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Nachrichten - admin

2911
Deutschland / Deutschland: Rauchverbot am Strand!
« am: Juni 16, 2011, 01:10:11 Vormittag »

Mittwoch, 15. Juni 2011

    
14.06.2011 16:21

Grüne fordern Rauchverbot am Strand

Der Strand in Warnemünde ist voll von Kippen. Nun fordern die Grünen dort ein Rauchverbot. Ende Juni soll das Thema in der Rostocker Bürgerschaft zur Sprache kommen.

Warnemünde (OZ) - Wenn es nach den Grünen geht, soll der Strand des Ostseebades schon bald rauch- und vor allem kippenfrei werden. Schon Ende des Monats soll die Bürgerschaft über ein Rauchverbot am Meer abstimmen. Gesundheitssenatorin Liane Melzer (SPD) und die Tourismusmanager sind begeistert.

Selbst aus Schwerin kommt Unterstützung für die Pläne. „Wir sind Gesundheitsland. Jede Initiative gegen das Rauchen können wir nur begrüßen“, äußerte sich die Gesundheitsministerin Manuela Schwesig (ebenfalls SPD) über ihren Sprecher Christian Moeller. Allerdings dürfe es keine Diskriminierung der Raucher am Strand geben.“


http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel_komplett.phtml?SID=6b160754cdc08ab5baeab6a9f54d1d16&param=news&id=3145268




2912

Eltern stinksauer wegen Kippen im Sand Wann gibt’s endlich ein Spielplatz-Rauchverbot?


Frankfurt – Ekel-Kippen auf Frankfurts Spielplätzen und mittendrin wuseln Kinder! Immer mehr Eltern sind entsetzt, fordern ein striktes Rauchverbot auf den 460 Anlagen:
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KIPPE AUS, BREI RAUS!

Vor allem im Sandkasten stecken die Zigarettenstummel. Stefan Schäfer, Geschäftsführer vom Kinderschutzbund Frankfurt, warnt: „Absolute Gesundheitsgefährdung! Wenn Kinder die schlucken, kann das zum Tod führen.“

Alkohol auf Spielplätzen verbietet die Polizeiverordnung (Paragraph 7). Wer erwischt wird, muss 85 Euro Strafe zahlen. Fürs Qualmen gibt‘s dagegen nur schwammige Bestimmungen. Warum?

„Das Phänomen ist bekannt, es gibt aber dafür keine gesetzliche Grundlage“, sagt Wulfila Walter, Referent von Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (Grüne). „Das liegt an den unterschiedlichen Polizeiverordnungen der Länder. Hessen darf nur Gefahrenabwehr-Ordnungen erlassen, heißt es.“

Fündig wird man nur in der Abfallsatzung. „Darin ist jeder verpflichtet, seine Kleinabfälle zu entsorgen, sonst drohen Strafen. Es ist verboten, Kippen auf öffentlichen Flächen wegzuschmeißen“, so Bernd Roser von der Abteilung Grünflächenunterhaltung beim Grünflächenamt.

Walter befürchtet aber auch, dass flächendeckende Kontrollen der Spielplätze durch die Stadt schwer leistbar sind.

http://www.bild.de/regional/frankfurt/rauchverbot/wann-gibt-es-endlich-rauchverbot-auf-spielplaetzen-18363926.bild.html


2913
Grüne: "Beim Rauchen muss der Staat eingreifen"

15.06.2011 | 18:41 |  THOMAS PRIOR (Die Presse)

Die Grünen seien keine Prohibitionspartei, sagt ihr Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner. Raucherlokale und Zigarettenautomaten will er dennoch verbieten lassen - zugunsten des Kinder- und Jugendschutzes.
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Mehr zum Thema:

    Grüne: "Beim Rauchen muss der Staat eingreifen"
    Karl Öllinger: "Haben Wähler verwirrt"

Aus dem Archiv:

    Pizzicato Grüner Rauch (15.06.2011)
    Grüne fordern Verbot von Zigarettenautomaten (10.06.2011)
    Minister: Eltern, Schule entscheiden über Gesundheit (03.02.2011)
    Finnland will Rauchen aus Öffentlichkeit verbannen (01.10.2010)

Die Presse: Die Grünen wollen Zigarettenautomaten verbieten lassen, um Jugendliche vom Rauchen abzuhalten. Da fragt man sich: Haben Sie, hat Österreich keine anderen Sorgen?
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Stefan Wallner: Es gibt einen Haufen anderer Sorgen: der Einstieg in die Energiewende, eine echte Korruptionsbekämpfung und eine Bildungspolitik, in der es nicht im Schneckentempo dahingeht. Das treiben wir alles voran. Allerdings ist auch die Gesundheit unserer Kinder ein wesentliches Thema.

Aber so lustfeindlich waren die Grünen nicht immer. Ist es nicht seltsam, wenn eine Partei, die weiche Drogen wie Marihuana legalisieren wollte, sich jetzt als Anti-Raucher-Partei positioniert?

Die Frage ist, wie wir es schaffen können, dass die Jugendlichen in Österreich nicht mehr so früh zur Zigarette greifen. Das Einstiegsalter beim Rauchen liegt mittlerweile bei elf Jahren. Europaweit gibt es nur in Bulgarien noch mehr jugendliche Raucher. Das ist ein Zustand, der uns nachdenklich machen sollte.

Das sehen nicht alle Grünen so. Es gab teils heftige Kritik an diesem Vorstoß.

Das ist eine Generationenfrage, auch innerhalb der Grünen. Die Kritik kommt von Männern, die über 60 sind und selber rauchen.

Sie meinen Ex-Parteichef Alexander Van der Bellen. Er sagt, ein Verbot von Zigarettenautomaten hätte den „Touch des Illiberalen“ und fragt sich: „Wo geht das hin? Will man als Nächstes das Weintrinken verleiden?“

Da schlägt er sich unter Wert. Wir wissen alle, dass ein, zwei Gläser Rotwein gut und durchaus gesund sind. Aber bei den Zigaretten ist nicht einmal die erste gesund. Rauchen ist keine Frage der Lust, sondern der Sucht. Da muss man ohne Augenzwinkern hinschauen.

Ist Van der Bellen ein Anachronist, wenn es ums Rauchen geht?

Ich verstehe ihn. Für viele seiner Generation war Rauchen ein Akt jugendlicher Rebellion. Doch das gesellschaftliche Bewusstsein hat sich verändert. Die Perspektive von Eva Glawischnig oder mir ist anders: Wir sind Eltern um die 40, die wie alle anderen Eltern nicht wollen, dass ihre Kinder rauchen.

Glauben Sie wirklich, dass Jugendliche durch ein Automatenverbot vom Rauchen abgehalten werden?

Es gibt eine Studie mit zigtausend Jugendlichen aus mehreren Ländern, die das belegt. Neben der Vorbildwirkung und der Preispolitik ist die Frage der Zugänglichkeit über Automaten entscheidend. Das sollte man sehr ernst nehmen. Jene 17 EU-Länder, die Zigarettenautomaten verboten haben, haben das nicht aus Jux und Tollerei gemacht.

Ist es Aufgabe des Staates, die Menschen vor sich selbst zu schützen?

Man muss zweierlei gegeneinander abwägen: Die Frage der Selbstbestimmung für Erwachsene auf der einen und die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen auf der anderen Seite. Ich meine, dass hier vieles für Zweiteres spricht. Es ist schon Aufgabe eines Staates, regulierend einzugreifen, wenn man sieht, da läuft was aus dem Ruder.

Aber gerade bei den Grünen haben die Begriffe Freiheit und Autonomie einen hohen Stellenwert.

Diesen Werten stehen gleichberechtigt Verantwortung und Respekt gegenüber. Das heißt, die Freiheit des Einzelnen ist dort begrenzt, wo es um Eingriffe in die Freiheitsrechte anderer geht. Es gibt ja auch anderswo Verbote: Die Grünen haben nie „Freie Fahrt für freie Bürger“ postuliert und gesagt, die Leute sollen mit 200 Stundenkilometern auf der Autobahn fahren.

Wie sieht die Nichtraucherschutz-Politik der Grünen in der Endausbaustufe aus? Abgesehen von Zigarettenautomaten, die es dann nicht mehr gibt.

Ein Rauchverbot in Lokalen hat sich weltweit bewährt. Es bedeutet mehr Lebensqualität für alle.

In Wien will Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou neuerdings Fahrrad-Rowdys mit der Polizei auf den Leib rücken. Werden die Grünen jetzt zur Regulierungs- und Prohibitionspartei?

Die Verkehrsstadträtin, die zum Brechen von Verkehrsregeln aufruft, schaue ich mir an. Dass Vassilakou gleichzeitig versucht, Wien für Radfahrer attraktiver zu machen, halte ich für richtig. Wir haben keine Angst, Konturen zu zeigen – auch auf die Gefahr hin, dass wir uns in manchen Bereichen keine Freunde machen.

Vor Ihrem Wechsel zu den Grünen waren Sie Generalsekretär der Caritas – Sie gelten als Integrations-Experte. Wie sind Sie denn mit Staatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) zufrieden?

Ich sehe, dass Kurz sehr viel herumfährt, Institutionen besucht, mit Menschen redet – das halte ich schon für einen großen Fortschritt. Wie viel politisches Gewicht er in der Umsetzung von Integrationsmaßnahmen tatsächlich entfalten wird, weiß ich nicht. Um ehrlich zu sein: Da habe ich meine Zweifel.

Woher rühren die?

Es ist das falsche Signal, wenn der Staatssekretär der Innenministerin unterstellt ist. Integrationsrelevant sind bildungs-, sozial- und wirtschaftspolitische Fragen, aber nicht sicherheitspolitische. Damit wird nur der Eindruck erweckt, Migranten wären ein Sicherheitsrisiko.

In welchem Ressort müsste die Integration angesiedelt sein? Im Kanzleramt?

Das ist eine Möglichkeit. Das Sozial- und das Bildungsministerium wären andere Varianten. Es geht allerdings auch um die Mitteldotierung. Von Kurz kommen durchaus vernünftige Vorschläge – ich fürchte nur, dass es sich einmal mehr um Ankündigungspolitik handelt.

Welche Vorschläge meinen Sie?

Das zweite verpflichtende Gratis-Kindergartenjahr, das die Grünen seit Langem fordern – aber für alle Kinder, nicht nur für Migranten.

Wie würden Sie das Amt anlegen?

Wir brauchen massive Investitionen im Bildungsbereich, auch in den Spracherwerb, aber nicht ausschließlich. Ganz dringlich ist auch die Anrechnung von Qualifikationen: Migranten sollen die Fähigkeiten, die sie erworben haben, hier umsetzen können. Und drittens geht es um Rechtssicherheit.

Migranten haben Rechtssicherheit.

Aber nur eingeschränkt, außerdem hat es einen Rückbau gegeben. Die ÖVP führt das Ressort seit Jahren mit Prinzipien der schwarzen Pädagogik: „Drohen und strafen.“ Das ist keine gute Motivation, zu lernen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2011)

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/670444/Gruene_Beim-Rauchen-muss-der-Staat-eingreifen?_vl_backlink=%2Fhome%2Fpolitik%2Finnenpolitik%2F670448%2Findex.do&direct=670448


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Karl Öllinger: "Haben Wähler verwirrt"

15.06.2011 | 18:40 |   (Die Presse)

Innerparteilich regt sich Widerstand gegen die restriktive Politik beim Rauchen und beim Radfahren. Mehrere Grün-Politiker taten ihre Ablehnung gegenüber dem restriktiveren Kurs der Parteiführung kund.
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Mehr zum Thema:

    Grüne: "Beim Rauchen muss der Staat eingreifen"

Aus dem Archiv:

    Kein Pflichtteil mehr beim Erben? (30.05.2011)
    Tierschützer: Anzeige gegen Polizei (03.05.2011)
    Grüne Kritik an Justizministerin: Nur Aktionismus (27.03.2011)
    Rechtsextremismus: Zahl der Anzeigen stark gestiegen (21.03.2011)

Wien/Aich. „Moment, ich zünde mir eine Zigarette an.“ Karl Öllinger, Vize-Klubchef der Grünen, nutzt das Gespräch zum Thema, um seinem Nikotinkonsum zu frönen. Er selbst kaufe zwar nie bei Zigarettenautomaten ein, betont Öllinger. Doch der Vorschlag von Parteichefin Eva Glawischnig, Zigarettenautomaten (zwecks Jugendschutz) zu verbannen, passe nicht zur grünen Linie, sagt Öllinger zur „Presse“.

„Vor ein paar Jahren hat uns die ÖVP noch die angeblichen Hasch-Trafiken um den Schädel gehaut, und jetzt sagen wir, die Zigarettenautomaten sollen weg?“, ereifert sich der Grün-Mandatar. Die Leute würden sich fragen, ob die Grünen nun alles verbieten wollen. „Ich glaube, dass unsere Position beim Rauchen schwer vermittelbar ist, zumal wir bei weichen Drogen seit Jahren für die Entkriminalisierung eintreten. Wir haben die Wähler sicher verwirrt“, analysiert der Abgeordnete. Öllinger ist nicht alleine: Mehrere Grün-Politiker – allen voran Ex-Chef Alexander Van der Bellen – taten ihre Ablehnung gegenüber dem restriktiveren Kurs der Parteiführung kund.

Auch bei den traditionell grün-affinen Radfahrern ist die Öko-Partei ins Gerede gekommen: Die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou plant einen Knigge für Radfahrer, sogar von Nummerntafeln war die Rede. Die medial unter Druck geratene Vassilakou ging am Mittwoch in die Offensive. „In der Verkürzung liegt vielleicht die Pointe, aber noch lange nicht die Wahrheit“, schrieb Vassilakou in einem Brief an den „Standard“. So habe sie entgegen einem Bericht der Zeitung niemals davon gesprochen, gegen „Fahrrad-Rowdys“ ins Feld zu ziehen. Überdies habe sie nie eine Kennzeichenpflicht gefordert, dies habe bereits die „Kronen Zeitung“ verkürzt berichtet.

 
Strafe nur als letzter Weg

Und wie sieht Albert Steinhauser, als grüner Justizsprecher mit dem Thema Strafen bewandert, die Debatte? „Meine Linie in der Justizpolitik ist, dass eine Strafe nur die ultima ratio sein kann“, betont Steinhauser. Auch bei den Themen Zigaretten und Radfahren solle man daher schauen, ob nicht mildere Wege zum Ziel führen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2011)

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/670425/Karl-Oellinger_Haben-Waehler-verwirrt?direct=670448&_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/670444/index.do&selChannel=


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2914

Von: krebspatienten@gmail.com
Gesendet: Mittwoch, 15. Juni 2011 21:58
An: post@mba09.wien.gv.at; post@mdgb.wien.gv.at; stab@mdgb.wien.gv.at; post@md-p.wien.gv.at; michael.haeupl@wien.gv.at; sonja.wehsely@ggs.wien.gv.at; karin.spacek@wien.gv.at; maria.vassilakou@gruene.at; sigrid.pilz@gruene.at; martin.margulies@gruene.at; infopool@gruene.at; christine.marek@oevp-wien.at; Ingrid.korosec@wien.oevp.at
Cc: alois.stoeger@bmg.gv.at; barbara.prammer@parlament.gv.at; werner.faymann@bka.gv.at; michael.spindelegger@oevp.at; reinhold.mitterlehner@bmwfj.gv.at; karlheinz.kopf@oevpklub.at; josef.cap@spoe.at; eva.glawischnig-piesczek@gruene.at; laszlo.andor@ec.europa.eu; john.dalli@ec.europa.eu; lh.puehringer@ooe.gv.at; gottfried@kneifel.at; kurt.gruenewald@gruene.at; erwin.rasinger@oevp.at; eva.glawischnig-piesczek@gruene.at; Peter.KAISER@ktn.gv.at; uwe.scheuch@ktn.gv.at; heinz.fischer@hofburg.at; michael.haeupl@wien.gv.at; sonja.wehsely@ggs.wien.gv.at; franz.pietsch@bmg.gv.at; ombudsstelle.nrs@bmg.gv.at; sabine.oberhauser@spoe.at; gabriele.kotzegger@spoe.at; fctcsecretariat@who.int; krebspatient-krebsforum@utanet.at

Betreff: 1090 Wien/Österreich: Wieder rund 100 Anzeigen-Weiterleitungen nur vom 9. Bezirk ! 1000 weitere Anzeigen nur in Wien folgen!



Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen

und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

(Albert Einstein)




1090 -  Wieder rund 100 Meldungen  wiederholter Verstöße gegen das Rauchverbot!


Hinweise lt. Entscheidungen:

Es ist ein Gesamteindruck zu bilden, welcher Teil des Lokales übergeordnet ist. Findet das Betreten durch den Raucherteil statt, ist dies ein wichtiges Indiz dafür, dass - ungesetzlich - der Raucherbereich übergeordnet ist. Der Nichtraucherraum eines Gastronomiebetriebes muss dem Raucherraum übergeordnet sein (z. B. Nichtraucher-Hauptraum mit Theke, gehobene Ausstattung, mindestens gleich viele Verabreichungsplätze), und dieser Nichtraucher-Hauptraum muss räumlich zum Raucherraum komplett abgetrennt sein.
Als Gast im Nichtraucherraum eines Gastronomiebetriebes kann ich davon ausgehen, dass die Türe zwischen Raucherraum und Nichtraucherraum geschlossen ist und nur zum Zwecke des Durchschreitens geöffnet wird. Ungesetzlich sind: Hauptraum (z. B. mit Theke) ist Raucherraum, zu den "Nichtraucherräumen" gibt es gar keine schließenden Türen, bzw. die Trenntüre steht andauernd offen, Verabreichungsplätze in der Mall werden den Nichtraucher-Verabreichungsplätzen zugerechnet. Hierzu gibt es zig Entscheidungen!
Bei der dritten Bestrafung ist die Konzession zu entziehen (GO)!


Dietmar Erlacher, Krebspatient, Tirol



            
                               K f K
          Verein Krebspatienten für Krebspatienten
         Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                            Österreich
      Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
   Initiative Rauchfreie Gaststätten www.sis.info
         Neues Tabakgesetz: www.rauchnet.at
      Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
   Krebs-Hotline 9 bis 21 Uhr:  0650-577-2395
   krebspatienten@gmail.com   www.krebsforum.at
           Dietmar Erlacher, Bundesobmann



Abschriften auch unter Bcc

Anlagen


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A  N  Z  E  I  G  E  N  -  W  E  I  T  E  R  L  E  I  T  U  N  G  E  N

von "gutachterlichen" Befundaufnahmen!


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Falls unzuständig für die Strafverfolgung, ersuchen wir um sofortige, richtige Weiterleitung! Danke!
Falls unsere Rechtsansicht und daher unsere Anzeigenweiterleitung unrichtig sei, ersuchen wir um Mitteilung, um in Folge dort von einer weiteren Anzeige Abstand zu nehmen!
Datenschutz des Anzeigers und Angezeigten ist einzuhalten!

