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Nachrichten - admin

1876

Welt-Nichtrauchertag: Motivforschung für Suchtfreiheit!
Bei der Motivation zum Nichtrauchen hat Österreich großen Nachholbedarf!

Wien (OTS) - Beim Rauchen liegt Österreich im europäischen
Spitzenfeld, vor allem was den hohen Raucheranteil bei Jugendlichen
betrifft. Sicherlich liegt das auch in der groben Vernachlässigung
der Motivation zum Nichtrauchen in Österreich.

"Anti-Rauch-Kampagnen" sind oft mangels Berücksichtigung der
komplexen Motivation des Rauchens wirkungslos. Auch die Hinweise auf
Gesundheitsschäden auf den Packungen entfalten kaum Wirkung.
Schließlich macht die "Gefährlichkeit" für viele Jugendliche das
"coole" Image des Rauchens erst aus. Eine harmlose oder "gesunde"
Zigarette wäre als Symbol des Erwachsenseins, des Verabschiedens von
der Kindheit oder des Abenteuers wohl kaum geeignet und entsprechend
uninteressant.

Die Gründe, warum jemand mit dem Rauchen beginnt, sind
vielschichtig und je nach Persönlichkeit sehr unterschiedlich. Für
viele ist die Zigarette ein Imageträger, die verschiedenen
Zigarettenmarken helfen zusätzlich bei der akzentuierten
Selbstdarstellung. Manche sind vom Rauch-Ritual fasziniert: vom
Öffnen des appetitlichen Päckchens und dem Entfachen der Glut bis zum
eleganten Formen von Rauchfiguren. Manche können nur mit der
Zigarette in der Hand entspannt kommunizieren oder brauchen eine
Beschäftigung für die nervösen Hände, andere suchen das
Geschmackserlebnis oder die Wirkungen des Nikotins, das sowohl
entspannen als auch aktivieren kann. Die Zigarette hilft schon durch
das Hantieren mit ihr Spannungen abzuleiten und Unsicherheiten zu
kaschieren, das Saugen hat eine entspannende Wirkung. Auch der Wunsch
abzunehmen ist für viele Jugendliche ein nicht zu unterschätzendes
Motiv, zur Zigarette zu greifen. Durch Rauchen lässt sich das
Hungergefühl gut überdecken. Viele rauchen aber auch einfach
unreflektiert, "weil man einfach raucht". Die Eltern rauchen, die
Freundinnen, die Freunde rauchen, überall wird geraucht. Wenn man
dazugehören will, raucht man meist ganz automatisch auch selbst, ohne
darüber nachgedacht zu haben. Viele Kinder wachsen in einer
Rauchumgebung auf und nehmen das Rauchen als ein selbstverständliches
Verhalten wahr, das dann oft unreflektiert übernommen wird.
Das Hauptproblem des Rauchens ist die Sucht!

Jeder weiss, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist. Das trifft
aber auch auf viele andere Dinge des täglichen Lebens zu. Zum
hochproblematischen Produkt wird die Zigarette aber durch das enorme
Suchtpotenzial, wodurch der Konsum im Suchtfall nicht mehr freiwillig
erfolgt, sondern unter Zwang. Und es geht sehr schnell, in die
Spirale der psychischen oder körperlichen Abhängigkeit zu geraten.
Hier müssten Aufklärung und Kampagnen in geeigneter Form anknüpfen -
beispielsweise nach dem Motto "Nichtrauchen - ein Stück Freiheit".
Freiheit und Unabhängigkeit sind Werte, die auch bei Jugendlichen
hoch im Kurs stehen. Kreative sind gefordert, diese Werte
eindrucksvoll mit "Nichtrauchen" zu verknüpfen. Keinesfalls sollen
(rücksichtsvolle) RaucherInnen kritisiert werden - primär geht es um
die wirksame Vermeidung einer unfreiwilligen Abhängigkeit. Hier muss
natürlich ein gutes Angebot an Therapien bzw. Hilfen zur Entwöhnung
anknüpfen.
Kampagne für nikotinfreie Kindheit!

Ein weiteres Problem des Rauchens ist das unfreiwillige
Mitrauchen. Während sich Erwachsene hier vielleicht untereinander
arrangieren können, muss es eine Selbstverständlichkeit werden, dass
Kinder weitgehend frei von Tabakrauch aufwachsen können. Hier liegt
das Bewusstsein in Österreich leider im Argen. Immer wieder kann man
beobachten, dass Kinder dauerhaft hochbedenklichen
Schadstoffkonzentrationen durch Rauchen - nicht selten durch die
eigenen Eltern - ausgesetzt sind, sei es in der Wohnung, in Lokalen
oder auch im Auto.

"Eine Nichtrauch-Kampagne könnte sich vorerst dieser Thematik
widmen und das Bewusstsein schärfen, in der Nähe von Babys oder
Kindern keinesfalls zu rauchen. Diese Kampagne wäre sicher auch dazu
geeignet, manche/n RaucherIn zum Überdenken des eigenen
Rauchverhaltens zu bewegen," so der Motivforscher Michael Praschl,
Autor des Buches "Anti-Rauch-Werbung - Werbung für das Nichtrauchen
auf Basis der Motivforschung" (Fachverlag der WU Wien)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.

1877
A N Z E I G E N Österreich bis Ende 2012 / Wien - Neue Anzeigen seit .......
« am: Mai 29, 2012, 21:19:20 Nachmittag »
Servus Gerhard,
danke für deine rasche Zusendung.
Herzliche Grüße aus Tirol
Dietmar




ABKÜRZUNGEN:

Diese kannst du für dich beim Notieren vor Ort verwenden, oder bei der Korrespondenz mit uns, ggf. bei den Anzeigen.

