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Nachrichten - admin

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Junge Zeiten

Nicht ernst zu nehmen


Erstellt 26.10.11, 19:43h

Nichtraucherschutz prangt in großen Lettern über der Situation, wenn man als 16 Jähriger aus der Raucherkneipe geworfen wird, weil die vom Gesetzgeber her ab 18 sein muss.
Lacht einen hämisch an, wenn es in der „rauchfreien“ Kneipe dann mehr qualmt als aus fünf Industrieschornsteinen. Und macht einen auch ein bisschen schadenfroh, wenn die eigenen Freunde bei Minustemperaturen mit der Kippe in der Hand draußen einfrieren.

Aber muss das so sein? Liebe Stadt Leverkusen, wenn es dieses Gesetz gibt, dann setzt es auch vollständig durch oder schafft es aus Bequemlichkeit wieder ab.
Denn solange erlaubt wird, dass Zigaretten im Supermarkt neben den Süßigkeiten liegen, wir von der Werbung für alle möglichen Sorten von Tabak nahezu erschlagen werden und der Staat ein Heidengeld durch Tabaksteuern verdient, auf die er nicht verzichten kann, kann man euch einfach nicht ernst nehmen. (Nick Becker)


Österreich:
Wenn 16-jährige Zigaretten im Laden kaufen können, durch "Wegschauen" der Angestellten auch Jüngere (ORF-Reportage), detto im Gasthaus,
wenn 10-jährige die Zigarettenautomaten leeren können, da keine Alterskontrolle dort vorgesehen sind,
dann ........ fort mit Schaden (Anm.: Das ist keine Anspielung auf den Salzburger Politiker Schaden, sonder betrifft alle Politiker!).



http://www.ksta.de/html/artikel/1319578190669.shtml


2462

Köln: Nikotin? Nein, sagen junge Leute!

Besser Kneipensterben, statt Nikotintote!



Junge Zeiten

Nikotineis


Erstellt 26.10.11, 19:43h

Ich bin kein Kneipengänger und auch Restaurants suche ich sehr selten auf. Dagegen gehe ich gern in Eiscafés.
Seit Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes sind die Besuche besonders beliebt. Denn ich bin ein „Nasen-Mensch“. Dieses Organ ist enorm empfänglich und empfindlich.

In Sommern wie diesem keine Frage, die Schleckermäuler sitzen drinnen, weil es draußen dauernd regnet, es herrscht Rauchverbot. Wagt sich selten genug die Sonne hervor, möchten alle Genießer großartigen Genuss im Freien und erleben Italienflair in lauer Luft. Doch leider gilt das Rauchverbot hier nicht.

Neulich erst war ich mit meiner Familie umzingelt von qualmender Meute. Kein Genuss mehr möglich. Nase narkotisiert mit Nikotin, Geschmacksnerven ohne Kontakt zu Vanille-, Erdbeer- oder Schokoeis. Ich mag mir nicht Nikotin auf der Zunge zergehen lassen, da bin ich eigen. Ganz abgesehen von den gesundheitsschädigenden Auswirkungen des Passivrauchens, geht ein gutes Stück Lebensqualität verloren.

Um Rauchern wie Nichtrauchern gerecht zu werden: Könnte nicht das Rauchverbot auch für Außenbereiche gelten und ein findiger Eisproduzent Nikotineis für Raucher auf den Markt bringen? (Pia Kollbach)

http://www.ksta.de/html/artikel/1319578190675.shtml



2463
Deutschland / „Super – Rauchverbot aufgehoben“, bei Altkanzler Schmidt
« am: Oktober 28, 2011, 15:14:30 Nachmittag »



Der Scherz nach der Nachricht kam prompt: „Super – Rauchverbot aufgehoben“, witzelt ein Leser des Online-Angebots unserer Zeitung, nachdem bekannt wurde, dass Altkanzler Helmut Schmidt den Millennium Bambi erhalten wird.


Der 92-Jährige wird die Auszeichnung, die ihm am 10. November in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen verliehen wird, persönlich entgegennehmen. Das versichert der Burda-Verlag, der hinter dem Medienpreis steht. Auf Anfrage dieser Zeitung konnte Burda aber nicht versichern, ob das übliche Rauchverbot für den prominenten Geehrten tatsächlich gelockert wird. Es ist aber schwer davon auszugehen, da Helmut Schmidt, der übrigens seit 1982 kein politisches Amt mehr innehat, nirgendwo öffentlich ohne Zigarette auftritt.

„Der Mann hat Charakter, Anstand und Würde“

„Helmut Schmidt ist der lebende Beweis dafür, dass Geräuchertes länger hält“, äußert sich Online-Kommentatorin „Alisha“ zu unserer Meldung. Und „MBO“ meint, dass er gerne eine Karte von einem militanten Nichtraucher übernehme. Ansonsten finden sich nur positive Leser-Reaktionen auf die Bekanntmachung (siehe Ende dieser Seite). „Der Mann hat Charakter, Anstand und Würde“, schreibt „Helge_MZ“. „Wer sich mit dem Menschen und Politiker Schmidt beschäftigt hat, weiß, dass er die Auszeichnung mehr als verdient hat“, findet „as124“.

