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Nachrichten - admin

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Nach 1.6.2009 / 84 % für Arbeitnehmerschutz - Nichtraucherschutz
« am: Juli 18, 2009, 19:58:55 Nachmittag »


EU-Kommission will rauchfreies Europa

30. Juni 2009 | 02:36 | berlin | apa/ag.

Die EU-Kommission will ein "rauchfreies Europa bis 2012" schaffen. Die EU-Staaten sollen Gesetze zum Schutz ihrer Bürger vor Tabakrauch erlassen. Rauchen verursache nach wie vor die meisten vorzeitigen Todesfälle und Krankheiten in der EU, erklärte Gesundheitskommissarin Vassiliou am Dienstag in Brüssel.

In zehn EU-Ländern gibt es bereits umfassende Rechtsvorschriften für rauchfreie Zonen. Die strengsten Regelungen gibt es in Großbritannien und Irland, wo das Rauchen in geschlossenen öffentlichen Räumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und am Arbeitsplatz verboten wird. Bulgarien wird 2010 entsprechende Vorschriften erlassen.

Österreich hinkt in Sachen Raucherschutz hinter den meisten EU-Ländern her. Zuletzt hatte Vassiliou erklärt, die österreichische Regelung sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber für niemanden eine gute Lösung. Nicht für jene, die geschützt werden sollten, noch für Lokalbesitzer oder Behörden. Gründe seien die schwere Umsetzbarkeit und die notwendige Überwachung.

Laut einer von Eurobarometer vor kurzem durchgeführten Umfrage sind 84 Prozent der Europäer gegen das Rauchen im Büro und an anderen Arbeitsplätzen in geschlossenen Räumen. 77 Prozent treten für rauchfreie Restaurants ein und 61 Prozent unterstützen rauchfreie Bars und Gasthäuser.

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www.rauchfrei-dabei.at/de/news/aktuelles

rauchverbot: (© )

EU für rauchfreies Europa bis 2012

Die EU-Kommission setzt sich für ein flächendeckendes Rauchverbot ein. Bis 2012 sollen die Regierungen aller 27 Mitgliedsstaaten Gesetze zum umfassenden Schutz der BürgerInnen vor Tabakrauch erlassen und ungesetzt haben. Dazu zählt auch ein Rauchverbot an allen geschlossenen Arbeitsplätzen wie Bars, Cafes Restaurants und Diskotheken. EU-Kommissarin Vassiliou begründete ihren Vorstoß mit den Gesundheitsrisiken für PassivraucherInnen. Allein das Passivrauchen am Arbeitsplatz kostete nach Einschätzung der Kommission im vergangenen Jahr etwa 2.500 NichtraucherInnen das Leben. In einer Erhebung der EU-Kommission haben sich 84 Prozent der Befragten für ein Rauchverbot am Arbeitsplatz, 77 Prozent für rauchfreie Restaurants und 61 Prozent für Rauchverbote in Bars und Kneipen ausgesprochen.
Griechenland drückt die Zigaretten aus

Mit 1. Juli herrscht in allen öffentlichen Gebäuden, am Arbeitsplatz, in Cafés, Bars und Restaurants in Griechenland Rauchverbot. Ziel sei es, so Gesundheitsminister Dimitris Avramopoulos, die EU-Richtlinien zum Nichtraucherschutz konsequent umzusetzen.

Jugendliche Raucher:

60 Millionen an Tabaksteuer durch jugendliche RaucherInnen
Der österreichische Fiskus nimmt durch den Zigarettenverkauf an Jugendliche 60,5 Millionen Euro Tabaksteuer ein. Das geht aus einer Studie des Umwelthygienikers Manfred Neuberger hervor. Bei der Untersuchung wurde die Häufigkeit der qualmenden Elf- bis 17-Jährigen aus dem Jahr 2006 mit dem Tabaksteueraufkommen zusammengeführt. Die Minderjährigen kauften 31 Millionen Packungen.

Quelle: Der Standard
Jahresbericht Tabakpräventionsstrategie: (© VIVID)

Der neue Jahresbericht der Tabakpräventionsstrategie ist da!

