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Nachrichten - admin

2041
Gesundheit / Weniger-Fruehgeburten-durch-Rauchverbot, aber nicht in Österreich
« am: März 07, 2012, 21:09:33 Nachmittag »


Weniger Frühgeburten durch Rauchverbot

07. März 2012 10:13

Schottische Studie: Seit Einführung einschlägiger Gesetze Zahl zurückgegangen

London  - Ein weitreichendes Rauchverbot kann laut einer Studie aus Schottland zu weniger Frühgeburten und gesünderen Babys führen. Seit der Einführung der Anti-Rauch-Gesetze sei die Zahl der Frühgeburten und die der Neugeborenen, die für ihr Alter viel zu klein seien, deutlich zurückgegangen, heißt es in der Untersuchung der Universität Glasgow, die im Fachjournal "PLoS Medicine" vorgestellt wird.

Ein Zusammenhang zeige sich sowohl bei rauchenden als auch selbst nicht rauchenden Müttern - was deutlich mache, wie gefährlich auch das Passivrauchen sei. "Die Beweise, dass die Tabak-Kontrolle durch Gesetze positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat, nehmen weiter zu", heißt es in der Studie. Weitere Länder sollten mit eigenen Regelungen nachziehen, empfehlen die Forscher.... http://derstandard.at/1330390611058/Schottische-Studie-Weniger-Fruehgeburten-durch-Rauchverbot


2042

Welche Ausreden haben die notorischen Gesetzesübertreter?

Warum gehen sie in die Berufung?

UVS-Wien, Muthgasse 64, 1190 Wien

Angeführt sind die Geschäftsführer der Lokale.

Wenn du den Lokalnamen weißt, und wo es ist, dann bitte Mitteilung an  krebspatienten@gmail.com

Solltest du hingehen, dann rufe am Vortag bis 15.30h an, ob nicht womöglich verschoben: 01-40 0038 827 (Einlaufstelle)

27.2.      13h        C-218    Ali Aschrach, UVS-04/G/15/10668/2011, Rest. CARINO, 1100 Wien, Buchengasse 87
28.2.      13h    Zi. A-307    Moritz Philipp
1.3.        13          D-234    Waller Christine
6.3.        19.30     A-209     Hödl Jan
7.3.         9h         A-307    Scharmbacher Martin
7.3.        13.30     C-211    Robetin Erich
9.3.        9h          A-307    Hauke Christoph
9.3.       10h         A-307    Bauer Michaela
12.3.       9h         A-307    Daliposi Mustafa
16.3.       9h         C-211    Wagner Renate
21.3.       9.30      C-210    Adelfart Azita
22.3.       9h         A-307    Hofinger Matej
26.3.       9.30      C-218    Öndürk Jassar
27.9.      14.30     B-202     Walter Fischer

   

2043
Österreich - Raucherentwöhnung / NÖ Gebietskrankenkasse - Raucherentwöhnung
« am: Februar 27, 2012, 19:18:43 Nachmittag »

ÖGKK: Rauchstopp und trotzdem Gewicht halten - das geht!
Utl.: Fastenzeit als gute Gelegenheit das Rauchen aufzugeben


   St. Pölten (OTS) - Mit Beginn der Fastenzeit werden traditionell
Vorsätze gefasst, die zur Heilung von Körper und auch Seele beitragen
sollen. Top im Vorsatz-Ranking ist die Gewichtsabnahme, dicht gefolgt
vom "Fasten" ungesunder Lebensweisen wie Alkoholkonsum und Rauchen.
Gerade dem Rauchstopp steht aber die Sorge einer dadurch ausgelösten
Gewichtszunahme im Weg, meinen viele. Vorweg gesagt: Die Vorteile
durch den Rauchstopp für die Gesundheit überwiegen, auch wenn ein
paar Kilo mehr auf die Waage kommen. Es muss aber gar nicht so weit
kommen. Wenn man ein paar Dinge beachtet, behält man das Gewicht beim
Rauchstopp oder verliert sogar ein paar lästige Kilos.
Die Psychologinnen des Rauchertelefons (0810 810 013) haben speziell
für die Fastenzeit ein paar Tipps zusammengestellt, wie man vom
Glimmstängel wegkommt und gleichzeitig leicht und "unbeschwert" in
den Frühling startet:
 - Halten Sie Obst- & Gemüsesticks zum Knabbern bereit! Die gewohnte
Bewegung der Hand zum Mund und das Gefühl etwas zwischen den Lippen
zu haben, wird statt mit der Zigarette nun mit Essen erfüllt, so
kommt es - oft unbemerkt - zu einer viel höheren Kalorienaufnahme.
- Bewegen Sie sich viel! Nach dem Rauchstopp werden durch die
Stoffwechselumstellung 200 - 300 kcal pro Tag weniger umgesetzt. Bei
gleicher Kalorienaufnahme werden nun weniger Kalorien vom Körper
verbraucht.
- Essen Sie nicht mehr als bisher! Nikotin wirkt appetithemmend. Nach
dem Rauch-stopp kommt es daher oft zu mehr Appetit und Gusto. Auch
der Geschmacks- und Geruchssinn verbessern sich, das Essen schmeckt
als Nichtraucher/in besser.
- Achten Sie darauf, ob Sie wirklich hungrig sind! Der
Blutzuckerspiegel, der durch das Nikotin beeinflusst wurde, benötigt
einige Zeit, sich wieder neu einzupendeln. Schwankungen im
Blutzuckerspiegel werden auch als Hunger interpretiert.
- Trinken Sie kohlensäurehaltiges Mineralwasser! Das Prickeln der
Kohlensäure reizt die Mundschleimhaut und hilft so bei Verlangen nach
einer Zigarette.
 Der Rauchstopp und eine Umstellung der Ernährung wirken sich positiv
auf Ihre Lebens-qualität aus!
Unterstützung und Beratung rund um den Rauchstopp erhalten Sie
werktags von 10 bis 18 Uhr beim Rauchertelefon - österreichweit unter
0810 810 013 und unter www.rauchertelefon.at.

