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Nachrichten - admin

2596
Wien
Osteoporose - die Knochenbruchkrankheit

Vortragender: Ass. Dr. Roland Kocijan

Zeit: Montag, 26.September 2011, 11.00 – 13.00 Uhr
Ort: Nachbarschaftszentrum, 1060 Wien, Bürgerspitalgasse 4-6
Nähere Infos: sekretariat@osteoporose-selbsthilfe.at

www.osteoporose-selbsthilfe.at

2597

CED-Patientenschule

Vorträge aus medizinischer, diätologischer, pflegerischer Sicht; Fragen und Diskussionsbeiträge sind herzlich willkommen!

Zeit: Montag, 26. September 2011, 17.00-19.00 Uhr
Ort: AKH Wien, Hörsaalzentrum, Kursraum 27, Ebene 8, Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien

http://www.fachgruppe-ced.at/ger/CED/Termine/CED-Patientenschule-im-AKH-Wien-26.9.2011


http://schulung.netdoktor.at/ced/

www.fachgruppe-ced.at




2598
Deutschland / D: Sind wir noch auf der richtigen Fährte?
« am: September 25, 2011, 00:31:40 Vormittag »
Sehr geehrte Damen und Herren,

der Artikel in der Rheinischen Post
http://diepresse.com/home/techscience/mobil/695717/FotoPerfektion-mit-dem-Smartphone?_vl_backlink=/home/index.do

untermauert meine Auffassung, dass das Rauchverbot in der Gastronomie die Tabak-Nikotin-Drogenindustrie nicht besonders trifft.
Es stellt sich aus diesem Grund für mich die Frage, ob wir in unserem jahrelangen Engagement bewusst auf die Gastronomie abgelenkt wurden (Qualmen, was das Zeug hält  RP vom 24. September 2011.pdf).

Beste Grüße
Ihr H. Weber, Deutschland

2599
Deutschland / Dortmund - Qualmen, was das Zeug hält
« am: September 25, 2011, 00:27:16 Vormittag »


Dortmund - Qualmen, was das Zeug hält

zuletzt aktualisiert: 24.09.2011 - 02:30

Dortmund (RP). Draußen mag die NRW-Landesregierung an der Verschärfung des Nichtraucherschutzes arbeiten, drinnen auf dem Podium zündet sich Patrick Engels bereits die vierte Zigarette an. Dann schimpft der Verbands-Boss der deutschen Rauchtabakindustrie auf die EU-Kommission und ihre Pläne zur Verschärfung der Tabak-Produkt-Richtline: "Wir lassen uns nicht alles von Brüssel gefallen, irgendwann ist das Maß voll." Und der Aschenbecher auch.

Drei Tage lang qualmen rund 7000 Zigarettenhersteller, Tabakpflanzer, Händler und Zubehörhersteller auf der "Inter Tabak 2011", was das Zeug hält. Das rauchende Publikum hat zur weltgrößten Messe ihrer Art keinen Zugang. In den Dortmunder Messehallen werden bis morgen mehr als 60 Millionen Euro umgesetzt. Mit Partys und Preisen wie dem "Oskar für Rauchkultur" feiert sich in Dortmund eine Branche, die rot-grüne Gesetzesverschärfungen lediglich lästig findet. "Wenn NRW ein bayerisches Rauchverbot bekommt, wird das die Gastronomie weit härter treffen als uns", sagt ein Branchenvertreter. Von Krise ist bei der Tabakindustrie nichts zu spüren. Sogar die im Mai gestartete Anhebung der Tabaksteuer in fünf Stufen, die dem Bund allein in diesem Jahr Mehreinnahmen von 200 Millionen Euro bescheren dürfte, findet die Branche nicht so tragisch. "Damit kann man leben", sagt Patrick Engels.

Zwar hat die Tabakindustrie 2010 in Deutschland rund 300 Millionen Euro weniger verdient, aber knapp 23 Milliarden waren es immer noch. Allein 83,5 Milliarden Zigaretten gingen über die Theke und noch einmal 22,5 Milliarden am Zoll vorbei. Der Anteil der Schmuggelzigaretten liegt in NRW geschätzt bei 16,4 Prozent, in Berlin bei 49 Prozent – da wäre noch Qualm für legale Geschäfte. In diesem Jahr feiert die Dortmunder Rauch-Messe einen Aussteller- und Flächenrekord: 303 auf mehr als 10 000 Quadratmetern Standfläche. 2012 wollen die Westfalenhallen einen asiatischen Ableger in Manila starten. "Denn da geht das Geschäft ja jetzt erst richtig los", sagt Messe-Sprecher Andreas Weber.

Quelle: RP

http://nachrichten.rp-online.de/panorama/qualmen-was-das-zeug-haelt-1.2140682


2600
Deutschland / D. - Recht beim Rauchverbot: Kippe?
« am: September 25, 2011, 00:17:35 Vormittag »

Kippe setzte Reifenlager in Brand

Amtsgericht verurteilt Lkw-Fahrer wegen fahrlässiger Brandstiftung im Zementwerk

    Feuer im Zementwerk Schwenk in Karlstadt: Rund eine Viertelmillion Euro Schaden entstand bei diesem Brand im Juni 2010.
    Foto: Karlheinz Haase

(bjk) Ein 23-Jähriger hat im Juni vergangenen Jahres durch eine weggeworfene Zigarettenkippe einen Schaden von 250 000 Euro angerichtet. Davon war Richter Milkau am Amtsgericht Gemünden überzeugt. Die Kippe hatte einen Brand in einem Lager mit geschredderten Altreifen der Firma Schwenk verursacht und den Reifenvorrat und die Halle zum Teil zerstört. Der Richter verurteilte den angeklagten Lkw-Fahrer aus dem thüringischen Arnstadt wegen fahrlässiger Brandstiftung, da es „keine vernünftigen Zweifel“ an dessen Schuld gebe.

Der Thüringer fuhr am 16. Juni 2010 ins Zementwerk und war beim Abladen der Reifenschnitzel alleine, wie er einräumte. Eine Stunde später verließ er das Werk wieder. Das belegen Protokolle, die beim Wiegen des ein- und ausfahrenden Lasters gemacht wurden. Eine gute Viertelstunde später wurde von Zeugen einer nahen Tankstelle Rauch auf dem Gelände des Zementwerks bemerkt. Der Angeklagte, der zum ersten Mal bei Schwenk war, erfuhr auf dem Weg zum nächsten Kunden aus dem Radio, dass es dort brennt, erklärte er.