Die Jury aus den Burda-Chefredakteuren benennt Helmut Schmidt als „das politische Gewissen der Deutschen“. Der Altbundeskanzler verfüge über einen messerscharfen Verstand und eine unbeirrbare Moral, die viele heute bei Politikern vermissten. „In seiner Rolle als ‚Elder Statesman‘ scheut er nicht, den amtierenden Regierungen, Bankern oder Wirtschaftsbossen seine Meinung zu sagen“, heißt es weiter in der Stellungnahme der Jury.

Der Bambi für Helmut Schmidt ist die vierte Auszeichnung, die der Burda-Verlag vorab bekannt gibt. In Wiesbaden werden auch die Superstars Lady Gaga und Justin Bieber sowie Fernsehmoderator Thomas Gottschalk ein goldenes Reh entgegennehmen.

.............. http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/11296898.htm

Von Patrick Körber


2464
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Thomas Pressberger | 27.10.2011 |

"Nichtraucherschutz ist endgültig einzementiert"

Wien. Zu Beginn der kalten Jahreszeit flackert die Debatte um den Nichtraucherschutz in Lokalen wieder auf. Laut Trafikanten-Obmann Peter Trinkl ist die ursprünglich heftig umstrittene Regelung einzementiert: "Es gibt keine Schwierigkeiten, der Streit scheint ausgestanden. Die Bevölkerung steht dahinter." Auch international gehe der Trend in Richtung Liberalisierung. Griechenland habe das Verbot aufgehoben, Steuereinnahmen seien jetzt wichtiger. Auch in anderen Ländern werde zurückgerudert.

Ganz so eitel Wonne ist laut Franz Pietsch, Leiter der zuständigen Fachabteilung im Gesundheitsministerium, die Lage jedoch nicht: "Der Unmut bei den Nichtrauchern wird vielfach noch immer durch offen gehaltene Türen erzeugt." Dies zeige sich in zahlreichen Beschwerden und Anzeigen. Die Auswertung der Anzeigenstatistik 2010 ergibt eine Zunahme um vier Prozent im Vergleich zu 2009.

Auch künftig Anzeigen

Eine erste Auswertung der Halbjahresstatistik 2011 lässt eine deutliche Steigerung der Anzeigen in Wien, Salzburg und Vorarlberg erkennen. In der Steiermark und Kärnten ist hingegen von einem starken Rückgang auszugehen.

Bauliche Abtrennungen liegen laut Pietsch fast flächendeckend vor. "Aus heutiger Sicht wird allerdings auch in naher Zukunft mit der Einbringung von Anzeigen zu rechnen sein." Ein Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern werde aber tatsächlich mehr und mehr gelebt.

Auch "Rauchsheriff" Dietmar Erlacher bestätigt, dass sich die Anzeigen häufen, doch "bleiben die Fälle monatelang unbearbeitet". Die Behörden würden von Anzeigen überschüttet und konnten die Anzahl nicht bewältigen. Dass sich die Gastronomen an die Regelung halten, stimme nicht: "Wir haben einen Bereich in der Wiener Innenstadt kontrolliert, 76 Prozent der Betreiber wurden angezeigt", sagt Erlacher. Beim geplanten Volksbegehren gegen die gültige Regelung dürfte endgültig die Luft heraußen sein. Von nötigen 8200 Unterschriften wurden nur 6120 erreicht. "Es sieht nicht so aus, als würde sie zustande kommen", so Erlacher.

http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/nichtraucherschutz-ist-endgueltig-einzementiert-493878/index.do

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Krebsforum - Achtung / KÖ - Screening: Mehr Schaden als Nutzen?
« am: Oktober 26, 2011, 19:52:33 Nachmittag »
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"KÖ" = 1. Krebsforum Österreich www.krebsforum.at


Mehr Schaden als Nutzen?
Utl.: Die EUFEP-Bilanz über Sinn und Unsinn von Screenings in der Krebsprävention =

   Krems (OTS) - Während in Krems im Rahmen des dritten Europäischen
Forums für evidenzbasierte Prävention und Gesundheitsförderung
(EUFEP) internationale ExpertInnen über Sinn und Unsinn von
Krebsvorsorge diskutierten. Der Schaden sei größer als der Nutzen,
kam die U.S. Preventive Services Task Force, mächtiges Instrument des
amerikanischen Gesundheitsministeriums, zum Schluss. Welche
Screenings machen nun tatsächlich Sinn in der Krebsfrüherkennung,
welche nicht?

   Die Bilanz der EUFEP-Diskussion: Eine klare Empfehlung gab es für
die Darmspiegelung in der Darmkrebsvorsorge. Im Nutzen vollkommen
überschätzt werden sowohl das Brustkrebs- als auch das
Prostatakrebs-Screening. Wer sich dazu entscheidet, sollte das in
spezialisierten Zentren tun. Eine klare Empfehlung dagegen gibt es
gegen das Ganzkörperscreening.

Prostatakrebs-Vorsorge: Männer vor PSA-Test umfassend informieren!

