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Nachrichten - admin

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China - Wie die Tabakindustrie die Wissenschaft unterwandert


13.01.2012, 10:31
Von Mara Hvistendahl

In China findet ein Kampf statt, den der Westen schon hinter sich hat: Seit Jahrzehnten sucht die Tabakindustrie dort nach Wegen, um ihre Produkte weniger schädlich erscheinen zu lassen als sie tatsächlich sind.

Am 8. Dezember widerfuhr Xie Jianping eine große Ehre und eine schwere Demütigung. Zuerst wurde der Forscher in die Chinesische Akademie der Ingenieurswissenschaften gewählt, Stunden später erhob sich im Internet ein Sturm der Entrüstung.

China hat 300 Millionen Raucher. Im Jahr 2010 qualmten dort 53 Prozent der Männer im Alter von 15 bis 69 Jahren. (© REUTERS)

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Als erster kritisierte der Blogger Liu Zhifeng die Auszeichnung eines Wissenschaftlers, dessen Forschung genutzt werde, um "Menschen effektiver umzubringen". Das Akademiemitglied Chen Junshi, ein Experte für Nahrungsmittelsicherheit, zeigte sich "beschämt" über Xies Wahl. Und Wang Ke'an, früher Präsident der Chinesischen Akademie für vorbeugende Medizin sagte, Xies Forschung "fehlt eine wissenschaftliche Basis. Sie führt die Öffentlichkeit in die Irre." Der Angegriffene selbst wollte sich auf Anfrage nicht zu den Vorwürfen äußern.

In der scharfen Kritik an Xie und seiner Ernennung entlädt sich die Verärgerung darüber, wie die chinesische Tabakindustrie mit Rückendeckung des Staates in die Forschung eingreift. Xie ist stellvertretender Direktor des Tabak-Forschungsinstituts in Zhengzhou, das dem nationalen Tabakkonzern CNTC gehört. Er arbeitet an sogenannten teerreduzierten Zigaretten und wird darum beschuldigt, Komplize eines betrügerischen Tabakmarketings zu sein. Damit hätte China einen internationalen Vertrag verletzt: Die 2005 ratifizierte Rahmenvereinbarung zur Tabakkontrolle verbietet verharmlosende Hinweise wie etwa "leicht" in Zusammenhang mit Zigaretten.

In China findet zurzeit ein Kampf statt, den der Westen schon hinter sich hat. "Seit Jahrzehnten sucht die Tabakindustrie nach Wegen, um ihre Produkte weniger schädlich erscheinen zu lassen als sie tatsächlich sind'', sagt Armando Peruga von der Weltgesundheitsorganisation. Seit den 1990er-Jahren gerieten in den USA wie in Europa Forscher und Universitäten in die Kritik, weil sie Geld von Tabakfirmen angenommen hatten.

Ein Jahrzehnt später gab es wegen Produkten mit angeblich "reduziertem Risiko" ähnliche Vorwürfe. "Genau an diesem Punkt ist China jetzt", sagt der Kardiologe Stanton Glantz von der University of California in San Francisco, der seit 1978 gegen die Tabakindustrie kämpft und 50 Millionen Seiten ihrer einst geheimen Dokumente herausgegeben hat.

China hat 300 Millionen Raucher. Im Jahr 2010 qualmten dort 53 Prozent der Männer im Alter von 15 bis 69 Jahren. Und die Regierung ist sowohl für die Kontrolle wie für den Vertrieb von Tabak verantwortlich - die CNTC wird von der Staatlichen Monopolverwaltung betrieben. Die Tabakumsätze im Jahr 2010 betrugen mehr als 50 Milliarden Euro.

Die beiden Organisationen produzieren Hunderte Zigarettenmarken von der gängigen Marke "Doppeltes Glück" bis zur exklusiven "Chunghwa". Und sie verantworten gemeinsam Investitionen der Industrie in wissenschaftliche Institute. "In anderen Ländern", sagt Wang, "stellen die Regierungen für diese Art Forschung kein Geld bereit."

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/china-wie-die-tabakindustrie-die-wissenschaft-unterwandert-1.1256776

Weiters ......

    Gesundheitsrisiko Zigarette Tabakkonzern soll Gefahr von Zusatzstoffen verharmlost haben 21.12.2011
    Nichtraucher werden Nutzlose Nikotinpflaster 10.01.2012
    Snus und die E-Zigarette Die gesunden Alternativen zur Zigarette? 29.12.2011
    Zigaretten als Umweltverschmutzung Viel Gift in der Kippe 19.04.2011
    Statistik zum Passivrauchen Tödliche Atemzüge 26.11.2010
    Politik gegen das Rauchen Wo es für Raucher eng wird 02.01.2012
    Tabakindustrie plant Preiserhöhung Zigaretten sollen teurer werden 03.12.2011



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China Schulen tragen Namen von Tabakfirmen

13.01.2012, 10:31

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/china-wie-die-tabakindustrie-die-wissenschaft-unterwandert-1.1256776-2



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11.1.12

Rauchen: Bloßes Zusehen verführt -

http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regen/regionales/Rauchen-Blosses-Zusehen-verfuehrt;art785,87595


Das bloße Zusehen anderer Menschen beim Rauchen lässt jugendliche Raucher schwach werden und verführt sie zur Zigarette. Es braucht dazu weder ein aktives Anbieten einer Zigarette noch den Zigarettengeruch, da sich der Effekt sogar im Videochat nachweisen lässt. Das zeigt eine aktuelle holländische Studie auf.

Die Wissenschaftler untersuchten jugendliche Gelegenheitsraucher im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. Diese unterhielten sich - ohne Zigarette - in den Experimenten mit rauchenden Gleichaltrigen, teils direkt, teils über eine Webcam. "Jugendliche finden es sogar leichter, der Versuchung des Angebots einer Zigarette zu widerstehen, als jener, dass der andere raucht", berichtet Studienleiterin Zeena Harakeh von der Universität Utrecht. Rauchverbote auf Schulhöfen und anderen öffentlichen Orten, an denen Jugendliche häufig anzutreffen sind, seien deshalb ratsam.

