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Nachrichten - admin

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VfGH hat vier Monate Zeit für Erstprüfung

02.06.2013 | 18:40 |   (Die Presse)

Der Verfassungsausschuss dürfte die Gesetzesbeschwerde bereits am Dienstag beschließen.
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Aus dem Archiv:

    Demokratiepaket vertagt, Gesetzesbeschwerde kommt (04.06.2013)
    Im Zweifel für das neue Recht (04.06.2013)
    Noch Bauchweh bei der Gesetzesbeschwerde (02.06.2013)
    Gesetzesbeschwerde schwächt den Rechtsstaat (24.06.2012)

Wien/Aich/Kom. An Details werde gefeilt. Doch die Zeichen stünden gut, dass der parlamentarische Verfassungsausschuss am Dienstag die Gesetzesbeschwerde beschließt. Das betonen Ausschussobmann Peter Wittmann (SPÖ) und Vize Wolfgang Gerstl (ÖVP) gegenüber der „Presse“. Der Beschluss im Nationalratsplenum könnte dann sogar schon Mitte Juni erfolgen, hofft Wittmann.

............ http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/1413685/VfGH-hat-vier-Monate-Zeit-fuer-Erstpruefung?from=newsletter


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Noch Bauchweh bei der Gesetzesbeschwerde

02.06.2013 | 18:37 |  von Philipp Aichinger (Die Presse)

Jeder Bürger soll künftig Gesetze beim Verfassungsgerichtshof anfechten können. Das bringt mehr Rechtsschutz. Doch Kritiker fürchten, dass Verfahren unnötig in die

Aus dem Archiv:

    Im Zweifel für das neue Recht (04.06.2013)
    Kommt Gesetzesbeschwerde in Zivil- und Strafsachen? (03.03.2013)
    Gesetzesbeschwerde macht Schranken für den VfGH nötig (01.07.2012)
    Duell zweier Höchstgerichte um neues Recht für Bürger (21.06.2012)

Wien. Wer in einem Prozess von einem Straf- oder Zivilgesetz betroffen ist und dieses für verfassungswidrig hält, hat derzeit nur begrenzte Möglichkeiten: Man könne zwar beim Richter anregen, dass er die strittige Norm beim Verfassungsgerichtshof vorlegt. „Wird es aber nicht gemacht, hat man keinen Rechtsanspruch“, betonte beim letztwöchigen Rechtspanorama an der WU Harald Eberhard, Professor an der Wirtschaftsuniversität. Dies sei ein Unterschied zu Bescheiden, hob Eberhard hervor. Denn diese könne jeder Bürger beim Höchstgericht anfechte.
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Die Politik will daher eine neue „Gesetzesbeschwerde“ einführen, die jedem das Recht gibt, ein Gesetz, das ihn betrifft, beim VfGH anzufechten (Details siehe Artikel rechts). Sabine Längle, Vorsitzende der Fachgruppe Zivilrecht der Richtervereinigung, ist davon nicht begeistert. Sie fürchte überlange Verfahren, sagte Längle, die betonte, nur ihre persönliche Meinung kundzutun und nicht für die Standesvertretung zu sprechen. „Ich trete nicht gegen Rechtsschutz auf, aber ein wichtiger Wert ist auch dessen Grenze“, sagte sie. „Personen, die Probleme damit haben, Gerichtsurteile zu akzeptieren, wird hier eine weitere Spielwiese eröffnet“, meinte Längle. Und Richter würden schon jetzt Gesetze dem VfGH vorlegen, wenn dies nötig sei. „Es gibt keinen Bedarf für einen weiteren Rechtsbehelf.“

 
„Ich bin ein Gespaltener“

„Ich bin ein Gespaltener“, meinte zur Streitfrage Roland Miklau, Präsident der Österreichischen Juristenkommission. „Was den Rechtsschutz betrifft, gefällt mir das Modell sehr“, ergänzte Miklau, der viele Jahre als Chef der Straflegislativsektion im Justizministerium tätig war. „Aber jeder Rechtsbehelf bedeutet auch eine Verzögerung“, gestand Miklau ein. Im Strafverfahren sei das nicht so ein Problem. Im Zivilverfahren aber schon, weil da ein anderer Bürger von der Wartezeit betroffen ist, wenn die Gegenpartei eine Gesetzesbeschwerde erhebt.