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Name des Betriebs: Highlander Pub      
Postleitzahl / Ort: 1090
Strasse / Hausnummer: Garnisongasse
Datum / Uhrzeit des Besuchs: 11.6.2011, 23 Uhr
Anmerkungen: der Nichtraucherbereich ist nur durch eine ständig offene Tür getrennt. Damit ist die Rauchfreiheit in keiner Weise gewährleistet.


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Mehrfach angezeigt:

Name des Betriebs:                                       STIEGL-AMBULANZ
Postleitzahl / Ort:                                                      1090 WIEN
Strasse / Hausnummer:                                  ALSERSTRASSE 4

Datum / Uhrzeit des Besuchs:                       4.04.20011
Anzahl der Raucher:                                      25
Kurze Sachverhaltsdarstellung:         Nach der Neuübernahme wurde  eine ZIGARREN/RAUCHERLOUNGE neben der offenen küche bzw. ausschank ohne glastrennwände gemacht.


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WEITERE  RUND  100  ANZEIGEN !!!


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http://www.gruene.at/rauchfrei


Aktion RAUCHFREIE LOKALE

Eva Glawischnig bekennt "Wasser" (nicht Farbe ...) für rauchfreie Lokale!
Unsere Bundesprecherin setzte heute ein optisches Zeichen vor dem Wiener Lokal "Fromme Helene" im achten Bezirk. Gemeinsam mit einem Wiener Stencil-Künstler "sprüht" sie ganz legal per Wasserdruck ein Schablonenbild (Stencil) auf die Treppe des beliebten Lokals. Und weil's so schön war, gleich noch zwei auf den Zebrastreifen vor der Tür.

Österreich - "Aschenbecher Europas"

Das neue Tabakgesetz ist seit einem Jahr in Kraft und es lässt sich auch ohne die Ergebnisse der derzeit laufenden Evaluierung feststellen, dass die derzeitigen Regelungen vollkommen unzureichend sind. Abgesehen von der missglückten Novellierung, die vielfach als „großer Pfusch“ bezeichnet wird, setzt die Bundesregierung keinerlei Initiativen zur Eindämmung des Tabakkonsums.

Erschreckende Zahlen

Die Zahlen, die kürzlich von ExpertInnen und ÄrztInnen präsentiert wurden, sind alarmierend: Nirgendwo in Europa rauchen die 15-Jährigen soviel wie in Österreich. Jede(r) vierte 15-Jährige in Österreich raucht, das Einstiegsalter ist auf elf Jahre gesunken, die Zahl der Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren, die täglich rauchen, beträgt 146.000.

Mediziner kritisieren, dass Zigaretten in Österreich leichter erhältlich seien als Lebensmittel. Ein Beitrag im ORF-Report vom 10.11.2009 hat gezeigt, wie problemlos 14-Jährige in heimischen Trafiken Zigaretten kaufen können, obwohl der Verkauf an Jugendliche unter 16 Jahren gesetzlich verboten ist.

43,3 Prozent der ÖsterreicherInnen rauchen ...

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO rauchen 43,3 Prozent der heimischen Erwachsenen - ein Spitzenwert im internationalen Vergleich. In diesem Umfeld entwickelt sich das Passivrauchen als wahre Zeitbombe für Nichtraucher- Innen, vor allem für Kinder, die immer häufiger und früher an Erkrankungen leiden, die bisher nur den Erwachsenen vorbehalten waren. Selbst in Nichtraucher-Bereichen in der Gastronomie werden Feinstaubwerte gemessen, die ein Vielfaches über den gesundheitsrelevanten Grenzwerten liegen.

... und die Regierung unternimmt nichts

Österreich gilt mittlerweile  international als eines der angenehmsten Tourismusziele für Raucher. Meldungen der Los Angeles Times zufolge nimmt Österreich im Ranking der raucherfreundlichsten Länder den vierten Platz ein. Nur Griechenland, der Klein-Inselstaat Nauru und Russland liegen noch vor uns. Fraglich ist nur, ob wir uns dieses Image tatsächlich leisten wollen.

Trotz der vielfältigen negativen Folgen des Rauchens unternehmen die Bundesregierung und der Gesundheits- minister nichts, um dem dramatischen Anstieg des Tabakkonsums entgegen zu wirken und gegen das Image Österreichs als „Aschenbecher Europas“ anzukämpfen, sondern gehen stattdessen vor der Raucherlobby in die Knie.

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Generelles Rauchverbot in Lokalen!

Bundessprecherin Eva Glawischnig ist für ein generelles Rauchverbot in Lokalen und kritisiert heftig die Gleichgültigkeit der Regierung.

Wir haben Parlamentarische Anfragen an Gesundheitsminister Stöger, Wirtschaftsminister Mitterlehner, Bundeskanzler Faymann und Finanzminister Pröll gestellt, die sich mit dem Faktum beschäftigen, dass Österreich die meisten und auch die jüngsten Raucher weltweit hat. Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) und Jugendminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) haben darauf mit wenig Änderungselan reagiert. Bundeskanzler Werner Faymann verwies überhaupt nur lapidar darauf, nicht zuständig zu sein.

„Das Konsumverhalten ist, gerade bei Jugendlichen, nicht leicht zu beeinflussen", beschied Stöger. "Das kann doch wohl nicht die einzige Reaktion des Gesundheitsministers darauf sein, dass bei uns schon Neunjährige rauchen und das durchschnittliche Raucher-Einstiegsalter bei elf Jahren liegt", kritisiert Glawischnig.
Alle Grünen Anfragen im Überblick

Wir haben ein Gesamtdokument zusammengestellt, das alle Grünen Fragen sowie die Antworten der Minister und des Bundeskanzlers beinhaltet:

    Dowload "Alle Grünen Fragen, alle parlamentarischen Antworten" im PDF-Format >>

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http://www.gruene.at/rauchfrei

Downloads

    Dringlicher Antrag zum Rauchverbot, 25. März 2010 (PDF, 20.0 KB)
    ALLE GRÜNEN ANFRAGEN - ALLE PARLAMENTARISCHEN ANTWORTEN IM ÜBERBLICK (PDF, 91.6 KB)
    Anfrage Gesundheitsminister Stöger (PDF, 131.2 KB)
    Antwort Gesundheitsminister Stöger (PDF, 210.2 KB)
    Anfrage Wirtschaftsminister Mitterlehner (PDF, 107.1 KB)
    Antwort Wirtschaftsminister Mitterlehner (PDF, 64.4 KB)
    Anfrage Bundeskanzler Faymann (PDF, 111.1 KB)
    Antwort Bundeskanzler Faymann (PDF, 65.2 KB)
    Anfrage Finanzminister Pröll (bisher keine Antwort) (PDF, 107.8 KB)


und diverse Videos

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http://www.gruene.at/gesundheit/rauchfrei/rauchfrei_faq/

Fragen und Antworten

1. Wieso treten die Grünen für ein generelles Rauchverbot in Lokalen ein?

2. Wieso ist das derzeitige österreichische Tabakgesetz unzureichend?

3. Wie viele Wirte haben ihre Lokale bereits umgebaut und müssten fürchten, ihre Investitionen bei der Einführung eines generellen Rauchverbots als verlorene Kosten betrachten zu müssen?

4. Wie muss ein gesetzeskonformer Umbau erfolgen?

5. Wer soll für den finanziellen Schaden jener Wirte aufkommen, die bereits  in Umbaumaßnahmen investiert haben, wenn jetzt ein generelles Rauchverbot kommt?

6. Wieso sollen nicht die Wirte selbst  entscheiden dürfen, ob sie ihr Lokal als  Raucher- oder als Nichtraucherlokal führen wollen?

7. Bleiben bei einem generellen Rauchverbot in Lokalen Gäste aus und gehen Umsätze zurück?

8. Existiert für Beschäftigte in der österreichischen Gastronomie ein Nichtraucherschutz?

9. Sind Schwangere Arbeitnehmerinnen in der österreichischen Gastronomie durch das Tabakgesetz ausreichend geschützt?

10. Wie kommen die Anrainer von Lokalen dazu, dass sie durch Rauch und Lärm gestört werden, wenn künftig nur mehr draußen vor den Lokalen geraucht werden darf?

11. Wo ist das Problem? Nichtraucher sind ja nicht gezwungen in Lokale zu gehen, in denen geraucht wird.

12. Welche Länder in Europa haben ein generelles Rauchverbot in Lokalen eingeführt?

13. Was bringt ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie für den Gesundheitsschutz?

14. Hätte ein generelles Rauchverbot neben positiven gesundheitlichen auch positive volkswirtschaftliche Auswirkungen?

15. Wie steht Österreich im internationalen vergleich bei der Tabak-Prävention da?

16. Wie hoch sind die Einnahmen des österreichischen Finanzministers und wie viel wird für Raucher-Prävention ausgegeben?

17. Wollen die Grünen mit dem generellen Rauchverbot in Lokalen die persönliche Freiheit einschränken?

18. Betreiben die Grünen Raucher-Hatz?

19. Rücken die Grünen jetzt nach Rechts, von einer liberalen zur Law-and-order-Partei?

20. Gibt es nicht wichtigere Themen, um die sich die Grünen kümmern sollten?

21. Was wollen die Grünen noch alles verbieten? Soll auch Alkohol oder fettes Essen verboten werden?


1. Wieso treten die Grünen für ein generelles Rauchverbot in Lokalen ein?

Die derzeitige österreichische Regelung funktioniert nicht. Der Schutz von Jugendlichen, NichtraucherInnen und Beschäftigten in der Gastronomie ist mehr als unbefriedigend. Ein generelles Rauchverbot in Lokalen schafft faire Bedingungen für alle Wirte und leistet einen riesigen Beitrag zum Gesundheitsschutz. Das zeigen Beispiele aus anderen europäischen Staaten. So nahmen etwa nach Einführung des generellen Rauchverbotes in Schottland die Herzinfarkte um 17% ab, zu 67% waren davon Nichtraucher positiv betroffen (Wegfall des Passivrauchens; Quelle: New England Journal of Medicine, Juli 2008). Die Hälfte der jetzt rauchenden Jugendlichen würden nach Schätzung gar nicht mit dem Rauchen beginnen, gäbe es ein generelles Rauchverbot in Lokalen.

Österreich ist innerhalb Europas ein Raucherparadies. Ein trauriger Titel angesichts der durch Studien belegten massiven negativen Auswirkungen des Rauchens und Passivrauchens. Ein Drittel aller Krebserkrankungen in den Industrieländern sind auf das Rauchen zurückzuführen (Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger).

Insbesondere die Zahlen bei Jugendlichen sind erschreckend: Österreich hat im OECD-Vergleich (OECD-Studie Society at a Glance 2009) bei den 15-jährigen die höchste Raucherquote (24 % bei den Burschen und 30 % bei den Mädchen) und ein besonders frühes Raucheinstiegsalter von 11 Jahren. Insgesamt rauchen in Österreich 146.000 Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren täglich.

Generell  ist zu sagen, dass das Rauchverbot in der Gastronomie natürlich nicht als Ende, sondern als Beginn eines notwendigen Paradigmenwechsels von einer Raucherkultur mit langer Tradition zu einer Nichtraucherkultur zu sehen ist. Vor allem Jugendliche sollen unterstützt werden,  mit dem Rauchen nicht anzufangen, weniger oder nicht mehr zu Rauchen. Das Rauchverbot in Lokalen alleine ist nicht genug, was es zusätzlich braucht sind bewusstseinsbildende Maßnahmen, Kampagnen, Aufklärung in Schulen, deutlich mehr Investitionen in Prävention,  Förderung der Raucherentwöhnung durch die Krankenkassen (z.B. Rauchergespräch beim Arzt auf Krankenschein).

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2. Wieso ist das derzeitige österreichische Tabakgesetz unzureichend?

Die derzeitige Regelung (siehe Kasten) ist eine typisch „österreichische Nicht-Lösung“. Die Definition der verschiedenen Lokaltypen und ihre Verpflichtung zum Nichtraucherschutz sind schwammig formuliert. Die zu schaffenden räumlichen Trennungen in Raucher- und Nichtraucherbereiche in Einraumlokalen über 49 m²  stellen die Gastronomen vor große finanzielle Herausforderungen und auch danach ist eine ausreichende Luftqualität nicht zu erwarten. Ein von NEWS (25.3.2010) veröffentlichter Rohbericht des Gesundheitsministeriums belegt die hohe Unzufriedenheit vieler mit der derzeitigen Situation: die Verwaltungsbehörden in Wien sehen sich mit einer wahren Anzeigenflut konfrontiert. Allein 2009 wurden in Wien 1.665 Anzeigen gegen Wirte wegen des Verstoßes gegen das Tabakgesetz erstattet. Zählt man auch Lokalbetreiber in Einkaufszentren sowie Shoppingmall-Betreiber mit, so langten beim Wiener Magistrat im Jahr 2009 insgesamt 3.197 Anzeigen nach dem Tabakgesetz ein.

Für die 300.000 Beschäftigten in der österreichischen Gastronomie gibt es keinen ausreichenden Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz. Auch Lehrlinge, die in der Gastronomie tätig sind genießen keinen Nichtraucherschutz. Arbeitgeber haben zwar dafür zu sorgen, dass Nichtraucher vor den Einwirkungen von Tabakrauch am Arbeitsplatz geschützt sind, allerdings mit der Einschränkung „soweit dies nach der Art des Betriebes möglich ist“. Angestellte des Gastgewerbes sind damit aus dem Arbeitnehmerschutz ausgenommen.  Aufgrund der hohen Belastungen in Raucherlokalen ist bereits nach acht Jahren Tätigkeit mit einer Verdopplung des Lungenkrebsrisikos von NichtraucherInnen zu rechnen.  Lungenkrebs bei NichtraucherInnen im Gastgewerbe ist noch immer nicht in der offiziellen Liste der Berufskrankheiten aufgenommen.

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Bild "faq_2_eckpunkte"



3. Wie viele Wirte haben ihre Lokale bereits umgebaut und müssten fürchten, ihre Investitionen bei der Einführung eines generellen Rauchverbots als verlorene Kosten betrachten zu müssen?

Insgesamt gibt es in Österreich derzeit ca. 70.000 Gatronomiebetriebe. Davon sind 16,29% (in absoluten Zahlen: 11.400) kleiner als 50m2 und somit von der Umbauregelung  ausgenommen; sie müssen sich nach der derzeitigen Regelung bis Ende Juni entscheiden entweder gänzlich Raucher- oder Nichtraucherlokal zu werden.

Daraus folgt, dass insgesamt 58.600 Betriebe laut Tabakgesetz bis Ende Juni  entsprechende Umbaumaßnahmen vornehmen oder sich  für  die gänzliche Nichtrauchervariante entscheiden müssen.  Ausnahmen sind für  Betriebe möglich, die eine Größe zwischen 50 und 80 m2 aufweisen und bei denen in Einzelfällen ein Umbau aus baulichen oder Denkmalschutz Gründen nicht möglich ist. (Derzeit sind keine Daten bekannt, um wie viele Betriebe zwischen 50 und 80 m2 es sich handelt, da dies erst in den Bewilligungsverfahren behördlich geklärt werden muss.)
   
Von den 58.600 Betrieben haben laut einer am 29.1.2010 von der WKÖ präsentierten Umfrage  lediglich 2,11% den erforderlichen Umbau abgeschlossen. Weitere 5,15% haben mit dem Umbau begonnen, 20,14% werden nicht umbauen, sondern werden reine Nichtraucherlokale. Daraus ergibt sich, dass mit Stand Jänner insgesamt nur 7,26% (4.254 Lokale) der umbaupflichtigen Lokale im Falle der Einführung eines generellen Rauchverbotes "geschädigt" sein würden, wie viele Lokale seit Jänner dazugekommen sind ist nicht bekannt, die Zahl wird wahrscheinlich leicht angestiegen sein, aber sehr viele Wirte warten ab.  Die Betreiber bzw. Besitzer jener Lokale, die bereits in Umbaumaßnahmen investiert haben,  dürfen selbstverständlich nicht im Regen stehen gelassen werden.

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4. Wie muss ein gesetzeskonformer Umbau erfolgen?

Ein gesetzeskonformer Umbau erfordert eine dicht schließende Tür (keine Schiebetür) mit Selbstschließer (der nicht blockiert werden kann) und vor allem einen Unterdruck im Raucherraum von mindestens 5 Pa, der durch eine separate Belüftung aufrechtzuerhalten ist. Zudem dürfte niemand in diesem Raum arbeiten, also keine Getränke oder Essen serviert werden.

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5. Wer soll für den finanziellen Schaden jener Wirte aufkommen, die bereits  in Umbaumaßnahmen investiert haben, wenn jetzt ein generelles Rauchverbot kommt?

Jenen vergleichsweise wenigen Betriebe die bereits gesetzeskonforme  Umbaumaßnahmen abgeschlossen haben, also im Vertrauen auf das Gesetz investiert haben, muss geholfen werden. Die Verantwortung liegt hier beim Staat, der diesen Betrieben etwa über Steuervorteile oder längere Übergangsfristen unter die Arme greifen muss.  Es ist jedenfalls unverantwortlich von der Regierung, die Wirte zu einem Umbau zu zwingen, wenn absehbar ist, dass EU-weites generelles Rauchverbot nur eine Frage der Zeit ist.

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6. Wieso sollen nicht die Wirte selbst  entscheiden dürfen, ob sie ihr Lokal als  Raucher- oder als Nichtraucherlokal führen wollen?

Nur ein generelles Rauchverbot in allen Lokalen schafft eine gleiche und faire Situation für alle. Die derzeitige österreichische Lösung schafft Konkurrenz und Unübersichtlichkeit und keinen Schutz für die Beschäftigten.

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7. Bleiben bei einem generellen Rauchverbot in Lokalen Gäste aus und gehen Umsätze zurück?

Neben den Einbußen der Zigarettenindustrie und den damit verbundenen geringeren Steuereinnahmen werden immer wieder angebliche Verluste in der Gastronomie als Argument gegen ein „verschärftes“ Rauchverbot angeführt. Dass es manchmal unmittelbar nach Einführung von Rauchverboten zu Umsatzrückgängen gekommen ist, ist zwar richtig, ein genereller Trend ist jedoch nicht erkennbar.  Im Gegenteil: Nach Einführung eines generellen Rauchverbots ist in manchen Ländern nach anfänglichen Umsatzrückgängen sogar der Umsatz gestiegen, die meisten unabhängigen Untersuchungen haben keine negative Auswirkungen auf Umsätze festgestellt.

So haben z.B. in New York Umsatz und Beschäftigten im Gastgewerbe zugenommen, die Akzeptanz der Nichtraucherlokale ist überall um 10 – 20 % gestiegen und erreichte nach einiger Zeit über 90 %.

