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Nachrichten - admin

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http://search.salzburg.com/articles/10483550?highlight=Nichtraucher+

Endspurt für „Gastro“: Raucher „separieren“

Land der Raucher. Ab Jahresmitte gelten verschärfte Bestimmungen. Gaststätten mit mehr als 50 Quadratmetern müssen den Raucher- vom Nichtraucherbereich räumlich abtrennen. Wirklich Freude mit der Lösung haben nicht allzu viele.

Fink/Linder/PraheR Salzburg/Seekirchen. Ab Anfang Juli ist es soweit. Die Übergangsregelung für die heimische Gastronomie in Sachen Rauchergesetz ist vorbei. Ab diesem Zeitpunkt gilt: Der Hauptraum muss ein Nichtraucherlokal sein. Eine Trennwand muss diesen von den qualmenden Gästen abgrenzen und die Nichtraucher vor Teer und Nikotin schützen.

Es war die Wirtschaftskammer, die in den Verhandlungen auf die „österreichische Lösung“ gepocht hatte, nach der in Zukunft sowohl Raucher als auch Nichtraucher getrennt in den Gasträumen sitzen sollen. Während die Standesvertretung der Gastronomen dieses Gesetz lobt, sehen das viele Wirte anders.

Maximilian Nöhammer, Chef der Standesvertreter Gastronomie bei der Wirtschaftskammer und Besitzer des Café SchweigerEis in Salzburg-Itzling: „Eigentlich ist die neue Raucherregelung schon seit 1. Jänner 2009 in Kraft. Die Übergangsregelung, die jetzt per 30. Juni ausläuft, war für all jene gedacht, die Änderungs- oder Umbauten zu realisieren hatten, um dem Gesetz zu entsprechen.“ Kritik an Schwammigkeit der Bestimmungen Das betreffe vor allem Einraumbetriebe, die fertig sein sollten. Die Schwammigkeit der Bestimmungen wird heftig kritisiert – auch im Hinblick der angekündigten europaweiten Verschärfungen der Raucherbestimmungen ab 2011. Trotzdem sei die Stimmung nicht schlecht – erklärt Nöhammer: „Das ist zweigeteilt: Die einen sind froh, dass das umgesetzt werden muss, für die anderen ist es schwierig.“ Vor allem im Bar- und Cafébereich herrsche Skepsis. Nöhammer: „Wie auch immer: Wessen Lokal größer als 50 m ist und bis 30. Juni nicht umgebaut hat, führt dann ein Nichtraucherlokal. “„Die Raucher sind ein wichtiges Klientel“ Hias Gmachl-Wintersteller, Wirt vom Gasthof Post in Seekirchen, ist „Gottseidank von diesen Schwierigkeiten nicht betroffen“, aber: „Wenn die Raucher als Gäste ausfallen, ist das mit Sicherheit ein harter Schlag.“

Die Seekirchener Tourismusverbandsobfrau und Bräuwirtin Veronika Ametsreiter sieht das ähnlich: „Für uns ist das kein Problem. Wir haben den Restaurantbereich und den Frühstücksraum bereits räumlich getrennt. Die Gaststube bleibt Raucherbereich.“ Der Anteil der Raucher sei doch recht groß.

Probleme hätten vor allem die kleineren Lokale, wo eine Trennung zwischen Rauchern und Nichtrauchern kaum durchführbar sei. „Ein paar müssen sich da sicher noch etwas einfallen lassen“, so Ametsreiter.

Im Poko’s Cafe – Bar – Bistro im Gewerbepark in Obertrum ist das Nichtrauchergesetz ebenfalls Thema. „Immer mehr Leute fragen deshalb nach, aber im Poko’s haben wir von Anfang an dafür gesorgt, dass die Nichtraucher einen abgetrennten Bereich haben“, so Inhaber Edgar Pöllinger.

Sollte die Lösung nicht ganz den gesetzlichen Erfordernissen entsprechen, werde man das bei einer Beanstandung durch die Behörden ändern. „Die Informationen dazu haben wir eigentlich auch nur aus den Medien. Wir müssen das jetzt auf uns zukommen lassen.“

Die Raucher seien aber vor allem am Abend ein wichtiges Klientel. „Da ist der Nichtraucherbereich ziemlich leer.“

Flachgauer nachrichten / 27.05.2010 27.05.2010 / Print

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http://search.salzburg.com/articles/10508840?highlight=Raucher+

Rauchverbot: Ab Juli wird gestraft

Tabakgesetz. Am 1. Juli wird es ernst mit dem Rauchverbot in der Gastronomie. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss zahlen.

barbara haimerl salzburg (SN). Der Countdown läuft. Mit 1. Juli ist die Übergangsfrist für das Rauchverbot in der Gastronomie vorbei. Bis dahin müssen Wirte das Rauchen verbieten oder einen baulich abgetrennten Raum für Raucher schaffen. Der attraktivere Teil des Lokals muss den Nichtrauchern vorbehalten sein.

Eine Ausnahme bleiben Lokale, die kleiner sind als 50 Quadratmeter. Dort können die Betreiber selbst entscheiden, ob geraucht werden darf oder nicht.

Eine Verlängerung der Übergangsfrist komme für Minister Alois Stöger (SPÖ) auf keinen Fall infrage, hieß es am Freitag im Gesundheitsministerium.