Rechtsanwältin Alexia Stuefer (sie ist Generalsekretärin der Vereinigung Österreichischer StrafverteidigerInnen, tat aber ebenfalls nur ihre Meinung kund) widersprach Richterin Längle. So gebe es Fälle, in denen Richter potenziell verfassungswidrige Gesetze nicht dem VfGH vorlegen. Stuefer nannte etwa den Fall, in dem ein lesbisches Paar ein gemeinsames Sorgerecht für ein Kind erkämpfen wollte. „Wenn das nicht vorgelegt wird, wie kommt dann die einzelne Person zum VfGH?“, fragte Stuefer rhetorisch. Gleichzeitig sei ihr bei den bisherigen Entwürfen zur Gesetzesbeschwerde auch nicht klar geworden, wie diese in der Praxis „funktionieren sollen“. Man benötige aber einen effizienten Weg für einzelne Personen, die berechtigt http://diepresse.com/home/wirtschaft/recht/1413631/Noch-Bauchweh-bei-der-Gesetzesbeschwerde?from=newsletter

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xcaazy


siehe vorigen Beitrag bzw. TV - Youtube!


Und wie sieht es jetzt aus, nachdem er weiß, dass er schon vor 9 Monaten und 6 Monaten zwei Anzeigen

wegen Nichteinhaltung des Nichtraucherschutzes laut Tabakgesetz bekam?



www.schrammelbeisl.at
Stepans Schrammelbeisl, 1170 Wien, Kalvarienberggasse 51, Dienstag bis Samstag, 16:00-24:00 Uhr - Reservierung +43 01 4025800


Infos und Vorlage für alle Anzeigen: 

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=570.msg2202#msg2202


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Publikumsverarschung

In der Inititative „Mein Veto“ – Bürger gegen Bevormundung“ lassen sich ehrenwerte Professoren vor den Karren der Tabak- und Bierindustrie spannen.

Professor Robert Pfaller ist Philosoph. Außerdem, nicht unbedeutend, Ordinarius für Philosophie an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Und er ist prominenter Wortführer der heute vorgestellten Initiative „Bürger gegen Bevormundung“. Gute Sache, meint man und geht, interessehalber, zur Pressekonferenz.

Überraschung eins: Professor Pfaller referiert rund fünfzehn Minuten über sein ganz persönliches, ihm offensichtlich wichtigstes Anliegen: die Bevormundung der Raucher durch Politik und Nichtraucher. Er wird, im Laufe seiner Ausführungen, vieles sagen; in Bezug auf die verständnislosen Nichtraucher fällt aus seinem Munde sogar der unschöne Begriff „Taliban-Fanatismus“. Pfaller hält mehrfach Zigarettenpäckchen in die laufenden und klickenden Kameras, zeigt großes Unverständnis gleichermaßen für die Warnaufschriften wie für die Intoleranz der Nichtraucher.

Der Biologe und Wissenschaftsthoretiker Franz Wuketits sowie eine Vertreterin von GfK schneiden andere Themen an bzw. referieren aus empirischer Sicht. Pfaller aber bleibt konsequent und argumentiert auch in seiner zweiten Wortmeldung gegen die üble Raucherbevormundung.

Fragen sind zugelassen, bei dieser so genannten Pressekonferenz, also wird gefragt. Ein Kollege hat das ungute „Gefühl, dass da ein Vertreter der Tabakindustrie am Podium“ sitzt. Ein zweiter will gehört haben, dass die Brauereien und die Tabakindustrie die Sponsoren der Aktion sind. Pfaller, der Philosoph, betont daraufhin, dass das „Eigenengagement“ der am Podium sitzenden Personen zentrale und tragende Säule der Initiative sei. „Aber wer bezahlt das alles?“ fragt ein anderer Kollege, und nochmals: „das kostet ja alles was!“ Pfaller sagt: Nichts.

