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Nachrichten - admin

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1 - Wien / Das Rauchen als antifaschistischer Akt
« am: April 24, 2010, 23:00:49 Nachmittag »

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/560445/index.do

Das Rauchen als antifaschistischer Akt

RUDOLF BRETSCHNEIDER (Die Presse)

Rauchen ist gesundheitsschädlich. Aber vieles andere auch.
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Aus dem Archiv:

    * Es ist Zeit zu handeln! (29.12.2009)
    * Was passiert, wenn die Mama Krebs hat (26.07.2009)
    * Die Stunde der Eiferer (01.05.2009)

Der Soziologe Peter L. Berger hat mir bei einem seiner Wienaufenthalte eine interessante Geschichte erzählt. Vor Jahren sei – ausgerechnet auf einer Konferenz in Kuba – das Thema „Raucherbekämpfung“ diskutiert worden. Das bislang gebrauchte Argument, Raucher kosteten den Staat wegen ihrer Gesundheitsschäden mehr Geld (als Nichtraucher) war schleißig geworden; schließlich sterben Raucher, statistisch gesehen, früher und „kosten“ infolge kürzeren Pensionsgenusses unter Umständen sogar weniger. Da verfiel man auf eine andere Schädlingsargumentation: Sie schadeten mit ihrem Rauch „unschuldigen Opfern“. Damit wäre ihr unmoralisches Verhalten erwiesen. Das Thema „Schäden durch Passivrauchen“ trat seinen medialen Schwadenumzug um Teile der Welt an.

Der Begriff des „Passivrauchens“ musste nicht erst erfunden werden. Er war schon von den Nationalsozialisten benutzt worden. Unter dem militanten Nichtraucher Hitler gab es ja bekanntlich eine massive Antiraucherkampagne (Plakate erklärten, dass „Juden, Afrikaner, Inder, lockere Frauen und dekadente Intellektuelle“ diese schlechte Gewohnheit hätten). Hitler selbst rauchte als junger Mann und „Künstler“ zwei Packungen pro Tag, musste aber wegen Geldmangels aufgeben. Danach versuchte er die Menschen vom Rauchen abzubringen (bei Hermann Göring und Eva Braun scheiterte er).

Dürftige Methodik

Dies sind kleine Details aus einem sehr sachlich geschriebenen Buch von Christopher Snowdon „Velvet Glove, Iron Fist. A History of Anti-Smoking“, UK 2009. Es zeigt alle Spielarten der Raucherbekämpfung: Sie variieren in Motiven (religiös, moralisch, medizinisch) und Methoden (Galeere, heißes Blei in den Rachen, moralische Verurteilung). Weder „Verfolger“ noch die Tabaklobby kommen gut dabei weg. Es ist eine bewegte Geschichte – voll von Einzelaposteln und ihren Kreuzzügen, besorgten Aufklärern, Konvertierten und Gesundheitsbehörden – staatlichen und selbst ernannten. Den Schluss bildet eine penible Auflistung der bis dato vorliegenden Einzelstudien zum Thema „Schäden durch Passivrauchen“. Deren Methodik ist dürftig. Und so verwundert es nicht, dass die Ergebnisse größtenteils statistisch insignifikant sind. Von 64 Studien fanden neun einen leicht signifikanten Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Erkrankungen „naher Nichtraucher“; drei fanden einen negativen Zusammenhang („Passivraucher erkrankten weniger“) und 52 zeigten keinen Zusammenhang zwischen Passivrauchen und beobachteten Erkrankungen.

Das ist die Basis, auf der ein guter Teil der Antirauchergesetzgebung ruht. Ja – und auf sogenannten Metastudien (aber wenn man die erwähnten Befunde gemeinsam betrachtet, lässt sich erst recht nichts ablesen, was die Stigmatisierung der Raucher als Täter, denen unschuldige Opfer ihre Krankheit verdanken, rechtfertigen würde).

Rauchen ist gesundheitsschädlich – das ist sicher. Aber auch Bekehrungsbewegungen haben ihre (gesellschaftlichen) Folgekosten. Man muss nur auf den Tag warten, da übermäßiger Fett-, Zucker-, oder Salzkonsum als volksgesundheitsschädlich entdeckt wird; oder übermäßige Automobilität oder „Energiefressen“. Nicht auszudenken, wo und wie überall gesündigt werden kann!

Schade, dass das Recht zu rauchen in geeigneten Lokalitäten (mit getrennten Zonen) nicht zum „antifaschistischen Grundkonsens“ zu gehören scheint. Schließlich kann man gerade in unserem Teil der Welt „rauchen“ unter anderem als antifaschistischen Akt betrachten. Hitler soll ja Schuschnigg beim Gespräch am Obersalzberg das Rauchen untersagt haben...

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.04.2010)


Selten so einen schwachen Kommentar gelesen
Raucher kennen offenbar nichts anderes als billige Polemik, wenn es darum geht ihre Sucht zu verteidigen und dabei zu behaupten, andere kämen nicht zu Schaden.

