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Nachrichten - admin

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http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,559673


Dienstag, 22. Februar 2011

Zigarettenrauch stört 90 Prozent der Lokalgäste


LINZ/WIEN. 90 Prozent der Besucher von Lokalen fühlen sich durch Zigarettenrauch in irgendeiner Form belastet: Das ergab eine Befragung von 1590 Gästen in 81 Wiener Gastronomiebetrieben. Sogar mehr als 80 Prozent der Raucher gaben an, dass sie der Rauch im Lokal stört.

„Zigarettenrauch in Lokalen ist offenbar nicht mehr gefragt – weder beim Essen, noch in Form von verqualmter Kleidung“, sagte gestern Maria-Anna Gasser, Autorin einer Diplomarbeit für die MedUni Wien, in deren Rahmen sie die Umfrage durchführte. Die Befragung erfolgte mit einem Fragebogen, der vom Institut für Medizinische Psychologie in Graz erstellt wurde.

Eine Mehrheit der Befragten sprach sich laut Gasser für ein generelles Rauchverbot in Lokalen aus: „70 Prozent der Nichtraucher, 47 Prozent der Gelegenheitsraucher und 25 Prozent der Raucher“

Auch das Ergebnis von Luftmessungen in 112 Wiener Lokalen wurde präsentiert. Manfred Neuberger von der MedUni Wien: „Der Anteil an Staubteilchen in der Raumluft von Raucherbereichen war um ein Vielfaches höher als in Nichtraucherbereichen und sogar höher als im Wiener Straßenverkehr.“ In einem mittel belasteten Raucherlokal gebe es extreme Feinstaubbelastungen von 600 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Gerald Maurer, Chef der Universitätsklinik für Kardiologie an der MedUni Wien: „Die Einführung eines generellen Rauchverbots in Lokalen reduziert die Herzinfarktrate drastisch – innerhalb des ersten Jahres um bis zu 20 Prozent. Österreich ist eine Insel der seligen Raucher.“

Laut Peter Paul Frömmel, Chef der Sparte Gastronomie der Wirtschaftskammer OÖ., hat sich das Tabakgesetz bewährt: „Von den österreichweit rund 70.000 Gastronomiebetrieben bieten 58 Prozent getrennte Räumlichkeiten für Raucher und Nichtraucher an. 13.500 Wirte mussten teure Umbaumaßnahmen finanzieren. Das wird auch von der Mehrheit der Bevölkerung anerkannt.“

Auch Erwin Kerschbaummayr, Obmann der Fachgruppe Trafikanten bei der Wirtschaftskammer OÖ., wünscht sich, dass das Tabakgesetz so bleibt wie es ist: „Leute, die sich nicht daran halten, sollten bestraft werden.“ Allein in Linz gab es laut der Bezirksverwaltungschefin Martina Steininger bisher 560 Anzeigen wegen Verstoßes gegen den Nichtraucherschutz in Lokalen: „Es wird auch gestraft. Wirte müssen bei einer Anzeige mit 300, bei drei Anzeigen mit 2000 Euro Bußgeld rechnen.“

 

Extreme Staubbelastung in Raucherlokalen

Luftmessungen in Wien ergaben extreme Feinstaubbelastungen in Lokalen, in denen geraucht wird. Manfred Neuberger, Leiter der Abteilung für Präventivmedizin am Institut für Umwelthygiene der MedUni Wien: „Der Grenzwert für die Feinstaubbelastung in der Umgebungsluft liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In einem mittel belasteten Raucherlokal haben Sie Belastungen von 600 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.“ Laut der Untersuchung in 112 Gastronomiebetrieben ist die Luft in Nichtraucherlokalen am reinsten. Abgetrennte Raucherzonen belasten auch die Luft in den Nichtraucherzonen.

Umfrage

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,559673

Soll es eine Volksabstimmung über das totale Rauchverbot in Lokalen in Oberösterreich geben?
Ich bin Nichtraucher und für die Volksabstimmung.
Ich bin Raucher und für die Volksabstimmung.
Ich bin gegen eine Volksabstimnmung, ich lasse mir das Rauchen sowieso nicht verbieten.
Ich bin zwar Nichtraucher, aber eine Volksabstimmung muss nicht sein.

3407

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Freizeit%C3%BCberblick/Leben/2259042-6/91-prozent-der-lokalbesucher-durch-rauch-belastet.csp

Die Mehrheit der Befragten sprach sich für ein generelles Rauchverbot in Lokalen aus, so die Wissenschafter am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Wien – 91 Prozent von in Wiener Gaststätten befragten 1590 Konsumenten fühlen sich durch Zigarettenrauch in irgendeiner Form belastet. Bei den Nichtrauchern sind es fast hundert Prozent, bei den Rauchern mehr als 80 Prozent. Das ist eines der Hauptergebnisse einer umfangreichen Befragung im Rahmen einer Diplomarbeit am Institut für Umwelthygiene der MedUni Wien, die im ersten Halbjahr 2010 ablief. Die Mehrheit der Befragten sprach sich für ein generelles Rauchverbot in Lokalen aus, so die Wissenschafter am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien.

„Wir haben 1590 Personen in 81 Wiener Lokalen befragt. Es waren zu 52 Prozent Frauen, zu 48 Prozent Männer. Nichtraucher waren 52 Prozent, Gelegenheitsraucher zehn Prozent und Raucher 38 Prozent“, sagte Maria-Anna Gasser, Autorin einer Diplomarbeit für die MedUni Wien, in deren Rahmen sie die Umfrage durchführte. Die Befragung erfolgte anhand eines Fragebogens, der vom Institut für Medizinische Psychologie in Graz erstellt wurde.

Interessant: Ob Raucher oder Nichtraucher, der „Smoke“ in Lokalen - beim Essen und als „Begleitmusik“ in Form von später stinkender Kleidung - ist offenbar „out“. Maria-Anna Gasser: „Mehr als 90 Prozent der Befragten fühlen durch Rauch in irgendeiner Form belästigt. Bei den Nichtrauchern sind es fast hundert Prozent, bei den Rauchern auch über 80 Prozent.“

Weiteres Ergebnis unter den Probanden, die einen höheren Anteil an Tabakkonsumenten hatten als die Allgemeinbevölkerung in Österreich, so die Studienautorin: „Insgesamt spricht sich derzeit die Mehrheit der Befragten für ein generelles Rauchverbot (in Lokalen, Anm.) aus, und zwar 70 Prozent der Nichtraucher, 47 Prozent der Gelegenheitsraucher und 25 Prozent der Raucher.“ 58 Prozent der Befragten waren mit den derzeit in Österreich geltenden Regelungen unzufrieden.

Extreme Feinstaubbelastungen in Lokalen, wo geraucht wird, haben Luftmessungen in Wien ergeben. Manfred Neuberger, Leiter der Abteilung für Präventivmedizin am Institut für Umwelthygiene der MedUni Wien: „Der Grenzwert für die Feinstaubbelastung in der Umgebungsluft liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In einem mittel belasteten Raucherlokal haben Sie Belastungen von 600 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.“ Am reinsten ist die Luft in dieser Beziehung in kompletten Nichtraucherlokalen, so eine Untersuchung des Instituts in Wien in 112 Gastronomiebetrieben. Abgetrennte Raucherzonen belasten auch die Luft in den Nichtraucherarealen.

