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Nachrichten - admin

4801
Sonstiges / 1.2.10 bis ...: INFOS, Politiker/Medienberichte: Glawischnig
« am: Februar 10, 2010, 12:20:41 Nachmittag »


4 ANFRAGEN an 4 VERANTWORTLICHE!



3921/J XXIV. GP

Eingelangt am 11.12.2009
Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich.

ANFRAGE

der Abgeordneten Glawischnig-Piesczek, Freundinnen und Freunde

 an den Bundeskanzler

 betreffend Maßnahmen zur Förderung des Nichtrauchens in Österreich

 Das novellierte Tabakgesetz ist seit einem Jahr in Kraft und es lässt sich auch ohne die Ergebnisse der derzeit laufenden Evaluierung feststellen, dass die derzeitigen Regelungen vollkommen unzureichend sind. Abgesehen von der missglückten Novellierung, die vielfach als „großer Pfusch“ bezeichnet wird, setzt die Bundesregierung keinerlei Initiativen zur Eindämmung des Tabakkonsums.

 Und das  obwohl die Zahlen, die kürzlich von ExpertInnen und ÄrztInnen präsentiert wurden alarmierend sind: Nirgendwo in Europa rauchen die 15-Jährigen soviel wie in Österreich. Jede(r) vierte 15-Jährige in Österreich raucht, das Einstiegsalter ist auf elf Jahre gesunken, die Zahl der Jungendlichen zwischen 11 und 17 Jahren, die täglich rauchen, beträgt 146.000. Mediziner kritisieren, dass Zigaretten in Österreich leichter erhältlich seien als Lebensmittel, ein Beitrag im ORF-Report vom 10.11.2009 hat gezeigt, wie problemlos 14-Jährige in heimischen Trafiken Zigaretten kaufen können, obwohl der Verkauf an  Jugendliche unter 16 Jahren gesetzlich verboten ist.

 Laut Weltgesundheitsorganisation WHO rauchen 43,3 Prozent der heimischen Erwachsenen, ein Spitzenwert im internationalen Vergleich. In diesem Umfeld entwickelt sich das Passivrauchen als wahre Zeitbombe für NichtraucherInnen, vor allem für Kinder, die immer häufiger und früher an Erkrankungen leiden, die bisher nur den Erwachsenen vorbehalten waren. Selbst in Nichtraucher-Bereichen in der Gastronomie werden Feinstaubwerte gemessen, die ein Vielfaches über den gesundheitsrelevanten Grenzwerten liegen.

 Österreich gilt mittlerweile  international als eines  der angenehmsten Tourismusziele für Raucher. Meldungen der Los Angeles Times zufolge nimmt Österreich im Ranking der raucherfreundlichsten Länder den vierten Platz ein. Nur Griechenland, der Klein-Inselstaat Nauru und Russland liegen noch vor uns. Fraglich ist nur, ob wir uns dieses Image tatsächlich leisten wollen.

Trotz der vielfältigen negativen Folgen des Rauchens unternehmen die Bundesregierung und der Gesundheitsminister nichts, um dem dramatischen Anstieg des Tabakkonsums entgegen zu wirken und gegen das Image Österreichs als „Aschenbecher Europas“ anzukämpfen, sondern gehen stattdessen vor der Raucherlobby in die Knie.

Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgende

ANFRAGE:

 
1.            In vielen europäischen Ländern sind wirksame Maßnahmen gegen den               

         Tabakkonsum längst erfolgreich eingeführt und umgesetzt, mittels derer das       

         Herzinfarktrisiko nachweislich und die Zahl der Krebsneuerkrankungen mit         

         hoher Wahrscheinlichkeit gesenkt werden können. Auch die EU verfolgt             

         einen Anti-Rauch-Kurs als zentraler Bestandteil der Gesundheitsförderung.         

         Wie beurteilen Sie den Umgang mit der Raucherproblematik in Österreich in     

         Anbetracht des hohen Anteils an Rauchern?

 
2.            Wie besorgniserregend ist aus Ihrer Sicht die hohe Zahl der Jugendlichen,         

         die mit dem Rauchen beginnen?

 
3.            Ist für Sie das negative Image Österreichs als Raucheroase akzeptabel?

 
4.            Österreich ist betreffend Nichtraucherschutz und Prävention Schlusslicht in         

         der EU. Inwieweit sehen Sie die Glaubwürdigkeit der Politik gefährdet, wenn

          sie sich nicht stärker für die Eindämmung des Tabakkonsums engagiert,           

         indem sie beispielsweise wirksame Bewusstsein bildende Maßnahmen             

         gegen das Rauchen setzt?

 
5.            Gemäß einer kürzlich durchgeführten Eurobarometer-Umfrage befürworten

          80 Prozent der EU-Bürger Rauchverbote; in Österreich fühlen sich 91

          Prozent durch Rauch belästigt; dazu kommt die volkswirtschaftliche      Komponente: weniger Tabakkonsum bedeutet weniger Erkrankungen und           

         damit geringere Kosten für das Sozialsystem. Warum wird trotz dieser

         Fakten von Seiten der Bundesregierung nicht wirksam gegen das Rauchen       

         vorgegangen?


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Eingelangt am 11.12.2009
Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich.

 
ANFRAGE

 
der Abgeordneten Glawischnig-Piesczek, Freundinnen und Freunde


an den Bundesminister für Finanzen
 

betreffend Maßnahmen zur Förderung des Nichtrauchens in Österreich

Das novellierte Tabakgesetz ist seit einem Jahr in Kraft und es lässt sich auch ohne die Ergebnisse der derzeit laufenden Evaluierung feststellen, dass die derzeitigen Regelungen vollkommen unzureichend sind. Abgesehen von der missglückten Novellierung, die vielfach als „großer Pfusch“ bezeichnet wird, setzt die Bundesregierung keinerlei Initiativen zur Eindämmung des Tabakkonsums.

Und das  obwohl die Zahlen, die kürzlich von ExpertInnen und ÄrztInnen präsentiert wurden alarmierend sind: Nirgendwo in Europa rauchen die 15-Jährigen soviel wie in Österreich. Jede(r) vierte 15-Jährige in Österreich raucht, das Einstiegsalter ist auf elf Jahre gesunken, die Zahl der Jungendlichen zwischen 11 und 17 Jahren, die täglich rauchen, beträgt 146.000. Mediziner kritisieren, dass Zigaretten in Österreich leichter erhältlich seien als Lebensmittel, ein Beitrag im ORF-Report vom 10.11.2009 hat gezeigt, wie problemlos 14-Jährige in heimischen Trafiken Zigaretten kaufen können, obwohl der Verkauf an  Jugendliche unter 16 Jahren gesetzlich verboten ist.

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO rauchen 43,3 Prozent der heimischen Erwachsenen, ein Spitzenwert im internationalen Vergleich. In diesem Umfeld entwickelt sich das Passivrauchen als wahre Zeitbombe für NichtraucherInnen, vor allem für Kinder, die immer häufiger und früher an Erkrankungen leiden, die bisher nur den Erwachsenen vorbehalten waren. Selbst in Nichtraucher-Bereichen in der Gastronomie werden Feinstaubwerte gemessen, die ein Vielfaches über den gesundheitsrelevanten Grenzwerten liegen.

 
Österreich gilt mittlerweile  international als eines  der angenehmsten Tourismusziele für Raucher. Meldungen der Los Angeles Times zufolge nimmt Österreich im Ranking der raucherfreundlichsten Länder den vierten Platz ein. Nur Griechenland, der Klein-Inselstaat Nauru und Russland liegen noch vor uns. Fraglich ist nur, ob wir uns dieses Image tatsächlich leisten wollen.

 
Trotz der vielfältigen negativen Folgen des Rauchens unternehmen die Bundesregierung und der Gesundheitsminister nichts, um dem dramatischen Anstieg des Tabakkonsums entgegen zu wirken und gegen das Image Österreichs als „Aschenbecher Europas“ anzukämpfen, sondern gehen stattdessen vor der Raucherlobby in die Knie.

 
Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgende

 
ANFRAGE:


1.            Sehen Sie in Anbetracht der besorgniserregenden Situation in Österreich         

         (hohe Raucherquote, niedriges Einstiegsalter, Image als Raucheroase)             

         einen Handlungsbedarf zur Einschränkung des Tabakkonsums, wenn ja,             

         welche Maßnahmen sollten gesetzt werden?
 

2.            Derzeit fehlt es an einer wirksamen und durchdachten Strategie gegen das       

         Rauchen. Würden Sie ein österreichweites Konzept unter Einbeziehung aller

         relevanten Akteure (Politik, Wirtschaft, Experten, Ärzte usw.) befürworten?
 

3.    Aus finanzieller Sicht wird vielfach mit einer Verringerung der Einnahmen über die Tabaksteuer im Falle eines Rückgangs des Rauchkonsums argumentiert. Welchen Anteil hat die Tabaksteuer am gesamten Steueraufkommen?


4.    Mit welchen Rückgängen wäre zu rechnen und welche Rolle würden diese für den Staatshaushalt spielen?


5.    Kann mit dem finanziellen Aspekt überhaupt argumentiert werden, wenn es um die Gesundheit der Bevölkerung geht?


6.    Warum wird die Tabaksteuer nicht zweckgebunden für die Prävention verwendet?

 
7.    Rauchen erhöht bekanntlich das Krebs- und Herzinfarktrisiko um ein Vielfaches, was häufig zu langen Behandlungen und Therapien der Erkrankten führt. Inwiefern könnte durch die Reduzierung des Rauchens das Gesundheitssystem finanziell entlastet werden?

 
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Eingelangt am 11.12.2009
Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich.

ANFRAGE

der Abgeordneten Glawischnig-Piesczek, Freundinnen und Freunde

an den Bundesminister für Gesundheit

 

betreffend Maßnahmen zur Förderung des Nichtrauchens in Österreich
 

Das novellierte Tabakgesetz ist seit einem Jahr in Kraft und es lässt sich auch ohne die Ergebnisse der derzeit laufenden Evaluierung feststellen, dass die derzeitigen Regelungen vollkommen unzureichend sind. Abgesehen von der missglückten Novellierung, die vielfach als „großer Pfusch“ bezeichnet wird, setzt die Bundesregierung keinerlei Initiativen zur Eindämmung des Tabakkonsums.
 

Und das  obwohl die Zahlen, die kürzlich von ExpertInnen und ÄrztInnen präsentiert wurden alarmierend sind: Nirgendwo in Europa rauchen die 15-Jährigen soviel wie in Österreich. Jede(r) vierte 15-Jährige in Österreich raucht, das Einstiegsalter ist auf elf Jahre gesunken, die Zahl der Jungendlichen zwischen 11 und 17 Jahren, die täglich rauchen, beträgt 146.000. Mediziner kritisieren, dass Zigaretten in Österreich leichter erhältlich seien als Lebensmittel, ein Beitrag im ORF-Report vom 10.11.2009 hat gezeigt, wie problemlos 14-Jährige in heimischen Trafiken Zigaretten kaufen können, obwohl der Verkauf an  Jugendliche unter 16 Jahren gesetzlich verboten ist.
 