Das PDF des Tabakberichts steht Ihnen zum Herunterladen in unserem Servicebereich zur Verfügung!
"Light-Zigaretten" in USA verboten
US-Tabakkonzerne dürfen ihre Produkte künftig nicht mehr als "light" oder "ultralight" anbieten, das hat der Senat in Washington kürzlich beschlossen. Zudem werden Zigaretten mit süßen oder fruchtigen Geschmackszusätzen, die vor allem auf Jugendliche abzielen, verboten.
In der EU und damit auch in Österreich wurden Bezeichnungen für Zigaretten wie "mild" oder "light" schon 2003 untersagt.
endlich Aufatmen: (© StGKK)

Rauchfrei per Mausklick
Mit dem Rauchen aufzuhören war noch nie so einfach: Denn seit kurzem können alle Steirerinnen und Steirer, die den Glimmstängel ein für alle mal ausdämpfen wollen, bequem vom PC zu Hause aus am interaktiven Rauchstoppprogramm der STGKK teilnehmen. Auf www.endlich-aufatmen.at finden sich per Mausklick zudem nützliche Infos für den Einstieg in den Ausstieg, einen Gewinnrechner, sowie ein Chatforum, indem sich angehende NichtraucherInnen mit Exraucherinnen und Exrauchern sowie Expertinnen und Experten austauschen können.
 
Nähere Informationen zu weiteren Entwöhnangeboten der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse erhalten Sie unter der Helpline-Nummer  0316/80 35 - 19 19 von Mo-Fr 10-12 Uhr und Di zusätzlich von 14 bis 16 Uhr

take control - Logo: (© VIVID)

Schnauze voll?
Mit dem kostenlosen "take control" Weniger Rauchen Kurs der steirischen Fachstelle für Suchtprävention gibt es nun erstmals in der Steiermark für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 25, die mit dem Rauchen aufhören wollen, professionelle Unterstützung. 

Information und Anmeldung unter www.vivid.at

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Nach 1.6.2009 / EU sieht Rauchverbot für gesamten öffentlichen Raum vor
« am: Juli 18, 2009, 19:48:03 Nachmittag »
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/eu/2083493/eu-sieht-rauchverbot-fuer-gesamten-oeffentlichen-raum-vor.story


EU sieht Rauchverbot für gesamten öffentlichen Raum vor

17.07.2009

Die EU-Kommission strebt bis 2012 strengere und in allen Mitgliedsstaaten einheitlich geltende Gesetze zum Schutz vor Tabakrauch an. Österreich muss gesetzlich nachbessern.


Eine neue Resolution sieht bis 2012 Maßnahmen im gesamten öffentlichen Raum - einschließlich Gastronomie und Verkehr - vor, Strafen und deren Sanktion werden verlangt, sagte Sylvia Hartl, Generalsekretärin der europäischen Lungengesellschaft (ERS), zur APA. Das derzeit in Österreich geltende Gesetz entspreche diesen Vorgaben in vielen Punkten nicht und müsse so gesehen geändert werden.

Am 30. Juni wurde in Brüssel eine Resolution verabschiedet, die alle Mitgliedsstaaten auffordert, bis 2012 im gesamten öffentlichen Raum in Gebäuden für Rauchfreiheit zu sorgen und einheitliche Gesetze einzuführen, so Hartl. Eingeschlossen sind diesmal auch öffentliche Fahrzeuge wie Firmenwagen, an ein Verbot in öffentlichen Räumen im Freien wird zum Teil ebenfalls gedacht. Erstmals beinhalte das 18-seitige Papier nicht nur grobe Empfehlungen sondern konkrete Vorschläge für den Inhalt von Gesetzen, erklärte die Generalsekretärin. Nach dem Motto "Führen Sie dieses und jenes ein und kontrollieren Sie es auch!" gebe die Kommission beispielsweise auch an, wer bestraft werden soll.

Das österreichische Gesetz würde der Resolution nicht entsprechen, vor allem weil Arbeitsplätze nicht lückenlos eingeschlossen sind, betonte Hartl. Die Wahlfreiheit sorge dafür, dass Gäste doch Tabakqualm ausgesetzt würden. "Das ist eigentlich gegen die Intention der EU", kritisierte sie. Besonders Kinder seien in Raucher-Gaststätten nicht ausreichend geschützt, da es kein Zutrittsverbot für Minderjährige gebe. Auch für Schwangere fehlen entsprechende Maßnahmen: Während der Arbeitgeber beim Heben von schweren Kisten gestraft werden, gebe es keine Sanktionen, wenn werdende Mütter Tabakrauch ausgesetzt würden.
Österreich Schlusslicht

"Dieses Gesetz ist sicher nicht europakonform und das hat man schon gewusst, als es verabschiedet wurde", kritisierte Hartl. "Österreich hat hier ein extrem schlechtes Gesetz mit zahlreichen Ausnahmeregelungen und Übergangsfristen." Bei der Gesundheitsvorsorge sei die Alpenrepublik aus diesem Grund nach wie vor europäisches Schlusslicht.

