Autor Thema: Österreich: Gesetzliches Rauchverbot – ein unabdingbares Muss  (Gelesen 2745 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5527
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
Österreich: Gesetzliches Rauchverbot – ein unabdingbares Muss
« am: Februar 22, 2014, 17:51:51 Nachmittag »



Gesetzliches Rauchverbot – ein unabdingbares Muss

Kommentar der anderen | Wolfgang Schütz

3. Februar 2014, 19:02

    Die absehbaren Folgen eines gesetzlichen Rauchverbots aus Sicht des Mediziners: Der Griff zum Glimmstängel würde immer weniger "chic" sein.



    Wolfgang Schütz ist Pharmakologe und Rektor der Medizinischen Universität Wien.


Freiheit endet dort, wo sie andere gefährdet: eine Aufforderung an den Gesundheitsminister, seines Amtes zu walten - aus Präventionsgründen und zum Schutz der Jugend

In der Sendung "Report" vom 28. 1. 2014 (ORF 2) wiesen die Urologen der Medizinischen Universität Wien einmal mehr mit größter Eindringlichkeit auf den schädlichen Einfluss des Rauchens bezüglich des Entstehens von Krebserkrankungen im Urogenitaltrakt, insbesondere von Blasenkarzinomen, hin.

Man kann es nicht oft genug betonen: Es ist ein vorrangiges Anliegen der Medizinischen Universität Wien, dass dieses Thema seine mediale Aufmerksamkeit nicht wieder verliert.

Die österreichische Bundespolitik ist vielmehr mit Vehemenz aufgefordert, so rasch wie möglich ein generelles Rauchverbot in sämtlichen öffentlichen Lokalen gesetzlich in die Wege zu leiten. Immerhin hat nun auch der Gesundheitsminister mit deutlichen Worten seine Meinung dazu in dem Sinne geäußert, dass er die ewige Diskussion (er sprach von "Herumeiern") um das Fehlen einer eindeutigen gesetzlichen Regelung dazu nicht mehr verstehe und dass er damit vielen Bürgern aus der Seele spreche.

Handeln Sie kraft Ihres Amtes!

"Hic Rhodos, hic salta", Herr Minister! Handeln Sie kraft Ihres Amtes, auch wenn im Regierungsprogramm viel Schönes über Gesundheit und deren Förderung als Leitgedanken, aber (wieder) nichts über ein gesetzliches Vorhaben für ein generelles Rauchverbot steht. Denn es muss wohl nicht mehr auf die Zusammenhänge von Rauchen und besonders bösartigen Krebserkrankungen hingewiesen werden, zu denen in erster Linie Lungen- und Blasenkrebs zählen, nicht mehr auf die Zusammenhänge von Gefäßkrankheiten und deren Folgen, die an der Spitze der Todesursachen stehen oder schwere Invalidität verursachen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Raucherbein), und nicht mehr auf die Tatsache, dass diese Zusammenhänge besonders gravierend sind, wenn bereits im jugendlichen Alter mit dem Rauchen begonnen wird.

Es muss vielmehr gesagt werden, dass bisher jede österreichische Bundesregierung über diese Tatsachen hinweggesehen hat, sich jede scheute, das Übel an der Wurzel zu fassen, indem sie wirksame Maßnahmen ergreift, dass Jugendliche gar nicht erst mit dem Rauchen beginnen, dass eine solche Regierung somit wissentlich verantwortungslos handelt.

Der Schutz der Jugend ist das höhere Gut

Durch ein generelles Rauchverbot in öffentlichen Lokalen würde Jugendlichen eine wesentliche Möglichkeit genommen, dem Laster des Rauchens zu frönen.

Ein kleiner Ausblick auf die Folgen: Das dann kompensatorische Rauchen vor dem Lokal wird eine rein veränderungsbedingte Übergangsphase darstellen, wird Jahr für Jahr sukzessive abnehmen, bald würde Rauchen nicht mehr "chic" sein. Durch ein generelles Rauchverbot in Lokalen wären aber auch dort sitzende Nichtraucher sowie das Bedienungspersonal vor dem gefährlichen Mitrauchen geschützt.

