Beiträge anzeigen

Diese Sektion erlaubt es ihnen alle Beiträge dieses Mitglieds zu sehen. Beachten sie, dass sie nur solche Beiträge sehen können, zu denen sie auch Zugriffsrechte haben.


Nachrichten - admin

4531

Ich bin entsetzt über seine Pressekonferenz,

es wird wohl eine seiner letzten gewesen sein.


http://www.youtube.com/watch?v=J9OAqzUpA94

4532
1 - Wien / Österreich: Rauchersheriff musste Pfefferspray einsetzen
« am: April 13, 2010, 00:36:25 Vormittag »
http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Rauchsheriff-nach-Attacke-schwer-verletzt-0685033.ece

Brutaler Krieg

Rauchsheriff nach Attacke schwer verletzt

Mehr Stories Rauchverbot Mehrheit für Totales Rauchverbot »

Rauch-Sheriffs prüfen Tausende Lokale »

Raucher: Schon 15.000 Anzeigen »

Rauchverbot

© TZ ÖSTERREICH / KERNMAYER

Raucher und Nichtraucher bekriegen sich derzeit mit aller Brutalität. Ein Rauch-Sheriff wurde jetzt schwer verletzt. Doch er gibt nicht auf.
 
Dietmar Erlacher ist schwer gezeichnet. Der Rauch-Sheriff wurde attackiert und liegt nun schwer verletzt daheim: „Ich habe eine schwere Prellung und muss deswegen Schmerzmittel einnehmen. Zusätzlich habe ich einen Tinnitus bekommen und einen Schock. Heute muss ich mit einer Tinnitus-Infusions-Therapie beginnen.“

Vergangenen Freitag wollte er in einem Supermarkt-Restaurant in Wien Donaustadt essen gehen. Als er im Nichtraucherbereich Platz nimmt, erkennt er, dass die Trennwand zum Raucherbereich weit offen steht.

Erlacher bekam von einem Raucher Faustschläge
Das versetzt den militanten Nichtraucher in Rage. Sofort zückt er sein Handy, will ein Foto der Gesetzesübertretung machen. Einige Männer stürmen daraufhin auf ihn zu. Erlacher erinnert sich an die brutalen Minuten: „Der Kräftigste hat mit seiner Faust auf meinen Oberkörper geschlagen. Der Schläger – er war 20 cm größer als ich – hat nicht von mir abgelassen.“ Er beendete den schmerzvollen Angriff mit einem brutalen Konter: Erlacher zückte seinen Pfefferspray. Es war kein Einzelfall, die Liste der Attacken ist lang:

    * Am Karfreitag gab es in einem Lokal ein ÖSTERREICH-Foto-Shooting. Fotografin und Erlacher wurden wüst beschimpft und bedroht. Erst sechs Polizisten und drei Securities konnten den Streit beenden.
    * März 2009: In Mödling gab Erlacher 42 Anzeigen gegen Lokale ab, die gegen das Gesetz verstoßen. Währenddessen hat man auf dem Parkplatz der Bezirkshauptmannschaft die Luft aus seinen Reifen ausgelassen: „Ich habe es zum Glück gemerkt, sonst wäre es schlimm ausgegangen.“
    * Dem Anti-Raucher wurde vor zwei Monaten der Besuch von Rumänen angedroht: „Sie sollten mich mit Gewalt auf Linie bringen.

Die Angriffe zeigen den Stand der Diskussion ums Rauchen in Österreich. Beide Fronten beharren aggressiv auf ihren Standpunkten.

Auch Erlacher ist ein verbissener Kämpfer: Er widmet sein Leben dem Kampf gegen Raucher: „Ich kämpfe für das Allgemeinwohl – jährlich sterben 1.000 Passivraucher“. Sein Ziel verfolgt Erlacher kompromisslos. Er und seine Mitstreiter brachten bereits 15.000 Anzeigen gegen Lokale in denen verbotenerweise geraucht wurde ein.

Trauriger Hintergrund: Vor elf Jahren wurde bei ihm Blasenkrebs diagnostiziert – eine Krankheit, die angeblich jeder 10. Raucher bekommt. Verdacht besteht bei Erlacher außerdem auf Blasenkrebs. Doch trotz Verletzung machen die Sheriffs weiter: Sie planen derzeit weitere Schwerpunktaktionen.

ÖSTERREICH: Letzten Freitag wurden Sie angegriffen – wie kam es dazu?
Dietmar Erlacher: Um 13.00 Uhr wollte ich ins Interspar-Restaurant essen gehen. Als ich mich in den Nichtraucherbereich setzte, merkte ich, dass die Türen zu den Raucher-Lounges offen standen. Daraufhin wollte ich fotografieren. Plötzlich stürmten einige Leute auf mich zu und drohten mir Gewalt an. Der Kräftigste hat mit seiner Faust auf meinen Oberkörper geschlagen. Mein Schlüsselbein und zwei Rippen sind geprellt – man dachte sogar sie sind gebrochen. Der Schläger hat nicht von mir abgelassen.
ÖSTERREICH: Und wie haben Sie sich gewehrt?
Erlacher: Ich habe aus meiner Hosentasche meinen Pfefferspray herausgeholt und benützt. Dann wollte er mich sogar noch weiter schlagen. Ich bin dann weggelaufen.
ÖSTERREICH: Was geschah danach?
Erlacher: Ich habe mich sofort röntgen lassen. Dann bin ich zur Polizei, habe eine Mehrfach-Anzeige aufgegeben.
ÖSTERREICH: Haben Sie Angst?
Erlacher: Nach einigen Attacken muss ich schon sagen, ich habe wirklich Angst. Aber ich mache weiter – wir planen schon weitere Aktionen.

4533

Wie immer sehr interessant die Aussagen von Zielinski,

speziell nach ca. 8 min zum Thema tödlichem Tabakrauch: "90 % der Krebserkrankungen ..........."


http://www.rauchersheriff.at/docs/

4534

Wir wissen nicht von wann dieser (alte) Artikel ist.
Du vielleicht?


http://www.noen.at/redaktion/g-aufm/article.asp?text=288125&cat=294

Rauchverbot: Schon 50 Anzeigen!

NEUES TABAKGESETZ / Die Behörde muss sich bereits in einigen Bezirken mit Verstößen herumschlagen. Brennpunkt ist eindeutig die SCS.

