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Nachrichten - admin

3676
1 - Wien / Denkmalschutz, bis 80 qm Raucherlokal, aber ............
« am: Dezember 26, 2010, 16:38:31 Nachmittag »

http://wien.orf.at/stories/489377/

Denkmalschutz für Cafe Hawelka noch heuer?

Noch in diesem Jahr könnte eine Entscheidung über den Denkmalschutz für das Cafe Hawelka in der Innenstadt fallen. Damit könnte in dem traditionsreichen Kaffeehaus trotz des Tabakgesetzes wieder geraucht werden.
            
            
Nur das Lokal würde den Schutzstatus erhalten.

            Bisher vier Cafes unter Denkmalschutz
Der Antrag liegt beim Bundesdenkmalamt, die Entscheidung muss Präsidentin Barbara Neubauer fällen. Bisher stehen mit den Cafes Sperl, Prückel, Ritter und Landtmann vier Wiener Kaffeehäuser unter Denkmalschutz.

Wie bei diesen Gastronomiestätten würde auch im Fall Hawelka nicht das gesamte Haus, sondern nur das Lokal den Schutzstatus erhalten. Laut Bundesdenkmalamt liege kein architektonisches, sondern ein kulturhistorisches Denkmal vor, in dem eine Reihe von bekannten Künstlern ihren Stammplatz hatten.
            
            
            Raumtrennung für Raucher abgelehnt
Der ehemalige Künstlertreff und nunmehrige Touristenhotspot unweit des Grabens misst knapp 90 Quadratmeter. Damit müssten die
Hawelkas eine Raumtrennung einführen, wollten sie ihren Gästen weiterhin in einem Teil des Cafes das Rauchen erlauben.

Eine derartige Baumaßnahme hatten die Betreiber aufgrund der Optik und Atmosphäre wiederholt abgelehnt. Ähnlich sieht das auch das Denkmalamt: "Durch eine Raumtrennung verliert das Cafe seinen Charakter."

Eine Reihe von Wiener Cafetiers hatte infolge der neuen Raucherregelung Umsatzeinbußen befürchtet. Hielt sich das Ausbleiben der rauchenden Kundschaft dank der Schanigärten in den Sommermonaten noch in Grenzen, verschärfte sich die Situation für einige Wirte
spätestens mit dem Sinken der Temperaturen zunehmend.
            
               
            
            Bisher 972 Strafen wegen Rauchergesetz
Deshalb haben sich einige Kaffeehausbetreiber aus Kosten- oder ästhetischen Gründen offenbar entschlossen, keine Trennwand einzuziehen und die Regelung zu ignorieren oder zumindest hin und wieder ein Auge zuzudrücken.

In Wien sind in Sachen Rauchergesetz seit Auslaufen der Übergangsfrist bereits rund 1.000 Anzeigen eingelangt. Inklusive November waren es genau 972, für Dezember liegen noch keine Zahlen vor.

Bisher wurden bereits Pönalen von bis zu 3.000 Euro je Verstoß verrechnet. Der Strafrahmen kann im Wiederholungsfall auf bis zu
10.000 Euro ausgedehnt werden. Von den Anzeigen betroffen sind vor allem Lokale in der Innenstadt sowie in den Bezirken vier bis acht.
            

            

            
            
      

3677
1 - Wien / Denkmalschutz? Hawelka, Sperl, Prückel, Ritter, Landtmann .....
« am: Dezember 26, 2010, 16:35:14 Nachmittag »
Cafe Hawelka: Ausnahme vom Rauchverbot?

20.12.2010 | 16:14 |   (DiePresse.com)

http://diepresse.com/home/panorama/wien/620142/Cafe-Hawelka_Ausnahme-vom-Rauchverbot?_vl_backlink=/home/panorama/wien/index.do

Das Traditions-Cafe könnte in wenigen Wochen unter Denkmalschutz gestellt werden. Seit Juli liegen den Behörden etwa 1000 Anzeigen gegen Wiener Lokale vor.

In der Wiener Kaffeehausinstitution Cafe Hawelka darf seit 1. Juli aufgrund des Tabakgesetzes nicht mehr geraucht werden. Das könnte sich bald wieder ändern. Denn der legendäre Familienbetrieb in der innerstädtischen Dorotheergasse könnte bereits in wenigen Wochen unter Denkmalschutz gestellt und damit vom Rauchverbot ausgenommen werden. Wiens Landeskonservator Friedrich Dahm war in dieser Angelegenheit am Montag auf Lokalaugenschein vor Ort. Eine Entscheidung in der Causa werde womöglich noch im Dezember fallen, sagte er.

Die letzte Entscheidung über den entsprechenden Antrag liege bei der Präsidentin des Bundesdenkmalamtes, Barbara Neubauer, wollte sich Dahm auf keinerlei Prognosen einlassen. Vorgesehen ist ein Bescheid noch im Dezember, spätestens Mitte Jänner soll er jedenfalls vorliegen. Die Latte liege jedenfalls hoch. Schließlich seien aktuell nur vier Kaffeehäuser in Wien unter Denkmalschutz gestellt: Sperl, Prückel, Ritter und Landtmann.