Nach einer Erhebung in New South Wales (Irland) berichteten Restaurants in 76 % unveränderte, in 14 % gestiegene und in 9 % abnehmende Umsätze nach Einführung des Rauchverbotes. Eine unmittelbar nach der Einführung des allgemeinen Rauchverbotes beschriebene 4%ige Abnahme der Konsumation in irischen Bars lag im Trend der letzten Jahre und kann nicht alleine auf das Rauchverbot zurückgeführt werden.

Aus Italien werden überhaupt keine Konsumationseinbussen berichtet: nach Rauchverbot in Lokalen sagten knapp 10 % der befragten ItalienerInnen, sie gingen häufiger in Kaffeehäuser oder Restaurants, wohingegen 7,4 % meinten, diese nun seltener aufzusuchen. In mehreren Publikationen aus Italien und Kalifornien wurden dezidiert keine negativen Auswirkungen von lokalen Rauchverboten auf die Gastronomie beschrieben.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung stellte in Untersuchungen in Ländern mit Rauchverboten fest, dass es positive Gesundheitseffekte von Rauchverboten auf Personal und Gäste, dass es aber keine bleibenden Geschäftsverluste der Gastronomie gab. Die Wirte entdecken, dass sie andere Kunden gewinnen, dass ihr Umsatz nicht sinkt und die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit steigt. Nach der Einführung des Rauchverbots in Irland stieg  die Zustimmungsrate zu den Rauchverboten von 67 % innerhalb eines Jahres auf 93 % und erreichte auch bei Rauchern 80 %.
Auffallend ist, dass überwiegend jüngere Menschen nach Einführung eines generellen Rauchverbots weniger rauchen. So haben z.B. in Norwegen in der Altersgruppe der 25- bis 34-jährigen die Raucher  ein Jahr nach Einführung des Rauchverbotes von 29% auf 24% abgenommen.

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8. Existiert für Beschäftigte in der österreichischen Gastronomie ein Nichtraucherschutz?

Für die 300.000 Beschäftigten in der österreichischen Gastronomie gibt es keinen ausreichenden Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz. Auch Lehrlinge, die in der Gastronomie tätig sind genießen keinen Nichtraucherschutz. Für die Beschäftigen wurden zwar kollektivvertragliche Vereinbarungen bezüglich Kündigung wegen Passivrauchens ausgehandelt (wenn ein Kellner/eine Kellnerin kündigt, weil er/sie als NichtraucherIn nicht in einem Raucherlokal arbeiten möchte, bekommt er/sie die Abfertigung), es gibt aber keinen tatsächlichen Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz. ArbeitgeberInnen sind zwar per Gesetz dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Nichtraucher vor den Einwirkungen von Tabakrauch am Arbeitsplatz geschützt sind, allerdings gibt es im Gesetz einen entscheidenden Zusatz: „soweit dies nach der Art des Betriebes möglich ist“. Das bedeutet im Klartext: Angestellte des Gastgewerbes sind aus dem Arbeitnehmerschutz ausgenommen. Das widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz.

Aufgrund der hohen Belastungen in Raucherlokalen- und –bereichen ist bereits nach acht Jahren Tätigkeit mit einer Verdopplung des Lungenkrebsrisikos von NichtraucherInnen zu rechnen. Lungenkrebs bei NichtraucherInnen im Gastgewerbe ist noch immer nicht in der offiziellen Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. NichtraucherInnen, die durch Passivrauchen am Arbeitsplatz an Lungenkrebs erkrankten, müssen sich an ein Schiedsgericht wenden, auf die Generalklausel im ASVG berufen und können erst so eine Anerkennung erreichen.

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9. Sind schwangere Arbeitnehmerinnen in der österreichischen Gastronomie durch das Tabakgesetz ausreichend geschützt?

Nein. Laut Gesetz dürften Schwangere zwar nicht in Raucherlokalen arbeiten, doch das Gesetz hat zahlreiche Lücken und Ausnahmen: Schwangere Kellnerinnen, die in sogenannten Übergangsbetrieben (bis 30.06.2010) arbeiten, sind von dieser Regelung ausgenommen und zwar auch dann, wenn es im Lokal noch gar keinen Nichtraucherbereich gibt, in dem sie arbeiten könnten, also der Umbau noch gar nicht stattgefunden hat.  In den anderen Betrieben kann eine Kellnerin nur dann in vorzeitigen Mutterschutz gehen, wenn der/die ArbeitgeberIn schriftlich bestätigt, dass sie in einem Raucherbereich arbeitet.

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10. Wie kommen die Anrainer von Lokalen dazu, dass sie durch Rauch und Lärm gestört werden, wenn künftig nur mehr draußen vor den Lokalen geraucht werden darf?

Der Schutz der Anrainer muss selbstverständlich beachtet werden. 

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11. Wo ist das Problem? NichtraucherInnen sind ja nicht gezwungen in Lokale zu gehen, in denen geraucht wird

Die Beschäftigten sind jedoch weiterhin dazu gezwungen, in Raucherlokalen zu arbeiten. Zudem gibt es natürlich indirekten sozialen Druck (Veranstaltungen, Freunde, etc.), der dazu führt, dass NichtraucherInnen, insbesondere jugendliche NichtraucherInnen auch weiterhin in Lokale gehen würden, in denen geraucht wird. Derzeit rauchen 50 % der Jugendlichen bis 19 Jahre. Die Gesellschaft für Lungenheilkunde schätzt, dass die Hälfte der jugendlichen RaucherInnen gar nicht zu rauchen anfangen würde,  wenn es nur mehr rauchfreie Lokale gäbe.

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12. Welche Länder in Europa haben ein generelles Rauchverbot in Lokalen eingeführt?

Ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie gibt es in:
Irland, Wales, Nordirland, England, Schottland, Italien, Norwegen, Malta, Schweden, Niederlande, Deutschland, Island, Türkei.

Rauchverbot in Lokalen mit Ausnahme spezieller Raucherräume, in denen durch das Personal aber keine Bewirtung stattfinden darf: Frankreich, Finnland , Slowenien, Mazedonien, Estland; Belgien (mit Ausnahme Bar, Cafes, in denen kein Essen serviert wird).

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13. Was bringt ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie für den Gesundheitsschutz?

Studien aus Irland, Schottland, Italien, England und Frankreich belegen, dass nach Einführung von Rauchverboten Herzinfarkte abnehmen. So nahmen etwa nach Einführung des generellen Rauchverbotes in Schottland die Herzinfarkte um 17% ab, zu 67% waren davon Nichtraucher positiv betroffen (Wegfall des Passivrauchens; Quelle: New England Journal of Medicine, Juli 2008).

Untersuchungen belegen, dass insbesondere jüngere Menschen nach Einführung genereller Rauchverbote weniger rauchten bzw. das Rauchen einstellten. So haben nach Einführung des Rauchverbots in Norwegen in der Gruppe der 25 bis 34-jährigen die RaucherInnen innerhalb eines Jahres von 29% auf 24% abgenommen (Quelle: National Institute for Alcohole ans Drug Research, Norwegen).

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14. Hätte ein generelles Rauchverbot neben positiven gesundheitlichen auch positive volkswirtschaftliche Auswirkungen?

Auf lange Sicht ja. Eine Vergleichsstudie der OECD unter 15-jährigen in Europa hat ergeben, dass Österreichs Jugendliche zu viel trinken, zu viel rauchen und von gesunder Ernährung oder Sport deutlich weniger halten als Jugendliche in vergleichbaren Ländern. Der Gesundheitsökonom Leo Chini (Wirtschaftsuniversität Wien; Quelle: Kurier) sagt, dass bedingt durch den schlechten Allgemeinzustand der 15-Jährigen in Österreich "Zivilisationskrankheiten" wie Diabetes, Bluthochdruck oder chronische Rückenschmerzen noch stärker zunehmen und entsprechende Kosten bei der Behandlung verursachen werden. Bisher sei man davon ausgegangen, dass der Anstieg der Lebenserwartung und die damit verbundenen medizinischen Behandlungskosten von 2007 bis 2030 ein jährliches Plus von 7,3 Milliarden Euro verursachen. "Durch den schlechten Gesundheitszustand der Jugendlichen werden die Kosten aber stärker anwachsen als vermutet", erklärt Chini. Er beziffert das zusätzliche Volumen mit 1,6 Milliarden Euro pro Jahr.

Ein generelles Rauchverbot in Lokalen führt dazu, dass weniger Jugendliche rauchen und daher langfristig die staatlichen Gesundheitskosten weniger stark ansteigen.

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15. Wie steht Österreich im internationalen vergleich bei der Tabak-Prävention da?

Leider sehr schlecht. Zum internationalen Vergleich von Politikmaßnahmen zur Tabakprävention europäischer Länder wurde von führenden Experten eine Rangliste der Wirksamkeit möglicher Maßnahmen erstellt. 28 europäische Länder wurden 2004 und 2005 gereiht und in beiden Reihungen liegt Österreich am Ende des Feldes: nur Lettland, Rumänien und Luxemburg erreichten weniger Punkte.  2007 fiel Österreich schließlich bei der Reihung von 30 Ländern auf den letzten Platz zurück, da die oben genannten Länder inzwischen ihre Tabakgesetze novellierten. Dagegen hat das wegen Ausnahmeregelungen und fehlenden Sanktionsmaßnahmen zahnlose österreichische Tabakgesetz den Anschluss an den internationalen und europäischen Fortschritt verloren.

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16. Wie hoch sind die Einnahmen des österreichischen Finanzministers und wie viel wird für Raucher-Prävention ausgegeben?

Die Einnahmen aus der Tabaksteuer belaufen sich in Österreich laut Angaben des Finanzministeriums auf 1,4 Milliarden Euro pro Jahr (Daten 2008). Davon werden jährlich nur 12,4 Mio. an die Krankenkassen überwiesen und selbst diese Mittel sind nicht zweckgebunden für Tabakprävention. Allein aus dem Zigarettenkonsum Minderjähriger nimmt der Finanzminister jährlich das Fünffache der Summe ein, die er den Krankenkassen aus der Tabaksteuer zur Verfügung stellt: 60 Mio. Euro liefern Österreichs Jugendliche jährlich an Tabaksteuer ab (Quelle: Studie Neuberger, Pock – Wiener klinische Wochenschrift).

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17. Wollen die Grünen mit dem generellen Rauchverbot in Lokalen die persönliche Freiheit einschränken?

Die Grünen sind immer dann wenn es aus Sicht des Umweltschutzes oder Gesundheitsschutzes notwendig war und keine anderen Maßnahmen gegriffen haben für  klare Regeln und Verbote eingetreten: bei der Atomkraft, bei Gentechnik in Lebensmitteln und Landwirtschaft, beim Verbot von FCKW in Kühlschränken aus Klimaschutzgründen etc. Die Grünen wollen niemandem das Rauchen verbieten, sondern treten für eine Maßnahme ein, die in anderen europäischen Staaten bereits gängige Praxis ist: ein Rauchverbot in Lokalen aus Gründen des Gesundheits- und Jugendschutzes.

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18. Betreiben die Grünen Raucher-Hatz?

Nein, darum geht es nicht. Die Entscheidung ob man raucht oder nicht, ist und bleibt eine persönliche Entscheidung. Wo es jedoch darum geht, dass andere Personen dadurch einem hohen Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind, wie etwa bei Beschäftigten in der Gastronomie oder beim Schutz Jugendlicher vor den Gefahren des Rauchens, braucht es klare Regeln. Das ist ja auch in anderen Lebensbereichen so und wird von niemandem in Frage gestellt. Beispiel: Ob sich jemand einen Ferrari oder Porsche kauft, ist die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen. Wenn er aber mit seinem Sportwagen 200 km/h auf der Autobahn fährt gefährdet er nicht nur sich, sondern auch andere. Das Tempolimit von 130 km/h ist ein Verbot schneller zu fahren, eine notwendige und klare Regel für den Gesundheitsschutz.

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19. Rücken die Grünen jetzt nach Rechts, von einer liberalen zur Law-and-order-Partei?

Nein. Dass Manche dies nun sehen ist absurd. Die Grünen sind einem rechten Law-and-order Kurs ungefähr so nahe wie  das österreichische Fussballnationalteam dem Weltmeistertitel. Die Entscheidung ob man raucht oder nicht, ist und bleibt eine persönliche Entscheidung. Wenn es jedoch um den (Gesundheits-)Schutz Dritter geht, helfen nur klare Regeln. Das ist beim Rauchen genauso wie etwa im Straßenverkehr. Für die Grünen steht der Schutz der NichtraucherInnen und vor allem von Kindern und Jugendlichen an erster Stelle.

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20. Gibt es nicht wichtigere Themen, um die sich die Grünen kümmern sollten?

Die Grünen machen sich Sorgen um viele wichtige Themen: das reicht von Umwelt- und Klimaschutz über die notwendige Bildungsreform in Kindergärten, Schulen, Universitäten bis  hin zur Armutsbekämpfung. Bei diesen Themen lassen wir selbstverständlich auch weiterhin nicht locker. Zu den aus unserer Sicht wichtigen Themen, die viele Leute bewegen zählt aber eben auch der Gesundheits- und Jugendschutz. Das Einstiegsalter liegt bei jugendlichen RaucherInnen mittlerweile bei erschreckenden 11 Jahren. Und das derzeitige österreichische Tabakgesetz funktioniert schlicht nicht und  ist nicht geeignet, Gesundheitsschutz sicherzustellen. Die vielen positiven Reaktionen auf die Nichtraucher-Initiative der Grünen, die uns erreichen, zeigen, dass wir ein Thema aufgegriffen haben, das sehr viele Menschen bewegt.

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21. Was wollen die Grünen noch alles verbieten? Soll auch Alkohol oder fettes Essen verboten werden?

Nein keine Sorge, Alkohol und fettes Essen sind zwar ungesund, aber nur für jene, die es im Übermaß konsumieren, Dritte kommen dadurch nicht zu schaden, solange man nicht angetrunken  Auto fährt.

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2917

Die letzten Anzeigenpakete.
Täglich gehen Anzeigen ein, welche dann Helfer von "Krebspatienten für Krebspatienten" in Innsbruck, Linz, Wien, Graz an die Behörden senden!


Wieder rund 200 Anzeigen nur vom 6. und 7. Bezirk in Wien, weitergeleitet von unserer Niederlassung Graz (ähnlich Innsbruck, Linz, Wien): http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2899#msg2899
Feber: 100 Anzeigen in und rund um die Lugner City http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2362#msg2362
März: 250 Anzeigen nur vom 1. Bezirk http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2495#msg2495
März: Offener Brief an BP. Dr. Fischer, mit schon wieder 50 Anzeigen vom 1. Bezirk http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2488#msg2488
April/Mai: 250 Anzeigen nur vom 1. Bezirk http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2708#msg2708
Mai: 1220 Wien mit rund 75 % Lokale als Tabakgesetz-Sünder! http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2766#msg2766
Mai: 100 % Nicht-Nichtraucherschutz http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2762#msg2762
Mai: 1030 Wien, mit rund 150 Anzeigen http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2801#msg2801
Mai: Landtmann, Gremialvorsteher, mit einem Dutzend an Anzeigen in 6 Monaten http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=417.msg2437#msg2437
Juni: 1040/1050 mit 150 Anzeigen http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2802#msg2802
Juni: 1. Bezirk schon wieder 100 Anzeigen http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2887#msg2887
Juni: 6./7. Bezirk wieder 200 Anzeigen http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2899#msg2899
Juni: 1090 Wien/Österreich - Wieder rund 100 Anzeigen-Weiterleitungen! 1000 folgen! http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2953#msg2953

Die letzten Urteile vom UVS-Wien in der Anlage:
Teilweise viel zu milde der UVS, Tauber in der Millenniumcity, zig Anzeigen: von 1500 Euro auf 400 Euro gesenkt! Und der Berufungswerber hat zuerst alles geleugnet;
auch Anshen Chen, Millennium ff., etliche Lokale, ohne Nichtraucherschutz, von jeweils 5000 Euro auf jeweils 2500 euro gesenkt, auch da zig Anzeigen, zuerst alles geleugnet und dann hat er klein beigegeben und nur um Strafmilderung angesucht,
Cafe Falk, 1220 Wien: keine Strafe (da wurde aber offensichtlich vom MBA gepfuscht bzw. lag eine zu ungenaue Zeugenaussage vor), zig Anzeigen seit 2 Jahren, und jetzt wieder, seit der UVS-Verhandlung vor ein paar Wochen! Keine Veränderungen, siehe untenstehend.

8.4.11, A N Z E I G E N Falk weiterhin ohne Erfolg?

Name des Betriebs: Cafe Falk
Postleitzahl / Ort: 1220, Wien
Strasse / Hausnummer: Wagramerstr. 137/Kagraner Platz Datum / Uhrzeit des Besuchs: 5.4.11, 12.00 Kennzeichnung an der Eingangstuer: ja, falsch Anzahl der Raucher: ca. 40 Anzahl der gerade Nichtraucher: ca. 20 Anzahl der Nichtraucher-Gäste, die nach einer Odyssee den Nichtraucherraum im 1. Stock gefunden und sich niedergelassen haben: ca. 8 Anzahl der Raucher auf den 3 Nichtrauchertischchen im Hauptraum: 2 Sonstige, gutachterliche Anmerkungen:
Gleich hinter dem Eingang beginnt der Hauptraum. Dieser ist der Raucherraum, mit Aschenbecher auf der Theke und auf allen Tischen.
Am Ende des Raucher-Hauptraumes, bei den WCs, befinden sich drei an der Tischkante gekennzeichnete(!) Nichtrauchertischchen, wo geraucht wurde.
Man kann dann - ohne Abschlusstüre beim Raucherraum - über eine steile Wendeltreppe in den 1. Stock gelangen. Dort ist wieder keine Türe. Nach dem offenen Durchgang ist ein kleiner Nichtraucherraum, mit Falschkennzeichnungen!
Wer aber gleich beim Eingang (Raucherbereich) rechts durch zwei "Wild-West-Pendeltüren" über die Wendeltreppe in den Keller sich hinunter traut, könnte dort ggf. einen Nichtraucherbereich auffinden, wenn das Licht brennt, falls eine Bedienung kommt. Die erwähnte Pendeltüre ist vollkommen undicht zum Haupt-/Raucherraum.
Ich halte gutachterlich fest, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie eine - auch nur leicht - behinderte Person, aber ja nicht mit Stock oder Krücke, ja nicht hoch schwanger oder alt, ja nicht mit Kleinkinder oder Säugling, ja nicht mit Kinderwagen, in diesem EINRAUMLOKAL vom Raucherbereich in den Nichtraucherbereiche kommt.
Laut UVS-Aussage habe die Wirtschaftskammer den Zustand so für gut und rechtens geheißen.
Wenn aber das der Magistrat so bewilligt hat, Falk sagte es im Zuge der ORF-Aufzeichnung zur ZiB24, dann liegt hier sicher Amtsmissbrauch vor, vom Bausachverständigen oder/und ….!
Ergänzend wird festgehalten, dass lt. Eintragung das Untergeschoß (Nichtraucherbereich ohne Abschlusstüre) nur für Bar, Tanz, Disko zugelassen sei. Außerdem scheint die Benützungsbewilligung mit den Verabreichungsplätzen nicht mit dem Bestand zu übereinstimmen, wie man der UVS-Verhandlung vom 6.4.11 entnehmen könnte.

