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Nachrichten - admin

4711
Justiz in Österreich / UVS-Entscheidungen
« am: März 15, 2010, 00:18:07 Vormittag »

VwSen-240701/19/Ste

Linz, am 07.10.2009

E r k e n n t n i s

(Bescheid)

Der Unabhängige Verwaltungssenat des Landes Oberösterreich hat durch sein Mit­glied Präsident Mag. Dr. Wolfgang Steiner über die Berufung des x, vertreten durch x, gegen den Bescheid des Bürgermeisters der Landeshauptstadt Linz vom 17. August 2009, GZ x, wegen Verwaltungsübertretungen nach dem Tabakgesetz - nach Durchführung einer öffentlichen mündlichen Verhandlung - zu Recht erkannt:

I.                  Die Berufung wird als unbegründet abgewiesen und der Bescheid der Behörde erster Instanz wird mit der Maßgabe bestätigt, dass das Zitat der verletzten Rechtsvorschrift "§§ 13 Abs. 1, 13c Abs. 1 Z. 2, 13c Abs. 2 Z. 3 iVm. § 14 Abs. 4 Tabakgesetz, BGBl. Nr. 431/1995, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 120/2008" lautet.

II.              Der Berufungswerber hat zusätzlich zu den Kosten des Verfahrens vor der Behörde erster Instanz einen Beitrag zu den Kosten des Verfahrens vor dem Unabhängigen Verwaltungssenat in Höhe von 120 Euro (das sind 20 % der verhängten Geldstrafe) zu leisten.
Rechtsgrundlagen:

zu I: §§ 9, 24 und 51 Verwaltungsstrafgesetz 1991 - VStG iVm. § 66 Abs. 4 Allgemeines Verwal­tungsverfahrens­gesetz 1991 - AVG;

zu II: §§ 64 und 65 VStG.

 

Entscheidungsgründe:

1.1. Mit Straferkenntnis des Bürgermeisters der Landeshauptstadt Linz vom 17. August 2009, GZ x/2009, wurde über den Berufungswerber (in der Folge kurz: Bw) eine Geldstrafe in der Höhe von 600 Euro (Ersatzfreiheitsstrafe 4 Tage und 4 Stunden) verhängt, weil er es als handelsrechtlicher Geschäftsführer einer genau bezeichneten GmbH, die aufgrund eines Mietvertrags Inhaberin eines genau bezeichneten Cafés im Einkaufszentrum x sei, verwaltungsstrafrechtlich zu verantworten habe, dass für den näher bezeichneten Bereich des Teils des Raums des öffentlichen Orts ,Einkaufszentrum x’ das Personal dieses Cafés nicht in geeigneter Weise informiert und nicht angewiesen wurde, Raucherinnen und Rauchern das Rauchen zu verbieten, auf das Rauchverbot nicht hinreichend hingewiesen wurde sowie teilweise Aschenbecher auf Tischen aufgestellt waren und damit nicht dafür Sorge getragen wurde, dass trotz des dort bestehenden generellen Rauchverbots durch Gäste des Cafés zu fünf näher genannten Zeiten nicht geraucht wurde, obwohl der Bw bereits mit Straferkenntnis des Bürgermeisters der Landeshauptstadt Linz vom 2. März 2009, GZ x/2009 wegen Übertretung des Tabakgesetzes mit 300 Euro bestraft wurde. Er habe dadurch §§ 13 Abs. 1, 13c Abs. 1 Z. 2, 13c Abs. 2 Z. 3 iVm. § 14 Abs. 4 des Tabakgesetzes verletzt, weswegen er bestraft wurde.

Begründend führt die Behörde erster Instanz - nach Schilderung des bis dahin durchgeführten Verfahrens und der gesetzlichen Grundlagen - im Wesentlichen an, dass der Sachverhalt aufgrund mehrerer Anzeigen von Zeugen eindeutig erwiesen sei. Aufgrund der einschlägigen rechtskräftigen Bestrafung wegen Übertretung des Tabakgesetzes (UVS-Erkenntnis vom 15. Mai 2009, VwSen-240668/22/St, Straferkenntnis vom 2. März 2009, GZ 0004011/2009, rechtskräftig am 18. Mai 2009) würde es sich um einen Wiederholungsfall handeln. Die Begründung schließt mit Erwägungen zur Strafbemessung, wobei kein Umstand als strafmildernd oder straferschwerend gewertet wurde.

1.2. Dieses Straferkenntnis wurde dem Bw im Weg seiner Rechtsvertretung am 24. August 2009 zugestellt. Daraufhin erhob der Bw das Rechtsmittel der Berufung, das am 7. September 2009 - und somit rechtzeitig - der Post zur Beförderung übergeben wurde (vgl. § 24 VStG iVm. § 63 Abs. 5 iVm. § 33 Abs. 3 AVG).

Darin wird das Straferkenntnis zur Gänze angefochten und gerügt, dass der Bw die ihm vorgeworfene Verwaltungsübertretung weder in objektiver noch in subjektiver Hinsicht verwirklicht habe. In erster Linie wird vorgebracht, dass das Einkaufszentrum kein öffentlicher Raum iSd. Tabakgesetzes sei, weil aufgrund des Luftangebots dieses mit einem Ort im Freien vergleichbar wäre. Das Einkaufszentrum selbst sei kein Raum in einem öffentlichen Ort. Im Übrigen sanktioniere § 14 Abs. 4 Tabakgesetz Verstöße nur gegen § 13c Abs. 2, nicht jedoch gegen § 13c Abs. 1 Tabakgesetz. Der Bw habe auch eine bauliche Abtrennung eines Raucherbereiches angezeigt, sodass schon aus diesem Grund eine verwaltungsstrafrechtliche Verantwortung ausscheide.

Darüber hinaus werden inhaltliche und formelle Mängel des Verfahrens erster Instanz und des auf dessen Basis erlassenen Bescheids erster Instanz sowie die Strafbemessung gerügt.

Abschließend wird im Ergebnis beantragt, der Berufung nach Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung Folge zu geben, das Straferkenntnis aufzuheben und das Verwaltungsstrafverfahren einzustellen, allenfalls nach § 21 VStG vorzugehen, jedenfalls die Geldstrafe erheblich herabzusetzen.

2.1. Der Bürgermeister der Landeshauptstadt Linz hat die Berufung samt dem dort geführten Verwaltungsakt erster Instanz zur Berufungsentscheidung vorgelegt. Eine Berufungsvorentscheidung wurde nicht erlassen.

