werden.

Siehe folgenden Link, § 10:

http://www.buzer.de/gesetz/2319/b6480.htm


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Gesunde Luft

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Deutschland: Rauchverbote senken Zigarettenkonsum
« Antwort #4 am: April 13, 2010, 01:51:04 Vormittag »


Rauchverbot
Rauchverbote senken Zigarettenkonsum

Südbaden. Die seit 2007 eingeführten Rauchverbote in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden haben besonders den Nikotinkonsum von denjenigen reduziert, die häufig ausgehen.

http://mittelfranken.business-on.de/rauchverbot-zigarettenkonsum-nikotinkonsum-raucherraeume-rauchen-rauchverbote-_id12247.html

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Deutschland: auch hier geht`s rund, in 3 Monaten bzw. jetzt schon
« Antwort #5 am: April 14, 2010, 01:37:36 Vormittag »



Zwischen den Gegnern qualmt's

13. April 2010, 04:00 Uhr

Showdown im Rauchverbots-Streit naht: Am 4. Juli stimmen die Bayern ab

Der Tag der Entscheidung naht unaufhaltsam. Knapp drei Monate sind es noch bis zum Volksentscheid über ein komplettes Rauchverbot in Bayern - und schon jetzt rüsten sich die Raucher- und die Nichtraucher-Fraktion für das alles entscheidende Gefecht. Denn am 4. Juli dürfen alle Bürger im Freistaat darüber abstimmen, ob es künftig ein ausnahmsloses Rauchverbot in Wirtshäusern und Bierzelten geben soll.
..............

http://www.welt.de/die-welt/regionales/article7158590/Zwischen-den-Gegnern-qualmts.html



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Deutschland: Zig.! Kommentar: wer braucht so einen Artikel?
« Antwort #6 am: April 16, 2010, 02:13:20 Vormittag »

http://www.zeit.de/2010/16/A-Rauchverbot?page=2

Der Nikotinkrieg

Zigaretten waren billig. In Zeiten großen Mangels dienten sie hingegen als Ersatzwährung. Manchmal waren sie sogar wertvoller als Gold: Im Sammellager Drancy bei Paris kostete in der Zeit der Nazi-Besetzung eine Zigarette 150 Franc. Deportationsopfer kauften sich, bevor sie in die Waggons nach Auschwitz gepfercht wurden, für zehn Franc einen einzigen Zug aus einer Zigarette. »Zehn Franc«, erinnert sich Denise Aimé, »für einen letzten Zug der Freiheit und der Träume.«

Nein, eine Zigarette ist mehr als nur ein mit fermentiertem, getrocknetem und gehäckseltem Tabak gefülltes Röllchen. Mehr als der Hauptinhaltsstoff, das Nervengift Nikotin, das binnen sieben Sekunden ins Gehirn schießt und dort eine verstärkte Ausschüttung des Hormons Adrenalin sowie der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin anregt. Sie ist eine Droge mit enormem Suchtpotenzial. Nur Alkohol gilt unter den legalen Rauschmitteln als gefährlicher.

Nikotin ist ein universelles Suchtmittel, das die kulturellen Unterschiede der Völker zu einem betörenden Massenritual nivelliert. Die Müden, Verzagten werden erquickt. Die Gestressten, Verängstigten entspannt. Bis zum frühen Tod. Dennoch sind alle Kreuzzüge gegen den blauen Dunst gescheitert. Und das nicht, weil die Gerechten keine überzeugenden Argumente hätten, sondern weil Eskapismus und Grenzüberschreitung Teil der menschlichen Existenz sind.

Tabakgenuss passt nicht in eine effiziente Leistungsgesellschaft

Die moderne Raucherjagd ist das Produkt einer Wohlstandsgesellschaft, in der das Riskante und das Unvorhersehbare unter Generalverdacht stehen. Sicherheit ist der Schlüsselbegriff der Zeit. Aus Abenteuer wird Event-Kultur. Der mit zehn Airbags bewehrte Wagen, die ausgeklügelte Alarmanlage, der Ortungs-Chip an Flockis Halsband. Ein Renegat, wer mit Anfang 30 noch keine private Pensionsvorsorge abgeschlossen hat. Für eine Leistungsgesellschaft, die sich darauf verständigt hat, Lebensabläufe zu optimieren und die Menschen zu perfekt schnurrenden Ich-AGs auszubauen, ist der Raucher ein unkalkulierbares Risiko. Ein irrlichternder Selbstzerstörer. Faul obendrein. Wer sich während der Arbeit drei Mal täglich für die Zeit einer Zigarettenlänge aus dem Getriebe fortstehle, verringere seine Lebensarbeitszeit um ein Jahr, rechnen Betriebswirte vor.

