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1. KREBSFORUM ÖSTERREICH unter www.krebsforum.at mit Selbsthilfegruppen Krebspatienten für Krebspatienten

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Graz, 19.5.09: 192 besuchte Lokale - 181 Anzeigen!

Begonnen von admin, August 22, 2009, 18:04:54 NACHMITTAGS

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admin

P R E S S E K O N F E R E N Z   R A U C H F R E I E   G A S T S T Ã,, T T E N

8. Pressekonferenz mit Österreichweiter Sensation

Ist Passivrauchen schädlich?
Bekommen Raucher/Passivraucher „nur“ Lungenkrebs?
Heute Raucher â€" morgen Nichtraucher - und gesund?

Kaum „Rauchfreie Gaststätten“ in/um Graz?
Ausschreitungen im EKZ Shopping Nord


Zeit: Dienstag 19.5.09 um 9.30 Uhr

Ort: Graz, Rathaus, Hauptplatz 1, 2. Stock, "Baumkircher Raum"

Mag. Siegfried Nagl, Bürgermeister der Stadt Graz, angefragt

Prof. Dr. Gernot Brunner, Internist, Ã,,rztl. Dir. vom LKH Graz

Mag. Eva Baumann, Schlossberg Apotheke, Krebshilfe; mit

Dr. Kathryn Hoffmann, St.GKK, Leiterin der Tabakentwöhnung

Prof. Dr. Karl Pummer, Univ. Klinik Graz, Leiter der Urologie, Krebshilfe

Prof. Dr. Hellmut Samonigg, Univ. Klinik Graz, Leiter der Abteilung Onkologie, Krebshilfe

Dietmar Erlacher, Krebspatient, Bundesobmann von „Krebspatienten für Krebspatienten“,
Leiter der „Initiative Rauchfreie Gaststätten“, 1220 Wien, Tel. 0650-577-2395

Gast: Mag. Christian Guzy, Miteigentümer der Zentren der S.C.Seiersberg

Verlesung von Antworten auf 3 Fragen: LH. Mag. F. Voves; Bgmst. Mag. S. Nagl, LR. Mag. H. Hirt


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin


Paukenschlag bei Beginn der Pressekonferenz:

Dietmar Erlacher, Bundesobmann von „Krebspatienten für Krebspatienten“ und Initiator von „Rauchfreie Gaststätten“ begann mit einer Gedenkminute. Dann berichtete er, dass vom 1.1.2009 bis heute
656 Tote in Österreich waren, nicht Verkehrstote, nicht Krebstote, sondern Passivrauchtote. Die Zahl, vier Passivrauchtote pro Tag, hat der Steirische Landtag vor drei  Wochen bekannt gegeben, als „Steiermark weit rauchfreie Gaststätten“ einstimmig beschlossen wurden. Erlacher: „Will Landeshauptmann Platter mit seiner Regierung nicht in ein gefährliches Abseits schlittern, mit erheblichen Tourismuseinbrüchen, sollen er das sofort ebenso beschließen lassen und bei der Landeshauptleutekonferenz einen entsprechenden Antrag mit Steirern und Salzburgern einreichen.“

Die sehr interessanten, aber erschütternden Statements von Professoren am AKH Graz überraschten alle:

Passivraucher haben ein 8-fach höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken.
Herzinfarktrate/Gefäßerkrankungen steigen jedes Jahr mehr an.
90 % der männlichen Raucher bekommen Lungenkrebs,
80 % der weiblichen Raucher bekommen Lungenkrebs.
Genetisch bedingt bekommen aber weitaus mehr Passivraucherinnen Lungenkrebs als Passivraucher.
Am Gewand von Passivrauchern, und dementsprechend massiv von Rauchern, sind weitaus höhere Luftschadstoffe, als bei einer Extremsituation, wo dann wegen hoher Werte an Feinstaub Tempolimits auf Autobahnen sind (Innsbruck, Graz, Linz) oder Stadtteile gesperrt werden. Die Ã,,rmsten dabei sind dann Ungeborene, Kleinkinder und Kinder, die solchen Konzentrationen täglich in der Wohnung oder bei Autofahrten ausgesetzt sind.
Positiv: Die Anzahl der Herzinfarkte sank in Italien um über 18 %, nachdem in Gaststätten Rauchverbot herrscht!


Erschütternd die gesetzliche Lage.

1.   Wenige wissen, dass das Rauchen in Einkaufszentren per Gesetz seit 2005 untersagt ist. Kontrolliert wird auch nicht. BM. Stöger zu besorgte Bürger: Ich schaue mir dieses Gesetz jetzt ein Jahr an (Anm.: mit täglich 4 Passivrauchtoten). Wen es stört, der kann täglich Meldungen bzw. Anzeigen abgeben.