Wie bei diesen Gastronomiestätten würde auch im Fall Hawelka nicht das gesamte Haus, sondern nur das Lokal den Schutzstatus erhalten. Schließlich handle es sich hierbei nicht um ein architektonisches Denkmal, sondern um ein kulturhistorisches, verwies Dahm auf die Reihe von bekannten Künstlern, welche in der Vergangenheit im Hawelka einen Stammplatz hatten.

Der ehemalige Künstlertreff und nunmehrige Touristen-Hotspot unweit des Grabens misst knapp 90 Quadratmeter. Damit müssten die Hawelkas eine Raumtrennung einführen, wollten sie ihren Gästen weiterhin in einem Teil des Cafes den Glimmstängel erlauben. Eine derartige Baumaßnahme hatten die Betreiber aufgrund der Optik und Atmosphäre wiederholt abgelehnt. Ähnlich sieht das auch der Landeskonservator: "Durch eine Raumtrennung verliert das Cafe seinen Charakter."

In Wien sind in Sachen Rauchergesetz seit Auslaufen der Übergangsfrist bereits rund 1000 Anzeigen eingelangt, sagte Oliver Birbaum von den Magistratischen Bezirksämtern. Inklusive November waren es genau 972, für Dezember liegen noch keine Zahlen vor. Bisher wurden bereits Pönalen von bis zu 3000 Euro je Verstoß verrechnet. Der Strafrahmen kann im Wiederholungsfall auf bis zu 10.000 Euro ausgedehnt werden. Von den Anzeigen betroffen seien vor allem Lokale in der Innenstadt sowie in den Bezirken vier bis acht. Allerdings verzeichneten auch Bezirke, in denen sich größere Einkaufszentren befinden, eine überdurchschnittlich hohe Beschwerdeanzahl.


3678
http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Meinung/1918320-39/pensionisten-als-r%C3%BCcksichtslose-raucher.csp

Thema: Diskussion Raucher und Nichtraucher.

Aus einem Kellerlokal in unserem Dorf daheim angekommen, wollte ich meine Gattin mit einem Kuss begrüßen. Entsetzt wich sie aus und fauchte mich an, ich solle schleunigst aus meinen Kleidern schlüpfen, da ich fürchterlich nach Zigarettenrauch stinke. Tatsächlich – von den Knöcheln bis in die Haarspitzen roch ich sogar nach gut einer halben Stunde Fußmarsch im Freien nach Zigarrenrauch.

Das Lokal, aus dem ich kam, war die „Hoangartstube“ der Inzinger Pensionistenvereine. Ich frage mich, wofür es in Österreich ein Rauchverbot gibt, wenn es nicht einmal die ältesten Personen, derer sich die wenigsten der besten Gesundheit erfreuen, schützt? Den Qualm in der Stube verursachten einzig zwei Raucher, welche es nicht der Mühe wert fanden, auf all die anderen Rücksicht zu nehmen. Warum gibt es gegen die beiden Uneinsichtigen eigentlich keinen Aufstand? Ist es Feigheit oder Toleranz? Um vor sich Achtung zu haben, werden diese Begriffe gerne vertauscht.

Toleranz in diesem Falle, behaupte ich, ist im Sinne des Wortes fehl am Platz. Heute gibt es keinen Zweifel darüber, wie schädlich Rauchen und das ungewollte Mitrauchen sind. Unser Obmann, dem die Entscheidung ob Raucher- oder Nichtraucherlokal obliegt, fand zwar die Verhaltensweise der beiden auch nicht in Ordnung, aber er agiert trotzdem gegen seine Meinung für das „Wohl“ der beiden.

In Tirol gibt es sicherlich in jeder Stadt und fast jedem Dorf Treffpunktlokale für Pensionisten. Welche Lösung man anderswo gefunden hat, würde mich sehr interessieren. Unmissverständlich möchte ich festhalten, dass ich mir keinen anderen Obmann wünsche. Einen besseren würde der Verein kaum bekommen können.

Otto Thaler 6401 Inzing

3679
Europa / Spanien - Portugal: So sieht es aus!
« am: Dezember 25, 2010, 12:45:22 Nachmittag »

Spanien verschärft Rauchverbot


Eine der letzten Raucher-Bastionen Westeuropas ist gefallen: Das spanische Parlament hat einer Verschärfung des Rauchverbots zugestimmt. Künftig ist das Rauchen auch in Restaurants, Bars und Kasinos verboten.
   
(sda) Der Vorlage der sozialistischen Regierung stimmten 189 Abgeordnete zu, 154 votierten dagegen. Die neue Regelung tritt am 2. Januar in Kraft.

Mit dem neuen Gesetz will die Regierung eine Regelung aus dem Jahr 2006 ersetzen und den Nichtraucherschutz in Spanien mit dem in anderen EU-Staaten in Einklang bringen.

