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Nachrichten - admin

2521
Von: krebspatienten@gmail.com
Gesendet: Dienstag, 27. September 2011 17:26
An: alois.stoeger@bmg.gv.at; barbara.prammer@parlament.gv.at; werner.faymann@bka.gv.at; michael.spindelegger@oevp.at; reinhold.mitterlehner@bmwfj.gv.at; karlheinz.kopf@oevpklub.at; josef.cap@spoe.at; eva.glawischnig-piesczek@gruene.at; laszlo.andor@ec.europa.eu; john.dalli@ec.europa.eu; burgstaller@salzburg.gv.at; susanne.neuwirth@salzburg.co.at; kurt.gruenewald@gruene.at; erwin.rasinger@oevp.at; Peter.KAISER@ktn.gv.at; uwe.scheuch@ktn.gv.at; franz.pietsch@bmg.gv.at; ombudsstelle.nrs@bmg.gv.at; sabine.oberhauser@spoe.at; jennifer.sommer@spoe.at; gabriele.kotzegger@spoe.at; fctcsecretariat@who.int; werner.kogler@gruene.at; martin.margulies@gruene.at; peter.pilz@gruene.at; erl@utanet.at; heinz.fischer@hofburg.at; verbandsvorsitzender@hvb.sozvers.at
Cc: post@mdgb.wien.gv.at; stab@mdgb.wien.gv.at; post@md-p.wien.gv.at; post@md-v.wien.gv.at; michael.haeupl@wien.gv.at; sonja.wehsely@ggs.wien.gv.at; karin.spacek@wien.gv.at; maria.vassilakou@gruene.at; sigrid.pilz@gruene.at; infopool@gruene.at; Ingrid.korosec@wien.oevp.at; gabriele.tomandl@wien.oevp.at
Betreff:

Sind Wirte Gewalttäter und Mörder? Herr Minister, schludern die Beamten immer noch?
Bitte dringend Rechtsgutachten, ob Einzeldelikt oder Folgedelikt!


Sehr geehrter Herr MR. Dr. Pietsch (BMfG),

die Beamten schludern, um beim Ausdruck von BM. Stöger zu bleiben.
Gestern wieder 10 Anzeigen von Lokalen im EKZ-Donauzentrum,
heute war UVS-Verhandlung wegen Lokal in der Lugner City,
anschließend Anzeige von Ihrem BMfG, Cafe Arcade ("Stöger"s Cafe"),
und 8 Anzeigen in der Lugner City, rund 20 Anzeigen in dortiger Umgebung.

Letzte Woche 7 Anzeigen im EKZ Millennium, und überhaupt: 14.000 Anzeigen bisher, und
2011 von uns bereits über 2.000 Anzeigen gegen Wiener Lokale!

Alle Lokale wurden bereits mehrfach angezeigt - aber die Beamten schludern, den Wirten ist es recht. Auch bei täglich 3 - 4 Passivrauchtoten und zig Schwersterkrankten durch passives und aktives Tabakrauchen.

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Erlacher

PS.: Die Beamten gehen den einfacheren Weg, brauchen durchschnittlich 8 Monate bis zum Strafbescheid. Und Anzeigen innerhalb dieses Zeitraumes werden "weg geschmissen". Wann wird endlich ausjudiziert, ob Ihre Ansicht "Einzeldelikte" stimmt, oder ob die Magistrate die Anzeigen rechtmäßig "weg schmeißen", da Folgedelikt (Bezirksämter-Sprecher Mag. Oliver Birbaumer)?

PS.: http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=731.msg3409#msg3409

Unter Bcc an Medienvertreter!



-----------------------------------------------------



Tabakgesetz-Anzeigen: kein Folgedelikt - auch tägliche Anzeigen sind Einzeldelikte!
Auf Grund des Hinweises von MR. Dr. Pietsch, BMfG, ist jede Anzeige gesondert zu verfolgen! Zuwiderhandeln begründet Amtsmissbrauch/Korruption!
Mitteilung vom "obersten Juristen der Drogenabteilung im BMfG, Dr. Franz Pietsch":
BMfG., Schr. v. 18.8.11 -
"Im Hinblick auf die von Ihnen mit Schreiben vom 31.12.2010 vertretene
Rechtsansicht, dass mehrere Anzeigen gegen ein Lokal wegen Verstößen gegen die
Nichtraucherschutzbestimmungen unter einem als fortgesetztes Delikt zu beurteilen
sind, darf angemerkt werden, dass ho. diese Rechtsansicht nicht geteilt wird, sondern
idR davon auszugehen sein wird, dass durch Verletzungen der einschlägigen Normen
des TabakG zu unterschiedlichen Zeitpunkten (insbes. an unterschiedlichen Tagen)
jeweils andere Personen in ihrem Interesse/Recht auf rauchfreie Luft verletzt
werden.
Daher wird es begrüßt, wenn die Behörden getrennte Verfahren durchführen, wodurch
auch schneller mehrere Strafen gegen einen Lokalinhaber/-innen verhängt und
so u. a. auch die Voraussetzungen für die allf. Einleitung eines Verfahrens zur
Entziehung der Gewerbeberechtigung geschaffen werden können. Dabei obliegt es
der Behörde, die zur Feststellung des jeweils relevanten Sachverhalts erforderlichen
Erhebungs- bzw. Beweissicherungsmaßnahmen zu setzen, und ggf. auch Sie als
Zeugen jeweils zu den einzelnen angezeigten Verstößen im Rahmen getrennter
Verwaltungsstrafverfahren zu befragen."

Nochmals angefragt am 24.8.11, erfolgte am 12.9.11 die Bestätigung:
".......im Auftrag von Dr. Pietsch darf ich Ihnen mitteilen, dass die untenstehende Rechtsansicht
des BMG in der Frage „Einzeldelikt vs. fortgesetztes Delikt“ – ungeachtet allf. von einzelnen UVS
vertretenen gegenteiligen Rechtsauffassungen – unverändert aufrecht ist und in dem von Ihnen zitierten Wortlaut,
welcher einer unserer Erledigungen entnommen ist, wiedergegeben werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Mag. Elisabeth Hochhold"
------------------------------------------------------
Abteilung II/1
Ombudsstelle für Nichtraucherschutz
Rechts- und Fachangelegenheiten Tabak, Alkohol und substanzungebundene Süchte
sowie Internationale Suchtangelegenheiten
Bundesministerium für Gesundheit
1030 Wien, Radetzkystraße 2
Tel: 0043/1/711 00 - 4581
elisabeth.hochhold@bmg.gv.at
www.bmg.gv.at



           
                               K f K
          Verein Krebspatienten für Krebspatienten
         Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                            Österreich
      Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
   Initiative Rauchfreie Gaststätten www.sis.info
         Neues Tabakgesetz: www.rauchnet.at
      Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
   Krebs-Hotline 9 bis 21 Uhr:  0650-577-2395
   krebspatienten@gmail.com   www.krebsforum.at
           Dietmar Erlacher, Bundesobmann


 

JETZT Volksbegehren Nichtraucherschutz im Magistrat unterschreiben,
mit Verwandten und Bekannten, laut

2522

Sportler - rauchfreiKalender kontra Kippen

EMSDETTEN Seine Aktion: „Emsdetten pro rauchfrei“. Seine Botschafter: Sportler – pro rauchfrei.

Die neue Initiative von Dr. Joachim Kamp:

Ein Kalender, der das Rauchen nicht anprangert, dafür aufzeigt, wie fit junge Menschen aussehen, wenn sie nicht der Sucht verfallen.

Die Resonanz: Überwältigend.

http://www.emsdettenervolkszeitung.de/lokales/emsdetten/Kalender-kontra-Kippen;art954,1429162

„Tatsächlich haben sich 240 Sportler mit ihren Mannschaften oder als Einzelkämpfer gemeldet, als wir die Aktion ins Leben gerufen haben“, sagt Dr. Kamp stolz. Wir, das sind junge Sportlerinnen und Sportler sowie Manfred Schwegmann, der Letztere als Hobbyfotograf in Szene setzt.