   Tatsächlich ist der sogenannte PSA-Test, ein einfacher Bluttest,
der die Höhe des sogenannten Prostataspezifizischen Antigens misst,
auch hierzulande seit Jahren umstritten. Zu ungenau, sagen die
Epidemiologen. Es ist das beste, was wir haben, sagen die Urologen,
denen die Problematik nicht immer bewusst ist. Tatsächlich zeigen
Studien in Deutschland, dass der Nutzen von Früherkennung des
Prostatakarzinoms wie auch des Brustkrebs in der Bevölkerung bei
weitem überschätzt wird. Sowohl beim Prostatakarzinom als auch beim
Mammakarzinom sind sich europäische Experten inzwischen einig
darüber, dass der Nutzen nicht sehr groß ist. Maximal eine Frau von
1000 Frauen kann durch Früherkennung gerettet werden. Ähnlich verhält
es sich beim Prostata-Karzinom: "In Deutschland sterben 4 von 1000
Männern an Prostatakrebs. Wenn man 1000 Männer screent, sterben
trotzdem immer noch 3.  Sicher ist allerdings ein deutlicher Schaden
für weitere 50 Männer. So viele werden im Durchschnitt operiert,
obwohl sie kein Prostatakarzinom haben. Wegen einer sogenannten
"falsch-positiven" Diagnose. Ganz abgesehen von der psychischen
Belastung, der Männer ausgesetzt sind, sobald sie mit der Diagnose
"Prostatakrebs" leben, sind viele der Männer nach der Operation
inkontinent und/oder impotent," sagt Dr. Klaus Koch, IQWIG Köln,
Ressortleiter und Chefredakteur von Gesundheitsinformation.de und
Autor von "Mythos Krebsvorsorge". Seiner Meinung nach müssten sowohl
Frauen als auch Männer vor dem Screening objektiv über Nutzen und
Risiko aufgeklärt werden. Erst dann sollte man für sich selbst
entscheiden, ob man nun als gesunder Mensch den Test machen will oder
nicht.

   Tatsächlich ist die Prostatakrebs-Rate sowohl in Deutschland als
auch in Österreich innerhalb der letzten 15 Jahre stark angestiegen.
In Deutschland konkret von 10.000 auf 60.000 Menschen, was laut Koch
nicht damit zusammenhängt, dass es mehr Prostatakrebs gibt als
früher. Entscheidend sei, dass man heute durch das Screening
wesentlich mehr und kleinere Karzinome findet. "Darunter sind auch
Knoten, die vorerst einmal harmlos sind. Aber doch so behandelt
werden, als wären sie gefährlich mit all den Komplikationen, die
diese Behandlungen hervor bringen," sagt Koch.

   "Die Frauen werden über die negativen Aspekte nicht ausreichend
informiert und nehmen an den Programmen unter der falschen
Voraussetzung teil, dass sie einen großen Nutzen daraus haben. Das
bedeutet, dass das Screening tausende gesunder Frauen zu
Brustkrebspatientinnen macht, die chirurgisch, strahlentherapeutisch
und möglicherweise chemotherapeutisch behandelt werden, weil wir
nicht feststellen können, welche durch das Screening erkannten
Karzinome die überdiagnostizierten sind. Screening reduziert das
Risiko, an Brustkrebs zu sterben um 15 %. Zehnmal so viele Frauen als
Nutzen daraus ziehen, werden aber unnötiger Weise behandelt. Bei
diesen Frauen verursacht das Screening meist völlig unnotwendiger
Weise eine persönliche Tragödie," sagt auch Karsten Juhl Jörgensen,
MD, vom Nordic Cochrane Centre, Kopenhagen.

Bundesgesundheitskommission entscheidet über österreichisches
Mamma-Screening-Konzept

   In Deutschland geht man daher dazu über, sowohl das
Mamma-Screening als auch das Prostata-Screening nur mehr in
spezialisierten Zentren durchzuführen. Eine Empfehlung, sich als
gesunder Mensch regelmäßig screenen zu lassen, gibt es für das
Mamma-Screening. Die Screening-Empfehlung gilt für zertifizierte,
spezialisierte Screening-Zentren für Frauen zwischen 50 und 69 alle
zwei Jahre. In Österreich soll die Bundesgesundheitskommission am 25.
November das neue Konzept für ein österreichweites, koordiniertes und
qualitätsgesichertes Mamma-Screening entscheiden. Nach den derzeit
diskutierten Empfehlungen sollen in Zukunft Frauen zwischen dem 45.
und 69. Lebensjahr regelmäßig alle zwei Jahre zum Mamma-Screening
schriftlich eingeladen werden. Das Konzept sieht entscheidende
Qualitätssicherungsmaßnahmen wie beispielsweise eine verpflichtende
Doppelbefundung vor und soll bis 2013 umgesetzt werden. Ab März 2013
soll laut Mag. Karin Eger vom "Competence Center Integrierte
Versorgung" mit der Einladung von Frauen zur Mammografie begonnen
werden.

   Die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Prof. Dr. Beate
Wimmer-Puchinger forderte für Frauen, die sich über
Screening-Programme informieren wollen, eine gemeinsame,
verständliche und bildbasierte Sprache, einheitliche klare
Empfehlungen und eine ausgewogene Information. Nur dann ist es Frauen
möglich, selbst die Entscheidung zu treffen, ob sie am
Brustkrebsscreening teilnehmen.