VON MARTIN GEBHART

„Anklang und Ablehnung“

Reaktionen zum Rauchverbot

Das Rauchverbot

Meinung eines Facharztes für Lungen- u. Atmungserkrankungen
Von sich aus ist die Behörde nicht aktiv geworden. Dennoch müssen sich nun einige niederösterreichische Bezirkshauptmannschaften sowie Magistrate mit Verstößen gegen das neue Tabakgesetz beschäftigen. Insgesamt sind bis zum Wochenende 50 Anzeigen – hauptsächlich gegen Gastronomen – eingelangt. Die meisten betreffen die Shopping City Süd im Bezirk Mödling.
Auf den Einkaufstempel südlich von Wien entfallen gleich 20 Anzeigen. Dort ist zwar die Einkaufs-Mall rauchfrei, in kleineren Lokalen kann aber weiterhin geraucht werden. Das ärgert wiederum jene Gastronomen, die ihre größeren Betriebe gesetzeskonform rauchfrei halten. Mödlings Bezirkshauptmann Hannes Nistl: „Wir werden die Anzeiger als Zeugen einvernehmen, den Gastwirten werden wir Gelegenheit zur Rechtfertigung geben und im Einzelfall dann entscheiden, ob ein Lokalaugenschein notwendig ist.“ Für die SCS ist auf der Bezirkshauptmannschaft Mödling ein eigener Mitarbeiter abgestellt.

Raucher-Anzeige provoziert, Musterprozess angestrebt
Für rauchfrei hatten sich auch die Einkaufszentren Fischapark in Wiener Neustadt und der Traisenpark in St. Pölten erklärt. Während man sich in Wiener Neustadt weiterhin daran hält, wird im Traisenpark wieder gequalmt. Speziell auch im Lokal von Großbäcker Wolfgang Hager. Dieser will damit sogar eine Anzeige provozieren und dann diese bis zum Obersten Gerichtshof bekämpfen. Hager: „Ich bin für Nichtraucherschutz. Aber dann mit klaren Regelungen ohne Ausnahmen, die wettbewerbsverzerrend wirken.“

Wenn es um das Rauchverbot geht, ist St. Pöltens Bezirkshauptmann Josef Kronister der Spezialist unter den Behördenleitern. Er gib zu bedenken, dass in vielen Fällen die Beweisführung schwierig sein wird. Kronister: „Eine Schwierigkeit könnte sein, dass in jedem Fall der Anzeiger als Zeuge aussagen wird müssen, denn diese Aussage ist die einzige Grundlage für die Durchführung eines Strafverfahrens.“ Deswegen wird auch die Beweisführung bei den anonymen Anzeigen fast nicht möglich sein.
Die Strafen sind übrigens gar nicht so gering. Einem Gastwirten drohen bis zu 2000 Euro Strafe, im Wiederholungsfall bis zu 10.000 Euro. Ein Raucher müsste im Wiederholungsfall bis zu 1000 Euro zahlen.

4535


Zahlen von der WKO?

GASTRONOMIE     05.04.2010
         Ein Drittel der Betriebe wird rauchfrei
In Vorarlberg bauen nach derzeitigem Stand zwei Drittel der Gastronomiebetriebe um, damit sie die Regelungen des Nichtraucherschutzes erfüllen. Ein Drittel der Betriebe werde rauchfrei, so Fachgruppenobmann Andrew Nussbaumer.
            
            
            Gastwirte vor Pensionsalter sperren zu
Viele Wirte würden derzeit mit den nötigen Anpassungen ihrer Betriebe beginnen, so Nussbaumer gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Einige Gasthäuser, bei denen sich die Betreiber dem Pensionsalter nähern, würden allerdings zusperren. "Die tun sich das nicht mehr an", so Nussbaumer.
            
            
            "Wirtschaftliches Problem in Einkaufszentren"
Die schwierige Lage für Gaststätten in Einkaufszentren habe sich inzwischen zwar entschärft, etwa weil die Wirte Glaskuben für ihre rauchenden Gäste installiert hätten. Dennoch sei das Rauchverbot dort weiter ein wirtschaftliches Problem, sagt Nussbaumer.
            
            
            "Damit muss ich leben"
In seinem eigenen Lokal, dem "Palast" in Hohenems, verbannte Nussbaumer den Qualm aus dem gesamten Restaurant. "Nur in der Bar darf noch geraucht werden", erklärte er. 95 Prozent der Gäste akzeptierten das oder freuten sich sogar darüber. "Aber es gibt einige, die jetzt nicht mehr kommen. Damit muss ich leben", so Nussbaumer.
            
            
            "Europaweit betrachtet gute Lösung"
Generell gehe vielen Gastronomen das Thema auf die Nerven. "Viele haben einen Frust wegen des Umbaus. Man muss aber auch sehen, dass wir europaweit betrachtet eigentlich eine gute Lösung haben, die sowohl für die Gastwirte als auch für die Allgemeinheit funktioniert", sagte Nussbaumer.
Am Ende seien die Raucherbestimmungen Gesetz, und daran müsse man sich eben halten. "Ich habe daher kein Problem damit, wenn ab 1. Juli gestraft wird", erklärte der Fachgruppenobmann.
            
            
            Rund 40 anhängige Verfahren
Für Verstöße gegen das Rauchverbot in Lokalen sind in Österreich die Bezirksbehörden zuständig. In Vorarlberg gibt es laut APA rund 40 anhängige Verfahren:

BH Feldkirch: 9
BH Bregenz: 10
BH Bludenz: geschätzt 10
BH Dornbirn: 11
            
            Derzeitige gesetzliche Regelung
Das seit 1. Jänner 2009 geltende Tabakgesetz schreibt grundsätzlich ein Rauchverbot in Lokalen vor. Es gibt aber einige Ausnahmen:

Lokale mit einer Fläche von weniger als 50 Quadratmetern dürfen das Rauchen weiterhin erlauben.

Größere Lokale können das Rauchen in durch Türen abgetrennten Extrazimmern gestatten. Mindestens die Hälfte der Fläche muss rauchfrei sein.

Bis 1. Juli 2010 gilt zudem eine Übergangsfrist in bestimmten Fällen: In Lokalen, deren Wirte einen Umbau beantragt haben, kann unbeschränkt geraucht werden. Das gilt unter anderem für Lokale mit 50 bis 80 Quadratmeter Fläche, die aus bau-, denkmalschutzrechtlichen oder feuerpolizeilichen Gründen kein Raucherzimmer einrichten dürfen.

Wirte, die gegen das Tabakgesetz verstoßen, haben mit Strafen von bis zu 2.000 Euro zu rechnen - im Wiederholungsfall bis 10.000 Euro. Verbotenerweise rauchende Gäste müssen mit bis zu 100 Euro Strafe rechnen - im Wiederholungsfall bis zu 1.000 Euro.
            
            
            
            
            vorarlberg.ORF.at; 29.12.09
Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) hat eine Überprüfung des seit Jahresbeginn geltenden Tabakgesetzes angeordnet. Viele Gaststätten hielten den Nichtraucherschutz nicht ein. Gastronomiesprecher Nussbaumer begrüßt die Überprüfung.
   Gastronomie begrüßt Tabakgesetzprüfung

4536

Pabneukirchen: Die Utopie vom rauchfreien Dorf

10.04.2010 | 18:15 |  von Georgia Meinhart (Die Presse)

Eine Woche nach dem freiwilligen Raucherfasten zieht ein Ort Bilanz: In Pabneukirchen wurden mehr Zigaretten verkauft als sonst, nur drei Teilnehmer einer Hypnosetherapie sollen die ersten sieben Tage durchgehalten haben.