Zwei Mechanismen bestimmen diese Wirkung, erklärt Rainer Hanewinkel, Leiter des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung. "Einerseits ist die Imitation im Spiel, andererseits bei Rauchern auch Konditionierung. Sehen Raucher eine Zigarette, verändern sich Hautleitfähigkeit und Herzrate und sie streben dem Stoff entgegen. Ist nun eine Zigarette in Reichweite und Rauchen möglich, gibt man dem Verlangen häufig nach." Gleiches gilt für alle stofflichen Süchte, so der Psychologe gegenüber pressetext.

Besser ausgedrückt als angezündet

Studienleiterin Harakeh kritisiert, dass die Darstellung von Zigaretten und Rauchern in Anti-Rauch-Kampagnen bisher kaum darauf Rücksicht nimmt. Denn bereits das Bild eines Jugendlichen mit Zigarette sei kontraproduktiv und fordere nur zur Nachahmung auf.

Hanewinkel verweist auf Würzburger Studien, die die Darstellung der Zigarette alleine untersucht haben. "Neue oder erst gerade angezündete Zigaretten haben hohen Aufforderungscharakter, ausgerauchte Stängel oder Asche hingegen nicht. Rauchverbots-Symbole sollten deshalb nicht wie bisher eine volle Zigarette zeigen, sondern besser eine ausgedrückte." (Quelle: pressetext.de)



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Ob ich rauche oder nicht ist meine eigene freie Entscheidung


11. Jänner 2012 12:00

Im Check

Die 10 hartnäckigsten Zigaretten-Mythen

Über den ungesunden blauen Dunst gibt es immer noch viele Irrtümer.



http://madonna.oe24.at/gesund/Rauchen-aufhoeren-Mythen-ueber-Rauchen/52412541


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Birger Nicolai| 12.01.2012

Aufhören, aber Dalli!

Wenn es nach EU-Kommissar John Dalli geht, werden Zigaretten künftig unterm Ladentresen verkauft und Automaten abgeschafft

Dieses Jahr kommt es zum Showdown zwischen Tabakindustrie und EU. Spätestens 2013 sollen die neuen Regeln stehen

Die neueste Idee zum Thema "Rauchverbot" kommt aus Schweden. Dort führen immer mehr Betriebe die "rökfri arbetstid" ein, die rauchfreie Arbeitszeit. Das bedeutet, dass während der Arbeitszeit keine Zigarettenpausen mehr erlaubt sind. Was den Rauchern bleibt, ist die Mittagspause oder der Feierabend. Aber das klingt noch vergleichsweise harmlos, wenn der Blick auf die Pläne von EU-Gesundheitskommissar John Dalli fällt: Der Mann aus Malta möchte europaweit am liebsten alle Zigarettenautomaten abschaffen, den Zigarettenherstellern eine Einheitspackung ohne Markenlogo vorschreiben und dann noch die Zigarettenschachteln im Verkaufsladen unter den Tresen verbannen.
Auch weit vor der Abstimmung darüber in den Gremien ist klar: Die neue Tabakrichtlinie der EU wird zu den größten Veränderungen im Zigarettenhandel seit Jahrzehnten führen. Die Zigarettenhersteller drohen schon vorab mit Klagen bis zu den höchsten Gerichten.

Was in Europa passieren kann, lässt sich im fernen Australien schon mal beobachten. Dort will die Regierung ab Dezember 2012 die heutigen Zigarettenpackungen verbieten und durch eine einheitlich olivgrüne Pappschachtel ersetzen lassen. Der Produktname steht dann nur noch klein am Rand, stattdessen zieren Warnbilder die Seiten. "Wir klagen in Australien gegen die Einheitspackung, das Ergebnis bleibt abzuwarten", sagte Ad Schenk, Deutschlandchef von British American Tobacco (BAT). BAT mit Marken wie Lucky Strike oder Pall Mall ist unter den Zigarettenherstellern der Konzern, der weltweit am besten vernetzt ist - mit Marktanteilen in fast allen Kontinenten. "Was ich von der EU höre, stimmt mich auch nicht froh. Aber wir werden unser Eigentum, unsere Marken, nicht einfach so hergeben", so Schenk weiter. Tabak brauche vernünftige Regulierung, vor allem im Jugendschutz, aber "keinen ideologischen Irrsinn".

BAT-Chef Schenk bekommt Schützenhilfe von seinem Konkurrenten Reemtsma - was auf den ersten Blick nicht überrascht. Reemtsma mit Marken wie West, JPS oder Gauloises Blondes gehört zum weltweit viertgrößten Zigarettenkonzern Imperial Tobacco aus England. Deutschlandchef Marcus Schmidt entdeckt in der Tabakbranche gar ein neues Selbstbewusstsein. "Ein so einheitliches Stimmungsbild gab es noch nie. Die Unternehmen sind nicht mehr dazu bereit, schlechte Kompromisse auszuhandeln", sagte Schmidt.
Brüssel wage den "Frontalangriff" gegen die Zigarettenhersteller. In Deutschland sitzen diesmal auch die Ölkonzerne mit im Boot: Der Mineralölwirtschaftsverband in Berlin will verhindern, dass Zigaretten nicht mehr im Laden gezeigt werden dürfen. Der Grund: Tankstellen leben von ihren Shops, hier fällt der größte Gewinn an. Und in den Tankstellenläden sind Zigarettenpackungen mit einem Umsatzanteil von rund 50 Prozent der mit Abstand wichtigste Verkaufsartikel.

Die EU-Pläne dürften die Zigarettenhersteller jedoch in ganz unterschiedlichem Ausmaß treffen. Denn die Abhängigkeit vom europäischen Markt ist bei ihnen verschieden stark ausgeprägt: So macht beispielsweise BAT deutlich mehr Geschäft in Übersee als in Europa, aus Asien und Lateinamerika kommen wesentlich höhere Wachstumszahlen als aus westlichen Ländern.

Dabei haben die Zigarettenhersteller zuletzt völlig überraschend einen Punktsieg errungen: Ein Gericht in Washington entschied, dass die Konzerne nun doch keine Schockbilder von Lungenkrebs, fauligen Zähnen oder Leichen auf beiden Seiten ihrer Zigarettenschachteln zeigen müssen. Richter Richard Leon berief sich in seinem Urteil auf das Recht auf freie Meinungsäußerung. Vereinfacht gesagt, darf danach niemand gezwungen werden, etwas zu sagen, was er nicht sagen will.