Zeit unproduktiv verrinnen zu lassen will nicht in eine Dekade passen, in der, einer Managerregel folgend, alles ökonomischen »Sinn machen« soll. Bezeichnenderweise waren es die Dichter und Schriftsteller – diese seit je grundverdächtigen Querköpfe –, die über den Zauber (oder das Unglück) des Tabakgenusses nachgrübelten oder ihre Romanhelden über die Sucht sinnieren ließen. »Ich verstehe nicht, wie jemand nicht rauchen kann, – er bringt sich doch um des Lebens bestes Teil und jedenfalls um ein ganz eminentes Vergnügen!«, sagt Hans Castorp in Thomas Manns Zauberberg . Als Quell der Inspiration wollten Intellektuelle den Tabak nicht missen. Robert Musil meinte: »Ich behandle das Leben als etwas Unangenehmes, über das man durch Rauchen hinwegkommen kann.« Und Anton Wildgans gestand: »Schreiben, dichten, arbeiten ohne Rauchen? Unmöglich!«

Der Dichter Théodore de Banville, Schöpfer des Begriffs l’art pour l’art, erblickte gar das Menschenideal der Belle Époque in einem Zigaretten-Dandy. »Ist es nicht ein wunderschönes Dandytum, sein Leben an eine grausame, unersättliche und vollkommen nutzlose Leidenschaft hinzugeben?«, fragte der Poet, der mit der Figur des schicken Beau nicht zuletzt die elegante Ästhetik des Rauchens verband. Erst die Art, mit der er mit galanter Geste eine Zigarette aus dem Etui zieht, macht einen Gentleman zum Dandy, dem Männerideal der Epoche. Besser als tausend Worte charakterisiert die Zeichensprache des Rauchens ein Gegenüber.
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Schlagworte
Nichtraucherschutz | Rauchverbot | Österreich

Wie einer den Glimmstängel an die Lippen führt, ob er die Kippe nervös zwischen den Fingerspitzen dreht oder schützend vor den Oberkörper hält, wie er gierig am Filter saugt oder die Zigarettenglut im Aschenbecher spielerisch zu einem Kegel formt, die Zigarette liefert ein Fülle an Signalen: panische, erotische, behagliche. Ein Repertoire, aus dem sich die Drehbuchautoren der Traumfabrik stets bedienten: James Dean mit lässig zwischen den Lippen eingehängtem Glimmstängel. Clint Eastwood mit abgekautem Stumpen im Mundwinkel. Vorbei. Wenn heute ein Darsteller in einem Hollywoodfilm zur Zigarette greift, ist er meist ein Bösewicht, der im Finale sein Leben aushauchen muss.

Der Genussmensch, der seinen Gedanken im sich kringelnden, kräuselnden Rauch eine Auszeit gönnt, passt nicht mehr in eine Zeit, in der Freiheit und Individualität von steriler Gleichförmigkeit und Verordentlichung eingeengt werden. Der Raucher muss (wieder einmal) seiner Sucht entwunden werden. Andere Vergnügen stehen bereits zur Heilung an. »Pass bloß auf, Zoyd«, lässt Thomas Pynchon eine Figur in seinem 1990 erschienenen Roman Vineland räsonieren. »Wird nicht mehr lange dauern, dann sind sie hinter allem her, nicht nur Drogen, sondern auch Bier, Zigaretten, Zucker, Salz, Fett – was du willst. Alles, was auch nur entfernt geeignet ist, die Sinne zu erfreuen, müssen sie kontrollieren. Und sie werden es kontrollieren.

   1.
      1. Wer bitte braucht so einen Artikel?

      Ist der Autor wieder von Tabakindustrie bezahlt?
      Oder gehört er zu den verblendeten Menschen, die Sucht und Leid aus Gründen puren Profits gerne romantisch verklären mit Begriffen wie Freiheit, Risiko, Abenteuerlust?

