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Nachrichten - admin

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Der "Hinterwäldler" kann es nicht lassen!

Bitte schreiben Sie dort Ihre Meinung: Ein Ende des professionellen Tötens durch Tabakrauch muss her!


http://www.gast.at/ireds-116863.html


10.11.2011

Gastrobranche versus Ärztekammer

Wien. Obwohl eine Studie belegt, dass die Bevölkerung kein generelles Rauchverbot in den Lokal will, wurde dies wieder einmal von der Ärztekammer gefordert. Fachverbandsobmann Helmut Hinterleitner hält dagegen.

Helmut Hinterleitner, Fachverbandsobmann der Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich


Die Gastro-Branche tritt den gebetsmühlenartigen Zurufen der Ärztekammer entgegen:  "Wieder einmal fordert die Ärztekammer ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie. Die Forderung untermauern sie mit einer Studie eines Studenten, dessen Sample gerademal 88 - von der Ärztekammer ausgewählte Betriebe - umfasst. Im Gegensatz dazu kann die Gastronomie auf Ergebnisse einer repräsentativen Market-Studie bauen, die die große Zufriedenheit der Bevölkerung mit den geltenden Nichtraucherschutzmaßnahmen belegen", betont Helmut Hinterleitner, Fachverbandsobmann der Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

 

Prävention für junge Menschen wichtig

"Auch die Wirte freuen sich über jeden Gast, der nicht raucht. Wir stimmen der Ärztekammer zu, dass die Folgekosten des Rauchens durch Präventionsmaßnahmen reduziert werden müssen. Wir wünschen uns allerdings von der Ärztekammer, dass diese ihre Hausaufgaben erfüllt und ihre Verantwortung um die Raucherprävention gerade bei jungen Menschen wahr nimmt. Gebetsmühlenartige Forderungen nach einem generellen Rauchverbot sind jedenfalls kein zufriedenstellender Beitrag", unterstreicht der Gastronomie-Vertreter.

Aktuelle Situation zufriedenstellend

Anmerkung: Dann gehen Sie mal in Ihre Klagenfurter Klinik, und sprechen Sie mit den Passivraucherkranken,
falls Sie diese Todeskanditaten (Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs ff.) überhaupt akustisch verstehen.
Ob Sie diese KärntnerInnen menschlich verstehen, wagen wir sowieso alle sehr zu bezweifeln!



"Nach dem Motto 'Täglich grüßt das Murmeltier' torpediert Ärztekammerpräsident Dorner regelmäßig die geltenden Nichtraucherschutzmaßnahmen in der heimischen Gastronomie. Diesmal wurde dies mit einer Untersuchung über die Feinstaubbelastung in der Gastronomie betrieben, die Ergebnisse der Studie sind jedoch keinesfalls repräsentativ", betont Hinterleitner. In diesem Zusammenhang verweist die Gastronomie auf die Studien des renommierten Linzer Market Institut, das in regelmäßigen Abständen die Zufriedenheit der Konsumenten mit den geltenden Nichtraucherschutzmaßnahmen abfragt. Insgesamt gibt es drei Studien, die aktuellste stammt vom Sommer 2011: Daraus geht hervor, dass nahezu drei Viertel der österreichischen Bevölkerung mit der aktuellen Situation zufrieden sind. Zwei Drittel der Bevölkerung ziehen die derzeitige Regelung einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie vor.







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Europa / Beweis, Schweizer Studie: 3 Jahre länger gesundes Leben!
« am: November 13, 2011, 14:50:03 Nachmittag »


ACHTUNG:
Heute/gestern in allen österreichischen Medien: "Das Gastpersonal zählt zu den Unzufriedensten in ihrem Beruf!"
Und jetzt das .....


Studie: Rauchverbot nützt

Ohne Qualm wird das Servicepersonal drei Jahre jünger

BASEL/BERN - Eine nationale Studie zeigt, dass das Rauchverbot tatsächlich etwas bringt. Bei Angestellten von Restaurants und Bars sank das potenzielle Infarktrisiko.

10.11.2011

Wie gefährlich ist Passivrauchen wirklich? Prof. Martin Röösli vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Insitut in Basel untersucht seit einem Jahr in einer nationalen Studie Serviceangestellte und Mitarbeiter von Bars. Allesamt Nichtraucher.

«Vor der Einführung rauchfreier Gastrobetriebe zeigte sich, dass das Risiko für Herzinfarkte für Mitarbeitende zunimmt», sagte Röösli heute am Tabakpräventionskongress.

Bei zu viel Rauch macht das Herz nicht mehr mit

Dies nicht zuletzt aufgrund so genannter Herzrhythmusvariabilität. Das bedeutet, dass sich der Organismus von Serviceangestellten schlechter auf wechselnde Bedinungen einstellen kann.

Das wirkt sich auf die Herzfrequenz aus und kann im Extremfall das Herzinfarkt-Risiko erhöhen.

