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Nachrichten - admin

2401
UVS Unabhängiger Verwaltungssenat (bis 31.12.2013) / UVS, diverse Urteile lt. WKO
« am: November 13, 2011, 01:32:00 Vormittag »


Eine Zusammenfassung vieler Links zu UVS- Urteile!


http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?stid=611200&dstid=1486&angid=1

UVS-Entscheide in der Gastronomie
   

 
Berufsentscheidungen
 
UVS Tirol - Umbau für einen Raucherbereich
UVS Tirol – Umbau für einen Raucherbereich - Berufungsentscheid
 
 
Einraumlokal (über 50m²)
 
UVS Wien - Übertretung des § 13a Abs 1 Z 1 iVm Abs 2 Tabakgesetz
UVS Wien – Verstoß gegen  § 13c des Tabakgesetzes
 
 
Hauptraum
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes
UVS Wien - Verstoß gegen § 13a des Tabakgesetzes
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c Abs 1 Z 3 des Tabakgesetzes
 
 
Kennzeichnung
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 Abs 4 des Tabakgesetzes
 
 
Lokale in öffentlichen Gebäuden (EKZ)
 
UVS OÖ - Verstoß gegen § 13 Abs. 1 des Tabakgesetzes
UVS OÖ - Verstoß gegen § 13 Abs. 1 des Tabakgesetzes – Nr. 2
UVS NÖ – Keine Abtrennung/Kennzeichnung
UVS NÖ – Keine Kennzeichnung/Verstoß gegen § 13
UVS OÖ - Verstoß gegen § 13/Aschenbecher am Tisch
UVS Tirol - Verstoß gegen § 13 Abs. 1 des Tabakgesetzes – Nr. 3
UVS-Wien – Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes- Nr. 1
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 2
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 3
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 4
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 5
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 1
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 2
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 3
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 4
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 6
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 7
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetze/Kennzeichnung
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 5
 
 
Lüftungsanlage
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes
 
 
Räumliche Trennung
 
UVS OÖ - Verstoß gegen § 13 und § 14 des Tabakgesetzes
UVS Tirol - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes/Falsche Kennzeichnung
 
 
Straferkenntnis
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes
 
 
Umbau
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes
 
 
Verstoß gegen das Rauchverbot
 
UVS Tirol - Verstoß gegen § 13 des Tabakgesetzes

2402
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/suchtkrankheiten/article/677793/arzt-wirbt-schuelern-rauchfreies-leben.html

Ärzte Zeitung, 10.11.2011

     
Arzt wirbt bei Schülern für rauchfreies Leben

Das Programm "Rauchzeichen" der Herzstiftung setzt auf Ärzte, die ehrenamtlich in Schulen über die Gesundheitsgefahren des Rauchens aufklären. Einer von ihnen ist Dr. Matthias Salefsky aus Aschaffenburg.

Von Wolfgang Geissel

Arzt wirbt bei Schülern für rauchfreies Leben

Hängen dem Kardiologen Dr. Matthias Salefsky an den Lippen: Siebtklässler in Höchst im Odenwald lernen, wie Nikotin auf Herz und Gefäße wirkt.

© Wolfgang Geissel

"Sonst sehe ich immer nur die Krankheiten nach einer langen Raucherkarriere. Hier kann ich endlich mal was für die Prävention tun", sagt Dr. Matthias Salefsky. Der niedergelassene Internist und Kardiologe macht seine Praxis im Jahr etwa vier halbe Tage zu und informiert ehrenamtlich auf der Ernst-Göbel-Schule in Höchst im Odenwald Siebtklässler über die Gesundheitsgefahren des Rauchens.

Salefsky hat dort eine Schulpatenschaft übernommen, und zwar im Rahmen des Programms "Rauchzeichen" von der Deutschen Herzstiftung.
Das Programm wurde im Rhein-Main-Gebiet gestartet

Das Programm wurde vor fünf Jahren mit acht Ärzten gestartet. Initiiert hat es der Pionier der Ballondilatation in Deutschland, Professor Martin Kaltenbach. Der inzwischen 83-jährige Kardiologe war von seinen damals zwölfjährigen Enkeln gebeten worden, an ihrer Schule im Taunus etwas gegen das Rauchen zu unternehmen.

Gerade in diesem Alter steigen nämlich besonders viele Jugendliche in die Sucht ein, betont Salefsky. Mehr als jeder dritte Jugendliche rauche mit 17 Jahren bereits. 90 Prozent aller Raucher fangen mit dem Laster bereits vor dem 18. Geburtstag an.

"Rauchzeichen" versucht, diesen Trend zu brechen. Über das Rhein-Main-Gebiet hinaus hat sich der zweistündige Präventionsunterricht mit ehrenamtlichen Ärzten mittlerweile an 60 bis 70 Schulen in viele Regionen Hessens sowie in die angrenzenden Gebiete in Bayern und Rheinland-Pfalz ausgebreitet.
Jedes Jahr je eine Doppelstunde in fünf bis sechs Parallelklassen

Arzt wirbt bei Schülern für rauchfreies Leben

Jule Thomas zeigt Rückstände aus dem Zigarettenrauch.

© Wolfgang Geissel

"Ein Arzt -  eine Schule" ist das Konzept, wie Jule Thomas von der Stiftung im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" erläutert hat. Die Heilpraktikerin organisiert die Schulpatenschaften für die Ärzte. Außer Kardiologen nehmen inzwischen auch Allgemeinmediziner, Notfallmediziner sowie Gefäß- und Thoraxchirurgen daran teil.

"Die meisten Ärzte bleiben uns über Jahre erhalten", sagt Thomas. Jedes Jahr aufs Neue übernehmen die Mediziner je eine Doppelstunde in fünf bis sechs Parallelklassen.