      In Österreich herrscht überhaupt kein Nichtraucherschutz. Das ist die Wahrheit und die wird sich auch nach dem Juli nicht grundlegend ändern. Hier geht es gar nicht darum, was sich ein Mensch selber antun will. Es geht um den Schutz der Nichtraucher. Um deren Freiheit und Gesundheit.

      "Die Gesundheitsfaschisten werden scheitern" meint der Autor. Und mischt dabei wieder allerhand Dinge durcheinander (wer bitte will den Menschen Bier verbieten??). Mal sehen, wer am Ende scheitert. Wenn der Kampf gegen diese Art von Sucht lange dauert, dann auch wegen solch lächerlicher Trotz-Artikel.

      Niemand ist nach Bier süchtig. Nach Zigaretten sind es Milliarden von Menschen. Eben das ist das Problem.

      Aber um die Sucht der Menschen geht es beim Nichtraucherschutz eigentlich nicht, wie schon erwähnt.
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      Guter Artikel 1)   Aranita

      Ich war kürzlich in England, einem Land, von dem die Tabakkontrolle freudestrahlend berichtet, das totale Rauchverbot in der Gastronomie funktioniere. Ja, in den allermeisten Gaststätten funktioniert es. Aber zu welchem Preis? Ständig rennen die Leute vor die Türe um zu Rauchen, im Anhang ihre Nichtrauchenden Freunde. Die Menschen kommen durch den blockierten Gehsteig kaum mehr durch, müssen auf die Straße ausweichen, was Unfälle provoziert. Die Lärmbelästigung durch das Reden und Lachen ist für Anwohner unerträglich.

      Und wer wirklich glaubt, mit einem totalen Rauchverbot in der Gastronomie sei es getan, der unterschätzt die WHO, die sich ja die "tabakfreie Welt" auf ihre Fahnen geschrieben hat und dafür auch lügt - wie sie es bei der Vogel- und Schweinegrippe auch getan hat. Bei der Schweinegrippe wird mal schnell die Definition der Pandemie solange verbogen, bis man eine völlig harmlose Grippe als Pandemie bezeichnen kann, bei den Rauchverboten wird die Passivrauchlüge erfunden.

      Aber zurück nach England: Die Systemgastronomie beginnt bereits, das Rauchen in den Außenbereichen zu verbieten. Klar, man will keine Gäste die sich wohlfühlen, sondern schnell neue Kunden. Alkohol ist an vielen öffentlichen Plätzen bereits verboten. Ein Rauchverbot in Autos und Wohnungen wird diskutiert.
      Guter Artikel 2)   Aranita

      Der Artikel beschreibt die Situation sehr gut, auch wenn das militanten Antirauchern selbstverständlich nicht gefällt. Denn mit der Wahrheit haben es diese Gruppen eh nicht, sonst würden sie nicht ständig die Passivrauchlüge verbreiten. Das relative Risiko, durch Passivrauch an Krebs zu erkranken ist geringer als durch Milchtrinken Krebs zu bekommen. Wobei beide Werte weit unter der Grenze liegen, mit der seriöse Epidemologen überhaupt arbeiten.

      Selbst wenn man die von manchen Antirauchern verbreiteten Horrorzahlen, dass Passivrauchen das Risiko an Krebs zu erkranken verdoppeln würde, glaubt, so sind die Werte so gering, dass sie nicht relevant sind. Stellen Sie sich vor, Sie füllen einen Lottoschein aus. Um 6 Richtige Zusatzzahl zu erhalten, haben Sie eine Chance von 1:140 Millionen. Kaufen Sie einen weiteren Schein, haben Sie die Chance verdoppelt. Sie ist aber dennoch verschwindend gering. Genauso verhält es sich mit der Chance, durch den sogenannten Passivrauch an Krebs zu erkranken. Aber das interessiert militante Antiraucher nicht, denn ihnen geht es nicht um Gesundheit, sondern um Verbote, Gängelung und Macht. Und das ist das widerliche an diesen Organisationen.
   2.
          * 15.04.2010 um 10:37 Uhr
          * Otto von Braackenssieck
      2. NICHTRAUCHERSCHUTZ