Die Frage, ob sich etablierte Raucher im bereits gesetzteren Alter bei einem generellen Rauchverbot in Lokalen nun in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlen, ist in allen westlichen Ländern außer in Österreich schon beantwortet: Freiheit endet dort, wo sie andere gefährdet.

Der Schutz der Jugend ist hier das höhere Gut.

Wolfgang Schütz, DER STANDARD


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5527
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
HEUTE im ORF 2: Der Tiroler Adler sieht mehr.
« Antwort #1 am: Oktober 27, 2014, 18:41:17 Nachmittag »



HEUTE im ORF 2: Der Tiroler Adler sieht mehr.

"Thema" ist gut, hoffentlich auch ein Ergebnis!   ORF 2, 21.10h, „Don’t Smoke“ –

Österreicher sagen dem Rauchen den Kampf an! --  „Ich vermisse meinen Vater“, sagt Robert Palfrader. Der Schauspieler und „Kaiser“ nennt einen der Gründe, warum er vor knapp zwei Jahren mit dem Rauchen aufgehört hat. Sein Vater ist mit 61 an Lungenkrebs gestorben. Seinen eigenen Kindern will er so ein Schicksal ersparen. Robert Palfrader hat jahrelang drei Schachteln Zigaretten pro Tag geraucht, jetzt unterstützt er die Initiative „Don’t Smoke“ des Grazer Krebsspezialisten Hellmut Samonigg. Auch der Aufdeckerjournalist Kurt Kuch engagiert sich für die Kampagne. Kuch ist 42 und hat Lungenkrebs. „Rauchen war die schlechteste Entscheidung meines Lebens“, sagt er heute. Eva Kordesch hat die beiden Ex-Raucher für THEMA getroffen, mit ihnen übers Anfangen und Aufhören gesprochen und die gesundheitlichen Gefahren des blauen Dunstes recherchiert....


http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=562.msg2110#msg2110

und hier zum "Nachsehen": https://www.youtube.com/watch?v=FUP4M2qp9ko&feature=youtu.be

-------------------------------------------------------------

Petition unterzeichnen!

https://www.dontsmoke.at/

« Letzte Änderung: Oktober 28, 2014, 00:12:17 Vormittag von admin »


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5527
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
Wirte-Investitionsersatz für Abtrennungen?
« Antwort #2 am: Januar 06, 2015, 18:58:00 Nachmittag »
x



Wirte-Investitionsersatz für Abtrennungen?



Bis 31.12.2008 mussten die Wirte den Umbau mit Plänen komplett eingereicht und bis spätestens 30.6.2010 die Fertigmeldung bekannt geben haben. Bestenfalls nur diesen wenigen Wirten (500 oder 1000 in ganz Österreich?), die tatsächlich derart und gesetzeskonform umgebaut und sich danach auch an das Tabakgesetz gehalten haben, könnte man die (nachweislichen!) Kosten für den Rückbau zu einem Nichtraucherlokal teils ersetzen, z.B. aus Mitteln der Tabaksteuer, sowie des WKO-Unterstützungs-/Betriebshilfefonds. Zu beachten ist auch: Viele Steuerberater der Wirte haben bereits erhebliche Summen des Umbaues "als Reparatur" sofort abgeschrieben.

Es geht somit weder um 150, noch um 100, noch um 90 Millionen, sondern bestenfalls um ein paar Millionen! Zudem: Die Wirtschaftskammer und die Wirte sind bekannt für das Jammern auf hohem Niveau. Warum prüft keiner die angeblichen 150 Millionen, sage ich als Gutachter. Der tatsächliche "Restbetrag" wäre bundesweit ein paar Millionen, höchstens niederer 2-stelliger Bereich.

Investitionen sind unternehmerisches Risiko, auch in meinen Betrieben, seit Jahrzehnten. Bei der (plötzlichen) gesetzlichen Umstellung von Nitrolacke auf Wasserlacke, neue Lackieranlagen/-räume, gab es auch keinen Investitionsersatz.