In Höchst respektieren die Schüler Salefsky als besonders glaubwürdige Autorität. Der Unterricht wird zwar mit Materialien der Herzstiftung bestritten, aber der Kardiologe kann viel über seine tägliche Arbeit mit Patienten berichten.
Jugendliche sollen sich für Gesundheit begeistern

Die beiden Stunden sind auf die Altersstufe abgestimmt, Schreckensszenarien werden vermieden. "Wir wollen die Jugendlichen vielmehr für Gesundheit begeistern", sagt Salefsky. Dazu bekommen die Schüler zum Beispiel Stethoskope und hören damit ihre Herztöne in Ruhe und unter Belastung ab.

In einem Experiment wird zudem eine Zigarette durch einen Saugapparat geraucht, und die Rückstände werden anschließend in einem Wattebausch begutachtet. Eindruck machen bei den Jugendlichen auch die besprochenen unmittelbaren Folgen des Rauchens wie fahle Haut, gelbe Finger und Zähne, Zahnfleischprobleme, unangenehmer Körpergeruch, Leistungsschwäche und mögliche Impotenz.

Viele Jugendliche interessieren sich auch für Shisha-Rauchen. Das ist besonders gefährlich, weil der Rauch der Wasserpfeife im Vergleich zu Zigaretten noch mehr Teer, Schwermetalle, Kohlenmonoxid und Benzol enthält. Zudem werden damit besonders große Rauchmengen inhaliert. "Bei einer Shisha-Sitzung kann soviel Gift wie in 100 Zigaretten aufgenommen werden", so Salefsky.
Patienten berichten über Krankheiten durch Rauchen

Zu den langfristigen Folgen des Rauchens wird ein kurzer Film gezeigt: Ein 21-jähriger Mann berichtet von seinem Herzinfarkt, ein 55-Jähriger im Rollstuhl von der Amputation seiner Raucherbeine und eine Witwe über das Leiden ihres verstorbenen Mannes durch Lungenkrebs.

Die Eindrücke sollen sich ins Gedächtnis einbrennen. Viele Schüler können selbst ein Beispiel von einem Angehörigen beisteuern, der durch Rauchen krank geworden ist. Salefsky erzählt auch die traurige Geschichte von einem Patienten mit Schaufensterkrankheit: "Wenn ihm beim Laufen wegen der Gefäßschäden die Beine weh tun, dann setzt er sich erst mal auf eine Bank, um eine Zigarette zu rauchen."

Da das Programm "Rauchzeichen" bereits über mehrere Jahre läuft, sollen jetzt die Langzeiteffekte evaluiert werden. Eine Studie dazu ist nach Angaben von Jule Thomas am Institut für Biostatistik der Universität Frankfurt am Main gestartet worden.

Verglichen werden sollen an Schulen mit und Schulen ohne das Programm die Anteile der jugendlichen Raucher. Erste Ergebnisse könnten in gut einem Jahr vorliegen. Stichproben hätten bereits ergeben, dass Schüler sich auch noch nach Jahren an das Projekt erinnern können, und dass die Raten der Raucher bei ihnen unter dem Durchschnitt liegen.

www.herzstiftung.de
Stichwort "Rauchzeichen" in Suchmaske

2403
Gesundheit / Wir werden immer gesünder älter - nur die Raucher nicht!
« am: November 13, 2011, 01:19:47 Vormittag »

Wir werden immer gesünder älter - nur die Raucher nicht!

Sie müssen sich also schon frühzeitig fragen: Rauche ich weiter oder lasse ich es bleiben? -

http://www.ksta.de/html/artikel/1320825693431.shtml -




2404
Welt, außerhalb Europa / Rauchverbote auch zuhause
« am: November 13, 2011, 01:09:32 Vormittag »

Rauchverbote auch zuhause



Wie Gesetze zur privaten Norm werden: Amerikanische Wissenschaftler widerlegen die These, wonach das Verbot öffentlichen Zigarettenkonsums in privaten Räumen kompensiert wird

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Als München noch Raucherclubs erlaubte, kam es, dass selbst hartgesottene Raucher die Bar zwischendrin verließen, um ihre Bronchien auszulüften und um ihren gereizten, geröteten Augen eine Pause vom beißenden Qualm zu gönnen. Das wurde bei einer Zigarette an der frischen Luft mit einigem Humor kommentiert und mit der These, dass drinnen anders als früher mehr geraucht würde, um das Verbot andernorts zu „kompensieren“.

Eine aktuelle wissenschaftliche Studie, erschienen in der Dezember-Ausgabe des American Journal of Preventive Medicine, hat eine solche Kompensationsannahme genauer untersucht. Kai-Wen Cheng, A. Glantz et al. ging es unter anderem darum, herauszufinden, ob die öfters von Gegnern des Rauchverbotes geäußerte Annahme stimmt, wonach das Rauchverbot an öffentlichen Orten mit einem stärkeren Zigarettenkonsum in privaten Räumen kompensiert würde, der Sucht wegen. Ihr Ergebnis stützt die Kompensationsannahme nicht.

Basierend auf umfangreichen Daten aus US-Bevölkerungsumfragen zum Tabakgenuss, die im Zeitraum von 1992 bis 2007 erhoben wurden, kam man zu einem ganz anderen Schluss: Dass nämlich das Verbot des Rauchens an öffentlichen Orten auch in privaten Räumen die Norm verändert hat. In US-Countys, wo das Rauchen zu 100% in der Öffentlichkeit verboten war, wurde auch zuhause weniger in geschlossenen Räumen geraucht, vor allen in Familien mit Kindern. Eine Gegenüberstellung ergab, dass in 60,9 Prozent der Haushalte in Regionen mit umfassenden Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen dies auch zuhause angewendet wurde. Währenddessen es in Countys mit einem weniger rigiden Rauchverbot, dies zuhause nur in 53,3 Prozent der Haushalte umgesetzt wurde.

"Strong clean indoor air laws are associated with large increases in voluntary smokefree-home policies both in the homes with and without smokers. These results support the hypothesis of norm spreading of clean indoor air laws."

