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Nachrichten - admin

541
Europa / An den PAPST, Italien
« am: Februar 01, 2015, 19:49:46 Nachmittag »


Su Santidad               deutsche Endfassung
El Papa Francisco

Palazzo Apostolico Vaticano
Città del Vaticano 00120


Folgen des Rauchens und Zwangsberauchens (Passivrauchens) weltweit

Heiliger Vater,
jährlich werden weltweit ca. 6 Millionen Raucher (so viele Menschen wie in Manila Eure Messe besucht haben) und 600.000 zwangsberauchte Nichtraucher - darunter 165.000 Kinder - durch Tabak-Nikotindrogen getötet.
Sehr viel mehr Menschen werden durch den Tabak-Nikotindrogen-Konsum, unter anderem als Zwangsberauchte bzw. Passivraucher zum Teil schwer krank.
Mit diesen Folgen des Rauchens sind Schmerzen, Leid und Trauer verbunden.
Ich verstehe nicht, warum Eure Kirche einerseits den Erhalt des Lebens propagiert, andererseits aber zu diesen millionenfachen Selbsttötungen und Morden durch das Zwangsberauchen schweigt.
Warum duldet die Kirche das nachweislich in Deutschland sehr gute Einvernehmen von Kirchenvertretern mit der Tabak-Nikotindrogen-Industrie? Wie profitiert die Kirche von diesen Kontakten? Sponsoring von kirchlichen Projekten und Gratiszigaretten für die Kirche?

Warum duldet die Kirche, dass Kirchenorganisationen (z.B. das deutsche "Schwarze Kreuz") Tabak-Nikotindrogen an Obdachlose und Strafgefangene verschenken? Diese Organisationen beteiligen sich mit ihren Giftpaketen aktiv an der Selbsttötung und Erkrankung der Beschenkten und der Ermordung von Zwangsberauchten.
Ich halte dies für eine Perversion der christlichen Nächstenliebe!
Wegen des Tabakkonsums der Armen fehlt das Geld für ihre Kinder, für Lebensmittel, Bildung und Kleidung.
Heiliger Vater, ich bitte Euch inständig, erhebt Eure Stimme - so wie Jesus Christus es tun würde - gegen diese millionenfachen Körperverletzungen, die Selbsttötungen und das Töten von unschuldigen Menschen.
Es gibt Staaten, die völlig tabak-nikotindrogenfrei sein wollen.
Helft bitte mit, Tabak-Nikotindrogen zu ächten und die Herstellung, den Vertrieb und den Konsum dieser Drogen und das Zwangsberauchen, unter anderem von Kindern bzw. allen Menschen, die sich nicht wehren können, zu verhindern.
Fordert bitte Raucherinnen und Raucher auf, diesen lebensgefährlichen Drogenkonsum auch im Sinne der Nächstenliebe einzustellen.

Mit größter Hochachtung und der Hoffnung
auf eine tabak-nikotindrogenfreie Welt.


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L E S E R B R I E F E, Abstimmungen / Karl Leeb zum "neuen Nichtraucherschutz"
« am: Februar 01, 2015, 19:46:31 Nachmittag »

Karl Leeb, Linz

Ich begrüße die Initiative von Vizekanzler Mitterlehner, das absolute Rauchverbot in der Gastronomie nun endlich umzusetzen.

Es ist für mich die logische Konsequenz der Tatsache, dass jene Gastronomie-Betriebe ohne Rauchverbote, die Herr Hinterleitner von der Wirtschaftskammer vertritt eine akute Gefahr für das Leben und die Gesundheit der dort arbeitenden Kellner und die Gäste darstellen.

In Ländern, die Rauchverbote eingeführt haben ging die Zahl der Herzinfarkte sofort um 10-20 % zurück.

Der Kampf um Rauchverbote in der Gastronomie wird seit vielen Jahren von freiwilligen Laien wie Rockenbauer, Erlacher, stark von Ärzteseite mit Neuberger , aber auch vielen  anderen,  zuletzt Hellmut Samonigg mit seiner Initiative Don´t smoke geführt.

 Uns gegenüber stehen in Österreich vor allem Wirtschaftskammerfunktionäre (Hinterleitner, Wolf, Leitl; ich will sie salopp die Troika für die Tabakindustrie nennen ohne damit zu meinen, dass sie von der Industrie gekauft wurden), die gebetsmühlenartig genau jene alten Hadern nachplappern, die die Tabakindustrie als Halbwahrheiten und Lügen vor fast drei Jahrzehnten in die Welt gesetzt haben.

Zitat Adlkofer (Arzt im Solde der dt. Tabakindustrie):  we need “good public relations material, not good science.”
Ich kann nicht auf jeden Unsinn und jede falsche Zahl eingehen, die da in die Welt gesetzt wurden, aber ich darf Ihnen verraten, dass zum Beispiel die furchtbaren Umsatzverluste durch Rauchverbote in Irland falsch sind (Zitat Bertie Ahern, irischer Ministerpräsident: Ich kann Ihnen versichern, dass in Irland kein einziges Pub wegen finanzieller Verluste durch das Rauchverbot schließen musste; Gerry Rafter, Präsident der irischen Wirtevereinigung: Wir wollen die Raucher nicht im Pub zurück haben).