Gesundheitszustand verbesserte sich merklich

Dank der Rauchverbote in Gastrobetrieben verbesserte sich der Gesundheitszustand signifikant.

Prof. Röösli: «Im Schnitt wurden unsere Probanden rund drei Jahre jünger nach der Einführung von Rauchverboten.»

Eine mögliche Schädigung des Herzrhytmus durch Passivrauchen am Arbeitsplatz kann rückgängig gemacht werden. Die Studie wird noch ein Jahr lang fortgeführt.
http://www.blick.ch/news/schweiz/servicepersonal-wird-um-drei-jahre-juenger-186673

2403

gOGX



Kurier: Einkaufszentren sind Öffentliche Gebäude = Rauchverbot seit 1.1.2005!


Und wie sieht es tatsächlich mit der Einhaltung des Nichtraucherschutzes in den Wiener EKZ aus?

Lesen Sie dazu die Kurier-Serie ab Montag 14.11.2011



2404
ibGx


Endlich mal was Gescheites durch die WKO:

Eine Zusammenfassung vieler Links zu UVS- Urteile!



http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?stid=611200&dstid=1486&angid=1

UVS-Entscheide in der Gastronomie
  

 
Berufsentscheidungen
 
UVS Tirol - Umbau für einen Raucherbereich
UVS Tirol – Umbau für einen Raucherbereich - Berufungsentscheid
 
 
Einraumlokal (über 50m²)
 
UVS Wien - Übertretung des § 13a Abs 1 Z 1 iVm Abs 2 Tabakgesetz
UVS Wien – Verstoß gegen  § 13c des Tabakgesetzes
 
 
Hauptraum
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes
UVS Wien - Verstoß gegen § 13a des Tabakgesetzes
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c Abs 1 Z 3 des Tabakgesetzes
 
 
Kennzeichnung
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 Abs 4 des Tabakgesetzes
 
 
Lokale in öffentlichen Gebäuden (EKZ)
 
UVS OÖ - Verstoß gegen § 13 Abs. 1 des Tabakgesetzes
UVS OÖ - Verstoß gegen § 13 Abs. 1 des Tabakgesetzes – Nr. 2
UVS NÖ – Keine Abtrennung/Kennzeichnung
UVS NÖ – Keine Kennzeichnung/Verstoß gegen § 13
UVS OÖ - Verstoß gegen § 13/Aschenbecher am Tisch
UVS Tirol - Verstoß gegen § 13 Abs. 1 des Tabakgesetzes – Nr. 3
UVS-Wien – Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes- Nr. 1
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 2
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 3
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 4
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 5
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 1
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 2
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 3
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 4
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 6
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 7
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetze/Kennzeichnung
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 5
 
 
Lüftungsanlage
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes
 
 
Räumliche Trennung
 
UVS OÖ - Verstoß gegen § 13 und § 14 des Tabakgesetzes
UVS Tirol - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes/Falsche Kennzeichnung
 
 
Straferkenntnis
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes
 
 
Umbau
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes
 
 
Verstoß gegen das Rauchverbot
 
UVS Tirol - Verstoß gegen § 13 des Tabakgesetzes

2405
b7aX




Wiener Kaffeehaus steht unter dem Schutz der UNESCO


Weltkulturerbe: Der Semmeringbahn und dem Neusiedler See hat man bereits das Attribut Weltkulturerbe zuerkannt, das traditionelle Wiener Kaffeehaus hat es am Donnerstag geschafft:

10.11.2011, 15:36    

Weltkulturerbe Kaffeehaus: Maximilian Platzer vom Café Weimar ist zwischen Gugelhupf und Melange ganz in seinem Element.

Die Auszeichnung wurde von der UNESCO an Maximilian Platzer vom Café Weimar in der Währinger Straße 68 überreicht. Platzer ist der Vorsitzende der Klubs der Wiener Kaffeehausbesitzer und hat den Antrag zum UNESCO-Schutz eingebracht.

Marmortische und Thonet-Sessel, die Schale Melange mit dem berühmten Wasserglas sowie die meist freundliche Bedienung gehören ab sofort zum Weltkulturerbe. In der Folge wird der Klub noch die genauen Kriterien festlegen, wie auch andere Häuser zum UNESCO-Schutz als immaterielles Kulturgut kommen können. Die Vergabe der Plakette wird jedenfalls an die "üblichen Verdächtigen" wie Café Landmann, Tirolerhof oder Hawelka vergeben werden, aber auch an neue Betriebe, die an die Kaffeehaustradition anschließen. Auf das Weltkulturerbe ist die Kaffeehausbranche natürlich stolz. Gleichzeitig werden aber auch andere Kulturgüter ausgezeichnet. Darunter: traditionelle Faschingsumzüge, das Fisser Blochziehen und Schafweiden im Ötztal.

http://kurier.at/freizeit/genuss/4313842.php

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UVS Unabhängiger Verwaltungssenat (bis 31.12.2013) / UVS, diverse Urteile lt. WKO
« am: November 13, 2011, 01:32:00 Vormittag »


