Autor Thema: Dieses Lokal sollte man sich mal ansehen: Nichtraucherschutz?  (Gelesen 1064 mal)

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Dieses Lokal sollte man sich mal ansehen: Nichtraucherschutz?
« am: Mai 26, 2014, 23:15:18 Nachmittag »

Plachutta wurde bereits etliche Male angezeigt!

Wie sieht es dort jetzt aus?

Vorlage für Kontrolle/Meldung:


http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1016.msg5762#msg5762

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Und dann gibt/gab es da noch "Plachutta-Probleme" mit:

Der Fall Plachutta ist eine PR-Katastrophe für die Gastronomie


Ist nun endlich alles gesagt über Mario Plachutta und seinen slowakischen Ex-Kellner? Nein, noch lange nicht. Auf der Facebook-Seite des Wiener Gastronomen ist die Empörung fast so frisch wie am ersten Tag. Seit zwei Wochen versichern die Poster einander und dem Rest der Welt, dass sie bestimmt nie mehr auf einen Tafelspitz vorbeikommen oder, noch schlimmer, sich an Ort und Stelle "auskotzen“ werden. Mario Plachutta sei ein "asozialer Unsympath“, in seinen Lokalen herrsche seit jeher eine "eiskalte Atmosphäre“.

Die Arbeiterkammer hatte Ende April über die fristlose Kündigung eines Plachutta-Kellners berichtet und damit den bisher heftigsten Shitstorm ausgelöst, der je über einem Star der heimischen Gastroszene niederging. Familie Plachutta kann sämtliche Marketingausgaben der vergangenen Jahre als Verschwendung betrachten; der Ruf ist bis auf Weiteres ruiniert. Dass ein Mitarbeiter gefeuert wurde, nur weil er selbst gekaufte Erdbeeren mit ein paar Gramm Zucker aus Firmenbesitz versüßte, lässt sich nicht mehr mit den üblichen Argumenten (Kostendruck, Wirtschaftskrise, beinharter Wettbewerb) erklären. Deshalb fanden sich auch kaum Verteidiger für Plachutta. Andere Wirte blieben ebenso stumm wie die Funktionäre der Wirtschaftskammer. Wilhelm Turecek, Obmann der Wiener Fachgruppe Gastronomie, äußert sich erst auf Anfrage: "Mario Plachutta ist ein sehr innovativer Unternehmer, aber etwas dünnhäutig. Er hat mir versichert, dass es gar nicht um den Zucker ging, sondern dass es immer wieder Probleme mit diesem Kellner gab.“

„Sehr raue Branche”

Fakt ist, dass die Affäre Plachutta ein Schlaglicht auf die gesamte Branche wirft. Die skurrilen Details mögen als Einzelfall durchgehen. Doch ziemlich ruppig sind die Umgangsformen auch in vielen anderen Betrieben. Gemessen an der Zahl der Verfahren vor dem Arbeitsgericht hat das Gastgewerbe bereits die Bauwirtschaft überholt. Gewerkschaft und Arbeiterkammer sind permanent mit Verstößen der Dienstgeber konfrontiert. Meist geht es um die Missachtung des Kollektivvertrags, um zu lange Arbeitszeiten, zu geringe Entlohnung oder schlicht unzumutbare Arbeitsbedingungen. Auf die Frage, ob es in den 25 Jahren seit der legendären "Piefke-Saga“ nennenswerte Verbesserungen gegeben habe, sagt Elmar Schiffkorn von der Arbeiterkammer Tirol: "Nein, da hat sich nicht viel geändert. Das ist immer noch eine sehr raue Branche, in der jeder nur auf sich schaut.“

Da die Finanzpolizei diesen Eindruck teilt, könnten viele Wirte in den nächsten Monaten Probleme bekommen. Derzeit läuft eine breit angelegte "Kassennachschau“ - also eine Überprüfung der elektronischen Kassensysteme. "Mit vielen dieser Geräte lassen sich relativ einfach Umsatzverkürzungen vornehmen“, sagt ein Beamter.

Das Gastgewerbe war noch nie eine Branche für empfindsame Naturen. Die Arbeitszeiten sind unregelmäßig und einem erfüllten Privatleben abträglich, viele Tätigkeiten auch körperlich belastend. Meistens lässt sich nicht vorausplanen, wann der Stress losgeht und wie lange er dauern wird. Im Tumult eines vollen Hauses kann auch ein netter Chef seine Kinderstube vergessen. Wer je zur Stoßzeit in einer Restaurantküche stand, am Herd, an der Spüle oder an der Essensausgabe, versteht sehr gut, dass die wenigsten bis zur Pensionierung durchhalten und nur jeder zehnte Mitarbeiter über 55 Jahre alt ist.

Überschießende Geschäftstüchtigkeit

Doch nicht alle Belastungen sind quasi schicksalhafter Bestandteil des Berufsbilds. Manche Wirte nehmen ihre unternehmerische Freiheit einfach zu wörtlich. Julia Vazny-König, Rechtsexpertin in der Arbeiterkammer Wien, erstritt im Fall Plachutta für den Kellner eine finanzielle Abgeltung. In ihrem Archiv liegen noch zahlreiche andere Beispiele von überschießender Geschäftstüchtigkeit. Sie erzählt etwa vom Betreiber eines asiatischen Caterings, der vor zwei Jahren zehn Inder als Schlüsselarbeitskräfte nach Wien holte - um sie hier wie Sklaven zu halten. "Die Leute haben praktisch rund um die Uhr gearbeitet“, sagt Vazny-König. Anderen Mitarbeitern fiel das irgendwann auf, und sie wandten sich an die Kammer. Vor Gericht wollte dann aber nur einer der Inder aussagen - er bekam Recht. Es gebe immer wieder Beschäftigte, die wegen geringster Vergehen gefeuert würden, sagt die Expertin. Mitunter reiche schon der Antritt eines Krankenstands für die Entlassung. Eines der Hauptprobleme besteht für Vazny-König im Mangel an Loyalität: "Wenn es Probleme gibt, redet der Chef nicht mit seinen Leuten, sondern wirft sie lieber gleich raus. Es gibt ja genug andere, die auf den Job warten.“

.................. http://www.profil.at/articles/1420/980/375089/der-fall-plachutta-pr-katastrophe-gastronomie?utm_source=Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=profil.at-NL


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351