Rückfragehinweis:
   NÖ Gebietskrankenkasse
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: 050899-5121, Fax:  050899-5181
   oea@noegkk.at
   www.noegkk.at

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0136    2012-02-27/12:05

2044
Sonstiges / Wie schädlich ist Passivrauchen?
« am: Februar 27, 2012, 01:34:48 Vormittag »


Wie schädlich ist Passivrauchen?
Schadet Passivrauchen der Gesundheit genauso wie selbst Zigaretten zu rauchen? Was sind mögliche Folgen? Antworten auf die wichtigsten Fragen

Raucher
Passivrauchen schadet der Gesundheit

Was ist Passivrauchen?

Von Passivrauchen spricht man, wenn Tabakrauch sich in der Umgebungsluft verteilt und dort von einem Nichtraucher eingeatmet wird. Millionen Menschen in Deutschland rauchen auf diese Weise unfreiwillig mit – zu Hause, in der Freizeit und inzwischen glücklicherweise nur noch selten am Arbeitsplatz oder in Gaststätten. Der Tabakrauch setzt sich zu 85 Prozent aus dem Nebenstromrauch zusammen, der von der Glut an der Zigarettenspitze ausströmt. Die übrigen 15 Prozent stammen aus dem Hauptstromrauch, der entsteht, wenn der Raucher an der Zigarette zieht.
Was ist im Tabakrauch drin?

Tabakrauch ist ein Gemisch aus vielen verschiedenen Teilchen und Substanzen. Über 4800 Inhaltsstoffe sind bislang bekannt. Von diesen gelten etwa 250 als giftig oder krebserregend. Bestandteile von Zigarettenrauch sind zum Beispiel Benzol, Nikotin, Kohlenmonoxid, Ammoniak oder Blausäure. Zum Teil sind giftige Stoffe im Nebenstromrauch in höherer Konzentration vorhanden als im Hauptstrom, da wegen der niedrigeren Temperatur nur ein geringerer Teil von ihnen verbrannt wird.

Wie schädlich ist Passivrauchen?

Ein gängiges Vorurteil geht so: Da sich Zigarettenrauch in der näheren Umgebung verteilt, nimmt ein Passivraucher nur wenige schädliche Inhaltsstoffe auf. Deshalb besteht auch kaum Gefahr für seine Gesundheit. Doch die im Rauch enthaltenen krebserregenden Stoffe können bereits in geringen Mengen gefährlich werden. Die Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft sieht die Partikel und Gase als so gesundheitsgefährdend an, dass sie keine Untergrenzen festgelegt hat, die noch als akzeptabel gelten.
Was sind kurzfristige Folgen?

Passivrauchen kann die Schleimhäute und Atemwege reizen. Das kann zum Beispiel zu Husten, brennenden Augen, Kopfschmerzen und Schwindelgefühlen führen. „Asthma-, Allergie- und Herzpatienten reagieren besonders sensibel auch auf kurzfristige Belastungen“, sagt Dr. Martina Pötschke-Langer. Sie leitet am Deutschen Krebsforschungszentrum die Stabsstelle Krebsprävention und das WHO-Kontrollzentrum für Tabakkontrolle.
Was sind langfristige Folgen?

Passivrauchen kann die Blutgefäße schädigen und Durchblutungsstörungen begünstigen. Passivrauchen erhöht das Risiko für chronische Erkrankungen der Atemwege. Die Symptome eines Asthma können sich durch Passivrauchen verschlimmern. Rauchen und Passivrauchen erhöhen das Risiko für Lungenkrebs.

Besonders gefährdet sind Kinder. Greift die Mutter während der Schwangerschaft zur Zigarette, besteht eine erhöhte Gefahr für Fehlgeburten oder Fehlbildungen am Kind. Auch nach der Geburt ist ein rauchfreies Umfeld wichtig. Kleinkinder, deren Eltern rauchen, erleiden eher einen plötzlichen Kindstod, leider eher unter Asthma, sind anfälliger für untere Atemwegserkrankungen und bekommen häufiger Mittelohrentzündungen. Außerdem beginnen Kinder aus Raucherfamilien mit größerer Wahrscheinlichkeit später ebenfalls zu rauchen.
Ist Passivrauchen bei E-Zigaretten gefährlich?

Beim Rauchen einer E-Zigarette entstehen Aerosole. Deren chemische Zusammensetzung ist noch nicht umfassend erforscht. Deshalb gibt es auch noch keine verlässlichen Daten dazu, inwiefern diese Aerosole ein Gesundheitsrisiko für Passivraucher darstellen.
Was bringen Rauchverbote?