Bislang waren kleinere Bars sowie Restaurants mit abgetrennten Bereichen in Spanien vom Rauchverbot in Arbeitsräumen ausgenommen. Weil in der Praxis in fast allen Lokalen gequalmt wird, waren Forderungen nach einer Neuregelung immer lauter geworden.

http://www.bielertagblatt.ch/News/Ausland/193492#ancContent

3680
Aktivitäten zur Verringerung des Tabakrauches / Vorteile für Ex-Raucher
« am: Dezember 25, 2010, 12:38:37 Nachmittag »
http://www.bild.de/BILD/ratgeber/partner/2010/rauch-stopp-fuer-deutschland/artikel/nichtraucher-vorteile/gesundheit.html

Klare Aussichten

Diese vielen Vorteile genießen Ex-Raucher

Als Ex-Raucher haben Sie allen Grund, sich zu freuen: Stellen Sie sich nur mal vor, jemand schenkt Ihnen in der Silvesternacht 2011/2012 sage und schreibe 1460 Euro ... Sie selbst könnten Ihr eigener edler Spender sein! Denn so viel Geld hätten Sie durch Nicht-Rauchen in einem Jahr gespart, falls Sie bislang pro Tag eine Schachtel Zigaretten für vier Euro aufqualmen. Außerdem riechen Ihre Wohnung und Kleidung viel besser – und mit Haut und Haar auch Sie. Doch das Beste am Ex-Raucher-Dasein: Ihre Gesundheit!

Ein Rauch-Stopp hilft vor allem Ihrer Gesundheit und Ihren Finanzen schnell auf die Sprünge

Die positiven gesundheitlichen Effekte machen sich sehr schnell bemerkbar – in der Regel schon ein bis zwei Tage nach der letzten Zigarette! Horchen Sie mal in sich: Das Herz-Kreislauf-System stellt sich rasch auf die neuen Gegebenheiten ein. Sie schlafen ruhiger und tiefer. Außerdem schmecken und riechen Sie ruck, zuck wieder intensiver, während kalter Zigarettenrauch immer abstoßender wirkt.

Nur wenige Tage nach dem Rauch-Stopp fühlen sich viele Menschen stärker und selbstbewusster. Denn es tut gut, sich von der Last befreit und die allergrößte Hürde beim Rauch-Ausstieg genommen zu haben. Genießen Sie dieses Erfolgserlebnis!

Wie schnell sich Ihre Gesundheit erholt, erfahren Sie in der folgenden Kurztextgalerie:
http://www.bild.de/BILD/ratgeber/partner/2010/rauch-stopp-fuer-deutschland/artikel/nichtraucher-vorteile/gesundheit.html

Nach 20 Minuten ...

... normalisieren sich Körpertemperatur, Puls und Blutdruck.

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Pressemeldung!

Tabakgesetz - Ärgernis mit Behörden

Hinweise aus der Bevölkerung an die Bezirkshauptmannschaft wegen Verstoß gegen das Tabakgesetz werden von vielen Beamten als Anzeige gewertet, statt den Hinweisen nachzugegehen und aufgrund eigener Erhebungen ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Das ist ein großes Ärgernis, da der Melder keinesfalls gegenüber dem Lokalbetreiber genannt werden will, nun aber plötzlich vor Amt als Zeuge geladen wird. Gebe es einen Zeugenschutz bzw. müssten die Behörden einfachen Hinweisen aus der Bevölkerung nachgehen und selbst ermitteln, hätten wir tausende Anzeigen mehr. Deshalb werden nur wenige Verstöße gemeldet. Wenige Anzeigen sind also kein Zeichen dafür dass das Tabakgesetz eingehalten wird, sondern ein Zeichen dafür, dass dieses schludrige Gesetz niemals funktionieren kann und der Nichtraucherschutz von den Verantwortungsträgern nicht ernst genommen wird. Besonders am Land werden Übertretungen kaum geahndet. Dieses Tabakgesetz ist ein 4:0 Erfolg für die Nikotindrogenindustrie: Viele Ausnahmen; Wirte machen was sie wollen; Behörden sind mit einem umständlichen Verwaltungsstrafverfahren überfordert und der Höhepunkt ist, dass Nichtraucher selbst das Gesetz kontrollieren müssen. Wo bleibt der Nichtraucherschutz, wenn die Türen zum Raucherraum in 80 Prozent der Fälle offen sind? Politiker, die gegen ihr Wissen und Gewissen handeln, sollte man haftbar machen können.

Robert Rockenbauer
Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher
nichtraucherschutz@aon.at

3682
Deutschland / Deutschland wird rauchfrei - Österreich bleibt der Aschenbechser Europas
« am: Dezember 24, 2010, 23:21:51 Nachmittag »

Brigitte Haase

war grad wieder in Deutschland, und überall stehen sie VOR den Lokalen und rauchen. Im Hofbräuhaus in Regensburg kann man bedenkenlos durchatmen! Ob wir das in Ö noch erleben werden, dass man tanzen gehen kann ohne zu stinken?

09. Dezember

3683

Rauchverbot: Wirte gehen mit Anzeigen gegen unfaire Kollegen vor

Innsbrucker Gastronomen sehen sich wegen des Rauchverbots in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Die Wirtschaftskammer beruhigt.
   
In Nichtraucherzonen tummeln sich noch immer Aschenbecher.      

Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Saftige Strafen oder gar den Entzug der Gewerbeberechtigung fordern rund 20 Innsbrucker Wirte für jene Kollegen, die sich nicht an das Tabakgesetz halten. Eine im November in Auftrag gegebene Nachschau eines Detektivs belegt nämlich, dass sich ausgerechnet drei bekannte Innsbrucker Betriebe in keiner Weise an das Tabakgesetz halten, während andere für räumliche Trennung sorgten und dafür noch mit sinkenden Umsätzen belohnt wurden.