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO rauchen 43,3 Prozent der heimischen Erwachsenen, ein Spitzenwert im internationalen Vergleich. In diesem Umfeld entwickelt sich das Passivrauchen als wahre Zeitbombe für NichtraucherInnen, vor allem für Kinder, die immer häufiger und früher an Erkrankungen leiden, die bisher nur den Erwachsenen vorbehalten waren. Selbst in Nichtraucher-Bereichen in der Gastronomie werden Feinstaubwerte gemessen, die ein Vielfaches über den gesundheitsrelevanten Grenzwerten liegen.
 

Österreich gilt mittlerweile  international als eines  der angenehmsten Tourismusziele für Raucher. Meldungen der Los Angeles Times zufolge nimmt Österreich im Ranking der raucherfreundlichsten Länder den vierten Platz ein. Nur Griechenland, der Klein-Inselstaat Nauru und Russland liegen noch vor uns. Fraglich ist nur, ob wir uns dieses Image tatsächlich leisten wollen.
 

Trotz der vielfältigen negativen Folgen des Rauchens unternehmen die Bundesregierung und der Gesundheitsminister nichts, um dem dramatischen Anstieg des Tabakkonsums entgegen zu wirken und gegen das Image Österreichs als „Aschenbecher Europas“ anzukämpfen, sondern gehen stattdessen vor der Raucherlobby in die Knie.
 

Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgende
 

ANFRAGE:

 

   1. Was werden Sie konkret unternehmen, um den Besorgnis erregenden Entwicklungen unter Jugendlichen, die immer früher mit dem Rauchen beginnen, entgegenzuwirken?
 

   2. Planen Sie Maßnahmen zur Prävention vor allem unter den Jugendlichen, wenn ja welche?
 

   3. Welche Maßnahmen werden Sie setzen, um die Einhaltung des Verbots, keine Zigaretten an Jugendliche unter 16 Jahren zu verkaufen, besser zu kontrollieren?
 

   4. Ist das internationale Bild Österreichs als Raucherland tatsächlich erstrebenswert? Wie werden Sie gegensteuern?
 

   5. Planen Sie die Einführung eines generellen Rauchverbots in der Gastronomie, wenn nein warum nicht?
 

   6. Ist aus Ihrer Sicht der derzeitige Nichtraucher-Schutz ausreichend?
 

   7. Die Gastronomie vertritt die Ansicht, dass sie im Falle eines generellen Rauchverbotes mit starken Einbußen zu rechnen hätte, viele Lokale wären angeblich mit Schließung bedroht. Glauben Sie, hätte die Gastronomie tatsächlich mit empfindlichen Einbußen zu rechnen, zumal bei einem generellen Rauchverbot die „Chancengleichheit“ für alle hergestellt wäre?
 

   8. Erscheint die Implementierung eines strukturierten Kontrollsystems notwendig?

       Wenn ja, wie soll dieses aussehen, wenn nein, warum nicht?
 

   9. Ein wesentlicher Bestandteil zur Feststellung der Gesundheitsgefährdung in Betrieben sind die sogenannten MAK-Werte (Maximale Arbeitsplatzkonzentration von Schadstoffen, Grenzwerte). Nach der derzeitigen Grenzwerteverordnung sind nur Immissionen ausschlaggebend, die im Zuge von Arbeitsprozessen entstehen. Tabakrauch ist davon nicht betroffen. Ist für Sie eine Änderung dieser Verordnung vorstellbar, wonach auch Tabakrauch berücksichtigt wird, wenn nein, was wären die Gründe, die dagegen sprechen?
 

  10. Wann wird die Evaluierung zum Tabakgesetz fertig gestellt sein? Werden die Ergebnisse veröffentlicht, wenn nein, warum nicht?
 

  11. Es wird vielfach diskutiert, dass verschärfte Maßnahmen gegen das Rauchen und eine damit einhergehende Verringerung des Rauchkonsums eine deutliche Verminderung der Einnahmen über die Tabaksteuer nach sich ziehen würde. Hätte diese Reduzierung der Steuereinnahmen aus Ihrer Sicht nennenswerte negative Auswirkungen auf den Staatshaushalt? Welche Kosten im Gesundheitsbereich könnten Ihrer Meinung nach eingespart werden, wenn durch verschärfte Maßnahmen gegen das Rauchen der Zigarettenkonsum in Österreich sinken würde?
 

  12. Treten Sie dafür ein, die Tabaksteuer zweckgebunden im Bereich der Prävention zu verwenden? Wenn nein, warum nicht?


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Eingelangt am 11.12.2009
Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich.

ANFRAGE

der Abgeordneten Glawischnig-Piesczek, Freundinnen und Freunde

an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend

betreffend Maßnahmen zur Förderung des Nichtrauchens in Österreich

Das novellierte Tabakgesetz ist seit einem Jahr in Kraft und es lässt sich auch ohne die Ergebnisse der derzeit laufenden Evaluierung feststellen, dass die derzeitigen Regelungen vollkommen unzureichend sind. Abgesehen von der missglückten Novellierung, die vielfach als „großer Pfusch“ bezeichnet wird, setzt die Bundesregierung keinerlei Initiativen zur Eindämmung des Tabakkonsums.
 

Und das  obwohl die Zahlen, die kürzlich von ExpertInnen und ÄrztInnen präsentiert wurden alarmierend sind: Nirgendwo in Europa rauchen die 15-Jährigen soviel wie in Österreich. Jede(r) vierte 15-Jährige in Österreich raucht, das Einstiegsalter ist auf elf Jahre gesunken, die Zahl der Jungendlichen zwischen 11 und 17 Jahren, die täglich rauchen, beträgt 146.000. Mediziner kritisieren, dass Zigaretten in Österreich leichter erhältlich seien als Lebensmittel, ein Beitrag im ORF-Report vom 10.11.2009 hat gezeigt, wie problemlos 14-Jährige in heimischen Trafiken Zigaretten kaufen können, obwohl der Verkauf an  Jugendliche unter 16 Jahren gesetzlich verboten ist.
 

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO rauchen 43,3 Prozent der heimischen Erwachsenen, ein Spitzenwert im internationalen Vergleich. In diesem Umfeld entwickelt sich das Passivrauchen als wahre Zeitbombe für NichtraucherInnen, vor allem für Kinder, die immer häufiger und früher an Erkrankungen leiden, die bisher nur den Erwachsenen vorbehalten waren. Selbst in Nichtraucher-Bereichen in der Gastronomie werden Feinstaubwerte gemessen, die ein Vielfaches über den gesundheitsrelevanten Grenzwerten liegen.
 

Österreich gilt mittlerweile  international als eines  der angenehmsten Tourismusziele für Raucher. Meldungen der Los Angeles Times zufolge nimmt Österreich im Ranking der raucherfreundlichsten Länder den vierten Platz ein. Nur Griechenland, der Klein-Inselstaat Nauru und Russland liegen noch vor uns. Fraglich ist nur, ob wir uns dieses Image tatsächlich leisten wollen.
 

Trotz der vielfältigen negativen Folgen des Rauchens unternehmen die Bundesregierung und der Gesundheitsminister nichts, um dem dramatischen Anstieg des Tabakkonsums entgegen zu wirken und gegen das Image Österreichs als „Aschenbecher Europas“ anzukämpfen, sondern gehen stattdessen vor der Raucherlobby in die Knie.
 

Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgende

ANFRAGE:

1.            Ist das internationale Bild als Raucherland dem Wirtschafts- und             Tourismusstandort Österreich wirklich dienlich bzw. schwächt dieses Image             

         nicht die jüngsten Bemühungen, die Wettbewerbsfähigkeit der

         österreichischen Tourismuswirtschaft in der neu ins Leben gerufenen   

         Strategie zu sichern
 

2.            Sind die derzeitigen Maßnahmen zum Schutz der Nichtraucher einerseits           

         und zur Prävention andererseits ausreichend gegeben?
 

3.            Wie sehen Sie als Jugendminister die Problematik, dass Jugendliche immer     

         häufiger und früher zur Zigarette greifen und welche Maßnahmen dagegen         

         werden Sie ergreifen?
 

4.            Was spricht gegen die Einführung eines generellen Rauchverbots in der             

         Gastronomie?
 

5.    VertreterInnen der Gastronomie sind vielfach der Ansicht, die Einführung eines generellen Rauchverbotes hätte negative finanzielle Auswirkungen auf die Gastronomiebetriebe, viele Lokale wären sogar mit der Schließung bedroht. Glauben Sie hätten die Gastwirte tatsächlich mit empfindlichen Einbußen zu rechnen, zumal bei einem generellen Rauchverbot die „Chancengleichheit“ für alle gegeben wäre?
 

6.     Ist ein strukturiertes Kontrollsystem zur Einhaltung der Nichtraucher-Regelungen notwendig, wenn ja, wie soll dieses aussehen, wenn nein,  warum nicht?
 




4802
Sonstiges / 1.2.10 bis ...: Auch Grüne gegen Stöger`s Nicht-Nichtraucherschutz!
« am: Februar 10, 2010, 01:27:34 Vormittag »



DiePresse.com | Panorama | Österreich | Artikel DruckenArtikel drucken
GESETZESINITIATIVE: „Stöger kann da nicht durchtauchen“

09.02.2010 | 18:33 | CLAUDIA DANNHAUSER (Die Presse)

Für Glawischnig ist Zaudern des Gesundheitsministers beim Rauchverbot nur Farce.

WIEN. Eva Glawischnig kann die Gleichgültigkeit der Regierung nicht fassen. Auf eine Anfrageserie der Grünen, die sich mit dem Faktum beschäftigt, dass Österreich die meisten und auch die jüngsten Raucher weltweit hat, hätten Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) und Jugendminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) mit wenig Änderungselan reagiert. Bundeskanzler Werner Faymann verwies überhaupt nur lapidar darauf, nicht zuständig zu sein. Besonders verwundert ist die grüne Parteichefin über den Gesundheitsminister: „Stöger kann da nicht einfach durchtauchen, auch wenn er das glaubt.“

Den Unmut der Grünen zog sich Stöger vor allem mit Antworten wie den folgenden zu: Jugendliche würden immer früher körperlich reif, seien in ihrem Verhalten selbstständiger und verhielten sich immer früher wie Erwachsene. Und weiter: „Das Konsumverhalten ist, gerade bei Jugendlichen, nicht leicht zu beeinflussen.“ Versuche, darauf Einfluss zu nehmen, könnten leicht kontraproduktiv wirken und eine Protesthaltung auslösen.

Das kann doch wohl nicht die einzige Reaktion des Gesundheitsministers darauf sein, dass bei uns schon Neunjährige rauchen und das durchschnittliche Raucher-Einstiegsalter bei elf Jahren liegt – findet jedenfalls Glawischnig.