Dafür springt die Vertreterin des Veranstalters in die Bresche. Sie müsse jetzt etwas klarstellen, sagt sie, nämlich: Die Initiative werde unterstützt von GfK, Ecker und Partner, dem Verband der Brauereien Österreichs und, Überraschung zwei – von British American Tobacco. Dass auch der „Verband der Cigarren- und Pfeifenhändler“ als Unterstützer fungiert, sagt sie nicht, aber das ist letztendlich auch schon egal. Ehrlich währt am längsten!

Und es wäre, Herr Professor, schön gewesen, wenn sie selbst das finanzielle Rückgrat, den ökonomischen Background Ihrer Initiative von Anfang an klar gemacht hätten. So aber, sehr geehrter Herr Professor, fühle ich mich von ihnen doch einigermaßen an der Nase herumgeführt. Oder, um es gänzlich unphilosophisch zu sagen: ziemlich verarscht.

- Othmar Pruckner

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Gesundheit / Raucher-assoziierte Krebsarten töten immer mehr Frauen
« am: Juni 02, 2013, 23:35:39 Nachmittag »




Raucher-assoziierte Krebsarten töten immer mehr Frauen

Heute sterben fast drei Mal so viele Frauen an typischen Raucherkrebsarten wie vor 30 Jahren. Dabei geht der tägliche Zigarettenkonsum der Deutschen zurück. Am Freitag ist Weltnichtrauchertag. Anlass nachzudenken - etwa über Tabakwerbung. Immer mehr Frauen sterben an den Folgen des Rauchens. Die Kurve steigt schockierend steil an: In den vergangenen 30 Jahren wuchs die Zahl der Frauen, die an bösartigen Lungen-, Bronchial- oder Kehlkopftumoren starben, um 186%. Im Jahr 2011 töteten diese Krebsarten 14.500 Frauen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Anlass ist der Weltnichtrauchertag am kommenden Freitag (31. Mai).

Die Zahl der an Raucherkrebsarten verstorbenen Männer stieg im selben Zeitraum - also zwischen 1981 bis 2011 - nur um rund 11% an. Trotzdem kamen insgesamt immer noch mehr Männer als Frauen durch eine solche Erkrankung ums Leben. Im Jahr 2011 waren es bundesweit 31.000 männliche Opfer.

Für Prof. Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg ist der starke Anstieg bei Frauen eine "zeitverzögerte medizinische Reaktion auf das veränderte Rauchverhalten". Heute bekämen Frauen "die Quittung" dafür, dass es deutlich mehr Raucherinnen gebe als vor 30 Jahren. "Wenn Frauen rauchen wie Männer, werden sie auch sterben wie Männer", sagte sie.

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EIL-VIDEO - Tabakrichtlinie?

So gehts zu in Brüssel!

Es geschieht wieder nichts,

und dann noch einmal vier bis fünf Jahre: nichts! = Orginalton =


Vom Einfluss der Tabak-Lobby in Brüssel


http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=474.msg4980#msg4980

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Hallo,

unter diesem Link

http://www.youtube.com/watch?v=THhxvmh28KY

kann die gestrige TV-Sendung teilweise (ca. 9 min) nochmals angesehen werden.


Zusatzinformationen nachstehend, und unter http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=824.msg4958#msg4958

1) Es wird über das Messen und die Messergebnisse beim Zigarettenrauchen im Auto berichtet.

2) Ein Wirt, als Diskussionsteilnehmer, wurde vor einem halben Jahr in etlichen Punkten bei der Strafbehörde angezeigt.
Diese, und eine frühere Anzeige, bewirkte nichts.
Der Wirt sagte vor laufender TV-Kamera: Ich weiß nichts von einer Anzeige, bekam keine Mitteilung, kein Schreiben, keinen Strafbescheid (Das Tabakgesetz sieht in Österreich beim erstmaligen Verstoß bis 2.000.- und bei Wiederholung bis 10.000.- Euro als Strafe vor! Aber ……! Übrigens, wegen Datenschutz bekommt der Anzeiger keine Auskunft über seine Anzeige!).

