Autor Thema: 1.12.09 bis 31.1.2010: INFOS, speziell Politiker- und Medienberichte  (Gelesen 32639 mal)

0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
1.12.09 bis 31.1.2010: INFOS, speziell Politiker- und Medienberichte
« am: Januar 03, 2010, 13:53:26 Nachmittag »

Bitte hier hinein schreiben,

da die letzten 3 1/2 Monate vorerst pfutsch sind!


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
PROFIL, von übermorgen ............ Coverstory !!!!! DANKE !!!
« Antwort #1 am: Januar 09, 2010, 18:03:31 Nachmittag »

Ich freue mich und Dank an den Redakteur, dass meine Infos bestens eingearbeitet wurden:

profil.at
Alle Kanäle » profil.at

Republik der Raucher: Österreich ist die Nummer eins beim Zigarettenkonsum

In keinem Land der Welt rauchen mehr Menschen als in Österreich. Nirgends rauchen mehr Jugendliche.
Kaum irgendwo ist der Nichtraucherschutz schlechter.

Die Folgen für die Gesundheit: katastrophal.



Der Gruppendruck war übermächtig. „Bei uns in der Schule haben fast alle mit 13 schon geraucht, teils sogar auf dem Schulgelände“, erzählt die heute 16-jährige Lisa K., die schon mit 13 heimlich Zigaretten von ihren rauchenden Eltern abgezweigt hatte. Als die Mutter dahinterkam, „wollte sie nur, dass ich mir vor ihr eine Zigarette anzünde. Ab dann durfte ich zu Hause rauchen. Das war ihr lieber, als dass ich es heimlich tue“, so der Wiener Friseurlehrling. Heute raucht Lisa etwa eine halbe Schachtel pro Tag. Vom gesetzlichen Nichtraucherschutz in der Gastronomie hält sie wenig: „Das ist sinnlos. Es wird kaum kontrolliert, und daher hält sich auch niemand daran.“

Lisa steht für hunderttausende jugendliche Raucher in Österreich. In allen internationalen Statistiken liegt die Alpenrepublik mit ihrem Anteil an rauchenden Teenagern unangefochten auf Platz eins. Und es werden immer mehr. „Mit raffinierten Methoden versucht die Tabakindustrie, die Kinder zum Rauchen zu verführen“, erklärt Manfred Neuberger, Umwelthygieniker an der Medizinischen Universität Wien und Vizepräsident der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden. „Menthol- und Geschmackszusätze sollen dem Tabak die Schärfe nehmen, sodass er sich leichter und angenehmer inhalieren lässt.“ Das Einstiegsalter liegt bei elf Jahren, heute rauchen in Österreich schon mehr Mädchen als Buben (siehe Grafik Seite 79), was bei Gesundheitsexperten die Alarmglocken schrillen lässt: Mädchen haben feinere Bronchien, bei gleichem Tabakkonsum sind die Schäden größer als bei Burschen.

Österreich ist ein Raucher-Mekka. Laut „Guinness World Records 2008“ führte die Alpenrepublik im Jahr 2005 mit einem Raucheranteil von 36,3 Prozent der Bevölkerung die Weltrangliste der Raucherländer an (siehe Faksimile auf Seite 80). Zwar ist der Zigaretten-pro-Kopf-Verbrauch in China und in einigen osteuropäischen Ländern höher als bei uns, aber wir haben die relativ größere Anzahl von Tabakkonsumenten. Rauchverbote am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln haben daran nichts geändert. Und wie es scheint, ändert auch die vor Jahresfrist in Kraft getretene Ausdehnung des Nichtraucherschutzes auf Gaststätten und Restaurants so gut wie nichts.

Die Bestimmungen sind zu kompliziert, aufgrund von Ausnahmen, Übergangsfristen und aus Angst vor Schmutzkonkurrenz scheuen viele Wirte vor den gesetzlich vorgeschriebenen baulichen Trennungen in Raucher- und Nichtraucherzonen zurück und warten ab. Andere ignorieren einfach das Gesetz, so wie es auch viele Behörden tun. „Man kann nicht den Nichtraucherschutz auf dem Rücken der Wirte austragen, das haut nicht hin“, sagt Franz Sabbadini vom Restaurant Guzzi in der Wiener Heumühlgasse. „Bei uns herrscht Krieg. Ein Gast fragt: ‚War­um darf der mit seinem fetten Hintern auf einem Nichtraucherplatz sitzen?‘ Da kommen Gäste, die rauchen wollen, aber Platz gibt es nur in der Nichtraucherzone. Also gehen sie wieder. Das ist ein untragbarer Zustand. Es muss eine klare politische Lösung geben.“

Ähnlich äußert sich auch Heinz Kammerer, Chef der Gastro- und Handelskette Wein & Co. „Ich begrüße jegliche Diskussion, die dazu führt, dass dieses dumme Gesetz, das die große Koalition beschlossen hat, aufgehoben wird. Entweder man setzt in allen Lokalen ein Rauchverbot durch oder gar nicht, sonst hat es keinen Sinn.“ Die Sonderregelung, dass tausende Lokale unter einer Fläche von 50 Quadratmetern ohne jegliche Auflagen hinsichtlich Entlüftung und Arbeitnehmerschutz selbst entscheiden können, ob sie sich als Raucher- oder Nichtraucherlokale deklarieren, sei unfair und verzerre den Wettbewerb. Wein & Co als große Gastrokette hingegen müsse nun innerhalb eines halben Jahres Raucherkojen bauen, was zeitlich und organisatorisch so gut wie unmöglich sei.

Vom 1. Jänner bis 30. September 2008 hatte Kammerer seine Gastroläden freiwillig als Nichtraucherlokale geführt. „Das hat uns Ertragseinbußen von mehreren hunderttausend Euro gekostet“, berichtet Kammerer. „Wir haben zwar viele Mails von Nichtrauchern bekommen, die unsere Entscheidung sehr begrüßt haben, aber offenbar haben sie dann unsere Lokale trotzdem nicht besucht. Somit haben wir diese Entscheidung wieder revidiert.“

Helmut Hinterleitner, Fachverbandsobmann Gast­ronomie in der Bundeswirtschaftskammer, hält das Gesetz für absolut realitätsfremd. Weil es je nach Lokaltyp unterschiedliche Interessen gebe, plädiert er dafür, die Entscheidung über Raucher- oder Nichtraucherlokal den Wirten zu überlassen. „Im Restaurantbereich besteht beispielsweise ein großes Interesse an Nichtraucherlokalen seitens der Gastronomie selbst, da Zigarettenrauch beim Essen ohnehin eher als störend empfunden wird. Dagegen würden vor allem Lokale, bei denen es mehr um die Kommunikation geht, wie eben bei kleinen Bars oder Dorfwirtshäusern, unter dem Nichtraucherschutz leiden.“ Hinterleitner glaubt, dass im Fall eines rigorosen Rauchverbots wie in Italien oder Irland 5000 österreichische Gastronomiebetriebe zusperren müssten und 12.000 Arbeitsplätze verloren gingen.

Breite Ablehnung. Unzufrieden mit der Situation ist aber nicht nur die Gastronomie, sondern auch die Bevölkerung. Ende Dezember veröffentlichte der ORF Steiermark das Ergebnis der Umfrage „Was halten Sie vom Nichtraucherschutzgesetz?“. Zwei Drittel der Befragten sprachen sich für ein generelles Rauchverbot aus, ein schwaches Drittel plädierte dafür, dass die Wirte selbst entscheiden sollten, wie sie es mit dem Rauchen in ihren Lokalen halten. Nur knapp drei Prozent gaben sich mit der derzeitigen Lösung zufrieden. „Wir haben schon 2008 in der Begutachtungsphase gewarnt und gesagt: In dieser Form wird das Gesetz zu einem Chaos führen“, sagt Manfred Neuberger, Umwelthygieniker an der Medizinischen Universität Wien und Vizepräsident der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden. „Dieses Gesetz schadet allen Beteiligten, und es kostet mehr als ein Rauchverbot, das fast kostenlos einzuführen wäre. Und es würde die Herzinfarktrate innerhalb eines Jahres um mindestens zehn Prozent senken.“

Schon vor Wochen zeigte sich SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger „über die nicht gesetzestreue Umsetzung des Tabakgesetzes in der Gastronomie“ verärgert. Auch mit den zuständigen Bezirksbehörden ging der Minister hart ins Gericht: „Ich erwarte mir, dass das Gesetz auch vollzogen wird.“ Nachdem Stöger aber vorerst nur „evaluieren“ will, was jeder mit freiem Auge sieht – nämlich, dass das Gesetz keine befriedigende Lösung gebracht hat, bleibt vorderhand alles beim Alten, obwohl alle Seiten mit der Situation unzufrieden sind. Die Raucher, weil sie nicht mehr in allen Lokalen frei rauchen dürfen; die Nichtraucher, weil sie in Restaurants und Einkaufszentren nach wie vor dem Zigarettenqualm ausgesetzt sind; die Wirte, weil sie verunsichert sind, ob sie um teures Geld eine Raumtrennung und eine neue Entlüftung einbauen und damit dem Gesetz genüge tun sollen, obwohl vielleicht ohnedies die EU in ein, zwei Jahren ein Rauchverbot ohne Wenn und Aber verfügt.

