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Nachrichten - admin

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Europa / Portugal: Jetzt verschärftes Rauchverbot
« am: Januar 08, 2012, 20:41:03 Nachmittag »

Portugal: Jetzt verschärftes Rauchverbot

Pünktlich zum vierten Geburtstag des Rauchverbots in öffentlichen Räumen kündigt das portugiesische Gesundheits-Ministerium eine Verschärfung der Beschränkungen für den blauen Dunst an. Ausnahmen sollen weitgehend verschwinden. Fernando Leal da Costa, Gesundheits-Staatssekretär und Mediziner mit dem Fachgebiet Hämatologie, erklärte, die Regierung wolle „Ländern folgen, die auf dem Gebiet des Rauchverbots die fortschrittlichste Gesetzgebung haben, wie etwa Schweden, Irland, Italien oder Spanien“.

Dabei gehe es in erster Linie um den Schutz der Nichtraucher vor dem Passivrauchen. Personen, die sich an öffentlichen Stellen aufgrund ihrer Arbeit befinden und nicht ausweichen könnten, müssten ebenso geschützt werden wie möglicherweise anwesende Kinder. Das Gesetz soll noch in diesem Jahr eine strenge Revision erhalten und Rauchen an allen geschlossenen Orten verbieten.
Das betreffe alle Arbeitsplätze, sowie Restaurants, Bars, Diskotheken, die kleiner als 100 Quadratmeter sind. Ab dieser Fläche dürfen abgeteilte Raucher-Bereiche eingerichtet werden, die allerdings nie mehr als dreißig Prozent des entsprechenden Raumes umfassen dürfen. Entsprechendes soll auch für Gemeinschafts-Räume in Hotels, Flughäfen und Theatern oder Kinos gelten. Auch Stellen wie etwa Vorräume von Banken, in denen Multibanco-Automaten installiert sind, werden rauchfrei. Der Verkauf von Tabak soll erst ab 18 Jahren gestattet sein, bisher liegt die Grenze bei 16 Jahren. Orte, zu denen Jugendliche unter 18 Zugang haben, dürfen nach den Regierungs-Plänen bald keine Zigaretten-Automaten mehr aufstellen.

Das Gesetz wird jetzt zwei Monate lang von Repräsentanten gesellschaftlicher Gruppen erörtert, unter ihnen Tabakindustrie und Gaststätten-Verbände. Danach soll es in die parlamentarische Abstimmung gehen und ab 2013 wirksam werden, wobei den Einrichtungen eine sechsmonatige Umstellungs-Frist eingeräumt wird. Wer dann gegen die Rauch-Verbote verstößt – egal ob Raucher oder Inhaber des Ortes, an dem trotz Verbots geraucht wird – muss mit deutlich höheren Bußgeldern rechnen als bisher. Staatssekretär Leal da Costa bekräftigte, die Regierung sei „entschlossen und wird sich nicht von Schein-Argumenten zurückdrängen lassen, wie dies die vorherige Administration tat“. Dazu gehöre auch eine verstärkte Gefahren-Hinweise auf Zigaretten-Packungen: Neben den verbalen Warnungen soll es demnächst auch abschreckende Bilder geben, etwa von verstopften Arterien oder geschädigten Organen. Zigarettenmarken-Werbung auf Aschenbechern, Feuerzeugen und ähnlichen Gegenständen wird ebenfalls verboten.

http://www.perspektive-portugal.info/2012/01/verscharftes-rauchverbot-punktlich-zum.html

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Dietmar Erlacher  08.01.2012 | 09:48

Seit 3 Jahren gibt es den Nichtraucherschutz laut Tabakgesetz bei den "Straßenlokalen", seit 6 (!) Jahren bereits in Einkaufszentren, aber alles nur auf dem Papier. Und "Papier ist geduldig", zudem im Tabakgesetz niemand zwecks Exekution aufscheint.
"Wo kein Kläger, da kein Richter!"
Unermüdlich melden unzählige Mitstreiter der Organisation "Krebspatienten für Krebspatienten" bzw. dem Rauchsheriff.at ihre Wahrnehmungen. Ja, rund drei Viertel der Lokale verstoßen gegen den Nichtraucherschutz lt. Tabakgesetz. Auch Innsbrucks Bürgermeisterin wurde angezeigt, ebenso unser Sozialminister, der Bildungsstadtrat und die "Bürgermeisterin vom 14. Bezirk" in Wien.
Rund 40 % der Krebserkrankungen entstehen durch passives/aktives Tabakrauchen. Aber auch Schädigungen des Ungeborenen, Allergien, Asthma, Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes, COPD etc. werden überwiegend der menschlichen Zerstörung durch Tabakrauch zugeschrieben.
Sogar Lokale in den Innsbrucker "Rathaus(!) Galerien" wurden schon rund zwanzig Mal angezeigt; zuletzt heute, ebenso in der Maria Theresia, Anichstraße, Adolf Pichler Platz, oder Altstadt. Und wenn wirklich jemand eine Raumtrennung durchgeführt hat, bleiben von morgens bis abends die "Trennertüren" offen, dann ist überall im Lokal die gleich krebserregende Tabakrauchluft.
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Denholm Gates  08.01.2012 | 10:40
Bei einem Raucherlokalbesuch müsste der Lufthunderter ständig leuchten. Soviel Feinstaub findet man an keiner Autobahn. Wurde mit Messungen bestätigt, aber das glaubt ein Raucher natürlich nicht, denn dazu fehlt ihm ein einwandfrei funktionierendes Gehirn.

Im Freien liegt die Feinstaubbelastung durch den Straßenverkehr und Hausbrand bei bis zu 90 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft, in Raucherlokalen bis zu 600 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft. Wer jetzt denkt, ein Trennerwirt ist gesünder, der darf sich auf bis zu 200 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft im Nebenraum freuen. Ein Picknick an der Autobahn ist sicher gesünder, als ein Besuch in einem österreichischen Lokal.

Aber das glaubt ein Raucher ja nicht, denn sich selbst belügen und betrügen gehört zum Leben dazu wie das Pinkeln auf der Toilette.


Denholm Gates  08.01.2012 | 16:41
@Birgit Hattinger: Zum Thema kriminelle Organsiation: Die Tabakmafia verkauft ein Produkt das die Gesundheit schädigt und zum vorzeitigen Tod führt und sie wissen das. Die Zigarette ist das einzige Produkt am Markt, das beim Gebrauch tausende schädliche Substanzen freigibt und dieses Produkt darf auch verkauft werden. Jedes andere Produkt mit nur einer schädlichen Substanz wird sofort vom Markt genommen. Seltsam.

Kinderspielzeug aus China mit einer gesundheitsschädlichen Substanz wird sofort vom Markt genommen und darf nicht verkauft werden. Wenn Kinder in der Wohnung ungefragt mitrauchen dürfen, oder in der Selchkammer Auto mitgeröstet werden, da regt sich keiner auf. Wenn das für sie normal ist, dann zeigt das nur, wie krank ihre Sicht der Welt ist.



Denholm Gates  08.01.2012 | 10:26
Das Tabakgesetz heißt Tabakgesetz, weil es nichts mit Nichtraucherschutz zu tun hat. Es wurde so gestaltet, dass Gesetzlosigkeit zum Gesetz wird.