Ob er beim Abladen geraucht habe, wollte Richter Milkau wissen. „Ich bin definitiv der Meinung, dass ich nicht geraucht habe“, sagte der Angeklagte. Auf Firmengeländen rauche er normalerweise nicht. Bei der Vernehmung bei der Polizei in Gotha hatte das noch anders geklungen: „Es könnte sein“, habe er damals auf das mehrmalige Nachfragen eines Polizisten geantwortet.
Gutachter: Keine andere Ursache

Aber wenn er dort geraucht habe, dann habe er sie auch ausgetreten, zitierte der Polizist den 23-Jährigen weiter. „Es kann natürlich sein, dass ich sie nicht richtig ausgetreten habe“, soll er weiter gesagt haben.

Er habe nicht gewusst, dass Reifenschnitzel so leicht brennen, erklärte der Lkw-Fahrer dem Amtsrichter. Wie leicht diese sich entzünden, erläuterte der hinzugezogene Sachverständige vom Landeskriminalamt.

Der Physiker untersuchte nach dem Brand, wie leicht sich sogenannter Reifencord, wie die Schnitzel in der Fachsprache heißen, in Flammen stecken lassen. Sein Fazit: „Mit einer Zigarettenkippe ist es möglich, das Material zu entzünden.“ Andere Brandursachen, etwa Elektrik in der Halle oder den Auspuff des Lkw, schloss der Gutachter aus.

Beim Entzünden mit einer Zigarette glimme der Reifenmüll zunächst nur, aber „bei Wind ist der Übergang von einem Glimm- zu einem Flammenbrand sehr schnell möglich“. Und Wind habe damals an der 25 mal 30 Meter großen und rund sechs Meter hohen Halle, die nach Osten hin offen ist, nach Zeugenaussagen geherrscht.

Aufgrund der „lockeren Struktur“ des Materials breite sich der Brand bei offenen Flammen rasant aus, so der Sachverständige.

Da das Feuer genau an der Abladekante des Lagers entstand, da der Brand kurz nach dem Wegfahren des in der Halle alleine anwesenden Angeklagten entdeckt wurde, und da der Angeklagte zumindest die Möglichkeit nicht ausschließen konnte, dass er geraucht hat, war der Fall für den Richter klar. Der gesunde Menschenverstand lasse keinen anderen Schluss zu. Den Einwand des Angeklagten, dass ja ein Schwenk-Mitarbeiter, etwa um die Ladung zu kontrollieren, dort geraucht haben könnte, ließ Milkau nicht gelten.
Verurteilter will Berufung prüfen

Der Angeklagte wurde zu 90 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt. Der mehrfach vorbestrafte 23-Jährige behielt sich vor, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Eine Schadensersatzforderung von Schwenk oder der Versicherung habe der Angeklagte bisher nicht bekommen. Dies könnte jedoch noch auf ihn zu- und ihn dann teuer zu stehen kommen.

http://www.mainpost.de/regional/main-spessart/main-spessart/art129810,6337945


2601
Deutschland / D. - Recht beim Rauchverbot
« am: September 25, 2011, 00:15:00 Vormittag »

http://blog.abseits.de/2011/09/rauchverbot-gilt-auch-in-bayerischen.html

Sonntag, September 18, 2011

    Rauchverbot gilt auch in bayerischen Shisha-Cafés.

Pressemitteilung zur Pressemitteilung zur Entscheidung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs vom 13. September 2011 über eine Popularklage
auf Feststellung der Verfassungswidrigkeit des Gesetzes zum Schutz der Gesundheit (Gesundheitsschutzgesetz – GSG) vom 23. Juli 2010 (GVBl S. 314, BayRS 2126-3-UG).

    I.

    Gegenstand des Verfahrens ist die Frage, ob das Rauchverbot in Gaststätten, insbesondere soweit es Shisha-Cafés betrifft, mit der Bayerischen Verfassung vereinbar ist.

    II.

    1. Die Antragsteller betreiben in verschiedenen bayerischen Städten Shisha-Cafés, in denen den Gästen das Rauchen der Wasserpfeife (Shisha) angeboten wird. Neben formalen Rügen gegen das Volksgesetzgebungsverfahren und dem Einwand, der Begriff des „Rauchens“ sei im Gesetz nicht hinreichend bestimmt, machen sie vor allem geltend, Shisha-Cafés seien mit herkömmlichen Gaststätten nicht vergleichbar. Sie würden von Nichtrauchern nicht besucht. Zudem sei nicht ansatzweise wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Passivrauch einer Wasserpfeife schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Dritten verursachen könne. Es werde auch nicht berücksichtigt, dass es für Shishas tabakfreie Ersatzstoffe gebe, die weder Nikotin noch Teer enthielten. Die Existenzfähigkeit eines Wirtschaftszweigs werde ohne gewichtige Gründe beendet. Jedenfalls hätte der Gesetzgeber Härtefall-, Übergangs- oder Ausgleichsregelungen vorsehen müssen, zumal viele Gaststättenbetreiber erhebliche Geldbeträge in die Einrichtung von Rauchernebenräumen investiert hätten. Es sei willkürlich, dass in Einrichtungen wie Flughäfen oder Bildungseinrichtungen das Rauchen in Nebenräumen zulässig sei, nicht aber in Gaststätten. Insbesondere bestehe eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung zwischen Gaststätten einerseits und Kultur- und Freizeiteinrichtungen andererseits, für die das Rauchverbot nur insoweit gelte, als diese öffentlich zugänglich seien.

    2. Der Bayerische Landtag, die Bayerische Staatsregierung und der Beauftragte des dem angegriffenen Gesetz zugrunde liegenden Volksbegehrens halten die Popular-klage für unbegründet.

    III.

    Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat die Popularklage am 13. September 2011 abgewiesen. Die Entscheidung stützt sich auf folgende Grundsätze:

        Da das besondere Verfahren zur Prüfung eines Volksentscheids gemäß Art. 80 LWG Vorrang hat, können Rügen, die die ordnungsgemäße Durchführung des Volksgesetzgebungsverfahrens betreffen, mit der Popularklage nicht in zulässiger Weise erhoben werden.
        Es begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, dass das für Gaststätten geltende Rauchverbot grundsätzlich auch das Rauchen der Wasserpfeife (Shisha) erfasst. Welche dabei verwendeten Erzeugnisse im Einzelnen unter den Anwendungsbereich des Gesundheitsschutzgesetzes fallen, haben die zuständigen Gerichte im fachgerichtlichen Verfahren zu entscheiden. Es ist nicht Aufgabe des Verfassungsgerichtshofs, im Popularklageverfahren den Begriff des „Rauchens“ einfachrechtlich verbindlich auszulegen.
        Das Fehlen von Übergangs- und Ausgleichsregelungen im Gesundheitsschutzgesetz ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Solche Regelungen erscheinen weder im Hinblick auf das rechtsstaatliche Gebot des Vertrauensschutzes noch aus Gründen der Verhältnismäßigkeit geboten.

    Zu der Entscheidung im Einzelnen:

        Die Rüge, das Gesundheitsschutzgesetz sei insgesamt verfassungswidrig, weil das Volksgesetzgebungsverfahren nicht ordnungsgemäß durchgeführt worden sei, ist im Popularklageverfahren nicht zulässig.

        Art. 80 Landeswahlgesetz (LWG) sieht ein besonderes Verfahren für die Prüfung des Volksentscheids vor. Für diese Prüfung ist zunächst der Landtag zuständig. Im Anschluss daran kann die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs beantragt werden. Antragsberechtigt sind neben Fraktionen oder Minderheiten des Landtags und Beauftragten der dem Volksentscheid unterstellten Volksbegehren auch Stimmberechtigte, deren Beanstandung vom Landtag verworfen worden ist, wenn ihnen mindestens einhundert Stimmberechtigte beitreten. Der Antrag ist binnen einem Monat seit der Beschlussfassung des Landtags einzureichen. Das zweistufige Verfahren dient im Interesse der Rechtssicherheit der raschen und endgültigen Prüfung, ob ein Volksentscheid gültig ist.

        Dieser Sinn und Zweck des Prüfungsverfahrens nach Art. 80 LWG käme nicht zum Tragen, wenn im Popularklageverfahren Rügen gegen die ordnungsgemäße Durchführung des Volksentscheids ohne Bindung an eine Antragsfrist zulässig wären. Auch das Recht des Parlaments, zunächst eine eigenständige Prüfung vorzunehmen, wäre dann nicht gewahrt. Formelle Rügen im Hinblick auf die Durchführung des Volksgesetzgebungsverfahrens können daher nur in dem dafür vorgesehenen besonderen Verfahren nach Art. 80 LWG erhoben werden.
        Im Übrigen ist die Popularklage unbegründet.

        Der Verfassungsgerichtshof hat bereits in seiner Entscheidung vom 14. April 2011 festgestellt, dass das strikte Rauchverbot in Gaststätten mit der Bayerischen Verfassung vereinbar ist. Damit ist die Rechtslage grundsätzlich geklärt. Das Vorbringen der Antragsteller gibt zu einer anderen verfassungsrechtlichen Beurteilung keinen Anlass.

        a) Nach der Intention des Volksbegehrens umfasst das Rauchverbot auch das Inhalieren des Tabakrauchs mittels Wasserpfeife. Welche Erzeugnisse im Einzelnen unter den Anwendungsbereich des Gesundheitsschutzgesetzes fallen, haben die zuständigen Gerichte im fachgerichtlichen Verfahren zu entscheiden. Im Popularklageverfahren ist nicht darüber zu befinden, ob das Rauchen tabakfreier Ersatzstoffe in Wasserpfeifen vom Verbot erfasst wird. Unter verfassungsrechtlichen Gesichtpunkten genügt die Feststellung, dass sich der Begriff des „Rauchens“ mit hinreichender Bestimmtheit auslegen und anwenden lässt.

        b) Es begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, dass der Gesetzgeber das Tabakrauchen mit Wasserpfeifen in das Rauchverbot einbezogen hat. Er konnte sich dabei auf wissenschaftliche Untersuchungen stützen, in denen eine erhebliche gesundheitsschädliche Passivrauchbelastung der Raumluft durch das Rauchen der Wasserpfeife nachgewiesen wurde.

        c) Verfassungsrechtlich relevante Umstände, aufgrund derer Shisha-Cafés hinsichtlich des Rauchverbots anders zu behandeln wären als herkömmliche „reine Rauchergaststätten“, die ebenfalls nahezu ausschließlich von Rauchern aufgesucht werden, sind nicht ersichtlich. Entscheidet sich der Gesetzgeber wegen des hohen Rangs der zu schützenden Rechtsgüter für ein striktes Rauchverbot in allen Gaststätten, zu denen auch Shisha-Cafés gehören, so darf er dieses Konzept konsequent verfolgen. Er muss sich nicht auf Ausnahmeregelungen für solche Gaststätten einlassen, bei denen – wie bei Shisha-Cafés – das Rauchen Teil des gastronomischen Konzepts ist.

        d) Aus den in Art. 5 GSG geregelten Ausnahmen vom Rauchverbot sowie daraus, dass in einzelnen vom Gesundheitsschutzgesetz erfassten Einrichtungen nach Art. 6 GSG das Rauchen in Nebenräumen gestattet werden kann, nicht aber in Gaststätten, ergibt sich keine Verletzung des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art. 118 Abs. 1 BV). Die unterschiedliche Behandlung von Gaststätten, hinsichtlich derer der Gesetzgeber von einer ganz besonderen Gefährdung der Gäste und der Beschäftigten durch Passivrauchen ausgehen durfte, gegenüber anderen Einrichtungen lässt sich erkennbar auf sachliche Gründe stützen, die eine Differenzierung rechtfertigen.

