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Nachrichten - admin

4501
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4502

Das war schon vor 3 Jahren bei einer Studie, übrigens von Ifes (WIEDER!)! Jetzt sicher noch mehr!

http://www.ifes.at/index.php?aNUM=14&newsId=119

Deutliche Mehrheit der Steirer für rauchfreie Lokale    [27.April 2007]
 
Laut der im Herbst 2006 durchgeführten IFES-Telefonumfrage sprechen sich 74 Prozent der Steirer für ein "generelles Rauchverbot in Lokalen" aus.
Gegliedert nach verschiedenen Betrieben sind 64 Prozent aller Befragten für ein generelles Rauchverbot in Restaurants; 51 Prozent befürworten ein generelles Rauchverbot in Cafés und 44 Prozent in Diskotheken und Tanzlokalen.

Im Auftrag des Gesundheitsressorts des Landes Steiermark, Gesundheitslandesrat Helmut Hirt, wurden 3.023 Steirerinnen und Steirer im Alter von 15 bis 65 Jahren befragt. 21 Prozent der Befragten waren zum Zeitpunkt der Umfrage Raucher – in der Steiermark ist der Anteil der Raucher seit jeher vergleichsweise niedrig.

Kontakt: IFES-Projektleiter MMag. Reinhard Raml   

4503

einige Fakten
Tatsache ist, daß Österreich europaweit die meisten jugendlichen Raucher hat. Weiters ist es Tatsache, daß rauchen nachweislich die Lunge, die Gefäße und somit auch das Herz schädigt. Die Schäden kommen meistens fortgeschrittenen Erwachsenenalter zum Vorschein. Fakt ist auch, daß diese Erkrankungen nicht nur Volksvermögen vernichtet sondern auch unglaubliches menschliches Leid bringt. So und jetzt haben wir die typisch österr. Lösung eines Rauchergesetzes. Ja, das ist Östrreich - super odr???


Kommentar von:wilten13.04.2010 16:13 Uhr
Alles zerreden wie bei der Politik
Ich als ehemalige leidenschaftliche Raucherin habe es geschafft aufzuhören vor 2,5 Jahren. Reine Kopfsache ist so.
Doch verstehe ich nicht warum bei uns alles immer überfragt und diskutiert wird, genauso wie bei den Politikern, darum kommt auch ncihts dabei heraus.
Andere Länder haben die Auflage gemacht in den Lokalen rauchverbot und es hat geklappt, es diskutiert niemand mehr darüber, doch bei uns wird schon Jahrelang dieskutiert und vor allem die Wirte, wie ano dazumal als die Getränkesteuer aufgehoben wurde, es würde dem Gast zugute kommen, wurde gesagt, doch ich habe niemals ein Getränk billiger bekommen.
Und die Gesetze sind so träge in unserem Österreich und greifen daher auch nicht zur richtigen Zeit, leider.
Nun wünsche ich allen rauchern und Nichtrauchern das es bald eine Gute Lösung gibt für beide Seiten.
Mal ehrlich diese Jahrelangen debatten könne doch nur nerven Oder??????

 
Kommentar von:Boogie1014.04.2010 06:46 Uhr
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GRATULATION
zu deiner richtigen Entscheidung. Auch ich habe vor vor 5 Jahren aufgehört.

Also wie man sieht, es geht doch.

 
Kommentar von:technomik13.04.2010 19:40 Uhr
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Genau!
Besser man verbietet es gleich, als wie immer wieder
so umständliche Länder zu überlegen und dann die
umständliche Einhaltung kontrolieren zu müssen.
In anderen Ländern gehts ja auch.
Aber nein, Österreich ist ja was Besseres!

 
Kommentar von:marilyn_california_usa13.04.2010 16:11 Uhr

egal
Ja ihr lieben Raucher. Egal ob ihr jetzt jeden Beitrag der gegen Euch geschrieben ist mit einem Finger nach unten anzeigt. Das Gesetz kommt und wenn erst die EU ein gesamtes Verbietet dann hat auch Österreich sich daran zu halten.

4504

http://www.vol.at/news/vorarlberg/artikel/rauchergesetz-ohne-wirkung/cn/news-20100413-06173116

Befürwortung für Rauchergesetz
Online gestellt: 13.04.2010 06:17 Uhr Aktualisiert: 13.04.2010 06:19 Uhr
Vorarlberger Nachrichten Klaus Hämmerle
Es gibt 75 Beiträge

Befürwortung für Rauchergesetz Es wird sie weiter geben, die Oasen für Raucherinnen und Raucher in der österreichischen Gastronomie.

- ©VN/Paulitsch

Bregenz -  Die Ländle- Gastronomie freut sich über das neue Tabakgesetz, die Gegner schimpfen, die Behörden sind vorsichtig.

    * Nichtrauchergesetz- Akzeptanz

Das Ergebnis der bundesweiten Umfrage über das Nichtraucherschutzgesetz und die Akzeptanz von räumlicher Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereich freut die heimische Gastronomie. Eine große Mehrheit der Befragten (70 Prozent) begrüßten darin die ab 1. Juli ausnahmslos geltende gesetzliche Regelung in der Gastronomie bezüglich des Nichtraucherschutzes.

Wirte zufrieden
(Anm.: Nona, ohne Rauchersheriff feiern Sie täglich, im Tabakrauch!)
In Vorarlberg nehmen zwei Drittel der klassischen Mehrraumbetriebe die Möglichkeit wahr, die Ausnahmebestimmungen des Nichtraucherschutzgesetzes in Anspruch zu nehmen, sprich Raucherbereiche anzubieten. Bei Einraumbetrieben über 50 Quadratmeter wurden 300 behördliche Anträge auf eine Raumtrennung eingebracht, 150 Gastronomen werden die Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereich auch realisieren. Über die Hälfte der Lokale mit einer Betriebsfläche von weniger als 50 Quadratmeter, die Wahlfreiheit haben, sind in Vorarlberg Raucherlokale. „Einige Betriebe mit über 50 Quadratmeter haben das Nichtrauchergesetz auch zum Anlass genommen, zu schließen“, erwähnt Andrew Nussbaumer, Fachgruppenobmann für Gastrononomie in der Vorarlberger Wirtschaftskammer. Doch insgesamt ist Nussbaumer froh, dass das Tabakgesetz bei der Bevölkerung auf überwiegende Zustimmung trifft und es nun fest verankert ist.

Defensive BH

„Und jetzt muss man sich auch daran halten“, macht Nussbaumer klar. Kontrollen seien okay, und diejenigen, welche die gesetzlich vorgeschriebenen Bestimmungen nicht einhielten, müssten eben mit Strafen rechnen. „Wichtig ist: Wir haben Rechtssicherheit und wirklich verbindliche Auflagen.“ Doch wie und wer wird säumige Wirte bestrafen? Der Gesundheitsminister jedenfalls nicht. „Das ist die Angelegenheit der Bezirksbehörden“, antwortet Alois Stöger auf die Frage, wer das Gesetz exekutieren soll. Andererseits: Diese planen von sich aus keine offensive Aktionen. „Wir werden keine Beamte in Lokale schicken“, sagt etwa der frischgebackene Dornbirner Bezirkshauptmann Helgar Wurzer. Man könne nur reagieren, sprich, Anzeigen von Bürgern nachgehen, wenn diese denn kommen. Und dann müsse ein Strafverfahren eingeleitet werden. „Fest steht auch: Das Nichtrauchergesetz kann nicht von der Polizei exekutiert werden. Das ist im Gesetz nicht vorgesehen“, weiß Wurzer. Auch bestünden noch keine klaren Richtlinien darüber, wie eine Raumtrennung von Raucher- und Nichtraucherbereich auszusehen habe. Für viele deklarierte Gegner von Rauchen in öffentlichen Lokalen ist die derzeitige Situation alles andere als befriedigend. „Das Gesetz ist die Kapitulation der Politik. Der Gesundheitsschutz von Nichtrauchern geht über alles. Das findet im Gesetz keine Berücksichtigung. Reagieren kann da jeder nur für sich. Ich zum Beispiel reagiere so, dass ich Lokale, in denen geraucht wird, immer mehr boykottiere“, findet AKS- Mediziner Dr. Günter Diem klare Worte.