"Das Urteil spielt zwar weit weg von Brüssel, wo wir unseren Kampf zu fechten haben. Aber es wird unsere Chancen in Europa ganz sicher nicht verschlechtern", sagte Reemtsma-Deutschlandchef Schmidt. Warnbilder auf Zigarettenpackungen sind auch in der geplanten EU-Tabakrichtlinie ein wichtiger Punkt.

Die EU-Gesundheitskommission will mit ihrer Tabakrichtlinie bewirken, dass das Rauchen weiter eingeschränkt wird und Gesundheitsschäden verringert werden. Beide Seiten, die Zigarettenhersteller und die Gesundheitspolitik, beurteilen den Erfolg solcher Gesetze unterschiedlich. Der Anteil der Raucher in der Bevölkerung westlicher Länder liege seit Jahren konstant bei etwa einem Drittel, behauptet die Industrie. Neue Vorschriften hätten daran nichts verändert. Nach Jahren des Rückgangs ist der Zigarettenabsatz in Deutschland im Jahr 2011 sogar wieder leicht gestiegen.

In Schweden jedoch haben die strikten Raucher-Gesetze etwas bewirkt: Hier rauchen nur noch rund 14 Prozent der erwachsenen Einwohner.
Aber auch das ist - wie so oft - nicht die ganze Geschichte. In Schweden ist das sogenannte Snus, eine Art Kautabak, sehr beliebt. Zählt man das nikotinhaltige Produkt zum Verbrauch hinzu, greifen 26 Prozent der Schweden zu Tabakwaren. Und zum Genuss dieser kleinen, braunen Masse müssen sie nicht einmal das Büro verlassen. Die Arbeitszeit bleibt mit ihr rauchfrei.

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A N Z E I G E N Österreich bis Ende 2012 / 18-Presse - Westbahn wird angezeigt
« am: Januar 13, 2012, 22:15:29 Nachmittag »

Nichtraucher zeigen die Westbahn an

12.01.2012 | 18:19 |   (Die Presse)

„Rauchersheriffs“ wollen ein Rauchverbot in den Zügen. Die Westbahn gibt sich kämpferisch. Raucherabteile verstoßen aus Sicht des selbst ernannte Rauchersheriffs, Erlachers gegen das Tabakgesetz.


Aus dem Archiv:
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/723437/Nichtraucher-zeigen-die-Westbahn-an?from=gl.home_panorama
    Tabakgesetz: "Von Nichtraucherschutz keine Rede" (12.01.2012)
    Ein zeitloser Zug fährt ein (03.12.2011)
    Preisschlacht auf Westbahnstrecke: Tickets um 7,5 Euro (24.11.2011)
    Westbahn: Streit um Rauchverbot im Zug (16.11.2011)

Wien/Mpm. Für Raucher sind sie ein Pluspunkt, Nichtraucheraktivisten sind sie ein Dorn im Auge: die Raucherabteile in den Westbahn-Zügen. Der selbst ernannte Rauchersheriff Dietmar Erlacher, der fast 15.000 Lokale wegen Verstößen gegen das Tabakgesetz angezeigt hat, sowie Robert Rockenbauer, Chef der Schutzgemeinschaft für Nichtraucher, wollen nun ein Rauchverbot in den Westbahn-Zügen erreichen: Man sammle derzeit Anzeigen, so Erlacher, die man in einigen Wochen beim magistratischen Bezirksamt einreichen werde.

Raucherabteile verstoßen aus Sicht Erlachers gegen das Tabakgesetz, weil das Rauchen an öffentlichen Orten generell verboten ist. Weiters sei der Nichtraucherschutz nicht gegeben, da auch nicht rauchende Passagiere durch die Raucherabteile gehen müssen. Zudem habe er sogar ein 13-jähriges Mädchen, das per Gesetz gar nicht rauchen dürfte, im Abteil mit einer Zigarette gesehen.

Westbahn will Frage ausfechten

Bei der Westbahn ist man auf Klagen vorbereitet. „Wir sind davon überzeugt, dass wir alle Vorschriften gemäß dem Tabakgesetz erfüllen“, sagt Sprecher Manfred Mader. Wie in Lokalen habe man getrennte Raucherbereiche mit der vorgeschriebenen Belüftung. Man sei bereit, diese Frage vor Gericht „auszufechten“ – und das auch über mehrere Instanzen. Das könnte natürlich Jahre dauern. Das Rauchen wird bis dahin – anders als bei der Konkurrenz ÖBB, deren Züge seit 2007 rauchfrei sind – jedenfalls erlaubt bleiben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.01.2012)

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/723437/Nichtraucher-zeigen-die-Westbahn-an?from=gl.home_panorama

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Es stinkt, es ist schädlich, es macht süchtig - gemeint ist das Rauchen. Darüber sind sich die meisten Schüler der Hünfelder Wigbertschule einig. Deutlich machten sie das am Donnerstag im Film- und Funkraum der Schule bei der diesjährigen Eröffnung der hessenweiten Aktion "rauchfreie Klasse". Die Schule nimmt bereits seit zehn Jahren sehr erfolgreich am Nichtraucher-Klassenwettbewerb teil und war hessenweit immer an der Spitzenposition.

http://www.osthessen-news.de/beitrag_J.php?id=1208408

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Europaweiter Nichtraucher-Wettbewerb für Schüler


Krankenkasse startet erneut Aktion / Möglichst früh mit Prävention beginnen / Bis 27. April ohne Glimmstengel

Minden (mt/um). "Rauchen kann tödlich sein." "Rauchen fügt ihnen und den Menschen in ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu." Die Konfrontation mit diesen Sprüchen ist unvermeidbar. Dennoch schrecken sie Teenager nicht davon ab, zur Zigarette zu greifen.

Deshalb ist es notwendig, schon früh mit der Prävention zu beginnen. Hier setzt "Be Smart - Dont Start" ein. Dieser internationale Wettbewerb möchte den Schülern klarmachen, dass Nichtrauchen viel cooler und vor allem gesünder ist. "Damit wollen wir erreichen, dass Jugendliche gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen", sagt Jörg Lewe, Projektleiter der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK).

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Vorbeugungsaktion "Be Smart - Dont Start" den Einstieg ins Rauchen wirksam verhindern oder zumindest verzögern kann.

