Autor Thema: Medienberichte Österreich / Wien  (Gelesen 24051 mal)

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Medienberichte Österreich / Wien
« am: März 05, 2010, 02:08:56 Vormittag »
http://www.krone.at/krone/S152/object_id__188153/hxcms/


Jugendliche sollen in Schulen auch das Nichtrauchen lernen

Nicht nur Schreiben, Lesen und Rechnen, sondern auch gesunde Lebensweise sollte in unseren Schulen gelehrt werden. Im Kampf gegen den "blauen Dunst" wünscht sich das oberösterreichische Institut für Suchtprävention, dass dieses Thema im Unterricht intensiviert wird. Darin bestärkt wurden sie auch bei Umfragen.


Seit dem Jahr 2000 wird alle drei Jahre durch Direktbefragungen das Rauchverhalten der Oberösterreicher ermittelt. Demnach erhöhte sich der Anteil der Nichtraucher im Land ob der Enns seit 2006 von 56 auf nunmehr 63 Prozent, wie Christoph Lagemann, Leiter des Instituts für Suchtprävention, berichtet. Vor sechs Jahren lag dieser Anteil laut Umfrage erst bei 47, vor neun Jahren gar nur bei 42 Prozent.

Weiter viele zum Passivrauchen verdonnert
Erstmals wurden im Vorjahr auch Zahlen zum Passivrauchen, das wissenschaftlich allerdings nicht definiert ist, erhoben: So gaben 22,4 Prozent der 1.500 Befragten an, dass in ihrer Wohnung geraucht wird – dadurch sind 100.000 nichtrauchende Mitbewohner durch Passivrauch in der eigenen Wohnung betroffen.

Ein besonderes Anliegen ist der Jugendschutz: "Da sollte in den Schulen mehr Präventionsarbeit in den Unterricht eingebaut werden," wünscht sich Lagemann.

von Johann Haginger, Kronen Zeitung


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Taxis rauchfrei - aber doch nicht hier, in Bagdad!
« Antwort #1 am: März 05, 2010, 03:20:22 Vormittag »

Nichtrauchertaxis von der Mehrheit gewünscht

Die Leser-Reaktionen auf den KURIER-Artikel "Wiener Taxis bleiben Raucherzone" waren überraschend eindeutig. Die Tendenz zeigt zum Nichtrauchertaxi.

"Bei einem Lokalwechsel zwischen zwei Nichtraucherlokalen möchte ich wenigstens im Taxi schnell eine pofeln können." Erich K. "Als Raucherin finde selbst ich, dass rauchen im Auto nicht notwendig ist." Lola W. "Vollkommen richtig. Diese Poflerei muss wirklich nicht sein. Vom Gestank abgesehen, sind Brandlöcher und Aschenspuren im Wagen nicht besonders einladend." Harald K. "Schon der Begriff Rauchverbot ist verfehlt. Es sollte richtig Gesundheitsschutz heißen. Den gibt es in der Gastronomie auch." Manfred B. "Ich habe 31 Jahre lang geraucht. Seit zehn Jahren ist das Geschichte. Seit 1971 hab' ich im Auto nie geraucht. Aber Rücksicht auf andere kennen die wenigsten Raucher." Fritz G. "Niemand ist gezwungen, mit einem Rauchertaxi zu fahren oder in ein Raucherlokal zu gehen. Hans K. "Wollte nur wissen, ob es eine Spezies gibt, die auf das Fliegen verzichtet, um rauchen zu können." Christian S. "Die paar Minuten in einem Taxi können die Raucher wohl auf ihre Zigarette verzichten. Der abgestandene Rauch ist für Nichtraucher eine Plage." Angelika W. "Ich kenne Taxler, die Rauchen ungeniert im Auto. Wie sollen da die Fahrgäste Disziplin zeigen? Ein generelles Rauchverbot muss her." Reinhard B. "In Zügen oder Flugzeugen raucht ja auch niemand. Warum darf im Taxi weitergeraucht werden?" Dani N. "Brandlöcher, stinkende Aschenbecher und sogar Tschikstummel - manche Taxis sind der reinste Mistkübel. Vor allem, wenn ich in der Nacht fahre. Ein Rauchverbot ist unbedingt zu empfehlen. Wir Nichtraucher haben ein Recht darauf." Gerlinde H.


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Re: Medienberichte Österreich / Wien
« Antwort #2 am: März 15, 2010, 01:26:57 Vormittag »
Nichtraucherschutz in Österreich?

Von maze

Veröffentlicht: 5. März 2010Abgelegt unter: LeuteTags: nichtraucherschutz, österreich, rauchergesetz, standard

http://mazedlx.net/2010/03/05/nichtraucherschutz-in-osterreich/

Auf derstandard.at wurde vor kurzem ein Interview mit Gesundheitsminister Alois Stöger veröffentlicht. Dieser droht den Wirten mit einem generellen Rauchverbot, sollten sich diese nicht an bestehende Regelungen halten und abgetrennte Raucherbereiche schaffen. Und kaum ist dieses Interview veröffentlicht gibt es auch schon Kommentare in Hülle und Fülle (aktuell sind es über 1200 Stück). Da schreiben militante Nichtraucher, ebenso militante Raucher, und hie und da auch mal gemäßigtere Kundschaft von beiden Seiten zu einem Thema das offensichtlich die ganze Nation belastet. Besser besucht sind nur Themen in der Untersparte “Web” wenn es um Apple Vs Microsoft geht. Oder eine neu entflammte Hundstrümmerldiskussion.

Ich persönlich (Raucher) bin für ein Rauchverbot an öffentlichen Orten. Im Zug halt ich es ja auch aus. Und im Flieger. Nebenbei auch noch in meinem Auto. Und bei mir im Wohnzimmer, Schlafzimmer, Arbeitszimmer, in der Küche und am Heisl. Und man soll es doch bitte den Gastronomen überlassen wie sie ihr Lokal führen wollen.

Was haltet ihr von dem Thema? Hält man sich in den von euch besuchten Lokalen nicht an den Nichtraucherschutz? Stört euch das, und wenn ja geht ihr dagegen vor?


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Kurier - Medienbericht: Danke für den Rauchersheriff-Link
« Antwort #3 am: März 23, 2010, 02:21:44 Vormittag »
 Ab 1. Juli drohen den Wirten horrende Strafen. Ein Anti-Rauch-Volksbegehren läuft. Die Grünen machen Druck. Ziel: rauchfreie Gastronomie.

