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Nachrichten - admin

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Deutschland / Jetzt sage ich es der Bundeskanzlerin Merkel!
« am: Mai 17, 2014, 22:12:35 Nachmittag »
Von: Richard Hagenauer [mailto:haagis@t-online.de]
Gesendet: Mittwoch, 7. Mai 2014 12:10
An: Weber Dr. Helmut
Betreff: https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2014-04-02-dialog-lebenqualitaet.html


Aufruf an alle Nichtraucherschützer!
 
Ich verweise auf mein Schreiben vom 14.04.2014 mit der Bekanntgabe, dass die Bundeskanzlerin unter dem Titel “Dialog über Deutschland” jedem die Möglichkeit gibt, seine Unzufriedenheit mitteilen zu dürfen. Es wird garantiert, dass jedes Schreiben von einem auserwählten Gremium gelesen, bewertet und der Kanzlerin vorgetragen wird!

Es ist sicher, dass die meisten Beschwerden eines Themas zu einer Aussprache mit der Kanzlerin kommen, diese gesondert bewertet werden und evtl. auch mit den Beschwerdeführern persönlich diskutiert werden! Das ist eine sehr große Möglichkeit, der Tabakmafia Paroli bieten zu können und der rauchfreien Gesellschaft näher zu kommen!

Deshalb der Aufruf an alle: Schreiben Sie Kommentare, auch wenn es nur ein paar Zeilen sind. Jede Zeile bringt uns mehr Gehör, das ist sicher!
 
https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2014-04-02-dialog-lebenqualitaet.html
 
Es grüßt

Richard Hagenauer

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You Tube, Videos, TV-/Radio Mitschnitte, Abstimmungen / Abstimmen, jetzt!
« am: Mai 03, 2014, 17:15:44 Nachmittag »





Bitte jetzt gleich abstimmen!

Vielleicht ist Schluss, bevor es die im verlängerten Wochenende befindlichen Tabaklobbyisten merken   :)

http://steiermark.orf.at/news/stories/2645039/


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02.05.2014

Raucherparadies Österreich

Jugendliche Raucher sind für Österreich ein großes Problem. Eine aktuelle Studie zeigt: In keinem anderen Land der OECD rauchen mehr junge Menschen als hier.

http://www.faz.net/aktuell/politik/gesundheit-raucherparadies-oesterreich-12919735.html


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DEUTSCHE  WELLE  INTERNATIONAL


Politiker in Wien, in Österreich: 12.000 Rauchertote sind uns egal, 1.100 Passivrauchtote sowieso, auch Touristen, jedes Jahr!

Erlacher: Das Morden geht weiter, aber was mich nicht umbringt, macht mich nur hart! Wir kämpfen bis zum generellen Rauchverbot in Österreichs Gastronomie.


MR. Dr. Pietsch, Leiter der Drogenabteilung im Gesundheitsministerium,

Österreichs Nichtraucherschutz-Ombudsmann, rechte Hand von Gesundheitsminister Stöger,

und alle Entscheidungsträger in der Regierung und im Parlament,

tun weiterhin  NICHTS  zum Schutz der ÖsterreicherInnen,

provozieren Krebserkrankungen, Schlaganfälle, Herzinfarkte, Asthma, Allergien ff. !!!



Die Parlamentspräsidentin Dr. Pammer ist an Krebs erkrankt, tut nichts, obwohl ….

als Krebsarzt hat sie Prof. Dr. Zielinski, DER Onkologe in Europa, der sagt:

rund 40 % aller Krebserkrankungen haben passives/aktives Tabakrauchen als Ursache,

im Ausland schäme ich mich für Österreich!



Siehe   http://www.dw.de/programm/europa-aktuell/s-3053-9800

Beginn ab ca. 13.10

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Medieninformation der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP)
Welt-Asthma-Tag am 6. Mai 2014

ExpertInnen warnen: Rauchen führt bei Jugendlichen häufig zu Asthma

Wien, 30. April 2014. Österreich ist nach wie vor ein Land der jugendlichen RaucherInnen. Laut einer OECD Studie[1] von 2013 rauchen 25% der 15-jährigen ÖsterreicherInnen zumindest ein Mal pro Woche. Betrachtet man allein die Gruppe der 15-jährigen Mädchen, sind es sogar 29%. Somit liegt Österreich klar an führender Stelle der OECD-Länder; gefolgt von Tschechien und Ungarn. Der Einstieg in die „Raucherkarriere“ erfolgt in vielen Fällen schon sehr früh und kann in weiterer Folge zu einer ganzen Reihe von lebensbedrohlichen Lungenerkrankungen wie COPD und Lungenkrebs führen. „Vielleicht nicht ganz so bekannt ist aber“, warnt Univ.-Doz. Dr. Felix Wantke, stellvertretender Arbeitskreisleiter für Asthma und Allergie der österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP), anlässlich des Welt-Asthma-Tages am 6. Mai, „dass auch Asthma bronchiale zu den gefährlichen Folgeerscheinungen des Rauchens zählt.“
„Raucherkarrieren“ beginnen häufig im Jugendalter
Asthma bronchiale ist eine Erkrankung, die hauptsächlich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betrifft. „Rauchen ist zwar ein Problem, das alle Altersstufen betrifft, vom ungeborenen Kind bis zum hoch betagten Menschen, aber wer einmal raucht, gehört einer Risikogruppe an, die leichter Allergien und Asthma bronchiale entwickelt“, so Wantke. Und somit sind ganz besonders jugendliche RaucherInnen gefährdet, an Asthma bronchiale zu erkranken.

Ist einerseits die Vorbildwirkung der Eltern eines der bestimmenden Momente für den Lebensstil, den Jugendliche entwickeln, so bewegen andererseits Gruppenzwang, das Gefühl, dazugehören zu müssen, viele junge Menschen zum Rauchen. Gerade bei jungen Mädchen führt oft auch der allgegenwärtige Schlankheitswahn zum Griff zur Zigarette, denn sie meinen, durch Nikotinkonsum ihren Appetit dämpfen zu können.

Verführerische E-Shishas

Aber auch Modetrends tragen dazu bei, dass Jugendliche mit dem Rauchen beginnen. In diesem Zusammenhang sind in letzter Zeit die sogenannten E-Shishas in den Fokus der Kritik geraten. Die kleinen, tragbaren elektronischen Wasserpfeifen verdampfen ein aromatisiertes Liquid mittels Heizmodul. Der Rauch schmeckt süßlich nach verschiedenen Früchten und zielt somit gerade auf ein junges Publikum ab. Ein gefährlicher Trend, so Wantke, denn zum einen ist keineswegs geklärt, ob die verdampften Inhalationsstoffe der E-Wasserpfeifen, die unter anderem damit beworben werden, dass sie kein Nikotin freisetzen, tatsächlich ungiftig sind. Zum anderen verankert auch der Gebrauch von Shishas eindeutig Raucherverhalten, das nur schwer wieder abgewöhnt werden kann. „Auf diese Weise wird bei vielen Jugendlichen in dieser Prägephase des Lebens das Tor zu einer Raucherkarriere aufgestoßen“, warnt Wantke.

