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Nachrichten - admin

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L E S E R B R I E F E, Abstimmungen / Facebook, was gibt es dort Neues
« am: Februar 22, 2014, 22:15:04 Nachmittag »
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1 - Wien / Wien: Tschickstummel wegschmeißen kostet 36.- Euro, mindestens!
« am: Februar 22, 2014, 19:21:08 Nachmittag »

Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen kann es teuer werden.
Die so eingenommenen Gelder sind zweckgebunden und werden für weitere Sauberkeitsmaßnahmen in der Stadt verwendet.


"Tschickstummeln"

Grafik zu illegal entsorgten Zigaretten
http://www.wien.gv.at/umwelt-klimaschutz/wastewatcher.html

Laut Umfragen und Hochrechnungen ist das Wegwerfen von Zigarettenstummeln in Wien im Zeitraum von 2005 bis 2012 um 31 Prozent zurückgegangen. Dies bedeutet eine Abnahme von 868 Millionen Zigarettenstummeln im Jahr 2005 auf 600 Millionen Stück 2012. Dies ist insbesondere aufgrund der gleichzeitigen Zunahme des Außer-Haus-Konsums und der Verschärfungen des Nichtrauchergesetzes in Lokalen beachtlich.

In den letzten Jahren wurde das Angebot an Papierkörben mit Aschenrohren beziehungsweise an freistehenden Aschenrohren sowohl bei der MA 48 als auch bei der MA 42 massiv ausgeweitet. Mittlerweile gibt es bereits 17.500 Papierkorb/Ascher-Kombinationen und hunderte freistehende Aschenrohre, beides mit dem auffälligen Slogan "Host an Tschick".

Laut Analysen werden die Aschenrohre der MA 48 immer besser angenommen. Landeten im Jahr 2009 nur etwa 6,65 Millionen Stück in diesen praktischen Aschenbechern, so waren dies 2013 - gemäß einer Hochrechnung - rund 72 Millionen Stück. Die Anzahl an ordnungsgemäß entsorgten Zigarettenstummeln hat sich von 2009 bis 2013 also mehr als verzehnfacht.

Die WasteWatcher schritten letztes Jahr insgesamt 5.275-mal wegen auf den Boden geschmissener Zigarettenstummeln ein: Knapp 3.420 Organstrafmandate wurden ausgesprochen, 890 Anzeigen gelegt und 965 Ermahnungen ausgesprochen.



Interessant:
Falsche Zahlen der Radfahrer im Winter! Falsche Zahlen der 35 % Reduzierung der Stummel? Wer zählte die 600 Millionen?

903




Gastronomie über Tabakgesetz-Reparatur erleichtert

Der Fachgruppenobmann der Gastronomie, Andrew Nussbaumer, geht davon aus, dass der Nichtraucherschutz in Lokalen im Jänner gelockert wird.
Die Bundesregierung habe in einem Gespräch mit der Fachgruppe zugesagt, dass das Tabakgesetz repariert werden soll.
Die Gastronomie zeigt sich erleichtert.


Debatte: Strenge Regeln für Tabakkonsum überfällig?

Das Nichtraucherschutz-Gesetz hat in den vergangenen Jahren immer wieder zu Diskussionen geführt. Die Gastronomie beklagte unzumutbare Bestimmungen und Auflagen. Manche Gäste kritisierten , dass sie beim Eintritt in die Gasthäuser oder beim Gang zum WC durch Raucherräume durchgehen müssen. Der Verwaltungsgerichtshof entschied im Juli schließlich: Einem Nichtraucher ist nicht zumutbar, dass er durch einen Raucherbereich durchgehen muss - mehr dazu Tabakgesetz: Gastronomen fordern Reparatur.

Die neue Regierung plant nun offenbar, das entsprechende Gesetz zu korrigieren - mehr dazu in Durchqueren des Raucherbereichs „doch zumutbar“. Das sorgt bei Gastronomen für Erleichterung. Eine Reparatur des Gesetzes könnte die ungute Situation für viele Wirte beenden, sagt Nussbaumer. Manch einer habe viel Geld ausgegeben, um eine Abtrennung zwischen Raucher- und Nichtraucherbereich zu schaffen und plötzlich sei das auf einmal auch nicht mehr rechtens gewesen, weil das Durchqueren von Raucherräumen plötzlich als nicht zumutbar gegolten habe.
Nussbaumer: Rechtssicherheit schaffen

Rund 300 Betriebe bewegen sich derzeit laut Nussbaumer in dieser rechtlichen Grauzone. Mit der Reparatur des Tabakgesetzes könnte endlich Rechtsicherheit geschaffen werden, sagt Nussbaumer. Er erwartet sich dadurch, dass es dann wieder ruhiger werde und jeder der Gäste - ob Raucher oder Nichtraucher - wieder nach den Gewohnheiten der letzten Jahre sein Lokal finden könne.