Drakonische Strafen. Die geringsten Sorgen machen sich die Tabakverschleißer. Peter Trinkl, Bundesgremialobmann der Trafikanten Österreichs, kann noch von keinen Ertragsrückgängen berichten, obwohl die Möglichkeiten zum Tabakkonsum in den vergangenen Jahren bereits in der Arbeitswelt und in öffentlichen Gebäuden eingeschränkt wurden: „Die Raucher suchen sich ihre Plätze“, sagt er. Ob es nach dem 30. Juni, wenn die Übergangsfrist für Umbauten zur Trennung von Raucher- und Nichtraucherräumlichkeiten in der Gastronomie endet, Umsatzeinbußen geben wird, lasse sich noch nicht abschätzen, „aber je geringer der Platz für Raucher ist, desto mehr werden sich überlegen aufzuhören. Wir wissen allerdings aus dem Ausland, dass es eine Delle beim Umsatz gibt, die sich rasch wieder erholt.“

In nahezu allen EU-Ländern gibt es mittlerweile einen strengen gesetzlichen Nichtraucherschutz auch in der Gastronomie, vielfach schon seit Jahren. Verstöße gegen die Bestimmungen werden mit teils drakonischen Strafen geahndet. Nur Österreich leistet sich den Luxus, mit seinen laxen Bestimmungen in einer Reihe mit Ländern wie Serbien, Montenegro und Albanien zu stehen. „Es ist jedes Mal ein Albtraum für mich, wenn ich nach Österreich komme“, berichtet die Wiener Geschäftsfrau Vera Badian, eine ehemalige Kettenraucherin, die seit sieben Jahren in ­Miami lebt. „Auf der Straße bläst dich jeder an, auf dem Weg ins Zimmer durch die Hotelbar wirst du geselcht. In einem Nobelrestaurant in der Wiener Innenstadt hab ich den Ober gebeten, er möge dem Herrn am Nebentisch das Zigarrenrauchen verbieten. Das war nicht möglich. Du zahlst 600 Euro, und dann stinkt der neben dir, dass du glaubst, du speibst ins Essen. So etwas gibt es nur noch in Österreich.“

Nichtraucherschutz-Aktivisten, die das gesetzwidrige freie Qualmen unterbunden sehen wollen und diesbezügliche Beobachtungen an die Behörden melden, berichten von zahllosen Frustrationserlebnissen. Nach dem Gesetz muss der Wirt in Restaurants und Gaststätten über 80 Quadratmeter abgetrennte Raucherräume einrichten. „Ich kenne im 21. und 22. Wiener Gemeindebezirk kein einziges Lokal, das sich daran hält“, sagt Dietmar Erlacher, Bundesobmann des unabhängigen Vereins „Krebspatienten für Krebspatienten“, in dem mehrere Selbsthilfegruppen vereinigt sind. „Da steht beispielsweise an der Tür ‚Abgetrennter Raucherraum im Lokal‘, aber den Raum gibt es nicht.“

Mit viel Energie kämpfen Erlacher und seine Mitstreiter für konsequenten Nichtraucherschutz. Ihr stärkstes Argument beziehen sie aus Mortalitätsraten der Statistik Austria, die im vergangenen Herbst auch Thema im steirischen Landtag waren: In Österreich sterben demnach jährlich etwa 11.000 Personen an den Folgen des Tabakkonsums und mehr als 1000 an den Auswirkungen des Passivrauchens. Erlacher verkürzt das zu der Formel, in Österreich würden täglich drei Nichtraucher sterben, nur weil es keinen wirksamen Schutz vor dem Zigarettenqualm gebe. „Tatsächlich belegen internationale Studien, dass Passivrauchen bei Personen mit vorgeschädigten Koronargefäßen einen akuten Herzinfarkt auslösen kann“, erklärt Umwelthygieniker Neuberger.

Die Schädlichkeit des Tabakrauchens wurde lange Zeit ausschließlich mit Lungenkrebs assoziiert. Der Lungenkrebs ist aber erst die mögliche Spätfolge eines Leidens, das sich schon viel früher manifestiert – die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (Chronic Obstructive Pulmonary Disease, COPD). Diese ist durch den fortschreitenden Verlust von Atemvolumen gekennzeichnet, weil sich die Bronchien immer weiter verengen. Das Heimtückische dieser Krankheit ist, dass man sie erst bemerkt, wenn die Lunge bereits zu 40 bis 50 Prozent geschädigt ist. Wer dann mit dem Rauchen aufhört, kommt aber mit seiner Reue zumeist schon zu spät – der Zerstörungsprozess im Atemorgan hat sich verselbstständigt und schreitet schleichend weiter voran. „COPD ist ein Problem, das uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten begleiten wird. Ein Effekt, den wir aus den sechziger und siebziger Jahren mitschleppen“, sagt der Pulmologe Wolfgang Popp, Ärztlicher Leiter von „Gesunde Lunge – Institut für Atemwegs- und Lungenerkrankungen“ in Wien-Floridsdorf.

Krankheit der Zukunft. Wissenschafter sehen in der COPD eine der dominierenden Krankheiten des 21. Jahrhunderts. Schon im Jahr 2020, so schätzen Pulmologen, könnte ein Viertel bis ein Drittel aller Todesfälle auf diese Erkrankung zurückzuführen sein. Eine von Michael Studnicka, Primarius der Lungenabteilung am Landeskrankenhaus Salzburg, geleitete Arbeitsgruppe erhob in den Jahren 2005 und 2006 unter dem Titel BOLD-Studie die Verbreitung dieser Krankheit im Bundesland Salzburg. Zu diesem Zweck wurden mehr als 2000 Personen im Alter von über 40 Jahren angeschrieben und gebeten, einen Fragebogen auszufüllen und sich zum Lungenfunktionstest zu melden. Für 1258 Personen liegt nun ein vollständiger Datensatz vor.

Ergebnis: Ein Viertel der Salzburger Bevölkerung im Alter von mehr als 40 Jahren leidet an COPD im Stadium eins oder höher, bei elf Prozent hat die Krankheit bereits Stadium zwei oder höher erreicht, wo das Leiden unbedingt behandelt gehört. Aber nur fünf Prozent der Probanden hatten schon vor Studienbeginn die Diagnose COPD, wobei es viele falsch-positive oder auch falsch-negative Befunde gab. Das bedeutet, dass gut ein Drittel der Salzburger Bevölkerung im Alter von über 40 Jahren an COPD im leichten bis fortgeschrittenen Stadium leidet. „Ein erschreckendes Ergebnis“, urteilt der Pulmologe Bernd Lamp­recht, Mitautor der Studie.
Wie es einem COPD-Patienten geht, schildert der Wiener pensionierte kaufmännische Angestellte Peter Strom, 71, der zwischen dem 15. und 55. Lebensjahr bis zu 60 Zigaretten täglich geraucht hat. Dann musste er das Qualmen wegen zunehmender Atemnot aufgeben.

Wenn er ein paar Schritte geht oder ein paar Stufen steigen muss, fehlt ihm rasch die Luft. Zeitweilig nahm er Atemunterstützung aus einer Sauerstoffflasche, die er außer Haus auf einem kleinen Wagen hinter sich herzog. Plastikschläuche transportierten den Sauerstoff in seine Nase.
Er meidet Massenansammlungen oder Plätze, wo geraucht wird, „Rauchgeruch ist für mich unerträglich“, sagt er. Strom findet es absolut unverständlich, dass es ein Tabakgesetz „mit mehr Ausnahmen als Regeln gibt. In Italien, Frankreich, Irland gibt es klare Bestimmungen, dort funktioniert der Nichtraucherschutz“. Er könnte „schreien“, wenn er Kinder auf der Straße rauchen sieht.