Die AOK Nordwest und das Schulamt des Kreises Minden-Lübbecke unterstützen deshalb den europaweiten Nichtraucher-Wettbewerb auch im Schuljahr 2011/2012. Im Kreis Minden-Lübbecke beteiligen sich 50 Schulkassen an der Aktion. "Die Schulklassen im Kreis Minden-Lübbecke belegen im Landesvergleich, was die Anzahl der Teilnahmen, aber auch die Qualität der Projektarbeiten angeht, regelmäßig Spitzenplätze", erklärt Schulrätin Karin Tscherniak.

"Das Prinzip ist einfach. Die Schülerinnen und Schüler verpflichten sich, im Zeitraum vom 14. November 2011 bis zum 27. April 2012 nicht zu rauchen. 90 Prozent der Schüler pro Klasse müssen die Verpflichtung einhalten", erklärt Jörg Lewe. Auf erfolgreiche Klassen warten attraktive Preise wie zum Beispiel Kinogutscheine oder Freikarten fürs Schwimmbad.

Darüber hinaus gibt es am Ende eine "Be Smart"-Abschlussfeier, zu der alle erfolgreichen smarten Schulklassen eingeladen werden. Neben der AOK und dem Schulamt wird der Wettbewerb von der Deutschen Krebshilfe, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen Herzstiftung und der Deutschen Lungenstiftung gefördert.

Anmeldungen können über die Homepage von Be Smart getätigt werden: www.besmart.info. Weitere Fragen werden unter Telefon (05221) 594206 beantwortet.


http://www.mt-online.de/lokales/minden/5799441_Europaweiter_Nichtraucher-Wettbewerb_fuer_Schueler.html




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Deutschland / Deutschland: Darf der Arbeitgeber das Rauchen komplett verbieten?
« am: Januar 13, 2012, 21:56:14 Nachmittag »


Darf der Arbeitgeber das Rauchen komplett verbieten? -


http://www.bild.de/ratgeber/recht/rauchen/ihre-rechte-am-arbeitsplatz-22043726.bild.html -

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A N Z E I G E N Österreich bis Ende 2012 / Westbahn - Die erste Anzeige
« am: Januar 13, 2012, 21:47:47 Nachmittag »
Anonyme Anzeige
WESTbahn wegen Raucherabteilen verklagt
Westbahn Raucherklage


Der WESTbahn drohen bis zu 10.000 Euro Strafe (© APA)

Der WESTbahn ist nun die erste Klage wegen der in den Zügen vorhandenen Raucherabteile ins Haus geflattert. Das Unternehmen will wenn nötig bis zum Höchstgericht gehen. Das Gesundheitsministerium hatte die Qualmer-Abteile schon im letzten Jahr in einer Stellungnahme als gesetzeswidrig bezeichnet.

Am 29. Dezember erfolgte die anonyme Anzeige, die offenbar aus Wien stammen dürfte. Das erklärte WESTbahn-Sprecher Manfred Mader im Gespräch mit Heute.at. Nun erfolgt eine Prüfung des Sachverhaltes durch das zuständige Wiener Magistrat.

Unternehmen pocht auf Ausnahmeregelung

Der Konzern beruft sich auf die Ausnahmeregelung im Tabakgesetz, wonach abgetrennte Raucherbereiche erlaubt sind. "Durch das Unterdruck-Abluft-System in den Raucherabteilen lässt sich der Nikotingeruch von außerhalb nicht wahrnehmen", führte Mader gegenüber Heute.at aus. Da es bisher keinen Präzedenzfall hinsichtlich der Auslegung des Tabakgesetzes in Eisenbahnwaggons gebe, wird die WESTbahn nötigenfalls bis zum Höchstgericht marschieren, so der Pressesprecher.

Mader berichtete auch von überwiegend positivem Feedback der Nichtraucher-Kunden. So sollen diese erfreut darüber sein, dass nun nicht mehr "heimlich auf den Zugtoiletten" geraucht werde. Einzelne Beschwerden räumte Mader jedoch ein. "Bei einer so großen Zahl an Rückmeldungen lässt sich das gar nicht ausschließen", ergänzte der WESTbahn-Sprecher.

Bis zu 10.000 Euro Strafe drohen

Im Falle einer Strafe kann sich die WESTbahn auf Zahlungen von 1.000 Euro bis zu 10.000 Euro im Wiederholungsfall einstellen, berichten die Niederösterreichischen Nachrichten. Auch rauchenden Fahrgästen drohen demnach bei einer Anzeige saftige Strafen. Bis zu 100 Euro sind beim ersten Mal und bis zu 1.000 Euro im Wiederholungsfall zu zahlen.

http://www.heute.at/news/wirtschaft/art23662,645386


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09.01.2012 | 00:00 |

Erste Raucher-Klage gegen WESTbahn

Seit Mitte Dezember macht die WESTbahn den ÖBB auf der Westbahnstrecke zwischen Wien und Salzburg Konkurrenz – und wartet auch mit eigenen abgetrennten Raucherabteilen auf.GLEISS
Der neue private Bahnbetreiber kassiert für seine Raucherabteile die erste Klage, will aber nicht klein beigeben und im Falle alle juristischen Instanzen durchfechten.

VON HEINZ BIDNER

Die private WESTbahn-Gesellschaft hat nun erwartungsgemäß ihre erste Klage in Bezug auf das Tabakgesetz am Hals. Das Unternehmen hat ja in jedem Zug eigene Raucherabteile mit jeweils 16 Sitzplätzen angelegt.

Diese sind nach Ansicht des Gesundheitsministeriums illegal und verstoßen gegen das Gesetz. „Wir haben vom Ministerium noch vor Jahreswechsel eine entsprechende Stellungnahme erhalten“, weiß WESTbahn-Sprecher Manfred Mader.

Die Positionen: Das Bahnunternehmen pocht auf die rechtliche Ausnahmeregelung für Gaststätten, die auch bei Zügen anzuwenden sei. Das Ministerium hingegen meint, dass diese hier nicht anwendbar sei. Demnach gebe es ein generelles Rauchverbot in öffentlichen Räumen. Allein in der Gastronomie gebe es explizit diese Ausnahme. Fakt ist, dass es hier noch keine sicheren rechtlichen Grundlagen gibt, da in einem derart gelagerten Fall noch kein Gerichtsurteil vorliegt.

Nach der am 29. Dezember erfolgten anonymen Anzeige wurde nun das behördliche Ermittlungsverfahren zu den Raucherabteilen gestartet. Kostenpunkt: bei der ersten Anzeige bis zu 1000 Euro Strafe, im Wiederholungsfall bis zu 10.000 Euro.