Eine prägnante Zusammenfassung des Problems Passivrauchen (wissenschaftliche Studien werden auch zitiert) gibt es hier:
http://www.netdoktor.at/health_center/rauchstopp/passivrauchen.htm.
Dar+ber kann man auch nicht hinwegsehen, wenn man ein Büchlein zitiert, das Nichtraucher offenbar als "Faschisten" darstellt.

Darüberhinaus ist Zigarettenrauch einfach grauslich, und ihn einatmen zu müssen für Nichtraucher das Gegenteil von Genuss.

Übrigens, Herr Brettschneider: auch Stalin und Mao waren Raucher, vielleicht macht Ihnen das Ihre Sucht ein wenig unsympathischer. Kampfraucherargumente sind auch eher stark rechter als antifaschistischer Grundkonsens, zumindest sind die rechtesten Parteien, die wir haben (FPÖ, BZÖ) Ihre größten Unterstützer.

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Faschistoider Fanatismus der Raucher(lobbyisten)
Um mal mit dem Worten des Kommentarautoren zu bleiben (siehe Überschrift) ist rauchen sehr wohl ein unterdrückendes (Nichtraucher werden ausgregrenzt, in Hinterzimmer gesperrt, ihre Freiheit nicht rauchen zu wollen wird abgeschmetter mit der Argumentation das die Schädlichkeit nicht "1000% bewiesen wäre"), militantes, faschistoides Handeln, zumal es die Menschen trennt, seperariert und klassifiziert "Nichtraucherräume, Raucherräume / Kennzeichnung von Lokalen".

Die Möchtegern-Argumentation der Gesundheitsschädlichkeit ist wirklich absurd. Fern der klaren Bewiesenheit der Schädlichkeit würde der Autor auch nicht auf die Idee kommen die in Folge einer erhaltenen Backpfeife eines Lokalgastes auf seinem Gesicht gerade aufgetrene Rötung erst einmal "wissenschaftlich 100% nachzuweisen" bevor er die Möglichkeit und das Recht erhält sich selbst auszusuchen ob er geschlagen werden möchte oder nicht. Selbstverständlich ist Passichrauchen schädlich, dabei ist es unerheblich ob 100, oder 10.000 Menschen sterben, genauso wie kein Alkoholiker nach einem von ihm verursachten Autounfall mitteillen kann: "Tja, sorry, Bunjeejumping ist auch gefährlich".

Es geht beim rauchen lediglich um Freiheit um Selbstbestimmung - nicht mehr, nicht weniger, beides wurde und wird in Frankreich, New York, Italien oder Irland garantiert. Hierzulande versuchen Berufsopportunisten unter Hitler-Vergleichen das nichtrauchen als "aktiven Akt" niederzumachen.

Lächerlich und bezeichnend.

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Medizinische Organisationen melden / Löchriges Rauchverbot wie Emmentaler
« am: April 24, 2010, 22:56:28 Nachmittag »
http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=96675&dspaid=745188

Mit löchrigem Rauchverbot ist niemand glücklich

WIEN – Es hagelt Anzeigen und Proteste. Mit dem Kompromiss um den Raucherschutz in Österreichs Gastronomie ist fast niemand zufrieden. Wirte in Einkaufszentren beklagen Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent. Die Ärzteschaft kritisiert vor allem den fehlenden Arbeitnehmerschutz.

Die Zahl der Anzeigen nach den am 1.1.2009 in Kraft getretenen Rauchverbotsregelungen in der österreichischen Gastronomie dürften österreichweit in den ersten beiden Jännerwochen bereits die 200er-Marke überschritten haben. Alleine in Wien waren es schon in der ersten Woche deren 73, im Bezirk Innsbruck Land ein Dutzend, in Graz vier und in Linz bis zum 12. Jänner zehn Anzeigen. Überwiegend sind die Anzeigen vorerst von Privaten erfolgt und betreffen hauptsächlich falsche oder nicht vorhandene Kennzeichnungen sowie fehlende abgetrennte Raucherbereiche. Die Strafdrohungen liegen für Wirte bei 2000 und für Gäste bei 100 Euro, im Wiederholungsfall können es auch 10.000 bzw. 1000 Euro werden. Einen österreichweiten Gesamtüberblick über Anzeigen gibt es nicht, weil die Zuständigkeit bei den Bezirksverwaltungsbehörden liegt.

Bekanntlich ist am 1.1. ein neues Tabakgesetz in Kraft getreten, das ein grundsätzliches Rauchverbot für Gastronomiebetriebe aller Art festlegt. Nach langen Debatten wurden vom Nationalrat allerdings sehr viele Ausnahmeregelungen geschaffen. Einraumlokale unter 50 m² können sich als Raucher- oder Nichtraucherlokal deklarieren, größere Lokale können einen durch Türen abgetrennten Raucherbereich schaffen, wobei mindestens 50 Prozent des Lokals rauchfrei sein müssen. Dazu kommt noch eine Übergangsfrist bis Mitte 2010, während der weiter geraucht werden darf, sofern rechtzeitig ein Umbauplan eingereicht worden ist.

