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Nachrichten - admin

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EU, Fragen, Antworten, etc. / EU - WHO
« am: September 03, 2010, 19:55:56 Nachmittag »
EU-Kommission will Tabakkonsum weiter konsequent bekämpfen

dpa

Brüssel – Etwa jeder dritte Raucher in der EU hat mindestens einmal in den vergangenen zwölf Monaten versucht, mit dem Rauchen aufzuhören. Gesundheitliche Gründe spielten dabei die ausschlaggebende Rolle. Dies ergab eine Umfrage der EU-Kommission unter knapp 30.300 Europäern.

An zweiter Stelle stehen Familie, Partner, Freunde. Bedenken über die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauches für Nichtraucher liegen der Umfrage zufolge an vierter Stelle.

Einer von fünf Rauchern gab zudem an, dass ärztlicher oder medizinischer Rat, eine Missbilligung des Rauchens durch Mitbürger sowie Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden eine Motivation seien, mit dem Rauchen aufzuhören.

Drei Viertel (77 Prozent) der Europäer sind davon überzeugt, dass alle Zigaretten gleichermaßen schädlich sind. Fast ebenso viele (75 Prozent) EU-Bürger halten Aufdrucken von Warnbildern auf Tabakwarenverpackungen für besonders effektiv, um auf die Gefahren des Nikotinkonsums aufmerksam zu machen.

Rund ein Drittel der EU-Bevölkerung ist nikotinabhängig. Im Durchschnitt konsumieren die EU-Raucher 14,4 Zigaretten pro Tag. Die höchsten Anteile an Zigarettenrauchern gibt es im südlichen Europa.

In Griechenland und der türkisch-zyprischen Gemeinschaft übersteigt der Anteil der Raucher 40 Prozent. In Finnland und Schweden ist der Zigarettenkonsum am geringsten (21 beziehungsweise 16 Prozent der Bevölkerung). In Deutschland greifen etwa 25 Prozent der Bevölkerung regelmäßig zur Zigarette.

Jährlich sterben nach Angaben der EU-Kommission 650000 Unionsbürger an den Folgen des Nikotinkonsums. Etwa die Hälfte von ihnen ist zwischen 35 und 69 Jahre alt. EU-Gesundheitskommissar John Dalli will sich daher verstärkt für ein Leben ohne Tabak einsetzen. In der zweiten Jahreshälfte 2011 will er einen Vorschlag für eine überarbeitete Richtlinie vorlegen, um den Tabakkonsum weiter einzuschränken. Dies betrifft vor allem den Arbeitsplatz und öffentliche Räume.

Die grenzüberschreitende Tabakwerbung, zum Beispiel während internationaler Sportereignisse, ist bereits seit 2003 verboten. Zu den aktuellen Initiativen zählt eine Empfehlung der EU-Kommission an die Mitgliedstaaten, Nichtraucher an frei zugänglichen Plätzen vor Tabakqualm zu schützen. © ps/aerzteblatt.de

3992
Europa / Griechenland
« am: September 03, 2010, 19:54:17 Nachmittag »
Donnerstag, 2. September 2010
Ausland Griechenland geht härter gegen Raucher vor

Athen – Griechenland geht härter gegen Raucher vor. Nachdem ein bereits 2009 erlassenes Rauchverbot für öffentliche Plätze weitgehend folgenlos geblieben war, trat gestern ein neues Gesetz in Kraft.

Damit werde das Land „nicht nur wirtschaftlich, sondern auch im Alltag lebenswerter“, sagte Ministerpräsident Giorgos Papandreou, seines Zeichens Nichtraucher. Die Griechen sind europaweite Spitzenreiter beim Tabakkonsum, fast 40 Prozent der Griechen rauchen. 

Ziel des dritten Anti-Tabak-Gesetzes seit 2002 ist die Durchsetzung eines im Juli vergangenen Jahres verabschiedeten öffentlichen Rauchverbots, das aufgrund fehlender Kontrollen und Sanktionen nicht wirkte.

Künftig soll Tabakkonsum in öffentlichen Räumen sowohl am Arbeitsplatz als auch in der Freizeit mit http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/42577/Griechenland_geht_haerter_gegen_Raucher_vor.htm

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Geld / Was kosten uns die Raucher?
« am: September 02, 2010, 14:16:49 Nachmittag »
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Was kosten "uns" eigentlich die Raucher?

Nochmals sind hier die Beträge ............, grob:
1,6 Mrd. kosten die RaucherInnen
1,1 Mrd. bezahlen sie durch Tabaksteuer und früheres Ableben selbst
500 Mill. müssen zusätzlich durch Steuern von ÖsterreicherInnen zugeschossen werden!



http://diepresse.com/home/panorama/rauchen/534475/index.do?from=gl.home_panorama

Die Presse, Der Standard, der Kurier fast alle wichtigen Zeitungen haben Anfang 2010 über die diesbezüglichen Mitteilungen vom Institut für Höhere Studien (IHS) berichtet!


Die teuren Raucher


21.01.2010 | 18:16 |  MIRJAM MARITS (Die Presse)

511,4 Millionen Euro pro Jahr beträgt der volkswirtschaftliche Verlust, der durch Raucher verursacht wird.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die staatliche Einnahmen mit den Ausgaben verglichen hat.

Für die militanten Nichtraucheraktivisten ist es ein weiteres, starkes Argument gegen ihr Feindbild, die Raucher: Diese kommen den Staat ziemlich teuer. Konkret verursachen Österreichs Raucher jedes Jahr einen volkswirtschaftlichen Verlust von 511,4 Millionen Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts für Höhere Studien und der Medizinischen Universität Wien.