Rauch und Jugend verträgt sich doppelt schlecht

Klar belegt ist: Rauchen, sowohl aktiv als auch passiv, erhöht das Risiko, an einer allergischen Erkrankung und an Asthma bronchiale zu erkranken. Das betrifft vor allem Kinder, die Passivrauch ausgesetzt sind, aber natürlich auch Jugendliche und Erwachsene. Doch der junge Organismus reagiert empfindlicher auf Rauch als der ältere. Das betrifft einerseits das Immunsystem, welches bei Rauchexposition die Weichen in Richtung Allergieentwicklung stellt, andererseits die empfindliche Schleimhaut der Bronchien, die mitunter irreversiblen Schaden nimmt. Und so kann einerseits bei kindlichen oder jugendlichen Passiv- oder AktivraucherInnen Asthma bronchiale ausgelöst werden und andererseits der Grundstein für weitere schwere Lungenerkrankungen in späteren Jahren wie COPD oder Lungenkrebs gelegt werden. Doz. Wantke betont: „Es ist dabei vollkommen gleichgültig, ob Zigaretten oder die in letzter Zeit in Mode gekommene Wasserpfeife oder E-Shisha als Einstieg in die Raucherkarriere geraucht werden. Wer einmal zu rauchen beginnt, wird das Rauchen fast nicht mehr los und schädigt sich und andere.“

Rauchen behindert eine erfolgreiche Asthma-Behandlung

Asthmatiker leiden an Husten, pfeifendem Atemgeräusch und anfallsartigen Atemnotattacken. Unzureichend behandeltes Asthma führt zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Lungenfunktion, unbehandeltes Asthma kann unter Umständen sogar zum Tod führen.

Wantke erläutert: „Die heutige Asthmatherapie zielt auf maximale Beschwerdefreiheit ab, Lungenfachärzte sprechen von Asthmakontrolle. Mit den heutigen Medikamenten ist eine optimale Asthmakontrolle auch problemlos zu erreichen. Ein gut behandelter Asthmatiker ist weitgehend beschwerdefrei, leistungsfähig und voll in den Alltag und das Berufsleben integriert. Wenn es da nicht das Rauchen gäbe. Geschätzte 30% der Asthmatiker rauchen trotz ihrer Krankheit weiter. Ein Raucher hat immer eine schlechtere Asthmakontrolle als ein Nichtraucher, da wichtige Medikamente zur Asthmakontrolle durch das Rauchen ihre Wirksamkeit verlieren“, so Wantke. Daraus resultiert, dass rauchende Asthmatiker nicht nur an vermehrter Atemnot, sondern auch häufiger an Atemwegsinfekten leiden. Eine schlechte Asthmakontrolle führt auch zu einer schlechteren Lungenfunktion.

Frauen sind doppelt betroffen

Frauen leiden häufiger an Asthma als Männer. Alarmierend ist zusätzlich, dass rauchende Frauen ein deutlich höheres Asthmarisiko als nichtrauchende Frauen aufweisen. Frauen haben somit ein doppeltes Risiko, Asthma zu entwickeln. Und: Rauchen in der Schwangerschaft ist ein massiver Risikofaktor für das ungeborene Kind, es kommt bereits „mit schlechten Karten“ zur Welt – etwa Untergewicht und Lungenunreife (fetales Tabaksyndrom).
Um dem Rauchen gezielt entgegenzuwirken, fordert die österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) bereits seit Jahren ein striktes, österreichweit exekutiertes Rauchverbot und einen umfassenden Schutz des ungeborenen Kindes vor Aktiv- und Passivrauch. Wantke: „Da rauchbedingte Gesundheitsschäden in der Kindheit und Jugend besonders schwerwiegend sind, müssten bereits an den Grundschulen effektive Antirauchkampagnen durchgeführt werden. Und wenn Jugendliche bereits rauchen, ist eine frühzeitige Raucherentwöhnung unerlässlich, um die Einzelperson, aber auch die Umgebung vor Rauch zu schützen, Jedes rauchfreie Jahr ist ein Gewinn!“

1OECD (2013), Health at a Glance 2013: OECD Indicators, OECD Publishing. http://dx.doi.org/10.1787/health_glance-2013-en

Hinweis: Am Dienstag, 6. Mai 2014, ist Welt-Asthma-Tag!

 
Kontakt
Univ-Doz. Dr. Felix Wantke
Leiter des Floridsdorfer Allergieambulatoriums und stellvertretender Arbeitskreisleiter für Asthma und Allergie der österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP)

Floridsdorfer Allergieambulatorium
Franz Jonas Platz 8/6
A-1210 Wien
01/ 270 25 42

Rückfragen Presse
Urban & Schenk medical media consulting
Barbara Urban: +43 664/41 69 4 59, barbara.urban@medical-media-consulting.at
Mag. Harald Schenk: +43 664/160 75 99, harald.schenk@medical-media-consulting.at

Mit freundlichen Grüßen

Harald Schenk
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Mag. Harald Schenk
Urban & Schenk medical media consulting
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1050 Wien
Mobil: +43 664 1607599
E-Mail: harald.schenk@medical-media-consulting.at
www.medical-media-consulting.at
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Von: Krebspatienten [mailto:info@krebspatienten.at]
Gesendet: Mittwoch, 23. April 2014 21:59
An: 'krebshilfe@i-med.ac.at'; 'service@krebshilfe.net'; paul.sevelda@wienkav.at; sevelda@aon.at; Christoph.Zielinski@meduniwien.ac.at
Cc: 'alois.stoeger@bmg.gv.at'; 'barbara.prammer@parlament.gv.at'; 'werner.faymann@bka.gv.at'; 'michael.spindelegger@oevp.at'; 'reinhold.mitterlehner@bmwfj.gv.at'; 'eva.glawischnig-piesczek@gruene.at'; 'comm-rep-vie@ec.europa.eu'; 'fctcsecretariat@who.int'; 'laszlo.andor@ec.europa.eu'; 'Tonio.Borg@ec.europa.eu'; 'tfi@who.int'; 'erwin.rasinger@oevp.at'; 'Peter.KAISER@ktn.gv.at'; 'beate.prettner@ktn.gv.at'; 'franz.pietsch@bmg.gv.at'; 'ombudsstelle.nrs@bmg.gv.at'; 'rudolf.kaske@akwien.at'; 'sabine.oberhauser@spoe.at'; 'jennifer.sommer@spoe.at'; 'gabriele.kotzegger@spoe.at'; 'werner.kogler@gruene.at'; 'peter.pilz@gruene.at'; 'info@krebspatienten.at'; 'heinz.fischer@hofburg.at'; 'aon.914464109@aon.at'; 'buergerservice@bmg.gv.at'; 'service@lebensministerium.at'; 'hans.niessl@bgld.gv.at'; 'michael.lampel@parlament.gv.at'; 'kristina.edlinger-ploder@stmk.gv.at'; 'beate.prettner@ktn.gv.at'; 'lh.puehringer@ooe.gv.at'; 'buero.lr.tilg@tirol.gv.at'; 'christian.bernhard@vorarlberg.at'; 'stoeckl@salzburg.gv.at'; 'peter.rezar@bgld.gv.at'; sonja.wehsely@ggs.wien.gv.at

