Beiträge anzeigen

Diese Sektion erlaubt es ihnen alle Beiträge dieses Mitglieds zu sehen. Beachten sie, dass sie nur solche Beiträge sehen können, zu denen sie auch Zugriffsrechte haben.


Nachrichten - admin

4846
Sonstiges / Ab 15.1.2010: Pressekonferenz am 27.1.10 in Villach
« am: Januar 23, 2010, 22:25:00 Nachmittag »
http://termindienst.at/termin.mc?date=2010-01-27&id=67315

Mittwoch, 27.01.2010, 10:30    

Tabakrauch ungefährlich? Kein Nichtraucherschutz in der Gastronomie!

Podium:
Prof. Dr. Wimmer und OA. Dr. Fugger (LKH Villach), Dr. Wieser (KGKK), LR. Dr. Kaiser, VzBgmst.+Ges.SR. Rettl, Trink (Strafamt).

Moderation "Tödlicher Tabakrauch" und Übergeber der Anzeigen:
"Rauchersheriff" Dietmar Erlacher, Krebspatient, Bundesobmann KfK, Leiter der bundesweiten Initiative Rauchfreie Gaststätten.

Veranstalter: Krebspatienten für Krebspatienten, Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen

Ort: Landeskrankenhaus Villach, Seminarraum Chirurgie, 3. Baustufe, Nikolaigasse 43, Villach 9500

Rückfragen an: Krebspatienten für Krebspatienten, Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen Österreich

Kontakt: Dietmar Erlacher, Bundesobmann, Initiator für "Rauchfreie Gaststätten".

-------------------------------------------------------------------------------------------------

Österreich: Du ärgerst dich über ungesetzliche Raucherlokale, willst aber nicht offiziell melden?

Dann eben täglich und anonym: http://www.rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html



4847
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,324043

Traxlmayr: „Ein Rauchverbot in allen Lokalen wäre am fairsten“

Nicht die Mehrheit meiner Gäste raucht. Aber die Mehrheit der Gäste setzt sich an einen Rauchertisch. Wir investieren 20.000 Euro für den Umbau.}Ulrich TraxlmayrLinzer Kaffeehaus-Betreiber 

Absolutes Rauchverbot in Lokalen?

LINZ. In 23 Wochen endet für Oberösterreichs Gastwirte die Frist für den Umbau ihrer Lokale in Raucher- und Nichtraucherbereiche. Während viele Branchenkollegen ihren Kopf in den Sand stecken und bisher nichts getan haben, laufen die Planungen im Linzer Traditionskaffeehaus Traxlmayr auf Hochtouren.

„Zuerst haben wir uns über den negativen Bescheid von der Denkmalschutzbehörde gefreut“, sagt Ulrich Traxlmayr, Betreiber des bekannten Kaffeehauses an der Linzer Promenade, das bereits seit dem Jahr 1838 besteht.

Traxlmayr hatte seine Pläne zum Einbau einer verschiebbaren Glaswand innerhalb seines Kaffeehauses beim Denkmalschutz eingereicht und ein „Nein“ dazu erhalten. „Die Denkmalschützer hatten Bedenken hinsichtlich der Gefährdung des Erscheinungsbildes“, sagt Traxlmayr.

Durch den negativen Bescheid, wonach ein Umbau des Lokals wegen der Vorschriften des Denkmalschutzgesetzes nicht möglich sei, dachte Traxlmayr zunächst noch, er habe jetzt die Wahlfreiheit, das Rauchen in seinem Kaffeehaus zu gestatten oder zu verbieten. Dem ist aber nicht so. „Würde ich jetzt nicht umbauen, müsste ich nach Ablauf der Frist auf ein reines Nichtraucherlokal umstellen“, sagt Traxlmayr, selbst Nichtraucher.

Er änderte seine Pläne, das Denkmalschutzverfahren wurde neu aufgerollt, nun steht einem Einbau einer Glaswand samt Schiebetüren nichts mehr im Weg. Dafür muss Traxlmayr, der sein Kaffeehaus bereits im Vorjahr im großen Stil renovieren ließ, neuerlich 20.000 Euro investieren. „Ich hätte ernste Bedenken, wenn in meinem Lokal ein absolutes Rauchverbot herrschen würde“, sagt der Gastronom. „Kollegen haben damit schlechte Erfahrungen gemacht.“

„In unserem Kaffeehaus ist es nicht so, dass die Mehrheit der Gäste raucht. Aber die Mehrheit der Gäste setzt sich an die Rauchertische.“ Traxlmayr regt die mangelnde Chancengleichheit auf: „Ein Raucher wird viel eher in eines der kleinen Kaffeehäuser gehen, in denen wegen der Wahlfreiheit weiter geraucht werden darf. Ein generelles Rauchverbot wäre am fairsten. Dann würde ich mir auch die Umbaukosten ersparen“, sagt der Gastronom.

Dass ein generelles Rauchverbot der Gastronomie mittelfristig schaden würde, glaubt Traxlmayr aber nicht: „Am Anfang würden wohl weniger Leute fortgehen, aber das würde sich einpendeln. So ist der Mensch auch nicht, dass er nur noch zuhause sitzt und raucht.“

    * Mehr zum Thema

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,324043

          o Raucherzonen: Nur wenige Wirte haben Umbaumaßnahmen ergriffen
          o Trafikanten kritisieren die sorglose Einstellung heimischer Gastronomen
          o Soll es ein absolutes Rauchverbot in Lokalen geben?
          o Minister bleibt bei Rauchverbot in Lokalen hart
          o Qualmregeln beim Wirt: „Die Gäste sind mit der Situation zufrieden!“
          o Stöger bleibt beim Rauchverbot hart: „Wirte hatten genug Zeit, zu handeln“
          o Kommentar: Lokales Rauchen
          o Rauchverbot
          o Raucher-Gesetz ist Riesen-Flop
          o Verwirrung um Raucher-Aufkleber: Zwei Pickerl-Varianten im Umlauf
          o Lokalbesitzer gründete Raucherclub und kommt in Konflikt mit Behörde
          o Rauchen im Einkaufszentrum Viele Wirte sind unschlüssig

4848

Wenn einer eine (Österreich)Reise macht - Bericht heute erhalten:

Ich war dienstlich mit dem Auto Richtung Wien unterwegs,
eigentlich war es mir nicht möglich in Österreich rauchfrei einen Kaffe zu konsumieren, ( bei der Rückfahr war ich schlauer da konsumierte ich in Deutschland meinen Kaffee)  in Steyr wollte ich ebenso einen Kaffe ohne Nikotin trinken, es gelang mir nicht eine rauchfreie Gaststätte zu finden, auf dem Hauptplatz frug ich eine Polizeistreife wo es denn in Steyr ein Nichtraucherkaffee gäbe, leider konnten die mir wirklich nicht weiterhelfen, sie kannten einfach keines.
In Wien beim Abendessen detto, als Ortsunkundiger durch die Straßen zu ziehen auf der Suche nach einer Rauchfreien Gaststätte ist wirklich mehr als unzumutbar, eigentlich von der Gesetzgebung her mehr als unmöglich.
Ich will mich einfach dem Passivrauch nicht mehr aussetzten in Österreich heißt die Devise deshalb zu Hause zu bleiben, anders in Italien und Slowenien vor 2 Wochen, da funktioniert der Nichtraucherschutz einwandfrei die Gaststätten sind voll, am Samstag war ohne Reservierung kein Platz frei.
Man spricht immer von den militanten intoleranten Nichtrauchern, aber gibt es etwas intoleranteres als einen Raucher der sich in der Kneipe neben Dir eine Zigarette anzündet und von Toleranz philosophiert?