Die andere Seite

Denn so fing alles an: Schwegmann hatte ein junges Borussenteam abgelichtet und dabei auch andere Seiten der Sportlerinnen aufzeigen wollen. Prompt hatte Dr. Kamp die Idee, so viel Kreativität für die „eigene Sache“ umzumünzen. Er holte sich den Emsdettener Amateurfotografen ins Boot. „Schließlich bringt es nachweislich weniger, ständig das Rauchen anzuprangern, die Raucher anzugreifen. Viel besser ist es, aufzuzeigen wie viel gesünder, aktiver das Leben ohne Zigaretten ist“, streicht Dr. Joachim Kamp heraus und will das mit diesen Aufnahmen dokumentieren: „Nichtraucher sind aktivier, sportlicher. Ihre Haut sieht besser aus, der Körper – das alles soll gezeigt werden.“

26 Aufnahmen

Und weil es so viele junge Sportler in Emsdetten und Umgebung gibt, die das gerne zeigen wollen, wird der Kalender nicht nur mit den üblichen zwölf Aufnahmen auskommen, sondern 26 Blätter entstehen – zwei Deckblätter und im 14-Tage-Rhythmus je ein Foto.

160 Sportler

Abgebildet sein werden am Ende über 160 Sportler. Die Bandbreite der Sportarten reicht von den typischen Mannschaftssportarten Fußball, Handball, Basketball – sechs Mannschaften spielen in der Saison 2011/12 mit rauchfrei-Trikots – bis hin zu Badminton, Schwimmen, Segeln, Dressurreiten, Boxen, Formationstanz, Karate, Schießen, Tennis und Leichtathletik. „Es ging uns weniger darum, Sportstars, Sportler des Jahres abzulichten, viel mehr sollten es junge, sportliche Menschen sein, die ihr Hobby und die Aktion rauchfrei verbindet“, so Dr. Kamp gegenüber der EV.
Und Manfred Schwegmann weiß, dass trotzdem Deutsche Meister und sogar Weltmeister in dem Kalender auftauchen werden, „es sind, aber auch Neueinsteiger dabei.“

Der Blickwinkel

Die Sportler werden auf den Fotos meistens abseits der üblichen Form dargestellt, wie man sie praktisch täglich aus der EV kennt. Schwegmann: „Sie waren selber an der Motivfindung beteiligt, haben sich kreativ eingebracht.“
So sind Bilder von Sportlern aus Emsdetten und Saerbeck entstanden, die die jungen Leute von einer ganz neuen Seite präsentieren. „Darum ging es uns auch. Die Sportler einmal anders darzustellen, um sie im Sinne von pro rauchfrei wirken zu lassen“, sagt Dr. Kamp, der sicher ist, dass der Kalender auf Nachfrage stößt: „Ohne Sponsoren wie die Sparkasse, unsere Praxis oder auch Apotheken wäre das Projekt gar nicht möglich gewesen. Schließlich bekommen schon alle Sportler und Sponsoren ein Exemplar. So werden wir zu allererst mit einer Druckauflage von 1000 Exemplaren starten.“

Für Freunde

Hinzu kommt,. dass sicherlich viele Familienmitglieder und Freunde der jungen Menschen, die in dem Kalender verewigt sein werden, für Nachfrage sorgen. Dr. Kamp: „Natürlich geht es bei so einem Projekt nur darum, kostendeckend zu arbeiten. Wir werden deshalb die Kalender für eine Schutzgebühr abgegeben. Etwa 7,50 Euro wird ein Exemplar am Ende kosten“.

Vorbildlich

Erhältlich sein werden die Sportler – pro rauchfrei-Kalander Ende Oktober in Arztpraxen, Sparkassen-Filialen oder den Apotheken. Ob sie jemanden davon abhalten werden, zur Kippe zu greifen, das weiß auch Dr. Kamp nicht. Die jungen Sportler werden trotzdem als Vorbilder wirken für ein Leben

2523
Krebsforum - Achtung / KÖ - Hilfe für die Seele (Anm.: ... gibt es viel zu selten!)
« am: Oktober 08, 2011, 21:50:46 Nachmittag »
SAMSTAG, 24. SEPTEMBER 2011
DIEPRESSE.COM

Hilfe für die Seele

Psychoonkologen unterstützen Patienten und deren Angehörige bei der Verarbeitung der
Diagnose Krebs. Sie sind in Krankenhäusern und auch im niedergelassenen Bereich tätig.

Eine Krebserkrankung belastet
nicht nur den Körper, sondern
auch die Seele. Patienten durchleben
ein Wechselbad der Gefühle,
Angst, Hilflosigkeit, Verzweiflung,
Wut, Trauer, Schuld und Antriebslosigkeit
werden in vielen Fällen
zum täglichen Begleiter. „So allein
wie in den ersten Wochen nach
der Diagnose habe ich mich noch
niemals gefühlt“, erzählt etwa eine
Brustkrebspatientin.

Angst und Scham

Ihrer Familie wollte sie sich nicht
anvertrauen, „die standen alle unter
Schock, ich wollte sie nicht
noch zusätzlich belasten“. Professionelle
Hilfe in Anspruch zu nehmen,
kam für sie zum damaligen
Zeitpunkt nicht infrage: „Das hätte
für mich bedeutet, dass ich jetzt
auch noch psychisch krank bin.“
Die diplomierte Lebensberaterin
Gabriele Mausser weiß um die
Problematik Bescheid: „Viele Patienten
schämen sich regelrecht,
nicht stärker zu sein, nicht mehr
auszuhalten. Aber es ist doch ganz
normal, dass man nach einer derartigen
Diagnose nicht sofort wieder
zur Tagesordnung übergeht.
Diese Gefühle sind nicht falsch,
sondern eine natürliche Reaktion
in einer Lebenskrise.“
Mausser ist Leiterin der Beratungsstelle
der Krebshilfe Niederösterreich
– und Psychoonkologin:
„Wir begleiten Krebspatienten. Gemeinsam
entwickeln wir Wege, wie
es weitergehen kann. Wir lenken
den Blick auf Möglichkeiten und
Perspektiven und stehen in
schwierigen Zeiten zur Seite –
nicht nur den Patienten, sondern
auch deren Angehörigen.“ Die Psychoonkologie
ist eine vergleichsweise
junge Disziplin. Sie beschäftigt
sich mit sämtlichen psychosozialen
Faktoren, die bei einer
Krebserkrankung eine Rolle spielen.
Im Fokus der Bemühungen
stehen die gezielte Unterstützung
und emotionale Entlastung sämtlicher
Betroffenen. „Meistens sind
es die Angehörigen, die auf der Suche
nach möglichst vielen Informationen
zuerst den Weg in die
Beratungsstelle finden“, berichtet
die klinische Psychologin Karin
Isak von der Krebshilfe Wien aus
der Praxis: „Die Patienten kommen
immer etwas später zu uns. Viele
warten auf ihre Operation und haben
einfach noch nicht die Kraft,
sich auch psychisch mit ihrer
Krankheit auseinanderzusetzen.“

Breite Themenberatung

Die Bandbreite an Themen, mit
denen die Psychoonkologen der
Krebshilfe Österreich konfrontiert
werden, ist groß. Mal ist es die
Angst um das eigene Leben, mal
die Frage, was aus dem Partner,
den Kindern werden soll. Aber
auch finanzielle Nöte oder die Sorge
darüber, wie man den Wiedereinstieg
ins Berufsleben schaffen
soll, werden thematisiert.Während
Psychoonkologen in Krankenhäusern
primär auf eine Betreuung der
Patienten in Akutsituationen spezialisiert
sind, können niedergelassene
Psychoonkologen sowohl von
Patienten als auch deren Angehörigen
konsultiert werden.