Betreff: Casino Innsbruck zeigt großes Engagement für Pink Ribbon - Verzichtet auf diesen unnotwendigen "Schandlohn"!


Sehr geehrte Damen und Herren,

bekanntlich entsteht auch Brustkrebs teils durch passives und aktives Tabakrauchen. Andere Krebsarten noch viel mehr, denn fast jeder ZWEITE in Österreich erkrankt an Krebs (Gesundheits-SR. Wehsely), bis zu 90 % durch "Tabakrauchunterstützung" (Krebspapst Prof. Zielinski)!

Das Casino Innsbruck wurde mehrfach beanstandet den Nichtraucherschutz lt. Tabakgesetz einzuhalten; vergeblich! Selbst nach über 5 Jahren gibt es regelmäßig Verstöße bei den Casinos, auch in Innsbruck (selbst aufgezeigt!), täglich in der Bundeshauptstadt! So viel können die Casinos gar nicht spenden, wie viel sie Negatives am Gewissen haben!

Die Bevölkerung denkt an Amtsmissbrauch und Korruption, da die Behörden nichts zur Einhaltung des gesetzlichen Nichtraucherschutzes unternehmen!

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Erlacher


PS.: Verzichtet auf diesen unnotwendigen "Schandlohn"; mehr Freiwilligenarbeit!



           
                                K f K
       Verein Krebspatienten für Krebspatienten
         Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                             Österreich
      Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
         Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
         Krebs-Hotline 9 bis 21 Uhr:  0650-577-2395
         info@krebspatienten.at   www.krebsforum.at
      Initiative Rauchfreie Lokale: www.rauchsheriff.at
                Dietmar Erlacher, Bundesobmann
Bereits 480.000 Zugriffe/Monat auf www.krebsforum.at

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Gesundheit / Krebserregende Stoff, Feinstaub, ff., im Nichtraucherraum!
« am: April 22, 2014, 19:23:26 Nachmittag »
 


MORD - Rauch-Ultrafeinstaub in Österreichs "Nichtraucher-Zimmern"

Anmerkung:

Wenn sogar Nichtraucherräume, mit Abtrennung zum Raucherraum, derart durch giftige und krebsauslösende Stoffe belastet sind,

dann kann sich jeder, sicher auch Raucher, vorstellen, wie noch ärger die Belastung in Nichtraucherräumen ist, wo ständig die Raucherraumtüre offen ist!

Solche "Unternehmer" müssen daher regelmäßig angezeigt werden,

wofür hier nähere Hinweise stehen:

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=570.msg2202#msg2202

 
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Studie: Rauch-Ultrafeinstaub in Österreichs "Nichtraucher-Zimmern"


(Wien, 13-05-2013) - Der wissenschaftliche Beweis, dass offenbar die österreichische Rauchschutzpolitik mit getrennten Räumen in Lokalen nicht wirkt: Manfred Neuberger vom Institut für Umwelthygiene der MedUni Wien und Co-Autoren haben jetzt mit Tests in Wiener Gastronomielokalen nachgewiesen, dass in den "Nichtraucher-Räumen" weiterhin eine hohe Belastung mit Ultrafeinstaub - etwas weniger als halb soviel wie in Raucher-Räumen von Tabakgenießern - vorhanden ist.

"Die österreichische Regelung für die Gastronomie ist eine Augenauswischerei. Da wird eine Sicherheit vorgespiegelt, die nicht vorhanden ist", kommentierte Neuberger gegenüber der APA die Ergebnisse seiner Studie.

Die Experten hatten zwischen 6. November 2010 und 6. Juni 2011 unangemeldet Luftproben in 134 per Zufall ausgesuchten Gasträumen von 16 Wiener Kaffeehäusern, 51 Bars und Pubs, 14 Restaurants und sieben Diskotheken genommen. In 20 der Lokale war Rauchen erlaubt, in 46 gab es extra als solche ausgewiesene Nichtraucher-Räumlichkeiten. Bestimmt wurde erstmals die Zahl der Ultrafeinstaub-Partikel pro Kubikzentimeter Luft.

Der Wissenschafter: "Das war zumindest vier Monate nach dem Ende der 'Übergangsregelungen' bezüglich der Tabakgesetzgebung. Alle Lokale hätten also die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen müssen. Ultrafeinstaub geht ganz tief in die Lunge hinein und auch direkt in das Blut. Damit werden direkt Organschäden und Teile des Herz-Kreislauf-Risikos (durch "Passivrauchen", Anm.) in Zusammenhang gebracht.

Die Ergebnisse der Wissenschafter sprechen eindeutig gegen die Unterteilung in Raucher- und Raucher/-Nichtraucher-Lokale, wenn es um die Luftbelastung geht. Die Autoren der Studie: "Die höchste Konzentration an Partikeln wurde in Raucherlokalen und Raucher-Räumen mit median 66.011 pro Kubikzentimeter registriert. Sogar Nichtraucher-Räume in unmittelbarer Nähe zu Raucher-Räumen waren hoch kontaminiert (median 25.973 Partikel pro Kubikzentimeter)." In Nichtraucherlokalen waren es median auch noch 7.408 Partikel pro Kubikzentimeter.

Neuberger und seine Co-Autoren: "Wir schließen daraus, dass die in Österreich geltende Tabak-Gesetzgebung beim Schutz der Kunden in Nichtraucher-Räumen in Lokalen nicht wirksam ist. Gesundheitsschutz von Nichtrauchern und Beschäftigten bezüglich der Ultrafeinstaub-Partikel ist ungenügend, sogar in ausgeschilderten Nichtraucher-Räumlichkeiten. Teilweise Rauchverbote mit getrennten Räumlichkeiten haben hier versagt."