Bisher hielt sich die Zahl der Anzeigen wegen eines Verstoßes gegen das im Jänner 2009 in Kraft getretene Tabakgesetz in Grenzen. „Heuer waren es weniger als zehn Anzeigen“, sagte am Freitag eine Mitarbeiterin in der BH Salzburg-Umgebung. In der Stadt Salzburg kam es bisher zu 38 Strafverfahren. Die meisten sind abgeschlossen und endeten mit einer Strafe zwischen 200 und 1000 Euro.

Mit Ende der Übergangsfrist dürfte die Zahl der Anzeigen und Verfahren deutlich zunehmen. Rasch, konsequent und fundiert wolle er Verstöße gegen das Tabakgesetz ahnden, sagt Roland Schagerl, Leiter des Strafamts in der Stadt Salzburg. Er habe aber nicht vor, Wirte beim erstmaligen Verstoß sofort mit voller Härte zu bestrafen. „Rund 1000 Euro werden es aber schon sein.“ Empfindlich teurer wird es im Wiederholungsfall. Der Strafrahmen beträgt bis zu 10.000 Euro. Die Stimmung in der Gastronomie sei bei weitem nicht so schlecht wie angenommen, sagt Maximilian Nöhammer, Besitzer des Café Schweiger Eis in Salzburg-Itzling und Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Salzburg. Die Wirte wüssten schließlich seit 18 Monaten, was auf sie zukomme. Außerdem sei nur bei sechs Prozent der Mitgliedsbetriebe ein Umbau nötig. Wer trotzdem nicht umbaue, führe mit 1. Juli automatisch ein Nichtraucherlokal.

Die meisten Lokalbetreiber haben noch nichts unternommen. Das gilt auch für Nöhammer. „Ich habe ja noch bis Ende Juni Zeit“, sagt er. In seinem Lokal gebe es seit 17 Jahren einen Raucher- und einen Nichtraucherbereich. Die Räume seien früher getrennt gewesen. Er werde nun zeitgerecht eine Glaswand einbauen lassen.

Dem Gesundheitsministerium wurden bisher rund 4300 Anzeigen aus Österreich gemeldet, die meisten davon in Wien. Insgesamt entfallen rund 3500 Fälle auf Inhaber von Gastronomiebetrieben, 90 auf Inhaber von Einkaufszentren und knapp 700 auf Raucher selbst.

Salzburg / 29.05.2010 29.05.2010 / Print

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http://search.salzburg.com/articles/10578505?highlight=Raucher+#

Schon Zehnjährige rauchen

Schon Volksschüler werden heute mitunter beim Rauchen erwischt. Vor Kurzem wurden einer Flachgauer Volksschuldirektorin fünf Viertklassler gemeldet, die im Ort beim Rauchen angetroffen wurden. „Es war in der unterrichtsfreien Zeit“, sagte die Direktorin, die darum bat, den Namen der Schule nicht zu nennen, da sich der Vorfall außerhalb des Schulgeländes ereignet habe. „Ich habe mich dann intensiv mit den Kindern unterhalten. Sie waren sehr einsichtig und haben gesagt, dass sie es nur probiert haben und es nie mehr wieder tun werden.“

Das Rauchen im Volksschulalter sei „eher außergewöhnlich“, sagte Sozialarbeiter Heimo Bauer vom Verein Spektrum am Montag, dem „Weltnichtrauchertag“, den SN. Ganz anders sei das in der Hauptschule und im Gymnasium. „Da steigt der Anteil der Raucher mit jeder Klasse.“ Obwohl der Zigarettenkonsum in Österreich erst ab 16 erlaubt sei, würden viele schon früher zur Zigarette greifen. „Mit 15 Jahren rauchen relativ viele. Die probieren nicht mehr nur, die rauchen wirklich. Unser Problem ist oft, dass das im öffentlichen Raum niemand sanktioniert.“

Generell sinke bei Kindern und Jugendlichen das Alter, in dem etwas „zum ersten Mal“ probiert werde – sei es beim Rauchen, beim Alkoholkonsum oder bei sexuellen Kontakten, sagt Bauer.

In Österreich ist der Anteil der 15-Jährigen, die rauchen, höher als in allen anderen OECD-Ländern. 24 Prozent der 15-jährigen Burschen und 30 Prozent der gleichaltrigen Mädchen greifen regelmäßig zur Zigarette. HÖD


Anmerkung:
Herr Sozialarbeiter Heimo Bauer, sie sind da glaublich ein wenig realitätsfremd!

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Wie gehe ich bei Meldungen/Anzeigen vor / Die Polizei
« am: Juni 03, 2010, 22:25:04 Nachmittag »

Die Polizei kontrolliert leider noch immer nicht Lokale auf Einhaltung des Nichtraucherschutzes.
Es wäre aber lukrativ: bis 2.000.- bzw. 10.000.- Euro, 20 % Provision soll ihnen Stöger geben, dann läuft der Laden.