Das passt zu einem Zitat einer Tabakindustrie-Mitarbeiterin, die schon 1998 in einer internen Präsentation gesagt hat:
“Also, the economic arguments often used by the industry to scare off smoking ban activity were no longer working, if indeed they ever did. These arguments simply had no credibility with the public, which isn't surprising when you consider that our dire (düster) predictions in the past rarely came true.”
„Die wirtschaftlichen Argumente der Tabakindustrie um Rauchverbote zu verhindern wirken nicht mehr, wenn sie es überhaupt je taten. Sie waren in der Öffentlichkeit nicht glaubwürdig, was nicht überrascht wenn Sie bedenken, dass unsere düsteren Prognosen in der Vergangenheit sich selten als wahr herausgestellt haben.“

In der letzten Presseaussendung der WK appelliert Hinterleitner, sich an Fakten zu orientieren. Gerade er, der mit Zahlen um sich wirft, die ihm nicht einmal der Finanzminister der eigenen Partei glaubt, wenn es um jene Millionen geht, die Wirte angeblich investiert haben. Sie haben das übrigens getan, weil Hinterleitner dieses verpfuschte Gesetz mitgeschrieben hat (und mitgeschrieben ist hier höflich formuliert).

In dieser Aussendung wird dann plötzlich jenes Irland als Beispiel für Ausnahmen bei Rauchverboten genannt, in dem doch so schreckliche Umsatzverluste beklagt wurden. Und zur Krönung nennt er noch Italien. Ja, her mit dem italienischen Tabakgesetz: dort sind Türen ohne Dichtung (was eh wurscht ist, weil die Tür ja meist offen ist) nicht erlaubt.
Ich will Sie nicht länger aufhalten.

Passivrauch tötet. Kurt Kuch ist öffentlich gestorben und hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Rauchverbot unmittelbar bevorsteht. Ich bitte Sie, in seiner Nachfolge: Lassen Sie nicht zu, dass Leute wie Herr Hinterleitner mit jenen Argumenten, verdrehten Zahlen und Fakten nur im Sinne der Tabakindustrie (und er bekommt, anders als die Gastronomieverbände im Ausland nach Aussagen von Dr. Leitl dafür nicht einmal Geld von der Tabak-Industrie) agiert. Die Umsatzverluste, die er propagiert stimmen nicht. Fragen Sie nach (check and double check). Zwingen Sie ihn, seine Studien auf den Tisch zu legen. Uns hat er sie nie offengelegt. Dr. Leitl hat mir zugestanden, dass die „Studien“ keinem wissenschaftlichem Anspruch genügen sondern „seriöse Berichte von Branchenvertretern sind“. Verlangen Sie seine Quellen. Lassen Sie nicht zu, dass er für seine Betriebe weiter die Lizenz zum Töten behält, denn Passivrauch tötet. Seit Mitternacht wieder einen und bis Mitternacht noch zwei. In Wien wurden die Spielautomaten aus Lokalen verbannt, um spielsüchtigen zu helfen.

Jeder Raucher darf sich selber schädigen, aber er darf niemanden anderen schädigen!
Wir haben keine Zeit zu verlieren. Die Rauchverbote müssen noch heuer in Kraft treten. Alles andere wäre unterlassene Hilfeleistung. Das Leiden und Sterben durch Passivrauch muss sofort beendet werden.
 
Bis zum Inkrafttreten des Rauchverbotes fordere ich, dass die bestehenden Gesetze mit wirksamen Strafandrohungen durchgesetzt werden. Und damit meine ich, dass es nicht einem Raucher-Sheriff überlassen werden soll, anzuzeigen. Jeder Hundstrümmerl-Wächter in Wien kann auf seiner Route in Lokalen nachsehen, ob das Gesetz eingehalten wird. Arbeitsinspektoren sollen alle Rauchverbote in den Betrieben im Auge haben und wenn sie es nicht selber wollen zumindest bei der Behörde melden wenn die Verbote nach dem Tabakgesetz nicht eingehalten werden.




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Angriff auf die letzten Raucher-Rückzugsorte

Immer noch qualmt es in Spitälern und Schulen.

Nach der Gastronomie geraten sie nun ins Visier von Nichtraucher-Schützern.

      


Man sollte den Schwung nutzen und Rauchverbote auch auf dem Gelände von Schulen und Krankenhäusern verhängen"
, sagt der ehemalige Bundesrat und Landtagsabgeordnete Christian Hrubesch aus Krems (NÖ). Der KURIER hat sich umgesehen.

Im Wiener AKH gibt es einen vergleichsweise großzügigen Raucherbereich im Foyer. Der hat aber ein Ablaufdatum und wird in den kommenden Monaten ins Freie verlegt. Verschärfte Kontrollen sollen das Ausweichen ins Stiegenhaus unterbinden. Warum Rauchen im Spital überhaupt sein muss? "Da in einem Krankenhaus Menschen in einer außergewöhnlichen Situation ihres Lebens sind und es auch Abteilungen mit höherer Verweildauer gibt, wurde den Patienten und deren Angehörigen bisher die Möglichkeit einer Raucherzone zugestanden", erklärt eine Sprecherin.

"Das AKH Linz ist grundsätzlich ein rauchfreies Krankenhaus", sagt Pressesprecherin Astrid Petritz. Grundsätzlich? Im Inneren des Spitals gibt es nur noch einem Raum in dem geraucht werden darf – und zwar in der Raucherzone eines der beiden Krankenhaus-Buffets. Überall anders ist das Qualmen Personal und Patienten untersagt.
Zonen

rauchen, familie schmatz… Familie Schmatz nützt die Raucher-Pavillons im Landeskrankenhaus St. Pölten - Foto: KURIER/Johannes Weichhart
Im Außenbereich gibt es freilich Raucherbereiche: "Auf einigen Balkonen und vor dem Spital gibt es genau definierte Zonen mit Aschenbechern und dem Hinweis, das hier geraucht werden darf", erklärt Petritz. Wegen seiner Bemühungen beim Nichtraucherschutz erhielt das AKH eine Silber-Zertifizierung. Für Gold reichte es nicht, weil im Buffet der Griff zur Zigarette erlaubt ist und es in der Geschäftspassage eine Trafik gibt.