Am 31. Mai ist Welt-Nichtrauchertag. Aus diesem Anlass veröffentlichte die britische Medizin-Fachzeitschrift "The Lancet" vergangene Woche eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Artikeln mit dem Thema Tabakkonsum bzw. Tabakgesetzgebung. Auf der Titelseite der Ausgabe der in Ärztekreisen weltweit zu den angesehensten Publikationen zählenden Zeitschrift heißt es: "Das Rauchen tötet mehr Europäer als jeder andere vermeidbare Faktor. Prävention ist möglich. Alles was benötigt wird, ist der politische Wille dazu."

Service: Original Article in Journal of Exposure Science & Environmental Epidemiology
Manfred Neuberger, Hanns Moshammer and Armin Schietz: "Exposure to ultrafine particles in hospitality venues with partial smoking bans"; Journal of Exposure Science and Environmental Epidemiology , (8 May 2013) | doi:10.1038/jes.2013.22

Von: APA (ww,lor)

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Gesundheit / Feinstaub in Städten am Grenzwert - z. B. Stuttgart
« am: April 22, 2014, 19:21:32 Nachmittag »

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Gesundheit / E- Shihas stellen große gesundheitliche Gefahr für junge Leute dar
« am: April 22, 2014, 00:11:41 Vormittag »



E- Shihas stellen große gesundheitliche Gefahr für junge Leute dar


http://healthnewsnet.de/krankenkassen/e-shihas-sollen-unters-rauchverbot-fallen-7704/


E- Shishas sind den neusten Erkenntnissen zufolge alles andere als ungefährlich für Kinder und Jugendliche. So enthält der inhalierte Dampf dieser Genussmittel offensichtlich krebserregende Stoffe, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum jetzt aktuell erklärte. Schon aus diesem Grund will die deutsche Politik ein Verkaufsverbot an Jugendliche auf den Weg bringen. Zudem sollen die E- Shishas so schnell wie möglich unter das Rauchverbot fallen. Zur Zeit dürfen die E- Shishas überall konsumiert werden, auch in Bars und was noch schlimmer ist in Schulen. Doch die Tage der E- Shishas scheinen nun gezählt zu sein.

Vor nicht allzu langer Zeit hatten wir über die E-Shishas berichtet und das sie vor allem für junge Leute eine Gefahr darstellen, weil sie nicht unter das Jugendschutzgesetz fallen und somit so wie Bonbons verkauft werden dürfen. Daher machen sich immer mehr Lehrer und Suchtberater Sorgen um ihre Schüler.

E- Shishas haben selbe Funktionsweise wie E- Zigaretten

Besonders die Geschmacksrichtungen wie Schoko locken Schüler an. Zudem stinken sie nicht und dürfen praktisch überall geraucht werden, auch in Bars oder in der Schule. Sie sind zudem nicht größer als Füllfederhalter und werden oft als E-Shisha angeboten. Mittlerweile gibt es sie in unzähligen Geschmacksrichtungen wie Kirsche, Schoko, Apfel oder Pina Colada.

Experten vergleiche E- Shishas auch gern mit E- Zigaretten. Einziger Unterschied: E- Shishas fallen noch nicht unter das Jugendschutzgesetz, geht es nach den Experten soll sich dies aber bald ändern. Sie enthalten dennoch kein Nikotin sondern meist aromatisierte Fluids. Die aromatisierte Flüssigkeit wird dabei durch einen Heizdraht verdampft, wenn der Raucher an der E-Shisha zieht.

Kinder und Jugendliche sollten unbedingt vor E- Shishas schützen werden

Diese E- Shishas gibt es in Deutschland jetzt seit gut zwei Jahren auf dem Markt. Doch erst seit gut einem halben Jahr konnten die Produzenten deutliche Absatzsteigerungen verbuchen. Besonders Online- Händler versuchen die E- Shishas mit Hinblick auf das Rauchverbot ihren Kunden schmackhaft zu machen.

Das Bundesamt für Gesundheitliche Aufklärung rät in der Zwischenzeit aber von dem Konsum der E- Shishas ab. Besonders Kinder und Jugendliche sollten die Finger von diesen neuen Genussmitteln lassen. So wisse man noch zu wenig von den inhalierten Dämpfen, erklärt ein Sprecher der Behörde. Für besonders bedenklich hält die Behörde die süßlichen Geschmacksrichtungen.

E- Shishas genauso gefährlich wie herkömmliche Zigaretten?

Die Bundesbehörde fürchtet um ihren Erfolg beim Zurückdrängen des Nikotinkonsums bei jungen Menschen. Nach aktuellen Angaben greifen nur noch etwa elf Prozent regelmäßig zum Glimmstängel, vor zehn Jahren waren es noch 28 Prozent. Die Behörde befürchtet, dass Jugendliche durch E- Shishas Rauchen wieder interessant findet.

Auch das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg beschäftigt sich in der Zwischenzeit mit dem Thema E- Shishas. Die Wissenschaftler sprechen sich dafür aus, elektronische Inhalationsprodukte wie E- Zigaretten oder E- Shishas genauso zu behandeln wie herkömmliche Zigaretten.

Auch E- Shishas sollen in naher Zukunft unter das Rauchverbot fallen

So enthält der inhalierte Dampf krebserregende Substanzen wie zum Beispiel Formaldehyd, Nickel oder Chrom, sie die Warnung der Krebsforscher. Auch die Politik hat in der Zwischenzeit mitbekommen, dass sie E- Shishas sich eine Gesetzeslücke zu Nutze machen. Diese Lücke soll nun geschlossen werden, wie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler (CSU) in einer Stellungnahme erklärte.

Das Rauchverbot für Zigaretten soll nun auch auf den Konsum von elektrischen Inhalationsprodukten erweitert werden. Viele Schulen in Deutschland haben mittels Hausrecht in der Zwischenzeit den Konsum von E- Shishas verboten.

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Unsere Anregung Mitte Jänner, wenigstens den Erhalt von Mitteilungen zu bestätigen, wird endlich umgesetzt!

Auf DIESE Bearbeitung und DIE Antworten sind wir gespannt, und werden berichten!




Von: *BMG.Buergerservice [mailto:buergerservice@bmg.gv.at]
Gesendet: Dienstag, 15. April 2014 20:24
An: 'Erlacher Dietmar'
Betreff: AW: SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, "Wiener Glut" - In Österreich wird immer noch geraucht, was das Zeug hält. Und die Behörden? Die sehen das alles sehr lässig, Hr. ERLACHER

Sehr geehrter Herr Erlacher!

Vielen Dank für Ihr Schreiben an das BürgerInnenservice des Bundesministeriums für Gesundheit!

Ihr Anliegen wird zur Zeit bearbeitet, wir bitten Sie noch um etwas Geduld! Danke!