Darmspiegelung senkt Darmkrebsrisiko um bis zu 77 %

   Einig sind sich die Experten, wenn es darum geht, ob die
Darmspiegelung als Vorsorge gegen Darmkrebs wirkt. In Deutschland
wurde die Darmspiegelung bereits 2002 in das gesetzliche
Krebsfrüherkennungsprogramm aufgenommen. Prof. Dr. Hermann Brenner
vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg stellte erste
epidemiologische Studien vor, die einen starken präventiven Effekt
belegen. Eine Fall-Kontroll-Studie mit 1.688 Fällen und 1.932
Kontrollpersonen zeigte, dass bei Menschen, die in den letzten 10
Jahren eine Darmspiegelung durchführen ließen, das Risiko an
Darmkrebs zu erkranken um 77 % geringer war. Eine andere Studie mit
3.287 Teilnehmern belegte ein 48 % geringeres Risiko an Darmkrebs zu
erkranken, wenn in den vorangegangenen 10 Jahren eine Darmspiegelung
durchgeführt wurde. Modellrechnungen in Deutschland legen nahe, dass
durch die Entdeckung und Entfernung fortgeschrittener Krebsvorstufen
im Zeitraum zwischen 2003 und 2010 bereits 100.000 Darmkrebsfälle
verhindert wurden.

Ganzkörperscreening: mehr Schaden als Nutzen?

   Sehr kritisch stehen Epidemiologen dem Ganzkörperscreening
gegenüber. "Es gibt nicht eine einzige Studien, die zeigt, dass das
einen Nutzen bringt. Das ist derzeit reine Spekulation," sagt Dr.
Klaus Koch. Seiner Meinung nach führt Ganzkörperscreening mit
Sicherheit zu vielen Fehlalarmen und Fehldiagnosen. "Der Schaden ist
sicher. Der Nutzen ist derzeit noch völlig unklar. Und solange der
Nutzen nicht belegbar ist, sollte man hier sehr vorsichtig sein,"
sagt Koch.

   Zusammenfassend meinte der wissenschaftliche Leiter des
Kongresses, Prof. Dr. Gerald Gartlehner, MPH : "Die Diskussionen bei
EUFEP haben klar gezeigt, dass bei Ärzten mehr Bewusstsein und mehr
kritisches Denken in Bezug auf Screeninguntersuchungen notwendig
sind. Gut gemeint ist bei Krebsscreening nicht immer gut - im
Gegenteil, zu häufiges oder zu frühes Screening  kann durch  falsche
Alarme zu wirklichem gesundheitlichen Schaden führen".

Rückfragehinweis:
   Nähere Informationen unter:
   www.eufep.at

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0265    2011-10-25/17:42


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DISKUSSIONSBEITRÄGE

bitte an Dietmar Erlacher unter krebspatienten@gmail.com



2466

"Wir brauchen die Automaten, sonst müssen wir zusperren", ein Trafikant  IN  ÖSTERREICH !


Neues Gesetz
England verbietet ab sofort Zigarettenautomaten
01. Oktober 2011 14:44

    Wer weiterhin auf Automaten für Zigaretten wirbt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Gesundheitsministerium will Verkauf von Zigaretten an Minderjährige eindämmen

London - Seit Samstag sind in England Zigarettenautomaten verboten. Wer weiterhin Tabakwaren in Automaten anbietet oder auf Automaten für Zigaretten wirbt, muss mit empfindlichen Strafen von bis zu 2.500 Pfund (rund 2.910 Euro) rechnen.

Das neue Gesetz, über das monatelang kontrovers diskutiert worden war, trat am 1. Oktober in Kraft. In den anderen Landesteilen Großbritanniens wie Wales, Schottland und Nordirland gilt die Regelung zunächst nicht.

Das Gesundheitsministerium will mit dem Verbot vor allem den Verkauf von Zigaretten an Minderjährige eindämmen. Praktisch jeder Raucher habe mit dem Tabakkonsum vor seinem 18. Lebensjahr begonnen, lautet das Argument der Regierung. 35 Millionen Zigaretten seien bisher jedes Jahr illegal über Zigarettenautomaten an Minderjährige verkauft worden.

Für die Regierung ist das Verbot der Automaten nur ein erster Schritt. In Zukunft sollen auch die Geschäfte die Tabakwerbung völlig einstellen. (APA)

http://derstandard.at/1317019011224/Neues-Gesetz-England-verbietet-ab-sofort-Zigarettenautomaten

2467
WHO, UN, etc. / Tabakzusätze erhöhen Abhängigkeit
« am: Oktober 25, 2011, 22:13:31 Nachmittag »


European Health Forum
Tabakzusätze erhöhen Abhängigkeit
06. Oktober 2011 11:08

Verbot der Zusatzstoffe gefordert

Bad Hofgastein - Rund 650.000 Menschen sterben in Europa jedes Jahr als Folge des Rauchens. Das kostet die einzelnen Volkswirtschaften im Schnitt ein Prozent ihrer Bruttoinlandsprodukte. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO fordert das Rauchen mehr Tote als Aids, legale und illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Mord und Selbstmord zusammen. Kari Reijula, Pionier der Tabak-Gesetzgebung in Finnland, sprach sich am Donnerstag beim European Health Forum Gastein (EHFG) für einen Fahrplan mit dem Ziel eines tabakfreien Europas aus. Karin Kadenbach, sozialdemokratische EU-Abgeordnete, forderte zumindest ein Verbot der "hinterhältigen" Zusatzstoffe im Tabak.