Außer von Wirtslokale erhalten wir regelmäßig Beschwerden über Restaurants in Supermärkten und Möbelhäusern, Cafes, Konditoreien,
Lebensmittelgeschäfte, Schuhgeschäfte, Fitnesscenter, Friseure, Fingernagelstudio, Wettbüro, Internet-Cafe, Casino, Trafiken, Tankstellen, Autobahnraststätten, Öffentliche Gebäude, ÖBB, Versicherungen, usw.


Dietmar Erlacher, Krebspatient
www.krebspatienten.at, www.rauchsheriff.at


Bitte deine Meinung an: info@krebspatienten.at

« Letzte Änderung: Januar 06, 2015, 19:14:05 Nachmittag von admin »


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5527
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
28.1.15, 19h, Wien: Treffen Nichtraucherschützer
« Antwort #3 am: Januar 10, 2015, 01:09:24 Vormittag »


Robert Rockenbauer, Jahrzehnte für den Nichtraucherschutz tätig!

Das jährliche Wiener Treffen mit .... findet am 28.1.15, 19h, statt.



Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher
Bundesleiter Robert Rockenbauer                     
Thomas-Riss-Weg 10, 6020 Innsbruck                       
Telefon und Fax 0512 / 268025 oder 0664/9302958
IBAN = AT56 2050 3000 0007 5960
www.alpha2000.at/nichtraucher
nichtraucherschutz@aon.at


Sehr geehrte Nichtraucherin!
Sehr geehrter Nichtraucher!

Herzliche Einladung zum Nichtraucher-Treffen in Wien am
Mittwoch, 28.1.2015, um 19 Uhr
Hotel-Pension Wild, Lange Gasse 10, 8. Bezirk
(für eventuelle Übernachtung: Telefon 01/406 51 72, Fax 01/402 21 68).

Bitte gleich um Terminvormerkung! Es wird vielleicht der wichtigste Abend betreffend Nichtraucherschutz! Ihre Teilnahme bitte ich telefonisch oder schriftlich anzumelden:
Tel. 0664/9302958 (Rockenbauer).

Höhepunkt dieses Treffens:
MR Dr. Franz Pietsch vom Gesundheitsministerium wird wieder anwesend sein und uns auf viele Fragen rund um das Tabakgesetz Antwort geben. Die Pressemeldungen der letzten Zeit lassen hoffen, dass nun bald ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie kommen wird. Wir stehen an einer entscheidenden Schnittstelle und wollen unseren Beitrag dazu leisten.
Deshalb habe ich am 28.1.2015 um 15 Uhr einen Termin im Gesundheitsministerium. Mehr dann am Abend.

Am Donnerstag, 29.1.2015 werde ich die Medien zu einer Pressekonferenz um 10 Uhr einladen.
Meine Hauptpunkte werden sein:
Absolutes Rauchverbot ohne Ausnahmen!
Sofortige Umsetzung, spätestens ab 2016!
Staatliche flächendeckende Kontrollen unter Einbeziehung aller Organe!
Erhöhung der Strafen auf mindestens 500 Euro beim erstmaligen Verstoß und jeweils Verdoppelung der Strafen bei Nichteinhaltung.
Nach dreimaligen Strafbescheid (= Erreichung der Strafhöhe von 2.000 Euro), befristeter Gewerbeentzug, nach fünfmaliger Missachtung des TabakG endgültiger Entzug der Gewerberechtigung.
Soweit nur einige Forderungen.

Ich habe in diesen Tagen mit einigen Wirten gesprochen. Die Mehrheit ist für eine klare Linie, d.h. für ein generelles Rauchverbot. Einige würden die Raumtrennungen belassen, andere wiederum abbauen.
Die Gesundheitsministerin will den Wirten mit vorzeitiger Abschreibung entgegenkommen, was ich für gut finden würde. Der Vizekanzler ist wohl eher für Ausgleichszahlungen. Diese sind natürlich keinesfalls gerechtfertigt. Offensichtlich will er damit die Wirte milde Stimmen, damit sie einem generellen Rauchverbot zustimmen. Schuld hat aber, wie wir schon bei früheren Pressekonferenzen mitgeteilt haben, die Wirtschaftskammer selbst, die viele Betriebe falsch beraten hat und regelrecht in eine Abtrennungshysterie hineingehetzt hat. Und nun soll der Steuerzahler dafür aufkommen? Niemals! Unternehmerische Freiheit - Unternehmerisches Risiko! Sich einen Wettbewerbsvorteil durch die Raucherklientel zu verschaffen, bei meist offenen Türen zum Raucherraum (also Missachtung des TabakG) und dann noch Ausgleichszahlungen kassieren, das geht wirklich zu weit! Es wäre auch unfair gegen all jene Wirte, die dieses Risiko scheuten und einen Nichtraucherbetrieb schafften, bei gleichzeitigem Verlust rauchender Gäste.