Auf dem Gelände des Universitätsklinikums St. Pölten wurden fünf Raucher-Pavillons eingerichtet. Die Familie Schmatz genießt hier ihre Glimmstängel. "Ich glaube aber, dass man auch im Spital mehr Möglichkeiten für Raucher schaffen sollte. Für Schwerkranke ist der Weg ins Freie oft sehr beschwerlich", sagt Daniela Schmatz. Klinik-Bereichsleiterin Christa Peya ist mit der praktizierten Lösung hingegen zufrieden: "Unsere Hauptaufgabe ist ja nicht, den Leuten das Rauchen abzugewöhnen", betont sie.

Dr. Sattler Josef Landesklinikum Krems - BEtriebsr… Mediziner Sattler - Foto: /Privat
Arzt Josef Sattler, von der Personalvertretung im Klinikum Krems gibt zu bedenken: "Das Gesetz will Nichtraucherschutz, kein Rauchverbot. Wer im Haus gerade ein Leben gerettet hat, dem kann man nicht eine Zigarette zur Stressbewältigung verwehren."

In den Schulen sind die letzten Raucherkammerln 2006 zugesperrt worden. Raucherecken können laut Landesschulrat in der Hausordnung festgelegt werden.

"Mir ist es lieber, die Schüler haben einen Platz zum Rauchen, als sie rennen dafür über die Straße", sagt Direktor Dieter Faltl in der Weinbauschule Krems. "Gut, dass wir zu Mittag und in der großen Pause den Raucherplatz nützen dürfen. Dann machen wir es nicht heimlich am WC", sagt Schüler Sebastian.

Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser bleibt vorsichtig, wenn es um weitere Verbote geht: "Wir konzentrieren uns derzeit auf das Rauchverbot in der Gastronomie, planen aber auch eine Vorbeugungskampagne speziell für Kinder und Jugendliche."

http://kurier.at/chronik/oesterreich/angriff-auf-die-letzten-raucher-rueckzugsorte/111.415.424


Regelungen

Tabakgesetz: Spezieller Schutz und viele Ausnahmen

„Bundesgesetz über das Herstellen und das Inverkehrbringen von Tabakerzeugnissen sowie die Werbung für Tabakerzeugnisse und den Nichtraucherschutz“ ist  die vollständige Bezeichnung des Tabakgesetzes. Das regelt den Handel mit und die Beschaffenheit von  Tabakwaren ebenso wie den Nichtraucherschutz. Letzterer gilt  grundsätzlich in Räumen, nicht aber im Freien. Hier einige grundsätzliche Regeln:

Besonderen Schutz genießen Räume, die für Unterricht, Fortbildung oder Schulsport genutzt werden. Außerdem in allen Räumen sogenannter „öffentlicher Orte“, beispielsweise Geschäfte oder Ämter. Allerdings gibt es dafür zahlreiche Ausnahmen. Das Verbot gilt  beispielsweise nicht in Fabrikshallen oder Trafiken.

Raucherräume können an öffentlichen Orten unter bestimmten Voraussetzungen eingerichtet werden. So darf kein  Rauch in Verbotsbereiche gelangen und ein   grundsätzliches Rauchverbot darf dadurch nicht umgangen werden.

Rauchverbote sind kennzeichnungspflichtig. Und zwar so auffällig, dass das nicht übersehen werden kann. Für den Nichtraucherschutz haben die Inhaber der jeweiligen Räume zu sorgen.
Weiterführende Links

www.ris.bka.gv.at
www.arbeiterkammer.at
Rauchen      - Foto: APA/dpa
(kurier) Erstellt am 01.02.2015, 18:00

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Wie gesund lebt die Ministerin? "Einfach gesund mit den 5 L" – was heißt das für Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser persönlich?


http://kurier.at/lebensart/gesundheit/gesundheitsministerin-sabine-oberhauser-jeder-muss-seinen-weg-finden/111.251.709

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http://meinparlament.derstandard.at/frage/8919/


Sehr geehrte Frau    ............ Vorname des Fragestellers,

danke für Ihre E-Mail.

Ihren Vorwurf, dass es sich bei der Einführung eines Rauchverbotes um eine Entmündigung handelt, kann ich nicht nachvollziehen, denn es kann sich auch zukünftig jede Bürgerin und jeder Bürger fürs Rauchen oder Nichtrauchen entscheiden. Es ist aber aus Gründen der Prävention notwendig, ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie einzuführen, denn für mich steht der Nichtraucherschutz und nicht der Raucherschutz im Vordergrund. Im Übrigen ist die Wahlfreiheit einseitig, beispielsweise können sich nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gastronomie ihren Arbeitsplatz aussuchen.

Klar ist aber auch, dass eine Neuregelung mit vollständigem Rauchverbot im Sinne des Vertrauensschutzes nicht zu Lasten der Gastronomen gehen darf, die in den letzten Jahren gesetzeskonform in die Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereiche investiert haben. Ziel ist daher, dass Betriebe, die in einen solchen Umbau investiert haben, eine Abgeltung erhalten. Denkbar ist etwa eine Einmalabschreibung.

