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Nachrichten - admin

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Raucherschutzminister Stöger senkt das Rauchen nicht,

auch EU-Drogenpolitik bisher wirkungslos

http://search.pressetext.com/news/20120712011

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175 Jahre Rauchverbot und der Vatikan

Von Alexander Purger | Aktualisiert vor 16 Tagen


Vor vier Wochen, am 31. Mai, war wieder Weltnichtrauchertag.
Otto von Habsburg hat ihn heuer leider nicht mehr miterlebt. Der greise Herr, ansonsten Nichtraucher, pflegte am Weltnichtrauchertag zu pofeln, was die Lunge hielt, um so gegen die Unduldsamkeit der modernen Anti-Raucher-Kreuzzügler zu protestieren.

Wobei: So modern ist die Anti-Raucher-Gesetzgebung gar nicht. Genau 175 Jahre ist es her, dass der Wiener Magistrat im Juli 1837 zum wiederholten Mal das Rauchen unter freiem Himmel verbot. Und zwar unter Berufung auf Ottos Vorfahren Kaiser Ferdinand den Gütigen, wegen seiner eigenwilligen Regierungsanordnungen ("Ich bin jetzt Kaiser und ich will Knödel!) auch Gütinand der Fertige genannt.

Das Rauchverbot wurde 1837 wie folgt verhängt: "Das zuletzt am 3. May 1832 kund gemachte Verboth des Tabakrauchens auf offener Gasse ist zwar schon in den ältern Verordnungen vom 19. October 1789, 4. Dezember 1801, 24. Juny 1806 und 4. May 1824 enthalten, welche das Tabakrauchen auf den Straßen, Plätzen und an feuergefährlichen Orten überhaupt untersagen.

Es treten aber bey diesem Verbothe nebst den Rücksichten der Feuersgefahr auch jene des öffentlichen Anstandes ein, und da es ungeachtet dessen nicht gehörig beachtet wird, sieht man sich veranlaßt, dasselbe in Gemäßheit des erhaltenen hohen Auftrages namentlich für die innere Stadt insbesondere in Erinnerung zu bringen. Demnach wird das Tabakrauchen auf den Gassen, Plätzen in der Stadt, mit Einschluß der Stadtthore und Brücken neuerdings und ausdrücklich untersagt. Wer dieser Verordnung zuwiderhandelt, hat es nur sich selbst zuzuschreiben, wenn er, wessen Standes er immer seyn mag, von den Wachen nach fruchtloser Abmahnung angehalten, vor die Behörde gestellt und mit einer angemessenen Geld- oder Arreststrafe unnachsichtlich geahndet wird."

Ganz ähnliche Verordnungen gegen das so unanständige Rauchen gab es auch in deutschen Landen, wo sie auch - fast überflüssig, es zu erwähnen - wesentlich rigoroser durchgesetzt wurden als in Österreich. Das Rauchverbot wurde damit sogar zum Symbol des verhassten Polizeiregiments des Vormärz. Nach der Revolution von 1848 galt das ungehinderte Rauchen auf der Straße als eine der größten revolutionären Errungenschaften.

Wie bei vielen anderen staatlichen Bevormundungen, Denk- und Sprechverboten sind wir auch beim Rauchen heute wieder stracks in Richtung Vormärz unterwegs. Mancherorts ist bereits das Rauchen an Stränden verboten. Auch Österreich wird sich diesbezüglich zweifellos bald in die Zeit vor der Aufklärung zurückkatapultieren.

Ein Hort der Liberalität in Sachen Tabakkonsum war übrigens lange Zeit der Vatikan. Papst Pius IX., ein großer Tabakschnupfer vor dem Herrn, erließ 1851 sogar ein strenges Verbot jeglicher Rauchverbote. Grund: Der Kirchenstaat zog aus seinen Tabakfabriken beträchtliche Gewinne.

Mittlerweile gilt aber auch im Vatikan ein strenges Rauchverbot. Offensichtlich werden dort keine "Benedikt Export" mehr produziert.


http://www.salzburg.com/nachrichten/kolumne/purgertorium/sn/artikel/175-jahre-rauchverbot-und-der-vatikan-19814/




1833
Gesundheit / Rauchen greift die Leber an
« am: Juli 14, 2012, 18:14:11 Nachmittag »


Rauchen greift die Leber an

Freitag, 13. Juli 2012

dapd

Montreal – Bei Rauchern kommt es nach einer Lebertransplantation deutlich früher zu einer erneuten Hepatitis. Dies kam in einer Studie in Liver Transplantation (2012; doi: 10.1002/lt.23444) heraus.

