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Nachrichten - admin

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Die Wirkung des akuten Rauchens ist in der betrachteten Fachliteratur eindeutig. Es verursacht sowohl bei chronischen Rauchern als auch bei Nichtrauchern einen akuten Anstieg der arteriellen Steifheit.



Erster systematischer Review untersucht die Wirkung des Rauchens auf die arterielle Steifheit

Artikel von G. Turner, medical writer

Ausgewählter Artikel von .

Aus Hypertens Res. 2010 Apr 9. [Epub ahead of print]
PMID: 20379189

Schlüsselpunkte

• Eine Reihe von Faktoren und Konditionen verursachen Veränderungen der arteriellen Steifheit, darunter Alkoholkonsum, Dyslipidämie, Hypertonie, renale Dysfunktion, Adipositas und chronische obstruktive Lungenerkrankung. Diese Wirkungen könnten mit den Wirkungen des Rauchens interagieren, um die arterielle Steifheit und kardiovaskuläre Risikoprofile zu modifizieren.

• Eine erhöhte arterielle Steifheit ist mit einem höheren Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen assoziiert, und es wurde eine starke Korrelation zwischen der arteriellen Steifheit und der Entstehung von Atherosklerose an verschiedenen Stellen in den Arterien festgestellt.

• Die Wirkung des akuten Rauchens ist in der betrachteten Fachliteratur eindeutig. Es verursacht sowohl bei chronischen Rauchern als auch bei Nichtrauchern einen akuten Anstieg der arteriellen Steifheit. Chronische Raucher zeigten nach dem akuten Rauchen einen größeren Anstieg der arteriellen Steifheit als Nichtraucher.

• Das passive Rauchen verursacht zwar eindeutig eine erhöhte arterielle Steifheit, doch die Autoren berichten, dass die Wirkung des chronischen Rauchens etwas kontroverser ist. Während die meisten Studien einen Anstieg der arteriellen Steifheit durch chronisches Rauchen feststellten, konnten einige diese Wirkung nicht einheitlich beobachten. Die Wirkung des Einstellens des Rauchens auf die Rückbildung der arteriellen Steifheit war ebenfalls nicht eindeutig.

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Elsevier?profileAOI=2&profileAOIName=Kardiologie&articleItemId=9af00a48105ba0fbce9f5dcd7968d2a0

4277
Veranstaltungen / Heutige ATV Sendung, ggf. auf Youtube, teils?
« am: Juni 10, 2010, 02:23:37 Vormittag »

Infos sonst hier, siehe unten Kommentare und Antworten:

http://blog.atv.at/ampunkt/2010-06/dicke-luft-absolutes-rauchverbot-in-osterreich/

4278

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: N.N.
Gesendet: Samstag, 05. Juni 2010 14:04
An: Werner Faymann; Reinhold Mitterlehner; EU ; BMfG ; BZVA
Cc: vaa@volksanw.gv.at; ERL ; Franz Pietsch; Dr. Prof.; post@aerztekammer.at
Betreff: Tabakwerbung

Anzeige wegen verbotener Tabakwerbung am 4. u. 5.6.2010 im PRO-Kaufland 4040 Linz Lindengasse.
Täter: Dannemann - Moods
Beweis: Fotos im Anhang