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EU, Fragen, Antworten, etc. / VIDEO - Tabakrichtlinie? So gehts zu in Brüssel!
« am: Juni 02, 2013, 23:16:08 Nachmittag »





Offiziell sind es rund 100 Personen, die sich bei der EU in Brüssel für die Interessen der Tabakindustrie stark machen.

Tatsächlich dürften es weitaus mehr sein - und sie kämpfen mit harten Bandagen gegen die neue Tabakrichtlinie.

Dann kann es nochmals vier bis fünf Jahre dauern, bis .....



VIDEO  Tabakrichtlinie neu: http://www.br.de/nachrichten/thank-you-for-smoking-vom-einfluss-der-tabak-lobby-in-bruessel-100.html

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Deutschland / E-Zigaretten: Bundesinstitut fordert Verbot in Nichtraucherzonen
« am: Juni 02, 2013, 23:05:54 Nachmittag »




Frankreich will Gebrauch von elektrischen Zigaretten einschränken

Freitag, 31. Mai 2013

dpa

Paris – In Frankreich soll der Gebrauch der immer beliebter werdenden elektrischen Zigaretten eingeschränkt werden. Gesundheitsministerin Marisol Touraine kündigte am Freitag im Radiosender France Info an, das Rauchen von E-Zigaretten solle in öffentlichen Gebäuden und für Jugendliche unter 18 Jahren verboten werden. „Wir wollen für die elektrische Zigarette die gleichen Vorschriften wie für Tabak”, sagte die Ministerin. Dazu gehöre auch ein Werbeverbot für die rauchlosen Zigaretten.

Wie in Frankreich gewinnen elektrische Zigaretten, die eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampfen, auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Einer im April vom Verband des eZigarettenhandels in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage des Marktforschungs-Instituts Toluna zufolge haben 43 Prozent der rund 20 Millionen Raucher in Deutschland mindestens ein Mal eine solche rauchfreie Zigarette getestet. In Frankreich hat sich jüngsten Studien zufolge die Zahl der regelmäßigen Raucher von elektrischen Zigaretten seit 2012 auf derzeit rund eine Million verdoppelt.

Deutsches Ärzteblatt print

    Die elektrische Zigarette: Ein nebulöses Produkt
    E-Zigaretten: Bundesinstitut fordert Verbot in Nichtraucherzonen

Anlässlich des internationalen Weltnichtrauchertags kündigte Frankreichs Gesundheitsministerin Touraine auch Maßnahmen zu herkömmlichen Zigaretten für Schwangere und Jugendliche an. Für Schwangere solle auf Zigarettenpackungen ein Warnhinweis angebracht werden.

Jugendlichen solle beim Tabakentzug http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54621

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Ärztekammer fordert Nichtraucherschutz auf Europa-Niveau

Gesundheits-Lobbying für Prävention und Rauchentwöhnung

Zweckbindung für Tabaksteuer




Wien (OTS) - "Rauchen ist eine Sucht, Sucht ist eine Krankheit, und
Krankheiten brauchen konsequente Vorbeugung und Therapie",
so
Johannes Steinhart, Obmann der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte und
Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer anlässlich des
Welt-Nichtrauchertages am 31. Mai 2013.

"Zigarettenrauchen tötet in Österreich etwa 14.000 Menschen pro Jahr, mehr als jeder andere vermeidbare Faktor.
Prävention und Suchtbehandlung sind möglich - die entsprechende politische Bereitschaft vorausgesetzt."


Diese Entschlusskraft lasse die österreichische Gesundheitspolitik
allerdings noch immer vermissen, kritisiert Steinhart:
"Wir leben in Österreich im europäischen Vergleich in einem Raucher-Eldorado. Die
Nichtraucherschutz-Gesetze sind halbherzig, sie werden inkonsequent
umgesetzt und ihre Einhaltung wird viel zu lässig überprüft."