„Wir sind bereit, bis zum Höchstgericht zu gehen“, zeigt sich Mader kämpferisch. Und das könnte Jahre dauern.

Sollte ein Gang zum Unabhängigen Verwaltungssenat der WESTbahn nicht Recht geben, könnte sie noch die obersten Gerichtshöfe anrufen. Allerdings gehen damit, wie berichtet, Risiken einher. Ab einem ersten rechtskräftigen Urteil gegen das Unternehmen würden die Strafzahlungen fällig. Ab zwei rechtskräftigen Urteilen wäre sogar ein Konzessionsentzug der WESTbahn möglich, heißt es aus dem Ministerium.

Wichtiges Detail am Rande: Auch rauchenden Fahrgästen drohen bei einer Anzeige saftige Strafen: bis zu 100 Euro beim ersten Mal und bis zu 1000 Euro im Wiederholungsfall.

http://www.noen.at/news/chronik/Erste-Raucher-Klage-gegen-WESTbahn;art151,363877


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Umfrage: Rauchverbot auf österreichisch

    54% sagen, Rauchen in Lokalen gehört verboten


Die Mehrheit der Österreicher (54%) ist für ein generelles Rauchverbot, wie es die Ärztekammer kürzlich gefordert hat. 44% sind laut der Umfrage für die Beibehaltung der aktuellen Lösung.

Sophie Karmasin, Karmasin Motivforschung

Die Mehrheit der Österreicher ist für ein generelles Rauchverbot in Lokalen. Es ist schwer vorstellbar, dass die Gastronomie und die Wirtschaftskammer einer strikteren Regelung zustimmen, auch wenn die Bevölkerung mehrheitlich dafür wäre. Es wäre aus Sicht der Unternehmer auch unverständlich, wenn nach aufwändigen Investitionen und Umbauarbeiten diese wieder infrage gestellt werden, weil es keinen eigenen Raucherbereich mehr braucht. Also wird die diplomatische Regelung aufrechtbleiben. Auf lange Sicht wäre es allerdings klüger, nicht alle Probleme auf die verwässerte österreichische Art zu lösen, sondern klare und konsequente Entscheidungen zu ­treffen.

2186
Ö s t e r r e i c h Medienberichte 1 / 16-Profil - Fetter Tobak
« am: Januar 13, 2012, 21:37:18 Nachmittag »

http://www.profil.at/articles/1152/560/315456/rauchen-fetter-tobak

Fetter Tobak

    Tabakgesetz:. Verlagert sich die Sucht durch strenge Verbote?



·Rauchverbot auf österreichisch
Umfrage. 54% sagen, Rauchen in Lokalen gehört verboten

Der Nichtraucherschutz in Österreichs Gastronomie ist nach wie vor mangelhaft. Die Lösung, die es allen recht machen will, hat im Gegensatz zu strikten Rauchverboten keinen gesundheits­fördernden Effekt.

Von Robert Buchacher

Im Wiener AKH, der österreichweit ersten Adresse zur Behandlung von Raucherschäden, hat sich nichts geändert. Zu ebener Erde wird in einem speziellen, durch Glaswände separierten Raucherraum gepofelt, was das Zeug hält; in den Stockwerken darüber befassen sich Pulmologen, Kardiologen, Krebsmediziner und Chirurgen mit den Folgen des Tabakkonsums. Mit 34 Prozent Rauchern gehört Österreich laut der EU-weiten Umfrage Eurobarometer 2010 weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Tabakkonsum. Der Anteil der Raucher an der erwachsenen Bevölkerung bildet aber das wahre Ausmaß des heimischen Tabakkonsums nur mangelhaft ab. Mit der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten – im Mittel 17,7 – liegt Österreich EU-weit im Spitzenfeld. Und bei jugendlichen Rauchern führt ­Österreich seit Jahren die EU-Statistik an.

Dramatischer noch wird die Situation auf der Homepage des Gesundheitsministeriums unter dem Punkt Tabakgesetz beschrieben: „Der Konsum von Tabak ist in Industrieländern wie Österreich die bedeutendste Ursache vermeidbarer Krankheiten und Todesfälle. Weltweit sterben derzeit nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation jährlich über vier Millionen Menschen vorzeitig an den Folgen tabakbedingter Krankheiten. Diese Zahl wird sich innerhalb der nächsten Jahrzehnte auf rund zehn Millionen pro Jahr erhöhen, wenn gegen diese Entwicklung nichts ­unternommen wird. Schätzungsweise 12.000 bis 14.000 Menschen sterben in ­Österreich pro Jahr an den Folgen tabakbezogener Erkrankungen.

Angesichts dieser enormen Bedrohung ist politisches Handeln, einschließlich entsprechender Initiativen zur Schaffung der gebotenen Maßnahmen auf gesetzlicher Ebene, dringend erforderlich.“

Nicht unbedingt in Befolgung dieser eindringlichen Sätze handelte SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger, als er die von seiner ÖVP-Vorgängerin Andrea Kdolsky mit der Wirtschaftskammer ausgehandelte Novelle zum Tabakgesetz zur Beschlussfassung vorlegte. Das Gesetz sollte dem Nichtraucherschutz auch in der Gastronomie zum Durchbruch verhelfen. Zuerst gab es eine Übergangsfrist für die Wirte, dann schauten die Behörden weg, und wenn man dem Tiroler „Rauchersheriff“ Robert Rockenbauer Glauben schenkt, dann funktioniert die Regelung auch 18 Monate nach dem endgültigen Inkrafttreten mehr schlecht als recht.
Zeit also, Bilanz zu ziehen und nachzuschauen, was sich durch die neuen Bestimmungen geändert hat. Und vor allem auszuloten, welchen Effekt die viel konsequenteren Regelungen in anderen Ländern bisher hatten.

Nachdem in vielen Weltgegenden bereits seit Jahren strikte Rauchverbote gelten, liegt auch schon eine Fülle von wissenschaftlichen Untersuchungen über die Auswirkungen auf die Volksgesundheit und die Gesundheitskosten vor.