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Durchseuchung dieses Staates mit Agenten und Sympathisanten der Tabakmafia scheint bereits bedenkliche Ausmaße angenommen zu haben.
Wie sonst wäre es möglich, dass die verantwortlichen bzw. verantwortungs losen Politiker incl. AK und Gewerkschaft, bis dato Kindern und Jugendlichen den Schutz vor Tabakrauch in Raucherlokalen verweigern - wie sonst wäre es möglich, dass ein Rauchverbot seit 2005 in Einkaufszentren einfach ignoriert wird - wie sonst wäre es möglich, dass ein nachweislich tödliches Produkt (steht auf der Packung drauf!) aktiv (die Vorbeigehenden werden angesprochen und mit Werbegeschenken animiert diese Zigarillos zu kaufen) angeboten werden darf! Die Werbedamen decken dabei die Aufschrift "Rauchen kann tödlich sein" mit einem Werbefeuerzeug und Flachzündern ab! Und - wie sonst wäre es möglich, dass sich ein (angeblich) Unabhängiger Verwaltungs Senat weigert das Gesetz zu exekutieren, indem dieser Mehrfachdelikte als Einzeldelikt betrachtet und damit das Tabakgesetz de facto ad absurdum führt! Auf andere Delikte umgelegt würde dies bedeuten, dass jemand der wegen Alkohol am Steuer belangt wurde, bis zum endgültigen Strafbescheid besoffen fahren darf!
Es wird bemängelt, dass zu wenig Geld in Präventivmaßnahmen gesteckt wird und lässt es gleichzeitig zu, die Menschen direkt zum Rauchen aufzufordern bzw. zu animieren!
Verlogener und korrupter geht`s nur noch in Diktaturen!
Wobei ich keinem Politiker unterstellen möchte, Geld oder Sachwerte entgegengenommen zu haben - vielmehr wird "gepackelt" dass sich die Balken biegen! Die Passivrauchopfer scheinen Sie definitiv kalt zu lassen!
Ich fordere Sie daher neuerlich auf, die Werbung für Suchtmittel zu unterbinden und das Gesetz auch zu exekutieren und nicht mit allen Mitteln zu versuchen die Täter vor Konsequenzen zu schützen!
Für einen Wirt sind € 100,- jährlich keine Bedrohung! Vielmehr kann er daraus ersehen, dass es dem Gesetzgeber richtiggehend peinlich ist eine Strafe auszusprechen!
Ich beantrage daher: Die Täter im vorgesehenen Strafrahmen zu bestrafen und nicht zu einer Spende aufzufordern!
Werbung für Tabakprodukte zu untersagen und jeden Einzeldelikt auch einzeln zu bestrafen!
Es geht nämlich um Leben oder Tod - sollte Ihnen das noch immer nicht zu Bewußtsein gekommen zu sein!
Der Tabakrauch-Terror muss endlich zurückgedrängt werden!

N.N.

4279

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=100531029

Her mit der Jugend, die brauchen wir!


Tabaklobby hat weiter enormen Einfluss

Experte: "Philip Morris präsentiert sich als Jugendschützer"

 

Europa ist für die Tabakindustrie weiterhin höchst lukratives Terrain (Foto: pixelio.de/Desche)

San Francisco/Gerlingen (pte/31.05.2010/13:59) - Die Tabakindustrie lenkt weiter mit hohem Geschick Gesellschaft und Politik, so sehr auch die negativen Folgen des Rauchens im allgemeinen Bewusstsein verankert sind. Im "American Journal of Public Health" zeigen US-Forscher in mehreren Studien, dass der Einfluss weit subtilerer geschieht als von vielen vermutet wird. Für ihre Analyse konnten die Forscher auf 50 Mio. Dokumente rund um die Rauchergesetzgebung der USA zurückgreifen, die an der University of California in San Francisco http://www.ucsf.edu gesammelt werden.

Scheinheilige Raucherprävention

Die erste Studie widmete sich einem weit verbreiteten Raucherpräventions-Programm für Jugendliche, das von der Tabakindustrie finanziert wird. Dessen Hauptfunktion sei, das Image der Tabakindustrie zu verbessern und Regulierungen zurückzudrängen, so die Forscher. Die Gesetzesgeber sollten vorsichtig sein, ähnliche Selbstregulierungen zu akzeptieren, da diese kaum wirksam seien und der Industrie selbst zugute kommen würden, empfehlen sie.

Der Gerlinger Thoraxchirurg Thomas Kyriss, der 2007 die Lobbyarbeit der Tabakindustrie in Deutschland analysiert hat, bestätigt das gegenüber pressetext. "Philip Morris etwa präsentiert sich heute als Jugendschutzorganisation. Propagiert werden jedoch einzig Programme, die als nicht effektiv gelten", so der Mediziner. Als einzig wirksame Maßnahmen, um Rauchen bei Jugendlichen zu verhindern, sieht Kyriss das Abhängen von Zigarettenautomaten, das Werbeverbot oder auch die Erhöhung der Steuern.

Krieg erzeugt Raucher

Die zweite Untersuchung der US-Forscher analysierte die Situation von Kriegsveteranen, die während ihres Militärdienstes zu rauchen begannen und später infolge dieser Gewohnheit schwer behindert wurden. Anspruchsforderungen auf Behindertenpension verliefen aufgrund geschickten Zusammenspiels von Regierung, Tabakindustrie und Veteranenorganisationen stets ergebnislos, konnte gezeigt werden. Grund ist, dass den Veteranen "gewolltes Fehlverhalten" unterstellt wurde, obgleich die lange gängige Militärpraxis oft zum Rauchen animiert habe.

Auch in Europa erzeugte der Krieg viele spätere Raucher. Bekannt ist hier etwa die Zigarettenmarke Reemtsma - 2002 wurde die deutsche Erfolgsmarke von britischen "Imperial Tobacco" übernommen - die im Nationalsozialismus ihre Umsätze verzehnfachte. Nach Bestechungen führender NS-Politikern in Millionenhöhe waren kostenlose Zigaretten, Vergünstigungen für Soldaten und Werbungen in der Parteizeitschrift plötzlich kein Gegensatz mehr zum stets propagierten "gesunden Volkskörper".