In kleinen Lokalen, also unter 50% darf der Wirt entscheiden, ob geraucht wird. In so gut wie allen Lokalen unter 50% wird geraucht, obwohl aufgrund der geringen Größe und Luftvolumen die Schädigung der Mitarbeiter und Gäste maximiert wird. Sehr intelligent.

Die Exekutive ist nicht für die Kontrolle vorgesehen, eigentlich niemand. Der Nichtraucher darf eine Anzeige machen und die Einhaltung des Tabakgesetzes in seiner Freizeit kontrollieren. Aber natürlich hat man zahlreiche Prügel in den Weg gelegt, damit der Nichtraucher dieses Unterfangen möglichst schnell aufgibt. Das stinkt doch zum Himmel, die Tabakmafia hätte das Gesetz nicht besser formulieren können, wie maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Tabakmafia und ihren Vertriebspartner, den Wirten.

Wie schon richtig erwähnt, in Einkaufszentren sollte schon seit 2005 kein Rauch aufgehen. Die Wirte bauen halt eine Glaswand mit Tür und denken sich, so haben wir das Problem gelöst. Ob das dem Gesetz entspricht, ist doch in Österreich jedem egal. Das die Tür ständig geöffnet wird und der Gestank sich in der Umgebung verbreitet, ist den Wirten natürlich wurscht. Hauptsache ich kratz schneller bei der Arbeit ab oder ich hab möglichst viele Mitarbeiter auf dem Gewissen. Ein Wirt ist Menschenfreund, wie man sieht.

Ach ja, wie schaut es aus bei Lokalen, wo nicht geraucht werden darf. Da steht direkt beim Eingang ein Aschenbecher, bei einigen Lokalen im Windfang, damit die schlecht durchbluteten Raucher nicht frieren und der Nichtraucher hat bei Betreten schon eine Überdosis Tabakqualm in der Nase und stinkende Kleider am Leib. Wirte sind echt nette Menschen, denken immer daran, Nichtraucher etwas zu liefern, was sie nicht bestellt haben.

Raucher ist das alles natürlich Wurscht, diesem sozialen Krüppel interessiert nur die eigene Person und mit Gleichgesinnten macht das doppelt soviel Spaß. Was kratz dem Raucher, wen er täglich belästigt, das belastet doch nur. Also macht man sich da keinen Kopf und verlässt sich auf die Leidensfähigkeit der Nichtraucher, die in ihrer Dummheit meinen, das Verhalten hat was mit Toleranz zu tun. Hat es nicht, garantiert.



Denholm Gates  08.01.2012 | 09:31
In der WKÖ sitzen Kriminelle, die von der Tabakmafia geschmiert werden. Die von Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes der Gastronomie in der WKÖ, präsentierte Umfrage ist manipuliert und von seinen Freunden vom IFES maßgeschneidert geliefert worden.

Fakt ist, dass es so gut wie keine Lokale gibt, wo nicht geraucht wird. In Innsbruck kann man die Lokale an einer Hand abzählen, wo nicht geraucht wird. Auf dem Land schaut es noch schlechter aus. In Einkaufszentren setzen sich Wirte seit 2005 über jedes Gesetz hinweg und lassen ihre Gäste rauchen obwohl es dort generell verboten ist. Im DEZ im Bereich Ausgang Ost gibt es zwei Lokale wo geraucht wird und es stinkt in dem betroffenen Bereich des Einaufszentrum penetrant nach Tabakqualm.

Da das Raucherschutzgesetz nicht kontrolliert wird, da regt sich komischerweise keiner von den rechten Kampfposter auf, obwohl das eigentlich der größte Skandal in der österreichischen Gesetzgebung ist. Es herrscht in Österreich totale Narrenfreieit. Die Wirte machen was sie wollen und kümmern sich einen Dreck um den Nichtraucherschutz. Die Behörde schaut tatenlos zu und tun nichts. Ist auch nicht vorgesehen, dass etwas getan wird. Das Tabakgesetz, dass der Schweinebraten Kodolsky und die ÖVP mit tatkräftiger Hife von der FPÖ verbrochen haben, hat mit Nichtraucherschutz überhaupt nichts zu tun. In der Gastronomie ist der Nichtraucherschutz praktisch nicht existent.

Als Nichtraucher ist es in Österreich vollkommen unmöglich am Abend auszugehen ohne nach Tabakqualm stinkend und gesundheitsgeschädigt nach Hause zu kommen. Weil die Verbrecher in der ÖVP und die Gastroverbrecher in der WKÖ nicht wollen, das in der Gastronomie und bei öffentlichen Veranstaltungen nicht geraucht wird. Diese kriminellen Elemente sind dafür verantwortlich, dass Österreich den höchsten Anteil an jugendlichen Rauchern in der EU hat, weil man als Jugendlicher von jeglichen sozialen Kontakten ausgeschlossen ist, wenn man dem Tabakqualm aus dem Weg geht. Das Istrien Skandal und die Kosten tragen alle, das sind keine Kleinstbeträge, die ins Asylwesen fließen, das sind Folgekosten, die im ganz großen Stil anfallen. Aber gegen das und die vorsätzliche Körperverletzung der Raucher an der Bevölkerung, dagegen unternehmen die konservativen Kriminellen in diesem Land überhaupt nichts. Wird einen Grund haben, die Tabakmafia verfügt über viel Geld und so kann man sich Politiker und Funktionäre kaufen und die Gesetzgebung nach Belieben nach den eigenen Vorstellungen beeinflussen.
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Martin H  08.01.2012 | 10:09
Zum größten Teil deiner Aussage muss ich dir recht vollkommen geben.
Aber du schimpfst über die Schwarzen und Blauen, und vergisst dabei, dass die roten schon ein paar Jahre mit in der Regierung sitzen. Sie könnten auch schon längst was dagegen unternehmen. Aber die haben genauso kein Interesse wie alle anderen Parteien. Von den Grünen will ich gar nicht reden, denn erstens haben sie nichts zu sagen, und zweitens sind das meiste ihrer Forderungen nur Alibiforderungen.
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Denholm Gates  08.01.2012 | 10:46
@Martin H: Die Roten erwähn ich erst gar nicht, denn die sind praktisch nicht existent. Braves Schoßhündchen der ÖVP, ein bisschen bellen, ein bisschen knurren, aber wenn das Herrchen was sagt, Schwanzwedeln und doof aus der Wäsche schauen.

Der "Gesundheitsminister" Stöger kann sich nicht einmal gegen einen Pudding durchsetzen und jammert ständig, dass er im Nationalrat keine Mehrheit für ein generelles Rauchverbot findet. Also tut er das was er am Besten kann, er steckt den Kopf in den Sand.


Denholm Gates  08.01.2012 | 10:01
Es gibt nur egoistische und rücksichtslose Raucher, die vorsätzliche Körperverletzung an sich und Anderen betreiben und die Luft, die ihnen nicht gehört, verpesten. Dafür gibt es kein Verständnis, das ist im Grunde kriminell.

In den USA ist die "Hetze" erfolgreich, da sind Raucher gesellschaftlich da, wo sie hingehören. Da jeder sein Schicksal selbst bestimmen kann, ist es auch für jeden Raucher möglich der "Hetze" zu entkommen und wieder Mensch zu werden. Aber wenn man in jedem Lokal zum Rauchen verführt wird, wird es ziemlich hart werden.

