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Nachrichten - admin

3556
17/01/2011
( APA/dpa )
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Rauchen - Genschäden schon nach wenigen Minuten

Grundstein für Tumore nach der ersten Zigarette gelegt

Krebserregende Stoffe in Zigaretten brauchen nach einer neuen Studie nur wenige Minuten, um den Grundstein für spätere Tumore zu legen. US-Forschern gelang es nach eigenen Angaben erstmals, das tödliche Handwerk der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) im Körper von zwölf Studienteilnehmern zu verfolgen.

Demnach vergehen nur 15 bis 30 Minuten nach dem Rauchen, bis die PAK sich zu einer Substanz im Blut verwandelt haben, die genetische Veränderungen und damit Krebs auslösen kann. Stephen S. Hecht von der Universität von Minnesota und Kollegen stellten das Ergebnis ihrer Studie im Fachjournal "Research in Chemical Toxicology" vor.

Nach Angaben von Hecht werden die PAK in Zigaretten mit Lungentumoren und mindestens 18 weiteren Krebsarten in Verbindung gebracht. Lungenkrebs fordert weltweit etwa 3.000 Todesopfer am Tag; 90 Prozent der Fälle gehen nach Schätzungen auf das Rauchen zurück.

Wer glaube, rechtzeitig wieder aufhören zu können, erliege einem Irrtum, warnen die Forscher. Die genetischen Schäden treten nicht erst nach Jahren auf, sondern unter Umständen schon nach der ersten Zigarette. (el)

Hinweis: Research in Chemical Toxicology

http://www.univadis.de/medical_and_more/KurzmeldungenMedizin_Detail?link=/DE/apa/Rauchen-Genschaeden-schon-nach-wenigen-Minuten/%28language%29/ger-DE&id=23833

Siehe auch:
Rauchen erzeugt DNA-Gift schon nach Minuten
PAKs aus dem Rauch werden überraschend schnell zu Diol-Epoxid umgewandelt
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12842-2011-01-17.html

3557
1 - Wien / 58,8 %: In allen Lokalen sollte generell ein Rauchverbot gelten!
« am: Januar 17, 2011, 17:22:30 Nachmittag »

Welche Bilanz ziehen Sie nach einem halben Jahr?

10. Jänner 2011, 13:29

Seit 1. Juli ist es fix: Die österreichischen Lokale werden in Raucher- und Nichtraucherzonen geteilt - Hat sich dadurch für Sie etwas geändert?

58,8 %: In allen Lokalen sollte generell ein Rauchverbot gelten.

http://derstandard.at/1293370327936/Umfrage-Welche-Bilanz-ziehen-Sie-nach-einem-halben-Jahr


3558

Nichtrauchen in Lokalen?

Sinnvoll und gut. Sinnvoll und gut. Sinnvoll und ... Wir gewöhnen uns allmählich daran. Wir werden uns noch ganz daran gewöhnen.


Die Iren haben sich daran gewöhnt, die Italiener und die Deutschen, und jetzt gewöhnen sich offenbar auch die Österreicher: an das Rauchverbot in der Gastronomie. Einer aktuellen Umfrage zufolge empfinden drei Viertel der Bevölkerung die jetzt geltenden Nichtraucherschutz-Regelungen als "zufriedenstellend".

Gut: Die Umfrage wurde von der Wirtschaftskammer in Auftrag gegeben, die es sicher lieber hört, dass die Nichtraucher jetzt mehr ausgehen als früher, als wenn alle sagen, sie bleiben nun vorzugsweise daheim und rauchen vor dem Fernseher. Deshalb wurde die Umfrage auch als "manipuliert" und als Versuch kritisiert, die öffentliche Meinung durch vorsätzliche Wiederholung der Gutheißung zu beeinflussen.

Allerdings zeigt sich eben, dass renitentes Wiederholen des immer Gleichen durchaus zum Ziel führt. Zum Beispiel glauben jetzt immer mehr Hundehalterinnen und -halter an das Gackerl-Sackerl und das ist seeeehr gut. Und es glauben immer mehr Österreicherinnen und Österreicher an den Sinn von Ganztags- und Gesamtschulen: Sogar schon solche, die der ÖVP nahestehen, weshalb jetzt auch die ÖVP langsam anfängt, daran zu glauben. Leider glaubt auch ein Drittel der Wiener, dass die Migranten an den meisten Problemen Schuld seien: Weil ihnen jemand diesen Blödsinn lange genug immer wieder und wieder und wieder vorgebetet hat, und das ist dann nicht so gut, sondern überaus schwer wieder aus den Köpfen hinauszukriegen.