Dabei haben die Studienautoren die Kosten, die dem Staat durch den rauchenden Teil der Bevölkerung entstehen, dem volkswirtschaftlichen „Nutzen“ des Rauchens gegenübergestellt. Das Ergebnis: Zwar nimmt Österreich durch die Tabaksteuer jährlich eine Milliardensumme (2008: 1,4 Mrd. Euro) ein. Pensionsversicherungen sparen sich durch die geringere Lebenserwartung von Rauchern – diese sterben zwischen 4,5 und 6,1 Jahren früher als Nichtraucher – Pensionsauszahlungen.

„Aber“, so Ko-Autor und Mediziner Manfred Neuberger (Institut für Umwelthygiene der Medizinischen Uni Wien), „die Kosten, die dem Staat durch Raucher entstehen, überwiegen deutlich“. Dazu zählen die Behandlung von Folgeschäden (Asthma, Herzinfarkt, Lungenkrebs etc.) sowie die laut Studie „signifikant höhere Wahrscheinlichkeit für Pflegebedürftigkeit unter Aktiv- und Exrauchern“. Miteinberechnet wurden auch Krankenstände und Invalidität von Rauchern. Der errechnete Verlust von 511,4 Mio. Euro sei aber „eine sehr konservative Rechnung“, sagt Neuberger. Denn andere Aspekte, etwa die geringere Produktivität von Rauchern (durch Rauchpausen während der Arbeitszeit), wurden gar nicht mitgerechnet.

Die teuren Raucher also. Ein Argument, mit dem Neuberger, der auch Vizepräsident der Initiative „Ärzte gegen Raucherschäden“ ist, seine Forderung nach einem strikten Rauchverbot in der Gastronomie unterstreicht. „Das wäre die billigste Lösung für alle Beteiligten.“ Die außerdem dazu führen würde, dass die Herzinfarktrate in der Bevölkerung um zehn bis 20 Prozent sinkt. In Schottland ist die Zahl der Herzinfarkte einer Studie zufolge ein Jahr nach Einführung des Rauchverbots in Lokalen um 17Prozent zurückgegangen. Untersuchungen aus anderen Ländern kämen zu ähnlichen Ergebnissen. „Mit keiner anderen Maßnahme“ als komplett rauchfreien Lokalen, sagt Neuberger, könnte man einen derartigen Rückgang an Herzinfarkten erreichen.

 
Feinstaubbelastung in Lokalen

Rauchfrei – davon ist man in Österreich trotz des (theoretischen) Rauchverbots in der Gastronomie seit Anfang 2009 weit entfernt. Wegen vieler Ausnahmen und mangels Überprüfung – eine behördliche Kontrolle gibt es nicht, Gäste müssen Verstöße beim Magistrat melden – wird vielerorts weitergeraucht. Mindestens 60 Prozent der Wirte würden sich nicht an das Gesetz halten, sagte Robert Rockenbauer von der Schutzgemeinschaft für Nichtraucher am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit der Ärzteinitiative. Im ländlichen Bereich sei der Anteil sogar noch höher, da hier die Hemmschwelle vieler Gäste, den Wirt, den sie persönlich kennen, anzuzeigen, höher sei als in Städten. Rockenbauer fordert „endlich Kontrollen nach Schweizer Vorbild“: Im Kanton Zürich wird die Polizei ab Mai 2010 bei Verstößen direkt Geldstrafen einheben. In Österreich sind Kontrollen durch die Polizei im Tabakgesetz allerdings explizit nicht vorgesehen.Doch selbst in Lokalen, die getrennte Raucher- und Nichtraucherräume geschaffen haben, ist der Schutz vor Nikotin nicht garantiert. Wie eine Schweizer Studie zeigt, ist die Belastung durch den Feinstaub (PM 2,5 oder kleiner), der durch Nikotin entsteht, auch in Nichtraucherbereichen beträchtlich. So ist die Belastung in Nichtraucherbereichen (110,4 ?/m) gleich hoch wie in reinen Raucherlokalen (110,3 ?). Und selbst, wenn der Nichtraucherbereich durch eine Tür abgetrennt ist, liegt die Feinstaubbelastung mit 43,9 ?/m immer noch deutlich über dem „akzeptablen“ Wert von 35 ?. „Diese Werte sind so hoch, dass sie für Asthmapatienten oder Herzkranke eine akute Gefahr darstellen.“ Messungen der Ärzteinitiative in Wiener Lokalen seien zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.

AUF EINEN BLICK

■511,4 Millionen Euro pro Jahr beträgt der volkswirtschaftliche Verlust, der durch Raucher verursacht wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Höhere Studien und der Med-Uni Wien, die die staatliche Einnahmen (Tabaksteuer) mit den Ausgaben (medizinische Kosten etc.) verglichen hat.

www.aerzteinitiative.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2010)


Aus dem Archiv:

    * Das bringt 2010: Aufstand gegen Raucherlokale (29.12.2009)
    * Weniger Raucher - weniger Krebstote in Europa (30.11.2009) - http://diepresse.com/home/panorama/rauchen/525104/Weniger-Raucher-weniger-Krebstote-in-Europa


ACHTUNG, NEU, Juli 2011:
http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=471.msg3087#msg3087



3994
Ich starb/sterbe an Krebs - durch Tabakrauch / Das Rauchverhalten in ...........
« am: September 01, 2010, 17:55:29 Nachmittag »

"Kurier" vom 01.09.2010
Ressort: Chronik
Seite: 17
Ausgabe: Wi,Abend,Länder,Wi,Morgen

Sucht: Österreicher qualmen am meisten

Weltweit werden pro Tag über 15 Milliarden Zigaretten geraucht. Zwar nimmt die Zahl der männlichen Raucher ab, Frauen aber holen beim Zigarettenkonsum deutlich auf.