Eine Zusammenfassung vieler Links zu UVS- Urteile!


http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?stid=611200&dstid=1486&angid=1

UVS-Entscheide in der Gastronomie
   

 
Berufsentscheidungen
 
UVS Tirol - Umbau für einen Raucherbereich
UVS Tirol – Umbau für einen Raucherbereich - Berufungsentscheid
 
 
Einraumlokal (über 50m²)
 
UVS Wien - Übertretung des § 13a Abs 1 Z 1 iVm Abs 2 Tabakgesetz
UVS Wien – Verstoß gegen  § 13c des Tabakgesetzes
 
 
Hauptraum
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes
UVS Wien - Verstoß gegen § 13a des Tabakgesetzes
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c Abs 1 Z 3 des Tabakgesetzes
 
 
Kennzeichnung
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 Abs 4 des Tabakgesetzes
 
 
Lokale in öffentlichen Gebäuden (EKZ)
 
UVS OÖ - Verstoß gegen § 13 Abs. 1 des Tabakgesetzes
UVS OÖ - Verstoß gegen § 13 Abs. 1 des Tabakgesetzes – Nr. 2
UVS NÖ – Keine Abtrennung/Kennzeichnung
UVS NÖ – Keine Kennzeichnung/Verstoß gegen § 13
UVS OÖ - Verstoß gegen § 13/Aschenbecher am Tisch
UVS Tirol - Verstoß gegen § 13 Abs. 1 des Tabakgesetzes – Nr. 3
UVS-Wien – Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes- Nr. 1
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 2
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 3
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 4
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 5
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 1
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 2
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 3
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 4
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 6
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes – Nr. 7
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetze/Kennzeichnung
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes – Nr. 5
 
 
Lüftungsanlage
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes
 
 
Räumliche Trennung
 
UVS OÖ - Verstoß gegen § 13 und § 14 des Tabakgesetzes
UVS Tirol - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes
UVS Wien - Verstoß gegen § 13c des Tabakgesetzes/Falsche Kennzeichnung
 
 
Straferkenntnis
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes
 
 
Umbau
 
UVS Wien - Verstoß gegen § 14 des Tabakgesetzes
 
 
Verstoß gegen das Rauchverbot
 
UVS Tirol - Verstoß gegen § 13 des Tabakgesetzes

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http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/suchtkrankheiten/article/677793/arzt-wirbt-schuelern-rauchfreies-leben.html

Ärzte Zeitung, 10.11.2011

     
Arzt wirbt bei Schülern für rauchfreies Leben

Das Programm "Rauchzeichen" der Herzstiftung setzt auf Ärzte, die ehrenamtlich in Schulen über die Gesundheitsgefahren des Rauchens aufklären. Einer von ihnen ist Dr. Matthias Salefsky aus Aschaffenburg.

Von Wolfgang Geissel

Arzt wirbt bei Schülern für rauchfreies Leben

Hängen dem Kardiologen Dr. Matthias Salefsky an den Lippen: Siebtklässler in Höchst im Odenwald lernen, wie Nikotin auf Herz und Gefäße wirkt.

© Wolfgang Geissel

"Sonst sehe ich immer nur die Krankheiten nach einer langen Raucherkarriere. Hier kann ich endlich mal was für die Prävention tun", sagt Dr. Matthias Salefsky. Der niedergelassene Internist und Kardiologe macht seine Praxis im Jahr etwa vier halbe Tage zu und informiert ehrenamtlich auf der Ernst-Göbel-Schule in Höchst im Odenwald Siebtklässler über die Gesundheitsgefahren des Rauchens.

Salefsky hat dort eine Schulpatenschaft übernommen, und zwar im Rahmen des Programms "Rauchzeichen" von der Deutschen Herzstiftung.
Das Programm wurde im Rhein-Main-Gebiet gestartet

Das Programm wurde vor fünf Jahren mit acht Ärzten gestartet. Initiiert hat es der Pionier der Ballondilatation in Deutschland, Professor Martin Kaltenbach. Der inzwischen 83-jährige Kardiologe war von seinen damals zwölfjährigen Enkeln gebeten worden, an ihrer Schule im Taunus etwas gegen das Rauchen zu unternehmen.

Gerade in diesem Alter steigen nämlich besonders viele Jugendliche in die Sucht ein, betont Salefsky. Mehr als jeder dritte Jugendliche rauche mit 17 Jahren bereits. 90 Prozent aller Raucher fangen mit dem Laster bereits vor dem 18. Geburtstag an.

"Rauchzeichen" versucht, diesen Trend zu brechen. Über das Rhein-Main-Gebiet hinaus hat sich der zweistündige Präventionsunterricht mit ehrenamtlichen Ärzten mittlerweile an 60 bis 70 Schulen in viele Regionen Hessens sowie in die angrenzenden Gebiete in Bayern und Rheinland-Pfalz ausgebreitet.
Jedes Jahr je eine Doppelstunde in fünf bis sechs Parallelklassen

Arzt wirbt bei Schülern für rauchfreies Leben

Jule Thomas zeigt Rückstände aus dem Zigarettenrauch.