Genauso sei es zu wenig, dass Stöger und Mitterlehner in großkoalitionärer Einigkeit das Fehlen eines österreichweit einheitlichen Jugendschutzgesetzes beklagen und auf die föderalen Strukturen verweisen. „Warum tun sie nichts dagegen?“, fragt sich Glawischnig. Die Grünen werden jedenfalls in der nächsten Parlamentssitzung Ende Februar aktiv und bringen einen Antrag auf ein absolutes Rauchverbot in Lokalen ein. „Worauf will Stöger noch warten? Das halbherzige Verbot hat nicht gewirkt“, so Glawischnig. Den Österreichern sei ein generelles Verbot durchaus zuzumuten. „Sie kennen es ja aus dem Urlaub – aus den meisten anderen Ländern.“

Reine Gewöhnungssache

Außerdem würden die Leute bald daran Gefallen finden, dass nach Lokalbesuchen am Abend nicht die gesamte Garderobe zur Wäsche muss. Und im Übrigen: Werden die Österreicher nicht bald aktiv, würde das bald die EU für sie übernehmen. Und dann ist es nicht nur mit dem Rauchen in Lokalen, sondern auch in Schulhöfen vorbei – für Lehrer wie für Schüler. Dass Schulen autonom entscheiden können, ob sie das Rauchen erlauben, hält Glawischnig für absolut nicht zeitgemäß.

Übrigens: Parade-Raucher Alexander Van der Bellen steht zur neuen Linie seiner Nachfolgerin.
© DiePresse.com

KOMMENTARE:

rauchersheriffat
10.02.2010 00:23

Stöger: Ich rufe zur Volksbefragung und jeder möge seine Wirte bewerten!
Und wie soll das gehen?
Ganz einfach, und vollkommen anonym, auf: http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html
deatroy
09.02.2010 22:24

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Volksbegehren im Anmarsch
Fast 90.000 Raucher+Nichtraucher fordern einheitlichen Nichtraucherschutz!
http://www.facebook.com/group.php?gid=207474724730&ref=mf
Gast: deatroy

4803
Sonstiges / ORF, Im Zentrum, 31.1.2010
« am: Februar 09, 2010, 16:49:11 Nachmittag »
ORF - Im Zentrum, Sonntag 22 Uhr:
http://tvthek.orf.at/programs/1279-Im-Zentrum/episodes/1217773-im-ZENTRUM--Fett--faul-und-suechtig---Will-uns-die-Regierung-zwangskurieren

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Gesendet: Sonntag, 31. Jänner 2010 22:20
An: imzentrum@utanet.at
Betreff: Heutiges "Im Zentrum" - Mangelhafte Vorsorge, Therapie, Nachsorge von .....

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir vom Verein „Krebspatienten für Krebspatienten, Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen Österreich“ zuletzt in einer Klausurtagung der Selbsthilfegruppenleiterinnen und –leiter das Problem der  Vorsorge, Therapie, Nachsorge im Gesundheitsbereich erhoben und ausführlich diskutiert hatten.
Dabei sind wir im Abschlusspapier zum Schluss gekommen, dass in Österreich die Vorsorge für Kinder, Jugendliche, Erwachsene in vielen Bereichen falsch angeboten wird, an die Betroffen nicht heran kommt, speziell bei nicht deutscher Muttersprache. Ob es sich dabei um Übergewichtige handelt, um Menschen mit falscher Ernährung und zu wenig Bewegung, aber auch beim tödlichen Tabakrauch, die Aktionen des Gesundheitsministeriums und des Hauptverbandes gehen an der Sache vorbei, werden von der Bevölkerung nicht aufgenommen, ja sogar von den Gesundheitsverantwortlichen scheinbar „wissentlich unbrauchbar eingesetzt.“ Auch unsere Straßenbefragung ergab, dass nur jeder siebte annähernd weiß, ob eine Gesundenuntersuchung für ihn schon möglich ist und was dabei in etwa gemacht wird!
 
Beispiel Nichtraucherschutz:
Dass der tödliche Tabakrauch für 50 % aller Krebsarten Verursacher ist, darf als bekannt angenommen werden. Zudem gibt es deswegen frühen Kindstod, Asthma, Allergien, und schon im früheren Erwachsenenalter Schlaganfälle und Herzinfarkte. Einheimischen und Gästen  wird aber - z. B. von der Wiener Wirtschaftskammer - nur ein Cafe mitgeteilt mit gesetzlicher Raumtrennung für den Nichtraucherschutz (Nähe Stephansplatz). Auf die Frage nach nur einem ebensolchen Restaurant wo Raucher und Nichtraucher speisen können, das dem Nichtraucherschutzentspricht, heißt es: gibt es nicht. Das heißt, „niemand“ der Gastronomen hat den Hauptraum für Nichtraucher und einen Nebenraum für Raucher mit selbstschließender, dichter Türe. In Einkaufszentren ist es besonders arg mit der Nichteinhaltung des Rauchverbotes, seit 1.1.2005 Gesetz. Der Centerleiter in Villach diese Woche: Ich weiß um die Gefährlichkeit des Tabakrauches Bescheid, unsere Lokale halten sich aber nicht daran, so gehe ich mit meiner Familie auswärts in die wenigen Nichtraucherlokale.

Wir, aber auch alle Gesundheitsverantwortlichen wissen, dass es in Österreich 2008 nicht nur 11.000 Rauchertote und 1086 Passivrauchtote gab. Unsagbares Leid bringt der Zigarettenkonsum den Betroffenen, Verwandten, Bekannten, auch durch Verlust des Arbeitsplatzes, Invalidenrente, Frührente etc., wie wir es wöchentlich in den Selbsthilfegruppen hören und sehen. Wie kann da unser Gesundheitsminister zuerst von Evaluierung in einem Jahr sprechen, es gab in der Zeit täglich 3 Passivrauchtote, und jetzt wieder nur schweigen, statt endlich generell rauchfreie Lokale zu verlangen und von den Behörden – ohne vorheriger Anzeige von couragierten Menschen – prüfen und bestrafen lassen.

Mittlerweile sind die Grünen (Glawischnig) aber auch Rasinger (ÖVP) für generell rauchfreie Lokale. Oberhauser etc. (SPÖ) verlangten das immer schon, doch die WKO mit der ÖVP war dagegen, und dafür, dass die Behörden nicht von sich zwecks Kontrollen tätig sein können, erst nach einer Anzeige.  Worauf wartet unser Minister?

Gute Besserung!

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Erlacher, Krebspatient
Krebspatienten für Krebspatienten
Bundesobmann und Landesobmann Wien


4804
Sonstiges / Todbringender Tabakrauch: ORF Kongret - NICHT kongret
« am: Februar 09, 2010, 12:14:05 Nachmittag »
Von: krebspatient-krebsforum [mailto:krebspatient-krebsforum@utanet.at]
Gesendet: Mittwoch, 27. Jänner 2010 19:49
An: 'Konkret@orf.at'

Betreff: Heutiges ORF-Konkret zu Nichtraucherschutz war NICHT konkret

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Unbehagen habe ich Ihre heutige Sendung gesehen.
Leider haben Sie die falschen Informanten gefragt, für eine „konkret“ – Sendung.

1)   Das Wiener Cafe Museum hat nicht wegen evtl. Umbaukosten zugesperrt, sondern – lt. Besitzer – da die Miete per 1.1.10 exorbitant angestiegen wäre. Wäre ersteres der Fall gewesen könnten Sie sicher sein, dass bis 30.6.2010 (letzte Frist für Umbau) das Cafe offen geblieben wäre.

2)   Investitionen wurden dort seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gemacht. Jeder Unternehmer muss dabei ein Risiko tragen, da braucht es keine Rechtssicherheit, wie dieser Tabak-Gastro-WKO-Lobbyist (Cafekioskbesitzer?) immer Falschaussagen wissentlich von sich gibt! Sie hätten ihn besser fragen sollen, wie er und seine Kollegen zur vorsätzlichen Körperverletzung mit möglichem, tödlichen Ausgang steht, denn wieder waren in Österreich letztes Jahr rund 11.000 Rauchertote und 1.086 Passivrauchtote! Übrigens: Ich bekomme auch keine Rechtssicherheit bei Investitionen in meinem Betrieb; das fällt unter Unternehmerrisiko, sowie in der Kalkulation unter Gewinn und Wagnis. Aber davon haben wohl die meisten Kaffeesieder noch nie etwas gehört: Tee 2,70 Euro (öS 37,80 !!!) und Melange 3,70 Euro (öS 51,80 !!!), im Schnitt, auch teurer! 

3)   Ein Umbau kostet keinesfalls 150.000.- bis 200.000.-, wie dieser „Ferstl“ wieder sagt. Wir Tischler und Glaser machen dies ab 3.000.- Euro, evtl. zuzügl. Lüftungsumbau in Summe 10.000.- Euro. Eine solche Panikmache schadet auch den Jungunternehmern!

4)   Ebenso ist es eine arge Unterstellung wenn Sie quasi sagen: „Es gibt keine Hilfe zur Raucherentwöhnung“. Genau das Gegenteil ist der Fall. Bei unseren bundesweit 12 Pressekonferenzen, heute in Kärnten (Anlage), hatten wir immer wen kompetenten der GKK am Podium. Selbstverständlich gibt es, auch in Wien, kostenlose Einzel- und Gruppentherapien, oft sogar mit Mentaltraining, Bewegungstherapie und viel, viel mehr, wie ich heute wieder hörte.

5)   Hinweis: Dass die WKO, z. B. in OÖ., 5 Wochen vor der Kammerwahl günstige Darlehen zum Umbau gibt, ist wohl der größte Hohn. In ca. 2 Jahren ist der Nichtraucherschutz EU-Gesetz. Bekommen dann die Wirte wieder ein billiges Darlehen, dass sie die Umbauten wieder entfernen? Der Dumme ist der Wirt, der jeweils 15 Jahre lang die Darlehen zurück zahlen kann. Lachender Dritter ist die Sektion Banken in der WKO, die wieder hinten herum ein gutes Geschäft bekamen.

So darf ich dem ORF empfehlen, bezüglich Nichtraucherschutz kompetentere Fernsehteams einzusetzen. Auch empfehle ich, eine längere Sendung z. B. Report oder Club 2 mit diesem Thema zu veranstalten. Hohe Zuschauerzahlen sind dem ORF gewiss, denn das Thema ist nach wie vor aktuell, wie meine Kurzdiskussion in der ZiB24 zuletzt bewies.

TV-Seher mögen sich dem Aufruf von BM. Stöger anschließen und Lokale bewerten: http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Erlacher, Krebspatient

PS: Laden Sie zur „Supersendung“ auch meinen WKO-Präs. Dr. Leitl ein, denn er war für die WKO mittragend, als dieses „Kdolsky-Gesetz“, glaublich mit Bartenstein, „geboren“ wurde. Er zeichnet mitverantwortlich für täglich 30 Rauchertote und 3 Passivrauchtote! BM. Stöger kann es jetzt „nur“ ausbaden, also sofort generell rauchfreie Lokale zum Gesetz werden zu lassen, wenn er noch länger Gesundheitsminister bleiben will. Innerhalb von nur fünf Wochen organisierten sich nämlich auf Facebook über 82.000 Nichtraucher, die ein Volksbegehren für generell rauchfreie Lokale abhalten werden! Ein kompetenter Gast wäre der Arbeits- und  Hygienemediziner, Internist Prof. Dr. Manfred Neuberger; er misst selbst die Schadstoffe, in den Lokalen, wie im Wohnzimmer. Und vergessen Sie den Tabaklobby-Promianwalt Dr. Ainedter, dem es nicht zu blöd ist für Zigaretten/Zigarren zu werben, den Passivrauch verharmlost, und als Vorstandsmitglied der Österreichischen Krebshilfe die Broschüre „Tabakrauch – Passivrauch“ heraus gibt. Auf solche Leute kann Österreich verzichten!