Ab 1. Juli müssen Wirte rauchfreie Räume errichtet haben. Und ein von den Grünen unterstütztes Volksbegehren läuft.

Wirte, die bis 1. Juli ihre Gaststätten nicht nach dem Tabakgesetz umgebaut haben, müssen mit horrenden Strafen rechnen. Montag wurden die Strafhöhen vom Gesundheitsministerium bestätigt: Ignoriert ein Wirt die baulichen Vorschriften, wird er mit 2000 Euro zur Kasse gebeten. Im Wiederholungsfall drohen 10.000 Euro.
Gesundheitsminister Alois Stöger kündigte sofortige Kontrollen an: "Ab Juli wird nicht mehr abgemahnt, sondern angezeigt." Wer kontrollieren soll, bleibt jedoch fraglich. Denn die zuständigen Bezirkshauptmannschaften und das Wiener Rathaus wollen bis dato von Überprüfungen nichts wissen.
Offiziell fehlt es am Personal.

    * » Hintergrund: Zug um Zug zum Rauchverbot

Volksbegehren läuft

Parallel dazu läuft seit 3. März die Initiative zum Volksbegehren "Generelles Nichtrauchen in Lokalen und bei öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen". Ausgehend von der Internetplattform Facebook glaubt Organisator Hubert Doppelhofer die notwendigen 8032 Stimmen bis Ende Mai beisammen zu haben: "Im Facebook registrierten wir 105.000 Unterstützungserklärungen zum Thema. Sie gelten allerdings nur als Stimmungsbarometer und sind für eine Volksbefragung nicht zugelassen. Mit Montag aber gaben bereits 1600 Österreicher ihre Unterschrift zum Volksbegehren ab."

Unterstützt wird die Kampagne von den Grünen. Gleichzeitig macht die Partei im Parlament Druck für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie. Grünen-Chefin Eva Glawischnig: "Es wird Zeit, diesen unbefriedigenden Zustand zu beenden. Was im Großteil Europas schon normal ist, sollte auch bei uns endlich die Regel werden. Nämlich rauchfreie Lokale." Donnerstag werden dazu die Grünen eine dringliche Anfrage im Parlament einbringen.

Für Turbulenzen dürfte die Ankündigung von Minister Stöger sorgen, rigoros zu kontrollieren. Aus seinem engsten Umfeld setzt man auch auf die Nichtraucher. Diese sollen säumige Wirte ab 1. Juli bei den Behörden anzeigen. Ob die Vernaderei erfolgreich sein wird, darf bezweifelt werden.

    * » Abstimmung: Rauchverbot: Ja oder Nein?


Keine Spitzel

Auch könnte die Kontrolltätigkeit auf die Gemeinden abgewälzt werden. Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer winkte sofort ab: "Wir sind zwar die Baubehörde und müssen die baulichen Maßnahmen kontrollieren. Aber Gemeinden werden keine Spitzel zu den Gastronomen schicken."


Links

    * Hier finden Sie rauchfreie Lokale in ganz Österreich
    * Rauchersheriff (extern)
http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html

Artikel vom 22.03.2010 20:02 | KURIER | Michael Berger



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Stöger kündigt schärfere Kontrollen ab Juli an
« Antwort #4 am: März 23, 2010, 02:26:24 Vormittag »
Totales Rauchverbot ist der grüne Wunsch:

Tschick sollen aus Lokalen verbannt werden

    * Grüne wollen Antrag im Nationalrat einbringen
    * Glawischnig würde Volksbegehren unterstützen

·Rauchverbot der Gastronomie im Visier

Stöger kündigt schärfere Kontrollen ab Juli an


·NEWS: Die EU sagt Rauchern den Krieg an
Totalverbot, Vernadern & Schauprozesse bei Promis
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Die Grünen unternehmen einen Neuanlauf in Sachen generelles Rauchverbot in Lokalen. Im Parlament soll dazu ein entsprechender Antrag eingebracht werden, berichtet der ORF-Teletext. Parteichefin Eva Glawischnig kündigte zudem an, das in Vorbereitung befindliche Volksbegehren für ein generelles Rauchverbot bei Zustandekommen tatkräftig zu unterstützen.

Kritik am Vorstoß der Grünen kommt erwartungsgemäß von der FPÖ. "Mit ihrer Forderung nach einem totalen Rauchverbot in der Gastronomie haben sich die Grünen zu einer totalitären Anti-Raucher-Partei entwickelt, welche die Interessenslagen von Pharmakonzernen vertreten dürfte", mutmaßt FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky in einer Aussendung.

Stögers härtere Gangart

Anfang März hatte SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger bereits eine härtere Gangart gegenüber Wirten, die das derzeit geltende Rauchverbot nicht einhalten, eingeschlagen. Nach dem Ende der Übergangsfrist für Umbauten ab 1. Juli soll intensiver überprüft werden als bisher. Ein absolutes Rauchverbot existiere in Österreich deshalb nicht, "weil es derzeit keine parlamentarische Mehrheit für ein solches Gesetz gibt", betonte Stöger damals.

Seit 1. Jänner 2009 gilt im Rahmen eines neuen Tabakgesetzes ein Rauchverbot in Lokalen. Erlaubt ist der Zigarettenkonsum seither nur mehr in räumlich abgetrennten Raucherzimmern, kleinen Gaststätten und Betrieben, die wegen der neuen Regelung einen Umbau durchführen. Das Verbot betrifft alle Lokale, in denen Speisen oder Getränke verkauft werden - von Discos über Kantinen bis hin zu Imbiss- und Kebabständen. (apa/red)

22.3.2010 14:16


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Privatgutachten für Görgely? Absolutes Rauchverbot in Lokalen illegal
« Antwort #5 am: März 25, 2010, 00:43:06 Vormittag »
Debatte angeheizt

23.03.2010

Jurist: Absolutes Rauchverbot in Lokalen illegal

Eine juristische Expertise heizt die Debatte um ein absolutes Rauchverbot in Österreichs Lokalen an: Die Einführung eines totalen Banns ist verfassungsrechtlich unmöglich. Zu diesem Schluss kommt Wolf Szymanski, Ex-Jurist aus dem Innenministerium, in seinem Gutachten. Eine solche Verschärfung würde dem Vertrauensschutz widersprechen. Betriebe, die in eine räumliche Abtrennung investiert haben, könnten klagen und wären von einem totalen Verbot ausgenommen.