Die Umsetzung der Novelle sei bis Ende Jänner geplant, die Regierung habe dies bei einem Gespräch mit dem Fachverband der Hotellerie und Gastronomie zugesichert.
Links:

    Wehsely: Rauchverbot wird kommen (wien.ORF.at, 20.12.2013)
    Kaiser: Tabakgesetz „Wischi-Waschi“ (kaernten.ORF.at, 19.12.2013)
    Generelles Rauchverbot für Österreich gefordert (steiermark.ORF.at, 15.11.2013)

http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2621636/

904


Österreicher mehrheitlich für Rauchverbot in Lokalen

67,4 Prozent der Befragten waren dabei für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie, 20,4 Prozent würden dies sogar „vehement“ begrüßen.

http://www.tt.com/panorama/7644796-91/%C3%B6sterreicher-mehrheitlich-f%C3%BCr-rauchverbot-in-lokalen.csp


905
Welt, außerhalb Europa / Amerika - New York verbietet demnächst auch E-Zigaretten
« am: Februar 22, 2014, 18:17:48 Nachmittag »




New York verbietet demnächst auch E-Zigaretten

Nach dem Tabak-Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, in Parks und an Stränden will die Stadt New York nun auch die E-Zigaretten untersagen.

http://www.ad-hoc-news.de/nach-dem-tabak-rauchverbot-in-oeffentlichen-gebaeuden-in--/de/News/33532019

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4 - Steiermark, Kärnten / Grazer Bgmst. Nagl!
« am: Februar 22, 2014, 18:10:11 Nachmittag »



Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl fordert ein totales Rauchverbot.

Kleine Zeitung


Die Steirer bedrängten die Regierung, ein generelles Rauchverbot in Lokalen einführen. Nun saniert sie das Gesetz, um Raucherzonen einzuzementieren. Wo stehen Sie in der Debatte?

NAGL: Auch wenn alle über mich herfallen: Ich bin für das totale Rauchverbot. Auch aus Gründen des Arbeitnehmerschutzes. Man darf in der Politik nicht immer nur Lobbyist sein, man muss Verantwortung für alle übernehmen.

Das richtet sich direkt gegen "Ihren" Wirtschaftsbund?

NAGL: Deshalb sage ich, es werden wieder alle über mich herfallen.


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Gesetzliches Rauchverbot – ein unabdingbares Muss

Kommentar der anderen | Wolfgang Schütz

3. Februar 2014, 19:02

    Die absehbaren Folgen eines gesetzlichen Rauchverbots aus Sicht des Mediziners: Der Griff zum Glimmstängel würde immer weniger "chic" sein.



    Wolfgang Schütz ist Pharmakologe und Rektor der Medizinischen Universität Wien.


Freiheit endet dort, wo sie andere gefährdet: eine Aufforderung an den Gesundheitsminister, seines Amtes zu walten - aus Präventionsgründen und zum Schutz der Jugend

In der Sendung "Report" vom 28. 1. 2014 (ORF 2) wiesen die Urologen der Medizinischen Universität Wien einmal mehr mit größter Eindringlichkeit auf den schädlichen Einfluss des Rauchens bezüglich des Entstehens von Krebserkrankungen im Urogenitaltrakt, insbesondere von Blasenkarzinomen, hin.

Man kann es nicht oft genug betonen: Es ist ein vorrangiges Anliegen der Medizinischen Universität Wien, dass dieses Thema seine mediale Aufmerksamkeit nicht wieder verliert.

Die österreichische Bundespolitik ist vielmehr mit Vehemenz aufgefordert, so rasch wie möglich ein generelles Rauchverbot in sämtlichen öffentlichen Lokalen gesetzlich in die Wege zu leiten. Immerhin hat nun auch der Gesundheitsminister mit deutlichen Worten seine Meinung dazu in dem Sinne geäußert, dass er die ewige Diskussion (er sprach von "Herumeiern") um das Fehlen einer eindeutigen gesetzlichen Regelung dazu nicht mehr verstehe und dass er damit vielen Bürgern aus der Seele spreche.