David gegen Goliath

Der Tabakindustrie ist es lange gelungen, dass wissenschaftliche Forschung wie etwa die zum Lungenkrebs seit den 60er-Jahren ohne Folgen blieb. Tatsächlich zum Problem wurden erst in den 90ern kostspielige Raucherprozesse in den USA, berichtet Kyriss. "Diese Verluste waren ein Schlag für die Tabakindustrie und haben ihre Position in den Medien und in der Politik wesentlich geschwächt." Der heutige Einfluss Internet, im Lobbyismus und direkt in der Politik über Beziehungen und Parteispenden sei jedoch weiterhin immens und das Vorgehen des Nichtraucherschutzes erinnere finanziell noch immer an David und Goliath.

Immerhin gewinnt das Thema Rauchfreiheit heute an Terrain, wobei laut dem Experten WHO und Krebsforschungszentren einen wichtigen Beitrag geleistet haben. "Wenigstens weiß heute jedes Kind, dass Rauchen gefährlich ist, bei Passivrauchen ist man noch nicht soweit." Die Märkte, auf die sich die Tabakkonzerne stürzen, sind nun vor allem Indien und China. "Doch auch Europa und die USA sind weiter immens wichtig, da Marken, Produktion und Vertrieb bestens installiert sind. Solange es Zigaretten gibt, spielen die Tabakkonzerne also auf Zeit", so der Mediziner. (Ende)


Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Johannes Pernsteiner
email: pernsteiner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-316

4280
Deutschland / Wird Österreich Deutschlands Aschenbecher?
« am: Juni 05, 2010, 02:49:58 Vormittag »

 MÜNCHEN Das „Aktionsbündnis für Freiheit und Toleranz“ schlägt Alarm: Sollte der Volksentscheid am 4. Juli das absolute Rauchverbot in Gaststätten durchsetzen, rechnet die Gastronomiebranche mit einem verheerendem Geschäftsrückgang. „80 Prozent der kleinen Kneipen werden schließen“, prophezeit Wirt Adi Warta.

Am 4. Juli stimmen die Bayern ab über das totale Rauchverbot in Wirtshäusern und Festzelten. Das Aktionsbündnis „Nein zum totalen Rauchverbot“ rührt die Werbetrommel. „Wir starten nächste Woche mit unserer bayernweiten Plakataktion“, sagt Sprecher Franz Bergmüller.

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„Mein Lokal ist nur zwei Kilometer von der österreichischen Grenze
entfernt, wo rauchen erlaubt ist“, klagt sie.

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http://www.abendzeitung.de/bayern/190354




4281
Antrag auf Entzug der Gewerbeberechtigung:

Atrio Betreiber und alle Lokale im Atrio, Villach, die den NR. Schutz lt. TG. nicht einhalten.

Das Rauchverbot für offene Gastronomiebereiche in öffentlichen Einrichtungen ist im Tabakgesetz unmissverständlich klar geregelt. Etliche Urteile von Unabhängigen Verwaltungssenaten und dem Verfassungsgerichtshof waren immer eindeutig gegen den Antragsteller / Beschuldigten. Im oben genannten Lokal / Bereich werden berechtigte Schutzinteressen bewusst missachtet. Angestellte und Gäste werden weiterhin durch den Tabakrauch gefährdet. Tabakempfindlichen Personen, chronisch Kranken (Patienten mit Krebs, Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, etc.), Asthmatikern, Allergikern, Kindern, Jugendlichen, Schwangeren, älteren Leuten wird dadurch der Aufenthalt dort, sowie in allen angrenzenden öffentlichen Bereichen, erschwert oder sogar unmöglich gemacht.
In direkter Umgebung und im näheren Umkreis befinden sich andere Gastronomielokale. Durch die illegale Raucherlaubnis verschafft sich der Besitzer / Betreiber gegen Mitbewerber einen enormen Wettbewerbsvorteil, zudem werden benachbarte, konkurrierende Lokalbetreiber aufgrund des Wettbewerbsnachteils verleitet das Tabakgesetz ebenfalls zu missachten. Der Ruf der Gastronomen wird so schwer beschädigt, in der Öffentlichkeit – und bei Medienvertretern - entsteht der Eindruck, die Behörden seien tatenlos bzw. machtlos. Das wiederum hat negative Folgen auf die Akzeptanz des Tabakgesetzes.
Da das Gesetz im oben genannten Bereich bereits seit Jahren volle Gültigkeit hat gehen wir davon aus, dass dieses Lokal schon mehrfach angezeigt wurde, evtl. auch schon gegen Verfahren berufen hat, und somit die Behörden mutwillig "beschäftigt"; ersteres ist selbst uns bekannt. Es wurden offensichtlich mehrmalige Aufforderungen durch Verpächter oder / und Behörden bewusst ignoriert. Aufgrund dieser Vielzahl an Verstößen gegen die „zu beachtenden Rechtsvorschriften und Schutzinteressen“ und aufgrund der damit verbundenen Schädigung „des Ansehens des Berufsstandes“, ist davon auszugehen, dass der Gewerbeinhaber „die für die Ausübung dieses Gewerbes erforderliche Zuverlässigkeit nicht mehr besitzt“ (Siehe: § 87 Abs. 1, Ziff. 3 Gewerbeordnung).
Wir erwarten uns deshalb, dass die Behörden nun auch zu dem Rechtsmittel greifen, das in diesen Fällen vorgesehen ist und zwar: die sofortige Entziehung der Gewerbeberechtigung (Siehe: § 361 der Gewerbeordnung).

