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Nachrichten - admin

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Sonderfall Disco -   Verabreichungsplätze entscheiden über Rauchverbot

Online gestellt: 05.04.2010 09:09 Uhr


Sonderfall Disco - Verabreichungsplätze entscheiden über Rauchverbot "Das sind so Begriffe, die man auslegen kann" - ©APA

Besonders schwierig umsetzbar ist das Rauchverbot in Diskotheken und Clubs: Bei einer Größe über 50 Quadratmeter muss der Großteil der Verabreichungsplätze rauchfrei sein.
 
Streitbar ist, was als Verabreichungsplatz zählt - ein Hocker an der Bar oder auch ein Stehplatz auf der Tanzfläche. "Regelungen, wie das Österreichische Gesetz, werfen halt solche Fragen auf", kritisierte Jurist Heinz Mayer. "Das sind so Begriffe, die man dann auslegen kann."

"Mein Zugang ist: wo Getränke und Essen verkauft werden, ist ein Verabreichungsplatz. Auf der Tanzfläche wird man im Normalfall kein Getränk konsumieren." Disco und Ausgeh- Lokale in Österreich haben ob der Gesetzeslage unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten gewählt: Im Wiener Club Passage ist Rauchen derzeit noch möglich, allerdings wird man ab 1. Juli dort keine Glimmstängel mehr sehen.

Eine Raumtrennung sei nicht nur technisch unmöglich, sondern würde die Location auch architektonisch zerstören, wie Geschäftsführer Matthias Kamp gegenüber der APA betonte. "Ich rechne mit Besucherrückgängen von bis zu 50 Prozent", beklagte er das Tabakgesetz in seiner jetzigen Form. Dieses sei wettbewerbsverzerrend, weshalb er ein generelles Qualmverbot in Lokalen begrüßen würde - "obwohl ich selbst rauche".

In der erst vor wenigen Monaten eröffneten Diskothek P2 in Mattersburg, darf nach wie vor geraucht werden. Auch eine Abtrennung ist derzeit nicht geplant. Die Diskothek verfüge über eine gute Lüftung, so Geschäftsführer Mohamed Lafif. Solange es keine klare Regelung gebe, würde man auch nichts ändern. Bis dahin wolle man "warten und dann schauen".

Unterschiedlicher Meinung sind die Betreiber Innsbrucks größter Lokale und Veranstaltungszentren. Im "Stadtcafe" soll bereits ab 1. Juni das Rauchen verboten sein. Man habe Bedenken und der Bann bringe auch Probleme, meinte der Geschäftsführer. Ein Umbau wäre aber nicht umsetzbar. Auch im "Hofgarten Cafe" wird das Rauchen nur mehr im Garten erlaubt sein. Eher abwartend zeigte man sich in den Veranstaltungszentren "MAX events and culture" und im "Hafen". Mit einer Fläche von 3.500 Quadratmeter und mehreren Hallen werde er "die erste Strafe zahlen müssen", vermutete der "Hafen"- Geschäftsführer. Er wolle die Raucher aber nicht ganz zurückdrängen. Zuwarten wollte man auch im "MAX": Werde das Rauchverbot, wie vermutet, "hart durchgezogen", soll in einer von mehreren Hallen ein Raucherraum mit 350 Quadratmeter Fläche geschaffen werden, erklärte der Betreiber.

"Ganz und gar nicht zufrieden" mit den Bestimmungen ist Marc Zeller, Chef des Linzer Szeneclubs "Remembar". Er habe von Mitbewerbern gehört, die sich nicht ans Gesetz halten wollen, fürchtet der Lokalbetreiber Wettbewerbsverzerrungen. Zeller selbst will noch abwarten und eine Entscheidung "im letzten Moment" treffen. Ein Umbau würde jedenfalls knapp 100.000 Euro kosten, so der Gastronom. Man brauche eine Glaswand zur Abtrennung des Lokals, zudem seien eine stärkere Entlüftung, eine Vergrößerung des Barbereichs und entsprechende Renovierungsarbeiten nötig. Er trete mittlerweile für ein generelles Rauchverbot ein, betonte Zeller: "Früher oder später kommt es sowieso."

Im "Musikpark A 14" in Lauterach gibt es sowohl Nichtraucher- als auch Raucherräume. Qualmfrei sind etwa der Eingangs- und Garderobenbereich sowie einer der vier Floors, der als gemütlicher Barbereich konzipiert ist. Auf den Tanzflächen dagegen darf geraucht werden. "Das wird so gut akzeptiert, alle kommen gut damit klar", berichtete ein Mitarbeiter.

In der St. Pöltener Disco "La Boom" und im "Till Eulenspiegel" in Neulengbach (Bezirk St. Pölten- Land) sind abgetrennte Nichtraucherzonen eingerichtet worden. Im Eingangsbereich des "Till Eulenspiegel", wo sich auch eine Essecke befindet, sind die Glimmstängel verboten. Im übrigen Lokal ist das Rauchen erlaubt. Dies werde von den Gästen gut angenommen und den Rauchern akzeptiert, so die Betreiber.

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Ö s t e r r e i c h Medienberichte 1 / Juristen glauben an EU- weites Rauchverbot
« am: April 05, 2010, 18:17:26 Nachmittag »

http://www.vol.at/news/welt/artikel/juristen-glauben-an-eu-weites-rauchverbot/cn/apa-1142127028

Juristen glauben an EU-  weites Rauchverbot

Online gestellt: 05.04.2010 05:42 Uhr Aktualisiert: 05.04.2010 09:18 Uhr

Vor Investitionen wird Gastronomen abgeraten - ©APA (Pfarrhofer)

Seit eineinhalb Jahren gilt in Österreich ein Rauchverbot mit zahlreichen Ausnahmebestimmungen. In knapp drei Monaten läuft die Übergangsfrist für Gastronomen ab, um abgetrennte Nichtraucherbereiche zu schaffen.