Zu den Problemkindern in der EU zählt auch Belgien. Dort gibt es eine Ausnahmeregelung für Bars. Als absolute Vorbilder gelten Irland und Italien. Interessant ist laut Hartl die jüngste Entwicklung in den USA: Präsident Barack Obama habe dort vor kurzem einem Gesetz zugestimmt, das vorsieht, dass Inhaltsstoffe von Tabakrauch wie bei anderen Genussmitteln kontrolliert werden müssen. Zigarettenkonsum soll damit künftig wie ein Lebensmittel behandelt und überprüft werden, erklärte Hartl. Dies sei eine absolute Neuerung.

Wenn das Gesetz tatsächlich beschlossen werde, seien verschiedene Effekte möglich. Die genaue Kontrolle der Inhaltsstoffe könnte von Konzernen auch als Schlupfwinkel genutzt werden, fürchtet die Generalsekretärin. Bei Beanstandungen könnten Tabakproduzenten Kleinigkeiten an der Zusammensetzung ändern, das Produkt während der langen öffentlichen Begutachtungsphase weiter verkaufen und bei neuerlichem negativen Bescheid einfach wieder und wieder geringfügig ändern.

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Nach 1.6.2009 / Drogenbeauftragte fordert weitgehendes Rauchverbot
« am: Juli 15, 2009, 13:20:57 Nachmittag »
Drogenbeauftragte fordert weitgehendes Rauchverbot

Auf Raucher kommen harte Zeiten zu: Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, plädiert für ein umfassendes Rauchverbot in Deutschland. Die SPD-Politikerin liegt damit auf einer Linie mit der EU, die den Tabakkonsum ebenfall massiv eindämmen will.

Düsseldorf - Die Bundesregierung forciert den Kampf gegen das Rauchen: "Der beste Gesundheitsschutz in Deutschland ist ein absolutes Rauchverbot in öffentlichen Räumen, Gaststätten und Hotels", sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing der "Rheinischen Post".

http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,633587,00.html

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Sonstiges / Wir sind gegen Tabakrauch - wer noch?
« am: Juli 15, 2009, 01:13:29 Vormittag »

http://www.billa.at/Layouts/dd_bi_subseite2006.aspx?folderId=50790&pageid=129847&AspxAutoDetectCookieSupport=1

Ist Rauchen out?

Mehr und mehr europäische Länder haben sich für strengere gesetzliche Regelungen entschieden, wie z.B. rauchfreie Arbeitsplätze, komplettes Rauchverbot auch in Restaurants, Kaffeehäusern und Bars, oder erhöhte Steuern auf Zigaretten, Werbeverbot und mehr Schutz für Kinder.

Warum rauchfrei?

Rauchen verursacht zahlreiche schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs (nicht nur der Lunge sondern unter anderem auch Krebs der Mundhöhle, der Speiseröhre, des Magens, der Bauchspeicheldrüse, des Kehlkopfes, der Harnblase). Weiters zählen zu den Erkrankungen, die eng mit dem Rauchen verknüpft sind, Blutgefäßverkalkungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Bronchitis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür, Knochenschwund, Zahnfleischentzündung, und Grauer Star, und die Liste könnte noch fortgesetzt werden.

Gründe, um aufzuhören

Außer dem erhöhten Risiko, an chronischen Krankheiten zu leiden, gibt es noch viele andere Gründe aufzuhören:

    * Mundgeruch
    * verfärbt Zähne und Finger
    * Husten/Halsweh
    * Atemstörungen, Beeinträchtigung der Atmung
    * schnellere Alterung der Haut
    * Rauchen ist teuer


Rauchen aufhören und zunehmen?

Viele Raucher und vor allem Raucherinnen haben große Angst zuzunehmen, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören. Es stimmt zwar, dass viele RaucherInnen während der Entwöhnung tatsächlich zunehmen, im Durchschnitt sind es aber nur 2,3 kg. Oft kommt es deshalb zur Gewichtszunahme, weil als Ersatzhandlung zum Rauchen gegessen wird. Überlegen Sie sich bessere Ersatzhandlungen: z. B. ein Glas Wasser trinken, wenn der Gusto nach einer Zigarette kommt, oder einen Kaugummis essen, oder – am besten – Sport. Das nimmt auch der drohenden Gewichtszunahme den Schrecken.

(Nicht) Rauchen am Arbeitsplatz

Laut ArbeitsnehmerInnenschutzgesetz müssen Nichtraucher vor den Einwirkungen des Tabakrauches geschützt werden. Nach dem Tabakgesetz gelten seit 1. Jänner 2005 Rauchverbote in Räumen öffentlicher Orte. Das Rauchverbot gilt ebenfalls, wenn Raucher und Nichtraucher gemeinsam in einem Arbeitsraum arbeiten.