Bei uns darf die Allgemeinheit die enormen Folgekosten blechen. Sollte man z.B. auch mal ändern und die Raucher als Verursacher richtig zur Kasse bitten. Könnte für Raucher eine Motivation darstellen, den Schwachsinn endlich zu beenden. Wenn man merkt, dass man Zigaretten nicht essen kann, könnten Raucher die Prioritäten neu ordnen.

Aber wieso soll man als Raucher damit aufhören. Man braucht nicht soviel arbeiten wie andere. Eine Stunde Rauchpausen pro Tag, kein Problem, keiner sagt was. Zwei Stunden Rauchpausen, auch kein Problem, geht doch. Aber wenn das künstliche Hetze sein soll, dann muss ich sie enttäuschen, das ist tägliche Realität in Österreichs Firmen.


Denholm Gates  08.01.2012 | 10:01
Es gibt nur egoistische und rücksichtslose Raucher, die vorsätzliche Körperverletzung an sich und Anderen betreiben und die Luft, die ihnen nicht gehört, verpesten. Dafür gibt es kein Verständnis, das ist im Grunde kriminell.

In den USA ist die "Hetze" erfolgreich, da sind Raucher gesellschaftlich da, wo sie hingehören. Da jeder sein Schicksal selbst bestimmen kann, ist es auch für jeden Raucher möglich der "Hetze" zu entkommen und wieder Mensch zu werden. Aber wenn man in jedem Lokal zum Rauchen verführt wird, wird es ziemlich hart werden.

Bei uns darf die Allgemeinheit die enormen Folgekosten blechen. Sollte man z.B. auch mal ändern und die Raucher als Verursacher richtig zur Kasse bitten. Könnte für Raucher eine Motivation darstellen, den Schwachsinn endlich zu beenden. Wenn man merkt, dass man Zigaretten nicht essen kann, könnten Raucher die Prioritäten neu ordnen.

Aber wieso soll man als Raucher damit aufhören. Man braucht nicht soviel arbeiten wie andere. Eine Stunde Rauchpausen pro Tag, kein Problem, keiner sagt was. Zwei Stunden Rauchpausen, auch kein Problem, geht doch. Aber wenn das künstliche Hetze sein soll, dann muss ich sie enttäuschen, das ist tägliche Realität in Österreichs Firmen.


Martin H  08.01.2012 | 10:30
@Denholm Gates: Ich bin zwar selten einer Meinung mit Dir. Aber dieses mal muss ich Dir recht geben.
Deinen Beitrag hast du zwar etwas hart formuliert, aber das ist wohl die einzige Sprache, die diese rücksichtslosen Raucher verstehen.

2223
„Österreich muss der Rauch ausgehen!“

Innsbruck, Wien – Drei Jahre nach Inkrafttreten des Tabakgesetzes sind 54 Prozent von 500 Befragten in Tirol zufrieden mit der geltenden Regelung (siehe Grafik). Nur 42 Prozent sprechen sich laut Untersuchung der Karmasin Motivforschung im Auftrag der Tiroler Tageszeitung für ein absolutes Rauchverbot aus. Das Ergebnis stößt bei Manfred Neuberger, Umweltmediziner an der Universität Wien und Vizepräsident der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden, auf Verwunderung. Seiner Meinung nach wissen viele Menschen noch zu wenig über die Folgen des Passivrauchens Bescheid.

„Manche sind nach wie vor der Meinung, beim Rauchen handle es sich nur um eine Geruchsbelästigung.“ Tatsächlich würden in Österreich aber pro Jahr 1000 Passivraucher sterben, die Zahl der Raucher, die an den Folgen ihrer Sucht sterben, beträgt etwas das Zehnfache. Außerdem hätten Nichtraucher das Bedürfnis, nicht als intolerant zu gelten. Selbst jene, die sich belästigt fühlten, so der Mediziner.

In Österreich ist im Jänner 2009 ein Rauchverbot in Lokalen in Kraft getreten, allerdings gibt es Ausnahmen für abgetrennte Raucherzimmer, kleine Betriebe unter 50 Quadratmeter müssen sich als Raucher- oder Nichtraucherlokale deklarieren. Nichtraucherschützer liefen von Anfang an Sturm gegen diese Regelung, sie fordern ein generelles Verbot. Auch der Verband der Europäischen Krebs-Ligen stellte ein schlechtes Zeugnis aus. Im vierten Europäischen Tabak-Kontroll-Index lag Österreich auf dem letzten Rang, unter 31 Staaten gemeinsam mit Griechenland an 30. Stelle.

Für Arthur Wechselberger, Präsident der Tiroler Ärztekammer, stellt besonders die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen ein Problem dar. Dabei sei die Überprüfung des Gesetzes ein Schritt in Richtung rauchfreies Österreich. „Denn eines ist völlig klar: Das Ziel ist ein generelles Rauchverbot. Den Österreichern muss der Rauch ausgehen!“ Doch dafür brauche es noch viel Bewusstseinsbildung: „Rauchen muss unter den Menschen verfemt werden.“

Herzinfarkt, Schlaganfall, chronische Bronchitis, Lungen-, Kehlkopf- oder Blasenkrebs – für Wechselberger gibt es kaum einen Bereich, in dem die Ursache von Erkrankungen so genau dokumentiert sei wie beim Rauchen. „Doch das ist die Zwiespältigkeit unserer Gesellschaft: Der Staat nimmt Steuern für den Verbrauch von Tabak ein, andererseits muss er für die Schäden aufkommen.“ Das sei absurd.

„Die Gesundheit hat in Österreich leider keine Lobby“, sagt Robert Rockenbauer. Der Tiroler gründete 1975 die Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher und versteht sich als Anwalt, der für die Rechte der Nichtraucher eintritt. „Drei Jahre untaugliches Tabakgesetz sind genug. Die Regelung bringt durch fehlende Kontrollen zu wenig Schutz, und sie ist verantwortungslos“, so Rockenbauer. Sie verhindere, dass hohe Folgekosten durch das Rauchen eingedämmt werden. So würden in Österreich pro Jahr vier Milliarden Euro an Schäden durch Krankenbehandlungen oder etwa Brände anfallen.

Nur ein absolutes Rauchverbot könne die Menschen schützen. Allerdings würden nicht einmal die geltenden Bestimmungen eingehalten, so Rockenbauer: „Wir werden täglich mit Beschwerden bombardiert.“ Er schätzt, dass sich 80 Prozent der Wirte nicht ans Gesetz halten. Die Kontrollen seien nicht ausreichend. „Die Behörden kennen das Problem, aber sie haben nicht den direkten Auftrag, sich darum zu kümmern.“

Umweltmediziner Neuberger berichtet von Schadstoffkonzentrationen in Nichtraucherbereichen, die doppelt so hoch sind wie in reinen Nichtraucherlokalen. „Sie übertreffen die Feinstaubbelastung durch den Verkehr bei Weitem!“ Der Arzt sorgt sich um die Kinder: „In Österreich ist erlaubt, was sogar in Entwicklungsländern undenkbar wäre, nämlich dass Eltern ihre Kinder in Raucherbereiche mitnehmen. Doch bei uns ist es egal, dass Kinder beraucht und Jugendliche zum Rauchen verführt werden.“

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/4105265-2/%C3%B6sterreich-muss-der-rauch-ausgehen.csp?success=1#comments

2224
xBfciX

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120107_OTS0030/tiroler-tageszeitung-am-sonntag-leitartikel-sonntag-8-jaenner-2012-von-liane-pircher-insel-der-rauchseligen

TIROLER TAGESZEITUNG AM SONNTAG "Leitartikel" Sonntag, 8. Jänner 2012, von Liane Pircher:

"Insel der Rauchseligen"

Utl.: Während andere Länder ihre Maßnahmen weiter verschärfen, bleibt Österreich bei der (Nicht)Raucherlösung lax. Ist das gut so?