Wer - der jetzigen Regelung entsprechend - vor dem 1. Juli in seinem Lokal Geld für eine Abtrennung aufwende, behalte das Recht auf einen Raucherraum, auch bei einem österreichweiten Verbot, erklärte Szymanski am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien das Fazit seiner Expertise. "Wer darauf vertraut, dass ein bestimmtes Verhalten vom Gesetzgeber gewollt ist, kann nicht kurze Zeit danach mit einem Gesetz konfrontiert werden, das die Investition in den Rauchfang schießt."

Mehrere ähnliche VfGH-Beschlüsse bekannt

Diesbezüglich gebe es mehrere Beschlüsse des Verfassungsgerichtshofes (VfGH) im Steuer- und im Sozialversicherungsrecht, betonte der Jurist. Am eindrucksvollsten zeige die Ausnahme für lärmarme Lkw auf der Loferer Bundesstraße (B312) die Problematik: 1989 habe die Tiroler Landesregierung ein Nachtfahrverbot erlassen, davon aber leise Lkw ausgenommen. Zahlreiche Frächter rüsteten laut Szymanski daraufhin um. Bereits im Folgejahr sei das Verbot auf alle Schwerfahrzeuge erweitert worden. Eine Maßnahme, die nicht lange hielt: Der VfGH habe den Schritt wegen Verstoßes gegen den Vertrauensschutz aufgehoben - lärmarme Lkw könnten noch heute in den Nachtstunden fahren, so Szymanski.

Laut dem Vertrauensschutz im Gleichheitsgebot darf die Veränderung einer Rechtslage nicht dazu missbraucht werden, jenen Personen Vorteile zu untersagen, die sich wie gewünscht verhalten hätten, fasste der Jurist zusammen. Genau dies wäre bei einem absoluten Qualmverbot in Österreich der Fall.

In Auftrag gegeben wurde das Gutachten vom Wiener Wirt Stefan Gergely, der in seinen Lokalen im Schlossquadrat in Margareten rund 50.000 Euro in Abtrennungen wie eine Glas-Schiebetür investiert hat. Angesichts der Rechtslage will der Gastronom seine Kollegen zum Umbau animieren: "Seid's g'scheit und macht's das auch", verkündete er bei der Pressekonferenz. Sollte es zu einem totalen Rauchverbot kommen, werde er klagen, sich auf den Vertrauensschutz berufen und den Tabakkonsum weiter erlauben.

Keine Angst vor von EU diktiertem Rauchverbot

Vor einem von der Europäischen Kommission aufoktroyierten Rauchverbot hat Gergely dank Szymanskis Expertise keine Angst: "Wer Investitionen deswegen unterlässt, weil eh ein Rauchverbot von der EU kommt, ist auf dem falschen Dampfer", betonte der Jurist. "Es gibt derzeit keinen Hinweis darauf, dass in der EU etwas Verbindliches in Richtung Rauchverbot auch nur angedacht wird." Bezüglich Gesundheitsschutz habe die Kommission deutlich gemacht, dass sie keine Zuständigkeit habe und seitens des Arbeitnehmerschutzes gebe es keine Initiativen. Bisherigen Entschließungen kämen keinerlei Verbindlichkeiten zu.


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Privatgutachten: Absolutes Rauchverbot in Lokalen nicht möglich
« Antwort #6 am: März 25, 2010, 00:54:48 Vormittag »
Absolutes Rauchverbot in Lokalen nicht möglich

23. März 2010, 14:35

      Der Jurist Wolf Szymanski und der Gastronom Stefan Gergely vor elektrischen Schiebetür aus Glas, die künftig Raucher und Nichtraucher im "Silberwirt" trennt.

Betriebe, die abtrennen, genießen laut Wolf Szymanski verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz

Wien - "Wir möchten ein Beispiel setzen: ja, es geht, und es ist nicht kompliziert", wirbt der Wiener Schlossquadrat-Gastronom Stefan Gergely für eine räumliche Trennung von Rauchern und Nichtrauchern in Lokalen. Ein-Raum-Betriebe mit einer Gastraumfläche von über 80 m2, die sich nicht rechtzeitig um eine Abtrennung und ein Rauchverbot im Hauptraum kümmern, sind ab 1. Juli automatisch Nichtraucherkokale. Die Gefahr, dass die Investition in die räumliche Trennung durch ein völliges Rauchverbot in der Gastronomie, wie zuletzt von den Grünen gefordert, zunichte gemacht wird, sieht weder Gergely noch der von ihm mit einem Gutachten beauftragte Jurist Wolf Szymanski.

"Wirte können sich auf Vertrauensschutz berufen"

Betriebe mit getrenntem Raucherbereich könnten sich im Falle einer Änderung des Tabakgesetzes mit Erfolg auf den verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz berufen, argumentiert Szymanski, einst Sektionschef im Innenministerium: "Der Gesetzgeber kann nicht ein Jahr später kommen und sagen, deine Investitionen kannst du jetzt in den Rauchfang schreiben."

In seinem Gutachten verweist Szymanski als "handgreiflichstes Beispiel" auf die Aufhebung einer Neuregelung in Tirol: Die Landesregierung hatte 1989 ein Nachtfahrverbot auf der "Loferer Straße" erlassen und lärmarme Lkw ausgenommen, worauf zahlreiche Frächter ihren Fuhrpark umrüsteten, um auch weiterhin in der Nacht fahren zu können. Bereits im nächsten Jahr erließ die Tiroler Landesregierung eine Nachfolgeregelung, die nun auch lärmarme Lkw in das Nachtfahrverbot einbezog. Die Neuregelung sollte jedoch nicht lange halten: Noch 1991 wurde sie wegen Verstoßes gegen den Vertrauensschutz aufgehoben, lärmarme Lkw dürfen auch heute noch in der Nacht fahren.

In der Gastronomie wurde 2008 mit einer Novelle ein Rauchverbot erlassen, "Raucherräume" aber ausgenommen. Einraumbetrieben wurde bis 1. Juli dieses Jahres eine Übergangsfrist eingeräumt, um einen gestzeskonformen Raucherraum abzutrennen. Eine erneute Regelung würde laut Szymanski dem Vertrauensschutz im Gleichheitsgebot widersprechen, wonach die Veränderung einer Rechtslage nicht dazu missbraucht werden darf, jenen Personen Vorteile zu untersagen, die sich wie gewünscht verhalten haben. Gastronomen, die in eine räumliche Trennung Geld investieren, bräuchten also nicht befürchten, durch ein "ohnehin kommendes Rauchverbot" frustriert zu werden, so Szymanski. Vielmehr behalte der Gastronom so weiterhin das Recht auf einen "Raucherraum".