Mit freundlichen Grüßen,

Andrea Haderer
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Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und BürgerInnenservice
I/A/7
 
Bundesministerium für Gesundheit

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Gesundheit / BM. Stöger "siegte"! Wieder Österreich LETZTRANGIG !
« am: April 14, 2014, 00:56:35 Vormittag »




31. März 2014 00:03

Neue Studie 

Wir sind Letzter bei Nichtraucher-Schutz

In keinem anderen Land in Europa darf so schamlos gequalmt werden wie bei uns.


„Dieses Ergebnis ist eine nationale Schande“, wettert Manfred Neuberger vom Institut für Umwelt­hygiene der MedUni Wien. Und er dürfte recht haben. Laut aktueller Studie der Europäischen Krebsliga, die ÖSTERREICH vorliegt, sind in keinem anderen europäischen Land die Raucher-Gesetze laxer, wird so wenig für die Raucherentwöhnung getan wie bei uns. Die Details der Erhebung:

Nirgendwo sonst rauchen so viele Jugendliche

    Um ganze vier Plätze haben wir heuer nachgelassen, erreichen nur mehr 31 von 100 möglichen Punkten und rangieren damit im Länder-Vergleich vernichtend auf dem allerletzten Platz.
    Die schlechtesten Werte bekommen wir bei den Gesundheitswarnungen (1 von 10 Punkten), bei öffentlichen Kampagnen gegen das Tschicken (0 von 15 Punkten) und bei Rauchverbotszonen (8 von 22 Punkten).
    Das harte Urteil der Studienautoren: „Österreich belegt den letzten Platz und wir sehen nicht, dass sich das bald ändern wird.“

Die Folgen: Mit 2,3 Millionen Rauchern haben wir einen der höchsten Anteile von Glimmstängel-Liebhabern weltweit. Erschreckend: Auch 25 Prozent der 15-jährigen Burschen und sogar 29 Prozent der 15-jährigen Mädchen greifen jede Woche mindestens einmal zur Zigarette. „Das ist einfach skandalös“, so Neuberger.

D. Müllejans

http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Neue-Studie-Wir-sind-Letzter-bei-Nichtraucher-Schutz/137902757

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Süddeutsche Zeitung, vorgestern, Seite 3
Zeitungsreportage
Österreich
Rauchen Rechtsfragen

Die Seite Drei

Wiener Glut

In Österreich wird immer noch geraucht, was das Zeug hält. Das ärgert die einen, freut die anderen.
Und die Behörden? Die sehen das alles sehr lässig. Über das gepflegte Ignorieren von Verboten.


VON HILMAR KLUTE

Wien

- Wenn man von Dietmar Erlacher wissen will, wo denn hier der Raucherbereich sei, lacht er so nachsichtig wissend, als hätte man eben gefragt, wo in Wien die Tante Jolesch wohnt. "Wir haben so viele Anzeigen gemacht, dass es keinen Raucherbereich mehr gibt." Hier im Donauzentrum hat Erlacher Hausverbot. Weil der Mann sie alle an den Rand des Wahnsinns getrieben hat: die Kaffeehausbesitzer, die Gewerbetreibenden, die Geschäftsführer der Shoppingmall im Norden Wiens.

Fast täglich drehte der 64 Jahre alte Tiroler hier seine Runden, schnüffelte in den Läden, prüfte nach, ob die Tür zu den Raucherräumen ordnungsgemäß verschlossen ist, damit kein Qualm dorthin dringt, wo die Mütter und die Kinder und die Abstinenzler sitzen. War die Tür offen, ist Erlacher zum Magistrat des 22. Bezirks gelaufen und hat den Wirt angezeigt. Rund 7000 Strafanzeigen gegen Wirte, Hunderte allein hier im Donauzentrum - ein bürokratischer Irrsinn, eine nicht mehr zu steuernde Obsession, so sehen das viele. Dietmar Erlacher sieht das nicht so. Er sagt, Leute wie er seien "couragierte Menschen": 20.000 Anzeigen bundesweit über www.krebspatienten.at und www.rauchsheriff.at

Erlacher nennt sich selbst den Rauchsheriff. Sein Revier ist Wien, die einzige Stadt in Westeuropa, wo Frauen und Männer heute noch im öffentlichen Raum so selbstverständlich Zigaretten anzünden, wie sie Mineralwasser in den Apfelsaft gießen. Die OECD hat Ende vergangenen Jahres eine Studie veröffentlicht, nach welcher Österreich das Land mit den meisten jugendlichen Rauchern ist. Mehr als 25 Prozent aller Fünfzehnjährigen qualmen was das Zeug hält, bei den Mädchen sind es sogar vier Prozent mehr. Schön ist das nicht. Gesund erst recht nicht. Aber die Behörden gehen ziemlich lässig mit den Rauchern um. Von der EU gibt es zwar regelmäßig Rügen, doch die Regierung möchte es sich wohl nur ungern mit den Wirten und der Tabaklobby verderben.

Erst im Dezember hat der Verwaltungsgerichtshof ein komplettes Rauchverbot in Lokalen abgelehnt. Allerdings muss eine Kneipe oder ein Café so gestaltet werden, dass ein Nichtraucher nicht durch den Raucherbereich gehen muss, um auf die Toilette zu gelangen. Der Nationalrat hat sich mehrheitlich gegen die harsche Anwendung des Gesetzes ausgesprochen, einzig die Grünen wollen die strenge Lösung, bzw. generelles Rauchverbot in Lokalen.

Es seien ja gerade die paar Sekunden, sagt Erlacher, die den Menschen krank machen könnten. Er hat Medizin-Vorlesungen an der Innsbrucker Universität besucht; er wollte unbedingt herausfinden, was die größte Gefahr für die Gesundheit darstellt, der ein Mensch unserer Tage ausgesetzt ist. Und da ist Erlacher schnell auf das Rauchen gekommen. Er kenne Untersuchungen, nach denen Kellnerinnen, die eine Stunde lang Kaffee und Kuchen in einen Raucherraum tragen, nach einigen Jahren an Blasenkrebs erkrankten. "In einer Zigarette sind 83 krebsauslösende Stoffe", sagt Erlacher. Und darin seien die Stoffe, die süchtig machen, noch gar nicht enthalten. Das "ch" in "süchtig" spricht Erlacher als Rachenlaut aus; sein Tiroler Dialekt klingt so versöhnlich. Aber er ist nicht versöhnlich. Er will sie alle drankriegen - die Wirte, die Quarzer dulden. Und er will das absolute Rauchverbot in Österreich, so wie es in Bayern gilt, in Italien und in Irland.