Ö.Geb.:   Öffentliches Gebäude
EKZ:       Einkaufszentrum
ET:         Eingangstür
KZ:         Kennzeichnung
KKZ:       Keine Kennzeichnung (Emblem/Schrift)
FKZ:       Falsche Kennzeichnung
KZ-R:      Kennzeichnung Raucher
KZ-NR:    Kennzeichnung Nichtraucher
KZ-R/NR: Kennzeichnung Raucher/Nichtraucher
RBIL:      Kennzeichnung "Rauchfreier Bereich im Lokal"
RT:         Raumtrennung
KRT:       Keine Raumtrennung mit dichter, geschlossener Türe
RRT-O:    Raucherraumtüre offen
50+:       Einraumlokal über 50 qm
AB:         Aschenbecher
R:           Raucher
NR:         Nichtraucher
HR:         Hauptraum
RR:         Raucherraum
RRT:       Raucherraumtüre
NRT:       Nichtraucherraumtüre
NRR:       Nichtraucherraum
BM:        Bemerkungen


Accademia
6., Pilgramg. 20
KZ. = Fantasie
50+
KRT

---------------------------------------------------

New Point
6., Pilgramg. 9
KKZ

--------------------------------------------------

Zum Schwarzen Adler
6., Schönbrunnerstr. 42
KZ:     R/NR
HR =   RR
NRR = ständig offene Türe zum RR

-----------------------------------------------------------------

Gregors
6., Schönbrunnerstr. 42
KKZ

------------------------------------------------------------

Imbiss
Pilgramg. 2
KKZ

-------------------------------------------------------------

"5er"
5., Margaretenpl.
KZ R/NR
NRR: klein!
HR = RR

----------------------------------------------------------------

Liquid
5., Margaretenpl.
KZ-R
50+
KRT

-----------------------------------------------------------

Margareta
scheinbar vom "Gergely"
5., Margaretenpl.
FKZ: RBIL, Fantasie
ca. 150 qm, Einraumlokal, da die elektr. Glasschiebetüre ständig offen stand
NR. = nur ca. 40 qm

------------------------------------------------------------

Cuadro
scheinbar vom "Gergely"
5., Margaretenpl.
FKZ - Fantasie
Einraumlokal über 50 qm, KRT
ca. 60 % R, ca. 40 % NR
Hinweis: angeblich verbietet das Bundesdenkmalamt eine Raumtrennung
Anm.: Auf Grund der heutigen Mitteilung an das BMfG wird man sich dort der Sache annehmen,
nämlich, ob der Istzustand rechtens ist.

-------------------------------------------------------------------

Culinarium
5., Garteng. 28
KKZ

-------------------------------------------------------------

Wiener Freiheit
Lokal + Disko
5., Schönbrunnerstr. 25
RT bzw. KRT wird Amt erheben

------------------------------------------------------------

Waldviertlerhof
5., Schönbrunnerstr. 20
KZ-R/NR nur bei ET
Im Lokal fehlen auf 5 Türen, beids., bzw. in 5 Räumen, die KZ.

-------------------------------------------------------------
Horvath
5., Hamburgerstr. 2
KZ R/NR
R = Keller, Türe ständig offen, Tabakrauch strömte herauf

------------------------------------------

Wild
5., Linke Wienzeile 60
autom. RRT immer offen

--------------------------------------------

Cortez
L5., Linke Wienzeile 42
KKZ
R-Lokal
50+
KRT

--------------------------------------------

Savoy
5., Li. Wienzeile 36
KZ-R
50+
KRT

-------------------------------------------

Sopherl
5., Li. Wienzeile 34
RRT ständig offen

----------------------------------------------

CAFE  DRECHSLER
5., Linke Wienzeile 22
FKZ: a) R
FKZ: b) NR.
50+
KRT

In den letzten Jahren wurde das Cafe Drechsler mehrfach angezeigt,
so wie 16.000 Anzeigen weitergeleitet wurden.
Geändert hat sich, richtig, gar nichts!


---------------------------------------------

Orientoccident
5., Naschmarkt
FKZ
HR = RR

------------------------------------------------

Deli
5., Naschmarkt
FKZ-R
50+
KRT

-------------------------------------------------

DO-AN
5., Naschmarkt
KKZ, teils

----------------------------------------------


.... Fortsetzung folgt!






1879


Die Deutschen haben den Papst, aber wir sind Weltmeister!



Österreich ist "Weltmeister" unter den Rauchern

    Österreich belegt im Guinness World Records mit einem Raucheranteil von 36,3 Prozent in der Bevölkerung Platz eins in der Weltrangliste.

36,3 Prozent der Bevölkerung rauchen

Wien - Die Österreicher sind "Weltmeister" - bei der Raucherdichte. Wie das Nachrichtenmagazin Profil in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, belegt Österreich im Guinness World Records 2008 mit einem Raucheranteil von 36,3 Prozent in der Bevölkerung Platz eins in der Weltrangliste - vor Griechenland (35 Prozent) und Ungarn (23,8 Prozent). Der Pro-Kopf-Verbrauch von Zigaretten ist allerdings in China und in einigen osteuropäischen Ländern höher als bei uns.

Das Einstiegsalter liegt in Österreich bereits bei elf Jahren - und es rauchen in Österreich auch schon mehr Mädchen als Buben: Bei den 15-jährigen Burschen liegt der Anteil der Rauchenden bei 24 Prozent, bei den gleichaltrigen Mädchen sind es immerhin bereits 26 Prozent. (red, DER STANDARD



ZUSATZ:

siehe www.krebspatienten.at , letzte Beiträge

siehe NEUESTE Aktion: www.unterzeichne.at



1880
WHO, UN, etc. / Raucherschutzminister Stöger: Unfähig, Rücktritt!
« am: Mai 29, 2012, 20:35:33 Nachmittag »


Umfrage: 38 Prozent der Österreicher sind Raucher


29.05.2012 | 16:11 |   (DiePresse.com)

Die Weltgesundheitsorganisation will bis 2040 den Anteil der Raucher an der Weltbevölkerung bei fünf Prozent sehen. Hier hat deutlichen Handlungsbedarf.
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Aus dem Archiv:

http://diepresse.com/home/panorama/rauchen/761548/Umfrage_38-Prozent-der-Oesterreicher-sind-Raucher

    Austria Tabak verliert weiter Marktanteile (06.04.2012)
    Wien: Sauberkeitskampagne nimmt Raucher ins Visier (14.03.2012)

Welt-Nichtrauchertag 2012 am Donnerstag: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will bis zum Jahr 2040 den Anteil der Raucher an der Weltbevölkerung bei nur noch fünf Prozent sehen. Hier hätte auch Österreich noch deutlichen Handlungsbedarf. 38 Prozent der Menschen bezeichneten sich in einer repräsentativen Umfrage der Österreichischen Krebshilfe vom März dieses Jahres als Raucher, 33 Prozent greifen regelmäßig zur Zigarette.
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Der Präsident der Österreichischen Krebshilfe, der Wiener Gynäkologe Paul Sevelda: "Es braucht konsequentere Kontrollen der bestehenden Rauchergesetzgebung, langfristig ist ein komplettes Rauchverbot in allen Bereichen, wo Jugendliche sich aufhalten, unvermeidlich. Kontinuierliche und umfassende Aufklärung der Kinder und Jugendlichen über die schädlichen Folgen des Rauchens und des Passivrauchens müssen verstärkt erfolgen."

