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Nachrichten - admin

4861
Sonstiges / 1.12.09 bis 31.1.2010: Ich als Gesundheitsminister meine .........
« am: Januar 14, 2010, 13:07:44 Nachmittag »

http://www.vienna.at/news/politik/artikel/warnung-fuer-wirte/cn/news-20100114-10304297

14.1.2010

Warnung für Wirte

Rauchverbot: Gesundheitsminister Stöger kündigt Kontrollen und Strafen an.

Demnächst wird es ein Volksbegehren für ein „Rauchverbot in Lokalen“ geben; die Bürgerinitiative hat schon mehr als 71.000 Unterstützer(innen). Wir nehmen an, dass Sie als Gesundheitsminister erfreut darüber sind.

Stöger: Ich bin über jede Initiative erfreut, die dazu beiträgt, dass Menschen aufhören zu rauchen.

Die Initiative ist ein Aufstand gegen die geltende Regelung, derzufolge es etwa möglich ist, in Lokalen in abgetrennten Bereichen zu rauchen. Sie selbst haben schon kritisiert, dass viele Wirte diese Regelung nicht einhalten. Sind Sie letztlich also für ein generelles Rauchverbot?

Stöger: Die Wirte haben dem Nationalrat eine Kompromisslösung abgerungen. Und ich erwarte mir, dass sie sich daran halten. Wenn sie das tun, dann sinkt die Zahl der Räume, in denen geraucht wird. Und das unterstützt wiederum Menschen auf ihrem Weg zum Nichtraucher.

Die Kompromisslösung ist unter Ihrer Vorgängerin Kdolsky (ÖVP) zustande gekommen. Sind Sie zufrieden damit?

Stöger: Der Nationalrat hat die Lösung beschlossen. Über den Inhalt kann man immer streiten. Einige meinen, ein generelles Rauchverbot wäre besser. Die Mehrheit der Wirte hat sich dagegen ausgesprochen, aber die Verpflichtung übernommen, die nunmehrige Lösung einzuhalten. Das wollen sie jetzt nicht. Sie glauben, sie könnten sich durchschwindeln. Das kann es nicht geben. Daher werden wir eine Evaluierung vornehmen und dann die Kontrollen massiv verstärken und jedenfalls Strafen aussprechen.

Europaweit geht der Trend zu einem Rauchverbot in Gastronomiebetrieben. Daher noch einmal die Frage, ob Sie auch dafür sind?

Stöger: Ich bin jedenfalls für ein Rauchverbot in den Räumen, in denen ich lebe.

Und in den Gastronomiebetrieben?

Stöger: Das Rauchverbot ist eine rechtliche Frage. Es wird immer Menschen geben, die rauchen. Es geht darum, das Rauchen einzuschränken. Wir haben schon viele Verbesserungen erreicht. Vor 20 Jahren ist wesentlich mehr geraucht worden. In Unternehmen wird kaum noch geraucht; jetzt setzen wir bei den Gastronomiebetrieben entsprechende Schritte.


Anmerkung:
Mir ist ein großes Strafamt in Österreich bekannt, welches (gesetzeskonform?) bereits seit ca. 4 Wochen täglich Lokale auf den Nichtraucherschutz lt. Tabakgesetz kontrolliert, sowie oberste Organe einer Landeshauptstadt, mit "Masterplan für den Nichtrraucherschutz", die seit 2.1.2010 im Einsatz sind, auf Grund unserer zig Anzeigen.



4862
Sonstiges / 13.1.10 bis ....: Therme Loipersdorf, danke! Und ..........!
« am: Januar 14, 2010, 01:01:23 Vormittag »
Von: krebspatient-krebsforum [mailto:krebspatient-krebsforum@utanet.at]
Gesendet: Mittwoch, 13. Jänner 2010 23:50
An: 'Mag. Peter Kospach'; 'Manfred Körper'; 'Franz Radl'
Cc: 'franz.voves@stmk.gv.at'; 'bettina.vollath@stmk.gv.at'; 'bhff@stmk.gv.at'; 'post.ai11@arbeitsinspektion.gv.at'
Betreff: Therme Loipersdorf seit 11.1.2010 für Nichtraucherschutz! 2008: 11.000 Tote durch Tabakkonsum und 1.029 Passivrauchtote!
Wichtigkeit: Hoch

     
                         K f K
  Verein Krebspatienten für Krebspatienten
Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                     Österreich
    Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
Initiative Rauchfreie Gaststätten: www.sis.info
Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
    Tel. 01-577-2395, Mobil 0650-577-2395
kontakt@krebspatient.at  www.krebsforum.at
    Dietmar Erlacher, Bundesobmann



Sehr geehrter Herr Geschäftsführer Mag. Kospach,
sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre Gäste und Beschäftigten, und etliche Organisationen mit zehntausenden Mitgliedern, freuen sich über diesen Schritt zur Rauchfreiheit in der Therme Loipersdorf. Damit halten Sie sich seit 11.1.2010 an das Gesetz seit 1.1.2005(!).

Ihre Entscheidung, dass die Therme Loipersdorf ab sofort rauchfrei ist, haben wir bereits im Internet mehrfach bekannt gegeben, so auch im neuen Facebook für „Generell Rauchfreie Lokale“; Besuche wurden bereits angekündigt! Dort sind nach nicht einmal 4 Wochen bereits 70.000 Mitglieder, die ein Volksbegehren mit 100.000 Stimmen vorbereiten:  http://www.facebook.com/topic.php?topic=12149&post=58256&uid=207474724730#/group.php?gid=207474724730&ref=nf   

Wir sind für die Einhaltung des gesetzlichen Nichtraucherschutzes und gegen Unlauteren Wettbewerb. Wir sind für das Anzeigen von Lokalbesitzer (bisher über 4.000), die sich seit 1.1.2009 bzw. seit 1.1.2005 nicht an das Gesetz für den Nichtraucherschutz halten. Zum Letzteren: Das sind Einkaufszentren (außer z. B. Graz/Seiersberg) und Öffentliche Gebäude, wie im Gesundheitsministerium oder im AKH Wien. In 11 bundesweiten Pressekonferenzen haben wir jedes Mal hunderte Anzeigen übergeben, in Graz, wie auch am 13.8.09 in Klagenfurt. Dass dieses Paket von 225 Anzeigen „verschwunden“ ist, alle Anzeigen aufwändig neu erstellt wurden, nochmals der Behörde übergeben werden mussten, ist betrüblich. Dass nach weiteren 4 Monaten das LKH Klagenfurt, LKH Villach, ÖBB Klagenfurt und Villach, weitere 50 Lokale in Villach, immer noch nicht den Nichtraucherschutz einhalten, ist eine Frechheit. Wir werden darüber detailliert den Volksanwalt Dr. Kostelka, den Vorsitzenden der Landeshauptleutekonferenz Landeshauptmann Niessl, etc., informieren.

Damit Ihre Therme nicht der rauchenden Konkurrenz unterliegen muss, laden wir auch Sie ein, uns offizielle oder anonyme Anzeigen zu senden:  http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Erlacher, Krebspatient

PS: Durch diesen „Erfolg“ angespornt, werden wir in den nächsten Tagen rund 300 Lokale besuchen und fast ebenso viele Anzeigen an die Behörden senden.