Ich lade Sie nun ein, mir zu den genannten Punkten weitere Argumente zu liefern, die ich dann in die Pressekonferenz einarbeiten kann. Sinn macht es allerdings nur, wenn Sie möglichst bald mir Ihre Meinung mitteilen würden.
Danke für Ihre Mithilfe!

Wünsche Ihnen noch viel Gesundheit und alles Gute im neuen Jahr!

Mit herzlichen Grüßen
Robert Rockenbauer


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5527
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
12.1.15, Mo., ORF 2, Thema
« Antwort #4 am: Januar 12, 2015, 00:02:55 Vormittag »



Morgen, am 12.1.2015 in ORF 2 Thema!

Kuchs Erbe – „Don`t smoke“

„Weg mit dem Dreck“, sagte der 42jährige Journalist Kurt Kuch im Oktober im THEMA-Interview. Und das ist bei vielen Rauchern angekommen. Auch bei der Journalistin Brigitte Biedermann, die seit Kuchs Auftritt in THEMA keine Zigarette mehr anrührt. „Ich habe auch Freundinnen mitreißen können“, erzählt sie, „wir feuern einander mehrmals täglich zum Durchhalten an. Das funktioniert!“. Am 3. Jänner hat Kurt Kuch seinen Kampf gegen den Lungenkrebs verloren. Aber seine Botschaft lebt: „Jedes Mal wenn ich Lust auf eine Zigarette krieg, haut mir der Kurti von da oben auf die Finger“, erzählt der seit wenigen Tagen rauchfreie PR-Berater Rudolf Fußi. Stellvertretend für viele andere erzählen die beiden Rike Fochler über ihr neues rauchfreies Leben.


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5527
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
RAUCHER sollen für Investitionsersatz zahlen!
« Antwort #5 am: Januar 21, 2015, 00:43:58 Vormittag »




http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/4633096/Rauchverbot_Raucher-sollen-fur-die-Umbauten-bezahlen?from=gl.home_panorama



Die Regierung will der Gastronomie finanziell entgegenkommen. Aber wie? Und in welchem Ausmaß? In der ÖVP denken manche bereits über eine Erhöhung der Tabaksteuer nach.

07.01.2015 | 17:39 |  Von Thomas Prior  (Die Presse)

 

Wien. Die Ziele haben SPÖ und ÖVP mittlerweile außer Streit gestellt: Spätestens am Ende dieser Regierungsperiode, also 2018, soll in der Gastronomie ein generelles Rauchverbot gelten. Außerdem will man jenen Gastwirten, die 2008 zu Umbauten in ihren Lokalen gezwungen wurden, finanziell entgegenkommen. Offen ist allerdings, wie. Und in welchem Ausmaß.

Der Vorschlag von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) – die Gastronomen sollen ihre Investitionen schneller von der Steuer absetzen können – gehen der ÖVP nicht weit genug. „Das wäre ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt Gesundheitssprecher Erwin Rasinger. „Wir sollten nicht über Abschreibungen, sondern über Entschädigungen reden.“ Denn bei einer steuerlichen Lösung blieben die Gastwirte „auf 50 bis 70 Prozent“ ihrer Ausgaben sitzen.

ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner wollte sich am Mittwoch nicht festlegen. Diese und andere Fragen werde man in den Verhandlungen mit der SPÖ diskutieren, ließ er der „Presse“ ausrichten. Die bisherigen Aussagen des Vizekanzlers lassen aber vermuten, dass auch er Entschädigungen bevorzugen würde. Es brauche eine „Finanzierung“ für Betriebe, die in eine Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereich investiert hätten, hatte Mitterlehner am Sonntag über Twitter erklärt.