..................... http://diepresse.com/home/panorama/rauchen/557523/index.do?from=suche.intern.portal


4537
Robert Rockenbauer

Schildbürgerstreich Nr. 1
ist ein Gesetz, das nicht vom Staat kontrolliert wird, sondern die Kontrolle dem Bürger überlässt. Was nicht kontrolliert wird, wird auch nicht eingehalten. Engagierte Bürger als die einzigen, die Verstöße gegen das Tabakgesetz der Behörde melden können, werden von der Wirtschaftskammer als Denunzianten abgestempelt oder z.B. von RA Dr. Ainedter als „Nikotin-Taliban“ beschimpft. Die WKO will wohl damit erreichen, dass das Tabakgesetz praktisch nicht kontrolliert wird. Sie weiß offensichtlich, dass der Großteil der Wirte sich nicht an das Tabakgesetz hält. Wir verlangen regelmäßige staatliche Kontrollen!

Schildbürgerstreich Nr. 2
ist ein Gesetz, für dessen Strafvollzug keine zusätzlichen Beamten eingesetzt wurden. Dadurch verzögert sich die Bearbeitung der Meldungen bzw. Anzeigen. Außerdem fehlt es an Schulungen, weshalb gleiche Fälle von den Behörden unterschiedlich abgehandelt werden. Auch die Strafhöhe ist oft extrem unterschiedlich.
Statt kleine Strafen für Raucher bis 50 Euro, die sofort durch die Polizei und andere Verwaltungsorgane abkassiert werden (Beispiel Italien, Schweiz usw.), haben umständliche Verwaltungsstrafverfahren das Tabakgesetz fast lahm gelegt.
Wirte sollen das Zehnfache bezahlen - also 500,- Euro, und nach fünfmaligen Verstoß die Höchststrafe von 10.000,- Euro.
Sofortige und hohe Strafen gewährleisten die Einhaltung des Tabakgesetzes!

Schildbürgerstreich Nr. 3
ist ein Gesetz, das zwar die Strafe von 100,- Euro (im Wiederholungsfall bis 1.000,- Euro) für Raucher vorsieht, wenn in Räumen mit Rauchverbot geraucht wird, aber die Behörde das Gesetz gar nicht vollziehen kann, denn die einzigen, die Verstöße melden können sind ja die Bürger. Dem gegenüber ist aber niemand ausweispflichtig. Selbst ein Kontrollorgan kann den einzelnen Raucher nicht zur Anzeige bringen, der in Räumen raucht, für die ein Rauchverbot gilt, wenn der Wirt einen Aschenbecher aufstellt oder das Lokal nicht entsprechend als Nichtraucherlokal kennzeichnet und den Raucher nicht aktiv am Rauchen hindert (Bemühungs- und Durchsetzungsverpflichtung des Gastwirtes). Der Raucher kann mit diesem Gesetz praktisch kaum bestraft werden!

Schildbürgerstreich Nr. 4
ist ein Gesetz, das erst in vielen Bereichen ausjudiziert werden muss. Es ist z.B. nicht klar, ob Verstöße als Einzeldelikt oder als Fortsetzungsdelikt zu sehen sind. Laut Gesundheitsministerium geht man von einem Einzeldelikt aus. Einsprüche landen beim UVS und VfGH und der Wirt hat wieder viele Monate Zeit gewonnen. Wirte beschäftigen auf Monate und Jahre die Behörden. Die Bevölkerung wird von den Wirten zum Narren gehalten!

Schildbürgerstreich Nr. 5
ist ein Gesetz mit einer Übergangsfrist bis zum 30.6.2010 für Einraum-Lokale ab 50 qm außerhalb von öffentlichen Orten. Wer bis zum 31.12.2008 einen Antrag auf Raumtrennung eingereicht hat, wird mit einem 1 1/2-jährigen Wettbewerbsvorteil belohnt, obwohl laut Umfrage über 95 Prozent der Wirte nicht in teure Umbauten investieren werden. Wer nicht umbaut, sollte mit einer Strafe von 2000,- Euro belegt werden. Das Geld sollte Vereinen mit Kontrolltätigkeiten zugute kommen. Diese Übergangsfrist hat viele Lokalbetreiber wegen Wettbewerbsnachteilen zur Missachtung des Tabakgesetzes regelrecht herausgefordert. Ausnahmen gehen immer zu Lasten derer, die sie nicht haben. Man hätte das Rauchen erst dann erlauben dürfen, nachdem eine Raumtrennung geschaffen wurde!

Schildbürgerstreich Nr. 6
ist ein Gesetz, das zwar eine Raumtrennung ermöglicht, aber die Baubehörde überprüft nicht, ob die eingereichte Raumtrennung dann auch dem Tabakgesetz entspricht. Doppelter Behördenweg!

Schildbürgerstreich Nr. 7
ist die Nicht-Kennzeichnungspflicht für Betriebe mit einer Übergangsfrist. Es kann falsch, richtig oder gar nicht gekennzeichnet werden. Es hat keine Auswirkung. Besser wäre gewesen eine Kennzeichnungspflicht für alle Lokale und eine Aushangspflicht für die Fristverlängerung zur Raumtrennung, sodass der Bürger erkennen kann, ob die Raucherlaubnis berechtigt ist oder nicht.
Ab 1.7.2010 darf also nur mehr in eigenen Raucherräumen geraucht werden. Die Kontrolle wird damit erleichtert und es wird eine Sturmflut an Anzeigen bei den Behörden eingehen, falls die Wirte weiterhin das Tabakgesetz missachten.

Schildbürgerstreich Nr. 8
ist ein Gesetz, das zur Kennzeichnung nur die von der Wirtschaftskammer bestimmten Pickerln vorsieht (sind dort kostenlos anzufordern). Eigene Kreationen und handelsübliche Pickerln sind verboten. Wer dies missachtet, wird bestraft. Ein Witz ist übrigens die Größe der Pickerln (z.B. Raucherverbot: 5,2 x 5,20 cm ) und die Umfärbung: anfangs grünes Rauchverbotspickerl; ab 2009 rotes Rauchverbotspickerl.