    * Sonderfall Disco

    * Bundesländer: Anzeigen, Strafen, Umbauanträge

Verfassungsjurist Heinz Mayer rechnet allerdings damit, dass die viel kritisierte Regelung nicht langfristig halten wird. Er glaubt an die baldige Einführung eines EU- weiten Qualmverbots. "Das ist sehr realistisch, weil die Gesundheitsbelastung für Arbeitnehmer und Passivraucher so gut dokumentiert ist, dass das nur mehr eine Frage der Zeit ist", betonte Mayer im APA- Gespräch. "Mittelfristig wird es auf ein totales Rauchverbot hinauslaufen." In Umbauarbeiten würde der Jurist daher "keinen Euro investieren".

Sein Kollege Bernd- Christian Funk sieht es ähnlich: "Es ist im Gespräch auf europäischer Ebene eine Richtlinie zu schaffen." Wer sich nicht daran halte, soll durch hohe Strafen und kurze Prozesse "stigmatisiert" werden, meinte Funk. Dies sei aber eine unverbindliche Empfehlung. Eine Richtlinie, dass sich EU- Staaten an diese Vorgehensweise halten müssten, gebe es nicht.

Sehr wohl ist eine solche Richtlinie laut Mayer aber bezüglich der Einführung eines Rauchverbots denkbar - und zwar mit dem Ziel, Arbeitnehmer zu schützen. Laut Funk bringt aber auch eine solche Regelung kein hundertprozentiges Rauchverbot: Wo nur der Lokalbesitzer die Bedienung vornehme und es gar keine Angestellten gebe, dürften die Gäste weiter rauchen, meinte der Jurist.

Entschließe sich die österreichische Regierung in naher Zukunft selbst zu einem generellen Rauchverbot, wäre das ein "verfassungsrechtliches Problem", betonte Funk. "Nachdem vor gar nicht langer Zeit ein differenziertes Rauchverbot eingeführt wurde, wäre es wohl nicht zulässig, wenn unmittelbar danach ein totales Rauchverbot kommt." Hintergrund ist der im Gleichheitsgebot verankerte Vertrauensschutz: Wer für eine gesetzliche Bestimmung Investitionen tätigt, dem darf das dadurch erlangte Recht nicht einfach wieder weggenommen werden. Genau dies würde laut Juristen auf Besitzer extra umgebauter Lokale zutreffen, das Gesetz wäre dadurch vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) kippbar.

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Deutschland / Deutschland: Rauchverbot, die Gastros haben mehr Gewinn!
« am: April 05, 2010, 18:11:28 Nachmittag »
Kneipensterben? Das Rauchverbot enttäuscht seine Kritiker

Falls das Rauchen in Deutschlands Kneipen gesetzlich verboten wird, wie es eine wachsende Zahl von Parlamentariern fordert, stehe die Gastronomie vor "erheblichen Umsatzeinbußen". Das sagte unlängst Ingrid Hartges, die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). "Gaststätten befürchten Jobverluste und Pleitewelle", lautete denn auch der Tenor vieler Schlagzeilen in der vergangenen Woche. Die ökonomischen Realitäten sehen jedoch laut Experten anders aus, als es die Warnungen vor einem bevorstehenden Kneipensterben erwarten lassen.

Die präzisesten Zahlen über die Umsatzentwicklung in der rauchfreien Gastronomie gibt es in den USA. Kalifornien war der erste Bundesstaat, der die Zigaretten 1995 aus den Restaurants und 1998 aus den Bars verbannte. Legt man die Daten der Finanzämter zugrunde, dann sind die Umsätze in beiden Branchensegmenten nach Inkrafttreten des Rauchverbots gestiegen und nicht gesunken. Das weist eine Langzeitstudie nach, die 2005 in der Fachzeitschrift Health Economics publiziert worden ist. Die Autoren der Studie, David Cowling und Philip Bond, führen die steigenden Umsätze darauf zurück, dass sich mehr Gäste länger als zuvor in den rauchfreien Kneipen aufhalten.

Vorreiter Irland

Denselben Trend dokumentiert eine Untersuchung des New York City Department of Finance. Im April 2003 hatte Bürgermeister Michael Bloomberg den Zigarettenkonsum in den Bars und Restaurants der Millionenmetropole untersagt. In den folgenden zwölf Monaten erhöhten sich die Steuereinnahmen aus dem New Yorker Gaststättenbereich im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 Prozent. Auch bei der Zahl der gastronomischen Betriebe und der Beschäftigten gab es saisonbereinigt einen deutlichen Anstieg.

In Europa war Irland der erste Staat, der dem amerikanischen Beispiel folgte und den blauen Dunst aus den Kneipen verbannt hat. Nach Inkrafttreten des Gesetzes im März 2004 hatten Vertreter der irischen Gastronomiebranche über Einnahmeverluste von bis zu 25 Prozent geklagt. Tatsächlich waren die Umsätze im Gastgewerbe schon in den Jahren zuvor aufgrund steigender Bierpreise leicht zurückgegangen. Im Jahr 2005 haben sie sich laut Angaben des nationalen Statistikamtes wieder stabilisiert. "Ich kann Ihnen versichern, dass in Irland kein einziger Pub wegen finanzieller Verluste durch das Rauchverbot schließen musste", sagte der irische Premierminister Bertie Ahern vor zwei Wochen zum Auftakt der 13. Weltkonferenz für Tabakkontrolle in Washington.