Beim Rauchen aber ist es so: Das Rauchverbot - also der Nichtraucherschutz - in Lokalen ist sinnvoll und gut. Sinnvoll und gut. Sinnvoll und gut. Sinnvoll und ... Wir gewöhnen uns allmählich daran. Wir werden uns noch ganz daran gewöhnen.

Letztes Update am 11.01.2011, 16:23

Artikel vom 11.01.2011 16:00 | KURIER | Doris Knecht |

http://kurier.at/interaktiv/kolumnen/2064224.php

3559
1 - Wien / Wien / Österreich
« am: Januar 17, 2011, 17:17:24 Nachmittag »
Nichtraucher ärgern sich 2011 weiter

Das geforderte Rauchverbot in der Gastronomie kommt nicht.

Der umstrittene Nichtraucherschutz in der Gastronomie war einer der Aufreger 2010. Das wird sich auch im kommenden Jahr nicht ändern.

"Salzamt"

Schon bei den Silvesterfeiern drohen Konflikte. Denn viele Wirte ignorieren die seit 1. Juli vorgeschriebene Raumtrennung. Völlig verärgerte Nichtraucher werden mit ihren Protesten nicht selten an das "Salzamt" verwiesen. Daher starten sie 2011 ein Volksbegehren ("Rauchverbot in Lokalen"). Die dafür notwendigen 8032 Unterstützungserklärungen sind längst unterschrieben. Organisator Hubert Doppelhofer: "Die Stimmung in der Bevölkerung geht in Richtung generelles Rauchverbot."

Doch der selbst von Gesundheitsminister Alois Stöger als "Kompromissgesetz" bezeichnete Nichtraucherschutz wird in dieser Legislaturperiode nicht geändert: "Die österreichische Lösung funktioniert und wird vom Großteil der Bevölkerung gutgeheißen. Es besteht für mich kein Grund, das Gesetz zu ändern." Dass es mit dem Regierungspartner dafür auch keine Mehrheit geben würde, erwähnt der SP-Gesundheitsminister nicht.

Raucher-Sheriffs

Während Nichtraucher und Raucher-Sheriffs immer häufiger säumige Gastronomen anzeigen, sind Wirte über die Auswirkungen des Tabakgesetzes verschiedener Meinung.

Stefan Gergely, Szenewirt aus Wien-Margareten ("Schlossquadrat") war einer der ersten, der eine Glaswand zwischen Raucher- und Nichtraucherbereich errichtet hat: "Wir sind rundum zufrieden. Und der Umsatz ist auch nicht eingebrochen." Nachsatz: "Jetzt will ich aber auch rauchen lassen. Denn der Umbau war teuer. Ein plötzlich verhängtes, generelles Rauchverbot könnte ich nicht akzeptieren."

Der Chef des City-Restaurants "Kuchldragoner", Ronald Gutharc, stand vor dem Ende: "Ich hab' nicht umgebaut und wurde mit 2. Juli zum Nichtraucherlokal. Der Umsatzrückgang betrug 80 Prozent. Ich konnte die Gehälter nicht mehr zahlen." Gutharc nutzte ein Schlupfloch. Über den Denkmalschutz wurde ein Umbau verhindert. Jetzt wird im ganzen Lokal geraucht: "Das Stammpublikum ist wieder da."

Berndt Querfeld, Obmann der Wiener Kaffeesieder und Chef mehrerer Cafés, hingegen verkleinerte im "Café Museum" den Raucherraum: "Wäre ein generelles Rauchverbot gekommen, hätten wir uns wenigstens die Streiterei erspart. Und diejenigen, die jetzt jammern, hätten ohnehin zugesperrt. Ich glaube, in zwei Jahren ist der Qualm in der Gastronomie tabu."