2.2. Da im angefochtenen Straferkenntnis keine 2.000 Euro übersteigende Geldstrafe verhängt wurde, ist der Unabhängige Verwaltungssenat zur Entscheidung durch eines seiner Mitglieder berufen (§ 51c VStG).

2.3. Das Rechtsmittel ist - wie bereits im Punkt 1.2 dargestellt - rechtzeitig.

2.4. Der Unabhängige Verwaltungssenat hat Beweis erhoben durch Einsichtnahme in den vorliegenden Verwaltungsakt, die Niederschriften über die öffentliche mündliche Verhandlung des Unabhängigen Verwaltungssenates des Landes Oberösterreich vom 20. April 2009, zu GZ VwSen-240668, zur Berufung des Bw gegen das Straferkenntnis des Bürgermeisters der Landeshauptstadt Linz vom 2. März 2009, GZ x/2009, wegen Verwaltungsübertretungen nach dem Tabakgesetz sowie durch Durchführung einer öffentlichen mündlichen Verhandlung am vorgeworfenen Tatort am 2. Oktober 2009.

2.5. Daraus ergibt sich für den Unabhängigen Verwaltungssenat folgender Sachverhalt, der seiner Entscheidung zugrunde liegt:

Die x GmbH ist aufgrund eines Mietvertrags Inhaberin des als "Café x" bezeichneten Bereichs (der Zone) im Einkaufszentrum x. Der Bw ist (seit 28. Februar 2008) handelsrechtlicher Geschäftsführer der x GmbH.

Am 9. und 11. April 2009, 14. und 26. Mai 2009 sowie 13. Juni 2009 wurde im Lokal x jeweils von Gästen geraucht. Der Bw hat zu diesen Zeiten keine Maßnahmen zur Einhaltung des Rauchverbots getroffen. Insbesondere hat er sein Personal nicht darüber informiert und nicht angewiesen, Raucherinnen und Rauchern das Rauchen zu verbieten und nicht angewiesen, keine Aschenbecher auf den Tischen aufzustellen. Nur auf einigen Tischen wurden (kleine) Schilder mit Rauchverbotshinweisen aufgestellt.

Der Bw verfügt - entsprechend der von ihm unwidersprochen gebliebenen Schätzung der Behörde erster Instanz (vgl. deren Schreiben vom 8. Juli 2009) - über ein monatliches Netto-Einkommen von rund 1.800 Euro und hat keine Sorgepflichten für Dritte.

2.6. Der festgestellte Sachverhalt ergibt sich aus dem vorgelegten Verwaltungsakt, der Berufung, der unter Punkt 2.4 angeführten Niederschrift über die öf-fentliche mündliche Verhandlung des Unabhängigen Verwaltungssenates des Landes Oberösterreich und der im vorliegenden Verfahren durchgeführten öffentlichen mündlichen Verhandlung am 2. Oktober 2009, der dort vorgenommenen Befragung der glaubwürdigen Zeugen sowie der im Akt enthaltenen Urkunden.

3. In der Sache selbst hat der Unabhängige Verwaltungssenat erwogen:

3.1.1. Gemäß § 14 Abs. 4 des Tabakgesetzes, BGBl. Nr. 431/1995,
 ...................................http://www.uvs-ooe.gv.at/xchg/SID-C46CDE70-6AE9641F/hs.xsl/63754_DEU_HTML.htm


4712
Gesundheit / Säuglinge, Kinder - Zigarettenrauchen
« am: März 14, 2010, 23:50:36 Nachmittag »

http://www.nachrichten.at/ratgeber/gesundheit/art114,225382

Smog vor der Geburt beeinflusst IQ von Kindern

CHICAGO. Smog kann bei Ungeborenen die Enwicklung des Gehirns beeinträchtigen. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher in einer Studie, die erstmals einen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung, der die Embryonen über ihre Mutter ausgesetzt waren, und einem niedrigen Intelligenzquotienten in der Kindheit herstelltt.

In der Studie wurden 249 Kinder von Müttern in New York beobachtet. Die Mütter trugen in den letzten Monaten der Schwangerschaft jeweils 48 Stunden lang ein Luftmessgerät auf dem Rücken.

Sie waren in unterschiedlichem Ausmaß typisch städtischer Luftverschmutzung ausgesetzt, insbesondere den Abgasen von Autos, Bussen und Lastwagen. Die Kinder wurden im Alter von fünf Jahren vor der Einschulung einem IQ-Test unterzogen. Jene, die vor ihrer Geburt am stärksten der Luftverschmutzung ausgesetzt waren, schnitten vier bis fünf Punkte schlechter ab als Kinder, die weniger deutlich von Smog betroffen waren.

Dieser Unterschied sei groß genug, um sich bei den schulischen Leistungen bemerkbar zu machen, sagte Frederica Perera, Chefautorin der Studie und Direktorin des Columbia-Zentrums für Kinder-Umweltgesundheit. Die Studie wurde am Montag in der August-Ausgabe des Fachblatts „Pediatrics“ veröffentlicht.

Die Forscher untersuchten Stoffe - polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe -, die die Plazenta durchdringen können. Dazu zählt auch Tabakrauch, die Mütter in der Studie waren aber Nichtraucherinnen. 56 Prozent der Kinder waren einer besonders starken Luftverschmutzung ausgesetzt. Ihre Mütter lebten offenbar an Hauptverkehrsstraßen, in der Nähe von Busbahnhöfen oder ähnlichen Smogquellen. Andere Faktoren, die den IQ beeinflussen könnten, wurden laut Perera berücksichtigt. Dazu zählen etwa Passivrauchen, das häusliche Lernumfeld und der Kontakt mit Smog nach der Geburt.

Frühere Forschungsarbeiten Pereras hatten bereits vorgeburtlichen Kontakt mit Luftverschmutzung und genetische Abnormalitäten in Verbindung gebracht, die das Risiko für eine Krebserkrankung erhöhen können. Außerdem stellte sie einen Zusammenhang zu einem verringerten Geburtsgewicht, Entwicklungsverzögerungen und Asthma her.