ABSCHRIFT:
Alois Stöger diplome, BM. für Gesundheit
Reinhold Mitterlehner, Dr., BM. für Wirtschaft, Familie und Jugend
Rudolf Hundstorfer, BM. für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Herbert Tumpel, Arbeiterkammer Präsident (Arbeitnehmerschutz)
Erich Foglar, Gewerkschafts-Präsident (Arbeitnehmerschutz)
Androula Vassiliou, EU-Gesundheitskommissarin
Vladimir Spidla, EU-Sozialkommissar
Peter Kostelka, Dr., Volksanwalt
Werner Faymann, SPÖ
Josef Pröll, ÖVP
Glawischnig, Grüne
fallw. an SR. Mag. Birbaumer, Öffentlichkeitssprecher aller Wr. Bezirksämter
u. a., wie z. B.
Ihre Gemeinde-, Bezirks- und Landespolitiker und ggf. Medienvertreter, da Sie mit Ihrer Therme im Öffentlichen Interesse stehen.

4863
Sonstiges / Re: 13.1.10 bis ........: Arbeitsinspektorat zum Fall Loipersdorf
« am: Januar 13, 2010, 22:48:31 Nachmittag »
 Re: 13.1.10 bis .................: Arbeitsinspektorat zu Loipersdorf!
« Antworten #3 am: Heute um 09:37:55 pm » Zitat 

--------------------------------------------------------------------------------


Arbeitsinspektorat Graz
Arbei t s ins pek t orat Graz
8 0 4 1 Gr a z , L i e b e n a u e r Ha u p t s t r a ße 2 - 6 , S t i e g e D • T e l . : 0 3 1 6 4 8 2 0 4 0 • F a x : 0 3 1 6 4 8 2 0 4 0 9 9
E-Ma i l : p o s t . a i 1 1@a r b e i t s i n s p e k t i o n . g v . a t • DVR: 0 5 0 1 5 9 0
www. a r b e i t s i n s p ek t i o n . gv . at
Verein für Krebspatienten für
Krebspatienten
Netzwerk Onkologischer
Selbsthilfegruppen Österreichs
______________________________
Name/Durchwahl:
DI Gerhard Esterl / 10
Geschäftszahl:
080-199/2-11/09
Ihre Zahl/Ihre Nachricht vom:
______________________________
Antwortschreiben bitte unter Anführung der Geschäftszahl
und, falls technisch möglich, an die E-Mail Adresse
post.ai11@arbeitsinspektion.gv.at richten.

Graz, 22. Dezember 2009

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ihre Mitteilung betreffend der Therme Loipersdorf betrifft ausschließlich Übertretungen des
Tabakgesetzes.
Für die Überprüfung der Einhaltung des Tabakgesetzes ist die Arbeitsinspektion nicht
zuständig.
Zuständige Behörde für die Vollziehung des Tabakgesetzes ist die
Bezirksverwaltungsbehörde, die von Ihnen ja bereits informiert wurde.
Aus dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt (fehlende Kennzeichnung, Rauchen neben
der Warteschlange) ergeben sich keine Übertretungen von
Arbeitnehmerschutzbestimmungen.
Sollten Ihnen Übertretungen von Arbeitnehmerschutzvorschriften (z.B. § 34
ArbeitnehmerInnenschutzgesetz - ASchG, BGBl. Nr. 450/1994 i.d.g.F.)
bekannt werden, ersuchen wir Sie um Mitteilung.
Die Arbeitsinspektion ist verpflichtet, jedem Verdacht von Übertretungen von
Arbeitnehmerschutzvorschriften nachzugehen.
Mit freundlichen Grüßen!
Der Leiter des Arbeitsinspektorates
ESTERL

Anmerkung:
Robert weist richtigerweise darauf hin, bei der Zusendung von Anzeigen an uns, unter Bemerkungen, Details anführen: Wie viele Raucher, wie viele Aschenbecher, genaue Raumbezeichnung, wie viele weibl./männl. Kellner. Dann ist das Arbeitsinspektorat "im Einsatz".

Anzeigen bitte auf:
http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html

4864
Sonstiges / Re: 13.1.10 bis .................: Ich bau mir eine super Lüftung ein!
« am: Januar 13, 2010, 22:33:02 Nachmittag »

o.UnivProf.Dr.med. Manfred Neuberger                                                   
Ordinarius für Umwelthygiene
Arbeits u. Betriebsmedizin
Hygiene u. Präventivmedizin,
 A - 1095 Wien, Kinderspitalg. 15                                                                     


Können Luftfilter

<http://www.ashrae.org/content/ASHRAE/ASHRAE/ArticleAltFormat/20058211239_347.pdf>
ein Rauchverbot <http://www.hhs.gov/news/press/2006pres/20060627.html>
ersetzen? - Nein. Diese Geräte beseitigen nur sichtbare Rauchschwaden, reduzieren feine Rauchpartikel aber ungenügend. In der Regel ist schon ihr Luftdurchsatz <http://www.repace.com/pdf/iaqashrae.pdf>
unzureichend. Dazu müssten Filter <http://www.repace.com/factsheet.html>
ständig gewechselt werden. Eine wesentliche Fraktion des gefährlichen Nebenstromrauches wird überhaupt nicht reduziert: die schädlichen <http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/rauchen/425737/index.do>
Gase <http://www.aerzteinitiative.at/images/ventilationNOxCO.jpg>. 
(Auch im Flugzeug <http://www.aerzteinitiative.at/aircraft04.pdf>
konnten Klimaanlagen die verrauchte Luft nicht reinigen: Von den lungengängigen Staubteilchen stammten in der Raucherzone 95% und in der Nichtraucherzone 85% aus der Zigarette). Selbst teure Lüftungsanlagen <http://www.tobaccoscam.ucsf.edu/resource/resource_vent.cfm> schaffen keine rauchfreien Räume, sondern nur Rauchverbote <http://www.tabakkontrolle.de/pdf/AdWfP_lueftungstechnische_Anlagen.pdf>.
Das bewiesen sowohl Feldstudien
<http://www.aerzteinitiative.at/LueftgDKFZ07.pdf> in Gasthäusern <http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/umweltmedizin/tabakrauchbelastung.htm>
wie Experimente <http://www.aerzteinitiative.at/LueftgIspra05.pdf> in einer großen Klimakammer. In Finnland hat der Versuch versagt, Nichtrauchersektionen in Gasthäusern <http://annhyg.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/50/4/331> besser zu belüften. Aus dem österreichischen Arbeitnehmerschutzgesetz wurde im §30 die Belüftung mit der Begründung <http://www.aerzteinitiative.at/ASchG30final.pdf> gestrichen, dass sie die Gesundheitsschäden durch Passivrauchen nicht verhindern kann.


4865

Die Geschäftsleitung hat sicher rechtsfreundliche und politische Beratungen eingeholt.

Es freut uns nun bekannt zu geben:

Therme LOIPERSDORF ab sofort RAUCHFREI!