2524
Krebsforum - Achtung / KÖ - Krebstherapie - Die Heilung im Blick
« am: Oktober 08, 2011, 21:47:39 Nachmittag »
SAMSTAG, 24. SEPTEMBER 2011
DIEPRESSE.COM

Krebstherapie. Die Forschung hat in den letzten Jahren große Fortschritte in der Behandlung von
Tumorerkrankungen gemacht. Ergänzende Therapiemethoden versprechen Linderung. VON SONJA GERSTL

Die Heilung im Blick

Auch wenn der ganz große
Durchbruch bei der Krebsbekämpfung
weiter auf sich warten
lässt, gibt es neben den klassischen
Formen inzwischen eine ganze
Reihe neuer Therapien, die die
Chancen auf Heilung für die Betroffenen
erhöht haben oder zumindest
lebensverlängernd wirken.
Dazu gehört etwa die Anti-
Angiogenese-Therapie, in der man
versucht, die Neubildung von Gefäßen,
über die sich der Tumor ernährt,
zu verhindern. Dadurch soll
er ausgehungert werden und absterben.
Eine andere Methode sind
sogenannte zielgerichtete Therapien,
die – anders als es bei der
Chemotherapie der Fall ist – wenig
bis keine Auswirkungen auf das
gesunde Gewebe haben. Konkret
werden dabei spezifische Antikörper
eingesetzt, die das Wachstum
der Krebszellen hemmen sollen.
„Wir sind bestrebt, den Patienten
Ergebnisse aus dem Labor so
schnell wie möglich in Form von
klinischen Anwendungen zugänglich
zu machen. Dadurch ist es uns
gelungen, die Todesrate bei Krebserkrankungen
erheblich zu senken“,
verweist der Wiener Krebsspezialist
Michael Micksche auf
bisher erzielte Erfolge.
Erfolge bei Nebenwirkungen
Auch was die mit den einzelnen
Therapien verbundenen „Nebenwirkungen“
betreffe, wären Fortschritte
erzielt worden. Bei „Fatigue“,
(Müdigkeit und Erschöpfungszuständen
im Zusammenhang
mit Krebs, Anm.), könne unter
gewissen Umständen etwa die
Zufuhr von körpereigenen Eiweißstoffen
die Bildung roter Blutkörperchen
fördern und so Linderung
verschaffen. Übelkeit und Erbrechen,
hervorgerufen durch bestimmte
Krebsmedikamente, lindert
man durch die Verschreibung
von Antiemetika (Anti-Brechreizmittel),
und Lymphödeme, die
nach Operationen auftreten können,
werden im Rahmen einer
physikalischen Therapie eingedämmt.
Als eine wichtige unterstützende
Maßnahme bezeichnet
Micksche die Schmerztherapie:
„Krebspatienten, die unter
Schmerzen leiden, sollten unbedingt
ihren Arzt darüber informieren.
Es gibt eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten“,
mahnt der Mediziner. Dennoch fühlen
sich zahlreiche Krebspatienten
verunsichert (siehe auch Artikel
unten). „Vor allem dieses Ausgeliefertsein
hat mir enorm zu schaffen
gemacht. Man hat riesengroße
Angst, hängt aber gleichzeitig geradezu
an den Lippen der Ärzte“, berichtet
Martina M. Bei der Psychotherapeutin
wurde 2004 Hautkrebs
diagnostiziert, kurz zuvor war ihr
Mann verstorben – an Krebs. „Ich
habe damals mit meinem baldigen
Tod gerechnet und mich bewusst
dafür entschieden, die verbleibende
Zeit so gut wie möglich zu gestalten.
Ich habe mich nach alternativ
denkenden Ärzten umgesehen,
Qigong gemacht und einen
Malkurs besucht.“
 Gelandet ist sie „nach einigen Irrwegen“ schließlich
in einer Selbsthilfegruppe und
bei einem niederösterreichischen
Komplementärmediziner. Mittlerweile
gilt sie als geheilt.

Doris Kiefhaber, Geschäftsführerin
des Dachverbands der Österreichischen
Krebshilfe, versteht die
Sorgen der Patienten: „Nach einer
Krebsdiagnose haben viele Menschen
das Bedürfnis nach einer
selbstbestimmter Behandlung. Oft
werden dann auch unkonventionelle
Methoden ausprobiert. Manche
können das Wohlbefinden verbessern,
manche davon sind gefährlich.
Die Devise sollte sein: ergänzend
zur Schulmedizin ja – anstelle
der Schulmedizin nein.“
Komplementärmedizin
Die Komplementärmedizin versteht
sich als ganzheitliche Methode,
die nicht nur das Symptom,
sondern den Menschen als Einheit
von Körper und Seele sieht. Die Behandlung
basiert auf natürlichen
Mitteln und soll die Selbstheilungskräfte
aktivieren. Sie können Krebs
nicht heilen, aber zum Beispiel die
Folgen der Chemotherapie erträglicher
machen, den Schlaf fördern
oder insgesamt die Lebensqualität
steigern. Im Zusammenhang mit
Krebs werden unter anderem Mistelpräparate,
Enzyme, Vitamine,
Spurenelemente und Methoden
der Traditionellen Chinesischen
Medizin (TCM) eingesetzt. Ein Teil
der damit verbundenen Kosten
wird mittlerweile von einigen Krankenkassen
übernommen, in der
Regel muss man die Behandlung
aber selbst bezahlen.

Info
Über neue Therapiemöglichkeiten
und supportive Therapien
informieren sich Betroffene am
besten bei ihrem behandelnden Arzt.
Ein Folder über
komplementärmedizinische
Methoden liegt in den Beratungszentren
der Österreichischen Krebshilfe
auf. Dieser steht auch im
Serviceteil der Krebshilfe-Homepage
zum Gratis-Download bereit.
Informationen über Kostenersatz
erteilen die jeweiligen Krankenkassen.
Eine gute Informationsquelle sind
auch Selbsthilfegruppen. Eine
entsprechende Liste findet man auf
der Homepage der Stadt Wien unter
der Rubrik „Gesundheit & Soziales“.
 WEITERE INFORMATIONEN UNTER
www.krebshilfe.net
www.krebsforum.at

2525
Medieninhaber (Verleger),
Herausgeber und Hersteller:
OÖ Gebietskrankenkasse.
Für den Inhalt verantwortlich:
Direktorin Mag. Dr. Andrea Wesenauer,
4021 Linz, Gruberstraße 77,
Telefon 05 78 07 — 10 24 01,
Telefax 05 78 07 — 10 22 10,
DVR: 0023981.
R 33i/2011
DB/Komm cos
Rauchfrei in Gutau / OÖGKK startet Kurs
Endlich rauchfrei!
Gesundheit, höhere Lebensqualität, mehr Geld im Börsel: Das Rauchen auf-zugeben, zahlt sich auf jeden Fall aus. Doch der Weg in die „Unabhängigkeit“ fällt vielen Nikotinabhängigen schwer. Unterstützung bietet die OÖGKK mit einem ambulanten Entwöhnungsprogramm. „Wer das Rauchen sein lässt, tut etwas für die Gesundheit. Wir helfen dabei“, erklärt OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth. In Gutau startet im Oktober ein fünfwöchiger Nichtraucher-Kurs.
Auf dem Weg in die Rauchfreiheit bietet die OÖGKK seit Februar 2005 professio-nelle Unterstützung an.