4713
Sonstiges / Total Rauchfreie Lokale?
« am: März 14, 2010, 23:46:46 Nachmittag »

es gibt einige Möglichkeiten ein paar (in der Nähe?) zu finden

wie zufrieden sind Sie mit: http://da.stinkts.net/

4714
Sonstiges / S T U D I E N
« am: März 14, 2010, 23:21:10 Nachmittag »

http://www.ihs.ac.at/publications/eco/recent_publ/rauchen_final_22-04-2008.pdf

Volkswirtschaftliche Effekte des Rauchens

Eine ökonomische Analyse für Österreich

Markus Pock, Thomas Czypionka,
Sandra Müllbacher, Alexander Schnabl

Endbericht



Die Studie wurde von einem fachübergreifenden Beirat wissenschaftlich begleitet.
Wissenschaftlicher Beirat:
Mag. Heinrich Burggasser (Österreichische Apothekerkammer)
Dr. Martin Gleitsmann (Wirtschaftskammer Österreich)
Univ.-Prof. Dr. Kurt Grünewald (Gesundheitssprecher, Die Grünen)
Dr. Irmgard Homeier (Wiener Ärztekammer)
Dr. Helmut Ivansits (Arbeiterkammer Wien)
Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze (Medizinische Universität Wien, Institut für
Sozialmedizin)
Dr. Alfred Lichtenschopf (Österreichische Ärztekammer)
Univ.-Prof. Dr. Manfred Neuberger (Medizinische Universität Wien, Institut für
Umwelthygiene und Präventivmedizin)
Direktor Mag. Jan Pazourek (Wiener Gebietskrankenkasse)
Dr. Franz Pietsch (Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend)

http://www.ihs.ac.at/publications/eco/recent_publ/rauchen_final_22-04-2008.pdf

4715
OTS0220 5 CI 0194 NEF0005 II Mi, 10.Mär 2010
Soziales/Bildung/Jugend/Gesundheit/Familie/Drogen/Wien/Termin
Veranstaltung "Mensch sucht Droge - Droge sucht Mensch" vom Verein Elternkreis
Wien und Verein Getaway
Utl.: Samstag, 13. März, 14.00 - 21.00 Uhr in der Sir-Karl-Popper-Schule =
Wien (OTS) - Um einen realen Einblick in das Innere der Sucht
gewähren zu können - mit all seinen Aspekten - und um das Thema
"Suchtkrankheit und Drogen" besser verstehen zu können, initiieren
der Verein Getaway - Verein zur Suchtprävention durch ehemalige
DrogenkonsumentInnen gemeinsam mit dem Elternkreis Wien - Verein zur
Förderung von Suchtvorbeugung und Selbsthilfe, die Veranstaltung:
~
"Mensch sucht Droge - Droge sucht Mensch"
Das Ziel dieser Veranstaltung:
- Die Sucht aus verschiedenen Perspektiven zu sehen.
- Das Sucht-Thema enttabuisieren und die Öffentlichkeit
sensibilisieren.
- Betroffene Eltern wollen nicht mehr schweigen!
- Fragen beantworten!
Das Programm finden Sie unter: http://www.get-away.at und
http://www.elternkreis.at
Eintritt: frei, Spenden für das Buffet erbeten.
VertreterInnen der Medien sind herzlich dazu eingeladen.
Datum: 13.3.2010, 14:00 - 21:00 Uhr
Ort: Sir-Karl-Popper-Schule Festsaal im 1. Stock
Wiedner Gürtel 68, 1040 Wien
~
Rückfragehinweis:
Josef Rohaczek
Elternkreis Wien - Verein zur Förderung von Suchtvorbeugung und Selbsthilfe; A-1220 Wien, Tel.: 01/282 36 94, Mobil: 0676/366 03 24, Mail:info@elternkreis.at
Melanie Mollnar
Verein Getaway - Verein zur Suchtprävention durch ehemalige Drogensüchtige, Mobil: 0676/849
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/3517
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0220 2010-03-10/13:07
101307 Mär 10

4716
Gesundheit / Kinder, Jugend - Zigarettenrauchen
« am: März 06, 2010, 20:41:26 Nachmittag »
ÖSTERREICH bastelt noch 3 Monate an einem neuen Bundesjugendschutzgesetz.
Was ist deine Meinung dazu, speziell zu Rauchen etc.?


Nicht neu, aber interessant:

Deutschland macht es vor: Seit dem 01.01.2007 wurde das Mindestalter für den Kauf von „Tschik“ auf 18 Jahren angehoben. Zusätzlich kommt bei unseren nördlichen Nachbarn ab 2008 ein Rauchverbot für Gaststätten, wie schon in Italien und Irland. Beim 3. Salzburger Jugendkongress im Oktober 2006 wurde unter anderem über die Frage eines Rauchverbotes in Salzburgs Lokalen diskutiert. In einer Saal-Abstimmung sprach sich damals eine deutliche Mehrheit der rund 450 teilnehmenden Jugendlichen für rauchfreie Lokale aus. Mit Prozentsätzen von 47 Prozent der Erwachsenen, die regelmäßig und 31,5 Prozent der Jugendlichen, die zumindest einmal pro Woche zur Zigarette greifen, liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld. Mehr jugendliche RaucherInnen weist die WHO-Statistik im Europa-Vergleich im Zeitraum 2001 bis 2005 nur für die Ukraine (33,8%) und Deutschland (33%) auf. Für Österreich zeigt die Statistik auch, dass das Rauchen auf wunderbare Weise erst im Alter von 15 anfängt, und dann gleich mit 25 Prozent.

In der Realität versuchen wohl viele Jugendliche bereits im Alter von 12 oder 13 ihren ersten „Glimmstengel“, manche sogar mit 9 oder 10. Seit einiger Zeit gibt es in Österreich den Alters-Check an Zigarettenautomaten, bei dem Käufer per Bankomatkarte oder SMS nachweisen müssen, dass sie mindestens 16 sind. Ich denke das ist prinzipiell sinnvolle zusätzliche Maßnahme.
Sollte man auch in Österreich das Mindestalter für Raucher auf 18 Jahre anheben? Einerseits leben Jugendliche immer mehr in einem Klima des Verbietens, was zu einer Flucht in virtuelle Welten führt. Andererseits soll man Jugendliche schützen. In Salzburg, dürfen Jugendliche ab 16 Jahren legal ein Bier trinken und ab 18 Jahren harte Alkoholika „genießen“. Eigentlich ein Argument für Rauchen ab 18, oder?

* Ist also ein Rauchverbot für unter 18-Jährige sinnvoll?
* Würde es den gewünschten Effekt bringen oder nur das Rauchen wieder interessanter machen, weil es „ja verboten“ ist?
* Soll Prävention und Aufklärung über die Gefahren des Rauchens so früh wie möglich ansetzen?