Handeln Sie kraft Ihres Amtes!

"Hic Rhodos, hic salta", Herr Minister! Handeln Sie kraft Ihres Amtes, auch wenn im Regierungsprogramm viel Schönes über Gesundheit und deren Förderung als Leitgedanken, aber (wieder) nichts über ein gesetzliches Vorhaben für ein generelles Rauchverbot steht. Denn es muss wohl nicht mehr auf die Zusammenhänge von Rauchen und besonders bösartigen Krebserkrankungen hingewiesen werden, zu denen in erster Linie Lungen- und Blasenkrebs zählen, nicht mehr auf die Zusammenhänge von Gefäßkrankheiten und deren Folgen, die an der Spitze der Todesursachen stehen oder schwere Invalidität verursachen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Raucherbein), und nicht mehr auf die Tatsache, dass diese Zusammenhänge besonders gravierend sind, wenn bereits im jugendlichen Alter mit dem Rauchen begonnen wird.

Es muss vielmehr gesagt werden, dass bisher jede österreichische Bundesregierung über diese Tatsachen hinweggesehen hat, sich jede scheute, das Übel an der Wurzel zu fassen, indem sie wirksame Maßnahmen ergreift, dass Jugendliche gar nicht erst mit dem Rauchen beginnen, dass eine solche Regierung somit wissentlich verantwortungslos handelt.

Der Schutz der Jugend ist das höhere Gut

Durch ein generelles Rauchverbot in öffentlichen Lokalen würde Jugendlichen eine wesentliche Möglichkeit genommen, dem Laster des Rauchens zu frönen.

Ein kleiner Ausblick auf die Folgen: Das dann kompensatorische Rauchen vor dem Lokal wird eine rein veränderungsbedingte Übergangsphase darstellen, wird Jahr für Jahr sukzessive abnehmen, bald würde Rauchen nicht mehr "chic" sein. Durch ein generelles Rauchverbot in Lokalen wären aber auch dort sitzende Nichtraucher sowie das Bedienungspersonal vor dem gefährlichen Mitrauchen geschützt.

Die Frage, ob sich etablierte Raucher im bereits gesetzteren Alter bei einem generellen Rauchverbot in Lokalen nun in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlen, ist in allen westlichen Ländern außer in Österreich schon beantwortet: Freiheit endet dort, wo sie andere gefährdet.

Der Schutz der Jugend ist hier das höhere Gut.

Wolfgang Schütz, DER STANDARD

908
Europa / Vaduz-Rauchverbot: Die Gemüter haben sich beruhigt
« am: Februar 22, 2014, 17:47:37 Nachmittag »



Vaduz-Rauchverbot: Die Gemüter haben sich beruhigt --- http://www.vaterland.li/index.cfm?id=27188&source=lv...

909
Deutschland / D. - "Wir schaffen das totale Rauchverbot in Bayern wieder ab"
« am: Februar 22, 2014, 17:38:00 Nachmittag »


"Wir schaffen das totale Rauchverbot in Bayern wieder ab"
- ist eine der Petitionen im Internet. Dieses Foto entstand beim Volksentscheid zum Nichtraucherschutz in Bayern. --  http://www.tz.de/bayern/openpetition-sinn-unsinn-online-petitionen-3349315.html

910
Deutschland / Deutschland - Raucher greift Bahnsicherheitsbeamten an
« am: Februar 22, 2014, 17:25:28 Nachmittag »

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Gesundheit / Rauchstopp fördert mentale Gesundheit
« am: Februar 21, 2014, 01:12:04 Vormittag »



Rauchstopp fördert mentale Gesundheit


Freitag, 14. Februar 2014

Oxford – Viele Raucher befürchten, dass ein Abstinenzversuch ihr psychisches Gleich­gewicht stören könnte. Eine Meta-Analyse im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2014; 348: g1151) kommt dagegen zu dem Ergebnis, dass der Rauchstopp Depressionen, Ängste, Stress und die psychologische Lebensqualität lindern könnte.