Schildbürgerstreich Nr. 9
ist ein Gesetz mit vielen Ausnahmen und Übergangsbestimmungen, so dass sich der Kleinunternehmer und Normalbürger gar nicht mehr auskennen kann und auch die Behörden sich mit der Administration schwer tun. Dadurch werden oft vermeintliche Verstöße gemeldet oder angezeigt, die gar keine sind (z.B. Fehleinschätzung was den Hauptraum betrifft; fehlende Kennzeichnungspflicht, obwohl Übergangsfrist; Raumgröße unter 50 qm, obwohl größer eingeschätzt; Raumgröße bis 80 qm, aber aus bau- bzw. feuerpolizeilichen oder denkmalschutzrechtlichen Gründen keine Raumtrennung möglich usw.). Das belastet die Verwaltungsbehörde zusätzlich, wenn sich herausstellt, dass gar kein Verstoß vorliegt. Leicht kontrollierbare und exekutierbare Gesetze werden eher eingehalten!


Schildbürgerstreich Nr. 10
ist ein Gesetz, das in Mehrraum-Betrieben vorsieht, dass der Hauptraum rauchfrei sein muss (mindestens 50 % des Verabreichungsbereiches), der Lokalbetreiber aber bestimmt, welches der Hauptraum ist. Wie soll die Behörde folgende Formulierung bewerten: „Der Hauptraum muss in seiner Gesamtbetrachtung den anderen Räumlichkeiten als übergeordnet eingestuft werden können. Zu berücksichtigen ist dabei jedenfalls der Schwerpunkt der gastronomischen Tätigkeit des Gastwirtes.“
Die Nichtraucher (besonders betroffen sind Schwangere, Säuglinge, Kinder, chronisch Kranke) sind meist ab der Eingangstüre dem tödlichen Tabakrauch ausgesetzt; oft ist auch der Gang zum WC nur durch Raucherräume möglich.

Schildbürgerstreich Nr. 11
ist ein Gesetz, das keinen Schutz von Kindern und Jugendlichen bis zum 16. Lebensjahr in Raucherräumen vorsieht. Betretungsverbot unter 16 Jahren (besser wäre ein
Betretungsverbot unter 18 Jahren wie in Deutschland).

Schildbürgerstreich Nr. 12
ist ein Gesetz, das keinen umfassenden Schutz für Schwangere während der Übergangsfrist gewährt.

Schildbürgerstreich Nr. 13
ist ein Gesetz, das von der Wirtschaftskammer mitbestimmt wurde und daher gar nicht funktionieren kann, denn die WKO vertritt nicht die Gesundheit der Bürger, sondern einzig und allein die der Nikotin-Drogenindustrie; keinesfalls die der Wirte, denn 96 Prozent der Wirte sind für eine einheitliche Regelung ohne Ausnahmen. Das wäre das gleiche, wie wenn man einen Einbrecher fragen würde, wie man sichere Schlösser baut. Die WKO hat durch ihre ständigen Lügen und Manipulationen ein generelles Rauchverbot zu verhindern versucht und sollte daher nicht mehr als Verhandlungspartner zugelassen werden. Es geht beim Tabakgesetz nicht um Wirtschaftlichkeit sondern um Gesundheitsschutz für alle Bürger!

Schildbürgerstreich Nr. 14
ist ein Gesetz, das die Strafgelder in einen Sozialtopf wirft, statt damit eine effektive Kontrolltätigkeit zu finanzieren und den Rest für Aufklärungstätigkeiten über die Schädlichkeit des Rauchens und für die Raucherentwöhnung zur Verfügung zu stellen.

Schildbürgerstreich Nr. 15
ist ein Gesetz, das seine Untauglichkeit auf Kosten der Gesundheit des Volkes mehr als deutlich unter Beweis gestellt hat. Selbst nach 13 Monaten gibt es bis auf wenige Ausnahmen keinen wirklichen Nichtraucherschutz in der Gastronomie.
Ein Gesetz, das einerseits ein Rauchverbot öffentlicher Orte vorsieht – einschließlich der Gastronomie, andererseits aber eine Vielzahl von Ausnahmen und Übergangsbestimmungen zulässt, ist eines Rechtsstaates nicht würdig und eine Verhöhnung der Bürgerinnen und Bürger, deren Schutz es dienen soll.

Rauchfreie Atemluft ist ein Grundrecht, wohingegen der Raucher kein Recht hat, seine Sucht auf Gesundheitskosten anderer in der Öffentlichkeit auszuleben. Es ist die Verpflichtung des Staates, seine Bürger vor unnötigen Gefahren zu schützen. Deshalb zählen nicht Meinungen und Umfragewerte (schon gar nicht wenn sie von der Wirtschaftskammer kommen!), sondern klare Gesetze zum Schutz der Nichtraucher.
Alles taktieren, hinauszögern und schüren von Kontroversen muss nun ein Ende haben. Die wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit eines konsequenten Nichtraucherschutzes können nicht mehr geleugnet werden. Daher fordert die Schutzgemeinschaft für Nichtraucher von der Bundesregierung keine halbherzigen kosmetischen Korrekturen eines verpfuschten Tabakgesetzes, sondern ein neues Nichtraucherschutzgesetz mit einem "umfassenden und ausnahmslosen Schutz aller Menschen vor Tabakrauch in geschlossenen Räumen."

4538

15 Schildbürgerstreiche in Kurzform zur Erinnerung!
(Robert Rockenbauer: vollständig Ihnen zur Kenntnis gebracht am 5./6.2.2010
"Offener Brief an den Gesundheitsminister")

1. Tabakgesetz wird nicht vom Staat kontrolliert, sondern muss von den Opfern, den Nichtrauchern kontrolliert werden. Erst aufgrund einer Meldung oder Anzeige wird der Beamtenapparat aktiv.

2. Da keine zusätzlichen Beamten eingestellt werden, kommt es zu verzögerter Bearbeitung oder Nichtbearbeitung.

3. Raucher können praktisch kaum abgestraft werden. (Keine Ausweispflicht gegenüber Bürgern)

4. Juristisches Neuland. Vieles muss erst ausjudiziert werden. Ist ein Verstoß gegen das Tabakgesetz ein Einzeldelikt oder ein Fortsetzungsdelikt?

5. Die Übergangsregelungen für Einraum-Lokale außerhalb von öffentlichen Orten haben zu schweren Wettbewerbsnachteilen geführt. 95 Prozent der Wirte werden trotz Einreichung keine Raumtrennung vornehmen.

6. Raumtrennungen werden von der Baubehörde nicht gleichzeitig auf die Tauglichkeit nach dem Tabakgesetz überprüft.

7. Keine einheitliche Kennzeichnungspflicht.

8. Nur die von der Wirtschaftskammer verteilten Pickerln sind zulässig.

9. Die Administration des Tabakgesetzes ist mit seinen Ausnahmen und Übergangsregelungen in vielen Fällen schwer vollziebar. Das Gesetz hat keine abschreckende Wirkung. Wirte halten die Behörden und die Bevölkerung zum Narren, indem sie Berufungen einlegen um Zeit zu schinden ohne Chance, Recht zu bekommen.