Das Ergebnis sei konsistent mit einer Studie in Schottland, die den privaten Zigarettenkonsum in Zusammenhang mit Rauchverboten am Arbeitsplatz stellte. Auch dirt ergab sich, dass in den Wohnungen weniger geraucht wurde. Allerdings beschränkte sich die Untersuchung auf Familien mit Kindern. Eine australische Studie, die ebenfalls zitiert wird, ermittelte ebenfalls einen Zusammenhang zwischen privater Praxis und dem Rauchverbot am Arbeitsplatz. Demnach wurden in Haushalten, deren Mitglieder am Arbeitsplatz nicht rauchen dürfen, öfter ein Rauchverbot für Besucher beobachtet. Eine Studie in Irland konnte dagegen eine Beziehung zwischen öffentlichen und privaten Rauchverboten nicht ermitteln. Allerdings findet sich in ihr auch keine Bestätigung dafür, dass dies mit stärkerem Zigarettenkonsum zuhause kompensiert würde.

Herausgestellt wird, dass der Effekt der Anti-Rauchergesetzgebung auf häusliche Normen vor allem Kindern zugute kommt, nicht nur, weil die Luft zuhause besser ist, sondern auch, weil dadurch das Risiko gesenkt würde, dass sie selbst später zu Rauchern würden.

Thomas Pany

http://www.heise.de/tp/blogs/10/150816



2405
Deutschland / D. - Recht beim Rauchverbot
« am: November 13, 2011, 01:04:54 Vormittag »
1fHx


Ein aktuelles Urteil des VGH Mannheim zum Rauchverbot im Außenbereich »
Wirte in Einkaufspassagen müssen Rauchverbot überwachen

11. November 2011 von VEBWK | kein Kommentar

MANNHEIM. Die Bewirtschaftung von außerhalb einer Gaststätte gelegenen Flächen in einer überbauten Einkaufspassage ist keine (rauchverbotsfreie) Außengastronomie im Sinne des Landesnichtraucherschutzgesetzes. Das hat der 10. Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) mit Urteil vom 18.10.2011 entschieden. Wie das Gericht mitteilt, wurde damit die Berufung einer Mannheimer Gaststättenbetreiberin gegen ein gleichlautendes Urteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe zurückgewiesen.

https://www.vebwk.com/2011/11/11/wirte-in-einkaufspassagen-mussen-rauchverbot-uberwachen/

2406
Mehrheit der Wiener Lokale ignoriert Tabakgesetz

08.11.2011 - 13:14

http://relevant.at/life/gesundheit/308452/mehrheit-wiener-lokale-ignoriert-tabakgesetz.story

Tabakgesetz wird nicht sehr ernst genommen

In der Wiener Gastronomie wird das Tabakgesetz offenbar nicht sonderlich ernst genommen. Der Großteil der Lokale verstößt gegen die geltenden Regelungen. Das hat eine von der Ärztekammer präsentierte Studie des Instituts für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien ergeben.

Messungen mit Spezialgeräten haben weiters gezeigt, dass die Feinstaubbelastung in den getesteten Räumen durchwegs hoch war - auch Nichtraucher-Bereiche waren meist kontaminiert.

Die Ergebnisse seien zum Teil "erschreckend", betonte Studienautor Armin Schietz in einer Pressekonferenz. Im Rahmen der Erhebung wurden 88 Lokale besucht und dort Luftproben genommen. Darunter waren 16 Cafes, 51 Bars und Pubs, 14 Restaurants und sieben Diskotheken. 22 Gaststätten waren Nichtraucherlokale, in 20 war der Zigarettenkonsum erlaubt, 46 hatten sowohl Raucher- als auch Nichtraucherbereiche.

Zunächst fiel den Testern laut Schietz auf, dass die Zahl an Gesetzesverstößen hoch war. 61 Prozent der Betriebe wurden entsprechend kritisiert. So waren in zwölf die jeweiligen Räume nicht oder falsch gekennzeichnet, in 24 stand die Verbindungstür ständig offen. 14 Lokalitäten besaßen erst gar kein Nichtraucherzimmer, obwohl sie größer als 50 Quadratmeter waren (was eine Trennung verlangen würde, Anm.).

Dazu kam: 13 Betriebe erlaubten das Rauchen im ausgewiesenen Nichtraucherbereich. Besonders schlecht schnitten Diskotheken ab. Von sieben besuchten Clubs verhielt sich nur ein einziger gesetzeskonform.

Wird in einem Lokal bzw. einem Bereich geraucht, ist die Feinstaub- und Ultrafeinstaubbelastung dort massiv. Laut Schietz wurden teils extrem hohe Werte an Nanopartikeln gemessen. Dieser überschritt die Vergleichswerte in den angrenzenden Straße bis zum elffachen. Selbst verkehrsreiche Straßen verfügen demnach über deutlich bessere Luftverhältnisse.

In gemischten Betrieben waren angrenzende Räume oft ebenfalls betroffen. Die Werte waren laut Studie bis zu dreieinhalb mal so hoch wie in reinen Nichtraucherlokalen. Dass die gefährlichen Partikel auf den blauen Dunst zurückzuführen sind, ist erwiesen, so wurde heute versichert. Kerzenrauch oder Nebelmaschinen konnten laut Schietz als Verursacher ausgeschlossen werden.

Für Ärztekammer-Präsident Walter Dorner ist aus der Studie klar ersichtlich, dass das geltende Tabakgesetz weder Gäste noch Personal schützt. Er sprach sich erneut dafür aus, das Rauchen aus der Gastronomie zu verbannen: "Es wird nur gehen mit einem generellen Rauchverbot. Für ein modernes Gesundheitswesen führt daran kein Weg vorbei."


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Auch der ORF ist entsetzt, und berichtet in "Wien Heute":

http://www.vienna.at/aerztekammer-und-meduni-wien-ruegen-tabakgesetz/3081728

2407

Ärztekammer und MedUni Wien rügen Tabakgesetz

Sagt Stöger "Mir es des wurscht"?

http://www.vienna.at/aerztekammer-und-meduni-wien-ruegen-tabakgesetz/3081728

Die MedUni Wien verortet in einer Studie Mängel beim Tabakgesetz in Lokalen. - © bilderbox
Ergebnisse einer neuen Studie zeigen laut Ärztekammer, dass das derzeit gültige Nichtraucherschutzgesetz  Gäste und Mitarbeiter gastronomischer Betriebe vor den Folgen des Passivrauchens nicht ausreichend schützt. Tabakrauch in Lokalen sei enorm gesundheitsschädigend für Passivraucher.