© Wolfgang Geissel

"Ein Arzt -  eine Schule" ist das Konzept, wie Jule Thomas von der Stiftung im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" erläutert hat. Die Heilpraktikerin organisiert die Schulpatenschaften für die Ärzte. Außer Kardiologen nehmen inzwischen auch Allgemeinmediziner, Notfallmediziner sowie Gefäß- und Thoraxchirurgen daran teil.

"Die meisten Ärzte bleiben uns über Jahre erhalten", sagt Thomas. Jedes Jahr aufs Neue übernehmen die Mediziner je eine Doppelstunde in fünf bis sechs Parallelklassen.

In Höchst respektieren die Schüler Salefsky als besonders glaubwürdige Autorität. Der Unterricht wird zwar mit Materialien der Herzstiftung bestritten, aber der Kardiologe kann viel über seine tägliche Arbeit mit Patienten berichten.
Jugendliche sollen sich für Gesundheit begeistern

Die beiden Stunden sind auf die Altersstufe abgestimmt, Schreckensszenarien werden vermieden. "Wir wollen die Jugendlichen vielmehr für Gesundheit begeistern", sagt Salefsky. Dazu bekommen die Schüler zum Beispiel Stethoskope und hören damit ihre Herztöne in Ruhe und unter Belastung ab.

In einem Experiment wird zudem eine Zigarette durch einen Saugapparat geraucht, und die Rückstände werden anschließend in einem Wattebausch begutachtet. Eindruck machen bei den Jugendlichen auch die besprochenen unmittelbaren Folgen des Rauchens wie fahle Haut, gelbe Finger und Zähne, Zahnfleischprobleme, unangenehmer Körpergeruch, Leistungsschwäche und mögliche Impotenz.

Viele Jugendliche interessieren sich auch für Shisha-Rauchen. Das ist besonders gefährlich, weil der Rauch der Wasserpfeife im Vergleich zu Zigaretten noch mehr Teer, Schwermetalle, Kohlenmonoxid und Benzol enthält. Zudem werden damit besonders große Rauchmengen inhaliert. "Bei einer Shisha-Sitzung kann soviel Gift wie in 100 Zigaretten aufgenommen werden", so Salefsky.
Patienten berichten über Krankheiten durch Rauchen

Zu den langfristigen Folgen des Rauchens wird ein kurzer Film gezeigt: Ein 21-jähriger Mann berichtet von seinem Herzinfarkt, ein 55-Jähriger im Rollstuhl von der Amputation seiner Raucherbeine und eine Witwe über das Leiden ihres verstorbenen Mannes durch Lungenkrebs.

Die Eindrücke sollen sich ins Gedächtnis einbrennen. Viele Schüler können selbst ein Beispiel von einem Angehörigen beisteuern, der durch Rauchen krank geworden ist. Salefsky erzählt auch die traurige Geschichte von einem Patienten mit Schaufensterkrankheit: "Wenn ihm beim Laufen wegen der Gefäßschäden die Beine weh tun, dann setzt er sich erst mal auf eine Bank, um eine Zigarette zu rauchen."

Da das Programm "Rauchzeichen" bereits über mehrere Jahre läuft, sollen jetzt die Langzeiteffekte evaluiert werden. Eine Studie dazu ist nach Angaben von Jule Thomas am Institut für Biostatistik der Universität Frankfurt am Main gestartet worden.

Verglichen werden sollen an Schulen mit und Schulen ohne das Programm die Anteile der jugendlichen Raucher. Erste Ergebnisse könnten in gut einem Jahr vorliegen. Stichproben hätten bereits ergeben, dass Schüler sich auch noch nach Jahren an das Projekt erinnern können, und dass die Raten der Raucher bei ihnen unter dem Durchschnitt liegen.

www.herzstiftung.de
Stichwort "Rauchzeichen" in Suchmaske

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Gesundheit / Wir werden immer gesünder älter - nur die Raucher nicht!
« am: November 13, 2011, 01:19:47 Vormittag »

Wir werden immer gesünder älter - nur die Raucher nicht!

Sie müssen sich also schon frühzeitig fragen: Rauche ich weiter oder lasse ich es bleiben? -

http://www.ksta.de/html/artikel/1320825693431.shtml -




2409
Welt, außerhalb Europa / Rauchverbote auch zuhause
« am: November 13, 2011, 01:09:32 Vormittag »

Rauchverbote auch zuhause



Wie Gesetze zur privaten Norm werden: Amerikanische Wissenschaftler widerlegen die These, wonach das Verbot öffentlichen Zigarettenkonsums in privaten Räumen kompensiert wird

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Als München noch Raucherclubs erlaubte, kam es, dass selbst hartgesottene Raucher die Bar zwischendrin verließen, um ihre Bronchien auszulüften und um ihren gereizten, geröteten Augen eine Pause vom beißenden Qualm zu gönnen. Das wurde bei einer Zigarette an der frischen Luft mit einigem Humor kommentiert und mit der These, dass drinnen anders als früher mehr geraucht würde, um das Verbot andernorts zu „kompensieren“.