Kein Trend zum "Homing"

Was den weltweiten Trend zur rauchfreien Gastronomie betrifft, stellen die skandinavischen Länder einen klimatischen Härtetest dar. Hier ist es im Jahresdurchschnitt sehr viel kälter und regnerischer als beispielsweise in Italien, wo die Raucher seit Einführung des Rauchverbots im Januar 2005 ohne Murren vor die Tür gehen. In Norwegen hatten viele Gastwirte befürchtet, die Raucher könnten ihr Bier zu Hause trinken, wenn sie in der Kneipe nicht mehr rauchen dürften. Das hätte dann zu einer Verlagerung des Bierverkaufs in die Supermärkte geführt.

Tatsächlich hat es nach Einführung des Rauchverbots im Juni 2004 keinen verstärkten Trend zum so genannten "Homing" gegeben, wie eine aktuelle Studie des Osloer Instituts für Alkohol- und Drogenforschung (Sirus) nachweist. Zwar sind die Umsätze in der norwegischen Gastronomie in den folgenden zwölf Monaten um 0,8 Prozent zurückgegangen. Dieser minimale Rückgang sei aber eher darauf zurückzuführen, dass es im Sommer zuvor wesentlich weniger geregnet habe, so Sirus-Forscher Karl Erik Lund.

Bislang deuten ausschließlich Studien, die von der Tabakindustrie finanziert wurden, auf massive Umsatzeinbußen infolge von Rauchverboten hin. Diese Erhebungen stützen sich allerdings nicht auf harte Daten wie die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen oder die der Schanklizenzen, sondern auf Meinungsumfragen.

Positive Auswirkungen vor allem im Tourismus

Über die neueste Studie dieser Art berichtete jüngst die Bild-Zeitung. Das Bielefelder Emnid-Institut hatte im Auftrag des Tabakunternehmens Reemtsma 300 Gastwirte danach befragt, wie sich ein Rauchverbot auf ihr Geschäft auswirken könnte. 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mit sinkenden Umsätzen rechnen. Ein Drittel rechnete sogar mit Personalabbau. Wenn man bedenkt, wie hartnäckig Vertreter der Tabakindustrie und Funktionäre des Dehoga seit langem behaupten, ein Rauchverbot käme einem "Dolchstoß" für die Gastronomie gleich, ist es erstaunlich, dass 40 Prozent der Gastwirte offenbar keine Angst vor Einnahmeverlusten haben.

Zu den Politikern, die derartige Meinungsumfragen ernster nehmen als Wirtschaftsdaten, gehört der FDP-Bundestagabgeordnete Ernst Burgbacher. Als er von den Ergebnissen der Emnid-Studie hörte, ging Burgbacher mit einer Pressemitteilung zu den Folgen von Rauchverboten an die Öffentlichkeit. Darin interpretiert er das Ergebnis der Meinungsforscher - 60 Prozent der heimischen Gastwirte rechnen mit Umsatzeinbußen - auf recht eigenwillige Weise: "Mit einem gesetzlichen Rauchverbot in Gaststätten drohen Umsatzeinbußen von bis zu 60 Prozent für die heimischen Gastwirte."

Es ist bemerkenswert, dass diese Zahl ausgerechnet vom tourismuspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion in die Welt gesetzt wird. Denn der Tourismus gehört zu den Sektoren, in denen sich eine rauchfreie Gastronomie nachweislich positiv auswirkt. Die neuesten Studien hierzu wurden jüngst im Bericht des Surgeon General - des obersten US-Gesundheitsschützers - veröffentlicht.

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http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Rauchen-ist-bald-EU-weit-verboten-0680576.ece

Prognose
Rauchen ist bald EU-weit verboten
Mehr Stories Rauchverbot Mehrheit für Totales Rauchverbot »
Immer mehr Politiker für totales Verbot »
Abgeordnete für absolutes Rauchverbot »

© APA

Heimische Juristen halten die aktuelle Debatte in Österreich für unnötig: Das EU-weite Qualmverbot ist sowieso nur noch eine Frage der Zeit.
 

Seit knapp eineinhalb Jahren gilt in Österreich ein differenziertes Rauchverbot mit speziellen Ausnahmen für bestimmte Lokalgrößen, Mehrraumbetriebe und Unternehmen, die Denkmalschutz- und feuerpolizeilichen Vorgaben unterliegen. Seit Beginn steht diese "komplizierte" Regelung im Kreuzfeuer der Kritik, ob sie langfristig hält, wurde mehrfach bezweifelt. Auch Verfassungsjurist Heinz Mayer ist dieser Meinung, er glaubt an die baldige Einführung eines EU-weiten Qualmverbots.

"Nur eine Frage der Zeit"
"Das ist sehr realistisch, weil die Gesundheitsbelastung für Arbeitnehmer und Passivraucher so gut dokumentiert ist, dass das nur mehr eine Frage der Zeit ist", betonte Mayer. "Mittelfristig wird es auf ein totales Rauchverbot hinauslaufen." In Umbauarbeiten würde der Jurist daher "keinen Euro investieren": "Ich würde das niemandem raten."

"Richtlinie im Gespräch"
Sein Kollege Bernd-Christian Funk sieht es ähnlich: "Es ist im Gespräch auf europäischer Ebene eine Richtlinie zu schaffen." Weiters gebe es einen Vorhabensbericht, Rauchverbote mit Maßnahmen der "sozialen Anprangerung" zu flankieren. Wer sich nicht daran halte, soll durch hohe Strafen und kurze Prozesse "stigmatisiert" werden, meinte Funk. Dies sei aber eine unverbindliche Empfehlung. Eine Richtlinie, dass sich EU-Staaten an diese Vorgehensweise halten müssten, gebe es nicht.