Weltmeister Österreich liegt im globalen Vergleich mit 36,3 Prozent Rauchern in der

Bevölkerung an der Spitze.

Gefolgt von Griechenland (35 Prozent) und Ungarn mit 33,8.

3995
"Kurier" vom 01.09.2010
Ressort: Chronik
Seite: 17
Ausgabe: Wi,Abend

Interview

"Sehe Tabakkonsum als Symbol der Freiheit"

Der KURIER fragte bei dem Bayern Manuel Güll, Unternehmenssprecher von Imperial Tobacco, nach. Das Unternehmen ist weltweit der viertgrößte Zigarettenanbieter. In Österreich setzt der Konzern pro Jahr 13 Milliarden Zigaretten ab. Jährlicher Umsatz: 50 Millionen Euro nach Steuern.

KURIER: Geht der Zigarettenabsatz bei absoluten Rauchverboten wie etwa in Irland oder der Türkei zurück?

Manuel Güll:Im ersten Jahr reduziert sich das Geschäft um zwei Prozent. Dann pendeln sich die Umsatzzahlen wieder ein. Raucher rauchen wegen Verboten nicht weniger.

Wie stehen Sie zu der österreichischen Lösung mit getrennten Bereichen?

Das Gesetz liegt im europäischen Trend. Raucher, Nichtraucher, Gastronomie und Wirtschaft können miteinander existieren.

Die EU hat bei einem europaweiten Rauchverbot zurückgerudert. Dafür gibt es jetzt den Vorschlag der Einheitspackerln ...

Damit will man Zigaretten unattraktiv machen und Raucher an den Pranger stellen. Und es ist ein Angriff auf bestehende Markenrechte. Anfang September gibt es dazu in Brüssel eine Anhörung.

Experten sehen darin eine Erleichterung für Fälscherbanden. Sie auch?

Ein Camel-Packerl ist schwieriger zu kopieren als eine Einheitsbox. Die Fälscher werden sich freuen.

Österreich ist bei Jugendlichen Rauch-Weltmeister. Gibt es eine Erklärung?

Nein, aber wir wollen nicht, dass Kinder- und Jugendliche rauchen. Verkaufen Trafikanten Rauchwaren an Jugendliche, muss dagegen vorgegangen werden.

Sollten Zigarettenpreise steigen oder sind gesetzliche Mindestpreise sinnvoller?

Der Mindestpreis ist rechtswidrig und daher gefallen. Steigerungen von 15 bis 20 Cent pro Box sind möglich. Es gibt aber eine finanzielle Schmerzgrenze.

Akzeptiert die Tabakbranche den angerichteten Schaden an der Volksgesundheit?Oder zählt nur die Eigenverantwortung?

Der Konsum birgt gesundheitliche Risiken. Aber diese Debatte ist zynisch ...

Warum?

Ich sehe den Tabakkonsum als Symbol der Freiheit. In Zukunft wird über das Schnitzel oder Alkohol diskutiert. Auch Ski fahren birgt Risiken. Regierungen können nicht alles regulieren.

Seit einem Monat besteht in Bayern generelles Rauchverbot in Lokalen. Wie nehmen Ihre Landsleute das auf?

Das hängt von den Promille ab. Aber Spaß beiseite. Der Bayer lässt sich ungern etwas vorschreiben. Ich erwarte aber keine Rebellion.

http://www.rauchersheriff.at

http://www.rauchfreiheit.at

3996
Ö s t e r r e i c h Medienberichte 1 / Tabakpolitik in Österreich
« am: September 01, 2010, 17:44:07 Nachmittag »
"Kurier" vom 01.09.2010

Ressort: Innenpolitik

Seite: 4

Ausgabe: Wi,Abend,Länder,Morgen

   
Runder Tisch: Was läuft falsch im Gesundheitssystem? Die Sprecher von SPÖ und ÖVP sowie Ex-Kassenchef Bittner im Streitgespräch
Tabaksteuer in die Spitalskasse?

Am Rande des Europäischen Forums Alpbach diskutierten die Gesundheitssprecher von SPÖ und ÖVP, Sabine Oberhauser und Erwin Rasinger, mit dem Gesundheitsexperten und Ex-Chef der Wiener Gebietskrankenkasse Franz Bittner ("Peri Human Relations") über die Anhebung der Tabaksteuer, fehlende Transparenz im Gesundheitssystem - und die richtige Butterstärke am Brot:

KURIER: Die Ärztekammer hat eine höhere Besteuerung des Rauchens zugunsten der Gesundheitspolitik eingefordert. Ein kluger Vorstoß?

Erwin Rasinger: Die Verdoppelung erscheint mir überzogen, aber 30 Millionen Euro sollten aus der Tabaksteuer für Prävention zweckgewidmet werden. In anderen Bereichen geht das: Österreichs Sportler bekommen aus den Lotto-Toto-Erträgen 80 Millionen Euro im Jahr, Anfang 2000 waren es 30 Millionen. Im Fonds Gesundes Österreich, der sich um Vorsorge kümmern soll, haben wir demgegenüber seit 1996 unverändert sieben Millionen. Das ist für nachhaltige und sinnvolle Prävention zu wenig. Was wir beim Sport können, müssen wir auch bei der Gesundheit schaffen.