      Anfangs angekündigt als "Nichtraucherschutz" haben sich diese "Gesetze" mittlerweile entfaltet als absurde und diktatorische Gesetzgebung. Mit anscheinend als Hauptmotiv nur noch: „ Ich finde, dass es stinkt“ Dabei wäre es doch so einfach. Ein Schild “Raucher” oder “Nichtraucher” würde doch reichen. So könnten Erwachsenen selber entscheiden und auch das Personal hätte die Wahl "hier arbeite ich ja oder nicht". So hätte man auch noch Abermilionen an Steuern bei der Gesetzgebung und vor allem bei der Kontrolle des Vollzugs sparen können.
      Wie weit gehen die Bemühungen der Regierungen noch ? Eine neue Idee wäre ein Aufkleber auf jeder Bratwurst "Diese Wurst ist fett und kann daher Tödlich sein"
      Ich rate die verantwortlichen Gesetzgebern, und den hier so stark vertretenen Verbotsfanatikern, zehn Minuten in einer geschlossenen Garage zusammen mit einem laufenden Motor zu verbringen, so lernt man was, im Gegensatz zu ein bisschen harmlosen Tabakrauch, wirklich gefährliche Abgase sind.(Nicht tun natürlich denn es ist wirklich tödlich)
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      Diktatorische Gesetzgebung   karllinz

      BRUAHHAHAHA! Sie nennen es eine "diktatorische Gesetgebung" wenn ein Gesetz seit 2005 nicht exekutiert wird? In den Einkaufszentren in Österrauch (mit Ausnahme des MAXI-Markt) werden nach wie vor Kleinkinder niedergeraucht, mitten in der Mall stehen die Schwarzlüngler und blasen den Vorbeigehenden ihren Giftodem in`s Gesicht, die Behörden schauen weg - Anzeigen seit Anfang 2009, erfolgte Lokalaugenscheine und Erkenntnisse der UVS bleiben ohne Wirkung, Wirte zahlen die - wenn überhaupt - verhängten Strafen aus der Portokasse, Raucher klopfen sich auf den - wenn überhaupt vorhandenen - RV-Schildern in Haltestellenüberdachungen die Zigaretten an und hüllen die Wartenden in tödliche Wolken - die Diktatur geht von den Rauchern und der Tabakmafia aus - es herrscht offene Anarchie - die Tötung von Nichtrauchern geht unvermindert weiter! Diktatorische Gesetzgebung??? Bruahhahaha...
   3.
          * 15.04.2010 um 10:39 Uhr
          * Otto von Braackenssieck
      3. UNSERE WELT AD 2010

      192, wovon 185 Nichtraucher können sich in Kopenhagen im völlig rauchfreien Kongresszentrum nicht einigen über die Weltbedrohenden CO2 Emissionen.
      Und trotzdem gibt es Menschen die sich aufregen über ein bisschen Rauch in Gaststätten die sie auch noch ganz einfach meiden können. Es gibt in Bayern sogar eine sich selber Ökopartei nennende Gruppe die anstatt sich mit Ökologie zu beschäftigen eine ungeheuere Menge Energie verschwendet(warum wohl) bei einem Versuch die Welt, via einem Volksbegehren, fastfoodreif zu machen, eine ganze Kultur zu vernichten und Millionen Mitbürger die Lust auf einen gemütlichen Abend zu entnehmen. . Ich erlebe fälle, wobei Menschen die ihre Kneipe, Stammtisch als zweites Zuhause betrachten, verboten wird, obwohl auch der Inhaber, sein Personal und 90% der Kundschaft raucht, zu rauchen. Ich finde es unbegreiflich das in einer Demokratie eine kleine Mehrheit eine kleine Minderheit so meint Regieren zu können, obwohl es sehr gute Alternative gibt.". Ich habe, geschäftlich, auch "grün" motiviert, viel sehr viel mit der Bahn gereist, wunderschön, gemütlich viele Menschen begegnet, vor allem im Restaurant und Bar, ich könnte darüber einen Roman schreiben. Seit dem Rauchverbot, auch hier würde es gute alternative geben, gibt es diese spezielle "Bahn"Atmosphäre nicht mehr. Mir sind eine Anzahl von Menschen bekannt die jetzt lieber fliegen oder selber fahren(oder sich fahren lassen)
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   4.
          * 15.04.2010 um 10:41 Uhr
          * HrLehmann
      4. Volkbegehren Nichtrauchen in Lokalen

      Ich hätte nicht gedacht in der "Zeit" einen derartigen Artikel lesen zu müssen.