Viele Staaten haben in den letzten Jahren umfassende Nichtraucherschutzgesetze erlassen. Rauchverbote in Gaststätten sollen die nichtrauchenden Gäste und das Personal schützen. Letzteres ist dem Tabakrauch besonders ausgesetzt. Mitarbeiter in Gaststätten, in denen geraucht wird, leiden häufiger als andere Arbeitnehmer unter Atembeschwerden. Internationale Studien belegen, dass Atembeschwerden bei Beschäftigten in der Gastronomie sich innerhalb weniger Monate deutlich besserten, nachdem ein Rauchverbot eingeführt worden war. Welchen Effekt die Verbote auf das Entstehen chronischer Krankheiten haben, ist bislang nicht erforscht. „Dafür ist es einfach noch zu früh“, so Pötschke-Langer. Befürchtungen der Wirte über Umsatzeinbußen haben sich in Studien nicht bestätigt.


Stephan Soutschek / www.apotheken-umschau.de; 17.02.2012
Bildnachweis: iStock/Rapid Eye


http://www.apotheken-umschau.de/Rauchen/Wie-schaedlich-ist-Passivrauchen-150611.html


2045



Drogen-Konsum „Zigaretten machen nicht mehr attraktiv“


Stuttgart - Immer weniger Jugendliche rauchen, für den Alkohol prophezeit Jugendforscher Klaus Hurrelmann eine ähnliche Entwicklung: „Zum Lebensstil der jungen Leute, gesund und leistungsfähig zu sein, passt das nicht mehr.“ Er warnt aber vor einer neuen Droge zur Selbstdarstellung: dem Internet.


Herr Hurrelmann, nur noch zwölf Prozent der Jugendlichen bis 17 Jahren rauchen, vor zehn Jahren waren es noch doppelt so viele. Überraschen Sie diese neuen Zahlen der Bundeszen­trale für gesundheitliche Aufklärung?
Dass die Volksdroge Zigarette einen solchen Niedergang erleben würde, hätte vor 30 Jahren niemand vorhergesagt. Das ist eine kleine Sensation. Bislang sind wir in der Forschung davon ausgegangen, dass junge Leute den Umgang mit der Zigarette lernen müssen, weil sie allgegenwärtig ist. Aber plötzlich ist sie total aus der Mode gekommen, die meisten Jugendlichen würden nie eine anrühren.

Warum ist Rauchen plötzlich so uncool?
Wir wissen, dass Rauchen in den Lebensstil eingebettet ist. Die jungen Leute heute ­wollen leistungsfähig, fit und körperlich ­attraktiv sein. Mit Zigaretten können sie ­diese Ziele nicht erreichen. Während man früher noch der Meinung war, dass Rauchen schlank macht, gilt es heute als schmutzig, sorgt für schlechten Atem und stört die ­Mitmenschen. Zigaretten gehören nur noch in die unteren Bildungsschichten, sind etwas für Loser.

Alkohol entspannt – und ist die Belohnung fürs Schuften

Seit den Rauchverboten sind Zigaretten nicht mehr so präsent in der Öffentlichkeit. Hat das auch zum Imagewandel beigetragen?
Junge Leute rauchen, um in der Öffentlichkeit zu zeigen, wie erwachsen sie sind. Durch die Rauchverbote können sie sich natürlich nicht mehr so leicht präsentieren. Außerdem ist es schwieriger geworden, an Automaten an Zigaretten zu kommen, die Preise haben angezogen. Das alles spielt eine Rolle. Aber ohne eine Veränderung ihres Lebensstils, den die Jugendlichen eben nicht durch Drogen gefährden wollen, wäre die Entwicklung nicht möglich gewesen.

Statt mit Zigaretten gefährden Jugendliche ihre Gesundheit jetzt eben mit Alkohol, bei den 18- bis 25-Jährigen hat das exzessive Trinken laut Drogenstatistik zugenommen. Ein Widerspruch zum Lebensstil, oder?
Auf den ersten Blick stimmt das . Gleichzeitig aber wird Alkohol getrunken, um entspannen zu können. Und damit löst sich der Widerspruch: Die jungen Leute schuften und leisten den ganzen Tag. Danach wollen sie sich aber auch als interessanten und entspannten Menschen darstellen können – und zwar innerhalb kürzester Zeit. Also dröhnen sie sich weg. Anders als Zigaretten gilt Alkohol dabei als salonfähiges Rauschmittel, das auch in den gebildeteren Schichten noch in Mode ist.

Statt mit Alkohol und Zigaretten passiert die Inszenierung auf Facebook

Noch?
Bei den 12- bis 17-Jährigen ist der Alkoholkonsum ja bereits leicht rückläufig. Und ich kann mir vorstellen, dass der Trend, fit, gesund und konzentriert sein zu wollen, auch noch auf Alkohol überspringen wird. Leistungsdruck ist ja heute bereits in der Grundschule spürbar. Schon Kinder wissen, dass sie in einer Leistungsgesellschaft leben und dass es im Beruf später vor allem darauf ankommt, wie belastbar man ist. Für diese Generation gibt es gute Gründe, sich auch vom Alkohol abzuwenden.

Leistung hin oder her: Geraucht und getrunken wird aber doch auch, weil gewisse Exzesse zum Jungsein dazugehören.
Klar, Drogen sind für junge Menschen immer auch ein Ventil. Sie stehen für die Sehnsucht nach Grenzüberschreitung. Sie helfen dabei, erwachsener zu wirken, als man eigentlich ist. Dieses Bedürfnis gehört zur Pubertät ­dazu, und ich vermute, dass es künftig vor ­allem über soziale Netzwerke gestillt werden wird.