Leberschäden werden eher mit Alkohol als mit dem Rauchen in Verbindung gebracht. Auch für die Entstehung des Leberkarzinoms spielen die zahlreichen Karzinogene aus dem Tabakrauch eine untergeordnete Rolle. Bei Patienten, die aufgrund einer chro­nischen Hepatitis eine neue Leber erhalten, scheint Rauchen jedoch die Aussichten auf einen langfristigen Transplantaterfolg zu beeinträchtigen, wie Mamatha Bhat von der McGill University in Montreal berichtet.

Die Forscherin hat die Daten von 444 Patienten ausgewertet, denen zwischen 1994 und 2004 an der Klinik eine Leber transplantiert wurde. Ein Drittel waren aktive oder ehemalige Raucher. Sie waren hinsichtlich der Operationskomplikationen und des Überlebens gegenüber den Nichtrauchern nicht benachteiligt.

Es kam jedoch deutlich früher zu einem Rezidiv der Hepatitis. Es wurde bei den Nicht­rauchern im Durchschnitt erst nach 4,10 Jahren beobachtet. Bei den Rauchern und Exrauchern war die neue Leber dagegen schon nach 0,87 Jahren erkrankt. Die Autorin appelliert an die Patienten, das Rauchen aufzugeben. Einen Ausschluss von Rauchern von einer Lebertransplantation hält sie dagegen nicht für gerechtfertigt. © rme/aerzteblatt.de
zum Thema

    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/lt.23444/abstract Abstract der Studie
    Pressemitteilung des Journals

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50895

1834
Deutschland / NRW-Partei- und Fraktionschef - Will er mehr Tabakrauchtote
« am: Juli 14, 2012, 18:09:42 Nachmittag »

Lindner fordert SPD zu Änderungen beim Nichtraucherschutz auf

Freitag, 13. Juli 2012

Köln – Der nordrhein-westfälische Partei- und Fraktionschef der FDP, Christian Lindner, hat von der SPD Korrekturen im neuen Gesetz zum Nichtraucherschutz verlangt. Die Sozialdemokraten hätten sich in der Landtagsdebatte offen für Änderungen gezeigt, sagte Lindner dem Kölner Stadt-Anzeiger vom Freitag.

aerzteblatt.de

    Striktes Nichtraucherschutzgesetz jetzt auch in NRW
    Immer mehr Frauen sterben an Folgen des Rauchens

„Wir werden die SPD beim Wort nehmen und uns gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gegen alle Versuche wehren, aus unserer freien Gesellschaft eine staatliche Besserungsanstalt zu machen", fügte er hinzu.

Die rot-grüne Landesregierung plant eine Verschärfung des Nichtraucherschutzes. Bisherige Ausnahmebestimmungen für Raucherclubs, Festzelte und Brauchtumsveranstaltungen sollen gestrichen werden. Zudem darf nicht mehr auf öffentlichen Spielplätzen geraucht werden. Die neuen Regelungen könnten im Herbst vom Landtag beschlossen werden und Anfang 2013 in Kraft treten.

© dapd/aerzteblatt.de


http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50890

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WIEN-WAHL: Gibt es eine Alternative zu GRÜN, als Nichtraucher? VORZUGSSTIMMEN?



Informationen hier:  http://www.krebsforum.at/index.php?topic=6025.msg26925#msg26925

1836




Täglich 3 Passivrauchtote und 33 Rauchertote, nur in Österreich.

Aber


Parlament diskutierte gestern nur ca. 20 Minuten über die Nichteinhaltung des Tabakgesetzes -

Tabakgesetz: Opposition ist unzufrieden - Anträge vertagt


Uneinig ist die Opposition, was die Bestimmungen des Tabakgesetzes betrifft.
Während das BZÖ fordert, den Gastwirten selbst die Entscheidung zu überlassen, ob sie ihr Lokal als Raucher- oder als Nichtraucherlokal führen wollen (1066/A[E]), drängen die
Grünen auf ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie (1586/A[E]). Grünen- Chefin Eva Glawischnig-Piesczek und ihre FraktionskollegInnen plädieren außerdem dafür, Zigarettenautomaten zu verbieten (1584/A[E]) und weitere effiziente Maßnahmen zu setzen, um Kinder und Jugendlichen vor den negativen gesundheitlichen Folgen von Tabakkonsum zu schützen (1070/A[E]).
Die FPÖ setzt sich für eine Zweckwidmung von zumindest 20 % der Einnahmen aus der Tabaksteuer für Präventions- und Therapiemaßnahmen ein (809/A[E]).