        e) Eine Ungleichbehandlung zwischen Gaststätten einerseits und Kultur- und Freizeiteinrichtungen andererseits ist nicht gegeben. Die Regelung in Art. 2 Nr. 6 GSG, wonach das Rauchverbot für Kultur- und Freizeiteinrichtungen nur gilt, „soweit sie öffentlich zugänglich sind“, stellt für diese Einrichtungen einen Öffentlichkeitsbezug her, wie er für Gaststätten im Sinn des Art. 2 Nr. 8 GSG bereits nach der Legaldefinition des § 1 GastG besteht. Damit werden Kultur- und Freizeiteinrichtungen den Gaststätten insoweit gleichgestellt, als (nur) echte geschlossene Gesellschaften vom Rauchverbot ausgenommen sind, bei denen der Kreis der Mitglieder von vornherein auf eine Zahl fester Mitglieder begrenzt ist und die Mitglieder jederzeit individualisiert feststehen. Dazu gehören neben Familienfeiern beispielsweise auch vereinsinterne Zusammenkünfte.

        f) Das Fehlen von Übergangs- und Ausgleichsregelungen im Gesundheitsschutzgesetz vom 23. Juli 2010 lässt keinen Verfassungsverstoß erkennen. Ein besonderes Vertrauen der Gaststättenbetreiber auf den Fortbestand der am 1. August 2009 in Kraft getretenen Ausnahmeregelungen ist nicht erkennbar. Das Volksbegehren „Für echten Nichtraucherschutz!“ war am 30. April 2009 angelaufen, der Zulassungsantrag mit den erforderlichen Unterstützerunterschriften wurde am 17. Juli 2009 beim Staatsministerium des Innern eingereicht. Mit der Möglichkeit einer baldigen Rückgängigmachung der durch das Gesetz vom 27. Juli 2009 eingeführten Lockerungen des Rauchverbots in Gaststätten war somit von Anfang an zu rechnen.

    (Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs).

    Labels: Bayern, Rauchverbot

2602
Deutschland / Deutschland - Kommt das totale Rauchverbot?
« am: September 25, 2011, 00:11:56 Vormittag »

Kommt das totale Rauchverbot? - MEDIATHEK - WDR.de

NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens bereitet den Gesetzentwurf für einen verbesserten Nichtraucherschutz vor.
Das alte Gesetz bietet nach Ansicht der Landesregierung zu viele Schlupflöcher.
Die Opposition lehnt ein komplettes Rauchverbot ab.

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/09/15/aktuelle-stunde-rauchverbot.xml

2603
Deutschland / Deutschland: Tabak-Tabu
« am: September 25, 2011, 00:08:32 Vormittag »

http://www.mainpost.de/regional/hassberge/Tabak-Tabu;art1726,6339739

Tabak-Tabu
Rauchverbot: Ein gutes Jahr nach dem Start des absoluten Rauchverbots in Gaststätten ziehen Hofheimer Wirte und ihre Gäste Bilanz

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Peter Garmatsch steht an der Bar der Hofheimer Spielhalle Snack 'N Play. Weißer Rauch dringt aus seinem Mund und aus seiner Nase. In der Hand eine lange, blütenweiße Zigarette. Was wie ein handelsüblicher Glimmstängel aussieht, ist aber nur eine harmlose Elektro-Zigarette. Seit per Volksentscheid am 1. August vergangenen Jahres das absolute Rauchverbot in Gaststätten ausgerufen wurde, darf der Hofheimer nicht mehr drinnen rauchen. Er nimmt es aber locker. Da er seit gut zwei Wochen sowieso aufhören will, greift er eben zur Elektro-Zigarette.

Dass diese Gelassenheit, wenn es um das absolute Rauchverbot in Gaststätten geht, nicht jeder in Hofheim aufbringen kann, machen vor allem Wirte deutlich. Wie Friedl Pechmann, Wirt im Gasthaus zur Krone, berichtet, seien durch das Gesundheitsschutzgesetz einige seiner Raucherstammgäste weggeblieben. Und nicht nur die. Selbst ein paar Nichtraucher, die sonst am Stammtisch saßen, seien nicht mehr gekommen. „Bei Rauchern ist es halt am gemütlichsten“, fügt Pechmann als Grund hinzu. Da er selbst auch Raucher ist, muss sogar er mit seiner Zigarette vor die Tür.

Dass seit dem absoluten Rauchverbot Stammgäste wegbleiben, können auch Angelika Popostavru von der Spielhalle und Petra Herrmann, Inhaberin des Pils Pub, bestätigen. Letztere berichtet, sie habe bemerkt, dass Raucher jetzt nicht mehr so lange bleiben und dass sich Nichtraucher sogar mit den Rauchern zusammen vor die Tür stellen.

Die Solidarität zwischen Rauchern und Nichtrauchern scheint in Hofheim groß geschrieben zu werden. Dieter Schwab aus Hofheim, der seit einigen Jahren Stammgast im Gasthaus zur Krone ist, sagt, er habe Verständnis für die Raucher. „Ich kann's riechen. Das macht mir nichts aus.“

Umgekehrt ist Peter Wagner, bekennender Raucher aus Lendershausen, die Rücksichtnahme auf Nichtraucher sehr wichtig. Nicht zu qualmen, während andere essen, gehört für ihn mit oder ohne Rauchverbot einfach dazu. Dass er zum Rauchen nicht nach drinnen kann, mache ihm gar nichts aus. Bei gutem Wetter sitze er sowieso lieber draußen.

Und dann sind da noch diejenigen, die das absolute Rauchverbot vor gut einem Jahr begrüßen: Karin Finger, Geschäftsführerin des Café Singer, sagt, dass sie – obwohl auch bei ihr ein paar Stammgäste weggebrochen sind – schon viel Positives zur Rauchfreiheit von Seiten der Gäste gehört habe. Als noch geraucht werden durfte, so erinnert sie sich, habe es schon mal Gäste gegeben, die wieder gegangen sind, wenn es nach Rauch gerochen hat. Inzwischen hätten sich die Raucher arrangiert, was auch Rene Tierno, Inhaber der Pizzeria Rusticana, bestätigt.

Vor allem in reinen Speisegaststätten in Hofheim scheint das absolute Rauchverbot gut angekommen zu sein.

Jarek Trejgis, Wirt im Restaurant Fränkischer Hof, freut sich, dass seit dem Rauchverbot die Luft in seinen Räumlichkeiten sauber ist und die Gäste dadurch ein angenehmeres Essen hätten.