Es gibt Leute, die Dietmar Erlacher auslachen und sich vor seinen Augen extra eine anzünden und ihm den Rauch ins Gesicht blasen. Es gibt auch solche, die ihn bewundern für seinen Mut und seine Zähigkeit. Und es gibt viele, die Erlacher so hassen, dass sie ihn nicht mehr in ihren Lokalen seinen Kaffee trinken lassen. Manchmal steht er unauffällig an der Wand und bedient sein kleines Sensorgerät. Damit kann er die Größe des Raums messen. Beträgt sie mehr als 50 Quadratmeter und es wird trotzdem geraucht, zeigt Erlacher den Wirt an. Er hat das Recht auf seiner Seite. Aber die Wirte und die Raucher hat er gegen sich. Es gab schon wüste Flüche, Rempeleien, Handgemenge. Ein Mann war so wütend, dass er Erlacher mit der Faust ins Gesicht schlug. Dietmar Erlacher sagt tatsächlich: Was mich nicht umbringt, macht mich stark. Er sei früher Radrennsportler gewesen. Gegenwind sei in Ordnung. Es bedeute für den Profi, dass er den Kopf nur noch tiefer senkt und auf dem Feld entweicht. Dietmar Erlacher ist seinem Kampf gegen das Rauchen so verfallen wie der Kettenraucher seiner Zigarette.

Vor einigen Jahren ist er selbst an Blasenkrebs erkrankt. Nein, nicht das Passivrauchen habe die Krankheit verursacht, sagt er. Es waren die Lösungsmittel, die in den Farben enthalten sind, die er als Tischlermeister verwendete. Er hat etliche Selbsthilfegruppen gegründet, in der Menschen, die Krebs haben, über ihre Krankheiten sprechen können. Und bei der sie jeden Verstoß gegen das Rauchergesetz melden sollen. Die Anzeigen laufen in den Büros in Wien, Linz, Graz und Innsbruck zusammen.

Herr Erlacher, wann haben Sie zuletzt jemanden angezeigt? "Ich bin gerade", sagt er, "vom Kagraner Platz mit dem Fahrrad gefahren, nicht mit dem Auto, sonst heißt es, der Erlacher verpestet selbst die Umwelt. Da sehe ich in einem Solarium, wo es auch ein Café gibt, drei Leute sitzen, um die 25 Jahre alt, alle haben die Schachtel mit dem Feuerzeug vor sich liegen, und die zwei Frauen haben gerade geraucht." Und jetzt? "Der bekommt eine Anzeige. Ich habe sie nur noch nicht schreiben können."

Man könnte Dietmar Erlacher einen obsessiven Raucherjäger nennen; manche schimpfen ihn sogar einen Blockwart, andere zucken nur mit den Schultern, wenn man von ihm spricht. Was aber auch wahr ist: Der unnachsichtige Mann aus Tirol ist ein ziemlich unterhaltsamer Gegenspieler zu den hedonistischen Wienern, denen die lässige Einspänner- und Trafik-Kultur so etwas wie ein zweites Evangelium ist. Man muss sich nur mal bildlich vorstellen, wie sie in den Beisln und Kaffeehäusern sitzen, ein Zigaretterl zum großen Braunen rauchen, der Kellner stößt mit dem Fuß die Tür vom Raucher- zum Nichtraucherbereich auf, und weil er ein Tablett in der Hand hat, kann er die Tür nicht wieder schließen. Dann steht Erlacher auf und weist den Kellner auf die offene Tür hin. Der Kellner stellt kurz das Tablett ab und knallt Erlacher eine, dann serviert er weiter. Diese Anekdote erzählen sich diejenigen gerne, die Erlachers Mission eher unsympathisch finden. "Da hinten am Ende des Donaucenters", sagt Erlacher, "ist noch ein Café, das ,Cappuccino'. Die haben schon 20 Anzeigen von uns bekommen. Da schauen wir gleich mal vorbei."

Ach, die Wiener und der Tabak. Ach, die Wiener und der Tod.

Es ist noch keine drei Jahre her, da stürzte sich Ludwig Hirsch, der große Poet und Sänger samten schwarzer Lieder, aus dem fünften Stock des Wilhelminenspitals in der Montleartstraße. In den folgenden Tagen hätte seine Therapie gegen den Lungenkrebs beginnen sollen. Schon Jahre vorher ließ sich Hirschs Kollege Georg Danzer mit Wollmütze und von Medikamenten aufgequollenem Gesicht noch mal interviewen. Danzer starb mit sechzig - an Lungenkrebs. Und erst im November erlag die Kolumnistin der Kronenzeitung , Marga Swoboda, derselben Krankheit, sie war erst 58 Jahre alt. Marga Swoboda hat federleichte Sätze geschrieben, zum Beispiel den über den lieben Gott, der damit hadert, den Menschen unten diese wunderbare Kugel namens Erde geschenkt zu haben, "von der Sonne gesegnet und vom Mond bewacht, und dann tun diese Menschen da unten derart blöd".

Die Wiener mögen die Idee, dass der Herrgott auf sie herabsieht und sich dieses oder jenes über sie ausdenkt, letztlich aber lässt er seine Wiener machen, was sie wollen. Zum Nachruf auf der Onlineseite vom Standard hat eine Swoboda-Verehrerin den Satz gestellt: "Mögen im Jenseits die Zigaretten gesünder sein als im Diesseits."

Jenseits von Wien, tief im Oberösterreichischen, gibt es noch die alten Dörfer mit den großen Höfen und dunklen Landhäusern, die weit voneinander entfernt stehen, so als wolle man sich dort, wo jeder jeden kennt, auf keinen Fall zu nahe sein. Losenstein ist so ein Ort, südlich von Steyr gelegen. Man kann mit dem Zug hierhin bummeln, wenn man Walter Wippersberg treffen will, der in Österreich ein bekannter Filmemacher ist und die schönen Kinderbücher über den Kater Konstantin geschrieben hat. Aber Wippersberg ist auch ein Raucheraktivist, wenn es so etwas geben sollte. Seine Schrift "Der Krieg gegen die Raucher" ist eine erstaunlich unangestrengte Kulturgeschichte des Rauchens und ein Plädoyer für etwas weniger Aufregung.