Das Team um Paul Aveyard von der Universität Oxford hat 26 Studien ausfindig gemacht, deren Teilnehmer nach einem Rauchstopp Fragebögen zu ihrer mentalen Gesundheit ausgefüllt haben. Die Meta-Analyse der Daten ergab, dass der Verzicht alle untersuchten Aspekte der psychischen Gesundheit besserte.
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Und die Auswirkungen waren keineswegs gering. Für Ängste ermittelte Aveyard eine Effektstärke von 0,37, bei Depressionen waren es 0,31. Beides entspricht einer mittelstarken Wirkung. Damit könnte sich der Verzicht auf die Zigaretten sogar mit der Wirkung von Medikamenten gegen Depressionen und Angststörungen messen lassen.

Bei leichten Depressionen erreichten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer laut Aveyard nur eine Effektstärke von 0,17 bis 0,11, gegen Angststörungen wurden Effektstärken von 0,12 bis 0,50 beschrieben. Die Effektstärke wird mit Werten zwischen 0 (Keine Wirkung) und 1 (maximale Wirkung) angegeben.

Aveyard vergleicht ....... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57625

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Raucherdiskussion - „Chance für rauchfrei am Anfang vertan“
Tips Redaktion   Wolfgang Macherhammer aus Vöcklabruck, Tips Redaktion, erstellt am 18.02.2014, 19:00 Uhr


Minister Alois Stöger will bis 2018 rauchfreie Lokale.                                                   Foto: Uta Herbert, pixelio.de 

BEZIRK. Geht es nach Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ), dann soll in Österreichs Lokalen bis 2018 ein generelles Rauchverbot gelten. Gegenüber Tips stellt ein Gastronom, der im Bezirk mehrere Lokale betreibt, seine Sicht der Dinge dar.
 
„Hätte man vor ein paar Jahren gleich gesagt, in Lokalen darf nicht mehr geraucht werden, so hätte jeder gewusst, woran er ist. So hat jeder Wirt viel Geld in die Hand genommen, um Raucher- und Nichtraucherbereiche zu trennen. Aber: Österreich zieht halt nie etwas durch", gibt sich der Lokalbetreiber kritisch.
 
Für ihn sind Raucher und Nichtraucher gleichgestellt und beide Gruppen Kunden, die es bestmöglich zu bedienen gilt. Insgesamt hat er in seinen vier Gaststätten 142.000 Euro für Glastrennwände und 50.000 Euro für Lüftungen investiert. Der Intention Stögers, dass bis 2018 alle Lokale rauchfrei sein sollen, setzt er entgegen, dass die getätigten Investitionen erst einmal hereingebracht werden müssten. Der Termin sei jedenfalls zu früh, über 2020 ließe sich reden, weil bis dahin eine gewisse Refinanzierung erfolgt sei.
 
Für zusätzlich Verunsicherung und Unmut in der Wirtschaft hatte die Auslegung des Tabakgesetzes durch den Verwaltungsgerichtshof gesorgt, dass auch Zugänge zu WC-Anlagen und zu Nichtraucherbereichen von Rauch abgeschirmt werden sollen. Das würde vielerorts weitere Investitionen in die baulichen Gegebenheiten erfordern.
 
Der befragte Gastronom hätte mit Nichtraucherlokalen kein Problem: „Es würde bei uns dadurch keine fünf Prozent Umsatzeinbußen geben. Das Problem hätten eher kleine Beisl. Bisher hat die Sache mit Rauchern und Nichtrauchern in Österreich aber funktioniert."


http://www.tips.at/news/voecklabruck/land-leute/285416-raucherdiskussion-chance-fuer-rauchfrei-am-anfang-vertan

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Grenzverkehr: Wer rauchen will, geht nach Oberndorf

Von Berthold Schmid | 12.02.2014 - 10:15 | Kommentieren

In der bayerischen Grenzstadt Laufen klagen Gastwirte über Einbußen wegen des Rauchverbots. Raucherlokale in Oberndorf profitieren hingegen vom Zigarettenqualm.