179 Anzeigen bei Lokalkontrollen von Stadt Wien und Polizei
Utl.: Überprüfungen in Ottakring und Hernals - zwei Lokale gesperrt


   Wien (OTS) - In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden im Rahmen
einer konzertierten Behörden-Aktion von Magistrat und Polizei
insgesamt 31 Lokale im 16. und 17. Bezirk überprüft. An den
Kontrollen beteiligten sich auch das Finanzamt und die Wiener
Gebietskrankenkasse. Koordiniert wurde die Aktion vom Dezernat für
Sofortmaßnahmen der Stadt Wien.


http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100529_OTS0036/179-anzeigen-bei-lokalkontrollen-von-stadt-wien-und-polizei


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Da macht eine Ex-Gesundheitsministerin ein derart mieses Gesetz,
was auch heute noch alle Parteien feststellen,
und erdreist sich dann einen so frivolen Artikel zu verbreiten:

In Italien wächst trotz Rauchverbots der Tabaksektor jährlich um 2,6 Prozent
Ist das die Sorge oder Freude oder Aufgabe von Kdolsky? War es dies schon während ihrer Zeit als Gesundheitsministerin?
 
   * Andrea Kdolsky
    * Managerin Healthcare, PricewaterhouseCoopers

„Die Frage ist, ob tatsächlich alles über Verbote geregelt werden muss und soll.“

Rauchen ist, wie viele andere Dinge auch, tatsächlich nicht gesund. Die Frage ist, ob Medien und Politik in der Lage sind, diese Tatsache über entsprechende effiziente Aufklärung der Bevölkerung freiwillig nahezubringen oder ob tatsächlich alles über Verbote geregelt werden muss. Ich möchte eigentlich weder Teil einer „postdemokratischen Verbotsgesellschaft“ (ein Diktum des Philosophen ­Peter Sloterdijk) sein, noch bereitet es mir große Freude zu sehen, wie sendungsbewusste Denunzianten zu Rettern der – nichtrauchenden – Menschheit hochstilisiert werden.
Der vormalige zypriotische EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou betonte, er ver­stehe, „dass manche Mitgliedsstaaten lieber schrittweise vorgehen. Dies ist in Ordnung, so­lange wir das Ziel im Auge behalten, ein rauchfreies Europa zu schaffen.“ Ein guter Ansatz, wie ich meine. Wenn von der Opposition voll Sorge auf das Rauchverhalten von Kindern und Jugendlichen verwiesen wird, sehe ich dringenden Handlungsbedarf in der Aufklärung durch Elternhaus und Schule, da ein totales Rauchverbot in Lokalen bei 11- bis 14-Jährigen ja wohl nicht wirklich Sinn macht.
Wenn unser Ziel also sein soll, das Rauchen als Zufuhr schädlicher Substanzen negativ zu positionieren, müssen wir überprüfen, ob Verbote in der Lage sind, die Anzahl der RaucherInnen in einem Land zu verringern, denn sonst ist es einfach eine staatliche Machtdemonstration. Italien hat seit 2004 ein totales Rauchverbot in Gaststätten. Einer Studie zufolge zeigte sich am italienischen Tabaksektor zwischen 2004 und 2008 eine jährliche Wachstumsrate von 2,6 Prozent. Ob das ein gesundheitspolitisch erwünschtes Ziel sein kann, bleibt dem geschätzten Leser zur Beurteilung frei!

Kommentare:

Gesetze regeln
Die aufgeworfene Frage, ob denn der NR-Schutz überhaupt durch Gesetze geregelt werden soll, hätte sich die Frau Ex-Minister schon in Ihrer Amtszeit beantworten können.
Wozu kommentiert sie hier? Sie hat in Ihrer Ministerzeit genug Möglichkeiten gehabt, etwas zu exekutieren - wie es Minister halt tun. Zwischen den Zeilen ist aber eindeutig erkennbar, dass ihr nach wie vor der Gesundheitsschutz der Nichtraucher weniger am Herzen liegt als die uneingeschränkte Freiheit der Raucher....zum Schaden der Nichtraucher.

Themaverfehlung!
Einerseits gibt Kdolsky zu, die Tabakindustrie muss keine Angst vor Einbrüchen haben. Andererseits vergisst Frau "Schauspielerin" geflissentlich den Arbeitnehmerschutz. Die Freiwilligkeit zum Schutz unschuldiger Nichtraucher ist gescheitert! Ein Rauchverbot damit ad absurdum führen, dass eh kein Raucher aufhört ist der Gipfel. Wir Nichtraucher haben es satt, im eigenen Land ignoriert, vorgeführt und hingehalten zu werden!

http://www.format.at/articles/1001/693/259121/in-italien-rauchverbots-tabaksektor-2-6-prozent

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derzeit aktuell: http://www.youtube.com/results?search_query=Rauchersheriff&aq=f

weiters etliche Videos auf youtube von Rauchersheriff mit ORF, ATV, Puls, RTL etc.

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Was bewirkt Regierungsumbildung sonst noch?
Stöger muss scheinbar gehen.


Mit der geplanten Neuformierung im Herbst soll auch bei der Wiener SP etwas umgebaut werden.
 

Bäumchen wechsle dich. Wie berichtet, plant SP-Bundeskanzler Werner Faymann nach der Wien-Wahl am 10. Oktober eine Regierungsumbildung im Bund. Gesundheitsminister Alois Stöger etwa soll durch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek als neue Superministerin ersetzt werden. Norbert Darabos soll vom Heeresressort als Parteimanager in die Löwelstraße zurückkehren.

Schieder als Wiener Stadtrat
Bei all diesen Rochaden wird freilich auch die Wiener SPÖ ein Wörtchen mitreden: Denn auch die Roten in Wien planen eine Neuaufstellung. Ein SP-Spitzenmann berichtet, dass der derzeitige Finanzstaatssekretär Andreas Schieder nach der Wahl im Oktober in die Stadtregierung wechseln könnte.