Die Daten aus der repräsentativen Umfrage (Spectra/Linz) mit 1035 Probanden ab 15 Jahren zeigen eine erhebliches "Rauchproblem" in Österreich:

    38 Prozent der Menschen rauchen, 33 Prozent davon regelmäßig.
    57 Prozent bezeichnen sich als Nichtraucher (42 Prozent haben nie geraucht, 15 Prozent sind Ex-Raucher).
    38 Prozent der Männer und 27 Prozent der Frauen sind regelmäßige Zigarettenraucher.


    In der Altersklasse von 15 bis 29 Jahren greifen 40 Prozent der Menschen regelmäßig zur Zigarette, unter den 30 bis 49-Jährigen sind es 38 Prozent und in der Altersgruppe über 50 Jahre schließlich 23 Prozent.

Anmerkung: Raucherschutzminister Stöger, Rücktritt!!!
 
Mehr als die Hälfte hält Rauchen für "weniger gefährlich"

Das Risikobewusstsein der österreichischen Bevölkerung bezüglich des Tabakkonsums ist offenbar nicht gerade hoch: Als "weniger gefährlich" stufen 53 Prozent der regelmäßigen Raucher den Zigarettenkonsum ein. Das, obwohl fast alle Fälle von Lungenkarzinomen und ein erheblicher Teil der Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit dem Rauchen in Verbindung zu bringen ist.

Regelmäßige Raucher saugen bzw. blasen pro Tag im Durchschnitt die Schwaden von 18 Glimmstängeln in Lunge und Luft. Mit 42 Prozent ist dabei der Anteil der Personen, die etwa eine Packung am Tag rauchen, am höchsten.

Einsteiger zwischen 13 bis 19

Ganz klar konzentriert sich das Einstiegsalter beim Zigarettenrauchen auf die Gruppe der 13- bis 19-Jährigen. Bis zu einem Alter von zwölf Jahren sind es neun Prozent, in der Gruppe der 13- bis 15-Jährigen 40 Prozent und bei den 16-bis 19-Jährigen 37 Prozent der regelmäßigen Raucher, die in diesen Jahren damit begonnen haben. Unter den 20 bis 30-Jährigen beginnen dann nur noch sechs Prozent der später regelmäßigen Raucher mit dem Tabakkonsum. Das Durchschnitts-Einstiegsalter beträgt 16 Jahre.

Auf der anderen Seite: 19 Prozent der regelmäßigen Raucher haben noch nie versucht, den Glimmstängel endgültig wegzulegen (23 Prozent einmal, zehn Prozent zweimal, 15 Prozent drei- bis fünfmal, drei Prozent noch öfter). Hier machten 30 Prozent der Befragten regelmäßigen Zigarettenraucher keine Angaben.

Sehr gerne oder doch ziemlich dringend mit dem Rauchen aufhören wollen 26 Prozent der Zigarettenfans (die ersten drei Stufen auf einer zehnteiligen Skala). 27 Prozent wollen überhaupt nicht mit dem Griff zur Zigarette aufhören.

(APA)



ZUSATZ:

siehe www.krebspatienten.at , letzte Beiträge

siehe NEUESTE Aktion: www.unterzeichne.at

1881
WHO, UN, etc. / Rauchersheriffs - Ärzteschaft - Weltnichtrauchertag Gastwirte
« am: Mai 29, 2012, 20:30:08 Nachmittag »


Die Interviews dieser Tage öffneten mir wieder die Augen:

wir haben fast nichts erreicht!

"Ein Grüner Pilz" muss her, und "die Machenschaften der Tabakindustrie" lt. WHO hinterfragen.

Wenig nützen die alle 6 Monate kommenden Aufrufe der Ärztekammer, ein Tropfen auf den vulkanrauchenden Stein, wie gerade

http://derstandard.at/1304553259111/Weltnichtrauchertag-14000-Tote-Aerzte-fordern-strengeres-Rauch-Verbot


Weltnichtrauchertag
14.000 Tote: Ärzte fordern strengeres Rauch-Verbot
31. Mai 2011, 01:00

    Artikelbild
    foto: apa/kay nietfeld

    5,5 Millionen Menschen sterben jährlich weltweit an den Folgen des Rauchens

In Lokalen soll noch weniger geraucht werden - In anderen Ländern tabakinduzierte Erkrankungen rückläufig

Wien - Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) setzt sich anlässlich des Weltnichtrauchertages für ein strengeres Rauchverbot im öffentlichen Raum und in Lokalen ein: Das derzeitige Tabakgesetz ist für ÖÄK-Präsident Walter Dorner eine "halbherzige, typisch österreichische Lösung". In Österreich sterben jährlich etwa 14.000 Menschen an Krankheiten, die durch das Rauchen verursacht wurden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Zahl der Todesopfer pro Jahr weltweit auf 5,5 Millionen. Am Weltnichtrauchertag steht vor allem der Schutz vor den schädlichen Folgen von Tabakkonsum und Passivrauchen im Mittelpunkt.

Erkrankungen rückläufig

Seit vergangenem Jahr gilt in Österreich das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie. Nur mehr Lokale unter 50 Quadratmeter Verabreichungsfläche oder größere Betriebe mit abgetrennten Raucherräumen dürfen Tabakkonsum erlauben. "Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass in Ländern, die ein absolutes Rauchverbot praktizieren, die tabakinduzierten Erkrankungen rückläufig sind. Auch von einem Wirte-Sterben kann keine Rede sein", betonte Dorner. Gefordert wurden von der ÖÄK weiters eine konsequente Raucherprävention vor allem bei Kindern und Jugendlichen, eine spürbare Erhöhung der Zigarettenpreise am Vorbild Nordeuropas sowie eine Ausweitung des Angebots an Rauchertherapie.

Beim Aufhören helfen

"Einstieg zum Ausstieg", heißt die diesjährige Devise: Krankenkassen und Ärzte wollen in Österreich verstärkt Flagge zeigen, was Information, Beratung und Behandlung von Tabakkonsumenten betrifft. In Österreich greifen 2,3 Millionen Menschen regelmäßig zur Zigarette. Damit büßen sie im Schnitt zehn Jahre ihrer Lebenserwartung ein. Die WHO erklärte 1988 den 31. Mai zum "No Tobacco Day". (APA/red)

Siehe

Raucherentwöhnung: Wenn jede Zigarette zählt



ZUSATZ:

siehe www.krebspatienten.at , letzte Beiträge

siehe NEUESTE Aktion: www.unterzeichne.at

1882


Einige meldeten sich, da "16.000 Anzeigen im heutigen Kurier Artikel" nicht stimmen können.