Gerald Maurer, Chef der Universitätsklinik für Kardiologie an der MedUni Wien am AKH: „Die Einführung eines generellen Rauchverbots reduziert die Herzinfarktrate drastisch, innerhalb des ersten Jahres um zehn bis 20 Prozent. (...) Anscheinend reagieren bei uns die Politiker nicht so sehr auf Fakten als auf Lobbyismus. Österreich ist eine ‚Insel der seligen Raucher‘.“ Dies könne auch an der Qualität der Politiker liegen.

Gastronomie: Andere Umfrageergebnisse

Beim Fachverband der Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) konnte man sich am Montag den Aussagen der Wissenschafter bei der Pressekonferenz rund um das Rauchen in Lokalen nicht anschließen: „Wir haben erst vor kurzem eine repräsentative Umfrage des Market-Instituts präsentiert, die zu anderen Ergebnissen kommt“, erklärte ein Sprecher gegenüber der APA.

Demnach halten derzeit 74 Prozent der Bevölkerung das „Miteinander“ von Rauchern und Nichtrauchern für „zufriedenstellend“ oder „eher zufriedenstellend“. Für 21 Prozent hingegen ist das Gesetz „eher nicht zufriedenstellend“ oder „gar nicht zufriedenstellend“.

Hier - so der Sprecher - habe sich eine deutliche Erhöhung der Zustimmung - nämlich um elf Prozentpunkte - im Vergleich zum Jahr 2009 ergeben (2009: 63 Prozent bzw. 20 Prozent). Der Anteil der mit den derzeitigen Regelungen gar nicht zufriedenen Lokalbesucher sei von 21 auf sechs Prozent gesunken. Der Vertreter des Fachverbandes: „Gäste und Betriebe müssen sich auf die gesetzlichen Regelungen verlassen können.“ Die Gastronomie habe hohe Aufwendungen für die Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereich getätigt. Dies würden auch 90 Prozent der Lokalbesucher anerkennen.

(APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mo, 21.02.2011 

3408

http://www.krone.at/Wissen/91_Prozent_der_Gaeste_stoert_das_Rauchen_in_Lokalen-MedUni-Umfrage-Story-247222

MedUni-Umfrage 21.02.2011

91 Prozent der Gäste stört das Rauchen in Lokalen

Eine Umfrage der Medizinischen Universität Wien unter 1.590 Besuchern von Wiener Gaststätten hat ergeben, dass sich 91 Prozent der Gäste von Zigarettenrauch belästigt fühlen. Bei den Nichtrauchern sind es fast hundert Prozent, bei den Rauchern mehr als 80 Prozent. Laut der Studie spricht sich die Mehrheit der Befragten auch für ein generelles Rauchverbot aus. Diesem Ergebnis kann sich der Gastronomie-Fachverband allerdings nicht anschließen.
Infobox
Rauchen verursacht binnen Minuten Genschäden
Passivrauchen erhöht Blutdruck von Kindern
Rauchen steigert Arthritis-Gefahr stärker als bekannt

Die Mehrheit der Befragten sprach sich für ein generelles Rauchverbot in Lokalen aus, hieß es am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien. "Wir haben 1.590 Personen in 81 Wiener Lokalen befragt. Es waren zu 52 Prozent Frauen, zu 48 Prozent Männer. Nichtraucher waren 52 Prozent, Gelegenheitsraucher zehn Prozent und Raucher 38 Prozent", sagte Maria- Anna Gasser, Autorin einer Diplomarbeit, in deren Rahmen sie die Umfrage durchführte. Die Befragung erfolgte anhand eines Fragebogens, der vom Institut für Medizinische Psychologie in Graz erstellt wurde.

Egal ob Raucher oder Nichtraucher, verrauchte Lokalen sowie schlechte Luft beim Essen und als "Begleitmusik" in Form von später stinkender Kleidung sind offenbar "out". Maria- Anna Gasser: "Mehr als 90 Prozent der Befragten fühlen sich durch Rauch in irgendeiner Form belästigt. Bei den Nichtrauchern sind es fast hundert Prozent, bei den Rauchern auch über 80 Prozent."

Weiteres Ergebnis unter den Probanden, die einen höheren Anteil an Tabakkonsumenten hatten als die Allgemeinbevölkerung in Österreich: "Insgesamt spricht sich derzeit die Mehrheit der Befragten für ein generelles Rauchverbot in Lokalen aus, und zwar 70 Prozent der Nichtraucher, 47 Prozent der Gelegenheitsraucher und 25 Prozent der Raucher." 58 Prozent der Befragten waren mit den derzeit in Österreich geltenden Regelungen unzufrieden, so die Studienautorin.
Fachverband verweist auf andere Umfrageergebnisse

Beim Fachverband der Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich kann man sich den Aussagen der Wissenschaftler nicht anschließen: "Wir haben erst vor Kurzem eine repräsentative Umfrage des Market- Instituts präsentiert, die zu anderen Ergebnissen kommt", erklärte ein Sprecher. Demnach halten derzeit 74 Prozent der Bevölkerung das "Miteinander" von Rauchern und Nichtrauchern für "zufriedenstellend" oder "eher zufriedenstellend". Für 21 Prozent hingegen ist das Gesetz "eher nicht zufriedenstellend" oder "gar nicht zufriedenstellend".

Hier - so der Sprecher - habe sich eine deutliche Erhöhung der Zustimmung - nämlich um elf Prozentpunkte - im Vergleich zum Jahr 2009 ergeben. Der Anteil der mit den derzeitigen Regelungen gar nicht zufriedenen Lokalbesucher sei von 21 auf sechs Prozent gesunken. Der Vertreter des Fachverbandes: "Gäste und Betriebe müssen sich auf die gesetzlichen Regelungen verlassen können." Die Gastronomie habe hohe Aufwendungen für die Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereich getätigt. Dies würden auch 90 Prozent der Lokalbesucher anerkennen.
Hohe Feinstaubbelastung in Raucherlokalen

Zusätzlich zur Umfrage der Medizinischen Universität wurden in Wien in Lokalen, in denen geraucht wurde, Luftmessungen durchgeführt. Die Messungen ergaben eine extrem hohe Feinstaubbelastung. Manfred Neuberger, Leiter der Abteilung für Präventivmedizin am Institut für Umwelthygiene der MedUni Wien: "Der Grenzwert für die Feinstaubbelastung in der Umgebungsluft liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In einem mittel belasteten Raucherlokal haben Sie Belastungen von 600 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft." Am reinsten ist die Luft in dieser Beziehung in kompletten Nichtraucherlokalen, so eine Untersuchung des Instituts in Wien in 112 Gastronomiebetrieben, denn auch abgetrennte Raucherzonen belasten auch die Luft in den Nichtraucherarealen.

Für ein allgemeines Rauchverbot spricht sich auch Gerald Maurer, Chef der Universitätsklinik für Kardiologie am AKH Wien, aus: "Die Einführung eines generellen Rauchverbots reduziert die Herzinfarktrate drastisch, innerhalb des ersten Jahres um zehn bis 20 Prozent. Anscheinend reagieren bei uns die Politiker nicht so sehr auf Fakten als auf Lobbyismus. Österreich ist eine 'Insel der seligen Raucher'."



3410

http://kurier.at/nachrichten/2075492.php


Feinstaubalarm in den Gaststätten

5000 Österreicher sterben pro Jahr am Passivrauchen. Gesundheitsminister Stöger sieht keinen Handlungsbedarf.



Feinstaub-Terror: In Raucherlokalen kann die Feinstaubbelastung doppelt so hoch sein, wie an Österreichs Hauptverkehrsadern.