Es geht um 100 Millionen Euro

Die Summe, um die es geht, ist beträchtlich. Laut Wirtschaftskammer hat die Gastronomie rund 100 Millionen Euro ausgegeben. Entschädigungszahlungen, in welcher Höhe auch immer, kämen den Staat also teuer. Und die budgetäre Situation ist – siehe Steuerreform – ohnehin angespannt. Die Frage lautet daher: Wer soll das bezahlen?

Die Raucher, findet so mancher in der ÖVP. Hinter vorgehaltener Hand wird bereits über eine Erhöhung der Tabaksteuer diskutiert. Rasinger will das nicht eins zu eins gegenrechnen, findet aber, dass die Steuer derzeit schon zu niedrig sei.

Dabei argumentiert der ÖVP-Gesundheitssprecher mit Prävention und einer Studie: Das Deutsche Krebsforschungszentrums kam im Jahr 2009 zu dem Schluss, dass der Tabakkonsum volkswirtschaftliche Kosten von 33,5 Milliarden Euro im Jahr verursacht. In Deutschland.

Umgelegt auf Österreich, also dividiert durch zehn, wären das Rasingers Rechnung nach 3,5 Milliarden Euro. Über die Tabaksteuer kämen aber nur 1,6 Milliarden herein. Daraus schließt der ÖVP-Politiker, „dass Rauchen bei uns zu billig ist“.

Am Wirtschaftsflügel der ÖVP, der im Wesentlichen von der Wirtschaftskammer, Mitterlehners ehemaligem Arbeitgeber, repräsentiert wird, steht eine höhere Tabaksteuer vorerst nicht zur Debatte. Das Büro von Präsident Christoph Leitl verwies gestern nur auf den Spartenobmann Gastronomie, Helmut Hinterleitner. Dessen Meinung sei auch Kammer-Meinung.

Sie lautet: „Das aktuelle Gesetz ist gut. Es hat sich bewährt und garantiert Wahlfreiheit.“ Ein Rauchverbot lehnt Hinterleitner ab, weil es zu einem „Wirtshaussterben“ führen würde. In Richtung Mitterlehner meint er nur: Er wünsche sich, „dass die ÖVP wieder zu ihrer früheren Meinung zurückkehrt“.

Dafür ist es wohl zu spät. Oberhauser will den Gesetzesentwurf noch heuer fertigstellen. Und das ist, wie es aus Mitterlehners Umfeld heißt, durchaus im Sinne der ÖVP.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.01.2015)


Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

admin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5527
    • Profil anzeigen
    • E-Mail
WIRT: Nichtraucherlokal bringt nur VORTEILE, z. B. .....
« Antwort #6 am: Februar 16, 2015, 23:16:27 Nachmittag »


http://kurier.at/chronik/oberoesterreich/peter-haudum-nichtrauchen-bringt-nur-vorteile/113.859.132


15.02.2015, 06:00

"Nichtrauchen bringt nur Vorteile"

Seit rund drei Jahren gilt bei dem bekannten Wirt in Helfenberg Rauchverbot.

"Wir bekommen nur Lob und Lob und Lob", sagt er.

      

Peter Haudum (54) ist Gastwirt in Helfenberg (Bez. Rohrbach). "Ich bin eine Wirtshausgeburt", sagt er über sich selbst. "Wir sind fünf Kinder, vier davon sind im Wirtshaus auf die Welt gekommen." Mit seiner Frau, mit der er seit 30 Jahren verheiratet ist, hat er zwei Buben und eine Tochter.

Am Mittwoch haben in Schärding mehrere Hundert Menschen, an die Freibier ausgeschenkt und Gratis-Leberkässemmerln verteilt wurden, auf Einladung von Gastwirten gegen das geplante Rauchverbot demonstriert. Haudum hingegen führt sein Gasthaus rauchfrei.

KURIER: Seit wann ist Ihr Gasthaus rauchfrei?Peter Haudum: Am 17. April werden es drei Jahre.