Rauchen & Ihre Gesundheit

Jugendliche gefährdet

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Nach 1.6.2009 / Arbeiten in der Gastronomie: Job für Selbstmörder?
« am: Juli 14, 2009, 13:16:56 Nachmittag »

2009-07-10 / 17:04:11 / SPÖ-Parlamentsklub

SPÖ-Tourismussprecherin Silhavy begrüßt Klarstellung durch Bundesminister Stöger

Utl.: Gesundheitsschutz für schwangere Kellnerinnen hat oberste Priorität

   Wien (SK) - "Die Gesundheit von schwangeren Kellnerinnen hat
oberste Priorität, daher begrüße ich außerordentlich den Erlass von
Gesundheitsminister Stöger", so SPÖ-Tourismussprecherin Heidrun
Silhavy am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Dieser Erlass
stellt klar, dass Betroffene für die Zeit der Übergangsregelung
Arbeitsverbot und Anspruch auf Wochengeld haben. Lokale mit einer
Größe über 50m2 müssen ihren Raum teilen - für die Zeit des Umbaus
ist im Tabakgesetz eine Übergangsregelung beschlossen worden. "Diese
Regelung schützt die werdenden Mütter und regelt in fairer Weise auch
die Frage des Entgeltersatzes", so Silhavy abschließend. ****
(Schluss) up/cv
Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
   Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0269    2009-07-10/17:04
101704 Jul 09

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2 Räume, und diese zusammen unter 50 qm?
Noch nie untergekommen.


Hast du schon einmal eine dem Gesetz entsprechende Raumtrennung gesehen?

Oberster Gastroboss Hinterleitner meint glaublich, dass 2/3 dies bereits haben und 1/3 noch durchführen.
Wo sind die 2/3? Alle in seiner Ortschaft in Kärnten, in ........?

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Sonstiges / Schädliche Tabakrauch-Partikel auch auf Haut und Kleidung
« am: Juli 11, 2009, 21:00:26 Nachmittag »
Schädliche Tabakrauch-Partikel auch auf Haut und Kleidung

28.01.09.
Experten warnen vor Gefahren durch «Third Hand Smoke» – Kleinkinder besonders gefährdet

New York (AP) Nicht nur Passivrauchen gefährdet die Gesundheit: Beim Zigarettekonsum setzen sich giftige Feinstaubpartikel des Rauchs auch in den Haaren, auf der Haut und auf der Kleidung ab. Neben dem aktiven und passiven Rauchen schädige auch dieser «Third Hand Smoke» die Gesundheit, warnen Mediziner.

Tabakrauch enthält Studien zufolge rund 250 giftige Verbindungen, darunter Arsen und Blausäure, Metalle wie Chrom und Kadmium, das Lösungsmittel Toluol, Kohlenmonoxid oder das radioaktive Polonium-210. Elf Verbindungen gelten als extrem krebserregend. Diese Stoffe gefährden vor allem Kleinkinder, wie der Kinderarzt Jonathan Winickoff von der Universität Harvard im Fachblatt «Pediatrics» betont. «Wenn ein Raucher Kontakt mit einem Baby hat, kommt es mit diesen Giftstoffen in Kontakt, auch wenn er gerade nicht raucht», sagt der Forscher.

Kleinkinder reagieren zum einen äußerst empfindlich auf die Substanzen, außerdem nehmen sie den feinen Staub, der sich etwa auf dem Boden, auf Möbeln oder auf Spielzeug absetzt, etwa beim Krabbeln und Lutschen besonders stark durch Nase und Mund auf. Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine hohe Belastung mit den Stoffen die neuronale Entwicklung und etwa die Entwicklung des Lesevermögens verzögert.

Und auch wenn Raucher nach der Zigarette die Wohnung noch so sehr durchlüften, geben die Forscher keine Entwarnung. Die Feinstaub-Partikel ließen sich noch lange nach dem Zigarettenkonsum nachweisen, mahnen sie.

(Quelle: «Pediatrics», Vol. 123: e74-e79)

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Neuer Report zum Gesundheitsrisiko durch Passivrauchen für Beschäftigte in der Gastronomie

29.01.08.

Der Report präsentiert die erste deutsche Vergleichsmessung der Schadstoffe in gastronomischen Betrieben vor und nach Einführung der Landesgesetzgebung zum Nichtraucherschutz. Weiterhin gibt die Publikation eine Zusammenfassung der internationalen Datenlage zum Gesundheitszustand von Mitarbeitern in der Gastronomie. Raucherräume und Lüftungsanlagen sind keine Alternative – daher ist ein umfassender Schutz vor Passivrauchen ohne Ausnahmeregelungen zu fordern.