Das kann Gabriele Soukup-Franz bestätigen, die es sich im Café Finger mit einer heißen Schokolade, einem Croissant und der Tageszeitung gemütlich gemacht hat. Die Frau aus Hausen, selbst Nichtraucherin, sagt: „Ich finde es positiv, dass man seit dem Rauchverbot in Restaurants ungestört essen und trinken kann.“ Und aus Muttersicht, so fügt sie hinzu, sei es beruhigend, dass die Kinder in Gaststätten keinem Rauch ausgesetzt sind.

Insgesamt scheint das absolute Rauchverbot gut angenommen worden zu sein. Wie Michael Bayer, Vorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Kreisstelle Haßberge, erklärt, hätten die speiseorientierten Gaststätten mit der Umstellung weniger Probleme gehabt als die getränkeorientierten Lokale. Gerade von kleinen Eck- oder Dorfkneipen habe man damals das Wort „Gängelei“ gehört, inzwischen habe man das Gesetz aber mehrheitlich akzeptiert.

Das wird auch deutlich, wenn man die Zahl der Verstöße betrachtet. Wie Kurt Förg, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Haßfurt, mitteilt, sei ihm kein Fall bekannt, in dem die Polizei in Hofheim wegen unerlaubten Rauchens einschreiten musste. Und Martin Schulze-Röbbecke, Pressesprecher des Landratsamts, das sich um das Rauchverbot kümmert, erklärt: Insgesamt seien 25 Beschwerden aus dem gesamten Landkreis eingegangen, davon sieben aus Hofheim und Umgebung. Zumindest über einen „Raucher“ kann sich wohl niemand beschweren: Peter Garmatsch, der Gefallen an seiner Elektro-Zigarette gefunden hat. Dem Hofheimer gefällt es, wenn er mit seinem harmlosen Gerät verdutzte Blicke erntet. Wer ihn jedenfalls auf seine neueste Errungenschaft anspricht, dem erklärt er stolz, wie sie funktioniert. Fotos: Thinkstock, Julia Knetzger
Verstöße und ihre Folgen

Um die Verstöße gegen das Rauchverbot in Gaststätten im Landkreis kümmert sich das Landratsamt in Haßfurt. Beschwerden gehen zunächst an die Gaststättenaufsicht. Gaststätten, gegen die eine Beschwerde eingereicht worden ist, erhalten einen Brief, in dem freundlich auf die Gesetzeslage hingewiesen wird. Bei erneuten Verstößen folgt ein schärferer Brief. Die nächste Stufe ist ein Ordnungswidrigkeitsverfahren – zuständig dafür ist das Ordnungsamt. Wer eine Beschwerde einreichen möchte, der sollte seine Beobachtungen genau mitteilen (Tag, Uhrzeit, Gaststätte, Verstoß etc.). Auch gut: ein Handy-Foto. Wichtig ist, dass man im Fall einer Beschwerde bereit ist, das Beobachtete zu bezeugen. Anonyme Anzeigen werden nicht berücksichtigt.

2605
Europa / Schweiz - Nikotin auf die Liste der verbotenen Substanzen zu setzen?
« am: September 25, 2011, 00:00:28 Vormittag »

Rauchende Sportler, aufgepasst!Rauchende Sportler, aufgepasst!
von Manuel Jakob - Gute Neuigkeiten für die wenigen verbleibenden Raucher. Rauchen ist gesund und leistungsfördernd. So leistungsfördernd, dass Nikotin vielleicht bald auf der Dopingliste stehen wird.
storybild

Gilt das Rauchverbot in den Stadien ab Oktober nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für die Spieler?

Nikotin wird von vielen Sportlern als leistungssteigernde Droge eingesetzt. Was überraschend klingt, ist durch eine Studie von Dopingforschern in Lausanne belegt worden. Die Forscher suchten im Urin von über 2100 Sportlern nach Nikotin und wurden in 15 Prozent aller Fälle fündig, wie die deutsche «Taz» schreibt. Das heisst: Die Sportler hatten Nikotin «vor und/oder während sportlicher Betätigung» konsumiert.
Umfrage
Soll Nikotin auf die Liste der verbotenen Substanzen aufgenommen werden?

    Ja.
    Nein.
    Mir egal.

Infografik Doping

Schon mehrere Jahre hat die Welt-Antidoping-Agentur WADA intensiv geforscht und ist nun zum Schluss gekommen, dass «Rauchen die Wachheit und das kognitive Vermögen» zu steigern vermag. Deshalb überlegen sich die obersten Doping-Bekämpfer, den Wirkstoff Nikotin auf die Liste der verbotenen Substanzen zu setzen.

Die Lausanner Studie bringt Erstaunliches an den Tag. Bei der Eishockey-WM 2009 in der Schweiz soll fast die Hälfte aller Spieler Raucher oder Nikotinnutzer gewesen sein. Das ist für die Forscher der Beweis, dass «rauchfreier Tabak sehr signifikant als leistungssteigernde Droge eingesetzt» werde. Im Fall der Eishockey-Spieler dürfte allerdings ein Grossteil des Nikotins auf den ursprünglich vor allem im skandinavischen Raum bekannten, oral angewendeten Tabak «Snus» zurückzuführen sein – und weniger auf Zigaretten.

Kontroverse um Koffein

Ein Verbot von Nikotin dürfte für die WADA so einfach aber nicht durchzusetzen sein. Eine vergleichbare Kontroverse war bereits um den Einsatz von Koffein im Leistungssport entbrannt. Seit der Gründung der WADA im Jahr 1999 fungierte das Stimulans auf der Dopingliste – sofern es in einer Konzentration von mehr als zwölf Milligramm pro Liter Urin nachgewiesen werden konnte. Um einen solchen Koffeingehalt zu erreichen, müsste man innert ein bis zwei Stunden vor dem Sport fünf bis sechs Tassen starken Kaffee zu sich nehmen – etwas, was wohl kein Sportler macht. Nimmt man allerdings Koffein-Pillen zu sich, können solche Werte rasch erreicht werden.

2004 nahm die WADA Koffein von der Liste der verbotenen Stoffe. Doch seit einiger Zeit denken die Doping-Wächter wieder laut über ein Verbot nach. Auslöser dafür war ein Zwischenfall mit einem australischen Footballspieler, der nach der Einnahme von Koffein vor und Schlaftabletten nach einem Spiel in die Intensivstation eingeliefert werden musste.