Ö müsste der EU folgen
Sehr wohl ist eine solche Richtlinie laut Mayer aber bezüglich der Einführung eines Rauchverbots denkbar - und zwar mit dem Ziel, Arbeitnehmer zu schützen. Wo Kellner und andere Gastronomie-Bedienstete tätig seien, dürfe dann nicht mehr geraucht werden. "Die EU kann Richtlinien erlassen und die Staaten haben diese Richtlinien umzusetzen", so Mayer. Eine weitere Möglichkeit wäre eine sofort gültige Verordnung. Bekämpfen könne man solche Beschlüsse nur beim Europäischen Gerichtshof (EuGH). Wegen der Bewertung von Gesundheit als hohes Gut, habe man mit einer Klage dort aber vermutlich wenige Chancen.

Kleine Ausnahmen denkbar
Laut Funk bringt eine EU-weite Regelung mit dem Bezug des Arbeitnehmerschutzes allerdings auch kein hundertprozentiges Rauchverbot: Wo nur der Lokalbesitzer die Bedienung vornehme und es gar keine Angestellten gebe, würde eine solche Regelung nicht greifen und die Gäste dürften weiter rauchen, meinte der Jurist.

Generelles Verbot verfassungswidrig
Entschließe sich die österreichische Regierung in naher Zukunft selbst zu einem generellen Rauchverbot, wäre das ein "verfassungsrechtliches Problem", betonte Funk. "Nachdem vor gar nicht langer Zeit ein differenziertes Rauchverbot eingeführt wurde, wäre es wohl nicht zulässig, wenn unmittelbar danach ein totales Rauchverbot kommt." Hintergrund ist der im Gleichheitsgebot verankerte Vertrauensschutz: Wer für eine gesetzliche Bestimmung Investitionen tätigt, dem darf das dadurch erlangte Recht nicht einfach wieder weggenommen werden. Genau dies würde laut Juristen auf Besitzer extra umgebauter Lokale zutreffen, das Gesetz wäre dadurch vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) kippbar. "Es kann schon passieren, dass er das Rauchverbot aufhebt", meinte dazu Mayer.

"Ein gänzliches Rauchverbot, wie es in anderen Ländern auch besteht, ist für Österreich in der Form nicht mehr möglich", betonte Funk. "Da müsste man eine differenzierte Regelung finden, die die jetzige berücksichtigt." Notwendig wären Abfederungs-Maßnahmen wie ein mehrjähriger Zeitverlauf für Umstellungsmaßnahmen. "Auch über eine Entschädigungsregelung könnte man nachdenken", so Funk. Laut Mayer sind steuerliche Begünstigungen für Umbau-Investitionen ebenfalls denkbar. Fakt sei: Ein absolutes Rauchverbot ohne Ausnahmen könne von der österreichischen Regierung nicht von heute auf morgen erlassen werden.

Sollte die jetzige Regelung bleiben, halten die beiden Verfassungsjuristen Verbesserungen bei der Kontrolle in Lokalen für möglich: "Die Sache ist deshalb so schwierig, weil die Rechtslage so unklar ist", betonte Mayer. Möglich wäre eine genauere Festlegung im Gesetz, beispielsweise bezüglich eines Mitwirkens der Polizei beim Vollzug. "Man müsste halt einen entsprechenden Überwachungsaufwand tätigen, der natürlich Geld kostet", ergänzte Funk. Er denkt dabei an mehr Personal bei Behörden, eine Beteiligung der Exekutive hält er für einen "Schildbürgerstreich".


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Ö s t e r r e i c h Medienberichte 1 / Ich klage die (Bananen)Republik
« am: April 05, 2010, 17:56:41 Nachmittag »
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2327491/eu-weites-rauchverbot-steht-vor-tuer.story;jsessionid=292FBDFE75509D670B63000F092FD066.p2#forummain

05.04.2010

EU-Rauchverbot steht vor der Tür

In knapp drei Monaten läuft die Übergangsfrist für Gastronomen ab, um abgetrennte Nichtraucherbereiche zu schaffen. Diese Investition könnte umsonst sein, nämlich dann, wenn das Verbot EU-weit kommt und laut Experten dürfte das schon bald sein.

Seit eineinhalb Jahren gilt in Österreich ein Rauchverbot mit zahlreichen Ausnahmebestimmungen. In knapp drei Monaten läuft die Übergangsfrist für Gastronomen ab, um abgetrennte Nichtraucherbereiche zu schaffen. Verfassungsjurist Heinz Mayer rechnet allerdings damit, dass die viel kritisierte Regelung nicht langfristig halten wird. Er glaubt an die baldige Einführung eines EU-weiten Qualmverbots.
"Würde keinen Euro investieren"

"Das ist sehr realistisch, weil die Gesundheitsbelastung für Arbeitnehmer und Passivraucher so gut dokumentiert ist, dass das nur mehr eine Frage der Zeit ist", betonte Mayer im Austria Presse Agentur-Gespräch. "Mittelfristig wird es auf ein totales Rauchverbot hinauslaufen." In Umbauarbeiten würde der Jurist daher "keinen Euro investieren".

Sein Kollege Bernd-Christian Funk sieht es ähnlich: "Es ist im Gespräch auf europäischer Ebene eine Richtlinie zu schaffen." Wer sich nicht daran halte, soll durch hohe Strafen und kurze Prozesse "stigmatisiert" werden, meinte Funk. Dies sei aber eine unverbindliche Empfehlung. Eine Richtlinie, dass sich EU-Staaten an diese Vorgehensweise halten müssten, gebe es nicht.