Wehsely in die Regierung
Statt ihm könnte dann die derzeitige Stadträtin Sonja Wehsely in Faymanns Kabinett einziehen. Auch SP-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas wird von den Wienern begehrt. Der Kanzler möchte seine Vertraute freilich lieber behalten. Sie soll jüngste Frauenministerin der Zweiten Republik werden.

Faymanns Pläne würden auch schwarze Rochaden erleichtern: Wenn Staatssekretärin Christine Marek etwa VP-Vizebürgermeisterin in Wien würde, müsste Pröll sie im Bund nachbesetzen.

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Deutschland / Deutschland: Rauchverbot gilt ohne Ausnahme
« am: Juni 03, 2010, 21:09:54 Nachmittag »

Rauchverbot gilt ohne Ausnahme

Urteil Verwaltungsgericht weist Klage der Oldenburger Weser-Ems-Halle zurück

Auch bei gewerblicher oder privater Nutzung darf in der Messehalle nicht geraucht werden. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

ls

Oldenburg - In den Räumlichkeiten und Einrichtungen der Weser-Ems-Halle in Oldenburg darf auch dann nicht geraucht werden, wenn die Räumlichkeiten zu gewerblichen Zwecken oder zu privaten Zwecken genutzt werden.

http://www.nwzonline.de/Region/Artikel/2341787/Rauchverbot+gilt+ohne+Ausnahme.html

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Gesundheit / Re: Wie komme ich los, vom Tabakrauch?
« am: Juni 03, 2010, 21:08:36 Nachmittag »

Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2010: Warum Nichtrauchen so einfach sein kann

http://www.yourpr.de/2010/05/10/zum-weltnichtrauchertag-am-31-mai-2010-warum-nichtrauchen-so-einfach-sein-kann-62134423.html

(yourPR) - Iserlohn/Murnau a. Staffelsee. Die Wellen werden wieder hochschlagen, wenn am 4. Juli 2010 in Bayern der Volksentscheid zum Nichtraucherschutzgesetz ansteht. Doch nur ein kleiner Teil der Raucher geht politisch gegen das drohende gesetzliche Rauchverbot vor, der weitaus größere Teil würde sich gerne selbst vom schädlichen und teuren Glimmstängel verabschieden – wenn das so einfach wäre. „Aber es ist so einfach!“, versichert der Diplom-Pädagoge und Tiefenpsychologe Andreas Winter. „Jeder kann von jetzt auf gleich damit aufhören, wenn er ganz genau weiß, warum er raucht!“

*** Nikotinsucht – der große Irrtum
Aber macht Rauchen denn nicht süchtig? Führen die Entzugserscheinungen nicht nahezu unvermeidlich zum Rückfall? „Nein“, sagt Winter. „Rauchen ist keine echte Sucht, sondern ein angelerntes Verhalten. Um sich dieses Verhalten abzugewöhnen, muss man nur die Gründe dafür analysieren. Jeder, der ganz genau weiß, warum er raucht, kann mühelos damit aufhören!“ Das mag sich unglaublich anhören, doch Tausende seiner Kunden, die dank seines speziellen Ansatzes problemlos zum Nichtraucher wurden, geben dem Autor des Ratgebers „Nikotinsucht – der große Irrtum. Warum Nichtrauchen so einfach sein kann!“ Recht.

*** Stimmen aus der Fachwelt
Auch aus der Fachwelt erhält Winter zunehmend Rückendeckung, unter anderem von Prof. Dr. med. Ulrich Borchard. Dieser arbeitete selbst jahrelang als klinischer Pharmakologe in der Raucherentwöhnung. Er ist vor allem unzufrieden mit der geringen Langzeit-Erfolgsquote bisheriger Entwöhnungsprogramme: „Der Ansatz von Herrn Winter ist zunächst verblüffend, aber doch sehr plausibel. Dass Rauchen zum einen keine Sucht ist und Nikotin zum anderen keine körperliche Abhängigkeit verursacht, erklärt nicht nur die mangelhafte Wirkung der Nikotinsubstitution.“ Winters Therapiekonzept ist die Basis der Raucherentwöhnung, die auf der Bewusstmachung der Hintergründe des Rauchverhaltens beruhe. Dieser Ansatz ist „einleuchtend, sehr effektiv und daher empfehlenswert“, so Borchard.
Aber auch von der Berliner Charité zeigt sich Unterstützung für Winters Ansatz: „Dieser Ratgeber überzeugt! Mit vielen Fakten rückt der Autor den Rauchern zu Leibe und enttarnt die Sucht als vorwiegend antrainiertes Verhalten. Unrecht hat er nicht und selbst hartgesottene Raucher müssen hin und wieder einsehen, dass sie großteils Selbsttäuschungen unterliegen (…)“, schreibt die von Prof. Dr. med. Gert Baumann herausgegebene Patientenzeitschrift „Herz-Blatt“ in seiner Ausgabe vom Dezember 2009.