Galten rauchende Fussballer also bislang eher als Kuriosum, müssen nikotinsüchtige Kicker vielleicht bald befürchten, wegen der Einnahme illegaler Substanzen längere Zeit gesperrt zu werden. Für die verbreitete These, dass rauchende Spieler sowieso nicht mit der Weltspitze mithalten könnten, gibt und gab es zahlreiche Gegenbeispiele: Mario Basler, Johan Cruyff, Maradona, sie alle waren mehr oder weniger starke Raucher. Oder auch Goran Obradovic, der dem Fussballmagazin «Zwölf» einmal verraten hat, dass er ein Päckchen Zigaretten pro Tag raucht. Nicht zu vergessen: Der legendäre Walter Frosch (siehe Video unten). Die WADA wird in zehn Tagen ihre neue Verbotsliste der Öffentlichkeit vorstellen. Am 1. Oktober wissen wir mehr.


Rauchen und Sport passt nicht zusammen? Denkste! Das wusste aber auch schon der Fussballer Walter Frosch. (Video: YouTube)

Was halten Sie von der Idee, Nikotin auf die Liste der verbotenen Substanzen zu setzen? Schnapsidee oder sinnvolle Massnahme gegen den Dopingmissbrauch? Diskutieren Sie mit!

http://www.20min.ch/sport/weitere/story/Rauchende-Sportler--aufgepasst--29530466




2606
Deutschland / Deutschland: Gewinner rauchen nicht
« am: September 24, 2011, 23:56:10 Nachmittag »

http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/ratingen/nachrichten/gewinner-rauchen-nicht-1.2089991


Gewinner rauchen nicht
VON GUDRUN ANSCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 23.09.2011

Heiligenhaus (RP). Im Club feierten Schüler einen besonderen Erfolg. Sie waren bei einem großangelegten Nichtraucher-Wettbewerb dabei, organisiert unter anderem von Bundesregierung, Krebshilfe, Herzstiftung und AOK.

Fetzige Beat-Musik der "D-Jane" Elene, lustiges Geschnatter und Lachen erfüllte das Clubhaus in der Hülsbecker Straße. Jugendliche zwischen zwölf und 14 Jahren fühlten sich richtig gut, denn sie hatten Erfolg, und der ist immer ein Stimmungsbringer. Ihre Klassen gehörten zu den zehn Gewinnern, die das Los aus den teilnehmenden Schulklassen ermittelte. Sie hatten das gesteckte Ziel, ein halbes Jahr "rauchfrei" zu bleiben, erreicht.

Erfreulicherweise erklärten die meistens Jungen und Mädchen, niemals geraucht zu haben und es auch nicht beabsichtigten, denn sie wussten gut Bescheid über "Risiken und Wirkungen" des Rauchens. Unter dem Motto "Be smart – don't start" (Sei schlau – fang nicht erst an) veranstaltete die AOK Rheinland/ Hamburg, mit Unterstützung der Bundesregierung, der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Herzstiftung und weitere Institutionen, einen Nichtraucher-Wettbewerb an den Schulen im Kreis Mettmann.

Streng verpflichtet

Jörn Czymoch, Leiter des Mettmanner Projekts, erklärte die einfachen Regeln: Mindestens 90 Prozent der Schüler einer Klasse verpflichten sich, nicht zu rauchen. In dieser Zeit wird das Thema "Rauchen" von Lehrern im Unterricht begleitet. Die Schulklassen, die es geschafft haben ein halbes Jahr lang rauchfrei zu bleiben, nehmen an einer Verlosung von Geld und Sachpreisen teil. 144 Schulklassen aus dem Kreis Mettmann beteiligten sich an dem Wettbewerb. Von ihnen blieben 138 Klassen standhaft. Auch zwei Heiligenhauser Schulen durften sich freuen: Die Klasse 8c des Immanuel-Kant-Gymnasiums, gewann die 200 Euro, die sie, gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin für einen Schulausflug wollten. Auf Nachfrage der Moderatorin Sabrina Wegner von Radio Neandertal, die durch das Programm führte, erwiderte ein Schüler, er habe mit neun Jahren geraucht, inzwischen aber wieder aufgehört.

Ebenfalls 200 Euro erhielt die Klasse 7c der Gesamtschule Heiligenhaus. Die Schüler möchten das Geld für einen Ausflug zum Kletter- park nutzen. Weitere Gewinne gingen an zwei siebte Klassen der Mettmanner Carl-Fuhlrott-Realschule, die nun einen Tag in einer Steinzeitwerkstatt im Rahmen eines Workshops verbringen dürfen. Zwei Siebener-Klassen des Gymnasiums Hochdahl (Erkrath) erhielten einen Kreativpreis. Sie hatten sehr anschauliche Collagen zum Thema "Nichtrauchen" erarbeitet. Dafür erhielten sie einen Tagesausflug zum Wasserskifahren nach Langenberg. Das Konrad-Heresbach-Gymnasium (Mettmann) und die Gesamtschule Velbert-Mitte gewannen je 200 Euro. Das Städtische Gymnasium Wülfrath gewann einen Tagesausflug zur Haaner Felsenquelle mit Überraschungen. Es gab großen Jubel bei den Gewinnern. Uwe Pflugmacher (AOK) organisierte die Veranstaltung im "Club" und sorgte für Musik und kostenlose Getränke.
Quelle: RP



2607
Deutschland / DEUTSCHLAND: Städte, Länder, mit Rauch(er)problemen
« am: September 24, 2011, 23:52:37 Nachmittag »


Gelsenkirchen. Auf Kneipen wie die Friesenstube in der Altstadt kommen womöglich schwierige Zeiten zu: Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster aus April diesen Jahres sind Raucherclubs in Gaststätten als eine unzulässige Umgehung des gesetzlichen Rauchverbots zu werten. Das bedeutet im Ergebnis schlicht: Sie sind nicht erlaubt.

Damit beginnt erneut eine Diskussion, die es in sich haben wird. In Interviews war vor allem die Gelsenkirchener SPD-Landtagsabgeordnete Heike Gebhard kenntnisreiche Gesprächspartnerin diverser Medien.