Wippersberg sitzt auf der kleinen Bank am Bahnhof. Der Schriftsteller Franz Hohler hat einmal geschrieben, dass man Menschen, die auf dem Bahnhof warten, sofort erkennt, weil sie aussähen wie Fragezeichen. Walter Wippersberg sieht aus wie ein Fragezeichen, das gerne ein Ausrufezeichen sein möchte. Die Gewalt seiner Sprache ist das eine. Aber an dem Mann, der sich mühsam von der Bank erhebt, ist alles grau, das Haar, der Bart und die Gesichtshaut. Wippersberg raucht 60 Zigaretten am Tag, und das seit fünfzig Jahren. Er ist 68 und kann nicht gut gehen, er muss sich am Stock zum Wirtshaus schleppen, in dem um die Mittagsstunde keine Gäste sitzen. Es gibt hier auch einen Nichtraucherraum - nur eine Schiebetür als Trennwand? Wenn das der Erlacher sehen würde! Aber in den Raum gehe eh keiner, sagt Wippersberg. Abends säßen alle Gäste hier im Gastraum, manche rauchen, andere nicht. Das muss die Utopie der Kettenraucher sein: Die einen qualmen und die anderen stört es nicht. Wippersberg macht sich eine Memphis an und bestellt Weißwein. Er sagt: "Nicht mehr rauchen zu dürfen ist einfach verrückt." Und dass die Schädlichkeit des Passivrauchens nicht wissenschaftlich bewiesen sei; dass die Politiker feige seien, weil sie auf den Schmäh der militanten Rauchgegner reinfallen: "Aber wenn du die Gesetze nicht erlässt, bist du schuld, dass kleine Kinder sterben."

Der Streit darum, wessen Freiheit mehr wert ist, die der Raucher oder die der Nichtraucher - in Österreich hat er einen fast alttestamentarischen Grundton. Es geht um Anstand gegen Sünde, um das Obszöne gegen das Gesunde. Am Ende geht es darum, dass das eine mit dem anderen nicht zu vereinbaren ist, also bleibt eh alles, wie es immer war. Und irgendwann kommt ja für alle, ob Raucher oder nicht, die Rechnung:

Wenn i amoil tot sollt sein,/ dann is der Körper, der heit nu frisst/ und sauft und raucht und Bledsinn denkt/ der a amoil paar Weibern gefallen hat,/ dann ist der Fleisch- und Banahaufen/ namens ICH, der/sis oiwei gut gehen lassen hat,/ nix mehr wert.

Das hat der Poet Franzobel geschrieben, der in seinen Gedichten und Stücken das Leben als kreischenden Totentanz aufführt. Vor einem Jahr veröffentlichte er den wuchtigen Roman "Was die Männer so treiben, wenn die Frauen im Badezimmer sind." Es geht darin um einen Irren, der das Stöhnen anderer Leute aufnimmt, beim Sex, beim Gebären und natürlich beim Sterben. Es ist ein sehr wienerisches Buch, ständig wird etwas getrunken, gefressen, und ständig geht irgendetwas kaputt.

Franzobel steht abends am Karmelitermarkt, wo man in kleinen Bistros teure Kleinigkeiten essen kann. Gehen wir hier irgendwo rein? "Sicher nicht", sagt Franzobel, schlendert zur Haidgasse im 2. Bezirk und macht die Tür zur Kneipe "Zum Sieg" auf. Und dann sieht man auch schon, wie sich das entfaltet, was der Wiener Philosoph Robert Pfaller ein "obszönes Arrangement" nennt, es muss eben nur die Raumgröße stimmen. Und das wichtigste Signal der Wiener Tabakfreunde sollte an die Wand gepappt sein, das Symbol einer Zigarette auf grünem Grund: Hier darf man rauchen. An einem Tisch sitzen sieben rauchende Männer, der Wirt raucht, jeder der Gäste, die im Lauf des Abends in den "Sieg" kommen, zündet sich spätestens an der Theke die Zigarette an.

Die Kneipe heißt "Zum Sieg", weil sie vor mehr als zweihundert Jahren eröffnet wurde und die Österreicher gerade in Aspern den Kaiser Napoleon in die Knie gezwungen hatten. Heute siegen hier die Raucher über die Nichtraucher. "Die Österreicher haben ein gestörtes Verhältnis zur Obrigkeit", sagt Franzobel, "und das drückt sich im Missachten des Rauchverbots aus." Der Wirt geht immer wieder zu einer Art versteckter Tränke, wo er das Bier zapft. Ein Gast trägt ein sehr buntes, weit offenes Hemd und erzählt den anderen mit der lockeren Zunge und der lässigen Intonierung des Weltmanns, wie sich das Leben in Neff-Jork und Batzelona anfühlt. Man kennt solche Szenen und Dialoge eigentlich nur noch aus den alten Kottan-Folgen.

Franzobel hat die Gauloises vor sich liegen, er sagt, dass er selbst eigentlich schon aufgehört hätte mit dem Rauchen. Aber dann kam der Sommer, und ein Sommer ohne Zigarette? Können sich manche eben schlecht vorstellen; gut vorstellen kann man sich dagegen, dass plötzlich Dietmar Erlacher mit seinem Sensorgerät hier hereinkommt und feststellt, dass der Sieg größer als fünfzig Quadratmeter ist.

In Österreich wird der Kampf um und gegen das Rauchen auch in den politischen Parteien ausgefochten. Besonders die Grünen, die man ja auch in Deutschland als Wegbereiter eines gesunden und anständigen Lebenswandels kennt, kriegen sich kaum noch ein, wenn von Österreich als dem Aschenbecher Europas die Rede ist. Es muss für die Grünen-Parlamentarier ein extrem vergiftetes Geschenk des Wiener Himmels sein, dass der prominenteste Grünen-Politiker, Alexander Van der Bellen, zugleich der berühmteste Zigarettenanzünder des Landes ist. Als er im Herbst vergangenen Jahres kurzzeitig aufhörte zu rauchen, stand das in der Kronenzeitung. Zwei Monate später fing er wieder an, und der Standard führte sofort ein großes Interview mit ihm. Van der Bellen war sieben Jahre Vorsitzender der Grünen, Bundessprecher sagen sie in Österreich. Und während seine Parteikollegen überlegten, wie man den Menschen am ungeschicktesten vorschreibt, was sie zu essen und wie sie zu atmen haben, setzte sich Van der Bellen ins Kaffeehaus und rauchte. Alexander Van der Bellen schlendert lässig vom Rathaus ins Landtmann, das große Kaffeehaus neben dem Burgtheater. Er hat einen Tisch im Nichtraucherbereich reservieren lassen, einfach so, er hatte gar nicht dran gedacht, dass es ums Rauchen geht. Van der Bellen ist ein ruhiger, sehr lässiger Mann von siebzig Jahren, mit fein geschliffenem grauen Bart und den dezenten Manieren eines Gentleman, der gerne vor sich hin lacht, so wie es ältere Politiker manchmal tun, wenn sie auf ihre Partei blicken: "Die Grünen hier sind typisch österreichisch", sagt er, "die sagen: Die Öffentlichkeit muss geschützt werden, dabei rauchen in meiner Partei gar nicht so wenige."