Walter Dorner, Präsident der Wiener und der Österreichischen Ärztekammer, verweist in der Studie auf gravierende Zahlen: 2,3 Millionen Österreicher rauchen, alle zweieinhalb Stunden sterbe in Österreich ein Mensch an Lungenkrebs. 90 Prozent aller Lungenkrebspatienten seien Raucher.

“Diese Zahlen sollten für die Politik Grund genug sein, ein generelles Rauchverbot in Gastronomiebetrieben, wie es bereits in Italien oder Irland Praxis ist, auch in Österreich einzuführen”, kritisiert der Ärztekammerpräsident.
Feinstaubbelastungen durch Rauchen hoch

Zigarettenrauch sei die bedeutendste Quelle für Fein- und Ultrafeinstaub in Innenräumen von Lokaelen. Eine erhöhte Feinstaubkonzentration führt – vor allem im urbanen Raum – zu häufiger auftretenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so die Experten. “Die gefährlichen Feinstaubpartikel sind mit freiem Auge nicht sichtbar und dringen über die Atemwege bis tief in die Lunge und ins Blut, wodurch die Entzündungsfaktoren steigen”, erklärt Manfred Neuberger von der Abteilung für Allgemeine Präventivmedizin des Instituts für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien.
Verschärfte Maßnahmen gegen Rauch gefordert

Wenn nun in Lokal-Räumen geraucht werde, steige die Feinstaubbelastung dort auf ein Vielfaches an und lasse sich auch durch die besten Lüftungssysteme nicht beherrschen. “Unsichtbarer Tabakrauch dringt in benachbarte Räume ein und gefährdet besonders Kinder, aber auch andere Passivraucher”, so Neuberger.

Um das Feinstaubproblem in den Griff zu bekommen, sei dringender Handlungsbedarf gegeben, sowohl im Gastronomie-Bereich, als auch allgemein, appellieren die Experten an die Politik.

Umfamgreiche Studie in Wien durchgeführt

Bei der aktuellen Studie von den MedUni-Diplomanden Viktoria Slavik und Armin Schietz wurden aus 114 Räumen in 88 Wiener Gastronomiebetrieben im Zeitraum vom 6. November 2010 bis 6. Mai 2011 (vier bis zehn Monate nach Ende der gesetzlichen Übergangsfrist) Proben genommen. Darunter waren 16 Cafés, 51 Bars und Pubs, 14 Restaurants und sieben Diskotheken. 22 untersuchte Gaststätten waren ausschließliche Nichtraucherlokale, 20 waren ausschließliche Raucherlokale und 46 Betriebe hatten sowohl Raucher- als auch Nichtraucherbereiche.

In jedem Bereich wurde 20 Minuten lang gemessen. In Lokalen mit Raucher- und Nichtraucherzimmern fanden die Messungen unmittelbar nacheinander statt. Um repräsentative Proben zu erhalten, wurden die Messungen in den Hauptbetriebszeiten der Lokale durchgeführt.  Schietz: “Wir besuchten die Restaurants mittags oder abends, Cafés in den frühen Nachmittagsstunden und Bars am Abend. In den Diskotheken wurde die Luftqualität zu späteren Nachtstunden erhoben.”

“Besorgniserregend ist die hohe Zahl an Gesetzesverstößen bezüglich des Nichtraucherschutzes nach dem Tabakgesetz, da offenbar behördliche Kontrollen fehlen und kaum Sanktionen bei Gesetzesverletzungen befürchtet werden”, fasst der Diplomand die Erkenntnisse aus seiner Studie zusammen.

2408
3aFx


PS.: Siehe vorherige Beiträge, Berichte der Medien


Zur "blödsinnigen" Stellungnahme der Wirtschaftskammer

http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=666.msg3563#msg3563

merken die Verantwortlichen der Wiener Univ. Studie an:


In einer ersten Stellungnahme reagierte Dr. Manfred Neuberger auf die Aussendung der Wirtschaftskammer, laut der das Tabakgesetz „funktioniere“. Er frage sich diesbezüglich, wie die
Wirtschaftskammer denn ein „nicht funktionierendes“ Tabakgesetz erkennen würde und was überhaupt unter dieser Definition verstanden wird.

Gesundheitliche Aspekte spielen dabei offensichtlich keine Rolle, da die eindeutigen, von jedem objektiv nachprüfbaren Messergebnisse von der Wirtschaftskammer gänzlich ignoriert wurden.
Dass die Gäste „wie bei jedem anderen Gesetz zufrieden seien“, zeigt nur, wie gut ein generelles Rauchverbot in Lokalen angenommen werden würde – die Österreicherinnen und Österreicher
scheinen sich mit jedem Gesetz also sehr schnell anzufreunden, wie die Wirtschaftskammer selbst sagt.

Natürlich ist das Wohlfühlen ein wichtiger Aspekt in der Gastronomie, was aber auch für Nichtraucherinnen und Nichtraucher gilt – die aber selbst in Nichtraucherzonen, wie die Messungen zeigen,
in ihrem Wohlbefinden und ihrer Gesundheit stark beeinträchtigt werden.
Selbstverständlich sind Zweifel an reinen Befragungen als Basis für Forderungen angebracht. Wenn die Daten aber auf Messergebnissen basieren, die für jedermann vollkommen objektiv nachzuvollziehen sind,
so ist die Kritik nicht gerechtfertigt. Umfragen des Market-Instituts kann man dagegen oft unterschiedlich lesen, so liest Ronald J. Pohoryles, der mit dem Liberalen Forum als Partner beigetreten ist,
aus der jüngsten Market-Institut-Umfrage, dass das Liberale Forum für die vertrauenswürdigste Partei Österreichs gehalten wird. Das aber offensichtlich nur deswegen, weil dem LIF (logischerweise) kaum
Beteiligung an der Korruptionsaffäre angekreidet wird. Das Market-Institut hatte aus seiner ersten Umfrage im Auftrag der Wirtschaftskammer 63% Ablehnung eines generellen Rauchverbotes
in der Gastronomie herausgelesen. Nur 2 Jahre zuvor fand das selbe Meinungsforschungsinstitut im Auftrag der Merkur-Versicherung noch 63% Zustimmung für ein Rauchverbot. Dieses Ergebnis wurde jetzt einfach
aus dem Internet entfernt.