4849
Raucherlunge schädigt Herz von Anfang an
Schlechtere Pumpleistung bereits vor den ersten Symptomen

Washington/Hattingen (pte/21.01.2010/13:45) - Das Raucherleiden COPD verschlechtert nicht nur die Funktion der Lunge, sondern auch die des Herzens, und zwar von Beginn der Krankheit an. Diesen Zusammenhang haben Forscher vom US-amerikanischen Heart, Lung and Blood Institute (NHLBI) http://www.nhlbi.nih.gov gezeigt. In der Zeitschrift New England Journal of Medicine berichten sie, dass Veränderungen im Herz sogar schon dann auftreten, bevor der Patient die ersten Symptome der COPD bemerkt.

Die Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), im Volksmund "Raucherlunge" genannt, gehört zu den häufigsten Todesursachen und betrifft allein im deutschen Sprachraum rund sieben Mio. Menschen. Kennzeichen sind Zerstörungen des Lungengewebes, Luftwegs-Verengungen, Dauerhusten und Schleim, während die Atemnot bei sonst problemlosen Aktivitäten als erstes Signal gilt. Der Großteil der Patienten bemerkt die Krankheit nicht früh genug, als dass eine rechtzeitige Behandlung noch bestmögliche Lebensqualität und -erwartung sichern könnte. Die fortgeschrittene Krankheit bedeutet schwere Einschnitte im Alltag (pressetext berichtete http://pressetext.com/news/090908003/ ).

Herz pumpt nicht mehr richtig

Die US-Mediziner untersuchten Zustand und Funktion von Herz und Lunge bei 3.000 Erwachsenen im fortgeschrittenen Alter. Atemtests und Bildgebung zeigten bei vielen der repräsentativ ausgesuchten Studienteilnehmer leichte Störungen in beiden Organen. Besonders war das der Fall bei Rauchern und Menschen mit bereits aufgetretenen Symptomen der Krankheiten COPD und Lungenemphysem, jedoch auch bei einigen Menschen mit nur leicht ausgeprägter COPD, die ihr Leben lang Nichtraucher waren.

"Schwere Fälle von COPD verschlechtern die Fähigkeit des Herzens, Blut zu pumpen. Nun wurde sichtbar, dass die Herzschädigung schon in milden Fällen der Krankheit auftritt oder sogar vor ihren ersten Symptomen", schreiben die Forscher um Graham Barr. Ein weiterer wichtiger Grund sei somit gefunden, warum COPD möglichst früh erkannt werden solle. Es sei denkbar, dass eine frühzeitige Therapie der Krankheit die Herzfunktion noch bessern und damit auch die Lebensqualität der Betroffenen erhöhen kann.

Früherkennung kann Schäden in Grenzen halten

"Fast alle COPD-Patienten leiden an Herzvergrößerung. Gelangt über die geschädigte Lunge zu wenig Sauerstoff ins Blut, muss das Herz schneller pumpen", erklärt Jens Lingemann, Leiter der Koordinationsstelle Lungenemphysem-COPD Deutschland http://www.lungenemphysem-copd.de gegenüber pressetext. Die Behandlung mit Beta-Blockern oder Kalziumantagonisten soll diesem Problem vorbeugen oder es auch behandeln. Möglicherweise kann es unter der medikamentösen Therapie mit Betablockern aber auch zu nicht gewünschten Effekten wie Lähmungen des Atemzentrums kommen, zudem sind die Erfolgsaussichten beschränkt.

Auch Lingemann betont die hohe Bedeutung einer Früherkennung der Krankheit. "Die meisten bemerken erst, dass sie COPD haben, wenn diese bereits weit fortgeschritten ist und etwa der Hausarzt das Aufsuchen eines Lungenarztes anordnet. Dabei wird die Chance verspielt, noch rechtzeitig einzugreifen." Der Besuch des Lungenfacharztes sei unumgänglich, da Hausärzte COPD durch bloßes Abhören nicht feststellen könnten. "Dazu bedarf es sowohl einer Lungenfunktionskammer als auch eines Gerätes zur Blutgasanalyse", so der Experte.

4850
Sonstiges / 1.12.09 bis 31.1.2010: Die RAUCHER machen uns noch arm!
« am: Januar 22, 2010, 00:58:50 Vormittag »


http://diepresse.com/home/panorama/rauchen/534475/index.do?from=gl.home_panorama

Die teuren Raucher

21.01.2010 | 18:16 |  MIRJAM MARITS (Die Presse)

511,4 Millionen Euro pro Jahr beträgt der volkswirtschaftliche Verlust, der durch Raucher verursacht wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die staatliche Einnahmen mit den Ausgaben verglichen hat.
Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken Vorlesen AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren
Mehr zum Thema:

    *
      Rauchverbot: Wo darf noch gequalmt werden?
      umfrageRauchverbot: Ist die Umsetzung in Österreich zufriedenstellend?

Aus dem Archiv:

    * Gesundheit: Fettleibigkeit zieht mit Rauchen gleich (05.01.2010)
    * Das bringt 2010: Aufstand gegen Raucherlokale (29.12.2009)
    * Weniger Raucher - weniger Krebstote in Europa (30.11.2009)
    * Gastronomie: Österreicher gegen totales Rauchverbot (18.06.2009)
    * Rauchverbot in Lokalen: 63 Prozent zufrieden (18.06.2009)

Für die militanten Nichtraucheraktivisten ist es ein weiteres, starkes Argument gegen ihr Feindbild, die Raucher: Diese kommen den Staat ziemlich teuer. Konkret verursachen Österreichs Raucher jedes Jahr einen volkswirtschaftlichen Verlust von 511,4 Millionen Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts für Höhere Studien und der Medizinischen Universität Wien.

Dabei haben die Studienautoren die Kosten, die dem Staat durch den rauchenden Teil der Bevölkerung entstehen, dem volkswirtschaftlichen „Nutzen“ des Rauchens gegenübergestellt. Das Ergebnis: Zwar nimmt Österreich durch die Tabaksteuer jährlich eine Milliardensumme (2008: 1,4 Mrd. Euro) ein. Pensionsversicherungen sparen sich durch die geringere Lebenserwartung von Rauchern – diese sterben zwischen 4,5 und 6,1 Jahren früher als Nichtraucher – Pensionsauszahlungen.

„Aber“, so Ko-Autor und Mediziner Manfred Neuberger (Institut für Umwelthygiene der Medizinischen Uni Wien), „die Kosten, die dem Staat durch Raucher entstehen, überwiegen deutlich“. Dazu zählen die Behandlung von Folgeschäden (Asthma, Herzinfarkt, Lungenkrebs etc.) sowie die laut Studie „signifikant höhere Wahrscheinlichkeit für Pflegebedürftigkeit unter Aktiv- und Exrauchern“. Miteinberechnet wurden auch Krankenstände und Invalidität von Rauchern. Der errechnete Verlust von 511,4 Mio. Euro sei aber „eine sehr konservative Rechnung“, sagt Neuberger. Denn andere Aspekte, etwa die geringere Produktivität von Rauchern (durch Rauchpausen während der Arbeitszeit), wurden gar nicht mitgerechnet.