Rauchen ist nur im Freien erlaubt: Stadtcafé-Chef Martin Bösenecker baut in Laufen seinen Schanigarten auf.  Bild: SN/berthold schmid

Rauchen ist nur im Freien erlaubt: Stadtcafé-Chef Martin Bösenecker baut in Laufen seinen Schanigarten auf. 
150 Meter entfernt darf im Cafe Cappuccino in Oberndorf gequalmt werden. Bild: SN/berthold schmid

150 Meter entfernt darf im Cafe Cappuccino in Oberndorf gequalmt werden.

Die guten nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Oberndorf und der bayerischen Schwesterstadt Laufen an der Salzach sind bekannt. Aber in einem Punkt herrscht seit geraumer Zeit ein Ungleichgewicht. Immer mehr Gäste mieden die Gastronomie in Laufen und kehrten lieber in Oberndorf ein, heißt es. Diese Klagen kommen von Wirten und Barbesitzern in Laufen, denen das rigorose Rauchverbot in Lokalen, wie es das bayerische Gesetz seit 2010 vorschreibt, an die Existenz gehe.

Stefanie Büttner ist nach ihrer Darstellung ein solches "Opfer". "Ich bin seit 16 Jahren in der Gastronomie, aber genau vor einem Jahr habe ich meine Stefis Bar zusperren müssen. Der Umsatz ist seit dem Rauchverbot um die Hälfte eingebrochen." Sie wisse auch von anderen Wirten, die seither an der Existenzgrenze schwämmen. "Betroffen ist vor allem das Nachtgeschäft", sagt sie. Derzeit arbeitet sie als Kellnerin im Stadtcafé Laufen. Das sei ein Tagesgeschäft und die älteren Kundschaften hätten mit dem Verbot kein Problem. Man habe sich daran gewöhnt. Und wenn das Wetter mitspiele, werde ohnehin der Schanigarten eingerichtet.

Ihr Chef Martin Bösenecker ist im Zwiespalt: "Klar ist das Rauchen nicht gesund. Aber Raucher sind auch Menschen", sagt er und erzählt von Stammgästen, die bei ihm im Sommer gern im Freien sitzen, während der kalten Jahreszeit jedoch die knapp 150 Meter über die Salzachbrücke nach Oberndorf ins Kaffeehaus gehen, weil sie dort eben rauchen könnten.

"Vielleicht wäre es in Bayern doch gescheiter gewesen, für Raucher die Möglichkeit für einen Extraraum, so wie in Österreich, zu schaffen", betont Bösenecker, der auf ein weiteres Folgeproblem hinweist. "Wenn dann alle Raucher vor einem Lokal zusammenstehen, kommt es in den Abend- und Nachtstunden nicht selten zu Anrainerbeschwerden wegen Lärms. Manchmal auch wegen Geruchsbelästigung, weil der Zigarettenrauch nach oben zu den Fenstern aufsteigt."

Szenenwechsel über die Salzachbrücke in das Café Cappuccino in Oberndorf: Dort serviert Marina Maiburger Kaffee und Kuchen. Im Hauptraum sitzen drei Gäste. Im zweiten Raum, einem Wintergarten mit Schiebetür, ist es voll. Eine Damenrunde trinkt Bier und Aperol gespritzt. Der Aschenbecher ist voll. Einen Tisch weiter zwei junge Frauen bei einem Imbiss, auch sie rauchen. Dahinter liest ein Gast die Zeitung, auch er raucht.

"Ja, es stimmt schon, dass vermehrt Gäste aus Laufen nach Oberndorf kommen, wenn es ums Rauchen geht", sagt die Kellnerin. "Die Jugend tut das schon lang, weil es in Oberndorf zudem die besseren Discos und Bars für sie gibt. Aber manche Menschen suchen halt die Geselligkeit und da scheint das Rauchen irgendwie dazuzugehören."

Wieder zurück nach Laufen: Im alteingesessenen Gasthaus Greimel trinkt eine Männerrunde am Stammtisch bayerisches Bier. Stefan Groitl, der 48-jährige Wirt, der das Haus in der vierten Generation führt, klingt zum Thema Nichtraucherschutz wie ein Zerrissener. "Auf der einen Seite sehe ich nicht ein, dass bei diesem Thema so viel Intoleranz im Spiel ist. Wenn bei einem Wirt die Lüftung gut funktioniert, muss Rauchen doch möglich sein. Natürlich nicht während der Essenszeiten, aber davor und danach", sagt er.

In seiner Gaststube habe er einen 30-prozentigen Umsatzrückgang zu verzeichnen, in seiner Bar ein Minus von 50 Prozent. Auch er klagt über das Verschwinden der angeblich früher vorhandenen Gemütlichkeit. "Die Raucher gehen nach draußen und unterhalten sich auf der Straße, die anderen bleiben drinnen. Das hat schon bei so manchen Hochzeiten fürchterlich gestört."