In Raucherlokalen kann die Feinstaubbelastung doppelt so hoch sein, wie an den am stärksten befahrenen Straßen des Landes (Wiener Tangente, Linzer City oder A1 und A2).

5000 Todesfälle von Passivrauchern würden pro Jahr bei einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie verhindert werden. Das besagt eine aktuelle Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Inkompetenz

"Diese Zahlen müssten die Politik endlich wachrütteln. Österreich ist eine Insel der seligen Raucher. Das liegt an der Inkompetenz der Politik", sagt Gerald Maurer, Vorstand der Kardiologischen Klinik der Uni Wien.

81 Wiener Lokale wurden betreffend Feinstaub getestet, 2100 Gäste befragt. 58 Prozent der Befragten waren mit der Umsetzung des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie unzufrieden. Knapp 61 Prozent der getesteten Lokale hielten sich nicht an das aktuelle Tabakgesetz. Maurer: "Es kommt zur Beschädigung Unschuldiger. Das ist politische Realität." Vor allem Gaststätten zwischen 50 und 80 Quadratmetern ignorieren bundesweit die Gesetzeslage (ab 50 sind räumlich getrennte Raucher- und Nichtraucherbereiche vorgeschrieben) .

Gesundheitsminister Alois Stöger reagiert auf die Kritik mit einem Stehsatz: "Es erging ein Erlass an die Länder, das Tabakgesetz zu exekutieren. Darin fordert der Bund die Ausschöpfung des Strafrahmens." Im Erstfall wären bei säumigen Wirten 1000, im Wiederholungsfall bis zu 10.000 Euro fällig.

Doch die Realität sieht laut den Nichtraucherschützern anders aus: So wurden etwa in Salzburg 20 Euro Strafe über Gastronomen verhängt, die verbotenerweise weiter qualmen
ließen.

Personalmangel

Zudem werden die Wirte kaum von den Behörden kontrolliert. Stattdessen bombardieren Raucher-Sheriffs die Ämter mit Anzeigen. Zuständig für die Kontrollen wäre das jeweilige Gewerbeamt in den Bezirkshauptmannschaften und Magistraten. Dort verweist man auf Überlastung und Personalmangel.

Manfred Neuberger, Leiter der Präventivmedizin an der Uni Wien, beschreibt die Auswirkungen der hohen Feinstaubbelastung durch Passivrauchen: "Schon bei gesunden Menschen, hier vor allem bei Kindern, kann die Feinstaub-Konzentration in Raucherräumen nach 30 Minuten bleibende Schäden der Herzfunktion auslösen. Bei vorgeschädigten Menschen, etwa nach einem Herzinfarkt, kann das Einatmen des Feinstaubes während des Essens lebensbedrohlich sein."

In Schottland gingen - ein Jahr nach dem generellen Gastro-Rauchverbot - Herzinfarkte bei Nichtrauchern um 21 Prozent zurück

Artikel vom 21.02.2011 15:00 | KURIER | Michael Berger |



3412
http://diepresse.com/home/panorama/rauchen/636111/Nichtraucherschutz-funktioniert-nicht?_vl_backlink=/home/index.do

Studie: Nichtraucherschutz funktioniert nicht

21.02.2011 | 18:25 |   (Die Presse)

Laut den neuesten Erkenntnissen einer Studie ist auch in abgetrennten Nichtraucherräumen die Feinstaubbelastung überdurchschnittlich hoch. Experten fordern als einzig mögliche Lösung ein generelles Rauchverbot.
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    * Jedes dritte Lokal verbietet Rauchen (29.06.2010)

Wien/Duö. Eigentlich sollte es um den Schutz der Nichtraucher gehen. Um jene, die in verqualmten Restaurants, Bars und Cafés passiv mitgeraucht haben. Das neue Tabakgesetz, das seit Juli 2010 gilt, sollte dem Einhalt gebieten. Geht es nach den neuesten Studien, die gestern in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vorgestellt wurden, ist genau das misslungen.
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In einer Studie hat sich der Diplomand Herbert Pletz von der MedUni der Frage gewidmet, ob mit dem neuen Tabakgesetz auch gewährleistet ist, dass Feinstaub die Nichtraucherräume nicht belastet. Pletz ist im vergangenen Jahr (von Februar bis Oktober) mit einem Feinstaubgerät „von Gastrobetrieb zu Gastrobetrieb getingelt“ und hat in insgesamt 112 Lokalen „inkognito und unangemeldet“ Feinstaubmessungen durchgeführt. Das erste Ergebnis ist wenig überraschend: In den Raucherbereichen war eine höhere Feinstaubkonzentration auszumachen, insgesamt rund zehn Mal höher als im Nichtraucherbereich.

Das zweite Ergebnis ist allerdings bedenklich: Die Feinstaubkonzentration ist im Nichtraucherraum stärker als draußen im Freien – insbesondere dann, wenn der Raucherraum angrenzt. Demnach beträgt die durchschnittliche Belastung im Freien 50 Mikrogramm pro Kubikmeter, in einem mittel belasteten Raucherlokal sind es 600 Mikrogramm. Am reinsten sei die Luft in einem Nichtraucherlokal. Die einzig mögliche Lösung vom gesundheitlichen Standpunkt sei daher ein absolutes Rauchverbot: „Es kommt zur Beschädigung von Unschuldigen, zum Beispiel dem Personal“, sagt Gerald Maurer, Vorstand der Kardiologischen Klinik der MedUni Wien.

Hanns Moshammer vom Institut für Umwelthygiene pflichtet ihm bei: Eine Stunde Mittagessen im Raucherbeisl hat dieselbe Feinstaubbelastung zur Folge, wie ein Tag in der schmutzigsten Stadt Amerikas. Für einen Kellner heißt das also, dass das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 20 Prozent steigt. Denn das neue Tabakgesetz ermöglicht den Gästen, dem direkten Tabakrauch zu entkommen; das Personal aber atmet trotzdem bis zu acht Stunden am Tag Rauch ein. Das Gesundheitsministerium verweist indessen auf die Regelung, dass der Hauptraum des Lokals der Nichtraucherraum sein muss; hier sollten sich auch vorwiegend die Kellner aufhalten, sagt Fabian Fußeis, Sprecher von Gesundheitsminister Alois Stöger (SP). Insgesamt zeigt man sich im Ministerium von der „österreichischen Lösung“ zufrieden: „Wir sehen schon, dass sich seit der Einführung des Tabakgesetzes etwas verbessert hat.“

 
„Insel der seligen Raucher“

Die Feinstaubpartikel an sich können unterschiedlicher Herkunft sein, von Dieselruß über Tabakrauch bis hin zu Heizungsabgasen. Gemeinhin bekannt und wissenschaftlich bewiesen ist hingegen, dass Feinstaubpartikel bei Dauerbelastung Asthma, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder gar Lungenkrebs verursachen können.

Der Kardiologe Maurer betont zudem, dass ein generelles Rauchverbot die Herzinfarktrate drastisch reduzieren würde – zwischen zehn und 20 Prozent innerhalb eines Jahres. „Österreich ist eine Insel der seligen Raucher“, so Maurer weiter. Marianne Popp von der Akademie der Wissenschaften meint zu wissen, wie ein generelles Rauchverbot erwirkt werden kann: „Solange Sie nicht die ,Kronen Zeitung‘ dazu bringen, Nichtraucherlokale einzuführen, wird es auch nicht dazu kommen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.02.2011)
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    * Rauchverbot: Das Arrangement der Kaffeehäuser (26.10.2010)
    * Jedes dritte Lokal verbietet Rauchen (29.06.2010)

3413
Ö s t e r r e i c h Medienberichte 1 / Stöger tritt zurück ....
« am: Februar 21, 2011, 23:50:34 Nachmittag »

.... vom Nichtraucherschutz!