Die teuren Raucher also. Ein Argument, mit dem Neuberger, der auch Vizepräsident der Initiative „Ärzte gegen Raucherschäden“ ist, seine Forderung nach einem strikten Rauchverbot in der Gastronomie unterstreicht. „Das wäre die billigste Lösung für alle Beteiligten.“ Die außerdem dazu führen würde, dass die Herzinfarktrate in der Bevölkerung um zehn bis 20 Prozent sinkt. In Schottland ist die Zahl der Herzinfarkte einer Studie zufolge ein Jahr nach Einführung des Rauchverbots in Lokalen um 17Prozent zurückgegangen. Untersuchungen aus anderen Ländern kämen zu ähnlichen Ergebnissen. „Mit keiner anderen Maßnahme“ als komplett rauchfreien Lokalen, sagt Neuberger, könnte man einen derartigen Rückgang an Herzinfarkten erreichen.

 
Feinstaubbelastung in Lokalen

Rauchfrei – davon ist man in Österreich trotz des (theoretischen) Rauchverbots in der Gastronomie seit Anfang 2009 weit entfernt. Wegen vieler Ausnahmen und mangels Überprüfung – eine behördliche Kontrolle gibt es nicht, Gäste müssen Verstöße beim Magistrat melden – wird vielerorts weitergeraucht. Mindestens 60 Prozent der Wirte würden sich nicht an das Gesetz halten, sagte Robert Rockenbauer von der Schutzgemeinschaft für Nichtraucher am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit der Ärzteinitiative. Im ländlichen Bereich sei der Anteil sogar noch höher, da hier die Hemmschwelle vieler Gäste, den Wirt, den sie persönlich kennen, anzuzeigen, höher sei als in Städten. Rockenbauer fordert „endlich Kontrollen nach Schweizer Vorbild“: Im Kanton Zürich wird die Polizei ab Mai 2010 bei Verstößen direkt Geldstrafen einheben. In Österreich sind Kontrollen durch die Polizei im Tabakgesetz allerdings explizit nicht vorgesehen.Doch selbst in Lokalen, die getrennte Raucher- und Nichtraucherräume geschaffen haben, ist der Schutz vor Nikotin nicht garantiert. Wie eine Schweizer Studie zeigt, ist die Belastung durch den Feinstaub (PM 2,5 oder kleiner), der durch Nikotin entsteht, auch in Nichtraucherbereichen beträchtlich. So ist die Belastung in Nichtraucherbereichen (110,4 ?/m) gleich hoch wie in reinen Raucherlokalen (110,3 ?). Und selbst, wenn der Nichtraucherbereich durch eine Tür abgetrennt ist, liegt die Feinstaubbelastung mit 43,9 ?/m immer noch deutlich über dem „akzeptablen“ Wert von 35 ?. „Diese Werte sind so hoch, dass sie für Asthmapatienten oder Herzkranke eine akute Gefahr darstellen.“ Messungen der Ärzteinitiative in Wiener Lokalen seien zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.

AUF EINEN BLICK

■511,4 Millionen Euro pro Jahr beträgt der volkswirtschaftliche Verlust, der durch Raucher verursacht wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Höhere Studien und der Med-Uni Wien, die die staatliche Einnahmen (Tabaksteuer) mit den Ausgaben (medizinische Kosten etc.) verglichen hat.

www.aerzteinitiative.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2010)

4851

Schaue es dir an,

melde dich an,

diskutiere mit,

hilf mit und informiere alle Freunde!


http://www.facebook.com/topic.php?topic=12321&uid=207474724730#/group.php?gid=207474724730

4852
Sonstiges / Re: Ab 15.1.2010: 21.1.10, Pressekonferenz in Wien
« am: Januar 22, 2010, 00:24:53 Vormittag »
Nichtraucher pochen auf Qualmverbot

http://kurier.at/nachrichten/gesundheit/1971577.php

    * Hauptartikel
    * Hintergrund
    * Analyse
    * Infografik

Das gültige Tabakgesetz sei eine "Farce", findet die Schutzgemeinschaft für Nichtraucher. Unterstützung kommt von Top-Medizinern.

Zigarette Kaffeehaus-Kultur mit Zigarette: Ein generelles Rauchverbot in Lokalen ist eher unwahrscheinlich.

Mit 36,3 Prozent der Bevölkerung hat Österreich weltweit den höchsten Anteil an Rauchern. Mittlerweile greifen bei den unter 15-Jährigen bereits 26 Prozent der Mädchen und 24 Prozent der Burschen regelmäßig zum Glimmstängel.
Für Robert Rockenbauer, Sprecher der Schutzgemeinschaft für Nichtraucher, müsste dieser Negativtrend die Politik endlich auf den Plan rufen: "Die einzig zielführende und konsequente Reaktion wäre ein generelles Rauchverbot in Österreichs Gastronomie. Das gültige Tabakgesetz ist eine Farce." (Rauchfreie Lokale siehe Link unten)

Der Innsbrucker Rockenbauer führte auch gleich Beispiele an: "In den Skizentren wie Ischgl, Sölden, Seefeld oder am Arlberg ist das Gesetz nicht existent. Und in den Einkaufszentren wird bundesweit nach wie vor gequalmt."

Gesundheitsminister Alois Stöger lässt das von seiner Vorgängerin, Andrea Kdolsky "geerbte" Tabakgesetz zurzeit überprüfen: "Wenn Kompromisse nicht in der Lage sind, das Problem zu lösen, muss man über andere Möglichkeiten nachdenken." Die Tendenz zeigt aber nicht in Richtung generellem Rauchverbot. Denn der große Verlierer wäre die Tabakindustrie und somit der Finanzminister. Die Einnahmen aus der Tabaksteuer belaufen sich jährlich auf 1,3 Milliarden Euro. Zusätzlich wäre bei einem neuen Gesetzesentwurf eine Mehrheit im Parlament alles andere als sicher, vermutet zumindest ein Sprecher aus dem Büro Stöger.

    * » Hintergrund: Raucherentwöhnung mit Hypnose

Billigste Lösung

Unterstützung bekommen die Nichtraucher von heimischen Spitzenmedizinern. Prof. Manfred Neuberger, Leiter der Abteilung Präventivmedizin an der Uni Wien: "Die Folgeschäden des Rauchens verursachen pro Jahr 511 Millionen Euro Kosten. Ein Rauchverbot in der Gastronomie wäre auch die billigste Lösung für unser Land."

Und der Präsident der Ärzte-Initiative gegen Raucherschäden, der Linzer Lungenfacharzt Prim. Kurt Aigner, geht einen Schritt weiter: "Oft sind Kinder in Lokalen. Die Lunge entwickelt sich bis zum 18. Lebensjahr. Rauchen im Beisein von jungen Menschen erfüllt den Tatbestand der Körperverletzung."

    * » Analyse: Stress-Raucher sprechen gut an


Unterstützung

Im Internet (www.facebook.at) haben sich 78.000 Sympathisanten für ein Rauchverbot eingetragen. Und bundesweit wurden über 4000 Anzeigen gegen Wirte, die das aktuelle Tabakgesetz (räumliche Trennung über 50 ) ignorierten, eingebracht. Die Behörden wie Bezirkshauptmannschaften sowie Magistrate verfolgen die Anzeigen aber kaum.