Die Österreich weiten Strafämter sehen es als "Arbeitserleichterung", wenn sie Anzeigen nicht als Einzel- sondern als Folgedelikt behandelt werden.

Das heißt, mit fälschlicher Rechtsmeinung:

Lokal X wird heute angezeigt.
Das Amt tut nichts, 5 Monate lang.
Dann beginnt man zu fragen, ob und wie die Gewerbeberechtigung aussieht.
Dann ladet man den Wirt zu einer Stellungnahme ein.
Dann .....
Und schließlich erfolgt nach 8 bis 12 Monaten eine 100.- Euro Strafe.

ALLE weiteren Anzeigen gegen Wirt X, von Heute bis zum Strafbescheid (in 8 - 12 Mo.) werden nicht behandelt,
denn das sieht die Behörde als Folgedelikt!

Dadurch erfahren das BMfG und andere Stellen NIE  DIE  ZAHL  VON  DEN  TATSÄCHLICH  EINGEGANGENEN  ANZEIGEN !



Dazu:

 Einzeldelikt vs. fortgesetztes Delikt:


Im Erkenntnis 2004/04/0185 des Verwaltungsgerichtshofes heißt es: Das fortgesetzte Delikt ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Reihe von Einzelhandlungen auf Grund der Gleichartigkeit der Begehungsform, der Ähnlichkeit der äußeren Begleitumstände und der zeitlichen Kontinuität zu einer Einheit zusammentreten. Alle Einzelhandlungen sind von einem einheitlichen Entschluss des Täters, sich fortgesetzt in bestimmter Weise rechtswidrig
zu verhalten, erfasst…
und
Wie groß der Zeitraum zwischen den einzelnen Tathandlungen sein darf, um noch von einem fortgesetzten Delikt sprechen zu können, wird von Delikt zu Delikt verschieden sein und hängt im besonderen Maße von den Umständen des Einzelfalles ab. Entscheidend ist, dass die einzelnen Tathandlungen von einem einheitlichen Willensentschluss getragen werden.
Demnach müssen alle oben genannten Bedingungen für ein „fortgesetztes Delikt“ vorliegen. Ohne die Rechtfertigung des Täters zu kennen, kann daher gar nicht von einem „fortgesetzten Delikt“ ausgegangen werden. Es muss der (bedingte) Vorsatz bzw. der Entschluss des Täters vorhanden sein, gegen das Tabakgesetz zu verstoßen. Hier ist natürlich auch zu berücksichtigen, um welche Verstöße gegen das Tabakgesetz es sich handelt. Gibt es beispielsweise keinen Nichtraucherraum nach den Bestimmungen des Tabakgesetzes, ist die Tür zwischen Raucherraum und Nichtraucherraum innerhalb eines gewissen Beobachtungszeitraumes immer geöffnet oder gilt absolutes Rauchverbot, weil es sich um einen Raum eines öffentlichen Ortes handelt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der enge zeitliche Zusammenhang zwischen den einzelnen (angezeigten) Taten. Hier kann man natürlich unterschiedlicher Rechtsauffassung sein – auch abhängig von der Art des Verstoßes gegen das Tabakgesetz. Meiner Meinung nach kann aber spätestens nach einem Zeitraum von vier Wochen zwischen zwei angezeigten Delikten bei den meisten
Sachverhalten nicht mehr von einem „fortgesetzten Delikt“ die Rede sein.
Unter Berücksichtigung der anderen Voraussetzungen für die Annahme eines fortgesetzten Deliktes, müsste bei Feststellung eines fortgesetzten Delikts im Bereich des Tabakgesetzes außerdem auch von permanenten Verstößen zwischen zwei angezeigten Tatzeitpunkten ausgegangen, dies im Strafbescheid festgehalten werden und auch entsprechend seine Würdigung in der Strafhöhe und in gewerberechtlicher Hinsicht finden.
Daraus ist zu folgern: Die Behörde muss bei aufeinanderfolgenden Anzeigen zunächst von „Einzeldelikten“ ausgehen und kann nur nach Erhebung der näheren Umstände – insbesondere der Verantwortung des Beschuldigten – ein „fortgesetztes Delikt“ annehmen.

1883
Zc9gxY



‎"Dreifaltigkeit der Österreichischen Lösung ......" -
http://kurier.at/nachrichten/4497773-das-ohrwaschl-luft-und-rauch.php
und "Tabakgesetz: Österreichischer geht`s nicht mehr!"


Das Ohrwaschl - Luft und Rauch
Das Rauchergesetz und der Umgang damit - österreichischer geht nicht.

Letztes Update am 28.05.2012, 16:08


Die Dreifaltigkeit des heimischen Alltags besteht bekanntlich aus: der österreichischen Lösung, wenn es mehr als ein Interesse gibt; dem fröhlichen Vernadern derer, die dagegen verstoßen; und dem alles zudeckenden "Mir werd’n kan Richter brauchen".

So halten wir’s seit drei Jahren mit dem Rauchergesetz. Dem Trend, normativ zu wissen, was der Menschheit gut tut, wird mit einer Norm entsprochen, die in vielen Lokalen nicht Rauch und nicht gute Luft ist. Selbst ernannte Rauchersheriffs wichtigtun sich durchs Land und zeigen Verstöße gegen diese Norm an. Und ein Gutteil der Anzeigen bleibt einfach liegen .

Die Konsequenz? Kein strenges Gesetz gegen den Qualm. Auch keine Freigabe der Entscheidung, wo geraucht wird und wo nicht, bzw. wo man hingeht und wohin nicht. Sondern ein Gesundheitsminister, der sich jetzt eingestellte Verfahren melden lässt. Sapperlot!

Österreichischer geht’s nicht.


UND  JETZT  GLEICH:  www.unterzeichne.at

1884
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Kurier, 29.5.2012

Rauchverbot: Viele Anzeigen, wenig Strafen

Anzeigenflut gegen Raucher-Wirte: Doch Tausende Verfahren werden eingestellt. Minister Stöger lässt jetzt prüfen.

Zwei Tage vor dem Weltnichtrauchertag am Donnerstag steht das heimische Tabakgesetz nach wie vor in der öffentlichen Kritik.


Denn bundesweit wurden seit März 2009 – seit damals gilt das umstrittene Tabakgesetz – 16.000 Anzeigen gegen Wirte bei den Behörden eingebracht. Ein Großteil davon geht auf das Konto der beiden gefürchteten österreichischen Rauchsheriffs Dietmar Erlacher und Robert Rockenbauer.