Bezüglich der von Ihnen erwähnten zu hohen Auflagen und Bestimmungen, teile ich Ihre Ansicht - deshalb sind derzeit auch die Entlastung des Faktors Arbeit, neue Akzente bei den Förderungen sowie Verwaltungsvereinfachungen die zentralen Themen. Die Bundesregierung hat der Senkung der Lohnnebenkosten und der Entbürokratisierung Priorität eingeräumt und bereits erste Schritte gesetzt, denen noch weitere folgen müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Reinhold Mitterlehner

546




"Kurt hat den Krebs selbst verursacht"

Daniela Kuch & Hellmut Samonigg: Die Schwester und der Onkologe von Kurt Kuch fordern strenge Rauchergesetze.
      

Im April 2014 veränderte die Diagnose Lungenkrebs das Leben des bekannten Aufdeckerjournalisten Kurt Kuch. Bis dahin jagte er als NEWS-Chefreporter korrupte Politiker, ab diesem Zeitpunkt kämpfte er gegen Krebs. Neun Monate hielt er durch, und bewegte am Krankenbett mehr als viele andere vom Schreibtisch aus. Er machte seine Erkrankung öffentlich, initiierte gemeinsam mit dem bekannten Grazer Onkologen Hellmut Samonigg die Kampagne Don’t smoke. Am 3. Jänner siegte der Krebs über die Willenskraft von Kurt Kuch. Seine Schwester, Daniela Jahn-Kuch begleitete Ihren Bruder als Palliativ-Medizinerin bis zum letzten Atemzug. Gemeinsam mit dem Onkologen Samonigg will sie die Initiative nun zum Erfolg führen.

KURIER: Frau Jahn-Kuch, Wenige Tage nach dem Tod Ihres Bruders kündigte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner an, ein Rauchverbot durchzusetzen. Glauben Sie an die Durchsetzung?

Daniela Jahn-Kuch: Wir sind überzeugt, dass die Einigung kommen wird. Die Frage wird sein, wie gut ist die Lösung? Denn nur das Rauchverbot in Restaurants ist zu wenig. Es braucht ein ganzes Maßnahmen-Paket. Wir, von der Kampagne Don’t smoke, werden dafür kämpfen, dass es auch ein Rauchverbot bis 18 Jahren geben muss.

Daniela Jahn-Kuch, Hellmut Samonigg Daniela Jahn-Kuch, Schwester von Kurt Kuch, und Onkologe Hellmut Samonigg kämpfen für Rauchergesetz - Foto: KURIER/Gerhard Deutsch
Hellmut Samonigg: Österreich ist Schlusslicht bei den Rauchergesetzen. Nun muss es auch beim Rauchen ein Umdenken geben.

In Österreich ist man mit 14 Jahre straffähig, ab 16 darf man wählen. Warum soll man erst ab 18 rauchen dürfen?

Samonigg: Zwischen der Freiheit wahlberechtigt zu sein, und der Tatsache, toxische Substanzen zu inhalieren, ist ein großer Unterschied. Fakt ist, in jeder Zigarette sind 30 bis 50 krebserregende Stoffe enthalten. Zahlreiche Beispiele in den Nachbarländern zeigen, sobald das Rauchverbot bis 18 eingeführt wird, steigt das Anfangsalter deutlich. Wir wissen heute, wer bis 20 kein Raucher ist, wird auch keiner mehr. Eine Gallup-Studie zeigt auch, dass 82 Prozent der Österreicher für die Anhebung des Alters sind.

Um wie viel Prozent konnte die Raucherzahlen bei den Jugendlichen gesenkt werden?

Samonigg: In Deutschland wurde das Alter auf 18 angehoben und ein Rauchverbot in Lokalen verhängt wurde. Dadurch reduzierten sich die Raucher bei den Jugendlichen um über 50 Prozent.

Frau Jahn-Kuch, Ihr Bruder Kurt hat die Initiative mit Don’t smoke mit ins Leben gerufen. Sie wurden erst nach Kurts Tod in den Medien aktiv. Sehen Sie es als Ihre Erbe an, der Kampagne zum Erfolg zu verhelfen?

Daniela Jahn-Kuch:Erbe ist ein großes Wort. Ich glaube, Kurt hätte mich nie als Erbin gesehen, weil ich nie eine Führungsperson war. Er war das Alphatier unter uns Geschwistern. Aber seine Kraft für die Sache war einfach ansteckend. Noch vor einem Jahr hätte Kurt für die Freiheit der Raucher plädiert. Doch ein Raucher ist nie frei. Er wird von der Sucht dominiert. Das hat Kurt erst während seiner Erkrankung erkannt. Von da an hat er eine 180-Grad-Wendung gemacht. Sogar bei der letzten Kama-Party, die er schon seit vielen Jahren mitveranstaltet hat, setzte er durch, dass die Party rauchfrei ist. Und trotzdem kamen 1400 Menschen. Dieser Erfolg hat Kurt noch wenige Tage vor seinem Tod wahnsinnig stolz gemacht. Seine Energie, die er in die Sache gesteckt hat, möchte ich weiterführen. Das bin ich meinem Bruder einfach schuldig.

Haben Sie versucht, Ihren Bruder das Rauchen auszureden?