In ihrer Funktion als gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion sagte sie u.a., dass der Gesetzentwurf, der bald eingebracht werden soll, „auf eine bayerische Lösung“ abziele. In Bayern gilt nach einem Volksentscheid seit dem 1. August 2010 ein konsequentes Rauchverbot in allen Gaststätten; das zweite Bundesland, dass schon derart rigide vorgeht, ist das Saarland.

Video
Raucherkneipe(n) vor dem Aus!? (1:25)

Raucherclubs vor dem Aus Der blaue Dunst stört in der "Spinnstube" in Düsseldorf niemanden.

Für Heike Gebhard steht fest, dass die bisher in NRW geltenden Ausnahmeregelungen sich nicht bewährt hätten. Der Flickenteppich habe eine effektive Kontrolle durch die Ordnungsämter verhindert. Und: „Wir streben ein einheitliches Rauchverbot an.“ Nach Angaben der SPD-Politikerin soll es wohl auch bei Brauchtumsveranstaltungen keine Ausnahmen mehr geben. Ein mögliches Datum der Umsetzung scheint der 1. Januar 2012 werden zu können.
Die Stadt Gelsenkirchen ist bereits aktiv geworden

Die Stadt ist derweil mit Blick auf das eingangs beschriebene OVG-Urteil auch ohne neues Gesetz bereits aktiv geworden. Der Kommunale Ordnungsdienst erfasst derzeit bei Rundgängen sukzessive alle Raucherclubs. Sprecher Oliver Schäfer dazu: „Wir haben bereits 60 dieser Clubs angeschrieben und auf das OVG-Urteil hingewiesen – nun gilt hier Rauchverbot.“

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband NRW kritisiert die Pläne von Rot-Grün erwartungsgemäß. Hauptgeschäftsführer Klaus Hüben-thal rechnet damit, dass bei der Umsetzung eines konsequenten Rauchverbots zwischen 3000 und 3500 Kneipen an Rhein und Ruhr verschwinden werden.

Bisher galt (auch in Gelsenkirchen) diese Regelung: In so genannten Kleingaststätten, die kleiner als 75 qm sind und nicht über einen abgetrennten Nebenraum verfügen, keine zubereiteten Speisen anbieten und Personen unter 18 Jahren den Zugang verwehren, konnte geraucht werden.
OB kann die Ungewissheit vieler Gastronomen nachvollziehen

Eine weitere Ausnahme: Kneipen, die mindestens zwei Räume aufweisen. In einem separierten Raum, der deutlich kleiner sein muss, kann geraucht werden, wenn dieser deutlich als Raucherbereich gekennzeichnet ist.

Ein Gastwirt, der bislang die Krücke „Raucherclub“ nutzte, könnte nun auf die Idee kommen, durch Umbau seines Lokals das Rauchverbot zu umgehen. Angesichts der Gesetzesnovelle könnte dies allerdings rausgeschmissenes Geld sein.

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) sagte der WAZ zum Thema: „Die Ungewissheit vieler Gastronomen, wie es weitergeht, kann ich nachvollziehen. Wünschenswert ist jetzt eine eindeutige gesetzliche Regelung, die den Gesundheitsschutz sowie die Interessen der Gastronomen gleichermaßen berücksichtigt.“
Pro und Contra
Pro: Ich bin für klare Verhältnisse
Pro: Ich bin für klare Verhältnisse

Die Debatte ums Raucherverbot erinnert an die zuweilen ätzende Diskussion über die Promillegrenze am Steuer. Ist doch Wischi-Waschi. Ich bin für klare Verhältnisse. Null Komma Null am Steuer und Rauchen an frischer Luft. Ein Pro von Inge Ansahl.   weiter...
Contra: Reguliert um des Regulierens willen
Contra: Reguliert um des Regulierens willen

Ich habe strikt etwas dagegen, wenn in einem Restaurant geraucht wird. Das geht, ohne Ausnahme, gar nicht.Mit dem Verbot der Raucher-Clubs wird der Bogen für mein Empfinden aber überspannt. Ein Contra von Friedhelm Pothoff.   weiter...

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/Qualmen-verboten-id5092267.html

2608
Deutschland / D. - Recht beim Rauchverbot
« am: September 24, 2011, 23:49:57 Nachmittag »

Nichtraucherschutz
23.09.2011
Gesetzliches Rauchverbot als Mangel der Pachtsache
Nichtraucherschutz

(ip/RVR) Der XII. Senat des BGH hatte neulich bzgl. der Klage einer Pächterin einer Gaststätte zu entscheiden, mit der die Pächterin wegen einer nach Vertragsschluss durch das Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes Rheinland-Pfalz eingetretenen Nutzungsbeschränkung der Gaststätte von der beklagten Verpächterin Schadensersatz begehrte. Die Gaststätte bestand aus zwei nicht voneinander getrennten Räumen. Nachdem Anfang 2008 in Rheinland-Pfalz ein Nichtraucherschutzgesetz in Kraft getreten war, durfte in der verpachteten Gaststätte nicht mehr geraucht werden. Die Pächterin hatte die Verpächterin daraufhin erfolglos zu Umbaumaßnahmen zwecks Schaffung eines den Anforderungen des Nichtraucherschutzgesetzes entsprechenden Raucherbereichs aufgefordert und verlangt nun von ihr Schadensersatz wegen eines behaupteten Umsatzrückgangs als Folge des gesetzlichen Rauchverbots.

Der XII. Senat beschied, dass das Rauchverbot in § 7 Abs. 1 Nichtraucherschutzgesetz Rheinland-Pfalz keinen Mangel einer verpachteten Gaststätte darstellt, sodass der Klägerin kein Schadensersatzanspruch nach §§ 581 Abs. 2, 536 a Abs. 1 BGB zusteht. Er führte hierzu aus: Unter einem Mangel i.S.d. §§ 581 Abs. 2, 536 Abs.1 Satz 1 BGB ist die für den Pächter nachteilige Abweichung des tatsächlichen Zustandes der Pachtsache von dem vertraglich geschuldeten zu verstehen, wobei sowohl tatsächliche Umstände als auch rechtliche Verhältnisse in Bezug auf die Pachtsache als Mangel in Betracht kommen können.