    * » Infografik: Anteil der Raucher

Links

    * www.rauchersheriff.at (extern)
    * www.aerzteinitiative.at (extern)
    * Rauchfreie Lokale in Österreich

Artikel vom 21.01.2010 18:29 | KURIER | Michael Berger

4853
Sonstiges / Re: Ab 15.1.2010: Das Rauchen bzw. die Raucher kommen uns teuer!
« am: Januar 21, 2010, 22:39:00 Nachmittag »

Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 35, Nr. n/2009, S. n–n

Volkswirtschaftliche Effekte des Rauchens in
Österreich und Einnahmen des Staates aus
dem Zigaretten konsum Minderjähriger
M. Pock1, T. Czypionka1 und M. Neuberger2
1Institutfür Höhere Studien, Wien, 2Medizinische Universität Wien, Österreich


Wer diesen Artikel kostenfrei möchte: krebspatient-krebsforum@utanet.at

4854
Sonstiges / Ab 15.1.2010: 21.1.10, Pressekonferenz in Wien, Feinstaub-Passivrauch
« am: Januar 21, 2010, 22:33:10 Nachmittag »
FEINSTAUB UND PASSIVRAUCH
Unsere Lungen haben eine innere Oberfläche von etwa der Größe eines Tennisplatzes und
sind so ein ganz bedeutendes Umweltorgan. Zudem atmen wir täglich, abhängig von den Aktivitäten,
ungefähr 10.000 Liter Luft und die darin enthaltenen Schadstoffe ein und aus. Die Größe der
Partikel bestimmt die Eindringtiefe. Größere Partikel über 10 μ werden bereits im Nasen-Rachen-
Raum abgefangen und kommen kaum in die große Luftröhre. Partikel von der Größe unter 3-4 μ,
das ist zirka die Hälfte eines roten Blutkörperchens, kommen bis in die Lungenbläschen, den Alveolen.
Dies ist der Ort des Gasaustauschs. Aber auch bis in diesen Bereich gelangende Partikel
können direkt in die Blutbahn übertreten oder von sogenannten Freßzellen aufgenommen werden
und über die Lymphbahnen letztlich im Körper verteilt werden. Diese Partikel können nun mit geeigneten
Meßgeräten gemessen und bestimmt werden. Dabei werden üblicherweise die Größenordnungen
von 10 μ, 2,5 μ und 1 μ gemessen, aber auch die Partikel unterhalb dieser Größenordnung,
die Nanopartikel, rücken immer mehr in das Interesse der Wissenschaft. Diese Partikel werden in
der Literatur mit PM (= Particulate Matter) 10, PM 2,5 und PM 1,0 angegeben. Die gesundheitlichen
Störungen durch diese Partikel betreffen in erster Linie Veränderungen der Bluteigenschaften
und dadurch Störungen im Herz-Kreislaufsystem. Des weiteren sind alle Wirkungen der über 4000
chemischen Substanzen im Zigarettenrauch, darunter auch 90 krebserregende oder krebsverursachende
Substanzen, im Einzelnen noch gar nicht im letzten Detail erfaßt. Wir wissen nur, daß die
Hälfte der Zigarettenrauch inhalierenden Personen davon einen Schaden erleidet und auch frühzeitiger
stirbt.
Wir halten uns in etwa 90 % unserer Zeit in Innenräumen auf. Die Belastung mit Feinstaub
durch Zigarettenrauch ist vielfältig dokumentiert. Invernizzi aus Italien konnte eindrucksvoll zeigen,
daß drei qualmende Zigaretten in einem Garagenraum fünfzehnfach höhere Feinstaubkonzentrationen
verursachen als ein laufender Ökodieseltraktor. In Gaststätten konnte z.B. Neuberger massiv
erhöhte Feinstaubwerte finden, die bei nicht strikter räumlicher Trennung im Nichtraucherbereich
nur unwesentlich vermindert sind. Daß eine Lüftung nicht ausreichend ist, ist schon lange
bekannt. Dazu wären unangenehme hohe Luftwechselzahlen erforderlich. Auch in einem Raucherraum
mußten wir vierzehnfach höhere Werte als der gesetzlich zulässige Grenzwert bei PM 10 von
50 μg/m³ feststellen. Selbst in der Nähe dieses Raumes waren Spitzenwerte je nach 'Türöffnung' zu
finden. Dieser Raum wurde bereits auch aufgrund dieser Messungen geschlossen. Es gibt nur mehr
'Freiluftplätze'. Repace aus den USA konnte eindrucksvoll die Veränderungen durch Rauchfreiheit
in den Lokalen dokumentieren. Da eindeutig die Gesundheitsgefährdung durch Aktiv- wie Passivrauch
belegt und dokumentiert ist, ist es nur logisch diese Noxe in Innenräumen zu vermeiden. Dies
gilt ebenso für Arbeitsplätze, z.B. in der Gastronomie als auch für alle Räumlichkeiten in denen wir
uns und ganz besonders die Kinder aufhalten. Dies wäre durch ein striktes Tabakgesetz ohne Ausnahmen
zu erreichen. Wir haben diesbezüglich einen dringendsten Nachholbedarf. Im Bereich der
Tabakkontrolle sind wir das europäische Schlußlicht. Ein diesbezügliches Handeln der Politik ist
dabei unbedingt und raschest zu fordern.
Prim. MR. Dr. Kurt AIGNER
Vorsitzender der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden
KH Elisabethinen, Pneumologie, 4010 Linz, Fadingerstr. 1
Tel.: 0732 76 76 4205, Fax: 0732 76 76 664205
kurt.aigner@elisabethinen.or.at www.aerzteinitiative.at
http://www3.interscience.wiley.com/journal/122595746/abstract?CRETRY=1&SRETRY=0
http://www.aerzteinitiative.at/LueftgDKFZ07.pdf
http://www.aerzteinitiative.at/IntJHyg2004.207.4.337-343.PDF
http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/umweltmedizin/tabakrauchbelastung.htm
http://www.aerzteinitiative.at/ASchG30final.pdf

4855
Sonstiges / Re: Ab 15.1.2010: 21.1.10, Pressekonferenz in Wien - Prof. Neuberger
« am: Januar 21, 2010, 22:31:36 Nachmittag »
Prof. Dr. Manfred Neuberger, Ordinarius für Umwelthygiene, Leiter der Abt. für Präventivmedizin,
Medizinische Universität Wien. 1090 Kinderspitalgasse 15. <manfred.neuberger@meduniwien.ac.at>

Wann wird die Tabakpolitik medizinische Fakten zur Kenntnis nehmen?