Sehr wohl ist eine solche Richtlinie laut Mayer aber bezüglich der Einführung eines Rauchverbots denkbar - und zwar mit dem Ziel, Arbeitnehmer zu schützen. Laut Funk bringt aber auch eine solche Regelung kein hundertprozentiges Rauchverbot: Wo nur der Lokalbesitzer die Bedienung vornehme und es gar keine Angestellten gebe, dürften die Gäste weiter rauchen, meinte der Jurist.
Verbot als "verfassungsrechtliches Problem"

Entschließe sich die österreichische Regierung in naher Zukunft selbst zu einem generellen Rauchverbot, wäre das ein "verfassungsrechtliches Problem", betonte Funk. "Nachdem vor gar nicht langer Zeit ein differenziertes Rauchverbot eingeführt wurde, wäre es wohl nicht zulässig, wenn unmittelbar danach ein totales Rauchverbot kommt." Hintergrund ist der im Gleichheitsgebot verankerte Vertrauensschutz: Wer für eine gesetzliche Bestimmung Investitionen tätigt, dem darf das dadurch erlangte Recht nicht einfach wieder weggenommen werden. Genau dies würde laut Juristen auf Besitzer extra umgebauter Lokale zutreffen, das Gesetz wäre dadurch vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) kippbar.

Anm.: Na dann baut mal schnell um, um 10.000e Euros,
damit ihr euch nachher auf einen Prozess gegen die Republik einlassen könnt.



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Gesundheit / Tabakrauch ist Krebs!
« am: April 03, 2010, 09:14:59 Vormittag »

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Gesundheit / Was bewirkt Passivrauchen?
« am: April 03, 2010, 00:19:03 Vormittag »
HEALTH CENTER: RAUCHSTOPP

 In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie

http://www.netdoktor.at/health_center/rauchstopp/passivrauchen.htm

NetDoktor-Experte
Prim.Dr. Alfred Lichtenschopf
Prim. Dr. Alfred Lichtenschopf
Facharzt für Innere Medizin und Psychotherapeut
© Stockdisc / Michlmayr
Health Center Rauchstopp
Alle Infos zur letzten Zigarette

Passivrauchen

Lange hat das Passivrauchen als zu vernachlässigender Faktor gegolten. Entgegen der auch heute noch weit verbreiteten Ansicht handelt es sich bei Tabakrauch in Innenräumen aber nicht um eine Belästigung anwesender Nichtraucher, sondern vielmehr um eine Gesundheits-Gefährdung mit oftmals schwer wiegenden Folgen.

Tabakrauch ist erwiesenermaßen der gefährlichste vermeidbare Innenraum-Schadstoff und in Raucher-Wohnungen, Cafés, Gasthäusern und sonstigen Innenräumen mit Raucherlaubnis die führende Ursache für Luftverschmutzung. Wird Tabakrauch vom Menschen über die Atemluft aufgenommen, spricht man von Passivrauch-Belastung oder Passivrauchen.


Woraus besteht der Passivrauch?

Der Passivrauch setzt sich zusammen aus dem Nebenstromrauch und Teilen des Hauptstromrauchs: Der Nebenstromrauch entsteht beim Verglimmen der Zigarette zwischen den Zügen und macht mit rund 85 Prozent den größten Teil des Zigarettenrauchs in der Raumluft aus. Die von Raucherin oder Raucher wieder ausgeatmeten Bestandteile des Hauptstromrauches tragen den Rest zur Passivrauch-Belastung bei.

Der Passivrauch besteht nicht nur aus gasförmigen, sondern auch aus partikelförmigen Substanzen (sog. Feinstaub). Diese winzigen Partikel gelten als besonders gefährlich, weil sie tief in die Lunge vordringen können. In Innenräumen lagern sie sich zudem an Wänden, Decken oder Gegenständen ab und werden von dort - noch lange Zeit nach der letzten Zigarette - wieder an die Umgebung abgegeben.


Warum ist Passivrauchen gefährlich?

Heute wissen wir, dass sich im Zigarettenrauch mehr als 4.000 chemische Verbindungen finden, von denen über 60 als krebserregende Substanzen (sog. Kanzerogene) eingestuft werden. Zu diesen Substanzen zählen etwa Arsen, Benzol, Cadmium, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder N-Nitrosamine. Der Raucher inhaliert diese Substanzen im Hauptstromrauch.

Für das Passivrauchen ist wie erwähnt jener Tabakrauch von größerer Bedeutung, der von der schwelenden Zigarette in die Luft des Raumes abgegeben wird. Die Tabakindustrie selbst hat schon in den 1980er-Jahren mehr als 100 Studien zur Toxikologie dieses Nebenstromrauches in Auftrag gegeben. Dabei stellte sich heraus, dass der inhalierte Nebenstromrauch etwa viermal so toxisch (giftig, schädlich) ist wie der Hauptstromrauch. Das Nebenstromkondensat ist ungefähr dreimal so toxisch pro Gramm und zwei- bis sechsmal so tumorinduzierend (wucherungsauslösend) bei Anwendung auf der Haut im Tierversuch wie der Hauptstromrauch.

Es wirft ein bezeichnendes Licht auf die Tabakindustrie, dass keine dieser Studien publiziert wurde. Erst durch die Verurteilung der Tabakfirmen im Gefolge der "litigation", der Anklagen in den USA, wurde die Tabakindustrie gezwungen, diese Ergebnisse auch zu veröffentlichen.


Was bewirkt Passivrauchen?