Derzeit keine Initiativen seitens der EU erkennbar

Auch von der EU drohe den Raucherbereichen derzeit keine Gefahr, zeigt sich Szymanski überzeugt. So bestehe seitens der EU derzeit weder eine Initiative, noch sei eine Intention erkennbar, die auf die Erlassung eine verbindlichen Rauchverbots in der Gastronomie abzielt.

Rund 50.000 Euro hat Gergely die räumliche Trennung mittels einer elektrischen Schiebetür aus Glas in seinem Lokal "Silberwirt" gekostet. Die einfachste Lösung sei aber auch schon um 2.700 Euro machbar gewesen. An die Kollegen appellierte er: "Seid gescheit, macht das auch.", Bei den Reservierungen würden sich derzeit Raucher und Nichtraucher die Waage halten. (glicka, derStandard.at, 23. März 2010)


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Der Standard zu Stöger
« Antwort #7 am: März 25, 2010, 21:04:55 Nachmittag »


http://relevant.at/meinung/16907/den-pfusch-beheben.story

Dauerbrenner Rauchverbot
Chromorange/picturedesk.com
Der Standard
Eric Frey
Den Pfusch beheben
25.03.2010

"Stöger muss die Regierung überzeugen, dass nur ein totales Rauchverbot den Pfusch beheben kann."


2008 scheiterte das Rauchverbot in Lokalen an der Uneinigkeit der Regierungsparteien. Heraus kam ein Gesetz mit vielen Ausnahmen und Unterpunkten. Die Folge: In den meisten Lokalen wird geraucht wie eh und je. Jetzt ist Gesundheitsminister Stöger gefragt, so Eric Frey im "Standard":

Frey: Dass Österreichs Wirte seit zwei Jahren abwarten, ob sie in ihren Lokalen teure Trennwände oder Belüftungsanlagen einbauen sollen, ist verständlich. Denn noch immer ist unklar, was passiert, wenn ihre gesetzliche Schonfrist am 1. Juli abgelaufen ist, zeigt er ihr Dilemma auf. Gilt dann das Gesetz, das getrennte Räume für Raucher und Nichtraucher vorschreibt, wie es die heimische Regierung vorsieht? Oder doch das totale Rauchverbot, wie es die EU anstrebt? Für Wirte eine Überlebensfrage, denn so Frey: Warum sollten sie jetzt viel Geld in Umbauten investieren, wenn vielleicht sogar nur wenige Monate später das totale Rauchverbot EU-weit durchgesetzt wird?

Die jetzige Regelung, zeigt laut Frey die Praxis, bringe auf jeden Fall niemandem etwas: den Wirten nicht, und den Nichtrauchern erst recht nicht. Deshalb wäre es seiner Meinung endgültig an der Zeit, dass Minister Stöger ein totales Rauchverbot für Lokale im Parlament durchbringt. Das wäre endlich eine klare und konsequente Lösung, die einen Schlussstrich unter halbherzige Lösungen setze, so Frey.


http://relevant.at/meinung/16907/den-pfusch-beheben.story

Link: Zum ganzen Standard-Artikel

        * Kürsten: "Wieso wir dringend ein striktes Rauchverbot in Lokalen brauchen."
        * "Wenn man weniger Raucher will und die Nichtraucher schützen, dann macht man das einfach."
        * "Warum müssen Nichtraucher im weniger schönen Teil des Lokals sitzen?"
        * Stöger erteilt allgemeinem Rauchverbot eine Abfuhr
        * Stöger will Rauchverbot stärker kontrollieren
        * Rauchen verursacht ein Drittel aller Karzinome
        * Rauchen verursacht Diabetes
        * Rauchende Weaver sorgt für Protest gegen "Avatar"





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Gesunde Luft

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Der Standard "reitet wieder"
« Antwort #8 am: März 25, 2010, 21:22:23 Nachmittag »

http://derstandard.at/1269448207449/Raucherdebatte-Danke-genug-geregelt

Raucherdebatte - Danke, genug geregelt!
25. März 2010, 17:57
Schon hört man von Gefahren des "Passivtrinkens" und von möglichen Verboten, zu fettes Essen zu servieren - Wo soll das enden? - Von Conrad Seidl

Ausgerechnet die Grünen! Die Partei, die jahrelang von einem Kettenraucher geführt wurde und deren Gesundheitssprecher sich kokett als einen schwererziehbaren Raucher bezeichnet, wollte ein absolutes Rauchverbot in der Gastronomie durchsetzen - was vor allem jene Beiseln beträfe, die quasi das natürliche Biotop für die grüne Bewegung, speziell im städtischen Raum waren. Sind die Grünen plötzlich genussfeindlich geworden?

Nein, versicherten sie in der Parlamentsdebatte über ihren radikalen Vorschlag. Nach ihrer Lesart sind sie nur konsequent, wenn sie gute Luft nicht nur in Regionen mit hoher Feinstaubbelastung fordern, sondern eben auch in geschlossenen Räumen, in denen Menschen arbeiten. An den meisten Arbeitsstätten ist entsprechender Nichtraucherschutz durchgesetzt. Nur die Gastronomie bildet eine Ausnahme; selbst schwangere Kellnerinnen können sich dem Rauch am Arbeitsplatz kaum entziehen.

Das Argument des Arbeitnehmerschutzes wiegt schwer. Aber es ist dagegen abzuwägen, dass Gastronomen das anbieten sollen, was ihre Gäste wünschen - und nicht das, was die Tugendwächter der Gesetzgebung gerade nicht verbieten. Schon hört man von Gefahren des "Passivtrinkens" (also einem schlechten Vorbild, das Kindern in der Gastronomie gegeben wird) und von möglichen Verboten, zu fettes Essen zu servieren. Wo soll das enden? Am besten hier: Danke, es ist schon genug geregelt! (Conrad Seidl, DER STANDARD, Printausgabe, 26.3.2010

Gesunde Luft

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zusammenfassung von Medienberichten, Politikeraussagen
« Antwort #9 am: März 25, 2010, 21:25:10 Nachmittag »

http://www.oe-journal.at/index_up.htm?http://www.oe-journal.at/Aktuelles/!2010/0310/W4/52303Prauchen.htm

Grüne fordern Nichtrauchen in Lokalen           

erstellt am
23  03. 10
 Glawischnig: Stöger soll bis generelles Rauchverbot in Gastronomie verfügen
Die derzeitige Lösung ist für Glawischnig eine "typisch österreichische Nicht-Lösung"
Wien (grüne) - "Ich fordere Gesundheitsminister Alois Stöger (S) auf, bis 19. Mai einen Gesetzesentwurf für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie vorzulegen". Einen entsprechenden Dringlichen Antrag kündigte Bundessprecherin Eva Glawischnig am 23.03. in einer Pressekonferenz für die Nationalratssitzungen in den beiden kommenden Tagen an.