Lehrbeispiele. Herbert Jamnig, Primarius der Lungenabteilung am Landeskrankenhaus Natters bei Innsbruck, versucht seit Jahren, Schulkindern die Folgen des Rauchens anschaulich vor Augen zu führen. Er organisiert Besuche von Schulklassen, die mit Unterstützung des Landes per Bus angekarrt werden. „In manchen Klassen rauchen 50 Prozent der Vierzehnjährigen“, weiß der Pulmologe. Die Schüler hören Vorträge zur Gesundheitsvorsorge und dürfen dann mit Lungenkrebs- und COPD-Patienten reden. Ob das die Kinder beeindruckt? Jamnig versucht es nicht mit Zeigefinger und Moralpredigten, denn das könnte leicht das Gegenteil bewirken. Stattdessen erklärt er den Schülern, wie „die neue Volkskrankheit COPD“ und Lungenkrebs entstehen, dass Rauchen die größte Indoor-Feinstaubbelastung darstelle, die es gibt. „Sie liegt fünf- bis zehnmal höher als die Grenzwerte für die Außenluft“, erklärt der Mediziner.

Auf die Frage, ob es Momente gebe, welche die Schüler beeindrucken, sagt er: „Wenn sie Menschen sehen, die ohne Sauerstoffflasche nicht mehr gehen können, beeindruckt sie das mehr als ein Patient mit Lungenkrebs. Oder wenn wir den Mädchen sagen, welche Auswirkungen das Rauchen auf das Baby im Mutterleib hat.“ Frauen, die in der Schwangerschaft rauchen, hätten eine höhere Neigung zu Fehl- oder Frühgeburten, es gebe mehr Frühchen mit unterentwickelten Lungen, mehr Fälle von plötzlichem Kindstod, die Kinder würden vermehrt zu Asthma neigen und seien die COPD-Patienten von morgen, erklärt der Lungenfacharzt den Schülern. Noch weitgehend unbekannte Informationen über die Wirkung des Tabakrauchs würden die Kinder naturgemäß mehr beeindrucken als bereits bekannte. Etwa, dass der Feinstaub das Gefäßsystem direkt schädige, was zu Lungen- und Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes führen könne.

Chronische Infekte. Seit Jahren ist das Rauchen auch Dauerthema unter Schulärzten. Zwar gibt es in den Schulen keine Raucherräume mehr, aber viele Schüler gehen in der Pause auf die Straße. Noch gravierender sei aber das Rauchen der Eltern und teils auch der Schüler im Haushalt, berichtet Judith Glazer, Allgemeinmedizinerin in Baden bei Wien sowie Präsidentin der Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte Österreichs. Gemeinsam mit dem Wiener Lungenfacharzt Wolfgang Pohl vom Gesundheitszentrum Alt-Hietzing startete Glazer eine Schwerpunktaktion mit Lungenfunktionstest bei Schülern der ersten Gymnasialklassen in Niederösterreich. Bei kritischen Ergebnissen wurden die betreffenden Schüler an Lungenfachärzte zur weiteren Abklärung verwiesen. „Wir haben einiges aufgedeckt“, berichtet Glazer. „25 bis 30 Prozent der Schüler haben Probleme mit chronischen Atemwegserkrankungen.“ Häufiger Grund ist auch das Passivrauchen, das es nicht nur im Haushalt und im Auto, sondern nach wie vor auch im öffentlichen Raum gibt.

In vielen Einkaufszentren, wo der Nichtraucherschutz schon seit Jahren verwirklicht sein sollte, weil sie den Charakter öffentlicher Gebäude haben und auch von Kindern und Schwangeren besucht werden, wird das Tabakgesetz nicht einmal ignoriert. Während die Bezirkshauptmannschaft Mödling Wirte, die in der Shopping City Süd gegen das Tabakgesetz verstießen, mit saftigen Strafen bedachte, scheinen sich die Wiener Bezirksbehörden für derlei Verstöße nicht zu interessieren. Ob im Donauzent­rum, in den Einkaufszentren Columbusplatz, Gasometer, Wien-Mitte, Auhof, Millennium oder Lugner City – überall wird auf allgemein frequentierten Flächen gepafft, als hätte es das Gesetz nie gegeben.
Nichtraucherschutz-Aktivist Erlacher und seine Sympathisanten haben mittlerweile quer durch Österreich mehr als 4000 Verstöße gegen das Tabakgesetz über ihre Website www.rauchersheriff.at gesammelt und an die Behörden gemeldet, mit Durchschlägen an die zuständigen Politiker. Bisher ohne Erfolg. „80 bis 90 Prozent der Lokale in Einkaufszentren haben keinen Nichtraucherschutz“, so Erlacher.

Bundesweite Prüfung. Das gleiche Bild zeige sich in Konditoreien, Bars, Tanzlokalen oder auch in Spitälern. „Kennen Sie eine Aida- oder Oberlaa-Konditorei in Wien, die rauchfrei ist?“, fragt der selbst ernannte Rauchersheriff. „Das einzige rauchfreie Lokal im Wiener AKH ist das Starbucks. Im Café Klinikum können Sie die Luft schneiden.“

Weil Erlacher Behörden verdächtigt, die „Anzeigen“ zu schubladisieren oder absichtlich zu ignorieren, wandte er sich mit einer kompletten Liste aller von ihm und seinen Mitstreitern gesammelten Gesetzesverstöße an Volksanwalt Peter Kostelka, der inzwischen tatsächlich tätig geworden ist. „Wir sind der Initiative von Herrn Erlacher sehr dankbar und haben ein bundesweites Prüfungsverfahren eingeleitet“, berichtet Heidi Pacher, Leiterin von Kostelkas Geschäftsbereich. Eines der Probleme ist, dass die Aktivisten nur anonyme Meldungen anstatt Anzeigen erstatteten, bei denen sich jeweils ein Zeuge zur Verfügung stellen müsste, was rechtlich ein anderes Gewicht hätte.

„Es sind nun etliche Fragen zu klären“, sagt Pacher. „Warum funktioniert es im Einkaufszentrum Leoben und in anderen nicht? Im Wiener Donauzentrum tun die so, als ob es die Rechtslage nicht gibt. Wenn man das nach einem Jahr so offen und teilweise provokant tun kann, dann glaube ich, dass die behördliche Verfolgung nicht funktioniert.“

Mitarbeit: Tina Goebel

9.1.2010 14:33


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
1.12.09 bis 31.1.2010: INFOS, speziell Politiker- und Medienberichte
« Antwort #2 am: Januar 11, 2010, 21:19:29 Nachmittag »

Dank an die Raucher

von KrisenFrey  |  10. Jänner 2010, 12:56
http://derstandard.at/1262209187747/Blog-KrisenFrey-Dank-an-die-Raucher

-------------------------------------------------------------------------------------------------------


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
1.12.09 bis 31.1.2010: INFOS, speziell Politiker- und Medienberichte - FPÖ/BZÖ
« Antwort #3 am: Januar 13, 2010, 00:25:14 Vormittag »
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100112_OTS0111
+
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100112_OTS0148

Im Monatsabstand bringen FPÖ und BZÖ, scheinbar die militanten Raucherparteien,
die Aufrufe, dass die Wirte selber entscheiden können sollen,
ob sie schuld an vorsätzlicher Körperverletzung mit tödlichem Ausgang haben,
oder doch nicht - sprich Raucherlokale sind, oder nicht.

Seit 1.1.2005 ist Rauchverbot in allen EKZ und Öffentl. Gebäuden! Ist das FPÖ und BZÖ nicht bekannt?
Ebenso seit 1.1.2009 gilt der NR.-Schutz lt. Tabakgesetz bei Straßenlokalen, mit Strafen von bis zu 2.000.-,
sowie bis zu 10.000.- bei jeder Wiederholung!

Ruft Strache zum Gesetzesbruch auf?
Er soll besser seinen Wirtn sagen, 2008: 11.000 Rauchertote und 1.0


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
1.12.09 bis 31.1.2010, BM. Hundstorfer: "Na und ............."!
« Antwort #4 am: Januar 13, 2010, 00:53:00 Vormittag »
Dem
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer
ist es scheibar egal,
wenn täglich 3 Konsumenten als Passivrauchtote sterben,
wenn 11.000 Rauchertote jedes Jahr zu beklagen sind!
Wenn 50 % aller Krebserkrankungen durch den tödlichen Tabakrauch entstehen,
und tausende, vom Kleinkind bis ...... chronisch erkranken!