Chronologie

http://kurier.at/nachrichten/2061299.php

18. April 2007 Ex-Gesundheitsministerin Kdolsky kündigt für 2008 ein Gesetz zum Nichtraucherschutz in Lokalen an.
6. September 2007 Die Gastronomie protestiert.
21. September 2007 Die SPÖ kann den ÖVP-Entwurf (längere Übergangsfristen) nicht akzeptieren.
31. Oktober 2007 Der Nichtraucherschutz scheitert, eine Nachdenkpause folgt.
3. April 2008 Wiederaufnahme der Verhandlungen. Gestritten wird jetzt um das Wahlrecht bei Lokalen unter 50 .
9. Juli 2008 Der Nationalrat beschließt das Tabakgesetz. Die Übergangsfrist für bauliche Maßnahmen dauert bis 31. Juni 2010.
1. Jänner 2009 Das Gesetz tritt in Kraft, die Übergangsfristen weichen den Nichtraucherschutz auf.
Dezember 2009 Nichtraucher starten ein Volksbegehren. Minister Stöger kündigt ab 1. Juli 2010 Strafen sowie Kontrollen an. Er fordert die Bürger auf, säumige Wirte anzuzeigen.

3560
Sonstiges / Wirte, jammert`s nicht!
« am: Januar 17, 2011, 13:08:39 Nachmittag »

Rauchverbot ohne negative wirtschaftliche Folgen für Gastro

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/2019465-2/rauchverbot-ohne-negative-wirtschaftliche-folgen-f%C3%BCr-gastro.csp

Lediglich der durchschnittliche Pro-Kopf-Anteil für Restaurant- und Kneipenbesuche beim privaten Konsum ging minimal zurück.
         
Rund drei Viertel der Österreicher sind laut einer Umfrage des market-Instituts im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich mit dem Nichtraucherschutz zufrieden.
   
Oslo/Berlin – Auch strikte Rauchverbote haben offenbar geringere negative Auswirkungen auf die Gastronomie, als von Branchenvertretern bisher behauptet. Stattdessen können sie einer aktuellen norwegischen Studie zufolge Gastwirten und Restaurantbesitzern kurzfristig sogar zusätzliche Einnahmen beschaffen.

Laut der Untersuchung haben Rauchverbote auch langfristig keine negativen wirtschaftlichen Folgen für die Betriebe. Die durchschnittlichen Einnahmen in Restaurants und Kneipen Norwegens hätten sich nach Einführung des Rauchverbotes im Juni 2004 auch drei Jahre später nicht nennenswert verändert, heißt es in einem aktuellen wissenschaftlichen Beitrag für die Zeitschrift „European Journal of Health Science“, welcher der dapd Nachrichtenagentur vorliegt.

Einnahmen gestiegen

In absoluten Zahlen seien die Einnahmen der Kneipen preisbereinigt im ersten Jahr nach Verbotsbeginn um 1,2 Prozent, die der Restaurants sogar um 2,5 Prozent gestiegen, schreiben die norwegischen Gesundheitsökonomen Hans Olav Melberg und Karl E. Lund. Die Autoren verweisen darauf, dass in der Studie erstmals die Entwicklung über einen längeren Zeitraum vor und nach Einführung eines Rauchverbots - in diesem Fall von 1999 bis 2007 - untersucht worden sei.

Zudem müssten bei der Bewertung der Studie die besonderen Gegebenheiten für die Raucher in Norwegen berücksichtigt werden. Denn diese müssten dort zum Rauchen ausnahmslos vor die Tür gehen und das, obwohl die Temperaturen im Winter wie im Sommer deutlich kälter seien als in den meisten anderen Ländern.

Da aber viele Restaurants seit Einführung des Verbotes für die Raucher Decken, Heizgeräte und Unterstände zur Verfügung stellten, hätten sich offenbar deutlich weniger Raucher vom Gaststättenbesuch abhalten lassen als erwartet, folgern die Ökonomen.

Pro-Kopf-Anteil für Restaurantbesuche ging zurück

Lediglich der durchschnittliche Pro-Kopf-Anteil für Restaurant- und Kneipenbesuche beim privaten Konsum ging den Angaben zufolge im ersten Jahr nach Beginn des Rauchverbots verglichen mit dem Jahr davor minimal zurück (Restaurantbesuche von 1,65 Prozent auf 1,57 Prozent, Kneipenbesuche 0,077 Prozent auf 0,071 Prozent).

Die ausgewerteten Daten für die Studie stammen nach Angaben der Studienautoren vom Norwegischen Amt für Statistik (Statistics Norway). Das Amt berechnet unter anderem die Einnahmen der gastronomischen Betriebe auf Basis von Informationen der Steuerbehörden, welche wiederum die Mehrwertsteuerangaben der Betriebe erhalten.

Keine Schließungen, aber Umsatzeinbußen

Seit 1. Juli 2010 darf in Österreich nicht mehr in allen Gastronomiebetrieben geraucht werden. Jetzt, ein halbes Jahr, nachdem der neue Nichtraucherschutz voll in Kraft getreten ist, zieht die Gastronomie eine erste Bilanz.