Eine aktuelle wissenschaftliche Studie, erschienen in der Dezember-Ausgabe des American Journal of Preventive Medicine, hat eine solche Kompensationsannahme genauer untersucht. Kai-Wen Cheng, A. Glantz et al. ging es unter anderem darum, herauszufinden, ob die öfters von Gegnern des Rauchverbotes geäußerte Annahme stimmt, wonach das Rauchverbot an öffentlichen Orten mit einem stärkeren Zigarettenkonsum in privaten Räumen kompensiert würde, der Sucht wegen. Ihr Ergebnis stützt die Kompensationsannahme nicht.

Basierend auf umfangreichen Daten aus US-Bevölkerungsumfragen zum Tabakgenuss, die im Zeitraum von 1992 bis 2007 erhoben wurden, kam man zu einem ganz anderen Schluss: Dass nämlich das Verbot des Rauchens an öffentlichen Orten auch in privaten Räumen die Norm verändert hat. In US-Countys, wo das Rauchen zu 100% in der Öffentlichkeit verboten war, wurde auch zuhause weniger in geschlossenen Räumen geraucht, vor allen in Familien mit Kindern. Eine Gegenüberstellung ergab, dass in 60,9 Prozent der Haushalte in Regionen mit umfassenden Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen dies auch zuhause angewendet wurde. Währenddessen es in Countys mit einem weniger rigiden Rauchverbot, dies zuhause nur in 53,3 Prozent der Haushalte umgesetzt wurde.

"Strong clean indoor air laws are associated with large increases in voluntary smokefree-home policies both in the homes with and without smokers. These results support the hypothesis of norm spreading of clean indoor air laws."

Das Ergebnis sei konsistent mit einer Studie in Schottland, die den privaten Zigarettenkonsum in Zusammenhang mit Rauchverboten am Arbeitsplatz stellte. Auch dirt ergab sich, dass in den Wohnungen weniger geraucht wurde. Allerdings beschränkte sich die Untersuchung auf Familien mit Kindern. Eine australische Studie, die ebenfalls zitiert wird, ermittelte ebenfalls einen Zusammenhang zwischen privater Praxis und dem Rauchverbot am Arbeitsplatz. Demnach wurden in Haushalten, deren Mitglieder am Arbeitsplatz nicht rauchen dürfen, öfter ein Rauchverbot für Besucher beobachtet. Eine Studie in Irland konnte dagegen eine Beziehung zwischen öffentlichen und privaten Rauchverboten nicht ermitteln. Allerdings findet sich in ihr auch keine Bestätigung dafür, dass dies mit stärkerem Zigarettenkonsum zuhause kompensiert würde.

Herausgestellt wird, dass der Effekt der Anti-Rauchergesetzgebung auf häusliche Normen vor allem Kindern zugute kommt, nicht nur, weil die Luft zuhause besser ist, sondern auch, weil dadurch das Risiko gesenkt würde, dass sie selbst später zu Rauchern würden.

Thomas Pany

http://www.heise.de/tp/blogs/10/150816



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Deutschland / D. - Recht beim Rauchverbot
« am: November 13, 2011, 01:04:54 Vormittag »
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Ein aktuelles Urteil des VGH Mannheim zum Rauchverbot im Außenbereich »
Wirte in Einkaufspassagen müssen Rauchverbot überwachen

11. November 2011 von VEBWK | kein Kommentar

MANNHEIM. Die Bewirtschaftung von außerhalb einer Gaststätte gelegenen Flächen in einer überbauten Einkaufspassage ist keine (rauchverbotsfreie) Außengastronomie im Sinne des Landesnichtraucherschutzgesetzes. Das hat der 10. Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) mit Urteil vom 18.10.2011 entschieden. Wie das Gericht mitteilt, wurde damit die Berufung einer Mannheimer Gaststättenbetreiberin gegen ein gleichlautendes Urteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe zurückgewiesen.

https://www.vebwk.com/2011/11/11/wirte-in-einkaufspassagen-mussen-rauchverbot-uberwachen/

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Mehrheit der Wiener Lokale ignoriert Tabakgesetz

08.11.2011 - 13:14

http://relevant.at/life/gesundheit/308452/mehrheit-wiener-lokale-ignoriert-tabakgesetz.story

Tabakgesetz wird nicht sehr ernst genommen

In der Wiener Gastronomie wird das Tabakgesetz offenbar nicht sonderlich ernst genommen. Der Großteil der Lokale verstößt gegen die geltenden Regelungen. Das hat eine von der Ärztekammer präsentierte Studie des Instituts für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien ergeben.