10. Wie ist der Hauptraum, der rauchfrei sein muss, zu bewerten?

11. Kein Betretungsverbot in Raucherräumen für Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr.

12. Kein ausreichender Schutz für Lehrlinge und Schwangere.

13. Die Wirtschaftskammer propagiert durch Umfragen Zustimmung und Zufriedenheit in der Bevölkerung zum jetzigen Gesetz. Das Gegenteil ist der Fall: 78 Prozent der Bevölkerung sind für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie. Die WKO versucht mit Drohungen von Umsatzrückgängen und Arbeitsplatzverlusten ein generelles Rauchverbot zu verhindern. Außerdem sind Umfragen unter Gastwirten zur Einschätzung der Umsatzentwicklungen völlig ungeeignet, da sie nicht objektiv sind und keinen Kausalschluss zulassen.

14. Strafgelder werden in einen Sozialtopf geworfen, statt für Aufklärungsarbeit, Raucherentwöhnung und für eine effektive Kontrolltätigkeit zu verwenden.

15. Ein Gesetz, das über ein Jahr seine Untauglichkeit unter Beweis gestellt hat, muss geändert werden. Geschieht das nicht, macht man sich der Fahrlässigen Tötung schuldig. Ein schlechtes Gesetz kann nicht mit viel Kontrollen gut gemacht werden.


4539

http://www.noen.at/redaktion/n-stp/article.asp?Text=331041&cat=307

Wirte uneins über nun fixe Rauchregeln

REGION ST. PÖLTEN / Ein Teil von St. Pöltens Gastronomen lehnt das vom Minister bestätigte Rauchergesetz nach wie vor ab.

VON BEATE STEINER

Die österreichische Lösung bleibt, zieht Gesundheitsminister Alois Stöger nach einem Jahr Evaluierung die Bilanz, dass das Tabakgesetz so umgesetzt wird wie am 1. Jänner 2009 beschlossen.
Denn „die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung befürwortet das“, sagt Stöger. 59 Prozent der Österreicher wollen den bisherigen Weg mit Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereiche fortsetzen, nur 19 Prozent sind für ein totales Rauchverbot.
Das bedeutet, dass ab 1. Juli alle Gastronomen die Vorgaben nach dem Tabakgesetz erfüllt haben müssen: Der Hauptraum der Lokale muss Nichtraucherraum sein, Lokale unter 50 Quadratmetern müssen sich klar als Nichtraucher- oder Raucherlokale deklarieren.

Das bedeutet aber auch, dass die Befürchtung mancher Wirte sich nicht erfüllt hat, nämlich dass blauer Dunst in unseren Lokalen generell der Vergangenheit angehört und Investitionen und Umbauarbeiten umsonst gewesen sein könnten.
Denn vor einem Monat hatte der Minister noch mit einem generellen Rauchverbot gedroht, wenn die Gastronomen die fälligen Trennungen in Nichtraucher- und Raucherbereich nicht umsetzen würden.

„Die Wickel-Wackel-Geschichte ist glücklicherweise vorbei“, freut sich Fred Neuhauser, St. Pöltens Bezirks-Innungsmeister der Gastronomen, über die Gesetzes-Bestätigung des Ministers: „Die Sorge mancher Kollegen, dass sich das Rauchergesetz noch einmal dreht, haben sich nicht bewahrheitet.“ Neuhauser ist damit auch überzeugt, dass ein EU-befohlenes totales Rauch-Verbot nicht so schnell in unsere Wirtshäuser kommt: „Unser Gesetz kann man nicht so schnell abdrehen, das wird nicht so schnell wieder geändert. Da gäbe es dann wieder Übergangsfristen. Damit hätten die, die bereits investiert haben, einen Vorteil. Es bringt also was, etwas zu tun“, appelliert der Wirte-Innungsmeister an seine Kollegen, notwendige Umbauten noch zu realisieren: „Unmöglich ist da sicher nichts. Aber natürlich muss jeder hinterfragen, ob es sich für ihn auszahlt. Abwarten und stehen bleiben bringt aber sicher auch nichts.“

Pro und Kontra bei den Gastronomen
Fred Neuhauser ist einer der Gastronomen, die durchaus zufrieden sind mit der österreichischen Raucher-Lösung: „Das Rauchen verbieten kann ein jeder. Das Gesetz ist ein positiver Ansatz, beide Bereiche zu befriedigen.“ Und „vielleicht sind wir EU-weit beispielgebend, wie Raucher und Nichtraucher miteinander umgehen und leben können“, meint der Innungsmeister.
Leo Graf, Hotelier, Gastwirt und Obmann der St. Pöltner Gastronomen-Vereinigung „Wirte 3100“, hat einen etwas anderen Zugang zum Tabakgesetz als sein Kollege Neuhauser. Zwar habe sich die Bevölkerung mit dem österreichischen Kompromiss abgefunden, aber „das Gesetz ist keine optimale Lösung, weil es im Nebelbereich ist“.

Es sei wettbewerbsverzerrend, der Konsument wisse nicht, woran er ist. Graf fordert vom Gesetzgeber eine Garantie, dass das Rauchergesetz mindestens fünf Jahre nicht verändert wird, damit die Gastrobetriebe eine gewisse Sicherheit hätten.
Ähnlich argumentiert auch Bäcker und Gastronom Wolfgang Hager: „Die Situation ist unbefriedigend.“ Hager wünscht sich eine ganz klare Linie, „sonst ist es immer eine Ungleichgewichtung“. Eigentlich müsste ein komplettes Rauchverbot kommen, das koste die Gastronomie 15 bis 20 Prozent, „oder jeder darf machen, was er will“.
Erich Stierschneider, Koch und Wirt in der „Osteria“ in der Herrengasse, sieht die Sache mit dem blauen Dunst wie Leo Graf und Wolfgang Hager: „Mit diesem Gesetz wird die Verantwortung auf die Wirte abgeschoben. Die Regierung ist zu schwach, ein klares Rauch-Verbot auszusprechen, traut sich aber auch nicht, die Entscheidung freizugeben.“

4540

http://derstandard.at/1269449247462/Rauch-vom-Orient-im-Okzident

Rauch vom Orient im Okzident

11. April 2010, 18:33

    * Artikelbild: Keine Alternative zu Zigaretten, Wasserpfeifen sind ebenso schädlich. - Foto: APA/Thomas Kienzle

      Keine Alternative zu Zigaretten, Wasserpfeifen sind ebenso schädlich.

Wasserpfeife rauchen hat sich als neuer Trend etabliert - Schlecht daran: Der Dampf ist für die Lungen besonders schädlich und das Mundstück birgt Infektionstrisiken

Aus der Werbung eines Wiener Lokals: "Shisha rauchen, gut essen und eine hübsche Bauchtänzerin bei Ihrem Tanz beobachten", das klingt für manche sicherlich verlockend. Wie anders ließe sich erklären, dass seit einiger Zeit immer mehr Cafés eröffnen, in denen das Wasserpfeiferauchen angeboten wird. Wasserpfeifen haben viele Namen: Sie werden Narghileh, Shisha, Hubble Bubble, Goza oder auch Hookah genannt. "Viele denken, das sei eine saubere und harmlose Alternative zum Zigarettenrauchen", sagt Alfred Lichtenschopf, Spezialist für Rauchertherapie bei der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie. "Es schadet der Gesundheit aber sehr und kann genauso süchtig machen."