Zu einer Schließung von Lokalen durch die Tabakgesetzgebung sei es nicht gekommen. Umsatzeinbußen habe es allerdings in jenen 70.000 Gastronomiebetrieben gegeben, in denen die Speisenverabreichung nicht im Vordergrund stehe: in Bars, Diskotheken und Beisln.

Neben den Bars und Diskotheken haben laut Hackl auch so genannte Mischbetriebe, die ein bisschen Café, Restaurant und Bar sein wollen, mit der neuen Tabakgesetzgebung Probleme. (dapd, APA, ft)

3561

Rauchverbot: Kein Kläger, kein Richter, kein Tabakgesetz

11.01.2011 | 19:06 |  DUYGU ÖZKAN (Die Presse)

http://diepresse.com/home/panorama/rauchen/624462/Rauchverbot_Kein-Klaeger-kein-Richter?_vl_backlink=/home/index.do

In vielen kleineren Lokalen und Cafés wird trotz Tabakgesetzes weiterhin geraucht, weil die Wirte Angst vor Umsatzeinbußen haben. Und aus Solidarität zeigen die Stammgäste ihren Wirt meist nicht an.

Wien. „Ich habe ein Nichtraucherlokal“, sagt Rosemarie Gutmann, „aber wenn jemand rauchen will, werde ich ihn nicht zurechtweisen.“ Gutmann ist ihren rauchenden Gästen gegenüber kulant. Muss sie sein, sagt sie, sonst hätte sie 70 Prozent weniger Umsatz. Ihre Gäste danken es ihr, indem sie weiterhin das Lokal aufsuchen – und indem sie Gutmann nicht anzeigen. Eine Symbiose zwischen Wirt und rauchendem Stammgast, die im neuen Tabakgesetz eigentlich nicht vorgesehen ist.
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Denn laut neuem Gesetz, das seit 1.Juli 2010 gilt, müsste Gutmanns Café Kaisergarten in Wien Neubau ein Nichtraucherlokal sein: Das Café ist 75 Quadratmeter groß. Und Lokale ab 50 Quadratmetern müssen einen abgetrennten Nichtraucherbereich haben oder als Nichtraucherlokal geführt werden. Baulich sei eine Abtrennung allerdings nicht möglich, weil mitten im Raum Stufen sind, sagt Gutmann. Die endgültige Entscheidung darüber liegt noch bei der Baupolizei.

 
„Da setzt sich kein Mensch rein“

Ob nun gebaut wird oder nicht: Gutmann ist nicht die einzige Wirtin, bei der das neue Tabakgesetz – aus Angst vor Umsatzeinbußen – noch nicht angekommen ist. Jenseits alteingesessener Cafés in der Stadt, die kaum Probleme mit dem neuen Gesetz haben („Die Presse“ berichtete), hadern gerade kleine Lokale, die vor allem von der Nachbarschaft leben, noch damit.

„Das ist das große Problem in der Branche“, sagt Berndt Querfeld, Spartenobmann der Kaffeehäuser in der Wirtschaftskammer Wien: „die vielen kleinen Lokale und Espressi, die eine Versorgungsfunktion haben“. Gerade dort würden 95 Prozent der Gäste rauchen, schätzt Querfeld. „Diese Wirte jammern enorm. Wenn sie ein Nichtraucherlokal führen, setzt sich kein Mensch rein.“

Darüber hinaus taucht regelmäßig das Gerücht auf, dass ohnehin ein generelles Rauchverbot komme – die Tabakgesetze sind zwar Ländersache, aber die EU könnte aus arbeitsrechtlichen Gründen ein allgemeines Rauchverbot verhängen. Dass es Schritte in diese Richtung gibt, wird von Österreich und der EU zwar dementiert. Die Wirte indessen, die Geld investiert und ihre Lokale gesetzeskonform ausgebaut haben, blicken besorgt nach Spanien.

 
Strenge in Spanien

Das spanische Tabakgesetz aus dem Jahr 2006 war zunächst ebenfalls eine Kompromisslösung zwischen Gastwirten und Gesundheitsministerium. Lokale unter 100 Quadratmetern waren vom Rauchverbot ausgenommen, und die Wirte konnten entscheiden, ob sie ein Raucher- oder Nichtraucherlokal führen wollen.