Die Tabakindustrie mische Zusatzstoffe in Zigaretten - bis zu zehn Prozent des Gesamtgewichts -, damit diese möglichst gut riechen und schmecken. Darunter seien auch Zusätze, die die Abhängigkeit der Raucher von Zigaretten fördern. "Das grenzt an Bösartigkeit, besonders wenn man bedenkt, wie viele Jugendliche bereits süchtig sind", so Kadenbach.

Schnellere Nikotinzufuhr

In Studien sei nachgewiesen worden, dass die Zusatzstoffe den "free-base"-Nikotinlevel steigern und dem Gehirn das Nikotin rascher zuführen. "Wissenschaftern zufolge erhöht das die Abhängigkeit von Zigaretten", kritisierte Kadenbach.

Bereits seit 1997 habe die Wissenschaft bestätigt, dass der verbreitete Gebrauch von Ammonium ein Beweis dafür sei, dass die Industrie die Art und Weise manipuliert, wie Zigaretten Nikotin abgeben. "Das ist offenkundig ein Bereich, in dem wir zusammenarbeit

http://derstandard.at/1317019447942/European-Health-Forum-Tabakzusaetze-erhoehen-Abhaengigkeit

2468

Gesundheitsforum

Österreich bei Gesetzgebung fürs Rauchen Schlusslicht in Europa

06. Oktober 2011 11:31

Großbritannien schneidet am besten ab

Bad Hofgastein - Österreich bildet bei der Rauchergesetzgebung in Europa gemeinsam mit Griechenland das Schlusslicht. Laut dem sogenannten EQUIPP-Projekt (Europe Quitting: Progress and Pathways) rauchen hierzulande 34 Prozent der Bevölkerung. Gerade bei jungen Menschen habe das Rauchen seit 1986 einen regelrechten Boom erfahren, heißt es in dem Bericht, der am Donnerstag am Rande des European Health Forum Gastein (EHFG) vorgestellt wurde.

In der Wertung des Tobacco Control Scale Reports wurde festgestellt, dass die österreichische Gesetzgebung im Vergleich zu anderen EU-Staaten "besonders nachsichtig" sei. Das Mindestalter für den Kauf von Zigaretten bleibe bei 16 Jahren. In den meisten EU-Staaten beträgt es 18. Hinsichtlich der gesetzlichen Rauchverbote bemerkt der Report: "Sie werden in Österreich nicht durchgesetzt."

Die von einem Beurteilungsgremium beobachteten Länder waren die 27 EU-Staaten plus Schweden, Island, Norwegen und die Türkei. Zu vergeben waren 100 Punkte in fünf Kriterien: Zigarettenpreise, Werbevorschriften, Tabakgesetzgebung, Warnhinweise und Maßnahmen, welche den Rauchern das Aufhören erleichtern sollen inklusive der für solche Aufgaben vorhandenen Budgets. An der Spitze lag mit 77 Punkten Großbritannien, gefolgt von Irland (69), Norwegen (62), der Türkei und Island mit je 61 Punkten. Österreich und Griechenland liegen mit 32 Punkten an letzter Stelle. (APA)


http://derstandard.at/1317019455841/Gesundheitsforum-Oesterreich-bei-Gesetzgebung-fuers-Rauchen-Schlusslicht-in-Europa





2469

Rauchverbot-Sieben-Thesen-zum-Tabakkonsum-im-21-Jahrhundert


Anm.: Dort immer das nächste Bild mit Text anklicken .....

http://derstandard.at/1317019071908/Thema-Rauchverbot-Sieben-Thesen-zum-Tabakkonsum-im-21-Jahrhundert


2470
Vorsicht vor Tabak-Konzerne! Warum? / Besser, gar nicht erst die Zigarette anzünden
« am: Oktober 25, 2011, 21:59:36 Nachmittag »

Ab 17. November
EU schreibt Zigaretten mit Feuerschutz vor


10. Oktober 2011 13:10


    Brandgefahr durch Zigarettenstummeln soll künftig gesenkt werden.

Unbeachtete Glimmstängel sollen von alleine ausgehen - Österreich hat bereits umgestellt


Sofia - Die EU schreibt ab 17. November Zigaretten mit "Feuerschutz" vor. Glimmstängel, die unbeachtet vor sich hinbrennen und Brände auslösen, sollen damit der Vergangenheit angehören. Bulgarien war Vorreiter: Laut einem Bericht der Tageszeitung "24 Stunden" sind die neuen Zigaretten bereits im Handel. Auch in Österreich hat ein Großteil der Tabakproduzenten bereits umgestellt, berichtete WKÖ-Trafikantenobmann Peter Trinkl.