4505
Ö s t e r r e i c h Medienberichte 1 / Entwurf zur Anti-Tabakkonvention
« am: April 16, 2010, 22:39:18 Nachmittag »
http://sciencev1.orf.at/science/news/5669

   Entwurf zur Anti-Tabakkonvention    

        Striktes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, keine Zigarettenlogos auf Sportler-Dressen, kein Zigarettenautomat mehr an der nächsten Straßenecke. Das und noch viel mehr soll die Anti-Tabak-Konvention der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bringen.              
            
   
      Der Entwurf dazu erhitzt die Gemüter, weniger der Industrie, als der Tabak-Gegner. Ihnen sind die Verbote und Richtlinien viel zu lax.         
   
         
   Zigaretten-Werbung als Knackpunkt
Das Papier, ein Entwurf zur Anti-Tabak-Konvention der WHO, birgt jede Menge Zündstoff. Es geht um international verbindliche Normen für Rauchverbote, Tabakhandel und Nikotinwerbung.    

   ->   Der Entwurf    http://www.who.int/tobacco/en/
      ...    
         
   Generelles Werbeverbot für Tabak    
      
   
      Die Tabakwerbung ist einer der Angriffspunkte. Sie soll sich dem Entwurf zufolge nicht mehr an Jugendliche unter 18 richten dürfen. Wie soll das gehen, fragt sich der Mediziner Ernest Groman, der bei den vorangegangenen Anhörungen der WHO Österreich vertreten hat. Das Produkt an sich spreche Jugendliche an. Groman bezeichnet das Papier daher als "zahnlos".

Ein generelles Werbeverbot für Zigaretten sei fällig, meint der französische EU-Parlamentarier Didier-Claude Rod, der maßgeblich an Anti-Tabak-Initiativen der EU beteiligt ist.
   ...       
   Bereits vor drei Jahren hatten die Gesundheitsminister der EU ein umfassendes und Unionsweites Tabakwerbeverbot vorgelegt - keine Werbung mehr, keine Zigarettenlogos im Sport oder auf Kleidung. Dieses Verbot war allerdings noch vor seiner Einführung vom Tisch: Es hielt der Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof nicht stand.    
   ->   Europäisches Parlament    
      ...    
         
   Tabakwerbung in Österreich    
      
   
      In Österreich ist Tabakwerbung derzeit grundsätzlich erlaubt, allerdings mit Einschränkungen. Zigaretten dürfen etwa nicht im Fernsehen beworben werden, in Zeitschriften nur begrenzt, in Kinos sind jugendfreie Filme auch frei von Tabakwerbung und rund um Schulen gilt eine Bannmeile.
         
   Ein schwacher Kompromiss    
      
   
      Der jetzige Entwurf zur weltweiten Anti-Tabak-Konvention weist viele Parallelen zur EU-Initiative auf. Er gilt aber als schwacher Kompromiss aller Positionen - und das sind viele: Tabakindustrie, Handel, Mediziner, Konsumenten.

Internationale Tabak-Gegner kritisieren, dass der Entwurf kein generelles Werbeverbot vorschreibt oder dass die Tabakindustrie ihre Netzwerke nicht offen legen muss.

Dass die Politik von der Tabakindustrie beeinflusst wird, behauptet auch der französische EU-Parlamentarier Rod: Manche Abgeordneten würden von der Industrie regelrecht gekauft, sagt der Grün-Politiker Rod. Ein Vorwurf, den die Tabakindustrie freilich vehement zurückweist.
   ->   NGOs gegen Tabakmissbrauch
         
   Aus für "Light"-Zigaretten?    
      
   
      Abgesehen von Zigarettenwerbung geht es der WHO um die Veröffentlichung der Tabak-Zusatzstoffe, Rauchverbote an Arbeitsplätzen, in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln, sowie um höhere Steuern auf Zigaretten.

Bezeichnungen wie "light" oder "mild" sollen auf keiner Packung mehr zu lesen sein, denn sie gelten als irreführend - es könnte der Eindruck entstehen, dass die "Light"-Zigaretten weniger gesundheitsschädigend sind. Von Seiten der Austria Tabak hält man dieses Verbot allerdings für wenig zielführend.
         
   Und Aus für Zigarettenautomaten    
      
   
      Ein eigenes Kapitel befasst sich mit jugendlichen Rauchern: Zigaretten sollen nicht mehr an Jugendliche unter 18 verkauft werden dürfen. Das würde auch ein Aus für den Zigarettenautomaten an der nächsten Straßenecke bedeuten.

Der Entwurf zur Anti-Tabak-Konvention sieht weiters ein Verbot von Sponsoring bei Sport- oder Kulturveranstaltungen vor. Bis die letzte Zigarettenwerbung in der Formel 1 fällt, werden aber vermutlich noch Jahre vergehen.
   ...       
   Politische Einschätzung
Während österreichische Sozialmediziner das Papier allgemein als zu milde beurteilen, sieht man den WHO-Entwurf auf höchster EU-Ebene rosiger: Aus dem Büro von David Byrne, dem EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, heißt es, man hege große Erwartungen in die geplante Konvention. Eine abschließende Stellungnahme liegt aber weder von der Eu-Kommission, noch aus dem Gesundheitsstaatssekretariat in Wien vor. Ende April verhandeln die knapp 200 WHO-Mitgliedstaaten
jedenfalls erneut über den Entwurf. Bis 2003 soll die verbindliche Anti-Tabak-Konvention in Kraft treten.    
      ...    
         
   Aufklärung statt Verbot    
      
   
      Neben Verboten und Richtlinien für die Industrie richtet sich die internationale Anti-Tabak-Konvention auch an die Raucher selbst. Durch Aufklärungskampagnen über die gesundheitlichen Schäden sollen sie zum Aufhören gebracht werden, oder zumindest das Rauchen einschränken.

Für alle die schon jetzt mit wissenschaftlicher Hilfe aufhören wollen:
         
         

   ->   WHO
   ->   Europäische Kommission
   ->   Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen

4506
http://sciencev1.orf.at/science/news/5863

Jugendliche rauchen vor allem in der Schule
   

        Obwohl das Rauchen generell erst ab 16 Jahren erlaubt ist, wird auch von jüngeren Schülerinnen und Schülern viel zur Zigarette gegriffen. Dabei ist die Schule der Ort, an dem Jugendliche am meisten rauchen.        
      
   
      Die Ergebnisse einer Untersuchung von 10.890 Schülerinnen und Schülern im Alter von 15 Jahren aus acht europäischen Ländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Norwegen, Österreich, Schottland, Wales) wurden jetzt von einem internationalen Forschungsteam dem Europäischen Parlament in Brüssel vorgestellt, meldete der "informationsdienst wissenschaft" (idw).

Mehr als in anderen öffentlichen Räumen und auch mehr als zu Hause und bei den Freunden rauchen Jugendliche während der Schulzeit auf oder in der Nähe des Schulgeländes.
         