Weil dieses Gesetz nicht ernst genommen wurde, gilt ab heuer – nachdem ein Jahr lang diskutiert wurde – ein generelles Rauchverbot. Ein recht strenges sogar: Nicht nur auf Kinderspielplätzen, vor Schulen, in und vor Krankenhäusern oder auf Bahnhöfen darf nicht geraucht werden, sondern auch in Lokalen, Diskotheken und Casinos.

Wie viele Lokale in Österreich das Rauchverbot letztlich umgehen, lässt sich schwer abschätzen. Von den 11.000 betroffenen Lokalen werden zumindest rund 30Prozent als Nichtraucherlokale geführt. Kontrolliert wird nicht. Nur wenn die Gäste Anzeige erstatten, rücken die Bezirksämter aus. Zwar ist die große Anzeigenflut nach Einführung des Tabakgesetzes ausgeblieben, bei Einzelfällen ist es aber ebenso wenig geblieben: Allein im vergangenen November gab es in Wien 212 Anzeigen.

 
Zwei Quadratmeter zu viel

Mit einer Anzeige muss auch der Wirt eines Cafés in Wien Margareten jederzeit rechnen – denn in seinem Lokal wird geraucht, obwohl am Eingang ein Nichtraucherpickerl angebracht ist.

Das Lokal des Wirtes, der seinen Namen nicht in der Zeitung sehen will, hat einen Raum – und der ist 52 Quadratmeter groß. Eine bauliche Trennung gehe nicht, da die Theke mitten im Raum steht, so der Wirt. Um die überschüssigen zwei Quadratmeter zu kaschieren, wollte der Wirt sogar eine Ecke zubauen. Das habe aber nicht funktioniert, weil dort der Gaszähler angebracht sei. Daher lässt er seine Gäste weiterhin rauchen. Angezeigt hat ihn bisher niemand – seine Stammgäste würden das ja ohnehin nicht machen. „Wenn ich wirklich das Rauchen verbiete“, so der Wirt, „kann ich sofort zusperren, so schnell können Sie gar nicht schauen.“

Auf einen Blick

Totes Recht? Rund ein halbes Jahr nach Einführung des neuen Tabakgesetzes gibt es nach wie vor viele Lokale, die das Gesetz ignorieren. Die Wirte befürchten massive Umsatzeinbußen, wenn sie auf ein Nichtraucherlokal umstellen.

Generelles Rauchverbot. Viele befürchten die Einführung eines generellen Rauchverbotes. Jene Wirte, die bereits umgebaut haben, blicken besorgt nach Spanien. Dort galt bisher eine Kompromisslösung, seit heuer herrscht generelles strenges Rauchverbot.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.01.2011)

3562
Wie gehe ich bei Meldungen/Anzeigen vor / OGH - Strafe für leere Aschenbecher
« am: Januar 16, 2011, 23:57:58 Nachmittag »
Höchstgericht

Strafe für leere Aschenbecher

Wie streng es die Höchstrichter mit dem Schutz der Nichtraucher nehmen, geht aus einem kürzlich gefällten Urteil des Verwaltungsgerichtshofes hervor:

Ein Cafétier im Linzer Einkaufszentrum "Lentia" war vom Unabhängigen Verwaltungssenat zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt worden.
Die Gründe für die Bestrafung lauteten im Wesentlichen: Das betreffende Lokal werde nicht in einem abgeschlossenen Raum betrieben, sondern bilde eine
Zone mit der "Mall" des Einkaufszentrums. Diese gilt als öffentlicher Ort, an dem nach den Bestimmungen des Tabakgesetzes ein grundsätzliches Rauchverbot besteht.

Dessen ungeachtet habe der Gastronom seine Gäste anstandslos rauchen lassen und auch sein Personal nicht angewiesen, dies zu unterbinden.

Der Wirt wollte die Strafe nicht akzeptieren und wandte sich an das Höchstgericht, wo er aber ein herbe Abfuhr erlitt.
Aus dem Erkenntnis geht nämlich hervor, dass allein schon das Aufstellen von Aschenbechern in Lokalen eine Bestrafung nach sich zieht - selbst wenn kein Raucher am Tisch sitzt.

3563
J u g e n d , die Zielgruppe der Tabakmafia / Kinderrechte, z. B. vor Tabakrauch?
« am: Januar 16, 2011, 14:49:00 Nachmittag »

http://www.bmwfj.gv.at/Jugend/Kinderrechte/Seiten/default.aspx

Kinderrechte

Schriftzug Kinderrechte, darunter Jugendliche bilden eine Kette

Kinderrechte sind Menschenrechte, die auf der ganzen Welt für alle jungen Menschen bis 18 Jahre gelten.