4805
Sonstiges / Re: 1.2.10 bis ...: Jetzt kommt News
« am: Februar 08, 2010, 01:43:49 Vormittag »
Stöger zu Raucherregelung: „Mir tut
keiner leid, der den Kompromiss bricht"

    * Gesundheitsminister ärgert sich über heimische Wirte
    * EU-Raucher-Dossier für Stöger nur "Empfehlungen"

Im Juni läuft die Übergangsregelung aus, bis zu der Wirte in ihren Lokalen mindestens 50 Prozent der Fläche räumlich getrennt Nichtrauchern widmen müssen. Gesundheitsminister Alois Stöger fährt nun in der aktuellen Ausgabe von NEWS schwere Geschütze gegen jene Wirte auf, die säumig sind und eine Ausdehnung der Übergangsfrist für Umbauten fordern.

„Die Wirte wollten einen Kompromiss, sie bekamen ihn und nun ist kein Herumlavieren drin“, so Stöger im NEWS-Interview. „Bleiben die Wirte ignorant, wird es schärfere Maßnahmen geben, dann geht es in Richtung eines kompletten Rauchverbots.“ Für die Befürchtung der Wirte, die nun fälligen Investitionen könnten sich nicht amortisieren, zeigt der Minister kein Verständnis: „Ehrlich gesagt, mir tut kein Wirt leid, der den erzielten Kompromiss bricht.“

Im Interview mit NEWS nimmt Stöger auch zu der von ihm mitgetragenen EU-Ratsempfehlung Stellung. Darin wird neben einem völligen Rauchverbot auch die Schaffung von „Überwachungs-Sheriffs“, „Vernaderungs-Hotlines“ und „Schauprozessen gegenüber Promi-Rauchern angeregt – Stöger: „Es handelt sich hierbei um Empfehlungen, die das Ziel verfolgen, dass weniger Europäer rauchen, und dagegen gibt es ja wohl doch nichts einzuwenden.“

Mehr dazu lesen Sie im NEWS 05/10

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Totalverbot, Vernadern und Schauprozesse bei Promis: EU sagt Rauchern den Krieg an

    * NEWS: Dossier der Union mit brisanten Maßnahmen
    * "Vom Geist talibanischer Fundamentalisten getragen"
      HIER einen Blick in das Anti-Qualm-Dossier werfen

·"Da würde ich in die Ukraine auswandern"
VIDEO-Umfrage: Sollen Raucher ins Gefängnis?

·Totales Rauchverbot und Schauprozesse
UMFRAGE: Was halten
Sie von dem EU-Dossier?

·Gesundheitsminister: "Mir tut kein Wirt leid"
Im EU-Dossier sind laut Stöger nur Empfehlungen

·Wenn ein Streber plötzlich Visionen hat
A. Athanasiadis: Raucher im Visier. Ihre Meinung?
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·Gastronomie Trennwände
Nichtraucherbereich, Behördenwege, Genehmigungen, Beratung & Montage
www.vames.info

·Rauchen Alkohol
Ihren Abhängigkeitsgrad ermitteln. Mit dem Fagerström-Test.
www.Rauchstopphilfe.at

Bereits am 30. November 2009 beschloss der EU-Rat eine Empfehlung, welche drakonische Maßnahmen gegen Raucher vorsieht. NEWS zitiert in seiner aktuellen Ausgabe aus dem bislang zurückgehaltenen EU-Papier, welches von Österreichs Gesundheitsminister Alois Stöger mitgetragen wurde. Dieses sieht ein völliges Rauchverbot vor, rät zu drakonischen Strafen sowie rigider Überwachung mittels „Raucher-Sheriffs“ und abschreckenden „Schauprozessen“ gegen Promi-Raucher.

NEWS legt nun das gesamte Papier offen und berichtet von der Brüsseler Hatz auf die Raucher. Der renommierte Wiener Verfassungsrechtler Bernd-Christian Funk sieht in dem Dossier „einen neuen Abschnitt im Krieg der Gesellschaft gegen die Raucher.“ Funk zeigt sich von der Diktion des Dossiers entsetzt: „Dieser Text ist nahezu vom Geist talibanischer Fundamentalisten getragen.“

Der Wiener Rechtswissenschaftler zieht im Gespräch mit NEWS eine bittere Bilanz über das größer werdende Verlangen nach Verboten und Kontrolle: „Dieses Papier spiegelt eine fortschreitende Radikalisierung in Fragen grundsätzlicher gesellschaftlicher Wertvorstellungen wider“, so Funk, „Empfehlungen wie diese sind Ausdruck einer zunehmenden Hilfslosigkeit und der Hoffnung auf die heilende Kraft strenger Strafen.“

4806
Sonstiges / Ab 20.1.10: Krebs - stündlich stirbt ein Mensch
« am: Februar 08, 2010, 01:30:16 Vormittag »
Stündlich stirbt ein Mensch

04. Februar 2010

Ein Drittel aller Krebserkrankungen sind auf Tabakkonsum zurückzuführen

Wien - Eine österreichweit durchgeführte Gesundheitsbefragung der Statistik Austria zeigt, dass 1,6 Millionen Österreicher täglich rauchen. Und jede Stunde stirbt in Österreich ein Mensch an den Folgen des Tabakrauchs.

Aus Anlass des heute stattfindenden Weltkrebstages und den erst jüngst veröffentlichten Zahlen über das katastrophale Rauchverhalten von Jugendlichen erinnert der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger einmal mehr an die schweren gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums. Schätzungen zufolge ist rund ein Drittel aller Krebserkrankungen in den Industrieländern auf den Konsum von Tabak zurückzuführen.

Maßnahmen der Raucherentwöhnung und zum Nichtraucherschutz sind deshalb ein wichtiger Bestandteil einer nationalen Gesundheitspolitik im Sinne der Krebsprävention. Josef Probst, stv. Generaldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungsträger. "Raucher haben im Durchschnitt eine um 5 Jahre niedrigere Lebenserwartung als Nichtraucher".

Österreich ist jedoch in der Umsetzung von wirksamen Maßnahmen der Tabakprävention im europäischen Vergleich weit hinten. Viele Raucher sind mit ihrem Rauchverhalten unzufrieden,  möchten ihren Konsum reduzieren oder aber ganz mit dem Rauchen aufhören. Die österreichische Sozialversicherung bietet stationäre und ambulante Programme zur Raucherentwöhnung an. Unterstützung finden Raucher auch am Rauchertelefon.

Laut Artikel Fünf des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauches soll eine umfassende sektorübergreifende nationale Anti-Tabak-Strategie für Österreich entwickelt werden. Sämtliche Stakeholder sind eingeladen, sich an der Entwicklung und Umsetzung einer nationalen Anti-Tabak-Strategie zu beteiligen. (red)

4807
Sonstiges / 20.1.10: 1/3 bis die Hälfte haben Krebs durch tödlichen Tabakrauch
« am: Februar 08, 2010, 01:27:20 Vormittag »
Ein Drittel aller Krebserkrankungen sind auf den Tabakkonsum zurückzuführen
Utl.: Jede Stunde stirbt ein Mensch an den Folgen des Tabakkonsums =

   Wien (OTS) -  Eine österreichweit durchgeführte
Gesundheitsbefragung der Statistik Austria zeigt, dass 1,6 Mio.
ÖsterreicherInnen täglich rauchen. Und jede Stunde stirbt in
Österreich ein Mensch an den Folgen des Tabakrauchs: Aus Anlass des
heute stattfindenden Weltkrebstages und den erst jüngst
veröffentlichten Zahlen über das katastrophale Rauchverhalten von
Jugendlichen erinnert der Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger einmal mehr an die schweren
gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums.
Schätzungen zufolge ist rund ein Drittel aller Krebserkrankungen in
den Industrieländern auf den Konsum von Tabak zurückzuführen. Auch
Passivrauchen ist krebserzeugend und kann bei Nichtrauchern zu
Lungenkrebs führen. Vom Verzicht auf den Glimmstängel profitieren
daher nicht nur Raucher, sondern auch die Mitmenschen. Selbst für
Menschen, die bereits an Krebs erkrankt sind, lohnt sich das
Aufhören. Maßnahmen der RaucherInnenentwöhnung und zum
NichtraucherInnenschutz, wie sie von der Sozialversicherung angeboten
werden, sind deshalb ein wichtiger Bestandteil einer nationalen
Gesundheitspolitik im Sinne der Krebsprävention. Dr. Josef Probst,
stv. Generaldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungsträger.
"RaucherInnen haben im Durchschnitt eine um 5 Jahre niedrigere
Lebenserwartung als NichtraucherInnen".
Ein zentrales Anliegen der Sozialversicherung ist es, für ein
längeres Leben bei guter Gesundheit zu sorgen. Internationale
Erfahrungen zeigen, dass nur gemeinsame und abgestimmte Maßnahmen
nachhaltig ein rauchfreies Leben fördern können. Österreich ist
jedoch in der Umsetzung von wirksamen Maßnahmen der Tabakprävention
im europäischen Vergleich weit hinten.
Viele RaucherInnen sind mit ihrem Rauchverhalten unzufrieden und
möchten etwas verändern, einige möchten ihren Konsum reduzieren,
manche ganz mit dem Rauchen aufhören. Die österreichische
Sozialversicherung bietet schon seit vielen Jahren unterschiedliche
Möglichkeiten zur RaucherInnenentwöhnung an: stationäre und ambulante
Programme. Darüber hinaus ist das Rauchertelefon
(www.rauchertelefon.at, 0810810013) - eine Kooperation zwischen dem
Bundesministerium für Gesundheit, den Länder und den
Sozialversicherungsträgern eine gute Möglichkeit beim Rauchstopp
unterstützt zu werden.
Die Beratungs- und Entwöhnungsangebote der Sozialversicherung sind
jedoch nur ein Glied in der Kette einer abgestimmten und gemeinsamen
Anti-Tabakstrategie. Die Umsetzung eines ausgeweiteten
NichtraucherInnenschutzes, sowie intensive Aufklärungs- und
Informationskampagnen sind weitere wichtige Schritte. Laut Artikel 5
des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauches
soll eine umfassende sektorübergreifende nationale
Anti-Tabak-Strategie für Österreich entwickelt werden. Die
Sozialversicherung lädt sämtliche relevanten Stakeholder ein, sich an
der Entwicklung und Umsetzung einer nationalen Anti-Tabak-Strategie
zu beteiligen. Nur durch eine gemeinsame, alle Politik- und
Gesellschaftsbereiche umfassende Kraftanstrengung können wir dem
Problem des Tabakkonsums und den daraus resul-tierenden Folgen für
die Menschen und das Gesundheitswesen Einhalt gebieten.
Neben dem Tabakkonsum als Folge von Krebserkrankungen ist der
Sozialversiche-rung aber auch die Früherkennung von Polypen und
Darmkrebs ein wichtiges Anliegen. Erkranken doch in Österreich pro
Jahr rund 5.000 Menschen an Darmkrebs. Die langsame Entstehung des
kolorektalen Karzinoms aus Vorstufen, wie dem gutartigen Darmpolyp,
ist geeignet für eine entsprechende Früherkennung. Im Rahmen der
Vorsorgeuntersuchung wird die Koloskopie (Darmkrebsspiegelung) für
Patienten ab 50 als Vorsorgeleistung angeboten. Um die Sicherheit und
Qualität dieser Untersuchung zu erhöhen, betreibt der Hauptverband
gemeinsam mit der Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie
(ÖGGH) seit Mai 2007 das Projekt "Qualitätssicherung
Darmkrebsvorsorge". Die Teilnehmerzahlen in diesem Projekt sprechen
für sich: Im Jahr 2010 stehen unseren Versicherten österreichweit 190
zertifizierte Untersuchungsstellen bei niedergelassenen Ärzten und
Spitälern zur Verfügung. Dr. Josef Probst, stv. Generaldirektor im
Hauptverband appelliert an die Versicherten: "Gehen Sie zu einer
zertifizierten Untersuchungsstelle und profitieren Sie wie bereits
25.000 PatientInnen vor Ihnen von der gesicherten Qualität bei der
Darmkrebsvorsorge".