Aus zahlreichen Studien über das Passivrauchen wissen wir:

    * Passivrauchen erhöht das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um etwa 20 Prozent.
    * Es verdoppelt das Risiko, Asthma zu entwickeln.
    * Die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls erhöht sich um 80 Prozent.
    * Das Risiko einer koronaren Herzkrankheit ist um 20 Prozent gesteigert.
    * Für COPD (Bronchitis, Emphysem) liegt die Wahrscheinlichkeit mehr als 30 Prozent höher.
    * Das Risiko für niedriges Geburtsgewicht ist um 40 Prozent erhöht.

In einer Untersuchung des Cancer Research UK, der European Respiratory Society, des Institut National du Cancer und des European Heart Networks werden die jährlichen Todesfälle für Österreich auf 856 durch Passivrauchen zuhause und 173 durch Passivrauchen am Arbeitsplatz geschätzt. Mit 1.029 Todesfällen pro Jahr übertrifft das Passivrauchen die Zahl an Verkehrstoten pro Jahr deutlich! Passivrauchen ist also ein wesentlicher Faktor für das Mortalitätsrisiko in Österreich.

Es ist daher eine unabdingbare Forderung, alle Menschen vor den prekären Folgen des Passivrauchens zu schützen. Dabei geht es keinesfalls um eine Verfolgung oder gar Kriminalisierung der Raucher. Es muss aber endlich einen effektiven und unzweifelhaften Schutz der Nichtraucher geben.


Welche Maßnahmen sind erforderlich?

Ein effektiver Schutz kann nur in einem Verbot des Rauchens am Arbeitsplatz und in öffentlichen Räumen, aber auch in Restaurants und Bars bestehen - Rauchverbot in Schulen muss zur Selbstverständlichkeit werden. Räume mit virtueller Trennung von Raucher- und Nichtraucher-Arealen bieten keinen Schutz vor den Auswirkungen des Passivrauchens.

Einige europäische Länder haben Rauchverbote am Arbeitsplatz und in Restaurants schon umgesetzt, so in Finnland 1995, Irland 2004 und in Italien. Diese Länder haben gute Erfahrungen damit gemacht: Die Passivrauch-Exposition ist auf Null gefallen, es wurden keine finanziellen Probleme für die Gastronomie gefunden (weil ein generelles Rauchverbot ausgesprochen wurde) und es konnten erste gesundheitliche Auswirkungen auf die Bevölkerung gesehen werden.

Aus diesem Grund sollten die folgenden Punkte auch in Österreich für jeden selbstverständlich sein:

    1. Passivrauchen ist gesundheitsschädlich und kann tödlich enden.
    2. Jede/r Arbeiter/in oder Angestellte hat das Recht, vor Passivrauch geschützt zu werden.
    3. Wissenschaftliche Evidenz zeigt, dass Ventilation nicht vor Passivrauch-Belastung schützt.
    4. Rauchverbote führen nicht zu Gewinneinbussen der Gastronomie.
    5. Freiheit der Wahl beinhaltet auch die Verantwortung, anderen nicht zu schaden.
    6. Die Öffentlichkeit in Europa unterstützt Rauchverbote.
    7. Rauchverbote wurden in anderen europäischen Staaten eingeführt, eine Einführung ist also auch in Österreich möglich.
    8. Verbote sind eine kosteneffiziente Maßnahme gegen das Rauchen.


Autor: Prim. Dr. Alfred Lichtenschopf, Facharzt für Innere Medizin, Psychotherapeut

Quellen:
Jaakola MM, Jaakola JJ: Impact of smoke-free workplace legislation on exposure and health possibilities for prevention. In: European Respiratory Journal (28) 2006, S. 397-408.
Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.): Passivrauchen - ein unterschätztes Risiko. Heidelberg 2005.
Smoke Free Partnership: Lifting the smokescreen. 10 reasons for a smoke free Europe. Brüssel 2006. (online unter: http://www.ersnet.org)

Letzte Aktualisierung: Dezember 2006

Zurück zum Health Center Rauchstopp

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http://www.vienna.at/news/chronik/artikel/stoeger-will-rauchverbot-staerker-kontrollieren/cn/apa-1141998680

Die Einhaltung des Rauchverbots in der Gastronomie soll nach dem Ende der Übergangsfrist für Umbauten ab 1. Juli laut Gesundheitsminister Stöger intensiver überprüft werden als bisher. "Das wird jetzt schon von den Bezirksbehörden kontrolliert und das wird stärker sein", betonte Stöger am Freitag. Ausreden der Wirte lasse er nicht mehr gelten:"Wer unsicher ist, soll ein Nichtraucher- Lokal machen."
 
Ein absolutes Rauchverbot existiere in Österreich deshalb nicht, "weil es derzeit keine parlamentarische Mehrheit für ein solches Gesetz gibt", betonte Stöger. Aus diesem Grund müsse man mit der geltenden Regelung arbeiten. Dies mache er in Form von Kampagnen und Gesprächen.

"Ich habe jedenfalls ausgeschlossen, dass es zu einer Verschlechterung der derzeitigen Rechtslage kommt", begründete Stöger seine Entscheidung, die Übergangsfrist nicht zu verlängern. "Wenn sich die Wirte nicht an das Gesetz halten, wie es jetzt ist, wird es in Richtung totales Rauchverbot gehen." Auf die Frage, ab wann die Missachtung der jetzigen Regelung zu viel sei, meinte der Gesundheitsminister: "Wenn man merkt, dass fünf Wirte in einer Straße das nicht einhalten, hat man ein Problem." Dann werde es zunächst Strafen geben, funktioniere das nicht, müsse man sich eine andere Lösung überlegen.