Anmerkung:
Danke Hr. Dr. Steinhart, alles richtig, seit viereinhalb Jahren, nur, es gibt NIRGENDWO behördliche Kontrollen! Erst wenn
eine Anzeige am Schreibtisch liegt, wird ein automatisierter Strafbescheid verschickt! Vielleicht? Den oft erfolgt selbst dann keine Strafverfolgung!


Wie schädlich das zum Beispiel für die Gesundheit von in der Gastronomie
Beschäftigten und Gästen
ist, zeigt eine aktuelle Untersuchung der
MedUni Wien: In den untersuchten "Nichtraucher-Räumen" von Wiener
Gastronomiebetrieben ist die Belastung mit gefährlichen
Ultrafeinstaub, der in die Lunge und das Blut eindringt und zu
Schädigungen führen kann, beträchtlich: Sie ist immer noch knapp halb
so hoch wie in den Raucher-Räumen. Die österreichische Lösung der
teilweisen Rauchverbote mit getrennten Räumlichkeiten habe versagt.

Steinhart: "Wir brauchen in Österreich im Sinne der Gesundheit der
Bevölkerung endlich ein Nichtraucherschutz-Gesetz auf Europa-Niveau.

Andere Länder schaffen das schließlich auch." Sein Appell an die
Politik: "Vorbeugende Maßnahmen gegen das Rauchen und seine
Folgeschäden müssen auf der Liste der gesundheitspolitischen Vorhaben
höchste Priorität bekommen.
" Bisher sei das Gegenteil der Fall
gewesen: Im Regierungsprogramm 2008-2013 wird Rauchen und seine
Vorbeugung kaum erwähnt, ebenso wenig in den Rahmen-Gesundheitszielen
des Gesundheitsministeriums aus dem Jahr 2012. Und das, obwohl 38
Prozent der Österreicher sich als Raucher bezeichnen, 33 Prozent
regelmäßig zur Zigarette greifen und 91 Prozent der männlichen und 81
Prozent der weiblichen Raucher vor dem 20. Lebenslahr mit dem Rauchen
beginnen.
Bis zum Erreichen des WHO Zieles, den Raucheranteil an der
Bevölkerung bis zum Jahr 2040 auf 5 Prozent zu drücken, sei das ein
weiter Weg, so Steinhart.

Erforderlich seien deshalb flächendeckende Zielgruppen-spezifische
Informations- und Präventionsprogramme, die bereits im Kindes- und
Jugendalter
beginnen, striktes Rauchverbot in öffentlichen Räumen,
insbesondere in der Gastronomie,
und öffentlich geförderte, leistbare
Entwöhnungsprogramme für Raucher,
die aufhören wollen.

Steinhart: "Betroffene sollten mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt über ihr Problem
sprechen. Diese können die erforderlichen Schritte zur Behandlung der
Suchtkrankheit vorschlagen." Die für diese Maßnahmen erforderlichen
finanziellen Mittel könnten zum Beispiel zweckgebunden aus der
Tabaksteuer
und aus den Strafen für Verstöße gegen den
Nichtraucherschutz kommen.

Wie wichtig ein konsequentes Vorgehen gegen die Absichten der
Tabak-Lobby ist, zeigt ein aktueller Bericht des EU-Newsletters
EurActiv.com, in dem EU-Parlamentarier vor den massiven Aktivitäten
der mehr als 100 in Brüssel tätigen Vollzeit-Tabak-Lobbyisten warnen.

Steinhart: "Wir müssen der Tabak-Lobby eine Gesundheits-Lobby entgegenstellen." (bk)

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Ein Gesundheitsminister,

der 100 % gegen die einstimmigen Forderungen der Österreichischen Ärzte ist (seit 1.1.2009),

dem jährlich 13.000 Tabakrauchtote wurscht sind?

Da gibt es nur:

R Ü C K T R I T T !

M I N I S T E R A N K L A G E !



Österreich ist Europameister,

China ist Weltmeister,

beim Rauchen!