   Nur österreichische Mädchen rauchen mehr als deutsche    
      
   
      Rund 70 Prozent der befragten 15jährigen Jugendlichen haben nach einer Bielefelder Studie bereits Erfahrungen mit Zigaretten gemacht, und schon 25 Prozent rauchen täglich. Damit liegen die deutschen Jugendlichen im europäischen Vergleich an der Spitze. Nur die österreichischen Mädchen rauchen noch mehr.
   ...       
   Zahlen aus der vorherigen europaweiten Studie von 1994 belegen außerdem, dass immer mehr Jungen und Mädchen mit dem Rauchen beginnen.    
      ...    
         
   Erfahrungen mit dem Rauchen auf dem Schulhof sammeln    
      
   
      Offenbar ist der Schulhof der zentrale Ort, wo Jugendliche Erfahrungen mit Zigaretten sammeln und wo der Zigarettenkonsum schließlich auch zur alltäglichen Gewohnheit wird: Rund 30 Prozent der Jugendlichen rauchen jeden Tag im Rahmen der Schulzeit.
   ...       
   Nationale Tabakpolitik in Österreich und Deutschland
In den an der Untersuchung beteiligten Ländern ist das Rauchen recht unterschiedlich geregelt, und diese Unterschiede spiegeln sich beim Zigarettenkonsum auf dem Schulhof wider. In Österreich ähnlich wie in Deutschland, Finnland und Norwegen ist das Rauchen an Schulen durch eine nationale Tabakpolitik geregelt. In Österreich ist das Rauchen ab 16 grundsätzlich erlaubt. Allerdings verbietet die Hausordnung der Schule häufig das Rauchen an der Schule. Im Gegensatz dazu obliegt in Dänemark, Schottland und Wales die Gestaltung der schulischen Tabakpolitik den einzelnen Schulen oder den Kommunen.    
      ...    
         
   Schulische Regeln nutzen wenig    
      
   
      Wie die in Brüssel vorgestellte Studie zeigt, nutzen schulische und kommunale Regeln eher wenig: Im Vergleich zu den Ländern mit nationaler Tabakpolitik werden in Dänemark, Schottland und Wales die bestehenden Schulgesetze deutlich seltener befolgt. In diesen Ländern berichten mindestens 40 Prozent der rauchenden Schüler, dass sie täglich auf dem Schulhof rauchen.

In Österreich mit einer nationalen Tabakpolitik wird viel seltener als in Deutschland auf dem Schulgelände geraucht. Deutschland ohne eine nationale Tabakpolitik, aber mit länderspezifischen Regeln, liegt im Mittelfeld, was die Befolgung des Rauchverbots auf dem Schulgelände angeht.
   ...       
   Die Untersuchung macht deutlich, dass Schülerinnen und Schüler von Schulen mit strikter Politik - etwa einem schulweiten Rauchverbot für Schüler, Lehrer und Besucher - und strikten Kontrollen insgesamt weniger rauchen.    
      ...    
         
   Zigarettenpreis von Bedeutung    
      
   
      Auf politischer Ebene sind laut Studie neben der schulischen Tabakgesetzgebung außerdem der Zigarettenpreis und die Zigarettenautomaten von Bedeutung. Dies ist auch für Österreich bedeutsam, da Zigaretten hier billiger sind als in anderen Ländern. In Schottland beispielsweise kosten Zigaretten fast das Doppelte.

Außerdem sind die Zigarettenautomaten in Österreich zum größten Teil frei zugänglich. In Norwegen dagegen sind Zigarettenautomaten komplett verboten, und in Finnland oder Wales dürfen Zigarettenautomaten nur da aufgestellt werden, wo Jugendliche sich nicht aufhalten dürfen, zum Beispiel in Lokalen und Wirtshäusern.
         
   Mehr Mut zu Präventionsmaßnahmen gefordert    
      
   
      Um den steigenden Zigarettenkonsum von Jugendlichen zu stoppen, ist es nach Auffassung der Bielefelder Wissenschaftler notwendig, zukünftig auf mehr Ebenen als bisher anzusetzen.

"Vor allem sollte mehr Mut bei der Umsetzung politischer Präventionsmaßnahmen bewiesen werden. Pragmatische Lösungsansätze sollten viel öfter gewählt werden, die von der Tatsache ausgehen, dass zahlreiche Jugendliche nun einmal rauchen. Schadensbegrenzende Maßnahmen, wie sie sich beispielsweise in der Arbeit mit illegalen Drogen seit rund zwei Jahrzehnten bewährt haben, sollten auch für die Tabakprävention nutzbar gemacht werden."
         
      
   
http://sciencev1.orf.at/science/news/5863   
   
      Lesen Sie mehr zum Thema Rauchen auf science.orf.at
   ->   Entwurf zur Antitabakkonvention
   ->   Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld

4507
16.4.10:
Danke Herr Dr. Pietsch für den Termin.


Von: Dietmar Erlacher <erl@utanet.at>
An: Pietsch, Franz; Stöger, Alois; vaa@volksanw.gv.at <vaa@volksanw.gv.at>
Cc: chkugler@a1.net <chkugler@a1.net>
Gesendet: Thu Apr 15 16:57:33 2010
Betreff: BMfG, Nichtraucherschutz
Sehr geehrter Herr Dr. Pietsch,

von Ihrem Ministerium bzw. der pers. Sekretärin von BM. Stöger werde ich immer wieder an Sie verwiesen. Daher kann ich davon ausgehen, dass eigentlich nur Sie sich 100 %ig mit dem Nichtraucherschutz im TG. und zu Suchtfragen auskennen.

Auch wurde meine tel. Anfrage über „Tabakwerbung in der OTS-Aussendung“ und „Erlaubnis von Wasserpfeifen rauchen für 13-jährige im Donauzentrum“ auf „weiblichen“ Rückruf festgehalten. Allerdings warte ich schon seit über 6 Wochen darauf. In der Privatwirtschaft wäre ein solcher Kundendienst unvorstellbar!

Gratulation, falls das BMfG dabei überhaupt etwas dazu beigetragen hat, zur gestrigen Stöckl Sendung. So was war einsame Spitze und sollte auf DVD an Schulen, Jugendleiter, Interessierte, Eltern ff. kostenfrei zur Verfügung gestellt werden; auf der Homepage vom BMfG anbieten, nicht im Dschungel des Broschürenversands! Dank auch an Barbara Stöckl mit ihrem Team; hoffe dass ich mit meinen Beiträgen helfen konnte. Bitte weiter so!

Nun haben wir einige Fragen an Sie, geschätzter Herr Dr. Pietsch, und möchten Ihre Antworten hören. Durch die Verletzungen von den letzten Gewalttaten durch Gäste und Personal im Donauzentrum, bin ich noch einige Zeit im Krankenstand.
Ich reise von Tirol so an, dass ich am Di. 4.5.10 ab 9 Uhr bei Ihnen sein könnte. Bitte wann genau ist es Ihnen möglich?

Mit Tiroler Grüßen

Dietmar Erlacher
 

       
                         K f K
  Verein Krebspatienten für Krebspatienten
Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                     Österreich
    Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
    Initiative Rauchfreie Gaststätten
Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
 Hotline  9 bis 21 Uhr:  0650-577-2395
kontakt@krebspatient.at  www.krebsforum.at
    Dietmar Erlacher, Bundesobmann

4508

Will er nur mehr unter Ausschluss der Öffentlichkeit "unter`s Volk",

hier zu uns Selbsthilfegruppen, überwiegend Krebspatienten?

Bereitet er seinen (stillen) Absxchied vor?