   Innsbruck (OTS) - In nahezu allen EU-Ländern gibt es mittlerweile
einen strengen gesetzlichen Nichtraucherschutz auch in der
Gastronomie. Verstöße gegen Bestimmungen werden mit teils
drakonischen Strafen geahndet. Österreich hingegen leistet sich den
Luxus, mit seinen laxen Bestimmungen in einer Reihe mit Ländern wie
Serbien, Montenegro und Albanien zu stehen. Nichtraucherschutz auf
Österreichisch heißt: Zuerst gibt es eine Übergangsfrist, dann
schauen die Behörden weg, dann wiederum gibt es Ausnahme- bzw.
Sonderregelungen und irgendwann weiß keiner mehr so genau, wie das
mit dem Nichtraucherschutz hierzulande nun ist. Oder eben nicht.
   Dabei gäbe es genug Fakten, die Österreich schon längst zu einer
klaren, eindeutigen, konsequenten - ja, echten - Lösung zwingen
würden: Mit 34 Prozent Rauchern gehört Österreich weltweit zu den
Ländern mit dem höchsten Tabakkonsum. Bei jugendlichen Rauchern führt
Österreich die EU-Statistik an.  Nirgendwo rauchen mehr Elf- bis
14-Jährige als hier. Österreich gehört noch zu den wenigen Ländern,
in denen es weder gesetzlich noch gesellschaftlich geächtet ist, wenn
Eltern Kinder in Raucherzonen mitnehmen. Und das, obwohl zig
wissenschaftliche Studien belegen, dass Passivrauchen speziell für
Kinder extrem gesundheitsschädlich ist. Jährlich sterben
schätzungsweise 12.000 bis 14.000 Menschen in Österreich pro Jahr an
den Folgen tabakbezogener Erkrankungen, etwa 1000 an Passivrauchen.
Während andere Länder längst belegen können, dass konsequente
Rauchverbote durchaus gesundheitsfördernde Effekte - etwa Millionen
Euro an Einsparungen bei Gesundheitsleistungen - bringen, verharrt
Österreich im rauchseligen Stillstand. Die Frage ist nur, wie lange
es sich das auch in Zukunft noch leisten können wird. Viel Rauch
kommt teuer.

Rückfragehinweis:
   Tiroler Tageszeitung, Chefredaktion , Tel.: 05 04 03 DW 610


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Deutschland / München: S-Bahn-Schlägereien wegen Rauchverbots
« am: Januar 08, 2012, 19:36:58 Nachmittag »


München: S-Bahn-Schlägereien wegen Rauchverbots

Wegen des nicht eingehaltenen Rauchverbotes ist es am Mittwoch am Hauptbahnhof zu zwei Schlägereien gekommen. Am frühen Mittwochmorgen bat zunächst ein 49 Jahre alter Passant an einem S-Bahnsteig des Hauptbahnhofs einen Raucher, seine Zigarette auszumachen. Daraufhin schlug der 46-Jährige aus Frankfurt zunächst mit einer zusammengerollten Zeitung zu und trat den Mann anschließend. Erst als sich ein Unbeteiligter in die Auseinandersetzung einmischte, ließ der Angreifer von dem Mann ab und fuhr mit der S-Bahn weg. Ermittler konnten ihn jedoch später anhand von Bildern aus der Videoüberwachung ausfindig machen. Er gab an, angetrunken gewesen zu sein.

Auch im zweiten Fall war Alkohol im Spiel. Ein 58 Jahre alter Mann aus Landshut wollte am Mittwochnachmittag ebenfalls das Rauchverbot auf dem Münchner Hauptbahnhof nicht einhalten. Die Sicherheitsleute der Bahn erteilten dem Mann daraufhin ein Hausverbot für den Bahnhof und begleiteten ihn anschließend hinaus. Dabei schlug der Rauche...

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1258616

und

http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen-zentrum/rauchverbot-hingewiesen-schlaege-tritte-kassiert-1552534.html


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WHO, UN, etc. / Die neuen Seuchen!
« am: Januar 07, 2012, 01:18:24 Vormittag »


Laut UN, nach einem high-level meeting,

dass im 21. jahrhundert die meisten menschen nicht mehr an seuchen durch infektionen wie AIDS sterben werden,

sondern durch krankheiten, die durch  Z I G A R E T T E N , limonaden und fast-food verursacht werden.

(FAZ, Natur und Wissen, S. 1, 28.12.2011.)

2227

Rauchstopp macht glücklich

Auch wenn viele Raucher daran zweifeln: Wer es schafft, sich von der Zigarette zu lösen, ist langfristig gesehen glücklicher mit dem Leben und zufriedener mit seiner Gesundheit.

Dass der Verzicht aufs Rauchen den Gesundheitszustand verbessert und das eigene Leben retten kann, steht außer Frage. Nicht so klar war, inwieweit auch die Lebensqualität des Ex-Rauchers davon profitiert.

Raucher glauben oft, sie müssten mit dem Verzicht auf Zigaretten auch eine gewisse Lebensqualität einbüßen. Doch weit gefehlt. Ein Leben ohne Zigaretten ist keineswegs finster und trostlos. Wer es geschafft hat, der Zigarette abzuschwören, ist mit sich und dem Leben zufriedener und erfreut sich einer besseren Gesundheit. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Dr. Megan Piper und Kollegen von der medizinischen Fakultät der University of Wisconsin, USA. Die Wissenschaftler haben Ex-Raucher befragt, ob und wie sich die Veränderung nach einem bzw. nach drei Jahren in ihrem psychischen Wohlbefinden bemerkbar gemacht hat.

An der Studie nahmen 1.504 Raucher teil, die aufhören wollten zu rauchen. Erfasst wurden Angaben zur Lebensqualität insgesamt, zum Gesundheitszustand, positive wie auch negative Emotionen, die Zufriedenheit im Beziehungsbereich und das Auftreten von Stressfaktoren. Ein Jahr bzw. drei Jahre später wurden sie erneut nach Zigarettenkonsum und Lebensqualität befragt.

Nichtraucher sind entspannter

Die Autoren der Studie stellten fest: Im Vergleich zu denen, die weiterrauchten, schnitten die Ex-Raucher deutlich besser ab, was die gesamte Lebensqualität, den Gesundheitszustand und das positive Lebensgefühl anbelangte. Dies galt ein Jahr und auch drei Jahre nach dem Verzicht auf Zigaretten. In der Befragung nach drei Jahren gaben sie sogar an, weniger Stressfaktoren zu empfinden.