Am 18. Oktober 2011 um 17.30 Uhr

startet in der Gemeinde Gutau ein Kurs zur ambulanten Raucherentwöhnung.
Der Weg in die (Rauch)-Freiheit dauert fünf Wochen. Das Programm beruht auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und erfüllt die internationalen Leitlinien zur Behandlung der Tabakabhängigkeit. Berücksichtigt werden dabei die körperliche Abhängigkeit und die festgefahrenen Verhaltensmuster. Die zukünftigen Nicht-raucher werden von speziell qualifizierten Psychologen begleitet. Für Schwangere werden bei Bedarf auch Einzelberatungen durchgeführt.
Bei den wöchentlichen Treffen wird das Kohlenmonoxid in der Atemluft gemessen, die Abhängigkeit bestimmt, das eigene Rauchverhalten analysiert, Motivations-techniken und alternative Verhaltensweisen und Abwehrstrategien entwickelt.
2
Besonderer Wert wird auch auf eine gesunde Ernährung gelegt, um eine ungewollte Gewichtszunahme zu vermeiden. Durchgeführt wird das Programm im Auftrag der OÖGKK vom Arbeitsmedizinischen Dienst (AMD). Die Teilnahmegebühr ent-spricht mit 35 Euro etwa dem Preis einer Stange Zigarette.
Informationen erhalten Interessierte bei der OÖGKK (Thomas Pröll unter der Telefonnummer 05 78 07 - 10 35 30) im Internet unter www.ooegkk.at oder per E-Mail an ambulante.raucherentwoehnung@ooegkk.at.

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R 33j/2011
DB/Komm cos
Rauchfrei in Wartberg ob der Aist / OÖGKK startet Kurs
Endlich rauchfrei!
Gesundheit, höhere Lebensqualität, mehr Geld im Börsel: Das Rauchen aufzugeben, zahlt sich auf jeden Fall aus. Doch der Weg in die „Unabhängigkeit“ fällt vielen Nikotinabhängigen schwer. Unterstützung bietet die OÖGKK mit einem ambulanten Entwöhnungsprogramm. „Wer das Rauchen sein lässt, tut etwas für die Gesundheit. Wir helfen dabei“, erklärt OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth. In Wartberg ob der Aist startet im November ein fünfwöchiger Nichtraucher-Kurs.
Auf dem Weg in die Rauchfreiheit bietet die OÖGKK seit Februar 2005 professionelle Unterstützung an.

Am 15. November 2011 um 17.30 Uhr

startet im Veranstaltungszentrum der Gemeinde Wartberg ob der Aist ein Kurs zur ambulan-ten Raucherentwöhnung. Anmeldeschluss ist der 8. November 2011.
Der Weg in die (Rauch)-Freiheit dauert fünf Wochen. Das Programm beruht auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und erfüllt die internationalen Leitlinien zur Behandlung der Tabakabhängigkeit. Berücksichtigt werden dabei die körperliche Abhängigkeit und die festgefahrenen Verhaltensmuster. Die zukünftigen Nicht-raucher werden von speziell qualifizierten Psychologen begleitet. Für Schwangere werden bei Bedarf auch Einzelberatungen durchgeführt.
Bei den wöchentlichen Treffen wird das Kohlenmonoxid in der Atemluft gemessen,
2
die Abhängigkeit bestimmt, das eigene Rauchverhalten analysiert, Motivations-techniken und alternative Verhaltensweisen und Abwehrstrategien entwickelt. Besonderer Wert wird auch auf eine gesunde Ernährung gelegt, um eine ungewollte Gewichtszunahme zu vermeiden. Durchgeführt wird das Programm im Auftrag der OÖGKK vom Arbeitsmedizinischen Dienst (AMD). Die Teilnahmegebühr ent-spricht mit 35 Euro etwa dem Preis einer Stange Zigarette.
Informationen erhalten Interessierte bei der OÖGKK (Thomas Pröll unter der Telefonnummer 05 78 07 - 10 35 30) im Internet unter www.ooegkk.at oder per E-Mail an ambulante.raucherentwoehnung@ooegkk.at.

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R 33k/2011
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Rauchfrei in Wels / OÖGKK startet wieder Kurs
Endlich rauchfrei!
Gesundheit, höhere Lebensqualität, mehr Geld im Börsel: Das Rauchen aufzugeben, zahlt sich auf jeden Fall aus. Doch der Weg in die „Unabhängigkeit“ fällt vielen Nikotinabhängigen schwer. Unterstützung bietet die OÖGKK mit einem ambulanten Entwöhnungsprogramm. „Wer das Rauchen sein lässt, tut etwas für die Gesundheit. Wir helfen dabei“, erklärt OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth. In Wels startet im Oktober wieder ein fünfwöchiger Nichtraucher-Kurs.
Auf dem Weg in die Rauchfreiheit bietet die OÖGKK seit Februar 2005 professionelle Unterstützung an.

Am 24. Oktober 2011 um 17.30 Uhr

startet in der OÖGKK-Kundenservicestelle Wels wieder ein Kurs zur ambulanten Raucherent-wöhnung.
Der Weg in die (Rauch)-Freiheit dauert fünf Wochen. Das Programm beruht auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und erfüllt die internationalen Leitlinien zur Behandlung der Tabakabhängigkeit. Berücksichtigt werden dabei die körperliche Abhängigkeit und die festgefahrenen Verhaltensmuster. Die zukünftigen Nicht-raucher werden von speziell qualifizierten Psychologen begleitet. Für Schwangere werden bei Bedarf auch Einzelberatungen durchgeführt.
Bei den wöchentlichen Treffen wird das Kohlenmonoxid in der Atemluft gemessen,
2
die Abhängigkeit bestimmt, das eigene Rauchverhalten analysiert, Motivations-techniken und alternative Verhaltensweisen und Abwehrstrategien entwickelt. Besonderer Wert wird auch auf eine gesunde Ernährung gelegt, um eine ungewollte Gewichtszunahme zu vermeiden. Durchgeführt wird das Programm im Auftrag der OÖGKK vom Arbeitsmedizinischen Dienst (AMD). Die Teilnahmegebühr ent-spricht mit 35 Euro etwa dem Preis einer Stange Zigarette.
Informationen erhalten Interessierte bei der OÖGKK (Thomas Pröll unter der Telefonnummer 05 78 07 - 10 35 30) im Internet unter www.ooegkk.at oder per E-Mail an ambulante.raucherentwoehnung@ooegkk.at.

2528
Rauchfrei in Traun / OÖGKK startet wieder Kurs
Endlich rauchfrei!
Gesundheit, höhere Lebensqualität, mehr Geld im Börsel: Das Rauchen aufzugeben, zahlt sich auf jeden Fall aus. Doch der Weg in die „Unabhängigkeit“ fällt vielen Nikotinabhängigen schwer. Unterstützung bietet die OÖGKK mit einem ambulanten Entwöhnungsprogramm. „Wer das Rauchen sein lässt, tut etwas für die Gesundheit. Wir helfen dabei“, erklärt OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth. In Traun startet im Oktober ein fünfwöchiger Nichtraucher-Kurs.
Auf dem Weg in die Rauchfreiheit bietet die OÖGKK seit Februar 2005 professionelle Unterstützung an.

Am 17. Oktober 2011 um 17.30 Uhr

startet in der OÖGKK-Kundenservicestelle Traun ein Kurs zur ambulanten Raucherentwöhnung.
Der Weg in die (Rauch)-Freiheit dauert fünf Wochen. Das Programm beruht auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und erfüllt die internationalen Leitlinien zur Behandlung der Tabakabhängigkeit. Berücksichtigt werden dabei die körperliche Abhängigkeit und die festgefahrenen Verhaltensmuster. Die zukünftigen Nicht-raucher werden von speziell qualifizierten Psychologen begleitet. Für Schwangere werden bei Bedarf auch Einzelberatungen durchgeführt.
Bei den wöchentlichen Treffen wird das Kohlenmonoxid in der Atemluft gemessen, die Abhängigkeit bestimmt, das eigene Rauchverhalten analysiert, Motivations-techniken und alternative Verhaltensweisen und Abwehrstrategien entwickelt.
2
Besonderer Wert wird auch auf eine gesunde Ernährung gelegt, um eine ungewollte Gewichtszunahme zu vermeiden. Durchgeführt wird das Programm im Auftrag der OÖGKK vom Arbeitsmedizinischen Dienst (AMD). Die Teilnahmegebühr ent-spricht mit 35 Euro etwa dem Preis einer Stange Zigarette.
Informationen erhalten Interessierte bei der OÖGKK (Thomas Pröll unter der Telefonnummer 05 78 07 - 10 35 30) im Internet unter www.ooegkk.at oder per E-Mail an ambulante.raucherentwoehnung@ooegkk.at.