Weil man auch dort die Möglichkeit zur ­Selbstdarstellung hat?
Genau, über Fotos und Kommentare kann man sich ja auch prima inszenieren, sich das Image aufbauen, das man gern haben möchte. Und da es typisch für Jugendliche ist, maßlos zu übersteuern, um herauszufinden, wer man eigentlich ist und wie man sein möchte, liegt hier auch neues Suchtpotenzial.

Leistungsfähigkeit ist eine Folge der Wirtschaftskrise

Dem man, wenn man Ihre These vom Lebensstil wieder aufgreift, recht hilflos ausgeliefert ist. Denn letztlich entscheidet das Lebensgefühl, ob Substanzen oder auch Gegenstände wie der Computer zur Droge werden, richtig?
Aufklärung und Information können in der Tat wenig ausrichten, ja. Eher schon Verfügbarkeit, Preis und Nutzungsmöglichkeiten, wie das Beispiel der Zigarette zeigt. Auf das Lebensgefühl wiederum hat man wenig Einfluss, denn es wird durch die Zeit geprägt, in der junge Leute groß werden. Sie entscheidet darüber, was Jugendliche brauchen, um ihre Ziele zu erreichen, um einen Job zu finden. Die Betonung der Leistungsfähigkeit ist ja eine Folge der Wirtschaftskrise.

Und wenn sich der leistungsfähige Lebensstil wieder ändert? Kommen Zigaretten und Alkohol dann zurück?
Das ist durchaus möglich. Andererseits leben wir in einer Welt, die immer stärker von kommunikativen und sozialen Zonen geprägt wird, vor allem natürlich im Internet. Die jungen Leute reagieren ja nicht umsonst so allergisch, wenn sie ihre Freiheit im Netz durch Einschränkungen bedroht sehen. Für dieses Lebensgefühl gehen sie auf die Straße. Und das begünstigt natürlich auch Süchte rund um den Computer.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.drogen-konsum-zigaretten-machen-nicht-mehr-attraktiv.b30348e0-349e-40d2-ab68-a1c628731b98.html

2046
Deutschland / Schon wieder: Aggressive Raucher verprügeln Mann in U-Bahnwaggon
« am: Februar 27, 2012, 01:26:52 Vormittag »


Rauchverbot

Aggressive Raucher verprügeln Mann in U-Bahnwaggon

Montag, 20. Februar 2012 03:08

Weil ein 29-Jähriger es wagte, zwei rauchende junge Männer in einem U-Bahnwaggon auf das Rauchverbot aufmerksam zu machen, ist er von ihnen verprügelt worden. Die Polizei konnte einen der Täter in Kreuzberg festnehmen.

Wie die Polizei mitteilte, saßen in der Nacht zu Sonntag ein 18-Jähriger und sein Freund in dem U-Bahnwaggon der Linie 1 Richtung Möckernbrücke - beide rauchten Zigaretten. Als sich Fahrgäste darüber beschwerten, reagierten die beiden nur mit Drohungen und Pöbeleien. Ein 29-Jähriger ließ sich davon jedoch nicht abschrecken und ...

2047
Europa / Schweiz - Kantonsrat will keine Ausnahmen für Raucherbetriebe
« am: Februar 27, 2012, 01:06:36 Vormittag »


22.02.12

Kantonsrat will keine Ausnahmen für Raucherbetriebe

Ausserrhoder Stimmvolk hat das letzte Wort...
   
          
     

Der Kantonsrat von Appenzell-Ausserrhoden will das Rauchverbot in Restaurants nicht lockern. Er lehnt die Volksinitiative "Für gleichlange Spiesse beim Nichtraucherschutz" ab. Das Parlament ist damit anderer Meinung als der Regierungsrat. Das letzte Wort hat das Stimmvolk.

Der Ausserrhoder Regierungsrat empfahl die Initiative zur Annahme. Gesundheitsdirektor Matthias Weishaupt (SP) sagte, die Tradition der kleinen Beizen werde von der Regierung höher gewichtet als die möglichen Folgen des Passivrauchens. Unterstützung erhielt er allerdings nur von der SVP-Fraktion.

Die vorberatende Kommission empfahl die Initiative zur Ablehnung. Die Fraktionen von SP, FDP und CVP/EVP folgten diesem Antrag. Der Kantonsrat sagte mit 38 zu 24 Stimmen bei einer Enthaltung Nein zur Initiative. Es wird keinen Gegenvorschlag geben.

Die Initiative "Für gleich lange Spiesse beim Nichtraucherschutz" wurde von 1695 Personen unterzeichnet – nötig sind in Ausserrhoden lediglich 300. Die Initianten um GastroAppenzellerland streben eine Änderung des geltenden Gesundheitsgesetzes an: Gastbetriebe mit einer Fläche von weniger als 80 Quadratmetern sollen auf Antrag eine Bewilligung als Raucherlokal erhalten.