Von: Mag. Peter Kospach [mailto:p.kospach@therme.at]
Gesendet: Mittwoch, 13. Jänner 2010 16:10
An: krebspatient-krebsforum
Cc: Manfred Körper; Franz Radl
Betreff: AW: Therme Loipersdorf gegen Nichtraucherschutz - 2008: 11.000 Tote durch Tabakkonsum und 1.029 Passivrauchtote!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bestätigen den Erhalt Ihres Schreibens und dürfen Ihnen mitteilen, dass wir seit Montag 11.01.2010 in den von Ihnen genannten Bereichen zum Ärger vieler unserer Gäste rauchfrei sind. Das haben wir auch der zuständigen Behörde (Bezirkshauptmannschaft Fürstenfeld) mitgeteilt.

Mit freundlichen Grüßen aus der Therme Loipersdorf

Peter Kospach
Mag. Peter Kospach
Geschäftsführer

Tipp: Therme Loipersdorf jetzt auch auf Facebook!

 
Thermalquelle Loipersdorf
Gesellschaft m.b.H. & Co KG
Nr. 152
8282 Loipersdorf
Tel. +43 (0) 3382 / 8204 -36
Fax +43 (0) 3382 / 8204 -936
Email p.kospach@therme.at
Home http://www.therme.at



4866
Ein Sympathisant hat sich bereits mehrfach bei der Therme Loipersdorf beschwert.
Schließlich hat er sich an uns gewandt - es erfolgten Anzeigen und schließlich:

 
Von: krebspatient-krebsforum [mailto:krebspatient-krebsforum@utanet.at]
Gesendet: Donnerstag, 07. Jänner 2010 22:20
An: Mag. Peter Kospach
Cc: bettina.vollath@stmk.gv.at
Betreff: Therme Loipersdorf gegen Nichtraucherschutz - 2008: 11.000 Tote durch Tabakkonsum und 1.029 Passivrauchtote!
Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir erhielten die betrübliche Mitteilung, dass Sie, als Öffentliches Gebäude(!), den Nichtraucherschutz laut Tabakgesetz nicht einhalten (Eingangsbereich der Therme - kleines Café und Panoramarestaurant, ggf. etc.). Wissen Sie, dass es in Österreich 2008 die ungeheure Zahl von 11.000 Toten durch Tabakkonsum und 1.029 Passivrauchtote gab? Und da diskutieren Sie mit Raucher, die mehr Flächen zur Verbreitung des tödlichen Tabakrauches haben wollen?

Wissen Sie nicht, dass jeder vierte Österreicher an Krebs erkrankt und 50 % der Krebserkrankungen Tabakrauch als Verursacher haben?

Frau Gesundheitslandesrat Vollath, bitte sagen Sie dem Geschäftsführer auch die Statistik über Tabakrauch bzw. Passivrauch und Herzinfarkte bzw. Schlaganfälle bzw. Asthma, Allergien, Diabetes etc.!

Herr Mag. Kospach, ich mache Sie darauf aufmerksam, dass Sie vermutlich seit 1.1.2005 das gesamte Objekt rauchfrei haben müssten, außer komplett abgetrennte Räume, die mit einer selbstschließenden, dichten Türe abgeschlossen sind. Die Strafen sind bis 2.000.- Euro und im Wiederholungsfall bis 10.000.- Euro.

Wir bitten Sie uns zu Ihrem von uns vermuteten Fehlverhalten bis spätestens 15.1.10 eine Stellungnahme zu schreiben. Bei Nichterhalt werden wir Anzeige bei der Behörde und der Staatsanwaltschaft machen, Landeshauptmann, Rechnungshof und Volksanwalt Dr. Kostelka informieren, zudem Sie vorgeben, eine Genehmigung zur Fristverlängerung bis 30.6.2010 zu haben. Abschriftlich ergehen unsere Anzeigen an:

ABSCHRIFT:
Alois Stöger diplome, BM. für Gesundheit
Reinhold Mitterlehner, Dr., BM. für Wirtschaft, Familie und Jugend
Rudolf Hundstorfer, BM. für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Herbert Tumpel, Arbeiterkammer Präsident (Arbeitnehmerschutz)
Erich Foglar, Gewerkschafts-Präsident (Arbeitnehmerschutz)
Androula Vassiliou, EU-Gesundheitskommissarin
Vladimir Spidla, EU-Sozialkommissar
Peter Kostelka, Dr., Volksanwalt
Werner Faymann, SPÖ
Josef Pröll, ÖVP
Glawischnig, Grüne
fallw. an SR. Mag. Birbaumer, Öffentlichkeitssprecher aller Wr. Bezirksämter
u. a., wie z. B.
Ihre Gemeinde-, Bezirks- und Landespolitiker und ggf. Medienvertreter, da Sie mit Ihrer Therme im Öffentlichen Interesse stehen.

Weiters werden wir den Schriftverkehr auf unserer Homepage www.sis.info und unserem 1. Krebsforum Österreich http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,1072.msg8721.html#msg8721 ins Netz stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Erlacher, Krebspatient


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Antwortschreiben kamen von Politiker, so z. B. von der Landesrätin, aber wenig erbaulich.

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4867
Sonstiges / 1.12.09 bis 31.1.2010: S.g.Hr. Bundespräsident Dr. Fischer
« am: Januar 13, 2010, 15:19:34 Nachmittag »
Von: krebspatient-krebsforum [mailto:krebspatient-krebsforum@utanet.at]
Gesendet: Dienstag, 29. Dezember 2009 02:03
An: 'heinz.fischer@hofburg.at'
Cc: 'michael.haeupl@wien.gv.at'; 'sonja.wehsely@ggs.wien.gv.at'; 'oliver.birbaumer@wien.gv.at'; 'alois.stoeger@bmg.gv.at'; 'reinhold.mitterlehner@bmwfj.gv.at'; 'Rudolf.Hundstorfer@bmask.gv.at'; 'herbert.tumpel@akwien.at'; 'erich.foglar@oegb.at'; 'androulla.vassiliou@ec.europa.eu'; 'Vladimir.Spidla@ec.europa.eu'; 'vaa@volksanw.gv.at'; 'werner.faymann@bka.gv.at'; 'josef.proell@bmf.gv.at'; 'eva.glawischnig-piesczek@gruene.at'; 'christine.marek@oevp-wien.at'; 'thomas.faustmann@orf.at'; 'christine.buchacher@orf.at'

Betreff: Hilferuf an Herrn Bundespräsident Dr. Fischer! 2009: 14.000 Rauchertote + 1.400 Passivrauchtote! Hans Rauscher, a la Hans Moser: da evaluieren wir halt! 67,87 % wünschen ein generelles Rauchverbot!

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Dr. Fischer,

nachdem unser Gesundheitsminister weiterhin zusieht, wie täglich 3 bis 4 Passivrauchtote zu beklagen sind, es unserem Bundeskanzler nicht gelingt den Nichtraucherschutz zur Chefsache zu erklären, ersuchen wir Sie, für uns das Volk, für generell rauchfreie Lokale zu sorgen.

Zwei Drittel der Österreicher wünschen generell rauchfreie Lokale (siehe unten). Denn der tödliche Tabakrauch ist nicht nur Schuld an Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes, Asthma, Allergien etc., sondern auch verantwortlich für 50 % aller Krebsarten! Bitte nehmen Sie sich etwas Zeit, um - nach Tausenden Lokalbesuchen - unsere Analyse in der Anlage zu lesen.