Vergeblicher Ärzteprotest
Die Ärzteschaft hat gegen dieses kompromissbehaftete Gesetz wiederholt protestiert. Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer Dr. Walter Dorner hat die Regelung im Dezember als „undurchsichtig und mit zu vielen gesetzlichen Schlupflöchern“ kritisiert und von einem „zahnlosen Tiger“ gesprochen.

Noch deutlicher wird Dr. Christian Prior, Fachgruppenobmann für das Fach Lungenkrankheit in Tirol: „Ich bin mehr als unglücklich, und man muss sich fast schon schämen, in diesem Land zu leben.“

Dr. Prior geht es vor allem um den Arbeitnehmerschutz für die im Gastgewerbe beschäftigten Personen: „Ein Industriebetrieb mit den Schadstoffkonzentrationen, wie wir sie in der Gastronomie oft haben, würde am nächsten Tag geschlossen werden.“

Der Lungenfacharzt glaubt auch, dass die überwiegende Mehrheit der Raucherinnen und Raucher mit restriktiveren Regelungen einverstanden wären, und nimmt als Beispiel die ÖBB: „Als die Bahn ihre Züge von einem Tag auf den anderen rauchfrei gemacht hat, gab es auch keinen Aufstand.“ Schließlich sitze man in einem Zug von Bregenz nach Wien acht Stunden und habe nicht einmal die Möglichkeit, vor die Tür hinaus zu gehen, um eine Zigarette zu rauchen.

Gastronomen fürchten Bankrott
Eine strengere Regelung hätte nach den italienischen Erfahrungen allerdings nur geringe Auswirkungen auf die Zahl der Raucher, vermutet Dr. Prior. Längerfristig sei allerdings schon davon auszugehen, dass ein erschwerter Zugang zum Suchtmittel die Zahl der Raucher senken würde, weil dieser Zugang als ein Suchtfaktor zu sehen ist.

Höchst unterschiedlich reagiert die Tourismusbranche. Während manche Gastronomen freudig auf rauchfrei umgestellt haben und über keinerlei negative Auswirkungen berichten, beklagen andere Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent und den drohenden Bankrott.

Die kritischsten Stimmen kommen aus den Gastronomiebetrieben in Einkaufszentren. In der „Cyta“ bei Innsbruck haben die Wirte aus Protest sogar wieder die Aschenbecher auf die Tische gestellt. Im Wissen um drohende Strafen hoffen sie darauf, dass die Maßnahme gemeinsam mit einem Brief an Landeshauptmann Günther Platter eine Lockerung des Gesetzes bewirkt.

Auf politischer Ebene sind auch nach dem Inkrafttreten des novellierten Tabakgesetzes die Stellungnahmen nicht abgerissen. Während der oberösterreichische SPÖ-Chef Erich Haider eine „Wahlfreiheit der Wirte“ verlangt, spricht sein steirischer Parteifreund Gesundheitslandesrat Helmut Hirt von einem „beschämenden Gesetz“, einem Politikversagen und einem „Eiertanz der Sonderklasse“.

In einem Interview für den Standard verweist Landesrat Hirt auf die Erfahrungen in anderen EU-Ländern mit strikten Rauchverboten und ortet in Frankreich und Italien bereits gesundheitlich positive Auswirkungen: „Die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist in diesen Ländern signifikant gesunken.“

Tatsächlich haben Länder, die als klassische Raucherhochburgen gelten, längst strenge Gesetze ohne Hintertüren beschlossen. Weder im französischen Bistro noch im britischen Pub oder in der italienischen Bar darf noch geraucht werden. Überall war im Vorfeld vom Untergang einer Kultur die Rede gewesen, inzwischen scheint durchwegs Beruhigung eingetreten zu sein.

Minister Stöger will abwarten
Tatsächlich ergibt ein europäischer Vergleich, dass Österreich beim Nichtraucherschutz womöglich bald schon Schlusslicht ist. Eine skurrile Debatte dazu gibt es allerdings in Bayern. Nachdem in Deutschland seit Anfang 2008 ein generelles Rauchverbot in Gaststätten gilt, ist die bayerische CSU auf die Idee gekommen, ihre dramatische Wahlniederlage vom 28. September 2008 könnte auf das Rauchverbot zurückzuführen sein.

Quasi als erste Amtshandlung hat der neue Ministerpräsident Horst Seehofer angekündigt, er wolle eine Lockerung des Gesetzes durchsetzen. Spötter sprechen bereits davon, die CSU wolle die „Qualmhoheit über die Stammtische wiederherstellen“.

In Österreich hat sich Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller inzwischen für eine „italienische Regelung“ ausgesprochen und sieht beim Tabakgesetz einen „Adaptierungsbedarf “. Diese klare Orientierung auf den Nichtraucherschutz ist insofern mutig, als LH Burgstaller sich in wenigen Monaten der Wiederwahl stellt.