Stöger hat den Löffel abgegeben: "In dieser Legislaturperiode ändere ich nichts mehr beim Nichtraucherschutz."

Und sonst?

http://www.wettmannstaetten.spoe.at/b/dl/aktuelles/neuigkeiten/original/46a9ab7330ef03cf7167c7f57b8310a1

3414
http://wien.orf.at/stories/500022/

   Raucherzonen ungesünder als Straßenverkehr
Zwei Diplomarbeiten in Wien belegen eine höhere Feinstaubbelastung in Raucherlokalen als im Straßenverkehr. Sowohl Nichtraucher als auch Raucher würden sich zudem durch den Zigarettengeruch belästigt fühlen.
            
            
Ein Viertel der Raucher für Rauchverbot.
            Rauch in Lokalen nicht mehr gefragt
Dass sich fast 100 Prozent der für eine Diplomarbeit der MedUni Wien befragten Nichtraucher durch Zigarettenrauch in irgendeiner Form belastet fühlen, ist wenig überraschend.

Allerdings gaben auch mehr als 80 Prozent der Raucher an, dass sie Zigarettenrauch störe. Rauch in Lokalen ist offenbar nicht mehr gefragt, weder beim Essen noch in Form von verqualmter Kleidung.

"70 Prozent der Nichtraucher, 47 Prozent der Gelegenheitsraucher und 25 Prozent der Raucher" sprechen sich laut der Studie auch für ein generelles Rauchverbot in Lokalen aus. 58 Prozent der Befragten waren mit den österreichischen Regelungen unzufrieden.
            
            1.590 Befragte mit hohem Raucheranteil
Maria-Anna Gasser, Autorin einer Diplomarbeit für die MedUni Wien, befragte für die Studie 1.590 Menschen in 81 Wiener Lokalen. Davon waren 52 Prozent Frauen und 48 Prozent Männer. 52 Prozent waren Nichtraucher, zehn Prozent Gelegenheitsraucher und 38 Prozent Raucher.

Die Studie wurde mittels eines Fragebogens durchgeführt, der vom Institut für Medizinische Psychologie in Graz erstellt wurde. Interessantes Detail: Der Anteil an Rauchern unter den Befragten war höher als deren Anteil an der Allgemeinbevölkerung Österreichs.
            
            
Grenzwert um das Zwölffache überschritten.

Anmerkung: BM. Stöger, wie wäre es mit Schließung aller Raucherlokale und Raucher-/Nichtraucherlokale, und zwar schnell,
bevor Sie - wegen Untätigkeit - wieder von den "Käsepolitikern" geprügelt werden!


            Mehr Feinstaub als im Straßenverkehr
Neben der Umfrage unter Lokalbesuchern sorgt auch das Ergebnis von Luftmessungen in 112 Wiener Gastronomiebetrieben für eine zweite Diplomarbeit für Gesprächsstoff. Bei den Messungen der MedUni Wien wurden extremste Feinstaubbelastungen gemessen.

Der Anteil an Staubteilchen in der Raumluft von Raucherbereichen war um ein Vielfaches höher als in Nichtraucherbereichen und sogar höher als im Wiener Straßenverkehr. Schlechte Feinstaubwerte hatten auch jene Nichtraucherbereiche, die direkt an einen Raucherbereich grenzen.

"Der Grenzwert für die Feinstaubbelastung in der Umgebungsluft liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In einem mittel belasteten Raucherlokal haben Sie Belastungen von 600 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft", so Manfred Neuberger von der MedUni Wien.
            
            
Rauchverbot reduziert Zahl von Herzinfarkten deutlich.
            Österreich "Insel der seeligen Raucher"
Dass sich die große Mehrheit für ein generelles Rauchverbot in Lokalen ausspricht, unterstrich auch Gerald Maurer, Chef der UniKlinik für Kardiologie an der MedUni Wien im AKH. Die Einführung eines generellen Rauchverbots reduziere die Zahl der Herzinfarkte drastisch, innerhalb des ersten Jahres um bis zu 20 Prozent.

Österreich bezeichnete der Mediziner als "Insel der seeligen Raucher": "Anscheinend reagieren bei uns die Politiker nicht so sehr auf Fakten als auf Lobbyismus", sagte Maurer.
            
            Was halten Sie von einem generellen Rauchverbot in Lokalen?
http://wien.orf.at/stories/500022/
   Ja, das wäre am sinnvollsten.
   Nein, Raucher haben es jetzt schon schwer genug.
   Ist mir egal.
            
            
Tabakgesetz gilt seit zwei Jahren.
            Kennzeichnung mangelhaft
Mehr als die Hälfte der Lokale
entsprach überdies auch zwei Jahre nach Inkrafttreten der neuen Regelung nicht den Vorgaben des Tabakgesetzes und war entweder falsch oder gar nicht gekennzeichnet.
            
            
            WKÖ mit anderen Ergebnissen
Ganz anders sieht der Fachverband der Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) das Thema Rauchen in Lokalen. Ein Sprecher verwies auf eine "erst kürzlich durchgeführte repräsentative Umfrage".

Demnach sei für 74 Prozent der Bevölkerung das Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern zufriedenstellend oder eher zufriedenstellend. Für 21 Prozent sei das Gesetz eher nicht oder gar nicht zufriedenstellend.

Betont wurde vor allem, dass sich der Anteil von gar nicht zufriedenen Lokalgästen im Vergleich zum Vorjahr von 21 auf sechs Prozent gesunken sei.

http://wien.orf.at/stories/500022/
            
            TV-Tipp
Bild: ORFWien heute hat mit einem der Studienautoren aber auch mit Josef Bitzinger, dem Spartenobmann für Tourismus in der Wirtschaftskammer, gesprochen. Einen Beitrag dazu sehen Sie in Wien heute am Montag, 19.00 Uhr, ORF2 und danach on Demand im Internet.
   Wien heute on Demand
            
            wien.ORF.at; 9.2.11
Cafe Hawelka (Bild: www.hawelka.com)Mit der Streichung des wöchentlichen Ruhetages sollen im Cafe Hawelka Einnahmenverluste durch das Rauchverbot ausgeglichen werden.
   Cafe Hawelka verzichtet auf Ruhetag
            
            science.ORF.at; 21.1.11
Wenn Raucher andere Menschen beim Tabakkonsum sehen, reagiert ihr Gehirn ähnlich, als würden sie selbst zur Zigarette greifen.
   Rauchen wirkt auch beim Zuschauen
            
            
            
            
            Link:
   BMG: Das Tabakgesetz

3415
Veranstaltungen / Justiz in der Krise - Gefahr für den Rechtsstaat?
« am: Februar 21, 2011, 17:09:24 Nachmittag »

D0C

Im Klartext: Justiz in der Krise - Gefahr für den Rechtsstaat?

Ineffiziente Verfahren, fragwürdige Prozesse, Verfolgung von Kritikern: in der Öffentlichkeit geben Staatsanwälte und Richter derzeit kein besonders gutes Bild ab. Zwei Beispiele: Die Grasser-Ermittlungen und der Tierschützerprozess. Was sind die Gründe dafür und gibt es tatsächlich den vielzitierten "Promi-Bonus"? Werden die richtigen Ermittlungen angestellt? Wo bleibt das zusätzliche Personal? Und würde mehr Transparenz nicht hilfreich sein? Kann schließlich die wegen ihrer Vergangenheit als Bawag-Richterin selbst immer wieder kritisierte Justizministerin das Image der Justiz aufpolieren?