Stefan Groitl kann trotz seines Unmutes dem totalen Rauchverbot in Bayern auch etwas Gutes abgewinnen. In seinem Bekanntenkreis hätten schon zahlreiche Leute mit dem Rauchen vollständig aufgehört. Auch er selbst. "Ich habe mir damals die Frage stellt, ob ich als Wirt aufhöre mit dem Rauchen. Jetzt rauche ich nicht mehr."

Seine Aushilfskellnerin Karin steht hingegen nach wie vor zur Zigarette. Bei einem Nebeneingang des Gasthauses stehen Aschenbecher, die sie regelmäßig frequentiert. "Ich arbeite auch in einem Lokal in Oberndorf. Dort ist das Rauchen kein Problem", sagt sie. Auch sie plädiert für eine Wahlfreiheit des jeweiligen Gastwirts, ob bei diesem geraucht werden darf oder nicht. "Aber wahrscheinlich beruhigen sich diese Diskussionen erst dann, wenn auch in Österreich ein totales Rauchverbot in der Gastronomie wie in Bayern eingeführt wird."

http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/grenzverkehr-wer-rauchen-will-geht-nach-oberndorf-94109/

914



Von: Hoppe-Schultze, Eugen [mailto:ehsehs@arcor.de]
Gesendet: Dienstag, 11. Februar 2014 21:59
An: leserbriefe@tt.com
Betreff: Leserbrief "Dem Gast ist der Weg durch das Raucherlokal zumutbar" vom 11.02.2014, Tiroler Tageszeitung



Sehr geehrte Leserbriefredaktion der Tiroler Tageszeitung,

bitte veröffentlichen Sie nachfolgenden Leserbrief:

Im Jahr 2012 war ich in Australien. Alle (!) Restaurants waren rauchfrei. Es war ein tolles Erlebnis! Im Sonnenstaat Queensland – dort wo die berühmten Surferstrände sind - ist das Rauchen an bewachten Stränden und in den Biergärten verboten. Vor öffentlichen und kommerziellen Gebäuden darf im Abstand von 4 Metern nicht geraucht werden; Folge: Kein Rauch zieht mehr in die Häuser, weil irgendwelche Nikotinjunkies es sich nicht verkneifen können, 1 cm vor der Tür an ihren Tabaklutschern zu saugen. Weitere Bundesstaaten haben ähnliche Gesetze oder in Vorbereitung, z. B. wird es um Außenbereiche von Restaurants Pufferzonen geben, in denen nicht geraucht werden darf, Volksfestplätze u. ä. müssen z. T. jetzt schon rauchfrei bleiben.

Nur soviel zu dem Problem, dass es im Aschenbecher Europas, nämlich Austria, immer noch nicht möglich ist, rauchfrei zur Toilette zu gehen.
Übrigens: Während der 20 stündigen Flugzeit (1 Zwischenlandung) ist kein Raucher am Nikotinentzug gestorben.

Die Nichtraucherschutzbestimmungen aller australischen Bundesstaaten findet man auf der regierungsamtlichen Webseite http://www.tobaccolaws.sa.gov.au/Default.aspx?tabid=44


Mit freundlichen Grüßen

Eugen Hoppe
67269 Grünstadt / Deutschland
Tel. 0049 (0) 177 388 4888
ehsehs@arcor.de

915



Von: journalisten-bounces@dkfz-heidelberg.de
[mailto:journalisten-bounces@dkfz-heidelberg.de] Im Auftrag von
Pressestelle DKFZ
Gesendet: Mittwoch, 12. Februar 2014 12:30
An: journalisten@dkfz.de
Betreff: Was wirkt wirklich gegen das Rauchen bei Jugendlichen?

Deutsches Krebsforschungszentrum
in der Helmholtz-Gemeinschaft

Nr. 07
12. Februar 2014 (MPL/Sel)

Was wirkt wirklich gegen das Rauchen bei Jugendlichen?