Der Salzblog wird heute abends wieder eine SMS-Umfrage durchführen und euch um eure Meinung bitten: Für oder gegen Rauchen ab 18! Das Ergebnis findest du ab morgen um etwa 9:00h hier am Salzblog.
Geschrieben von Sevil Turan am Montag, 15. Oktober 2007 um 11:15. in Aktuelles.
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   1. Smoke on the water

      Ein (sau)knappes Ergebnis lieferte das gestrige SMS-Voting zur Frage, ob man Rauchen in Österreich erst ab 18 Jahre erlauben sollte. Um genau 17:53h starte das Voting. Die (bisher) letzte Antwort kam um 22:22h an. Hier findest du das genaue Ergebnis und d
      Edirne Kızılay: SALZBLOG
      Aufgenommen: Sep 18, 08:09

Kommentare
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      Der link zur SMS-Umfrage ist kaputt.

      Ich fänd's sinnvoller die Tabaksteuer massiv zu erhöhren und nebenbei auch nicht die Strafen für Schmuggler erhöhen.
      Kommentar (1)
      #1 Thomas Koll (Homepage) am 17.09.2007 16:01 (Antwort)
      Link ist repariert!
      Kommentare (3)
      #2 Jochen Hoefferer am 17.09.2007 16:15 (Antwort)
      hallo ich bin selbst 15. rauche´auch ich bin absolut dagegen das das rauchn ab unter 18 ferboten werdenn soll da mann aunf sich selbst aufpassenn muss
      Kommentar (1)
      #2.1 manu am 28.12.2007 15:37 (Antwort)
      Ich bin fürs Rauchen ab 18 Jahren dagegen. Ich rauche schon seit 13 und bin jetzt 15. Ich werde im Februar 16. Schon so lange freu ich mich auf dem 16. Geburtstag. ENDLICH DARF ICH DANN RAUCHEN. Ich komme jetzt in Innsbruck in eine Wohngemeinschaft und das wäre verdammt blöd für mich wenn ich jetzt noch 2 Jahre warten müsste. Man soll die Zigarillos und Zigarren unter 18 Jahren verbieten, aber doch nicht die Zigaretten. Das ist meine Meinung
      Kommentare (2)
      #3 Hannes Astner am 11.11.2007 14:47 (Antwort)
      Ich bin absolut dagegen, das Rauchen unter 18 Jahren zu verbieten!
      Ich denke, dass man ab 16 Jahren alt genug ist um selbst auf seine Gesundheit zu achten. Wer das nicht tut, wird es mit 18 auch nicht machen.
      Jugendliche die wirklich rauchen wollen, egal wie alt, bekommen immer irgendwo Zigaretten. Entweder in einer Trafik oder sie klauen welche oder haben ältere Freunde. Ein Verbot würde da nichts bringen sondern eher das Gegenteil bewirken! Gerade das Verbotene ist oft sehr reizvoll...
      Ich finde es nicht gut, dass es immer mehr Gesetze und Regeln gibt und besonders Jugendliche oft sehr eingeschränkt werden. Ich denke, das gibt nur Aggressionen und Trotz, das ist es nicht wert.
      Rauchen ab 16 ist doch okay, in dem Alter ist bereits jeder über die Risiken aufgeklärt!
      LG
      Kommentar (1)
      #4 Michi am 26.11.2007 16:10 (Antwort)
      ja seh ich genauso..also die 2 Jahre bringens dann auch nicht mehr..naja ein jahr noch dann bin ich auch 18
      Kommentar (1)
      #4.1 Dinchen am 09.08.2009 17:20 (Antwort)
      ich sehe es sehr ähnlich wie du. mit 16 ist man vollwertiger verkehrsteilnehmer (moped), junge menschen stehen mit beiden beinen im beruf (lehre), banke bemühen sich dir ein jugendkonto zu verkaufen, aber trotzdem meint eine klare mehrheit der befragten, dass es sinnvoller wäre erst mit 18 zu rauchen...
      Kommentare (3)
      #5 Jochen Hoefferer am 26.11.2007 16:14 (Antwort)
      jetzt geht es um sie wollen die zigaretten ganz verbieten. zumindest in wien in zeitung gelesen.
      Kommentar (1)
      #6 dominik am 02.04.2008 18:42 (Antwort)
      nein. nicht die zigarette als solches, sondern es wird darüber gesprochen, dass in lokalen das rauchen verboten werden soll. so wie in italien, irland und frankreich.
      Kommentare (3)
      #7 Jochen Hoefferer (Homepage) am 02.04.2008 18:45 (Antwort)
      Rachen ab 18! Ist ein schwieriges Thema, das sehr viel betrifft. Ich als Nichtraucherin, bin eigentlich nicht wirklich dafür, für Rachen ab 18. Denn gerade wenn Sachen verboten werden, macht es neugierig. Ich finde, es sollte eher mehr Wert darauf gelegt werden, dass man auf die achte, die noch nicht 16 Jahre alt sind, und trotzdem schon rauchen. Viele fangen schon mit 14 oder 15 Jahren an, wenn nicht schon früher! Mit 16 sind sie dann Kettenraucher, und die Lunge ist schon zur Hälfte geschädigt! Dann wundern sich wieder alle, warum die Menschheit von heute so viele Krankheiten hat...! Man sollte ein wenig hinter den jüngeren dahinter sein, und nicht das Verbot noch höher setzten, das hat in meinen Augen keinen sinn! lg
      Kommentar (1)
      #8 Kathi am 14.01.2009 20:35 (Antwort)


Keine Einigung, kein Bundesgesetz, jedes Land macht was es will!
Super Politiker, alle rausschmeißen!



4717


Sehr geehrter Herr H.,

da sich seit unserem letzten Telefonat (Anm.: etwa vor 10 Wochen) an der Situation im EZE rein gar nichts geändert hat, sehe ich mich gezwungen wieder mal eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tabakgesetz zu machen.

Ich finde es wirklich unerträglich, dass selbst mehrfache Anzeigen über einen Zeitraum von einem Jahr keinerlei Wirkung gezeigt haben.
Es kann doch nicht sein, dass Sie keinerlei Handhabe gegen die Gesetzesübertretungen haben.