Gastronomen-Anwalt Andreas Oberhofer: „Schwarze Schafe, zu wenig Kontrollen und lächerliche Strafen von 200 bis 300 Euro sorgen hier für eine Zwei-Klassen-Gesellschaft unter Innsbrucks Wirten. Dies führt zudem zu einer wirtschaftlichen Situation, die enorm wettbewerbsverzerrend ist“, begründet der Anwalt die Anzeige und legt Bilder bei, die an Deutlichkeit kaum zu übertreffen sind. Findet in einem Betrieb überhaupt keine räumliche Trennung statt, so ist in einem anderen die Trennung zwar gekennzeichnet, findet aber weder räumlich noch praktisch statt. Im dritten raucht selbst das Personal. Auch der Wirtschaftskammer Tirol liegt die brisante Anzeige vor. Thomas Geiger von der Sparte Tourismus sieht Handlungsbedarf, relativiert aber: „Schwarze Schafe untergraben die Chancengleichheit. So etwas gehört abgestellt. Ansonsten sind wir aber sogar überrascht, wie wenig Anzeigen bislang erstattet wurden. Gäste und Wirte haben die neue Gesetzeslage offenbar schon großteils akzeptiert.“ Werde aber gestraft, berichten Mitglieder oft von 500 bis zu 1000 Euro schon bei der ersten Übertretung.

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Tirol/1850064-2/rauchverbot-wirte-gehen-mit-anzeigen-gegen-unfaire-kollegen-vor.csp


Markus Kolovic
Die "Opfer" des Raucherschutzgesetzes der korrupten "Gesundheits"ministerin Kdolsky wehren sich, so schön so gut.
Und die von der Tabakmafia gutgeschmierten Arschlöcher der WKO erzählen Lügen, dass sich die Balken biegen. Wäre mal Zeit, die...se WKO Bonzen wegen Beihilfe zu Mord anzuzeigen und schleunigst zu verurteilen. Reif für einen längeren Haftaufenthalt sind diese Verbrecher schon lange.
Wann tauchen die internen Dokumente der WKO bei WikiLeaks auf, da gibt sicher genügend Schweinereien in Verbindung mit der Tabakmafia, die es wert wären das Licht der Öffentlichkeit zu sehen.


3684
1 - Wien / Öffentliche Gebäude - Gitarrist rauchte auf Bühne: Anzeige
« am: Dezember 24, 2010, 23:00:38 Nachmittag »

Gitarrist rauchte auf Bühne: Anzeige

Bei einem kuriosen Rechtsstreit ist ein Konzertveranstalter geklagt worden, weil ein Gitarrist auf der Bühne geraucht hatte. Gegen die Geldstrafe wurde Berufung eingelegt, im nächsten Jahr soll neu verhandelt werden.
            
            
Auch Zigarettenstummel in der Konzerthalle wurden beanstandet.

            Konzertbesucher erstattete Anzeige
Der Anlass für den Prozess war das Konzert "40 Jahre Woodstock" im Gasometer. Im September 2009 hat der Falco-Gitarrist Helmut Biebl dabei einen Song von Jimmy Hendrix gespielt. So wie Kettenraucher Hendrix hat sich Biebl dabei auf der Bühne eine Zigarette angezündet.

Ein Besucher im Publikum hat daraufhin den Veranstalter des Konzerts, Muff Sopper, angezeigt. Zum einen, weil Biebl auf der Bühne geraucht hat. Zum anderen, weil in der Halle Zigarettenstummel gelegen seien und damit auch im Publikum geraucht wurde.
            
            
            Veranstalter geht bis in oberste Instanz
In erster Instanz wurde Veranstalter Muff Sopper zu einer Geldstrafe von 750 Euro verurteilt. Mit dem Argument, dass laut Theatergesetz geraucht werden darf, wenn es die Rolle erfordert, erreichte Sopper in zweiter Instanz eine Reduktion auf 350 Euro.

Doch Sopper kämpft weiter und will auch bis zum Obersten Gerichtshof gehen: "Das ist ein Präzedenzfall für die gesamte Veranstalterbranche. Ich will keinen Märtyrer spielen, sondern eine Lösung finden, mit der dann alle Veranstalter vernünftig leben können".
            
            
            Durchsagen jetzt bei jedem Konzert
Bei jedem Konzert im Gasometer wird jetzt mittels Durchsagen und Botschaften auf Vidiwalls auf das Rauchverbot hingewiesen. Auch Securities sorgen dafür, dass nicht gequalmt wird.

Doch eine totale Kontrolle ist für Muff Sopper nicht möglich: "Wie soll ich gewährleisten, dass keiner von 3.600 Besuchern in einem unbeobachteten Moment eine Zigarette anzündet?"