Jahn-Kuch: Mehrmals natürlich. Wir haben im Zuge der Erkrankung gemeinsam alte Familienvideos angeschaut. Da entdeckten wir ein Video, das ich vor 20 Jahren gedreht habe, wo sich Kurt gerade eine Zigarette anzündet. Im Video sage ich zu ihm: "Hat dir noch niemand gesagt, dass dich das Rauchen umbringen wird?" Darauf lächelt er mich an, qualmt in Richtung Kamera und meint: "An irgendetwas muss ich ja sterben." Wir wissen beide, wenn er damals aufgehört hätte, wäre Kurt heute noch da. 80 bis 90 Prozent der Lungenkrebse hängen mit dem Rauchen zusammen. Kurt wusste, dass er den Krebs selbst verschuldet hat. Diese Erkenntnis hat meinem Bruder in seinen letzten neun Monaten am meisten geschmerzt. Deswegen war ihm die Initiative so wichtig.

War es Kurt Kuch bewusst, dass er den Kampf gegen den Krebs kaum gewinnen kann?

Jahn-Kuch: Dass es für ihn sehr knapp werden wird, wusste er. In seinen letzten Tagen hat er zu mir gesagt: "Jetzt weiß ich, was es heißt, um sein Leben zu kämpfen." Kurt hat nie aufgegeben, er blieb immer voller Hoffnung. Lange war mir nicht klar, woher diese Kraft kam? Durch seinen Gang an die Öffentlichkeit, hat er so viel positives Feedback bekommen, dass Kurt die letzten neun Monate von einer Welle getragen wurde. Mein Bruder war auf seine ganz eigene Art stark und hat so auch die ganze Familie durch die neun Monate geleitet.

Welche Hoffnungen hatte Kurt?

Jahn-Kuch: Kurt hoffte, dass er Lebenszeit verlängern kann. Auf der Kama-Party am 25. Dezember konnte er wegen einer tumorbedingten Stimmbandlähmung nicht mehr sprechen und war extrem kurzatmig. Trotzdem hielt er über eine Stunde auf der Party aus. Als wir gingen, dreht er sich um, schaute nochmals in den Saal, in dem zig seiner engsten Freunde feierten. Auf einen Zettel schrieb er mir: "Bin ich zu Ostern noch dabei?" Ich bin überzeugt, dass er zu Ostern dabei ist, weil er noch nicht weg ist. Aber er wusste, wie es um ihn steht.

Was antwortet man in so einer Situation seinem Bruder?Das war ein schlimmer Moment für mich. Ich antwortete: "Kurt, wir machen weiter." Ich habe auch auf ein Wunder gehofft – trotz allem.

Hat Kurt Kuch mit seiner Art den Krebs öffentlich zu machen, auch die Krankheit aus einer Tabuzone geholt?

Samonigg:Wie er seine Krankheit in die Öffentlichkeit getragen hat, war eine absolute Ausnahme. Er konnte mit seinem Outing auch umgehen, das können nicht alle Prominenten. Ich bin mir sicher, er hat dazu beigetragen, Krebspatienten Mut zu geben, zur Krankheit zu stehen.

Sie sind Palliativ-Medizinerin. Wie schwer war es, den eigenen Bruder in den Tod zu begleiten?

Jahn-Kuch: Ich habe die Problematik erkannt, und mir durch Supervision auch Hilfe gesucht. Ich zwar ständig am aktuellen Stand der Behandlung, aber nie ein Teil des Medizinerteams, weil Kurt auf der Onkologie behandelt wurde. Mir hat es geholfen zu wissen, dass ich von Kollegen umgeben bin, die ich jederzeit über den Status quo fragen kann. Das hat mir eine gewisse Art von Sicherheit gegeben. Wenn er zwischen den Chemos zu Hause war, habe ich wenn notwendig seine laufende Medikation, vor allem bei Schmerzen, adaptiert.

Wann hoffen Sie, dass das Anti-Raucher-Gesetz umgesetzt wird?Samonigg: Wir hoffen, dass ein Paket vor dem Sommer als Gesetz durchgeht und, dass Ende des Jahres alle Lokale rauchfrei sind.

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    0

    Kurt Palm
    Auf der Strecke geblieben
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    Gastronomie
    Zwei Drittel für generelles Rauchverbot
    17

    1972 - 2015
    Journalist Kurt Kuch gestorben
    2

    Rauchen
    Lungenkrebs bleibt katastrophale Erkrankung

Don’t smoke , Rauchen bis 18 verbieten , Weg mit dem Glimmstängel


Der Lungenkrebstod des Journalisten und Kettenrauchers Kurt Kuch rüttelte Österreich auf. Jahrelang gab es nur halbherzige Lösungen, aber wenige Tage nachdem Kuch den Kampf gegen den Krebs verloren hatte, kündigte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner an, noch heuer das Rauchverbot in Lokalen durchzusetzen. Derzeit wird noch gerechnet, wie man die Wirte für die aufwendigen Umbauten entschädigen kann. Der Initiative Don’t smoke ist das zu wenig. Sie will auch ein Rauchverbot bis 18. Denn die Folgen des Rauchen sind enorm: So gibt es pro Stunde einen toten Raucher; alle acht Stunden einen toten Passivraucher; alle sechs Wochen eintausend Begräbnisse von Rauch-Opfern; Eine um 9,3 Jahre verkürzte Lebensdauer bei Männern, die zehn Zigaretten pro Tag rauchen. 7,3 Lebensjahre minus bei rauchenden Frauen.

www.dontsmoke.at

http://kurier.at/chronik/oesterreich/kurt-hat-den-krebs-selbst-verursacht/111.238.848

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Aufgeheizte Stimmung unter Mühlviertler Trafikanten

NEUMARKT IM MÜHLKREIS. Das drohende Rauchverbot in der Gastronomie drückt auf die Stimmung der Trafikanten aus dem Mühlviertel. Sie wehren sich gegen die "Bevormundung der Bürger durch die Politik".