Franz Bittner: Als Kassenchef habe ich die Zweckwidmung der Tabaksteuer immer wieder gefordert, nur hat sich kein Finanzminister je getraut, das umzusetzen. Das Problem ist: Alle Beteiligten halten die Maßnahme für klug - nur passiert nichts.

Sabine Oberhauser: Was vielleicht auch daran liegt, dass die Anhebung der Tabaksteuer für mich nur die zweitbeste Lösung ist. Steigt die Steuer, nehmen Schmuggel und Schwarzhandel zu, entsprechend geringer sind die zusätzlichen Einnahmen. Hinzu kommt: Sobald die Menschen gesünder leben, sprich weniger oder gar nicht rauchen, fehlen wieder Millionen für das Gesundheitssystem. Die beste Lösung wäre, mehr Geld aus dem allgemeinen Steuertopf in das System zu geben.

Herr Rasinger, gäb's das Geld, was sollte mit zweckgebundenen Mitteln passieren?

Rasinger: Da mangelt es nicht an Ideen. Wir könnten die Sportförderung für übergewichtige Kinder ausbauen. Derzeit werden Projekte nach wenigen Jahren wieder eingestellt, weil die Finanzierung fehlt.

Oberhauser: Ein Vorbild sind die Finnen. Sie haben etwa evaluiert, wie dick die Butter am Brot ist. Am Ende stand die Ansage: Wir wollen runter von drei auf einen Millimeter! Und bei Schweinen wurde die Fettschicht am Rücken gemessen. Weniger fettes Fleisch im Regal bedeutet weniger Versuchungen beim Einkaufen - und gesündere Konsumenten.

Bittner: Ich würde eine finanzielle Stützung hochwertiger Nahrungsmitteln dringend befürworten.

Die Menschen kaufen falsch ein - ist das unser Hauptproblem im Gesundheitswesen?

Rasinger: Nicht das Hauptproblem, aber Prävention wird zu wenig beachtet. 80 Prozent der Typ-2-Diabetiker wären durch adäquate Bekämpfung von Übergewicht zu vermeiden. Wir müssen weg von der Spitals-, hin zur Präventionspolitik. Denken Sie an psychische Erkrankungen. Die nehmen dramatisch zu und sind bereits die häufigste Ursache für Invaliditätspensionen.

Bittner: Bleiben wir bei Diabetikern: Hier zeigt sich, wie wenig vorhandene Potenziale genutzt werden. Wir haben in Österreich 420.000 Diabetiker in Behandlung, 180.000 sind krank aber nicht diagnostiziert, weitere 10.000 erkranken jährlich neu. Von den 420.000 werden aber nur 10.000 in Disease-Management-Programmen betreut.

Warum ist das wichtig?

Weil diese Programme Leid und Kosten sparen. Diabetes ist eine Krankheit mit schwersten Folgen - Erblindungen, Dialyse, etc. In den Disease-Management-Programmen werden Patienten effektiver behandelt, die Kosten pro Jahr und Patient sind um bis zu 700 Euro niedriger. Trotzdem passiert in die Richtung wenig, weil wir neun verschiedene Gesundheitssysteme haben und einfach die zentrale Steuerung fehlt.

Eine Forderung der Ärzte lautet: Der Hausarzt muss gestärkt werden. Warum?

Rasinger: Weil Hausärzte oft nicht sind, was sie sein sollten, nämlich zentraler Ansprechpartner der Patienten. Wir müssen nachdenken, wofür wir Ärzte entlohnen. Derzeit bekommen sie fürs Blutabnehmen oder für Injektionen bezahlt, Zuwendung zählt nicht im selben Maß.

Oberhauser: Volle Zustimmung. Wir müssen beim Honorarsystem etwas tun, das kleinteilige Sammeln von Leistungen ist von gestern.

Mit Pauschalzahlungen?

Rasinger: So lange der Hausbesuch beim Pudel mehr Geld bringt als der beim Frauerl, darf man sich nicht wundern, wenn uns in Großstädten bald Ärzte fehlen.

Apropos Fehlen: Herr Bittner, Sie attestieren dem Gesundheitssystem einen Mangel an Transparenz.

Bittner: Und zwar insbesondere bei den Spitälern. In Dänemark kann ich sehen, wie viele OPs ein Spital macht und welche Erfolgsquote es hat - eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Wissen Patienten, dass irgendwo nur 100 Geburten im Jahr stattfinden, werden sie dort nicht entbinden. Das Spital schließt die Abteilung und spezialisiert sich auf andere Bereiche. Transparenz schafft Qualität.

Aber wie soll diese Transparenz konkret aussehen?

Bittner: Die Leistungsbilanz eines Krankenhauses sollte online abrufbar sein.

Rasinger: Da bin ich skeptisch.

Warum?

Rasinger: Der 80-Jährige schaut nicht ins Internet.

Oberhauser: Dann erledigt das eben der Hausarzt.

Rasinger:Ein guter Arzt weiß, wo er Patienten unterbringt, und Qualitätsberichte werden oft überbewertet. In den USA werden Komplikationszahlen bei Bypass-OPs veröffentlicht. Was passiert? Manche Spitäler nehmen schwierige Patienten nicht, weil diese die Statistik drücken.

Bittner: Warum so pessimistisch? Probieren wir Reformen doch aus. Verwerfen können wir sie immer noch.

Copyrighthinweis: © Kurier - Wien, 2010

3997

LHStv. und Ref. für Gesundheit Dr. Kaiser
, sehen Sie das Zigarettenrauchen auch als Sucht, oder als .....?
Ist die Nichteinhaltung des NR.-Schutzes ein Kavaliersdelikt, oder wird endlich in entsprechender Höhe gestraft?