4282

   Linz (OTS) - Armut macht krank. Aber auch ein niedriges
Bildungsniveau. Obwohl beides wissenschaftlich erwiesen ist, sind
Lösungsansätze rar gesät. Im Rahmen der Tagung "(Un)gleich? -
Gesundheitsförderung und Prävention" sollen neue Wege diskutiert
werden.

   Welche Möglichkeiten es für mehr Fairness im Gesundheitssystem
gibt, möchten Ihnen Gesundheitsminister Alois Stöger, diplômé, sowie
Dr. Josef Kandlhofer, Generaldirektor des Hauptverbandes österr.
Sozialversicherungsträger, Felix Hinterwirth, Obmann der OÖGKK, und
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer vorab bei einer Pressekonferenz am
Donnerstag, 10. Juni 2010, um 9.00 Uhr in der AK OÖ,
Volksgartenstraße 40, 4020 Linz, im Seminarraum 3, 5. Stock,
vorstellen.

 Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Alois Stöger, diplômé, Dr.
 Josef Kandlhofer, Generaldirektor des hauptverbandes österr.
 Sozialversicherungsträger, Felix Hinterwirth, Obmann der OÖGKK,
 AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer

 Datum:   10.6.2010, um 09:00 Uhr
 Ort:     Arbeiterkammer Oberösterreich 5. Stock, Seminarraum 3
          Volksgartenstraße  40, 4020 Linz
 Url:     http://www.arbeiterkammer.com

4283
1) In einer Werbeaussendung (OTS, für jeden möglich gegen Bezahlung zu werben) bewirbt die Austria Tabak eine neue Zigarettensorte, sogar mit Abbildung. Erlaubt?

2) In einer Werbeaussendung, in ganzseitigen Inseraten, wirbt die Austria Tabak für das Vorgehen gegen Zigarettenschmuggler. WKO mit dabei. Erlaubt?

3) deine Beobachtungen, deine Fragen?  kontakt@krebsforum.at

4284
1) Griffbereit liegen am langen Pulttisch der Trafik 3 versch. Arten neuer Zigaretten zur Selbstbedienung. Erlaubt?

2) In Trafiken darf geraucht werden, auch wenn Kinder dort oft 1/4 Stunde in Heftln schmökern, bevor sie eines kaufen. Änderung?

3) Wie weit vom Lokal entfernt darf mit Plakaten für Zigaretten geworben werden?

4) Einkaufszentrum: Vor der Trafik stehen Werbedamen und bieten neue Zigaretten an. Erlaubt?

5) Einkaufszentrum: Die Trafiken sind dort zum Gang offen. Trotzdem raucht man in der Trafik. Erlaubt?

6) deine Wahrnehmung ....... kontakt@krebsforum.at

4285

Ich dacht er hat sich zurückgezogen,

stattdessen ist er wieder voll im Einsatz, seit Wochen, großer Dank(!), und beschäftigt ............


Bitte lesen, zumindest http://www.rauchfreistudieren.at/viewtopic.php?t=1435&postdays=0&postorder=asc&start=45&sid=cca8e8a8fc3f3c46cd7d65ae121e6360

und die Folgeseite!


4286


http://search.salzburg.com/articles/9667509?highlight=Nichtraucher+

Rauchergesetz: Wut bei vielen Gastronomen

Stichtag 1. Juli. Ab Jahresmitte wird das Rauchergesetz streng kontrolliert. Laut eigener Standesvertretung steht die Gastronomie hinter der österreichischen Lösung. Das stimmt so nicht: Viele einheimische Wirte schäumen vor Wut. Auch der Platzlwirt in St. Johann.