Glawischnig rechnet nach eigenen Angaben zwar nicht damit, dass ihr Antrag gleich morgen "blitzartig" beschlossen wird. "Ich hoffe aber auf Bewegung in der Sache und darauf, dass eine neue Diskussion stattfindet. Die Thematik werde jedenfalls in allen Fraktionen sehr kontroversiell betrachtet.


Die Bundessprecherin sieht die Zeit für einen "Kulturwandel" gekommen. "Ich sehe nicht ein, dass ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie in vielen Ländern erfolgreich funktioniert, bei uns aber nicht möglich ist". Glawischnig glaubt, dass es nach ein paar Monaten auch in Österreich von allen akzeptiert werden würde. "Beunruhigend" findet sie es, dass Stöger so tue, als ginge ihn das alles nichts an.

Die derzeitige Lösung ist für Glawischnig eine "typisch österreichische Nicht-Lösung". Die Definition der verschiedenen Lokaltypen und ihre Verpflichtungen zum Nichtraucherschutz sind schwammig formuliert. Die zu schaffende räumliche Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereiche in Lokalen über 49 Quadratmeter stellt die Gastronomen vor große finanzielle Herausforderungen. Zudem ist der ArbeitnehmerInnenschutz ein gewaltiges Problem. "Das Passivrauchen einer Zigarette durch eine werdende Mutter erhöht für das Kind den Herzschlag um 25 Prozent.


Glawischnig erinnert daran, dass das Rauchen für den Finanzminister ein Geschäft ist. Aus der Tabaksteuer nimmt der Staat 1,4 Milliarden Euro ein, 60 Millionen davon seien der Beitrag der Jugendlichenm denn: Die Hälfte der Jugendlichen raucht. Für Prävention würden aber nur zwölf Millionen investiert.
        

Vilimsky: Viele Bedienstete in der Gastronomie sind Raucher
Keine grüne Zwangsbeglückung!
Wien (fpd) - "Auch Bedienstete in der Gastronomie sollen das Wahlrecht haben, ob sie in einem Betrieb arbeiten wollen, in dem geraucht werden darf oder auch nicht. Dafür brauche es keinerlei grüne Zwangsbeglückung. Für die Freigabe von Haschisch einzutreten und im Gegenzug für ein totalitäres Rauchverbot in der Gastronomie einzutreten, bleibt den Grünen vorbehalten. Politik dieser Art zu betreiben, erklärt auch den Fall ins Bodenlose beim Wähler", so heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Harald Vilimsky in einer kurzen Replik auf die Grünen.
        

Hinterleitner für klaren Schlussstrich unter Debatte um generelles Rauchverbot
"Vertrauensschutz in den Fortbestand beschlossener Gesetze muss gesichert sein"
Wien (pwk) -"Wir haben ein Gesetz, das eingehend regelt, nach welchen Kriterien Raucher- bzw. Nichtraucherbereiche einzurichten sind. Ich halte nichts davon, wenn Einzelne immer wieder behaupten, die Regelung sei unklar und bereits jetzt nach einer Gesetzesänderung gerufen wird. Das ist kontraproduktiv", plädiert Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKÖ, für einen raschen und klaren Schlussstrich unter die Debatte um ein generelles Rauchverbot in Gaststätten in Österreich.

"Die Betriebe brauchen Rechtssicherheit, sie müssen sich auf den Bestand der erst kürzlich im Parlament beschlossenen Nichtraucherregelung verlassen können. Dies ist ein verfassungsrechtliches Grundprinzip des Rechtsstaates. Auch die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land haben ein Recht darauf, dass dieses Vertrauensprinzip von der Politik eingehalten wird und nicht bereits vor dem vollständigen Inkrafttreten von Gesetzen über mögliche Änderungen spekuliert wird." Daher fordert Hinterleitner die Politik auf, "eine klare Position zum bestehenden Gesetz zu beziehen."

Zwei Drittel der rund 70.000 österreichischen Gastgewerbebetriebe sind Mehrraumlokale, wo bereits eine entsprechende Raumtrennung besteht. Ein Sechstel der Lokale hat die vom Gesetzgeber eingeräumte Übergangsfrist bis 30.06.2010 in Anspruch genommen. Nach diesem Zeitpunkt gibt es in Betrieben über 50 Quadratmeter nur mehr baulich klar abgetrennte Nichtraucher- und Rauchbereiche oder komplette Nichtraucherlokale.

Wie die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt, bewirkt auch ein totales Rauchverbot in der Gastronomie nicht, dass in der Bevölkerung insgesamt weniger geraucht wird.

Die Tatsache, dass heutzutage bereits unter 14-jährige Jugendliche verstärkt zur Zigarette greifen, ist bedauerlich: " Hier handelt es sich aber um ein gesellschaftspolitisches Problem, das nicht auf die Gastronomie abgewälzt werden darf!" Stattdessen fordert Hinterleitner die für Gesundheitspolitik in Österreich Zuständigen auf, wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung der Ursachen zu ergreifen.
        

Ainedter: Raucher, ab ins Kinderzimmer?
Ainedter, Gründer der Plattform "Rauchfrei(heit)!" gegen Vorstoß der Grünen für generelles Rauchverbot
Wien (ecker) - Dem Vorstoß der Grünen, ein generelles Rauchverbot in Österreich zu fordern, kann Dr. Manfred Ainedter, der Gründer der Plattform "Rauchfrei(heit)!" nicht viel abgewinnen. Zum einen belegen aktuelle Zahlen, dass es im Kampf gegen das Rauchen wäre, zum anderen, weist ein solches Gesetz in eine falsche Richtung: "Wenn sich der Staat mit diesem neuen Gesetz dazu bekennt, Entscheidungen, die eigentlich in die Privatsphäre des einzelnen, mündigen Bürgers gehören, für diesen treffen zu wollen, sind wir an einer sehr kritischen Schwelle für unsere Gesellschaft angelangt", sagt Ainedter.