Die Strafe ist für ihn horrend: "750 Euro sind 10.000 Schilling, im Wiederholungsfall droht das Doppelte. Wenn das so weitergeht, bin ich in ein paar Wochen pleite". Bei weiteren Anzeigen würde Sopper wohl aufgeben: "Wenn der Spitzelstaat solche Formen annimmt, dann gehe ich in Pension".

http://wien.orf.at/stories/487133/


3685
1 - Wien / Wien ist anders! Nur Wien?
« am: Dezember 24, 2010, 22:55:11 Nachmittag »




Beamte kippen Nichtraucherschutz

Anstatt das Tabakgesetz zu kontrollieren, erlaubt die Behörde in Lokalen das Rauchen. Bau- und Denkmalamt machen es möglich.


R. Gutharc und Ch. Salchenegger R. Gutharc vom Kuchldragoner darf rauchen lassen, Krah-Krah-Chefin Ch. Salchenegger kämpft vor Gericht

Diese Regelung ist unsere Rettung. Früher oder später hätte ich als Nichtraucherlokal zusperren müssen", sagt Ronald Gutharc, Chef des Wiener City-Restaurants Kuchldragoner - und zieht kräftig an seiner Zigarette.

Ende November bekam er den Bescheid der Baupolizei (MA 37). Sein 80 m² großes, zweigeschoßiges Restaurant darf wieder als generelles Raucherlokal geführt werden. Argumentation: Die Höhe von Aufenthaltsräumen muss 2,5 Meter betragen. Die Galerie ist nur 2,18 Meter hoch. Durch eine Verglasung würde die Galerie nicht mehr in offener Verbindung mit dem darunter liegenden Lokal stehen. So entsteht ein eigener Raum."

"Und der wäre mit 2,18 Metern laut Bauordnung zu niedrig. Somit darf ich in beiden Geschoßen rauchen lassen", freut sich Gutharc. "Der Kuchldragoner wurde seit 2. Juli als Nichtraucherlokal geführt. Der Umsatzrückgang betrug 80 Prozent."

Der Magistrat verweist ob dieser skurrilen Lösung auf das Tabakgesetz: Bei Lokalen mit einer Fläche von 50 bis 80 beurteilt die Behörde, ob eine Raumtrennung aus bau-, feuer- oder denkmalschutzrechtlichen Gründen zulässig ist. Ist das nicht der Fall, hat der Wirt, wie bei Betrieben bis 50 , die freie Wahl (siehe Grafik).

http://kurier.at/nachrichten/wien/2057877.php

Auch beim Denkmalamt zählen Ausnahmebewilligungen offenbar mehr als die Gesundheit. Wiens Landeskonservator Friedrich Dahm: "Steht etwa ein Haus unter Denkmalschutz, müssen Wirte mit der Lokalgröße bis 80 bei uns ansuchen, ob sie eine Wand für Raucher- und Nichtraucherräume errichten dürfen. Ihnen fällt ein Stein vom Herzen, wenn wir die Bewilligung verweigern."

Denkmalschutz

grafik Zu den Glücklichen zählt auch Ahmet Özer, Betreiber des Szene-Lokals Roter Engel am Schwedenplatz: "Die Bar, kreiert von Coop Himmelb(l)au, steht bereits unter Denkmalschutz. Und das gute Stück zieht sich durch das ganze Lokal. Eine Trennwand ist daher tabu."

Ähnlich argumentierte die Kaffeehaus-Institution Hawelka. Juniorchef Michael ist gegen eine Raumteilung, sie würde das Flair des Lokales zerstören: "Unser Ambiente müsste dann auch unter Denkmalschutz stehen." Dahm bestätigt: "Bis Jahresende wird im Hawelka-Fall entschieden."

Krah-Krah-Chefin gegen Magistrat

Anders liegt der Fall bei Christine Salchenegger: Sie wollte im Bierlokal Krah Krah um 30.000 Euro eine Wand bauen. Sie reichte die Pläne zeitgerecht beim Magistrat ein, doch die Bewilligung kam nie. Die Wirtin ließ ab 1. Juli weiterqualmen. Sie wurde angezeigt und mit 845 Euro vom Magistrat bestraft: "Ich habe beim UVS dagegen berufen. Soll ich für den Schlendrian der Beamten auch noch zahlen? "

Anmerkung:
Auf Grund von kontinuierlichen Mitteilungen kann davon ausgegangen werden, dass im Einraumlokal Krah-Krah nicht ab 1.7.10, sondern durchgehend geraucht wurde! Urteile sprechen dieser Art der Selbstjustiz entgegen: "Raucherlokal, bis ein Bescheid einlangt!"
Dass aber jetzt auch noch die Verhandlung beim UVS-Wien abberaumt wurde, macht kein gutes Bild über die Justiz! Wurde da interveniert, von Tabak-/Wko-Lobbyisten oder gleich von Politiker?