Franz Taferner st. JOhann. Ab Anfang Juli ist es soweit: Die Übergangsregelung für die heimische Gastronomie in Sachen Rauchergesetz ist vorbei. Ab diesem Zeitpunkt gilt: Der Hauptraum muss ein Nichtraucherlokal sein.

Es war die Wirtschaftskammer, die in den Verhandlungen auf die „österreichische Lösung“ gepocht hatte, nach der in Zukunft sowohl Raucher als auch Nichtraucher – getrennt – in den Gasträumen sitzen dürfen. Und die Standesvertretung der Gastronomen lobt dieses Gesetz.Eine Abtrennung istoft nicht möglich Freilich gibt es Abertausende Gastwirte, denen diese Regelung die Zornesröte ins Gesicht drückt.

So wie Christof Rohrmoser in St. Johann. Er betreibt das beliebte „Platzl“ im Stadtzentrum. Größe: 100 Quadratmeter. Nur: Der Gastraum ist so gebaut, dass eine Abtrennung in Nichtraucher- und Raucherbereich beim besten Willen nicht möglich ist. Rohrmoser: „Ich bin ab 1. Juli dazu gezwungen, meinen Betrieb als reines Nichtraucherlokal zu führen.“ Nachsatz: „Das kostet mich 15 bis 20 Prozent Umsatz!“ Christof Rohrmoser hat das im Jänner bereits 14 Tage lang getestet. Sein Resümee: „Die Leute kommen am Abend trotzdem zum Essen, dann aber verlassen sie uns und gehen in ein Raucherlokal. Um 21 Uhr abends war unser Betrieb leer! Dieses Gesetz ist für uns ein Wahnsinn, weil es extrem wettbewerbsverzerrend ist. Ich bin ein Draufzahler!“

Dabei ist Christof Rohrmoser gar nicht gegen den Nichtraucherschutz. Er würde sogar eine „große Lösung“ suchen und investieren: „Das kostet mich mindestens 100.000 Euro. Aber das Schlimme daran: Niemand will mir sagen, was in zwei, drei Jahren ist. Kein Politiker, kein Standesverteter. Ob es ein EU-weites Nichtrauchergesetz gibt oder der Mitarbeiterschutz ohnehin so weit ausgedehnt wird, dass an keinem Arbeitsplatz mehr geraucht werden darf.“

Schon jetzt darf der Platzlwirt für sein Service keinen Lehrling mehr aufnehmen, weil dieser den Rauchern schutzlos ausgesetzt wäre.Nächster „Wirbel“ istschon vorprogrammiert Und Rohrmoser sagt den nächsten „Wirbel“ voraus: „Es gibt viele kleine Lokale in unserer Region, wo in den Etagen darüber Wohnungen situiert sind. Weil das alles bald Nichtraucherlokale sein müssen, werden viele Gäste in Gruppen ins Freie zum Rauchen gehen. Da sind Konfrontationen mit den Wohnungsbesitzern so gut wie vorprogrammiert!“

Der St. Johanner Platzlwirt wünscht sich nun wie viele seiner betroffenen Kollegen vor allem eines: „Sagt uns endlich verbindlich, wie die Zukunft für den Raucherschutz aussehen wird! Dann kann jeder von uns auf seine beste Art und Weise darauf reagieren, ohne Gefahr zu laufen, Unsummen für nix und wieder nix zu investieren!“
Pongauer nachrichten / 22.04.2010 22.04.2010 / Print

4287
http://search.salzburg.com/articles/9829373?highlight=Nichtraucher+

Altenmarkt will dem Rauchen Kampf ansagen

Glimmstängel. Nur in Bulgarien und Grönland qualmen die Jugendlichen mehr als in Österreich, sagte der Kinderarzt Primar Dr. Josef Riedler bei einem Vortrag in Altenmarkt.

altenmarkt (taf). „Heimspiel“ für den Leiter des Kinderspitals in Schwarzach, Primar Dr. Josef Riedler: Der gebürtige Altenmarkter referierte im Rahmen von „Gesundes Altenmarkt 2010“ in seiner Heimatgemeinde. Hochaktuelles Thema: die Nikotinsucht der Jugendlichen.

„Österreich verdient eine traurige Bronzemedaille bei der Anzahl der 15-jährigen Raucher“, so Primar Riedler, „nur in Bulgarien und Grönland qualmen die Teenies noch mehr als bei uns.“ Und habe ein Jugendlicher erst mit dem Rauchen angefangen, sei ziemlich unwahrscheinlich, dass er so schnell wieder von den „Tschick“ wegkomme, erklärt der Kinder- und Jugendarzt bei seinem Vortrag „Wie kann man Rauchsucht verhindern?“.