Sie haben mir bei unserem Telefonat gesagt, dass Sie bereits mehrfach gestraft haben.
Ich habe nun eine Antwort der Volksanwaltschaft bekommen, wo mir mitgeteilt wird, dass seitens des Magistrats Eisenstadt am 15.Dezember der Volksanwaltschaft mitgeteilt wurde, dass Geldstrafen von 4x100 Euro und 1x 500 Euro verhängt wurden.
Das ist wohl eine etwas schwache Ausbeute für 1 Jahr mehrmaliger Anzeigen wegen mehrfacher Verstöße gegen das Tabakgesetz.
Da wundert es mich nicht, dass den Gastronomen das egal ist.

Wenn Sie an einem Samstag Nachmittag jemanden ins EZE schicken, wird derjenige feststellen, dass in jedem Gastronomiebetrieb geraucht wird, obwohl das verboten ist.
Zu strafen wären sämtliche Gastronomiebetriebe, die Leitung des EZE sowie die rauchenden Kunden.
Ich denke mal, wenn man direkt vor Ort rauchende Kunden straft, dann könnte das eine abschreckende Wirkung haben.
Außerdem müsste man direkt vor Ort aufklären, dass es verboten ist im EZE zu rauchen, auch wenn auf den Tischen Aschenbecher stehen.

Sie sollten auch die Strafen drastisch erhöhen und in kurzen Abständen weiter kontrollieren und strafen.

Es steht mir nicht zu, Ihnen zu sagen, wie Sie Ihren Job machen sollen, aber so wie es bisher läuft, wird sich da nie was ändern.

Ich habe Ihnen Fotos beigelegt, die ich letzten Samstag gemacht habe.

So, nun der offizielle Teil:

Ich erstatte hiermit Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tabakgesetz gegen folgende Betriebe und Personen:

Zeitraum der Beobachtung: 27.2.2010 12:44-12:50

Casablance (Top 44).
Hier wird im Lokal und auch im Mallbereiche geraucht

EZE Pub (Top 50).
Das befindet sich mitten im Gehbereich des Einkaufszentrums direkt vor dem Merkur Markt. Dort wird ganz offen geraucht. Es stehen Aschenbecher auf der Theke und den Tischen und viele Gäste rauchen.


EZE-Einkaufszentrum Eisenstadt GmbH
Geschäftsführer:
Günter Buchinger
Dr. Matthias Zachs
Hauptstraße 41, 7000 Eisenstadt
   
Ruster Straße 82-104, 7000 Eisenstadt
   
Die Leitung des Einkaufszentrums vernachlässigt Ihre Pflicht, dafür zu sorgen, dass im EZE das Tabakgesetz eingehalten wird. Trotz mehrfacher Aufforderung das Rauchen abzustellen, tut die Leitung des EZE nichts dafür.


Beiliegende Fotos zeigen das EZE Pub und den Mallbereich des Casablanca.

Es verstoßen auch alle anderen Gastronomiebetriebe, jedoch wird hier wenigstens nur im Lokal geraucht, auch wenn der Rauch ungehindert in den Mallbereich gelangt, weil keine Abtrennung vorhanden ist. Auch das ist laut Tabakgesetz verboten. Ich denke, hier sollte man die Betreiber vor Ort aufklären und ihnen sagen, dass sie das nicht dürfen und im Falle, dass das ohne Wirkung bleibt, Strafen androhen und dann aber auch ausstellen.
Besonders ekelhaft finde ich, dass in der Bäckerei geraucht wird. Da schlägt sich der Rauch auf den Backwaren nieder, die dann verkauft werden. Hier wäre auch zu prüfen, ob das nicht ein Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz ist.

Sehr geehrter Herr H.,
wenn Ihre Ankündigung gegen die Raucher vorzugehen, wirklich ernst gemeint war, dann sollten Sie wirklich handeln und die Umsetzung des Tabakgesetzes strenger kontrollieren und vorallem strenger strafen.

Der Internetseite des EZE entnehme ich, dass am 19.3.2010 von 14 - 17 Uhr ein Kinderflohmarkt stattfindet. Wäre doch schön, wenn die Kinder in einer rauchfreien Umgebung ihren Flohmarkt abhalten könnten.
Vielleicht wäre das eine Gelegenheit mal vor Ort zu sein und zu zeigen, dass man es ernst meint.

In diesem Sinne verbleibe ich mit (noch) hoffnungsvollen Grüßen

S.


4718
1 - Wien / Taxis rauchfrei - aber doch nicht hier, in Bagdad!
« am: März 05, 2010, 03:20:22 Vormittag »

Nichtrauchertaxis von der Mehrheit gewünscht

Die Leser-Reaktionen auf den KURIER-Artikel "Wiener Taxis bleiben Raucherzone" waren überraschend eindeutig. Die Tendenz zeigt zum Nichtrauchertaxi.

"Bei einem Lokalwechsel zwischen zwei Nichtraucherlokalen möchte ich wenigstens im Taxi schnell eine pofeln können." Erich K. "Als Raucherin finde selbst ich, dass rauchen im Auto nicht notwendig ist." Lola W. "Vollkommen richtig. Diese Poflerei muss wirklich nicht sein. Vom Gestank abgesehen, sind Brandlöcher und Aschenspuren im Wagen nicht besonders einladend." Harald K. "Schon der Begriff Rauchverbot ist verfehlt. Es sollte richtig Gesundheitsschutz heißen. Den gibt es in der Gastronomie auch." Manfred B. "Ich habe 31 Jahre lang geraucht. Seit zehn Jahren ist das Geschichte. Seit 1971 hab' ich im Auto nie geraucht. Aber Rücksicht auf andere kennen die wenigsten Raucher." Fritz G. "Niemand ist gezwungen, mit einem Rauchertaxi zu fahren oder in ein Raucherlokal zu gehen. Hans K. "Wollte nur wissen, ob es eine Spezies gibt, die auf das Fliegen verzichtet, um rauchen zu können." Christian S. "Die paar Minuten in einem Taxi können die Raucher wohl auf ihre Zigarette verzichten. Der abgestandene Rauch ist für Nichtraucher eine Plage." Angelika W. "Ich kenne Taxler, die Rauchen ungeniert im Auto. Wie sollen da die Fahrgäste Disziplin zeigen? Ein generelles Rauchverbot muss her." Reinhard B. "In Zügen oder Flugzeugen raucht ja auch niemand. Warum darf im Taxi weitergeraucht werden?" Dani N. "Brandlöcher, stinkende Aschenbecher und sogar Tschikstummel - manche Taxis sind der reinste Mistkübel. Vor allem, wenn ich in der Nacht fahre. Ein Rauchverbot ist unbedingt zu empfehlen. Wir Nichtraucher haben ein Recht darauf." Gerlinde H.

