Autor Thema: EU, bis 31.12.2008  (Gelesen 5756 mal)

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EU, bis 31.12.2008
« am: Mai 06, 2009, 22:05:06 Nachmittag »
http://diepresse.com/home/politik/eu/425842/index.do

Vassiliou : „Österreich muss noch mehr machen“

27.10.2008 | 18:19 |   (Die Presse)

EU-Gesundheitskommissarin Vassiliou verlangt strengere Regeln beim Nichtraucherschutz.


Die Presse: Sie fordern den größtmöglichen Nichtraucherschutz in Europa, also totale Nichtraucherzonen. Wie, glauben Sie, kann das kurz- oder mittelfristig erreicht werden?
 
Androulla Vassiliou: Ich kann das den Mitgliedstaaten nicht kurz- oder mittelfristig vorschreiben, weil die EU-Kompetenz dafür noch fehlt. Die 27 Staaten haben aber ihre internationalen Verpflichtungen zu erfüllen. 26 davon haben bereits das Abkommen der Weltgesundheitsorganisation über die Tabakkontrolle ratifiziert, nur Tschechien hat das noch nicht getan. In Österreich hatte die bisherige Ministerin einen neuen Gesetzesvorschlag eingebracht, um das Rauchverbot in Restaurants, Diskotheken und dergleichen auszudehnen. Doch sie hat Schlupflöcher gelassen. So soll es für kleine Lokale Ausnahmen geben. Doch gerade dort ist ja die Belastung besonders groß. In größeren Räumen hat sie bestimmte Rauchzonen vorgesehen, wenn es Lüftungssysteme gibt. Doch ich weiß, dass diese Systeme nicht richtig funktionieren. Um völlig seinen Pflichten gerecht zu werden, muss Österreich mehr machen. Ich fordere mehr Tempo. Rauchen ist nun einmal eine der häufigsten Todesursachen. Meiner Meinung nach wäre es kriminell, solche Todesrisiken nicht zu vermeiden, die vermeidbar wären.

Jetzt versucht die EU-Kommission ja den Weg über den Arbeitnehmerschutz.

Vassiliou: Ich habe mit Arbeits- und Sozialkommissar ?pidla eine neue Regelung vorbereitet. Es liegt aber auch dabei am Ende stark am politischen Willen der Nationalstaaten, dem nachzukommen. Meine Zielrichtung sind die jungen Leute. Sie sind die starken Raucher, und sie beginnen immer früher zu rauchen. Ich habe daher die Gesundheits- und Bildungsminister aller Länder aufgefordert, auch ganz Junge in ihre Kampagnen gegen Rauchen, Drogen und Komatrinken aktiv einzubeziehen. Je älter man wird, desto schwieriger wird es, auszusteigen.

Gerade mit Blick auf die Jungen: Sind die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln – etwa: „Rauchen kann tödlich sein“ – für Sie ausreichend?

Vassiliou: Sie sind ja leider nicht in allen EU-Ländern umgesetzt. Aber wo das der Fall ist, sind sie wirksam. Es gibt die öffentliche Aufmerksamkeit, und die negativen Aussichten beängstigen die Konsumenten schon. Auch die EU-Richtlinie über das Tabakwerbeverbot zeigt Wirkung. Wir prüfen gerade, wieweit wir Erfolg damit hatten und was wir sonst tun können, um die Richtlinie und ihre Ziele nachhaltig durchzusetzen. Sogar in der Formel 1, die einer der größten Werber weltweit war, haben wir dieses Jahr erstmals keine prominent platzierte Werbung für Tabak mehr.

Wie könnte die Richtlinie, ihre Durchsetzung verbessert werden?

Vassiliou: Bei der Überwachung von Tabakwerbung können wir noch Verbesserungen erzielen. Denn oft ist es nicht direkte, sondern versteckte Werbung, die eingesetzt wird.

Sollte der Tabakpreis noch hinaufgesetzt werden?

Vassiliou: Mit Steuerkommissar Kovács haben wir bereits die Steuern auf Tabakwaren erhöht. Und das ist sicher ein Weg, Leute dazu zu bringen, ein zweites Mal nachzudenken, bevor sie sich ein neues Packerl kaufen. pö
("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.10.2008)



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EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou fordert Schutz der Nichtraucher
« Antwort #1 am: Mai 07, 2009, 00:44:04 Vormittag »
http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/politik/article293484.ece

ÖSTERREICH

EU-Gesundheitskommissarin plant Nichtraucher-Initiative

© Buenos Dias

Wien , 15. April 2008 EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou fordert im ÖSTERREICH-Interview einen vollständigen Schutz der Nichtraucher.

Die seit März amtierende EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou erläutert im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH(Mittwoch-Ausgabe) ihre Vorstellungen für ein neues österreichisches Raucher-Gesetz: "Die Kommission hofft, dass die derzeit laufenden Diskussionen zur Änderung des Tabakgesetzes darauf hinauslaufen, dass alle Österreicher vollständig gegen Passivrauch geschützt werden - in allen öffentlichen Räumen sowie bei Arbeitsplätzen. Vorbilder sind etwa Irland, Malta, Schweden oder Frankreich."