Gesundheit/Wien/Termin/Medizin/Patienten
2010-04-16 / 13:59:34 / Martha-Frühwirt-Zentrum
Einladung Zur Podiumsdiskussion: 25. Jahre Martha-Frühwirt-Zentrum für medizinische Selbsthilfe
 

Utl.: Selbsthilfeorganisationen: Ein unverzichtbarer Partner im Gesundheitssystem
   Wien (OTS) -
~
Einladung Zur Podiumsdiskussion: 25. Jahre Martha-Frühwirt-Zentrum
für medizinische Selbsthilfe

 Teilnehmer/-innen:
 
  - Alois Stöger, diplomé, Gesundheitsminister
  - Mag. Heinrich Burggasser, Präsident der Österreichischen
    Apothekerkammer
  - Dr. Walter Dorner, Präsident der Österreichischen Ärztekammer
  - Mag. Dr. Peter Nowak, Ludwig Boltzmann Institute Health Promotion
    Research
  - Mag. Jan Pazourek, Generaldirektor Stv. der WGKK
  - Prim. Dr. Norbert Vetter, niedergelassener Kassenarzt und
    Spitalsarzt
  - Otto Spranger, Geschäftsführer des Martha-Frühwirt-Zentrums

 Datum:   19.4.2010, 10:00 - 11:30 Uhr
 Ort:     Martha-Frühwirt-Zentrum/ Festsaal
          Obere Augartenstraße 26-28, 1020 Wien

~
Rückfragehinweis:
   Mag. Roland Bettschart, Mag. Daniela Pedross
   B&K - Bettschart und Kofler
   Medien- und Kommunikationsberatung GmbH
   Tel.: 01-3194378-11; e-mail: pedross@bkkommunikation.com
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/11165/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0238    2010-04-16/13:59
161359 Apr 10

4509

ATV:
Drei Attacken in kurzer Zeit!


Freitag:

Donauzentrum, Pressefotografin von Österreich wird attackiert, 6 Polizisten (und 3 Securitis) mussten zig Anzeigen entgegen nehmen.

Samstag:
Donauzentrum, I.Spar Rest., Nichtraucherbereich, Raucher schlagen Erlacher nieder, Polizisten, Securitis, zig Anzeigen

Montag:

Donauzentrum, I.Spar Rest., Nichtraucherbereich: Erlacher fragt Kellner nach seinem Namen, dieser wird sofort gewalttätig, Anzeige


Rauchersheriff mit Bodyguard im Donauzentrum

http://www.youtube.com/watch?v=-5SLb-xQT-o&feature=related


4510


............ und wer noch ein Gustostück sehen will,

hier ist unser Rauchersheriff Dietmar Erlacher im "heiteren Gespräch" mit Gesundheitsminister Stöger:

http://www.youtube.com/watch?v=J9OAqzUpA94

4511



Streitkultur            Montag, 19. April  2010         21.03 Uhr         Radio Kärnten
Ausgedämpft

Kein allgemeines Rauchverbot, aber strengere Strafen. In Lokalen ab 50 m² müssen Raucher von Nichtrauchern ab 1. Juli strikt getrennt werden. Ist die Nichtraucherschutzregelung praktikabel oder eine typisch österreichische Lösung? Wer investiert, wer kontrolliert, wer profitiert, wer verliert? Darüber diskutieren unter der Leitung von Chefredakteur Bernhard Bieche:

•   Peter Kaiser, Landes-Gesundheitsreferent
•   Helmut Hinterleitner, Wirtschaftskammer
•   Othmar Haas, Lungenfacharzt
•   Dietmar Erlacher, Krebspatienten für Krebspatienten
•   Raimund Spöck, Kultur-Wirt
•   Dietmar Pobaschnig, Bar-Besitzer

Radio Kärnten Hörerinnen und Hörer sind eingeladen, mitzudiskutieren – Telefonnummer 0463- 500 300

Zum Mithören und zum Mitreden:
http://kaernten.orf.at/magazin/studio/radio/stories/1467/



4512
Sonstiges / Rauchen kommt teuer, meist dem Raucher, aber auch .....
« am: April 16, 2010, 17:51:39 Nachmittag »

http://www.orf.at/?href=http://www.orf.at/ticker/348552.html

Philip Morris muss 300 Mio. Dollar an Ex-Raucherin zahlen

Eine frühere Raucherin hat in Florida 300 Millionen Dollar (202 Mio. Euro) Schadensersatz von dem Tabakkonzern Philip Morris zugesprochen bekommen. Ein Berufungsgericht urteilte, die Fahrlässigkeit des Unternehmens sei der Grund für das Lungenleiden der 61-Jährigen.

Die Summe, die Cindy Naugle erhält, ist die höchste, die je einem Raucher in Florida gewährt wurde. Ihr Fall ist einer von insgesamt 8.000 gegen Zigarettenfirmen in dem US-Staat. Naugle begann im Alter von 20 Jahren mit dem Rauchen. 1993 hörte sie auf, doch ihre Gesundheitsprobleme dauern an.

4513
Deutschland / Deutschland: Zig.! Kommentar: wer braucht so einen Artikel?
« am: April 16, 2010, 02:13:20 Vormittag »

http://www.zeit.de/2010/16/A-Rauchverbot?page=2

Der Nikotinkrieg

Zigaretten waren billig. In Zeiten großen Mangels dienten sie hingegen als Ersatzwährung. Manchmal waren sie sogar wertvoller als Gold: Im Sammellager Drancy bei Paris kostete in der Zeit der Nazi-Besetzung eine Zigarette 150 Franc. Deportationsopfer kauften sich, bevor sie in die Waggons nach Auschwitz gepfercht wurden, für zehn Franc einen einzigen Zug aus einer Zigarette. »Zehn Franc«, erinnert sich Denise Aimé, »für einen letzten Zug der Freiheit und der Träume.«

Nein, eine Zigarette ist mehr als nur ein mit fermentiertem, getrocknetem und gehäckseltem Tabak gefülltes Röllchen. Mehr als der Hauptinhaltsstoff, das Nervengift Nikotin, das binnen sieben Sekunden ins Gehirn schießt und dort eine verstärkte Ausschüttung des Hormons Adrenalin sowie der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin anregt. Sie ist eine Droge mit enormem Suchtpotenzial. Nur Alkohol gilt unter den legalen Rauschmitteln als gefährlicher.

Nikotin ist ein universelles Suchtmittel, das die kulturellen Unterschiede der Völker zu einem betörenden Massenritual nivelliert. Die Müden, Verzagten werden erquickt. Die Gestressten, Verängstigten entspannt. Bis zum frühen Tod. Dennoch sind alle Kreuzzüge gegen den blauen Dunst gescheitert. Und das nicht, weil die Gerechten keine überzeugenden Argumente hätten, sondern weil Eskapismus und Grenzüberschreitung Teil der menschlichen Existenz sind.

Tabakgenuss passt nicht in eine effiziente Leistungsgesellschaft

Die moderne Raucherjagd ist das Produkt einer Wohlstandsgesellschaft, in der das Riskante und das Unvorhersehbare unter Generalverdacht stehen. Sicherheit ist der Schlüsselbegriff der Zeit. Aus Abenteuer wird Event-Kultur. Der mit zehn Airbags bewehrte Wagen, die ausgeklügelte Alarmanlage, der Ortungs-Chip an Flockis Halsband. Ein Renegat, wer mit Anfang 30 noch keine private Pensionsvorsorge abgeschlossen hat. Für eine Leistungsgesellschaft, die sich darauf verständigt hat, Lebensabläufe zu optimieren und die Menschen zu perfekt schnurrenden Ich-AGs auszubauen, ist der Raucher ein unkalkulierbares Risiko. Ein irrlichternder Selbstzerstörer. Faul obendrein. Wer sich während der Arbeit drei Mal täglich für die Zeit einer Zigarettenlänge aus dem Getriebe fortstehle, verringere seine Lebensarbeitszeit um ein Jahr, rechnen Betriebswirte vor.