Warum haben Sie sich dafür entschieden?

Vor fünf, sechs Jahren habe ich mich noch massiv gegen das Rauchverbot gewehrt. Ich wusste nicht, wie es weitergehen wird. Werden wir wirtschaftlich sterben, wenn wir ein Nichtrauchergasthaus machen? Laut Gesetz durfte im Frühstücksraum geraucht werden, die Gaststube, wo sich die meisten Leute aufhalten, musste Nichtraucher sein. Aber ich kann die Raucher nicht in den Frühstücksraum schicken. Wir haben das immer ignoriert. Wir bekamen von der Behörde einen enormen Druck. Es gab fünf Anzeigen, die Behörde war drei Mal im Haus. Wir mussten zwei Mal Strafe zahlen.

Wir haben uns entschieden, das Risiko einzugehen, ein Nichtrauchergasthaus zu werden. Wir haben das gesamte Haus ausmalen lassen. Ich habe mit den stärksten Rauchern das persönliche Gespräch gesucht, sie um Verständnis und Unterstützung gebeten. Keiner ist mir in den Rücken gefallen, alle haben mir geholfen.

Es hat von Anfang an funktioniert?

Ja. Ich habe gewusst, wenn ich den Stammtisch nicht hinter mir habe, funktioniert es nicht. Vom ersten Tag an hat es sehr gut funktioniert. Es gibt keine fünf Leute in der Pfarre, die wegen des Rauchverbots nicht mehr kommen. Was sicher auch mitgespielt hat, war, dass das Thema in der Öffentlichkeit immer stärker geworden ist.

Sie haben gleichzeitig für die Raucher im Haus ein Angebot geschaffen?

Im Hof habe ich eine überdachte Rauchmöglichkeit. Es steht auch ein Heizgerät zur Verfügung. Im Sommer ist es sowieso kein Problem, wenn sie draußen sitzen.

Die Raucher sind mit der neuen Lösung auch zufrieden, weil sie gesünder rauchen. Wenn sie im Freien rauchen, ziehen sie neben der Zigarette reine statt verbrauchter und verrauchter Luft ein.

Wie ist das zum Beispiel bei den Tarockturnieren?

Da spielen 240 Leute und alle gehen zum Rauchen in den Hof. Wenn sie zum Beispiel im Linzer Casino spielen, können sie auch nicht rauchen.

Das Hauptargument der Wirte gegen das Rauchverbot ist der drohende Umsatzverlust.

Das kommt darauf an. Wenn jemand in Linz ein Tschecherl hat, wo am Vormittag 15 oder 20 Pensionisten drinnenstehen, weil sie zu Hause nicht rauchen dürfen, dann besteht für diesen Wirt die Gefahr, dass er abstürzt.

Jedes andere Haus, wo zum Beispiel auch Speisen abgerechnet werden, und das die Umstellung geschickt macht, wird sicher durchkommen.

Haben Sie einen Umsatzverlust erlitten?

Nein, mit Sicherheit nicht. Die Raucher reden sich zusammen und gehen zu zweit und dritt hinaus. Und wenn eine Fesche hinausgeht, sind sie die Ersten, die aufstehen und auch hinausgehen (lacht). Da können sie Small Talk pflegen. Die Raucher sind meist sehr gesellig. Aber das Nichtrauchen bringt nur Vorteile.

Ist das Rauchverbot für Sie selbst auch ein Vorteil?

Wir haben einen neuen Arbeitsplatz. Es ist sensationell. Wenn ich früher um 8 Uhr in der Früh in die Gaststube runtergekommen bin, ist der Erste schon dagesessen und hat geraucht. Es hat von der Früh bis in die Nacht hinein genebelt. Wenn ich in der Nacht nach der Arbeit in die Wohnung hinaufgegangen bin, habe ich geduscht. Die Kleidung hat extrem nach Rauch gestunken.

Ein Argument der Raucher ist, dass durch das Rauchverbot ihre Entscheidungsfreiheit beeinträchtigt wird.

Das stimmt überhaupt nicht. Das gilt eher für den Wirt, denn das ist sein Lokal, sein Betrieb, den er sich selbst geschaffen hat.