2.   Die Erhebungen zeigen, dass zwischen 70 % und 90 % der Gastwirte, je nach Ort, sich nicht um die Richtlinien des Tabakgesetzes kümmern. Bei den „Besuchen“ von Mitgliedern der Selbsthilfegruppen „Krebspatienten für Krebspatienten“ seien die Gastwirte oft nach einem behördlichen Zustimmungs-Bescheid durch die Behörde gefragt worden. Erlacher: „Die im Dezember von einem Wirtschaftskämmerer kolportierte Meinung, dass 5 â€" 10 % der Wirte um Fristverlängerung angesucht haben, deckt sich auch mit unseren Erhebungen. Zudem bekamen aber etliche Ansuchende diese Fristverlängerung nicht, da zu spät angesucht wurde (Frist 31.12.09) oder die Baubeschreibung/Pläne fehlten und nicht fristgerecht nachgereicht wurden. Dafür bekamen sie erste Strafbescheide.

3.   Es ist im Tabakgesetz keine Behörde genannt, welche die Einhaltungen kontrollieren bzw. von sich aus Kontrollen machen muss. Erlacher vermutet dahinter übelsten Tabak-/Wirtelobbysmus, zu Lasten der Gesundheit von MitarbeiterInnen und der in-und ausländischen Gäste. „Mit USA-Gesetzen würden die Wirte von Raucherkucheln Millionen Euro Prozesse verlieren, denn da würde es heißen: Gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge!“, meint Erlacher. Auch BM. Stöger wäre mit seinem Zuschauen von vier Toten jeden Tag schon längst nicht mehr Amt, vermutet Erlacher.

4.   Kennzeichnung: Die Ausführung dieser Pickerln ist ein Unfug! Wiens bekanntestes Restaurant für Pressekonferenzen, Nähe Michaelerplatz, oder eine „Bäckerkette“ in Tirol, oder hunderte Gaststätten in Österreich, haben sich versehentlich zu Raucherkuchln deklariert, obwohl in deren Lokalen Rauchverbot herrscht. Österreich braucht keine neuen Pickerln, sondern sofort rauchfreie Gaststätten, so Erlacher.

5.   Wettbewerbsverzerrung: Deshalb stimmt jeder dritte Gastwirt einem generellen Rauchverbot zu. Selber will er nicht (mehr) Vorreiter spielen, da er nicht wieder Kunden an seine Nachbargaststätten verlieren will.
Die Vereinigung der Einkauszentren verlangen überall rauchfreie Gaststätten.
Die Hoteliersvereinigung, dabei die meisten mit angeschlossenen Restaurant, verlangen überall rauchfreie Gaststätten.
Die Österreichische Ã,,rztekammer will rauchfreie Gaststätten.

6.   Mutterschutz: Mit einem „Schandlohnzuschlag“ hat scheinbar die Gewerkschaft/Arbeiterkammer/Wirtschaftskammer die todbringende Arbeit von Angestellten in Gasträumen im Kollektivvertrag verbessert. „Sie müssen eingenebelt gewesen sein“, meint Erlacher, „hat man dabei doch auf den erhöhten Mutterschutz bei <Gaststätten mit Ãœbergangsfrist> total vergessen!“ Die Schädigung des Ungeborenen durch Passivrauchen der Mutter wurden auch von den anwesenden Vorstandsärzten sehr deutlich aufgezeigt.


Erlacher:
Es wurde bereits von den "Eigenartigkeiten" im Restaurant vom Merkur Markt berichtet. Ich habe von polizeilichen Anzeigen Abstand genommen; ab heute ist der dortige Merkur Markt Rauchverbot! Über die Umsetzung der Forderung "Alle Merkur Märkte in Graz bzw. der Steiermark müssen auchfrei werden", werde ich berichten.
Die vom Wirtschaftskammer-Gastwirtesprecher immer wieder kolportierte Meinung „unsere Gaststätten sind überwiegend gesetzeskonform ausgerichtet“, ist damit widerlegt. Ich fordere die Steirische WK und WKO auf, sich mehr an Tatsachen zu halten, oder auch an ihren neuen Leitsatz „Gesundheitsland Österreich“ zu denken, statt solche Beschönigungen durchzuführen.
Die Gastronomie bekommt jetzt vielleicht von der Kammer zinsgünstige Unterstützungsdarlehen für den Umbau, dann kommt 2013 das fix angekündigte EU-Gesetz mit generell rauchfreien Gaststätten in der EU. Dann gibt es wieder zinsgünstige Darlehen, um die Umbauten wieder zu entfernen. Der Unternehmer kann aber noch 10 Jahre lang seine zwei Kredite zurück zahlen, für nichts und wieder nichts! Das sollen die Zwangsmitglieder und die Bevölkerung erfahren.
Und wer zahlt die Unterstützungen/Förderungen? Erfolgt dies aus Kammermitgliedsbeiträgen oder aus Steuergeldern?