Zeit unproduktiv verrinnen zu lassen will nicht in eine Dekade passen, in der, einer Managerregel folgend, alles ökonomischen »Sinn machen« soll. Bezeichnenderweise waren es die Dichter und Schriftsteller – diese seit je grundverdächtigen Querköpfe –, die über den Zauber (oder das Unglück) des Tabakgenusses nachgrübelten oder ihre Romanhelden über die Sucht sinnieren ließen. »Ich verstehe nicht, wie jemand nicht rauchen kann, – er bringt sich doch um des Lebens bestes Teil und jedenfalls um ein ganz eminentes Vergnügen!«, sagt Hans Castorp in Thomas Manns Zauberberg . Als Quell der Inspiration wollten Intellektuelle den Tabak nicht missen. Robert Musil meinte: »Ich behandle das Leben als etwas Unangenehmes, über das man durch Rauchen hinwegkommen kann.« Und Anton Wildgans gestand: »Schreiben, dichten, arbeiten ohne Rauchen? Unmöglich!«

Der Dichter Théodore de Banville, Schöpfer des Begriffs l’art pour l’art, erblickte gar das Menschenideal der Belle Époque in einem Zigaretten-Dandy. »Ist es nicht ein wunderschönes Dandytum, sein Leben an eine grausame, unersättliche und vollkommen nutzlose Leidenschaft hinzugeben?«, fragte der Poet, der mit der Figur des schicken Beau nicht zuletzt die elegante Ästhetik des Rauchens verband. Erst die Art, mit der er mit galanter Geste eine Zigarette aus dem Etui zieht, macht einen Gentleman zum Dandy, dem Männerideal der Epoche. Besser als tausend Worte charakterisiert die Zeichensprache des Rauchens ein Gegenüber.
Mehr zum Thema

    * Arbeitsrecht Raucherpausen sind keine Arbeitszeit
    * Technik im Trend Auch Raucher sind Menschen

Schlagworte
Nichtraucherschutz | Rauchverbot | Österreich

Wie einer den Glimmstängel an die Lippen führt, ob er die Kippe nervös zwischen den Fingerspitzen dreht oder schützend vor den Oberkörper hält, wie er gierig am Filter saugt oder die Zigarettenglut im Aschenbecher spielerisch zu einem Kegel formt, die Zigarette liefert ein Fülle an Signalen: panische, erotische, behagliche. Ein Repertoire, aus dem sich die Drehbuchautoren der Traumfabrik stets bedienten: James Dean mit lässig zwischen den Lippen eingehängtem Glimmstängel. Clint Eastwood mit abgekautem Stumpen im Mundwinkel. Vorbei. Wenn heute ein Darsteller in einem Hollywoodfilm zur Zigarette greift, ist er meist ein Bösewicht, der im Finale sein Leben aushauchen muss.

Der Genussmensch, der seinen Gedanken im sich kringelnden, kräuselnden Rauch eine Auszeit gönnt, passt nicht mehr in eine Zeit, in der Freiheit und Individualität von steriler Gleichförmigkeit und Verordentlichung eingeengt werden. Der Raucher muss (wieder einmal) seiner Sucht entwunden werden. Andere Vergnügen stehen bereits zur Heilung an. »Pass bloß auf, Zoyd«, lässt Thomas Pynchon eine Figur in seinem 1990 erschienenen Roman Vineland räsonieren. »Wird nicht mehr lange dauern, dann sind sie hinter allem her, nicht nur Drogen, sondern auch Bier, Zigaretten, Zucker, Salz, Fett – was du willst. Alles, was auch nur entfernt geeignet ist, die Sinne zu erfreuen, müssen sie kontrollieren. Und sie werden es kontrollieren.

   1.
      1. Wer bitte braucht so einen Artikel?

      Ist der Autor wieder von Tabakindustrie bezahlt?
      Oder gehört er zu den verblendeten Menschen, die Sucht und Leid aus Gründen puren Profits gerne romantisch verklären mit Begriffen wie Freiheit, Risiko, Abenteuerlust?

      In Österreich herrscht überhaupt kein Nichtraucherschutz. Das ist die Wahrheit und die wird sich auch nach dem Juli nicht grundlegend ändern. Hier geht es gar nicht darum, was sich ein Mensch selber antun will. Es geht um den Schutz der Nichtraucher. Um deren Freiheit und Gesundheit.

      "Die Gesundheitsfaschisten werden scheitern" meint der Autor. Und mischt dabei wieder allerhand Dinge durcheinander (wer bitte will den Menschen Bier verbieten??). Mal sehen, wer am Ende scheitert. Wenn der Kampf gegen diese Art von Sucht lange dauert, dann auch wegen solch lächerlicher Trotz-Artikel.

      Niemand ist nach Bier süchtig. Nach Zigaretten sind es Milliarden von Menschen. Eben das ist das Problem.

      Aber um die Sucht der Menschen geht es beim Nichtraucherschutz eigentlich nicht, wie schon erwähnt.
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      Guter Artikel 1)   Aranita

      Ich war kürzlich in England, einem Land, von dem die Tabakkontrolle freudestrahlend berichtet, das totale Rauchverbot in der Gastronomie funktioniere. Ja, in den allermeisten Gaststätten funktioniert es. Aber zu welchem Preis? Ständig rennen die Leute vor die Türe um zu Rauchen, im Anhang ihre Nichtrauchenden Freunde. Die Menschen kommen durch den blockierten Gehsteig kaum mehr durch, müssen auf die Straße ausweichen, was Unfälle provoziert. Die Lärmbelästigung durch das Reden und Lachen ist für Anwohner unerträglich.

      Und wer wirklich glaubt, mit einem totalen Rauchverbot in der Gastronomie sei es getan, der unterschätzt die WHO, die sich ja die "tabakfreie Welt" auf ihre Fahnen geschrieben hat und dafür auch lügt - wie sie es bei der Vogel- und Schweinegrippe auch getan hat. Bei der Schweinegrippe wird mal schnell die Definition der Pandemie solange verbogen, bis man eine völlig harmlose Grippe als Pandemie bezeichnen kann, bei den Rauchverboten wird die Passivrauchlüge erfunden.

      Aber zurück nach England: Die Systemgastronomie beginnt bereits, das Rauchen in den Außenbereichen zu verbieten. Klar, man will keine Gäste die sich wohlfühlen, sondern schnell neue Kunden. Alkohol ist an vielen öffentlichen Plätzen bereits verboten. Ein Rauchverbot in Autos und Wohnungen wird diskutiert.
      Guter Artikel 2)   Aranita

      Der Artikel beschreibt die Situation sehr gut, auch wenn das militanten Antirauchern selbstverständlich nicht gefällt. Denn mit der Wahrheit haben es diese Gruppen eh nicht, sonst würden sie nicht ständig die Passivrauchlüge verbreiten. Das relative Risiko, durch Passivrauch an Krebs zu erkranken ist geringer als durch Milchtrinken Krebs zu bekommen. Wobei beide Werte weit unter der Grenze liegen, mit der seriöse Epidemologen überhaupt arbeiten.