Zurückhaltend hat sich zur Causa Österreichs neuer Gesundheitsminister Alois Stöger geäußert: Er denkt nicht daran, ein erst im vergangenen November beschlossenes Gesetz zu novellieren, sondern will sich „zunächst die Auswirkungen des Gesetzes anschauen“. Wichtig sei ihm, dass der Trend stimme und es jetzt weniger Räume gebe, in denen geraucht wird als vor der Gesetzesänderung, betont Minister Stöger. HS
© MMA, Medical Tribune • 41. Jahrgang • Nr. 4/2009

4458
Medizinische Organisationen melden / Weniger Herzinfarkte durch Rauchverbot
« am: April 24, 2010, 22:54:00 Nachmittag »

http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=97287&dspaid=829059

Wissenschaft für die Praxis: Weniger Herzinfarkte durch Rauchverbot

Frühe Studien zu den Auswirkungen des Rauchverbots an öffentlichen Plätzen und am Arbeitsplatz unterschieden sich in ihren Ergebnissen hinsichtlich der Häufigkeit von Herzinfarkten. Eine aktuelle Analyse hat nun die Herzinfarktrate im ersten Jahr nach Einführung des Rauchverbotes untersucht.

Amerikanische Forscher analysierten die Daten von 13 früheren Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen des gesetzlich verordneten Nichtrauchens in Gemeinden in den USA, Kanada, Schottland, Irland und Italien. Sie verglichen die Übereinstimmung der in den Studien gefundenen Zahlen mit Risikoschätzungen bei Individuen, die Passivrauch ausgesetzt sind. Es konnte dabei eine Senkung der Herzinfarktrate um 17 % nachgewiesen werden. Dabei ist mit zunehmender Zeit mit einer weiteren Reduktion der Erkrankungsrate zu rechnen. Nach drei Jahren beträgt die Senkung der Erkrankungshäufigkeit demnach 36 %.

Für die Praxis:
Ein striktes Rauchverbot kann mit einem wesentlichen gesundheitlichen Nutzen im Sinne reduzierter Herzinfarkte einhergehen, welcher mit der Zeit weiter zunimmt.

JM. Lightwood et al., Circulation 2009; doi: 10.1161/CirculationAHA.109.870691

4459
Medizinische Organisationen melden / Medizinische Medienvertreter berichten ....
« am: April 24, 2010, 22:52:35 Nachmittag »

http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=98078&dspaid=774992

Verstöße gegen Tabakgesetz

Rauchverbot muss umgesetzt werden

WIEN – Die Wiener Selbsthilfegruppe „Krebspatienten für Krebspatienten“ und die „Ärzteinitiative gegen Raucherschäden“ hat letzte Woche insgesamt 372 Lokale aus der Wiener Innenstadt wegen der Nichtbeachtung des geltenden Nichtraucherschutz-Gesetzes angezeigt. Damit soll auf die zu lasche österreichische Gesetzgebung aufmerksam gemacht werden.

Auch die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) bekräftigte bei einer Pressekonferenz vergangene Woche ihre Forderung nach einem generellen Rauchverbot für die Gastronomie.

ÖÄK-Präsident MR Dr. Walter Dorner: „Ein generelles Rauchverbot ist aktueller denn je.“ Die für Wien präsentierten Verstöße gegen das Tabakgesetz belegen aus seiner Sicht „das Versagen des Laissez-faire-Ansatzes“. Man könne nicht an das Verantwortungsgefühl der Gastronomie appellieren, aber gleichzeitig so viele Schlupflöcher bieten, dass sich niemand angesprochen fühlt, so der Kammerpräsident.

Mehr effektive Kontrollen
Nach den nun präsentierten Zahlen gibt es weitaus mehr uneinsichtige Lokalbetreiber als ursprünglich gedacht. Daher sind aus Sicht der ÖÄK umgehend einheitliche effektive Kontrollen nötig. Ebenso sollte eine baldige Verbesserung des Gesetzes erfolgen. Dabei ist für einen angemessenen Gesundheits- und Arbeitnehmerschutz eine Verbesserung der Lage des Bedienungspersonals ebenso anzustreben, wie höhere Auflagen für Extrazimmer für Raucher (baulich abgetrennter Bereich mit eigenem Belüftungs- und Unterdrucksystem, Zutrittsverbot für Minderjährige, automatische Türschließer).

„Das Gesetz verdient die Note ‚Mangelhaft‘. Dass Bürgerinnen und Bürger sich mit der Überwachung abplagen müssen, ist unverständlich. Selbst Albanien ist weiter“, wundert sich der Ärztekammer-Präsident über den zögerlichen Umgang mit der Materie.

Zertifikat für Nichtraucherschutz
Ausdrückliches Lob kommt von Präs. Dorner für jene Gastronomen, die zuletzt freiwillig ein generelles Rauchverbot in ihren Betrieben eingeführt hatten.

Die ÖÄK hat bereits 350 Lokale für dieses Engagement mit einem Zertifikat für vorbildlichen Nichtraucherschutz ausgezeichnet. „Niemand aus diesem Kreis hat Angst vor Umsatzeinbußen, sondern hat konsequent im Sinn der Gesundheitsvorsorge gehandelt. Es wird Zeit, dass auch die Politik erkennt, dass generelle Rauchverbote keine Umsatzeinbrüche für die Gastronomie bringen.