Fazit der Forscher: Raucher glauben vielleicht, dass der Verzicht auf die Zigarette ihre Lebensqualität mindern könnte: Sie denken, sie müssten sich von liebgewordenen Gewohnheiten lösen, es könnte Einfluss auf ihre Beziehungen haben, sie müssten auf Genuss verzichten und mit dem Rauchen würde ihnen etwas fehlen, um den Alltag zu bewältigen. Die Ergebnisse zeigten aber ganz klar: Langfristig ist der Mensch ohne Zigarette glücklicher als mit.

Quelle: Annals of Behavioral Medicine

2228
Deutschland / "E-Zigaretten"
« am: Januar 07, 2012, 00:58:01 Vormittag »
Gesundheit

E-Zigaretten enthalten gesundheitsschädigende Stoffe

erstellt 19.12.11

Köln/Berlin/dapd. Elektrische Zigaretten sind offenbar weit weniger harmlos als viele Verbraucher vermuten. «Die benutzten Kartuschen enthalten häufig neben dem Suchtstoff Nikotin auch andere gesundheitsschädigende Substanzen», warnte die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Elisabeth Pott, am Montag in Köln.

So besteht der über E-Zigaretten eingeatmete Dampf bis zu 90 Prozent aus Propylenglykol. Dieser Stoff kann kurzfristig akute Atemwegsreizungen auslösen. Völlig unbekannt ist derzeit, welche Folgen die langfristige Inhalation des Stoffes hat.

Auch giftige, krebserregende Substanzen wie Nitrosamine seien in einigen Kartuschen nachgewiesen worden, teilte die BZgA mit und bezog sich auf Untersuchungsergebnisse der US-amerikanischen Kontrollbehörde Food and Drug Administration.

Die Hoffnung mancher Raucher, dank der E-Zigarette zum Nichtraucher zu werden, sei ein Irrglaube, sagte BZgA-Direktorin Pott: «Für einen auf Dauer erfolgreichen Rauchstopp ist eine Verhaltensänderung nötig, die mit dem Konsum von E-Zigaretten aber nicht erreicht wird.»

Johannes Spatz, Sprecher des Aktionszentrum Forum Rauchfrei in Berlin, forderte am Montag ein Verbot der elektrischen Zigaretten. Nach dem Arzneimittelgesetz seien diese Rauchmittel nicht zugelassen, insofern müssten sie unverzüglich aus den Verkaufsregalen genommen werden. Es sei eine unverantwortliche Täuschung, wenn für diese Produkte mit dem Slogan «Rauchen ohne Risiko» geworben werde, sagte Spatz.

E-Zigaretten bestehen aus einem Gehäuse, einer Batterie, einem elektrischen Vernebler und einer auswechselbaren Kartusche, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Wenn der Raucher am Mundstück zieht, wird die Flüssigkeit verdampft und inhaliert. Nach Angaben der BZgA werden die Inhaltsstoffe bislang nur unzureichend deklariert.

http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1324304119156



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Vier Schritte zum Rauchstopp

Utl.: Rauchfrei ins neue Jahr mit der NÖ Gebietskrankenkasse

   St. Pölten (OTS) - Für viele Raucher/innen ist der Start ins neue
Jahr ein guter Anlass, die Zigaretten im alten Jahr liegen zu lassen.
Wer bei der Silvesterfeier zu viel raucht, kann am 1. Jänner leicht
auf die Glimmstängel verzichten. Am zweiten Tag steigt das Verlangen
nach einer Zigarette jedoch schon wieder. Für einen Rauchstopp ohne
Rückfall empfehlen die Expertinnen vom Rauchertelefon folgende vier
Schritte:
 - Bereiten Sie sich vor! Schreiben Sie Ihre Gründe für das
Nichtrauchen auf, überlegen Sie Alternativen für die Zigarette - und
suchen Sie sich Unterstützung!
- Schaffen Sie eine rauchfreie Umgebung! Entfernen Sie Zigaretten,
Aschenbecher etc. aus Ihrem Wohn- bzw. Arbeitsbereich und meiden Sie
vorerst Raucherzonen!
- Lernen Sie aus Ihren Erfahrungen! Was hat bei den letzten
Rauchstoppversuchen dazu geführt, dass Sie wieder zur Zigarette
gegriffen haben? Vermeiden oder verändern Sie diese
Risikosituationen!
- Sorgen Sie für Ablenkung! Versuchen Sie, möglichst viel zu
unternehmen und suchen Sie sich Beschäftigung. Bewegung oder Sport
wirken beim Rauchstopp sehr unterstützend.
 Wie können Sie sich bei Verlangensattacken am besten ablenken?
Unsere Beraterinnen haben für Sie die originellsten Tipps unserer
Anrufer/innen gesammelt, um schwierige Situationen rauchfrei zu
meistern.
1. Origami falten
2. An einem Stück Süßholz kauen
3. Fingernägel pflegen und maniküren
4. Kirschkerne lutschen
5. In den Wald gehen und einen Baum umarmen
6. An einem Duftfläschchen riechen
7. Grußkarten basteln
8. Fotos bearbeiten, sortieren, Fotoalbum anlegen
9. In eine saure Zitrone oder eine scharfe Chillischote beißen
10. Ein App zur Berechnung der Geldersparnis, der rauchfreien Zeit,
der Menge an Teer pro Zigaretten auf Handy oder PC installieren
 Beim Rauchstopp sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt! Falls
Sie Ihre Erfahrungen mit Exraucherinnen und Exrauchern teilen
möchten, schicken Sie ein Email an info@rauchertelefon.at oder
greifen Sie zum Hörer und geben Ihre Tipps persönlich ab.
Das Rauchertelefon
0810 810 013
österreichweit max. Euro 0,10 / Minute
Montag bis Freitag von 10:00 - 18:00 Uhr
www.rauchertelefon.at

Rückfragehinweis:
   NÖ Gebietskrankenkasse
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: 050899-5121, Fax:  050899-5181
   oea@noegkk.at
   www.noegkk.at

2230


(Keine) Raucherentwöhnung und Tabak­prävention in Österreich


Heuer wurden in Amsterdam die Noten veröffentlicht, die 31 Länder in Europa für ihre Leistungen bei der Eindämmung des Tabakkonsums erhalten hatten. Das Vereinigte Königreich belegte dabei mit 77 (von 100 möglichen) Punkten den ersten Platz, Irland erreichte 69 Punkte, Norwegen 62, Island und die Türkei teilten sich mit je 61 Punkten den viertbesten Platz. Dagegen landeten Griechenland und Österreich mit je 32 Punkten auf dem schlechtesten Platz. Wie kam es dazu?

Weltgesundheitsorganisation und Weltbank empfahlen, Tabaksteuern und -preise zu erhöhen, die Bevölkerung (Kinder und andere Nichtraucher) vor Tabakrauch zu schützen, öffentlich zugängliche Räume und alle Arbeitsplätze rauchfrei zu machen, Rauchverbote und Werbeverbote durchzusetzen, vor Folgen des Aktiv- und Passivrauchens zu warnen und Entwöhnungshilfen anzubieten. Nach der von der Weltbank vorgeschlagenen Gewichtung dieser Maßnahmen wurden die europäischen Länder 2006 ( http://tobaccocontrol.bmj.com/cgi/content/full/15/3/247 ) und 2010 ( www.aerzteinitiative.at/EUrank10.pdf ) gereiht. Die Benotung europäischer Staaten korrelierte mit Raucherprävalenz, Passivrauchen, Einstellung zu Rauchverboten (Martínez-Sánchez et al, 2010) und Kohlenmonoxid in der Alveolarluft (Dautzenberg & Neuberger, 2007).