*** Warum Kettenraucher von jetzt auf gleich Nichtraucher werden können
Wieso werden Passivraucher eigentlich nicht süchtig? Warum kann ein jeder Kettenraucher stundenlang ruhig schlafen, ohne durch Entzugserscheinungen wach zu werden? Winter stellt klar: „Rauchen macht zwar krank, aber eben nicht süchtig, und man kann mühelos damit aufhören. Ein angelerntes Verhalten sorgt für den Zwang zum Rauchen, aber keine körperliche Sucht.“ Das regelmäßige Anzünden einer Zigarette unterliege einer gewissen Symbolik, „dazu gehören Gefühle von Mündigkeit und Entspannung“. Mithilfe einer tiefenpsychologischen Analyse könnten diese von der Zigarettenindustrie vermittelten Informationen entlarvt werden. Andreas Winters bewährter Psychocoach-Ansatz umfasst die Techniken der tiefenpsychologischen Analyse, Elemente der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) und das Arbeiten mit bildhaften Vorstellungen. Aufgrund der hohen Erfolgsquote kommen Winters Klienten inzwischen aus ganz Europa.

Buchtipp:
Andreas Winter: Der Psychocoach 1: Nikotinsucht – der große Irrtum. Warum Nichtrauchen so einfach sein kann! 14,95 Euro (D) / 15,40 Euro (A), gebunden mit Starthilfe-CD, 2. Aufl. 2008. 14,5 x 15,5 cm, 157 S., ISBN 978-3-938396-10-0. Mehr: http://www.mankau-verlag.de/verlagsprogramm/psychologie/winter-andreas-der-psychocoach-1-nikotinsucht-der-grosse-irrtum/

Alle Bücher aus der Psychocoach-Reihe:
* Der Psychocoach 1: Nikotinsucht – der große Irrtum. Warum Nichtrauchen so einfach sein kann! Mehr: http://www.mankau-verlag.de/verlagsprogramm/psychologie/winter-andreas-der-psychocoach-1-nikotinsucht-der-grosse-irrtum/
* Der Psychocoach 2: Heilen ohne Medikamente. Wie chronische Krankheiten ganz einfach wieder verschwinden! Mehr: http://www.mankau-verlag.de/verlagsprogramm/psychologie/winter-andreas-der-psychocoach-2-heilen-ohne-medikamente/
* Der Psychocoach 3: Abnehmen ist leichter als Zunehmen. Mehr: http://www.mankau-verlag.de/verlagsprogramm/psychologie/winter-andreas-der-psychocoach-3-abnehmen-ist-leichter-als-zunehmen/
* Der Psychocoach 4: Liebe, Sex und Partnerschaft. Warum Erfüllung so einfach sein kann! Mehr: http://www.mankau-verlag.de/verlagsprogramm/psychologie/winter-andreas-der-psychocoach-4-liebe-sex-und-partnerschaft/
* Der Psychocoach 5: Der Geist aus der Flasche. Alkohol – Genuss statt Muss! Mehr: http://www.mankau-verlag.de/verlagsprogramm/psychologie/winter-andreas-der-psychocoach-5-geist-aus-der-flasche-alkohol-alkoholismus/
* Der Psychocoach 6: Anti-Aging. Warum es so einfach ist, jung zu bleiben! Mehr: http://www.mankau-verlag.de/verlagsprogramm/psychologie/winter-andreas-der-psychocoach-6-anti-aging-jung-bleiben/
* Der Psychocoach 7: Zielen – loslassen – erreichen! Wie Sie Ihr Gehirn auf Erfolg einstellen. Mehr: http://www.mankau-verlag.de/verlagsprogramm/psychologie/winter-andreas-der-psychocoach-7-zielen-gehirn-erfolg/

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Deutschland / Re: Deutschland: Wer rauchen will, kann doch raus gehen, oder?
« am: Juni 03, 2010, 21:04:07 Nachmittag »

Rauchverbot gilt ohne Ausnahme

Urteil Verwaltungsgericht weist Klage der Oldenburger Weser-Ems-Halle zurück

Auch bei gewerblicher oder privater Nutzung darf in der Messehalle nicht geraucht werden. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

ls

Oldenburg - In den Räumlichkeiten und Einrichtungen der Weser-Ems-Halle in Oldenburg darf auch dann nicht geraucht werden, wenn die Räumlichkeiten zu gewerblichen Zwecken oder zu privaten Zwecken genutzt werden.

http://www.nwzonline.de/Region/Artikel/2341787/Rauchverbot+gilt+ohne+Ausnahme.html


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Kinder und Jugendliche vor Tabak schützen

Bonn (jft) – Am 31. Mai 2010 ist Welt-Nichtrauchertag. Unter dem Thema „Die Marketing-Strategien der Tabakindustrie“ fordert die Deutsche Krebshilfe als Mitglied des AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN vom Gesetzgeber weitere wirksame Schritte für einen umfassenden Jugendschutz. Denn nach wie vor verführen die Tabakhersteller Minderjährige mit intensiver und zielgruppenorientierter Werbung zum Rauchen.

„Jeder zweite Raucher stirbt langfristig an den Folgen seiner Sucht. Daher sind die Unternehmen der Tabakindustrie ständig darauf aus neue Kunden gewinnen“, so Professor Dr. Harald zur Hausen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. Kinder und Jugendliche sind eine attraktive und entscheidende Zielgruppe für die Konzerne: „Je früher junge Menschen mit dem Rauchen anfangen, desto schwerer kommen sie davon los“, so zur Hausen. Trotz einer Selbstverpflichtung der Tabakindustrie, nicht bei Jugendlichen zu werben, zielen die Marketing-Aktivitäten für Zigaretten immer noch auf Mädchen und Jungen. Das Rauchen wird als „cool“ und „modern“ dargestellt und soll „Freiheit und Abenteuer“ verheißen. Das Gegenteil aber ist der Fall: Rauchen macht süchtig und krank. Ein Drittel aller Krebs-Neuerkrankungen ist auf das Rauchen zurück zu führen.