Wissenschaftliche Studien aus ganz Europa haben dies längst belegt“, so Präs. Dorner. Rauchfreie Lokale sind unter den EU-Bürgern hoch geschätzt. Einer aktuellen Umfrage der EU-Kommission zufolge sprechen sich rund 80 Prozent der EUBewohner für rauchfreie Restaurants aus. Weit über die Hälfte der EU-Bürger können sich mit rauchfreien Bars anfreunden.

Das Problem
In Österreich rauchen derzeit rund 2,3 Millionen Menschen – dabei gelten rund 1,3 Millionen Raucher als „dissonant“, also als unzufriedene Raucher, die mit der Sucht gern aufhören würden. Besorgniserregend ist die hohe Anzahl rauchender Jugendlicher. Mehr als ein Drittel aller 15-Jährigen können als regelmäßige Raucher bezeichnet werden. Laut einer Untersuchung der WHO greifen Österreichs Kinder bereits mit zwölf Jahren zum ersten Mal zur Zigarette. Rund 14.000 Todesfälle jährlich gehen hierzulande direkt oder indirekt auf den weit verbreiteten Zigarettenkonsum zurück. apm/ts
© MMA, Medical Tribune • 41. Jahrgang • Nr. 18/2009

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http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=104128&dspaid=870763

Tabakgesetz evaluiert
Rauchen beim Wirten bleibt möglich

WIEN – Gesundheitsminister Alois Stöger hat Anfang April die Evaluierung des Tabakgesetzes präsentiert. Konkret ging es dabei um die Umsetzung des Nichtraucherschutzes durch die Gastronomie. Zufrieden ist BM Stöger nicht mit den Wirten, ändern will er das viel kritisierte Gesetz aber auch nicht. Die Ärztekammer forderte darauf einmal mehr ein generelles Rauchverbot.

Das Gesundheitsministerium hat das Institut für empirische Sozialforschung mit einer Umfrage zum Tabakgesetz betraut. Die wenig überraschenden Ergebnisse im Raucherland Österreich: Lediglich 19 Prozent der Bevölkerung würden ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie begrüßen. 59 Prozent sind dafür, dass der bisher eingeschlagene Weg – mit abgegrenzten Räumen für Raucher in Lokalen über 50 m2 – fortgesetzt wird.

Das heißt, dass auch viele Nichtraucher die derzeitige Lösung befürworten. Kritik äußert BM Stöger an der Umsetzung des Nichtraucherschutzes in den einzelnen Bundesländern. Die Kontrollen würden sehr unterschiedlich gehandhabt. Dem Ministerium wurden bisher 3491 Anzeigen gegen Inhaber von Gastronomiebetrieben aus ganz Österreich gemeldet, knapp die Hälfte davon stammen aus Wien.

Eines ist für den Gesundheitsminister klar: „Ab 1. Juli darf es kein Herumlavieren mehr geben. Wer sich nicht an die Spielregeln hält, wird bestraft.“ Künftig sollen Verstöße stärker sanktioniert werden. Angedacht wird eine individuelle Strafbemessung – je nach wirtschaftlicher Ertragslage der Wirte. BM Stöger hat bereits einen Prüfauftrag erteilt, inwieweit er hier einen Weisungsauftrag hat. Geplant sind weiters eine bewusstseinsbildende Kampagne und eine Arbeitsgruppe zu Kinderund Jugendgesundheit und Rauchen.

Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer will BM Stöger auch verbessern, dazu gab es bereits ein Gespräch mit Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl. Angesprochen auf ein möglicherweise kommendes EU-weites Rauchverbot in der Gastronomie gab BM Stöger eine Garantie für die Beibehaltung der österreichischen Regelung in dieser Legislaturperiode ab. Der Druck der EU in Richtung eines besseren Arbeitnehmerschutzes könnte aber steigen, weiß BM Stöger, er gehe aber davon aus, dass die Thematik eine nationale Angelegenheit bleiben werde.

Appell der ÖÄK

ÖÄK-Präsident Dr. Walter Dorner zeigte sich unzufrieden: „Es ist traurig, dass die Gastronomie trotz der langen Übergangsphase mehrheitlich nicht in der Lage war, die Vorgaben des Gesetzes umzusetzen.“ Es sei allerdings begrüßenswert, dass die Übergangsfrist nicht über den 30. Juni 2010 hin verlängert werde. Dr. Dorner ist überzeugt, dass die EU ein generelles Rauchverbot an Arbeitsstätten und damit auch in der Gastronomie umsetzen werden wird, und empfiehlt den Gastronomen, sich schon jetzt als „Nichtraucherlokal“ zu deklarieren.

Über 400 Lokale in Österreich sind für diesen Schritt schon von der Ärztekammer mit einem Nichtraucher- Gütesiegel ausgezeichnet worden.