Bestnoten erhielten Länder durch hohe Tabaksteuern und Zigarettenpreise, strenge Gesetze zum Nichtraucherschutz und deren Durchsetzung auch in der Gastronomie, umfangreiche Aufklärungsprogramme sowie Motivation und Hilfe beim Rauchstopp. Damit wurde das Rauchen in der Öffentlichkeit denor­malisiert und als Luftverschmutzung bewusst gemacht, seine soziale Akzeptanz nahm ab, die Verführung Jugendlicher wurde erschwert und den Rauchern der Ausstieg aus der Nikotinsucht erleichtert.

Türkei bei Tabakprävention und Nichtraucherschutz vorbildlich

Die Türkei hatte schon 1996 das Rauchen in Gesundheits-, Erziehungs- und Sporteinrichtungen verboten (Österreich erst 2006 in Pflichtschulen), weiters in öffentlichen Verkehrsmitteln (die ÖBB wurde erst 2007 rauchfrei) und in Büros ab 5 Personen (in Österreich wurden alle Büros mit der Novelle 2001 des ASchG theoretisch rauchfrei). Während sich Österreich darauf beschränkte, bei Tabak­werbeverboten die EU-Direktiven zum spätestmöglichen Zeitpunkt umzusetzen, verbot die Türkei Werbung, Promotion und Sponsoring für Tabakwaren schon 1996, ohne dazu international verpflichtet gewesen zu sein, und hob das Bezugs­alter für Zigaretten auf 18 Jahre an. Auf eine Verlängerung des Jugendschutzes vor der Tabakindustrie bis zum 18. Lebensjahr, wie sie auch in Deutschland, Frankreich und vielen anderen europäischen Ländern beschlossen wurde, konnten sich die 9 österreichischen Bundesländer bisher noch nicht einigen. Derzeit wird der Kauf von Zigaretten nicht einmal vor dem 16. Lebensjahr wirksam ver­hindert bzw. sanktioniert, weder durch ein Verbot von Zigarettenautomaten, deren elektronische Kontrolle versagt, noch in Trafiken, Tankstellen oder Gaststätten, wo entsprechende behördliche Kontrollen fehlen.

Die Türkei schrieb große Bildwarnungen auf den Zigarettenpackungen vor, während Österreich nur die EU-Direktive in Form kleinerer Warnhinweise ohne Bilder erfüllte und die von der EU nur empfohlenen Bildwarnungen verweigerte. Abgesehen von ein paar Alibiaktionen in den Medien, die mehr dem Eigenlob dienten, haben die verantwortlichen Gesundheitsminister in den letzten Jahren nichts in die Tabakprävention investiert. Die Türkei hat schon 1996 gesetzlich festgelegt, dass pro Monat 90 Minuten TV-Sendezeit den Gefahren des Tabaks zu widmen sind.

Österreich bleibt weit zurück


In der Türkei wurde das Tabakgesetz 2008 weiter verschärft und die Regierung propagierte: „Wer raucht, ist ein Spielverderber, unmodern und antieuropäisch.“ Mit einer Übergangszeit von nur vier Monaten wurden in der Türkei auch Taxis und bis dahin ausgenommene Arbeits- und öffentliche Räume rauchfrei gemacht, mit Ausnahme der Gastronomie, der eine Übergangszeit von 18 Monaten zugestanden wurde. Im Burgenland und in Wien sind Taxis noch immer nicht rauchfrei und in ganz Österreich wurde die Schmutzkonkurrenz der kleinen Raucherlokale aufrechterhalten. Die übrigen kümmern die Rauchverbote auch nach Ende der Übergangszeit von 22 Monaten relativ wenig, weil die Kontrolle und Meldung den Gästen aufgebürdet wurden, um sie danach als Denunzianten anprangern zu können. Bürger, die sich dadurch noch nicht abschrecken lassen, werden mit Behördenvorladungen und Beweisforderungen demotiviert, jemals eine zweite Anzeige zu machen. Nachweise gesundheitsgefährdender Feinstaub- und Schadstoffkonzentrationen in Raucher- und Nichtraucherbereichen von Lokalen ( http://www.mdpi.com/2073-4433/2/2/171/ ) wurden bislang ignoriert. Ebenso scheinen die österreichischen Politiker (mit Ausnahme der Grünen) zu ignorieren, dass sich schon 2008 beim Eurobarometer 63% der Österreicherinnen und Österreicher für ein Rauchverbot in allen Restaurants ausgesprochen haben. Ein generelles Rauchverbot in allen Räumen der Gastronomie wurde von der Mehrheit der befragten Wirte und Gäste in Graz befürwortet (Reichmann & Sommersguter-Reichmann, 2011), ebenso von Gästen in der Steiermark (Koch, 2009, Hutgrab­-ner, 2010) und in Wien (Gasser, 2011, Schwarz, 2011).

Nach der Einführung des Rauchverbotes in türkischen Lokalen stieg die Zustimmung beim Personal von 48% auf 70% und bei den Gästen von 57% auf 67%. Die Feinstaub- und Kohlenmonoxidbe­lastung nahm ab, ebenso die Cotininausscheidung im Harn und die Atemwegs­beschwerden des Personals. Die Notfallaufnahmen wegen kardialer und respiratorischer Erkrankungen der Bevölkerung sanken und gleichfalls die Raucherprävalenz und der Tabakkonsum.

Weiterer Aufklärungsbedarf vorhanden

In Österreich geben bisher nur die Raucherberatung (telefonisch unter der Nr.: 0810/810 013 oder persönlich in Ambulatorien der Gebietskrankenkassen), Projekte einzelner Bundesländer (z.B. www.rauchfrei-dabei.at) sowie private Initiativen wie die Raucherberatung in Betrieben Anlass zur Hoffnung.

Rauchende Österreicher machen weniger Aufhörversuche als im EU-Schnitt und verwenden dabei häufiger (42%) Nikotinersatz (EU 26%), was im Vergleich zu den oben genannten Maßnahmen nur eine geringe Kosteneffizienz zeigt. Auch die häufigere Verwendung von Akupunktur, Hypnose und anderer Alternativen zeigt, dass die passive Erwartungshaltung der Raucher in Österreich groß ist, aber sichtlich nicht befriedigt wird, weil 55% ihren Rückfall auf das Verlangen nach Zigaretten zurückführen (EU 28%). 24% haben allerdings schon eingesehen, dass ihre Gewohnheit den Rückfall verursachte, während nur 9% noch den Genuss am Rauchen als Rückfallgrund angeben.