Zusammengeschlagen

Körpereinsatz: Rauchsheriff Erlacher wurde verprügelt

"Die Gastronomie ignoriert beharrlich den Nichtraucherschutz. Kein Wunder, denn die Anzeigen bleiben auf den zuständigen Bezirkshauptmannschaften und Magistraten liegen", ärgert sich Erlacher. Er bezahlte sein Engagement für eine rauchfreie Gastronomie sogar mit einem Spitalsaufenthalt. Ein von ihm kontrollierter Wirt schlug den Tiroler in einem Wiener Shopping-Tempel krankenhausreif.

Rauchsheriff Rockenbauer, ebenfalls Tiroler, lässt in Richtung Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) Dampf ab: "Werden Wirte doch gestraft, folgt eine Berufung. Die Causa landet dann beim UVS. Und die stellen Verfahren zu Tausenden ein. Denn dort herrscht Personalmangel. Was helfen vollmundige 2000 Euro Strafandrohung, wenn es keine Urteile gibt?"

Unterstützung der Regierung fehlt: Minister Alois Stöger

Auf diese Verfahrenseinstellungen reagierte auch Gesundheitsminister Alois Stöger: "Jede Einstellung muss seit heuer an mein Ressort gemeldet werden. Wir prüfen dann die Fälle."

Für den KURIER gab das Ministerium erstmals Zahlen bekannt: So wurden vor zwei Jahren 1200 Klagen gegen säumige Wirte eingestellt. 2011 waren es 1100. Offizielle Zahlen, wie viele Lokale gestraft wurde, hat das Ministerium nicht. Das sei Ländersache. Aber Tausende Verfahren sind derzeit anhängig oder in Berufung.
 
Mehr zum Thema

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    » Rauchverbot: Viele Anzeigen, wenig Strafen

    Hintergrund
    » Irland: Rauchverbot auch im Freien
    Kommentar
    » Das Ohrwaschl - Luft und Rauch


Tabakkonsum in Österreich

Stöger muss sich dem koalitionären Druck beugen: "Ein ..................


Mehr, und Kommentare, auf:

http://kurier.at/nachrichten/4497778-rauchverbot-viele-anzeigen-wenig-strafen.php


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1885
WHO, UN, etc. / Presseaussendung zum Weltnichtrauchertag 2012
« am: Mai 28, 2012, 14:59:59 Nachmittag »
YcHcz



Von: Krebspatienten [mailto:info@krebspatienten.at]
Gesendet: Montag, 28. Mai 2012 13:49
An: info@krebsforum.at
Betreff: Weltnichtrauchertag 31.5.2012, Beispiele Donauzentrum bzw. Cafe Drechsler


Sehr geehrte Damen und Herren Medienvertreter,


38.000 neue Krebspatienten gibt es jedes Jahr in Österreich.
40 % aller Krebserkrankungen entstehen durch aktives und passives Einatmen von Zigarettenrauch (AKH-Wien, Onkologie).

Am 31.5. 2012 ist Weltnichtrauchertagt. Das diesjährige Thema der WHO lautet: "Die Machenschaften der Tabakindustrie". Österreich hat im EU-Vergleich das schlechteste Tabakgesetz. Gerne möchte man uns glauben machen, das würde alles dem Wunsch der Mehrheit der Österreicher entsprechen. Deshalb möchte ich hier einige besonders krasse Lücken im Tabakgesetz aufzeigen.
 
Kinder und Jugendliche werden durch das österreichische Tabakgesetz nicht geschützt. Auch Säuglinge und Kleinkinder darf man in völlig verrauchte Lokale mitnehmen, obwohl Passivrauch das Asthma, Allergien, Infekte und den plötzlichen Kindstod fördert. Die Vorbildwirkung anderer Raucher ist natürlich katastrophal.
Der Verkauf von Tabakprodukten an Minderjährige ist offensichtlich problemlos möglich. Nahezu alle Raucher beginnen mit dem Rauchen in einem Alter in dem sie die Folgen der Tabaksucht nicht abschätzen können.
In Österreich findet man keine rauchfreien Diskotheken; gerade dort halten sich regelmäßig hunderte Jugendliche gerne auf.
Österreich nimmt bei den rauchenden Kindern und Jugendlichen eine traurige Spitzenposition ein.
In anderen Ländern wie z.B. in Deutschland ist das Rauchen und der Besuch von Raucherräumen erst ab 18 Jahren gestattet. Die Zahl der rauchenden Jugendlichen ist dort in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.

Die Raucherentwöhnung wird nicht von den Krankenkassen übernommen, auch nicht für Jugendliche.

In Österreich wird die Kontrolle der Lokale dem Gast aufgebürdet, denn das Tabakgesetz sieht keine Exekution durch Behörden vor. In den letzten Jahren gab es gut 15.000 Anzeigen! Die meisten führten zu keinem Strafverfahren und nur wenige Lokale wurden deshalb auch tatsächlich rauchfrei. Auch wiederholte Anzeigen führten zu keinem Erfolg. Zudem sind die gesetzlichen Vorgaben der Kennzeichnung bei Lokalen äußerst irreführend.

Das Tabakgesetz ist somit das Papier nicht wert auf dem es geschrieben steht!
 
Die Kosten für die Allgemeinheit sind enorm, der volkswirtschaftliche Schaden wird laut IHS mit jährlich mehr als 600 Millionen Euro beziffert. An den Zahlen der vorzeitig verstorbenen Raucher und Passivraucher änderte sich durch dieses Gesetz nichts. Die Tabakindustrie, ihre Lobbyisten und die korrupten untätigen Politiker gehen skrupellos über Leichen. Das dreckige Geld zählt offenbar mehr als schwere Krankheiten, Leiden und vorzeitiger Tod. Wie lange will man sie noch gewähren lassen? Politisch Verantwortliche tun nichts, geschweige dass sie dafür sorgen, dass wenigstens dieses Tabakgesetz exekutiert wird.
 
Am Montag 21.5.12 fand im Donauzentrum 1220 Wien vom BMfG eine "Alibi-Aktion Raucherentwöhnung durch Tschiktausch" statt. BM. Stöger kam dann doch nicht und lies Spitzensportler Schlierenzauner alleine im Tabakrauch stehen. Taggleiche Messung bestätigte dies! Gerade im Donauzentrum haben wir seit 2009 oftmals Lokale angezeigt. In etlichen wird der Nichtraucherschutz immer noch nicht eingehalten, sowie in rund 2/3 aller Lokalen Österreichs, sehr schlimm in ganz Wien, übrigens auch (tagesaktuell) im "Cafe Drechsler". Vor weiteren Anzeigen versuchen sich notorisch gesetzwidrige Lokalbetreiber zu schützen, indem sie - nicht haltbare - Hausverbote erteilen.