2529
Am 12. Oktober 2011 ist der Abend dem Thema Lebensqualität und Onkologie gewidmet. Am 9. November 2011 stehen die Zähne aus Sicht der Integrativen Medizin im Mittelpunkt des Vortrages. Beginn jeweils um 19.30 Uhr. Die Informationsabende werden von Dr. Gerhard Hubmann, Vizepräsident der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED) und Leiter des Zentrums für Integrative Medizin, gemeinsam mit Fachärzten des ZIM gestaltet.

Der Eintritt ist frei. Um Voranmeldung unter Tel.: +43-(0)1-68009-9461 oder per Mail an zim@thermewienmed.at  wird gebeten.

Informationsabend am Mittwoch, 12. Oktober 2011
Thema: Lebensqualität verbessern! Komplementäre Onkologie aus Sicht der Integrativen Medizin
Vortragende: Dr. Gerhard Hubmann, Vizepräsident der GAMED und Leiter des Zentrums für Integrative Medizin, Univ. Doz. Dr. Peter Hollaus, MA, Facharzt für Allgemein- und Thoraxchirurgie
Beginn der Veranstaltung: 19.30 Uhr
Veranstaltungsort: Therme Wien Med, Kurbadstraße 14, 1100 Wien, Austria

Informationsabend am Mittwoch, 9. November 2011
Thema: Der Zahn als Problem aus Sicht der Integrativen Medizin – NUR der Zahn ...?
Vortragende: Dr. Gerda Prinz, Ärztin für Allgemeinmedizin, Dr. Gerhard Hubmann, Vizepräsident der GAMED und Leiter des Zentrums für Integrative Medizin, Dr. Werner Klöpfer, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
Beginn der Veranstaltung: 19.30 Uhr
Veranstaltungsort: Therme Wien Med, Kurbadstraße 14, 1100 Wien, Austria

Weitere Details zu den Informationsabenden in Kürze unter http://www.thermewienmed.at/

Ziel des Zentrums für Integrative Medizin ist die Kombination moderner Schulmedizin mit wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen der Komplementärmedizin. Im Mittelpunkt steht der "ganze Mensch" in seiner körperlichen und feinstofflichen Komplexität.
Therme Wien Med – Gesundheitszentrum der Therme Wien
Seit 2010 besteht mit der Therme Wien Med eines der modernsten, medizinischen Kompetenzzentren im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates. Als ambulantes Zentrum für Prävention, Diagnose und Therapie leistet die Therme Wien Med einen wesentlichen Beitrag innerhalb des Gesundheitswesens. Auf einem Areal von über 6.000 m² vereint die Therme Wien Med mehr als 200 Behandlungs- und Therapieplätze und beschäftigt ein Team von rund 100 medizinisch geschulten Mitarbeitern. Sie bietet topmodern ausgestattete Einrichtungen für Physikalische Medizin, Kur und Rehabilitation sowie das Zentrum für Integrative Medizin und das Rheuma-Zentrum.

THERME WIEN

 

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Krebsforum - Achtung / KÖ - Was die Homöopathie kann - oder auch nicht
« am: Oktober 08, 2011, 16:25:38 Nachmittag »

Die Presse
4.10.11

Was die Homöopathie kann – oder auch nicht

03.10.2011 | 17:16 |  von Gerta Niebauer (Die Presse)

Die Frage, ob bis zu milliardenfach verdünnte Stoffe Menschen auch heilen können, entzweit Gegner und Befürworter von Globuli & Co. schon seit Jahren. Diese Debatte erhält jetzt durch ein Buch neues Futter.
Über lange Zeit fehlte es an wissenschaftlichen Studien zur Wirkung der Homöopathie. Während ihre Anhänger den kleinen weißen Kügelchen, den Globuli, unglaubliche Heilerfolge zuschreiben, entgegnen Skeptiker, dass die darin enthaltenen, stark verdünnten Wirkstoffe nur einen Placeboeffekt hätten.

Was ist nun aber die Homöopathie? Magische Heilkraft, Einbildung oder doch eine wirksame Therapie für besondere Fälle? Für Skeptiker und Interessierte hat Sven Sommer, Chemiker, Heilpraktiker und Autor zahlreicher einschlägiger Bücher, in seinem neuen Buch „Homöopathie. Warum und wie sie wirkt“ versucht, anhand von neuen wissenschaftlichen Daten dem Leser zu einer eigenen Meinung zu verhelfen.
Die Homöopathie beruht auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Sie geht davon aus, dass eine Substanz, die eine bestimmte Krankheit hervorruft, diesen Zustand auch heilen kann. Dieses seit mehr als 200 Jahren angewandte System soll überdies auch die Selbstheilungskräfte anregen. Am Beispiel Aspirin, einem Blutverdünnungsmittel, das in der Dosis von 50 bis 100 mg verabreicht wird, konnte gezeigt werden, dass bei gesunden Testpersonen Aspirin in 100-facher Verdünnung die Blutverdünnungszeit verkürzt, also die Wirkung des hoch dosierten Aspirins aufhebt: ergo Gleiches mit Gleichem ausschaltet.

Neue Erkenntnisse und Theorien

Das Buch ist in drei Hauptteile gegliedert. Der erste Teil „Homöopathie – die verkannte Medizin“ geht auf neue Erkenntnisse und Theorien ein. Um den Vorwurf der Placebowirkung zu entkräften, wurden zahlreiche Versuche auch an Tieren unternommen, etwa bei Vergiftungserscheinungen oder Wundheilung.
Im zweiten Teil des Buches „Homöopathie und Psyche“ wird die körperliche und psychische Auswirkung homöopathischer Therapien als eine ganzheitliche Heilmethode beschrieben. Verschiedene Persönlichkeiten reagieren auch verschieden. Es werden die zehn häufigsten Persönlichkeitstypen vorgestellt. Da gibt es den Ängstlichen, den Perfektionisten oder den Machotyp, den Managertyp oder die Frau im Wechsel, sie sprechen auf ganz verschiedene Ausgangsstoffe an.
Viele emotionale Probleme und seelische Krisen können gut mit Homöopathie behandelt werden. Der Grund ist, dass „die Homöopathie medikamentöse und psychotherapeutische Interventionen für eine ganzheitliche Behandlung vereint“, behauptet Heilpraktiker Sommer.
Im dritten Teil des Buches „Homöopathie in der Praxis“ werden 180 bewährte Tipps für die Selbstbehandlung gegeben. Dieser Teil soll vor allem Skeptiker von der vielfältigen Anwendungsmöglichkeit überzeugen. Homöopathische Mittel sind in verschiedenen Potenzen erhältlich, die die Verdünnung des jeweiligen Wirkstoffs angeben. Gängig sind die D oder Dezimalpotenz, eine Verdünnung von 1:10, sowie die Centesimalpotenz, eine Verdünnung im Verhältnis 1:100.