Die Beschäftigten in der Gastronomie arbeiten nach wie vor an den am stärksten durch Schadstoffe des Tabakrauchs belasteten Arbeitsplätzen in Deutschland: In einem ersten deutschen Report zur Gesundheitsgefährdung von Beschäftigten in der Gastronomie legt das Deutsche Krebsforschungszentrum Messdaten zur Schadstoffbelastung in Raucherräumen und in unmittelbar angrenzenden Nichtraucherbereichen vor. Diese Messungen machen deutlich, dass das Bedienungspersonal weiterhin den Gesundheitsgefahren durch Passivrauchen am Arbeitsplatz ausgesetzt ist.

Der Report zeigt auch auf, unter welchen Folgeschäden Beschäftigte in der Gastronomie leiden: akute Gesundheitsstörungen wie brennende, gerötete Augen, Reizungen des Rachens und der unteren Atemwege, Husten und Kopfschmerzen bis hin zu einer veränderten Lungenfunktion sowie als langfristige Gesundheitsbedrohung eine Risikoerhöhung für Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs. Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums, Prof. Dr. med. Otmar D. Wiestler, fordert daher die Politik auf, für Deutschland einen umfassenden Schutz vor Passivrauchen an allen Arbeitsplätzen zu gewährleisten: “Raucherräume sind gesundheitsgefährdend und stellen eine permanente Gefahrenquelle für die Innenraumluft von Gebäuden dar.” Raucherräume und/oder Lüftungssysteme stellen keine gesunde Alternative zu einer rauchfreien Gastronomie dar. Nur eine umfassend rauchfreie Gastronomie gewährleistet einen wirksamen Schutz vor Passivrauchen.

Eine Zusammenfassung der wesentlichen Argumente aus der Wissenschaft zu Raucherräumen und Lüftungssystemen wird für die Politik zeitgleich mit dem Report herausgegeben.

Der Report “Erhöhtes Gesundheitsrisiko für Beschäftigte in der Gastronomie durch Passivrauchen am Arbeitsplatz” sowie das Factsheet “Raucherräume und Lüftungssysteme: Keine Alternative zur rauchfreien Gastronomie” ist einzusehen unter: www.tabakkontrolle.de sowie als Druckexemplar zu bestellen bei der Stabsstelle Krebsprävention unter folgender Mailadresse: who-cc@dkfz.de oder 06221-42 3008.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) e.V.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

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Nach 1.6.2009 / Kinder und Krebs - Passivrauch ist ein gefährlicher Schadstoff
« am: Juli 06, 2009, 17:58:06 Nachmittag »
 
SPÖ Niederösterreich / 06.07.2009 / 12:41 / OTS0157 5 II 0244 NSN0002

APA-OTS-Aussenung: http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090706_OTS0157&ch=politik
   
LRin Scheele: Unseren Kindern zuliebe - rauchfrei im Auto

Utl.: Passivrauch ist ein gefährlicher Schadstoff


St. Pölten (SPI) - Die Ferien sind für viele
NiederösterreicherInnen mit Autofahrten in den Urlaub oder zu
Ausflügen verbunden. "Wenn im Auto geraucht wird, ist die Belastung
durch Passivrauch enorm groß. Kinder reagieren auf diesen
Passivrauch, der einen gefährlichen Innenraumschadstoff darstellt,
besonders sensibel. Plötzlicher Kindstod, Asthma, Ohrenentzündungen,
Atemwegsbeschwerden und vieles mehr können die Folgen von Passivrauch
bei Kindern sein", macht NÖ Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin
Scheele aufmerksam. Bei Erhebungen gab jedes dritte befragte Kind im
Alter zwischen 10 -15 Jahren an, dass zu Hause täglich geraucht wird.
Bei einem Fünftel dieser Altersgruppe rauchen Familienmitglieder auch
während der Autofahrten in Anwesenheit von Kindern.****

Mehr als 70 Substanzen im Rauch sind nachweislich krebserregend. Im
kleinen Innenraum eines Autos sind die Schadstoffe besonders
konzentriert. Bereits eine einzige im Auto gerauchte Zigarette
verursacht binnen fünf Minuten eine potenziell gefährliche
Schadstoffkonzentration.

Auch die Kohlenmonoxidwerte steigen deutlich
an. Ein geöffnetes Fenster hilft nur begrenzt. Darüber hinaus setzen
sich die Schadstoffe im Auto ab. Giftige Substanzen werden dann auch
abgegeben, wenn im Moment gerade nicht im Auto geraucht wird. "Wir
haben daher gemeinsam mit den Kinderfreunden die Initiative ‚Unseren
Kindern zuliebe.