      Der Nichtraucherschutz in Österreich ist doch bis dato überhaupt nicht vorhanden, da so gut wie keine Wirte bisher umgebaut haben

      #####################################################
      Liebe Österreicher - nutzt eure Chance und
      nehmt am Volksbegehren "Nichtrauchen in Lokalen" teil

      Unterstützungserklärungen und weitere Infos unter:
      http://www.nichtrauchenin...

      #####################################################

      P.S -- Nach dem Satz "Stattdessen haben sich Experten, Politiker und Bedenkenträger zusammengefunden, um mit Kontrollwut gegen ein Laster vorzugehen, das in seiner Geschichte immer wieder zum Ziel von Verfolgung wurde"
      erübrigt sich das Weiterlesen dieses armseligen Artikels.
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   5.
          * 15.04.2010 um 11:10 Uhr
          * karllinz
      5. Diktatorische Gesetzgebung

      BRUAHHAHAHA! Sie nennen es eine "diktatorische Gesetgebung" wenn ein Gesetz seit 2005 nicht exekutiert wird? In den Einkaufszentren in Österrauch (mit Ausnahme des MAXI-Markt) werden nach wie vor Kleinkinder niedergeraucht, mitten in der Mall stehen die Schwarzlüngler und blasen den Vorbeigehenden ihren Giftodem in`s Gesicht, die Behörden schauen weg - Anzeigen seit Anfang 2009, erfolgte Lokalaugenscheine und Erkenntnisse der UVS bleiben ohne Wirkung, Wirte zahlen die - wenn überhaupt - verhängten Strafen aus der Portokasse, Raucher klopfen sich auf den - wenn überhaupt vorhandenen - RV-Schildern in Haltestellenüberdachungen die Zigaretten an und hüllen die Wartenden in tödliche Wolken - die Diktatur geht von den Rauchern und der Tabakmafia aus - es herrscht offene Anarchie - die Tötung von Nichtrauchern geht unvermindert weiter! Diktatorische Gesetzgebung??? Bruahhahaha...
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      Antwort auf "NICHTRAUCHERSCHUTZ"
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      DOCH KARL   Otto von Braackenssieck

      Äusserst diktatorische Gesetzgebung sogar.
      Ein Einsiedler?   Yuudai

      @Karllinz
      Schwarzlüngle?
      werden nach wie vor Kleinkinder niedergeraucht?
      Haltestellenüberdachungen die Zigaretten an und hüllen die Wartenden in tödliche Wolken?
      u.s.w

      Noch mehr übertreiben hast du nicht geschaft?
      Und du lebst im Wald fährst kein Auto ziehst nur selbst gewobenes Hanfgewand an. Und benutzt kein technisches Gerät.
      Oder was glaubst du was du an personen vielleicht schon gefährtet hast mit Sachen die aus 3Ländern stammen wie viele Tonnen Ozongas hast du rausgepustet mit deinem Auto, ohne mal die vielen anderen Tödlichen Gase? Und vergiss vorallem nicht das gefährliche essen!
   6.
          * 15.04.2010 um 11:29 Uhr
          * Otto von Braackenssieck
      6. DOCH KARL

      Äusserst diktatorische Gesetzgebung sogar.
      Kommentar als bedenklich melden
      Antwort auf "Diktatorische Gesetzgebung"
   7.
          * 15.04.2010 um 11:39 Uhr
          * Yuudai
      7. Abrutschen ins Mittelalter?

      Einiges ist im Alttäglichen Leben gefährlich und mit manchen Gefährden wir auch die Umgebung. Und das nicht in geringen Ausmaße.
      Aber was kommt noch als Verbot oder kann man durch einschränkungen nicht Leisten?

      Alkohol?
      Verschieden Sportaktivitäten weil die Krankenkasse bald das auch nicht mehr das voll übernimmt?(Siehe Deutschland)
      Rauchen?
      und was noch alles?

      Tja dann wird es halt so Ausschaun das nur mehr der was was ist und dadurch Geld hat dieses machen darf!

      Sozusagen die neuen Adligen!