2048
Deutschland / D.: - Rauchfrei am Arbeitsplatz: "Wir müssen nach draußen"
« am: Februar 27, 2012, 01:04:56 Vormittag »


Rauchfrei am Arbeitsplatz: "Wir müssen nach draußen"
Wie Nürnberger Unternehmen mit dem Anspruch auf einen Arbeitsplatz ohne Qualm umgehen - 22.02. 05:00 Uhr

Nürnberg  - Wie gehen Arbeitgeber mit dem Nichtraucherschutz um? Meist müssen die Raucher nach draußen. Die heiß diskutierten Pausen für Raucher regeln Nürnberger Unternehmen höchst unterschiedlich.
Überwiegend sind Büroräume, Fabrikhallen und Werkstätten deutscher Unternehmen zu rauchfreien Zonen geworden.
Überwiegend sind Büroräume, Fabrikhallen und Werkstätten deutscher Unternehmen zu rauchfreien Zonen geworden.
Foto: Jan Woitas

Überwiegend sind Büroräume, Fabrikhallen und Werkstätten deutscher Unternehmen zu rauchfreien Zonen geworden. „In allen Büroneubauten, die wir anbieten, wird innerhalb des Gebäudes ein Rauchverbot ausgesprochen, auch die Treppenhäuser stehen den Rauchern nicht mehr so wie früher zur Verfügung“, berichtet Uli Temme, Immobilienmaklerin aus Nürnberg.
Qualmen im Pavillion

Immer häufiger werden Rauchern nach ihrer Beobachtung Extra-Pavillons draußen angeboten: „Das ist für die Raucher im Sommer schön — im Winter natürlich hart.“ In ihrem eigenen Unternehmen rauchen laut Temme nur noch zwei von zehn Mitarbeitern — und die müssen dazu eben in den Garten hinter dem Haus.



Hintergrund ist ein bedeutsames Urteil: Grundsätzlich, so entschied das Bundesarbeitsgericht, hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Das ergibt sich zum einen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch, zum anderen hat der Arbeitgeber eine Fürsorge- und Schutzpflicht gegenüber den Mitarbeitern. Auch wenn die Zahl der Raucher rückläufig ist: Nach einer GfK-Umfrage greifen noch immer rund 29 Prozent der Bundesbürger ab 15 Jahren regelmäßig zum Glimmstängel.

Beim Immobilienunternehmen wbg Nürnberg müssen die Raucher selbstverständlich vor die Tür. Unternehmenssprecher Dieter Barth sagt: „Für den Fall, dass es regnet, wurde eine Überdachung geschaffen. Wir lassen unsere Raucher nicht im Regen stehen.“ Kontroverse Diskussionen gibt es unter den wbg-Mitarbeitern nach Barths Angaben nicht, „eher das Mitleid der Nichtraucher insbesondere bei eisiger Kälte“.

Ob die nikotinabhängigen Kolleginnen und Kollegen überhaupt Zeit dazu haben, sich ihr geliebtes Zigarettchen zu gönnen, ist eine andere Frage. Ein Recht auf Raucherpausen gibt es nicht, und Verbände wollen Zigarettenpausen während der Arbeitszeit ohnehin am liebsten verbieten.

„Raucherpausen kosten die Betriebe bares Geld und stören den Arbeitsablauf“, sagt Mario Ohoven vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft. Er fordert, dass Mitarbeiter nur noch in der Mittagspause oder nach Feierabend rauchen. Unterstützung erhält er von der Chefin des Unternehmerverbands, Ursula Frerichs: „Extrapausen für Raucher müssen abgeschafft werden.“ Nichtraucher dürften gegenüber ihren rauchenden Kollegen nicht benachteiligt werden, indem sie weniger Pausen nähmen.

Bei Nürnbergs Immobilienmaklerin Temme rauchen die Mitarbeiter „eine Zigarette innerhalb der Mittagspause und eine am Nachmittag — daher haben sich die Kollegen noch nicht beschwert“. Diese Regelung wird von ihr geduldet, „da es ja wirklich überschaubar ist“. Bei der wbg Nürnberg müssen Raucher ihre entsprechenden Pausen extra in der handschriftlichen Zeiterfassung eintragen oder die Zeit nacharbeiten.

Gar nicht begeistert von der neuen Diskussion zum Thema Zigarettenpausen ist selbstverständlich die Tabakindustrie. So hält ein Reemtsma-Sprecher die Forderung für „absurd“ und fragt: „Was verbieten wir als nächstes? Die Kaffeepause, das private SMS-Beantworten bei der Arbeit, oder das Schwätzchen mit dem Kollegen?“ Allerdings verweisen überzeugte Nichtraucher auf erfolgreiche Rauchpausen-Verbote in Firmen etwa in Schweden und Norwegen.

Ob sich Rauchfrei-Liebhaber stattdessen auf die Einsicht ihrer qualmenden Kollegen verlassen können? Eine Umfrage des Nürnberger Immobilienportals immowelt.de lässt daran zweifeln: Danach verzichten 40 Prozent der rauchenden Eltern in den eigenen vier Wänden nicht einmal dann auf ihre Glimmstängel, wenn sie ihre eigenen Kinder damit zu Passivrauchern machen. Nur etwa ein Drittel nimmt etwas mehr Rücksicht auf die Gesundheit des Nachwuchses und raucht zu Hause ausschließlich in dafür bestimmten Räumen.

Wie locker der Umgang mit dem heimischen Zigarettenkonsum ist, hängt, so die immowelt-Studie, weniger von Gesundheitsfragen, sondern wohl mehr davon ab, wem die Wohnung gehört: Raucher, die in einer Eigentumswohnung leben, wählen zu 56 Prozent die Zigarettenpause im Freien. Bei den Mietern sind es dagegen nur 44 Prozent. „Letzteren fällt das Rauchen daheim wohl leichter, weil sich das Problem Rauchgeruch für sie beim Auszug von selbst erledigt“, so eine immowelt-Sprecherin.

http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/wirtschaft/rauchfrei-am-arbeitsplatz-wir-mussen-nach-draussen-1.1866395



2049
Europa / Rauchverbot an der Promenade des Anglais - Qualmfrei in Nizza
« am: Februar 27, 2012, 01:01:33 Vormittag »

2050



Rauchen, trinken, wenig Bewegung – Österreichs Jugend lebt ungesund

Nur 37 Prozent der österreichischen Schüler im Alter von elf bis 17 Jahren geben an, ausgezeichnete Gesundheit aufzuweisen.