Rauchfrei im Auto.’ ins Leben gerufen. Wir wollen
mit Au
fklebern am Auto auf die Gefahr durch Passivrauch im Auto
aufmerksam machen", erläutert LRin Scheele abschließend. Die
Aufkleber können auf der Homepage der Kinderfreunde
www.noe.kinderfreunde.at bestellt werden.

(Schluss) kr

Rückfragehinweis:


   Rita Klement
   Pressereferentin
   
   rita.klement@noel.gv.at
   
   0676/7007309
   02742/9005/12560


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Sonstiges / Rauchverbote in anderen Staaten .......
« am: Juli 02, 2009, 02:15:06 Vormittag »
Mittwoch, 1. Juli 2009

Ausland: Verschärftes Rauchverbot in Griechenland in Kraft getreten

Athen – In Griechenland ist am Mittwoch ein verschärftes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden in Kraft getreten. Von nun an ist Rauchen in Krankenhäusern, Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln und anderen öffentlichen Räumen verboten. Laut einer in letzter Minute aufgenommenen Klausel dürfen Unternehmen und Behörden mit mehr als 50 Mitarbeitern aber bei einer entsprechenden Einigung zwischen Belegschaft und Führungsebene einen Raucherraum einrichten. Lokale, die größer sind als 70 Quadratmeter, dürfen einen gesonderten Raucherraum haben. Kleinere Lokale müssen sich entscheiden, ob sie reine Raucherkneipe sein wollen oder das Rauchen vollständig verbieten.

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37194/Verschaerftes_Rauchverbot_in_Griechenland_in_Kraft_getreten.htm

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Sonstiges / Raucher haben auch mehr Probleme mit .....
« am: Juni 28, 2009, 15:36:07 Nachmittag »
Raucher haben nachweislich ein erhöhtes Unfall- und Verletzungsrisiko, denn ihre Konzentration lässt schneller nach und das Rauchen lenkt sie ab. Häufiger als Nichtraucher sind Raucher daher in Erste-Hilfe-Stationen und Rettungsstellen anzutreffen. Jetzt wollen Wissenschaftler des Universitätsklinikums Charité erforschen, ob die Erste Hilfe-Station ein geeigneter Ort ist, um Nikotinabhängige zum Rauchstopp zu bewegen.

"Wir wollen die Patienten noch vor Ort ansprechen und ihre Motivationslage für eine Änderung ihres Rauchverhaltens diskutieren", sagt Professor Dr. Claudia Spies, Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin der Charité, Campus Mitte. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt das auf drei Jahre angelegte Projekt mit rund 320.000 Euro.

Die Folgen der Nikotinsucht sind weltweit der größte Risikofaktor für Krankheit und Tod. In Deutschland rauchen rund 20 Millionen Menschen zwischen 18 und 59 Jahren. Mit gravierenden Folgen: 110.000 bis 140.000 Menschen sterben hierzulande jährlich an den Auswirkungen des Tabakkonsums – etwa 380 Personen pro Tag.

Die Forschergruppe an der Charité unter Leitung von Professor Spies konnte bereits in einer Studie über gefährlichen Alkoholkonsum zeigen, dass mehr als die Hälfe der verunglückten Männer und fast 40 Prozent der betroffenen Frauen Raucher waren. "Ziel unserer neuen Studie ist es zu zeigen, dass es auch in einer Rettungsstelle trotz beschränkter Ressourcen und begrenzter Zeit möglich ist, den Patienten zum Rauchstopp zu motivieren und somit einen deutlichen Rückgang des Rauchens zu bewirken", erläutert Spies.

Zunächst wird der Patient gebeten, computergestützt Fragebögen auszufüllen – sofern es sein körperlicher und mentaler Zustand ermöglicht und er mit der Befragung einverstanden ist. In einem anschließenden kurzen und intensiven Einzelgespräch wird die Motivationslage zur Änderung des Rauchverhaltens ermittelt. Der Patient erhält danach einen mündlichen Ratschlag und eine Broschüre zur Tabakprävention, die auf sein Motivationsstadium zugeschnitten ist. Innerhalb der kommenden vier Wochen schließen sich vier Telefonkontakte an, um die Wirksamkeit des Rauchstopps zu überprüfen. "Nur die Kombination aus Intervention und einer mindestens vierwöchigen Nachbetreuungsphase führt zu höheren Abstinenzraten in der Gruppe der behandelten Raucher", so Claudia Spies. Das zeigten Raucheruntersuchungen in Krankenhäusern. Sollte sich diese erstmals in einer deutschen Rettungsstelle angewandte Methode als wirksam erweisen, ist eine umfassende Einführung des Programms in Rettungsstellen von Krankenhäusern vorgesehen.