Die Unzufriedenheit mit dem bestehenden Gesetz geht sowohl aus einer österreichweiten Umfrage des Eurobarometer als auch durch Studien der Medizin. Universität Graz in der Steiermark und der Medizin. Universität Wien
in Wien hervor, die weitgehend übereinstimmen, obwohl sie von verschiedenen Untersuchern erhoben wurden.

Dass sich die Wirtschaftskammer auf die Rauchersheriffs beruft und deren nachlassende Tätigkeit als ein Funktionieren des Gesetzes interpretiert, ist auch ihr gutes Recht. Das Nachlassen der Tätigkeit der Rauchersheriffs
dürfte aber eher auf mehrere gewalttätige Attacken auf besagte Rauchersheriffs zurückzuführen sein. Des Weiteren bemängelte die Volksanwaltschaft, dass anonymen Anzeigen zum Tabakgesetz nicht nachgegangen werde,
und wenige zeigen unter Angabe ihres eigenen Namens ihren eigenen Wirt an.

Es ist erfreulich, dass die Wirtschaftskammer den Östereicherinnen und Österreichern zugesteht, sich ihre Freizeit selbst zu gestalten. Dies muss aber auch für Nichtraucherinnen und Nichtraucher gelten,
die aber sowohl in Raucherlokalen als auch in Mischbetrieben in Gesundheit und Wohlbefinden beeinträchtigt werden. Dass Leute, die weder sich selbst noch andere gefährden, sich auf eine verschwindend
geringe Anzahl an Lokalen beschränken müssen, nur damit andere Leute ihre Gesundheit und die Gesundheit anderer in fast allen Lokalen gefährden können, ist bedauerlich.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Neuberger


2409

Raucherlokale:
Belastung ärger
als auf der Straße
Studie.

Wiens Gastronomie hustet
offenbar aufs Tabakgesetz. Eine
Studie im Auftrag der Ärztekammer
zeigt, dass in 61 Prozent der
untersuchten Betriebe die Bestimmungen
nicht eingehalten wurden.
In 13 der 88 Lokale war das
Rauchen im ausgewiesenen Nichtraucherbereich
gestattet. In 24 Betrieben
stand die Verbindungstür
zwischen Raucher- und Nichtraucherzimmern
ständig offen. 14 Lokalitäten
besaßen kein Nichtraucherzimmer,
obwohl sie größer als
50 m2 sind und eine Trennung vorgeschrieben
ist.
Wo geraucht wird, gibt es eine
massive Feinstaub- und Ultrafeinstaubbelastung.
Es wurden extrem
hohe Werte an Nanopartikeln gemessen.
Diese überschritten die
Vergleichswerte in den angrenzenden
Straßen bis zum Elffachen. Verkehrsreiche
Straßen verfügen über
deutlich bessere Luftverhältnisse.
In gemischten Betrieben waren die
Werte in angrenzenden Räumen
bis zu dreieinhalbmal so hoch wie
in reinen Nichtraucherlokalen. S. 9

2410

KOMMENTAR
VON DIETMAR NEUWIRTH

Lobbyisten als Gesundheitspolitiker

Die Ärztekammer kämpft für ein generelles Rauchverbot in Lokalen.

Man muss nicht immer alles negativ
sehen. Also: Mit Wertschätzung
nehmen wir zur Kenntnis, dass die
Wiener Ärztekammer unter ihrem
Oberdoktor Walter Dorner Grundzüge
der politischen Kommunikation inhaliert
hat. Anders ist schwer erklärbar,
dass diese gesetzliche Interessenvertretung
(es gibt ja deren gefühlte 100)
schon wieder eine Studie präsentiert,
mit der – Überraschung! – nachgewiesen
wird, dass die Feinstaubkonzentration
in Restaurants, Bars und Discos
jenseits von Gut und Böse liegt. Woran
prompt die Forderung geknüpft wird,
ein generelles Rauchverbot in Lokalen
zu verhängen. Haben wir schon das
eine oder andere Mal von Ärztevertretern
gehört. Macht ja nichts. „Stay on
the message!“ nennt man das.
Ohne generell über Verbote zu räsonieren,
interessiert ein anderer Aspekt.
Wenn Politiker keine Politik machen
(weiterschlafen, Herr Minister Stöger,
ungeniert weiterschlafen), versuchen es
andere. Immerhin handelt die Ärztekammer
im speziellen Fall nicht aus
leicht zu durchschauendem bloßen Eigeninteresse
ihrer Mitglieder. Und das
muss einmal lobend erwähnt werden,
so unsinnig das österreichische Kammersystem
auch ist. Und so penetrant
die Forderung auch erscheinen mag.