Herr BM., sind Sie verheiratet, haben Sie Kinder, vielleicht Enkel?
Jeder vierte Mensch in Österreich erkrankt an Krebs! Schöne Aussichten!



Von: Szymanski, Eva-Elisabeth [mailto:Eva-Elisabeth.Szymanski@bmask.gv.at]
Gesendet: Samstag, 28. November 2009 16:25
An: krebspatient-krebsforum@utanet.at
Betreff: Anonyme Anzeigen wegen Nichteinhaltung des Rauchverbots nach dem Tabakgesetz

Sehr geehrte Damen und Herren!

In den letzten Tagen haben Sie an Herrn Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer mehrere anonyme Anzeigen betreffend die Nichteinhaltung des Tabakgesetzes in Gasträumen von Gastgewerbebetrieben weitergeleitet.

Dazu ist klarzustellen, dass Gasträume in Gastgewerbebetrieben öffentliche Räume im Sinn des Tabakgesetzes sind und nicht Arbeitsräume im Sinn der Arbeitnehmer/innenschutzvorschriften.  Es handelt sich bei den Vorschriften des Tabakgesetzes um Vorschriften im Rahmen des Kompetenztatbestandes "Gesundheitswesen" und nicht um Vorschriften im Rahmen des Kompetenztatbestandes "Arbeitsrecht".

Für die Regelungen des Tabakgesetzes ist ausschließlich das Bundesministerium für Gesundheit zuständig und nicht das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Nur dann, wenn es um den Nichtraucher/innenschutz in Betriebsräumen geht, die nur Betriebsangehörigen (und nicht auch Gästen bzw. Kunden) zugänglich sind, kommen die Regelungen zum Schutz der Nichtraucher/innen des Arbeitnehmer/innenschutzrechts zur Anwendung, deren Einhaltung von der Arbeitsinspektion zu kontrollieren ist.

Mit freundlichen Grüßen

E. Szymanski
 
BUNDESMINISTERIUM FÜR
ARBEIT, SOZIALES UND
KONSUMENTENSCHUTZ
SEKTIONSCHEFIN PROF.in DR.in EVA-ELISABETH SZYMANSKI
Leiterin der Sektion Arbeitsrecht und Zentral-Arbeitsinspektorat
A-1040 Wien, Favoritenstraße 7
Tel: +43 (1) 711 00 - 6464
Fax: +43 (1) 711 00 - 2190
eva-elisabeth.szymanski@bmask.gv.at
http://www.arbeitsinspektion.gv.at
http://www.bmask.gv.at


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
Re: 1.12.09 bis 31.1.2010: Arbeitsinspektion .........
« Antwort #5 am: Januar 13, 2010, 01:06:11 Vormittag »



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Novak, Renate [mailto:Renate.Novak@bmask.gv.at]
Gesendet: Mittwoch, 02. Dezember 2009 18:03
An: erl@utanet.at
Cc: Marat, Eva-Maria
Betreff: WG: Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz

Sehr geehrter Herr GF Erlacher!

Zu Ihrer E-Mail-Anfrage darf ich auf die Website der Arbeitsinspektion verweisen - hier sind die wesentlichsten Aspekte von Tabakrauch am Arbeitsplatz aus ArbeitnehmerInnenschutzsicht zusammengefasst (Ihr Link war nicht zu öffnen):
http://www.arbeitsinspektion.gv.at/AI/Arbeitsstaetten/Nichraucherschutz/default.htm

Schutz der NichtraucherInnen im allgemeinen bzw. das Tabakgesetz selbst ist eine Materie des Gesundheitsrechts - Näheres siehe Website des Gesundheitsministeriums:
http://www.bmgfj.gv.at/cms/site/standard.html?channel=CH0756&doc=CMS1157719354616

Sollte eine konkrete Frage zum Sicherheits- und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz offen sein bitte um AW per E-Mail an:
vii3@bmask.gv.at

Mit freundlichen Grüßen, Renate Novak


      BUNDESMINISTERIUM FÜR
      ARBEIT, SOZIALES UND
      KONSUMENTENSCHUTZ


      Favoritenstraße 7, 1040 Wien

      Dr.in Renate NOVAK
      Zentral-Arbeitsinspektorat
      Abteilung VII/3 (Legistik, Rechtsangelegenheiten)

      Tel: +43 (1) 711 00 DW 6283
      Fax: +43 (1) 718 94 70 DW 2583
      renate.novak@bmask.gv.at
      http://www.arbeitsinspektion.gv.at
      http://www.bmask.gv.at



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Binder, Hans Im Auftrag von * VII BS1
Gesendet: Mittwoch, 02. Dezember 2009 12:29
An: * VII/3
Betreff: WG: Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: erl [mailto:erl@utanet.at]
Gesendet: Dienstag, 01. Dezember 2009 23:11
An: * VII BS1
Betreff: Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz

Kontakt - "Bereich Arbeitsrecht"
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Stubenring 1 1010 Wien
Telefon: (01) 711 00 - 0

E-Mail: viibs1@bmask.gv.at


Sehr geehrte Frau Mag. Dr. Marx,
nachstehende Aufstellung ist ggf. überholt.
Bitte können Sie mir neuere Informationen zum Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz mailen.
Besten Dank im Voraus für Ihre prompte Erledigung!
Mit freundlichen Grüßen
D. Erlacher GesmbH
Dietmar Erlacher, GF.


----------------------------------------------------------------------------
----------
Fr. Mag. Dr. Marx/6432
Geschäftszahl:
BMWA-461.304/0018-III/3/2007
Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz, diverse Fragen http://www.arbeitsinspektion.gv.at/NR/rdonlyres/D9DB0FF8-1942-4F76-A56A-164C
44B58490/0/4613040018_07.pdf



Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
1.12.09 bis 31.1.2010: S.g.Hr. Bundespräsident Dr. Fischer
« Antwort #6 am: Januar 13, 2010, 15:19:34 Nachmittag »
Von: krebspatient-krebsforum [mailto:krebspatient-krebsforum@utanet.at]
Gesendet: Dienstag, 29. Dezember 2009 02:03
An: 'heinz.fischer@hofburg.at'
Cc: 'michael.haeupl@wien.gv.at'; 'sonja.wehsely@ggs.wien.gv.at'; 'oliver.birbaumer@wien.gv.at'; 'alois.stoeger@bmg.gv.at'; 'reinhold.mitterlehner@bmwfj.gv.at'; 'Rudolf.Hundstorfer@bmask.gv.at'; 'herbert.tumpel@akwien.at'; 'erich.foglar@oegb.at'; 'androulla.vassiliou@ec.europa.eu'; 'Vladimir.Spidla@ec.europa.eu'; 'vaa@volksanw.gv.at'; 'werner.faymann@bka.gv.at'; 'josef.proell@bmf.gv.at'; 'eva.glawischnig-piesczek@gruene.at'; 'christine.marek@oevp-wien.at'; 'thomas.faustmann@orf.at'; 'christine.buchacher@orf.at'

Betreff: Hilferuf an Herrn Bundespräsident Dr. Fischer! 2009: 14.000 Rauchertote + 1.400 Passivrauchtote! Hans Rauscher, a la Hans Moser: da evaluieren wir halt! 67,87 % wünschen ein generelles Rauchverbot!

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Dr. Fischer,

nachdem unser Gesundheitsminister weiterhin zusieht, wie täglich 3 bis 4 Passivrauchtote zu beklagen sind, es unserem Bundeskanzler nicht gelingt den Nichtraucherschutz zur Chefsache zu erklären, ersuchen wir Sie, für uns das Volk, für generell rauchfreie Lokale zu sorgen.

Zwei Drittel der Österreicher wünschen generell rauchfreie Lokale (siehe unten). Denn der tödliche Tabakrauch ist nicht nur Schuld an Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes, Asthma, Allergien etc., sondern auch verantwortlich für 50 % aller Krebsarten! Bitte nehmen Sie sich etwas Zeit, um - nach Tausenden Lokalbesuchen - unsere Analyse in der Anlage zu lesen.