Name des Betriebs: cafe falk
Postleitzahl / Ort: 1220, wien
Strasse / Hausnummer: kagraner platz
Datum / Uhrzeit des Besuchs:
20.1.11, 12.15 Uhr
27.1.11, 12.45 Uhr
1.2.11, 11.50 Uhr
4.2.11, 12.10 Uhr
8.2.11, 13.10 Uhr
Hinweis: "UVS-Verhandlung 06.04.2011 10:00  04/G/19/10893/2010  C 2.10 Falk, Wolfgang"
6.4.11, 14 Uhr, unverändert
7.4.11, 12.30 Uhr, unverändert
Kennzeichnung an der Eingangstuer: Ja, falsch, da keine Raumtrennung Anzahl der Raucher: immer über 20 Anzahl der Nichtraucher: meist etwas weniger Sonstige Anmerkungen: der sehr große gastraum gleich nach dem eingang - mit der großen theke - wird als raucherraum verwendet, was dem gesetz widerspricht. Auch ist keinerlei abschluss zu den nichtraucherbereichen in den keller und in den 1. stock. Somit handelt es sich um ein riesiges, gesetzwidriges einraum-raucher-lokal.

Hinweise:
Die gesundheitsgefährdende, tödliche Situation wegen dem Nicht-Nichtraucherschutz in den Lokalen seit 1.1.2009, in EKZ seit 1.1.2005, ist mehr als unerträglich; trotz hunderter Beschwerden, Meldungen, Anzeigen!
Der Vorstand überlegt sich daher die Weiterleitung einer Sachverhaltsdarstellung an die STA und die KSTA.
Die im Tabakgesetz normierten Rauchverbote in Räumen öffentlicher Orte dienen dem Ziel des Schutzes der Nichtraucher vor Belästigung und vor Gefährdung ihrer Gesundheit durch das Passivrauchen. Nichtraucher sollen in ihrem „Recht auf rauchfreie Luft“ geschützt werden. Dieses Ziel liegt im öffentlichen Interesse (siehe VfGH 1.10.2009, B 776/09).
Es sind hohe Geldstrafen zu verhängen, sodass diese auf den Beschuldigten in Hinkunft nachhaltig einwirken und auch anderen Gastgewerbetreibenden zeigen, dass hier keinesfalls nur Bagatelldelikte vorgelegen sind.

Mai: 100 % Nicht-Nichtraucherschutz http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=590.msg2762#msg2762

2918

Von:
Gesendet: Montag, 06. Juni 2011 09:39
An:
Betreff: Rauchen im Bus

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am Sonntag 22. Mai bin ich mit dem Bus W 1511LO (Nummer am Schild, man solle nicht mit dem Fahrer während der Fahrt sprechen) von Wien nach Rust gefahren.
Um 19:32 bleibt der Bus in Eisenstadt stehen, der Fahrer steigt aus um eine Zigarette anzuzünden,
mit der rauchende Zigarette steigt er wieder in den Bus hinein und setzt sich auf seinen Platz um etwas zu erledigen!
Ich halte solches Verhalten (direkt unter dem Schild dass Rauchen im Bus verboten ist) für unzulässig
und bitte Sie geeignete Maßnahmen zu treffen, damit es nicht wieder passiert,
denn sonst sind Postbuse/Buse von Dr. Richard für mich und meiner Familie nicht mehr verwendbar.

mit aufrichtigen Grüssen,

Mag. ........

2919
Gesundheit / Ärzteinitiative: Ist es wirklich so schlimm? Nein, schlimmer!
« am: Juni 15, 2011, 17:56:00 Nachmittag »




BITTE  das Original lesen, da es zig Links (in jedem Satz) gibt!


http://www.aerzteinitiative.at/_Raucher_1.htm



Raucher fragen - Ärzte antworten    Kursive Links mit "Zurück"-Taste schließen!            Questions of smokers                   
          Herzliche Gratulation! Sie fanden eine Seite, die Ihr Leben nachhaltig verbessern kann. Durch RAUCHSTOPP!    

 
 
 

 
        *Wer hilft mir, von der Zigarette loszukommen? -Rauchertherapie / Raucherberatung. 85% der Exraucher in Österreich führen ihren Erfolg auf die eigene Willenskraft zurück, aber wenn Sie Hilfe brauchen, rufen Sie beim Rauchertelefon an, wenden Sie sich an Ihren Arzt, eine Ambulanz , machen Sie bei einem kostenlosen Online-Kurs mit oder melden Sie sich zu einem kurzen  Seminar , einem eintägigen Kurs oder einem Rauchercamp Ihrer Sozialversicherung an. Vielleicht brauchen Sie aber auch nur ein Buch (2 neue), eine Broschüre oder ein paar Tipps.

*Rauchen aufhören hab ich schon mehrmals versucht, aber es geht nicht. -Manchen fällt es schwerer und sie brauchen die richtige Hilfe. Aber es gibt keinen Raucher, der nicht aufhören kann: lesen Sie, was ein erfahrener Therapeut zu Raucherentwöhnung schreibt und warum der Versuch, nur weniger zu rauchen, meist misslingt.

*Kann mir ein Medikament helfen? -Kein Medikament kann Ihren Entschluss aufzuhören ersetzen. Nach dem Aufhören können  Medikamente das Verlangen zu rauchen sowie Rückfälle reduzieren, aber sie sollten nur von Erwachsenen und nicht in der Schwangerschaft eingenommen werden. Das gleiche gilt für Nikotinersatz, der auch nur begrenzte Zeit verwendet werden sollte. Von "Wundermitteln" ist abzuraten, ebenso von der E-Zigarette und von Zigarettenersatz, der Sie nur in eine andere Form der Nikotinabhängigkeit führt. Fragen Sie lieber Ihren Arzt oder Apotheker oder melden Sie sich zu einem Aufhör-Kurs an (Gruppentherapie ist erfolgreicher). Das Suchtgedächtnis beginnt man erst langsam zu verstehen, deshalb gibt es noch nicht viele medikamentöse Hilfen, aber viele schaffen es auch ohne Medikament.

*Warum soll ich denn aufhören, solange ich gesund bin? -Damit Sie weniger rasch altern, länger gesund bleiben, sich wohl fühlen, fröhlicher sind und besser riechen, schmecken und schlafen. Außerdem verraucht ein durchschnittlicher Raucher im Laufe seines verkürzten Lebens den Wert eines Einfamilienhauses.

* Hat es für mich noch einen Sinn, mit dem Rauchen aufzuhören? -Ja! Auch wenn Sie schon lange und viel geraucht haben, sollten Sie jetzt aufhören, weil dadurch sofort Ihre Widerstandskraft gegen Krankheiten steigt und ihre schon bestehenden Krankheitssymptome abnehmen (Husten und Auswirf innerhalb weniger Monate). Wenn Sie durchhalten, wird Ihr Risiko für Herzinfarkt in 5 bis 10 Jahren  fast normalisiert und Ihr Lungenkrebsrisiko deutlich niedriger sein als wenn Sie weiterrauchen. Andere Krebsarten wie z.B. Pankreaskarzinome nehmen ebenfalls mit der Zahl der Raucher ab. Auch im Alter über 60 sinkt das Risiko für Lungen-, Brust- und Blasenkrebs mit dem Rauchstopp (im Vergleich zum Weiterrauchenden), aber je früher Sie aufhören, desto besser. Ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko wird schon 3 Jahre nach der letzten Zigarette um 35% geringer sein als beim Weiterrauchen. Auch wenn Sie schon an Hochdruck leiden und ihre Blutgefäße durch das Rauchen versteift sind, gewinnen die Arterien wieder an Elastizität. Neben Ihrer Lebenserwartung steigt auch Ihre Lebensqualität. Sie werden weniger Husten und Auswurf haben, Ihre Leistung wird zunehmen, depressive Phasen werden abnehmen und Sie werden mehr Jahre bei Gesundheit und Wohlbefinden genießen. Selbst wenn Sie schon eine chronische Raucherkrankheit haben, werden Sie sich  nach Aufgabe des Rauchens bald wesentlich besser fühlen und können die schlimmsten Folgen wie z.B. Erblindung auch im höheren Alter noch verhindern, wenn Sie jetzt aufhören. Sogar nach der Diagnose von Lungenkrebs kann der Rauchstopp noch helfen, die Krankheit zu besiegen.

*Genügt es nicht, weniger zu rauchen? -Nein. Sie werden weniger Zigaretten unbewußt tiefer inhalieren, daher verringert sich auch die Schadstoffaufnahme viel geringer als die Zigarettenzahl und vor allem bleiben Sie süchtig. Die Bezeichnung "leicht" sowie die Schadstoffwerte auf den Zigarettenpackungen sind irreführend. Große Studien haben nachgewiesen, dass weniger und "leichter" rauchen nicht hilft, sondern nur aufhören! Ihr Arzt hilft. (Geben Sie Ihre Daten ein, wenn Sie sich zunächst nur Ihr derzeitiges Risiko für Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, etc. ausrechnen möchten. Das wird Ihre Entscheidung aufzuhören erleichtern). Das Herzinfarktrisiko ist für manche Raucherinnen besonders hoch, wie eine Studie an 10619 Frauen zeigte. Auch körperliche Fitness bewahrt männliche Raucher nicht vor dem Herzinfarkt. Für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit sind weltweit dieselben Risikofaktoren ausschlaggebend. 90% der Herzkrankheiten sind voraussagbar,  zwei Drittel davon aus Rauchgewohnheiten und Blutfetten (der Rest aus Hochdruck, Diabetes und selteneren Stoffwechselstörungen). Bei Reduktion des täglichen Zigarettenkonsums bleibt das Risiko höher als erwartet. Auch Zigaretten mit geringem Nikotin- und Teergehalt erhöhen das Herzinfarktrisiko. Den stärksten Einfluss auf die Lebenserwartung hat die Rauchdauer. (Aus dem Tageskonsum an Zigaretten wird die Schadstoffdosis bei geringer Zigarettenzahl unterschätzt, bei hoher Zigarettenzahl überschätzt). Jede Zigarette schadet Ihnen!

*Beim ersten Aufhörversuch werden doch alle rückfällig? -Nicht wenn er gut vorbereitet ist und Sie sich an ein paar einfache Regeln halten. Sie können damit beginnen, in bestimmten Situationen, in denen Sie bisher geraucht haben (z.B. beim Kaffee, Telephonieren, etc.) nicht mehr zu rauchen, oder nur mehr im Freien.  Wenn Sie das durchhalten, werden Sie feststellen, dass Sie  insgesamt weniger rauchen (z.B. weil Sie dafür nicht immer ins Freie gehen können oder wollen). Danach ist der nächste Schritt leichter: ganz aufzuhören. Sie müssen aber einen Aufhörtag festsetzen. Nur wenige Raucher brauchen Medikamente oder andere Hilfsmittel wie z.B. gesperrte Zigarettendosen mit schrittweise reduzierten Öffnungszeiten, sondern nur einen gut vorbereiteten Schlusspunkt. Entschlossenen Menschen gelingt es besser, ohne Vorbereitung sofort aufzuhören. Wenn Sie also bereits den starken Wunsch verspüren, heute aufzuhören, dann werfen Sie Ihre Zigaretten und Aschenbecher gleich weg und lesen Sie nach, wie man Rückfälle vermeidet.

*Ist an meiner Abhängigkeit das Nikotin, die Zusatzstoffe oder die simple Gewohnheit schuld? - Die Abhängigkeit ist vor allem auf Nikotin zurückzuführen, das Rezeptoren im Gehirn besetzt und verändert. Nicht umsonst haben U.S. Tabakfirmen den Nikotingehalt ihrer Zigaretten 1998-2005 jährlich um 1,6% angehoben. Andere Tabakinhaltsstoffe können aber die Suchtwirkung des Nikotins verstärken. Zusatzstoffe können die Nikotinaufnahme beschleunigen und die "Markentreue" des Rauchers fördern. Gewohnheit spielt eine Rolle, aber nicht die dominierende. Auch lässt sich die psychologische Abhängigkeit (eingefahrene Rituale) und die soziale Abhängigkeit (rauchende Kollegen) leichter überwinden als die pharmakologische. Der Tabakindustrie gelingt es meist, schon Kinder abhängig zu machen. Wenn Sie (unschuldig) schon sehr jung verführt wurden, werden Sie stärker abhängig sein, werden es aber trotzdem schaffen, sich von der Zigarette wieder zu befreien.

*Gibt es Leichtzigaretten? - Eine Reduktion des Nikotingehaltes von Zigaretten ist zwar volksgesundheitlich sinnvoll, aber Ihnen persönlich hilft nur der Ausstieg. Sogenannte "leichte" oder "milde" Zigaretten führten zu genausovielen Krankheiten. Deshalb wurden diese irreführenden Bezeichnungen in der EU durch die Directive 2001/37/EC verboten. Der von der Tabakindustrie genährte Traum von einer weniger schädlichen Zigarette, der Rauchern versprach, nicht aufhören zu müssen, um gesund zu bleiben, ist ausgeträumt: das beweisen Studien. Die sogenannte leichte Zigarette ist ein Verkaufstrick, auf den die Tabakindustrie immer wieder zurückkommt (z.B. "schlanke Zigaretten, nur für Mädchen"), während sie insgeheim die Rezeptur ändert, um Ihre Abhängigkeit zu erhöhen. Lassen Sie sich nicht täuschen. Die Zusatzstoffe machen den Rauch der Leichtzigarette evt. sogar noch gefährlicher, wie Experimente mit Stammzellen vermuten lassen. Besonders das Risiko für Adenokarzinome der Lunge hat mit der seit den 1970er Jahren verwendeten Zigarettentechnologie zugenommen: Filterventilierte "Leichtzigaretten" führten zu tieferer Inhalation von Nanopartikeln, wobei vor allem amerikanische Blendzigaretten durch höhere Gehalte an Nitrosaminen mehr Adenokarzinome mit sich brachten. Jede Zigarette belastet Ihre Atemwege mit 15-40 mg Feinstaub. Wirklich reduzieren Sie Ihr Risiko nur, wenn Sie zu rauchen aufhören, wobei sich Atmung und Kreislauf nach der letzten Zigarette rasch erholen. Schon nach wenigen Monaten ist eine Verbesserung von Lungenfunktion und Leistung nachweisbar. Sogar Endothelstammzellen  für die Gefäßneubildung nehmen zu. Nur wenn der Tabak nicht verbrannt wird, werden Pyrolyseprodukte vermieden. Deshalb sind Ruyan®, NicStic®, Rauchless®, Aeros®, YouYan® etc. zwar weniger schädlich als Zigaretten, aber "elektronische Zigaretten" sind nicht wie Arzneimittel getestet, enthalten z.T. hohe Nikotindosen und werden nicht nur als Entwöhnungsmittel beworben (in abnehmender Dosierung, um aus der Nikotinsucht auszuschleichen), sondern um sie weiter zu unterhalten. Die EU warnt vor allen Tabakwaren und auch vor nicht als Arzneimittel zugelassenen Nikotinpräparaten.  Eclipse®, Omni®, Advance Lights®, Accord®, oder Ariva® waren als Entwöhnungsmittel von der Zigarette nicht erfolgreich. Nikotinhältige Mittel sollten nur auf Rezept abgegeben werden. Vom Kau- und Lutschtabak, auch Oraltabak oder "rauchfreier Tabak" genannt, ist wegen der krebsfördernden Wirkung auf Mundschleimhaut und Pankreas überhaupt abzuraten. Außerdem kann er zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen und befreit Sie nicht von der Nikotin-Abhängigkeit. Besser als Snus oder E-Zigaretten sind jedenfalls Nikotinersatzpräparate, die nur für die Zeit der Entwöhnung verschrieben werden und deren Reinheit nach Arzneimittelgesetzen kontrolliert wird.

*Ist Übergewicht nicht gefährlicher als Rauchen? - Nein! Wenn Sie es schaffen, dauerhaft von der Zigarette loszukommen, werden Ihre Blutfette und Ihr Risiko für Herzkreislauf- und Krebserkrankungen abnehmen, auch dann, wenn Sie an Gewicht zunehmen. Eine gute Rauchertherapie schafft es aber, dass Sie ohne wesentliche Gewichtszunahme zu rauchen aufhören. Wenn Sie schon übergewichtig sind, nehmen Sie sich zuerst das Nichtrauchen vor. Erst wenn Sie sicher sind, von der Zigarette (als dem größeren Gesundheitsrisiko) losgekommen zu sein, versuchen Sie auch Ihr Gewicht zu reduzieren. Damit reduzieren Sie das Rückfallrisiko.  In Medikamente wurden beim Abnehmen übertriebene Hoffnungen gesetzt. Aber Sie schaffen es auch mit etwas mehr Sport! Auch ohne strenge Diäten ist Abnehmen möglich. Als Frau sollten Sie zu rauchen aufhören, bevor dadurch Ihre Haut irreparabel geschädigt ist, Sie eine Stammfettsucht und nachhaltige Stoffwechselstörung entwickeln oder die Menopausevorzeitig eintritt. Für die Gesamtbevölkerung wird trotz Zunahme der Fettsucht eine Zunahme der Lebenserwartung prognostiziert, nachdem die Raucherquote gesenkt wurde.
*Wie soll ich mich ohne Zigarette konzentrieren, was hilft mir beim Denken? - Was Sie nach einer Zigarette als anregend und konzentrationssteigernd erleben, ist nur der Wegfall beginnender Entzugserscheinungen: Frisch mit der Droge Nikotin versorgt, ist die Leistungsfähigkeit wieder besser als unter Entzug.  Tabakrauch enthält sowohl das Gehirn erregende Substanzen wie Nikotin als auch betäubende wie Kohlenmonoxid. Nikotin steigert die Konzentrationsfähigkeit nur kurzfristig. Langfristig ist eher mit Aufmerksamkeitsstörungen und Vergesslichkeit zu rechnen. Ebenso ist beim fortgesetzen Nikotinentzug die geistige Leistungsfähigkeit nur kurzzeitig gemindert und verbessert sich nach erfolgreichem Entzug. Insgesamt ist keine positive Wirkung des Rauchens auf das Denkvermögen feststellbar, sondern im Gegenteil negative Auswirkungen  von Tabakrauchbelastungen (aktiv wie passiv) auf Entwicklung und Funktion des Gehirns. Die "Rauchpause zur Verbesserung des Denkvermögens" war eine Meisterleistung der Tabakwerbung. Jede Pause der Entspannung erzielt den gleichen Effekt! Es ist die Denkpause und nicht die Rauchpause, die uns nachher wieder kreativer macht. Langfristig leidet das logische Denken am meisten, aber auch andere geistige Leistungen sowie das Hörvermögen werden durch Rauchen beeinträchtigt. Dabei scheint die Hirndurchblutung und der Feinstaub aus der Zigarette eine zentrale Rolle zu spielen. Wichtige Gehirnteile scheinen unter Einfluss von Tabakrauch zu schrumpfen. Im vorderen Teil des Gehirns wird die Hirnrinde dünner, wobei viele Nervenzellen verloren gehen. Auch das Risiko für Alzheimer und Demenz nimmt zu. Zwillingsstudien zeigten, dass der Intelligenzverlust bei Rauchern nicht vererbt, sondern durch den Tabakrauch erworben ist. Rauchen verdoppelt das Risiko für eine spätere Demenz.