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen
Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte
Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird
beim Arzt  durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als
Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt
aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten bzw.
einer Patientin und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband
der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das
organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und
Pensionsversicherung Österreichs.

Rückfragehinweis:
   Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Pressestelle
   Tel.: (++43-1) 71132-1120
   dieter.holzweber@hvb.sozvers.at
   http://www.sozialversicherung.at

4808
Sonstiges / Re: 1.2.10 bis ...: NEUE INFOS, speziell Politiker- und Medienberichte
« am: Februar 08, 2010, 01:25:30 Vormittag »

http://kurier.at/nachrichten/gesundheit/1975205.php

Die Wege zum letzten Zug

Viele Raucher hegen den Wunsch, dem Laster für immer zu entsagen. Eine KURIER-Redakteurin testete die Braindesign-Methode.

Wääääääääääääääääh ist das widerlich! Im Raucherkammerl stinkt's infernalisch. Da will ich nicht hinein. Aber ich muss. Ich will mir nämlich das Rauchen abgewöhnen.
Klingt verrückt? Lang nicht so verrückt wie das, was in einem typischen Raucherhirn vorgeht. Dort bricht Freude aus, als ich in den Unterlagen zum Seminar lese "Bitte bringen Sie genügend Zigaretten mit! Alle 1 1/2 Stunden wird eine Rauchpause gemacht, während der Sie rauchen sollen." Juhu!

Ein Seminarhotel am Grazer Hausberg Schöckl, draußen glitzert die Wintersonne im Tiefschnee, die Luft ist so frisch, dass die über die Jahre fleißig geteerten Lungen einen Schock kriegen. Aber eh nicht oft, weil: Rauchpause ausnahmslos im Raucherkammerl, das niemals gelüftet wird und wo die Aschenbecher nie geleert werden. Bei zehn Teilnehmern ist schon die zweite Pause - wäääääääähhhh! Während durchs Fenster die tollste Winterlandschaft winkt.

Bockige Lungen

In der 15. Pause, beim Abschiedsritual, sieht man fast nicht mehr durchs Fenster. Aber da fixiere ich ohnehin die allerletzte Zigarette meines Lebens. Die schmeckt komischerweise ein bisschen wie die allererste und muss regelrecht hineingezwungen werden in die Lungen, die über Nacht bockig geworden sind.

Ein schneller Blick zu den anderen. Alle saugen hochkonzentriert an ihren letzten Zigaretten, alle schauen traurig, sogar Tränen rinnen. Auch bei mir. So fest hat mich das Nikotin schon im Griff? Entsetzlich! Würdelos! Ich verstehe auf einmal, was uns hier 15 Stunden lang erklärt worden ist: Dass Rauchen keine schlechte Angewohnheit ist, sondern eine Sucht. Dass Rauchen kein Genuss ist, sondern Leid, ein permanenter Kreislauf von Entzugserscheinungen und deren kurzfristiger Beseitigung durch Nikotinzufuhr. Ich weiß genau, was Sie jetzt denken, sofern Sie Raucher sind. Sie denken: Was für ein Blödsinn! Ist mir genauso gegangen.

Die Braindesign-Methode mutet Rauchern unbequeme Wahrheiten zu. Und benutzt dabei drastische Vergleiche. Dass Rauchen den Körper in einen Schockzustand versetzt, als hätte man sich das Bein gebrochen. Weil: Wenn der Körper verletzt wird (durch Beinbruch oder Gift = Nikotin), schüttet er Endorphine aus, die den Schmerz dämpfen, und aktivierende Dopamine. Diese Muntermacher-Hormone sind trügerisch. Sie erzeugen jenes Glücksgefühl, das man hat, wenn der Schmerz nachlässt. Echtes Glück ist etwas anderes. Aber das weiß ein Raucher nicht, weil ihn das Nikotin so dämpft, abstumpft und benebelt, dass er sich nicht mehr spürt. Auch das spürt er nicht, und das ist das Problem.

Bis einem dieser Knopf aufgeht, sitzt man eineinhalb Tage im Seminarraum, wird über Neurophysiologie informiert, lauscht einer schönen Männerstimme vom Band, die zu Bilderreisen animiert, schnuppert an Aromaölen und muss immer wieder rauchen.

Aber es hat keinen Sinn hier zu erklären, wie die Braindesign-Methode funktioniert, was man sich antut, wenn man raucht (nichts, aber schon gar nichts Gutes). Wenn Sie zur trotzigen "ich rauche gern"-Fraktion gehören, würden Sie es ohnehin nicht glauben wollen, sondern hysterisch kichern.

    * » Tipp: Hilfe zur Tabakentwöhnung


Erfolgsquote

Lassen wir das. Und die Fakten sprechen. 39 % der Teilnehmer am Braindesign-Programm sind nach einem Jahr noch rauchfrei. Keine andere Methode ist nur annähernd so erfolgreich. Die 2004 von der Grazer Kinderpsychologin Ursula Grohs entwickelte Methode verknüpft Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie und treibt den Teilnehmer über den Verstand und die Gefühlsebene die Nikotinsucht aus.

Ob sie wollen oder nicht, verspricht Grohs, die selbst geraucht hat. "Und wie!"
Sie würde gern mehr Leute von der Sucht befreien. Aber das scheitert an einer skurrilen Hürde: Es gibt kaum noch Seminarhotels, die Raucherkammerln anbieten. Der Nichtraucherschutz stellt sich selbst ein Bein.
Der letzte Zug: Buch und Seminar

Methode Mithilfe von meditativen Bilderreisen, autosuggestiven Techniken und sachlichen Informationen (ohne Horrorgeschichten von Raucherbeinen o. ä.) erkennt man, wie die Nikotinsucht funktioniert - und verabschiedet sich von ihr.

Infos Das Rauchfrei-Training dauert eineinhalb Tage. Kosten: 380 Euro inkl. Übernachtung und Verpflegung. Diese Summe hat sich bei 20 Zigaretten pro Tag nach rund 2,8 Monaten amortisiert. Hintergründe, Termine und Anmeldung: www.braindesign.com

Buchtipp Ursula Grohs: "Nebenwirkung rauchfrei", ecowin Verlag, 184 Seiten, 19,95 Euro

4809
Sonstiges / 1.12.09 bis 31.1.2010: ORF-Konkret war gar nicht kongkret!
« am: Februar 07, 2010, 18:45:18 Nachmittag »

Anmerkung:;
"Konkret" hat dieses Email erst 6 Tage später gelesen; Kundendienst? Weiterbildung?




Betreff: Heutiges ORF-Konkret zu Nichtraucherschutz war NICHT konkret
Von: "krebspatient-krebsforum"
Datum: Wed, 27 Jan 2010 19:49:09 +0100
An:
CC: , , , ,

Sehr geehrte Damen und Herren,

 
mit großem Unbehagen habe ich Ihre heutige Sendung gesehen.

Leider haben Sie die falschen Informanten gefragt, für eine „konkret“ – Sendung.

1)    Das Wiener Cafe Museum hat nicht wegen evtl. Umbaukosten zugesperrt, sondern – lt. Besitzer – da die Miete per 1.1.10 exorbitant angestiegen wäre. Wäre ersteres der Fall gewesen könnten Sie sicher sein, dass bis 30.6.2010 (letzte Frist für Umbau) das Cafe offen geblieben wäre.

2)    Investitionen wurden dort seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gemacht. Jeder Unternehmer muss dabei ein Risiko tragen, da braucht es keine Rechtssicherheit, wie dieser Tabak-Gastro-WKO-Lobbyist (Cafekioskbesitzer?) immer Falschaussagen wissentlich von sich gibt! Sie hätten ihn besser fragen sollen, wie er und seine Kollegen zur vorsätzlichen Körperverletzung mit möglichem, tödlichen Ausgang steht, denn wieder waren in Österreich letztes Jahr rund 11.000 Rauchertote und 1.086 Passivrauchtote! Übrigens: Ich bekomme auch keine Rechtssicherheit bei Investitionen in meinem Betrieb; das fällt unter Unternehmerrisiko, sowie in der Kalkulation unter Gewinn und Wagnis. Aber davon haben wohl die meisten Kaffeesieder noch nie etwas gehört: Tee 2,70 Euro (öS 37,80 !!!) und Melange 3,70 Euro (öS 51,80 !!!), im Schnitt, auch teurer! 

3)    Ein Umbau kostet keinesfalls 150.000.- bis 200.000.-, wie dieser „Ferstl“ wieder sagt. Wir Tischler und Glaser machen dies ab 3.000.- Euro, evtl. zuzügl. Lüftungsumbau in Summe 10.000.- Euro. Eine solche Panikmache schadet auch den Jungunternehmern!

4)    Ebenso ist es eine arge Unterstellung wenn Sie quasi sagen: „Es gibt keine Hilfe zur Raucherentwöhnung“. Genau das Gegenteil ist der Fall. Bei unseren bundesweit 12 Pressekonferenzen, heute in Kärnten (Anlage), hatten wir immer wen kompetenten der GKK am Podium. Selbstverständlich gibt es, auch in Wien, kostenlose Einzel- und Gruppentherapien, oft sogar mit Mentaltraining, Bewegungstherapie und viel, viel mehr, wie ich heute wieder hörte.

5)    Hinweis: Dass die WKO, z. B. in OÖ., 5 Wochen vor der Kammerwahl günstige Darlehen zum Umbau gibt, ist wohl der größte Hohn. In ca. 2 Jahren ist der Nichtraucherschutz EU-Gesetz. Bekommen dann die Wirte wieder ein billiges Darlehen, dass sie die Umbauten wieder entfernen? Der Dumme ist der Wirt, der jeweils 15 Jahre lang die Darlehen zurück zahlen kann. Lachender Dritter ist die Sektion Banken in der WKO, die wieder hinten herum ein gutes Geschäft bekamen.