Zu diesem Thema diskutiert Klaus Webhofer mit:

•   Justizministerin Claudia Bandion-Ortner und
•   Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer

Anm.: .. und wo ist der Raucherschutzminister Stöger?

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und tags darauf auf TW1 ausgestrahlt.

Live in Ö1 ab 18:30 Uhr. Lesen Sie mehr ...

Mittwoch, 23. Februar 2011
18:15 Uhr
Großer Sendesaal
Eintritt frei

3416
F5

> ohne Gewähr!<

Gesendet: Montag, 21. Februar 2011 11:36
An: Dietmar Erlacher
Betreff: Anzeigen Rauchverbot - 17 Meldungen aus 1010 Wien

An das Magistratische Bezirksamt f.d. 1.und 8. Bezirk der Stadt Wien  post@mba01.wien.gv.at

Betreff: Anzeigen wegen wiederholter Verstöße gegen das Rauchverbot in Gaststätten

Lokal:
Oceans 1

Kärntnerstraße 61
1010 Wien

Besuch am: 19. 02. 2011; 17.50-19.00


Kennzeichnung: Rauchverbot

Anmerkungen:
Neueröffnung nach dem 1.1.2009, Trotzdem Einraumlokal, daher als Nichtraucherlokal gekennzeichnet; im Lokal wird an nahezu jedem Tisch geraucht, kein Bereich für Nichtraucher; viele Jugendliche, die sich nicht um das eigentliche Rauchverbot kümmern, offenbar kein Bemühen des Gastwirtes, das zu ändern; Nichtraucher werden völlig vor den Kopf gestoßen.
__________
Lokal:
Restaurant Gyros

Seilerstätte 19
1010 Wien

Besuch am: 18. 02. 2011; 12.30h


Kennzeichnung: keine Kennzeichnung

Anmerkungen:
Dem Lokal fehlt eine Kennzeichnung, im gesamten Lokal darf allerdings geraucht werden.
__________

Lokal:
Morris Restaurant

Annagasse 5
1010 Wien
1010 Wien
Besuch am: 18. 02. 2011; 18.30h-20.00h

Kennzeichnung: falsche Kennzeichnung

Anmerkungen:
Keine räumliche Trennung Raucher-Nichtraucher, falsche Kennzeichnung des Lokals, man hatte den Eindruck, dass man sich eigentlich gar nicht um das Raucherverbot kümmert. Je später, desto mehr Raucher.

__________

Lokal:
Hotel Mailbergerhof

Annagasse 7
1010 Wien
1010 Wien
Besuch am: 18.02.2011, 13:00h


Kennzeichnung: falsche Kennzeichnung (Raucher- und Nichtraucher)

Anmerkungen:
Keine räumliche Trennung zwischen dem Raucherbereich und den allgemeinen Hoteleinrichtungen; der Rauch von der Bar zieht in den Nichtraucherbereich. Einige Gäste rauchen dort, dies merkt man gleich bei Betreten des Hotels.


__________

Lokal:
1516 Brewing Company
Krugerstraße 18
1010 Wien

Besuch am: 19.02.2011, 21:00h


Kennzeichnung: abgetrennter Raucherraum

Anmerkungen:
Sehr großes Lokal, gesamter Hauptraum ist Raucherbereich, im OG gibt es Nichtraucherplätze, der Rauch zieht jedoch von unten in den NR-Bereich. Stark verraucht, kein Nichtraucherschutz im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen.

__________

Lokal:
Passage

Babenberger Passage
Burgring 1

1010 Wien

Besuch am: 19.02.2011, 23:00h


Kennzeichnung: Rauchverbot

Anmerkungen:
Im Zeitraum von ca. 2h konnte beobachtet werden, dass im Nichtraucherlokal ganz normal geraucht wird; keine Bemühung seitens Personal, Rauchende des Lokals zu verweisen. Aschenbecher stehen zur Verfügung. Nichtraucherlokal ist stark verraucht (!)

__________

Lokal:
Take Five

Annagasse 3a
1010 Wien
1010 Wien
Besuch am: 19.02.2011, 22:00h


Kennzeichnung: abgetrennter Raucherraum

Anmerkungen:
Es gibt keine räumliche Trennung Raucher-Nichtraucher, nahezu überall wird geraucht, im besten Fall finden sich einige wenige Nichtrauchertische; auch in den als Nichtraucherbereichen ausgeschilderten Bereichen wird geraucht. Gäste halten sich keineswegs an das Rauchverbot.
__________


Lokal:
Eden Bar

Kärntnerstrasse 41
1010 Wien
1010 Wien
Besuch am: 18.02.2011, 21:00h


Kennzeichnung: Raucher

Anmerkungen:
Das Lokal ist deutlich größer als 80m2 und wird als reines Raucherlokal geführt; zahlreiche Raucher (auch Zigarren), stark verraucht.

__________

Lokal:
Peters Cafe Hartauer Operncafe
Riemergasse 9
1010 Wien

Besuch am: 17.02.2011, 19:00h


Kennzeichnung: Raucherlokal

Anmerkungen:
Kurzzeitig Nichtraucherlokal, jetzt reines Raucherlokal, obwohl größer als 50m2; kein Nichtraucherschutz, Gesetz wird ignoriert
__________


Lokal:
Fischrestaurant Dalmatia

Riemergasse 12
1010, Wien


Besuch am: 17.02.2011, 19:30h


Kennzeichnung: Raucherlokal

Anmerkungen:
Das sehr große Lokal (größer 80m2) ist als Raucherlokal deklariert, kein Nichtraucherbereich, dementsprechend verraucht.
__________

Lokal:
Coffeeshop Company
Dr. Karl Lueger Platz 3
1010 Wien

Besuch am: 21.02.2011, 09:30h


Kennzeichnung: falsche Kennzeichnung

Anmerkungen:
Lokal wurde nach dem 1.1.2009 errichtet, dennoch ist der Hauptraum um damit deutlich größere Bereich im vorderen Teil des Lokals Raucherbereich; Nichtraucher dürfen in ein kleines Hinterzimmer; deutlich mehr Verabreichungsplätze im Raucherraum.
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Billabong

Parkring 4/2
1010 Wien

Besuch am: 16.02.2011, 13:30h


Kennzeichnung: keine Kennzeichnung

Anmerkungen:
Einraumlokal größer 100m2 mit offener Galerie; keine Kennzeichnung, für kurze Zeit als Nichtraucherlokal geführt, nun unerlaubterweise ein reines Raucherlokal.
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Lokal:
Champions Sports Bar & Restaurant

Parkring 12a
1010 Wien


Besuch am: 17.02.2011, 19:30h


Kennzeichnung: Raucherlokal

Anmerkungen:
Großes Lokal, wird unerlaubterweise als Raucherlokal geführt, obwohl keine Trennung und größer als 80m2. Wurde immer schon als Raucherlokal geführt, hier hat es noch nie Nichtraucherschutz gegeben. Ggf. hat das Lokal eine Regelung mit dem Marriott-Hotel, um es als „abgetrennten Raucherraum“ führen zu dürfen, das Marriott ist jedoch mit Rauchverbot gekennzeichnet.