Biophysikalischer Effekt

Es gibt aber auch Hochpotenzen, die um das Milliardenfache verdünnt sind. „Was soll da noch drinnen sein?“, fragen die Skeptiker. Dass dennoch eine Wirkung eintritt, wird neuen Theorien zufolge auch einem biophysikalischen Effekt zugeschrieben. Wäre damit das große Rätsel der homöopathischen Verdünnung bereits gelöst? Das fragt selbst der Autor. Bisher hat allerdings auch noch niemand die Unwirksamkeit der Homöopathie hundertprozentig nachweisen können.
Unter dem Titel „Mittel von A bis Z“ werden 30 besonders wichtige homöopathische Mittel und deren Einsatzgebiete vorgestellt. Dazu wird die richtige Dosierung angegeben sowie in welcher Form sie eingenommen werden sollen – ob als Tropfen, Tabletten oder als Globuli.
Im praktischen Teil wird aber auch besonders darauf aufmerksam gemacht, dass es Grenzen der Selbstbehandlung gibt: Dieser Ratgeber ersetzt nicht den Arzt. So dürfen etwa vom Arzt verordnete Medikamente nicht ohne Rücksprache eigenmächtig abgesetzt werden.
Auch wenn dem Leser umfangreiche Informationen über die Homöopathie gegeben werden, wird ihn letzten Endes nur die eigene Erfahrung überzeugen. Beziehungsweise nicht überzeugen. Das Buch enthält auch ein Glossar der wichtigsten Begriffe, einen umfangreichen Quellennachweis und weiterführende Adressen.

.......... http://diepresse.com/home/gesundheit/augeblaettert/698051/Was-die-Homoeopathie-kann-oder-auch-nicht


http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,743592,00.html

http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2011/10/presse-homoeopathie.php





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Sonstiges / Ein Zigarettenstummel reicht, um 40 Liter Grundwasser zu verunreinigen!
« am: Oktober 08, 2011, 13:33:31 Nachmittag »



tabak

6. Oktober 2011

Rauchen zerstört den Urwald


Tabakanbau ist verantwortlich für großflächige Abholzungen in Lateinamerika und Afrika. Wie das Greenpeace Magazin in seiner neuen Ausgabe berichtet, schadet der Zigarettenkonsum vor allem Afrikas größtem Tabakproduzenten Malawi. Dort werden seit Jahren ganze Landstriche gerodet.

............... Ein Zigarettenstummel reicht, um 40 Liter Grundwasser zu verunreinigen!
..................http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5020&tx_ttnews[tt_news]=121857&cHash=e7f1a4b5e6dfb9cb9f506f1c8a1b05ae


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Anm.:
Für ein Kabarett wurde im Krebsforum noch nie Werbung gemacht.
Aber dieser Abend zahlt sich aus!




Patienten sind von der Venus, Ärzte vom Mars

03.10.2011 | 17:34 |  von Claudia Richter (Die Presse)

Ronny Tekal-Teutscher und Norbert Peter rollen mit ihrem Kabarett „Patientenflüsterer“ ein heikles Thema von der humorvollen Seite auf. Sie werfen dabei mehr als einen satirischen Blick in die Welt der Medizin.

Tatsache ist: Der durchschnittliche Kassenarzt lässt seinen Patienten maximal 30 Sekunden reden, ehe er ihn mehr oder weniger brutal unterbricht. Das ist eine der kranken Seiten in unserem Gesundheitssystem, die vielen Fehldiagnosen Tür und Tor öffnet. Wie man aus diesem Stoff, der sich ja eher für ein Drama eignet, einen unterhaltsamen Abend macht, stellen die bekannten Medizin-Kabarettisten Peter und Tekal-Teutscher ab sofort in ihrem neuen Programm „Patientenflüsterer“ in Wien unter Beweis. Sie werfen dabei mehr als einen satirischen Blick in die Welt der Medizin.
Dr. Ronny Tekal-Teutscher, selbst Arzt, sieht die Dinge allerdings auch von einer ernsten Seite: „Im Prinzip ist der Patient Kunde, und so sollte ihn der Arzt auch behandeln.“ Dass dem häufig nicht so ist, weiß der Allgemeinmediziner sehr wohl und prangert dies auch im Kabarett auf humorvolle Art an, nicht immer mit feinster Klinge. „Der mündige Patient erfordert einen mündlichen Arzt, der die ärztliche Schweigepflicht nicht mit einem Schweigegelübde gegenüber seinen Patienten verwechselt.“

Vater- und Kabarett-Karenz

Wie hält es denn Dr. Tekal-Teutscher eigentlich selbst mit seinen Patienten? Er sieht in ihnen gleichwertige Partner und hört ihnen zu – respektive er hörte ihnen zu. Momentan hat er seinen weißen Kittel nämlich vorübergehend an den Nagel gehängt, um sich ganz dem Kabarett und seinen drei Kindern zu widmen. „Ich bin auf Vater- und Kabarett-Karenz.“
Und noch etwas hat sich im Leben des 42-Jährigen geändert, nämlich der Name: Er heißt eigentlich gar nicht mehr Teutscher, sondern nur noch Tekal, der Doppelname dient der Wiedererkennung. „Tekal ist ein Mix aus meinem Namen, also Teutscher, und dem meiner Frau, nämlich Kalkhofer“, erläutert Dr. Tekal, der demnächst mit Kommunikationswissenschaftler und Kabarett-Kollegen Mag. Norbert Peter aufzeigen wird, wie möglich wird, was fast unmöglich scheint: „Auch wenn man meinen könnte, Patienten seien von der Venus und Ärzte vom Mars, müssen sie im Streben nach Gesundheit doch einen guten Teil ihres Weges gemeinsam beschreiten.“
Lachen hilft meistens

Wenn das Programm „Patientenflüsterer“ (Premiere in der Nacht auf heute, 4. Oktober, im Wiener Orpheum) an die Erfolge der vorangegangen Kabarettstücke des Duos anschließt, sind Lachsalven garantiert. Und dass Lachen äußerst gesund und wahrlich Medizin ist, ist inzwischen wissenschaftlich hinlänglich bewiesen.

Termine für „Patientenflüsterer“ in Wien: 7., 8., 19. Oktober; 8. November (Spielort Orpheum) und 16., 17., 23., 24. Oktober; 6., 28. November (Spielort Kulisse); medizinkabarett.at
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1 - Wien / "Man soll seine Gesundheit schädigen dürfen" Anm.: Im Standard!
« am: Oktober 07, 2011, 22:23:09 Nachmittag »

"Man soll seine Gesundheit schädigen dürfen"

Thema: Rauchverbot
"Man soll seine Gesundheit schädigen dürfen"
Interview | Maria Sterkl, 05. Oktober 2011 06:15

    Artikelbild: Rauchen oder Nichtrauchen? Was früher nur ein Laster war, wird jetzt zum "kollektiven Problem" stilisiert - Foto: REUTERS/David Gray

    Rauchen oder Nichtrauchen? Was früher nur ein Laster war, wird jetzt zum "kollektiven Problem" stilisiert
    Artikelbild: "Raucher werden zunehmend aggressiv und sagen: 'Lasst uns doch endlich mal in Ruhe'", meint Henning Schmidt-Semisch - Foto: privat

    "Raucher werden zunehmend aggressiv und sagen: 'Lasst uns doch endlich mal in Ruhe'", meint Henning Schmidt-Semisch
    Artikelbild: Fettes Essen? Zu viel Zucker? Ein "Gesundheitswahn" führe dazu, dass Menschen das, was sie sowieso essen, mit immer schlechterem Gewissen zu sich nehmen, meint Schmidt-Semisch - Foto:

    Fettes Essen? Zu viel Zucker? Ein "Gesundheitswahn" führe dazu, dass Menschen das, was sie sowieso essen, mit immer schlechterem Gewissen zu sich nehmen, meint Schmidt-Semisch

Warum regt das Thema Rauchen so auf? Darüber und über Trolle im Forum spricht Soziologe Henning Schmidt-Semisch

Beim Rauchen sind die Trolle los: Jedes Mal, wenn auf derStandard.at eine Geschichte zum Thema Rauchen erscheint, tummeln sich im Forum die immer gleichen UserInnen, um sich gegenseitig wüst zu beflegeln. RaucherInnen werden als "Seuche", als "hirnlose Süchtige" und "Parasiten" beschimpft, NichtraucherInnen als "Nazis", "Faschisten" und ähnliches verunglimpft. Warum rasten manche Menschen gerade bei diesem Thema dermaßen aus? Darüber hat Maria Sterkl mit dem Soziologen Henning Schmidt-Semisch von der Uni Bremen gesprochen.

derStandard.at: Warum erhitzt das Thema Rauchen so sehr die Gemüter?