Ein anderer Grund, der häufig angegeben wird, ist Stress (36%), da noch nicht bekannt ist, dass Nikotin immer nur kurzzeitig Erleichterung bringt, aber gleichzeitig stressempfindlicher macht; als weitere Gründe werden rauchende Freunde und Kollegen (26%) und Ge­wichts­zunahme (21%), Letzteres vor allem bei Frauen, angegeben. Mädchen in Österreich glauben offensichtlich noch an das von einer raffinierten Tabakwerbung suggerierte Bild vom „Schlankmacher Zigarette“ und sollten darüber aufgeklärt werden, dass Raucher später eher zu Stammfettsucht, metabolischem Syndrom und Diabetes neigen.

Es wäre dringend nötig, dass sich Österreich an der Schweiz ein Beispiel nimmt, die aus Mitteln der Tabaksteuer einen Fonds speist, der ausschließlich der Tabakprävention und der Rauchertherapie dient. Ärzte bekommen kostenlose Ausbildungskurse angeboten und können der Krankenkasse für die Behandlung gesunder Raucher 45 Minuten Beratung pro Quartal verrechnen, Fachärzte sogar 90 Minuten.

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Gesundheit / Schwanger und Tabakrauch - Verbrecher die ohne Rauchen keine wären?!
« am: Januar 07, 2012, 00:30:00 Vormittag »


Verbrecher die ohne Rauchen keine wären?!

Nikotinsucht: Rauchende Schwangere, kriminelles Kind - News - FOCUS Online - Nachrichten

www.focus.de

Wenn werdende Mütter rauchen, gefährden sie nicht nur die Gesundheit ihres Kindes. Zigaretten machen den Nachwuchs auch aggressiv – und manchmal kriminell.

http://www.focus.de/gesundheit/baby/news/nikotinsucht-rauchende-schwangere-kriminelles-kind_aid_572526.html




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Westbahn sieht sich beim Rauchen im Zug auf rechtlich sicherer Seite

    Anstoss für die Kontroverse: Ein Raucherabteil in der Westbahn

Gesundheitsministerium: Pläne verstoßen gegen Tabakgesetz, Ausnahmeregelung nicht anzuwenden

Mit der Westbahn, die ab 11. Dezember zwischen Salzburg und Wien verkehren wird, sollen Raucherabteile in den österreichischen Zugverkehr zurückkommen. 2007 hatte der damalige Monopolist ÖBB die abgetrennten Bereiche für Raucher freiwillig aufgelassen.

Das 2008 novellierte Tabakgesetz hätte eine Abschaffung dieser Abteile ohnehin notwendig gemacht, meint Sigrid Rosenberger vom Gesundheitsministerium (BMG) gegenüber derStandard.at. Das Gesetz sehe ein Rauchverbot an allen öffentlichen Orten vor, das treffe auch auf Züge zu: "Ausnahmen gibt es nur für gastronomische Betriebe oder bei Einrichtungen, die einzig für den Zweck des Rauchens geschaffen wurden – etwa die Raucherkabinen auf Flughäfen." Weil der Zug ein Transportmittel sei, und man dort nicht bloß rauche, sondern gleichzeitig befördert werde, könne diese Ausnahme auf die Westbahn nicht angewandt werden, so Rosenberger.

"Ausnahmeregelung möglich"

Bei der privaten Westbahn sieht man die Vorgaben des Tabakgesetzes weniger eng: "Unsere Juristen haben das geprüft und sie sind überzeugt, dass eine Ausnahmeregelung wie in Lokalen auch bei uns möglich ist", sagt Westbahn-Sprecher Manfred Mader.

Eine Überprüfung des Gesundheitsministeriums stehe noch aus, so Mader weiter. Im Ministerium ist davon nichts bekannt: "Wir haben selbst über die Medien von dem Plan erfahren. Offenbar haben sich die Damen und Herren von der Westbahn das Tabakgesetz nicht genau angesehen", sagt Rosenberger vom BMG: "Wir werden uns dafür einsetzen, dass ein tatsächlicher Verstoß gegen das Gesetz auch entsprechend sanktioniert werden wird." Die Verwaltungsübertretung sieht laut Tabakgesetz eine Strafe von bis zu 2.000 Euro vor, im Wiederholungsfall bis zu 10.000 Euro.

Unterdruck gegen Rauchstrom

Das geplante Raucherabteil wird sich laut Angaben des Unternehmens im letzten der sechs Waggons einer Westbahn-Garnitur befinden. In diesem abgetrennten Bereich sind acht Sitzbänke für je zwei Personen an vier Tischen montiert. Die Aschenbecher wurden direkt in die Tische eingelassen (siehe 360°-Ansicht)

Ein vom restlichen Zug abgetrenntes Belüftungssystem soll die Luftqualität im Nichtraucherbereich gewährleisten. Zusätzlich soll Unterdruck dafür sorgen, dass beim Betreten und Verlassen kein Rauch ausströmen kann. "Wir glauben, wir haben den Rauchern ein Angebot gemacht, ohne die Nichtraucher zu behindern", so Westbahn-Sprecher Mader.

Schaffner sollen Abteil nicht betreten müssen

Es sei vorgesehen, dass sich Passagiere nur für die Dauer einer Zigarette im Raucherbereich aufhalten, erklärt Mader. Deshalb gebe es auch keine arbeitsrechtlichen Bedenken, weil das Zupersonal das Abteil nicht betreten müsse, um Tickets zu kontrollieren.

Westbahn-Chef Stefan Wehinger, der als ÖBB-Vorstand 2007 für die Abschaffung der Raucherbereiche mitverantwortlich war, sprach damals von "verbessertem Reisekomfort für die nicht rauchenden Fahrgäste". Im Vorfeld des Chats auf derStandard.at begründet er die nunmehrige Entscheidung für Raucherbereiche: "Wir haben mit der Raucherinsel heute die perfekte technische Lösung – das war damals nicht möglich." (mm, derStandard.at, 16.11.2011)



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Raucherabteile

Westbahn bleibt beim "Lungenzug im Zug"

    Die Westbahn riskiert trotz Anzeigengefahr Raucherabteile in den Zügen.

Wehinger: Züge mit Raucherbereichen werden fahren - Laut Gesundheitsministerium gilt Rauchverbot

Wien - Die Westbahn bleibt dabei: Rauchen im Zug soll bei dem neuen mehrheitlich privaten Bahnbetreiber erlaubt sein. In den Westbahn-Zügen werde es Raucherbereiche geben, bestätigte Westbahn-Geschäftsführer Stefan Wehinger am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. "Am 11. Dezember um 5.32 Uhr in unserem ersten Zug dürfen Sie rauchen." Ob dann eine Anzeige dagegen erhoben und die Westbahn in den folgenden Zügen daran gehindert werde, werde man noch sehen.

Um das Rauchen im Zug zu ermöglichen, habe die Westbahn eine Million Euro investiert und eigene Raucherinseln konstruiert. Der Rauch werde die Nichtraucher im Zug nicht beeinträchtigen, versicherte Wehinger. "Wir haben die Unterdruck-Insel getestet mit 19 Rauchern und es war kein Nebel zu sehen", sagte Wehinger. Nichtraucher müssten den Raucherbereich im Zug ohnehin nicht betreten. "Warum man also nicht rauchen soll, das weiß ich nicht." Letztlich müsse diese Frage von Juristen entschieden werden.