Das Tabakgesetz schützt somit beim Nichtraucherschutz die Gesetzesbrecher!
 
Bitte reduzieren Sie durch Ihre Medienberichte diese Zahlen: rund 1.000 Passivrauchtote /11.000 Rauchertote jedes Jahr, und zig zehntausende Tabakrauchschwererkrankte, mit Schädigungen des Ungeborenen, bzw. Asthma, Allergien, Diabetes, COPD, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs (Kehlkopf, Rachen, Lungen, Brust, Nieren, Blase, etc.), etc.!
Wir können lediglich darauf aufmerksam machen.


Mit bestem Dank im Voraus


Dietmar Erlacher, Krebspatient
           
                               K f K
       Verein Krebspatienten für Krebspatienten
         Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                            Österreich
      Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
        Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
    Krebs-Hotline 9 bis 21 Uhr:  0650-577-2395
    info@krebspatienten.at    www.krebsforum.at
Initiative Rauchfreie Lokale: www.rauchsheriff.at
                  NEU: www.unterzeichne.at
              Dietmar Erlacher, Bundesobmann


PS: Bitte verlautbaren Sie auch unsere neue Aktion laut Anlage und www.unterzeichne.at ! Noch rund einen Monat werden unterschreibende Unterstützer gesucht. Nach der Einreichung und Freigabe kann dann mit "Anklicken im Internet" die Unterstützung erfolgen, zu: "JA! zur rauchfreien Atemluft" (Anlage).


Anlage: www.unterzeichne.at


1886
Gesundheit / Schwanger und Tabakrauch: Kindesmisshandlung
« am: Mai 25, 2012, 01:06:22 Vormittag »


Mag. Claudia Fabisch
 
Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ)
Geschäftsstelle für Öffentlichkeitsarbeit und Standesführung
c/o:
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
Auenbruggerplatz 34/2
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23. Mai  2012
 
PRESSE-INFORMATION
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Kinderärzte warnen:
Tabakkonsum in der Schwangerschaft schädigt nachhaltig Gesundheit des Ungeborenen und grenzt an Kindesmisshandlung

 
Rauchen während der Schwangerschaft wirkt sich bekanntlich auf die Gesundheit des ungeborenen Kindes aus – wie drastisch und nachhaltig schädigend der Tabakkonsum für den Fetus ist, das zeigt eine kürzlich unter Mitwirkung der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde erarbeitete Publikation (1).
 
Dass die 4800 im Tabak enthaltenen Chemikalien nicht ohne Wirkung auf die Gesundheit eines Ungeborenen bleiben können, erklärt sich allein dadurch, dass 250 Substanzen gesichert schädlich und mindestens 50 davon sicher krebserregend sind. Und dennoch rauchen in Österreich 20-30 Prozent der Schwangeren.
 
Dazu Frau Priv.-Doz. Dr. Angela Zacharasiewicz, Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde und Oberärztin im Wilhelminenspital, Kinderklinik Glanzing, in Wien: „Die Auswirkungen des Rauchens in der Schwangerschaft auf den Fetus erklären sich durch die direkte Wirkung der Toxine im Rauch auf die fetalen Zellen, so wird etwa das Nikotin in der fetalen Lunge gespeichert, Spitzenkonzentrationen von Nikotin im Ungeborenen entstehen 15-30 Minuten nach Zigarettenkonsum.“
 
Die systematische Untersuchung (1) ergab zahlreiche Tabakrauch-assoziierte Gesundheitsschädigungen des Feten, die unter dem Begriff „Fetales Tabaksyndrom“ zusammengefasst werden.
 
Rauchen in und nach der Schwangerschaft erhöht etwa das Risiko für SIDS (Sudden Infant Death Syndrome, Plötzlicher Säuglingstod) beim Neugeborenen. Eine aktuelle Analyse einer großen Geburtskohorte in den USA an über 3 Millionen Säuglingen zeigte, dass Rauchen in der Schwangerschaft für 23-34% der SIDS Fälle verantwortlich ist (3).
Es konnte außerdem in mehreren Studien belegt werden, dass Rauchen während der Schwangerschaft mit einer verringerten Lungenfunktion beim Neugeborenen  und Kind assoziiert ist.
Zusätzlich ist das Risiko für Lungenentzündung und Bronchitis erhöht. Lungenfunktionsdaten von mehr als 20.000 Kindern im Alter von 6-12 Jahren aus neun Ländern zeigten, dass Rauchen während der Schwangerschaft mit signifikanten Lungenfunktionsverlusten zwischen  -1% und -6% assoziiert war (4). Rauchen während der Schwangerschaft bringt ein substanziell und signifikant erhöhtes Risiko für das spätere Auftreten von Asthma vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter mit sich.
Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben, entwickeln häufiger  Infekte der Atemwege in der frühen Kindheit.
Unabhängig von anderen Faktoren wie sozioökonomischem Status oder Geburtsgewicht gibt es außerdem eine sehr gute Evidenz für ein erhöhtes Risiko des Ungeborenen von Übergewicht in der Kindheit und Diabetes mellitus Typ II im späteren Leben, wenn die Mutter während ihrer Schwangerschaft geraucht hat.
Auch das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen im Kindesalter, also Erkrankungen, die das Herz-Kreislauf-System betreffen, ist nach fetaler Tabakrauchexposition erhöht.
Sogar auf die Augen des Kindes wirkt sich mütterliches Rauchen aus, denn Studien zeigen, dass betroffene Kinder die Neigung zu schielen entwickeln (5).
Rauchen in der Schwangerschaft, aber auch postnatale Passivrauchbelastung, gilt zudem als starker Risikofaktor für die Entwicklung einer Otitis media, einer Mittelohrentzündung, in früher Kindheit.
Rauchen der Mutter ein Jahr vor und während des ersten Trimesters der Schwangerschaft ist mit einem signifikant erhöhten Risiko für eine Lippenspalte assoziiert.
Außerdem liegt heute eine profunde Datenlage vor, die einen Zusammenhang zwischen Rauchen in der Schwangerschaft und mentalen Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten, wie etwa ADHS „attention deficit hyperactivity“, bzw. psychiatrischen Erkrankungen des Kindes aufzeigt (6), insbesondere pränatal exponierte Kinder haben ein um 90% erhöhtes Risiko von Verhaltensauffälligkeiten.
 