37.000 Krebsneuerkrankungen, 17.000 Krebstote, 14.000 Rauchertote, 1.400 Passivrauchtote müssen deutlich reduziert werden. Unvorstellbares Leid bei Betroffenen, Angehörigen, Verwandten, Bekannten erleben wir als ehrenamtlich und gemeinnützig tätige, selbst Betroffene, bei den Treffen der Selbsthilfegruppen und bei Besuchen im Krankenhaus.

Danke im Voraus für Ihr persönliches Bemühen zum Wohle der gesamten Bevölkerung!

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Erlacher, Krebspatient
       
                         K f K
  Verein Krebspatienten für Krebspatienten
Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                     Österreich
    Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
Initiative Rauchfreie Gaststätten: www.sis.info
Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
    Tel. 01-577-2395, Mobil 0650-577-2395
kontakt@krebspatient.at  www.krebsforum.at
    Dietmar Erlacher, Bundesobmann


-------------------------------------------------------------------------------------------------------

president-office@hofburg.at

......... die Antwort war "nichts sagend", z. B."Sie haben sich bereits an die richtige Stelle gewandt .......",
"dem Bundespräsidenten steht keinerlei direkter Einfluss zu" .....


 
« Letzte Änderung: Januar 13, 2010, 15:27:36 Nachmittag von admin »


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
1.12.09 bis 31.1.2010: Ich als Gesundheitsminister meine .........
« Antwort #7 am: Januar 14, 2010, 13:07:44 Nachmittag »

http://www.vienna.at/news/politik/artikel/warnung-fuer-wirte/cn/news-20100114-10304297

14.1.2010

Warnung für Wirte

Rauchverbot: Gesundheitsminister Stöger kündigt Kontrollen und Strafen an.

Demnächst wird es ein Volksbegehren für ein „Rauchverbot in Lokalen“ geben; die Bürgerinitiative hat schon mehr als 71.000 Unterstützer(innen). Wir nehmen an, dass Sie als Gesundheitsminister erfreut darüber sind.

Stöger: Ich bin über jede Initiative erfreut, die dazu beiträgt, dass Menschen aufhören zu rauchen.

Die Initiative ist ein Aufstand gegen die geltende Regelung, derzufolge es etwa möglich ist, in Lokalen in abgetrennten Bereichen zu rauchen. Sie selbst haben schon kritisiert, dass viele Wirte diese Regelung nicht einhalten. Sind Sie letztlich also für ein generelles Rauchverbot?

Stöger: Die Wirte haben dem Nationalrat eine Kompromisslösung abgerungen. Und ich erwarte mir, dass sie sich daran halten. Wenn sie das tun, dann sinkt die Zahl der Räume, in denen geraucht wird. Und das unterstützt wiederum Menschen auf ihrem Weg zum Nichtraucher.

Die Kompromisslösung ist unter Ihrer Vorgängerin Kdolsky (ÖVP) zustande gekommen. Sind Sie zufrieden damit?

Stöger: Der Nationalrat hat die Lösung beschlossen. Über den Inhalt kann man immer streiten. Einige meinen, ein generelles Rauchverbot wäre besser. Die Mehrheit der Wirte hat sich dagegen ausgesprochen, aber die Verpflichtung übernommen, die nunmehrige Lösung einzuhalten. Das wollen sie jetzt nicht. Sie glauben, sie könnten sich durchschwindeln. Das kann es nicht geben. Daher werden wir eine Evaluierung vornehmen und dann die Kontrollen massiv verstärken und jedenfalls Strafen aussprechen.

Europaweit geht der Trend zu einem Rauchverbot in Gastronomiebetrieben. Daher noch einmal die Frage, ob Sie auch dafür sind?

Stöger: Ich bin jedenfalls für ein Rauchverbot in den Räumen, in denen ich lebe.

Und in den Gastronomiebetrieben?

Stöger: Das Rauchverbot ist eine rechtliche Frage. Es wird immer Menschen geben, die rauchen. Es geht darum, das Rauchen einzuschränken. Wir haben schon viele Verbesserungen erreicht. Vor 20 Jahren ist wesentlich mehr geraucht worden. In Unternehmen wird kaum noch geraucht; jetzt setzen wir bei den Gastronomiebetrieben entsprechende Schritte.


Anmerkung:
Mir ist ein großes Strafamt in Österreich bekannt, welches (gesetzeskonform?) bereits seit ca. 4 Wochen täglich Lokale auf den Nichtraucherschutz lt. Tabakgesetz kontrolliert, sowie oberste Organe einer Landeshauptstadt, mit "Masterplan für den Nichtrraucherschutz", die seit 2.1.2010 im Einsatz sind, auf Grund unserer zig Anzeigen.




Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

Gesunde Luft

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1289
    • Profil anzeigen
Re: 1.12.09 bis 31.1.2010: EU und die Tabaklobby
« Antwort #8 am: Januar 15, 2010, 01:37:24 Vormittag »
  Lobbying - 14 January 2010
________________________________________


Der Tabakindustrie-Lobby ist es einer Studie in PLoS Medicine (2010: 7: e1000202) zufolge gelungen, die Ausgestaltung von EU-Gesetzen zu beeinflussen. Im Rahmen diverser Schadenersatzklagen in den USA waren die Tabakhersteller seinerzeit dazu verurteilt worden, interne Firmenunterlagen zu veröffentlichen.

Die “Legacy tobacco documents” sind mittlerweile im Internet frei einzusehen und eine wahre Fundgrube für Wissenschaftler, die der Lobby-Arbeit der Tabakindustrie nachgehen. Die Aktivitäten der global agierenden Firmen betrafen neben dem US-Markt auch Europa, wo es den Interessenvertretern nach den Recherchen von Katherine Smith von der Universität Bath und Mitarbeitern gelang, die Grundlagen der EU-Gesetze mitzugestalten.
Sie nahmen beispielsweise Einfluss auf das “impact assessment”, mit dem die EU die wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen neuer Richtlinien prüft. Ursprünglich war es als Instrument für den Verbraucherschutz gedacht, doch inzwischen ist es nach Ansicht der Autorin eher geeignet, die Industrie vor schädlichen Auswirkungen auf die Gewinne zu schützen.

Den EU-Parlamentariern blieb die Lobby-Arbeit offenbar verbogen. Dass das “European Policy Centre”, ein sogenannter Think tank, enge Verbindungen zum Netzwerk der Tabaklobby hatte, wie Smith anhand der Dokumente nachweist, ist für den von ihr interviewten damaligen Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz David Byrne auch heute noch schwer zu glauben.

Hauptorganisator der Lobby-Arbeit war nach Einschätzung von Smith die British-American Tobacco (BAT). Dem weltweit zweitgrößten Tabakproduzenten sei es gelungen, zusammen mit einer Gruppe anderer Hersteller gesundheitsschädlicher Produkte, in die Ausgestaltung des “impact assessment” einzugreifen.

Am Ende kam eine Reihe von Reformen zustande, die als “Better Regulation” zusammengefasst werden und als industriefreundlich eingestuft werden. In den von Smith entdeckten Unterlagen der BAT-Mitarbeiter werden sie als “wichtiger Sieg” gefeiert.

Neben den Tabakherstellern würde auch die chemische Industrie von der Lobby-Arbeit profitieren, wie die Verwässerung der EU-Chemikalienverordnung gezeigt habe. Smith befürchtet, dass die neuen Regeln, die eine wirtschaftliche Nutzen-Risikobewertung in den Vordergrund stellen, auch andere Initiativen, etwa die Framework Convention on Tobacco Control der Weltgesundheitsorganisation zu Fall bringen.

Diese setzt sich für einen vermehrten Raucherschutz in den Entwicklungsländern ein, die derzeit der wichtigste Wachstumsmarkt für die Tabakindustrie sind. Ein weiterer Artikel soll in Tobacco Control erscheinen.
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/39633/Wie_die_Tabaklobby_die_EU-Gesetzgebung_beeinflusste.htm


admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
1.12.09 bis 31.1.2010: ORF, Hohes Haus, kein Nichtraucherschutz!
« Antwort #9 am: Januar 17, 2010, 21:40:12 Nachmittag »
Der Beitrag von heute ist dzt. noch zu sehen unter:

http://tvthek.orf.at/programs/1264-Hohes-Haus/episodes/1178581-Hohes-Haus/1182641-Oesterreich-ist-ein-Land-der-Raucher

Leider war ein wichtiger Punkt inhaltlich wieder falsch! Der ORF berichtet nämlich immer wieder, dass ALLE Lokale in die Übergangsfrist fallen bis 01.07.2010. Wir wissen aber, in Wien haben nur 1500 Lokale für eine Fristverlängerung zum Umbau angesucht. Der große Rest von 90 % müsste bereits seit einem Jahr rauchfrei sein…..