Henning Schmidt-Semisch: Die Raucher werden zunehmend empfindlich, angesichts der vielen Einschränkungen, die sie in den letzten dreißig Jahren erlebt haben. Früher war es in Sitzungen oder in Uni-Seminaren normal, dass man raucht, das wurde dann verbannt. In den Neunzigerjahren kam das Rauchen aus den öffentlichen Gebäuden raus, in den 2000er-Jahren aus den Kneipen, und jetzt wird diskutiert, ob das Rauchen in privaten Fahrzeugen verboten werden soll.

Ich glaube, dass die Raucher das zunehmend als Abwertung ihres Lebensstils, ihrer Genusspräferenzen wahrnehmen, und dass sie sehr empfindlich gegenüber staatlichen Regulierungen geworden sind - und folglich auch gegenüber etwaigen moralischen Vorhaltungen von Nichtrauchern. Rauchen ist wie Trinken oder Essen etwas sehr Persönliches, und man will sich da nichts dreinreden lassen, weder vom Staat noch von moralisierenden Personen in der Umgebung. Es geht auf der Raucherseite immer auch um Freiheit, die man ausleben möchte, um den Schutz vor staatlicher oder moralischer Dominanz.

derStandard.at: Den NichtraucherInnen wiederum geht es um den Schutz vor der Dominanz der RaucherInnen. Dem Rauch in geschlossenen Räumen können Sie sich nicht entziehen.

Schmidt-Semisch: Genau - wobei es auch hier in der Wahrnehmung eine Entwicklung gibt. Auch die Nichtraucher sind empfindlicher geworden. In den Achtzigerjahren und davor wurde Rauchen vor allem als ein Laster wahrgenommen. Als ein Laster, das gestunken hat, das Leute belästigt hat. In den Neunzigerjahren begannen die Gesundheitsargumente zu dominieren, und man nahm das Rauchen als individuelle Gefährdung wahr, durch Passivrauchen zum Beispiel.

Jetzt hingegen gibt es eine völlig andere Wahrnehmung, die zunehmend ökonomisch argumentiert wird. Man sagt: Rauchen schädigt die Gesundheit derer, die rauchen, und dadurch steigen die Gesundheitskosten. Man wirft also Rauchern vor, dass sie ökonomische Schäden in der Krankenversicherung produzieren. Sie schaden nicht mehr nur dem individuellen eigenen Körper, sondern dem Versicherungskollektiv. Die Rede über Rauchen hat also eine bestimmte Karriere in den letzten dreißig Jahren durchgemacht - vom persönlichen Laster zur Gefährdung der Gesellschaft, oder zur Gefährdung der gemeinsamen finanziellen Ressourcen.

derStandard.at: Gibt es allgemein weniger Toleranz für gesundheitsgefährdende "Laster"?

Schmidt-Semisch: Ja. Die immer wieder auftauchende Diskussion über Risikosteuern ist ein Zeichen dafür - also Steuern auf Zuckerhaltiges, auf Alkohol, auf fettes Essen. In Ungarn wurde ja gerade eine sogenannte Hamburger-Steuer eingeführt - eine Abgabe auf Cola, auf Kekse, auf Chips, also auf alles, was viel Salz, Zucker oder Fett enthält. Auch in Deutschland wird das diskutiert - bis hin zur Frage, ob man Rauchern überhaupt Lungen transplantieren soll.

derStandard.at: Sehr viele Menschen in Österreich sind alkoholsüchtig. Trotzdem steht das Rauchen bzw. das Einschränken des Rauchens viel mehr im Vordergrund als eine Einschränkung des Trinkens. Warum?

Schmidt-Semisch: Das liegt wohl daran, dass die Raucher schon immer in der Minderheit waren. Es waren immer weniger als 50 Prozent und es werden immer weniger. Im Gegensatz dazu nimmt über 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Alkohol zu sich. Insofern kann man hier weniger gut polarisieren. Beim Rauchen hingegen funktioniert das wunderbar - da kämpft eine Hälfte gegen die andere. Und der Alkohol belästigt nicht so.

derStandard.at: Auch übermäßiger Stress und mangelnde Erholung schaden der Gesundheit. Warum wird über Workaholics so wenig geredet?

Schmidt-Semisch: Wahrscheinlich weil es höchst funktional ist - für die Unternehmen. Das Leistungsprinzip dominiert die Gesellschaft, deshalb ist es schwierig, das zu thematisieren. Wobei es in der Wissenschaft sehr wohl thematisiert wird, aber längst nicht mit dieser moralischen Konnotation wie beim Rauchen

derStandard.at: Glauben Sie, dass sich die aggressive Polemik in der Rauch-Debatte aufs Forum beschränkt, oder kann es auch in der persönlichen Begegnung zu handgreiflichen Konflikten führen?

Schmidt-Semisch: Ich glaube das eigentlich nicht. Was man aber bei jeder Drogenproblematik bemerkt, ist, dass Leute, die Probleme mit Drogen hatten, nach der Überwindung dieser Probleme oft besonders rigide argumentieren. Sie tun das, um sich von ihrem eigenen früheren Verhaltensweisen abzusetzen. Ich glaube, dass unter diesen vielen Nichtrauchern, die sich in den Foren zu Wort melden, viele Ex-Raucher sind, die sich auf diese Art von ihren eigenen vermeintlichen Verfehlungen zu distanzieren versuchen.

derStandard.at: Sie haben sich intensiv mit dem Umgang mit Übergewichtigen beschäftigt. Gibt es hier Parallelen zum Umgang der Gesellschaft mit RaucherInnen?

Schmidt-Semisch: Ja, das ist insofern ähnlich, als das Rauchen wie auch das Dicksein zu einer Art Masterstatus wird, an den dann alles mögliche drangehängt wird. In den Foren werden Menschen, die rauchen, als hirnverbrannt, als schwach dargestellt, als Menschen, die keine Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen. Beim Dicksein funktioniert das ganz ähnlich: Übergewichtigen wird immer unterstellt, sie seien langsam, eigentlich faul, sie könnten sich beim Essen nicht beherrschen. Das sind natürlich alles Mythen - dicke Menschen essen oft deutlich regulierter als dünne Menschen, die damit kein Problem haben.

derStandard.at: Steht dahinter ein breiter gesellschaftlicher Trend, dass für menschliche Schwächen nicht mehr so viel Verständnis aufgebracht wird?

Schmidt-Semisch:  Einerseits sind wir gezwungen, uns in unserer Gesellschaft einem permanenten Casting zu unterziehen. Jeder muss sich als einzigartig darstellen. In diesem Kontext können Schwächen einen Menschen durchaus auch sympathischer und attraktiver machen - jedenfalls für einen Teil des "Publikums". Eine generelle Abwertung von Schwäche sehe ich also nicht.

Was aber diese so genannten gesundheitlichen Risikoverhaltensweisen angeht, wird schon versucht, sie als besonders problematisch darzustellen - auch unterstützt durch manche Gesundheitswissenschaftler und den ganzen Gesundheitswahn, den wir haben. Vielleicht sehen das Politik und Krankenkassen ja auch ganz gerne. Weil man auf diese Weise womöglich Beiträge leichter erhöhen kann, im Sinne von Risikozuschlägen. Und vielleicht kann manchmal der Fokus auf das individuelle Verhalten auch von strukturellen Problemen ablenken.

derStandard.at: Wie äußert sich dieser "Gesundheitswahn"?