Öffentlichrechtliche Gebrauchshindernisse und http://immobilienpool.de/newseintrag/nichtraucherschutz.1982/

2609
Deutschland / Rauchfreies Deutschland - Kein Problem?
« am: September 24, 2011, 23:43:59 Nachmittag »
Sorgen vor striktem Rauchverbot
VON TIM TJARDES - zuletzt aktualisiert: 24.09.2011

Die rot-grüne Landesregierung plant die Ausweitung des bestehenden Nichtraucherschutzgesetzes. Das dieses nicht für jeden etwas Positives ist, wissen vor allem Gaststättenbetreiber und Karnevalsvereine. Sie fürchten Einbußen.
Für viele Raucher bedeutet die Zigarette ein Stück Gemütlichkeit – darauf sollen sie nach Wunsch der rot-grünen Landesregierung in Kneipen und Restaurants auch bei Feiern in Zukunft ganz verzichten. Foto: ddp

Hückelhoven/Wassenberg In einer großen Runde an einem Tisch sitzen, etwas trinken, sich unterhalten und dabei die ein oder andere Zigarette rauchen – das sorgt für Stimmung. Und eine gute Stimmung fördert den Umsatz, egal ob in Restaurants, Kneipen oder bei Vereinsfesten. "Beim Rauchen kommt mehr Gemütlichkeit auf", weiß auch Bernd Lorenz Jägers, Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft "Kongo" Wassenberg. "Keiner hat Bock, für eine Zigarette immer nach draußen zu rennen", führt er an.

Doch für die Zukunft fürchtet Bernd Lorenz Jägers und der Wassenberger Karnevalsverein Probleme, da die rot-grüne Landesregierung ein verstärktes und konsequentes Nichtraucherschutzgesetz durchsetzen will. Ganz im Stile Bayerns soll das Rauchverbot für alle Kneipen und Restaurants gelten. Separate Räume, die luftdicht vom Rest der Gaststätte abgetrennt sind, sollen die einzige Möglichkeit bleiben, Gästen das Rauchen zu ermöglichen. Die momentan zahlreich vorhandenen Ausnahmen soll es nicht mehr geben. Und das könnte Folgen haben. Vor allem auch für die verschiedenen Brauchtumsveranstaltungen, für die bisher ebenfalls noch Sonderregelungen gelten und die von einem Rauchverbot befreit sind.

Unklare Gesetzeslage

Allerdings gibt es unter den Gastwirten auch unterschiedliche Meinungen. So ärgert sich Hans Brender, Inhaber des Landhaus Brender in Wassenberg, nur über die momentane Situation. Ihn störe das ständige Hin und Her, die zahlreichen Ausnahmen sowie die Unklarheit des Gesetzes. "Wenn der Staat ein eindeutiges Gesetz findet, ein klares Rauchverbot, dann ist das okay", meint Hans Brender. Er fürchtet keinen entscheidenden
Verlust an Gästen: "Der Großteil unserer Gäste sind sowieso schon Nichtraucher. Wir machen uns da keine großen Sorgen."

2610
J u g e n d , die Zielgruppe der Tabakmafia / Angeschnallter Passivraucher
« am: September 24, 2011, 13:13:13 Nachmittag »
4hG


Leserbrief in heutiger Krone

http://www.krone.at/Das-freie-Wort/Titel-Story-297159

Angeschnallter Passivraucher
 
Das freie Wort

„Wenn dich der Rauch stört, kannst du ja gehen“ Diese oder ähnliche Sätze hört man immer wieder - eine Raucherlegitimation quasi „Ich rauche wann ich will, wo ich will und wie viel ich will.“ Man kann natürlich gehen bzw. den Raum verlassen, jedoch ist dies nicht immer so leicht möglich, wie nachfolgende Geschichte erzählt: Vor kurzem brachte ich meinen kleinen Sohn in den Kindergarten. Im Augenwinkel sah ich ein parkendes Auto vor der Tür, darin saß ein wartender Mann. Er rauchte. Das Fenster war einen kleinen Spalt geöffnet. Nichts Ungewöhnliches soweit. Als ich wieder aus dem Kindergarten kam, war das Auto noch immer da - auch der Mann darin rauchte noch immer. Es sollte mich nichts angehen Ich sah mir den Mann bzw. das Auto beim Vorbeigehen genauer an und traute meinen Augen kaum. Am Rücksitz war ein Maxi-Cosi mit einem Baby angeschnallt - bestimmt nicht älter als zwei, drei Monate! Wieder einmal sollte es mich nichts angehen Jedoch zwang mich mein Hausverstand und Mutterinstinkt, stehen zu bleiben und meinem Entsetzen freien Lauf zu lassen. Ich konnte mich beim besten Willen nicht zurückhalten. Ich fragte den Mann durch den Spalt im Autofenster, ob er sich denn nicht schämen würde, so ein wehrloses, kleines Wesen dem Rauch auszusetzen. Er könnte doch einfach aussteigen und außerhalb des Autos seiner Sucht nachgehen. So ein Menschenkindlein kann nicht einfach das Auto verlassen. Sein Verhalten war verantwortungslos sondergleichen und muss an den Pranger gestellt werden. Als Reaktion erwartete ich eigentlich nichts Positives von diesem Mann, und dennoch macht mich seine Antwort fassungslos: „Was ist das Problem? Das Kind sitzt eh auf dem Rücksitz, und ich rauche hier vorn“ Das Gespräch war beendet. Sprachlos zwar im Moment, aber trotzdem nicht mundtot, möchte ich über den medialen Weg an den betroffenen Herrn und an alle anderen Eltern, die sich in dieser Geschichte wiedererkennen, den Appell richten: Rauchen Sie bitte nicht neben Ihren Kindern, und schon gar nicht im Auto! Seien Sie ein Vorbild - Ihr Kind wird es Ihnen danken!


erich15meinte am 24.9.2011 12:07
bin zwar auch raucher aber ich finde es richtig was sie sagen.mit ein wenig vernunft und rücksicht kann all das klappen.

nichtrauchermeinte am 24.9.2011 12:26
Nur, bei den Rauchern, zu 80 %, und bei den Weana Wirtn zu 78 %, gibt es keine Vernunft! Anzeigen sis.info sind die einzige Möglichkeit!