Kinder sind nicht vom Goodwill der Erwachsenen abhängig, sondern haben ein Recht darauf, angemessen versorgt, gefördert und geschützt zu werden und sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Kinder sind kompetente Persönlichkeiten und eigenständige Träger von Rechten, die sie auch selber vertreten können.

Für diese Grundrechte der Kinder gibt es seit 1989 mit der UN-Konvention über die Rechte des Kindes ein weltweites Grundgesetz.

Mit der Ratifkation der Kinderrechtskonvention (KRK) im Jahr 1992 hat sich Österreich verpflichtet, die Rechte von Kindern und Jugendlichen einzuhalten.

Umfassende Informationen darüber finden Sie auf unserer Kinderrechtewebsite www.kinderrechte.gv.at.
Kontakt

Maria Orthofer, Abteilung Jugendwohlfahrt und Kinderrechte: post@II2.bmwfj.gv.at



3564
MITTEILUNGEN AN DIE MEDIENVERTRETER / Lobbyismus: Tabakindustrie und WKO und .......
« am: Januar 16, 2011, 14:13:04 Nachmittag »
Prof.  Dr.  Ludger  Schiffler
Koenigsallee 18 c      14193 Berlin
Fon 030-8914844 Fax 89409220
ludger.schiffler@fu-berlin.de
www.ludger-schiffler.de
ARD Panorama                                   15.1.2011
Arnulfstr. 43
800335 München

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 12.1.11 haben Sie die Sendung über den erfolgreichsten Finanzmanager (ich vermeide den Ausdruck „Betrüger) Deutschlands, den AWD-Gründer Carsten Maschmeyer, und seine laut Wulff selbst „freundschaftliche“ Verbindung mit ihm und anderer Politiker wie Schröder, Rister etc, gebracht, die vielen Deutschen die bedauerlich Verflechtung unseren  Politikern mit der Finanzwelt vor Augen führte. Diese Sendung war außerordentlich verdienstvoll und ein eindrucks-volles Zeugnis unserer demokratischen Presse-freiheit.

Sie schildern drei Fälle von älteren Anlegern, die um ihre gesamten Ersparnisse gebracht wurden. So bedauerlich diese Fälle auch sind, sind diese Menschen glücklicherweise noch am Leben.

Es besteht jedoch eine ebenso intensive Verflechtung unserer Politiker mit der Nikotinindustrie, die 140.000 Deutschen das Leben kostet.  Es wäre eine hervorragende Medien-leistung, wenn sie eine ähnliche Recherche über die Einflussnahme dieser Industrie auf unsere Politiker veröffenltlichen könnten, die nicht nur mehrern Menschen Unglück bringt, sondern einer so großen Zahl sogar das Leben.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Ludger Schiffler

3565
Rauchverbot drückt Umsätze in Bars

Seit einem halben Jahr ist der neue Nichtraucherschutz in Lokalen voll in Kraft. Bars, Diskotheken, Beisln und so genannte Mischbetriebe, die Café, Restaurant und Bar in einem sind, stöhnen unter Umsatzeinbußen.

Wien, Innsbruck – Seit 1. Juli 2010 darf nicht mehr in allen Gastronomiebetrieben geraucht werden. Jetzt, ein halbes Jahr, nachdem der neue Nichtraucherschutz voll in Kraft getreten ist, zieht die Gastronomie eine erste Bilanz.

„Wir waren mit unserer österreichischen Lösung auf dem richtigen Weg“, sagte Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Prävention müsse weiter betrieben werden, „aber nicht auf dem Rücken der Gastronomie“.

Zu einer Schließung von Lokalen durch die Tabakgesetzgebung sei es nicht gekommen. Umsatzeinbußen habe es allerdings in jenen 70.000 Gastronomiebetrieben gegeben, in denen die Speisenverabreichung nicht im Vordergrund stehe: in Bars, Diskotheken und Beisln.

Die reinen Restaurationsbetriebe haben laut dem Obmann der Tiroler Gastronomie, Josef Hackl, nur kaum gelitten. „Die Gäste wollen beim Essen nicht mehr rauchen.“ Eine Ausnahme stellten Weihnachtsfeiern dar, hier wollten die einheimischen Gäste nach dem Hauptgang eine Zigarette rauchen.