Schmidt-Semisch: Keiner weiß genau, was Gesundheit eigentlich genau ist. Sie ist ja nicht nur die Abwesenheit von Krankheit. Es gibt vielmehr zwischen Gesundheit und Krankheit ein Kontinuum, auf dem wir uns einmal mehr links und einmal mehr rechts bewegen. Trotzdem wird Gesundheit zu einem Wert, der unglaublich wichtig wird und wichtiger als alles andere. Er wird auch in den Medien so dargestellt.

Dabei wissen wir alle, dass Gesundheit nur ein Aspekt von vielen ist, die wir in unserem Leben berücksichtigen. Wir steigen ja auch nicht ins Auto mit dem Gedanken, dass in Europa jedes Jahr 35.000 Menschen im Straßenverkehr sterben. Wir wollen mobil sein, und diese Mobilität ist uns wichtiger, als permanent über unsere Gesundheitsgefährdung im Straßenverkehr nachzudenken.

derStandard.at: Jetzt könnte man argumentieren, dass an Herzinfarkt und Lungenkrebs auch ungleich mehr Menschen sterben als an Verkehrsunfällen.

Schmidt-Semisch: Ja, aber wir werden mit Botschaften überhäuft, mit Verhaltensanleitungen über gesundes Essen, wobei ja keiner so genau weiß, was gesunde Ernährung eigentlich sein soll. Die großen Ernährungsgesellschaften haben ganz genaue Tabellen, was man essen soll, fünf Mal am Tag Obst und was weiß ich noch.

Wir verwissenschaftlichen unser Essen, weil wir permanent nur noch drüber nachdenken, ob das jetzt gesundheitsschädlich ist oder nicht. Zumindest wird das permanent von uns erwartet - was wir aber natürlich nicht können und dann auch nicht tun. Aber diese Masse an Gesundheitsbotschaften, die uns an allen Ecken begegnen, lässt Raucher vielleicht auch zunehmend aggressiv werden und sie dann sagen: Lasst uns doch endlich mal in Ruhe.

derStandard.at: Wie bewerten Sie den restriktiveren Umgang mit dem Rauchen im öffentlichen Raum?

Schmidt-Semisch: Er hat durchaus dazu geführt, dass weniger geraucht wird - am Arbeitsplatz beispielsweise. Ich finde allerdings, dass es Grenzen geben sollte. Die Freiheit des einzelnen sollte so weit respektiert werden, dass man im Zweifel auch seine Gesundheit schädigen darf. Wogegen ich absolut bin, wäre ein Verbot von Tabak. Das zeigt die Geschichte bei allen Drogen, dass diese Art der Politik nicht funktioniert, sondern das Problem nur noch größer macht, weil man die Raucher in die Illegalität drängt. Die Leidenschaft des Rauchens lässt sich durch Verbote nicht aus der Welt kriegen. (Maria Sterkl, derStandard.at, .2011)

ZUR PERSON

Der Soziologe und Kriminologe Henning Schmidt-Semisch hat eine Professur am Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen inne. Er forscht vor allem zu Gesundheitsförderung, Risikosoziologie, Sucht- und Drogenforschung und sozialer Kontrolle.

http://derstandard.at/1317018849025/Thema-Rauchverbot-Man-soll-seine-Gesundheit-schaedigen-duerfen


Ankündigung:
http://derstandard.at/1317019349935/Heute-12-13-Uhr-Raucher-Chat-mit-Franzobel

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5.10.11

Österreich bei Raucher-Gesetzgebung Schlusslicht


Österreich bildet bei der Rauchergesetzgebung in Europa gemeinsam mit Griechenland das Schlusslicht. Laut dem sogenannten EQUIPP-Projekt rauchen hierzulande 34 Prozent der Bevölkerung. Gerade bei jungen Menschen habe das Rauchen seit 1986 einen regelrechten Boom erfahren, heißt es in dem Bericht, der am Donnerstag am Rande des European Health Forum Gastein (EHFG) vorgestellt wurde.

In der Wertung des Tobacco Control Scale Reports wurde festgestellt, dass die österreichische Gesetzgebung im Vergleich zu anderen EU-Staaten "besonders nachsichtig" sei. Das Mindestalter für den Kauf von Zigaretten bleibe bei 16 Jahren. In den meisten EU-Staaten beträgt es 18. Hinsichtlich der gesetzlichen Rauchverbote bemerkt der Report: "Sie werden in Österreich nicht durchgesetzt."

Die von einem Beurteilungsgremium beobachteten Länder waren die 27 EU-Staaten plus Schweden, Island, Norwegen und die Türkei. Zu vergeben waren 100 Punkte in fünf Kriterien: Zigarettenpreise, Werbevorschriften, Tabakgesetzgebung, Warnhinweise und Maßnahmen, welche den Rauchern das Aufhören erleichtern sollen inklusive der für solche Aufgaben vorhandenen Budgets. An der Spitze lag mit 77 Punkten Großbritannien, gefolgt von Irland (69), Norwegen (62), der Türkei und Island mit je 61 Punkten. Österreich und Griechenland liegen mit 32 Punkten an letzter Stelle.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben in Europa jedes Jahr rund 650.000 Menschen als Folge des Rauchens. Das kostet die einzelnen Volkswirtschaften im Schnitt ein Prozent ihrer Bruttoinlandsprodukte. Laut WHO fordert das Rauchen mehr Tote als Aids, legale und illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Mord und Selbstmord zusammen.

http://www.gmx.net/themen/oesterreich/nachrichten/1288tw0-miserables-rauchergesetz#.A1000146




weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/oesterreich/nachrichten/1288tw0-miserables-rauchergesetz#.A1000146

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Europa / Griechenland "kippt" Rauchverbot aus Geldnot
« am: Oktober 07, 2011, 22:11:54 Nachmittag »


Die Griechen dürfen wieder qualmen: Wegen der finanziellen Schwierigkeiten des Landes erlaubt die Regierung das Rauchen in größeren Lokalen - dabei gilt das Rauchverbot für öffentliche Gebäude und die Gastronomie erst seit zwei Jahren.

Gaststätten, die über mehr als 300 Quadratmeter verfügen, dürfen die Hälfte dieser Fläche für Raucher reservieren - vorausgesetzt, sie zahlen dem Staat jährlich 200 Euro pro Quadratmeter "Raucherfläche". 2009 hatten die Griechen eigentlich ein strenges Rauchverbot für geschlossene öffentliche Gebäude, Versammlungsstätten und die Gastronomie eingeführt. Dieses wurde aber nicht immer eingehalten. In diesem Jahr hinzugekommen waren auch Rauchverbote in Bussen, Taxis und privaten Pkw, wenn Kinder unter zwölf Jahren mitfahren.

kpa/dpa

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,789459,00.html



http://www.facebook.com/group.php?gid=207474724730&v=wall

‎>>Gaststätten, die über mehr als 300 Quadratmeter verfügen, dürfen die Hälfte dieser Fläche für Raucher reservieren - vorausgesetzt, sie zahlen dem Staat jährlich 200 Euro pro Quadratmeter "Raucherfläche". <<

Das sind dann bei einem 300m²-Lokal, das die Hälfte für Raucher reserviert EUR 30.000 im Jahr. Ob sich das rechnet?

In Griechenland wurde das Tabakgesetz ähnlich zu Österreich nicht kontrolliert und daher auch nicht eingehalten. Wenn nun diese Bestimmung auch nicht umgesetzt wird, kosetet es die betreffenden Wirte auch nicht mehr als jetzt, also nichts.

In Österreich müssen Wirte, die rauchen lassen, bestenfalls alle zwei Jahre mal etwa EUR 200 bezahlen, aber nicht pro Quadratmeter, sondern gesamt.