3686
Gesundheit / Wenn der Nachbar qualmt: Kinder in Wohnkomplexen deutlich .............
« am: Dezember 24, 2010, 22:45:19 Nachmittag »

Gesundheit

http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Wenn_der_Nachbar_qualmt__Kinder_in_Wohnkomplexen_deutlich_staerker_durch_Zigarettenrauch_belastet1771015587280.html

Wenn der Nachbar qualmt: Kinder in Wohnkomplexen deutlich stärker durch Zigarettenrauch belastet

Von Cornelia Dick-Pfaff

Der Dunst gelangt in Mehrfamilienhäusern offensichtlich auch in Wohnungen, in denen nicht geraucht wird - womöglich durch Wände oder gemeinsame Lüftungssysteme
Rochester (USA) - In der eigenen Wohnung auf Zigaretten zu verzichten, ist ein guter Anfang, reicht aber womöglich nicht aus, um die Gesundheit seiner Kinder völlig zu schützen. Denn in Wohnkomplexen zumindest kann die Beeinträchtigung durch Zigarettendunst beachtlich sein, selbst wenn in der eigenen Wohnung nicht geraucht wird. Hinweise darauf haben amerikanische Mediziner in einer Studie gefunden, in der sie die Nikotin-Belastung von Kindern, die in großen Apartmenthäusern lebten, mit der von Altersgenossen verglichen, die in alleinstehenden Häusern wohnten. Die Forscher vermuten, dass die schädlichen Gase ihren Weg etwa durch Wände oder gemeinsame Lüftungssysteme finden können, berichten sie im Fachblatt "Pediatrics". Ob das Problem in einem vergleichbaren Ausmaß auch bei der deutschen Bauweise besteht, darüber trifft die Studie keine Aussage. Denkbar ist allerdings durchaus, dass zum Beispiel durch Rauchen am offenen Fenster oder auf dem Balkon sowie durch das Abwassersystem Zigarettenrauch in benachbarte Wohnungen gelangt.

"Eltern geben sich die größte Mühe, ihre Kinder vor Gefahren wie Tabakrauch zu schützen", sagt Karen M. Wilson, Kinderärztin am University of Rochester Medical Center. "Es ist überraschend, diese Ergebnisse zu sehen und zu realisieren, dass zu viele Eltern gar keine Kontrolle darüber haben, ob ihre Kinder in den eigenen vier Wänden Passivrauch ausgesetzt sind." Wilson und ihre Kollegen hatten Daten von mehr als 5000 Kindern im Alter zwischen 6 und 18 Jahren aus einer nationalen Datenbank zu Gesundheit und Ernährung analysiert und nach einem möglichen Zusammenhang zwischen der Wohnsituation und der Belastung durch Passivrauch gesucht. Darüber wie sehr die Kinder Nikotin ausgesetzt waren, gab die Menge des Stoffs Cotinin Auskunft, welches ein Abbauprodukt des Nervengiftes ist.

Die Mediziner stellten fest: Mehr als 84 Prozent der Kinder aus Apartmenthäusern waren in Berührung mit Tabakrauch gekommen, verglichen mit knapp 80 Prozent der Kinder aus Reihen- oder Doppelhäusern und 70 Prozent der Kinder aus einzeln stehenden Häusern. Vor allem aber waren Kinder aus Wohnkomplexen deutlich höheren Mengen ausgesetzt, ergaben die Analysen. Auch als die Forscher andere Faktoren wie sozioökonomische Verhältnisse und Alter in ihre Berechnungen einbezogen, waren bei Kindern aus Apartmenthäusern immer noch um 45 Prozent höhere Cotinin-Werte festzustellen als bei denjenigen, die in einzeln stehenden Häusern lebten.

Es ist durchaus denkbar, dass ein Teil der Belastung dadurch zustande kommt, dass Familienmitglieder zwar außerhalb der Wohnung rauchen, aber einen Teil des Rauches in ihrer Kleidung mit in die Wohnung tragen. Doch dies allein kann nach Meinung der Autoren nicht den gesamten beobachteten Unterschied erklären, da es weit mehr belastete Kinder als erwachsene Raucher gab. "Im Allgemeinen achten Raucher sehr darauf, Kinder und Nichtraucher in geschlossenen Räumen nicht dem Zigarettenrauch auszusetzen", erklärt der Senior-Autor der Studie Jonathan Winickoff vom MassGeneral Hospital for Children. "Diese Studie wird helfen, die Auffassung zu verbreiten, dass es niemals hinnehmbar ist, in geschlossenen Räumen zu rauchen, nicht einmal in der eigenen Wohneinheit, weil der Rauch in die Körper von Kindern aus anderen Wohnungen gelangt."

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Beiträge zum obigen Titel bitte an: kontakt@krebsforum.at



Karin Bartz
diese initativen vermisse ich hier ganz stark.. vor allem dieses "mit der unterstützung von.." ist bei uns eigentlich nicht vorhanden..
bei uns ist rauchen eben eine "rein private angelegenheit"... und wir lassen uns sicher nicht sagen, was zu tun wäre usw.. initiativen sind so angelegt, dass jugendliche sie nicht mal registrieren.. "mir-san-mir"- in allen (bildungs)-bereichen.. ergebnisse können sich NICHT sehen las

Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Tabakprävention in der Schule funktioniert"
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=43835

Bonn – Der internationale Wettbewerb zum Nichtrauchen in Schulklassen „Be Smart – Don’t Start“ ist wirksam und sorgt dafür, dass Schüler langfristig seltener zur Zigarette greifen. Jugendliche, die sich mit ihren Klassen an dem Wettbewerb ...
17. Dezember um 09:43 · Gefällt mirGefällt mir nicht mehr · Kommentieren · Feedback anzeigen (9)Feedback verbergen (9) · Teilen