Mit dem diesjährigen Plakatmotiv zum Welt-Nichtrauchertag macht das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN, dem die Deutsche Krebshilfe angehört, darauf aufmerksam, dass Mädchen und Jungen nicht ausreichend vor den Gefahren des Rauchens geschützt werden: In Deutschland stehen Zigarettenautomaten frei zugänglich an der Straße. Das Chip-System zur Alterskontrolle kann einfach umgangen werden. Bunt gestaltete Werbeplakate hängen an Bushaltestellen und auf Werbe-Großflächen. Minderjährige werden oft bei Veranstaltungen angesprochen, die von der Tabakindustrie gesponsert werden. Im Fernsehen und im Kino ist geschickt platzierte Schleichwerbung für Zigaretten Alltag – trotz Werbeverbots.

„Wir fordern ein uneingeschränktes Verbot von Tabakwerbung und Sponsoring. Außerdem sollten die bereits seit langem angekündigten bildlichen Warnhinweise endlich auf Zigarettenpackungen abgedruckt werden“, sagt Dr. Uwe Prümel-Philippsen, Koordinator des AKTIONSBÜNDNISSES NICHTRAUCHEN.

„Zudem müssen die Tabaksteuern weiter erhöht und die Verkaufsmöglichkeiten von Tabakwaren eingeschränkt werden.“ Prümel-Philippsen weist darauf hin, dass die Bundesregierung den internationalen Vertrag zur Tabakkontrolle (Framework Convention on Tobacco Control) unterzeichnet hat und damit umfassende Verpflichtungen eingegangen ist: „Deutschland hat vertraglich zugesichert, Gegenaufklärung zur Tabakwerbung zu betreiben. Sinnvoll wären beispielsweise gut gemachte Aufklärungs-Spots: Eine vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte aktuelle Studie mit mehr als 4.000 Teilnehmern zeigt, dass Anti-Tabak-Spots in Kinos als Präventionsmaßnahme erfolgversprechend sind. Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen, die junge Generation besser zu schützen“, so Prümel-Philippsen.

Das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN stellt das Plakat zum Welt-Nichtrauchertag, ein Factsheet sowie weitere Informationsmaterialien kostenlos zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es hier und unter www.weltnichtrauchertag.de und www.tabakkontrolle.de.

Das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN – Zahlen, Daten, Fakten
Der Tabakkonsum ist hierzulande das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. In Deutschland raucht ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung (30,1 Prozent). Das entspricht etwa 24 Millionen Menschen. Mit verheerenden Folgen: Zigarettenrauchen führt in Deutschland jährlich zu mehr Todesfällen als Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen. Jedes Jahr sterben etwa 110.000 Menschen vorzeitig an den Folgen des aktiven Rauchens sowie mindestens 3.300 Menschen an den Folgen des Passivrauchens.

Das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN ist ein Zusammenschluss namhafter Organisationen des Gesundheitswesens in Deutschland. Es wurde mit dem Ziel gegründet, Maßnahmen zur Eindämmung der Gesundheitsgefahr „Rauchen“ auf politischer Ebene anzuregen, zu fördern und zu begleiten. Folgende Organisationen bilden das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN: Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit, Bundesärztekammer, Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Deutsches Krebsforschungszentrum, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe und Deutsche Lungenstiftung.

 

4303
Gesundheit / Kinder, Jugend - Zigarettenrauchen
« am: Juni 03, 2010, 13:49:31 Nachmittag »
Statement zum Pressegespräch von Univ. Prof. Prim. Dr. Michael Studnicka

siehe weiters: http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=399.msg1202#msg1202


Gefangen in der Sucht – die „Krankheit“ Rauchen wirksam behandeln

Nikotinsucht in Kindheit und Jugend

Kinder und Jugendliche sind in erster Linie durch Passivrauch belastet und gefährdet.
Passivrauchen stellt eine außergewöhnliche Form einer Feinstaubbelastung dar. So werden in verrauchten Lokalen – insbesondere Diskotheken – Feinstaubwerte erreicht, die um das 20-fache über den gesetzlich festgelegten Schutzwerten für die Außenluft liegen. Passivrauchbelastung von Kleinkindern stellt die häufigste Form von Kindesmisshandlung dar.
Der Besuch von Diskotheken durch Jugendliche mit Asthma, etwa 5-10 % der Bevölkerung, kann für diese lebensbedrohlich sein.
Passivrauchen führt jedoch nicht nur zu einer akuten Belastungssituation für Herz, Kreislauf, Atemwege und Lunge, sondern schädigt Jugendliche durch die Vorbildwirkung.
Nikotinsuchtkarrieren beginnen heute bereits im 11. Lebensjahr – dem Einfluss von Freunden kommt die gleiche Bedeutung wie dem Einfluss der Eltern zu.
82 % der erwachsenen Raucher haben in der Jugend begonnen zu rauchen und bereits
40 % der jugendlichen Raucher wünschen sich professionelle Hilfe zur Entwöhnung (CDC 1994).
Das erschreckend frühe Eintrittsalter in die Tabakabhängigkeit wird auch die tabakassoziierten Erkrankungen COPD und Lungenkrebs beeinflussen. Der frühe inhalative Schaden trifft auf ein in Ausreifung befindliches Organsystem – die Lunge wächst bis zum 18. Lebensjahr. Es ist zu befürchten, dass diese Entwicklung zu einem Auftreten von COPD und Lungenkrebs bereits bei 30- und 40-Jährigen führen wird.
Gesetzliche Rahmenbedingungen, die die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen schützen, wie z. B. rauchfreie Innenräume in Gaststätten und Diskotheken und die Erhöhung der Zigarettenpreise, sind wirksame Maßnahmen der Primärprävention.