37.000 Krebsneuerkrankungen, 17.000 Krebstote, 14.000 Rauchertote, 1.400 Passivrauchtote müssen deutlich reduziert werden. Unvorstellbares Leid bei Betroffenen, Angehörigen, Verwandten, Bekannten erleben wir als ehrenamtlich und gemeinnützig tätige, selbst Betroffene, bei den Treffen der Selbsthilfegruppen und bei Besuchen im Krankenhaus.

Danke im Voraus für Ihr persönliches Bemühen zum Wohle der gesamten Bevölkerung!

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Erlacher, Krebspatient
       
                         K f K
  Verein Krebspatienten für Krebspatienten
Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                     Österreich
    Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
Initiative Rauchfreie Gaststätten: www.sis.info
Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
    Tel. 01-577-2395, Mobil 0650-577-2395
kontakt@krebspatient.at  www.krebsforum.at
    Dietmar Erlacher, Bundesobmann


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president-office@hofburg.at

......... die Antwort war "nichts sagend", z. B."Sie haben sich bereits an die richtige Stelle gewandt .......",
"dem Bundespräsidenten steht keinerlei direkter Einfluss zu" .....


 

4868
Sonstiges / Re: 1.12.09 bis 31.1.2010: Arbeitsinspektion .........
« am: Januar 13, 2010, 01:06:11 Vormittag »



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Novak, Renate [mailto:Renate.Novak@bmask.gv.at]
Gesendet: Mittwoch, 02. Dezember 2009 18:03
An: erl@utanet.at
Cc: Marat, Eva-Maria
Betreff: WG: Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz

Sehr geehrter Herr GF Erlacher!

Zu Ihrer E-Mail-Anfrage darf ich auf die Website der Arbeitsinspektion verweisen - hier sind die wesentlichsten Aspekte von Tabakrauch am Arbeitsplatz aus ArbeitnehmerInnenschutzsicht zusammengefasst (Ihr Link war nicht zu öffnen):
http://www.arbeitsinspektion.gv.at/AI/Arbeitsstaetten/Nichraucherschutz/default.htm

Schutz der NichtraucherInnen im allgemeinen bzw. das Tabakgesetz selbst ist eine Materie des Gesundheitsrechts - Näheres siehe Website des Gesundheitsministeriums:
http://www.bmgfj.gv.at/cms/site/standard.html?channel=CH0756&doc=CMS1157719354616

Sollte eine konkrete Frage zum Sicherheits- und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz offen sein bitte um AW per E-Mail an:
vii3@bmask.gv.at

Mit freundlichen Grüßen, Renate Novak


      BUNDESMINISTERIUM FÜR
      ARBEIT, SOZIALES UND
      KONSUMENTENSCHUTZ


      Favoritenstraße 7, 1040 Wien

      Dr.in Renate NOVAK
      Zentral-Arbeitsinspektorat
      Abteilung VII/3 (Legistik, Rechtsangelegenheiten)

      Tel: +43 (1) 711 00 DW 6283
      Fax: +43 (1) 718 94 70 DW 2583
      renate.novak@bmask.gv.at
      http://www.arbeitsinspektion.gv.at
      http://www.bmask.gv.at



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Binder, Hans Im Auftrag von * VII BS1
Gesendet: Mittwoch, 02. Dezember 2009 12:29
An: * VII/3
Betreff: WG: Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: erl [mailto:erl@utanet.at]
Gesendet: Dienstag, 01. Dezember 2009 23:11
An: * VII BS1
Betreff: Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz

Kontakt - "Bereich Arbeitsrecht"
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Stubenring 1 1010 Wien
Telefon: (01) 711 00 - 0

E-Mail: viibs1@bmask.gv.at


Sehr geehrte Frau Mag. Dr. Marx,
nachstehende Aufstellung ist ggf. überholt.
Bitte können Sie mir neuere Informationen zum Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz mailen.
Besten Dank im Voraus für Ihre prompte Erledigung!
Mit freundlichen Grüßen
D. Erlacher GesmbH
Dietmar Erlacher, GF.


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Fr. Mag. Dr. Marx/6432
Geschäftszahl:
BMWA-461.304/0018-III/3/2007
Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz, diverse Fragen http://www.arbeitsinspektion.gv.at/NR/rdonlyres/D9DB0FF8-1942-4F76-A56A-164C
44B58490/0/4613040018_07.pdf


4869
Sonstiges / 1.12.09 bis 31.1.2010, BM. Hundstorfer: "Na und ............."!
« am: Januar 13, 2010, 00:53:00 Vormittag »
Dem
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer
ist es scheibar egal,
wenn täglich 3 Konsumenten als Passivrauchtote sterben,
wenn 11.000 Rauchertote jedes Jahr zu beklagen sind!
Wenn 50 % aller Krebserkrankungen durch den tödlichen Tabakrauch entstehen,
und tausende, vom Kleinkind bis ...... chronisch erkranken!


Herr BM., sind Sie verheiratet, haben Sie Kinder, vielleicht Enkel?
Jeder vierte Mensch in Österreich erkrankt an Krebs! Schöne Aussichten!



Von: Szymanski, Eva-Elisabeth [mailto:Eva-Elisabeth.Szymanski@bmask.gv.at]
Gesendet: Samstag, 28. November 2009 16:25
An: krebspatient-krebsforum@utanet.at
Betreff: Anonyme Anzeigen wegen Nichteinhaltung des Rauchverbots nach dem Tabakgesetz

Sehr geehrte Damen und Herren!

In den letzten Tagen haben Sie an Herrn Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer mehrere anonyme Anzeigen betreffend die Nichteinhaltung des Tabakgesetzes in Gasträumen von Gastgewerbebetrieben weitergeleitet.

Dazu ist klarzustellen, dass Gasträume in Gastgewerbebetrieben öffentliche Räume im Sinn des Tabakgesetzes sind und nicht Arbeitsräume im Sinn der Arbeitnehmer/innenschutzvorschriften.  Es handelt sich bei den Vorschriften des Tabakgesetzes um Vorschriften im Rahmen des Kompetenztatbestandes "Gesundheitswesen" und nicht um Vorschriften im Rahmen des Kompetenztatbestandes "Arbeitsrecht".

Für die Regelungen des Tabakgesetzes ist ausschließlich das Bundesministerium für Gesundheit zuständig und nicht das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Nur dann, wenn es um den Nichtraucher/innenschutz in Betriebsräumen geht, die nur Betriebsangehörigen (und nicht auch Gästen bzw. Kunden) zugänglich sind, kommen die Regelungen zum Schutz der Nichtraucher/innen des Arbeitnehmer/innenschutzrechts zur Anwendung, deren Einhaltung von der Arbeitsinspektion zu kontrollieren ist.