4719


http://derstandard.at/1267132235316/Symptom-Zahnfleischbluten-Rote-Borsten-zur-Vorwarnung

............. Potenzierte Gefahr

Das Risiko an einer Parodontitis zu erkranken potenziert sich durch das Rauchen: "Im Zigarettenrauch befinden sich bis zu 5.000 Giftstoffe, die die Durchblutung des Zahnfleisches mindern und das Immunsystem schwächen", so Jandrasits. Gemeinsam mit falschen Putzgewohnheiten bedeutet das freie Bahn für Bakterien, die sich am Zahnfleisch ansiedeln. "Habe ich eine schlechte Mundhygiene und rauche, verachtfacht sich das Risiko an einer Parodontitis zu erkranken", warnt der Mediziner.

..............

4720
1 - Wien / Medienberichte Österreich / Wien
« am: März 05, 2010, 02:08:56 Vormittag »
http://www.krone.at/krone/S152/object_id__188153/hxcms/


Jugendliche sollen in Schulen auch das Nichtrauchen lernen

Nicht nur Schreiben, Lesen und Rechnen, sondern auch gesunde Lebensweise sollte in unseren Schulen gelehrt werden. Im Kampf gegen den "blauen Dunst" wünscht sich das oberösterreichische Institut für Suchtprävention, dass dieses Thema im Unterricht intensiviert wird. Darin bestärkt wurden sie auch bei Umfragen.


Seit dem Jahr 2000 wird alle drei Jahre durch Direktbefragungen das Rauchverhalten der Oberösterreicher ermittelt. Demnach erhöhte sich der Anteil der Nichtraucher im Land ob der Enns seit 2006 von 56 auf nunmehr 63 Prozent, wie Christoph Lagemann, Leiter des Instituts für Suchtprävention, berichtet. Vor sechs Jahren lag dieser Anteil laut Umfrage erst bei 47, vor neun Jahren gar nur bei 42 Prozent.

Weiter viele zum Passivrauchen verdonnert
Erstmals wurden im Vorjahr auch Zahlen zum Passivrauchen, das wissenschaftlich allerdings nicht definiert ist, erhoben: So gaben 22,4 Prozent der 1.500 Befragten an, dass in ihrer Wohnung geraucht wird – dadurch sind 100.000 nichtrauchende Mitbewohner durch Passivrauch in der eigenen Wohnung betroffen.

Ein besonderes Anliegen ist der Jugendschutz: "Da sollte in den Schulen mehr Präventionsarbeit in den Unterricht eingebaut werden," wünscht sich Lagemann.

von Johann Haginger, Kronen Zeitung

4721
3 - Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberger / OÖ. - Medienberichte
« am: März 05, 2010, 02:07:07 Vormittag »

http://ooe.orf.at/stories/426864/

Weniger Raucher in Oberösterreich
Auch wenn die Zahl der Raucher in Oberösterreich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau ist, zeigt nun eine Studie des Instituts für Suchtprävention, dass die Oberösterreicher den Nikotinkonsum einschränken.
            
            
            Von 56 auf 63 Prozent hat sich der Anteil der Nichtraucher in den vergangenen drei Jahren in Oberösterreich erhöht.

Nichtraucher haben die Oberhand
In Oberösterreich wird weniger gequalmt, als in der Vergangenheit. Hatte vor zehn Jahren noch weit mehr als die Hälfte der Oberösterreicher zum Glimmstängel gegriffen, so haben jetzt die Nichtraucher die Oberhand.

Dennoch: Im europaweiten Vergleich sei Österreich immer noch ein Raucher-Paradies, sagt Christoph Lagemann vom Institut für Suchtprävention.
            
            Noch stärkere Aufklärung notwendig
Das heißt: Eine noch stärkere Aufklärung über die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens schon im Kindergarten und in den Volksschulen sei notwendig. Das passiere bislang nur, wenn ein Lehrer bezüglich dieses Themas besonders engagiert ist.
            
            
            Entscheidung zum Raucher oder Nichtraucher
Schließlich seien mit dem blauen Dunst viele weitere gesundheitliche Risiken verbunden. So leben etwa mehr als 21.000 Kinder- und Jugendliche in Oberösterreich in einem Haushalt, in dem regelmäßig geraucht wird, sind somit Passivraucher.

Wenngleich selbst der Suchtexperte einräumt: Die Entscheidung zum Raucher oder Nichtraucher sei eine persönliche, und deshalb solle auch keine Raucher-Diskriminierung stattfinden.

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1 - Wien / Neues aus dem Gesundheitsministerium
« am: März 05, 2010, 01:57:36 Vormittag »
http://derstandard.at/1267132345693/STANDARD-Interview-Gesundheitsminister-Stoeger-droht-Wirten-mit-generellem-Rauchverbot#forumstart


STANDARD-Interview

Gesundheitsminister Stöger droht Wirten mit generellem Rauchverbot

04. März 2010, 17:15


      Alois Stöger (49), Sozialdemokrat und Ex-Krankenkassenobmann aus Oberösterreich, ist seit einem Jahr Gesundheitsminister.
    *

"Meine Geduld ist am Ende" - Der Gesundheitsminister will notfalls durchgreifen, erklärt er im STANDARD-Interview

STANDARD: Herr Minister, sind Ihre Behörden nur werktags für die Gesundheit der Bürger zuständig?

Stöger: Nein, die Behörden sind rund um die Uhr für die Gesundheit der Bevölkerung zuständig.

STANDARD: Warum wurde der Auslieferungsstopp des verseuchten Quargels einer Hartberger Firma dann, erst drei Tage nachdem die Gesundheitsagentur (Ages) diesen als Urheber tödlicher Infektionen identifiziert hatte, veranlasst?

Stöger: Wer sagt das?

STANDARD: Ein Sprecher der Ages im Standard. Demnach war das schädliche Produkt am Freitag, 15. Jänner, bekannt, am 19. wurde aber erst die Auslieferung gestoppt.

Stöger: Ein Verdacht ist kein mikrobiologischer Beweis. Wir behaupten ja nichts aus Jux und Tollerei, sondern benötigen klare Belege. Man kann einem Unternehmen nicht auf Verdacht die Existenzgrundlage entziehen, da braucht es Proben. Diese wurden am 18. Jänner gezogen.