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/4367795-2/rauchen-trinken-wenig-bewegung--%C3%B6sterreichs-jugend-lebt-ungesund.csp

2051
Welt, außerhalb Europa / Australien - Stärkeres Rauchverbot in und um Sydney
« am: Februar 27, 2012, 00:53:48 Vormittag »

Stärkeres Rauchverbot in und um Sydney

SYDNEY (dpa). In Sydney und Umgebung wird das Rauchen bald fast unmöglich: New South Wales, der größte australische Bundesstaat, verbannt Zigaretten, Zigarren und Pfeifen aus Sportstadien und Schwimmbädern und von Spielplätzen.

Auch Bushaltestellen und Taxistände sowie die Zugangsbereiche zu öffentlichen Gebäuden werden rauchfrei, wie die Regionalregierung am Dienstag ankündigte.

Restaurants und Cafés mit Tischen im Freien müssen die Aschenbecher im Jahr 2015 abräumen.
Rauchwaren nur in neutralen Verpackungen

Die Antiraucherorganisation ASH begrüßte die Pläne. "Die Öffentlichkeit steht voll dahinter, Arbeitsplätze rauchfrei zu machen und damit die Gesundheit von Angestellten und Gästen zu schützen", sagte die Vorsitzende Anne Jones.

Australien hat weltweit einige der strengsten Antirauchergesetze. Jede Form von Reklame ist verboten und in manchen Bundesstaaten darf weder am Strand noch in Privatautos geraucht werden, wenn Kinder dabei sind.

Demnächst dürfen Rauchwaren nur noch in neutralen Verpackungen angeboten werden. Dagegen kämpfen die Tabakkonzerne allerdings noch vor Gericht.


http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/suchtkrankheiten/article/805382/staerkeres-rauchverbot-sydney.html


2052

"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon: "Tschick-Weltmeister"
Utl.: Die Jugend raucht und säuft weniger, bleibt aber dennoch international "spitze".

   Wien (OTS) - Gelegenheit macht Diebe - und Raucher. Das (wenn auch
nur halbherzige) Rauchergesetz hat die Möglichkeit zum Paffen
eingeschränkt. Und siehe da: Die Zahl junger Raucher ist gesunken,
wie eine neue Studie zeigt (siehe Seite 21). Wirklich Grund zu Jubel
gibt es aber nicht. Denn im internationalen Vergleich liegen
Österreichs Jugendliche beim Rauchen und Trinken weiterhin im
Spitzenfeld.  Saufen bis zur Besinnungslosigkeit zählt sogar bei
Jungen, die eigentlich noch Kinder sind, zur Samstagabend-Routine.
Und alle schauen weg.
   Möglicherweise wird der Grundstein dafür schon früh gelegt: Schon
bei winzigster Unpässlichkeit bekommen Babys die süße Nuckelflasche.
Bei Jugendlichen, das zeigt die Studie, ist der Konsum zuckerhaltiger
Getränke ebenfalls gestiegen. Am Vormittag wird Limonade genuckelt,
am Abend betäubt man sich mit Wodka-Red-Bull. Und weil alle rauchen,
wird mitgepofelt, speziell in ärmeren Schichten. Mit Folgen: Die
Lebenserwartung ist eng mit dem Lebensstil verknüpft. Gebildete leben
 länger. Ungesunder Lebensstil ist somit auch ein Sozialproblem. Dem
muss mit Gesundheitsförderung und coolen Bewegungsprogrammen begegnet
werden. Schulstunden streichen beim Turnunterricht ist hingegen
kontraproduktiv.

Rückfragehinweis:
   KURIER, Chefredaktion
   Tel.: (01) 52 100/2601

2053
4 - Steiermark, Kärnten / Steiermark noch nicht rauchfrei? Hinsichtl & Co
« am: Februar 26, 2012, 13:43:45 Nachmittag »


22.02.2012 um 19:58 Uhr


Hinsichtl & Co

Was haben Frankreich, Großbritannien, Schweden, Irland und mehrere andere europäische Staaten gemeinsam? Dort haben Gesundheitspolitiker eine klare Entscheidung getroffen und das Rauchen in Bars, Cafés und Restaurants untersagt.

Auch in Österreich hat man sich in den vergangenen Jahren Gedanken über den Qualm in den Lokalen gemacht. Und wie hierzulande üblich, haben sich die verantwortlichen Politiker umgehend mit ihren drei Freunden Hinsichtl, Vorsichtl und Rücksichtl zu Beratungen zurückgezogen. Als das große Abwägen und Kopfneigen abgeschlossen war, lag ein Tabakgesetz auf dem Tisch, das sich weder klar umsetzen, geschweige denn kontrollieren lässt.

Drei Jahre später stellt sich die Frage: Wem war damit letztlich gedient?

Den Wirten, die sich erst teure Umbauten leisten mussten, um danach festzustellen, dass diese wenig praxistauglich sind, und nun neuerlich zahlen müssen?