"Die persönliche Entscheidungsfreiheit der Menschen darf durch den Gesetzgeber nicht angezweifelt werden - weder durch unsere Regierung noch durch die EU. Ich bin überzeugter Europäer und unterstütze die Idee eines grenzüberschreitenden Miteinanders. Gleichzeitig sehe ich die überbordenden Regulative seitens der EU wie die jüngsten EU-Empfehlungen zur Verschärfung der Rauchverbote mehr als kritisch. Der empfohlene Einsatz von Rauchersheriffs oder die kostenlose Telefonhotline für Beschwerden, um die Öffentlichkeit zur Meldung von Verstößen zu ermutigen, sind für eine Demokratie unerträglich und ebnen den Weg zu einem neuen Denunziantentum", so Ainedter.

Generelles Rauchverbot ist im Kampf gegen das Rauchen wirkungslosDarüber hinaus seien solche Gesetze völlig wirkungslos: "Mehr als das Rauchen in die Privatsphäre zu verdrängen, worunter vor allem Kinder leiden, die sich anders als mündige Erwachsene nicht entscheiden können wo und wie sie ihre Abende verbringen, kann dieses Gesetz nicht", sagt Ainedter. "Verbote verbieten, verhindern aber nicht. Das zeigen die Zahlen aus anderen Ländern, in denen es bereits strenge Nichtrauchergesetze gibt. So wandelte sich das Minus beim Tabakverkauf unmittelbar nach dem neuen Gesetz in Frankreich mittlerweile in ein Plus um. Ähnliches beobachten wir in Spanien. In Italien haben sich die Nichtraucherzahlen auch kaum geändert und in England ist die Zahl der rauchenden männlichen Jugendlichen sogar gestiegen." Für Ainedter spricht deshalb nichts für ein Totalverbot - außer die neue Freude am Verbot und der Bevormundung selbst. "Ich bin mit der derzeitigen rechtlichen Situation sehr zufrieden. Der österreichische Weg hat sich als konsensfähige und intelligente Lösung zum Schutz der Nichtraucher herausgestellt, um den uns andere Länder beneiden", erklärt Ainedter.

Bei Bedarf entstehen Nichtraucherlokale von selbst
"Für mich ist es nicht nachvollziehbar, warum man Geschäftsleuten vorschreiben will, wie sie ihr Geschäft zu führen haben. Glauben Sie mir, jeder Lokalbesitzer wird gerne freiwillig auf ein völliges Nichtraucherlokal umrüsten, wenn die Mehrheit der Kunden das verlangt. Niemand wirtschaftet an den Bedürfnissen seiner Kunden vorbei - zumindest nicht sehr lange. Genauso wie es einen Markt für Nichtraucherlokale gibt, gibt es einen Markt für Raucherlokale. Im Sinne der Wahlfreiheit des mündigen Bürgers begrüße ich die österreichische Lösung. Bei den Clubbings sieht man es zur Zeit ganz deutlich, dass abseits von gesetzlichen Zwängen sinnvolle Lösungen entstehen. So halte ich es für eine gute Sache, dass in Wien Nichtraucher-Clubbings angeboten werden. Solche Aktionen helfen den Lokalbesitzern und Besuchern gute Entscheidungen für sich selbst zu treffen, die den Staat per se nichts angehen. Wenn sich unsere Gesellschaft weiter in Richtung Bevormundungs- und Verbotsgesellschaft entwickelt, werde ich womöglich demnächst kein fettiges Burenheidl mehr essen dürfen, muss den Staat um Erlaubnis fragen wenn ich heiraten will und wie viele Kinder meine Frau bekommen darf", sagt Ainedter abschließend. "Das ist kein schönes Zukunftszenario."

Über die Initiative "Rauchfrei(heit)!"
Die überparteiliche Initiative "Rauchfrei(heit)!", die von österreichischen Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Berufs- und Lebensbereichen getragen wird, sieht die Entwicklung, immer mehr Angelegenheiten der persönlichen Lebens- und Konsumgewohnheiten (in den EU-Mitgliedsstaaten) per Gesetz regeln zu wollen, höchst kritisch und nimmt das neue Tabakgesetz zum Anlass, einen offenen Diskurs zum Thema Freiheit des einzelnen, mündigen Bürgers anzustoßen. Ziel ist es, mit Aufklärung, Information und Dialog, einen nachhaltig erfolgreicheren Umgang mit dem gesundheitsrelevanten Thema "Rauchen" anzuregen, als dies gesetzliche Zwangsmaßnahmen je leisten könnten. Dabei soll einem adäquaten Nichtraucherschutz ebenso Rechnung getragen werden, wie dem Ende der Diskriminierung und der sozialen Ächtung der Raucher.
          

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Re: Medienberichte Österreich / Wien
« Antwort #10 am: März 31, 2010, 00:24:44 Vormittag »

Anzeigen lösen sich in Rauch auf

Der Druck auf Gastronomen und Politik, für rauchfreie Lokale zu sorgen, wächst.
Der Gesundheitsminister zögert.


Die Übergangsfrist für die Errichtung von Nichtraucherräumen endet mit 30. Juni. Erst zwei Prozent der 58.600 betroffenen Betriebe haben bereits umgebaut.

Die Nichtraucher machen mobil. 3197 Anzeigen allein gegen Wiener Wirte, die in ihren Lokalen (verbotenerweise) rauchen lassen, sind der Beweis. Doch die meisten dieser Anzeigen lösen sich in Rauch auf. Nur ganz selten wird gestraft. Personalmangel, so die offizielle Argumentation. Dabei reicht der Strafrahmen von 2000 bis 10.000 Euro.

Gesundheitsminister Alois Stöger kommt immer stärker in Bedrängnis. Er will sich aber nicht auf schärfere Maßnahmen festlegen: "Wir haben seit 2009 ein Tabakgesetz, und das gehört umgesetzt."

Teuer

Grünen-Chefin Eva Glawischnig attackierte am Dienstag Minister und Parlament frontal: "Man bekommt den Eindruck, dass die Parteien von der Tabakindustrie gesponsert werden." Das ist zumindest indirekt richtig: Die 1,8 Milliarden Euro jährlich aus der Tabaksteuer kann der marode Staatshaushalt gut gebrauchen. Glawischnig: "Wir fordern die rauchfreie Gastronomie."