"Von Law & Order- Politik halte ich wenig", ergänzte Stöger. "Es ist in einer demokratischen Gesellschaft schon so, dass man die Menschen mitnehmen muss. Nur eine gesetzliche Regelung alleine ändert gar nichts." Die Bevölkerung habe das Thema auch selbst in der Hand und könne sich für bzw. gegen Besuche in Nichtraucher- und Raucherlokalen entscheiden.
Anm.: Wie denn, wenn 80 % falsch deklarieren, bis 90 % keinen Nichtraucherschutz haben, Straßenlokale seit 1.1.2009, Einkaufszentren seit 1.1.2005 (! Das wusste nicht einmal der Referent der Wiener VP-Gesundheitssprecherin Korosec!).

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Ö s t e r r e i c h Medienberichte 1 / Österreich - Stöger Interview
« am: April 02, 2010, 23:43:57 Nachmittag »
22.3.10

Österreich - Stöger Interview

http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Nichtraucher-starten-Volksbegehren-0671231.ece

Nichtraucher starten Volksbegehren
Mehr Stories Rauchen im Cafe Nichtraucher für Volksbegehren »
Kommt totales Rauchverbot? »

Rauchen und Nichtrauchen
© www.nichtraucheninlokalen.at

Eine Facebook-Gruppe startet jetzt ein Volksbegehren für ein totales Rauchverbot in allen Gaststätten. Unterstützung bekommen die Initiatoren von den Grünen.
 

Der Druck auf Gesundheitsminister Alois Stöger, ein totales Rauchverbot in der Gastronomie zu erlassen, steigt: Eine private Gruppe von Rauchgegnern sammelt auf der Internet-Adresse www.nichtraucheninlokalen.at rechtlich gültige Unterschriften für ein Volksbegehren, das ein gesetzliches Rauchverbot in Lokalen erwirken soll.

Hinter der Initiative steht der 41-jährige Wiener Unternehmer und Facebook-Aktivist Gerald Költringer, selbst Gelegenheitsraucher, der „die Nase voll hat von faulen Kompromissen“, wie er mit Hinweis auf das derzeit gültige Rauchergesetz sagt. Gereicht hat es dem Multimedia-Profi, nachdem er von einer Reise aus den USA und Kanada zurückgekommen ist. Nun hofft er, via Internet über 100.000 Unterschriften zu sammeln (s. Interview unten).

Die Chancen, dass er die Hürde schafft, stehen gut: Ausgangspunkt für die Volksbegehren-Initiative war eine Facebook-Aktion, mit der Költringer und seine Mitstreiter in nur drei Monaten 100.000 Unterstützer mobilisieren konnten.

Volksbegehren hat volle Unterstützung von Grünen
Rückenwind bekommen die Initiatoren nun von den Grünen. Sie fordern eine Novelle des Tabakgesetzes für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie. Ein diesbezüglicher Entschließungsantrag wird morgen im Parlament eingebracht. Grünen-Chefin Eva Glawischnig zu ÖSTERREICH: „Was im Großteil Europas schon normal ist, sollte auch bei uns endlich die Regel werden – rauchfreie Lokale. Die Grünen werden deshalb den Druck im Parlament erhöhen und jede Initiative – etwa das geplante Volksbegehren – mit voller Kraft unterstützen.“

Für viele geht ein generelles Rauchverbot zu weit. Manfred Ainedter, Gründer der Plattform „Rauchfrei(heit)!“, kritisiert den Vorstoß der Grünen als „Entmündigung des Bürgers durch den Staat“. Volksbegehren-Initiator Költringer hält entgegen: „Rücksicht hat nichts mit Entmündigung zu tun.“

„Wir brauchen keine Zwangsbeglückung“
Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbands Gastronomie in der Wirtschaftskammer (WKÖ), hält nichts von Zwangsbeglückung und verweist auf die vielen Betriebe, die sich jetzt schon freiwillig gegen den Qualm entschieden haben. Bis 30. Juni endet die Übergangsfrist zu Umbauarbeiten für größere Betriebe mit nur einem Gastraum. Wer bis dahin nicht umgebaut hat, muss auf den Rauch verzichten. Laut WKÖ-Umfrage werden ab 1. Juli von den 75.000 Betrieben über 15.000 komplett rauchfrei sein.

Den „schwarzen Schafen“ drohen saftige Strafen, kündigt Minister Alois Stöger in ÖSTERREICH an.


ÖSTERREICH: Derzeit läuft ein Volksbegehren zum Nichtraucherschutz an. Warum sind Sie als Gesundheitsminister nicht aktiver?
Alois Stöger: Ich habe meine Position und Vorgehensweise immer klar gemacht und eine umfassende Evaluierung des Gesetzes nach einem Jahr angekündigt. Diese wird in den kommenden Wochen fertig und dann auch präsentiert. Mit Juli laufen die Übergangsregelungen aus. Ab dann darf nur mehr in abgetrennten Räumen geraucht werden. Im Übrigen: eine Volksabstimmung über das Rauchen findet jeden Tag in den Lokalen statt.
ÖSTERREICH: Was hat sich bisher schon geändert?
Stöger: Geändert hat sich, dass Nichtrauchen in Lokalen die Norm ist. Darüber hinaus lassen sich auch schon jetzt, also vor dem Ende der Übergangsfristen, große Änderungen im Verhalten der Bürgerinnen und Bürger erkennen: viele Lokale sind schon jetzt zu Nichtraucherlokalen geworden und haben damit neue Zielgruppen erschlossen. Das ist gut für die Wirte und gut für unsere Gesundheit.
ÖSTERREICH: Sie selbst sagen, dass Ihre Geduld mit den Wirten am Ende ist. Welche Sanktionen gibt‘s?
Stöger: Wer sich ab Juli nicht an den gesetzlichen Nichtraucherschutz hält und nicht räumlich abtrennt, hat mit teils saftigen Strafen zu rechnen.
ÖSTERREICH: Scheitert in Österreich der absolute Nichtraucherschutz an der Politik oder vielmehr an der Wirtschaft?
Stöger: Das vorliegende Gesetz stellt einen Kompromiss zwischen Wirtschaft und Politik dar. Gegenseitige Schuldzuweisungen sind kontraproduktiv. Klar ist: Es müssen sich alle an den ausverhandelten Kompromiss halten und das Gesetz umsetzen. Das Gesetz nicht zu respektieren, wird es sicher nicht spielen.
(wol)

Autor: (jem)

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BIOEIER und TIERSCHUTZ

haben Vorrang beim KAV (Krankenanstaltenverbund, fast alle Wiener Krankenhäuser, nicht das AKH)!