Mit freundlichen Grüßen

E. Szymanski
 
BUNDESMINISTERIUM FÜR
ARBEIT, SOZIALES UND
KONSUMENTENSCHUTZ
SEKTIONSCHEFIN PROF.in DR.in EVA-ELISABETH SZYMANSKI
Leiterin der Sektion Arbeitsrecht und Zentral-Arbeitsinspektorat
A-1040 Wien, Favoritenstraße 7
Tel: +43 (1) 711 00 - 6464
Fax: +43 (1) 711 00 - 2190
eva-elisabeth.szymanski@bmask.gv.at
http://www.arbeitsinspektion.gv.at
http://www.bmask.gv.at

4870
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100112_OTS0111
+
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100112_OTS0148

Im Monatsabstand bringen FPÖ und BZÖ, scheinbar die militanten Raucherparteien,
die Aufrufe, dass die Wirte selber entscheiden können sollen,
ob sie schuld an vorsätzlicher Körperverletzung mit tödlichem Ausgang haben,
oder doch nicht - sprich Raucherlokale sind, oder nicht.

Seit 1.1.2005 ist Rauchverbot in allen EKZ und Öffentl. Gebäuden! Ist das FPÖ und BZÖ nicht bekannt?
Ebenso seit 1.1.2009 gilt der NR.-Schutz lt. Tabakgesetz bei Straßenlokalen, mit Strafen von bis zu 2.000.-,
sowie bis zu 10.000.- bei jeder Wiederholung!

Ruft Strache zum Gesetzesbruch auf?
Er soll besser seinen Wirtn sagen, 2008: 11.000 Rauchertote und 1.0

4871
Veranstaltungen / 21.1.2010, 15 Uhr, Linz: "Wirtschaftsfaktor Medizin"
« am: Januar 12, 2010, 22:08:17 Nachmittag »



2. Linzer Gesundheitspolitisches Gespräch: "Wirtschaftsfaktor Medizin"
Utl.: Am 21. Jänner, 15:00 - 19:00 im Ars Electronica Center Linz, Sky Loft, Hauptstraße 2, A-4040 Linz. =

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100112_OTS0083


Du kannst sicher auch über "Tabakrauch und Nicht-Gesundheit",

sowie schwerer Körperverletzung mit Todesfolgen

durch 90 % aller Wirte durch Gesetzesmissachtungen,

Fragen stellen!

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Sonstiges / 1.12.09 bis 31.1.2010: INFOS, speziell Politiker- und Medienberichte
« am: Januar 11, 2010, 21:19:29 Nachmittag »

Dank an die Raucher

von KrisenFrey  |  10. Jänner 2010, 12:56
http://derstandard.at/1262209187747/Blog-KrisenFrey-Dank-an-die-Raucher

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Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher (Aktiv seit 1975!)
Bundesleiter Robert Rockenbauer                     
Thomas-Riss-Weg 10, 6020 Innsbruck                       
p e r s ö n l i c h   e r r e i c h b a r:                                           
Beratungszentrum für Nichtraucher und Raucher
Haller Straße 3, 6020 Innsbruck
Telefon und Fax 0512 / 268025
Neu: 0664/9302958
Mo - Fr 9.30 - 12.30, 15 - 18.30 Uhr
Kto.Nr. 0000-075960 Tiroler Sparkasse (20503)
www.alpha2000.at/nichtraucher
nichtraucherschutz@aon.at


Sehr geehrte Nichtraucherin!
Sehr geehrter Nichtraucher!

Erinnerung

Informationsabend zum Nichtraucherschutz in Innsbruck und Wien

Innsbruck am 13.1.2010 um 19 Uhr im Austrotel,
Bernhard-Höfel-Straße 16 (gegenüber Media-Markt; Autobahnausfahrt Innsbruck-Ost). Eine Voranmeldung wäre hilfreich zwecks Saaleinteilung (Telefon, Mail, Fax). Um Konsumation (Getränke, nach Möglichkeit auch Abendessen) wird gebeten, damit sich die Saalmiete reduziert. Die erste halbe Stunde ist einem lockeren Kennenlernen gewidmet.
Das Austrotel ist komplett rauchfrei!
Parkplätze vor und hinter dem Hotel. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus C (Richtung Baggersee-Rossau), bleibt direkt beim Hotel stehen.

Die nichtrauchende Bevölkerung muss besser über das Tabakgesetz aufgeklärt werden. Was kann/muss jeder einzelne dazu beitragen, dass nach einem Jahr der Missachtung des Nichtraucherschutzes mehr Effizienz und Nachhaltigkeit erreicht werden kann?
Mehr erfahren Sie von mir beim Info-Abend.

Ihre Teilnahme ist sehr wichtig!

Die gleiche Veranstaltung findet auch in Wien statt:
Wien (7. Bezirk) am 20.1.2010 um 19 Uhr
im Gemeindesaal der Evangelischen Kirche, Lindengasse 44a. Links neben dem Kircheneingang ist ein Tor und dann die Stiege hinunter zum Gemeindesaal.


Der Fortbestand der Schutzgemeinschaft für Nichtraucher ist durch Subventionskürzungen und Rückgänge bei Spenden und Mitgliedsbeiträgen in eine arge Schieflage geraten. Auch darüber müssen wir reden, wie alles weitergehen soll.

Die Teilnehmer beim  Informationsabend haben die Möglichkeit, Nichtraucher-Materialien (Plakate, Aufkleber usw.) im Werte von 5,- Euro mitzunehmen. Darüber hinaus gibt es einen großzügigen Mengenrabatt! Außerdem wollen wir eine Resolution an die Bundesregierung verfassen bzw. einen Text für die Pressekonferenz am 21.1.2010 in Wien vorbereiten.

Bitte kommen Sie zahlreich! Achtung: es sind nur Nichtraucher eingeladen!

Bitte nach Möglichkeit dieses Mail auch in Ihrem Verteiler weiterleiten.


Sie wohnen in einem anderen Bundesland und würden gerne auch in Ihrer Landeshauptstadt einen solchen Info-Abend besuchen?
Dann schreiben Sie mir. Welches Lokal wäre geeignet? Es muss ein Nichtraucherlokal sein.

Mit freundlichen Grüßen
Robert Rockenbauer





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Sonstiges / PROFIL, von übermorgen ............ Coverstory !!!!! DANKE !!!
« am: Januar 09, 2010, 18:03:31 Nachmittag »

Ich freue mich und Dank an den Redakteur, dass meine Infos bestens eingearbeitet wurden:

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Republik der Raucher: Österreich ist die Nummer eins beim Zigarettenkonsum

In keinem Land der Welt rauchen mehr Menschen als in Österreich. Nirgends rauchen mehr Jugendliche.
Kaum irgendwo ist der Nichtraucherschutz schlechter.

Die Folgen für die Gesundheit: katastrophal.