Prof. Manfred Neuberger, Leiter der Abteilung Präventivmedizin an der Uni Wien, liefert Zahlenmaterial: "Die Folgeschäden des Rauchens verursachen pro Jahr 511 Millionen Euro Kosten."
Wenn weniger geraucht wird, verliert der Staat Geld, die Volksgesundheit wäre der Gewinner.

Beispiel Frankreich: 2007 wurden die Glimmstängel aus der Gastronomie verbannt. Der Absatz an Zigaretten allerdings steigt trotzdem an. "Das Steuer-Argument ist nicht haltbar. Wer Rauchen will, greift zum Nikotin", so der Spitzenmediziner. Neuberger fordert die Regierung auf, Geld in Kontrollen zu investieren, "wenn ein generelles Rauchverbot im Parlament schon keine Mehrheit finde".

Mit 1. Juli wird es für Gastronomen eng. Ab diesem Stichtag muss bei Lokalen über 50 m² mindestens die Hälfte der Fläche rauchfrei sein - baulich getrennt. Wer in den Umbau nicht investieren will, muss sein Lokal zum Nichtraucherlokal erklären.

Bleiben die Wirte: Sie lehnen ein generelles Rauchverbot ab. Christian Göttlich, Chef eines Espressos in Wien, erklärte nach der - rauchfreien - Grünen-Pressekonferenz: "Gäbe es bei mir kein Rauchen, hätte ich einen Verlust von bis zu 30 Prozent."

Nach Ostern wird Stöger das evaluierte Tabakgesetz präsentieren. Ein generelles Rauchverbot wird es nicht geben. Über Weisung könnte er die Länder zur Kontrolle der Wirten vergattern.


Taxler bestraft

In Salzburg geht es rauchenden Taxlern bei Ordnungsamts-Kontrollen an den Kragen. Wer beim Qualmen erwischt wird muss zahlen. Kürzlich traf es einen Taxifahrer am Hauptbahnhof. Die Strafe dafür: 15 Euro.

Artikel vom 30.03.2010 22:03 | KURIER | Michael Berger

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Über Religion, das Rauchverbot und das „rechte Eck“
« Antwort #11 am: April 10, 2010, 11:59:54 Vormittag »
Über Religion, das Rauchverbot und das „rechte Eck“


Das Vertrauen ist beschädigt

„Mithelfen, statt davonlaufen“, Gastkommentar, von Gudula Walterskirchen, 7.4.10


http://diepresse.com/home/meinung/gespraechsstoff/557364/index.do


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

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Bundesminister für Familie u. Jugend ist gegen generelles Rauchverbot in Lokalen
« Antwort #12 am: April 11, 2010, 23:15:41 Nachmittag »


http://www.krone.at/krone/S25/object_id__194416/hxcms/

"Krone": Abschließend eine Frage zum Rauchverbot in Lokalen: Muss ein Wirt, der die Kosten für den Umbau seines Lokals in Raucher- und Nichtraucherbereiche auf sich nimmt, damit rechnen, dass ein generelles Rauchverbot in Lokalen die Investition sinnlos macht?
Mitterlehner: Der Wirt kann meines Erachtens damit rechnen, dass es kurz- bis mittelfristig wohl zu keinem generellen Rauchverbot in Lokalen kommen wird. Dazu laufen die Mechanismen in der EU zu langsam: Bis es womöglich zu einer EU-Richtlinie kommt, dauert es noch.

"Krone": Reservieren Sie im Raucher- oder Nichtraucherbereich?
Mitterlehner: Im Nichtraucherbereich, weil ich nur in Jugendjahren ein paar Zigaretten gepafft habe. Es ist mir jedoch klar, dass es sehr ins Persönliche geht, wenn man den Menschen das Rauchen verbieten will. Allerdings ist zu bedenken, dass alle diese Maßnahmen zum Schutz der Arbeitnehmer im Lokal dienen.

Anmerkung:
Aha, das erinnert mich an den netten Centerleiter vom großen EKZ Arcade in Villach.
"Ich wäre ja für Rauchverbot in meinem Center, aber die Lokale halten sich nicht dran.
Ich habe Familie und wir gehen nie hier, sondern in NR.-Lokalen essen!"
Und:
Eine Pressevertreterin bei unserer Pressekonferenz in Villach, Ende Jänner sagte zum EKZ Arcade:
Mütter mit Kinder haben in einem EKZ nichts zu suchen, also kann geraucht werden. ICH habe sie aufgefordert die Oressekonferenz zu verlassen (Kärntner Tageszeitung!)!



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Österreich: Rauchersheriff musste Pfefferspray einsetzen
« Antwort #13 am: April 13, 2010, 00:36:25 Vormittag »
http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Rauchsheriff-nach-Attacke-schwer-verletzt-0685033.ece

Brutaler Krieg

Rauchsheriff nach Attacke schwer verletzt

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Raucher: Schon 15.000 Anzeigen »

Rauchverbot

© TZ ÖSTERREICH / KERNMAYER

Raucher und Nichtraucher bekriegen sich derzeit mit aller Brutalität. Ein Rauch-Sheriff wurde jetzt schwer verletzt. Doch er gibt nicht auf.
 
Dietmar Erlacher ist schwer gezeichnet. Der Rauch-Sheriff wurde attackiert und liegt nun schwer verletzt daheim: „Ich habe eine schwere Prellung und muss deswegen Schmerzmittel einnehmen. Zusätzlich habe ich einen Tinnitus bekommen und einen Schock. Heute muss ich mit einer Tinnitus-Infusions-Therapie beginnen.“

Vergangenen Freitag wollte er in einem Supermarkt-Restaurant in Wien Donaustadt essen gehen. Als er im Nichtraucherbereich Platz nimmt, erkennt er, dass die Trennwand zum Raucherbereich weit offen steht.

Erlacher bekam von einem Raucher Faustschläge
Das versetzt den militanten Nichtraucher in Rage. Sofort zückt er sein Handy, will ein Foto der Gesetzesübertretung machen. Einige Männer stürmen daraufhin auf ihn zu. Erlacher erinnert sich an die brutalen Minuten: „Der Kräftigste hat mit seiner Faust auf meinen Oberkörper geschlagen. Der Schläger – er war 20 cm größer als ich – hat nicht von mir abgelassen.“ Er beendete den schmerzvollen Angriff mit einem brutalen Konter: Erlacher zückte seinen Pfefferspray. Es war kein Einzelfall, die Liste der Attacken ist lang:

    * Am Karfreitag gab es in einem Lokal ein ÖSTERREICH-Foto-Shooting. Fotografin und Erlacher wurden wüst beschimpft und bedroht. Erst sechs Polizisten und drei Securities konnten den Streit beenden.
    * März 2009: In Mödling gab Erlacher 42 Anzeigen gegen Lokale ab, die gegen das Gesetz verstoßen. Währenddessen hat man auf dem Parkplatz der Bezirkshauptmannschaft die Luft aus seinen Reifen ausgelassen: „Ich habe es zum Glück gemerkt, sonst wäre es schlimm ausgegangen.“
    * Dem Anti-Raucher wurde vor zwei Monaten der Besuch von Rumänen angedroht: „Sie sollten mich mit Gewalt auf Linie bringen.