Dass aber laut ORF-Konkret-Bericht nur das Hartmannspital rauchfrei ist, ist .......!

Böse Zungen behaupten: Logisch, wir müssen uns ja unsere Kunden warm halten.


http://www.ots.at/mobile/presseaussendung/OTS_20100402_OTS0041/

4647
http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Nichtraucher-starten-Volksbegehren-0671231.ece

STÖGER:

"Eine Volksabstimmung über das Rauchen findet jeden Tag in den Lokale statt.

Geändert hat sich, dass Nichtrauchen in Lokalen die Norm ist.

Darüber hinaus lassen sich auch schon jetzt, also vor dem Ende der Übergangsfristen,

große Änderungen im Verhalten der Bürgerinnen und Bürger erkennen: viele Lokale sind

schon jetzt zu Nichtraucherlokalen geworden.
[/b]


HERR MINISTER:

Haben Sie diese Feststellung in Südtirol gemacht???
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Somit hilft nur:

Es sind täglich deine Meldungen notwendig, sehr viele, offiziell (ist besser), oder anonym,

ohne Angabe der zuständigen Behörde (geht direkt an Stöger!),

alle von einer Stadt beisammen:

http://rauchersheriff.at/anzeigen/anzeigen.html



+ zusätzlich Unterschrift für das Volksbegehren: www.nichtraucheninlokalen.at

4648
........ Daher einmalein großes Dankeschön an unsere

Linzer,

Welser,

etc.,

die täglich Lokale ohne gesetzlichen Nichtraucherschutz

melden: http://sis.info





http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/leserbriefe/art11086,363313

Rauchverbot

Laut einer Studie ist in Österreich die Zahl der Raucher um vier Prozent gesunken. Eigentlich schön und gut, jedoch sind wir noch immer ein Land mit einer extrem hohen Raucheranzahl.

Da das Passivrauchen fast genauso schädlich ist wie das Aktivrauchen, bin ich der Meinung, dass das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen absolut verboten werden soll. Viele Länder der EU haben es bereits geschafft, ein Rauchverbot in Lokalen einzuführen. Ich finde es schrecklich, dass wir, als eines der kleinsten Länder der EU, es nicht schaffen.

Vor einigen Monaten startete die Initiative in dem Social Network Facebook. Innerhalb kurzer Zeit sind schon mehr als 100.000 Bürger beigetreten. (Unterstützungserklärung - nichtraucheninlokalen.at)

Daniela Bergthaler,

Gschwandt

4649

Voriger Bericht vom Profil:
Österreich als Ouagadugu des Nichtraucherschutzes

http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=212.msg516#msg516


Jetziger Bericht vom Profil:
http://www.profil.at/articles/1013/572/265689/georg-hoffmann-ostenhof-rauchen-nazis-papst
Kürzlich fragte ein Fernsehsender an, ob ich an einem Streitgespräch zum Rauchverbot teilnehmen würde – ich sei ja als streitbarer Freund des Tabakgenusses bekannt. Ich musste leider absagen. Tatsächlich gab es eine Zeit, da ich laufend in Diskussionen auftrat, um gegen die immer stärkeren Einschränkungen des Rauchens zu wettern. Ich beklagte die puritanisch-antiliberale Tendenz, die Kurs auf Nikotin-Prohibition nahm; ich pries das Rauchen, dessen lebens­verkürzende Wirkung unumstritten ist, dennoch als große Kulturtechnik, die Milliarden von Menschen Freude machte und macht, und als Droge, die historisch eng mit der Aufklärung und der Entstehung der Moderne verbunden war; ich machte mich lustig über die schmallippigen Antiraucher-Sektierer, die meinten, die Welt mit Gesetzen, Polizei und Richtern nikotinfrei machen zu müssen. Und ich provozierte – auch nachdem ich bereits das Paffen aufgegeben hatte –, wenn ich behauptete, dass Raucher letztlich die interessanteren Menschen seien.

Natürlich wusste ich schon damals, dass es ein Fortschritt wäre, griffen weniger Leute zur Zigarette. Aber, so fragte ich, muss der Fortschritt so widerlich autoritär und hysterisch daherkommen? Offenbar ist das so, lautet heute meine resignative Erkenntnis. Verlorene Kämpfe zu kämpfen wirkt ­zudem lächerlich. Und das Faktum, dass Österreich, was Rauchverbote betrifft, Schlusslicht in Europa ist, dürfte letztlich weniger vernünftiger Liberalität und lustvoller Lebensfreude geschuldet sein als vielmehr der generellen Rückständigkeit unserer Gesellschaft. Leider.

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Gesundheit / Wie komme ich los, vom Tabakrauch?
« am: April 02, 2010, 12:52:01 Nachmittag »

Interessante Berichte:

http://www.josefhof.at/index.php?ItemId=40


Was weißt du für welche?