      Selbst wenn man die von manchen Antirauchern verbreiteten Horrorzahlen, dass Passivrauchen das Risiko an Krebs zu erkranken verdoppeln würde, glaubt, so sind die Werte so gering, dass sie nicht relevant sind. Stellen Sie sich vor, Sie füllen einen Lottoschein aus. Um 6 Richtige Zusatzzahl zu erhalten, haben Sie eine Chance von 1:140 Millionen. Kaufen Sie einen weiteren Schein, haben Sie die Chance verdoppelt. Sie ist aber dennoch verschwindend gering. Genauso verhält es sich mit der Chance, durch den sogenannten Passivrauch an Krebs zu erkranken. Aber das interessiert militante Antiraucher nicht, denn ihnen geht es nicht um Gesundheit, sondern um Verbote, Gängelung und Macht. Und das ist das widerliche an diesen Organisationen.
   2.
          * 15.04.2010 um 10:37 Uhr
          * Otto von Braackenssieck
      2. NICHTRAUCHERSCHUTZ

      Anfangs angekündigt als "Nichtraucherschutz" haben sich diese "Gesetze" mittlerweile entfaltet als absurde und diktatorische Gesetzgebung. Mit anscheinend als Hauptmotiv nur noch: „ Ich finde, dass es stinkt“ Dabei wäre es doch so einfach. Ein Schild “Raucher” oder “Nichtraucher” würde doch reichen. So könnten Erwachsenen selber entscheiden und auch das Personal hätte die Wahl "hier arbeite ich ja oder nicht". So hätte man auch noch Abermilionen an Steuern bei der Gesetzgebung und vor allem bei der Kontrolle des Vollzugs sparen können.
      Wie weit gehen die Bemühungen der Regierungen noch ? Eine neue Idee wäre ein Aufkleber auf jeder Bratwurst "Diese Wurst ist fett und kann daher Tödlich sein"
      Ich rate die verantwortlichen Gesetzgebern, und den hier so stark vertretenen Verbotsfanatikern, zehn Minuten in einer geschlossenen Garage zusammen mit einem laufenden Motor zu verbringen, so lernt man was, im Gegensatz zu ein bisschen harmlosen Tabakrauch, wirklich gefährliche Abgase sind.(Nicht tun natürlich denn es ist wirklich tödlich)
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      Diktatorische Gesetzgebung   karllinz

      BRUAHHAHAHA! Sie nennen es eine "diktatorische Gesetgebung" wenn ein Gesetz seit 2005 nicht exekutiert wird? In den Einkaufszentren in Österrauch (mit Ausnahme des MAXI-Markt) werden nach wie vor Kleinkinder niedergeraucht, mitten in der Mall stehen die Schwarzlüngler und blasen den Vorbeigehenden ihren Giftodem in`s Gesicht, die Behörden schauen weg - Anzeigen seit Anfang 2009, erfolgte Lokalaugenscheine und Erkenntnisse der UVS bleiben ohne Wirkung, Wirte zahlen die - wenn überhaupt - verhängten Strafen aus der Portokasse, Raucher klopfen sich auf den - wenn überhaupt vorhandenen - RV-Schildern in Haltestellenüberdachungen die Zigaretten an und hüllen die Wartenden in tödliche Wolken - die Diktatur geht von den Rauchern und der Tabakmafia aus - es herrscht offene Anarchie - die Tötung von Nichtrauchern geht unvermindert weiter! Diktatorische Gesetzgebung??? Bruahhahaha...
   3.
          * 15.04.2010 um 10:39 Uhr
          * Otto von Braackenssieck
      3. UNSERE WELT AD 2010

      192, wovon 185 Nichtraucher können sich in Kopenhagen im völlig rauchfreien Kongresszentrum nicht einigen über die Weltbedrohenden CO2 Emissionen.
      Und trotzdem gibt es Menschen die sich aufregen über ein bisschen Rauch in Gaststätten die sie auch noch ganz einfach meiden können. Es gibt in Bayern sogar eine sich selber Ökopartei nennende Gruppe die anstatt sich mit Ökologie zu beschäftigen eine ungeheuere Menge Energie verschwendet(warum wohl) bei einem Versuch die Welt, via einem Volksbegehren, fastfoodreif zu machen, eine ganze Kultur zu vernichten und Millionen Mitbürger die Lust auf einen gemütlichen Abend zu entnehmen. . Ich erlebe fälle, wobei Menschen die ihre Kneipe, Stammtisch als zweites Zuhause betrachten, verboten wird, obwohl auch der Inhaber, sein Personal und 90% der Kundschaft raucht, zu rauchen. Ich finde es unbegreiflich das in einer Demokratie eine kleine Mehrheit eine kleine Minderheit so meint Regieren zu können, obwohl es sehr gute Alternative gibt.". Ich habe, geschäftlich, auch "grün" motiviert, viel sehr viel mit der Bahn gereist, wunderschön, gemütlich viele Menschen begegnet, vor allem im Restaurant und Bar, ich könnte darüber einen Roman schreiben. Seit dem Rauchverbot, auch hier würde es gute alternative geben, gibt es diese spezielle "Bahn"Atmosphäre nicht mehr. Mir sind eine Anzahl von Menschen bekannt die jetzt lieber fliegen oder selber fahren(oder sich fahren lassen)
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   4.
          * 15.04.2010 um 10:41 Uhr
          * HrLehmann
      4. Volkbegehren Nichtrauchen in Lokalen

      Ich hätte nicht gedacht in der "Zeit" einen derartigen Artikel lesen zu müssen.

      Der Nichtraucherschutz in Österreich ist doch bis dato überhaupt nicht vorhanden, da so gut wie keine Wirte bisher umgebaut haben

      #####################################################
      Liebe Österreicher - nutzt eure Chance und
      nehmt am Volksbegehren "Nichtrauchen in Lokalen" teil

      Unterstützungserklärungen und weitere Infos unter:
      http://www.nichtrauchenin...

      #####################################################

      P.S -- Nach dem Satz "Stattdessen haben sich Experten, Politiker und Bedenkenträger zusammengefunden, um mit Kontrollwut gegen ein Laster vorzugehen, das in seiner Geschichte immer wieder zum Ziel von Verfolgung wurde"
      erübrigt sich das Weiterlesen dieses armseligen Artikels.
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   5.
          * 15.04.2010 um 11:10 Uhr
          * karllinz
      5. Diktatorische Gesetzgebung

      BRUAHHAHAHA! Sie nennen es eine "diktatorische Gesetgebung" wenn ein Gesetz seit 2005 nicht exekutiert wird? In den Einkaufszentren in Österrauch (mit Ausnahme des MAXI-Markt) werden nach wie vor Kleinkinder niedergeraucht, mitten in der Mall stehen die Schwarzlüngler und blasen den Vorbeigehenden ihren Giftodem in`s Gesicht, die Behörden schauen weg - Anzeigen seit Anfang 2009, erfolgte Lokalaugenscheine und Erkenntnisse der UVS bleiben ohne Wirkung, Wirte zahlen die - wenn überhaupt - verhängten Strafen aus der Portokasse, Raucher klopfen sich auf den - wenn überhaupt vorhandenen - RV-Schildern in Haltestellenüberdachungen die Zigaretten an und hüllen die Wartenden in tödliche Wolken - die Diktatur geht von den Rauchern und der Tabakmafia aus - es herrscht offene Anarchie - die Tötung von Nichtrauchern geht unvermindert weiter! Diktatorische Gesetzgebung??? Bruahhahaha...
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      Antwort auf "NICHTRAUCHERSCHUTZ"
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      DOCH KARL   Otto von Braackenssieck

      Äusserst diktatorische Gesetzgebung sogar.
      Ein Einsiedler?   Yuudai

      @Karllinz
      Schwarzlüngle?
      werden nach wie vor Kleinkinder niedergeraucht?
      Haltestellenüberdachungen die Zigaretten an und hüllen die Wartenden in tödliche Wolken?
      u.s.w

      Noch mehr übertreiben hast du nicht geschaft?
      Und du lebst im Wald fährst kein Auto ziehst nur selbst gewobenes Hanfgewand an. Und benutzt kein technisches Gerät.
      Oder was glaubst du was du an personen vielleicht schon gefährtet hast mit Sachen die aus 3Ländern stammen wie viele Tonnen Ozongas hast du rausgepustet mit deinem Auto, ohne mal die vielen anderen Tödlichen Gase? Und vergiss vorallem nicht das gefährliche essen!
   6.
          * 15.04.2010 um 11:29 Uhr
          * Otto von Braackenssieck
      6. DOCH KARL

      Äusserst diktatorische Gesetzgebung sogar.
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      Antwort auf "Diktatorische Gesetzgebung"
   7.
          * 15.04.2010 um 11:39 Uhr
          * Yuudai
      7. Abrutschen ins Mittelalter?