Sei dabei, hilf dir und BM. Stöger,
der zur Volksbefragung über die Wirte aufgerufen hat: http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html

« Letzte Änderung: Januar 17, 2010, 22:18:06 Nachmittag von admin »


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

Gesunde Luft

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1289
    • Profil anzeigen
Re: 1.12.09 bis 31.1.2010: KURIER.at verlost Raucher-Ratgeber
« Antwort #10 am: Januar 18, 2010, 21:56:32 Nachmittag »

KURIER.at verlost Raucher-Ratgeber
Das neue Buch "Nebenwirkung Rauchfrei" zeigt, wie man fast nebenbei zum Nichtraucher wird. KURIER.at verlost 3 Exemplare.

Ein Schild auf einem Kaffeehaustisch, auf dem steht: Das Programm von Ursula Grohs für ein zufriedeneres Leben soll als "Nebenwirkung" ein rauchfreies Leben haben. DruckenSendenLeserbrief
Wer sich als Neujahrsvorsatz vorgenommen hat, endlich dem Rauchen abzuschwören, der kann sich jetzt in dem Buch "Nebenwirkung Rauchfrei, PS: Nachweislich die beste Nichtrauchermethode der Welt" von Ursula Grohs brauchbare Tipps dafür holen. Denn eine Studie ergab Vielversprechendes: Auch nach einem Jahr waren 41 Prozent der Testpersonen rauchfrei. Erscheinen soll der Ratgeber noch im Jänner.
Wieder frei durchatmen

Die Kindertherapeutin Ursula Grohs entwickelte 2002 eine Therapie zur Verhaltensänderung, die darauf abzielt, dass man sich automatisch so verhält, dass es einem gut geht und man sich gesund fühlt. Begrüßenswerte Nebenwirkung: Auch der Glimmstengel verliert so an Bedeutung.

Die Therapeutin, die mit ihrem Konzept die Persönlichkeit stärken, die Sinne wecken, sowie Gefühl und Verstand in Einklang bringen möchte, testete die Methode an sich selbst und gewöhnte sich damit auch gleich das Rauchen ab. Erste Tests der Steirischen Gebietskrankenkasse zeigten eine Erfolgsquote von 45 Prozent - die beste, die eine Raucherentwöhnung weltweit je erzielt hat.

Das Ergebnis wurde schließlich in einer groß angelegten Studie nochmals überprüft. Es zeigte sich, dass auch nach einem Jahr 41 Prozent aller Testpersonen rauchfrei sind. Bei denen, die es auf eigene Faust versuchten, schafften es gerade einmal fünf Prozent. Grohs' Konzept erhält mit dem Evidenzgrad Ib die höchste Empfehlung A der WHO.
Erfolgsprogramm

Buchcover "Nebenwirkung Rauchfrei" von Ursula GrohsDas Erfolgsprogramm mit dem Namen "Psychodynamisches Modelltraining" (PDM) ist eine verhaltenstherapeutische Anleitung zu einem tiefenpsychologischen Motivationstraining, mit dem Verhaltensänderung willentlich bewirkt werden kann. Dabei soll der eigene Körper lernen, Glückshormone auf Knopfdruck freizusetzen. Gearbeitet wird dabei mit geführten Geschichten, die dem Körper zeigen, dass er die Droge, das Nikotin, nicht mehr braucht, um glücklich zu sein. In ihrem Buch erklärt Grohs erstmals ihre Methode Schritt für Schritt und gibt dem Leser einen detaillierten Trainingsplan mit auf den Weg.

Zur Person
Dr. Ursula Grohs wurde 1958 in Graz geboren und promovierte an der dortigen Karl-Franzens-Universität. Sie ist Gesundheitspsychologin und Analytikerin und arbeitete zunächst im Bereich der kinderpsychologischen und kinderpsychotherapeutischen Praxis. 2002 entwickelte sie unter dem Namen "Braindesign" eine verhaltenstherapeutische Anleitung zur psychodynamischen Autosuggestion, die Verhaltensveränderung bewirkt. Die daraus entwickelten Motivationstrainingsprogramme führen bei Sucht, Burn-out oder Essstörungen zur Heilung. Ursula Grohs ist Autorin von Studien und Vortragende zu den Themenkreisen Konzentrationsstörungen, Motivation und Sucht.
Gewinnen Sie mit KURIER.at!

KURIER.at verlost unter allen Gewinnspielteilnehmern drei Exemplare des Buches "Nebenwirkung Rauchfrei" von Ursula Grohs. Teilnahmeschluss ist der 20. Jänner 2010. Viel Glück!

Artikel vom 13.01.2010, 11:59 | KURIER.at | tan

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
Re: 1.12.09 bis 31.1.2010: Stöger lässt sich in China zum NR.-Schutz beraten?
« Antwort #11 am: Januar 21, 2010, 18:24:28 Nachmittag »
Stöger unterzeichnete Gesundheitsabkommen mit China
Treffen mit Gesundheitsminister Chen, Krankenhausbesichtigungen und Staatsbankett im Rahmen der Chinareise mit Bundespräsident Fischer

   Wien (OTS) - Gesundheitsminister Alois Stöger, der Bundespräsident
Heinz Fischer auf seinem Staatsbesuch in China begleitet, hat gestern
Mittwoch einen Arbeitsplan für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des
Gesundheitswesens zwischen der Republik Österreich und der
Volksrepublik China unterzeichnet. Die Unterzeichnung des Abkommens
fand in Anwesenheit der beiden Staatsoberhäupter Heinz Fischer und Hu
Jintao sowie mehrerer chinesischer und österreichischer
Regierungsmitglieder in der Großen Halle des Volkes in Peking statt.

Die Vereinbarung bekräftigt und regelt die enge Zusammenarbeit der
beiden Staaten, vor allem im Bereich der Traditionellen Chinesischen
Medizin (TCM). "Diese Verträge haben konkrete positive Auswirkungen
auf die österreichischen Patientinnen und Patienten", zeigte sich
Stöger erfreut.

"Durch das Bekenntnis zur Zusammenarbeit mit China, dem Kernland der
TCM, können wir in Österreich eine noch bessere Qualitätssicherung
von derartigen Gesundheitsleistungen gewährleisten", erläuterte
Stöger die Wichtigkeit und Sinnhaftigkeit des "voneinander Lernens im
Gesundheitswesen". Stöger und seine Delegation besuchten auch ein
TCM- sowie ein traditionelles Krankenhaus. "Äußerst positiv
überrascht" war Stöger dabei von der "Vielfältigkeit der angebotenen
Gesundheitsleistungen dieser Spitäler".

Ein zweites Abkommen, welches Stöger mit Wang Yong, dem Direktor der
chinesischen Lebensmittelaufsichtsbehörde geschlossen hat, regelt die
Anforderungen für genetisches Material von Rindern für den Export von
Österreich in die Volksrepublik. Stöger verwies in diesem
Zusammenhang auf die ökonomische Bedeutung des Vertrages. "Das
verhältnismäßig kleine Österreich kann dem ökonomischen Riesen China
ein interessantes, weil qualitativ hochwertiges Produkt anbieten und
so großen wirtschaftlichen Nutzen daraus ziehen", so der
Gesundheitsminister, der nach Unterzeichnung der beiden Abkommen auch
am feierlichen Bankett von Staatspräsident Hu Jinato teilnahm.

Als weiteres Highlight im Rahmen des viertägigen Staatsbesuches stand
heute, Donnerstag, ein Arbeitsgespräch mit dem chinesischen
Gesundheitsminister Chen Zhu auf dem Programm. "Insgesamt herrschte
eine sehr gute Gesprächsbasis. Wir haben über die bisherige
Zusammenarbeit beider Länder im Gesundheitsbereich gesprochen und die
Weiterführung dieser Zusammenarbeit auch in Zukunft bekräftigt. Vor
allem zeigte mein Kollege Minister Chen großes Interesse am
solidarisch finanzierten österreichischen Gesundheitssystem",
schilderte Stöger das Treffen.