*Wie soll ich mich ohne Zigarette entspannen und meinen Stress bewältigen? - Stress wird durch Nikotin verschlimmert! Immer nur kurzzeitig führt Nikotin über Dopaminfreisetzung scheinbar zur Erleichterung, während chronischer Serotoninmangel den Raucher stressempfindlicher macht. Arbeitsstress reduziert sogar den Tabakkonsum und kann einen vollständigen Rauchstopp einleiten. Entspannungstechniken helfen über die Zeit der Entwöhnung. Danach wird alles besser. Um mit dem Rauchen aufzuhören, brauchen Sie nicht bis zum Urlaub warten: Sie werden auch ohne Zigaretten beruflich nicht versagen. Die ersten Tage sind nicht die angenehmsten, aber gerade Ihre Aktivität hilft Ihnen, die anfänglichen Entzugssymptome zu überwinden (z.B. mit Sport). Danach werden Sie sich zunehmend wohler fühlen und wissen, dass Sie auch im Stress keine Zigarette brauchen. Ihre Geldsorgen werden ebenfalls geringer, sodass Sie im Wohlstand entspannter werden.

*Ich brauche Zigaretten, um bei Laune zu bleiben. Wie soll ich aufhören ohne unleidlich zu werden? -Das ist nur vorübergehend, danach werden Sie sich wohler fühlen. Die Gefahr einer Depression ist wesentlich größer, wenn Sie weiterrauchen, sowohl für Frauen wie für Männer. Dass starke Raucher 4-Mal häufiger eine Depression entwickeln, hängt möglicherweise damit zusammen, dass Nikotin über die Jahre die Spitzenwerte des mit Emotionen verbundenen Botenstoffes Serotonin verändert, der bei depressiven Menschen reduziert ist. Nach Rauchverboten und nach Rauchstopp wurde eine Abnahme von Depressionen beobachtet.

*Rauchen ist oft mein einziges Vergnügen, das kann ich doch nicht aufgeben? - Dieses "Vergnügen" ist nur die kurze Erleichterung bei der Suchtbefriedigung. Längerfristig führt Rauchen nicht zu mehr Genuss, sondern zu weniger Lebensqualität. Sie würden doch keine engen Schuhe tragen, nur um beim Ausziehen immer Erleichterung zu empfinden? Die Gehirnwäsche der Tabakwerbung machte aber sogar Nichtraucher glauben, Rauchen wäre ein Vergnügen. Befreien Sie sich, und Sie werden schon bald spüren, dass sie nichts verloren, sondern viel gewonnen haben. Außerdem entgehen Sie und Ihre Mitmenschen dadurch der Belastung mit Feinstaub und Karzinogenen.

*Kann ich mir mit elektrischen Zigaretten das Rauchen abgewöhnen? - E-Zigaretten (Nikotininhalatoren wie Ruyan) sind nicht wie Arzneimittel getestet, die Sie in der Apotheke bekommen, enthalten wechselnde Nikotindosen sowie andere Schadstoffe und dürften in Österreich gar nicht vertrieben werden. Rauchloser Tabak ist als Entwöhnungsmittel ungeeignet, verhindert aber das Passivrauchen. Die Nikotindosis kann für Kinder tödlich sein. Viele dieser Produkte wurden, so wie Snus, von der Tabakindustrie entwickelt, um die Nikotinentwöhnung zu vereiteln. Sie unterminieren effektivere Methoden zur Risikoreduktion, an denen die Tabakindustrie nichts verdient. Zigaretten ohne Nikotin sind harmloser, ermöglichen die Entkoppelung des Rauch-Rituals von einer Nikotinwirkung, erleichtern dadurch aber nur manchen Rauchern den Ausstieg und sollten nicht wie Zigaretten aussehen, damit sie Kindern kein schlechtes Beispiel geben.

*Muss ich bei Kinderwunsch zu rauchen aufhören? -Unbedingt! Kinderwunsch wird ohne Tabakrauch leichter erfüllt und in der Schwangerschaft dürfen Sie ohnedies nicht mehr rauchen, wenn Sie dem Kind nicht schaden wollen. Jetzt können Sie sich das Aufhören noch mit Medikamenten erleichtern, die in der Schwangerschaft verboten sind. Daher sollten Sie schon zu rauchen aufhören, bevor Sie schwanger werden.

*Wieso zahlt die Krankenkasse die Medikamente zur Raucherentwöhnung nicht? -Die Rauchertherapie sollte der Verursacher der Nikotinsucht zahlen: die Tabakindustrie. Die Krankenkasse bietet kostenlose Raucherberatung an.

*Ich  bin wegen Depressionen in Behandlung. Kann ich da überhaupt zu rauchen aufhören? -Ja, gerade depressive Menschen brauchen besondere ärztliche Hilfe, um von der Zigarette loszukommen. Auch wenn es Ihnen schwerer fällt, Sie werden es schaffen und damit auch wieder Selbstvertrauen gewinnen.

*Werden die Folgen des Passivrauchens nicht übertrieben? -Die Gesundheitspolitik sollte sich an wissenschaftlich gesicherte Fakten halten, was leider in Österreich bisher nicht der Fall war. Der Nebenstromrauch von der Zigarettenspitze enthält viele Schadstoffe (einschließlich Karzinogene) in einer vielfach höheren Konzentration als der Hauptstromrauch, den Sie (bei höherer Verbrennungstemperatur) durch das Zigarettenfilter inhalieren.

*Ich wünsche mir ein Kind. Muss ich da jetzt schon zu rauchen aufhören? Ja, damit Ihre Fruchtbarkeit besser wird. Leichte Zigaretten verursachen schwere Schäden an Stammzellen.

*Ich erwarte ein Kind und rauche deshalb schon weniger, habe aber gehört, dass mein Kind Entzugserscheinungen bekommt, wenn ich ganz aufhöre. -Dieses Gerücht hat vermutlich die Tabakindustrie in Umlauf gebracht, um Frauen davon abzuhalten, in der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufzuhören. Entzugserscheinungen sind nur bei Neugeborenen von Müttern nachgewiesen, die weitergeraucht haben. Je früher Sie das Rauchen als Schwangere ganz einstellen, desto besser für Ihr Kind! Wenn Sie eine Totgeburt vermeiden und Ihr Kind sicher gesund behalten wollen, müssen Sie sofort aufhören und sollten dem Kind (und Ihnen selbst) zuliebe auch nach der Geburt nicht mehr zu rauchen beginnen. Wenn Sie glauben, nicht aufhören zu können, sollten Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, weil das ein Zeichen ist, dass Sie selbst krank sind. Therapeuten helfen Ihnen, von der Zigarette loszukommen, ganz ohne Medikamente.

*Sind die Zusatzstoffe wirklich gefährlicher als der Tabak? -Aus beidem entwickeln sich bei der Verbrennung die atembaren Gifte. Nikotin wird auf Rauchpartikeln in die Tiefe der Lunge transportiert und dort rasch ins Blut aufgenommen. Die besondere Gefährlichkeit der Zigarette resultiert aus der Mischung des Suchtgiftes Nikotin und anderen Tabakinhaltsstoffen mit Additiven, z.B. Lävulinsäure, die rascher nikotinsüchtig macht oder Geschmacksstoffen, die schon Kindern den Einstieg erleichtern und Erwachsenen den Ausstieg erschweren bzw. eine Bindung an eine Marke erzielen sollen. Deshalb werden Süßstoffe zugesetzt, obwohl aus ihnen bei der Verbrennung zusätzliche Karzinogene entstehen. Menthol wird zugesetzt, weil seine schleimhautbetäubende und kühlende Wirkung auch dem jungen Raucher eine tiefe Inhalation ermöglicht. Das geht mit einer stärkeren Aufnahme von Nikotin und Karzinogenen einher. In Österreich wurden Zigaretten bisher noch nicht durch ein unabhängiges Labor getestet wie in Nachbarländern, wo schon verbotene Stoffe entdeckt wurden (z.B. Appetitzügler). Aber ein Meldeblatt für Brüssel gibt es schon. In der EU und den USA müssen Additive erst seit 2010 deklariert werden. Einige besonders gefährliche Karzinogene des Tabaks entwickeln sich erst beim Rauchen und sind auch in Ihrem Harn nachweisbar.

*Rauchen soll doch vor Alzheimer schützen? -Nein. Prospektivstudien zeigen im Gegenteil einen rascheren geistigen Abbau bei Rauchern, dessen Ursachen (Arteriosklerose, Hochdruck, TIA, Mini-Insulte, Hirnzellverlust, etc.) allerdings noch nicht aufgeklärt sind.  Auch M. Alzheimer entwickelte sich bei Rauchern häufiger, besonders bei starken Rauchern. Chronische Nikotinzufuhr fördert die schädliche Ablagerung von Rückständen in den Hirnzellen. Gesichert ist die Beschleunigung von Alterungsprozessen durch Tabakrauch.

*Besteht beim Rauchstopp die Gefahr, eine Depression zu bekommen? -Nein, psychisch gesunde Menschen entwickeln beim Rauchstopp keine depressiven Symptome. Wenn diese Symptome schon vor dem Aufhörversuch bestehen, sollten Sie aber jedenfalls ärztlichen Rat einholen.

*Mein Fagerström Score ist 9. Bin ich ein hoffnungsloser Fall? -Nein, solche Tests können den Erfolg einer Entwöhnung nicht voraussagen. Vertrauen Sie sich einem guten Therapeuten an. Auch stark nikotinabhängige Raucher können aufhören, wenn sie wollen.

*Dürfen Frauen mehr rauchen, weil sie seltener Lungenkrebs bekommen? -An und für sich nimmt das Lungenkrebsrisiko mit der Geburt von Kindern ab, ganz besonders aber, wenn die Schwangerschaft zum Rauchstopp führt und nachher nicht wieder zu rauchen begonnen wird. Manche Befunde sprechen sogar für ein höheres Risiko für Lungenkrebs bei Frauen. Heute ist Lungenkrebs bei Österreicherinnen noch selten, weil sie in früheren Jahrzehnten weniger rauchten als Männer. Letzeres hat sich bei Jugendlichen leider schon geändert. Wenn Frauen wie Männer rauchen, sterben sie auch wie Männer. In jedem Lebensjahr haben RaucherInnen eine etwa doppelt so hohe Sterbewahrscheinlichkeit als Nichtraucher. 64% der Raucherinnen und 28% der Exraucherinnen sterben vorzeitig an Herz-Kreislauf-, Krebs- und anderen Erkrankungen. Insgesamt ist der Lebenszeitverlust durch Rauchen bei Frauen sogar höher als bei Männern. So tritt z.B. der erste Herzinfarkt bei Rauchern im Schnitt um 6,2 Jahre früher auf als bei Nichtrauchern, bei Raucherinnen aber um 13,7 Jahre früher. 5-10 Zigaretten pro Tag verdoppeln Ihr Risiko, schon im mittleren Alter zu sterben. Denken Sie auch an Ihr Risiko für Darm- und Brustkrebs, die frühe Alterung Ihrer Haut durch Rauchen und den früheren Eintritt der Menopause mit häufigeren Wechselbeschwerden.

*Frauen haben doch eine höhere Lebenserwartung? -Ja, aber das ist etwa zur Hälfte darauf zurückzuführen, dass bei den heutigen Sterbefällen der Anteil der Raucher bei Frauen noch wesentlich geringer ist als bei Männern. Etwa 40-60% der Geschlechtsunterschiede bei der Gesamtsterblichkeit sind in Europa dzt. auf das Aktivrauchen zurückzuführen. Da aber in vielen Ländern die Raucherraten bei Mädchen stark zunahmen, ist in Zukunft mit einem Anstieg der Raucherkrankheiten bei Frauen und einer Verringerung der Geschlechtsunterschiede bei der Sterblichkeit zu rechnen. In Österreich haben 15-jährige Mädchen ihre männlichen Altersgenossen beim Rauchen schon in den 1995 überholt und bei Frauen ist inzwischen bereits ein deutlicher Anstieg von Sterbefällen durch Tabakrauch zu beobachten.

*Soll ich an einem Raucherseminar in meinem Betrieb teilnehmen? -Ja, Betriebsseminare haben hohe Erfolge, besonders wenn auch Ihre Arbeitskollegen teilnehmen. Manche Betriebe unterstützen Raucherseminare auch für die Ehepartner von Betriebsangehörigen oder reduzieren die Versicherungsprämien für Nichtraucher. Z.B. der Betriebsrat der sBausparkasse übernimmt die Hälfte der Kosten von Nichtraucherseminaren und die erfolgreichen Teilnehmer bekommen sogar den Selbstbehalt refundiert. Für Gastarbeiter gibt es telefonische Raucherberatung in ihrer Muttersprache.

*Der Betriebsarzt sagt mir, dass ich wegen meiner früheren Arbeit besonders gefährdet bin, einen Raucherkrebs zu bekommen. -Ja, aber nur wenn Sie weiterrauchen. Sogar Hautkrebs durch Arsen wurde bei Rauchern häufiger beobachtet. Aber vor allem  ist das Lungenkrebsrisiko für Raucher besonders hoch, die zusätzlich aus der Umwelt mit Radon oder am Arbeitsplatz mit Asbest, Arsen, Chromat, Quarzstaub, Radon, radioaktiven Stäuben, etc. belastet waren. Ehemalige Asbestarbeiter können sich unter Tel. (070)69226969 zur kostenlosen Vorsorgeuntersuchung anmelden. Lange vor einem Lungenkrebs kann es zu unspezifischem Abfall der Lungenfunktion und Entzündungszeichen kommen; bei Asbestarbeitern zu Rippenfellveränderungen. Eine rechtzeitige Diagnose ermöglicht die Computertomographie. Aber nur die Beendigung des Rauchens kann Ihr Lungenkrebsrisiko reduzieren, damit es gar nicht zum Ausbruch dieser Krankheit kommt. Auch bei beginnender Lärmschwerhörigkeit kann die Aufgabe des Rauchens den Fortschritt der Erkrankung bremsen. Besonders rasch tödlich scheint die Kombination von Arsen und Tabakrauch durch Herzkreislauf-Schäden zu wirken.
*Alternativen zur "Rauchpause" im Büro? gesunde Pausen (z.B. "Apfel-Pause", Spiel- und Lockerungspause, etc.)

*Mein Arzt riet mir zum Rauchstopp vor meiner Operation. Hat das jetzt noch einen Sinn? -Ja, postoperative Komplikationen nehmen dadurch ab. Am besten, Sie hören schon 4 Wochen vor der Operation zu rauchen auf. Mit Hilfe geht es leichter. Auch der Schmerzmittelbedarf ist beim Nichtraucher geringer.

*Werden psychiatrische Patienten durch Rauchverbote aggressiv? -Nein, das Gegenteil wurde beobachtet.

*Ich hatte schon einen Herzanfall. Nützt es jetzt noch, aufzuhören?  -Ja! Wenn Sie nicht mehr rauchen, nimmt Ihr Rückfallrisiko ab. Wenn erforderlich, dürfen auch Patienten mit stabiler Angina pectoris vorübergehend und unter ärztlicher Aufsicht Nikotinpflaster verwenden, aber sie müssen unbedingt aufhören zu rauchen. Auch andere Medikamente erleichtern das Aufhören und eine Psychotherapie ist auf jeden Fall zu empfehlen. Fragen Sie Ihren Arzt, was für Sie die beste Therapie ist.

*Bei mir wurde COPD (chronische Atemwegsobstruktion) diagnostiziert. Ist es jetzt zu spät für eine Rauchertherapie? -Nein, auch wenn sich nicht mehr ganz gesund werden, zahlt es sich immer noch aus, mit dem Rauchen sofort aufzuhören. Warten Sie nicht, bis Sie durch Ihre Krankheit depressiv werden und Ihnen der Ausstieg noch schwerer fällt. Auch Asthmatikern verhilft der Ausstieg zu einer besseren Lungenfunktion. Am schnellsten profitieren Herzpatienten vom Rauchstopp.

 *Kann ich mir selbst helfen, wenn ich schon an einer chronischen Lungenkrankheit leide? -Ja, aber die Betreuung durch Ihren Arzt ist unersetzlich. Er informiert Sie auch über neue Medikamente gegen Asthma, Bronchitis, COPD, Emphysem, etc.

*Mein Arzt will mir als Raucherin die Pille nicht verschreiben, wieso? - Bei >15 Zigaretten täglich ist die Pille schon ab 35a wegen des Risikos einer Thromboembolie kontraindiziert. Ihre Verschreibung gilt als Kunstfehler (ähnlich wie bei genetischer Thromboseneigung, bei der das 20-fache Risiko von Homozygoten durch die Pille auf das 100-fache steigt). In jedem Alter sind vor Verschreibung der Pille anamnestische Hinweise auf erhöhte Thromboseneigung abzuklären. Findet sich nach anamnestischem Verdacht auch ein pathologischer Blutbefund auf APC-Resistenz, darf die Pille nicht verschrieben werden. Raucherinnen, die eine orale Kontrazeption wünschen, sind auf das Risiko einer Thromboembolie und die Möglichkeit einer Raucherentwöhnung hinzuweisen. Das Risiko für Schlaganfall nimmt auch ohne Pille mit der Zigarettenzahl zu, wobei Hochdruck und Tabakkonsum die größten Risikofaktoren sind. Durch verbesserte Hormonpräparate wird das Risiko für Herzinfarkt heute nicht mehr durch die Pille sondern ausschließlich durch das Rauchen bestimmt. Aber die Kombination von Nikotin und Östrogen scheint ein höheres Risiko für einen schweren Schlaganfall (Hirnerweichung) mit sich zu bringen.