Zum heiklen Thema Arbeitnehmerschutz für Gastronomie-Mitarbeiter sagt Vassiliou: "Einen vollständigen Schutz fordert nicht nur die EU-Kommission, sondern auch der WHO-Vertrag FCTC, welcher von 25 EU-Staaten außer Italien und Tschechien ratifiziert wurde. Bis 2010 muss das angepackt werden. Ende 2008 werde ich gemeinsam mit Kommissar Spidla eine neue Initiative starten."

Ähnlich deutlich äußert sich auch der Tabakexperte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Armando Peruga, im Interview mit ÖSTERREICH:
"Wir empfehlen, Raucher von allen öffentlichen Innenräumen zu verbannen, um sie vor Passivrauch zu schützen."

Sollte Österreich weiter säumig bleiben, gäbe es in einigen Jahren strenge EU-Richtlinien.
"Wenn ich mir die weltweite Tendenz ansehe, so ist ein totales Rauchverbot in der EU sehr wahrscheinlich.
Politische Debatten brauchen ihre Zeit, aber in den nächsten zwei bis fünf Jahren ist es realistisch", so Peruga.



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Bevöllkerung ab 15 Jahren überwältigend für Rauchverbote!
« Antwort #2 am: Mai 07, 2009, 00:53:32 Vormittag »
http://www.at-suisse.ch/de/startseite/news-medien/news-details.html?tx_ttnews[tt_news]=2247&cHash=ywwjuieh

Europäische Kommission lanciert Vernehmlassung zur Einführung rauchfreier Innenräume

Rubrik: Öffentliche Gebäude
 
(at) Die Europäische Kommission befürwortet einen umfassenden Schutz vor Passivrauchen. Denn dieser bringt den grössten Nutzen für die Volksgesundheit. Ende Januar 2007 sandte die Kommission verschiedene Vorschläge für ein rauchfreies Europa in die Vernehmlassung.

Rauchfreie Innenräume würden nicht nur Menschen vor den gesundheitlichen Schäden des Passivrauchens schützen, sondern auch den Konsum von Rauchwaren senken, erklärt die Kommission. Ein lückenloser Schutz würde ausserdem gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle schaffen. In der EU sterben jährlich mindestens 79'000 Erwachsene an den Folgen des Passivrauchens.

In der Bevölkerung ab 15 Jahre bejahen

•   86 Prozent rauchfreie Arbeitsplätze
•   84 Prozent rauchfrei öffentliche Innenräume
•   77 Prozent Restaurants frei von Tabakrauch
•   61 Prozent rauchfreie Bars.

Dies folgt aus einer Eurobarometer-Umfrage in den 25 Mitgliedstaaten, veröffentlicht im Januar 2006.

Quelle: Commission of the European Communities, Green Paper. Towards a Europe free from tobacco smoke: policy options at EU level, Brussels, 30 January 2007

 http://ec.europa.eu/health/ph_determinants/life_style/Tobacco/tobacco_en.htm.



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Weg, mit dem Tabakrauch
« Antwort #3 am: August 18, 2009, 01:20:06 Vormittag »
Analyse zu Rauchverbot
Auf Umwegen zum Bierzelt
VON WERNER BALSEN

Man kann sich das so vorstellen: EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou sitzt über ihre Papiere gebeugt und runzelt sorgenvoll die Stirn. Die Unterlagen verraten ihr nicht nur, dass die Rauchverbote zwischen dem Schwarzen Meer und dem Atlantik ganz unterschiedlich geregelt sind: Einige Länder kennen weitgehende Einschränkungen, andere haben noch überhaupt kein Rauchverbot.

Schlimmer noch: Die Kommissarin muss feststellen, dass selbst innerhalb von EU-Staaten keine einheitlichen Regeln existieren. In Deutschland etwa registriert sie zwischen Flensburg und Füssen diverse Unterschiede.

Darf die EU Rauchen am Arbeitsplatz verbieten?

Auch Bierzelte sind Arbeitsplätze: Von einem EU-weiten Rauchverbot am Arbeitsplatz wären sie ebenfalls betroffen.

Möglicherweise flucht sie leise über den dortigen Föderalismus. Denn die Zypriotin gehört zu jenen, die sich über die Gefahren des Rauchens und somit auch des Passivrauchens keinerlei Illusionen machen und deshalb in puncto Tabak kein Pardon kennen. Sie träumt den gleichen Traum wie ihr Vorgänger: den Traum vom totalen Rauchverbot in der Union. Dafür wäre sie bereit, ihre politische Kraft einzusetzen, ganz und gar. Nur: Ihr Bereich, die Gesundheitspolitik, ist in ganz großen Teilen bis heute Sache der Mitgliedstaaten. Da hat Brüssel wenig zu sagen.

Aber wo ein Wille ist, findet sich schon ein Weg. Schlitzohrig ruft Vassiliou ihren Kollegen Vladimír Spidla zu Hilfe. Der ist für Soziales, Arbeit und Arbeitsschutz zuständig, und Letzteres ist eindeutig Brüssels Sache. Gut, dass auch der Tscheche Rauchen am Arbeitsplatz für eine Belästigung und eine Gefahr für Nichtraucher hält, die in der Nähe tätig sind. Deshalb beauftragt er seine Fachleute, ein unionsweites Rauchverbot am Arbeitsplatz auszuarbeiten. Achtung: Auch Kneipen, Bars und Bierzelte sind Arbeitsplätze.


http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=1620790&



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