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/Aufgeheizte-Stimmung-unter-Muehlviertler-Trafikanten;art69,1632836


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http://www.kronehit.at/news/aus-fuer-zigaretten-automatenhttp://www.kronehit.at/news/aus-fuer-zigaretten-automaten



Ö: Aus für Zigaretten-Automaten


(30.01.2015)

Das generelle Rauchverbot in der Gastronomie ist Rauch-Gegnern bei weitem nicht genug. Mit einer gewaltigen Forderungsliste geht die Schutzgemeinschaft für Nichtraucher in die Offensive. So sollten Zigaretten nicht mehr an Unter-18-Jährige verkauft werden dürfen. Das würde auch eine Abschaffung der Zigarettenautomaten bedeuten. Auch Rauchen im Freien sollte untersagt werden, beispielsweise auf Spielplätzen, in Freibädern und in Gastgärten.

Robert Rockenbauer, Bundesleiter der Schutzgemeinschaft für Nichtraucher:
“Warum haben nur Raucher die freie Platzwahl? Ich als Nichtraucher muss auf die Nebentische und auf die Windrichtung achten. Und kaum habe ich einen Platz gefunden, setzt sich ein Raucher an den Nebentisch und qualmt mich zu. Das kann es nicht sein.“

Die Forderungen der Nichtraucher-Schutzgemeinschaft:

• Keine Zigaretten für Unter-18-Jährige: Jugendliche sollen keine Zigaretten mehr kaufen können.

• Aus für Zigarettenautomaten: Um das Verkaufsverbot auch einhalten zu können, müssen Zigarettenautomaten aus der Öffentlichkeit verschwinden.

• Rauchverbot im Freien: Schluss mit Zigarettenrauch in Gastgärten, Freibädern und auf Spielplätzen.

• Rauchverbot auf Zeltfesten und in Vereinslokalen: Auch hier soll künftig nicht mehr gequalmt werden dürfen.

• Rauchverbot im Auto: Nicht nur um mitfahrende Kinder zu schützen. Das Rauchen lenkt den Fahrer ab.

• E-Zigaretten Shishas: Schluss mit Diskussionen. E-Zigaretten und Shishas müssen mit der klassischen Zigarette gleichgesetzt werden.

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Also "das Lokal Turecek" würde ich soooo gerne besuchen, aber ich finde es nicht! Du vielleicht? - Ich will ihn wirklich besuchen, dass sein Umsatz steigt.



Zudem:

30.1.15: STA ermittelt gegen Gastro-Obmann Willi Turecek.

Der WB. hat hier alle Medienberichte gesammelt: https://www.facebook.com/wirtschaftsbundwien?fref=nf




--------------------------------------


Unterschiedliche Medienberichte zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen ‪#‎SPÖ‬-Spitzenfunktionäre,

Hauptverdächtiger ein SPÖ-Funktionär, der sich angeblich 57-Mal selbst gewählt haben soll. ‪#‎SWV‬ ‪#‎Gastronomie‬ ‪#‎Rücktritt‬

https://www.facebook.com/hashtag/r%C3%BCcktritt?source=feed_text&story_id=945912788759920

551


Und dieser Turecek ist ein Fall bei der Staatsanwaltschaft, zumindest wegen Wahlbetrug, laut:


http://www.news.at/a/news-wirtschaftskammer-wahl-2010-schwerer-verdacht-turecek

Er steht oft im Zentrum – sei es, wenn er in der einflussreichen „Fachgruppe Gastronomie“ der Wirtschaftskammer Wien den Ton angibt, oder sei es, wenn er sich im Bierzelt auf der „Wiener Wiesn“ ordentlich feiern lässt. Doch nun spielt Wiens wohl schillerndster Kammerfunktionär in einer anderen Angelegenheit die Hauptrolle. Diese leidige Causa trägt bei der Staatsanwaltschaft Wien das nüchterne Aktenzeichen 502 St 12/10m – und beschäftigt seit Jahren nicht nur das Landesamt für Verfassungsschutz, sondern auch die Handschrift-Experten des Bundeskriminalamts.

Wie die Staatsanwaltschaft bestätigt, laufen gegen Turecek und drei weitere Personen Ermittlungen wegen des Verdachts der Wahlfälschung. Dabei geht es um die Wiener Wirtschaftskammer-Wahl 2010. Die Ermittlungen sollen nun in die heiße Phase kommen – und das zur Unzeit für Turecek: Gerade jetzt steht die nächste Kammerwahl vor der Tür. Und der Obmann der Gastronomen ist eines der wichtigsten Aushängeschilder des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands (SWV) in der sonst tiefschwarzen Wirtschaftskammer.

Welche Vorwürfe stehen im Raum? NEWS liegt ein brisantes Dokument vor, bei dem es sich allem Anschein nach um einen Bericht des Verfassungsschutzes an die Staatsanwaltschaft Wien handeln dürfte. Darin werden die Ermittlungsschritte dargelegt: Dem Bericht zufolge wurden sage und schreibe 145 Wahlberechtigte als Zeugen einvernommen. 1.263 Stimmzettel wurden sichergestellt. Und Schriftproben wurden genommen.