Erfunden haben soll die Wasserpfeife der indische Physiker Hakim Abul Fath im 16. Jahrhundert - ursprünglich als weniger schädliche Alternative zum herkömmlichen Tabakgebrauch. Wasserpfeiferauchen entwickelte sich vor allem in China, Indien, Pakistan und den östlichen Mittelmeerländern zu einem festen Ritual und breitete sich mit der Migration auf der ganzen Welt aus. Seit den 1990er-Jahren wird es auch in westlichen Ländern immer beliebter - vor allem bei Jugendlichen.

Umfragen mit mehreren Tausend Jugendlichen zeigen, dass bei einigen das Wasserpfeiferauchen inzwischen beliebter ist als Zigarettenrauchen. In den USA hatte jeder fünfte Collegestudent im Monat vor der Umfrage Wasserpfeife geraucht. In Großbritannien hatte es fast jeder dritte Studierende schon einmal probiert, in Deutschland war es jeder vierte. Häufig findet der Kontakt früher statt als mit Zigaretten - bei manchen schon vor dem 10. Lebensjahr. "Das orientalische Ritual wird auch hierzulande immer beliebter", sagt Ernest Groman, Leiter des Nikotininstitutes in Wien. "Bei vielen dient es als Einstieg zum regelmäßigen Zigarettenrauchen oder für härtere Drogen wie Marihuana." Bei Umfragen unter rauchenden Jugendlichen erzählt ihm fast jeder, er habe schon einmal Wasserpfeife probiert.

Wasserpfeifentabak enthält im Gegensatz zu normalem Tabak zusätzlich das Feuchthaltemittel Glyzerin, außerdem verschiedene Aromastoffe wie Apfel, Minze, Honig oder Cappuccino. Der Tabak wird auf 300° bis 450° C erhitzt - das ist etwa halb so viel wie beim Zigarettenrauchen. "Durch den Weg über das Wasser kühlt der Rauch ab und ermöglicht einen tiefen und langen Zug", sagt Groman. "Dabei gelangt mehr Kohlenmonoxid ins Blut als beim Zigarettenrauchen. Die Folge: Noch am nächsten Morgen nach einer Wasserpfeifen-Session hat man Werte im Blut wie nach 20 Zigaretten."

Fatale Wirkung

Kohlenmonoxid besetzt die Bindungsstellen für Sauerstoff am Hämoglobin, sodass dieses weniger Sauerstoff transportieren kann. "Bei häufigem Rauchen kann es insbesondere bei Menschen mit Herz- oder Gefäßkrankheiten zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt kommen", warnt Alfred Lichtenschopf. "Bei Schwangeren kann der Sauerstoffmangel zu einer Tot- oder Frühgeburt führen - Schwangere sollten also auf keinen Fall Wasserpfeiferauchen."

Auch akut kann Kohlenmonoxid Probleme verursachen: "Immer wieder sehen wir Vergiftungen, die sich durch Kopfschmerzen, Schwindel oder grippeähnliche Symptome äußern", sagt Daiana Stolz, Leitende Ärztin für Pneumologie am Unispital Basel. "Im schlimmsten Fall setzt die Atmung aus." Die Lungenärztin erforscht seit einiger Zeit in klinischen Studien, wie sich Wasserpfeiferauchen auf die Gesundheit auswirkt. "Wir konnten nachweisen, dass bei Zigarettenrauchern die Atemwege überempfindlicher werden. Wir vermuten, dass dies auch bei Wasserpfeiferauchern der Fall ist. Studien zeigen nämlich, dass diese häufiger unter einer chronischen Bronchitis leiden." In einer Folgestudie will die Lungenfachärztin testen, ob diese Überempfindlichkeit zurückgeht, wenn man mit dem Wasserpfeiferauchen aufhört. "Das klappt beim Zigarettenrauchen und sollte auch bei Sheeshas funktionieren."

Während einer Wasserpfeifen-Session von durchschnittlich einer Stunde Dauer nimmt der Raucher Rauch auf, der der Menge von 100 oder mehr Zigaretten entspricht. Dabei atmet er nicht nur Kohlenmonoxid ein, sondern auch das suchterzeugende Nikotin und diverse krebserregende Stoffe. "Die Schadstoffe können zu Krebs in Lunge, Mundhöhle, an den Lippen oder in der Harnblase führen", sagt Daiana Stolz.

Achtung Ansteckung

Ein weiteres Risiko sind Infektionen: "Benutzen alle das gleiche Mundstück, kann man sich mit Tuberkulose, Herpes, Hepatitis oder Pilzen anstecken." Wasserpfeifentabak unterliegt den Anforderungen des Tabakgesetzes. Seit Anfang dieses Jahres müssen die Hersteller dem Bundesministerium für Gesundheit mit einem speziellen elektronischen Formular melden, welche Substanzen ihre Tabakerzeugnisse enthalten. Listen mit diesen Stoffen sollen in Zukunft veröffentlicht werden. Wann dies sein wird, steht noch nicht fest. Bislang gibt es keine klaren Vorgaben, was in Wasserpfeifentabak enthalten sein darf und was nicht. Zu viel Glyzerin kann beispielsweise eine allergische Lungenentzündung hervorrufen. Auch passiv Wasserpfeiferauchen schadet: Die Luftbelastung mit Schadstoffen in Restaurants oder Cafés ist beim Wasserpfeifenrauchen sogar höher als beim Zigarettenrauchen. "Shee-shas sind nicht harmlos", warnt Ernest Groman. (Felicitas Witte, DER STANDARD Printausgabe, 12.4.2010)

der Standard Webtipp:

Stiftung Maria Ebene

Bundesinstitut für Risikobewertung

American Lung Association

4542
STANDARD-Interview
Stöger droht Wirten mit generellem Rauchverbot
04. März 2010, 17:15

    * Artikelbild: Alois Stöger (49), Sozialdemokrat und Ex-Krankenkassenobmann aus Oberösterreich, ist seit einem Jahr Gesundheitsminister. - Foto: Standard/Matthias Cremer

      Alois Stöger (49), Sozialdemokrat und Ex-Krankenkassenobmann aus Oberösterreich, ist seit einem Jahr Gesundheitsminister.

"Meine Geduld ist am Ende" - Der Gesundheitsminister will notfalls durchgreifen, erklärt er im STANDARD-Interview

STANDARD: Herr Minister, sind Ihre Behörden nur werktags für die Gesundheit der Bürger zuständig?