Messungen mit Spezialgeräten haben weiters gezeigt, dass die Feinstaubbelastung in den getesteten Räumen durchwegs hoch war - auch Nichtraucher-Bereiche waren meist kontaminiert.

Die Ergebnisse seien zum Teil "erschreckend", betonte Studienautor Armin Schietz in einer Pressekonferenz. Im Rahmen der Erhebung wurden 88 Lokale besucht und dort Luftproben genommen. Darunter waren 16 Cafes, 51 Bars und Pubs, 14 Restaurants und sieben Diskotheken. 22 Gaststätten waren Nichtraucherlokale, in 20 war der Zigarettenkonsum erlaubt, 46 hatten sowohl Raucher- als auch Nichtraucherbereiche.

Zunächst fiel den Testern laut Schietz auf, dass die Zahl an Gesetzesverstößen hoch war. 61 Prozent der Betriebe wurden entsprechend kritisiert. So waren in zwölf die jeweiligen Räume nicht oder falsch gekennzeichnet, in 24 stand die Verbindungstür ständig offen. 14 Lokalitäten besaßen erst gar kein Nichtraucherzimmer, obwohl sie größer als 50 Quadratmeter waren (was eine Trennung verlangen würde, Anm.).

Dazu kam: 13 Betriebe erlaubten das Rauchen im ausgewiesenen Nichtraucherbereich. Besonders schlecht schnitten Diskotheken ab. Von sieben besuchten Clubs verhielt sich nur ein einziger gesetzeskonform.

Wird in einem Lokal bzw. einem Bereich geraucht, ist die Feinstaub- und Ultrafeinstaubbelastung dort massiv. Laut Schietz wurden teils extrem hohe Werte an Nanopartikeln gemessen. Dieser überschritt die Vergleichswerte in den angrenzenden Straße bis zum elffachen. Selbst verkehrsreiche Straßen verfügen demnach über deutlich bessere Luftverhältnisse.

In gemischten Betrieben waren angrenzende Räume oft ebenfalls betroffen. Die Werte waren laut Studie bis zu dreieinhalb mal so hoch wie in reinen Nichtraucherlokalen. Dass die gefährlichen Partikel auf den blauen Dunst zurückzuführen sind, ist erwiesen, so wurde heute versichert. Kerzenrauch oder Nebelmaschinen konnten laut Schietz als Verursacher ausgeschlossen werden.

Für Ärztekammer-Präsident Walter Dorner ist aus der Studie klar ersichtlich, dass das geltende Tabakgesetz weder Gäste noch Personal schützt. Er sprach sich erneut dafür aus, das Rauchen aus der Gastronomie zu verbannen: "Es wird nur gehen mit einem generellen Rauchverbot. Für ein modernes Gesundheitswesen führt daran kein Weg vorbei."


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Auch der ORF ist entsetzt, und berichtet in "Wien Heute":

http://www.vienna.at/aerztekammer-und-meduni-wien-ruegen-tabakgesetz/3081728

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Ärztekammer und MedUni Wien rügen Tabakgesetz

Sagt Stöger "Mir es des wurscht"?

http://www.vienna.at/aerztekammer-und-meduni-wien-ruegen-tabakgesetz/3081728

Die MedUni Wien verortet in einer Studie Mängel beim Tabakgesetz in Lokalen. - © bilderbox
Ergebnisse einer neuen Studie zeigen laut Ärztekammer, dass das derzeit gültige Nichtraucherschutzgesetz  Gäste und Mitarbeiter gastronomischer Betriebe vor den Folgen des Passivrauchens nicht ausreichend schützt. Tabakrauch in Lokalen sei enorm gesundheitsschädigend für Passivraucher.

Walter Dorner, Präsident der Wiener und der Österreichischen Ärztekammer, verweist in der Studie auf gravierende Zahlen: 2,3 Millionen Österreicher rauchen, alle zweieinhalb Stunden sterbe in Österreich ein Mensch an Lungenkrebs. 90 Prozent aller Lungenkrebspatienten seien Raucher.

“Diese Zahlen sollten für die Politik Grund genug sein, ein generelles Rauchverbot in Gastronomiebetrieben, wie es bereits in Italien oder Irland Praxis ist, auch in Österreich einzuführen”, kritisiert der Ärztekammerpräsident.
Feinstaubbelastungen durch Rauchen hoch

Zigarettenrauch sei die bedeutendste Quelle für Fein- und Ultrafeinstaub in Innenräumen von Lokaelen. Eine erhöhte Feinstaubkonzentration führt – vor allem im urbanen Raum – zu häufiger auftretenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so die Experten. “Die gefährlichen Feinstaubpartikel sind mit freiem Auge nicht sichtbar und dringen über die Atemwege bis tief in die Lunge und ins Blut, wodurch die Entzündungsfaktoren steigen”, erklärt Manfred Neuberger von der Abteilung für Allgemeine Präventivmedizin des Instituts für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien.
Verschärfte Maßnahmen gegen Rauch gefordert

Wenn nun in Lokal-Räumen geraucht werde, steige die Feinstaubbelastung dort auf ein Vielfaches an und lasse sich auch durch die besten Lüftungssysteme nicht beherrschen. “Unsichtbarer Tabakrauch dringt in benachbarte Räume ein und gefährdet besonders Kinder, aber auch andere Passivraucher”, so Neuberger.