Neben den Bars und Diskotheken haben laut Hackl auch so genannte Mischbetriebe, die ein bisschen Café, Restaurant und Bar sein wollen, mit der neuen Tabakgesetzgebung Probleme. Der Gastronomieobmann führt das auf die Größe dieser Lokale mit zwischen 50 und 120 Quadratmetern zurück: „Diese Betriebe kann man schwer in Raucher und Nichtraucherbereiche teilen.“ Wie groß die Umsatzeinbußen bei diesen Lokalen sind, kann Hackl nicht beziffern.

weiter, und Kommentare ........................http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/2014116-6/rauchverbot-dr%C3%BCckt-ums%C3%A4tze-in-bars.csp?success=1#comments

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Bevormundung
KommentarVon Frank Tschoner

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/2013216-6/bevormundung.csp

Das teilweise Rauchverbot in der Gastronomie sorgte bei seiner Einführung für lautstarken Protest seitens der Wirte. Doch ein halbes Jahr später scheint fast alles in Butter: Rauchende Gäste haben sich mit den Verboten abgefunden. Die Wirtschaftskammer feiert den österreichischen Weg, der Oasen für Raucher erhält. Die Bewährungsprobe für die Gastronomen steht aber noch bevor: Die EU-Kommission wünscht sich ein rauchfreies Europa. Das würde auch das Aus für den österreichischen Weg bedeuten. Damit hätten einige Gastronomen umsonst in Abtrennungen investiert. Doch noch schwerer wiegt, dass den Gästen eine Wahlmöglichkeit genommen wird. Sie können nicht mehr entscheiden, ob sie ein Lokal besuchen wollen, in dem geraucht werden darf. Und das ist eine unzulässige Bevormundung.

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http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Meinung/2031984-39/verlogenes-thema-rauchverbot.csp

Verlogenes Thema Rauchverbot
Leserbrief

Thema: „Rauchverbot drückt Umsätze in Bars“, TT vom 11. Jänner.

Dieser Artikel und der Kommentar von Frank Tschoner (Bevormundung) zeigen deutlich, wie verlogen mit dem Thema Rauchen in Österreich umgegangen wird. Die Gesundheit muss immer an oberster Stelle stehen, das wirtschaftliche Wohlergehen einer Interessengruppe muss hintanstehen. Alle wissen um die schädlichen Folgen für die Raucher und Passivraucher – ein absolutes Rauchverbot muss endlich eingeführt werden. Beispiele anderer Staaten zeigen, dass es funktioniert. Wer zur Zigarette greift, handelt schlichtweg unverantwortlich. Die Politik ist zu feige, Farbe zu bekennen. Das ewige österreichische „Nur nicht wehtun und Kompromisse eingehen“ – egal ob sie sinnvoll sind oder nicht – ist hier völlig fehl am Platz. Die beste Lösung wäre die Vervielfachung der aktuellen Preise der Tabakwaren, dann löst sich das Problem buchstäblich in Luft auf.

Dr. Christian Perathoner 6020 Innsbruck

3566

Totales Verbot überfällig
KommentarVon Nina Werlberger

Der Revierkampf zwischen Rauchern und Nichtrauchern ist längst zu einem grotesken Streit um Trennwände, Ausnahmen und Lokalgrößen geworden. Wenn sich nun ausgerechnet die Wirte gegenseitig wegen Verstößen gegen das Tabakgesetz anzeigen, entbehrt das nicht einer gewissen Komik – war es doch die Gastronomie-Lobby, die sich mit Händen und Füßen gegen ein einheitliches Rauchverbot in Lokalen stemmte und das österreichische Gesetzesvehikel erst herbeibettelte.

Dahinter steckt ein Denkfehler: Es geht nicht darum, die Raucher, ihre Glimmstängel und ihr Geld nur möglichst fair auf die Lokale aufzuteilen.
Etwas zu verbieten und gleichzeitig zu erlauben – dieser Widersinn kann nur im blauen Dunst ersticken. Dem entsprechend nützt das aktuelle Gesetz weder dem Schutz der Lungen noch den Wirten. Solange Raucher auf andere Lokale ausweichen können, kann es keine fairen Verhältnisse geben.

Die gibt es nur bei einem totalen Rauchverbot – und das ist längst überfällig.