Die Schweiz hebt 63,7% des Zigarettenpreises als Tabaksteuer ein und verpflichtet (Artikel
28 Absatz 2 c des Bundesgesetzes über die Tabakbesteuerung) Hersteller und Importeure von
Zigaretten zu einer Abgabe von 0,13 Rappen je Zigarette in einen Tabakpräventionsfonds. Es
stehen so pro Einwohner 1,56 € pro Jahr für die Tabakprävention zur Verfügung. Damit
gelang es, in nur 4 Jahren die Raucherprävalenz bei Teenagern (14-19a) von 31% (2001) auf
25% zu senken. Davon rauchen nur 13% täglich.
In Österreich gelang es der Tabakindustrie, jeden vierten 15-Jährigen zum täglichen Raucher
zu machen. Seit 2001/2 sind wir in Europa beim Raucheranteil der Teenager unangefochten
auf Platz 1: Jede(r) dritte 15-Jährige raucht wöchentlich und nur die Hälfte hat im letzten
Monat nicht geraucht. Das Einstiegsalter ist auf 11 Jahre gesunken.
Der Finanzminister scheint Tabaksteuern noch immer als Geschenk der Tabakindustrie zu
betrachten, um den Staatshaushalt zu sanieren und den Tabakhandel zu fördern. Tatsächlich
erwirtschaftet er damit ein jährliches Defizit von mindestens 511 Millionen Euro (noch ohne
Berücksichtigung aller Schäden durch Passivrauchen und Produktivitätsverlusten bei
Rauchern). Von über 60 Millionen € Tabaksteuern, die er allein von Minderjährigen jedes Jahr
einnimmt, hat er bisher keinen Cent der Tabakprävention gewidmet.1
Der Gesundheitsminister evaluiert noch immer ein Tabakgesetz, das von der Medizinischen
Universität Wien als “medizinisch und moralisch hoch problematisch” bezeichnet und dem
ein Scheitern vorausgesagt wurde, nachdem die Kritik der Akademie der Wissenschaften und
der Fachgesellschaften für Kinderheilkunde, Pneumologie, Kardiologie, Arbeitsmedizin,
Hygiene und des Krebsforschungsinstitutes vernichtend ausfiel.2
Der in Österreich für den Jugendschutz zuständige Wirtschaftsminister und die
verantwortliche Staatssekretärin scheinen noch zu überlegen, ob man den Jugendschutz auf
dem Altar des Tabakkartells opfern oder dem Beispiel Westeuropas3 und Nordamerikas folgen
soll. Längst sind die Tabakkonzerne Global Players geworden, die sogar die EU-Politik
beeinflussen4, deren langer Arm aber vor allem in Österreich kräftig mitmischt.5 Darüber
vergessen sogar die für den Fremdenverkehr zuständigen Stellen, dass unsere
gesundheitsbewussten Gäste über kurz oder lang in rauchfreie Quartiere in Südtirol,
Slowenien, Malta, etc. ausweichen werden. Im Facebook hat aber jetzt eine Initiative zu
einem Volksbegehren aufgerufen und in 4 Wochen schon über 77.000 wahlberechtigte
Unterstützer gefunden.
Für 2010 wünscht die Ärzteinitiative allen Menschen eine friedliche, soziale und saubere
Umwelt, den Kranken Genesung, den Rauchern Befreiung von ihrer Abhängigkeit,den
Nichtrauchern eine rauchfreie Atemluft und den Politikern ein Ohr für medizinisch –
wissenschaftlich gesicherte Fakten und den Mut, sich gegen Lobbies durchzusetzen.
1 Pock et al. 2009: Volkswirtschaftliche Effekte des Rauchens in Österreich und Einnahmen des
Staates aus dem Zigarettenkonsum Minderjähriger. Atemwegs- und Lungenkrankheiten 35.
2 http://www.aerzteinitiative.at/TabGes08.html
3 http://www.aerzteinitiative.at/BanEUwtschDKFZ10.pdf
4 http://www.plosmedicine.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pmed.1000202
5 http://www.aerzteinitiative.at/_Archiv_1.htm
Österrauch – Aschenbecher Europas Rückfragen: Tel. 01 4277 64710 Wien, 2010-01-21

4856
Sonstiges / Ab 15.1.2010: Pressekonferenz Wien 20.1.2010
« am: Januar 21, 2010, 20:59:06 Nachmittag »
Raucherschutz muss beendet werden!

Utl: Tabakgesetz muss leicht administrierbar sein

Umständliche und langwierige Verwaltungsstrafverfahren haben das Tabakgesetz in seiner Wirkung fast lahm gelegt, klagt Bundesleiter Robert Rockenbauer von der Österreichischen Schutzgemeinschaft für Nichtraucher. Österreich dürfe nicht länger der Aschenbecher Europas sein, mahnt der 59-jährige "Nichtraucherschutzanwalt" aus Innsbruck. Der Kampf der Raucher gegen das Tabakgesetz gehe in die Verlängerung. Denn seit Inkrafttreten des Tabakgesetzes 2009 habe sich nichts Wesentliches zum Schutze der Nichtraucher verändert. Ein Beweis für die Untauglichkeit des Gesetzes, das dringend in Richtung eines generellen Rauchverbotes geändert werden müsse. Nach Aussagen Rockenbauers verstoßen in öffentlichen Orten wie Einkaufszentren, Supermärkten, Möbelhäusern, Einraum-Tankstellen usw. die Verantwortlichen zu 90 Prozent gegen das Tabakgesetz. Auch in den übrigen Lokalen außerhalb von öffentlichen Orten halten sich mindestens 60 Prozent der Wirte nicht an die gesetzlichen Vorschriften. Dass es dort zu weniger Meldungen bzw. Anzeigen komme, habe damit zu tun, dass der Bürger Verstöße durch die wettbewerbsverzerrende Übergangslösung für Ein-Gastraum-Lokale nicht so leicht erkennen könne. Gebe es eine Aushangspflicht für angesuchte Raumtrennungen, dann wäre es leichter und auch den Behörden würde man viel Arbeit ersparen. Die Handschrift der Wirtschaftskammer, ein Gesetz ohne staatliche Kontrollen zu schaffen, fördere die Untätigkeit der Wirte. Laut Gesetz können nur die Bürger Verstöße an die Behörden melden. Ohne Meldung keine Kontrolle. Ohne Kontrolle kein funktionierendes Gesetz. Wer jedoch kontrolliert und meldet, wird von der Wirtschaftskammer als Denunziant abgestempelt. Eine üble Taktik, die nur den Konflikt weiter anheizt und die Eskalation fördert.

Der Bundesleiter warnt vor Kompromissen im Gesundheitsschutz, denn die gehen immer zu Lasten der Gesundheit, sowohl der Nichtraucher als auch der Raucher. Ausnahmeregelungen gehen immer zu Lasten derer, die sie nicht haben. "Gerechtigkeit für alle" könne es nur mit einem einheitlichen Rauchverbot in der Gastronomie geben. Vor 35 Jahren hat Robert Rockenbauer angefangen, die ersten Nichtraucher-Ecken in den Innsbrucker SB-Restaurants zu schaffen. Nun sei die Politik gefordert, durch staatliche Kontrollen, sei es durch die Polizei und alle anderen Verwaltungsorgane (z.B. Erhebungsbeamte, Parksheriffs, mobile Überwachungsgruppe der Stadt usw.), mit sofortiger Abstrafung für die Einhaltung des Tabakgesetzes zu sorgen. Wer in Rauchverbotszonen raucht, solle nach Vorstellung Rockenbauers 50 Euro Bußgeld bezahlen und der Wirt, der ihn nicht daran hindert, das Zehnfache. Nach fünfmaligen Verstößen dann die Höchststrafe von 10.000 Euro. Vorsatz verlange Höchststrafen, sonst folge Chaos und Anarchie. Erst mit der sofortigen Abstrafung bekomme das Tabakgesetz seine Wirksamkeit und entlaste die Verwaltungsbehörden. Wer im Kanton Zürich ab 1.5.2010 in einem Café, einer Bar oder Kneipe beim Rauchen erwischt wird, wird von der Polizei mit 80 Franken bestraft. Im Wiederholungsfall sogar bis 1000 Franken. Was in anderen Ländern möglich ist, muss auch in Österreich möglich sein. Rockenbauer: "Ein leicht administrierbares Tabakgesetz ohne Ausnahmen fördert die Akzeptanz und die Einhaltung."

Erfreulich sei für Rockenbauer, dass der Gesundheitsminister klar zu erkennen gegeben habe, dass auch er mit dem derzeitigen Zustand der Missachtung des Tabakgesetzes durch die Wirte verärgert sei und eine Verschärfung des Tabakgesetzes angekündigt habe. Auch die Volksanwaltschaft ist tätig geworden und überprüft nun einige Fälle, wo es zu einem Amtsmissbrauch gekommen sein könnte. Behörden haben unverzüglich einer Anzeige oder Meldung nachzugehen, was aber nicht immer geschehe. Die Unterschiedlichkeit im Vollzug stößt Rockenbauer sauer auf. Bei den einen geht es schnell, bei den anderen sehr langsam. Die einen sehen einen Verstoß richtigerweise als Einzeldelikt (jede Meldung, soweit sie berechtigt ist, führt zu einer Strafverfügung mit ansteigender Höhe), die anderen sehen ein Fortsetzungsdelikt (zwischen Erhebung und Strafzustellung, die meist 3 - 4 Monate dauert, längstens 6 Monate, werden alle bis dahin einlangenden Beschwerden als ein Delikt gesehen). Die einen behandeln auch anonyme Meldungen, die anderen weigern sich, solchen Informationen nachzugehen, obwohl sie dazu verpflichtet sind.