Deshalb sei es so wichtig, dass die jungen Leute erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen. Wie das gehen soll? Riedler: „Über das Selbstbewusstsein und das Umfeld der Teenager!“ Als cool soll nicht der „Rebell“ mit dem Glimmstängel gelten, sondern einer, der sagt: „Ich brauch’s nicht.“. Das ist auch der Titel einer Kampagne für 11- bis 12-jährige Schüler, an der Dr. Josef Riedler maßgeblich beteiligt war.

„Ein möglicher Herzinfarkt ist einem Teenager so was von egal“, sagt der Leiter des Kinder- und Jugendspitals in Schwarzach. „Argumente wie Impotenz, schnelle Hautalterung und Mundgeruch ziehen schon eher bei den jungen Leuten. Aber reines Abschrecken, etwa mit Bildern, bringt gar nichts.“

Auch Verträge und mögliche Belohnungen fürs Nichtrauchen können laut Dr. Riedler dabei helfen, dass der Nachwuchs nicht in die Sucht schlittert.

Bei der Kampagne sollten außerdem beliebte, starke und vor allem nichtrauchende Jugendliche ihre Mitschüler positiv beeinflussen. Nicht zuletzt sollten sich jedoch vor allem Eltern und Lehrer ihrer Vorbildwirkung bewusst sein, mahnt der Primar.

Das Resultat der dreijährigen Aktion „Ich brauch’s nicht!“: In den beteiligten Klassen haben um 23 Prozent weniger Schüler angefangen zu rauchen als in den „normalen“ Schulklassen. „Man kann’s nicht verhindern, aber man kann’s reduzieren“, meinte Riedler in Altenmarkt dazu pragmatisch. Das Ziel müsse ohnehin sein, dass das Nichtrauchen zur Norm in unserer Gesellschaft werde. „Das geht aber nur, wenn das Rauchen von allen öffentlichen Plätzen verbannt wird. Eine Wischiwaschi-Lösung wie in Österreich ist die allerschlechteste von allen Varianten, besonders für die Jugendlichen“, sagt Dr. Josef Riedler, „solange es Raucherbereiche in Bars und Cafés gibt, sind immer die cool, die dort sitzen, obwohl sie eigentlich noch nicht dürften. Wenn - außer zu Hause – nirgendwo mehr geraucht werden darf, ist das alles kein Thema mehr!“
Pongauer nachrichten / 29.04.2010 29.04.2010 / Print

4288
http://search.salzburg.com/articles/9854580?highlight=Nichtraucher+

Wirte pochen auf eine einheitliche Regelung

Rauchergesetz. Ab Jahresmitte gelten verschärfte Bestimmungen. Gaststätten mit mehr als 50 Quadratmeter müssen den Raucher- vom Nichtraucherbereich räumlich abtrennen. Viele Gastronomen haben wenig Freude mit der Lösung.

Andreas Praher SALZBURG. Ab Anfang Juli ist es soweit. Die Übergangsregelung für die heimische Gastronomie in Sachen Rauchergesetz ist vorbei. Ab diesem Zeitpunkt gilt: Der Hauptraum muss ein Nichtraucherlokal sein. Eine Trennwand muss diesen vor den qualmenden Gästen abgrenzen.

Es war die Wirtschaftskammer, die in den Verhandlungen auf die „österreichische Lösung“ gepocht hatte, nach der in Zukunft sowohl Raucher als auch Nichtraucher getrennt in den Gasträumen sitzen sollen. Während die Standesvertretung der Gastronomen dieses Gesetz lobt, sehen das viele Wirte anders. Sie reagieren verärgert.

Die Schnitzelschmiede in der Chiemseegasse hat aus diesem Grund seit 7. April bis auf weiteres geschlossen. Geschäftsführerin Veronika Höllbacher ließ das Gewölbe der 64 Quadratmeter großen Gaststube erst im Herbst des Vorjahres um mehrere 100.000 Euro renovieren, der Umbau würde sie weitere 40.000 Euro kosten. Da sie bei einem Umbau an Verkaufsfläche verlieren würde, sei eine Abtrennung aber schon aus räumlichen Gründen äußerst schwierig. Hinzu komme, dass der Einbau einer Trennwand aus Glas an die 14 Tage dauern würde und sie nicht wisse, wo sie in diesem Zeitraum die Frühstücksgäste vom Hotel bedienen soll. Da 80 Prozent ihrer Mittagsgäste Raucher seien, komme ein Nichtraucherlokal nicht in Frage.