Übrigens findet Van der Bellen, dass ihm das Rauchen nicht geschadet hat, weder gesundheitlich, noch was seinen Ruf angeht. "Die kleinen Tugendverstöße erhöhen das Standing eines Politikers", sagt er. "Und schon überhaupt bei den Grünen, die im Verdacht stehen, die Tugend gepachtet zu haben, das Gute, Wahre, Schöne."

Alexander Van der Bellen hat sich ein großes Stück Torte bestellt, ein farbstoffreiches Teil, das er schnell aufisst. Eigentlich, sagt er, sei das in Österreich gut geregelt, die Raucher haben Kompromisse gemacht, und ein Volksaufstand der Nichtraucher sei ja wohl auch nicht zu bemerken. Aber dass, auch und besonders bei den Grünen, "ein moralischer Druck besteht, so gesund wie möglich zu leben - mir hängt das zum Hals raus."

Van der Bellen reicht die Hand zum Adieu. Draußen, auf der Straße, zündet er sich eine Zigarette an und federt durch die Oppolzergasse in den frühen Abend.

In Losenstein, im Gasthof, ereignet sich nun etwas für den Kampf gegen die Raucher Menetekelhaftes: Mitten im Rauchen geht Walter Wippersbergs Memphis aus. Wippersberg zeigt die kalte Zigarette her, so als sei sie das Beweisstück für die große Verschwörung gegen die Raucher: "Das ist eine EU-Richtlinie. Die Kippe erlischt, damit der Raucher sich nicht in Flammen setzt, falls er mal einschläft." Wenn man Wippersberg gegenübersitzt, wünscht man sich, es mögen alle Zigaretten in seinen Händen erlöschen. Einmal bekommt er einen Hustenanfall, der so heftig ist, dass er die Memphis in den Aschenbecher legen muss. Ein Husten, der den ganzen Körper schüttelt, so als wollte er seinen Träger zur Vernunft prügeln. Als Wippersberg den Anfall überstanden hat, raucht er die Zigarette fertig, als sei nichts gewesen. Vielleicht ist ja auch nichts gewesen.

Im Zug der Österreichischen Bundesbahn, der durch frische Täler und mittelschwere Gebirge fährt, gibt es kein Raucherabteil. Aber die Wiener Westbahn, viele Jahre ein Nichtraucher-Gefährt, hat dann eigene Waggons zum Qualmen eingerichtet, mit schicken Aschenbechern in der Mitte der Tischchen. Damit auch Raucher wieder mehr Westbahn-Tickets kaufen. Dietmar Erlacher hat natürlich auch die Westbahn verklagt, genauso wie die Kantine des Landgerichts und Arnold Schwarzenegger, der sich mal am Flughafen Salzburg eine Zigarre angezündet hatte.

"Wieso", fragt er, "entdecken wir immer mehr Zigarettenautomaten?" Erlacher hört nicht auf, der rauchenden und raucherduldenden Welt seine bohrenden Fragen zu stellen. "Hier im Donauzentrum gab es zwei Automaten, die sind zwanzigmal angezeigt worden, aber es hat sich nichts getan."

Es ist fast 19 Uhr, Erlachers Tag in Wien geht zu Ende. Im "Cappuccino", wo Erlacher noch schnell vorbeischaut, ob Rauch durch die fast immer offene Glastüre dringt, sitzt nur mehr ein einziger Raucher. Morgen früh fährt Erlacher heim nach Innsbruck. Auch dort gibt es immer noch Menschen, die sich nicht vor Augen halten, dass in einer Zigarette 83 krebsauslösende Schadstoffe enthalten sind, die süchtig machenden Stoffe gar nicht eingerechnet. Und Wirte, die nicht daran denken, die Gesellschaft in Nichtraucher und Raucher zu trennen.

Die zeigt Dietmar Erlacher alle an.


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Ö s t e r r e i c h Medienberichte 2 / Ausland: Sind die Österreicher verrückt?
« am: April 13, 2014, 21:09:51 Nachmittag »
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Nachdem regelmäßig ausländische Printmedien und Radio-/TV-Sender über den Nicht-Nichtraucherschutz in Österreich berichten ...............




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10.04.2014
   
   
Drogenbeauftragte will Verbot für E-Wasserpfeifen für Jugendliche

Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) hat sich für ein Verbot elektrischer Wasserpfeifen und Zigaretten für Jugendliche in Deutschland ausgesprochen.

"Wir müssen die bestehende Gesetzeslücke im Jugendschutz mit Blick auf elektronische Nikotinprodukte schnellstmöglich schließen", sagte sie am Donnerstag in Berlin laut einer Mitteilung. Ein Verkauf von E-Shishas und E-Zigaretten an Kinder und Jugendliche und deren Konsum könne mit dem derzeitigen Jugendschutzgesetz nicht verhindert werden. Jugendliche inhalierten mit den Produkten etwa atemwegreizendes Propylenglykol und krebserzeugende Substanzen wie Formaldehyd, Nickel oder Chrom.

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Deutschland / "Keine E-Zigaretten für Jugendliche"
« am: April 11, 2014, 21:11:16 Nachmittag »
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Schau Stöger-Pietsch,

DAS wieder zur Nachhilfe,

aber nützen wird es eh nix, in Österreich, wo Korruption und Wegschauen an der Tagesordnung steht:


"Keine E-Zigaretten für Jugendliche"
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http://www.tagesspiegel.de/.../drogenbeauftr.../9744172.html

Viele Raucher sehen sie als die etwas gesündere Alternative. Experten warnen vor falschen Hoffnungen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung kann dem neumodischen Gerät nichts abgewinnen. Sie will dem Verkauf von E-Zigaretten an Jugendliche verbieten.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), will den Verkauf der umstrittenen E-Zigaretten an Jugendliche verbieten. "Wir müssen die bestehende Gesetzeslücke im Jugendschutz mit Blick auf elektronische Nikotinprodukte schnellstmöglich schließen", sagte sie am Donnerstag in Berlin. Ein Verkauf von E-Shishas und E-Zigaretten an Kinder und Jugendliche und deren Konsum könne mit dem derzeitigen Jugendschutzgesetz nicht verhindert werden. Jugendliche inhalierten mit den Produkten etwa atemwegreizendes Propylenglykol und krebserzeugende Substanzen wie Formaldehyd, Nickel oder Chrom.

Die Drogenbeauftragte erklärte, bislang könnten lediglich Schulen ihr Rauchverbot auf dem Schulhof auf die elektronischen Rauchprodukte erweitern. Heranwachsende müssten aber auch jenseits des Schulhofes geschützt werden.

Die E-Zigarette ist seit dem in vielen Bundesländern verbreiteten Rauchverbot in Mode, weil sie nicht den typischen Tabakqualm entwickelt. Sie enthält aber ebenso das süchtigmachende Nervengift Nikotin. Ihr Nutzen als Rauchentwöhner ist umstritten. (dpa)