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            Karin Bartz mit <hier> meine ich ö (falls ich das sagen muss)
            17. Dezember um 09:44 · Gefällt mirGefällt mir nicht mehr ·
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            Günther Pirker stimmt leider. in der bananenrepublik ö sind wohl alle, für gesundheitsthemen zuständige, tabakkonzern-hörig...
            17. Dezember um 09:49 · Gefällt mirGefällt mir nicht mehr · 2 PersonenAlexander Schmuckerschlag und Car Zy gefällt das. ·
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            Mas Sla ‎..würde das thema prävention hier in der gruppe vorne stehen, hätte der bisherige arbeitseinsatz der moderation, eine solche aktion locker österrecihweit bewältigen können...falls da wer was auf die beine stellt, bin ich gerne bereit mitzumachen..
            17. Dezember um 11:31 · Gefällt mirGefällt mir nicht mehr · 2 Personen2 Personen gefällt das. ·
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            Mas Sla ‎..es gibt plakate, es gibt ne page, es gibt hier menschen mit guten verbindungen zu etlichen organisationen welche das zum thema machen können, infrastruktur wäre längst vorhanden...
            17. Dezember um 11:33 · Gefällt mirGefällt mir nicht mehr ·
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            Hubert Doppelhofer ja, das stimmt leider ... Österreich ist klein und politisch durchgetränkt ... und "vurschrift ist vurschrift"!
            18. Dezember um 20:07

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Gesundheit / Passivrauchen kann tödlich sein, Christiane Hörbiger
« am: Dezember 24, 2010, 22:24:47 Nachmittag »

Gestern in "Willkommen Österreich": Christiane Hörbiger mag Rauchen nicht.
http://video.willkommen-tv.at/Folge127/F127P3/F127P3_controller.swf (ca. ab Minute 2:20)

Siehe:
Passivrauchen kann tödlich sein, Christiane Hörbiger
http://www.krebshilfe.net/pdf/artikel/9110528.pdf



Vielleicht könntet ihr sie fragen, ob sie das Volksbegehren offiziell unterstützen möchte.
17. Dezember

Hubert Doppelhofer
gute idee, vielleicht sollten gleich mehrere von uns anfragen.

Kontakt:
c/o Agentur Alexander
Lamontstr. 9
D-81679 München
www.agentur-alexander.de

3689
Sonstiges / Die Geschichte des Rauchens ist .................
« am: Dezember 24, 2010, 22:18:55 Nachmittag »


Die Geschichte des Rauchens ist eine sehr wechselvolle – dabei hat sich der gesellschaftliche Status gewandelt

Vom Heldentum zur Suchtkrankheit

Früher zeigten Frauen durch Rauchen Emanzipation. Heute ist die Zahl der Raucherinnen stetig am Steigen.


Von Eva Stanzl

Aufzählung Rauchen ist mehr als nur Nikotin: Es ist Image, Zeiteinheit und Sucht.

"Stop smoking", schnarrt eine Männerstimme von oben. Die beiden Frauen sind baff. Auf ihrem Grund und Boden gemaßregelt zu werden ist das Letzte, was sie erwartet hätten. "Und wer sind Sie?", entfährt es der einen, den Blick hinauf. Die Stimme kommt aus der Wohnung im ersten Stock und gehört einem aus dem Fenster lehnenden US-Amerikaner. Der sogleich nachsetzt: "Ihr Rauch verstinkt mein Schlafzimmer. Das will ich nicht. Also dämpfen Sie Ihre Zigaretten aus."

Für einen Sekundenbruchteil sind die Damen sprachlos. Doch dann fällt bei der einen der Groschen. "Hören Sie: Ich wohne hier seit zehn Jahren, dieser Innenhofgarten gehört mir. Sie hingegen habe ich hier noch nie gesehen, Sie sind wohl der neue Liebhaber der jungen Frau, die da wohnt, und wenn Sie der Rauch stört, dann machen Sie halt das Fenster zu." Es folgt der Knall eines Kippfensters. Danach ist es ruhig.

Noch vor zehn Jahren hätte die Szene auf diese Art und Weise nicht stattgefunden. Obwohl es bereits zur Jahrtausendwende als erwiesen galt, dass Tabakrauch die Gesundheit schädigt, waren die Macht der Tabakindustrie und somit der Stellenwert der Raucher ungebrochen. In ihren Werbekampagnen hatten Tabakkonzerne die Raucher über Jahrzehnte zu Helden hochstilisiert. Und da viele Menschen gerne Helden wären oder zumindest wie solche wirken wollen, war es völlig normal, zu rauchen.

Raucher zunächst bevorzugt .............. http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?tabID=3845&alias=sport&cob=532372


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BM. Stöger, go west! Tirol Bericht .......


Après-Ski lässt Rauch weiter aufgehen


http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/1906669-6/apr%C3%A8s-ski-l%C3%A4sst-rauch-weiter-aufgehen.csp

Trotz Rauchverbots in Gaststätten steht dicker blauer Dunst in Tirols Après-Ski-Bars. Ein Urlaubsbonus für viele Gäste.
         