Man war sich angesichts des umfassenden Themenkomplexes einig, dass all diese Fragen umfassend zu diskutieren sind und die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs abgewartet werden sollte. Deshalb wurden die genannten Anträge einstimmig vertagt.


Anmerkung:

Das Parlament diskutierte neulich nur ca. 20 Minuten über die Nichteinhaltung des Tabakgesetzes, trotz täglich 3 Passivrauchtoten und 33 Rauchertoten, nur in Österreich.

Dem Raucherschutzminister Stöger und den meisten Abgeordneten ist das egal, seit dreieinhalb Jahren! Daher ca. 3.900 + 42.900 Tabakrauchtote seit 1.1.2009!



http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120620_OTS0301/gesundheitsausschuss-befasst-sich-mit-thema-lebensmittelsicherheit-abgeordnete-holen-stellungnahmen-zur-frage-der-hausapotheken-ein

1837

Hast du Neuigkeiten,

dann bitte an info@krebspatienten.at

1838

Siehe auch vorigen Beitrag!

Nacht 13./14.7.2012

Wien - Nur eines von 10 Lokalen habe gegen das Tabakgesetz verstoßen - wer`s glaubt.


Lokalkontrollen von Stadt Wien und Polizei im 1. Bezirk - Musik und Gästelärm im Fokus

Wien (OTS) - In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden im Rahmen
einer konzertierten Behörden-Aktion von Magistrat und Polizei
insgesamt 10 Lokale in der Inneren Stadt überprüft. An den
Überprüfungen beteiligten sich auch das Magistratische Bezirksamt und
die Wiener Gebietskrankenkasse. Koordiniert wurde die Aktion vom
Dezernat für Sofortmaßnahmen der Stadt Wien.
18 Anzeigen des Magistrats

Im Zentrum der Lokalüberprüfungen von Magistrat und Polizei standen
Lärmerregung und die Einhaltung der Gewerbeordnung. Das Team der
Wiener Gebietskrankenkasse musste drei Anzeigen aufgrund von
Schwarzarbeit ausstellen. Die nicht angemeldeten Personen wurden noch
an Ort und Stelle angemeldet. Das Magistrat stellte insgesamt 18
Anzeigen aufgrund nicht Einhaltens der Gewerbeordnung aus. Dabei
handelte es sich unter anderem um zu laute Musikanlagen. Eine Anzeige
gab es wegen nicht Einhaltung des Tabakgesetzes. Dabei muss
festgestellt werden, dass sich die Situation in den Betrieben rund um
das Tabakgesetz in den letzten Monaten merklich verbessert hat.


Sieben Anzeigen der Polizei - 45 Personen kontrolliert

Im Zuge der Lokalkontrollen überprüfte die Polizei 45 Personen
(Identitätsfeststellungen). Besonderes Augenmerk wurde auch von der
Polizei auf Gäste- und Musiklärm gelegt. Neuralgische Punkte, wie
etwa das "Bermudadreieck" oder der Judenplatz wurden verstärkt
kontrolliert. Damit reagiert die Stadt Wien, wie bei den
vorangegangenen Kontrollen in anderen Bezirken auf Beschwerden von
Anrainern oder ging Hinweisen des Bezirks und der Polizei nach.
Weitere Überprüfungen werden den Schwerpunktaktionen folgen.


http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120714_OTS0025/lokalkontrollen-von-stadt-wien-und-polizei-im-1-bezirk

1839


Alle paar Monate gibt es gegen Wiener Lokale eine Aktiion scharf der Behörden,

wegen unbefugter Gewerbeausübungen, Nichtanmeldungen, Schwarzarbeit, Hygiene, etc.


Auffallend dazu war bisher, dass zwar angeblich auch auf die Einhaltung des Tabakgesetz geschaut wurde,

aber seltenst festgestellt wurde.



Auch bei der Nacht-Aktion 13./14.7.12 wurde nur 1 (ein!) Vergehen gegen das Tabakgesetz gemeldet.

DAS klingt unglaubwürdig und lässt den Schluss zu, das die Beamten  sich diesbezüglich zu wenig auskennen.

Denn DAS bestärkt auch die regelmäßigen Aufhebungen von Strafbescheiden in der 2. und letzten Instanz, wegen FORMFEHLER der 1. Instanz!!!