Deutsche Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren rauchen heute
deutlich weniger als noch im Jahr 2001: Der Anteil rauchender
Jugendlicher sank von 28 Prozent im Jahr 2001 auf 12 Prozent im Jahr
2012. Dieser Rückgang ist auf mehrere gesetzliche Maßnahmen zurück zu
führen, die einen durchschlagenden Erfolg auf das Konsumverhalten
Jugendlicher zeigten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen
Veröffentlichung des Deutschen Krebsforschungszentrums.
"Vor allem nach den deutlichen Tabaksteuererhöhungen in den Jahren 2002
bis 2005 ging der Anteil der Raucher in dieser Altersgruppe deutlich
zurück, von 28 Prozent im Jahr 2001 auf 18 Prozent im Jahr 2007",
erklärt Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle
Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum und Herausgeberin
des aktuellen Factsheets "Tabakprävention in Deutschland - was wirkt
wirklich?". Ein weiterer Rückgang erfolgte laut Pötschke-Langer nach der
breiten öffentlichen Debatte um den Nichtraucherschutz und der
Einführung der Nichtraucherschutzgesetze in den Jahren 2007 bis 2010:
Hier sank der Anteil rauchender Jugendlicher noch einmal deutlich von 18
Prozent auf 13 Prozent. Ebenfalls wirksam waren veränderte
Jugendschutzgesetze mit einer Anhebung des Bezugsalters für Zigaretten
zunächst auf 16 Jahre (2003) und später auf 18 Jahre (2007). Auch
größere Warnhinweise auf Zigarettenpackungen seit 2002 und ein
Tabakwerbeverbot für Printmedien und Internet 2007 unterstützten das
Anliegen der Bundesregierung, Jugendliche vor den Gefahren des Rauchens
zu schützen. Die Wissenschaftler um Pötschke-Langer aus dem Deutschen
Krebsforschungszentrum untersuchten in ihrer aktuellen Veröffentlichung
auch die Wirkung von Schulprogrammen. Dabei fanden sie heraus, dass die
deutschen schulischen Präventionsprogramme aktuellen Evaluierungen
zufolge lediglich zwischen 9 und 15 Prozent der Schüler in den
jeweiligen Altersstufen erreichen und bei nur einem Schüler einer
Schulklasse den Einstieg ins Rauchen verhindern oder verzögern können.
Wegen ihrer geringen Reichweite und geringen Wirksamkeit bescheinigen
die Wissenschaftler den Programmen daher einen schwachen Einfluss auf
das Rauchverhalten Jugendlicher.
Dagegen behauptet nun die Tabakindustrie in Irland und dem Vereinigten
Königreich, dass vor allem die Gesundheitserziehung in Deutschland
erfolgreich gewesen sei und empfiehlt dieses "deutsche Modell" den
dortigen Regierungen zur Nachahmung. Eigentliches Ziel dieser
"Empfehlung" ist es jedoch, weiteren Regulierungen des Tabakmarktes, wie
den Plänen zur Einführung standardisierter Verpackungen entgegen zu
treten. "Die Ergebnisse unserer Untersuchung bestätigen den breiten
internationalen wissenschaftlichen Konsens über die Wirksamkeit von
deutlichen Tabaksteuererhöhungen auf das Rauchverhalten von
Jugendlichen", sagt Martina Pötschke-Langer. "Wir weisen mit Nachdruck
die Behauptungen der Tabaklobby zurück, dass die Erfolge in Deutschland
auf Erziehungsprogramme zurückzuführen seien. Gleichzeitig möchten wir
mit unserer Veröffentlichung Regierungen ermutigen, vor allem weitere
gesetzliche und regulatorische Maßnahmen zu ergreifen, die einen
Einfluss nicht nur auf das Rauchverhalten von Jugendlichen, sondern auf
die gesamte Bevölkerung haben."

Die DKFZ-Studie kann bei der Stabsstelle Krebsprävention bestellt
(who-cc@dkfz.de) oder abgerufen werden unter:
www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/AdWfP/AdWfP_Tabakpraevention_in_Deutschland_was_wirkt_wirklich.pdf


Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 2.500
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische
Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen
Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern,
dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit
denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher
behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und
interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit
dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum
für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem
vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik
übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale
Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für
Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben
universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter
Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines
Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von
Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land
Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der
Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Diese Pressemitteilung ist abrufbar unter www.dkfz.de/pressemitteilungen

Ansprechpartner für die Presse:

Dr. Stefanie Seltmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutsches
Krebsforschungszentrum Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
T: +49 6221 42-2854
F: +49 6221 42-2968
E-Mail: S.Seltmann@dkfz.de

Dr. Sibylle Kohlstädt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2843
F: +49 6221 42 2968
E-Mail: presse@dkfz.de