Partystimmung auf und abseits der Piste. Egal ob im Freien oder in der Bar, geraucht wird überall. Fotos: Böhm

Von Maria Reisigl

Ischgl – Schaler Partygeruch nach abgestandenem Zigarettenrauch und Alkohol schlägt einem entgegen, wenn man die Tür zu einem der zahlreichen Après-Ski-Lokale mitten in Ischgl öffnet. Die ersten Rauschschwaden stehen bereits am frühen Nachmittag im Raum. An den Tischen wird fleißig gefeiert und vor allem geraucht.

„Rauchen und Trinken gehören zum Après-Ski einfach dazu“, sagt Jürgen aus Offenbach, während er genüsslich an seiner Zigarette zieht. „Wenn man nicht vor die Tür gehen muss, sondern im Warmen rauchen kann, ist das einfach super“, unterstreicht er. „Ein echter Pluspunkt“, lobt Kerstin aus Köln. Dort herrscht wie in den meisten Teilen Deutschlands längst generelles Rauchverbot.

Selbst Nichtraucher Mark stößt sich nicht an dem blauen Dunst. „Beim Après-Ski gehört das dazu, und solange der Rauch nicht in den Augen brennt, ist das völlig in Ordnung“, sagt er schon leicht angetrunken. „Besser es riecht nach Rauch als nach Axelschweiß“, heißt es an einem anderen Tisch. Die Kellnerin eilt von einem Tisch zum nächsten, bringt Getränke und leert die Aschenbecher aus. „Ich habe noch Glück, es gibt Lokale, da steht der Rauch noch viel dichter“, sagt sie.

Einen baulich abgetrennten Nichtraucherbereich, wie er bei Lokalen über 50 Quadratmeter seit 1. Juli vorgeschrieben ist, gibt es in dieser Bar nicht. Und selbst wenn, würde er die meiste Zeit leer bleiben. „Erst wenn es sonst überall brechend voll ist, gehen die Leute in unseren Nichtraucherbereich“, sagt die Kellnerin in einem anderen Lokal.

„Herrlich, dass hier überall geraucht werden kann“, schwärmt Antonius aus Darmstadt. Von einem Rauchverbot in Bars und Lokalen hat er wie die meisten anderen Skiurlauber nichts gemerkt. „Rauchverbot? Beim Après-Ski wird hier doch überall geraucht“, ist er überzeugt.

Man könne es den Gästen ja nicht verbieten, sagt eine Ischgler Wirtin. „Dann stehen sie auf und gehen dorthin, wo sie rauchen dürfen.“

Ein Wirt im Zillertal steht deshalb bereits kurz vor der Schließung. Denn zu wenige Nichtraucher kommen in sein inzwischen rauchfreies Lokal. „Wenn man zu den rauchenden Gästen etwas sagt, dann gehen sie“, sagt er verbittert.

„Die Leute lassen sich das Rauchen im Urlaub nicht verbieten“, klagt eine andere Wirtin, die aus Angst vor Kontrollen ihren Namen nicht nennen will.

Dabei hielten sich die Kontrollen bisher in Grenzen. Die seit 1. Juli geltende Raucherregelung sieht vor, dass Lokale, die kleiner als 50 Quadratmeter sind, zwischen Raucher- und Nichtraucherlokal wählen können und dass Lokale über 50 Quadratmeter einen eigenen Nichtraucherbereich haben müssen. Seit Inkrafttreten gingen etwa bei der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel weniger als zehn Anzeigen ein.

Kontrollen auf Eigeninitiative finden praktisch nicht statt. Nur wenn eine Anzeige oder ein dringender Verdacht besteht, wird kontrolliert. „Wir hätten gar nicht das Personal, sämtliche Tourismusorte jetzt bei Saisonauftakt zu kontrollieren“, sagt Siegmund Geiger, zuständiger Referent bei der Bezirkshauptmannschaft in Land­eck. Dort hat es seit 1. Juli etwa 15 Anzeigen und Kontrollen gegeben. Ganz nach dem Motto „Wo kein Kläger, da kein Richter“ ist vor allem für die Tourismusregionen zu hören, dass Kontrollen von keiner Seite erwünscht sind. Die Raucher sind schließlich auch eine Zielgruppe.

Viele Skigebiete haben deshalb massiv in Um- und Zubauten ihrer Gaststätten investiert, um auch den Rauchern ein gemütliches Ambiente zu bieten.

„Wir haben neben unserem bisherigen Lokal eine zusätzliche gemütliche Bar für die Raucher angebaut“, sagt Eugen Szalet, Chef vom Mooserwirt in St. Anton. Und auch die Fisser Bergbahnen haben für die Raucher „gemütliche Inseln“ in ihren Restaurants geschaffen.

Wie in diesen räumlich abgetrennten Raucherbereichen darf auch in den Schirmbars ganz legal geraucht werden – solange die Schirme nicht das ganze Jahr über betrieben werden.

„Gott sei Dank“, sagt Angelika Bergmann, die gemeinsam mit ihrem Mann zwei Schirmbars in Osttirol betreibt. Sie weiß von einigen Kollegen aus Südtirol, die aufgrund des dort geltenden Rauchverbotes ihre Lokale schließen mussten. „Und zu uns kommen jetzt viele Gäste nur deshalb, weil sie hier noch rauchen dürfen.“