      Eu ist und bleibt mal eine Struktur das um Witschaftliche Macht und vermehrung der Reichtümer weniger da ist.
      Da spielen wir *Normal Sterblichen* eine untergeordnete *Sklaven*rolle. Und die erworbene Freiheit und Selbstverantwortung wird immer kleiner!
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   8.
          * 15.04.2010 um 11:41 Uhr
          * karllinz
      8. Dümmliche Vergleiche

      Sehr geehrter Herr Stefan Schlögl!
      Derart dümmliche Vergleiche wie Tabakrauch mit Fett, Alkohol, Autoabgasen, Schweinsbraten, Süßigkeiten etc. sind mir nur aus den Postings der KRONENZEITUNG geläufig. Ich bin - auch wie ein anderer Leser hier - erstaunt, dass hier ein Redakteur zu Wort kommt, aus dessen Artikel die psychpathogene Wirkung des Nikotin zutage tritt. Tabakrauch beinhaltet Substanzen der Klasse "Chemischer Kampfstoff" - haben Sie gewusst, dass auch das radioaktive Element Polonium 210 enthalten ist - ein Krebsauslöser ersten Ranges! Aber nicht nach 100 oder 1.000 Packerl - sondern von einem Lungenzug zum anderen! Der Artikel ist geeignet einen aufhörwilligen RaucherIn von seinem Vorhaben abzuhalten, sein selbstzerstörerisches Tun zu bagatellisieren und vor allen Dingen den KRIEG weiterzuführen! KRIEG gegen seine Mitmenschen (es werden jählich in Österrauch ca. 1.000 Nichtraucher getötet) und ca. 11.000 Raucher geben verfrüht das Feuerzeug ab. Kürzlich hat sich in OÖ wieder ein Schwarzlüngler selbst abgefackelt!
      Die höchsten Feinstaubwerte werden nicht auf der Straße, sondern in Raucherlokalen gemessen - und ich habe noch nie auf der Leber eines anderen meinen GV getrunken! MfG karllinz
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      Information ist alles   Yuudai

      Herr Karllinz

      Haben sie schon mitbekommen das sie sich nicht mal informiert haben?

      1000 Tode?
      Diese Zahl ist mehr als Unrealistisch wenn man die Deutschekrebsforschungsstudie als Vergleichsstatistik ranzieht. Wie meist übertrieben.
      Auserdem geht es bei Rauchverbot in Lokalen nicht um Rauchertode sondern rein um Passivtode. Wobei es kaum einen stört zu 95% gehts rein um Geruchsbelästigung.
      Und was den selbstabfackeln betrift. Wie viele technofreaks züngeln sich und die umgebung ab ohneZigaretten?

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Kneipensterben? Das Rauchverbot enttäuscht seine Kritiker
« Antwort #7 am: April 16, 2010, 18:04:47 Nachmittag »



Kneipensterben? Das Rauchverbot enttäuscht seine Kritiker

31.07.2006, 19:252006-07-31T19:25:00 CEST+0200

Von Dietmar Jazbinsek

Einnahmenrückgang, Jobverluste, Pleitewelle: Die Gastronomie warnt die Politik vor einem Gesetz. Doch in Ländern mit Rauchverbot steigen die Umsätze der Gaststätten.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/323/377130/text/


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Deutschland: Verbot jeglicher Werbung mit Zigaretten, aber ..,,,,,,,,,,,
« Antwort #8 am: April 17, 2010, 10:51:59 Vormittag »


  Kulturschock Rauchverbot  Die letzte Zigarette

Von Michael Kubitza
Stand: 14.04.2010


http://www.br-online.de/kultur/kulturschock-rauchverbot-DID1260290179738/index.xml

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Deutschland: Volksentscheid über das Rauchverbot
« Antwort #9 am: April 17, 2010, 10:53:33 Vormittag »

Volksentscheid über das Rauchverbot

    * Landtag macht Weg frei. Zwischen Rauchern und Nichtraucher kommt’s zum großen Showdown

Raucher und Nichtraucher sollten sich den 4. Juli im Kalender schon mal rot anstreichen. An diesem Tag findet nämlich voraussichtlich der Volksentscheid für oder gegen ein striktes Rauchverbot in Bayerns Gastronomie statt. Das entschied gestern der Landtag.

MÜNCHEN  -  Die Regierungsmehrheit aus CSU und FDP hat in der zweiten und entscheidenden Sitzung den Entwurf aus dem Volksbegehren für ein strengeres Rauchverbot erwartungsgemäß abgelehnt. Damit sind jetzt erneut alle wahlberechtigten bayerischen Bürger gefragt. Sie können in einem Volksentscheid für oder gegen ein komplettes Rauchverbot in Gaststätten, Kneipen und auch Festzelten wie auf dem Oktoberfest abstimmen.