Weniger tragisch, wenn auch nicht reibungslos gestaltet sich die Situation im Santorini. Das griechische Restaurant in der Kaigasse bleibt ein Raucherlokal. Um seine Stammkunden – laut eigenen Angaben bis zu 95 Prozent Raucher – nicht zu verärgern, opfert Sakis Athanasiol drei Quadratmeter seiner 53 Quadratmeter großen Gaststube und trennt den Nebenraum mit einer Gipswand ab. Den abgetrennten Teil werde er künftig als kleines Lager oder Abstellraum nutzen. „Ohne Raucher kein Umsatz“, bringt es der Grieche nüchtern auf den Punkt. Die Kosten für den Umbau halten sich bei ihm in Grenzen, glücklich über die Lösung ist Athanasiol dennoch nicht.

Ebenso wenig wie Karl Peter Reiter, Pächter des Zwettler nebenan. Er schätzt die Kosten für die bereits beantragte Trennwand auf 8000 Euro. Dabei sei der Verlust durch den Geschäftsentgang während der Umbauphase noch nicht mitgerechnet. „Den muss ich auf meine Kappe nehmen, da muss ich dann viel Bier und Wein verkaufen“, meint Reiter ironisch. Viel entscheidender sei jedoch die Frage, wie lange das Gesetz hält. Denn bis dato könne niemand genau sagen, wie es weitergeht.

Kurt Ranzenberger, Inhaber des Café Mozart sowie des Shamrock und O’Malley’s, hofft jedenfalls, dass sich die Ausgaben für die Abtrennung lohnen und die gesetzliche Regelung ein paar Jahre bleibt. Er sei froh, dass seine Gäste noch die Chance haben zu rauchen und nicht wie anderswo in Europa vor die Tür gehen müssen. Ein wenig anders sieht das Markus Dobrowolny, Betriebsleiter des Raschhofer’s Rossbräu in der Alpenstraße. Denn obwohl die Trennwand kein Problem darstelle, wäre ihm lieber, wenn endlich Nägel mit Köpfen gemacht würden, da jeder Einbau Kosten verursacht. Ins selbe Horn stößt Otto Lauermann, Geschäftsführer des nebenan gelegenen Pier 17: „Das ganze Gesetz ist sehr schwammig, die rechte Hand weiß nicht, was die linke tut.“ Er gehe den Weg des geringsten Widerstands und baue die Terrasse zu einem Wintergarten für Raucher um. Das Innere des Lokals bleibt künftig Nichtrauchern vorbehalten. Beide Bereiche seien mit rund 100 Quadratmetern etwa gleich groß.

Stadt nachrichten / 30.04.2010 30.04.2010 / Print

4289
Ein fauler Kompromiss

schlaglicht W enn politische Entscheidungsträger wenig Mut zu unpopulären Entscheidungen und viel Angst vor den Reaktionen potenzieller Wähler und Einflussgruppen haben, dann kommt so etwas heraus wie das neue Tabakgesetz. Der Versuch, weder den Rauchern, noch den Nichtrauchern und schon gar nicht der Wirtschaft vor den Kopf zu stoßen, hat dazu geführt, dass alle Seiten unzufrieden sind, und dass jeder weitere Schritt zumindest eine dieser Gruppen echauffieren würde. Folglich ist nicht zu erwarten, dass in nächster Zeit überhaupt etwas passiert, die Politik wird der Dinge harren und auf ein Machtwort der EU – in Form eines generellen Verbots – hoffen. Dieses wird im Lauf der nächsten Jahre wohl auch kommen. Dann kann gegenüber allen „Leidtragenden“ auf Brüssel verwiesen werden. Eine Taktik symptomatisch für eine zu oft mutlose politischen Riege.

D ie Übergangsregelung lässt zumindest hoffen, dass in Kaffeehäusern und Restaurants nicht mehr passiv mitgeraucht werden muss. Anders sieht es in den Nachtlokalen aus. Das Klientel zieht es nachweislich dort hin, wo am meisten los ist. Das wird auch künftig dort sein, wo das Rauchen erlaubt ist. Einen Nichtraucherbereich zu schaffen, ist nicht ausreichend, das Ziel muss der aktive Schutz von Angestellten und Nichtrauchern sein. Dieser funktioniert nur über ein Verbot. Und auch ein Großteil der Wirte würde sich über eine eindeutige Lösung freuen.

Pinzgauer nachrichten / 06.05.2010 06.05.2010 / Print

4290

http://search.salzburg.com/articles/9992608?highlight=Nichtraucher+

Wirte ärgern sich über neue Raucher-Regeln

Umstritten. Die heimischen Gastwirte sind verärgert . Ab 1. Juli müssen viele von ihnen auf Nichtraucherbetrieb umstellen – und mit kräftigen Umsatzeinbußen rechnen.