    * MEHR ZUM THEMA
    * weg:Fernweh? Jetzt buchen auf austrian.com
    * Ziel:Jetzt buchen! Flüge ab 29€ - flyniki.com
    * Werbung

Stöger: Nein, die Behörden sind rund um die Uhr für die Gesundheit der Bevölkerung zuständig.

STANDARD: Warum wurde der Auslieferungsstopp des verseuchten Quargels einer Hartberger Firma dann, erst drei Tage nachdem die Gesundheitsagentur (Ages) diesen als Urheber tödlicher Infektionen identifiziert hatte, veranlasst?

Stöger: Wer sagt das?

STANDARD: Ein Sprecher der Ages im Standard. Demnach war das schädliche Produkt am Freitag, 15. Jänner, bekannt, am 19. wurde aber erst die Auslieferung gestoppt.

Stöger: Ein Verdacht ist kein mikrobiologischer Beweis. Wir behaupten ja nichts aus Jux und Tollerei, sondern benötigen klare Belege. Man kann einem Unternehmen nicht auf Verdacht die Existenzgrundlage entziehen, da braucht es Proben. Diese wurden am 18. Jänner gezogen.

STANDARD: Die Konsumenten wurden überhaupt erst am 23. Jänner informiert. In der Zwischenzeit kann viel Quargel verspeist worden sein. Warum hat Ihr Ministerium nicht sofort selbst gewarnt?

Stöger: Die Warnung hat der Erzeuger übernommen, der für das Produkt ja auch die Verantwortung trägt. Die Firma war bereit, am 19. Jänner die Produktion einzustellen und die Rückholung der Waren einzuleiten. So etwas muss erst einmal organisiert werden. Am 23._Jänner erfolgte schließlich die Warnung der Öffentlichkeit. Für mich sind das zügige Wege. Man kann die Verstorbenen natürlich nicht wegdiskutieren. Aber verglichen mit anderen Ländern, die gar nichts getan haben, hat die Lebensmittelkontrolle schnell und effizient gehandelt.

STANDARD: Die Österreicher leben auch dann ungesund, wenn sie keinen giftigen Käse essen. Punkto Übergewicht etwa brechen unsere Jugendlichen Rekorde.

Stöger: Viele junge Menschen haben zu wenig Chance auf Bewegung, die Räume werden immer enger, an den Schulen wird gespart. Es fehlt auch eine Kultur der gesunden Ernährung. Ich will deshalb durchsetzen, dass in Kindergärten und Schulen hochwertiges Essen angeboten wird. Außerdem möchte ich in der EU, wo wir derzeit an den kleinsten gemeinsamen Nenner gebunden sind, erreichen, dass wir gesundes Gemeinschaftsessen mit einem eigenem Gütesiegel auszeichnen dürfen.

STANDARD: Das reiche Österreich hinkt in Gesundheitsstatistiken hinten nach. Was läuft falsch?

Stöger: Die Gesundheitspolitik dreht sich immer nur um die medizinischen Angebote. So wichtig diese sind: Wir müssen weg von der Reparaturmedizin, hin zur Veränderung des Lebensstils, um Krankheiten zu verhindern. Dabei erwarte ich mir in der Regierung mehr Unterstützung, auch in Form eines angemessenen Budgets für die Vorsorge. Derzeit eiern wir um das Thema herum, das Problem wird hin- und hergeschoben. Gesundheit ließe sich zum Beispiel fördern, indem man in den Gemeinden die Vereinsamung von Senioren bekämpft. Derartige Ansätze übersteigen die Möglichkeiten eines Gesundheitsministers allerdings bei weitem.

STANDARD: Ihre "Waffe" ist die Bewusstseinsbildung. Warum sind Sie dann beim Kampf gegen das Rauchen so unentschlossen?

Stöger: Bin ich das denn?

STANDARD: Ich finde schon. Als Minister müssten Sie doch für ein radikales Rauchverbot kämpfen.

Stöger: Ich rauche selbst nicht, gebe also ein gutes Beispiel ab und bin auch für ein Rauchverbot in Lokalen. Allerdings habe ich bei meinem Amtsantritt ein neues Gesetz geerbt, das die Sache milder regelt. Trotz aller Kritik daran hat sich die Situation der Nichtraucher dramatisch verbessert. Im Gasthaus nicht zu rauchen ist heute gesetzliche Normalität.

STANDARD: In vielen Beisln merkt man davon aber nichts.

Stöger: Es stimmt, gerade in Wien halten sich viele Wirte nicht daran. Es ist inakzeptabel, dass diese nicht einmal den Kompromiss, den sie der Politik vor meiner Zeit abgerungen haben, einhalten. Ich werde die Übergangsfrist keinesfalls verlängern, ab 1. Juli müssen Raucherräume abgetrennt sein. Meine Geduld mit den Wirten ist dann am Ende. Wenn das Gesetz nicht respektiert wird, werde ich mich für ein generelles Rauchverbot in Gaststätten einsetzen.

STANDARD: Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes könnten die Zigarettenpreise sinken.

Stöger: Ich bedaure dieses Urteil sehr. Billigere Zigaretten widersprechen dem Ziel, Jugendliche vom Rauchen fernzuhalten. Ich erwarte mir vom Finanzminister Gegenmaßnahmen, um einen Preisverfall zu verhindern.

STANDARD: Mit einer höheren Tabaksteuer?

Stöger: Wie, das sei der Kreativität des Finanzministers überlassen.

STANDARD: Sie selbst wirken fit und drahtig. Leisten Sie sich denn gar keine Sünden?

Stöger: Ein Minister begeht keine Sünden. Aber ich gestehe: Oft schaffe ich es nicht, an einer Konditorei vorbeizugehen. (Gerald John, DER STANDARD - Printausgabe, 5. März 2010)

Cremers Photoblog: Bei Minister Stöger

4543
4 - Steiermark, Kärnten / LR. Dr. Kaiser, Kärnten, wie schaut`s nun aus?
« am: April 12, 2010, 11:38:10 Vormittag »

Von: Krebspatient-Krebsforum [mailto:krebspatient-krebsforum@utanet.at]
Gesendet: Montag, 12. April 2010 10:33
An: 'peter.kaiser@ktn.gv.at'
Cc: 'alois.stoeger@bmg.gv.at'; 'franz.pietsch@bmg.gv.at'; 'vaa@volksanw.gv.at'
Betreff: LR. Dr. Kaiser, Kärnten mit Überblick zum Nichtraucherschutz in Kärnten? Liste von SP-Mandataren

Sehr geehrter Herr LR. Dr. Kaiser!