      Einiges ist im Alttäglichen Leben gefährlich und mit manchen Gefährden wir auch die Umgebung. Und das nicht in geringen Ausmaße.
      Aber was kommt noch als Verbot oder kann man durch einschränkungen nicht Leisten?

      Alkohol?
      Verschieden Sportaktivitäten weil die Krankenkasse bald das auch nicht mehr das voll übernimmt?(Siehe Deutschland)
      Rauchen?
      und was noch alles?

      Tja dann wird es halt so Ausschaun das nur mehr der was was ist und dadurch Geld hat dieses machen darf!

      Sozusagen die neuen Adligen!

      Eu ist und bleibt mal eine Struktur das um Witschaftliche Macht und vermehrung der Reichtümer weniger da ist.
      Da spielen wir *Normal Sterblichen* eine untergeordnete *Sklaven*rolle. Und die erworbene Freiheit und Selbstverantwortung wird immer kleiner!
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   8.
          * 15.04.2010 um 11:41 Uhr
          * karllinz
      8. Dümmliche Vergleiche

      Sehr geehrter Herr Stefan Schlögl!
      Derart dümmliche Vergleiche wie Tabakrauch mit Fett, Alkohol, Autoabgasen, Schweinsbraten, Süßigkeiten etc. sind mir nur aus den Postings der KRONENZEITUNG geläufig. Ich bin - auch wie ein anderer Leser hier - erstaunt, dass hier ein Redakteur zu Wort kommt, aus dessen Artikel die psychpathogene Wirkung des Nikotin zutage tritt. Tabakrauch beinhaltet Substanzen der Klasse "Chemischer Kampfstoff" - haben Sie gewusst, dass auch das radioaktive Element Polonium 210 enthalten ist - ein Krebsauslöser ersten Ranges! Aber nicht nach 100 oder 1.000 Packerl - sondern von einem Lungenzug zum anderen! Der Artikel ist geeignet einen aufhörwilligen RaucherIn von seinem Vorhaben abzuhalten, sein selbstzerstörerisches Tun zu bagatellisieren und vor allen Dingen den KRIEG weiterzuführen! KRIEG gegen seine Mitmenschen (es werden jählich in Österrauch ca. 1.000 Nichtraucher getötet) und ca. 11.000 Raucher geben verfrüht das Feuerzeug ab. Kürzlich hat sich in OÖ wieder ein Schwarzlüngler selbst abgefackelt!
      Die höchsten Feinstaubwerte werden nicht auf der Straße, sondern in Raucherlokalen gemessen - und ich habe noch nie auf der Leber eines anderen meinen GV getrunken! MfG karllinz
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      Information ist alles   Yuudai

      Herr Karllinz

      Haben sie schon mitbekommen das sie sich nicht mal informiert haben?

      1000 Tode?
      Diese Zahl ist mehr als Unrealistisch wenn man die Deutschekrebsforschungsstudie als Vergleichsstatistik ranzieht. Wie meist übertrieben.
      Auserdem geht es bei Rauchverbot in Lokalen nicht um Rauchertode sondern rein um Passivtode. Wobei es kaum einen stört zu 95% gehts rein um Geruchsbelästigung.
      Und was den selbstabfackeln betrift. Wie viele technofreaks züngeln sich und die umgebung ab ohneZigaretten?

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Deutschland / Ausland über Österreich
« am: April 16, 2010, 02:10:15 Vormittag »

http://www.zeit.de/2010/16/A-Rauchverbot

Rauchverbot in Österreich
Der Nikotinkrieg

Zum 1. Juli müssen Gastwirte Raucher in die Schranken weisen. Die Gesundheitsapostel haben gesiegt. Ein Abgesang

Klack. Schon wieder. Eine Hand schiebt sich schützend vor die Flamme des Feuerzeugs. Tabak knistert. Schon kräuselt sich der blaue Dunst. Ein tiefer Lungenzug aus der Lucky Strike. Ohne Rauch geht’s nie, schon gar nicht in der amerikanischen Fernsehserie Mad Men . Die spielt in einer Werbeagentur im New York des Jahres 1960 und gibt Auskunft über eine Zeit, in der alles anders war. Ganz anders.
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Die männlichen Protagonisten schwelgen unwidersprochen im Alltags-Chauvinismus, die Frauen gefallen sich als adretter Aufputz mit Spitztüten-BH. Allen gemeinsam ist jedoch der permanente Griff zum Glimmstängel. Gleichgültig ob im Büro, im Aufzug, im Kinderzimmer oder im Bett, ob hochschwanger oder kurz nachdem ein Herzinfarkt den Süchtigen beinahe dahingerafft hätte. Unverschämt feiert Mad Men, mit drei Golden Globes ausgezeichnet, die Droge. Dass die Schauspieler keine Luckies, sondern Kräuterzigaretten verglimmen – in Kalifornien ist Nikotin am Arbeitsplatz und damit auch am Film-Set streng verboten – zeigt, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten doch einiges verändert hat. Nach teils hysterisch geführten Kreuzzügen wurde in den USA Tabakgenuss konsequent aus dem öffentlichen Leben verbannt und geächtet. Nun ist auch in Österreich bald Schluss mit dem hemmungslosen Qualmen in der Öffentlichkeit.

Das Land spaltet ein Konflikt zwischen Rauchern und Nichtrauchern

Im Visier des Gesetzgebers befinden sich jetzt die rund 70.000 Gastronomiebetriebe des Landes, bislang noch ein Hort des blauen Dunsts. Bis zum 1.Juli müssen sich die Besitzer kleiner Lokale entscheiden, ob sie die Aschenbecher wegräumen. In größeren Gaststätten darf Rauch nur noch in abgetrennten Räumen aufsteigen. Die seit 1. Jänner 2009 laufende Übergangsfrist konnten die Wirte dazu verwenden, ihre Gaststätten umzubauen. Raucher und Nichtraucher nutzten hingegen die Zeit, um sich am Wirtshaustisch, in Internetforen, auf Leserbrief- und Kommentarseiten gehässige Auseinandersetzungen zu liefern.

Selbst ernannte Antiraucher-Sheriffs decken Wirte mit Anzeigen ein. Nichtraucher beklagen das angeblich zu milde Gesetz und fordern ein totales Verbot. Asoziale Hedonisten würden, so der gängige Vorwurf, das Gesundheitssystem belasten. Die Qualmer – immerhin ein Drittel der Bevölkerung – kontern wenig zimperlich und wähnen missionarische Eiferer am Werk, die ihnen, getrieben von Genussneid, ihr Vergnügen missgönnten. Sollen sie doch daheim bleiben, die verbiesterten Gesundheitsapostel! Seit Monaten durchzieht, quer durch alle Bildungs- und Einkommensschichten, ein Riss das Land. Raucher gegen Nichtraucher – ein unversöhnlicher Konflikt.