Den Lokalgästen, die getrennt in zwei separaten Bereichen sitzen, von denen keiner wirklich rauchfrei ist?

Den Behörden, die bei der Vollziehung des Gesetzes vor unlösbaren Problemen stehen?

Übrig bleibt ein Nichtraucherschutzgesetz, mit dem alle unglücklich sind. Außer den politischen Urhebern vielleicht, die sich erfolgreich um eine klare Entscheidung gedrückt haben.

Sie erreichen den Autor unter

guenter.pilch@kleinezeitung.at

2054


zii0y


KEIN  KOMMENTAR  ZU .........!

BM. Stöger: „Es haben mich viele unterschätzt“
Wenn DAS der Wahlkampfauftakt war, dann Gute Nacht, Raucherschutzminister!




Alois Stöger im Interview
OÖN Textarchiv 25.02.2012
Alois Stöger im Interview

 
„Es haben mich viele unterschätzt“
OÖN Textarchiv 25.02.2012
„Es haben mich viele unterschätzt“
WIEN. Im OÖNachrichten-Interview spricht Gesundheitsminister Alois Stöger (SP) über Sparpaket und Gesundheitsreform, Korruption in der Politik und über die Zeit, in der er als Wackelkandidat galt.

Von Wolfgang Braun

OÖN: Wie zufrieden sind Sie mit dem Sparpaket?

Stöger: Es gibt einiges, womit ich sehr zufrieden bin. Auf der Einnahmenseite ist es gelungen, dem Thema Gerechtigkeit Raum zu geben und die mehr zu belasten, die sich das auch leisten können und die zum Teil mitgewirkt haben, dass wir in diese Krise geschlittert sind. Darum halte ich auch eine Finanztransaktionssteuer für wichtig.

OÖN: Die Finanztransaktionssteuer will man erst 2014 einführen, gemeinsam mit den anderen EU-Ländern. Was aber, wenn sie nicht im gesamten Euro- oder EU-Raum kommt? Ist dann ein Alleingang Österreichs möglich?

Stöger: Das ist 2014 noch immer eine Option, aber ich gehe davon aus, dass diese Steuer auf europäischer Ebene kommt. Es ist daher sinnvoll, die europäische Diskussion abzuwarten.

OÖN: FP-Landeschef Manfred Haimbuchner hat in seiner Aschermittwoch-Rede in Ried gesagt, die SPÖ wettere zwar gegen Banken und Spekulanten, beim Sparpaket belaste sie aber die Bausparer. Das muss Sie doch schmerzen.

Stöger: Wenn man sich anschaut, wie sehr die FPÖ, als sie in der Regierung war, die Menschen belastet hat, dann disqualifizieren sich solche Sprüche von selbst. Über die Bauspar-Prämie kann man diskutieren, aber man muss auch sehen, dass die Jahresbelastung aus dieser Maßnahme bei höchstens 18 Euro liegt. Ich will das nicht bagatellisieren, aber ein Strukturpaket ist eben keine Verteilungsaktion.

OÖN: Auch Ihre Parteifreunde von der oberösterreichischen SPÖ haben dem Sparpaket nur unwillig zugestimmt. Ist die Landes-SP zu kritisch?

Stöger: Einen kritischen Blick zu haben, ist gut und notwendig. Aber noch einmal: Ein solches Paket ist natürlich nichts, womit man den Menschen die allergrößte Freude machen kann. Es ging darum, die Handlungsfähigkeit unseres Landes zu sichern. Wir haben die niedrigste Arbeitslosenrate in Europa, eines der besten Gesundheitssysteme, all das wollen wir aufrechterhalten.

OÖN: Vor einiger Zeit galten Sie noch als Wackelkandidat in der Regierung. Wie haben Sie diese Phase damals miterlebt?

Stöger: Ich habe gewusst, dass rund um das Gesundheitsressort sehr emotional diskutiert wird. Ich habe mich immer an sachlichen Themen orientiert. Es haben mich viele unterschätzt, aber es ist gelungen, die Krankenkassen zu sanieren. Ich habe im Hintergrund verhandelt und hatte dabei nie die Titelseiten der Zeitungen im Blick. Jetzt haben alle Kassen positive Ergebnisse, und das, ohne Leistungen zu kürzen – anders als in den umliegenden Ländern in Europa. Ich lasse mich nicht irritieren, sondern habe den Auftrag, das Gesundheitssystem zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. Darauf habe ich mich konzentriert. Das hat mir geholfen, wenn es ab und zu kritische Kommentare über mich gegeben hat.

OÖN: Irgendwann daran gedacht, alles hinzuwerfen oder daran gezweifelt, dass es richtig war, das Ministeramt anzunehmen?

Stöger: Nein, nie. Es ist manchmal mühsam, und manche Diskussionen würde man sich gerne ersparen. Aber das gehört zum Geschäft. Ich habe keinen Tag bereut.

OÖN: Im Rahmen des Sparpakets haben sich Bund, Länder und Krankenkassen auf Grundzüge einer Gesundheitsreform geeinigt. Wie sicher sind Sie, dass es nicht bei der Absichtserklärung bleibt?

Stöger: Wir haben eine Grundsatzeinigung erreicht, das ist ein großer, entscheidender Schritt. Natürlich geht es jetzt darum, die Details zu verhandeln, hier wollen wir zügig vorankommen.