Um das Feinstaubproblem in den Griff zu bekommen, sei dringender Handlungsbedarf gegeben, sowohl im Gastronomie-Bereich, als auch allgemein, appellieren die Experten an die Politik.

Umfamgreiche Studie in Wien durchgeführt

Bei der aktuellen Studie von den MedUni-Diplomanden Viktoria Slavik und Armin Schietz wurden aus 114 Räumen in 88 Wiener Gastronomiebetrieben im Zeitraum vom 6. November 2010 bis 6. Mai 2011 (vier bis zehn Monate nach Ende der gesetzlichen Übergangsfrist) Proben genommen. Darunter waren 16 Cafés, 51 Bars und Pubs, 14 Restaurants und sieben Diskotheken. 22 untersuchte Gaststätten waren ausschließliche Nichtraucherlokale, 20 waren ausschließliche Raucherlokale und 46 Betriebe hatten sowohl Raucher- als auch Nichtraucherbereiche.

In jedem Bereich wurde 20 Minuten lang gemessen. In Lokalen mit Raucher- und Nichtraucherzimmern fanden die Messungen unmittelbar nacheinander statt. Um repräsentative Proben zu erhalten, wurden die Messungen in den Hauptbetriebszeiten der Lokale durchgeführt.  Schietz: “Wir besuchten die Restaurants mittags oder abends, Cafés in den frühen Nachmittagsstunden und Bars am Abend. In den Diskotheken wurde die Luftqualität zu späteren Nachtstunden erhoben.”

“Besorgniserregend ist die hohe Zahl an Gesetzesverstößen bezüglich des Nichtraucherschutzes nach dem Tabakgesetz, da offenbar behördliche Kontrollen fehlen und kaum Sanktionen bei Gesetzesverletzungen befürchtet werden”, fasst der Diplomand die Erkenntnisse aus seiner Studie zusammen.

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3aFx


PS.: Siehe vorherige Beiträge, Berichte der Medien


Zur "blödsinnigen" Stellungnahme der Wirtschaftskammer

http://rauchersheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=666.msg3563#msg3563

merken die Verantwortlichen der Wiener Univ. Studie an:


In einer ersten Stellungnahme reagierte Dr. Manfred Neuberger auf die Aussendung der Wirtschaftskammer, laut der das Tabakgesetz „funktioniere“. Er frage sich diesbezüglich, wie die
Wirtschaftskammer denn ein „nicht funktionierendes“ Tabakgesetz erkennen würde und was überhaupt unter dieser Definition verstanden wird.

Gesundheitliche Aspekte spielen dabei offensichtlich keine Rolle, da die eindeutigen, von jedem objektiv nachprüfbaren Messergebnisse von der Wirtschaftskammer gänzlich ignoriert wurden.
Dass die Gäste „wie bei jedem anderen Gesetz zufrieden seien“, zeigt nur, wie gut ein generelles Rauchverbot in Lokalen angenommen werden würde – die Österreicherinnen und Österreicher
scheinen sich mit jedem Gesetz also sehr schnell anzufreunden, wie die Wirtschaftskammer selbst sagt.

Natürlich ist das Wohlfühlen ein wichtiger Aspekt in der Gastronomie, was aber auch für Nichtraucherinnen und Nichtraucher gilt – die aber selbst in Nichtraucherzonen, wie die Messungen zeigen,
in ihrem Wohlbefinden und ihrer Gesundheit stark beeinträchtigt werden.
Selbstverständlich sind Zweifel an reinen Befragungen als Basis für Forderungen angebracht. Wenn die Daten aber auf Messergebnissen basieren, die für jedermann vollkommen objektiv nachzuvollziehen sind,
so ist die Kritik nicht gerechtfertigt. Umfragen des Market-Instituts kann man dagegen oft unterschiedlich lesen, so liest Ronald J. Pohoryles, der mit dem Liberalen Forum als Partner beigetreten ist,
aus der jüngsten Market-Institut-Umfrage, dass das Liberale Forum für die vertrauenswürdigste Partei Österreichs gehalten wird. Das aber offensichtlich nur deswegen, weil dem LIF (logischerweise) kaum
Beteiligung an der Korruptionsaffäre angekreidet wird. Das Market-Institut hatte aus seiner ersten Umfrage im Auftrag der Wirtschaftskammer 63% Ablehnung eines generellen Rauchverbotes
in der Gastronomie herausgelesen. Nur 2 Jahre zuvor fand das selbe Meinungsforschungsinstitut im Auftrag der Merkur-Versicherung noch 63% Zustimmung für ein Rauchverbot. Dieses Ergebnis wurde jetzt einfach
aus dem Internet entfernt.