Die interessante Frage ist ja, wie viele Raucher denn selbst zu Hause rauchen? Fast keiner. Die stärksten Raucher sagen, dass sie zu Hause nicht rauchen. Sie gehen entweder in den Keller, vor die Haustür oder auf die Terrasse. Sie sagen, sie gehen deswegen ins Lokal, weil sie dort rauchen dürfen.

Merken Sie an sich selbst eine Veränderung, seit Ihr Gasthaus rauchfrei ist?

Ich bereue es so, dass ich mir vor drei Jahren nicht die Lungen untersuchen habe lassen. Mich würde es interessieren, wie sie heute ausschauen. Angeblich dauert es zehn Jahre, dass man die Belastung komplett abbaut.

Ich merke die Veränderung überall. Das Essen schmeckt anders. Es steckt viel mehr Genuss dahinter. Stellen Sie sich vor, Sie essen und am Nebentisch raucht einer.

Von der Beeinträchtigung des Nichtrauchers durch den Raucher wird relativ wenig geredet.

Ich empfinde es nur dann als angenehm, wenn jemand eine tolle Pfeife oder Zigarre raucht. Wenn ich heute in ein Lokal komme, wo geraucht wird, denke ich mir, was haben wir zuHause für eine tolle Leistung mit dem Nichtrauchen geschafft!

Mir war es früher nicht bewusst, wie weit es gefehlt hat, weil es 50 Jahre einfach da war. Wir haben 50 Jahre einfach in dem Sch.... gelebt. Wenn ich das meinem Vater erzählen könnte, den hätte es umgehauen. Für meinen Vater wäre es unvorstellbar gewesen, das zusammenzubringen.

Wir haben heute ein anderes Leben. Wir haben einen neuen Arbeitsplatz. Die Zeiten wie früher, dass es bis fünf, sechs Uhr in der Früh geht, sind vorbei. Diese Zeit ist vorbei. Man kann heute nicht um fünf Uhr früh nach Hause gehen und dann anschließend in die Arbeit fahren. Das kann sich heute fast niemand mehr erlauben. Früher ist das Bierauto drei Mal täglich in die voestalpine gefahren, heute gar nicht mehr. Auch auf den Baustellen wird viel weniger getrunken. Es trinkt auch heute fast niemand mehr zehn Bier. Der Bierkonsum ist zurückgegangen. Es erinnere mich an Zeiten, als manche Gäste 25 Bier bezahlt haben.

Ihr Resümee der Umstellung auf Nichtrauchen?

Fünf Mal ein römischer Einser. Es war für mich früher unvorstellbar, dass es funktioniert. Wir haben nicht gewusst, ob wir den Karren an die Wand fahren. Meine Mama, die damals schon über 80 Jahre alt war, hat die ganze Zeit dahingeschimpft und gesagt, weißt du eh, was du tust. Sie war 65 Jahre lang Wirtin.

Wir erhalten nur Lob und Lob und Lob. Jeder ist glücklich, dass es so ist. Auch die Mitarbeiter. Ich habe eine Kellnerin, die Hilde, die immer mit der Luft und dem Husten gekämpft hat. Ihr geht es heute sehr gut. Alle sind glücklich. Ich brauche keine Maler mehr zahlen. Wir mussten auch die Lampen ständig reinigen. Aber man kann das nicht von heute auf morgen verordnen, sondern muss an der Umsetzung arbeiten.

Auch die Bälle, die oben im Saal stattfinden, sind rauchfrei. Vereine wie die Feuerwehren und Sportclubs sind selbst die Veranstalter. Sie lassen die Gäste nur in der Bar rauchen, dort haben sie sich eine eigene Lüftung gebaut.

Wenn im Saal eine Hochzeit ist, überlassen wir dem Brautpaar die Entscheidung über das Rauchverbot. Alle entscheiden sich für das Nichtrauchen.



Daher noch mehr (anonyme) ANZEIGEN durch couragierte Bürger in Österreich, laut

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=1073.msg6351#msg6351

Gesunde Luft

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1289
    • Profil anzeigen