Das höchst besorgniserregende Zwischenergebnis laut Dokument: Vieles deutet darauf hin, dass einige Kammerfunktionäre mehr als die ihnen zustehende Zahl an Stimmzetteln ausgefüllt haben. Zum Hintergrund: Wer als Besitzer mehrerer Betriebe mehrfach Kammermitglied ist, darf auch mehrfach wählen. Betroffen von den Ermittlungen sind Funktionäre verschiedener Couleurs. Einsamer Spitzenreiter mit Riesenabstand ist aber offenbar Turecek. Im Dokument heißt es: „Bei Wilhelm Turecek konnte auf Grund der geleisteten Schriftprobe eine Urheberschaft bei insgesamt 57 Stimmzettel nicht ausgeschlossen werden.“ Turecek ist definitiv nicht
57-faches Kammermitglied.
Turecek weist Vorwürfe zurück.

Hat sich der Spitzenfunktionär bei einer einzigen Wahl tatsächlich 57-mal selbst gewählt? Turecek betont, dass er die Anschuldigungen bisher nur „gerüchteweise vernommen“ habe und diese „auf das Schärfste“ zurückweise: „Ich wurde vor einigen Monaten – wie übrigens dutzende andere WK-Funktionäre anderer Fraktionen auch – zur Abgabe einer Schriftprobe aufgefordert und habe diese geleistet.“ Zum laufenden Ermittlungsverfahren wolle er nicht öffentlich Stellung nehmen.

Hintergrund der Ermittlungen dürfte eine lange vermutete Praxis sein: Immer wieder gibt es Gerüchte, dass wahlwerbende Gruppen alles daransetzen
herauszufinden, wann Mitgliedsbetrieben die Wahlkarten per Post zugestellt werden. Die Verdachtslage im aktuellen Verfahren scheint in die Richtung zu gehen, dass Unternehmern die Wahlkarten in der Folge abgenommen wurden, um sie dann im Sinne einer bestimmten Fraktion auszufüllen.

Darüber hinaus dürften auch Hinweise auf eine nachträgliche Manipulation von Stimmzetteln vorliegen. Laut Bericht sollen bei 32 Stimmzetteln alle Listen mit Ausnahme des SWV durchgestrichen worden sein. Bei 26 davon wären „mindestens zwei unterschiedliche Schreibmittel/Schreibpasten“ festgestellt worden. Bei
vier Zetteln könnte es Veränderungen nach Eintragung der Kreuze gegeben haben.

2013 wurde übrigens ein parteiübergreifendes Abkommen geschlossen, das die Rolle der Fraktionen bei Bestellung und Retournierung der Wahlkarten einschränken sollte. Der SWV gibt nun im Rahmen seiner Wahlwerbung jedoch sowohl für die Bestellung eines Wahlkarten-Antrags als auch für dessen Abgabe nicht zuletzt die eigene Fraktion als Ansprechstelle an. Das hat seitens des ÖVP-Wirtschaftsbundes bereits zu Protesten geführt. SWVWien-Direktor Peko Baxant weist die Vorwürfe zurück. Für eine heiße Wahl Ende Februar ist jedenfalls gesorgt.


Dortiger Kommentar:
Es ist mehr als nur traurig. Eigentlich ist es widerlich. Aber es gibt auch Idealisten bei der Wirtschaftskammerwahl: http://www.strikepr.at/werbung-und-marktkommunikation-wirtschaftskammerwahl/ Für jene, die vom SWV nun enttäuscht sind, beim Wirtschaftsbund könnt ihr ein neue Heimat finden.

Anmerkung:
Bitte nicht, sonst kommen Sie vom Regen in die Traufe!
Sondern zu einer "kleineren Vertretung", wie Grüne oder NEOS!

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Ein armer alter Mann, dachte ich mir, als ich dem

Wiener Gastronomen, Willy Turecek,

bei einer PK. erstmals gegenüberstand.

Hier im Forum steht auch, wie er damals Gewalt angedroht hat, sodass ich mich .......!


Wo hat der Turecek überhaupt ein Lokal?

Bitte Email an: info@krebspatienten.at




553
Parteien ziehen Stellung zum Nichtraucherschutz / NEOS zum NICHTRAUCHERSCHUTZ
« am: Januar 31, 2015, 16:57:50 Nachmittag »





Von: Sandra Bittmann [mailto:sandra.bittmann@neos.eu]
Gesendet: Donnerstag, 29. Januar 2015 14:53
An: erlacher.dietmar@aon.at
Betreff: Ihre Anfrage zum Thema TabakG


Sehr geehrter Herr Erlacher!

Sie haben vor einiger Zeit eine Reihe von Fragen an unseren Parlamentsklub gerichtet, die unser Klubobmann Matthias Strolz an mich zur Beantwortung weitergeleitet hat.

Ich darf dazu Folgendes anmerken:

•   Ad generelles Rauchverbot in der Gastronomie:
Wir stehen nach wie vor dazu, dass wir ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie befürworten. Das ist die unveränderte Linie des Klubs seit der ersten Befassung mit dem Tabakgesetz im Verfassungsausschuss Anfang 2014.
Wie Sie vielleicht wissen, gibt es bei uns keinen Klubzwang zugunsten innerparteilicher Demokratie. Deshalb gibt es bei uns – wie auch in anderen Parteien – immer wieder abweichende Meinungen, die offen kommuniziert werden.
Beim Tabakgesetz muss es selbstverständlich nicht nur um eine langfristig haltbare und sinnvolle gesetzliche Lösung gehen, sondern auch um entsprechende Kontrolle. An diesem Manko krankt die derzeit bestehende Gesetzeslage. Welches Organ der Vollziehung mit der Kontrolle beauftragt wird, muss Gegenstand weiterführender Verhandlungen auf parlamentarischer Ebene sein. Dass diese Aufgabe nicht an Privatpersonen ausgelagert werden kann, liegt auf der Hand.