Ziel der Vorschrift ist es, die Brandgefahr von Wohnungs- oder Waldbränden durch glimmende "Tschickstummel" zu senken. In Österreich hat man mit der Umstellung - großteils von den Kunden unbemerkt - im Mai begonnen. "Die Reklamationen halten sich in Grenzen", sagte Trinkl.

Ab 17. November dürfen nur mehr Glimmstängel verkauft werden, die der neuen Vorschrift entsprechen. Auf den Schachteln ist nicht ersichtlich, ob es sich um "selbstlöschende" Zigaretten handelt. Überprüfen kann man das wohl nur, indem man sie anzündet und abbrennen lässt. "75 Prozent müssen von alleine ausgehen", so die vage Vorgabe der EU, erklärte der Trafikantenobmann. Die neuen Zigaretten werden mit einem speziellen Papier produziert, der Preis der Tabakwaren hat sich dadurch aber nicht verändert. (APA)


http://derstandard.at/1317019797162/Ab-17-November-EU-schreibt-Zigaretten-mit-Feuerschutz-vor


2471
Vorsicht vor Tabak-Konzerne! Warum? / Tabak-Konzerne berichten
« am: Oktober 25, 2011, 21:56:21 Nachmittag »

http://derstandard.at/1318726420321/Tabakriese-Philip-Morris-freut-sich-ueber-gute-Geschaefte

Tabakriese
Philip Morris freut sich über gute Geschäfte
20. Oktober 2011 19:13

Trotz vieler Rauchverbote rund um die Welt boomt das Geschäft des US-Tabakmultis Philip Morris International

New York - Trotz Rauchverboten vielerorts boomt das Geschäft des US-Tabakmultis Philip Morris International. Im dritten Quartal konnte der Hersteller von Marlboro- sowie L&M-Zigaretten seinen Umsatz - die hohen Steuern auf Zigaretten herausgerechnet - um 26 Prozent auf 8,4 Mrd. Dollar (6,1 Mrd. Euro) steigern. Unterm Strich blieben 2,4 Mrd. Dollar an Gewinn hängen und damit 31 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Konzernchef Louis Camilleri sprach am Donnerstag in New York von einem "einfach hervorragenden" Ergebnis. Vor allem die Japaner haben nach seinen Worten deutlich öfter zum Glimmstängel gegriffen, aber selbst in Deutschland wurde Phillip Morris noch mehr Zigaretten los und konnte überdies höhere Preise durchsetzen. Zudem kamen dem Konzern die Wechselkurse entgegen. Im Gesamtjahr soll der Gewinn nun um bis zu 22,5 Prozent steigen.

Philip Morris wurde 2008 aus dem US-Konzern Altria herausgelöst, zu dem nach wie vor das Tabakgeschäft in den USA gehört. PhilipMorris International umfasst die ausländischen Aktivitäten, hat seinen Sitz aber in New York. Das Unternehmen sollte sich damit unabhängig von den Raucherklagen in den USA entwickeln können. Vorbörslich stieg der Kurs am Donnerstag um 2 Prozent. (APA)


Kommentar:

25.10.2011 20:13

Stoppt den Wahnsinn

Alle 40 Minuten stirbt in Österreich ein Mensch an den Folgen seiner Nikotinsucht, meist in einem qualvollem Todeskampf.

Alle 30 Minuten fängt in Österreich ein Jugendlicher unbekümmert mit dem Rauchen an, die meisten von ihnen werden sehr schnell nikotinsüchtig, bereits 27% aller 15 Jährigen rauchen regelmäßig.

Alle 4 Minuten macht alleine der Tabakkonzern Phillip Morris 500.000 EUR Gewinn, fast 40% vom Umsatz.

2472

Thomas Pressberger

14.10.2010 | 00:33

Auch in kalter Zeit herrscht Ruhe an der Raucherfront

Die Aussichten für Österreichs Trafikanten sind in diesen Herbsttagen heiter bis wolkig. Entgegen aller Ankündigungen dürfte es beim Thema Nichtraucherschutz in der kalten Jahreszeit nicht zum Eklat kommen. "Wir haben Informationen von allen Wiener Bezirksvorstehern. Es liegen keine Anzeigen vor, die Wirte scheinen sich an das Gesetz zu halten", sagt Peter Trinkl, Obmann des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten. Die Raumteilung funktioniere allen Unkenrufen zum Trotz gut, die österreichische Lösung treibe, anders als in anderen Ländern, die Leute nicht in die Kälte hinaus. Die angekündigte Volksbefragung für ein absolutes Rauchverbot scheine ebenfalls im Sande zu verlaufen. Umsatzrückgänge seien durch den Nichtraucherschutz ohnedies nicht zu erwarten, das Raucherthema dürfte in den nächsten Wochen nicht für negative Schlagzeilen sorgen.