Spenden für ein one way ticket für Stöger an Dr. Pietsch,

BMfG, Nichtraucherschutz-Ombusstelle: franz.pietsch@bmg.gv.at


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Weltnichtrauchertag: ÖÄK für striktes Rauchverbot



Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Artur Wechselberger, hat anlässlich des Weltnichtrauchertages am Freitag die Forderung der Ärzteschaft nach einem umfassenden Nichtraucherschutz erneuert. Vor allem verlangte er ein flächendeckendes Rauchverbot insbesondere in der Gastronomie. "Die jetzige Lösung ist unbefriedigend", betonte Wechselberger am Donnerstag in einer Aussendung.

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Getrennte Bereiche für Raucher und Nichtraucher in der Gastronomie seien kein ausreichender Schutz, erklärte der Ärztekammer-Präsident. "Wir wissen dank umfangreicher Tests der Medizinischen Universität Wien, dass die Feinstaubbelastung in abgetrennten Nichtraucherbereichen fast halb so hoch ist wie in den Raucherbereichen. Von Gesundheitsschutz kann man daher nicht sprechen." Die einzig gangbare Lösung sei folglich ein striktes Rauchverbot im öffentlichen Raum, im Speziellen in der Gastronomie, wie es in anderen europäischen Ländern längst umgesetzt sei.

Schwerpunkte wünschte sich Wechselberger aber auch in Sachen Prävention. Immerhin rauchen 40 Prozent der 15- bis 29-Jährigen regelmäßig, bei Kindern und Jugendlichen ist der Raucheranteil nach wie vor erschreckend hoch. "Rauchen muss uncool werden. Hier sind die Erwachsenen gefordert - sie müssen mit gutem Beispiel vorangehen", sagte Wechselberger. Mehr Aufklärung und umfassende Therapieangebote bzw. Unterstützung für jene, die aufhören wollten, seien ebenfalls dringend notwendig.

Quelle: APA


http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/3323012/weltnichtrauchertag-oeaek-fuer-striktes-rauchverbot.story


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Weltnichtrauchertag: VCÖ fordert Tabakverbot im Auto

31.05.2013 | 11:07 |   (DiePresse.com)

Wenn Kinder mitfahren, soll das Rauchen im Auto verboten werden. Das fordert der Verkehrsclub Österreich am heutigen Weltnichtrauchertag. Entsprechende Regelungen gäbe es bereits in anderen Staaten.

Mehr zum Thema:

Abstimmung: Soll das Rauchen im Auto verboten werden?
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1413111/Weltnichtrauchertag_VCOe-fordert-Tabakverbot-im-Auto?from=gl.home_panorama

Den Weltnichtrauchertag am heutigen Freitag hat der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) dazu genutzt, um sich für einen Tabakbann im Auto auszusprechen - wenn ein Kind mitfährt. Entsprechende Regelungen gäbe es bereits in anderen Staaten. Neben der Ablenkung beim Anzünden und Hantieren mit der Zigarette, wirke sich der Rauch auch negativ auf die Konzentrationsfähigkeit aus.

"Rauchen beim Autolenken erhöht das Unfallrisiko und gefährdet wegen des Passivrauchens auch ohne Unfall die Gesundheit jener, die mitfahren. Das Auto sollte eine rauchfreie Zone sein", meinte VCÖ-Mitarbeiterin Bettina Urbanek. Studien in Deutschland hätten gezeigt, dass rauchende Fahrer fast doppelt so häufig in Auffahrunfälle verwickelt sind wie Nichtraucher.

"Gegenüber Kindern besonders verantwortungslos"

Raucher würden die Gesundheit jener gefährden, die im Auto mitfahren. Die Schadstoffkonzentration sei auch bei geöffnetem Fenster hoch, wie eine Studie der Harvard Universität zeige. Der Spitzenwert bei geöffnetem Fenster lag bei 505 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft. Das sei das Zehnfache des EU-Grenzwerts - ohne Rauch betrug die Belastung 12,5 Mikrogramm. Zudem war die Belastung am Rücksitz höher als vorne.