So darf ich dem ORF empfehlen, bezüglich Nichtraucherschutz kompetentere Fernsehteams einzusetzen. Auch empfehle ich, eine längere Sendung z. B. Report oder Club 2 mit diesem Thema zu veranstalten. Hohe Zuschauerzahlen sind dem ORF gewiss, denn das Thema ist nach wie vor aktuell, wie meine Kurzdiskussion in der ZiB24 zuletzt bewies.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dietmar Erlacher, Krebspatient

 

 

PS: Laden Sie zur „Supersendung“ auch meinen WKO-Präs. Dr. Leitl ein, denn er war für die WKO mittragend, als dieses „Kdolsky-Gesetz“, glaublich mit Bartenstein, „geboren“ wurde. Er zeichnet mitverantwortlich für täglich 30 Rauchertote und 3 Passivrauchtote! BM. Stöger kann es jetzt „nur“ ausbaden, also sofort generell rauchfreie Lokale zum Gesetz werden zu lassen, wenn er noch länger Gesundheitsminister bleiben will. Innerhalb von nur fünf Wochen organisierten sich nämlich auf Facebook über 82.000 Nichtraucher, die ein Volksbegehren für generell rauchfreie Lokale abhalten werden! Ein kompetenter Gast wäre der Arbeits- und  Hygienemediziner, Internist Prof. Dr. Manfred Neuberger; er misst selbst die Schadstoffe, in den Lokalen, wie im Wohnzimmer. Und vergessen Sie den Tabaklobby-Promianwalt Dr. Ainedter, dem es nicht zu blöd ist für Zigaretten/Zigarren zu werben, den Passivrauch verharmlost, und als Vorstandsmitglied der Österreichischen Krebshilfe die Broschüre „Tabakrauch – Passivrauch“ heraus gibt. Auf solche Leute kann Österreich verzichten!

 

 

      Logo_ohne_Schrift

                         K f K

  Verein Krebspatienten für Krebspatienten

Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen

                     Österreich

    Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz

Initiative Rauchfreie Gaststätten: www.sis.info

Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46

    Tel. 01-577-2395, Mobil 0650-577-2395

kontakt@krebspatient.at  www.krebsforum.at

    Dietmar Erlacher, Bundesobmann

4810

"... im Einzelfall noch Umsetzungsprobleme......"

Auch sein Betrieb wurde angezeigt!

Seine Aussage dazu ist lachhaft, wenn nicht geschäftsschädigend und diffamierend:

"... Großteil der Betriebe o.k.!....."

"....Selbsternannte Sheriffs wissentlich Anzeigen von Betrieben vornehmen die quasi den NR.-Schutz nicht entsprechen ... "
"... Selbst betroffener Betrieb...."
"... obwohl alle Auflagen erfüllt waren .... "
"....in Unkenntniss welche Betriebe sich für eine Übergangsregelung entschieden haben, trotzdem Anzeigen gelaufen sind..."

Das heißt, nicht einmal der WKO-Boss der Gastros hat per 1.1.2009 den Nichtraucherschutz in seinem Hotel mit Restaurant Rechnung getragen, hat richtige Kennzeichnungen durchgeführt, hat die Aschenbecher entsorgt oder/und Trennwände aufgestellt, sondern sagt quasi, er habe um Fristverlängerung angesucht! DAS stimmt vermutlich nicht, denn so wie tausende Lokalbesitzer könnte auch er nicht rechtzeitig bis 31.12.09 angesucht haben und redet nun um den Brei herum! WELCHES AMT, über der Erstbehörde, kann das kontrollieren?

http://oe1.orf.at/konsole/otoninfo?id=117155

4811
Sonstiges / 1.2.10 bis ..,....: OFFENER BRIEF an BM. Stöger - Schildbürgerstreiche
« am: Februar 05, 2010, 19:26:09 Nachmittag »
[Anmerkung:
Hallo Robert, danke für deinen sehr gut ausgearbeiteten „Offenen Brief“. Wir müssen gemeinsam jetzt besonders aktiv sein, dass Stöger nicht plötzlich eine Evaluierung mit Gesetzesänderungen  zu Gunsten der WKO-ÖVP veranlasst! Daher:
1.Bitte auf Facebook für das Volksbegehren melden http://www.facebook.com/group.php?gid=207474724730
2.Stöger hat im Report/in der Pressestunde zum Volksbegehren  aufgerufen:  Alle Lokalbesucher sollen Mitteilungen machen! Ganz anonym geht das auf: http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html
Die Anzeige erfolgt dann durch den Verein Krebspatienten für Krebspatienten.
Dietmar

PS: Bitte wer hilft zeitweise auch mit bei "Besuchen", z. B. 17 Uhr bis 21 Uhr, Wien.

Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher (Aktiv seit 1975!)
Bundesleiter Robert Rockenbauer                     
Thomas-Riss-Weg 10, 6020 Innsbruck                       
p e r s ö n l i c h   e r r e i c h b a r:                                           
Beratungszentrum für Nichtraucher und Raucher
Haller Straße 3, 6020 Innsbruck
Mo - Fr 9.30 - 12.30, 15 - 18.30 Uhr
Telefon und Fax 0512 / 268025
Neu: 0664/9302958
Kto.Nr. 0000-075960 Tiroler Sparkasse (20503)
www.alpha2000.at/nichtraucher
nichtraucherschutz@aon.at

An das
Bundesministerium für Gesundheit
z.H. Herrn Bundesminister Alois Stöger


Offener Brief

Sehr geehrter Herr Bundesminister!

Ihr Auftreten im ORF „Im Zentrum“ am Sonntag, 31.1.2010, gefiel mir betreffend Ernährung sehr gut: "Wenn die Ernährung verbessert wird, können viele Lebensjahre in Gesundheit dazu gewonnen werden. Es muss daher Ziel der Gesundheitspolitik sein, dass die gesunde Wahl die leichtere wird."

Betreffend Tabakgesetz bekam ich aber viele Zuschriften von Zusehern, die einen schwachen und unsicheren Gesundheitsminister erlebten. Es hat die Deutlichkeit und Bereitschaft gefehlt, ein untaugliches Tabakgesetz zu ändern. Mit Halbherzigkeit und "Österreichischen Lösungen" (d.h. mit anderen Worten: "nicht richtig dafür und nicht richtig dagegen sein"), ist dem Problem "Rauchen" nicht beizukommen. Rauchen ist laut WHO die wichtigste, vermeidbare Krankheits- und Todesursache. Ihr wichtigstes Ziel muss es daher sein, den Tabakkonsum zu reduzieren und die Nichtraucher vor den Einwirkungen des Tabakrauchs wirksam zu schützen. Das erreichen Sie nur mit einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie, das die Tabakindustrie in Europa bis 2004 verhinderte. Erst Länder wie Irland und Norwegen (2004) oder Italien (2005) haben den Fortschritt eingeleitet, durch den Nichtrauchen in der Gastronomie heute zum Normalzustand gehört: von Schweden bis Malta und von England und Frankreich bis Slowenien. Österreich diskutiert, andere Länder handeln. Es gibt keinen einzigen Grund, Rauchfreiheiten zu Lasten der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung zu dulden. Ein von Wirten und Rauchern ignoriertes Tabakgesetz hätte schon längst geändert werden müssen. Ich hätte mir bei Ihrem Fernsehauftritt eine klare Position gewünscht, indem Sie z.B. gesagt hätten: „Die Wirte halten sich großteils nicht an die mit der Wirtschaftskammer ausverhandelten Verpflichtungen zum Nichtraucherschutz und deshalb werde ich einen Gesetzesentwurf mit einem generellen Rauchverbot einbringen. Denn nur ein für alle geltendes Rauchverbot schützt Gäste und Personal ausreichend vor gesundheitlichen Schäden, ist gerecht und leicht überwachbar, verursacht also auch die geringsten Kosten, sowohl für den Staat wie für die Gastronomie.“

78 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie. Vor wem haben Sie also Angst, wenn Sie nur von "Belästigung" sprechen?  Sie sind doch nicht den kurzsichtigen Interessen der Wirtschaftskämmerer Hinterleitner und Wolf verpflichtet, sondern einzig und allein den Gesundheitsinteressen des österreichischen Volkes! Sie schreiben selbst auf Ihrer Homepage: "Ganz besonders wichtig ist mir, dass es in der Gesundheitspolitik nicht nur um die sogenannte Reparaturmedizin, sondern um Gesundheitsförderung und Gesundheitserhaltung geht. Gesundheitsfragen müssen in unserer Gesellschaft stärker verankert und von den Schulen über die Betriebe bis in den Gemeinden präsent sein." 

Das Kdolsky-Buchinger-Pfuschgesetz, das man auch Tabakgesetz nennt, wäre schon spätestens im 1. Halbjahr 2009 zu ändern gewesen! Wir haben Sie mehrmals gebeten zu handeln! Doch Sie treten vor die Öffentlichkeit und wollen ein Jahr lang ungerechtfertigt zuwarten und evaluieren. Das Jahr ist vorbei und noch immer kommen keine klaren Ansagen Ihrerseits. Das verunsichert Wirte und Nichtraucher! Wie viel Zeit soll noch vergehen, bis auch Österreich einen wirksamen Nichtraucherschutz bekommt? Was müssen Sie da noch evaluieren? Die Fakten liegen doch auf dem Tisch! Erst kürzlich habe ich wieder mit einer Wirtin über 40 Minuten diskutiert und sie bat mich: „Herr Rockenbauer, bitte sorgen Sie dafür, dass der Gesundheitsminister ein generelles Rauchverbot einführt!“ Ich versichere Ihnen, die Schutzgemeinschaft für Nichtraucher steht voll hinter Ihnen, aber Sie müssen endlich den Nichtraucherschutz zum Gesetz machen, ohne Ausnahmen. Raucherzimmer, wo dann ständig die Tür offen bleibt, sind nicht zielführend. Beachten Sie bitte besonders den Anhang von Prof. Neuberger ("Österrauch, Aschenbecher Europas") und Primar Aigner ("Feinstaub"). Ich habe Ihnen nachstehend 15 Schildbürgerstreiche aufgelistet. Das Tabakgesetz ist in der jetzigen Form nur schwer exekutierbar: zuviele Ausnahmen! Laden Sie die Vollzugsbeamten der Landeshauptstädte zu einer Enquete ein und auch die Vereine, die sich für den Nichtraucherschutz einsetzen, dann wissen Sie, welche Schwierigkeiten das Tabakgesetz in der Praxis verursacht. Das wäre für Ihre Evaluierung aussagekräftiger als die Abfrage von Statistiken. Und die wirkliche Sturmflut von Anzeigen kommt erst ab 1.Juli 2010 auf die Beamten zu, wenn die Übergangsregelung Vergangenheit ist. Diese Lokalbetreiber, die 1 1/2 Jahre einen Wettbewerbsvorteil genossen haben, werden zu einem erheblichen Teil die Behörden und Gerichte wieder mindestens 1 Jahr an der Nase herumführen und keinen Nichtraucherschutz einführen, wenn Sie nicht bereit sind, endlich ein Tabakgesetz ohne Ausnahmen zu schaffen und mit sofortigen Strafen für deren Einhaltung zu sorgen! Der ganze Verwaltungsapparat kommt zum Erliegen. Viele eindeutige Fälle liegen beim UVS und beim VfGH. So gewinnen die Gastronomen Zeit und machen was sie wollen. Das ist Anarchie! Wollen Sie das?