Im Anschluss reiste die Delegation weiter nach Shanghai, wo der
verbleibende letzte Tag des Staatsbesuches im Zeichen der EXPO 2010
stehen wird.

Rückfragehinweis:
   Bundesministerium für Gesundheit
   Sigrid Rosenberger, Pressesprecherin
   Tel.: +43/1/71100-4506
   sigrid.rosenberger@bmg.gv.at
   http://www.bmg.gv.at

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0073    2010-01-21/10:45


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
1.12.09 bis 31.1.2010: Die RAUCHER machen uns noch arm!
« Antwort #12 am: Januar 22, 2010, 00:58:50 Vormittag »


http://diepresse.com/home/panorama/rauchen/534475/index.do?from=gl.home_panorama

Die teuren Raucher

21.01.2010 | 18:16 |  MIRJAM MARITS (Die Presse)

511,4 Millionen Euro pro Jahr beträgt der volkswirtschaftliche Verlust, der durch Raucher verursacht wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die staatliche Einnahmen mit den Ausgaben verglichen hat.
Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken Vorlesen AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren
Mehr zum Thema:

    *
      Rauchverbot: Wo darf noch gequalmt werden?
      umfrageRauchverbot: Ist die Umsetzung in Österreich zufriedenstellend?

Aus dem Archiv:

    * Gesundheit: Fettleibigkeit zieht mit Rauchen gleich (05.01.2010)
    * Das bringt 2010: Aufstand gegen Raucherlokale (29.12.2009)
    * Weniger Raucher - weniger Krebstote in Europa (30.11.2009)
    * Gastronomie: Österreicher gegen totales Rauchverbot (18.06.2009)
    * Rauchverbot in Lokalen: 63 Prozent zufrieden (18.06.2009)

Für die militanten Nichtraucheraktivisten ist es ein weiteres, starkes Argument gegen ihr Feindbild, die Raucher: Diese kommen den Staat ziemlich teuer. Konkret verursachen Österreichs Raucher jedes Jahr einen volkswirtschaftlichen Verlust von 511,4 Millionen Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts für Höhere Studien und der Medizinischen Universität Wien.

Dabei haben die Studienautoren die Kosten, die dem Staat durch den rauchenden Teil der Bevölkerung entstehen, dem volkswirtschaftlichen „Nutzen“ des Rauchens gegenübergestellt. Das Ergebnis: Zwar nimmt Österreich durch die Tabaksteuer jährlich eine Milliardensumme (2008: 1,4 Mrd. Euro) ein. Pensionsversicherungen sparen sich durch die geringere Lebenserwartung von Rauchern – diese sterben zwischen 4,5 und 6,1 Jahren früher als Nichtraucher – Pensionsauszahlungen.

„Aber“, so Ko-Autor und Mediziner Manfred Neuberger (Institut für Umwelthygiene der Medizinischen Uni Wien), „die Kosten, die dem Staat durch Raucher entstehen, überwiegen deutlich“. Dazu zählen die Behandlung von Folgeschäden (Asthma, Herzinfarkt, Lungenkrebs etc.) sowie die laut Studie „signifikant höhere Wahrscheinlichkeit für Pflegebedürftigkeit unter Aktiv- und Exrauchern“. Miteinberechnet wurden auch Krankenstände und Invalidität von Rauchern. Der errechnete Verlust von 511,4 Mio. Euro sei aber „eine sehr konservative Rechnung“, sagt Neuberger. Denn andere Aspekte, etwa die geringere Produktivität von Rauchern (durch Rauchpausen während der Arbeitszeit), wurden gar nicht mitgerechnet.

Die teuren Raucher also. Ein Argument, mit dem Neuberger, der auch Vizepräsident der Initiative „Ärzte gegen Raucherschäden“ ist, seine Forderung nach einem strikten Rauchverbot in der Gastronomie unterstreicht. „Das wäre die billigste Lösung für alle Beteiligten.“ Die außerdem dazu führen würde, dass die Herzinfarktrate in der Bevölkerung um zehn bis 20 Prozent sinkt. In Schottland ist die Zahl der Herzinfarkte einer Studie zufolge ein Jahr nach Einführung des Rauchverbots in Lokalen um 17Prozent zurückgegangen. Untersuchungen aus anderen Ländern kämen zu ähnlichen Ergebnissen. „Mit keiner anderen Maßnahme“ als komplett rauchfreien Lokalen, sagt Neuberger, könnte man einen derartigen Rückgang an Herzinfarkten erreichen.

 
Feinstaubbelastung in Lokalen

Rauchfrei – davon ist man in Österreich trotz des (theoretischen) Rauchverbots in der Gastronomie seit Anfang 2009 weit entfernt. Wegen vieler Ausnahmen und mangels Überprüfung – eine behördliche Kontrolle gibt es nicht, Gäste müssen Verstöße beim Magistrat melden – wird vielerorts weitergeraucht. Mindestens 60 Prozent der Wirte würden sich nicht an das Gesetz halten, sagte Robert Rockenbauer von der Schutzgemeinschaft für Nichtraucher am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit der Ärzteinitiative. Im ländlichen Bereich sei der Anteil sogar noch höher, da hier die Hemmschwelle vieler Gäste, den Wirt, den sie persönlich kennen, anzuzeigen, höher sei als in Städten. Rockenbauer fordert „endlich Kontrollen nach Schweizer Vorbild“: Im Kanton Zürich wird die Polizei ab Mai 2010 bei Verstößen direkt Geldstrafen einheben. In Österreich sind Kontrollen durch die Polizei im Tabakgesetz allerdings explizit nicht vorgesehen.Doch selbst in Lokalen, die getrennte Raucher- und Nichtraucherräume geschaffen haben, ist der Schutz vor Nikotin nicht garantiert. Wie eine Schweizer Studie zeigt, ist die Belastung durch den Feinstaub (PM 2,5 oder kleiner), der durch Nikotin entsteht, auch in Nichtraucherbereichen beträchtlich. So ist die Belastung in Nichtraucherbereichen (110,4 ?/m) gleich hoch wie in reinen Raucherlokalen (110,3 ?). Und selbst, wenn der Nichtraucherbereich durch eine Tür abgetrennt ist, liegt die Feinstaubbelastung mit 43,9 ?/m immer noch deutlich über dem „akzeptablen“ Wert von 35 ?. „Diese Werte sind so hoch, dass sie für Asthmapatienten oder Herzkranke eine akute Gefahr darstellen.“ Messungen der Ärzteinitiative in Wiener Lokalen seien zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.

AUF EINEN BLICK

■511,4 Millionen Euro pro Jahr beträgt der volkswirtschaftliche Verlust, der durch Raucher verursacht wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Höhere Studien und der Med-Uni Wien, die die staatliche Einnahmen (Tabaksteuer) mit den Ausgaben (medizinische Kosten etc.) verglichen hat.

www.aerzteinitiative.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2010)


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
1.12.09 bis 31.1.2010: Generelles Rauchverbot - Artikel + etliche Links OÖ.N.
« Antwort #13 am: Januar 22, 2010, 22:49:54 Nachmittag »
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,324043

Traxlmayr: „Ein Rauchverbot in allen Lokalen wäre am fairsten“

Nicht die Mehrheit meiner Gäste raucht. Aber die Mehrheit der Gäste setzt sich an einen Rauchertisch. Wir investieren 20.000 Euro für den Umbau.}Ulrich TraxlmayrLinzer Kaffeehaus-Betreiber 

Absolutes Rauchverbot in Lokalen?

LINZ. In 23 Wochen endet für Oberösterreichs Gastwirte die Frist für den Umbau ihrer Lokale in Raucher- und Nichtraucherbereiche. Während viele Branchenkollegen ihren Kopf in den Sand stecken und bisher nichts getan haben, laufen die Planungen im Linzer Traditionskaffeehaus Traxlmayr auf Hochtouren.

„Zuerst haben wir uns über den negativen Bescheid von der Denkmalschutzbehörde gefreut“, sagt Ulrich Traxlmayr, Betreiber des bekannten Kaffeehauses an der Linzer Promenade, das bereits seit dem Jahr 1838 besteht.

Traxlmayr hatte seine Pläne zum Einbau einer verschiebbaren Glaswand innerhalb seines Kaffeehauses beim Denkmalschutz eingereicht und ein „Nein“ dazu erhalten. „Die Denkmalschützer hatten Bedenken hinsichtlich der Gefährdung des Erscheinungsbildes“, sagt Traxlmayr.