Aber bereits vor ihrer Geburt sind Kinder von rauchenden Schwangeren in ihrer Entwicklung benachteiligt, denn das Rauchen ihrer Mütter während der Schwangerschaft wirkt sich auf das Geburtsgewicht und die Länge des Fetus aus. Viele Studien zeigen, dass Kinder von rauchenden Schwangeren im Mittel um 200g leichter sind als jene nichtrauchender Schwangerer (2) und dass auch das Wachstum des Fetus eingeschränkt ist.
 
Mit großer Sicherheit kann auch davon ausgegangen werden, dass Rauchen in der Schwangerschaft einen starken negativen Einfluss auf Totgeburten, Plazenta-assoziierte Erkrankungen und Frühgeburten hat.
 
Was empfehlen daher Kinderärzte?
 
„Alle diese nachhaltigen Gesundheitsschädigungen des Feten können verhindert werden“, so der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, Primar Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl, „wenn die werdenden Mütter während der Schwangerschaft nicht rauchen. Andernfalls behandeln sie ihr Baby bereits im Mutterleib schlecht, ich würde sogar so weit gehen, von einer Art Kindesmisshandlung zu sprechen. Wir raten daher dringend, Frauen noch vor einer Schwangerschaft aufzuklären, dass jede einzelne Zigarette auch für das Ungeborene schädlich ist, und über entsprechende Programme zur Rauchentwöhnung zu informieren. Sind rauchende Frauen bereits schwanger, so ist die Entwöhnung eine besondere Herausforderung, da während der Schwangerschaft keine Nikotinersatztherapien eingesetzt werden sollen.“
 
Derzeit bieten nur wenige Zentren in Österreich gezielt auf Schwangere abgestimmte Rauchentwöhnungsprogramme, so dass hier noch deutlicher Aufholbedarf besteht.
 
1)
Horak F Jr,  Fazekas T, Zacharasiewicz A, Eber E, Kiss H, Lichtenschopf A, Neuberger M, Schmitzberger R, Simma B, Wilhelm-Mitteräcker A, Riedler J. (2012 ) The Fetal Tobacco Syndrome - A statement of the Austrian Societies for General- and Family Medicine (ÖGAM), Gynecology and Obstetrics (ÖGGG), Hygiene, Microbiology and Preventive Medicine (ÖGHMP), Pediatrics and Adolescence Medicine (ÖGKJ) as well as Pneumology (ÖGP)]. Wien Klin Wochenschr. 124:129-145
 
 
2)
Simpson WJ (1957) A preliminary report on cigarette smoking and the incidence of prematurity. Am J Obstet Gynecol 73:807-8152)
 
 
3)
Dietz PM, England LJ, Shapiro-Mendoza CK et al. (2010) Infant morbidity and mortality attributable to prenatal smoking in the U.S. Am J Prev Med 39:45-52
 
 
4)
Moshammer H, Hoek G, Luttmann-Gibson H et al. (2006) Parental smoking and lung function in children: an international study. Am J Respir Crit Care Med 173:1255-1263
 
5)
Ponsonby Al BS, Kearns Ls, Mackinnon Jr, Scotter Lw, Cochrane Ja, Mackey Da. (2007) The association between maternal smoking in pregnancy, other early life characteristics and childhood vision: the twins eye study in Tasmania. Ophthalmic Epidemiology 14:351-359
 
 
6)
Linnet KM, Dalsgaard S, Obel C et al. (2003) Maternal lifestyle factors in pregnancy risk of attention deficit hyperactivity disorder and associated behaviors: review of the current evidence. Am J Psychiatry 160:1028-10405)

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Anmerkung:

Österreich, mit Raucherschutzminister Stöger: LETZTRANGIG !!!
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24.05.2012

Ukraine beschließt Rauchverbot in Restaurants und auf öffentlichen Plätzen

Essen/Kiew.  Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen und in Restaurants: Das ukrainische Parlament verbannt Raucher pünktlich zur Fußball-EM 2012 - in speziell eingerichtete Raucherzonen.

Gut zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft hat das ukrainische Parlament ein Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen verhängt. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag einem Gesetz zu, demzufolge das Rauchen in Schulen, Krankenhäusern, Restaurants, Museen untersagt ist - aber eben auch auf öffentlichen Plätzen. An Flughäfen, in Hotels und Bürogebäuden ist der Tabakgenuss demnach nur in speziell eingerichteten Raucherzonen erlaubt. Das Gesetz muss noch von Präsident Viktor Janukowitsch unterzeichnet werden.

Rauchen ist in der Ukraine weitverbreitet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kiew greifen rund 22 Prozent der über zwölfjährigen Ukrainer regelmäßig zur Zigarette. Die Ukraine ist gemeinsam mit dem Nachbarland Polen Gastgeber der Fußball-EM. Sie wird am 8. Juni in Warschau eröffnet und endet am 1. Juli in Kiew. (dapd)

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Kdolsky hat 2008 wenigstens festgestellt, dass die Wirte sie verschaukeln, da es keinen freiwilligen Nichtraucherschutz gab!



BM. Stöger hat zwar das Kdolsky-Gesetz "nur" übernommen, evaluierte, aber änderte nichts. Ausrede: "Keine Mehrheit im Ministerrat!" Doch hat er es je versucht? Nein!
Keine Mehrheit im Parlament, sagt Stöger regelmäßig, sogar gestern zum Weltnichtrauchertag (WHO-Thema: "Die Machenschaften der Tabakindustrie"), der Raucherschutzminister.

Und die Wirte feiern fröhliche Umstände, denn laut Tabakgesetz gibt es keine Exekution; nur wenn couragierte Nichtraucher anzeigen.
Knapp 16.000 Anzeigen erfolgten Österreich weit nur durch "Krebspatienten für Krebspatienten". Ergebnis: Mancherorts sind es nur mehr rund 65 % statt 75 % der Wirte, die seit dreieinhalb Jahren gegen das Tabakgesetz verstoßen; in Einkaufszentren bereits seit über 7 Jahre, z. B. im Donauzentrum oder der Lugner City, dem Auhof, der SCN, Stadion, etc., etc.!

Schwer geschädigt durch aktives/passives Tabakrauchen, durch 6000 Giftstoffe und 64 krebsauslösende Stoffe, sind das Raucherschutzminister-Ergebnis. Sind die gesetzlosen Wirte für anhaltende, vorsätzliche schwere Körperverletzungen mit Todesfolge zur Verantwortung zu ziehen: 12.000 Tote und zig Tausende Tabakrauchschwersterkrankte jedes Jahr!