Der Gruppendruck war übermächtig. „Bei uns in der Schule haben fast alle mit 13 schon geraucht, teils sogar auf dem Schulgelände“, erzählt die heute 16-jährige Lisa K., die schon mit 13 heimlich Zigaretten von ihren rauchenden Eltern abgezweigt hatte. Als die Mutter dahinterkam, „wollte sie nur, dass ich mir vor ihr eine Zigarette anzünde. Ab dann durfte ich zu Hause rauchen. Das war ihr lieber, als dass ich es heimlich tue“, so der Wiener Friseurlehrling. Heute raucht Lisa etwa eine halbe Schachtel pro Tag. Vom gesetzlichen Nichtraucherschutz in der Gastronomie hält sie wenig: „Das ist sinnlos. Es wird kaum kontrolliert, und daher hält sich auch niemand daran.“

Lisa steht für hunderttausende jugendliche Raucher in Österreich. In allen internationalen Statistiken liegt die Alpenrepublik mit ihrem Anteil an rauchenden Teenagern unangefochten auf Platz eins. Und es werden immer mehr. „Mit raffinierten Methoden versucht die Tabakindustrie, die Kinder zum Rauchen zu verführen“, erklärt Manfred Neuberger, Umwelthygieniker an der Medizinischen Universität Wien und Vizepräsident der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden. „Menthol- und Geschmackszusätze sollen dem Tabak die Schärfe nehmen, sodass er sich leichter und angenehmer inhalieren lässt.“ Das Einstiegsalter liegt bei elf Jahren, heute rauchen in Österreich schon mehr Mädchen als Buben (siehe Grafik Seite 79), was bei Gesundheitsexperten die Alarmglocken schrillen lässt: Mädchen haben feinere Bronchien, bei gleichem Tabakkonsum sind die Schäden größer als bei Burschen.

Österreich ist ein Raucher-Mekka. Laut „Guinness World Records 2008“ führte die Alpenrepublik im Jahr 2005 mit einem Raucheranteil von 36,3 Prozent der Bevölkerung die Weltrangliste der Raucherländer an (siehe Faksimile auf Seite 80). Zwar ist der Zigaretten-pro-Kopf-Verbrauch in China und in einigen osteuropäischen Ländern höher als bei uns, aber wir haben die relativ größere Anzahl von Tabakkonsumenten. Rauchverbote am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln haben daran nichts geändert. Und wie es scheint, ändert auch die vor Jahresfrist in Kraft getretene Ausdehnung des Nichtraucherschutzes auf Gaststätten und Restaurants so gut wie nichts.

Die Bestimmungen sind zu kompliziert, aufgrund von Ausnahmen, Übergangsfristen und aus Angst vor Schmutzkonkurrenz scheuen viele Wirte vor den gesetzlich vorgeschriebenen baulichen Trennungen in Raucher- und Nichtraucherzonen zurück und warten ab. Andere ignorieren einfach das Gesetz, so wie es auch viele Behörden tun. „Man kann nicht den Nichtraucherschutz auf dem Rücken der Wirte austragen, das haut nicht hin“, sagt Franz Sabbadini vom Restaurant Guzzi in der Wiener Heumühlgasse. „Bei uns herrscht Krieg. Ein Gast fragt: ‚War­um darf der mit seinem fetten Hintern auf einem Nichtraucherplatz sitzen?‘ Da kommen Gäste, die rauchen wollen, aber Platz gibt es nur in der Nichtraucherzone. Also gehen sie wieder. Das ist ein untragbarer Zustand. Es muss eine klare politische Lösung geben.“

Ähnlich äußert sich auch Heinz Kammerer, Chef der Gastro- und Handelskette Wein & Co. „Ich begrüße jegliche Diskussion, die dazu führt, dass dieses dumme Gesetz, das die große Koalition beschlossen hat, aufgehoben wird. Entweder man setzt in allen Lokalen ein Rauchverbot durch oder gar nicht, sonst hat es keinen Sinn.“ Die Sonderregelung, dass tausende Lokale unter einer Fläche von 50 Quadratmetern ohne jegliche Auflagen hinsichtlich Entlüftung und Arbeitnehmerschutz selbst entscheiden können, ob sie sich als Raucher- oder Nichtraucherlokale deklarieren, sei unfair und verzerre den Wettbewerb. Wein & Co als große Gastrokette hingegen müsse nun innerhalb eines halben Jahres Raucherkojen bauen, was zeitlich und organisatorisch so gut wie unmöglich sei.

Vom 1. Jänner bis 30. September 2008 hatte Kammerer seine Gastroläden freiwillig als Nichtraucherlokale geführt. „Das hat uns Ertragseinbußen von mehreren hunderttausend Euro gekostet“, berichtet Kammerer. „Wir haben zwar viele Mails von Nichtrauchern bekommen, die unsere Entscheidung sehr begrüßt haben, aber offenbar haben sie dann unsere Lokale trotzdem nicht besucht. Somit haben wir diese Entscheidung wieder revidiert.“

Helmut Hinterleitner, Fachverbandsobmann Gast­ronomie in der Bundeswirtschaftskammer, hält das Gesetz für absolut realitätsfremd. Weil es je nach Lokaltyp unterschiedliche Interessen gebe, plädiert er dafür, die Entscheidung über Raucher- oder Nichtraucherlokal den Wirten zu überlassen. „Im Restaurantbereich besteht beispielsweise ein großes Interesse an Nichtraucherlokalen seitens der Gastronomie selbst, da Zigarettenrauch beim Essen ohnehin eher als störend empfunden wird. Dagegen würden vor allem Lokale, bei denen es mehr um die Kommunikation geht, wie eben bei kleinen Bars oder Dorfwirtshäusern, unter dem Nichtraucherschutz leiden.“ Hinterleitner glaubt, dass im Fall eines rigorosen Rauchverbots wie in Italien oder Irland 5000 österreichische Gastronomiebetriebe zusperren müssten und 12.000 Arbeitsplätze verloren gingen.

Breite Ablehnung. Unzufrieden mit der Situation ist aber nicht nur die Gastronomie, sondern auch die Bevölkerung. Ende Dezember veröffentlichte der ORF Steiermark das Ergebnis der Umfrage „Was halten Sie vom Nichtraucherschutzgesetz?“. Zwei Drittel der Befragten sprachen sich für ein generelles Rauchverbot aus, ein schwaches Drittel plädierte dafür, dass die Wirte selbst entscheiden sollten, wie sie es mit dem Rauchen in ihren Lokalen halten. Nur knapp drei Prozent gaben sich mit der derzeitigen Lösung zufrieden. „Wir haben schon 2008 in der Begutachtungsphase gewarnt und gesagt: In dieser Form wird das Gesetz zu einem Chaos führen“, sagt Manfred Neuberger, Umwelthygieniker an der Medizinischen Universität Wien und Vizepräsident der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden. „Dieses Gesetz schadet allen Beteiligten, und es kostet mehr als ein Rauchverbot, das fast kostenlos einzuführen wäre. Und es würde die Herzinfarktrate innerhalb eines Jahres um mindestens zehn Prozent senken.“

Schon vor Wochen zeigte sich SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger „über die nicht gesetzestreue Umsetzung des Tabakgesetzes in der Gastronomie“ verärgert. Auch mit den zuständigen Bezirksbehörden ging der Minister hart ins Gericht: „Ich erwarte mir, dass das Gesetz auch vollzogen wird.“ Nachdem Stöger aber vorerst nur „evaluieren“ will, was jeder mit freiem Auge sieht – nämlich, dass das Gesetz keine befriedigende Lösung gebracht hat, bleibt vorderhand alles beim Alten, obwohl alle Seiten mit der Situation unzufrieden sind. Die Raucher, weil sie nicht mehr in allen Lokalen frei rauchen dürfen; die Nichtraucher, weil sie in Restaurants und Einkaufszentren nach wie vor dem Zigarettenqualm ausgesetzt sind; die Wirte, weil sie verunsichert sind, ob sie um teures Geld eine Raumtrennung und eine neue Entlüftung einbauen und damit dem Gesetz genüge tun sollen, obwohl vielleicht ohnedies die EU in ein, zwei Jahren ein Rauchverbot ohne Wenn und Aber verfügt.