PS: Die KGKK ist bei Raucherentwöhnung schon ziemlich weit, aber noch nicht außerhalb von Klagenfurt/Villach.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100901_OTS0072/a-v-i-s-o-morgen-donnerstag-1300-uhr-pk-lhstv-kaiser-zu-pilotprojekt-suchtpraevention


A V I S O - Morgen, Donnerstag, 13.00 Uhr, PK LHStv. Kaiser zu Pilotprojekt Suchtprävention =

   Klagenfurt (OTS/LPD) - Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser
gibt morgen, Donnerstag, 13.00 Uhr, eine Pressekonferenz zum Thema
"Suchtprävention - Pilotprojekt des Gesundheitsreferates mit dem
Militärkommando Kärnten". Sie findet im Stellungsgebäude des
Militärkommandos Kärnten, Seminarraum, Windisch-Kaserne, Welzenegger
Zeile 28, Klagenfurt, statt. Weitere Gesprächspartner sind
Militärkommandant Brigadier Gunther Spath und Cornelia Moschitz von
der Landesstelle Suchtprävention.
    (Schluss Aviso)

Rückfragehinweis:
   Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
   Tel.: 05- 0536-22 852
   http://www.ktn.gv.at

3998


Laut Kurier vom: 1.9.10

……. Einer der wehrhaften Gastronomen ist Werner Staud aus Bad Vöslau. Der "Raucher-Rebell" suchte für seinen Bierhof um eine Trafik-Lizenz an und erhielt sie: "Laut Gesetz darf in Trafiken geraucht werden. Also sind im Bierhof Raucher willkommen." Die BH Baden kontrollierte das Lokal. Staud: "Ich warte auf die Anzeige."

Helmut Hinterleitner, Gastronomie-Sprecher der Wirtschaftskammer, verwehrt Staud jede Unterstützung: "Dieses Vorgehen ist nicht im Sinn der Kammer."
Auch im Gesundheitsministerium befasst man sich mit dem "Grenzfall Staud".

Alle Nachahmer zogen aus Furcht vor Konsequenzen ihr Trafik-Ansuchen zurück.

3999
Niederösterreich, Eigenartigkeiten

August 07, 2010, 08:50:32 »

http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/2021984.php

Geplante Razzia beim Raucher-Rebellen

    * Hauptartikel
    * Interview
    * Hintergrund

Wirt nützt Lücke im Tabakgesetz

Rauchen erlaubt: Ein Wirt aus Niederösterreich hat eine Gesetzeslücke entdeckt und umgeht in seinem Lokal den Nichtraucherschutz.

Mit der Trafik-Lizenz will Wirt Werner Staud in seinem Restaurant Bierhof (Bad Vöslau) die Nichtraucher-Regelung aus den Angeln heben.

http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=456.msg1521#msg1521

4000

"Rauchverbot": Anzeigenflut nach Kontrollen in Grazer Discos


In Discos und Bars setzte es am Wochenende nach 26 Kontrollen 26 Anzeigen. Strafen von 300 bis 1000 Euro.

KLZ/ScheriauSujetbild

Es war die Ruhe vor dem Sturm. Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl hatte mit 1. Juli zur Aktion scharf geblasen, um den Nichtraucherschutz in Lokalen zu überprüfen. Die erste Bilanz sah positiv aus: Nach 144 Kontrollen in Restaurants und Cafés (auch in Shoppingzentren) gab es nur 28 Anzeigen wegen Verstöße.
Dicke Luft in Discos und Bars

Doch eine Schwerpunktkontrolle am Wochenende ergab bei Discos und Partylokalen in Graz ein ganz anderes Bild. Dort herrscht dicke Luft: Nach 26 Kontrollen setzte es 26 Anzeigen. Die meisten Betreiber zeichneten sich durch Ignoranz aus, ärgert sich Nagl-Sprecher Thomas Rajakovics: "Grundtenor war, wir sind ja nicht die Eltern, dass wir den Jugendlichen das Rauchen verbieten." Noch dazu waren das großteils U-20-Lokale. Nun setzt es Strafen ab 300 bis 1000 Euro und die Aktion scharf wird verlängert.

4001
AB 1. JULI 2010: PLANQUADRAT ÖSTERREICH / Oberösterreich: Ist Wels anders?
« am: September 01, 2010, 11:02:31 Vormittag »
Von: krebspatient-krebsforum [mailto:krebspatient-krebsforum@utanet.at]
Gesendet: Mittwoch, 01. September 2010 08:30
An: 'franz.pietsch@bmg.gv.at'
Cc:
Betreff: Ist Wels anders?

Guten Morgen!
Wegen unten: Bitte Kontaktaufnahme mit f.h.doppelhofer@gmail.com und Antwort dann abschriftlich an krebspatient-krebsforum@utanet.at
Danke!
MfG.
Dietmar Erlacher

PS: Weiters zur Info http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=427.msg1588;topicseen#msg1588


Hubert Doppelhofer Anfrage aus Wels wo wir leider auch keine Antwort wissen:
in wels (OÖ) findet gerade das volksfest (agraria) statt. in sämtlichen
bierzeltern und weinhallen wird geraucht. nach anfrage bei der zuständigen
behörde, magistrat wels, wurde mir mitgeteilt, dass es hierfür eine
sonderregelung gibt.

...
leider ist für mich keine sonderregelung im gesetzblatt ersichtlich und ich
stelle mir die frage, ob gewisse städte wieder ausnahmen bei ihren eigenen
veranstaltungen machen dürfen?
   