2411
Ö s t e r r e i c h Medienberichte 1 / Die Presse - Lokale missachten Rauchverbot
« am: November 13, 2011, 00:02:29 Vormittag »
Die Presse
Studie: Lokale missachten Rauchverbot
Tabakgesetz. Laut einer neuen Studie ist die Feinstaubbelastung im Raucherlokal höher als auf befahrener Straße.
[WIEN/DUÖ/RED.] Verlässlich und alle paar Monate
wird der Streit um das seit Juli 2010 geltende
österreichische Tabakgesetz neu entfacht.
Nun ist es wieder soweit. Die Protagonisten
bleiben dabei dieselben: der Glimmstängel,
die Ärztekammer, die Wirtschaftskammer
– und diesmal auch Loch Ness,
aber davon später.
In einer gestern, Dienstag, veröffentlichten
Studie der Ärztekammer heißt es, dass
61 Prozent der untersuchten Lokale (88 Wiener
Gastronomiebetriebe) das neue Tabakgesetz
ignorieren. So standen bei 24 Betrieben
die Tür zwischen Raucher- und Nichtraucherraum
ständig offen, weitere 14 Lokale
hatten keinen eigenen Nichtraucherbereich,
obwohl sie aufgrund ihrer Größe von
über 50 Quadratmetern einen solchen haben
müssten. In 13 Lokalen wurde im Nichtraucherraum
überhaupt geraucht. Die Studie
wurde von zwei Diplomanden der Medizinischen
Universität Wien zwischen November
2010 und Mai 2011 durchgeführt –
in jedem Raum haben sie während der
Hauptbetriebszeit 20 Minuten lang Feinstaubmessungen
durchgeführt.
Weiteres Ergebnis der Studie: In Nichtraucherzimmern
liegt die Feinstaubbelastung
über dem von der Weltgesundheitsorganisation
empfohlenen Grenzwert, wenn
in benachbarten Räumen geraucht wird
(auch, wenn die Verbindungstür geschlossen
ist). In anderen Worten: In gemischten
Lokalen funktioniert der Nichtraucherschutz
nicht. Durch die Feinstaubbelastung
steige das Risiko, an Asthma, Herz-Kreislauf-
Erkrankungen oder Lungenkrebs zu erkranken;
bei Kellnern und Wirten, die in
Raucherlokalen servieren, sogar um 20 Prozent,
so Manfred Neuberger vom Institut für
Umwelthygiene an der Med-Uni Wien.
Erwartungsgemäß lag die Feinstaubbelastung
in Raucherräumen signifikant über
dem Grenzwert, so Studienautor Armin
Schlietz. Im Schnitt um das Siebenfache,
bisweilen aber auch um das Elffache. Damit
sei selbst der Wert einer verkehrsreichen
Straße übertroffen worden.
Wirtschaft lebt „herrlich“ mit den Regeln
Die logische Schlussfolgerung für die Ärztekammer
lautet daher: generelles Rauchverbot.
Und postwendend hat die Wirtschaftskammer
(WKÖ) genau diese Forderung abgewinkt:
„Auch wenn es manche nicht
wahrhaben wollen“, so WKÖ-Vizepräsident
Fritz Amann, „das System der Wahlfreiheit
funktioniert.“ Ein generelles Rauchverbot
gefährde die Existenz vieler Gastronomen –
und die 88 in Wien untersuchten Lokale seien
nicht repräsentativ. Dem Argument
schließt sich Wilhelm Turecek, Gastronomie-
Obmann der Wiener Kammer, an. Bei
rund 8000 Gastronomiebetrieben in der
Hauptstadt sei das Sample der neuen Studie
viel zu klein. Und: „Wir leben herrlich mit
der jetzigen Regelung.“
Freilich gebe es auch Betriebe, die sich
nicht an die Regeln halten würden („Es gibt
auch Menschen, die bei Rot über die Straße
gehen“), aber die Kammer kontrolliere laufend
und kläre laufend auf. Von den in Österreich
verkauften Zigaretten werde gerade
einmal ein Drittel in der Gastronomie geraucht,
daher sei es für Turecek unverständlich,
warum „die Ärztekammer wie Loch
Ness alle Jahre auf uns los geht“.
Ganz ein Jahr ist es noch nicht her, aber
im Februar dieses Jahres hat die Ärztekammer
eine Studie von einem anderen Diplomanden
der Med-Uni veröffentlicht, die
ähnliche Ergebnisse wie die aktuelle liefert:
In insgesamt 112 Lokalen wurden Feinstaubmessungen
durchgeführt, die Belastungen
waren im Nichtraucherraum, wenn
diese an den Raucherbereich angrenzten,
höher als im Freien. Auch im Februar hat
die Ärztekammer ein Rauchverbot in der
Gastronomie gefordert. „Das können wir
nicht oft genug betonen und immer wieder
zum Thema machen“, wie Ärztekammerpräsident
Walter Dorner meint.
Er nennt die Beispiele Südtirol, Bayern
oder Slowenien, wo Rauchverbot herrscht,
aber auch die Schweiz, wo Teile der Tabaksteuer
in einen Tabakpräventionsfonds fließen.
Dorners wohl schlüssigstes Argument
lautet aber: 2,3 Millionen Österreicher rauchen,
alle zweieinhalb Stunden stirbt hier ein
Mensch an Lungenkrebs – und 90 Prozent
aller Lungenkrebspatienten sind Raucher.

2412


Kurier 9.11.11

Wie Feinstaub auf den Körper wirkt
Mittlere Belastung mit:
Ultrafeinstaub* und Feinstaub**
Feinstaubbelastung (PM 2,5 in μg/m³)
Messungen
Nichtraucherlokal
7408,3
KURIER Grafik: Schimper / Foto: Fotolia
Quelle: Ärztekammer für Wien, Institut für Umwelthygiene der MedUni Wien
6,7
Nichtraucherzimmer
25.973
34,2
Raucherlokal/Raucherzimmer
66.011
172,3
*Partikel/cm³
**Mikrogramm/m³
Je nach Partikelgröße gelangt Staub mit der Atemluft
unterschiedlich tief in die Luftwege
Gröbere Staubteilchen
Bleiben in den oberen Atemwegen (Nase, Luftröhre, Kehlkopf) hängen.
Durch die Selbstreinigung der Atemwege werden sie
binnen 24 Stunden entfernt.
Folgen:
• Vorübergehende Reizerscheinungen (z. B. Husten)
Feinstaub – kleiner als 10 Mikrometer
Gelangt tief in die unteren Atemwege
(Bronchien, Bronchiolen, Lungenbläschen).
Folgen:
• Die Schleimhäute werden geschädigt
• Es kommt zu chronischen Entzündungen
in den Atemwegen und der Lunge
Ultrafeinstaub – kleiner als 100 Nanometer
Gelangt zum Teil auch in die Blutgefäße
und damit in alle Organe.
Folgen:
• Die Elastizität der Gefäße verschlechtert sich,
ihre Steifigkeit erhöht sich
• Bei erhöhtem Sauerstoffbedarf
ist die Gefäßerweiterung gestört
• An den Gefäßwänden kommt
es zu Schädigungen der Zellen
• Plaques lagern sich ab, die
Gefäße „verkalken“ (Atherosklerose)
• Die Gefahr der Blutgerinnung und damit eines
Gefäßverschlusses (Thrombus) nimmt zu
• Die Herzinfarktgefahr steigt