Bundesleiter Robert Rockenbauer fordert, dass es für jene, die eine Meldung oder Anzeige tätigen, eine Auskunftspflicht geben müsse, damit man kontrollieren könne, ob und was die Behörde im einzelnen Fall unternommen habe. Umgekehrt müsse es einen Datenschutz für den Anzeiger gegenüber dem Angezeigten geben. Rockenbauer sind Fälle bekannt, wo der Wirt plakativ im Lokal verkündet, wer ihn angezeigt hat. Solche Personen können sich dann gerade in kleineren Gemeinden nicht mehr im Lokal blicken lassen. Sie werden mit üblen Beschimpfungen und Bedrohungen von Wirten und Gästen überhäuft. Der Gesetzgeber hätte wissen müssen, dass eine nicht staatliche Kontrolle den Konflikt zwischen Raucher und Nichtraucher verschärft.

Der Widerstand in der Bevölkerung gegenüber einer halbherzigen Lösung wächst. "Wenn uneinsichtige Wirte uns herausfordern", so Rockenbauer, "können wir mit mehr Kontrolle antworten. Wir sind keine Feinde der Wirte und wollen dem angeschlagenen Gastgewerbe, das seit den 90er Jahren mit Umsatzeinbußen zu kämpfen hat, nicht weiter durch Strafen schaden, sondern mit einem 'Tabakgesetz ohne Ausnahmen' helfen. 96 Prozent der Wirte wollen eine einheitliche Regelung (ausgenommen Wirte bis 50 qm)." Der Nichtraucherschutz habe absoluten Vorrang vor allen anderen Interessen. Das Grundrecht auf rauchfreie Atemluft gelte auch in der Gastronomie. Es sei traurig, so Rockenbauer weiter, dass es der "Nikotin-Drogenindustrie" immer wieder gelänge, durch geschickte Lobbyarbeit Emotionen und Kontroversen zu erzeugen und mit Horrorszenarien von Umsatzrückgängen die Regierungen von einem generellen Rauchverbot abzuhalten. Man müsse sich immer wieder fragen: "Wem nützt es". Rauchfreiheit nütze nur der Tabakindustrie, sehr zum Schaden der Wirte, der Nichtraucher und der Raucher. Die Tabakindustrie beeinflusse die nationale und europäische Gesetzgebung. British-American Tobacco (BAT) sei es gelungen, zusammen mit einer Gruppe anderer Hersteller gesundheitsschädlicher Produkte, in die Ausgestaltung des “impact assessment” (Einschätzungseffekt) einzugreifen. Für die Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher eine bereits 35-jährige schmerzvolle Erfahrung: "Nichtraucherschutz ist Gesundheitsschutz, doch dieser wird meistens den Wirtschaftsinteressen einzelner geopfert. Beweis: Von der Sachlichkeit her müssten heute Tabakwaren verboten werden. Von der Vernunft her müsste es schon längst ein Rauchverbot überall im geschlossenen Raum geben. Von den Emotionen her ist es bis heute nicht gelungen, Politiker zu diesem längst überfälligen Schritt zu bewegen." Das Volk brauche Politiker, die sich von einer Industrie distanziere, deren Produkte jährlich in Österreich allein über 11.000 ihrer Konsumenten umbringe und als "Nebeneffekt" auch noch über 1.000 Passivraucher in den Tod schicke!

Alles taktieren, hinauszögern und schüren von Kontroversen müsse nun ein Ende haben. Die wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit eines konsequenten Nichtraucherschutzes könne nicht mehr geleugnet werden. Daher fordert die Schutzgemeinschaft für Nichtraucher von der Bundesregierung einen "umfassenden und ausnahmslosen Schutz aller Menschen vor Tabakrauch in geschlossenen Räumen." Das bedeute auf jeden Fall auch, dass Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr keine Raucherräume betreten dürfen und auch zu Hause geschützt werden müssten. Rockenbauer: "Rauchen muss sich auf jene Personen beschränken, die sich in ihrem gesundheitsschädigenden Tun einig sind und dabei nicht andere Personen mit Tabakrauch belästigen und gefährden. Da kann es keine Toleranz geben, denn Gesundheitsschädigung ist nicht toleranzfähig." Wirte seien gut beraten, sich für ein einheitliches, einfach exekutierbares Tabakgesetz mit einem generellen Rauchverbot einzusetzen, weil nur dann - nach einer ca. dreimonatigen Durststrecke - auch die Nichtraucher, die bisher Jahrzehnte von der Gastronomie ausgesperrt waren, wieder in die Lokale kommen würden. "Wirte sehen nur die Gäste, die schon bisher gekommen sind. Die größere Gruppe sind die Fernbleibenden, die sich nicht mit Tabakrauchgiften schädigen, gefährden, nötigen, vollstinken, krankmachen und umbringen lassen wollen", so Bundesleiter Robert Rockenbauer von der Österreichischen Schutzgemeinschaft für Nichtraucher (www.alpha2000.at/nichtraucher).

Auch Dietmar Erlacher, Bundesobmann des Vereins "Krebspatienten für Krebspatienten", fordert von der Politik ein generelles Rauchverbot in allen Lokalen, weil nur so ein wirksamer Nichtraucherschutz erreicht werden könne. "Warum zeigen die tausenden Anzeigen bisher keine Wirkung? Ein Beweis dafür, dass das Tabakgesetz vollständig versagt hat." Auf www.sis.info können Bürger Verstöße gegen das Tabakgesetz melden.


4857
Sonstiges / Ab 15.1.2010: Pressekonferenzen
« am: Januar 21, 2010, 20:58:15 Nachmittag »
Krebspatienten für Krebspatienten
Initiative Rauchfreie Gaststätten                                                 
1220 Wien, Steigenteschg. 13/1/46, Tel. 0650-577-2395
www.krebsforum.at und www.rauchersheriff.at                 


                                                           
Sehr geehrte Damen und Herren!                        20.1.2010
Sehr geehrte Vertreter der Medien!

Seit einem Jahr gibt es ein neues Tabakgesetz. Die Hoffnung, dass es in Österreich nun endlich auch einen funktionierenden Nichtraucherschutz geben wird, war groß. Doch bereits nach wenigen Wochen wurde diese Hoffnung wieder einmal bitter zerstört: In den Lokalen wurde gequalmt wie eh und je.

Als Leiter des Vereins der bundesweiten Selbsthilfegruppen „Krebspatienten für Krebspatienten“ wurde ich deshalb immer wieder darauf angesprochen dieses Thema aufzugreifen, schließlich war bei einer überwie-genden Zahl unserer Mitglieder der Tabakrauch mit 68 kanzerogenen Stoffe die auslösende Ursache.

Im März 2009 fanden sich Krebspatienten, Ärzte, Studenten, Lungenkranke und zahlreiche Sympathisanten zusammen, um den fehlenden Nichtraucherschutz nachzuweisen. Das Ergebnis war katastrophal. Im Wiener Innenstadtbereich fehlte in mehr als 90% der Lokale der Nichtraucherschutz. Es folgten dann 11 Presse-konferenzen bundesweit. Die Verstöße wurden gesammelt und zur Anzeige gebracht. Das Ergebnis war in allen Landeshauptstädten gleich schlecht. In den Landgemeinden war dies noch unbefriedigender.