OÖN: Laut Grundsatz-einigung sollen künftig Länder und Krankenkassen gemeinsam die Planung der Spitalsleistungen übernehmen. Bisher waren die Spitäler Ländersache. Glauben Sie, dass sich ein Landeshauptmann wie Erwin Pröll das nehmen lässt?

Stöger: Ich glaube, dass jeder Landeshauptmann Interesse daran hat, die Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen. Ich bin in diesem Punkt in gutem Einvernehmen mit den Landeshauptleuten. Es werden am Ende alle gewinnen, vor allem die Patienten.

OÖN: Oberösterreich hat im Vorjahr eine große Spitalsreform in Angriff genommen. Reicht die aus, oder muss nachgebessert werden, um die Ziele des Sparpakets zu erfüllen?

Stöger: Ich gehe davon aus, dass die Ziele erreicht werden und Oberösterreich gut vorbereitet ist. Aber natürlich wird man sich auch in der oberösterreichischen Spitalslandschaft immer wieder auf neue Entwicklungen einstellen müssen, das ist ein ständiger Prozess. Ich möchte in keinem Spital behandelt werden, in dem sich seit 20 Jahren nichts geändert hat.

OÖN: Wie sehen Sie die Korruptionsvorwürfe im Umfeld der Politik? Gefährden diese Affären nicht die ohnehin angeschlagene Glaubwürdigkeit der Politik?

Stöger: Ich wehre mich gegen eine Generalisierung der Vorwürfe und lasse es nicht zu, dass alle Politiker in einen Topf geworfen werden. Es gibt sehr, sehr viele Politiker, die hervorragende Arbeit leisten. Nicht nur in meiner Partei. Nur weil einige in einer gewissen Periode – ich rede von Schwarz-Blau – ihre Rolle falsch verstanden haben, kann man nicht alle verteufeln. Es ist klar, wo der Sumpf liegt, und das bricht jetzt auch auf. Was die SPÖ betrifft: Wenn bei uns jemand verurteilt worden ist, hat er sein Mandat abgegeben. Ich würde mich freuen, wenn das in anderen Parteien auch der Fall wäre, etwa bei der FPK.

OÖN: Eine WHO-Studie lieferte diese Woche wieder bedenkliche Daten über die Gesundheit unserer Jugendlichen, Stichwort Rauchen, Alkohol, Übergewicht. Wie kann man da gegensteuern? Mit mehr Turnstunden zum Beispiel?

Stöger: Ich glaube, dass wir viel mehr tun müssen, da geht es nicht nur um die Turnstunden, sondern auch um den Zugang zu Vereinen. Ich habe im Rahmen des Kindergesundheitsdialogs 180 Experten eingeladen, um ein Konzept zu erarbeiten. Vieles setzen wir bereits um, etwa den Nationalen Aktionsplan Ernährung.

OÖN: Haben Sie in Ihrer Jugend geraucht?

Stöger: Leider ja. Aber ich habe vor 14 Jahren mit dem Rauchen aufgehört, und ich bin sehr froh, dass mir das gelungen ist.




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Tango Korrupti, und kein Ende in Sicht

OÖN Textarchiv 25.02.2012

Leitartikel

von Wolfgang Braun


Tango Korrupti, und kein Ende in Sicht

Gesundheitsminister Alois Stöger wehrt sich im OÖNachrichten-Interview vehement dagegen, anlässlich der aktuellen Korruptionsfälle alle Politiker pauschal zu verurteilen. Weit mehr als 90 Prozent erledigen ihre Aufgabe engagiert und gewissenhaft und seien immun gegen Bestechung oder Anfütterungsversuche jeder Art.

Stöger hat nicht unrecht. Aber seine Entlastungsoffensive kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Denn natürlich zeichnen die Ereignisse, die in den vergangenen Monaten und Wochen publik wurden, ein verheerendes Bild. Ein Bild von einer Politiker-Kaste, in der Verhaberung mit Konzernen, millionenschwere Provisionen und die Annahme von Aufmerksamkeiten weiter verbreitet zu sein scheinen, als selbst die größten Politikverdrossenen vermutet haben.

Aber es sind nicht nur die Skandale, die das Image der Politik belasten. Dass es kein entschlossenes Gegensteuern gibt, dass ein strenges Antikorruptionsgesetz und, damit eng verbunden, transparente Regeln für die Parteienfinanzierung auf die lange Bank geschoben werden, ist fast genauso schlimm. SP-Klubchef Josef Cap und sein VP-Pendant Karlheinz Kopf beteuern, dass die Verhandlungen Zeit brauchen würden.

Das ist, bei allem Respekt, ein Holler. Cap und Kopf sind zwei alte Hasen, die jeden Schmäh kennen. Innerhalb einer Stunde könnten die beiden auf einem Bierdeckel ein scharfes Antikorruptions- und Parteispendengesetz skizzieren. Es scheitert nicht am Wissen, nicht am Können, sondern offenbar am Wollen.

Ähnliches gilt für die Parlamentarier, die diese Woche mit Leidenschaft gegen die Verkleinerung des Nationalrats argumentierten. Dieselbe Entschlossenheit würde man sich wünschen, wenn es darum geht, auf drakonische Maßnahmen gegen Korruption und illegale Parteienfinanzierung zu drängen. Aber da es auch in diesem Fall mit dem Wollen nicht weit her ist, darf sich die Politik nicht wundern, wenn kaum noch jemand zu ihrer Verteidigung ausrückt.

E-Mail: w.braun@nachrichten.at