Danke für Ihr Schreiben!
Bitte wie ist es nun wirklich mit den eigenständigen Kontrollen rund um den Wörthersee, wie angefragt? Werden sie durchgeführt, und wie viele mit welchem Ergebnis seit der Ankündigung?
Unsere Initiative für den Nichtraucherschutz und 109.000 auf facebook suchen dzt. Volksvertreter, die sich für diese Sache wirklich einsetzen! Bitte haben Sie diesbezüglich eine bundesweite Liste der entsprechenden SP-Volksvertreter? Diese werden wir auch dort publizieren: http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,1072.msg8721.html#msg8721
Was sagen Sie eigentlich dazu: http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=315.msg866#msg866
Bitte bei Ihren Aussendung beachten:
1)   www.rauchersheriff.at oder www.sis.info  (für Informationen, oder Anzeigen an Stöger)
2)   www.nichtraucheninlokalen.at (für Unterstützungserklärungen zum Volksbegehren, dzt. rund 4.000)

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Erlacher

PS: Was sagen Sie zu den Gewaltexzessen, da Stöger nicht die Behörden von sich aus zum Kontrollieren ausschickt, sondern sich weiterhin dabei der durch den Tabakrauch geschädigten Patienten bedient? Siehe dazu gestrigen Kurier, heutiges Österreich, etc., ORF, Radio Kronehit und Antenne, abends ATV, und …, und die letzten Beiträge auf www.sis.info , auf der 1. Seite ganz unten! Wie oft muss ein toleranter Nichtraucherschützer oder euin Reporter, eine Pressefotografin noch niedergeschlagen werden, von unzähligen militanten Rauchern?

PPS: Wohin sollen wir diesmal rund 200 neue Anzeigen von Klagenfurt/Villach, etc. schicken, dass sie nicht wieder „verloren gehen“ wie am 13.8.2009?



Von: KAISER Peter [mailto:Peter.KAISER@ktn.gv.at]
Gesendet: Montag, 12. April 2010 09:09
An: 'Dietmar Erlacher'
Betreff: AW: [SPAM] LR. Dr. Peter Kaiser! Gratulation zum SP-Landesparteiobmann! Und wie ist es wirklich rund um den Wörthersee?

Sehr geehrter Herr Dr. Erlacher!
 
Ich möchte mich recht herzlich für Ihre Glückwünsche bedanken, über die ich mich sehr gefreut habe. Im Sinne Kärntens und seiner Menschen werde ich in meiner neuen Funktion mein Bestes geben.
 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Dr. Peter Kaiser

________________________________________
Von: Dietmar Erlacher [mailto:erl@utanet.at]
Gesendet: Samstag, 10. April 2010 10:31
An: KAISER Peter

Sehr geehrter Herr LR. Dr. Peter Kaiser!
Gratulation zum SP-Landesparteiobmann!
Und wie ist es wirklich rund um den Wörthersee? Siehe: http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=273.msg834#msg834
Mit freundlichen Grüßen
   
K f K
Verein Krebspatienten für Krebspatienten
Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
Österreich
Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
Initiative Rauchfreie Gaststätten
Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
Hotline  9 bis 21 Uhr:  0650-577-2395
kontakt@krebspatient.at  www.krebsforum.at
Dietmar Erlacher, Bundesobmann

4544
You Tube, Videos, TV-/Radio Mitschnitte, Abstimmungen / Youtube, zur Entspannung
« am: April 12, 2010, 10:30:47 Vormittag »

Da dzt. im Krankenstand, bitte um weitere Guststückerln, danke!

http://www.youtube.com/watch?v=q_KbHojwJp0


4545
4 - Steiermark, Kärnten / ORF: Steiermark empört über Nicht-Nichtraucherschutz
« am: April 12, 2010, 10:04:27 Vormittag »

http://steiermark.orf.at/stories/434918/

GESUNDHEIT     09.04.2010
         Kein Rauchverbot: "Ignoranz und Unvernunft"
In Österreich wird kein generelles Rauchverbot in der Gastronomie erlassen. Zu diesem Schluss kommt Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) nach der Evaluierung des Tabakgesetzes. Steirische Ärzte sprechen von Ignoranz und Unvernunft.
            
            
            Räumliche Trennung bleibt
Ab Juli sollen Raucher und Nichtraucher in Lokalen ab einer bestimmen Größe räumlich voneinander getrennt sein - zu mehr kann und will sich die österreichische Politik nach Evaluierung des Tabakgesetzes nicht durchringen.
            
            ORF.at; 8.4.2010
   Rauchergesetz bleibt
            
            
            Ärztekammer versteht Entscheidung nicht
Für den Präsidenten der Ärztekammer Steiermark, Wolfgang Routil, unverständlich. Tausende Steirer sterben jährlich an den Folgen des Rauchens, immer mehr Jugendliche greifen zur Zigarette oder auch zum Alkohol, so Routil.
            
            
"Wer so lasch handelt, macht sich mitschuldig", so Routil.
            Nichtraucher und Arbeitnehmer schützen
"Ich halte diese Vorgehensweise des Ministeriums und letztlich der Bundesregierung für völlig unzureichend und auch für ignorant. Wer so lasch handelt macht sich letztlich mitschuldig", sagt Routil. Es gehe nicht nur darum die Nichtraucher, sondern auch die Arbeitnehmer zu schützen, so der steirische Ärztekammerpräsident.
            
            
            Gefahr des Passivrauchens
Ein generelles Rauchverbot allein schon aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen hält auch der Vorstand der Kinderklinik am LKH Graz Wilhelm Müller für notwendig, der in diesem Zusammenhang auf die Gefahr des Passivrauchens verweist.
            
            
Müller fordert ein generelles Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden.
            Müller: "Bereiche sind Alibitrennungen"
Eine räumliche Trennung von Rauchern und Nichtrauchern bezeichnet der Mediziner als unvernünftige Maßnahme. Nicht nur in der Gastronomie müsse ein generelles Rauchverbot eingeführt werden. "Getrennte Bereiche sind Alibiabtrennungen. Jeder kann rauchen soviel er will. In seinem privaten Umfeld, in seinem Haus, auf seiner Veranda. Aber es sollte ein generelles Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden geben", sagt Müller.
            
            
Pichler würde auch das Rauchen im Freien verbieten.
            Typisch österreichische Lösung
Eine typisch österreichische Lösung - so lautet die Diagnose der Lungenfachärztin Rosemarie Pichler aus Weiz. Auch sie plädiert für ein generelles Rauchverbot, geht aber noch weiter und würde, wenn sie es könnte, Rauchen nicht nur in Räumen, sondern auch im Freien verbieten.
            
            steiermark.ORF.at; 8.4.2010
Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) hat am Donnerstag neue Zahlen zum Thema Rauchverbot in der Gastronomie präsentiert: Österreichweit gab es mehr als 4.200 Anzeigen, mehr als zehn Prozent davon in der Steiermark.
   Rauchverbot in Lokalen: Rund 4.200 Anzeigen

ACHTUNG: Einiges, wie die Zahl 4.200, ist falsch!

Siehe:

http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=315.msg866#msg866