Der Showdown ..............http://www.abendzeitung.de/muenchen/179104

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Bgmst. Häupl, Gesundheitsstadträtin Wehsely, wie wäre es?
« Antwort #10 am: Mai 26, 2010, 00:13:58 Vormittag »

Nichtraucher mehr schützen

VON RAINER KAUSSEN

Rheinberg (RP)
Hauptausschuss beauftragte die Stadtverwaltung Dienstagabend, mit Rheinberger Wirten ein ernstes Wörtchen zu reden und ihnen die Vorschriften des Nichtraucherschutzgesetzes in Erinnerung zu rufen.


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Re: Deutschland: Wer rauchen will, kann doch raus gehen, oder?
« Antwort #11 am: Juni 03, 2010, 21:04:07 Nachmittag »

Rauchverbot gilt ohne Ausnahme

Urteil Verwaltungsgericht weist Klage der Oldenburger Weser-Ems-Halle zurück

Auch bei gewerblicher oder privater Nutzung darf in der Messehalle nicht geraucht werden. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

ls

Oldenburg - In den Räumlichkeiten und Einrichtungen der Weser-Ems-Halle in Oldenburg darf auch dann nicht geraucht werden, wenn die Räumlichkeiten zu gewerblichen Zwecken oder zu privaten Zwecken genutzt werden.

http://www.nwzonline.de/Region/Artikel/2341787/Rauchverbot+gilt+ohne+Ausnahme.html



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Wird Österreich Deutschlands Aschenbecher?
« Antwort #12 am: Juni 05, 2010, 02:49:58 Vormittag »

 MÜNCHEN Das „Aktionsbündnis für Freiheit und Toleranz“ schlägt Alarm: Sollte der Volksentscheid am 4. Juli das absolute Rauchverbot in Gaststätten durchsetzen, rechnet die Gastronomiebranche mit einem verheerendem Geschäftsrückgang. „80 Prozent der kleinen Kneipen werden schließen“, prophezeit Wirt Adi Warta.

Am 4. Juli stimmen die Bayern ab über das totale Rauchverbot in Wirtshäusern und Festzelten. Das Aktionsbündnis „Nein zum totalen Rauchverbot“ rührt die Werbetrommel. „Wir starten nächste Woche mit unserer bayernweiten Plakataktion“, sagt Sprecher Franz Bergmüller.

.............................

„Mein Lokal ist nur zwei Kilometer von der österreichischen Grenze
entfernt, wo rauchen erlaubt ist“, klagt sie.

..........................

http://www.abendzeitung.de/bayern/190354





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Rauchfreie Lokale gewinnen an Zustimmung
« Antwort #13 am: Juni 23, 2010, 15:38:47 Nachmittag »

salzburg.com

Rauchfreie Lokale gewinnen an Zustimmung

berlin (SN, dpa).

In Deutschland wächst nach einer Analyse des Krebsforschungszentrums die Lust an Lokalen ohne Zigarettenqualm. Sprach sich im Jahr 2005 bei Umfragen die Hälfte der Deutschen für rauchfreie Gaststätten aus, sind es jetzt 74%. Selbst unter passionierten Rauchern sei die Zustimmung nach der Einführung der Nichtraucherschutzgesetze 2007 und 2008 von 26 auf 41% gewachsen, teilten die Forscher am Dienstag mit. Trotz vieler Spekulationen sei der Umsatz der Gastronomie nicht eingebrochen, sondern habe sich schnell stabilisiert, hieß es.

Chronik / 23.06.2010 23.06.2010 / Print


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Deutschland: Sogar Raucher mögen Kneipen ohne Qualm
« Antwort #14 am: Juni 27, 2010, 12:41:40 Nachmittag »
Sogar Raucher mögen Kneipen ohne Qualm

vom 22.06.2010 | dpa/aps

Rauchverbot in Kneipen findet immer mehr Zustimmung.