* Darf ich als Schwangere Nikotinersatz verwenden? -Das Gesundheitsrisiko für das Kind  wäre zwar noch größer, wenn Sie weiterrauchen, und ebenso Ihr persönliches Risiko (z.B. für eine Thrombose). Allerdings wird das Risiko für Missbildungen durch Nikotinersatz erhöht und die Entwicklung bestimmter Hirnfunktionen (Hörverständnis) beeinträchtigt. Sie können negative Nikotinwirkungen auch nicht durch Einnahme von Vitaminen verhindern: Bei der Testung von Cholin und Vitamin C (zur Verhinderung der nikotininduzierten Reifungsstörung der Lunge) stellte sich heraus, dass Schäden in bestimmten Hirnarealen sogar zunahmen. (Allerdings ist eine ausreichende Vitaminzufuhr jeder Schwangeren zu empfehlen, wobei Vitamin C unter anderem die Bildung krebsfördernder Nitrosamine verhindern kann). Nikotinpflaster (nur tags) ist zwar weniger schädlich als weiter zu rauchen, aber ohne Rauchstopp ist die Verwendung von Nikotinersatz ein zusätzliches Risiko. Nikotin- Kaugummi hilft Schwangeren zwar, weniger zu rauchen, aber nur der vollständige Rauchstopp kann Schäden bei Ihrem Kind verlässlich verhindern und dabei hilft der Kaugummi nicht, sondern nur Ihre Liebe zum Kind. Snus erhöht das Risiko für die Mutter (Eklampsie) und das Kind. Sie sollten also dem Kind zuliebe auf Nikotin in jeder Form verzichten. Das ist nicht so schwer wie Ihnen Nikotinverkäufer vorlügen. Missbildungen durch Rauchen in der Schwangerschaft betreffen eher die Finger, während Nikotinpflaster, -kaugummi und -inhalatoren das Risiko für schwerere Missbildungen des Skeletts und der Muskeln verdoppeln können. Auch sollten Sie bedenken, dass die Nikotinkonzentration im Gehirn des Ungeborenen 2,5-Mal höhere Werte erreicht als im mütterlichen Blut und die sich bildenden Nikotinrezeptoren die Grundlage einer späteren Nikotinsucht darstellen.

* Ich habe gelesen, dass nur die Teerstoffe krank machen und Nikotinharmlos ist? -Das stimmt leider nicht. Nikotin ist nicht nur ein starkes Suchtgift, sondern auch ein starkes Gift, das die Tabakpflanze gegen Fressfeinde entwickelte. Es belastet schon in geringer Dosis Herz und Gefäße, stört beim Fetus die Hirnentwicklung und ist ein Vorläufer eines sehr potenten Lungenkarzinogens (NNK). Außerdem ist es als "Promotor" an der krebsfördernden Wirkung von Tabakrauch in Lunge und Magen beteiligt und fördert die Ausbreitung von Brustkrebs. Strengere gesetzliche Regulierungen von Nikotin sind zu erwarten. Um ihnen zuvor zu kommen, erforscht die Tabakindustrie bereits Alternativstoffe mit vergleichbarer Wirkung im Gehirn. Vor allem aber erweitert sie ihre Produktpalette, um damit neue Kunden zu gewinnen und die Nikotinsucht der Konsumenten aufrechtzuerhalten. Während die Tabak- und Nikotinindustrie Rauchern eine Risikoreduktion verspricht, versucht sie, die Wirkung von Rauchverboten und den Ausstieg aus der Nikotinsucht zu verhindern.
*Gesundheitsrisken durch Tabakrauch: Sympathicotonus, Hochdruck, Herz- und Gefäßkrankheiten, Schlaganfall, Venenthrombosen und Embolien,  Krebs (Lunge, Kehlkopf, Mundhöhle, Rachen, Speiseröhre, Magen, Pankreas (vor allem bei Frauen, unabhängig von Diabetes), Leber (vor allem bei Hepatitis), Blase, Niere, Brust-drüse (Kombinationswirkung mit Erbfaktoren), Cervix (Kombinationswirkung mit Papillomaviren), akute myeloische Leukämie, NHL. In Zusammenhang mit genetischen Faktoren kann es bei Raucherinnenn zum Mammakarzinom und bei Rauchern zum Prostata-Karzinom bzw. zu Rezidiven kommen, beim Rectumkarzinom zu einer Verdoppelung und beim Colonkarzinom zu einem 2,5-fachen Risiko (über Polypen, daher auch noch bei Exrauchern erhöht), wobei sowohl Frauen wie Männer stark betroffen zu sein scheinen. Durchschnittlich ist die Sterblichkeit an Krebs des Dickdarmes bei Rauchern  um 25% erhöht. Das Risiko für Dickdarmkrebs nimmt nach dem Rauchstopp wieder ab und erreicht nach über 30 Jahren wieder Normalwerte. Die Prognose anderer Karzinome (z.B. Ovar) wird durch Rauchen verschlechtert  und Nikotin beeinträchtigt die Wirkung der Chemotherapie. Tabakrauch führt bei genetischer Veranlagung zum Lungenemphysem und fördert viele andere Lungenerkrankungen (COPD, Pneumonie, Tb, u.a.), weiters Diabetes (2-3faches Risiko für Typ II Diabetes und Potenzierung der Gefäß- und Nierenschäden bei bestehendem Diabetes), Augenerkrankungen (Katarakt, Maculadegeneration: Risiko verdoppelt, Krankheitsfortschritt bis Erblindung), Schwerhörigkeit, rheumatoide Arthritis (rauchende Rheumatiker haben mehr Schmerzen und brauchen mehr Medikamente), Osteoporose, Kopfschmerzen, Alzheimer, Epilepsie, Multiple Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose (besonders bei frühem Rauchbeginn und bei Frauen), Depression, Suizid-Neigung verdoppelt, Schlafstörungen, chronische Pankreatitis, Crohn, Diverticulitis, Mundsoor, Brustabszesse u.a. Infektionen (durch Schädigung der Abwehr und evt. auch durch Bakterien aus der Zigarette), Gliome, Depression (vor allem bei Männern, aber insgesamt erhöhter Konsum und erschwerter Rauchstopp), Tremor, Schilddrüsenüberfunktion, Fettleber, Hochdruck bei Frauen, vererbbare Schäden an Samenzellen und vieles mehr. Auch Zigarren- und Pfeifenraucher gehen große Risken für kardiopulmonale und maligne Erkrankungen ein. Lebensversicherungen wissen, dass z.B. bei 45-Jährigen das Sterberisiko vor dem 60. Lebensjahr durch Rauchen mehr als verdoppelt wird und dass starke Raucher ihr kardiovaskuläres Risiko vervierfachen. Diese Risken, die u.a. aus Prospektivstudien in England und Norwegen abgeleitet sind, werden in Zukunft höchstwahrscheinlich noch übertroffen, weil Jugendliche heute schon früher zu rauchen beginnen. Laut WHO stirbt dzt. alle 6 sec ein Mensch an Folgen des Rauchens, jährlich 5 Millionen. Von den 1,3 Milliarden Rauchern wird die Hälfte an den Folgen dieser Sucht sterben, davon 325 Millionen im Alter zwischen 35 und 69 Jahren. In Österreich stirbt stündlich ein Mensch an den Folgen des Aktivrauchens und täglich sterben etwa drei Menschen an Folgen des Passivrauchens.

*Ich rauche meist nur in Gesellschaft und komme pro Tag nur auf eine bis höchstens 4 Zigaretten; kann mir das schaden? -Ja, Ihr Risiko für Herzkrankheiten und Lungenkrebs ist -statistisch gesehen- dreimal so hoch wie das eines Nichtrauchers. Schon eine einzige Zigarette macht Ihre Arterien steifer. Auch Gelegenheitsraucher erhöhen die Gerinnungsneigung ihres Blutes (Thrombosegefahr) und schädigen ihre Arterien, die sich durch langwirksame Gefäßgifte des Tabakrauchs bei erhöhtem Sauerstoffbedarf nicht mehr ausreichend erweitern können.

*Muss ich meiner Lebensversicherung auch melden, dass ich Gelegenheitsraucher bin? -Ja, denn falsche Angaben können zum Verlust der Versicherungsleistung führen, auch wenn man bei einem Autounfall nur wenige Zigaretten bei Ihnen findet, die Sie gelegentlich geraucht haben. Aber wenn Sie wirklich keine einzige Zigarette mehr rauchen, sollten Sie eine Reduktion Ihrer Versicherungsprämie auf mindestens die Hälfte verlangen.

*Krebs hat doch abgenommen? -Allgemein hat die Krebssterblichkeit vor allem durch die bessere Therapie abgenommen, aber manche Raucherkarzinome wie Blasenkrebs zeigen eher einen zunehmenden Trend und die große Welle der Raucherkarzinome (vor allem Lungenkrebs) steht uns bei Frauen noch bevor, weil Mädchen immer früher und häufiger zu rauchen beginnen. Auch bei Männern ist wieder eine Zunahme von Krebs zu erwarten, wenn der gegenwärtige Trend zum Rauchen bei den Buben anhält. Auch Pfeifen- oder Zigarrenraucher haben ein hohes Krebsrisiko. Obwohl die Raucherquoten in U.S.A. wesentlich stärker abnahmen als in Österreich, ist dort noch immer jeder dritte Krebstodesfall auf das Rauchen zurückzuführen, in Österreich etwa jeder zweite.

*Kann Tabakrauch wirklich zu Brustkrebs führen? -Ja, unter bestimmten Voraussetzungen (erbliche Belastung) kommt es sogar durch Passivrauchen (vor allem während der Zeit, in der sich die Brustdrüse entwickelt) noch vor der Menopause zum Brustkrebs. Dagegen scheint das Risiko, nach der Menopause Brustkrebs zu bekommen, wegen der antiöstrogenen Wirkung von Tabakrauch auch durch Aktivrauchen nicht erhöht zu werden, wenngleich Nikotin Wachstum und Ausbreitung von Brustkrebs fördert.

*Wird meine Lunge wirklich schwarz? -Ja, der Kohlenstoff-Gehalt steigt mit der Zahl der Zigaretten, die Sie im Leben geraucht haben, ist aber nicht entscheidend für das Krebsrisiko, wie Sie an höher mit Kohlenstoff belasteten Bergarbeitern sehen, die als Nichtraucher kein erhöhtes Krebsrisiko aufweisen. Vielmehr sind  Teerstoffe, Nitrosamine und andere Spurenstoffe, die sich an die feinen Russpartikel anlagern, für den Krebs verantwortlich.

*Rauchverbote bevormunden doch die Raucher? -Nein, sie reduzieren den Tabakkonsum, helfen ihnen beim Ausstieg aus der Nikotinsucht, halten die Umgebungsluft für alle sauber und senken in der gesamten Bevölkerung die Spitalsaufnahmen wegen Asthma, Herzinfarkt und Schlaganfall. In Holland folgte z.B. dem Rauchverbot an allen Arbeitsplätzen eine Abnahme der Raucherquote um 9%. Auch das Rauchverbot in der Gastronomie steigerte Aufhörversuche und  erfolgreiche Aufhörversuche, besonders bei Barbesuchern.

*Wurde die Rauchkultur durch eine Diskriminierung der Raucher abgelöst? -Nein, weil man gegen die Tätigkeit Rauchen nicht diskriminieren kann. Die Produktion von Suchtgiften, die in der 3. Welt mit Raubbau an der Natur und Kinderarbeit beginnt und mit dem frühzeitigen Tod jedes zweiten Konsumenten endet, sollte nicht als "Kultur" bezeichnet werden.

*Wieso ist Österreich so rückständig? -Nikotinsucht kann der Arzt behandeln, aber Gewinnsucht nicht. Solange die Tabakindustrie das Geld, das sie den Rauchern abnimmt, teilweise wieder in die Verführung von Kindern und die Bestechung von Erwachsenen investieren darf, bleiben Fortschritte in diesem Land bescheiden.
Sogar Süchtige, die verdrängen, lassen sich motivieren, aber bei korrupten Politikern sind wir chancenlos.

*Stimmt es, dass von Rauchverboten nur Nichtraucher profitieren? -Nein, zunächst kommt es zwar durch Wegfall des Passivrauchens bei Nichtrauchern zum stärksten Rückgang der Herzinfarkte, gefolgt von den Exrauchern. Aber langfristig profitieren vor allem Raucher, die das Rauchen aufgeben (nachgewiesen z.B. in Bars), weil es ihnen die Rauchverbote schwer machen, jederzeit und in angenehmer Umgebung zu rauchen. In Italien ging die Raucherquote von 26,2% (2004, vor dem Rauchverbot) auf 21,7% (2010) zurück. Noch deutlicher waren die Rückgänge im Vereinigten Königreich, das keine Raucherzimmer zuließ.

*Bekomme ich Diabetes, wenn ich zu rauchen aufhöre? -Nein, wenn Sie die Zigarette nicht durch Naschereien ersetzen und stark zunehmen. Raucher haben von Anfang an ein 30% höheres Risiko für Diabetes als Nichtraucher. In den ersten 3 Jahren nach einem Rauchstopp kann dieses Risiko vorübergehend sogar um 90% höher werden, wenn man sich unvernünftig ernährt, sinkt aber schließlich wieder auf den Wert eines Nichtrauchers. Für einen Diabetiker ist der Rauchstopp noch wichtiger als die Zuckereinstellung, um Herz- und Gefäßkrankheiten zu vermeiden.

*Schützt Rauchen vor Parkinson? -Nein, Parkinsonpatienten sind von ihrer Persönlichkeitsstruktur her eher vorsichtig und vermeiden Gesundheitsrisken wie Rauchen. Für eine kausale Beziehung zwischen Nichtrauchen und Parkinson fanden sich keine Beweise, aber es gibt viele Hypothesen, z.B. die Hemmung der Hormonwirkung weit verbreiteter Pestizide wie Lindan durch Nikotin.

*Warum muss ich wegen einer kosmetischen Operation das Rauchen aufgeben? -Weil Nikotin und andere Gifte den Operationserfolg gefährden. Wenn Sie es schaffen, mindestens 4 Wochen vor der Operation nicht zu rauchen, wie es der Chirurg verlangt, haben Sie schon die schlimmsten Entzugssymptome hinter sich und sollten diese einmalige Chance nützen, Nichtraucher zu bleiben. Auch Ihre Haut wird es Ihnen danken und langsamer altern.

*Warum soll ich als Schmerzpatient das Rauchen aufgeben? -Weil Sie dann mit den Schmerzen besser fertig werden und weniger starke Schmerzmittel brauchen.

*Warum sollen Nierenkranke nicht rauchen? -Wegen toxischer Wirkungen von Nikotin auf Gefäße und Niere.

*Kann mir Oraltabak (Snus) helfen, von der Zigarette loszukommen? -Nein, wenn Sie medikamentöse Hilfe brauchen, sollten Sie ein reines und für Sie geeignetes Medikament aus der Apotheke verwenden und keines, das Krebs in Mundhöhle, Speiseröhre und Bauchspeicheldrüse verursachen kann. Auch Kautabak führt zu einer Verengung der Herzkranzgefäße.

*Mein Mann soll wegen Lungenkrebs operiert werden. Jetzt ist es doch zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören? -Nein, denn die Ärzte haben Ihren Gatten nicht aufgegeben. Auch sein Operationsrisiko ist ohne Zigarette geringer. Selbst bei den bösartigen kleinzelligen Bronchuskarzinomen ist die 5-Jahres-Überlebensrate bei Rauchern, die mit Beginn der Therapie aufhören, immerhin noch 9%, bei denen die weiterrauchen nur 4%.

*Meine Schwester ist an einer Subarachnoidalblutung gestorben. Sollte ich lieber das Rauchen aufgeben? -Unbedingt! Rauchen ist eine der wichtigsten Ursachen für einen Schlaganfall, ebenso wie angeborenen Aneurismen. Lassen Sie beim Hausarzt ihren Blutdruck kontrollieren, fragen Sie ihn um Hilfe zur Raucherentwöhnung und bitten Sie ihn um eine Überweisung zu einer neurologischen Vorsorgeuntersuchung.

*Wieso fördert das Rauchen Thrombosen und Embolien? -weil es die Gerinnung fördert, u.a. durch Erhöhung des Fibrinogen im Blut.

*Ich habe eine Fettleber. Kann  das Rauchen der Leber schaden? -Ja, auch wenn Ihre Erkrankung durch falsche Ernährung entstand, wird sie durch das Rauchen eher fortschreiten. Auch auf Alkohol und süße Softdrinks sollten Sie verzichten.

*Ist Rauchen gemeinsam mit Alkohol schädlicher? -Ja, besonders schädlich bei der Mutter für das Ungeborene,  aber auch  männliche Potenz und Fruchtbarkeit werden durch die Kombination noch stärker beeinträchtigt und Karzinome im oberen Verdauungstrakt nehmen überproportional zu.

*Kann ich mich als Raucher durch Vitaminevor Krankheit schützen? -Nein, nur durch Nichtrauchen! Gegen Lungentzündung und Raucherkrebs sind Vitamine machtlos. Antioxidantien wie Vitamin E und Provitamin A helfen dem Raucher nicht. Durch Einnahme von Medikamenten mit Provitamin A (Beta-Karotin) kann ihr Krebsrisiko sogar ansteigen. Auch Herzkranzgefäßerkrankungen können dadurch noch zunehmen. Während Krebs- und Herzkreislaufrisken von Nichtrauchern durch Beta-Karotin gesenkt werden, sollten Raucher auf entsprechende Nahrungsergänzungsmittel verzichten und ihren Beta-Karotinbedarf nur aus natürlichen Quellen decken, um Überdosierung zu vermeiden. Das gleiche gilt für Antioxidantien. Auch Medikamente wie bestimmte Antirheumatikaeignen sich nicht zur Vorbeugung gegen Mundhöhlenkrebs, weil sie gleichzeitig das Herz-Kreislaufrisikos des Rauchers erhöhen. Rauchern kann man nur raten, viele verschiedene Gemüse- und Obstsorten zu essen, vor allem aber, das Rauchen einzustellen. Denn auch große Mengen Obst und Gemüse können die krebsfördernde Wirkung einer einzigen Zigarette nicht wettmachen. Auch um einer Erblindung vorzubeugen, sollten Sie primär zu rauchen aufhören, denn Fischkonsum allein (Omega-3-Fettsäuren) kann das Risiko einer Maculadegeneration nicht verhindern. Auch Spurenelemente wie Selen können nur helfen (z.B. gegen die Entwicklung eines Karzinoms der Prostata), wenn Sie das Rauchen aufgeben. Das gleiche gilt für Entzündungshemmer, auch wenn manche Pharma-Vertreter anderes sagen.