__________
Lokal:
Al Caminetto

Krugerstrasse 4
1010 Wien

Besuch am: 18.02.2011, 12:30h


Kennzeichnung: abgetrennter Raucherraum

Anmerkungen:
Hauptraum des Lokals (vorderer Bereich bei den Fenstern, jener Bereich in den man bei Betreten des Lokals kommt) ist Raucherbereich, im hinteren Teil sind die Nichtrauchertische versteckt; der Nichtraucherbereich hat weniger Verabreichungsplätze als der Raucherraum und kann wohl so nicht als Hauptraum deklariert werden.
__________

Lokal:
Kruger’s American Bar

Krugerstraße 5
1010 Wien

Besuch am: 19.02.2011, 22:00h


Kennzeichnung: Rauchverbot

Anmerkungen:
Trotz Rauchverbot können sie hier rauchen – seit es Zigarre, Pfeife oder Zigarette; Zigarren werden gleich beim Eingang in einem Humidor angeboten, und das in einem angeblichen rauchfreien Lokal; Kennzeichnung offenbar nur, um Gäste vordergründig in ein Nichtraucherlokal zu locken, drinnen wie so oft: Gäste und Personal kümmern sich nicht um Rauchverbot und zeigen deutlich, dass das Gesetz ohne Kontrollen gescheitert ist.

__________

Lokal:
First American Bar
Schulerstraße 16
1010 Wien

Besuch am: 19.02.2011, 20:00h



Kennzeichnung: falsche Kennzeichnung

Anmerkungen:
keine räumliche Trennung, hauptsächlich Rauchertische (auch an Bar), einige wenige NR-Plätze, aber nicht von den Rauchern getrennt

__________
Lokal:
Cafe Frauenhuber

Himmelpfortgasse 6
1010 Wien

Besuch am: 20.02.2011, 11:00h


Kennzeichnung: rauchfreier Bereich, also falsch

Anmerkungen:
In Zeiten eines „grundsätzlichen Rauchverbotes“ in Gaststätten betritt man hier  - in diesem sehr großen, weit über 100m2 großen Cafe – ein reines Raucherlokal; der Hauptraum, die schönen Tische, vorne an den Fenstern, sind Rauchern (auch Zigarre und Pfeife) vorbehalten; Nichtraucher dürfen in den hinteren Regionen des Lokals Platz nehmen, stinken schon nach Rauch, wenn sie dort ankommen und sich auch dort nicht vor Rauch geschützt, da es keine Abtrennung gibt; und dieser Zustand hält offenbar nun schon seit dem 1.1.2009 !

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auch ein .......

Gesendet: Montag, 21. Februar 2011 10:32
An: kontakt@krebsforum.at
Betreff: Cafe Alt Wien

Alt Wien
Bäckerstraße 9 | 1010 Wien
1. Bezirk - Innere Stadt
Küche: Wiener Küche
Lokaltyp: Café, Restaurant, Szenelokal
 
Betreff: Postleitzahl:       Meldung eines wiederholten Verstoßes gegen das Tabakgesetz

Name des Betriebs: Cafe ALT WIEN
Postleitzahl / Ort: 1010
Straße / Hausnummer: Bäckerstrasse 9
Datum / Uhrzeit des Besuchs: 1x wöchentlich für ein gutes Gulasch und Krügerl jedoch Abends und da extreme Rauchbelastung.
Anzahl der Raucher: zu viele
Kurze Sachverhaltsdarstellung: z.B. Größe des Lokals (über 50 qm), Eingangskennzeichnung, Einhaltung der Raumtrennung...(wird nie eingehalten!!!!)
 
Trenn Glasschiebetüre die immer offen ist da Kellner serviert.
Es ist eine Frechheit das Raucherabteil im vorderen Eingangsbereich einzurichten wodurch der Rauch sich in den hinteren
Nichtraucher Bereich festsetzt da ja die Glasschiebetüre immer geöffnet ist. Küchenbereich hat eine große Öffnung in  das Raucherabteil welche die Trennung
Ad absurdum führt.


> ohne Gewähr!<


3417
Von: Karl Stangl <satisesto@yahoo.de>
Betreff: MISS-STÄNDE IM BEREICH ÖBB
An: krebspatient-krebsforum@utanet.at
Datum: Mittwoch, 29. Dezember, 2010 19:38 Uhr

OFFENER BRIEF an den  GENERAL-DIREKTOR  der  ÖBB in  WIEN , Christian  KERN.

Aktueller Erfahrungs-Bericht vom ÖBB-BAHNHOF  STEINDORF bei Straßw., Land Salzburg, an der hochfrequentierten Westbahn gelegen, mit Abzweigung nach Braunau am Inn.
Gestern, Dienstag, den 28.12.2010, exakt um 23 Uhr die tägliche Visite am heimatlichen Bahnhof: im Warteraum befinden sich 7 Jugendliche, schon ausgiebig alkoholisiert, eifrig beschäftigt mit dem Rauchen von Tabak-Drogen, die sie hier rund um die Uhr am Automaten bekommen. Der Warteraum also total ver-raucht, total verdreckt, Bierflaschen und Bierdosen liegen herum, auch Wodka und anderes Hochprozentiges macht die Runde........und zum tausendsten Male eile ich in die unmittelbar daneben befindliche Fahrdienstleitung, um das zu melden und um Abhilfe zu ersuchen.........und zum tausendsten Male die gleiche Antwort: "dafür ist der FDL nicht zuständig......."Das heißt, zum tausendsten Male verweigert der diensthabende FDL ein wirksames Einschreiten, überläßt den "Raum öffentlichen Ortes " den Vandalen , die trotz Alkohol-Verbot nach der ausgehängten ÖBB-HAUSORDNUNG  exzessives Koma-Saufen betreiben im ÖBB-Warteraum sowie exzessives Rauchen trotz des deutlich genug gekennzeichneten bundesgesetzlichen Rauchverbotes nach § 13 Abs. Tabak-G. (Abgesehen von der viel älteren Bestimmung in § 13 EBG).

Wir Aktivisten im Nichtraucherschutz müssen leider im gesamten Bundesgebiet feststellen, daß der Verkehrs-Betrieb ÖBB seinen gesetzlichen  OBLIEGENHEITEN  nach § 13c Tabak-G nicht ausreichend nachkommt!  Zu diesen Obliegenheiten gehört zwingend auch, daß die Einhaltung des Rauchverbotes  effektiv durchgesetzt wird durch geeignete Maßnahmen. Es ist ein Skandal sondergleichen, daß sich uniformierte FDL strikt weigern, im unmittelbar benachbarten Warteraum für Recht und Ordnung zu sorgen. Dadurch ergibt sich eindeutig die verwaltungs-strafrechtliche Verantwortlichkeit nach § 14 Tabakgesetz mit Geldstrafen bis 10.000 Euro für den säumigen  "Inhaber". Leider findet man im gesamten Konzern keine einzige Person, die sich für zuständig und verantwortlich erklärt, jeder schiebt diese Verantwortung auf den anderen. Aber auch im Frei-Bereich: auf den Vorplätzen, auf den Bahnsteigen, in den Unterführungen, auf den Übergängen etc... sieht man tagtäglich ÖBB-Bedienstete ordnungswidrig rauchen weit abseits der gekennzeichneten Raucher-Plätze und die Überreste auf den Gleiskörper werfen........welch ein Vorbild für unsere gefährdete Jugend !!! 