Erschütternd die Tatsachen:

Österreich liegt im Guinness Buch der Rekorde an „1. Stelle Welt weit in der Zahl der RaucherInnen“. Ebenso tragisch, dass Österreich nach China die höchsten Zuwachsraten bei Zigaretten hat. Eine Erhebung bei Trafikanten ergab, dass die Quartalssteigerungen bei Zigaretten zwischen 18 und 24 % liegen!
Erlacher: „Wir fordern, dass der Prävention mehr Aufmerksamkeit zukommt. Kindergarten- und Volksschulkinder sollen gezielt aufzeigen, wenn zu Hause in deren Gegenwart geraucht wird. Was nützt die Aktion gesunde Jause, wenn zu Hause geraucht wird, ohne Pause!“

Lungenkrebs, Kehlkopfskrebs, Herz- Kreislauferkrankungen durch Tabakrauch sind bekannt.

Blasenkrebs ist aber auch hauptsächlich durch Tabakrauch entstehend: In den letzten 20 Jahren verdoppelte sich bei Frauen der Blasenkrebs. Jeder elfte Raucher hat bereits Blasenkrebs/Vorstufen und weiß es nicht (neue Studie der Univ. Innsbruck, Urologie).
„Ich rate jeder Kollegin sofort zu Untersuchungen auf Blasenkrebs“, so die Kellnerin Helga aus der Urogenen Selbsthilfegruppe „Krebspatienten für Krebspatienten“ in Tirol.
Lob kommt von Erlacher für die hiesige Urologie unter Prof. Bartsch: „Innsbruck gehört zu den wenigen Urologiestationen, die das neue „Blaulicht mit Hexvix“ verwendet, und damit um bis zu 50 % mehr gewisse Blasenkrebse entdeckt als früher. Auch in der Nachsorge, Blasenkrebs hat eine sehr hohe Rezidivgefahr, ist diese neue Untersuchungsmethode von Vorteil. Weiters hilft der Matritech NMP22 Tumormarker, der mit 4 Tropfen Harn schon eine sehr hohe Aussagekraft zu Blasenkrebs hat.

Keine Unterstützung für „werdende Nichtraucher“ bietet die TGKK. „Ich bin äußerst besorgt, wie man hier mit Suchtkranken umgeht. Die TGKK soll Gruppentherapien und Medikamente um die Rezeptgebühr zur Verfügung stellen und nachdenken, was Drogenkranke alles gratis bekommen. Wie der Vertreter der AUVA berichtete, wäre der volkswirtschaftliche Erfolg garantiert, kosten doch die Raucher weitaus mehr, als sie durch die Zigarettensteuer bringen. Schon die monatliche Reduzierung von rund 1.300.- â,¬/Raucher an Lohnnebenkosten, an Krankenhauskosten etc. ist beachtlich. Auch jede dritte Feuersbrunst hat Zigaretten als Auslöser, betrieblich wie privat. Nichtraucherbetriebe sollen mit der Feuerversicherung wegen einer 25 %igen Prämienreduzierung verhandeln“, so Erlacher, Landes- und Bundeswirtschaftskammerfunktionär, mit Tipps.

Die über 140 Aktivisten, Krebspatienten, Allergiker, Asthmakranke usw., mit Verwandten, Bekannten, Ã,,rzte und Studenten, sind zwischenzeitlich nur in anderen Bundesländern aktiv, wo schon bald nächste Anzeigenpakete übergeben werden, so Erlacher, der fordert: Wir wollen keine Strafen, BM. Stöger zwingt uns zum Anzeigen. Wir verlangen eine sofortige Ã,,nderung des Bundesgesetzes, ähnlich dem Beschluss vom Steirischen Landtag vor drei Wochen, nämlich

RAUCHFREIE  GASTSTÃ,,TTEN  IN  GANZ ÖSTERREICH !

Sehr geehrte Damen und Herren Medienvertreter.
Die Klientel der Nichtraucher ist finanzkräftig und will den NR.-Gaststätten helfen.
Unter www.Rauchersheriff.at kann jeder anonym eine Meldung zu rauchfreien Gaststätten, aber auch zu „Raucherkuchln“ eingeben.
Laut dem Leiter vom Strafamt im Stadtmagistrat Graz wird allen Mitteilungen nach gegangen, auch anonymen, auch telefonischen.