1840


FPÖ/Seidl/Drogen/Rot-Grün
2012-07-08 / 08:42:26 / FPÖ Wien
FP-Seidl: Wien scheint das weltweite Drogen-Eldorado zu sein

Utl.: "Wegschauen und bagatellisieren" ist offenbar das Motto von Rot-Grün =

Anm. Erlacher: "Wegschauen und bagatellisieren" ist offenbar das Motto von Raucherschutzminister Stöger

   Wien (OTS/fpd) - Tagtäglich berichten die Medien von neuen
Drogen-Exzessen in Wien, von Drogenringen, die gesprengt werden, und
von Drogendealern, die seit Jahren unbehelligt ihre Geschäfte in
Österreich machen konnten. "Dieser Zustand ist die logische Folge
davon, dass die zuständigen Stellen in Wien viel zu lax mit diesem
Problem umgehen", erklärt Wiens FPÖ-Gemeinderat LAbg. Wolfgang Seidl,
"es ist leider so, dass die gutmenschlichen roten und grünen
Mandatare noch immer nicht erkannt haben, dass ausländische
Drogendealer nichts bei uns verloren haben. Jenen, die das Gift und
damit Tod und Elend an unsere Kinder und Jugendlichen weitergeben,
müssen wir mit aller Härte entgegentreten. Diese Herrschaften gehören
dingfest gemacht und sofort in ihre Heimatländer abgeschoben."
(Schluss)
Rückfragehinweis:
   Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
   Tel.: (01) 4000 / 81 798
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/85/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0006    2012-07-08/08:42
080842 Jul 12

1841

Zigaretten sind die Einstiegs-Drogen für Kinder und Jugendliche,

speziell in Österreich, wo 10- jährige rauchen,

und Zigaretten-Automaten ohne Alterskontrolle mittels Bankomatkarte - trotz zig Anzeigen - den Kindern weiterhin zum Drogenkonsum dienen!


1842


Die Behörden sind noch immer unfähig, die örtliche Zuständigkeit zu erkennen!

Das heißt, rund 100 Bescheide der 1. Instanz wurden nach 1 bis 2 Jahren in der 2. Instanz aufgehoben,

da die Beamten der 1. Instanz unfähig sind, das Verwaltungsstrafrecht zu lernen!

Oder steckt auch da Korruption/Amtsmissbrauch dahinter?

http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Uvs/JUT_ST_20120504_3017047_12_00/JUT_ST_20120504_3017047_12_00.pdf

1843

Ergänzung zum vorigen Beitrag!


DONAUZENTRUM,
rund 25 Anzeigen gegen das Cafe PASCUCCI, und an die Centerleitung, da keine Decke beim Raucherraum vorhanden ist.
Das heißt, dass alle Gäste im Nichtraucherbereich und alle Besucher in der Mall im Bereich des großen Indoor-Veranstaltungsplatzes für Kinder/Jugendliche/Erwachsene (im Zentrum des DZ.) der todbringenden Vergasung durch Tabakrauch schutzlos ausgesetzt sind! - Noch mehr Anzeigen erfolgten gegen das "Eis-Cafe" PONTICELLO", wo die Raucherraumtüre "ständig" offen steht! PS: Beide wurden heute wieder angezeigt! Ein Schelm, der da an Korruption und/oder Amtsmissbrauch denkt ... :) http://rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=570.msg2202#msg2202


1844

ORF III Live, jetzt, Bericht der Volksanwaltschaft, 3.5.3: "Umsetzung des Tabakgesetzes weiterhin unzureichend!" Mehr dazu auf Seite 140: http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/BR/III-BR/III-BR_00462/imfname_250130.pdf

‎"Die Vollziehung des Tabakgesetzes ist weiterhin eine Baustelle", so VA. Dr. Kostelka, "ein Mangel an örtlichen Kontrollen, aber auch die Länge der Verfahren tragen dazu bei. ... So stellte die (oberste) Rechtssprechung klar, was unter der Abgrenzung eines Raucherraumes vom Nichtraucherbereich zu verstehen ist: Der Raucherraum muss baulich (Wände, Decke, Türen) vom Nichtraucherraum abgetrennt sein. Technische Maßnahmen alleine, wie die Errichtung einer Lüftungsanlage, genügen nicht der gesetzlichen Anforderungen." http://rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?board=124.0


Siehe nächsten Beitag!

1845
Deutschland / "E-Zigaretten", so sieht`s aus in Österreich
« am: Juli 06, 2012, 12:28:02 Nachmittag »


Von: Bernd Unterkofler [mailto:bernd.unterkofler@ages.at]
Gesendet: Donnerstag, 14. Juni 2012 12:01
An: info@krebspatienten.at
Cc: alice.schogger@bmg.gv.at
Betreff: WG: Ersuchen um direkte Beantwortung durch BASG: Anfrage von Herrn Dietmar Erlacher betr. E-Zigaretten

Sehr geehrter Herr Erlacher,

bezüglich Ihrer Anfrage an Frau Mag. Schogger erlaube ich mir Ihnen folgende Antwort zu übermitteln:

Die Arzneimitteleigenschaft gemäß § 1 Abs. 1 Arzneimittelgesetz (AMG), BGBl. Nr. 185/1983, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 63/2009, ergibt sich einerseits aus der objektiven und andererseits aus der subjektiven Zweckbestimmung.