Feinstaubbelastung in Lokalen
Außenluft/Raucherlokale im Vergleich
Wie Feinstaub auf den Körper wirkt
Mittlere Belastung mit:
Ultrafeinstaub* und Feinstaub**
Feinstaubbelastung (PM 2,5 in μg/m³)
Messungen
Nichtraucherlokal
7408,3
KURIER Grafik: Schimper / Foto: Fotolia
Quelle: Ärztekammer für Wien, Institut für Umwelthygiene der MedUni Wien
6,7
Nichtraucherzimmer
25.973
34,2
Raucherlokal/Raucherzimmer
66.011

Außenluft/Raucherlokale im Vergleich
Wie Feinstaub auf den Körper wirkt
Mittlere Belastung mit:
Ultrafeinstaub* und Feinstaub**
Feinstaubbelastung (PM 2,5 in μg/m³)
Messungen
Nichtraucherlokal
7408,3
KURIER Grafik: Schimper / Foto: Fotolia
Quelle: Ärztekammer für Wien, Institut für Umwelthygiene der MedUni Wien
6,7
Nichtraucherzimmer
25.973
34,2
Raucherlokal/Raucherzimmer
66.011
172,3
*Partikel/cm³
**Mikrogramm/m³
Je nach Partikelgröße gelangt Staub mit der Atemluft
unterschiedlich tief in die Luftwege
Gröbere Staubteilchen
Bleiben in den oberen Atemwegen (Nase, Luftröhre, Kehlkopf) hängen.
Durch die Selbstreinigung der Atemwege werden sie
binnen 24 Stunden entfernt.
Folgen:
• Vorübergehende Reizerscheinungen (z. B. Husten)
Feinstaub – kleiner als 10 Mikrometer
Gelangt tief in die unteren Atemwege
(Bronchien, Bronchiolen, Lungenbläschen).
Folgen:
• Die Schleimhäute werden geschädigt
• Es kommt zu chronischen Entzündungen
in den Atemwegen und der Lunge
Ultrafeinstaub – kleiner als 100 Nanometer
Gelangt zum Teil auch in die Blutgefäße
und damit in alle Organe.
Folgen:
• Die Elastizität der Gefäße verschlechtert sich,
ihre Steifigkeit erhöht sich
• Bei erhöhtem Sauerstoffbedarf
ist die Gefäßerweiterung gestört
• An den Gefäßwänden kommt
es zu Schädigungen der Zellen
• Plaques lagern sich ab, die
Gefäße „verkalken“ (Atherosklerose)
• Die Gefahr der Blutgerinnung und damit eines
Gefäßverschlusses (Thrombus) nimmt zu
• Die Herzinfarktgefahr steigt
Dauerbelastung
mit Feinstaub
führt zu:
• Asthma, chronische Bronchitis
• Herzinfarkt, Schlaganfall
• Krebserkrankungen (v. a. Lungenkrebs)
• Erhöhtes Sterberisiko
In Raucherbereichen gemischter Lokale sowie in
ausschließlichen Raucherlokalen überstiegen die
Feinstaubbelastungen im Innenraum die
der Außenluft um ein Vielfaches.
3500
3000
2500
2000
1500
1000
500
0
0 10 20 30 40
---------------------------------------------------------------------


Auch im rauchfreien
Bereich gemischter
Lokale sind die Feinstaubwerte
deutlich
höher als in reinen
Nichtraucherlokalen.
...............................................................
VON ERNST MAURITZ