Vorerst aber noch ein Blick auf die Situation in Österreich: Der gesetzliche Nichtraucherschutz in der Gastronomie trat mit 1. Jänner 2009 in Kraft, allerdings mit einer Übergangsfrist bis 30. Juni 2010. In Lokalen bis zu einer Fläche von 50 Quadratmetern konnten die Wirte selbst entscheiden, ob ihr Lokal eine Raucher- oder eine Nichtraucher-Gaststätte ist. Sie mussten ihre Räumlichkeiten nur dementsprechend kennzeichnen. Für Lokale mit einer Fläche zwischen 50 und 80 Quadratmetern schreibt die Novelle die Einrichtung eines Nichtraucherraums nur dann vor, wenn dies baulich möglich ist. Und für Lokale mit einer Fläche über 80 Quadratmeter gilt die verpflichtende bauliche Einrichtung eines Nichtraucherraums als Hauptraum, wobei aus der Raucherzone kein Qualm in den Nichtraucherraum gelangen darf. In der Praxis erweist sich diese Bestimmung als undurchführbar. Denn laut einer Studie der Wiener Medizinuniversität enthält auch die Luft in „Nicht­raucherräumen“ gesundheitsgefährdende Schadstoffkonzentrationen, die aus dem benachbarten Raucherraum stammen.

„80 Prozent der Wirte verstoßen gegen die neuen Bestimmungen, weil die Tür zum Raucherraum immer offen ist“, behauptet „Rauchersheriff“ Rockenbauer, der am Donnerstag kommender Woche in Wien eine Pressekonferenz zum Thema „Drei Jahre untaugliches Tabakgesetz“ abhalten will. Viele Lokalbesitzer würden laut Rockenbauer fälschlich behaupten, eine Ausnahmegenehmigung für ihr Lokal zu besitzen, umgekehrt würden Behörden Genehmigungen ausstellen, die sie nach dem Gesetz gar nicht ausstellen dürften. „Die angedrohten Strafen bis zu 2000 Euro funktionieren nicht, weil es ein umständliches Ermittlungsverfahren gibt und die total überforderten Behörden kein zusätzliches Personal bekommen“, sagt Rockenbauer.

Der Internist Manfred Neuberger, Umwelthygieniker an der Wiener Medizinuniversität sowie Vizepräsident der „Initiative Ärzte gegen Raucherschäden“, meint sogar: „Das Tabakgesetz wurde von der Wirtschaftskammer als Sprachrohr der ­Tabakindustrie zum Scheitern programmiert.“ Zwar hat sich durch die Gesetzesnovelle der Nichtraucherschutz in vielen Lokalen verbessert, aber gemessen an internationalen Standards zur Tabakkon­trolle, ist Österreich ein Entwicklungsland. Insbesondere der Tabakkonsum hat sich in der Alpenrepublik seit Einführung des Gesetzes nicht nur nicht verringert, er ist laut Eurobarometer im Zeitraum 2006 bis 2009 sogar um drei Prozent gestiegen. Dass der Tabakkonsum in Österreich nicht zurückgegangen ist, bestätigt auch der Bundesgremialobmann der Trafikanten, Peter Trinkl – trotz oftmaliger Klagen der Tabakverschleißer über Umsatzeinbußen: „Auf den Tabakverbrauch hat sich die neue Gesetzeslage nicht ausgewirkt, Umsatzeinbußen gibt es nur durch vermehrten Import und Schmuggel von Billigware aus ehemaligen Ostblockländern.“

Zufrieden mit der neuen Regelung zeigen sich die Wirte und laut Helmut Hinterleitner, Fachverbandsobmann Gastronomie in der Bundeswirtschaftskammer, auch die Konsumenten: „Wir haben viele positive Rückmeldungen. Laut einer von uns Anfang des Jahres in Auftrag gegebenen Market-Umfrage zeigen sich drei Viertel der Befragten mit den Maßnahmen zum Nichtraucherschutz zufrieden.“

Zwei Diplomarbeiten der Wiener Medizinuni zeichnen ein konträres Bild. Die Autoren orteten Unzufriedenheit beim Personal und in noch höherem Maß bei 1590 befragten Gästen in zufällig ausgewählten Wiener Lokalen.
Einen gesundsheitsfördernden Effekt erzielt das novellierte österreichische Tabakgesetz laut Umwelthygieniker Neuberger weder beim Aktiv- noch beim Passivrauchen. In vielen anderen Ländern, die von vornherein striktere Regelungen erlassen haben und diese auch konsequent durchsetzen, gibt es hingegen nicht nur wissenschaftlich belegbare gesundheit­liche Benefits, wie etwa eine durch die Rauchverbote gesunkene Herzinfarktrate, sondern auch eine deutliche Reduzierung der Gesundheitskosten. In einigen US-Staaten, wie etwa in Kalifornien, bestehen strikte Rauchverbote am Arbeitsplatz und in allen öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten schon seit mehr als 30 Jahren. Und in New York ist jetzt auch das Rauchen in Parks verboten.

Die in den USA gesetzliche, vor allem aber die gesellschaftliche Ächtung des Rauchens könnte allerdings zu einer Verlagerung der Sucht führen, was auch die Wiener Suchtforscherin Gabriele Fischer für möglich hält (siehe Interview). Auffallend sind in den USA die explodierenden Zahlen im Bereich Übergewicht und Fettsucht (Adipositas). Die Verlagerung der Sucht in vermehrtes Essen und Nascherei könnte dabei eine Rolle spielen.

„Es gibt alle möglichen Kompensationsmechanismen, solange das Nikotinbedürfnis noch nicht überwunden ist“, erklärt Umweltmediziner Neuberger. Gesichert sei, dass Personen, die sich das Rauchen abgewöhnen, häufig einige Kilos zunehmen. „Aber in prospektiven Studien zeigt sich, dass Jugendliche, die nie zu rauchen begonnen haben, schlanker bleiben als jene, die zu rauchen angefangen haben“, so Neuberger. Eine der Erklärungen für die Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp sei, „dass man das Verlangen nach Zigaretten durch Naschen kompensiert. Außerdem werden dann die Geschmacksnerven wieder empfindlicher, das Essen schmeckt besser.“

Unterdessen belegt eine Vielzahl von geprüften und in hochkarätigen Journalen publizierten wissenschaftlichen Studien die gesundheitlichen und gesundheitspolitischen Benefits durch konsequente Rauchverbote, etwa auf das Barpersonal in den USA, Australien, Schottland, Irland, England und Israel. Ergebnis: Sowohl bei Rauchern wie bei Nichtrauchern gingen Atembeschwerden deutlich zurück. Und überraschenderweise zeigen sich beide Gruppen mit dem Rauchverbot zufrieden.