   
In einem Informationsblatt des Gesundheitsministeriums wird behauptet, dass Zeltfeste ausgenommen sind: http://www.bmg.gv.at/cms/site/attachments/9/9/8/CH0756/CMS1157723700705/informationsblatt__nichtraucherschutz_in_der_gastronomie__gz_221...8...0_0086-iii_b_6_2008.pdf
Ausjudiziert ist das aber nicht, und im Gesetz steht nicht taxativ aufgezählt, dass Zeltfeste ausgenommen sind: http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10010907
Aber das wissen wir eh, dass das derzeitige Gesetz viel Interpretationsspielraum zulässt.
   

Die Kärntner Zeltfeste mussten schließlich auch rauchfrei sein, nachdem sich BMfG + BH. eingeschaltet haben.
Ist Wels anders
?

4002
AB 1. JULI 2010: PLANQUADRAT ÖSTERREICH / Graz
« am: September 01, 2010, 10:59:27 Vormittag »
In der Tschickeria

Not macht erfinderisch. Aktuelles Beispiel: Rauchergesetz. Wie Wirte damit umgehen? Ein ungefilterter Rundgang.

http://www.kleinezeitung.at/g7/2438641/tschickeria.story

Die Lösung in der Eschenlaube ist blitzblank, hat 9000 Euro gekostet und öffnet sich mit zerdehntem Surren. Und das viel langsamer, als so manchem Kellner lieb ist: die neue elektrische Glastür, die von nun an die Raucher von den Nichtrauchern trennt. "Da muss man sich schon erst einmal daran gewöhnen. Es ist ein bisserl wie am Flughafen", sagt Kellnerin Claudia Haslinger mit skeptischem Blick auf die Glasfront.
Hier klicken!

Das Rauchergesetz ist in Graz angekommen. Seit 1. Juli hat sich in den Lokalen so einiges verändert. Quadratmeter wurden hin-, her- und ausdiskutiert und eigenartige Clubs gegründet. 56 Gaststätten wurden bis dato in Graz kontrolliert, 34 Strafverfahren laufen bereits. Dabei droht Lokalen und Wirtshäusern bei Erstvergehen eine Strafe von 100 Euro, Einkaufszentren von 300 Euro. Die Wut gibt's gratis dazu.
Zweiklassengesesellschaft

Der Wirte letzter Schluss nach einem Monat Rauchergesetz: "Hätte man das Rauchen gleich in allen Lokalen verboten, hätten wir uns viel Geld gespart." Denn die eine oder andere Nichtraucherlösung entwickelt sich zur wahren Gespenstergesellschaft. So wie im Cafe Generals in der Belgiergasse. Hier wurde die Bar durch eine Kombination aus Glas- und Steinwand in Nichtraucher- und Raucher geteilt. Betreiber Günter Moitz: "Ich habe 20.000 Euro investiert, damit jetzt niemand drinnen sitzt." Auch Hans Gregoritsch von Flann O'Brien hat das Thema satt: "Alles furchtbar, es wird nicht auf die Art des Lokals geachtet. Unser Leitbild ist Sport und Musik, jetzt habe ich eine Zweiklassengesellschaft. Einer ist immer benachteiligt, ob Raucher oder Nichtraucher."

Im Cafe Centraal löst man das Problem auf kubanische Art, mit den "Amigos de Cuba". Das Lokal wurde mit einer Wand geteilt. Vorne liegt der Raucherbereich, hinten das Vereinslokal. Auch für Raucher. Mitgliedsbeitrag ist fünf Euro, dazu gibt's Getränkegutscheine. Das Geld geht übrigens an ein kubanisches Waisenhaus. Bei l'angelo geht man das Problem auf provokante Weise an. Ein Plakat in der Optik eines Warnhinweises sagt dem Gast: "Der Besuch kann tödlich sein. Raucherlokal. Nichtraucher wegen guter Lüftung willkommen." Wir danken für den Hinweis.



Dazu:
Von: krebspatient-krebsforum [mailto:krebspatient-krebsforum@utanet.at]
Gesendet: Mittwoch, 01. September 2010 09:51
An: 'franz.pietsch@bmg.gv.at'
Cc:
Betreff: Graz, Cafe Centraal
Wir dachten, Vereinslokale müssen ebenfalls den NR.-Schutz einhalten.
Doch nicht?
Warum handeln BHs/MAs nicht, wenn bundesweit Missverhalten der Wirte öffentlich kundgetan wird, mit Fotos? Amtsmissbrauch?
http://www.kleinezeitung.at/g7/2438641/tschickeria.story
Im Cafe Centraal löst man das Problem auf kubanische Art, mit den "Amigos de Cuba". Das Lokal wurde mit einer Wand geteilt. Vorne liegt der Raucherbereich, hinten das Vereinslokal. Auch für Raucher. Mitgliedsbeitrag ist fünf Euro, dazu gibt's Getränkegutscheine. Das Geld geht übrigens an ein kubanisches Waisenhaus.



4003
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2464112/rauchergesetz-erste-wirte-werfen-handtuch.story

1.09.2010

Rauchergesetz: Erste Wirte werfen Handtuch

Das Rauchergesetz ist seit zwei Monaten in Kraft und es hagelt weiter Anzeigen und Strafen. Erste Wirte sperren bereits wegen Gästemangels zu.