Durch zögerliche und inkonsequente Handlungen verlieren Sie, sehr geehrter Herr Minister, an Glaubwürdigkeit und machen sich mitschuldig am vorzeitigen Tod von jährlich über 11.000 Rauchern und über 1.000 Passivrauchern!  Die Mehrheit der Bevölkerung ist für ein generelles Rauchverbot und nur damit helfen Sie den Wirten und letztlich auch den Rauchern, die zu 60 Prozent mit ihrem Rauchverhalten unzufrieden sind, aber bisher keinen Anlass für einen Aufhörversuch fanden.

Besonders schutzbedürftig sind Kinder, aber in österreichischen Lokalen werden sie immer noch rücksichtslos in Rauchwolken gehüllt, die außen sofort Alarm auslösen würden. Unsere Jugendlichen werden in Lokalen zum Rauchen verführt und der Kellnerlehrling hat nur die Wahl, den Rauch zu erdulden oder selbst zum Raucher zu werden. Der Schutz der Schwangeren ist erbärmlich.

Bitte schaffen Sie endlich ein leicht vollziehbares Nichtraucherschutzgesetz!

In der Beilage sende ich die 3 Kurzfassungen unserer Pressekonferenz am 21.1.2010 in Wien.

Mit freundlichen Grüßen
Robert Rockenbauer


Schildbürgerstreich Nr. 1
ist ein Gesetz, das nicht vom Staat kontrolliert wird, sondern die Kontrolle dem Bürger überlässt. Was nicht kontrolliert wird, wird auch nicht eingehalten. Engagierte Bürger als die einzigen, die Verstöße gegen das Tabakgesetz der Behörde melden können, werden von der Wirtschaftskammer als Denunzianten abgestempelt oder z.B. von RA Dr. Ainedter als „Nikotin-Taliban“ beschimpft. Die WKO will wohl damit erreichen, dass das Tabakgesetz praktisch nicht kontrolliert wird. Sie weiß offensichtlich, dass der Großteil der Wirte sich nicht an das Tabakgesetz hält. Wir verlangen regelmäßige staatliche Kontrollen!

Schildbürgerstreich Nr. 2
ist ein Gesetz, für dessen Strafvollzug keine zusätzlichen Beamten eingesetzt wurden. Dadurch verzögert sich die Bearbeitung der Meldungen bzw. Anzeigen. Außerdem fehlt es an Schulungen, weshalb gleiche Fälle von den Behörden unterschiedlich abgehandelt werden. Auch die Strafhöhe ist oft extrem unterschiedlich.
Statt kleine Strafen für Raucher bis 50 Euro, die sofort durch die Polizei und andere Verwaltungsorgane abkassiert werden (Beispiel Italien, Schweiz usw.), haben umständliche Verwaltungsstrafverfahren das Tabakgesetz fast lahm gelegt.
Wirte sollen das Zehnfache bezahlen - also 500,- Euro, und nach fünfmaligen Verstoß die Höchststrafe von 10.000,- Euro.
Sofortige und hohe Strafen gewährleisten die Einhaltung des Tabakgesetzes!

Schildbürgerstreich Nr. 3
ist ein Gesetz, das zwar die Strafe von 100,- Euro (im Wiederholungsfall bis 1.000,- Euro) für Raucher vorsieht, wenn in Räumen mit Rauchverbot geraucht wird, aber die Behörde das Gesetz gar nicht vollziehen kann, denn die einzigen, die Verstöße melden können sind ja die Bürger. Dem gegenüber ist aber niemand ausweispflichtig. Selbst ein Kontrollorgan kann den einzelnen Raucher nicht zur Anzeige bringen, der in Räumen raucht, für die ein Rauchverbot gilt, wenn der Wirt einen Aschenbecher aufstellt oder das Lokal nicht entsprechend als Nichtraucherlokal kennzeichnet und den Raucher nicht aktiv am Rauchen hindert (Bemühungs- und Durchsetzungsverpflichtung des Gastwirtes). Der Raucher kann mit diesem Gesetz praktisch kaum bestraft werden!

Schildbürgerstreich Nr. 4
ist ein Gesetz, das erst in vielen Bereichen ausjudiziert werden muss. Es ist z.B. nicht klar, ob Verstöße als Einzeldelikt oder als Fortsetzungsdelikt zu sehen sind. Laut Gesundheitsministerium geht man von einem Einzeldelikt aus. Einsprüche landen beim UVS und VfGH und der Wirt hat wieder viele Monate Zeit gewonnen. Wirte beschäftigen auf Monate und Jahre die Behörden. Die Bevölkerung wird von den Wirten zum Narren gehalten!

Schildbürgerstreich Nr. 5
ist ein Gesetz mit einer Übergangsfrist bis zum 30.6.2010 für Einraum-Lokale ab 50 qm außerhalb von öffentlichen Orten. Wer bis zum 31.12.2008 einen Antrag auf Raumtrennung eingereicht hat, wird mit einem 1 1/2-jährigen Wettbewerbsvorteil belohnt, obwohl laut Umfrage über 95 Prozent der Wirte nicht in teure Umbauten investieren werden. Wer nicht umbaut, sollte mit einer Strafe von 2000,- Euro belegt werden. Das Geld sollte Vereinen mit Kontrolltätigkeiten zugute kommen. Diese Übergangsfrist hat viele Lokalbetreiber wegen Wettbewerbsnachteilen zur Missachtung des Tabakgesetzes regelrecht herausgefordert. Ausnahmen gehen immer zu Lasten derer, die sie nicht haben. Man hätte das Rauchen erst dann erlauben dürfen, nachdem eine Raumtrennung geschaffen wurde!

Schildbürgerstreich Nr. 6
ist ein Gesetz, das zwar eine Raumtrennung ermöglicht, aber die Baubehörde überprüft nicht, ob die eingereichte Raumtrennung dann auch dem Tabakgesetz entspricht. Doppelter Behördenweg!

Schildbürgerstreich Nr. 7
ist die Nicht-Kennzeichnungspflicht für Betriebe mit einer Übergangsfrist. Es kann falsch, richtig oder gar nicht gekennzeichnet werden. Es hat keine Auswirkung. Besser wäre gewesen eine Kennzeichnungspflicht für alle Lokale und eine Aushangspflicht für die Fristverlängerung zur Raumtrennung, sodass der Bürger erkennen kann, ob die Raucherlaubnis berechtigt ist oder nicht.
Ab 1.7.2010 darf also nur mehr in eigenen Raucherräumen geraucht werden. Die Kontrolle wird damit erleichtert und es wird eine Sturmflut an Anzeigen bei den Behörden eingehen, falls die Wirte weiterhin das Tabakgesetz missachten.

Schildbürgerstreich Nr. 8
ist ein Gesetz, das zur Kennzeichnung nur die von der Wirtschaftskammer bestimmten Pickerln vorsieht (sind dort kostenlos anzufordern). Eigene Kreationen und handelsübliche Pickerln sind verboten. Wer dies missachtet, wird bestraft. Ein Witz ist übrigens die Größe der Pickerln (z.B. Raucherverbot: 5,2 x 5,20 cm ) und die Umfärbung: anfangs grünes Rauchverbotspickerl; ab 2009 rotes Rauchverbotspickerl.

Schildbürgerstreich Nr. 9
ist ein Gesetz mit vielen Ausnahmen und Übergangsbestimmungen, so dass sich der Kleinunternehmer und Normalbürger gar nicht mehr auskennen kann und auch die Behörden sich mit der Administration schwer tun. Dadurch werden oft vermeintliche Verstöße gemeldet oder angezeigt, die gar keine sind (z.B. Fehleinschätzung was den Hauptraum betrifft; fehlende Kennzeichnungspflicht, obwohl Übergangsfrist; Raumgröße unter 50 qm, obwohl größer eingeschätzt; Raumgröße bis 80 qm, aber aus bau- bzw. feuerpolizeilichen oder denkmalschutzrechtlichen Gründen keine Raumtrennung möglich usw.). Das belastet die Verwaltungsbehörde zusätzlich, wenn sich herausstellt, dass gar kein Verstoß vorliegt. Leicht kontrollierbare und exekutierbare Gesetze werden eher eingehalten!


Schildbürgerstreich Nr. 10
ist ein Gesetz, das in Mehrraum-Betrieben vorsieht, dass der Hauptraum rauchfrei sein muss (mindestens 50 % des Verabreichungsbereiches), der Lokalbetreiber aber bestimmt, welches der Hauptraum ist. Wie soll die Behörde folgende Formulierung bewerten: „Der Hauptraum muss in seiner Gesamtbetrachtung den anderen Räumlichkeiten als übergeordnet eingestuft werden können. Zu berücksichtigen ist dabei jedenfalls der Schwerpunkt der gastronomischen Tätigkeit des Gastwirtes.“
Die Nichtraucher (besonders betroffen sind Schwangere, Säuglinge, Kinder, chronisch Kranke) sind meist ab der Eingangstüre dem tödlichen Tabakrauch ausgesetzt; oft ist auch der Gang zum WC nur durch Raucherräume möglich.

Schildbürgerstreich Nr. 11
ist ein Gesetz, das keinen Schutz von Kindern und Jugendlichen bis zum 16. Lebensjahr in Raucherräumen vorsieht. Betretungsverbot unter 16 Jahren (besser wäre ein
Betretungsverbot unter 18 Jahren wie in Deutschland).

Schildbürgerstreich Nr. 12
ist ein Gesetz, das keinen umfassenden Schutz für Schwangere während der Übergangsfrist gewährt.

Schildbürgerstreich Nr. 13
ist ein Gesetz, das von der Wirtschaftskammer mitbestimmt wurde und daher gar nicht funktionieren kann, denn die WKO vertritt nicht die Gesundheit der Bürger, sondern einzig und allein die der Nikotin-Drogenindustrie; keinesfalls die der Wirte, denn 96 Prozent der Wirte sind für eine einheitliche Regelung ohne Ausnahmen. Das wäre das gleiche, wie wenn man einen Einbrecher fragen würde, wie man sichere Schlösser baut. Die WKO hat durch ihre ständigen Lügen und Manipulationen ein generelles Rauchverbot zu verhindern versucht und sollte daher nicht mehr als Verhandlungspartner zugelassen werden. Es geht beim Tabakgesetz nicht um Wirtschaftlichkeit sondern um Gesundheitsschutz für alle Bürger!

Schildbürgerstreich Nr. 14
ist ein Gesetz, das die Strafgelder in einen Sozialtopf wirft, statt damit eine effektive Kontrolltätigkeit zu finanzieren und den Rest für Aufklärungstätigkeiten über die Schädlichkeit des Rauchens und für die Raucherentwöhnung zur Verfügung zu stellen.