Rauchen ist vor allem tödlich. Es verkürzt, besagen alle Studien, die durchschnittliche Lebenserwartung um mehrere Jahre. Das Risiko, mit Lungen-, Herz- oder Kreislauferkrankungen dahinzuvegetieren, steigt. Die Haut altert rascher, die körpereigenen Abwehrkräfte schwinden, Männern droht außerdem eher Impotenz. Gewiss: Rauchen ist schädlich. Alkohol übrigens auch. Zu viel Fett nicht minder. Dennoch wird das Land nicht von einer Kampagne gegen Wein und Bier überzogen. Auch »Dieses Schweinsbratl kann tödlich sein«-Warnschilder sind bis dato nicht bekannt.

Stattdessen haben sich Experten, Politiker und Bedenkenträger zusammengefunden, um mit Kontrollwut gegen ein Laster vorzugehen, das in seiner Geschichte immer wieder zum Ziel von Verfolgung wurde. So stellte Sultan Murad IV. im Jahr 1633 Tabakkonsum im Osmanischen Reich unter Todesstrafe. Eine Feuersbrunst nahm der Tyrann zum Anlass, 25.000 Raucher zu massakrieren. Etwa zur gleichen Zeit ließ in Russland Zar Michael Qualmern Lippen und Nasen aufreißen. Auch die Kirche bannte – der Vergnügungssucht naturgemäß abhold – das die Sinne benebelnde Nikotin. Im 17. Jahrhundert erließen die Päpste Urban VIII. und Innozenz X. Bullen, die bei Strafe der Exkommunikation untersagten, in Kirchen dem Laster zu frönen. Jesuitenpater wetterten gegen die »trockene Trunkenheit«, für die sie Kau- und Schnupftabak verantwortlich machten. Doch auch der sakrale Bann konnte nicht verhindern, dass kaum hundert Jahre später Pfeife und Zigarre zum Savoir-vivre der Oberschicht gehörten.

Während der Napoleonischen Kriege machten schließlich spanische Hilfstruppen die Sitte, den Tabak in kleine Papierstücke einzurollen, in Frankreich bekannt. Doch die kleine Zigarre, die Zigarette, sollte erst während der Industriellen Revolution ihren Siegeszug antreten. Und das nicht nur, weil sich die Glimmstängel ideal zur Massenfertigung eigneten. Jederzeit verfügbar und rasch zu konsumieren, wurden sie zum Begleiter durch eine Epoche, in der Innovationslust und politische Umbrüche auf der Tagesordnung standen.

Die Zigarette vereinte alle, die ihr huldigten, zu einer ubiquitären Gemeinschaft. Sie half, Kriege zu gewinnen. »Tabak ist wichtiger als tägliches Brot«, forderte etwa General John Pershing, Befehlshaber der amerikanischen Truppen im Ersten Weltkrieg: »Wir brauchen sofort tausend Tonnen davon.« Sie wurde sogar zu einem Symbol für die Emanzipation der Frauen: Die qualmende Femme fatale war die Ikone der Moderne.


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"Ich rauche wegen der besseren Stimmung "
von P. Burghardt, J. Bauer  |  15. April 2010, 14:17

    * Artikelbild: Anna (17) genießt im Wiener Burggarten eine ihrer zehn Zigaretten pro Tag. Für Experten gilt sie damit als "süchtig" und zählt zu Österreichs 146.000 jugendlichen Rauchern. - Foto: Standard/Paulina Burghardt

      Anna (17) genießt im Wiener Burggarten eine ihrer zehn Zigaretten pro Tag. Für Experten gilt sie damit als "süchtig" und zählt zu Österreichs 146.000 jugendlichen Rauchern.
    *

Von Neugierde und Gruppendruck geprägt, markiert der Glimmstängel für viele Jugendliche den Weg zum Erwachsenwerden.

Wien - Julia (14) und Alina (15) bezeichnen sich als Raucherinnen. Dabei rauchen sie mit ein bis zwei Zigaretten im Monat deutlich weniger als der Durchschnitt.

"Als 'süchtig' werden in erster Linie Menschen bezeichnet, die täglich zehn bis 20 Zigaretten rauchen", sagt Soziologe Wolfgang Dür von der Organisation Health Behaviour School-aged Children. In Österreich rauchen rund 146.000 elf bis 17-Jährige regelmäßig, unter den Mädchen sind es 25 Prozent, unter den Burschen 20, die konsequent zum Glimmstängel greifen.
Rauchen als Zeitvertreib

Lisa (16) raucht vor allem, wenn sie unter Stress steht. Für ihre Freundin Marie (16) ist Rauchen hingegen Zeitvertreib: "Ich rauche wegen der besseren Stimmung."

Nikotin ist eine psychoaktive Substanz, die bereits sieben Sekunden nach der Inhalation ins Gehirn gelangt. Hier beeinflusst es die Aktivität der Nervenzellen und regt die Freisetzung der Nervenbotenstoffe Dopamin und Noradrenalin an. Während Dopamin für den "Rauchgenuss" verantwortlich ist und ein Gefühl des Wohlbehagens auslöst, wirkt Noradrenalin stimmungsaufhellend und angstlösend, erhöht die Aufmerksamkeit und vermindert Hungergefühle. "Es ist sozusagen die ideale Droge", erklärt Dür. Viele würden aus Gründen wie Stress, Lebensunzufriedenheit, Problemen mit dem Erwachsenwerden und Gruppenzwang zu rauchen beginnen.

Die Menge der gerauchten Zigaretten hängt auch mit dem Ort zusammen: Laut einer Studie der Bielefelder Universität konsumieren die meisten Jugendlichen während der Schulzeit oder in der Nähe des Schulgeländes die meisten Zigaretten. Der Grund dafür: Mit der Schule bringt man Stress und unangenehme Erfahrungen in Verbindung. Dür bringt es mit dem Satz "In der Schule lernt man rauchen" auf den Punkt. Gegenüber dem SchülerStandard gaben 15 Jugendliche an, eher beim Ausgehen und im Zusammenhang mit Alkohol zu rauchen. Elsa (17) raucht im Durchschnitt zwei Zigarettenpackungen pro Abend.

Der Zugang zu Zigaretten wird Jugendlichen in Österreich leichtgemacht: In Trafiken wird kaum nach Ausweisen gefragt, und auch die "kindersicheren" Automaten sind leicht auszutricksen, indem man Ältere um Bankomatkarten bittet. Auch dass das Rauchen in fast allen Lokalen und Discos erlaubt ist, trägt dazu bei, dass Österreich den letzten Platz mit nur 35 von 100 möglichen Punkten bei einer Bewertung der EU-Länder in puncto Nichtraucher-Politik belegt. Alle Befragten gaben an, die erste Zigarette mit etwa elf Jahren und durch Freunde probiert zu haben.

"Die meisten Jugendlichen probieren ihre erste Zigarette aus Neugierde, weil es etwas Verbotenes und der erste Schritt zum Erwachsenwerden ist", weiß Manfred Zentner vom Institut für Jugendkulturforschung.

Während ein generelles Rauchverbot in Lokalen vorerst vom Tisch ist, bemühen sich Vereine wie die Fachstelle für Suchtprävention in Graz mit Kampagnen wie "Rauchfrei dabei" weiter, den Tabakkonsum Jugendlicher einzudämmen. Denn die Zahl der jungen Raucher in Europa ist trotz sinkender Tendenz zu hoch. Umfragen zeigen, dass viele Jugendliche gerne aufhören würden, dabei aber wenig erfolgreich sind. (Paulina Burghardt, Jana Bauer/STANDARD Printausgabe, 14.04.2010)