Mag. Silvia Jirsa

4461
Das EKZ W3, 1030 Wien, Wien Mitte, Landstraße Hauptstraße:

http://www.youtube.com/watch?v=RK5F2AiOMZg&feature=channel

4462

Rauchen - Anzeigen gegen Lokal in Ministerium

7. April 2010 | 11:59 | wien | apa | Teilen

In der Debatte um das Rauchverbot sorgt nun ein skurriler Verstoß für böses Blut: Ausgerechnet gegen ein Lokal im Gebäude des Gesundheitsministeriums liegen wegen Nichteinhaltung des gesetzlichen Qualmverbots mehrere Anzeigen vor. Die Ressortsprecherin bestätigte einen Bericht der Tageszeitung "Österreich": "Ich weiß, dass es auch Leute aus dem Ministerium waren, weil sie das zu Recht ärgert."

    * Was halten Sie von einem totalen Rauchverbot in der Gastronomie?
    * Raucherlokale: Wirte in der Zwickmühle

apa wien

Machen könne das Ministerium gegen die Verstöße nicht viel. „Das ist ein Wirt, wie jeder andere auch“, so die Sprecherin. „Wir haben ihn natürlich darauf aufmerksam gemacht. Wenn es in unserer Kompetenz liegen würde, würden wir uns natürlich den Vertrag ansehen.“ Das Lokal befinde sich wie ein Bäcker, eine Bank und das Gesundheitsministerium in einem Gebäude der Bundes Immobilien Gesellschaft (BIG), die als Vermieter zuständig sei. Das Ministerium - ebenfalls eingemietet - könne nichts unternehmen.

Die BIG selbst fühlt sich für die Causa allerdings in keiner Weise zuständig: „Ein Vermieter kann da nicht eingreifen“, berief sich Sprecher Ernst Eichinger gegenüber der APA auf das Mietrechtsgesetz. „Das ist ein ganz normaler Mieter wie jeder andere auch, wo wir keinerlei Recht haben, ihm vorzuschreiben, ob er die Rauchergesetze einhält oder nicht.“ Verantwortlich dafür sei ausschließlich der Lokalbetreiber. „Das wäre ja Wahnsinn, wenn die Eigentümer dafür sorgen müssten, dass die Rauchergesetze eingehalten werden“, so Eichinger.

Probleme gab es mit der Gasstätte laut Rosenberger vor allem wegen Tischen außerhalb des Lokals in der öffentlich zugänglichen Aula. Dort sei unerlaubterweise geraucht worden, nach einigen Anzeigen halte sich der Gastronom nun aber an das Gesetz. Im Inneren habe der Wirt einen Nichtraucherraum eingerichtet. Die Gaststätte sei für jedermann zugänglich und habe mit dem Ministerium direkt nichts zu tun, betonte die Sprecherin.

© SN/SW

Anmerkung:
Unser Erachtens hält man sich weiterhin nicht an das Gesetz und vermutlich könnte "Jedermann",
der dadurch seine Gesundheit gefährdet sieht, eine Unterlassumgsklage einbringen! Auch der Vermieter!


4463
Gesundheit / Menschen die rauchen ............
« am: April 23, 2010, 08:24:42 Vormittag »

http://www.newstoaster.de/wissen/neue-studie-beweist-raucher-nehmen-eher-zu-als-nichtraucher-3721

22. April 2010

Neue Studie beweist: Raucher nehmen eher zu als Nichtraucher

Mit dem Rauchen aufhören führt unweigerlich zu einer Gewichtszunahme, daran läβt sich vorerst nichts rütteln. Was aber auch sicher ist: wer weiterraucht nimmt ebenfalls zu. Zu diesem Schluss kamen die Wissenschaftler an der spanischen Universität von Navarra, die in einem Test 7 565 Personen über einen Zeitraum von 50 Wochen beobachtet haben. Die Daten wurden je nach Altersgruppe, Geschlecht, Bodyindex und weiteren maβgeblichen Faktoren relativiert und angeglichen. Die Studie wurde gerade in einer Wissenschaftszeitschrift für Kardiologie veröffentlicht.
Demnach ist Tabak ein Appetitzügler und daher nehmen Personen, die mit dem Rauchen aufhören unweigerlich ein paar Kilo zu. Allerdings muss das nicht unbedingt mehr als 1 bis 2 Kilo sein. Als Schlankheitsmittel dient der Tabak laut Tests sowieso in keinster Weise.

Die Untersuchungen an der spanischen Uni zeigen auf: diejenigen, die mit dem Rauchen aufhören nehmen auf längere Sicht gesehen am meisten zu. Diejenigen, die weiterrauchen ebenfalls, jedoch etwas vermindert. Diejenigen, die nie geraucht haben nehmen am wenigsten zu. Woraus sich kongruent schliessen lässt: Wer nicht zunehmen will, fängt am besten erst gar nicht mit dem Rauchen an. Hinzu kommt natürlich eine angemessene Lebensweise.