• Die „objektive Zweckbestimmung“: entscheidend ist, ob dieses Produkt nach den
objektiven Erwartungen der Verkehrskreise geeignet ist, eine arzneiliche Wirksamkeit zu
entfalten; dies wird insbesondere dann der Fall sein, wenn dem Produkt tatsächlich eine
pharmakologische Wirksamkeit zukommt (vgl. die o.a. Ausführungen zu
Nikotininhalatoren).

• Die „subjektive Zweckbestimmung“: entscheidend ist, ob dem Produkt vom
Inverkehrbringer in erkennbarer Weise eine arzneiliche Wirksamkeit beigelegt wird;
maßgeblich sind hier in erster Linie Indikationsangaben bzw. Heilanpreisungen auf der
Kennzeichnung bzw. in der Gebrauchsinformation (Bei jedweder Auslobung von „no
nicotin depots“, also nikotinfreien E-Zigaretten, als Produkt zur Raucherentwöhnung
wird man vom Vorliegen einer subjektiven Zweckbestimmung als Arzneimittel ausgehen
müssen.).
Dem Gutachten des Abgrenzungsbeirates vom 06. März 2006 ist zu entnehmen, dass gemäß den darin dargelegten Eigenschaften und Wirkungen der Substanz Nikotin somit der nikotinhaltige Teil des Produktes RUYAN als Arzneimittel, und der Inhalationsteil als Medizinprodukt einzustufen ist (http://www.basg.gv.at/arzneimittel/abgrenzung/gutachten/).
Dies bedeutet, dass elektrisch betriebenen Nikotininhalatoren unter die Definition des
Arzneimittels gemäß Arzneimittelgesetz fällt und dass der Inhalationsteil der elektrisch betriebenen
Nikotininhalatoren demnach als Medizinprodukt gemäß Medizinproduktegesetz anzusehen ist. Elektrisch
betriebene Nikotininhalatoren (sog. E-Zigaretten) unterliegen daher den Bestimmungen des
Arzneimittelgesetzes, insbesondere der Zulassungspflicht als Arzneispezialitäten, und den
Bestimmungen des Medizinproduktegesetzes.

Die Zulassung eines Produktes als Arzneispezialität kann nur auf Antrag eines gemäß § 9 Arzneimittelgesetz befugten Antragstellers erfolgen. Ein etwaiger Antrag wäre beim Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen einzubringen und würde entsprechend begutachtet werden.
Sofern Sicherheit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Produktes ausreichend gewährleistet sind, wird die Zulassung erteilt. Bis zum heutigen Zeitpunkt wurde kein Zulassungsantrag für eine elektrische Zigarette gestellt.

Die im Strukturvertrieb über das Internet angepriesenen elektrisch betriebenen Nikotininhalatoren sind als Arzneispezialitäten nicht zugelassen; ein Verkauf derartiger Produkte in Österreich ist nicht erlaubt.
Ich hoffe, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben und stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Unterkofler
MMMag. Bernd Unterkofler, MBA
Büro des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen
Büroleiter

Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH
Traisengasse 5, A-1200 Wien

Tel. national: 050 555 36650
Tel. international: +43 50 555 36650
Fax national: 050 555 36009
Fax international: +43 50 555 36009
E-Mail:  bernd.unterkofler@ages.at
www.basg.at
----- Weitergeleitet von Bernd Unterkofler/AGES am 14.06.2012 08:22 -----

Von:        Pharmmed-basg/AGES
An:        Bernd Unterkofler/AGES@AGES
Datum:        14.06.2012 07:12
Betreff:        WG: Ersuchen um direkte Beantwortung durch BASG: Anfrage von Herrn Dietmar Erlacher betr. E-Zigaretten
Gesendet von:        Michael Behounek
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LG



----- Weitergeleitet von Michael Behounek/AGES am 14.06.2012 07:11 -----

Von:        "Kaintz, Maria" <Maria.Kaintz@bmg.gv.at>
An:        "'basg@basg.gv.at'" <basg@basg.gv.at>, "'bernd.unterkofler@ages.at'" <bernd.unterkofler@ages.at>
Datum:        14.06.2012 06:51
Betreff:        Ersuchen um direkte Beantwortung durch BASG: Anfrage von Herrn Dietmar Erlacher betr. E-Zigaretten
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