*Gibt es eine Impfung gegen das Rauchen? -Impfstoffe gegen die Nikotinsucht sind dzt. erst in Entwicklung bzw. klinischer Prüfung. Das Prinzip besteht darin, dass das kleine Nikotinmolekül mit einem großen Eiweißkörper konjugiert wird (z.B. Nikotin-Butylsäure mit Choleratoxin B), damit über diesen Proteinträger eine Antikörperbildungausgelöst wird. Wenn dann die über Zigaretten aufgenommenen Nikotinmoleküle von diesen Antikörpern gebunden werden, können sie nicht mehr ins Gehirn eindringen. Leider ist der Schutz des Gehirns bisher nur sehr unvollständig gelungen. Die Hauptindikation der zukünftigen Impfung dürfte eine Unterstützung einer Rauchertherapie und eine Rückfallprophylaxe für Exraucher werden. Aber auch bei monatlicher Auffrischung sind die Erfolge bisher bescheiden.Weder von einer Impfung noch von genetischem Screening sind Wunder zu erwarten. Eine Schutzimpfung von Kindern und Jugendlichen vor der Krankheit der Nikotinsucht ist jedenfalls entbehrlich, wenn die Verführung durch indirekte Tabakwerbung unterbunden wird.

*Kann mir Hypnose helfen, mit dem Rauchen aufzuhören? -Die spärlichen Studienergebnisse dazu sind widersprüchlich, aber einzelne Raucher berichten über Erfolge. Sie sollten aber zuerst eine bewährte Entwöhnungsmethode versuchen.

*Wieso ist die Suchtgefahr bei der Zigarette höher als bei Nikotinpflaster oder -kaugummi? - Das hängt z.T. mit der Nikotinaufnahme ins Blut zusammen, die beim Rauchen rascher erfolgt (allerdings erfolgt die Aufnahme ins Gehirn nicht so rasch, wie früher angenommen). Tabakrauch enthält zusätzlich Substanzen wie Acetaldehyd, welche die Suchtbildung fördern. In Europa wird jetzt damit begonnen, suchtbeschleunigende Zusatzstoffe wie Ammoniak zu verbieten.

* Haften Zigarettenhersteller für Gesundheitsschäden? -Ja. Ein Taschenbuch gibt den Opfern Beistand in Haftungsfragen. Das pdf einer Kurzfassung sendet Ihnen der Autor <davani@gmx.net> kostenlos zu. Dieser Weg ist in anderen Ländern (meist in Form von Sammelklagen) schon erfolgreich beschritten worden. Auch das österreichische, deutsche und schweizerische Haftungsrecht ermöglicht hier die Beweislastumkehr.

*Schadet Tabakrauch meinem Haustier? -Ja, bei Hunden und Katzen wurden mehr bösartige Neubildungen beobachtet.

*Gibt es Krankheiten, bei denen Tabakrauchen hilft? - Nein! Die wenigen Krankheiten, die durch Rauchen angeblich gebessert werden (z.B. Colitis ulcerosa), könnten höchstens mit Einzelsubstanzen (Nikotin), nicht aber mit dem Cocktail aus giftigen und krebsfördernden Substanzen behandelt werden, die im Tabakrauch enthalten sind. Auch Schizophrenen schadet die "Selbstbehandlung" mit Tabakrauch und nützt die Entwöhnung. Der Arzt muss jedenfalls Wechselwirkungen zwischen Psychopharmaka und Rauchen berücksichtigen und zu geeigneten Medikamenten bzw. einer rauchfreien Nikotinersatztherapie raten. Selbst bei der rauchfreien Nikotintherapie, wie sie z.B. bei Colitis ulcerosa in Erwägung gezogen wurde, sind unerwünschte Nebenwirkungen auf Herz, Gefäße, etc. und das beträchtliche Suchtpotential abzuwägen, weshalb sie in der Regel nur während des Zigarettenentzugs eingesetzt wird. Raucher haben im Laufe ihres verkürzten Lebens auch mehr Schmerzen.

*Macht Tabakrauch auch süchtig, wenn er mit Wasserpfeife inhaliert wird? -Ja, auch dieser Rauch enthält viele Teer- und Giftstoffe. Zu bekannten Gefahren des Rauchens kommen Infektionsgefahren beim kollektiven Rauchen (z.B. Herpes, Pilze) und solche aus beigemischten psychoaktiven Substanzen. Auch Peridontalerkrankungen treten häufiger auf.

*Lässt sich die Brandgefahr durch Zigaretten reduzieren? -Ja, die EU bereitet eine Direktive für "RIP-Zigaretten" vor, aber die Tabakindustrie will keine Zigaretten, die beim Nichtrauchen ausgehen. Nur in Rauchpausen verglosende (und dabei die Luft verschmutzende) Zigaretten garantieren dem Tabakkartell, dass sich der Raucher immer wieder eine neue Zigarette anzünden muss. Brände mit Todesopfern werden meist durch Zigaretten verursacht. Schon seit 2004 erlaubt der US-Bundesstaat New York nur mehr den Verkauf von Zigaretten, die ungeraucht verlöschen, seit 2005 Canada und inzwischen die gesamte U.S.A. und Australien. Das Tabakkartell besitzt diese Technologie schon lange, setzte sie aber nicht ein.

*Mein Freund hat leicht aufgehört. Wieso fällt es mir so schwer? -Vielleicht hat Ihr Freund nicht viel oder noch nicht lange geraucht, hatte keine Veranlagung zur Nikotinsucht, war zum Aufhören besser vorbereitet, hatte danach weniger Verführungen durch rauchende Familienmitglieder oder Arbeitskollegen oder er hatte professionellere Hilfe.
*Ich habe nach einem Herzinfarkt wieder angefangen zu rauchen. Bin ich ein hoffnungsloser Fall? -Nein, aber Sie brauchen sofort einen guten Therapeuten. Er wird mit Ihnen besprechen, was zum Rückfall geführt hat und wie Sie das beim nächsten Mal vermeiden können. Er kann Ihnen auch sagen, ob Sie unterstützende Medikamente brauchen. Eine Rehabilitation zahlt die Krankenkasse nur, wenn Sie an der Raucherentwöhnung teilnehmen.

*Hat Rauchstopp noch einen Sinn, wenn man schon einen Raucherkrebs hat? -Paradoxerweise fällt es solchen Patienten (und besonders Patientinnen) schwerer, mit dem Rauchen aufzuhören, als anderen Krebspatienten, aber mit Hilfe eines guten Arztes, der manchmal auch eine Depression behandeln muss, gelingt es immer. Auch nicht operable Fälle sprechen danach auf die Chemotherapie besser an.

*Sind die Statistiken zum Rauchen in Österreich glaubwürdig? -Nur solche, die unbeeinflusst von Interessensgruppen erhoben werden wie z.B. durch Statistik Austria. 2007 bei Messungen von Kohlenmonoxid in der Ausatemluft an einer Stichprobe von Wienern, die an der Gesundheitsbefragung von Statistik Austria teilgenommen hatten, fanden alle Angaben eines Nichtraucher- oder Exraucherstatus durch einen negativen CO-Test ihre Bestätigung. Sogar in den U.S.A., wo schon zahlreiche Kampagnen gegen das Rauchen liefen, erwiesen sich die Befragungsergebnisse noch immer als verlässlich.

*Ist der Schadenersatz, den Gerichte in den U.S.A. fordern, nicht übertrieben? Der nützt vor allem Anwälten und gibt den Opfern meiner irreführenden Tabakwerbung ihre Gesundheit nicht zurück. Oft erleben sie den Prozessausgang nicht mehr.

* Rauchverbote sind doch bei modernen Lüftungsanlagen nicht nötig? -Auch die besten Lüftungs- und Luftreinigungsanlagen können das Passivrauchen nicht völlig verhindern: Die Luftwechselzahl müsste Sturmstärke erreichen, um das Krebsrisiko ausreichend zu reduzieren. Kellner haben das höchste Krebsrisiko.

*Meine unternehmerische Freiheit wird doch durch ein Rauchverbot eingeschränkt? -So weit geht Ihre Freiheit laut EU nicht. Studien beweisen eindeutig eine Abnahme von Gesundheitsschäden und keinen Geschäftsverlust in der Gastronomie.

*Sind Rauchverbote nicht schädlich für die Wirtschaft? Nein, das wird nur von der Tabakindustrie behauptet. Das Gegenteil ist der Fall! In Kalifornien z.B. machten sich Anti-Rauch-Programme zwischen 1989 und 2004 mehr als bezahlt: Sie sparten 86 Milliarden Dollar Gesundheitskosten. Aber in den U.S.A. werden Rauchverbote auch konsequent umgesetzt, z.B. in Hotelzimmern.

*In der Werkshalle darf doch das Rauchen nicht verboten werden? -Unter Umständen schon. Außerdem profitieren nicht nur die Nichtraucher davon, sondern auch die Raucher. Sie ersparen sich im Tagesdurchschnitt 30% der vor dem Rauchverbot konsumierten Zigaretten: nur für die Tabakindustrie ein Verlust (der zur Hälfte auf Raucher zurückzuführen ist, die nach dem Rauchverbot am Arbeitsplatz ganz zu rauchen aufhören).
*Hat in Italien das Rauchen nach dem Verbot wieder zugenommen? -Nein, bisher sind die Raucherraten noch in allen Ländern mit Einführung der Rauchverbote zurückgegangen. Sogar in Italien, wo Raucherzimmer noch erlaubt sind, sank die Raucherrate von 2004 auf 2005 um 6,1%. Der von österreichischen Zeitungen hervorgehobene Wiederanstieg 2006 betrug dagegen nur 1,1% und könnte mit der Lockerung der Rauchverbote, Heizstrahlern und Zelten vor Gaststätten zusammenhängen. Die Raucherrate ist aber trotzdem 2007 nicht weiter angestiegen, sondern auf 23,5% gesunken. Auch aus England wurde nach dem Rauchverbot eine starke Inanspruchnahme des Rauchertelefons und sinkende Raucherquoten berichtet. Wenn an Arbeitplätzen und in Gaststätten nicht mehr geraucht werden darf, wird der Ausstieg aus der Nikotinsucht leichter. Das Verbot schadet nur der Tabakindustrie.

*Ist die Stadtluft nicht ebenso ungesund wie Tabakrauch? -Sie haben nur insoweit recht, als Sie als Raucher durch Auto- oder Industrieabgase noch stärker gefährdet sind, vorzeitig an einer Herzkreislauf-Erkrankung zu sterben. Beim direkten Vergleich erreichen die Schäden an Arteriendurch Tabakrauch schon bei 30% der Feinstaubmasse das selbe Ausmaß wie durch konzentrierte Stadtluft. Aber beides zusammen ist am gefährlichsten. Auch am Land wo häufig Holz als Brennstoff genutzt wird, sind Raucher mit bestimmten Genschäden (Sputumtest) besonders gefährdet, eine COPD durch Holzrauch zu bekommen.

*Ozon im Sommer gefährlicher als Tabakrauch? -Nein, das Ozon in sauberer Bergluft macht kaum Symptome und nur geringe Leistungseinschränkung. Aber wenn der Tabakrauch aus Ihrer Zigarette mit Ozon reagiert, enstehen ultrafeine Stäube mit zusätzlichen Karzinogenen und Reizstoffen für Asthma (Passivrauch).

*Leukämie bei Kindern rauchender Mütter? -Benzol und radioaktive Substanzen aus der Zigarette der Mutter erreichen das Ungeborene. Epidemiologisch wurde erst ab einem Tageskonsum von 10 Zigaretten ein erhöhtes Leukämierisiko bei der Folgegeneration gefunden, und zwar für die myeloische Leukämie. Andere Krankheiten des Kindes wurden aber schon nach geringerem Tabakkonsum (und sogar Passivrauchen) der Mutter nachgewiesen. Die für eine Zunahme verschiedener Krebserkrankungen der nächsten Generation verantwortlichen Tabakrauchbestandteile (z.B. Nitrosamine) und Mechanismen sind erst unvollständig aufgeklärt.
*Strahlenbelastung durch Rauchen? -Ja, durch radioaktives Blei und Polonium im Tabakrauch. Das ist aber nur eine der vielen Ursachen für die Mutationen, die beim Rauchen in den Zellen entstehen. Mit der Zeit lässt die Funktion der Reparaturenzyme nach. Nikotin u.a. Tabakrauchbestandteile schaffen schließlich die  Bedingungen für das Heranwachsen von Krebszellen, die durch die geschädigte Abwehr nicht mehr beseitigt werden können.

*Ich habe Sodbrennen. Kommt das vom Essen oder Rauchen? Wenn Sie aufhören zu rauchen, ein allfälliges Übergewicht abbauen und einen evt. Reflux (Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre) behandeln lassen, laufen Sie jedenfalls nicht Gefahr, an der Stelle des Brennens einen Krebs zu entwickeln.

*Was hat Rauchen mit Schnarchen zu tun?

*Rauchen und Zahnausfall?

*Schädigt Rauchen das Immunsystem? -Ja, die Leukozyten (CD4+, CD8+) müssen vermehrt produziert werden und die natürlichen Killerzellen (NK) sinken ab. (NK sind in der Lage, ohne Reifung oder vorhergehende Sensibilisierung Tumorzellen oder virusinfizierte Zellen abzutöten).

*Operationserfolg durch Rauchen gefährdet? -Das wissen sowohl Herz- wie Schönheitschirurgen ( Narben). Eine kosmetische Operation bis nach der Raucherentwöhnung zu verschieben, ist im Interesse des Rauchers.

*Bewirken Verbote nicht das Gegenteil? - Nichtraucherschutz ohne gesetzliche Basis hat sich als wirkungslos erwiesen. In Ländern mit langer demokratischer Tradition werden Rauchverbote eher als notwendige Regelung für unser Zusammenleben verstanden. Mit zunehmender Aufklärungsquote zur Gesundheitsgefahr des Passivrauchens wird auch die Akzeptanz für Sanktionen bei Verletzungen des Rauchverbotes steigen und in gleicher Weise akzeptiert werden, wie solche für Übertretungen der Straßenverkehrsordnung. Rauchverbote erleichtern Ihren Entschluss, das Rauchen ganz einzustellen. Auch die Denormalisierung des Rauchens in der Öffentlichkeit hat sich für Raucher beim Aufhören als hilfreich erwiesen. Rauchverbote sind unerlässlich für den Schutz von Kindern und anderer Nichtraucher. Auch das Passivrauchen an Arbeitsplätzen lässt sich dadurch stark reduzieren. Für Raucher sind Verbote nachweislich ein Motiv für einen Aufhörversuch.
*Was haben Sie eigentlich gegen Raucher? -Gar nichts; nur gegen das Rauchen! Luftverschmutzung ist kein "Menschenrecht".
Wir versuchen Nichtraucher vor dem Tabakrauch und alle Menschen, auch Sie, vor der Tabakindustrie zu schützen.
Besonders Kinder sollten nicht feststellen müssen: Meine Eltern haben was gegen mich in der Hand, das mir den Atem raubt.
Raucher haben es in der Hand, ihre eigene Gesundheit und die ihrer Mitmenschen zu schützen. Denken Sie daran bei Ihrer nächsten Zigarette.

*Ist Rauchen nicht Privatsache? - Sie haben das Recht, sich selbst umzubringen, nicht aber andere (durch Passivrauchen). Die Verhinderung von Mord u.a. Fremdschädigungen ist Pflicht des Staates. Die Verhinderung von Selbstmord u.a. Selbstschädigungen ist Pflicht von Ärzten. Deshalb muss Sie der Arzt auch dann warnen, wenn Sie z.B. nur im Freien rauchen, um andere nicht zu gefährden. Außerdem wissen Ärzte um Bemühungen der Raucher, ihre Sucht hinter verschiedenen Argumenten vor sich selbst zu verbergen. Nikotinsucht ist eine Krankheit  und der Arzt muss Kranken helfen.

*Aber ich bin ein freier Mensch und lasse mich nicht bevormunden. -Vielleicht hilft Ihnen ein Gleichnis.

*Wozu Warnungen auf Zigarettenpackungen? -Sie erinnern Raucher und ihre Angehörigen an die Folgen und vermindern die Nutzbarkeit der häufig öffentlich gehandhabten Schachteln für Zigarettenmarkenwerbung. Eigentlich dürften Schutzhüllen die Warnungen nicht verdecken, weil die Gefährlichkeit des Produktes durch Verbergen der Warnhinweise (auch für Minderjährige) erhöht wird. Somit kommen Produzenten solcher Schutzhüllen mit §5 Abs.2 Zi 3 des Produktsicherheitsgesetzes (PSG) in Konflikt. Die wirksamsten Warnungen sind große Bilder von Raucherkrankheiten, die häufig gewechselt werden. Solche Warnungen werden von der EU empfohlen und von der Tabakindustrie bekämpft, weil sie die Wirkung ihrer Werbung und Gehirnwäsche schmälert. Auch das Passivrauchen sollte dabei thematisiert werden.

*Taschenaschenbecher? -Kostenlos in Wien! Weggeworfene Zigaretten verursachen Brände (z.B. Mont Blanc Tunnel). Auch ausgedämpfte Stummel sind ein Umweltproblem. Sie werden von Fahrzeugen fein zerrieben und können mit dem Luftstaub wieder eingeatmet werden.Werden Aschenbecher in die Toilette entleert, können die in den Zigarettenstummeln enthaltenen Giftstoffe nicht von den Wasserwerken beseitigt werden, sondern über den Klärschlamm auf die Felder und auf diesem Weg in den Lebensmittelkreislauf des Menschen zurück gelangen.

*Höhere Tabaksteuern führen doch nur zu mehr Zigarettenschmuggel? -Nicht wenn der Finanzminister einen kleinen Teil seiner Tabaksteuereinnahmen in die Zollfahndung investiert, deren gesetzliche Grundlage allerdings in Österreich noch verbessert werden muss. In Italien hat ein besseres Tabakgesetz und ein höherer Zigarettenpreis zur Abnahme des Tabakkonsums bei Jugendlichen geführt, wobei Schmuggel, Internet und geschenkte Zigaretten mit 6,9% nach wie vor keine wesentliche Rolle spielen. Allerdings muss dem Internet in Zukunft überall mehr Beachtung geschenkt werden. Die Tabakindustrie fordert eine Senkung der Tabaksteuer, angeblich um den Schmuggel einzudämmen, beliefert aber den Schwarzmarkt selbst und manipuliert Daten zum Schmuggel. Von der Weltbank wurde schon 2003 eine Tabaksteuererhöhung und strengere Tabakgesetze als die kostengünstigsten Interventionen empfohlen. Eine Studie in 52 Ländern bewies die Zusammenhänge zwischen Zigarettenpreis und -konsum und eine Studie in 18 EU-Ländern bestätigte, dass hohe Tabaksteuern und strenge Tabakgesetze mit Werbeverboten und Nichtraucherschutz (Tabakkontroll-Score) mit höheren Aufhörraten einhergehen, sogar bei niedrigem Bildungsgrad. Leider sind Bemühungen der EU zur Anhebung und Harmonisierung der Tabaksteuern bisher nur zaghaft. Solange die Herkunft jeder Zigarettenpackung nicht aus einem Strichcode ablesbar ist, werden Zollfreilager weiterhin als Drehscheiben des Zigarettenschmuggels dienen. Tabakbauern werden vom Tabakkartell schamlos ausgebeutet, auch Kinder

*Zahlen die Raucher in Österreich nicht ohnedies die höchsten Tabaksteuern in Europa? -Sicher nicht! Und die Kosten des Rauchens übersteigen die Steuereinnahmen in Österreich bei weitem. Selbst in Ländern mit viel höheren Tabaksteuern werden Produktivitätsverlust, Krankenstände, Krankheitskosten und Frühinvalidität durch Rauchen nicht abgedeckt. 3 Rauchpausen pro Tag summieren sich in einem Arbeitsleben zu einem Jahr Arbeitszeitverlust. Neben enormen volkswirtschaftlichen Kosten ist großes persönliches Leid der Betroffenen und ihrer Familien die Folge. US Wirtschaftsexperten schätzen dass das Rauchen die Ausgaben im Gesundheitswesen um 75,5 Mrd. Dollar im Jahr erhöht und sich mit 92 Mrd. Dollar negativ auf die Produktivität auswirkt. Dazu kommen noch Reinigungs- und Brandversicherungskosten und vor allem auch die beträchtlichen Kosten erhöhter Erkrankungen und Todesfälle bei Passivrauchern. Nicht nur Sie zahlen einen hohen Preis, sondern auch andere und die Wirtschaft und der Staat bzw. alle Steuerzahler, wie für Deutschland berechnet. Allerdings hätten Sie trotzdem ein moralisches Anrecht, einen Teil der Tabaksteuern für die Behandlung Ihrer Sucht einzufordern.