Immer mehr Deutsche wollen Kneipen ohne Qualm. Das geht aus einer Analyse des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hervor. Bei repräsentativen Umfragen im Jahr 2005 war nur die Hälfte der Deutschen für rauchfreie Gaststätten, doch jetzt sind es fast drei Viertel der Befragten. Selbst unter Rauchern ist die Zustimmung seitdem stark gestiegen. Zwar sei die Schadstoffbelastung der Luft in öffentlichen Einrichtungen durch das Rauchverbot deutlich gesenkt worden. Doch den Krebsforschern geht der Nichtraucherschutz noch nicht weit genug.

Mehr zum Thema Rauchen http://lifestyle.t-online.de/rauchverbot-sogar-raucher-moegen-kneipen-ohne-qualm/id_42043646/index

    * Forum: Was halten Sie vom Rauchverbot?
    * Rauchen: Wie süchtig sind Sie?
    * Schluss mit Rauchen: Zehn Gründe für den Rauchstopp
    * Erfolgreich Aufhören: So schaffen Sie den Rauchstopp
    * Anzeige: ElitePartner - niveauvolle Singles finden
    * Anzeige: Erfolgreich abnehmen mit Weight Watchers Online

Auch in der Wohnung wird weniger geraucht

Als die Nichtraucherschutzgesetze 2007 eingeführt wurden, waren nur ein Viertel der Raucher mit dem Rauchverbot in Gaststätten einverstanden. Inzwischen befürworten rund 66 Prozent der Gelegenheitsraucher und 41 Prozent der regelmäßigen Raucher die Regelung. Seitdem in vielen Kneipen nicht mehr geraucht werden darf, greifen viele auch in der eigenen Wohnung nicht mehr so oft zur Zigarette, so das Ergebnis der Studie. Negativ dagegen: In fast jedem dritten Raucherhaushalt mit kleinen Kindern ist der Nachwuchs nicht vor dem schädlichen Qualm geschützt, weil die Eltern in der Wohnung rauchen.
Jedes Bundesland regelt das Rauchverbot anders

"Dennoch ist der gesetzliche Nichtraucherschutz in der Gastronomie lückenhaft und inkonsequent", sagt Krebsforscherin Martina Pötschke-Langer. In den Bundesländern bietet sich zur Zeit ein verwirrender Flickenteppich unterschiedlicher Raucherregelungen. Im Saarland wird das Qualmen in Gaststätten ab Juli voll und ganz verboten. In Bayern gibt es am 4. Juli einen Volksentscheid dazu. In Berlin werden nach Klagen von Gastronomen diverse Kompromisse umgesetzt: So gibt es reine Raucherkneipen, Gaststätten mit komplettem Rauchverbot und andere mit Raucher- und Nichtraucherräumen.
Qualm aus Raucherräumen verpestet rauchfreie Bereiche

Wegen der Gesundheitsrisiken sind den Krebsforschern nicht nur Raucherkneipen, sondern auch Raucherräume ein Dorn im Auge. Denn der Qualm gelange durch Türen und Ritzen auch in die Nichtraucherbereiche, bemängelt Pötschke-Langer. Das gefährde die Gesundheit der Mitarbeiter. In Gaststätten mit Zweiraumlösung sei die Belastung durch Tabakqualm viermal so hoch wie in reinen Nichtrauchergaststätten. Belegen können die Wissenschaftler dies durch Messungen in rund 100 Gaststätten in Deutschland.
Weniger dicke Luft in Deutschlands Kneipen

Den deutlich verbesserten Nichtraucherschutz seit dem Start der Ländergesetze sehen die Forscher jedoch durchweg positiv: Die Belastung durch Tabakrauchpartikel in der Kneipenluft, die tief in die Lunge eindringen und dort Krebs auslösen können, sei zwischen 2005 und 2009 um 80 Prozent gesunken. Auch Atemwegbeschwerden durch Passivrauchen seien bei bei Gastronomie-Mitarbeitern zurückgegangen. Trotz vieler Spekulationen sei der Umsatz in der Gastronomie durch Rauchverbote nicht eingebrochen, sondern habe sich schnell wieder stabilisiert.
Krebsforscher fordern einheitliches Rauchverbot

Vom Bund fordert das Krebsforschungszentrum nun eine einheitliche Regelung für Deutschland. In Italien oder den skandinavischen Ländern sei die Zustimmung zu reinen Nichtraucher-Gaststätten nach einem einheitlichen Rauchverbot deutlich gewachsen. Meist würden die Regeln dort auch eingehalten. In Deutschland gibt es dazu keine offiziellen Zahlen.


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