STANDARD: Die Konsumenten wurden überhaupt erst am 23. Jänner informiert. In der Zwischenzeit kann viel Quargel verspeist worden sein. Warum hat Ihr Ministerium nicht sofort selbst gewarnt?

Stöger: Die Warnung hat der Erzeuger übernommen, der für das Produkt ja auch die Verantwortung trägt. Die Firma war bereit, am 19. Jänner die Produktion einzustellen und die Rückholung der Waren einzuleiten. So etwas muss erst einmal organisiert werden. Am 23._Jänner erfolgte schließlich die Warnung der Öffentlichkeit. Für mich sind das zügige Wege. Man kann die Verstorbenen natürlich nicht wegdiskutieren. Aber verglichen mit anderen Ländern, die gar nichts getan haben, hat die Lebensmittelkontrolle schnell und effizient gehandelt.

STANDARD: Die Österreicher leben auch dann ungesund, wenn sie keinen giftigen Käse essen. Punkto Übergewicht etwa brechen unsere Jugendlichen Rekorde.

Stöger: Viele junge Menschen haben zu wenig Chance auf Bewegung, die Räume werden immer enger, an den Schulen wird gespart. Es fehlt auch eine Kultur der gesunden Ernährung. Ich will deshalb durchsetzen, dass in Kindergärten und Schulen hochwertiges Essen angeboten wird. Außerdem möchte ich in der EU, wo wir derzeit an den kleinsten gemeinsamen Nenner gebunden sind, erreichen, dass wir gesundes Gemeinschaftsessen mit einem eigenem Gütesiegel auszeichnen dürfen.

STANDARD: Das reiche Österreich hinkt in Gesundheitsstatistiken hinten nach. Was läuft falsch?

Stöger: Die Gesundheitspolitik dreht sich immer nur um die medizinischen Angebote. So wichtig diese sind: Wir müssen weg von der Reparaturmedizin, hin zur Veränderung des Lebensstils, um Krankheiten zu verhindern. Dabei erwarte ich mir in der Regierung mehr Unterstützung, auch in Form eines angemessenen Budgets für die Vorsorge. Derzeit eiern wir um das Thema herum, das Problem wird hin- und hergeschoben. Gesundheit ließe sich zum Beispiel fördern, indem man in den Gemeinden die Vereinsamung von Senioren bekämpft. Derartige Ansätze übersteigen die Möglichkeiten eines Gesundheitsministers allerdings bei weitem.

STANDARD: Ihre "Waffe" ist die Bewusstseinsbildung. Warum sind Sie dann beim Kampf gegen das Rauchen so unentschlossen?

Stöger: Bin ich das denn?

STANDARD: Ich finde schon. Als Minister müssten Sie doch für ein radikales Rauchverbot kämpfen.

Stöger: Ich rauche selbst nicht, gebe also ein gutes Beispiel ab und bin auch für ein Rauchverbot in Lokalen. Allerdings habe ich bei meinem Amtsantritt ein neues Gesetz geerbt, das die Sache milder regelt. Trotz aller Kritik daran hat sich die Situation der Nichtraucher dramatisch verbessert. Im Gasthaus nicht zu rauchen ist heute gesetzliche Normalität.

STANDARD: In vielen Beisln merkt man davon aber nichts.

Stöger: Es stimmt, gerade in Wien halten sich viele Wirte nicht daran. Es ist inakzeptabel, dass diese nicht einmal den Kompromiss, den sie der Politik vor meiner Zeit abgerungen haben, einhalten. Ich werde die Übergangsfrist keinesfalls verlängern, ab 1. Juli müssen Raucherräume abgetrennt sein. Meine Geduld mit den Wirten ist dann am Ende. Wenn das Gesetz nicht respektiert wird, werde ich mich für ein generelles Rauchverbot in Gaststätten einsetzen.

STANDARD: Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes könnten die Zigarettenpreise sinken.

Stöger: Ich bedaure dieses Urteil sehr. Billigere Zigaretten widersprechen dem Ziel, Jugendliche vom Rauchen fernzuhalten. Ich erwarte mir vom Finanzminister Gegenmaßnahmen, um einen Preisverfall zu verhindern.

STANDARD: Mit einer höheren Tabaksteuer?

Stöger: Wie, das sei der Kreativität des Finanzministers überlassen.

STANDARD: Sie selbst wirken fit und drahtig. Leisten Sie sich denn gar keine Sünden?

Stöger: Ein Minister begeht keine Sünden. Aber ich gestehe: Oft schaffe ich es nicht, an einer Konditorei vorbeizugehen. (Gerald John, DER STANDARD - Printausgabe, 5. März 2010)


Cremers Photoblog: Bei Minister Stöger
http://derstandard.at/1267132347216/Cremers-Photoblog-Bei-Minister-Stoeger

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Sonstiges / Re: 1.3.2010 bis .....; Jeder Vierte MUSS mitrauchen!!!
« am: März 04, 2010, 16:37:08 Nachmittag »
http://www.volksblatt.at/index.php?id=60268&MP=61-157


Jeder vierte Nichtraucher raucht in OÖ jeden Tag passiv mit

Aktuelle Studie bestätigt Trend zum Nichtrauchen —

Dennoch greifen täglich vergleichsweise viele Landsleute zur Zigarette



LINZ — Die gute Nachricht zuerst: Die Oberösterreicher rauchen immer weniger und sind stärker auf die Gefahren durch das Rauchen sensibilisiert, präsentierte gestern Christoph Lagemann, Leiter des Instituts Suchtprävention die Ergebnisse des „Drogenmonitoring 2009“. Dennoch ist der Anteil der Raucher auf sehr hohem Niveau und rund ein Viertel der nichtrauchenden Bevölkerung ist dem blauen Dunst täglich ausgesetzt. „Wir dürfen die Raucher nicht diskriminieren, aber der Nichtraucherschutz muss in Österreich ausgebaut werden“, fordert Lagemann, selbst „trockener“ Raucher. Der Anteil der Nichtraucher in OÖ hat sich von 56 Prozent im Jahr 2006 auf 63 Prozent erhöht, die Anzahl der täglichen Raucher ist im Gegenzug in den vergangenen drei Jahren von 31 auf 27 Prozent gesunken. „Den Wunsch, ihr Rauchverhalten zu ändern oder ganz aufzuhören, haben viele Raucher. Gerade wenn man älter wird, schaut man mehr auf die Gesundheit. Außerdem ist Rauchen nicht mehr modern, das zeigt der gesamteuropäische Trend“, so Lagemann. Trotz dieser positiven Entwicklung gebe es in Österreich noch viel Nachholbedarf — vor allem die 180.000 Oberösterreicher, die täglich zu Passivrauchern werden, müssten geschützt werden. Besonders schockierend: 15,2 Prozent aller Minderjährigen sind in ihrem Zuhause täglich dem Qualm ausgesetzt. Ebenso hoch ist der Prozentsatz derer, die an ihrem Arbeitsplatz unfreiwillig Zigarettenrauch einatmen. „Ganz Europa lacht über unser Rauchergesetz“, fordert der Suchtexperte mehr strukturelle und präventive Maßnahmen.