"Den meisten Rauchern gelingt es nicht aus eigener Kraft, das Rauchen einzuschränken oder gar dauerhaft aufzugeben", sagt Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. "Denn Rauchen ist weder Laster noch Leidenschaft, sondern eine Sucht. Und Süchtige benötigen professionelle Hilfe, um ihr Verhalten nachhaltig zu ändern." Für die Deutsche Krebshilfe ist das Projekt an der Charité daher ein wichtiger Schritt in Richtung einer ausreichenden, flächendeckenden und differenzierten Beratung, Betreuung und Behandlung von Nikotinsüchtigen.

Infokasten: Hilfreicher Ratgeber

Über die Förderung richtungweisender Projekte hinaus bietet die Deutsche Krebshilfe mit ihrem Ratgeber "Aufatmen – Erfolgreich zum Nichtraucher" ein Ausstiegsprogramm an, das jeder Raucher seinen persönlichen Verhältnissen anpassen kann. Dazu gehört die bewusste praktische und psychologische Vorbereitung auf den Rauchstopp ebenso wie das Trainieren des Durchhaltevermögens und die Annahme einer neuen Nichtraucher-Identität. Darüber hinaus finden sich in der Broschüre Informationen für den Partner, Buchempfehlungen, eine Übersicht über Nikotin-Ersatzpräparate sowie eine Aufstellung und Bewertung verschiedener Methoden zur Tabakentwöhnung. Den Ratgeber "Aufatmen – Erfolgreich zum Nichtraucher" und viele andere Informationen gibt es kostenfrei bei:

Deutsche Krebshilfe
Postfach 14 67
53004 Bonn
Fax: 0228/ 72 99 0-11
E-Mail: deutsche@krebshilfe.deDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können und im Internet unter
http://www.krebshilfe.de

4993
Sonstiges / Raucherschaden ...........
« am: Juni 26, 2009, 21:57:03 Nachmittag »

4995
Nach 1.6.2009 / Nichtraucherschutz oder Raucherschutz? Medienberichte .........
« am: Juni 24, 2009, 04:11:42 Vormittag »


kleine zeitung

Der Weg vom Raucher zum Nichtraucher


Es war am 3. Juni 2009: Zigaretten wurden zwar keine angezündet im Gustav-Mahler-Saal des Hotel Sacher in Wien, aber kräftig aufgeraucht hat es trotzdem! Vor allem die Statistiken um Steigerungsraten bei den Rauchern, Zahlen von Passivrauchtoten und Argumente für oder gegen die Wirtschaftlichkeit des Rauchens in Lokalen sorgten für einigen Zündstoff.

Als wir uns letztes Jahr zum gleichen Thema getroffen haben, waren 23 Prozent aller Österreicher Raucher. Und im Guinness Buch der Rekorde 2008 war Österreich als das Land mit den meisten Rauchern angeführt. Hat sich daran etwas geändert?

Manfred Neuberger: Vorweg: Wir haben nicht mehr Raucher in Österreich als im Durchschnitt der EU, wir haben nur mehr rücksichtslose Raucher. Und ja, das Rauchen selbst hat bei uns leider eher zugenommen im Gegensatz zu Nordamerika, zu Australien und zu Westeuropa, wo das Rauchen abgenommen hat. Selbst in den Nachbarländern wie der Schweiz finden wir eine wesentlich niedrigere Raucherquote bei den unter 15-Jährigen. Was mir Sorgen macht, ist, dass wir bei dieser Altersgruppe europaweit an der Spitze liegen und das ist ein "Erfolg" der Tabakindustrie.

Dietmar Erlacher: Nach China hat Österreich die höchsten Steigerungsraten. Das hat uns dazu bewogen, 18 Trafiken zu befragen. Wir haben gefragt, wie der Zigarettenumsatz im ersten Quartal 2009 im Gegensatz zum Quartal des Vorjahres war. Die Antwort: Zwischen 18 und 24 Prozent höher als im Vorjahr, das heißt, dass in den Gaststätten "angeblich" nicht mehr geraucht werden darf, spiegelt sich im Konsum nicht wider ...

Helmut Hinterleitner: ... das stimmt aber rechnerisch nicht ...

Erlacher: Ich oute mich hiermit als jener Sheriff, der in Österreich über 1000 Anzeigen gegen Gastwirte wegen Nichteinhaltung der Nichtraucherbereiche den Behörden übergeben hat. Unsere Erhebungen zeigen, dass sich ca. 90 Prozent der Lokale nicht an das neue Tabakgesetz halten.