ÖBB seit 2007 rauchfrei

Das Gesundheitsministerium sieht Rauchen im Zug durch das Tabakgesetz als verboten an. Demnach ist das Rauchen an öffentlichen Orten verboten, Ausnahmen gebe es nur für die Gastronomie.

Die ÖBB sind seit 1. September 2007 völlig rauchfrei. Eingeführt wurde dies damals ausgerechnet vom nunmehrigen Westbahn-Geschäftsführer Stefan Wehinger, damals noch Vorstandsdirektor der ÖBB Personenverkehr AG. (APA)


DAS  TABAKGESETZ
http://bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Drogen_Sucht/Tabak_Rauchen/Das_oesterreichische_Tabakgesetz


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Der Heute-Test

Taxler nehmen neues Rauchverbot nicht ernst

Seit 1. Jänner gilt in allen Wiener Taxis striktes Rauchverbot. Doch der Heute-Test zeigt: Wer es darauf anlegt, im Taxi zu rauchen, muss nicht mit vehementer Gegenwehr der Lenker rechnen.

In zwei von fünf inkognito getesteten Wagen konnte unsere Testerin ihrem gesundheitsschädlichen Laster ohne große Gegenwehr frönen. Einmal ließen fünf Euro "Spezialtrinkgeld" den Fahrer die brennende Zigarette in seinem Wagen übersehen.

Das zweite Mal bekundete der Lenker offen seinen Unmut - aber nicht über den blauen Dunst, sondern über dessen Verbot: "Das ist mein Auto. Mich hat keiner gefragt, ob ich das Rauchverbot will. Ich bin selber Nichtraucher, aber wenn ein Fahrgast rauchen will, dann soll er", gibt sich der Taxler kämpferisch. Dass ihm dafür eine Geldstrafe droht, ist ihm egal.

Vielleicht weil nicht ganz so klar ist, wer das Rauchverbot wie kontrolliert: Weder die Polizei noch die Taxi-Innung konnten spontan die Heute-Anfrage nach der Höhe der Strafe für den Taxler beantworten (bis zu 726 Euro).


http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,642708


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Rauchverbot

Konzertveranstalter haben Probleme bei Umsetzung


"Ganz erwischen wir sie nie" - Maßnahmen reichen von Durchsagen bis Rausschmiss

Die Einführung des gesetzlichen Rauchverbots in der Gastronomie vor rund eineinhalb Jahren betrifft auch größere Clubs und Konzerthallen. Auch hier scheint die Regelung noch nicht ganz in alle Köpfe des Publikums gedrungen zu sein. So haben viele Veranstalter immer noch Probleme, die Verbannung der Glimmstängel durchzusetzen, wie ein Rundruf bei Veranstaltern und Betreibern ergab. Man bemühe sich aber, die Bestimmungen möglichst lückenlos umzusetzen, wurde versichert.

An den Beschilderungen liegt es wohl kaum. Egal ob etwa im Flex oder in der Gasometer-Konzerthalle, das Rauchverbot ist ausgeschildert. Fragt sich, warum es dann noch immer passieren kann, dass in rauchfreien Zonen gequalmt wird - sehr zum Ärger der Nichtraucher. "Es gibt viele, die es einfach nicht wissen", erklärte Lukas Grünbichler von der Agentur Fusion Events, die unter anderem den Wiener Club Passage betreibt. Sehr oft handle es sich dabei allerdings um Touristen, die nur kurz in Wien sind und keine Ahnung vom Rauchverbot hätten.

Als eine Frage des Respekts sieht das eher Elisabeth Strobl von der Wiener Stadthalle: "Es gibt immer wieder ein paar Unverbesserliche, obwohl in der ganzen Halle grundsätzlich Rauchverbot herrscht", bestätigte die Pressesprecherin. "Da können wir dann nur vermehrt Durchsagen machen, aber ganz erwischen wir sie nie." Vor allem bei großen Konzerten - wie zuletzt beim Lenny Kravitz Konzert - sei es besonders schwierig, an den Stehplätzen hart durchzugreifen. Trotzdem würden sich Verbesserungen abzeichnen, da das Personal vermehrt geschult werde, ein besonderes Augenmerk auf Raucher zu haben.

"Außenseiter"

Ein ähnliches Szenario kennt auch Muff Sopper, der die Gasometerhalle betreibt: "Ein paar Außenseiter gibt es immer und ein paar von ihnen werden auch erwischt." Diese würden unverzüglich aufgefordert werden, ihre Zigaretten auszudämpfen. Tun sie das nicht, würden sie hinausgeschmissen werden. Sopper ließ mit durchaus ungewöhnlichen Ideen aufhorchen, um rauchfreie Zonen bei Veranstaltungen durchzusetzen: "Zigaretten müssten schon beim Einlass weggenommen werden, aber das würde zu weit führen und ist gesetzlich nicht erlaubt", scherzte er.

Relativ gut scheint das Rauchverbot in der Arena eingehalten zu werden. "Wir haben es von Anfang an relativ kompromisslos umgesetzt im Interesse der Künstler und Mitarbeiter. Das heißt, es gab nicht so wie bei anderen, einmal Rauchverbot und einmal nicht", sagte Markus Oralek, Obmann des Vereins Forum Wien, der die Arena betreibt. Man sei aber auch von Anfang an sehr streng kontrolliert und bei Verstößen angezeigt worden. Daher hätte man sich eine mildere Umsetzung des Verbots nicht leisten können. Über die große Akzeptanz der Besucher zeigte sich Oralek erfreut: "Ich hab jetzt selber ein paar Mal Security gemacht und war überrascht, wie gut das funktioniert. Selbst viele betrunkene Menschen akzeptieren es, wenn wir sie drauf hinweisen, dass sie hier nicht rauchen dürfen."

"Zu faul"

In den Szenelokalen wie dem Flex oder im Chelsea betonte man, dass man versuche, die Regeln einzuhalten und das Gesetz bestmöglich umzusetzen - allerdings: "Ab einer bestimmten Uhrzeit wird es schwierig, ein paar wenige Raucher dazu zu bewegen, zum Rauchen hinauszugehen", betonte eine Chelsea-Kellnerin: "Die sind dann einfach zu faul."

Grundsätzlich - und da waren sich fast alle Lokalbetreiber und Veranstalter einig - werde aber seit der Einführung des Rauchverbots (mit 1. Juli 2010, Anm.) weniger geraucht. Es brauche einfach nur Zeit, bis sich das Gesetz umsetzen lasse, so der Tenor. (APA)

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4 - Steiermark, Kärnten / Steiermark - Rauchen: Wieder einmal KRITIK AM BUND
« am: Januar 07, 2012, 00:11:20 Vormittag »

Rauchen: Kritik am Bund

Auch die laschen österreichischen Anti-Raucher-Gesetze sind Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder ein Dorn im Auge.

Sie - selbst Raucherin - fordert ein klares Rauchverbot in der Gastronomie.

"Die bisherige Lösung ist halbherzig. Das muss aber eben der Bund machen, landesgesetzlich lässt sich das nicht ändern", sagt sie.

Die Steiermark habe aber ausgefeilte Präventionsprogramme, die ihr Vorgänger Helmut Hirt aufgestellt hat.

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2892826/landesraetin-fordert-raus-ungesundem-schulen.story;jsessionid=DD6C99A30955C465D19FD81B0F39DA5A.p2#forummain