Durch den negativen Bescheid, wonach ein Umbau des Lokals wegen der Vorschriften des Denkmalschutzgesetzes nicht möglich sei, dachte Traxlmayr zunächst noch, er habe jetzt die Wahlfreiheit, das Rauchen in seinem Kaffeehaus zu gestatten oder zu verbieten. Dem ist aber nicht so. „Würde ich jetzt nicht umbauen, müsste ich nach Ablauf der Frist auf ein reines Nichtraucherlokal umstellen“, sagt Traxlmayr, selbst Nichtraucher.

Er änderte seine Pläne, das Denkmalschutzverfahren wurde neu aufgerollt, nun steht einem Einbau einer Glaswand samt Schiebetüren nichts mehr im Weg. Dafür muss Traxlmayr, der sein Kaffeehaus bereits im Vorjahr im großen Stil renovieren ließ, neuerlich 20.000 Euro investieren. „Ich hätte ernste Bedenken, wenn in meinem Lokal ein absolutes Rauchverbot herrschen würde“, sagt der Gastronom. „Kollegen haben damit schlechte Erfahrungen gemacht.“

„In unserem Kaffeehaus ist es nicht so, dass die Mehrheit der Gäste raucht. Aber die Mehrheit der Gäste setzt sich an die Rauchertische.“ Traxlmayr regt die mangelnde Chancengleichheit auf: „Ein Raucher wird viel eher in eines der kleinen Kaffeehäuser gehen, in denen wegen der Wahlfreiheit weiter geraucht werden darf. Ein generelles Rauchverbot wäre am fairsten. Dann würde ich mir auch die Umbaukosten ersparen“, sagt der Gastronom.

Dass ein generelles Rauchverbot der Gastronomie mittelfristig schaden würde, glaubt Traxlmayr aber nicht: „Am Anfang würden wohl weniger Leute fortgehen, aber das würde sich einpendeln. So ist der Mensch auch nicht, dass er nur noch zuhause sitzt und raucht.“

    * Mehr zum Thema

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,324043

          o Raucherzonen: Nur wenige Wirte haben Umbaumaßnahmen ergriffen
          o Trafikanten kritisieren die sorglose Einstellung heimischer Gastronomen
          o Soll es ein absolutes Rauchverbot in Lokalen geben?
          o Minister bleibt bei Rauchverbot in Lokalen hart
          o Qualmregeln beim Wirt: „Die Gäste sind mit der Situation zufrieden!“
          o Stöger bleibt beim Rauchverbot hart: „Wirte hatten genug Zeit, zu handeln“
          o Kommentar: Lokales Rauchen
          o Rauchverbot
          o Raucher-Gesetz ist Riesen-Flop
          o Verwirrung um Raucher-Aufkleber: Zwei Pickerl-Varianten im Umlauf
          o Lokalbesitzer gründete Raucherclub und kommt in Konflikt mit Behörde
          o Rauchen im Einkaufszentrum Viele Wirte sind unschlüssig


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5558
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
1.12.09 bis 31.1.2010: Vorarlberg, Bericht vom 21.1.2010
« Antwort #14 am: Januar 24, 2010, 14:39:05 Nachmittag »
http://www.vol.at/news/vorarlberg/artikel/fuer-raucher-wirds-noch-enger/cn/news-20100121-07234959

Vorarlber online

Für Raucher wird's noch enger

Für Wirte tickt die Uhr. Ein Streifzug durch die heimische Gastronomie.


Die kom­plexe Novelle zum Tabakgesetz mit seinen Ausnahmeregelungen und Übergangsbestimmungen nimmt auch die heimischen Gastronomen bald in die Pflicht. Bis 1. Juli dieses Jahres müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen umgesetzt, der Nichtraucherschutz gewährleistet sein. Insgesamt finden sich Gastronomen in sehr unterschiedlichen Situationen.

Sogwirkung

„Ich weiß nicht, wie das ab 1. Juli wird“, sagt Sandra Köb vom „KUB“ in Bregenz. Das „KUB“ hat eine Betriebsfläche von 60 Quadratmeter. Zehn Quadratmeter zu viel, um in die Ausnahmeregelung jener Lokale zu fallen, wo weiterhin geraucht werden darf. Köbs Hoffnung: „In unserem Lokal sind bauliche Maßnahmen nicht möglich. Also hoffe ich, dass wir weiterhin ein Raucher- Betrieb bleiben dürfen. Denn zu uns kommen nun mal hauptsächlich Raucher.“ Kurios die Situation im Theater- ­Café nebenan. Dort ist der Hauptbereich im Parterre schon seit 15 Jahren Nichtraucher- Zone, geraucht werden darf aber im höher gelegenen Gastzimmer. Inhaber Rainer Troy: „Laut BH- Interpretation müsste ich die beiden Räume durch eine Türe trennen. Aber sogar Experten behaupten, dass durch das Öffnen und Schließen der Türe eine Sogwirkung entstehen würde, welche die Gäste in der Nichtraucherzone belasten würde. Das ist nämlich jetzt nicht der Fall.“

Kompliziert

Kompliziert scheint die Situation auch im „Maurachbund“. Pächterin Conny Gasser- Balmaci schließt dort eine Zweiteilung des Gastronomiebereiches in Nichtraucher - und Raucherzone nicht aus. „Aber ich muss das mit dem Gebäudebesitzer abklären. Kommt hinzu, dass in unserem denkmalgeschützten Gebäude bauliche Veränderungen nicht so einfach möglich sind.“ Schier zum Verzweifeln bringt das Tabakgesetz Matthias Haltmayer von der Café- Bar „LeBillard“ in Hard. Noch vor Inkraftreten der Novelle am 1. Jänner des Vorjahres hatte Haltmayer für viel Geld sein großes Lokal perfekt adaptiert. Hauptraum mit den Billard- Tischen rauchfrei, für die Raucher eine nett eingerichtete Bar. „Aber trotz weiteren Investitionen in Werbung und mehreren Aktionen blieben viele Gäste aus. Bis Mitte vergangenen Jahres verbuchte ich einen Umsatzverlust von 40 Prozent.“ Was ihn dazu veranlasste, seinen Betrieb wieder ganz für Raucher zu öffnen. „Aber das geht nur noch bis Juli dieses Jahres. Was dann wird, weiß ich nicht.“ Klar ist für ihn: „Das geringste Übel wäre in meiner Situation ein generelles Rauchverbot. Vielleicht kommen dann Gäste wieder zurück. Aus Mangel an Rauchmöglichkeiten in anderen Lokalen.“

Andersrum

Dass Gastwirte auch ohne Gesetzeszwang genau gegenteilig handeln, beweist Franco Tursi von der Pizzeria „Il Bel Paese“ in Schruns. Er löste während der Wintersaison seinen Raucher- Raum kurzerhand auf. „Weil über 90 Prozent der ausländischen Gäste ohne Rauchbelästigung essen wollen, und weil es mir zu kompliziert wurde, Bestellungen für Raucher- und Nichtraucher unter Einhaltung genauer Uhrzeiten entgegenzunehmen.“ Stichwort Tourismusgebiete im Winter. In den Skigebieten haben fast alle großen Restaurants die Raucher verbannt. Wer sich einen Glimmstängel hineinziehen will, muss das draußen in der Kälte tun.

"Wir sind Vorzugsschüler"

 Die Evaluierung des Tabakgesetzes, dessen Übergangsbestimmungen am 1. Juli enden, läuft österreichweit. „In Vorarlberg waren es 700 Betriebe, welche diese Ausnahmeregelung prinzipiell in Anspruch nehmen konnten. Zirka zwei Drittel davon haben um Übergangsfristen zwecks baulicher Veränderungen zur gesetzeskonformen Trennung von Raucher- und Nichtraucherräumen angesucht. Einige haben allerdings wieder einen Rückzieher gemacht“, berichtet der Vorarlberger Wirte- Vertreter Andrew Nussbaumer. Verlangt würden von den Bezirkshauptmannschaften nun konkrete Umbaupläne, so Nussbaumer. In Vorarlberg sei man österreichweit Vorzugsschüler. „Viele Wirte machen, was sie machen müssen. Das ist auch gut so. Denn je schlechter das Ergebnis der Evaluation ausfällt, desto eher wäre als Konsequenz daraus mit einem noch schärferen Tabakgesetz zu rechnen“, glaubt Nussbaumer.


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351