Die Angriffe zeigen den Stand der Diskussion ums Rauchen in Österreich. Beide Fronten beharren aggressiv auf ihren Standpunkten.

Auch Erlacher ist ein verbissener Kämpfer: Er widmet sein Leben dem Kampf gegen Raucher: „Ich kämpfe für das Allgemeinwohl – jährlich sterben 1.000 Passivraucher“. Sein Ziel verfolgt Erlacher kompromisslos. Er und seine Mitstreiter brachten bereits 15.000 Anzeigen gegen Lokale in denen verbotenerweise geraucht wurde ein.

Trauriger Hintergrund: Vor elf Jahren wurde bei ihm Blasenkrebs diagnostiziert – eine Krankheit, die angeblich jeder 10. Raucher bekommt. Verdacht besteht bei Erlacher außerdem auf Blasenkrebs. Doch trotz Verletzung machen die Sheriffs weiter: Sie planen derzeit weitere Schwerpunktaktionen.

ÖSTERREICH: Letzten Freitag wurden Sie angegriffen – wie kam es dazu?
Dietmar Erlacher: Um 13.00 Uhr wollte ich ins Interspar-Restaurant essen gehen. Als ich mich in den Nichtraucherbereich setzte, merkte ich, dass die Türen zu den Raucher-Lounges offen standen. Daraufhin wollte ich fotografieren. Plötzlich stürmten einige Leute auf mich zu und drohten mir Gewalt an. Der Kräftigste hat mit seiner Faust auf meinen Oberkörper geschlagen. Mein Schlüsselbein und zwei Rippen sind geprellt – man dachte sogar sie sind gebrochen. Der Schläger hat nicht von mir abgelassen.
ÖSTERREICH: Und wie haben Sie sich gewehrt?
Erlacher: Ich habe aus meiner Hosentasche meinen Pfefferspray herausgeholt und benützt. Dann wollte er mich sogar noch weiter schlagen. Ich bin dann weggelaufen.
ÖSTERREICH: Was geschah danach?
Erlacher: Ich habe mich sofort röntgen lassen. Dann bin ich zur Polizei, habe eine Mehrfach-Anzeige aufgegeben.
ÖSTERREICH: Haben Sie Angst?
Erlacher: Nach einigen Attacken muss ich schon sagen, ich habe wirklich Angst. Aber ich mache weiter – wir planen schon weitere Aktionen.


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Kurier: Gewalttätige zwangen Rauchersheriff zum Pfefferspray
« Antwort #14 am: April 13, 2010, 00:41:29 Vormittag »

"Kurier" vom 11.04.2010
Ressort: Seite 1
Seite: 1

Raucher-Sheriff wehrte sich mit Pfefferspray

Der Kampf Nichtraucher gegen Raucher eskaliert. In einem Disput mit uneinsichtigen Rauchern in einem Wiener Einkaufszentrum setzte sich der selbst ernannte Raucher-Sheriff Dietmar Erlacher mit Pfefferspray zur Wehr. Es hagelte Anzeigen. seite 13

Eskalation
Pfefferspray kontra harte Raucherfaust

Der selbst ernannte Raucher-Sheriff Dietmar Erlacher, 60, hat sein Kampagnen-Büro in der Steigenteschgasse in Wien-Donaustadt, gar nicht weit vom Donauzentrum. Klar, dass der Vorkämpfer für rauchfreie Lokale die Szene dort besonders scharf unter die Lupe nimmt. So war es auch am Freitag, als Erlacher zum Mittagessen das Restaurant eines von ihm schon oft beanstandeten Supermarktes aufsuchte. Speziell eine angeblich häufig offene Tür zur Nichtraucherzone des Lokals hatte dem Kämpfer wider dem blauen Dunst im Visier. Stets in Aktion, wollte er auch Freitag die Szene fotografisch dokumentieren.
Das irritierte prompt etliche ältere, aber resche Donaustädter Gäste, die den gebürtigen Tiroler aufforderten, damit aufzuhören. Ein Wort gab das andere, und plötzlich sah der Raucher-Sheriff Sterne. Ein rüstiger Pensionist, Rudolf Sch., 79, Raucher, hatte zugeschlagen. In Panik griff Erlacher zum stets mitgeführten Pfefferspray und sprühte den Angreifen eine Ladung ins Gesicht. Die Polizei beendete schließlich die Auseinandersetzung.
 Das Pfefferspray-Opfer musste wegen einer Augenreizung im Spital versorgt werden. Der Raucher-Sheriff ließ seine Blessuren (Prellung) in einer Ordination verarzten und dokumentieren. Beide Beteiligten kassierten eine Anzeige wegen Körperverletzung. Dabei gilt das von Erlacher gesetzte Delikt als schwerer wiegend, da es mit einer "Waffe" begangen wurde. Der sonst so unerschrockene Anti-Raucher-Kämpfer zeigte sich Samstag am Telefon doch etwas gedämpft.
Erlacher: "Es geht mir noch schlecht, ich konnte auch nicht wie geplant heim nach Tirol fahren." Es sei der erste Zwischenfall dieser Art gewesen, erklärte der Patient, dabei hätte er schon gut 1000 Aktionen in Lokalen durchgezogen und Anzeigen in Sachen Nichtraucherschutz gegen säumige Wirte gelegt. Seine Kampagne will er tapfer fortsetzen.
Ein heißer Sommer steht an. Schließlich endet mit Juli die Übergangsfrist für die räumliche Trennung von Raucher-und Nichtraucherzonen in größeren Lokalen. Aber noch vorher wollen Erlacher und seine Mitkämpfer die Gastronomie einer Landeshauptstadt unter die Lupfe nehmen. Hoffentlich lauern dort nicht so gefährliche Raucher, wie im Donauzentrum.