4304
Gesundheit / Re: Rauchen ist ............
« am: Juni 03, 2010, 13:46:45 Nachmittag »
            
Statement zum Pressegespräch von Prim. Dr. Alfred Lichtenschopf

Gefangen in der Sucht – die „Krankheit“ Rauchen wirksam behandeln


Rauchen ist eine körperlich und physisch abhängig machende Erkrankung. Das ist auch heute in der Öffentlichkeit noch viel zu wenig bekannt. Das Potential, abhängig zu werden, kann mit Kokain und Heroin verglichen werden.

Aus diesem Grund ist das Wegkommen vom Zigarettenrauchen so schwierig und viele Raucher brauchen mehrere Versuche bis sie schlussendlich erfolgreich sind.
In der Raucherentwöhnung ist es die wichtigste Aufgabe des Rauchertherapeuten, dem Raucher mitzuhelfen mit dieser Abhängigkeit fertig zu werden. Es gilt, einen günstigen Termin für den Stopptag zu finden, die Entzugserscheinungen zu bewältigen und ein Rückfallmanagement durchzuführen. Die Raucherberatung ist Grundteil jeder Raucherentwöhnungsstrategie, für den Großteil der Raucher bringt die Kombination mit medikamentösen Hilfsmitteln eine deutliche Besserung der Erfolgsrate. Derzeit empfiehlt die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie in ihren Standards der Raucherentwöhnung die Nikotinersatztherapie, Buproprionhydrochlorid und Vareniclin. Jede medikamentöse Strategie muss in enger Zusammenarbeit mit einem Arzt umgesetzt werden. Seit einigen Jahren bietet die Österreichische Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer die Ausbildung zum zertifizierten Rauchertherapeuten an. Weit über tausend Ärztinnen und Ärzte haben die Ausbildung absolviert.












4305
Gesundheit / Rauchen ist ............
« am: Juni 03, 2010, 13:42:21 Nachmittag »

In Österreich leben derzeit rund 2,3 Millionen RaucherInnen – 1,1 Millionen Raucherinnen und 1,2 Millionen Raucher. Mit ca. 37 Prozent Raucheranteil ist Österreich im europäischen Vergleich ein führendes Raucherland, dessen Umgang mit der Raucherproblematik nicht unbedingt eine Erfolgsgeschichte darstellt. Während Länder wie Irland, Italien und zuletzt auch die Türkei bedingungslose Anti-Rauchgesetze implementiert haben, findet man in Österreich nur zahnlose Kompromisslösungen zwischen Wirtschaft und Politik. Sowohl hinsichtlich Gesetzgebung zum Nichtraucherschutz als auch in der Prävention und Aufklärung ist Österreich im EU-Vergleich Schlusslicht. Ein aus ärztlicher Sicht befriedigender Nichtraucherschutz ist bis heute nicht gefunden.

Neben mangelndem Schutz durch das Gesetz, sehen Vertreter der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) vor allem auch persönliche Risikofaktoren, die Menschen zu Rauchern werden lassen. Die erste Zigarette wird durchschnittlich im Alter von 11 Jahren angezündet. Bei den 15-Jährigen ist das Rauchen für jeden Vierten ein fixer Lebensbestandteil, die Raucherzahlen der 16- und 17-jährigen Jugendlichen übertreffen sogar jene der Erwachsenen1. Rauchen gilt als cool und chic und man tut es, weil es alle tun. Speziell Mädchen rauchen in Österreich immer öfter und früher. Freunde aber auch Eltern und Lehrer stellen zusätzlich ein schlechtes Vorbild dar und mindern den Ernst der Sache. Aus anfänglichem „Dazugehören“ und „Cool-Sein“ entwickelt sich schnell eine nicht zu unterschätzende Abhängigkeit.

Professionelle Unterstützung in der Raucherentwöhnung
Rund 70 Prozent der österreichischen Raucher sind dissonante Raucher. Sie wollen entweder ganz aufhören oder den Tabakkonsum zumindest reduzieren, können aber nicht oder haben Angst davor, zu scheitern. Die anfängliche Rauchgewohnheit endet in der Sucht, eine freie Entscheidung ist meist nicht mehr möglich. Neben einem starken Willen und der Eigenmotivation kann hier vor allem eine professionelle ärztliche Begleitung und Unterstützung für eine effektive und erfolgreiche Raucherentwöhnung entscheidend sein. Dabei muss sowohl die körperliche als auch seelische Komponente einbezogen werden. „Ohne Hilfe scheitern rund 80 Prozent der Raucher innerhalb eines Jahres mit dem Versuch, sich das Rauchen abzugewöhnen. Die Zigarettensucht ist ebenso stark wie die Heroinsucht“, so Prof. Olschewski, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP). Neben ärztlicher Betreuung und Unterstützung trägt auch eine begleitende medikamentöse Therapie maßgeblich dazu bei, die Erfolgsquote der Raucherentwöhnung zu erhöhen und die Lebensqualität und die Gesundheit des Einzelnen und seines Umfeldes zu verbessern.