Mitte des Jahres mehrten sich die Hinweise, dass trotz dieser Anzeigenflut weiter geraucht wurde. Unsere Nachkontrollen ergaben ein nahezu unverändertes Bild. Die Vertreter der Sparte Gastronomie in der WKO machten dafür die aufschiebende Wirkung der Ansuchen um einen Umbau verantwortlich, also konzen-trierten wir uns nun auf die öffentlichen Bereiche, da hier das Rauchverbot bereits seit 2005 ohne Ausnahmeregelung gültig ist. Auch hier nahezu identisches Ergebnis: Mehr als 80% der Lokale in Einkaufszentren erlauben weiterhin das Rauchen.

Schließlich blieb nur mehr die Frage offen: Warum zeigten die tausenden Anzeigen bisher keinen Erfolg? Gespräche mit Vertretern der Behörden, dem Ministerium und der Volksanwaltschaft brachte die Wahrheit ans Licht: Anzeigen werden meist nicht als Einzeldelikt behandelt, sondern „gesammelt“; das Gesetz ist hier nicht ausreichend klar. Die Höhe der Strafe beträgt oft nur 100 Euro, oder knapp darüber, auch bei wiederholten Strafen. Die Anzeigen bleiben auf manchen Ämtern lange liegen, rund 6 Monate; Anzeigen die wir bei einer Pressekonferenz übergeben haben, verschwanden sogar.

Für uns ist klar, dass das Gesetz vollständig versagt hat. Auch im vergangenen Jahr starben in Österreich wieder mehr als 11.000 Raucher und mehr als 1.000 Passivraucher vorzeitig an den Folgen des tödlichen Tabakrauches. Es ist beschämend, dass die Politik einfach nur zusieht und zuwartet.

Wir freuen uns über das wachsende öffentliche Interesse. Weiterhin rufen wir auf zur Beteiligung an der von Gesundheitsminister Stöger initiierten anonymen Volksbefragung, auf www.sis.info 
Und im Internet formiert sich eine breite Masse, die ein Volksbegehren einleiten möchte. Wir empfehlen der Politik, die Zeichen der Zeit zu sehen. Wir denken, dass lediglich ein generelles Rauchverbot in allen Lokalen zu einem wirksamen Nichtraucherschutz führen wird, und der Zeitpunkt diese Notwendigkeit endlich durchzusetzen ist JETZT!

Dietmar Erlacher, Krebspatient, KfK Bundesobmann,
Leiter der „Initiative Rauchfreie Gaststätten“

4858
Sonstiges / Ab 15.1.2010: 21.1.10, Pressekonferenz in Wien
« am: Januar 21, 2010, 20:52:29 Nachmittag »
Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher (Aktiv seit 1975!)
Bundesleiter Robert Rockenbauer                     
Thomas-Riss-Weg 10, 6020 Innsbruck                       
p e r s ö n l i c h   e r r e i c h b a r:                                           
Beratungszentrum für Nichtraucher und Raucher
Haller Straße 3, 6020 Innsbruck
Telefon und Fax 0512 / 268025
Neu: 0664/9302958
Mo - Fr 9.30 - 12.30, 15 - 18.30 Uhr
Kto.Nr. 0000-075960 Tiroler Sparkasse (20503)
www.alpha2000.at/nichtraucher
nichtraucherschutz@aon.at


Sehr geehrte Nichtraucherin!
Sehr geehrter Nichtraucher!

Erinnerung
Informationsabend zum Nichtraucherschutz in Innsbruck und Wien

Innsbruck am 13.1.2010 um 19 Uhr im Austrotel,
Bernhard-Höfel-Straße 16 (gegenüber Media-Markt; Autobahnausfahrt Innsbruck-Ost). Eine Voranmeldung wäre hilfreich zwecks Saaleinteilung (Telefon, Mail, Fax). Um Konsumation (Getränke, nach Möglichkeit auch Abendessen) wird gebeten, damit sich die Saalmiete reduziert. Die erste halbe Stunde ist einem lockeren Kennenlernen gewidmet.
Das Austrotel ist komplett rauchfrei!
Parkplätze vor und hinter dem Hotel. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus C (Richtung Baggersee-Rossau), bleibt direkt beim Hotel stehen.

Die nichtrauchende Bevölkerung muss besser über das Tabakgesetz aufgeklärt werden. Was kann/muss jeder einzelne dazu beitragen, dass nach einem Jahr der Missachtung des Nichtraucherschutzes mehr Effizienz und Nachhaltigkeit erreicht werden kann?
Mehr erfahren Sie von mir beim Info-Abend.

Ihre Teilnahme ist sehr wichtig!

Die gleiche Veranstaltung findet auch in Wien statt:
Wien (7. Bezirk) am 20.1.2010 um 19 Uhr im Gemeindesaal der Evangelischen Kirche, Lindengasse 44a. Links neben dem Kircheneingang ist ein Tor und dann die Stiege hinunter zum Gemeindesaal.


Der Fortbestand der Schutzgemeinschaft für Nichtraucher ist durch Subventionskürzungen und Rückgänge bei Spenden und Mitgliedsbeiträgen in eine arge Schieflage geraten. Auch darüber müssen wir reden, wie alles weitergehen soll.

Die Teilnehmer beim  Informationsabend haben die Möglichkeit, Nichtraucher-Materialien (Plakate, Aufkleber usw.) im Werte von 5,- Euro mitzunehmen. Darüber hinaus gibt es einen großzügigen Mengenrabatt! Außerdem wollen wir eine Resolution an die Bundesregierung verfassen bzw. einen Text für die Pressekonferenz am 21.1.2010 in Wien vorbereiten.

Bitte kommen Sie zahlreich! Achtung: es sind nur Nichtraucher eingeladen!

Bitte nach Möglichkeit dieses Mail auch in Ihrem Verteiler weiterleiten.


Sie wohnen in einem anderen Bundesland und würden gerne auch in Ihrer Landeshauptstadt einen solchen Info-Abend besuchen?
Dann schreiben Sie mir. Welches Lokal wäre geeignet? Es muss ein Nichtraucherlokal sein.

Mit freundlichen Grüßen
Robert Rockenbauer

4859
Sonstiges / 1.12.09 bis 31.1.2010: NR.-Schutz - 6.000 Anzeigen2009 - Facebook
« am: Januar 21, 2010, 20:11:54 Nachmittag »
Nichtraucher wollen Volksbegehren

Im Internet formieren sich die Nichtraucher. Sie fordern ein Rauchverbot in Lokalen. Minister Alois Stöger reagiert noch zaghaft.


Raucher- und Nichtraucherzonenlogos auf dem Display eines Laptops Facebook-Plattform: An die 18.000 Nichtraucher formierten sich bis Montagabend im Internet und fordern ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie. Die Politik reagiert zaghaft. DruckenSendenLeserbrief
kommentieren Bookmark and Share
Auf der Internetplattform Facebook (www.facebook.com) wird massiv für ein generelles Rauchverbot in der heimischen Gastronomie mobil gemacht. 19.097 Sympathisanten haben sich in der Gruppe "Rauchverbot in Lokalen" bis gestern, Montag, eingetragen.