Michael MinichbergeR Zell am See. Am 1. Jänner 2009 trat das novellierte Tabakgesetz in Kraft, aufgrund einer Übergangsregelung wurde es bisher freilich kaum umgesetzt. Ab 1. Juli müssen die neuen Spielregeln (siehe Box auf dieser Seite) eingehalten werden, ansonsten drohen Strafen.

Für Ärger sorgt das Gesetzeswerk bei den betroffenen Gastronomen. Rudi Eder ist Sprecher der Vereinigung der Zeller Nachtlokale: „Diese Lösung ist nicht fertig gedacht. Jeder Wirt, mit dem ich rede, ist dagegen.“

Die geforderte Trennung in Raucher- und Nichtraucherräume komme für sein Lokal, das Insider (160 m2 ), nicht in Frage. „Ich müsste auch noch das ganze Lüftungssystem, das vorgeschrieben ist, umbauen. Das Ganze wäre eine Rieseninvestition.“ Und das in einer Lage, wo man nicht wisse, ob nicht bald ein generelles Rauchverbot komme. „Ich nehme jedenfalls keinen Cent in die Hand.“Wettbewerbsnachteil für größere Lokale Lokale über dem Grenzwert von 50 m2 hätten einen klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber kleineren Betrieben. „Wobei mir unklar ist, warum Rauchen in kleinen Lokalen gesünder sein soll.“ Eder, selbst Nichtraucher, plädiert für ein einheitliches Rauchverbot in Gastronomiebetrieben. „Das funktioniert in vielen Ländern und würde mich nicht zuletzt für meine Mitarbeiter freuen.“

Dass die Kunden ausbleiben, glaubt er nicht. „Bei einem flächendeckenden Rauchverbot gehen die Umsätze nicht zurück. Die Leute haben das Bedürfnis auszugehen und Menschen kennenzulernen.“ Zudem kämen auch von den rauchenden Kunden immer wieder Signale pro Rauchverbot. „Die meisten sehen das gar nicht so tragisch.“Hoher Anteil an Rauchern im Nachtleben Problematischer sei die halbherzige Lösung, die zu einer Wettbewerbsverzerrung zwischen Raucher- und Nichtraucherlokalen führe. „Da rechne ich mit 20 Prozent Umsatzrückgang“, sagt Rudi Eder, der schätzt, dass innerhalb seiner Kundschaft über 50 Prozent rauchen.

Im Kreise der Zeller Nachtlokale sei man dabei sich auf einen freiwilligen Nichtraucherbetrieb zu einigen. „Wir wollen vermeiden, dass einer anfängt umzubauen und die anderen dann nachziehen.“ Es seien zwar noch Gespräche ausständig, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit würden die Leitlokale ab 1. Juli auf rauchfreien Betrieb umstellen.

Wenig Freude mit dem Gesetz haben auch viele Kaffeehausbesitzer. Einer der schon jetzt einen Bereich für beide Gruppen anbietet, ist Erich Pletzer (Café Pletzer, Mittersill): „Das ist aus unserer Sicht perfekt. Es gibt welche, die kommen gar nicht rein, wenn es keine Nichtraucherzone gibt. Andere sagen, sobald Rauchverbot ist, komme ich nicht mehr.“ Ein generelles Verbot hält er nicht für notwendig.

Pletzer hofft, dass die bestehende Trennung den neuen Vorschriften entspricht. „Investitionen sind eine Zumutung, wenn man nicht weiß wie es weitergeht.“

Kollegen, die keine Möglichkeit haben zu trennen, hätten einen klaren wirtschaftlichen Nachteil, glaubt Pletzer. „Das weiß ich von Kollegen aus Südtirol. Die haben am Rauchverbot sehr zu knabbern.“ Ein generelles „Nein“ zum Rauchen in Lokalen, würde den Cafés ebenfalls Kunden und Umsatz kosten, so seine Einschätzung.BH rechnet mit Anzeige und schwierigen Verfahren Auf eine klarere Regelung noch vor dem Stichtag hofft man seitens der Bezirkshauptmannschaft. Ansonsten müsse man wohl ab Juli einer Reihe von Anzeigen nachgehen, sagt Amtsdirektor Franz Schwab. „Und dann besteht die Gefahr, dass wir für die Anwälte arbeiten, die versuchen jedes Schlupfloch auszunutzen.“

Pinzgauer nachrichten / 06.05.2010 06.05.2010 / Print