Ich ersuche Sie nun dringend um Abhilfe wirksamster Art:  durch Erlassung einer neuen  DIENST-ANWEISUNG für das gesamte ÖBB-Personal mit einer überaus deutlichen Klarstellung über die gebotenen Verhaltensweisen am gesamten ÖBB-AREAL ohne die geringste Ausnahme, also auch für die Verschieber, die man überall rauchen sieht. Und bitte veröffentlichen Sie diese DA im Internet auf der ÖBB-Homepage direkt neben dem ÖPT, sodaß sie allgemein bekannt wird und sich jedermann darauf berufen kann.

Sollte sich in absehbarer Frist keine wesentliche Verbesserung der Situation ergeben, werde ich Sie persönlich nicht nur verwaltungsstrafrechtlich auf der Bezirks-Verwaltungsbehörde anzeigen, sondern auch strafgerichtlich nach diversen §§ des Strafgesetzbuches der Republik Österreich, denn insgesamt ergibt sich schon der Vorwurf der fahrlässigen Gemeingefährdung.

Und sorgen Sie bitte dafür, daß die Tabak-Drogen-Automaten von den Bahnhöfen schleunigst verschwinden und auch die Trafiken, denn laut HO der ÖBB ist jeglicher Drogenhandel verboten am gesamten ÖÖ-Areal. Dazu passend die riesengroße Schlagzeile in der Tages-Zeitung  "ÖSTERREICH" von heute auf der S. 19:  "ÖBB-BOSS KERN RÄUMT BEI BAHN AUF"  Bitte radikal durchgreifen bezüglich Alkohol und sämtliche Drogen einschließlich Rauch-Tabak !!!    Elekronisch gefertigt am Gratis-Terminal bei Mc Donalds in E. und dem Forum www.rauchsheriff.at anvertraut am 29.12.2010

Bezüglich der allseits bekannten und beklagten anhaltenden  MISS-STÄNDE im Bereich der ÖBB und auch anderer Verkehrs-Betriebe verweise ich nochmals auf meinen obigen Beitrag vom Ende des Vorjahres und ergänze wie folgt:   schon  im Juli 2010 wurde vom zuständigen BMVIT der Entwurf für eine völlig neue umfangreiche Verordnung  "EISENBAHN-SCHUTZ-VORSCHRIFTEN"  zur Begutachtung ausgesandt und es wurde angedeutet ein Inkrafttreten spätestens ab 1.1.2011. 

Daraus ist leider nichts geworden und ich warte schon viele Wochen sehnsüchtig darauf, daß diese "EisbSV" endlich im Teil II ds BGBl. erscheinen.  Denn in diesen EisbSV  wird auch das Rauchen im gesamten Eisenbahnbereich (abseits eindeutig gekennzeichneter R-Plätze mit großem Aschenbecher) zum verwaltungs-strafrechtlichen Offizial-Delikt erklärt mit zwingender Mitwirkungs-Pflicht der Bundes-Polizei, was im Begutachtungs-Vefahren natürlich zu wütenden Protesten der Polizei geführt hat, dazu später Näheres. Naheliegend wäre nun auch ein eigenes Forum hier im www.rauchsheriff anzulegen für  "VERKEHRS-BETRIEBE" mit separaten Themen für Straße & Kfz, Schiene incl. Straßen-Bahn, Schiffs-Verkehr,  Luft-Fahrt incl Flugplätze und zusätzlich auch für den Bereich Tele-Kommunikations-Stellen wie Telefon-Zellen, Multi-Media-Stationen etc.

3418
Magistrat - Bez. Hauptmannschaft - Landesregierung / Tirol - BH. Kufstein
« am: Februar 20, 2011, 20:05:38 Nachmittag »
Von: Harry Leim [mailto:harryleim@ymail.com]
Gesendet: Samstag, 12. Februar 2011 18:51
An: dietmar.erlacher@gmail.com
Cc: HERBERT.HABERL@TIROL.GV.AT; CLAUDIA.HUBER-WURZENRAINER@TIROL.GV.AT; MICHAEL.CZASTKA@TIROL.GV.AT; CHRISTIAN.BIDNER@TIROL.GV.AT; post@tirol.gv.at
Betreff: Verstoß gegen Nichtraucherschutzgesetz wird von BH weiterhin ignoriert!

Sehr geehrter Herr Erlacher,

ich greife Ihre Empfehlung auf und teile Ihnen erneut mit, dass unter der Anschrift Kirchbichl 69 im sog. Berghof in 6352 Ellmau weiterhin ein Lokal betrieben wird, welches über nach oben offene Wände verfügt und daher kann Rauch und sonstige Abluft ungehindert in die restlichen  Bereiche des Gebäudes austreten.
Betreiber des Lokals ist ein Verein der zuvor über Jahre hinweg ein Schwimmbad ohne jegliche Genehmigung betrieben hat. Der Verstoß betrifft also nicht nur den Nichtraucherschutz.

Es ist mir unerklärlich, warum die BH hier keine wirkungsvollen Maßnahmen ergreift und die Aktivtäten des Vereines endlich unterbindet! Über eine Veröffentlichung im Nichtraucherforum wäre ich daher sehr dankbar.

Seit meiner Meldung an die BH sind nun fast 3 Wochen vergangen.

Danke für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichem Gruß,

H. Leim

--- BIDNER Christian <CHRISTIAN.BIDNER@TIROL.GV.AT> schrieb am So, 23.1.2011:

Von: BIDNER Christian <CHRISTIAN.BIDNER@TIROL.GV.AT>
Betreff: AW: Verstoß gegen Nichtraucherschutzgesetz wird von BH ignoriert!
An: "Harry Leim" <harryleim@ymail.com>
CC: "HABERL Herbert" <HERBERT.HABERL@TIROL.GV.AT>, "HUBER-WURZENRAINER Claudia" <CLAUDIA.HUBER-WURZENRAINER@TIROL.GV.AT>, "CZASTKA Michael" <MICHAEL.CZASTKA@TIROL.GV.AT>
Datum: Sonntag, 23. Januar, 2011 11:09 Uhr

Sehr geehrter Herr Leim!

Danke für Ihre Informationen. Ich habe ihre Mitteilung an die zuständigen Referenten mit dem Auftrag weitergeleitet, der Sache nachzugehen bzw. die näheren Umstände zu erheben. In Abhängigkeit vom Ergebnis dieser Erhebungen wird die weitere Vorgangsweise festgelegt werden. Sollten tatsächlich gesetzeswidrige Umstände festgestellt werden, so werden Maßnahmen zur Herstellung des gesetzmäßigen Zustandes eingeleitet bzw. vorgeschrieben werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Christian Bidner

________________________________
Von: Harry Leim [harryleim@ymail.com]
Gesendet: Samstag, 22. Januar 2011 17:25
An: BIDNER Christian; HABERL Herbert; #BH Kufstein
Cc: kontakt@krebspatient.at; blog@tirol.org
Betreff: Verstoß gegen Nichtraucherschutzgesetz wird von BH ignoriert!


Sehr geehrter Her Dr. Bidner, sehr geehrter Herr Dr. Haberl,

leider wird im Berghof Ellmau weiterhin ein Lokal betrieben, was sich an keinerlei Vorschriften hält. Ruhezeiten werden nicht eingehalten. Vorschriften zum Umgang mit Lebensmitteln werden ignoriert und vor allem gibt es keinerlei Maßnahmen zum Nichtraucherschutz. Das Lokal ist nach oben hin offen und somit kann Rauch und andere Abluft ungehindert ins Gebäude austreten. Auch sind zwei vorhandene Türen meist geöffnet und auch hier tritt der Rauch ungehindert in die Flure und Wohnbereiche des Gebäudes.