Umweltmediziner und Epidemiologen der Harvard School of Public Health analysierten auch die Auswirkungen von strikten Rauchverboten auf 11.500 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen drei und 19 Jahren. Die Jugendlichen waren allesamt Nichtraucher. Als Marker für das Mitrauchen im Haushalt oder anderen Räumen zogen die Wissenschafter den Anteil von Cotinin im Blut heran, einem Nikotin-Abbauprodukt. Ergebnis: Bei Kindern und Jugendlichen, die daheim keinem Passivrauch ausgesetzt waren, zeigte sich nach Einführung strikter Rauchverbote ein signifikanter Rückgang des Cotininwerts, bei Kindern und Jugendlichen, deren Eltern rauchten, war hingegen keine Veränderung feststellbar.

Forscher der University of California in San Francisco (UCSF) untersuchten den Effekt des umfassenden, bereits im Jahr 1980 in Kalifornien eingeführten Tabakkontroll-Programms auf die staatlichen Gesundheitskosten. Im Vergleich mit anderen US-Bundesstaaten errechneten Wissenschafter, wie viel Kalifornien ohne Tabakkontrolle für Gesundsheitsleistungen hätte ausgeben müssen. Ergebnis: Im Zeitraum 1989 bis 2004 wurden durch das Programm innerhalb von 15 Jahren 86 Milliarden Dollar (Wert 2004, entspricht etwa 66 Milliarden Euro) eingespart.

Einige Staaten, wie etwa Neuseeland, Australien und Großbritannien, die schon jetzt strikte Rauchverbote haben, wollen ihre Maßnahmen zur Tabakkontrolle noch weiter verschärfen. In Großbritannien, einem der Pioniere strikter Tabakkontrolle in Europa, gilt seit 1. Oktober ein Verbot für Zigarettenautomaten. Ab April 2012 dürfen Zigarettenpackungen nicht mehr offen zur Schau gestellt werden. Der konservative Gesundheitsminister Andrew Lansley will darüber hinaus erreichen, dass Zigarettenschachteln künftig nur noch gesundheitliche Warnaufschriften, Angaben über den Nikotingehalt sowie den Herstellernamen ohne jede grafische Gestaltung tragen dürfen.

Gemessen an dieser Radikalität, ist Österreich noch immer eine Insel der Rauchseligen. Vielen ausländischen Gästen, die nach Österreich kommen, fällt auf, dass hierzulande viel mehr Menschen rauchen, als sie das aus ihren Heimatländern gewohnt sind. Isaac Witz, international renommierter Krebsforscher an der Tel Aviv University, der fallweise immer wieder in seine Geburtsstadt Wien kommt, weil er hier mit österreichischen Krebsforschern kooperiert, ist einer von ihnen. Kürzlich wurde Witz von einem seiner Gastgeber zum Mittagessen ins Restaurant „Zur Goldenen Kugel“ in der Wiener Lazarettgasse eingeladen. Just als das Essen aufgetischt wurde, zündeten sich zwei Herren am Nebentisch Zigaretten an. Frage an den Ober: „Sind Sie ein Raucherlokal?“ Der Ober: „Ja, brauchen S’ einen Aschenbecher?“

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Ö s t e r r e i c h Medienberichte 1 / 15-Kurier - Jetzt erst Knecht
« am: Januar 13, 2012, 21:33:41 Nachmittag »



Jetzt erst Knecht: Bewusstsein folgt Fakt


Es ist immer noch merkwürdig – und im Rückblick ein Alzerl beneidenswert –, wenn man abends im Stammlokal sitzt, und am Nebentisch sitzen junge Eltern mit ihrem Säugling. Eh nicht oft, aber hin und wieder: Und das war zu der Zeit, als meine Kinder Babys waren, vollkommen undenkbar, weil in absolut jedem Lokal mörder geraucht wurde. Jetzt darf man noch in ein paar kleinen Bars rauchen; in allen größeren Lokalen müssen die Raucher entweder raus an die frische Luft oder in einen räumlich abgetrennten Raucherbereich.

Und daran haben sich längst alle gewöhnt: So wie es sich bereits kein Mensch mehr vorstellen kann, dass es einmal möglich war, in Flugzeugen, in Straßenbahnen oder in Krankenhäusern zu rauchen, vergisst man allmählich, dass man vor noch gar nicht langer Zeit in jedem Restaurant rauchen konnte. Es ist nun einmal wirklich so: Das Bewusstsein folgt den geschaffenen Fakten.

Auch wenn es nach wie vor Lokalbesitzer geben soll, die dem Rauchverbot in der Gastronomie die Schuld für einen Geschäftsrückgang geben. Der Wirt meines Vertrauens sagt: „Unsinn. Ein Wirt, der wegen des Rauchverbots Umsatzeinbußen hat, versteht sein Geschäft nicht.“

Dennoch (das sage ich als Quartalsnikotinsüchtige, die zwanghaft jeden Winter ein paar Wochen lang rauchen muss): Es ist schön, dass es auch bei uns noch ein paar kleine verrauchte Oasen der Unvernunft gibt, eine Handvoll gallischer Nebel-Dörfer, die, wie anderswo die Opiumhöhlen, eh nur von jenen betreten werden, die das Risiko der Selbstgefährdung durch aktiven oder passiven Nikotinkonsums auf sich zu nehmen bereit sind. Das allgemeine Rauchverbot ist gut und richtig. Ein paar Grauzonen dazwischen verträgt es aber schon auch.


http://kurier.at/nachrichten/4480881-jetzt-erst-knecht-bewusstsein-folgt-fakt.php




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Ö s t e r r e i c h Medienberichte 1 / 14-S.N. - Tabakgesetz gescheitert
« am: Januar 13, 2012, 21:30:55 Nachmittag »


Nichtraucher-Schützer: Tabakgesetz gescheitert


12. Jänner 2012 | 12:45 | wien | |


Das seit 2009 bestehende Tabakschutzgesetz bringt die Köpfe der Nichtraucherschützer auch 2012 zum Rauchen. "Das Gesetz ist in weiten Teilen gescheitert", sagte Robert Rockenbauer, Leiter der Österreichischen Schutzgemeinschaft für Nichtraucher, am Donnerstag.