Sie sind wenige Millionstel
Millimeter klein und
dringen nach dem Einatmen
nicht nur in tiefe Lungenabschnitte,
sondern sogar
in die Blutgefäße ein: Ultrafeinstaub-
Nanopartikel.
Mit einem neuen Messgerät
führten Viktoria Slavik und
Armin Schietz (Diplomanden
am Institut für Umwelthygiene
der MedUni Wien)
Studie
erstmals in 88 Wiener Gastronomiebetrieben
Messungen
der Ultrafeinstaubbelastung
durch. „Die Ergebnisse
waren erschreckend“, sagt
Schietz:
– In Nichtraucherbereichen
gemischter Lokale (mit angrenzenden
Raucherbereichen)
war die Belastung mit
Ultrafeinstaub im Mittel dreieinhalb
Mal so hoch wie in
reinen Nichtraucherlokalen.
– In Raucherlokalen und
Raucherbereichen war die
Belastung im Schnitt sieben
bis zehn Mal so hoch. Die
Höchstwerte lagen beim
Siebzigfachen.
– Die Außenluft spieltkaum
eine Rolle: In Nichtraucherlokalen
betrug die Feinstaubbelastung
weniger als
die Hälfte der an der Taborstraße
gemessenen Werte. In
Nichraucherzimmern von
Raucherlokalen war sie etwas
mehr als doppelt so
hoch, in Raucherlokalen
bzw. Raucherzimmern lag
sie um das Elffache über den
Werten der Taborstraße.
„Besorgniserregend“ sei
auch gewesen, so Schietz,
dass es in 61 Prozent der untersuchten
Lokale Verstöße
gegen das Tabakgesetz gab:
– In zwölf Lokalen waren
Raucher- und Nichtraucherraum
falsch oder gar nicht
gekennzeichnet.
– 14 Lokale hatten kein
Nichtraucherzimmer, obwohl
sie größer als 50 Quadratmeter
waren. Hier wäre
es allerdings theoretisch
möglich, dass eine Ausnahmebestimmung
wegen bauoder
denkmalschutzrechtlicher
Vorschriften vorliegt.
– In 24 Betrieben stand die
Verbindungstür zwischen
Raucher- und Nichtraucherbereich
überhaupt ständig
offen. Wobei auch geschlossene
Verbindungstüren die
Belastungen mit Fein- und
Ultrafeinstaub im Nichtraucherbereich
nicht signifikant
verringern konnten, ergab
die Studie: „Offensichtlich
reicht bereits das kurze
Öffnen beim Betreten oder
Verlassen des Raucherraums
aus, um den Nichtraucherraum
zu kontaminieren“,
betont Schietz.
„An Tagen mit höherer
Feinstaubbelastung in der
Atemluft (durch Verkehr und Hausbrand,
Anm.) steigt die Zahl der
Notdiensteinsätze und Spitalsaufnahmen
wegen
Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen
an“, betont
Univ.-Prof. Manfred
Neuberger vom Institut für
Umwelthygiene der MedUni
Wien. Durch das Rauchen in
Innenräumen erhöhe sich
die individuelle Feinstaubbelastung
zusätzlich: „Hier
besteht das größte Feinstaub-
Vermeidungspotenzial.“
Für Ärztekammer-Präsident
Walter Dorner zeigen
die Ergebnisse „eindeutig,
dass akuter Handlungsbedarf
besteht“. Er spricht sich erneut
dafür aus, das Rauchen
aus der Gastronomie zu verbannen:
„Ineinemmodernen
Gesundheitswesen führt daran
kein Weg vorbei.“
Reaktion „Die Ergebnisse
dieser Studie sind nicht repräsentativ“,
entgegnet Helmut
Hinterleitner, Fachverbandsobmann
der Gastronomie
in der Wirtschaftskammer
Österreich: „Es gibt
70.000 Lokale inÖsterreich.“
Insgesamt drei Studien würden
belegen, dass nahezu
drei Viertel der Bevölkerung
mit der aktuellen Situation
zufrieden seien und zwei
Drittel die derzeitige Regelung
einem generellen
Rauchverbot in der Gastronomie
vorziehen würden. In
der Kammer zweifelt man
auch an, dass 61 Prozent der
88 untersuchten Betriebe
Bestimmungen des Tabakgesetzes
nicht einhalten:
„Das sind behördlich nicht
überprüfte Mutmaßungen.“
Die Ärztekammer solle nicht
das Tabakgesetz torpedieren
sondern die Prävention verbessern,
damit weniger
Jugendliche mit dem Rauchen
beginnen.

2413

Krone, 9.11.11

Falsch oder nicht gekennzeichnete Räume,
offen stehende bis gar nicht vorhandene Verbindungstüren
oder kein Nichtraucherzimmer –
die Einhaltung des Tabakgesetzes sei laut einer
Studie der Ärztekammer „erschreckend“.

Getestet wurden insgesamt 88 Cafés,
Bars, Pubs, Restaurants
und Diskotheken.

2414
Ö s t e r r e i c h Medienberichte 1 / HEUTE zu Studie Feinstaub / Tabakrauch
« am: November 12, 2011, 23:52:21 Nachmittag »



HEUTE am 9.11.11

Ärztekammer fordert strengeres Gesetz
Studie beweist: Verqualmte
Lokale machen krank
Studenten des Instituts für Umwelthygiene
an der Uni Wien untersuchten 88 Wiener Lokale.
Das Ergebnis der Studie: Die Feinstaubbelastung
durch Tabakrauch macht
krank und erhöht sogar das Sterberisiko.

2415
EoHx


Noch gut in Erinnerung sind die nachstehenden Medienberichte und http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=666.msg3075#msg3075

Stöger meinte, er wird jetzt strafen! Hatte er vorher befohlen, nicht zu strafen?

Stöger sagte, wenn sich die Gastros nicht an den Nichtraucherschutz halten, gibt es generell rauchfreie Lokale.
Zwischenzeitlich sind wieder viele tausende Anzeigen erfolgt, Stöger tat nichts, und sagte mehrfach: "Die Lobbyisten sind so stark .....!"

Stöger sagte auch, es würde jetzt mehr kontrolliert werden!
Wer hat wo mehr kontrolliert? Die Beamten sitzen in der warmen Amtsstube und warten, dass (niemand) eine Anzeige auf den Schreibtisch legt!



                       S T Ö G E R   I S T    R Ü C K T R  I T T S R E I F !




Grüne beantragen und Stöger droht wieder einmal .....
« Antworten #21 am: Mai 07, 2010, 01:32:41 »    Zitat  Ändern  Löschen  Thema teilen

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http://www.parlament.gv.at/LI/EW/show.psp?p_display_i=&x=1&p_instanz_i=PD&p_alles_i=alles&p_request_i=EinfacheSuche&p_gp_i=XXIV&p_search_string_i=Nichtraucherschutz

http://www.parlament.gv.at/PG/PR/JAHR_2010/PK0201/PK0201.shtml

Parlamentarisches Geschehen > Pressedienst > Meldungen im Jahr 2010 > PK0201

Plenarsitzungen des NR, inkl. Dringliche Anfragen, Dringliche Anträge

Parlamentskorrespondenz/01/25.03.2010/Nr. 201

Grüne beantragen ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie
Stöger droht mit Strafen, wenn Wirte Nichtraucherschutz mißachten

Abgeordneter Dietmar KECK (S) bekannte sich zur Verantwortung des Staates, wenn es darum gehe, unbeteiligte Dritte vor Schaden zu bewahren. Auch in der Gastronomie müsse daher der Nichtraucherschutz verstärkt umgesetzt werden. Ziel sei aber ein solides Gesetz und eine nachhaltige Gesundheitspolitik. Man müsse daher erst feststellen, wie die bestehende gesetzliche Regelung funktioniere.

Abgeordneter Martin STRUTZ (oF) sprach sich für eine Novellierung des Gesetzes aus und schloss sich inhaltlich den Grünen an, deren inhaltliche Ansichten propagierend.