Drakonische Strafen. Die geringsten Sorgen machen sich die Tabakverschleißer. Peter Trinkl, Bundesgremialobmann der Trafikanten Österreichs, kann noch von keinen Ertragsrückgängen berichten, obwohl die Möglichkeiten zum Tabakkonsum in den vergangenen Jahren bereits in der Arbeitswelt und in öffentlichen Gebäuden eingeschränkt wurden: „Die Raucher suchen sich ihre Plätze“, sagt er. Ob es nach dem 30. Juni, wenn die Übergangsfrist für Umbauten zur Trennung von Raucher- und Nichtraucherräumlichkeiten in der Gastronomie endet, Umsatzeinbußen geben wird, lasse sich noch nicht abschätzen, „aber je geringer der Platz für Raucher ist, desto mehr werden sich überlegen aufzuhören. Wir wissen allerdings aus dem Ausland, dass es eine Delle beim Umsatz gibt, die sich rasch wieder erholt.“

In nahezu allen EU-Ländern gibt es mittlerweile einen strengen gesetzlichen Nichtraucherschutz auch in der Gastronomie, vielfach schon seit Jahren. Verstöße gegen die Bestimmungen werden mit teils drakonischen Strafen geahndet. Nur Österreich leistet sich den Luxus, mit seinen laxen Bestimmungen in einer Reihe mit Ländern wie Serbien, Montenegro und Albanien zu stehen. „Es ist jedes Mal ein Albtraum für mich, wenn ich nach Österreich komme“, berichtet die Wiener Geschäftsfrau Vera Badian, eine ehemalige Kettenraucherin, die seit sieben Jahren in ­Miami lebt. „Auf der Straße bläst dich jeder an, auf dem Weg ins Zimmer durch die Hotelbar wirst du geselcht. In einem Nobelrestaurant in der Wiener Innenstadt hab ich den Ober gebeten, er möge dem Herrn am Nebentisch das Zigarrenrauchen verbieten. Das war nicht möglich. Du zahlst 600 Euro, und dann stinkt der neben dir, dass du glaubst, du speibst ins Essen. So etwas gibt es nur noch in Österreich.“

Nichtraucherschutz-Aktivisten, die das gesetzwidrige freie Qualmen unterbunden sehen wollen und diesbezügliche Beobachtungen an die Behörden melden, berichten von zahllosen Frustrationserlebnissen. Nach dem Gesetz muss der Wirt in Restaurants und Gaststätten über 80 Quadratmeter abgetrennte Raucherräume einrichten. „Ich kenne im 21. und 22. Wiener Gemeindebezirk kein einziges Lokal, das sich daran hält“, sagt Dietmar Erlacher, Bundesobmann des unabhängigen Vereins „Krebspatienten für Krebspatienten“, in dem mehrere Selbsthilfegruppen vereinigt sind. „Da steht beispielsweise an der Tür ‚Abgetrennter Raucherraum im Lokal‘, aber den Raum gibt es nicht.“

Mit viel Energie kämpfen Erlacher und seine Mitstreiter für konsequenten Nichtraucherschutz. Ihr stärkstes Argument beziehen sie aus Mortalitätsraten der Statistik Austria, die im vergangenen Herbst auch Thema im steirischen Landtag waren: In Österreich sterben demnach jährlich etwa 11.000 Personen an den Folgen des Tabakkonsums und mehr als 1000 an den Auswirkungen des Passivrauchens. Erlacher verkürzt das zu der Formel, in Österreich würden täglich drei Nichtraucher sterben, nur weil es keinen wirksamen Schutz vor dem Zigarettenqualm gebe. „Tatsächlich belegen internationale Studien, dass Passivrauchen bei Personen mit vorgeschädigten Koronargefäßen einen akuten Herzinfarkt auslösen kann“, erklärt Umwelthygieniker Neuberger.

Die Schädlichkeit des Tabakrauchens wurde lange Zeit ausschließlich mit Lungenkrebs assoziiert. Der Lungenkrebs ist aber erst die mögliche Spätfolge eines Leidens, das sich schon viel früher manifestiert – die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (Chronic Obstructive Pulmonary Disease, COPD). Diese ist durch den fortschreitenden Verlust von Atemvolumen gekennzeichnet, weil sich die Bronchien immer weiter verengen. Das Heimtückische dieser Krankheit ist, dass man sie erst bemerkt, wenn die Lunge bereits zu 40 bis 50 Prozent geschädigt ist. Wer dann mit dem Rauchen aufhört, kommt aber mit seiner Reue zumeist schon zu spät – der Zerstörungsprozess im Atemorgan hat sich verselbstständigt und schreitet schleichend weiter voran. „COPD ist ein Problem, das uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten begleiten wird. Ein Effekt, den wir aus den sechziger und siebziger Jahren mitschleppen“, sagt der Pulmologe Wolfgang Popp, Ärztlicher Leiter von „Gesunde Lunge – Institut für Atemwegs- und Lungenerkrankungen“ in Wien-Floridsdorf.

Krankheit der Zukunft. Wissenschafter sehen in der COPD eine der dominierenden Krankheiten des 21. Jahrhunderts. Schon im Jahr 2020, so schätzen Pulmologen, könnte ein Viertel bis ein Drittel aller Todesfälle auf diese Erkrankung zurückzuführen sein. Eine von Michael Studnicka, Primarius der Lungenabteilung am Landeskrankenhaus Salzburg, geleitete Arbeitsgruppe erhob in den Jahren 2005 und 2006 unter dem Titel BOLD-Studie die Verbreitung dieser Krankheit im Bundesland Salzburg. Zu diesem Zweck wurden mehr als 2000 Personen im Alter von über 40 Jahren angeschrieben und gebeten, einen Fragebogen auszufüllen und sich zum Lungenfunktionstest zu melden. Für 1258 Personen liegt nun ein vollständiger Datensatz vor.

Ergebnis: Ein Viertel der Salzburger Bevölkerung im Alter von mehr als 40 Jahren leidet an COPD im Stadium eins oder höher, bei elf Prozent hat die Krankheit bereits Stadium zwei oder höher erreicht, wo das Leiden unbedingt behandelt gehört. Aber nur fünf Prozent der Probanden hatten schon vor Studienbeginn die Diagnose COPD, wobei es viele falsch-positive oder auch falsch-negative Befunde gab. Das bedeutet, dass gut ein Drittel der Salzburger Bevölkerung im Alter von über 40 Jahren an COPD im leichten bis fortgeschrittenen Stadium leidet. „Ein erschreckendes Ergebnis“, urteilt der Pulmologe Bernd Lamp­recht, Mitautor der Studie.
Wie es einem COPD-Patienten geht, schildert der Wiener pensionierte kaufmännische Angestellte Peter Strom, 71, der zwischen dem 15. und 55. Lebensjahr bis zu 60 Zigaretten täglich geraucht hat. Dann musste er das Qualmen wegen zunehmender Atemnot aufgeben.