Schildbürgerstreich Nr. 15
ist ein Gesetz, das seine Untauglichkeit auf Kosten der Gesundheit des Volkes mehr als deutlich unter Beweis gestellt hat. Selbst nach 13 Monaten gibt es bis auf wenige Ausnahmen keinen wirklichen Nichtraucherschutz in der Gastronomie.
Ein Gesetz, das einerseits ein Rauchverbot öffentlicher Orte vorsieht – einschließlich der Gastronomie, andererseits aber eine Vielzahl von Ausnahmen und Übergangsbestimmungen zulässt, ist eines Rechtsstaates nicht würdig und eine Verhöhnung der Bürgerinnen und Bürger, deren Schutz es dienen soll.

Rauchfreie Atemluft ist ein Grundrecht, wohingegen der Raucher kein Recht hat, seine Sucht auf Gesundheitskosten anderer in der Öffentlichkeit auszuleben. Es ist die Verpflichtung des Staates, seine Bürger vor unnötigen Gefahren zu schützen. Deshalb zählen nicht Meinungen und Umfragewerte (schon gar nicht wenn sie von der Wirtschaftskammer kommen!), sondern klare Gesetze zum Schutz der Nichtraucher.
Alles taktieren, hinauszögern und schüren von Kontroversen muss nun ein Ende haben. Die wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit eines konsequenten Nichtraucherschutzes können nicht mehr geleugnet werden. Daher fordert die Schutzgemeinschaft für Nichtraucher von der Bundesregierung keine halbherzigen kosmetischen Korrekturen eines verpfuschten Tabakgesetzes, sondern ein neues Nichtraucherschutzgesetz mit einem "umfassenden und ausnahmslosen Schutz aller Menschen vor Tabakrauch in geschlossenen Räumen."


[b]Anmerkung:
Hallo Robert, danke für deinen sehr gut ausgearbeiteten „Offenen Brief“. Wir müssen gemeinsam jetzt besonders aktiv sein, dass Stöger nicht plötzlich eine Evaluierung mit Gesetzesänderungen  zu Gunsten der WKO-ÖVP veranlasst! Daher - an ALLE:
1.Bitte auf Facebook für das Volksbegehren melden http://www.facebook.com/group.php?gid=207474724730
2.Stöger hat im Report/in der Pressestunde zum Volksbegehren  aufgerufen:  Alle Lokalbesucher sollen Mitteilungen machen! Ganz anonym geht das auf: http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html
Die Anzeige erfolgt dann durch den Verein Krebspatienten für Krebspatienten.[/b]

Dietmar

PS: Bitte wer hilft zeitweise auch mit bei "Besuchen", z. B. 17 Uhr bis 21 Uhr, Wien.

4812
Sonstiges / Hilfen gegen den todbringenden Tabakrauch - kostenlos!
« am: Februar 05, 2010, 17:43:32 Nachmittag »

Siehe auch ganz unten !


(Fast) Alle GKK helfen: Gespräch, Einzeltherapie, Gruppentherapie, aber auch "Ersatz" durch Bewegungstherapie, Mentaltraining etc.

lt. GKK Kärnten!


"OÖGKK startet wieder Nichtraucher-Kurs in Rohrbach"

Rauchfrei in Rohrbach / OÖGKK startet wieder Kurs

Endlich rauchfrei!

Die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse unterstützt Raucher, die ihre Neu-jahrsvorsätze heuer umsetzen wollen, und dem Glimmstängel endgültig eine Absage erteilen möchten: Wer mit dem Rauchen aufhört, gewinnt Freiheit, Lebensqualität und seine Lebenserwartung steigt. In Rohrbach beginnt ein Nicht-raucher-Kurs am Montag, 1. März 2010, und noch sind Plätze frei. Anmeldungen sind bis 15. Februar 2010 möglich. „Hören Sie auf, Sie tun damit etwas für Ihre Gesundheit. Und wir helfen Ihnen gerne dabei. Ihr Risiko einmal an einer typischen Rauchererkrankung zu leiden, reduzieren Sie so enorm“, appelliert OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth.
Auf dem Weg in die Rauchfreiheit bietet die OÖGKK seit Februar 2005 professio-nelle Unterstützung. Jetzt startet in der Kundenservicestelle in Rohrbach wieder ein Kurs zur ambulanten Raucherentwöhnung. Beginn ist am Montag, 1. März 2010, um 17.30 Uhr. Der Weg in die (Rauch)-Freiheit dauert fünf Wochen. Das Programm beruht auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und erfüllt die internatio-nalen Leitlinien zur Behandlung der Tabakabhängigkeit. Berücksichtigt werden dabei die beiden Seiten der Tabak-Abhängigkeit: die körperliche Abhängigkeit und die festgefahrenen Verhaltensmuster. Für Schwangere werden Einzelberatungen angeboten.

Bei den wöchentlichen Treffen wird das Kohlenmonoxid in der Atemluft gemessen, die Abhängigkeit bestimmt, das eigene Rauchverhalten analysiert, Motivations-techniken und alternative Verhaltensweisen und Abwehrstrategien entwickelt. Besonderer Wert wird auch auf eine gesunde Ernährung gelegt, um eine ungewollte Gewichtszunahme zu vermeiden. Durchgeführt wird das Programm im Auftrag der OÖGKK vom Arbeitsmedizinischen Dienst (AMD). Die Teilnahmegebühr entspricht mit 35 Euro etwa dem Preis einer Stange Zigarette.

Informationen erhalten Interessierte bei der OÖGKK (Thomas Pröll unter der Telefonnummer 05 78 07 - 10 35 30) im Internet unter www.ooegkk.at oder per E-Mail an ambulante.raucherentwoehnung@ooegkk.at.

ACHTUNG! Anmeldeschluss für den Kurs ist am 15. Februar 2010!

Und:
Rauchen aufgehört - wie Übergewicht vermeiden?
http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,2249.msg9601.html#msg9601 


4813
Sonstiges / 1. Impfung gegen die Sucht von todbringendem Tabakrauch
« am: Februar 05, 2010, 01:31:12 Vormittag »
  Tabakentwöhnung - 2 February 2010
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Die erste Impfung gegen Nikotinsucht ist in den USA an mehreren Hundert Rauchern getestet worden. US-Gesundheitsbehörden vertrauen bereits auf den Impfstoff.
Als Folge der Impfung NicVAX binden Antikörper das Nikotin im Blut und verhindern so den Übertritt des Suchtstoffs ins Gehirn. Raafat Fahim von der US-Firma Nabi, die das Impfserum entwickelt, sagte FOCUS: „In ersten klinischen Versuchen waren 16 Prozent der Geimpften nach einem Jahr abstinent.“

Fahim ist überzeugt, dass die Erfolgsquote erhöht werden kann, wenn die Zahl der Impfungen von derzeit fünf im Verlauf eines halben Jahres auf sechs erhöht wird. Dies zeigten derzeit laufende Versuche. „Wir erwarten deshalb einen entsprechend höheren Ausstiegserfolg“, so Fahim. Auch die US-Gesundheitsbehörden vertrauen auf den Impfstoff. Im Herbst stellte die Regierung zehn Millionen Dollar für weitere Versuche mit NicVAX bereit. Bis 2012 will Nabi das Mittel auf den Markt bringen. In Europa forscht die Pharmafirma Novartis an einem ähnlichen Wirkstoff.
http://www.focus.de/gesundheit/news/anti-sucht-impfung-hoffnung-fuer-raucher_aid_475816.html


Quelle: Focus, 31.1.2010

4814
Sonstiges / Ab 1.2.2010: Infos aus dem Ausland
« am: Februar 04, 2010, 13:08:20 Nachmittag »

Das neue Rauchverbot wird kaum kontrolliert

4. Februar 2010

Das neue umfassendere Rauchverbot kann kaum kontrolliert werden. Einzig im Bezirk Hamburg-Mitte arbeiten die Mitarbeiter des Bezirklichen Ordnungsdienstes (BOD) auch nachts und am Wochenende. In allen anderen sechs Bezirken enden die Kontrollen montags bis freitags spätestens um 23 Uhr. An Sonnabenden und Sonntagen finden überhaupt keine Kontrollen statt.

Deutlich wird darin auch, dass der BOD fast überall personell unterbesetzt ist. In den Stadtteilen Sternschanze und Ottensen sollen sich Bürgerbeschwerden über nächtliche Ruhestörung, belästigendes Verhalten, Verschmutzung sowie über die übermäßige Außengastronomie mittlerweile häufen. Während etwa auf der Reeperbahn von Freitag bis Sonntag auch von 19.15 bis 6 Uhr kontrolliert wird, bleiben Gastronomen und deren Besucher in den anderen Bezirken dann sich selbst überlassen.

4815
Sonstiges / 1.12.09 bis 31.1.2010: Jugend vor dem Abgrund: Nikotin, Alkohol, Suizid
« am: Februar 04, 2010, 12:36:30 Nachmittag »
28.01.2010 um 12:45 Uhr

94 Kommentare

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2279504/nikotin-alkohol-suizid-alarmierende-studie.story

Jugend vor dem Abgrund: Nikotin, Alkohol, Suizid

Eine neue europaweite Studie rückt Österreichs Jugend in ein Besorgnis erregendes Licht: Nirgendwo sonst rauchen so viele 15-Jährige, 23 Prozent der 15-Jährigen trinken regelmäßig Alkohol. Außerdem gebe es bei 15- bis 19-Jährigen im Land eine "extrem hohe Selbstmordrate", wird jetzt gewarnt.

Obwohl Österreich deutlich mehr Geld für Kinder und Jugendliche ausgibt als die meisten anderen OECD-Länder und damit zu einer vergleichsweise guten finanziellen Ausstattung von Familien und Kindern beiträgt, ist es laut einem aktuellen Bericht der "Liga für Kinder- und Jugendgesundheit" um die psychische und physische Gesundheit äußerst schlecht bestellt. Überdurchschnittlich hoch ist hierzulande im Europa-Vergleich sowohl Alkohol- und Nikotinkonsum als auch die Selbstmordgefahr.

Rund 23 Prozent der 13- bis 15-Jährigen geben zu, dass sie schon mindestens zweimal betrunken waren, im OECD-Mittel sind es dagegen nur knapp 20 Prozent. Auch beim Rauchen sind die Österreicher Früheinsteiger: Der Anteil der regelmäßigen Raucher unter den 15-Jährigen liegt mit 27 Prozent um mehr als ein Drittel über dem Europa-Schnitt.

Jugendliche in Österreich relativ sind zudem vergleichsweise stark selbstmordgefährdet: Die Alpenrepublik weist nach Neuseeland, Finnland, Norwegen, Kanada und Irland die höchste Selbstmordrate unter den 15- bis 19-Jährigen auf, kam die aktuelle Studie zum Schluss.

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Die "Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit" ist eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Organisation und widmet sich fächerübergreifend  an alle im Feld der Kinder- und Jugendgesundheit tätigen Personen, Fachgesellschaften und Berufsverbändbzw. Institutionen. Sie wurde 2007 gegründet. Der aktuelle (1.) Bericht zur Lage der Kinder- und Jugendgesundheit wurde Ende Jänner präsentiert.

Statistik - Bild vergrößernZahlen im ÜberblickFoto © APA

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http://www.kinderjugendgesundheit.at/