Die Unzufriedenheit mit dem bestehenden Gesetz geht sowohl aus einer österreichweiten Umfrage des Eurobarometer als auch durch Studien der Medizin. Universität Graz in der Steiermark und der Medizin. Universität Wien
in Wien hervor, die weitgehend übereinstimmen, obwohl sie von verschiedenen Untersuchern erhoben wurden.

Dass sich die Wirtschaftskammer auf die Rauchersheriffs beruft und deren nachlassende Tätigkeit als ein Funktionieren des Gesetzes interpretiert, ist auch ihr gutes Recht. Das Nachlassen der Tätigkeit der Rauchersheriffs
dürfte aber eher auf mehrere gewalttätige Attacken auf besagte Rauchersheriffs zurückzuführen sein. Des Weiteren bemängelte die Volksanwaltschaft, dass anonymen Anzeigen zum Tabakgesetz nicht nachgegangen werde,
und wenige zeigen unter Angabe ihres eigenen Namens ihren eigenen Wirt an.

Es ist erfreulich, dass die Wirtschaftskammer den Östereicherinnen und Österreichern zugesteht, sich ihre Freizeit selbst zu gestalten. Dies muss aber auch für Nichtraucherinnen und Nichtraucher gelten,
die aber sowohl in Raucherlokalen als auch in Mischbetrieben in Gesundheit und Wohlbefinden beeinträchtigt werden. Dass Leute, die weder sich selbst noch andere gefährden, sich auf eine verschwindend
geringe Anzahl an Lokalen beschränken müssen, nur damit andere Leute ihre Gesundheit und die Gesundheit anderer in fast allen Lokalen gefährden können, ist bedauerlich.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Neuberger


2414

Raucherlokale:
Belastung ärger
als auf der Straße
Studie.

Wiens Gastronomie hustet
offenbar aufs Tabakgesetz. Eine
Studie im Auftrag der Ärztekammer
zeigt, dass in 61 Prozent der
untersuchten Betriebe die Bestimmungen
nicht eingehalten wurden.
In 13 der 88 Lokale war das
Rauchen im ausgewiesenen Nichtraucherbereich
gestattet. In 24 Betrieben
stand die Verbindungstür
zwischen Raucher- und Nichtraucherzimmern
ständig offen. 14 Lokalitäten
besaßen kein Nichtraucherzimmer,
obwohl sie größer als
50 m2 sind und eine Trennung vorgeschrieben
ist.
Wo geraucht wird, gibt es eine
massive Feinstaub- und Ultrafeinstaubbelastung.
Es wurden extrem
hohe Werte an Nanopartikeln gemessen.
Diese überschritten die
Vergleichswerte in den angrenzenden
Straßen bis zum Elffachen. Verkehrsreiche
Straßen verfügen über
deutlich bessere Luftverhältnisse.
In gemischten Betrieben waren die
Werte in angrenzenden Räumen
bis zu dreieinhalbmal so hoch wie
in reinen Nichtraucherlokalen. S. 9

2415

KOMMENTAR
VON DIETMAR NEUWIRTH

Lobbyisten als Gesundheitspolitiker

Die Ärztekammer kämpft für ein generelles Rauchverbot in Lokalen.

Man muss nicht immer alles negativ
sehen. Also: Mit Wertschätzung
nehmen wir zur Kenntnis, dass die
Wiener Ärztekammer unter ihrem
Oberdoktor Walter Dorner Grundzüge
der politischen Kommunikation inhaliert
hat. Anders ist schwer erklärbar,
dass diese gesetzliche Interessenvertretung
(es gibt ja deren gefühlte 100)
schon wieder eine Studie präsentiert,
mit der – Überraschung! – nachgewiesen
wird, dass die Feinstaubkonzentration
in Restaurants, Bars und Discos
jenseits von Gut und Böse liegt. Woran
prompt die Forderung geknüpft wird,
ein generelles Rauchverbot in Lokalen
zu verhängen. Haben wir schon das
eine oder andere Mal von Ärztevertretern
gehört. Macht ja nichts. „Stay on
the message!“ nennt man das.
Ohne generell über Verbote zu räsonieren,
interessiert ein anderer Aspekt.
Wenn Politiker keine Politik machen
(weiterschlafen, Herr Minister Stöger,
ungeniert weiterschlafen), versuchen es
andere. Immerhin handelt die Ärztekammer
im speziellen Fall nicht aus
leicht zu durchschauendem bloßen Eigeninteresse
ihrer Mitglieder. Und das
muss einmal lobend erwähnt werden,
so unsinnig das österreichische Kammersystem
auch ist. Und so penetrant
die Forderung auch erscheinen mag.