Der Arbeitskreis „Tabakprävention und Raucherentwöhnung“ der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie bietet Allgemeinmedizinern und Fachärzten im Rahmen eines Diplom-Fortbildungsprogrammes Ausbildungen zur Raucherberatung  und -entwöhnung an. In Österreich praktizieren rund 350 Ärzte mit Zertifikat für Raucherberatung.

Rauchen ist eine Krankheit
Die Kosten für eine ärztliche Raucherberatung und medikamentöse Therapie sehen viele Raucher als eine große finanzielle Hürde. Aktuell wird die ärztliche Raucherberatung und -entwöhnung von den österreichischen Krankenkassen nicht refundiert. Einzige Ausnahme stellen dabei die Fachärzte für Lungenkrankheiten in Wien dar. Die Begründung der Nichterstattung ist im Erstattungskodex des allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes zu finden. Dieser besagt, dass jene Maßnahmen in den Kodex aufzunehmen sind, die eine Krankenbehandlung annehmen lassen. Das Rauchen (Nikotinabusus, Nikotinabhängigkeit und Nikotinentzug) wird von der österreichischen Sozialversicherung nicht als behandlungswürdige Krankheit, die Raucherberatung und -entwöhnung nicht als Maßnahme der Krankenbehandlung betrachtet. Österreichs Pulmologen teilen diesen Standpunkt nicht. Aus medizinischer Sicht ist Rauchen eine Krankheit, weil es nicht gesund sein kann, dass man sofort nach dem Aufwachen an die erste Zigarette denkt, dass man sich an rauchfreien Orten unwohl und panisch fühlt, dass man ohne Verschnaufpause den ersten Stock nicht erreichet oder dass man trotz Erkältung und Grippe nicht auf das Rauchen verzichten kann.

Diesen Standpunkt teilt auch die oberste internationale Gesundheitsbehörde: Aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Abhängigkeit – und somit auch die Nikotinabhängigkeit – dann als Krankheit einzustufen, wenn diese das Leben der betroffenen Person negativ beeinträchtigt. Die WHO definiert das Rauchen somit ganz klar als Krankheit und signalisiert die Ernsthaftigkeit des Problems mit einer ICD-Codierung der Nikotinabhängigkeit, einem internationalen Klassifizierungscode für Krankheiten. Auch für die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie ist Rauchen keineswegs eine Lifestylefrage sondern vielmehr eine behandlungswürdige Krankheit, noch dazu mit gravierenden Folgen. Laut WHO ist Rauchen eine der bisher größten, tödlichen Epidemien der Menschheit. Im 20. Jahrhundert erlagen rund 100 Millionen Menschen den Folgen der Krankheit „Rauchen“ und somit ihrer Abhängigkeit. Raucher haben ein mehrfach erhöhtes Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko. Eine Vielzahl unterschiedlicher Krebsarten, akute und chronische respiratorische Erkrankungen wie COPD und Asthma und kardiovaskuläre Krankheiten gehen mit dem Genuss des blauen Dunstes einher. In Österreich versterben jährlich 14.000 Menschen an den Folgen des Rauchens.

Auswege aus der Sucht
Ein fester Entschluss, Motivation und Durchhaltevermögen sind die ersten wesentlichen Schritte in Richtung erfolgreiche Raucherentwöhnung. Wichtig ist dabei, die Unzufriedenheit und Zweifel hinsichtlich eigenem Rauchverhalten nicht zu ignorieren, sondern aktiv auf die Symptome der Abhängigkeit zu reagieren und Hilfe zu suchen. Zur Unterstützung des eigenen Vorhabens sind Familie und Freunde, besonders aber ärztliche Hilfe gefragt und zielführend. Durch eine professionelle Begleitung und Beratung des Arztes können mögliche Ängste und Irrglauben beseitigt werden. Je nach Bedarf steht bei körperlichen Beschwerden und Entzugserscheinungen auch medikamentöse Unterstützung zur Verfügung. Mit Hilfe des ärztlichen Know Hows und der medikamentösen Therapie steigt die Erfolgswahrscheinlichkeit einer langfristigen und dauerhaften Raucherentwöhnung maßgeblich an. Nur 3-5 Prozent der Raucher, die ohne Hilfsmittel aufhören, sind nach 6 bis 12 Monaten noch rauchfrei.2

In Österreich wird die ärztlich begleitete Raucherentwöhnung und medikamentöse Behandlung von den Krankenkassen nicht finanziert. Obwohl die Finanzierung dieser Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit maßgeblich beitragen würde, wird das Rauchen bis heute von der österreichischen Sozialversicherung nicht als Krankheit anerkannt. Die von Rauchern oftmals genannten hohen Kosten der ärztlichen und medikamentösen Therapie scheinen als Argument gegen eine begleitete Raucherentwöhnung dennoch fragwürdig. In der Gegenüberstellung von Zigarettenkosten und Therapiekosten sind letztere auf Dauer gesehen verschwindend gering und durchaus vernachlässigbar.

In Österreich gibt es rund 350 zertifizierte Ärzte, die eine Raucherberatung und -entwöhnung anbieten.
Eine Liste der auf Raucherentwöhnung spezialisierten Ärzte können Sie unter office@science-relations.at anfordern.