Die Studie beweist ferner, dass je mehr Zigaretten die Raucher zum Zeitpunkt des Rauchstopps geraucht haben, desto mehr nahmen sie auch an Gewicht zu. Obwohl die Forscher aufzeigen, dass ein Risikoverhältniss zwischen Rauchen und Herzerkrankung besteht, so wissen sie, dass für viele Raucher das Zunehmen und das Gewicht ein äuβerst wichtige Rolle für die Entscheidung spielen. Warum das jedoch solche Auswirkungen auf den Einzelnen hat, läβt sich auch für die Forscher nur erahnen. Ein Grund könnte der  fehlende Wille und ein sorgloserer Umgang der Raucher mit ihrem Körper sein.

Andre Gründe für ein Gewichtszunahme könnten sein, dass der Zigarettenkonsum den Blutdruck sowie die Herzfrequenz anregt und beschleunigt, was zu einem höheren Energieumsatz selbst wenig anstrengender körperlicher Arbeit führt. Eine zusätzliche Fettoxidation ist ebenfalls wahrscheinlich.
Doch ändert das nichts an der Tatsache, das die Nichtraucher auf längere Sicht gesehen gesünder leben.

Quelle: www.elpais.com

4464

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/416934/index.do

Bernhard Fischer | 20.04.2010

Alois Stöger auf Konfrontationskurs mit Tabakindustrie

 So leicht will sich Gesundheitsminister Alois Stöger gegenüber der EU nicht geschlagen geben. Die EU-Kommission hat Österreich eine Frist bis 4. Mai gesetzt, zu erklären, wie es das EuGH-Urteil zur Abschaffung des Tabak-Mindestpreises umsetzen will, sonst drohen rechtliche Schritte. "Wir haben es mit der Umsetzung nicht eilig", sagt die Sprecherin des Gesundheitsministers, Sigrid Rosenberger. Aus dem Gesundheitsministerium heißt es auch, die Tabakindustrie soll sich deswegen nicht zu früh freuen, nur weil der Minister drohenden EU-Klagen Widerstand leiste.

Minister Stöger bleibt beharrlich, "die Gesundheit steht im Vordergrund". Bisher stellte der Mindestpreis eine Hürde für potenzielle Raucher dar, so das Argument. Stöger gehe es weder um den Steuerentgang - die Tabakwirtschaft schätzt diesen auf rund 140 Millionen € -, noch um Rückendeckung für die Tabakfirmen. "Wir wollen einen Ersatz für den Tabak-Mindestpreis im Sinne des Jugendschutzes", sagt Rosenberger.

Bangen um Erlöse

Im Hintergrund bangen die Tabakfirmen um den Erlös, sollte bis zur Umsetzung der EU-Tabakrichtlinie ab 1. Jänner 2011 der Wegfall des Mindestpreises einen Preiskrieg auslösen. "Wir beobachten die Marktteilnehmer und werden entsprechend reagieren", sagt Austria Tabak-Sprecherin Andrea Stelzer. Austria Tabak hatte erst kürzlich die Preise pro Zigarettenpackung angehoben. Und auch Imperial Tobacco tritt die Flucht nach vorne an und erhöht seine Packungspreise ab 3. Mai um bis zu 20 Cent. Der Steueranteil bei Tabakwaren liegt heute bei 75 Prozent. Rund 1,4 Milliarden € nimmt das Finanzministerium dabei an Steuern ein, weitere 400 Millionen € sind Umsatzsteuer.

Steuerharmonisierung

Sinkt der Preis, könnte Finanzminister Josef Pröll die Steuern weiter erhöhen, um die Einnahmen nicht zu gefährden. Die EU-weite Harmonisierung der Tabaksteuer ab 2011 bringe kaum Veränderungen, so der Abteilungsleiter für Verbrauchssteuern im Finanzministerium, Helmut Panholzer.

Geplant ist die schrittweise Anhebung der Mindeststeuer auf den Durchschnittspreis pro Zigarettenpackung auf 60 Prozent bis zum Jahr 2014 - sowie mindestens 90 € pro Kontingent von je tausend Zigaretten.


4465


Bei der Sendung
http://kaernten.orf.at/stories/437347/

siehe vorvorletzten Beitrag, "beichtet" ein Wirt erstmals über massive Unterstützung der Tabaklobbyisten!

In Tirol weiß ich nur, dass z. B. die "Bierfirma" die Theke zur Verfügung stellt, so lange man von denen
das Bier abnimmt.

Das "Geständnis" der Förderung der Tabakmultis, wahrscheinlich mit sehr hohen Beträgen im Jahr, vermutlich
unter der Voraussetzung dass geraucht werden darf, ist mir neu! Ist das verboten? Ein Fall für die STA?

4466

http://www.krone.at/krone/S154/object_id__195856/hxcms/index.html

19.04.2010, 23:59

Kampf dem Dunst

Patienten klagen über Raucher in Krankenhaus-Cafés


Da bleibt vielen die Luft weg: Weil in einigen Krankenhaus-Cafeterias immer noch hemmungslos geraucht wird, gibt es Proteste von Patienten und Besuchern. Sie wollen den blauen Dunst aus den Spitälern verbannt sehen. Im LKH Villach geht man mit gutem Beispiel voran. Dort ist das Café schon seit drei Jahren rauchfrei.