Organisator Hubert Doppelhofer definiert das Ziel: "Wir streben ein Volksbegehren an. In allen Lokalen und bei öffentlichen Veranstaltungen wollen wir ein generelles Rauchverbot erwirken." Der Haken dabei: Unterstützungserklärungen im Internet sind bestenfalls als Stimmungsbarometer zu verstehen. Um einen Antrag für ein Volksbegehren einzureichen, sind 8032 Unterschriften notwendig. Die Zahl ergibt sich aus der letzten Volkszählung. Doppelhofer gibt sich kämpferisch: "Die Stimmung in der Bevölkerung geht in Richtung generelles Rauchverbot. Unsere Initiative hat aber keinen politischen Hintergrund."
Ankündigungspolitik

Stöger A. Stöger: "Keine Ausreden mehr"Die Politik, allen voran Gesundheitsminister Alois Stöger, tut sich mit der Verschärfung des seit heuer gültigen Tabakgesetzes sehr schwer. Vorerst regiert Ankündigungspolitik. Stöger lässt die noch von Amtsvorgängerin Andrea
Kdolsky entworfene Tabakgesetz-Novelle jetzt evaluieren. Der Minister, mittlerweile Nichtraucher, kündigte jedoch ein strengeres Vorgehen gegen säumige Wirte an: "Wer dieses Kompromiss-Gesetz nicht einhält und angezeigt wird, muss in Zukunft sofort bestraft werden. Abmahnungen wird es nicht mehr geben. Ichakzeptiere keine Ausreden." Im Wiederholungsfall können Gastronomen und Wirte mit bis zu 10.000 Euro zur Kasse gebeten werden.

Ein erstes Signal in Richtung Gastronomie setzte Stöger am Montag: "Die Übergangsfrist für bauliche Maßnahmen in den Gaststätten endet mit 1. Juli 2010. Ich denke nicht daran, diese Frist zu verlängern." Im internationalen Vergleich sieht er Österreichs Nichtraucherschutz in der Gastronomie "leider im unteren Drittel".

Minister fordert Strafen

Hinterleitner H. Hinterleitner: "Heiße Phase"Auch weil ein Großteil der Bezirksbehörden (Bezirkshauptmannschaften, Magistrate) ihrer Kontrolltätigkeit nicht nachkommt. Die Landeshauptleute, so Stöger weiter, haben in den vergangenen Tagen diesbezüglich ein Schreiben erhalten: "Wir haben eine Latte an Anzeigen. Die sind zu behandeln und es muss gestraft werden." Inoffiziell liegen mehr als 6000 Anzeigen vor.

Ines Ziegler, Kaffeehausbesucherin in Wr. Neustadt, glaubt, dass die Wirtschaft der Verlierer des Verbots ist: "Für sie wäre das Rauchverbot sicher ein großer Verlust, weil Raucher dann nicht mehr in die Lokale gehen." Für den Gastro-Sprecher der Bundeswirtschaftskammer, Helmut Hinterleitner, geht das Thema Tabakgesetz-Novelle jedenfalls jetzt in die heiße Phase: "Bis Juli 2010 müssen bundesweit noch etwa 10.000 Wirte bauliche Maßnahmen setzen. Wir legen unseren Mitgliedern nahe, dieser Aufforderung auch nachzukommen."

Ernst Riedl, Gastwirt in der UCI-Kinowelt wäre für eine solide technische Lösung - ob Rauchverbot oder nicht: "Gute Entlüftungsanlagen sind für Raucher und Nichtraucher wichtig." Im Parlament dürfte eine Verschärfung des Tabakgesetzes nicht die notwendige (einfache) Mehrheit finden. Obwohl sich die Grünen kürzlich für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie stark gemacht haben. Aus dem Büro des Gesundheitsministers kommt die Erklärung: "SP- und Grün-Stimmen sind da zu wenig." Bleiben die guten Vorsätze: Laut einer Umfrage des Fonds Gesundes Österreich wollen 16 Prozent der drei Millionen Raucher nach Silvester die Zigarette für immer ausdämpfen.
Link

    * www.facebook.com

4860
Stöger unterzeichnete Gesundheitsabkommen mit China
Treffen mit Gesundheitsminister Chen, Krankenhausbesichtigungen und Staatsbankett im Rahmen der Chinareise mit Bundespräsident Fischer

   Wien (OTS) - Gesundheitsminister Alois Stöger, der Bundespräsident
Heinz Fischer auf seinem Staatsbesuch in China begleitet, hat gestern
Mittwoch einen Arbeitsplan für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des
Gesundheitswesens zwischen der Republik Österreich und der
Volksrepublik China unterzeichnet. Die Unterzeichnung des Abkommens
fand in Anwesenheit der beiden Staatsoberhäupter Heinz Fischer und Hu
Jintao sowie mehrerer chinesischer und österreichischer
Regierungsmitglieder in der Großen Halle des Volkes in Peking statt.

Die Vereinbarung bekräftigt und regelt die enge Zusammenarbeit der
beiden Staaten, vor allem im Bereich der Traditionellen Chinesischen
Medizin (TCM). "Diese Verträge haben konkrete positive Auswirkungen
auf die österreichischen Patientinnen und Patienten", zeigte sich
Stöger erfreut.

"Durch das Bekenntnis zur Zusammenarbeit mit China, dem Kernland der
TCM, können wir in Österreich eine noch bessere Qualitätssicherung
von derartigen Gesundheitsleistungen gewährleisten", erläuterte
Stöger die Wichtigkeit und Sinnhaftigkeit des "voneinander Lernens im
Gesundheitswesen". Stöger und seine Delegation besuchten auch ein
TCM- sowie ein traditionelles Krankenhaus. "Äußerst positiv
überrascht" war Stöger dabei von der "Vielfältigkeit der angebotenen
Gesundheitsleistungen dieser Spitäler".

Ein zweites Abkommen, welches Stöger mit Wang Yong, dem Direktor der
chinesischen Lebensmittelaufsichtsbehörde geschlossen hat, regelt die
Anforderungen für genetisches Material von Rindern für den Export von
Österreich in die Volksrepublik. Stöger verwies in diesem
Zusammenhang auf die ökonomische Bedeutung des Vertrages. "Das
verhältnismäßig kleine Österreich kann dem ökonomischen Riesen China
ein interessantes, weil qualitativ hochwertiges Produkt anbieten und
so großen wirtschaftlichen Nutzen daraus ziehen", so der
Gesundheitsminister, der nach Unterzeichnung der beiden Abkommen auch
am feierlichen Bankett von Staatspräsident Hu Jinato teilnahm.

Als weiteres Highlight im Rahmen des viertägigen Staatsbesuches stand
heute, Donnerstag, ein Arbeitsgespräch mit dem chinesischen
Gesundheitsminister Chen Zhu auf dem Programm. "Insgesamt herrschte
eine sehr gute Gesprächsbasis. Wir haben über die bisherige
Zusammenarbeit beider Länder im Gesundheitsbereich gesprochen und die
Weiterführung dieser Zusammenarbeit auch in Zukunft bekräftigt. Vor
allem zeigte mein Kollege Minister Chen großes Interesse am
solidarisch finanzierten österreichischen Gesundheitssystem",
schilderte Stöger das Treffen.

Im Anschluss reiste die Delegation weiter nach Shanghai, wo der
verbleibende letzte Tag des Staatsbesuches im Zeichen der EXPO 2010
stehen wird.

Rückfragehinweis:
   Bundesministerium für Gesundheit
   Sigrid Rosenberger, Pressesprecherin
   Tel.: +43/1/71100-4506
   sigrid.rosenberger@bmg.gv.at
   http://www.bmg.gv.at

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0073    2010-01-21/10:45