EU befragt Bürger

Düsterer sieht es bei den EU-Vorhaben "Einheitspackungen" und "Präsentationsverbot" aus. Was das WirtschaftsBlatt bereits im Juni berichtete, scheint nun konkretere Formen anzunehmen: Die EU-Kommission hat eine öffentliche Befragung gestartet, bei der die Konsumenten entscheiden können, ob alle Packungen einheitlich aussehen müssen und nur den Produktnamen enthalten dürfen. Außerdem sollen die Zigaretten nur noch "unter dem Ladentisch" verkauft und für den Konsumenten nicht mehr sichtbar präsentiert werden.

Trinkl kritisiert, dass diese Maßnahmen nur zu Mehrbelastungen der Trafikanten führen würden: "Wir befürchten Kostensteigerungen."

Es müssten aufgrund des größeren Aufwands beim Verkauf mehr Mitarbeiter aufgenommen und teils auch die Geschäftsräume umgebaut werden. Am Erfolg der Maßnahmen zweifelt er: "Das wird nichts nutzen, um den Leuten das Rauchen abzugewöhnen. Dafür wäre eher Aufklärung bei der Jugend nötig."

2,5 Milliarden € Umsatz

Auch bei den Zigaretten-Preisen ziehen dunkle Wolken auf. Die Tabaksteuer-Richtlinie der EU sieht eine einheitliche Mindeststeuer vor. Wird diese umgesetzt, dürfte der Durchschnittspreis bis 2014 von 3,85 € auf 4,50 € steigen. Österreichs Trafikanten setzen derzeit mit Zigaretten rund 2,5 Milliarden € um.

http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/442396/index.do


2473
Nichtraucherschutz: "Disziplin fehlt"

Die durch den Nichtraucherschutz in der Gastronomie befürchtete Anzeigenflut im Winter ist ausgeblieben, die Regelung polarisiert aber nach wie vor. "Die Anzeigen sind zurückgegangen, es gibt keine Probleme", sagt Trafikanten-Obmann Peter Trinkl. Österreich habe eine gute Regelung, die beide Seiten berücksichtigt und praktisch konfliktfrei funktioniere. Er glaubt nicht, dass nach der ersten mehr oder weniger reibungslosen Wintersaison die Gegenstimmen verstummen: "Die Hardliner werden weiter gegen die Regelung anlaufen, aber das wird nicht funktionieren", so Trinkl. Wenn ein Herr Frankenberger (Sebastian, Initiator des Bürgerbegehrens für ein striktes Rauchverbot in Bayern, Anm.) auch in Österreich tätig werden will -so wie er das angekündigt hat -, werde er Schiffbruch erleiden.

"Die Einhaltung des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie funktioniert in Österreich mittlerweile annähernd reibungslos. Jüngsten Erhebungen zufolge sind die Anzeigen stark zurückgegangen", sagt Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKÖ. Ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie sei kein probates Mittel zur Einschränkung des Tabakkonsums in der Bevölkerung.

"Gesetz klappt nicht"

"Das Gesetz klappt nicht, weil es an Disziplin fehlt", sagt Berndt Querfeld, Obmann der Fachgruppe Kaffeehäuser.
Nur ein Viertel der Betriebe in Wien würde den gesetzlichen Anforderungen gerecht.
Ob ein striktes Rauchverbot kommen wird, sei schwer vorhersehbar. "Das Problem ist, dass es sich um ein politisch heikles Thema handelt." Rund 40 Prozent der Erwachsenen seien Raucher.

von Thomas Pressberger


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funktionieren kann nur ein generelles Rauchverbot

ein solches Gesetz hat noch nie irgendwo funktioniert. Es muss eine strikte Lösung her. Und siehe da überall wo es ein generelles Rauchverbot gibt funktioniert es und die Umsätze schnellen nach oben. Zugegeben es gibt einzelne Betriebe die unter einem Rauchverbot leiden werden, deren Angebot ist jedoch eh nicht mehr zeitgemäss und eine Schliessung eine Frage der Zeit (auch ohne Rauchverbot). Bei einer Einführung ist auch ein paar Wochen mit einer Gästeverschiebung zu rechnen. Aber wie erwähnt handelt es sich höchstens um ein paar Wochen Angewöhnungszeit. Danach schnellen wie überall mit einem generellen Rauchverbot die Umsätze nach oben.

Von Gast: Gast: Simon Sieber

http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/465337/index.do


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Wirtschaftsblatt:

RAUCHER. In Sachen Nichtraucherschutz liegt Österreich in einer internationalen Studie am letzten Platz von 31 europäischen Ländern.

http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/464606/index.do


2474
Sonstiges / WIRTSCHAFTSBLATT - (Rauch)Recht auf (m)einer Seite ...?
« am: Oktober 25, 2011, 20:25:39 Nachmittag »

Rauchen darf kein Grund für eine Kündigung sein

Raucher dürfen nicht diskriminiert werden, aber es gibt auch kein Grundrecht aufs Rauchen.

Für Österreich lässt sich kein grundrechtlicher Schutz auf Achtung des Rechts zu rauchen ableiten.

Durch die letzte Novelle zum Tabakgesetz wurde der Nichtraucherschutz ausgedehnt, um Nichtraucher auch am Arbeitsplatz vor den schädlichen Einwirkungen des Passivrauchens zu schützen. In Betrieben sind ab einer gewissen Größe Nichtraucherbereiche einzurichten. Schwangere dürfen in Raucherzonen nicht beschäftigt werden. (Anm.: Herr RA., bitte lesen Sie den Kollektivvertrag der Gastros durch ff.!)