*Weshalb Rauchverbote statt moderner Lüftungsanlagen? Weil auch die besten Lüftungen das Gesundheitsrisiko nicht beseitigen.

*Muss ich für eine Rauchpause am Arbeitsplatz ausstempeln? -Wenn es der Arbeitgeber verlangt, ja. Diese extra Pausen summieren sich zu ansehnlichen Zeiten.

*Wieso werden Raucher von der WHO diskriminiert? -Dass die WHO keine Raucher mehr einstellt, liegt daran, dass sich einige davon als empfänglich für Einflüsse der Tabakindustrie erwiesen, was sich mit der Arbeit bei der WHO nicht verträgt. Von Diskrimination spricht man in Zusammenhang mit verfassungsmäßig garantierten Rechten wie der Religionsfreiheit. Wenn ein Ballett keine Übergewichtigen einstellt, kann das nicht als Diskriminierung bezeichnet werden. Spitäler, Feuerwehr und Polizei stellen mancherorts keine Raucher mehr ein.

*Rauchverbote am Arbeitsplatz sind doch unnötig, wenn alle rauchen? -Nein, denn Raucher sollten durch ihre Arbeitskollegen nicht daran gehindert werden, aufzuhören. Dazu entschließt man sich an einem rauchfreien Arbeitsplatz eher und es fällt auch leichter. Auch kann dann auf neue MitarbeiterInnen und Lehrlinge kein Druck ausgeübt werden, sich mit den Rauchern zu solidarisieren.

*Müssen Gastronomen bei einem Rauchverbot mit einem Geschäftsrückgang rechnen? -Ja, wenn die Schmutzkonkurrenz kleiner Raucherlokale aufrecht erhalten wird, die den Nichtraucherlokalen die rauchenden Gäste abwerben. Nein, wenn das Rauchverbot für alle gilt (ohne Raucherzimmer wie in Norwegen oder nur mit strengen Auflagen wie in Italien und mit Selbstbedienung im Raucherraum wie in Slowenien).

*Werden Rauchverbote im Gasthaus nicht dazu führen, dass die Eltern zu Hause mehr rauchen? -Nein, in den U.S.A. kam es dort, wo Eltern zu Hause geraucht hatten, zu keiner Veränderung der Nikotinbelastung von Kindern und Jugendlichen. Dort wo Eltern (schon vor dem Rauchverbot im Gasthaus) zu Hause nicht geraucht hatten, kam es insgesamt zu einer deutlichen Reduktion der Passivrauchbelastung von Minderjährigen. Ähnliche Ergebnisse fanden sich in Europa. In Schottland wurde nach dem Rauchverbot eine Abnahme der Spitalsaufnahmen von Kindern wegen Asthma beobachtet.

*Tabakfirmen kämpfen doch nur um Marktanteile? -Ja, aber auf dem Rücken von Kindern, die sie verführen, und auf Kosten aller Raucher, die nicht mehr rechtzeitig von diesem Produkt loskommen. Marlboro, Camel, u.a. haben kaum etwas in die Reduktion der krebsfördernden Stoffe investiert, sondern nur in Suchtverstärker und Geschmacksstoffe. Toxische Stoffe sind bei diesen Rezepturen nicht so wichtig wie ein Geschmack, der Marktvorteile bringt. Wenn ein Zusatzstoff oder die Manipulation des pH-Wertes rascher süchtig macht, wird eine Firma, die ihren Marktanteil vergrößern will, auch diese Tricks einsetzen, um mehr Konsumenten an ihr Produkt zu binden. Deshalb sollte die Regierung eine Kooperation mit der Tabakindustrie vermeiden und einen Informationsaustausch auf das erforderliche Minimum beschränken und transparent machen.

*Zigarettenautomaten sind doch ein Dienst am Kunden und kindersicher? -Nur in Österreich und einigen anderen rückständigen Ländern sind Zigaretten rund um die Uhr leichter erhältlich als Grundnahrungsmittel. Viele haben Automaten für alle Suchtgifte (auch für die legale Droge Nikotin) v

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Von: Karl Stangl [mailto:satisesto@yahoo.de]
Gesendet: Mittwoch, 15. Juni 2011 14:22
An: Erlacher Dietmar GMail
Cc: fctcsecretariat@who.int; ombudsstelle.nrs@bmg.gv.at
Betreff: WIRTSCHAFTS-BLATT WIEN : "DANK AN RAUCHENDE TRINKER MIT AUTO "

Im gestrigen "WIRTSCHAFTS-BLATT"  vom Dienstag, 14.6.2011 bringt Michael  VORAUER  auf S.12 einen sogenannten   "LEIT - ARTIKEL" mit Titel wie im "Betreff" oben zitiert, den wir wegen der dort angesprochenen grundsätzlichen Problematik nun genauer anschauen wollen: 

"Daß vor jeder Ferien-Periode die  SPRIT - PREIS- DISKUSSION  beginnt, ist nichts Neues. Daß die Sprit-Preise vor jeder Ferien- oder Feiertagsperiode steigen, wird Sie, geschätzte Leserin, lieber Leser, auch nicht weiter überraschen.  Was Sie aber überraschen wird, ist, was wir heute auf S.2 zu berichten haben:  Das wird ein Rekord-Sommer an den Zapf-Säulen, die Sprit-Preise gehen mindestens auf 1,50 Euro,  wenn nicht deutlich darüber. Was an der Sprit-Preis-Diskussion immer wieder fasziniert, ist , daß sich nichts ändert (trotz diverser einschlägiger Gipfel unter Minister-Beteiligung). 
Vor Reise-Perioden wird es teurer.  Wenn das Roh-Öl steigt, WIRD es teurer.  Wenn das Roh-Öl sinkt, BLEIBT es teuer, denn dann sind die Sprit-Lager gerade voll und müssen geleert werden. Dann erst wird es billiger, ein bisserl,  (falls das Roh-Öl nicht wieder gestiegen ist),  sonst könnte ja passieren, daß wir wirklich weniger mit dem Auto fahren.  Und das will niemand, nicht die Öl-Konzerne und auch nicht der Staat.     Letzterer schneidet  an der  Auto-Lust der Österreicher auch schön mit.  Wenn es sich im Staats-Säckel gar nicht mehr ausgeht, dreht der/die kreative Finanz-Minister/in  an der Mineral-Öl-Steuer und es paßt wieder so halbwegs.  Das Argument, daß "anderswo" Sprit noch höher besteuert ist, zählt nicht, denn "anderswo" sind dafür viele andere Steuern niedriger, und wir leben auch nicht "anderswo", sondern hier. Mit Auto-Fahrern kann man es machen, die haben preismäßig eine hohe Schmerz-Grenze.                 

Genauso  BELASTBAR  sind in dieser Beziehung auch die  RAUCHER.  Gehen die Zigaretten-Preise in die Höhe, gibt es großes Geraunze, geraucht wird trotzdem, und der Staat verdient gut an seinen  NIKOTIN - SÜCHTIGEN  UNTER - TANEN.  (Sofern der Schmuggel nicht explodiert, weshalb die Zig.Preise nicht zu rapide erhöht werden dürfen , auch damit nicht doch der eine oder andere das Rauchen aufgibt.)                   
Lustigerweise traut sich niemand,   ALKOHOL  stärker zu besteuern,  das geht dann doch zu weit in Österreich. An dieser Stelle sei als Erklärungs-Versuch  ein  BON - MOT  aus Versicherungs-Kreisen erlaubt:  Dort sagt man, der  "BESTE  KUNDE" für Kranken- und Pensions-Versicherung  ist ein  KETTEN - RAUCHENDER  TRINKER.  Der zahlt brav seine Beiträge (und Steuern), ist bis zu seinem Ende meist arbeitsfähig, und wenig krank, dann aber heftig, was einen schnellen Tod (meist zu Pensions-Antritt) bedeutet.  Und wenn der auch noch Auto fährt...........in diesem Sinne:  DANK AN RAUCHENDE TRINKER & AUTO. 

PS:  Redaktions-Kreise empfehlen gegen hohe Sprit-Preise den Kauf der Aktien von Öl-Firmen.   Und an der linken Seite dieser Glosse gibt es ein markantes Kopf-Bild des Autors mit einem Kampf-Spruch, den wir auch hier im Forum öfters lesen in leicht abgewandelter Form : DAS LUSTIGE AN DER SPRIT-PREIS-DISKUSSION :  E S  Ä N D E R T   S I C H   N I C H T S !!!        www.michael.vorauer@wirtschaftsblatt.at       

Dieser Artikel ist auch in mehreren Varianten im Internet auffindbar.                     
Und dazu vorerst nur ein ganz knapper Kommentar:  schier ausweglos diese Misere mit den gesetzlich festgelegten  Verbrauch - Steuern auf diverse Drogen & Sucht-Mittel ! Und wir stellen nochmals in aller Öffentlichkeit fest, daß die einzige erkennbare Reaktion dieser derzeitigen total einfallslosen Bundes-Regierung zur  "Bekämpfung"  der grassierenden, absolut tödlichen  TABAK - EPIDEMIE  die Erhöhung der Tabak-Steuer in 2 Etappen durch das berüchtigte BBG 2011 war (Budget-Begleit-Gesetz).

2922


Unbeantwortet blieb (natürlich),
warum nicht bisher und künftighin "von sich aus" kontrollieret
und angezeigt wird ( § 25 VSG )



Von: Drexler Rosmarie [mailto:rosmarie.drexler@salzburg.gv.at]
Gesendet: Dienstag, 14. Juni 2011 14:28
An: Erlacher Dietmar
Betreff: AW: 5700 bzw. ganzer Bezirk Zell/See auch zu 2/3 ohne Nichtraucherschutz lt. TG.; Anfrage + Anzeige!

Sehr geehrter Herr Erlacher,
 
selbstverständlich gehen wir allen Anzeigen, die nach dem Tabakgesetz erstattet wurden nach. Wir führen Ermittlungsverfahren durch, die mit einem Bescheid abgeschlossen werden.
 
Ich kenne keine Anzeige, der wir nicht nachgegangen sind. Wäre dies der Fall, würden wir Amtsmissbrauch begehen und dies ist strafbar.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
 
Dr. Rosmarie Drexler, MSc
Bezirkshauptmannschaft
Stadtplatz 1, 5700 Zell am See
Tel.: 06542 760 6701
Handy: 0664 4503950
e-mail: rosmarie.drexler@salzburg.gv.at
 

________________________________________
Von: Erlacher Dietmar [mailto:erlacher.d@gmail.com]
Gesendet: Montag, 13. Juni 2011 22:13
An: Drexler Rosmarie; pf_20001 Buero-lad; pf_11101 Landeshauptfrau Burgstaller; eberle@salzburg.gv.at; pf_11701 Landesrätin Scharer; Hofinger Christiane; Ramsauer Michaela; König Christoph; pf_209 Gesundheit
Cc: alois.stoeger@bmg.gv.at; barbara.prammer@parlament.gv.at; werner.faymann@bka.gv.at; michael.spindelegger@oevp.at; reinhold.mitterlehner@bmwfj.gv.at; karlheinz.kopf@oevpklub.at; josef.cap@spoe.at; eva.glawischnig-piesczek@gruene.at; laszlo.andor@ec.europa.eu; john.dalli@ec.europa.eu; lh.puehringer@ooe.gv.at; gottfried@kneifel.at; kurt.gruenewald@gruene.at; erwin.rasinger@oevp.at; Peter.KAISER@ktn.gv.at; uwe.scheuch@ktn.gv.at; heinz.fischer@hofburg.at; michael.haeupl@wien.gv.at; sonja.wehsely@ggs.wien.gv.at; franz.pietsch@bmg.gv.at; ombudsstelle.nrs@bmg.gv.at; sabine.oberhauser@spoe.at; gabriele.kotzegger@spoe.at; fctcsecretariat@who.int; krebspatienten@gmail.com
Betreff: 5700 bzw. ganzer Bezirk Zell/See auch zu 2/3 ohne Nichtraucherschutz lt. TG.; Anfrage + Anzeige!
Bezirkshauptmannschaft Zell am See
Bezirkshauptfrau Hofrätin Dr. Rosmarie Drexler
Stadtplatz 1
5700 Zell am See
Tel. 06542 / 760-0
Fax 06542 / 760-6719
e-mail: bh-zell@salzburg.gv.at


Sehr geehrte Bezirkshauptfrau Dr. Drexler,

dass in der Stadt Salzburg Nichtraucherschutz ein Fremdwort ist und etliche Bezirkshauptleute in Salzburg "dem roten Gesundheitsminister Stöger eins pfeifen", den Gehorsam verweigern, gegen die Verfolgung bei Nichteinhaltung des Nichtraucherschutz opportuneren, ist den 70 % Nichtrauchern vor Ort und den Lesern der Salzburger Nachrichten bekannt.

Leider kam es auch im letzten Winter zu vielen Beschwerden von Einheimischen und Gästen, dass es quasi keinen Nichtraucherschutz im Bezirk Zell am See gibt, was ich selbst leider auch mehrmals feststellen musste.

Nun möchte ich Sie fragen, was Sie zur Einhaltung des Tabakgesetzes seit 1.1.2009 (1.1.2005) unternommen haben bzw. jetzt unternehmen werden? Als Betroffener muss ich Ihnen mitteilen, dass 61 % aller Krebspatienten aktiv oder passiv durch den Tabakrauch diese bösartige Erkrankung bekommen haben (Anlage); bei Lungenkrebs und Blasenkrebs sind es 90 bzw. 70 %, leider auch in Ihrem Bezirk!

Mit Interesse erwarte ich Ihre Antworten.

Mit freundlichen Grüßen aus Tirol

Dietmar Erlacher, Krebspatient


PS: Nachstehend ein Schreiben mit Anzeige!

Anlagen!


           
                               K f K
          Verein Krebspatienten für Krebspatienten
         Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                            Österreich
      Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
   Initiative Rauchfreie Gaststätten www.sis.info
         Neues Tabakgesetz: www.rauchnet.at
      Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
   Krebs-Hotline 9 bis 21 Uhr:  0650-577-2395
   krebspatienten@gmail.com   www.krebsforum.at
           Dietmar Erlacher, Bundesobmann




Sehr geehrter Herr Erlacher,

habe die letzten zwei Tage in Zell am See verbracht und meinen Augen dort nicht getraut:

Dort wird in den wenigsten Lokalen das Nichtraucherschutzgesetz eingehalten. Es ist so, als würde der Bez. Zell nicht zu Österreich gehören.
Mindestens 2/3 der Lokale haben überhaupt keine Kennzeichnung. Viele Lokale über 50 m² werden ganz offiziell als Raucherlokale geführt. Ganz arg ist es in Zell, Kaprun, Bischofshofen, Maria Alm, Saalbach, Mittersill.
In Wien beschwerden wir uns schon über offene Türen zwischen den Räumen. Im Bez. Zell am See ist das Gesetz anscheinend bei der BH (im Ort) nicht einmal angekommen.
Da ich dort auf Urlaub war, wollte ich mich nicht groß aufregen und schicke Ihnen somit nur eine Anzeige; es wären sonst rund 35 gewesen!

Mit freundlichen  Grüßen,

Ihr Ing. P.

PS. Bitte machen Sie weiter so, ohne Sie gebe es nicht einmal die wenigen Kontrollen und (kleinen) Bußgelder.

Name des Betriebs: Coffee-Bar INSIDER
Postleitzahl / Ort: 5700/Zell am See
Strasse / Hausnummer: Kreuzgasse 1
Datum / Uhrzeit des Besuchs: 12.06.11, 20:00
Kennzeichnung an der Eingangstuer: JA als Raucherlokal
Anzahl der Raucher: mehr als 10
Anzahl der Nichtraucher: ca. 8
Sonstige Anmerkungen: Lokal besteht aus einem ca. 150 m² großem Raum und wird - unter den Augen der Bezirkshauptfrau - als Raucherlokal geführt.

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L E S E R B R I E F E, Abstimmungen / Karl: Schreiben an Politiker
« am: Juni 15, 2011, 00:38:51 Vormittag »


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Karl
Gesendet: Dienstag, 14. Juni 2011 20:09
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Betreff: Re: Mi. 15.6.2011 - Kurier-Österreich über "Nicht-Nichtraucherschutz in Spitäler"



Langsam wäre es doch an der Zeit für die österreichischen Politiker endlich mit dem Lügen und Vortäuschen von nicht gegebenen Intentionen aufzuhören.
Es gibt seit Langem keine Ausreden mehr, Umbau - Fristen und das ganze Kabarett - es müßte doch wenigstens einen - einen Gerechten geben der sie ausspricht - die Wahrheit!

Warum glauben Politiker immer lügen zu müssen?
Warum sagt keiner die Wahrheit?

Die Wahrheit ist, dass sich keiner aus der Politikerkaste auch nur im Geringsten um den Schutz von Menschen schert, die durch die von RaucherInnen abgeblasenen hochgiftigen Feinstäube in Leben und Gesundheit bedroht und geschädigt werden!

Und wenn - dann höchst vorsichtig um sein Posterl nicht zu gefährden!

Es wurde in Österreich schon immer gequalmt und das wird auch so bleiben!
Österreich ist von der Tabakmafia durchseucht!
Hört doch endlich auf mit dem Theater!
Hört doch endlich auf mit dem Anzeigen!
Die Behörden wollen das nicht!
Anzeiger sind Denunzianten!
Anzeiger schädigen die Wirte!
Anzeiger sind Querulanten!
Das ist die in Österreich vorherrschende Meinung!
Wollen wir sie doch akzeptieren...

Mit freundlichen Grüßen Karl (Name bekannt)