Wenn er ein paar Schritte geht oder ein paar Stufen steigen muss, fehlt ihm rasch die Luft. Zeitweilig nahm er Atemunterstützung aus einer Sauerstoffflasche, die er außer Haus auf einem kleinen Wagen hinter sich herzog. Plastikschläuche transportierten den Sauerstoff in seine Nase.
Er meidet Massenansammlungen oder Plätze, wo geraucht wird, „Rauchgeruch ist für mich unerträglich“, sagt er. Strom findet es absolut unverständlich, dass es ein Tabakgesetz „mit mehr Ausnahmen als Regeln gibt. In Italien, Frankreich, Irland gibt es klare Bestimmungen, dort funktioniert der Nichtraucherschutz“. Er könnte „schreien“, wenn er Kinder auf der Straße rauchen sieht.

Lehrbeispiele. Herbert Jamnig, Primarius der Lungenabteilung am Landeskrankenhaus Natters bei Innsbruck, versucht seit Jahren, Schulkindern die Folgen des Rauchens anschaulich vor Augen zu führen. Er organisiert Besuche von Schulklassen, die mit Unterstützung des Landes per Bus angekarrt werden. „In manchen Klassen rauchen 50 Prozent der Vierzehnjährigen“, weiß der Pulmologe. Die Schüler hören Vorträge zur Gesundheitsvorsorge und dürfen dann mit Lungenkrebs- und COPD-Patienten reden. Ob das die Kinder beeindruckt? Jamnig versucht es nicht mit Zeigefinger und Moralpredigten, denn das könnte leicht das Gegenteil bewirken. Stattdessen erklärt er den Schülern, wie „die neue Volkskrankheit COPD“ und Lungenkrebs entstehen, dass Rauchen die größte Indoor-Feinstaubbelastung darstelle, die es gibt. „Sie liegt fünf- bis zehnmal höher als die Grenzwerte für die Außenluft“, erklärt der Mediziner.

Auf die Frage, ob es Momente gebe, welche die Schüler beeindrucken, sagt er: „Wenn sie Menschen sehen, die ohne Sauerstoffflasche nicht mehr gehen können, beeindruckt sie das mehr als ein Patient mit Lungenkrebs. Oder wenn wir den Mädchen sagen, welche Auswirkungen das Rauchen auf das Baby im Mutterleib hat.“ Frauen, die in der Schwangerschaft rauchen, hätten eine höhere Neigung zu Fehl- oder Frühgeburten, es gebe mehr Frühchen mit unterentwickelten Lungen, mehr Fälle von plötzlichem Kindstod, die Kinder würden vermehrt zu Asthma neigen und seien die COPD-Patienten von morgen, erklärt der Lungenfacharzt den Schülern. Noch weitgehend unbekannte Informationen über die Wirkung des Tabakrauchs würden die Kinder naturgemäß mehr beeindrucken als bereits bekannte. Etwa, dass der Feinstaub das Gefäßsystem direkt schädige, was zu Lungen- und Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes führen könne.

Chronische Infekte. Seit Jahren ist das Rauchen auch Dauerthema unter Schulärzten. Zwar gibt es in den Schulen keine Raucherräume mehr, aber viele Schüler gehen in der Pause auf die Straße. Noch gravierender sei aber das Rauchen der Eltern und teils auch der Schüler im Haushalt, berichtet Judith Glazer, Allgemeinmedizinerin in Baden bei Wien sowie Präsidentin der Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte Österreichs. Gemeinsam mit dem Wiener Lungenfacharzt Wolfgang Pohl vom Gesundheitszentrum Alt-Hietzing startete Glazer eine Schwerpunktaktion mit Lungenfunktionstest bei Schülern der ersten Gymnasialklassen in Niederösterreich. Bei kritischen Ergebnissen wurden die betreffenden Schüler an Lungenfachärzte zur weiteren Abklärung verwiesen. „Wir haben einiges aufgedeckt“, berichtet Glazer. „25 bis 30 Prozent der Schüler haben Probleme mit chronischen Atemwegserkrankungen.“ Häufiger Grund ist auch das Passivrauchen, das es nicht nur im Haushalt und im Auto, sondern nach wie vor auch im öffentlichen Raum gibt.

In vielen Einkaufszentren, wo der Nichtraucherschutz schon seit Jahren verwirklicht sein sollte, weil sie den Charakter öffentlicher Gebäude haben und auch von Kindern und Schwangeren besucht werden, wird das Tabakgesetz nicht einmal ignoriert. Während die Bezirkshauptmannschaft Mödling Wirte, die in der Shopping City Süd gegen das Tabakgesetz verstießen, mit saftigen Strafen bedachte, scheinen sich die Wiener Bezirksbehörden für derlei Verstöße nicht zu interessieren. Ob im Donauzent­rum, in den Einkaufszentren Columbusplatz, Gasometer, Wien-Mitte, Auhof, Millennium oder Lugner City – überall wird auf allgemein frequentierten Flächen gepafft, als hätte es das Gesetz nie gegeben.
Nichtraucherschutz-Aktivist Erlacher und seine Sympathisanten haben mittlerweile quer durch Österreich mehr als 4000 Verstöße gegen das Tabakgesetz über ihre Website www.rauchersheriff.at gesammelt und an die Behörden gemeldet, mit Durchschlägen an die zuständigen Politiker. Bisher ohne Erfolg. „80 bis 90 Prozent der Lokale in Einkaufszentren haben keinen Nichtraucherschutz“, so Erlacher.

Bundesweite Prüfung. Das gleiche Bild zeige sich in Konditoreien, Bars, Tanzlokalen oder auch in Spitälern. „Kennen Sie eine Aida- oder Oberlaa-Konditorei in Wien, die rauchfrei ist?“, fragt der selbst ernannte Rauchersheriff. „Das einzige rauchfreie Lokal im Wiener AKH ist das Starbucks. Im Café Klinikum können Sie die Luft schneiden.“

Weil Erlacher Behörden verdächtigt, die „Anzeigen“ zu schubladisieren oder absichtlich zu ignorieren, wandte er sich mit einer kompletten Liste aller von ihm und seinen Mitstreitern gesammelten Gesetzesverstöße an Volksanwalt Peter Kostelka, der inzwischen tatsächlich tätig geworden ist. „Wir sind der Initiative von Herrn Erlacher sehr dankbar und haben ein bundesweites Prüfungsverfahren eingeleitet“, berichtet Heidi Pacher, Leiterin von Kostelkas Geschäftsbereich. Eines der Probleme ist, dass die Aktivisten nur anonyme Meldungen anstatt Anzeigen erstatteten, bei denen sich jeweils ein Zeuge zur Verfügung stellen müsste, was rechtlich ein anderes Gewicht hätte.

„Es sind nun etliche Fragen zu klären“, sagt Pacher. „Warum funktioniert es im Einkaufszentrum Leoben und in anderen nicht? Im Wiener Donauzentrum tun die so, als ob es die Rechtslage nicht gibt. Wenn man das nach einem Jahr so offen und teilweise provokant tun kann, dann glaube ich, dass die behördliche Verfolgung nicht funktioniert.“

Mitarbeit: Tina Goebel

9.1.2010 14:33