Rauchpause

Es gibt von Gesetzes wegen keinen Anspruch auf Rauchpausen, aber natürlich das Recht auf eine allgemeine Pause nach dem Arbeitszeitgesetz. Wenn die Tagesarbeitszeit sechs Stunden überschreitet, hat die Pause insgesamt 30 Minuten auszumachen. Ob es dabei zu einer Arbeitsunterbrechung für eine halbe Stunde oder etwa zu drei Pausen mit jeweils zehn Minuten kommt, ist firmenintern mittels Betriebsvereinbarungen zu regeln.

Prinzipiell können sich Arbeitnehmer den Zeitpunkt der Ruhephasen nicht aussuchen. Eine Pause hat normalerweise mindestens zehn Minuten zu betragen.

Einen Anspruch auf eine Rauchpause könnte es dann geben, wenn es als betriebliche Übung vom Arbeitgeber geduldet wird. Innerhalb von zwei Lohnzahlungszeiträumen müsste der Arbeitgeber eine solche betriebliche Übung beanstanden, um das Entstehen eines entsprechenden Rechts des Arbeitnehmers zu verhindern.

Bei einer Betriebsvereinbarung haben Mitarbeiter keine Chance, sich dagegen zu wehren. Werden Rauchern einzel- oder kollektivvertraglich über die gesetzlich zustehenden Pausen hinaus Rauchpausen zugestanden, können diese von der Arbeitszeit (und somit vom Entgelt) abgezogen werden. Zeiterfassungssysteme können sicherstellen, dass Rauchen weder bezahlt wird noch zusätzliche Pausen schafft.

Rauchverbot

Ein absolutes betriebliches Rauchverbot könnte mittels Kollektivvertrag, Betriebsvereinbarung oder durch individuelle Arbeitsverträge geregelt werden. Rauchen auf dem Betriebsgelände unter freiem Himmel oder außerhalb des Geländes in festgelegten Pausen kann nicht untersagt werden.

Die Frage des Arbeitgebers bei der Einstellung, ob der Bewerber Raucher ist, wird in der Regel statthaft sein, da der Arbeitgeber die gesetzlichen Raucherbestimmungen einzuhalten hat und Schutzvorkehrungen für andere Mitarbeiter treffen muss.

Selbstverständlich dürfen Raucher nicht diskriminiert werden. Rauchen darf meines Erachtens niemals als Grund angeführt werden, jemanden nicht anzustellen oder zu kündigen.

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/gastkommentare/gastkommentar-rauchen-darf-kein-grund-fuer-eine-kuendigung-sein-493617/index.do?_vl_backlink=/home/meinung/index.do&_vl_pos=5.DT

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Der Artikel ist eine Miniminimalniederschrift
einer umfangreichen heute Nachmittag Recherche,
ich nehme mal an, mindestens ein bis zwei Stunden Telefonate mit WKO-Gastro, WKO-Trafikanten, BMfG-Pietsch, Rockenbauer und mir, angeregt Költringer.
Schade, dass er derart kurz ausfiel, oder ist er vielleicht am Mittwoch im Print-Wirtschaftsblatt länger?
Ansonsten hat der Redaktionsleiter das Retuschiermesser sehr sehr kräftig angesetzt.




Beobachtet: „Drüberfahren“ beim Nichtraucherschutz

Die Wirte haben ihre Chance nicht genutzt.
WB/Peroutka

Der Versuch, einmal nicht „drüberzufahren“ ist der ehemaligen Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky hoch anzurechnen. Sie verzichtete auf ein einfaches wie mutloses ­generelles Rauchverbot in der Gastronomie und setzte auf ein Konzept, das andere Wege geht als jenes in den Nachbarländern.

Folgenschwer

Da das Thema emotional schwer belastet ist, hat die als „typisch österreichische Lösung“ verunglimpfte Regelung Freund und Feind auf die Barrikaden gelockt. In der Folge wurde gekämpft bis aufs Messer.

Doch das ist noch nicht das Frustrierendste an der Geschichte. Viele Gastronomen haben mit der Nichtraucherschutz-Regelung ein Angebot bekommen, das es in Ländern wie Italien oder Irland nicht gibt. Sie hätten sich mit der Situation arrangieren und durch Umbauten Raucher und Nichtraucher glücklich machen können. Das hätte zwar zum Teil erhebliche Investitionen bedeutet, dafür aber großteils auch die Umsätze gestützt.

Viele haben darauf gepfiffen und einfach weiter rauchen lassen. Ähnlich schlimm steht es um die Abwicklung der Anzeigen. Die Behörden sind heillos überfordert. Darüber hinaus kann eine Anzeige für den Erstatter zu einem großen Aufwand werden. Wer ein Gesetz, das das Miteinander aller Beteiligten braucht, dermaßen nachlässig behandelt, darf sich nicht wundern, wenn letzten Endes doch drübergefahren wird.

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/493759/index.do