Hinterleitner: Die Gastronomie darf nicht Spielball der Betrachtungen werden. Und zum Passivrauchen: Da werden wahllos Zahlen von Toten genannt, von denen die Experten selber sagen, dass sie da nicht sicher sind. Wenn im Verhältnis zu den deutschen Zahlen bei den Passivrauchtoten die österreichischen überproportional sind, dann frage ich mich, auf welche Zahlen man da zurückgreift.

In der Steiermark haben sich 416 Gastronomen für rauchfrei entschieden. Wie ist das Feedback dieser rauchfreien Gastronomen?

Helmut Hirt: Die, die sich dafür entschieden haben, profitieren davon. Wir haben ein bekanntes Lokal in der Grazer Innenstadt, das macht sogar mehr Umsätze als vorher. So tragisch ist es also nicht mit den Umsatzeinbußen ...

Hinterleitner: ... Sie haben aber 7000 Betriebe in der Steiermark ...

Hirt: Sie hören nicht, wie unzufrieden Ihre Mitglieder mit dieser momentanen Regelung sind! Sie gehören offenbar zur Minderheit der Gastronomieinhaber, die glauben, mauern ist das Prinzip.

Patricia Tschabitscher: Es wäre viel einfacher, es gäbe ein generelles Rauchverbot. Alle wären zufriedener und nicht mehr so verwirrt. Die Trennnungen, die heute bestehen, also eine Raucherzone und fünf Meter weiter der Nichtraucherbereich, ist so, als ob man die Pinkler und Nichtpinkler in einem Swimmingpool trennen würde.

Hinterleitner: Mir geht es darum, dass viele kleine Betriebe Existenzprobleme haben. 5000 Betriebe und 13.000 Arbeistplätze wären gefährdet. Das ist die Hochrechung der Situation, wie sie sich in Irland dargestellt hat.

Hirt: ... und tausende Tote sind Ihnen egal? Die Nichtraucher sind mündig geworden und lassen sich das nicht länger gefallen. Sie sind die Mehrheit. Der Wirt lebt derzeit von der Toleranz der Nichtraucher.

In anderen Ländern funktionieren Nichtraucherlokalen ja auch ...

Hinterleitner: Ich bin es leid zu sagen, warum das in anderen Ländern funktioniert und bei uns nicht. Im Süden haben sie andere klimatische Bedingungen. Da gehen die Raucher ins Freie. In Irland sind die Innenhöfe – teilweise temperaturgeschützt – überdacht. Man sieht es an Deutschland: Da hat man das Rauchverbot militant eingeführt und jetzt korrigiert und versucht man die Kurve zu kratzen. In Bayern sind tausende Wirtshäuser zu Vereinen umstrukturiert worden.

Neuberger: Es gibt keine Evidenz dafür, dass ein generelles Rauchverbot zu Geschäftsverlusten führt, außer für die Tabakindustrie. Und weil Sie Bayern angesprochen haben: Die Gastro-Umsätze dort sind seit dem Rauchverbot rasant gestiegen. Wenn man in der österreichischen Bevölkerung fragt, sind 63 Prozent für ein Rauchverbot, das entspricht genau dem Prozentsatz von Irland vor dem Verbot. Und schon ein Jahr nach dem Verbot hatten die Befürworter in Irland auf 93 Prozent zugenommen, weil 80 Prozent der Raucher erkannten, dass es auch für sie gut ist.

Was gibt es da in Österreich noch zu tun?

Michael Kunze: In den nordischen Ländern, die genau den selben Nikotinkonsum haben wie die Österreicher – und zwar aufs Gramm oder Milligramm gerechnet – gibt es auch alternative Formen des Nikotins. Die Zukunft wird sicher Substitutionsprodukte bringen müssen und die gibts ja bereits. Die Zigarette ist ein Auslaufmodell, gar keine Frage! Außerdem kostet ja die Behandlung eines onkologischen Patienten unglaublich viel Geld!

Was tut die Steiermark hinsichtlich Tabakprävention?

Waltraud Posch: Wir gehen davon aus, dass Sucht viele Ursachen hat und daher auf vielen Ebenen Aktivitäten gesetzt werden müssen. Kampagnen sind ebenso ein Mosaikstein wie Weiterbildungen für Gesundheitsberufe, Prävention in Kindergärten und Schulen und Tabakentwöhnungskurse. Ob Jugendliche zur Zigarette greifen oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab. Bislang ist es leider so, dass Rauchen cool ist, weil es Erwachsenenstatus hat.



Gewohnheiten
 
Die Rauchgewohnheiten der SteirerInnen: Derzeit rauchen rund 21,5 Prozent der stei-rischen Bevölkerung ab 15 Jahren, wobei 16,9 Prozent angeben täglich zu rauchen. (Männer: 21, 5 und Frauen 12,5 Prozent. (Quelle: Vivid)