fre

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Sonstiges / Polizei kontrolliert ab jetzt in Wien die Lokale!
« am: März 04, 2010, 12:45:17 Nachmittag »
Leider (noch) nicht auf Einhaltung des Nichtraucherschutzes,
obwohl es in einem gehen würde!
Daher sollten wir das bei jeder Gelegenheit fordern!


http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100304_OTS0043

Stadt Wien und Polizei: Lokalkontrollen 2010 gestartet
Utl.: 3. Bezirk bildete Auftakt zu umfassenden Überprüfungen =

   Wien (OTS) - In der Nacht auf Donnerstag wurden im Rahmen einer
gemeinsamen Behörden-Aktion von Magistrat und Polizei insgesamt 17
Lokale im 3. Wiener Gemeindebezirk überprüft. Koordiniert wurden die
Kontrollen vom Dezernat für Sofortmaßnahmen der Stadt Wien.

Zwtl.: Bilanz 2009: 800 Anzeigen

      Im Jahr 2009 wurden von der Stadt Wien, Polizei, Wiener
Gebietskrankenkasse und Finanzverwaltung in 16 gemeinsamen Aktionen
insgesamt 286 Lokale kontrolliert. Dabei wurden fast 800 Anzeigen
ausgestellt. 24 Betriebe wurden dabei noch an Ort und Stelle
geschlossen. Auch heuer setzt die Stadt Wien auf strengen Kontrollen.

Zwtl.: Ein Betrieb sofort geschlossen

     Im Zentrum der aktuellen Überprüfungen in Wien Landstraße - von
Magistrat, Polizei, Finanz und Wiener Gebietskrankenkasse - standen
Schwarzarbeit, Lärmbelästigung und unbefugte Gewerbeausübung. Das
Team KIAB (Kontrolle illegaler Arbeitnehmerbeschäftigung) des
Finanzministeriums stellte sieben Anzeigen nach dem
Ausländerbeschäftigungsgesetz aus. Die Mitarbeiter der
Gebietskrankenkasse konnten noch vor Ort drei Anmeldungen von illegal
Beschäftigten durchführen. Wegen Verstößen gegen die Gewerbeordnung,
wie etwa versperrte Notausgänge, wurden 6 Anzeigen ausgefertigt. Das
Marktamt stellte 9 Anzeigen aus, da etwa Preisauszeichnungen fehlten
oder hygienische Mängel vorlagen. Da ein Betreiber über keine
aufrechte Gewerbeberechtigung verfügte, wurde der betroffene Betrieb
kurzerhand geschlossen.
Im Zuge der aktuellen Lokalkontrollen überprüfte die Polizei
insgesamt 14 Personen.

Zwtl.: Weitere Aktionen folgen

     Wie auch bei den vorangegangenen Kontrollen in anderen Bezirken
reagiert damit die Stadt Wien, auf Beschwerden von Anrainern oder
ging Hinweisen des Bezirks und der Polizei nach. Weitere
Überprüfungen werden in allen Wiener Bezirken folgen. (Schluss) cwk

Rückfragehinweis:

~
   PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Werner C. Kaizar
   Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
   Telefon: 01 4000-81087
   E-Mail: christoph.kaizar@wien.gv.at

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Gesundheit / RaucherInnen - Blasenkrebs!
« am: März 04, 2010, 12:38:56 Nachmittag »
Studie Innsbruck:
Jeder 10. Raucher hat bereits Blasenkrebs, oder Vorstufe, ohne dass er/sie es weiß!
Daher empfehle ich RaucherInnen, umgehend eine diesbezügliche Vorsorgeuntersuchung,
z. B. mit Harnzytologie, Ultraschall, NMP22-Tumormarker,
und bei Erhärtung des Verdachtes: Blasenspiegelung (dauert 5 min).
Infos: http://www.krebsforum.at/forum/index.php/board,20.0.html


weiters:

Gesundheit/Wien/Termin/KAV/Informationsnachmittag
2010-03-04 / 09:01:21 / PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien
Infonachmittag: Blasenkrebs - eine Raucherkrankheit?
 

   Wien (OTS) - Die Veranstaltungsreihe M.A.L.V.E. - "Miteinander am
Leben Vertrauen entwickeln" - lädt am kommenden Montag, den
8. März 2010
- im Rahmen des internationalen Frauentages - zum Thema
"Blasenkrebs - eine Raucherkrankheit?" ein.
     Rauchen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als
Hauptrisikofaktor für Blasenkrebs erwiesen. Dadurch werden zukünftig
bei Neuerkrankungen vermutlich auch mehr Frauen betroffen sein. Dr.
Florian Wimpissinger, Facharzt für Urologie und Andrologie im
Krankenhaus Rudolfstiftung, informiert weiters über Symptome,
Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten.
Die Rudolfstiftung des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) lädt
Betroffene und Angehörige zum kostenlosen Informationsnachmittag ein.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen. (Schluss) ej
~
Bitte merken Sie vor:

 Datum:   8.3.2010, 13:30 - 15:00 Uhr
 Ort:     Krankenanstalt Rudolfstiftung Konferenzraum, Bürogebäude EG
          Boerhaavegasse 8a, 1030 Wien

~
Rückfragehinweis:
   Krankenanstalt Rudolfstiftung
   Projektleitung M.A.L.V.E.
   OA Dr. Toni Niedermayr, Tel: 71165/4715
   toni.niedermayr@wienkav.at
   Wiener Krankenanstaltenverbund / Presse
   Conny Lindner, Tel: 01/40409-70054
   cornelia.lindner@wienkav.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0025    2010-03-04/09:01