Seit 1. Juli ist Schluss mit den Übergangsregelungen beim Nichtraucherschutz in Lokalen. Seit Wochen klagen daher auch die Grazer Wirte über Umsatzeinbußen und kritisieren die "wettbewerbsverzerrenden" Regelungen. Noch dazu hagelte es vor allem in den ersten Wochen Anzeigen und Strafen vonseiten der zuständigen Bau- und Anlagenbehörde, weil viele Wirte Nichtrauchschutzmaßnahmen nicht umgesetzt haben. Vor allem Jugendlokale und Discos würden noch immer auf das Gesetz pfeifen (siehe links).

Nun gibt der erste Wirt auf: Wolfgang Pöltl, Betreiber der Obama-Bar in der Grazer Innenstadt, hat diese wegen des Nichtraucherschutzgesetzes zugesperrt. "Das Gesetz hat mir meine Gäste vertrieben, weil ich mich anders als andere Wirte an das Gesetz halte. Vor Kurzem musste ich zusperren und sechs Leute entlassen. Die hat Gesundheitsminister Alois Stöger auf dem Gewissen", hadert Pöltl.
Gesetz prüfen lassen

Und Pöltl droht mit Konsequenzen: "Ich fordere von der Politik meinen Verlust von 200.000 Euro zurück." Dazu will er den Verfassungsgerichtshof einschalten, damit dieser mittels Normprüfungsverfahren prüfe, ob das Gesetz überhaupt ordnungsgemäß umsetzbar sei. Vor allem die Tatsache, dass es von der Größe eines Lokals abhängt, ob es ein Raucher- oder Nichtraucherlokal sein darf, kritisiert Pöltl. "Das ist so, wie wenn man mit einem großen BMW 370 fahren darf, mit einem Golf aber nur 130."

Als schlicht "wettbewerbsverzerrend und katastrophal" bezeichnet Gerhard Sudy, Inhaber des Cafés Gino am Tummelplatz und des Cafés Muhr in der Herrengasse das Nichtrauchergesetz. Auch er stößt sich daran, dass Gedeih und Verderb eines Lokals davon abhänge, ob es 49 oder 51 Quadratmeter groß sei. "Es muss eine Volksabstimmung her, die ein klares Nein oder Ja für Rauchen oder Nichtrauchen in Lokalen festlegt", so Sudy.

Besonders ärgert Sudy, dass das Gesetz auf die Arbeitnehmer kaum Rücksicht nimmt. Denn die Kellnerin im Raucherlokal könne sich höchstens einen neuen Job suchen. Auch die Abtrennung von Raucher- und Nichtraucherbereich sei problematisch: "Es gibt zwar eine trennende Glastür, bloß bleibt sie bei vielen offen."

Diese Kritik lässt Karl Wratschko, Gastronomie-Obmann in der Wirtschaftskammer, nicht gelten. "94 Prozent sind mit dem Gesetz zufrieden. Nur eine kleine Minderheit betreibt eine Hatz gegen die Raucher", so Wratschko. Auch die vorgeschriebene räumliche Trennung hätten die Wirte umgesetzt. Und: Der Arbeitnehmerschutz sei mit der Gewerkschaft ausverhandelt worden - und dass Wirte das Gesetz ignorieren, stimme einfach nicht.

HELMUT BAST


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Gesundheit / Jugend - Zigarettenrauchen - Depressionen
« am: August 31, 2010, 15:39:12 Nachmittag »
Montreal/Iserlohn (pte/30.08.2010/12:17) - Teenies, die auf dem Schulhof ihre Zigaretten paffen, wollen damit manchmal den täglichen Frust abbauen. Doch nun haben Forscher der Universitäten von Montreal und Toronto festgestellt, dass Zigaretten bei einigen Jugendlichen genau das Gegenteil bewirken.

Rauchende Teens zeigten in Langzeituntersuchungen vermehrt Depressionen. Für die Untersuchung im Fachmagazin Addictive Behaviors wurden mehr als 670 Schüler befragt.

"Mit dieser Studie wollten wir die emotionalen Vorteile des Tabakkonsums erforschen", erklärt Studienleiter Michael Chaiton von der Ontario Tobacco Research Unit http://www.otru.org an der University of Toronto. "Obwohl Zigaretten zunächst die Stimmung aufheitern können, zeigt sich als Langzeiteffekt eine Zunahme von depressiven Symptomen bei den Heranwachsenden." In der Untersuchung wurden Schüler verschiedener sozialer Schichten in verschiedenen kanadischen Gemeinden befragt.

Vermeintlicher Stimmungsaufheller verursacht Depression

Die Studienprobanden wurden in drei Gruppen eingeteilt, die sich aus Nichtrauchern, Gelegenheitsrauchern, die Zigaretten nicht als Stimmungsaufheller sahen und jenen, die zur Frustbewältigung zum Glimmstängel griffen, zusammengesetzt. Die depressiven Symptome wurden anhand von gezielten Fragen nach Lust zu Aktivitäten, Schlafstörungen, Frustgefühlen, Traurigkeit, Nervosität, Zukunftsängsten und Sorgen definiert. Jene Schüler, die Zigaretten als Stimmungsaufheller konsumierten, entwickelten am ehesten Depressionen.

Warum Jugendliche eigentlich rauchen

"Wir rauchen, um das Bevormundungsgefühl loszuwerden", meint der Psychocoach Andreas Winter http://www.powerscout.net im pressetext-Interview. "Rauchen ist verboten und daher machen es die Jugendlichen heimlich. Sie beweisen sich damit, dass sie frei sind", erklärt der Experte, der sich intensiv mit Raucherentwöhnung beschäftigt.