3567
Deutschland / Deutschland, Herbstmarkt: Größeres Festzelt - und Rauchverbot
« am: Januar 15, 2011, 23:42:23 Nachmittag »

12.01.2011 - 16.58 Uhr

Herbstmarkt: Größeres Festzelt - und Rauchverbot

Friedberg (ütz). Besuch aus Landshut hatte das Rathaus am Montag: Der Festwirt des Herbstmarkts, Franz Widmann, war angereist, um mit den Verantwortlichen über die Ausrichtung des Volksfests auf der Seewiese in diesem Jahr im September zu sprechen. Vorläufiges Fazit: Es wird wieder einige Änderungen geben. Die gravierendste dabei: Im Festzelt soll Rauchverbot herrschen. Und: Der Behördennachmittag in der bisherigen Form ist »tot«

.................... http://www.wetterauer-zeitung.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Friedberg/Artikel,-Herbstmarkt-Groesseres-Festzelt-und-Rauchverbot-_arid,232728_regid,3_puid,1_pageid,80.html

3568
Aktivitäten zur Verringerung des Tabakrauches / Raucherentwöhnung - Infos
« am: Januar 15, 2011, 23:07:04 Nachmittag »


In fünf Schritten zum Nichtraucher

Auf dem Weg zum Nichtraucher muss man einige Hürden überwinden. Zum Glück gibt es Tipps und Tricks, die den Rauchausstieg einfacher machen.

Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen: In fünf Schritten zum Nichtraucher http://fitness-wellness.suite101.de/article.cfm/in-fuenf-schritten-zum-nichtraucher#ixzz1B8lOc87N

........ http://fitness-wellness.suite101.de/article.cfm/in-fuenf-schritten-zum-nichtraucher


3569
Gesundheit / Ich rauche nicht mehr ..........
« am: Januar 15, 2011, 23:04:30 Nachmittag »

Nichtrauchen hat positive Auswirkungen auf die Psyche

Forscher von der Brown Universität in den USA haben mit einer Studie die positiven Auswirkungen des Nichtrauchens auf die menschliche Psyche belegen können.

An der Studie nahmen Menschen, die sich das Rauchen mit Hilfe des Nikotinpflasters abzugewöhnen versuchten, teil. Sie gaben zu, sich glücklich und ausgeglichen zu fühlen, keine Angstgefühle zu verspüren oder depressiv zu sein.

Die weitverbreitete Annahme, dass Nikotin eine langfristige antidepressive Wirkung habe, sei hingegegen ein Märchen, so die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin.

http://www.shortnews.de/id/869848/Nichtrauchen-hat-positive-Auswirkungen-auf-die-Psyche

3570
Deutschland / Deutschland: Wartehäuschen, nur mit Tabakwerbung?
« am: Januar 15, 2011, 23:01:16 Nachmittag »

Wartehäuschen in Warteschleife

Von Gisbert Franken, 05.01.11, 07:06h

Die Bensberger Nichtraucher-Initiative, die die Nikotin-Propaganda aus den Gladbacher Buswartehäuschen und generell von städtischen Werbeflächen verbannen möchte, hält die städtischen Bedenken gegen den sofortigen Tabakreklame-Boykott für vorgeschützt.

BERGISCH GLADBACH - „Man braucht keine Tabakwerbung um die Wartehäuschen zu erneuern“, ist Carl Andersson, Sprecher der Initiative „Tabakfreie Erziehung“, überzeugt.

Initiative spricht von "abgekartetem Spiel

Längst sei die Werbebranche darauf vorbereitet, dass Tabakreklame über kurz oder lang aus dem öffentlichen Raum verschwinde. Auch die Ablösung der 103 Wartehallen der Kölner Außenwerbung (KAW) durch einen Nachfolger sei kein unüberwindliches Hindernis für einen Vertragswechsel. Umso merkwürdiger sei, dass eine Neuausschreibung am Jugendschutz gescheitert sein solle.

Das möchte auch die Stadt nicht behaupten. Die Begründung im Schreiben vom 15. September 2010 an die Mitglieder des Verkehrsausschusses war freilich mager: Die Sondersitzung zur Absegnung des Vertrages müsse „wegen Verzögerungen im Verfahren ausfallen“. Jugendschutz und Tabakwerbung, so Rölen, hätten keine Rolle gespielt. Auf Details der Ausschreibung will er nicht eingehen, spricht aber von mehreren „Knackpunkten“. Das europäische Ausschreibungsrecht gestatte nach erfolgloser Ausschreibung in einem angemessenen Zeitraum frei zu verhandeln. Im Januar stehen Gespräche mit dem bisherigen Vertragsnehmer KAW an, Tochter der Ströer Out-of-Home Media AG.

................. http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1288741797816.shtml