Ansonsten anonym melden, jeden Tag aufs Neue, auf: http://www.rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.php
Eine Abschrift der Anzeige dort hin ergeht auch an:
Alois Stöger diplome, BM. für Gesundheit
Dr. Reinhold Mitterlehner, BM. für Wirtschaft, Familie und Jugend
Rudolf Hundstorfer, BM. für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Herbert Tumpel, Arbeiterkammer Präsident (Arbeitnehmerschutz)
Erich Foglar, Gewerkschafts-Präsident (Arbeitnehmerschutz)
Androula Vassiliou, EU-Gesundheitskommissarin





Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

#2
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/grazumgebung/seiersberg/1974194/index.do

19.05.2009

Anzeigen-Flut: Grazer Wirte pfeifen auf Rauchverbot

Private Initiative überprüfte Einhaltung des Nichtraucherschutzes in 192 Grazer Lokalen und zeigte 181 an. Behörde wartet auf Praktikanten, um strafen zu können.
Ihr Spähtrupp umfasst rund 100 Personen - Krebspatienten, Angehörige, Ã,,rzte - und rückt seit Jahresbeginn in ganz Österreich aus, um die Einhaltung des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie zu überprüfen. Zuletzt kontrollierten die Sheriffs der "Initiative Rauchfreie Gaststätten" unter ihrem Leiter Dietmar Erlacher in Graz.
Seine Bilanz: "Wir haben 192 Lokale besucht und mussten 181 anzeigen." Entweder sei die Kennzeichnung nicht gesetzeskonform gewesen oder es hätte keine abgetrennten Bereiche gegeben.

Behörde überlastet. Schon bisher gab es Anzeigen in Graz stets in Wellen, wenn Aktivisten ausrückten. Rund 100 Anzeigen sind seit Jänner beim Magistrat eingelangt, 40 Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet, 25 Strafen ausgesprochen. Tatsächlich heißt es in der Bau- und Anlagenbehörde, man habe nicht das Personal, um im großen Stil zu agieren. Aus dem Büro von Bürgermeister Siegfried Nagl, der die Agenden über hat, heißt es, man gehe jeder Anzeige nach und werde, wo nötig, strafen.

Engagement der Grazer Behörde.Doch vermisst Erlacher, selbst Krebspatient und Bundesobmann von "Krebspatienten für Krebspatienten", das nötige Engagement der Grazer Behörde: "Ich bekam von dort die Auskunft, man warte auf die Sommerpraktikanten, um diese Strafakten anlegen zu können".

Regeln.
Laufke-Wirtin Adelheid Fürntrath-Moretti, Vertreterin der Wirte in der Grazer Wirtschaftskammer, ist über die Zahl der Anzeigen bestürzt: "Das versteh' ich nicht. Die Kammer hat alle Wirte aufgeklärt. Aber wer Regeln nicht einhält, gehört bestraft."
Der steirische WK-Fachgruppen-Obmann Karl Wratschko poltert hingegen "gegen die Kriminalisierung einer ganzen Branche" durch die Sheriffs. Für viele Lokale gelte ja auch die Übergangsfrist für den Umbau in getrennte Zonen bis Juli 2010.

SC Seiersberg rauchfrei.
Auch Einkaufszentren nahmen die Raucher-Sheriffs unter die Lupe, denn da sei der Trend zur Ignoranz ungebrochen. Kaum ein Center sei - wie gesetzlich vorgeschrieben -rauchfrei. Die rühmliche Ausnahme hat die Initiative in Seiersberg ausgemacht. Die dortige Shopping-City agiere vorbildlich, biete abgeschlossene Raucher-Lounges an und halte ansonsten die gesamte Anlage rauchfrei. Die Initiative hat daher gestern dem Einkaufszentrum auch die "goldene Orange für Verdienste um die Gesundheit der Steirer " überreicht.