•   Ad Investitionsersatz:
Einen "Investitionsschutz" würden wir in Form einer vorgezogenen bzw. verkürzten Abschreibungsmöglichkeit (gegen Vorlage von Rechnungen) vorsehen – die konkreten Details sind im Rahmen der geplanten Novelle im Parlament zu diskutieren.

•   Jugendschutzalter 18 Jahre:
Das Thema Jugendschutz liegt, wie Sie wahrscheinlich wissen, kompetenzrechtlich bei den Bundesländern. Wir würden uns hier eine Vereinheitlichung der Standards wünschen, wie auch unserem Parteiprogramm zu entnehmen ist. Im Rahmen eines solchen Revisionsprozesses könnte auch das Thema Jugendschutz in Hinblick auf Tabak neu bewertet werden.
Grundsätzlich sehen wir aber eine Diskrepanz zwischen dem Umstand, dass junge Menschen in Österreich bereits mit 16 Jahren zur Wahl gehen, ihr Konsumverhalten aber nicht bestimmen können sollen. Wesentlicher ist uns deshalb, dass ein entsprechender Fokus auf Aufklärung und Prävention gelegt wird, damit Jugendliche mündige Entscheidungen für sich, ihr Leben und ihr Umfeld treffen können.

•   Ad Rauchverbot in Autos mit minderjährigen Kindern/keine (neuen) Zigarettenautomaten mehr:
Hierzu bestehen noch keine inhaltlichen Beschlüsse. Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, legen wir als Bürger_innenbewegung großen Wert darauf, dass unsere Positionen durch Themengruppen unter Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit und von Fachexpert_innen erarbeitet werden und schließlich durch unsere Mitglieder zur Beschlusslage werden. Eine interne Befassung mit diesen Themen wird natürlich erfolgen.

Für weitere Fragen/Anmerkungen stehe ich Ihnen natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen
Sandra Bittmann

Sandra Bittmann, Fachreferentin für Gesundheit, Familie & Jugend, Geschäftsordnung
NEOS - Das Neue Österreich und Liberales Forum
Parlamentsklub, Dr. Karl Renner Ring 3, 1017 Wien
sandra.bittmann@neos.eu
+43 1 40110 - 9035
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Die Bundesregierung im NEOS-Check: www.regierungsmonitor.at

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Blödsinn! die Hoteliersvereinigung hat schon 2009 beschlossen: Wir wollen keine Raucherräume ff.!

Da reden Leute, die nichts zu sagen haben, oder/und beim Abtreten sind (WKO-Wahl), wie der Hinterleitner!

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http://www.tourismuspresse.at/presseaussendung/TPT_20150130_TPT0004/nichtraucherschutz-raucher-lounges-als-loesung-ohne-verlierer




Nichtraucherschutz: Raucher-Lounges als Lösung ohne Verlierer
ÖHV-Appell: Gesundheitspolitik und Investitionsschutz dürfen einander nicht ausschließen

Wien (TP/OTS) - ÖHV: Beim Nichtraucherschutz zeichnet sich eine Lösung ab. Angepeilt werden internationale Standards, Top-Priorität haben die Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter. Raucherlounges gelten als Kompromiss, bei dem es keine Verlierer gibt.

Um mehr Sachlichkeit in die Debatte um den Nichtraucherschutz zu bringen, hat die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) ihre Mitgliedsbetriebe (also den größten Teil der österreichischen Qualitätshotellerie) befragt, wie sie den Nichtraucherschutz handhaben. "Daraus konnten wir klare Schlüsse ziehen und der Politik Fakten als Grundlage für die weitere Vorgehensweise liefern", erklärt ÖHV-Generalsekretär Dr. Markus Gratzer. Klare Aussage: Die Unternehmen erwarten von der Politik endlich eine Lösung, die hält!
Vollständiger Kostenersatz für Unternehmer

In jedem Fall muss die Politik Verantwortung für beschlossene Gesetze übernehmen: "Der Nationalrat kann nicht in einem Jahr Unternehmer zu einer Investition zwingen und im nächsten Jahr die Entscheidung widerrufen - wenn doch, muss er die Konsequenzen tragen", so Gratzer. Kolportierte Kosten von 20 Mio. Euro für den Bund bezweifelt er:
"Alleine die Top-Hotellerie hat 30 Mio. Euro investiert. Man kann die Betriebe nicht auf diesen Kosten sitzen lassen", fordert Gratzer eine vollständige Ersetzung der Kosten aus den Tabaksteuer-Einnahmen.
Raucher-Lounges: Win-Win-Situation

Als tragfähige Lösung sieht Gratzer die Raucher-Lounges. Laut ÖHV-Umfrage haben 28.6 % der Top-Hotels in Österreich damit eine Lösung gefunden, bei der es keine Verlierer gibt: "Sie sind räumlich klar von anderen Gasträumen abgetrennt, es gibt dort auch kein Service. Dort wird kein Gast oder Mitarbeiter zum Passivraucher, der das nicht will", so Gratzer. Werden Raucher-Lounges auch verboten, würden die Kosten für den Bund weiter steigen. "Und die Menschen rauchen auf der Straße. Das ist keine Lösung", gibt Gratzer zu bedenken. Die ÖHV vertritt 1.300 Top-Hotels mit 160.000 Betten. Sie repräsentieren rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Hotels in Österreich.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter www.oehv.at/presse
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Martin Stanits