80 Prozent der Wirte von Mehrraumlokalen würden nach wie vor gegen die Vorgaben verstoßen. Schuld sei der Gesetzgeber.

Das geltende Tabakgesetz ist dem Leiter der Schutzgemeinschaft zufolge eine „typisch österreichische Lösung und war von Anfang an zum Scheitern verurteilt“. Statt einer „gerechten Lösung, Rauchverbot für alle Lokale, haben wir jetzt ein Wirrwarr, mit dem weder Wirte, Raucher noch Nichtraucher zufrieden sein können“, kritisierte der Leiter der Schutzgemeinschaft. Dabei wäre der Nutzen eines generellen Verbotes für das Gesundheitssystem und auch für die Gastronomie „riesig“.

Doch nicht nur, dass das Gesetz zu lasch sei, es wird Rockenbauer zufolge von den Wirten auch weitestgehend ignoriert. Der Hauptraum in Mehrraumlokalen sei vielfach immer noch die Raucherzone zusätzlich seien die Türen zwischen den beiden Bereichen fast immer offen. „Von Nichtraucherschutz kann keine Rede sein“, ärgerte sich Rockenbauer. Der Gesetzgeber sollte den Wirten genau vorschreiben, wie ein Raucherraum auszusehen haben soll, nämlich „mit Unterdruck, automatischen Türschließer und eigenem Belüftungssystem“.

Ausweg aus der Misere liegt der Schutzgemeinschaft zufolge nur in einem Tabakgesetz mit einem „konsequenten und ausnahmslosen Nichtraucherschutz“. Dieses könnte auch wesentlich leichter kontrolliert werden, als das derzeit bestehende.

Ihre Forderungen unterstrich die Schutzgemeinschaft mit drei Studien, die in Wien und Graz durchgeführt worden sind. Dabei waren in Hauptstadt der Steiermark 77 Prozent von Gästen in Lokalen mit dem Gesetz unzufrieden, 62 Prozent forderten ein generelles Rauchverbot. In Wien waren 58 Prozent unzufrieden und 51 Prozent sprachen sich für eine Verbannung des blauen Dunstes aus.

© SN/SW


http://www.salzburg.com/online/7mal24/aktuell/Nichtraucher-Schuetzer---Tabakgesetz-gescheitert.html?article=eGMmOI8VeYMs8SRMGH0LT1WJ8KLVo1M0uT2m11D&img=&text=&mode=



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Nichtraucher-Schützer - Tabakgesetz gescheitert

PR-inside.com 12.01.2012 12:45:39) - Das seit 2009 bestehende Tabakschutzgesetz bringt die Köpfe der Nichtraucherschützer auch 2012 zum Rauchen. "Das Gesetz ist in weiten Teilen gescheitert", sagte Robert Rockenbauer, Leiter der Österreichischen Schutzgemeinschaft für Nichtraucher, am Donnerstag in Wien. 80 Prozent der Wirte von Mehrraumlokalen würden nach wie vor gegen die Vorgaben verstoßen. Schuld sei der Gesetzgeber.
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(Wien | APA | 2012-01-12 12:44) Das seit 2009 bestehende Tabakschutzgesetz bringt die Köpfe der Nichtraucherschützer auch 2012 zum Rauchen. "Das Gesetz ist in weiten Teilen gescheitert", sagte Robert Rockenbauer, Leiter der Österreichischen Schutzgemeinschaft für Nichtraucher, am Donnerstag in Wien. 80 Prozent der Wirte von Mehrraumlokalen würden nach wie
vor gegen die Vorgaben verstoßen. Schuld sei der Gesetzgeber.

Das geltende Tabakgesetz ist dem Leiter der Schutzgemeinschaft zufolge eine "typisch österreichische Lösung und war von Anfang an zum Scheitern verurteilt". Statt einer "gerechten Lösung, Rauchverbot für alle Lokale, haben wir jetzt ein Wirrwarr, mit dem weder Wirte, Raucher noch Nichtraucher zufrieden sein können", kritisierte der Leiter der Schutzgemeinschaft. Dabei wäre der Nutzen eines generellen Verbotes für das Gesundheitssystem und auch für die Gastronomie "riesig".

Doch nicht nur, dass das Gesetz zu lasch sei, es wird Rockenbauer zufolge von den Wirten auch weitestgehend ignoriert. Der Hauptraum in Mehrraumlokalen sei vielfach immer noch die Raucherzone zusätzlich seien die Türen zwischen den beiden Bereichen fast immer offen. "Von Nichtraucherschutz kann keine Rede sein", ärgerte sich Rockenbauer. Der Gesetzgeber sollte den Wirten genau vorschreiben, wie ein Raucherraum auszusehen haben soll, nämlich "mit Unterdruck, automatischen Türschließer und eigenem Belüftungssystem".

Ausweg aus der Misere liegt der Schutzgemeinschaft zufolge nur in einem Tabakgesetz mit einem "konsequenten und ausnahmslosen Nichtraucherschutz". Dieses könnte auch wesentlich leichter kontrolliert werden, als das derzeit bestehende.

Ihre Forderungen unterstrich die Schutzgemeinschaft mit drei Studien, die in Wien und Graz durchgeführt worden sind. Dabei waren in Hauptstadt der Steiermark 77 Prozent von Gästen in Lokalen mit dem Gesetz unzufrieden, 62 Prozent forderten ein generelles Rauchverbot. In Wien waren 58 Prozent unzufrieden und 51 Prozent sprachen sich für eine Verbannung des blauen Dunstes aus.

Autor:
Hossam Abdel-Kader
e-mail
Web: www.pr-inside.com/

http://www.pr-inside.com/de/nichtraucher-schuetzer-tabakgesetz-gescheitert-r2996624.htm


2190
http://kurier.at/nachrichten/4480892-mehrheit-will-generelles-rauchverbot.php


Zigaretten ab Montag erneut teurer

Neues Tabakgesetz als Grund der Preiserhöhung um 20 Cent. Diskussionen um Rauchverbote in der Gastronomie und am Arbeitsplatz.


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Rauchen während der Arbeitszeit komplett verbieten - sind Sie dafür?

Der aktuelle Zwischenstand (1796 Stimmen):

http://kurier.at/nachrichten/4480892-mehrheit-will-generelles-rauchverbot.php