Örtliche Betriebe werden kontrolliert und hier drückt man offenbar ein Auge zu. Warum gibt es hier nicht regelmäßig Kontrollen? Das Lokal wird angeblich als Vereinslokal betrieben ist aber allgemein zugänglich. Sorgen Sie bitte für Ruhe und Ordnung oder sind holländische und deutsche Immobilienbesitzer etwas wichtiger als einheimische Bewohner!?

Mit freundlichem Gruß,

H. Leim


3419
Veranstaltungen / Mo. 21.2.11, 10h, Wien: Pressekonferenz(en)
« am: Februar 18, 2011, 23:40:48 Nachmittag »

Zwei Jahre Tabakgesetz - Auswirkungen auf Feinstaubbelastung und Gästezufriedenheit

Wien (OTS) - Seit Inkrafttreten der Nichtraucherschutzbestimmungen
am 1.Jänner 2009 wird von verschiedenen Seiten versucht, die
öffentliche Meinung zu beeinflussen. Jetzt liegen erstmals
Messergebnisse vor, die eine objektive Beurteilung der
Gesundheitsrisiken durch Feinstaub in der Gastronomie ermöglichen.
Außerdem wurde mittels eines vom Institut für Medizinische
Psychologie der Medizinischen Universität Graz (MUG) entwickelten
Fragebogens bei zufällig ausgewählten Lokalbesuchern (518 in der
Steiermark und 1590 in Wien) die Akzeptanz des Gesetzes im Kontext zu
Raucherstatus und Lokaltyp erhoben. Die Ergebnisse werden im Rahmen
eines Pressegespräches, veranstaltet von der Kommission für
Reinhaltung der Luft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
(ÖAW), präsentiert.

~
Pressegespräch: Zwei Jahre Tabakgesetz - Auswirkungen auf
Feinstaubbelastung und Gästezufriedenheit

 Univ.-Prof. Dr. Marianne POPP, Obfrau der Kommission für Reinhaltung
 der Luft der ÖAW
 
 Univ.-Prof. Dr. Gerald MAURER, Vorstand der Kardiologischen Klinik
 der Medizinischen Universität Wien
 
 Univ.-Prof. Dr. Manfred NEUBERGER, Leiter der Abt. Präventivmedizin,
 Institut für Umwelthygiene, Medizinische Universität Wien, Mitglied
 der Kommission für Reinhaltung der Luft der ÖAW
 
 Cand.med. Maria-Anna GASSER und cand.med. Herbert PLETZ stellen die
 wichtigsten Ergebnisse ihrer Diplomarbeiten vor.

 Datum:   21.2.2011, um 10:00 Uhr
 Ort:     Österreichische Akademie der Wissenschaften Clubraum
          Doktor-Ignaz-Seipel-Platz 2, 1010 Wien

~

Rückfragehinweis:
   Dr. Marianne Baumgart
   Österreichische Akademie der Wissenschaften/Öffentlichkeitsarbeit
   Austrian Academy of Sciences/Public Relations
   Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
   1010 Wien
   Tel.: +43 1 51581-1219
   marianne.baumgart@oeaw.ac.at
   www.oeaw.ac.at/pr

3420
Veranstaltungen / ORF Aufzeichnung am 27.2.11: Nichtraucherschutz?
« am: Februar 18, 2011, 15:50:52 Nachmittag »

ORF Aufzeichnung in Wien am 27.2.11, spätnachmittags (1) bzw. abends (2)


http://tickets.orf.at/home/stories/arge_talkshow

Anschließend gemütliches Beisammensein mit DIR(!).

Sag, bist du dabei?

Herzliche Grüße aus Tirol

dietmar.erlacher@gmail.com

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Verstöße gegen das Tabakgesetz werden jetzt teuer!

Die Betreiberin eines Cafés aus Graz klagte ein benachbartes SB-Restaurant auf Unterlassung, weil dieses das Rauchen weiterhin gestattete. Beide Unternehmen befinden sich in Einkaufszentrum, die Lokale sind zur Mall hin offen. Sie selbst hielt sich an das Gesetz und hatte deshalb spürbare Umsatzeinbußen hinzunehmen.

Die Betreiberin des Cafés zeigte bewundernswerten Mut, ihre Hartnäckigkeit führte schließlich zum Erfolg. Die Klage ging durch alle Instanzen, am 15.12.2010 entschied der Oberste Gerichtshof: „Die beklagte Partei ist schuldig es zu unterlassen, ihren Gästen das Rauchen von Tabak … zu gestatten.“ Er bestätigte damit, dass sich die Beklagte durch diesen Rechtsbruch einen unlauteren Wettbewerbsvorteil verschafft.
Die beklagte Partei muss nun die gesamten Gerichtskosten tragen, immerhin fast 12.000 Euro. Mögliche Schadensersatzzahlungen kommen noch hinzu. Das übliche Bußgeld im Falle eines Verstoßes gegen das Tabakgesetz liegt dagegen meist nur bei einigen hundert Euro.

Die überwiegende Mehrheit der Wirte hält sich in irgendeiner Form noch immer nicht ans Gesetz: Häufig ist lediglich ein kleiner Nebenraum für Nichtraucher reserviert. In getrennten Lokalen steht die Tür so gut wie immer offen, der Nichtraucherschutz wird so bewusst umgangen, Feinstaubmessungen zeigen gefährlich hohe Werte in Nichtraucherbereichen. Oft wird in den Abendstunden das Rauchen erlaubt, da nach Dienstschluss der zuständigen Behörden keinerlei Kontrollen zu erwarten sind. In Tirol setzten Wirte deshalb bereits Privatdetektive gegen unlautere Mitbewerber ein. Aber auch private Rauchsheriffs besuchen immer wieder säumige Betriebe.
Nun wäre zu erwarten, dass die Interessensvertretung der Gastwirte, die WKO, diese Entscheidung bekannt macht. Für kleine Lokale kann ein derartiges Gerichtsverfahren das Aus bedeuten.
Aber auch wiederholte Verstöße können den Verlust der Gewerbekonzession nach sich ziehen.

Diese Entscheidung des OGH ist auch ein wichtiger Schritt zur Durchsetzung eines generellen Rauchverbots. Die hier erkannte Wettbewerbsverzerrung trifft ja nicht nur Wirte, die bewusst das Rauchverbot umgehen. Wettbewerbsverzerrung findet ebenso statt, wenn z.B. Lokale mit 50 m² das Rauchverbot einhalten müssen, kleinere Lokale jedoch nicht. Sie findet statt, wenn sich Lokale in Einkaufszentren an das Verbot halten müssen, Lokale außerhalb jedoch nicht. Und natürlich besteht ein Wettbewerbsvorteil, wenn Lokale mit Denkmalschutz oder Lokale die gleichzeitig eine Konzession als Trafik besitzen den Nichtraucherschutz legal umgehen können.

Es ist an der Zeit, dass sich Gastwirte der immensen Nachteile des jetzigen Gesetzes bewusst werden. Nur ein generelles Verbot schafft wieder Chancengleichheit für alle Lokale. Zahlreiche andere Länder haben es uns bereits vorgemacht. Es wird Zeit, dass sich auch Österreich unter die Länder einreiht, die einen modernen Nichtraucherschutz befürworten.

Das Urteil im Wortlaut: http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20101215_OGH0002_0040OB00164_10M0000_000