Daher: Es muss sofort generell rauchfreie Lokale geben, auch zu Gunsten der Gesamtheit der Wirte,
wegen Unlauteren Wettbewerb (OGH-Urteil auf www.rauchsheriff.at ).



Dietmar Erlacher, Krebspatient

Bitte unterstützen: www.unterzeichne.at


PS: Zuletzt haben Irland und Bulgarien, und heute Ukraine totales Rauchverbot in Lokalen und öffentlichen Plätzen eingeführt!
Raucherschutzminister Stöger, bzw. Österreich, ist LETZTRANGIG !!! siehe www.rauchsheriff.at

1889
xcaez



Am Mittwoch 30.5.2012 ist die ATV Live-Diskussionssendung „AmPunkt“

Titel: „Dicke Luft im Kampf ums Rauchen – wer belästigt hier wen?“

Österreich, Republik der Raucher – trotz der Anti-Rauchergesetze. In kaum einem anderen Land ziehen mehr Menschen und vor allem mehr Jugendliche an der Zigarette. Für Kritiker ist der Nichtraucherschutz nur heiße Luft: die Gesetze seien zu lax und viele Wirte hielten sich eh nicht an das Qualmverbot in ihren Lokalen. Auf der anderen Seite fühlen sich Raucher und Gastronomen durch die Gesetze schikaniert. Dicke Luft im Kampf ums Rauchen – wer belästigt hier wen?

Darüber diskutiert Meinrad Knapp am Mittwoch (30.5.2012) ab 22.25h live mit folgenden Gästen:

    Erwin Rasinger, Gesundheitssprecher ÖVP
    Robert Rockenbauer, Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher
    Stefan M. Gergely, Szene-Wirt
    Michael Jeannée, Kolumnist


Stefan M. Gergely (Szene-Wirt) wurde schon mehrmals angezeigt,
 
Siehe auch: http://blog.atv.at/ampunkt
 

1890
WHO, UN, etc. / Ich trau mich nicht, wegen Stimmenverluste zur FPÖ
« am: Mai 24, 2012, 13:49:11 Nachmittag »


xbccy


http://www.springermedizin.at/gesundheitspolitik/?full=28331




Stöger ist weiter für ein Verbot, sieht aber keine Mehrheit für die Maßnahme.

Die Wirtschaftskammer sieht nach wie vor keinen Handlungsbedarf.



   
Gesundheitspolitik 23. Mai 2012

Nichts Neues zum Rauchverbot in der Gastronomie
Stöger ist weiter für ein Verbot, sieht aber keine Mehrheit für die Maßnahme. Die Wirtschaftskammer sieht nach wie vor keinen Handlungsbedarf.

Auch zum diesjährigen Weltnichtrauchertag hat sich an den bekannten Positionen kaum etwas geändert: Gesundheitsminister Alois Stöger (S) tritt zwar für ein völliges Rauchverbot in der Gastronomie ein, weiß aber, dass er dafür in dieser Legislaturperiode keine Mehrheit finden wird, die Wirtschaftskammer sieht keinen Handlungsbedarf, weil ihrer Meinung nach ohnehin die meisten mit der bestehenden Regelung zufrieden seien, was zumindest für die Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher nicht zutrifft. Der Weltnichtrauchertag ist am 31. Mai.

 

Das Rauchen in öffentlichen Räumen ist grundsätzlich verboten. "Allerdings gibt es aufgrund der politischen Machtverhältnisse im Parlament Ausnahmeregelungen in der Gastronomie", so Gesundheitsminister Alois Stöger in einer Stellungnahme. Anders wäre 2008 gar keine gesetzliche Verbesserung beschlossen worden.
"Ein völliger Nichtraucherschutz in der Gastronomie, den ich aus gesundheitspolitischer Sicht - und als Gewerkschafter auch aus Sicht des Arbeitnehmerschutzes - selbstverständlich unterstütze, hat bisher keine Mehrheit gefunden", bedauerte Stöger.
Aktuelles Ziel: mehr Nichtraucher-Bereiche

Angestrebt wird daher, die Zahl jener Räume, in denen nicht geraucht wird, kontinuierlich zu vergrößern. Mittlerweile seien auch viele Verfahren gegen jene Gastronomen, die sich mit mehr oder weniger kreativen Tricks dagegen sträuben, in letzter Instanz abgeschlossen - "immer in unserem Sinn", betonte der Minister. Die Strafen gegen besonders hartnäckige Wirte reichten mittlerweile bis zu 10.000 Euro.
"Es gibt Fälle, in denen sich die Wirte nicht daran halten, aber die Behörden gehen dagegen vor", sagte auch Thomas Wolf vom Fachverband Gastronomie der WKÖ. Er berief sich auf Umfragen, wonach zwei Drittel die heimische Lösung einem totalen Rauchverbot vorziehen würden.
Robert Rockenbauer von der Österreichischen Schutzgemeinschaft für Nichtraucher fordert die Abstrafung durch die heimische Polizei, was die Effizienz des Gesetzes enorm steigern würde und eine spürbare Entlastung der Verwaltungsbehörden wäre. Eine hohe Anzahl von Verfahrensfehlern würde nämlich dazu führen, dass die Unabhängigen Verwaltungssenate (UVS) zahlreiche Verfahren einstellen mussten.
Vor allem Schwangere sollten nicht rauchfreie Lokale bewusst meiden

Zudem gebe es nur wenige Restaurants, die komplett rauchfrei sind oder deren Abtrennung zum Raucherraum wirklich funktioniert. "Alle Lokale, die gegen das Tabakgesetz verstoßen, sollten von Nichtrauchern gemieden werden", so der Aufruf der Schutzgemeinschaft.
Deren Angaben zufolge würde ein Fünftel der 15-Jährigen und bereits jeder dritte 17-Jährige täglich rauchen, ebenso rund 30 Prozent der Frauen. Selbst bei einer Schwangerschaft würden 50 Prozent weiter ihrem Laster frönen.
Auch die Kinderärzte warnen, dass Tabakkonsum in der Schwangerschaft nachhaltig die Gesundheit des Ungeborenen schädigt und "an Kindesmisshandlung grenzt". Wie dramatisch die Auswirkungen auf den Fötus sind, zeige eine kürzlich unter Mitwirkung der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde erarbeitete Publikation.
So würde etwa das Nikotin in der Lunge des Ungeborenen gespeichert. Die Untersuchung ergab zahlreiche Gesundheitsschädigungen, die unter dem Begriff "Fetales Tabaksyndrom" zusammengefasst werden.

http://www.springermedizin.at/gesundheitspolitik/?full=28331

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