Immer mehr Kärntner Wirte für totales Rauchverbot

"Es ist schon makaber, dass in einer Spitals-Cafeteria geraucht werden kann. Schließlich geht es ja gerade im Krankenhaus um die Gesundheit", so ein Patient.

LKH-Café Villach seit drei Jahren rauchfrei

Die Cafeteria im LKH Villach hat den blauen Dunst aber schon vor über drei Jahren aus ihren Räumen verbannt. "Wir haben zunächst einige Raucher verschreckt. Doch meine Erfahrungen mit dem Verbot sind durchwegs positiv", erklärt Chef Werner Lutzmayer. Das zweite Café, das bisher als Ausweiche für Raucher gegolten hat, wird mit 1. Juli ebenfalls qualmfrei sein.

Wintergarten in Klagenfurt geplant

Weniger gute Erfahrungen hat man im LKH Klagenfurt gemacht. Ein dreiwöchiges Rauchverbot im Café Giallo führte zu kräftigen Umsatzeinbußen. "Ich hätte fast zwei Mitarbeiter entlassen müssen", so Filialleiterin Karin Kulnig. Ein Wintergarten soll künftig Raucher und Nichtraucher voneinander trennen.

Dieses Problem wird sich dann im "neuen" Klagenfurter LKH nicht mehr stellen. "Dort wird’s komplett rauchfrei sein. Das haben wir im Vertrag so festgelegt", erklärt Dieter Errath von der Kabeg. Die Krankenhaus-Gesellschaft verpachtet die Lokale in den Spitälern.

von Katrin Fister, "Kärntner Krone"


Anmerkungen:

Landeskrankenhaus Villach: Dort gibt es im glaublich 1. Stock ein rauchfreies Lokal.
Unmittelbar beim Eingang neben der Bank Austria gibt es eine Cafetaria, die schon mehrmals angezeigt wurde. Wir sind fast überzeugt davon, dass dort auch keine Bewilligung mit Fristverlängerung vorliegt. Es wird dort also gesetzwidrig im über 50 qm großem Lokal geraucht!

Ähnlich, nein noch ärger, ist es im LKH. Klagenfurt. Bei der Verwaltung und bei der daneben befindlichen Patientenanwaltschaft sind schon viele dutzende Beschwerden eingegangen: Das ganze Lokal, über 150 qm, ist nicht unterteilt. Die Trennung Raucher - Nichtraucher ist, wie in 80 % aller Lokale, die Tischkante.


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Deutschland / Rauchen, "gesammelte Werke"
« am: April 22, 2010, 17:37:39 Nachmittag »


Alles über das Rauchen - Thesen und Antithesen zu den Rauchverboten


Thesen:
    
  1.) Der Staat gängelt die Raucher
  2.) Rauchverbote gleichen der Prohibition
  3.) Rauchverbote diskriminieren Raucher
  4.) Rauchverbote grenzen Raucher aus
  5.) Rauchverbote schränken die Freiheit ein
  6.) Rauchverbote reglementieren freie Privatunternehmer
  7.) Raucher werden rausgeschickt wie kleine Jungen
  8.) Rauchverbote verursachen Kneipensterben
  9.) Kein Nichtraucher wird zum Kneipenbesuch gezwungen
10.) Eines Tages verbieten sie auch noch das Lachen
11.) Die 3300 Toten durch Passivrauchen sind völlig übertrieben
12.) Verschwörungstheorien

Sehr interessant!


http://www.raucherportal.de/divers/tat.htm


4468



Kein Miteinander durch Trennung - Nicht Rauchen in Lokalen
Daten, Fakten und eine Alternative zur heftig geführten Nichtraucher Diskussion in Österreich. Eine Antwort auf die "Umfragepolitik" von Gesundheitsminister Stöger. Wir wollen ein Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern, dabei Chancengleichheit für die Wirte. ...
http://www.youtube.com/watch?v=1rWhzNHMYTc

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4469

Fritz Lickint (1898-1960) – Ein Leben als Aufklärer über die Gefahren des Tabaks

http://www.ecomed-medizin.de/sj/sfp/Pdf/aId/6824


4470




 Stefan Hofbauer  § 83 Körperverletzung

(1) Wer einen anderen am Körper verletzt oder an der Gesundheit
schädigt,
ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 360
Tagessätzen zu bestrafen.

(2) Ebenso ist zu bestrafen, wer einen anderen am Körper mißhandelt
und dadurch fahrlässig verletzt oder an der Gesundheit schädigt.


Vgl. auch § 84 ff
Beim Alkohol ist das vollkommen klar. Wer alkoholisiert fährt und jemanden anderen verletzt ist zu bestrafen. Warum dürfen Raucher trotz Bekanntseins der schädlichen Wirkungen des Passivrauchs uns weiter vollkommen straffrei verletzen?


Siehe nächsten Beitrag!