Kommentar Dicke Luft von Bernd Hecke

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/grazumgebung/seiersberg/1975554/index.do

19.05.2009 um 23:11 Uhr2 Kommentare

Dicke Luft

Die Nichtraucher-Regelung in unseren Lokalen hat vieles geschafft: Verwirrung, Ã,,rger, Ungleichbehandlung von Wirten. Das Positive: Die Debatten darüber haben die Gefahren des Tabakkonsums in unseren Köpfen noch fester verankert. Und in Restaurants qualmt es jetzt deutlich weniger. Dennoch hat die Frischluft nicht im großen Stil Einzug gehalten. Private Raucher-Sheriffs haben in Graz 192 Lokale überprüft. 181 davon hat die Initiative angezeigt, weil sie den gesetzlichen Nichtraucherschutz nicht voll umgesetzt hätten.
Die Wirtschaftskammer empört sich wegen des Vorgehens der Sheriffs, "die eine ganze Branche pauschal kriminalisieren". Warum eigentlich, wenn diese nur anzeigen, was von Gesetzes wegen anzuzeigen ist? Unterm Strich zeigt die dicke Luft: Wir brauchen ein totales Rauchverbot in Lokalen. Dann gibt's keinen Streit mehr - und alle können aufatmen.

Sie erreichen den Autor unter bernd.hecke@kleinezeitung.at

Fakten
Das Gesetz: Seit Jänner gilt der verschärfte Nichtraucherschutz. Gastronomiebetriebe mit einer Größe unter 50 Quadratmetern haben Wahlfreiheit, in größeren Lokalen muss der Großteil als abgetrennte Nichtraucherzone geführt werden. Lokale unter 80 m2, die nicht umbauen können, haben auch Wahlfreiheit. Übergangsfrist für Lokale, die für Nichtraucherzonen umbauen: Juli 2010.
Special
•   Alles zur Raucherdebatte



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http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

"WOCHE - Obersteiermark " vom 30.07.2009

Ein Tabakgesetz für jedermann

LR Helmut Hirt setzt Nichtraucherschutz- Kampagne fort und drängt Bund zu Tabakgesetz.

Im Streit um die Chirurgiereform mussten Spitalslandesrat Helmut Hirt und die SPÖ einen herben Rückschlag einstecken - doch geht es um sein Lieblingsthema, den Nichtraucherschutz, steigt der sozialdemokratische Gesundheitspolitiker quasi wie Phönix aus der Asche: "Die Kampagnen zu diesem Thema laufen hervorragend, allein 636 Wirte haben bis dato ihre Lokale freiwillig zu rauchfreien Zonen erklärt", zieht er eine Bilanz. Und was ihn noch mehr freut: "Es gibt starken Zuspruch aus der Bevölkerung, viele Menschen ermuntern mich, dranzubleiben und durchzuhalten."

Kritik an Bund

Dennoch spart er nicht an Kritik, in erster Linie an jener Richtung Bund: "Dass die Novellierung des Tabakgesetzes nicht erfolgt ist, schadet massiv. Die Selbstbestimmung in diesem Bereich funktioniert nicht, es braucht klare und einheitliche Regelungen." Diese Rückmeldung erhalte er auch aus der Gastronomie. Dass man es auf schwammige Art und Weise den Wirten überlasse, ob ihre Gaststätten rauchfrei sein sollen, sorge für zahlreiche Ungerechtigkeiten. "Wenn das Gesetz gilt, dann für alle - das ist das Credo der Wirte", betont Hirt. Bis es zu einem neuen Gesetz kommt, kann es allerdings noch eine Weile dauern, daher versucht Hirt, weitere Problembereiche des Nichtraucherschutzes anzugehen. Der momentane Fokus liegt auf dem Schutz von Kindern, insgesamt ortet er ein steigendes Bewusstsein für das Thema: "Bei den Erwachsenen ist die Zahl der Raucher bereits rückläufig, hier gibt es ein klares Bekenntnis zu einem gesünderen Lebensstil."

Trendwende nicht geschafft

Eine dramatische Entwicklung will er aber trotz aller positiven Bilanzen nicht ausklammern: "Bei den Jugendlichen und speziell bei den jungen Mädchen sind die Zahlen nach wie vor steigend. Man muss es ehrlich zugeben: Hier haben wir die Trendwende nicht geschafft." Deshalb hat er ein oberstes Ziel: "Gesundheitsvorsorge muss populär sein, wir dürfen nicht aufhören, dies zu kampagnisieren. Brave Hinweise, mögen sie auch noch so dramatisch sein, erreichen ihr Ziel nicht. Wer liest denn noch Warnhinweise auf Zigarettenpackungen ...?"

Bleibt ein wesentlicher Schlusssatz: "Mir ist bewusst, dass man das Rauchen an sich niemals verbieten wird können. Aber es muss möglich und zulässig sein, alles nur Erdenkliche zum Schutz der Nichtraucher umzusetzen." rorei

Bild: Der kleine Leo, Mittelpunkt der Nichtraucherkampagne des
Landes Steiermark
Bild: Fotos: KK
Bild: >> Die Tabaklobby in Österreich ist stärker, als ich gedacht
habe. <<
Bild: Landesrat Helmut Hirt


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