"Der Auslöser zum Rauchen ist die Überlastung einer bestimmten Gehirnregion, die den Erwartungsdruck registriert." Auch jeder Nichtraucher will eine solche Entlastung, lässt sich dafür etwas anderes einfallen. Der Erwartungsdruck spiele jedenfalls eine entscheidende Rolle, betont Winter, der auch davon ausgeht, dass es leicht sei mit dem Rauchen aufzuhören.

"Rauchen macht zwar krank, aber nicht süchtig, und man kann mühelos damit aufhören, denn ein angelerntes Verhalten sorgt für den Zwang zum Rauchen, aber keine körperliche Sucht", so der Experte. Dabei gehe es nicht um zwanghaftes "nie-mehr-rauchen-dürfen", sondern um die Freiheit zu entscheiden, ob man rauchen will oder nicht.

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Deutschland / Tabak-/Wirte-/Raucherorganisationen
« am: August 31, 2010, 12:29:08 Nachmittag »
Das Aktionsbündnis für Freiheit und Toleranz verbreitet schamlos Lügen und Desinformationen über tödlichen Passivrauch

Veröffentlicht am August 30, 2010 von sackstarkinfo


Hier steht der Artikel mit zig Links!!!
http://sackstarkinfo.wordpress.com/2010/08/30/das-aktionsbundnis-fur-freiheit-und-toleranz-verbreitet-schamlos-lugen-und-desinformationen-uber-todlichen-passivrauch/


 Das selbsternannte „Aktionsbündnis für Freiheit und Toleranz“ verbreitet  über seinen Facebookauftritt die auf unbedarfte Raucher zugeschnittene  Volksverdummung der angeblichen “Prohibition” und der angeblichen “Passivrauchlüge” .  Mit der Verlinkung eines Artikels einer Raucherlobbyistin der TAZ    über den am 27./28. Januar 2009 in Brüssel von der sogenannten „TICAP“  initiierten und durchgeführtenVolksverdummungskongreß mit dem irreführenden Thema «Prohibition und Passivrauchlüge» verbreiten diese skrupellosen Tabaklobbyisten die dreisten Lügen und krassen Desinformationen der TICAP.
Am 27./28. Januar 2009 veranstaltete diese “TICAP” in Brüssel einen Volksverdummungskongreß mit dem irreführenden Thema «Prohibition und Passivrauchlüge», bei dem auch die Creme de la Creme der von der Tabakindustrie geschmierten Wissenschaftler vertreten war.

TICAP ist eine Ansammlung von schleimigen Tabaklobbyisten, deren Ziel es ist, Rauchen und Passivrauchen zu verharmlosen und so dem Nikotinkonsum Vorschub zu leisten. Auf den Punkt gebracht geht es darum, dass bei der Tabakmafia der Rubel rollt.

Unter der handvoll an verwirrten, eingeladnenen Wissenschaftlern befand sich auch Christopher Snowdon, der eine äußerst absurde und mit gezielten Desinformationen gespickte Rede über die Entwicklung und den derzeitigen Stand der Anti-Rauch-Bewegung hielt, die unter dem Patronat des allseits bekannten Tabaklobbyisten und neoliberalen rechtsnationalen britischen EU-Abgeordneten Godfrey Bloom MEP in einem Hotelkeller abgehalten wurde, nachdem das EU-Parlament es diesen militanten Handlangern der Tabakmafia untersagt hatte, ihre menschenfeindlichen und antidemokratischen Parolen im EU-Parlament zu verbreiten.

Pikant ist, daß ausgerechnet die Raucher-Sekten, welche diesen Kongreß der absurdesten Wissenschaftler mit dem Argument abhielten, sie wären von der Tabakindustrie unabhängig, aber dabei mit einem “Kronzeugen” aufwarteten, der es in sich hat: Gio Batta Gori, Toxikologe und langjähriger Berater der Tabakindustrie, kassierte Millionenbeträge von dieser Tabakverbrecherbande. Aber auch die anderen “Wissenschaftler” dieser Voklsverdummungskonferenz waren bezahlte Schergen der Tabakmafia. Zwei Beispiele folgen:
Dr. Jan Snel arbeitete unter anderem auch für ARISE, siehe:
http://legacy.library.ucsf.edu/tid/opo43…7118BDFDA092400
Associates for Research in the Science of Enjoyment (ARISE) war eine von der Tabakmafia gegründete und finanzierte pseudowissenschaftliche Bude, mit dem Ziel, den Nikotinkonsum als “stressmindernd” darzustellen.
Dr. Jan Snel arbeitet mit John Luik zusammen. John Luik ist durch und durch Tabakmafia”wissenschaftler” und hat auf der Brüssler “Konferenz” die Desinformationen, die er im Auftrag der Tabakmafia erarbeitet hat, heruntergebetet, was die militante Qualmfraktion offensichtlich in orgasmusähnliche Zustände versetzte. Für denkfähige Menschen jedoch wirkt dieses widerliche pro-Qualm Geschwafel einfach nur abstoßend . Interessantes zu Luik findet man hier:
http://www.sourcewatch.org/index.php?title=John_Luik

Was für ein widerliches Pack.
Eine sehr schöne Zusammenfassung der Tabakmafiastrategie, zu der u.a. obige “Wissenschaftler” beigetragen haben, findet man hier:
http://eurpub.oxfordjournals.org/cgi/content/full/17/2/162
Nebenbei bemerkt: Der Vorsitzende von “TICAP”, Gian Turci, ist kurz nach der Konferenz im Alter von 58 Jahren an den Folgen seiner Raucherkarriere verstorben. Wem das keine Warnung vor diesem Verein ist, dem ist nicht mehr zu helfen.