"Gegenüber Kindern ist Rauchen im Auto besonders verantwortungslos. Sie befinden sich im Wachstum, ihre Organe reagieren auf Schadstoffe sehr empfindlich. Bleibende Lungenschäden und Asthma können die Folge von Passivrauchen sein", betonte Urbanek. In Griechenland und Zypern gibt es bereits ein Rauchverbot im Auto, wenn ein Kind mitfährt, ebenso in Australien, Teilen Kanadas und einigen Bundesstaaten der USA.

(APA)

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Der 31. Mai ist “Weltnichtrauchertag”


von Maximilian Bösch / VOL.AT - Schwarzach – Seit 1987 findet jedes Jahr am 31. Mai der “Weltnichtrauchertag” statt. Ins Leben gerufen wurde er von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die diesen Tag heuer unter das Motto “Free yourself” stellt.

Die WHO fordert im Zuge des Weltnichtrauchertages die Regierungen weltweit auf, Tabak-Werbungen, Reklamen und Sponsoring zu verbieten. Jährlich sterben insgesamt sechs Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens, 600.000 davon durch das Passivrauchen. Das diesjährige Motto “Free yourself” soll Raucher ermutigen, sich von der Nikotinabhängigkeit zu befreien.

Für Thema sensibilisieren

Aus Sicht von Dr. Johanna Rohrer, Oberärztin am Krankenhaus Maria Ebene, dient der Weltnichtrauchertag vor allem dazu, wieder für das Thema “Nichtrauchen” zu sensibilisieren. Die Gesundheitseinrichtung in Frastanz bietet Hilfe bei der Entwöhnung für starke Raucher an, die aufgrund ihrer Sucht bereits starke gesundheitliche Schäden davongetragen haben. Für Rohrer wäre es an der Zeit, dass die verantwortlichen Politiker stärkere Nichtraucherschutzgesetze entwickeln. “Hier sind wir sicher nicht führend in Europa. Wir sind auch bei der Anzahl an Rauchern Schlusslicht”, so die Ärztin. Ungefähr 40 Prozent der österreichischen Bevölkerung über 15 Jahren rauchen.

Kein allgemeines Erfolgsrezept

Für Raucher, die mit dem Gedanken spielen, mit dem Rauchen aufzuhören, könne der Weltnichtrauchertag ein Anlass sein, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. “Sehr viele Raucher sind sehr ambivalent und denken sowieso darüber nach, damit aufzuhören”, führt Rohrer aus. Ein Beginn sei es, die Anzahl an täglich gerauchten Zigaretten sukzessive zu reduzieren. Dadurch werde es für viele Raucher leichter, mit dem Qualmen aufzuhören. Ein generelles Rezept, um mit dem Rauchen aufzuhören, gebe es aber nicht. Jeder Raucher habe individuelle Ursachen, warum er zum Glimmstängel greife.

Raucherquote senken

Es verwundert also nicht, wenn sich die Medizinerin für eine Senkung der Raucherquote ausspricht. “Als Ärztin bin ich für eine Quote von null Prozent. Das ist jedoch völlig unrealistisch”, betont Rohrer. Ein international erwünschter Richtwert liege bei fünf Prozent. Neuseeland, Australien und Finnland seien diesbezüglich sehr aktiv. Deren Ansatz sei es, Nikotin nur noch in Apotheken zu verkaufen.

Nichtraucher-Apps

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger hat im Rahmen des Weltnichtrauchertages 2013 eine interaktive Online-Kampagne mit dem Namen “Dein Tipp für Julia” gestartet. Zielgruppe dieser Aktion sind vor allem junge Mädchen und Frauen. Neuester Trend sind außerdem Apps wie “Der Nichtraucher-Coach” für Android und “Rauchfrei Pro” für iOS 6, die Raucher bei der Entwöhnung unterstützen sollen.


http://www.vol.at/der-31-mai-ist-weltnichtrauchertag/3588901


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Österreichs qualmender Gral

Der heurige Weltnichtrauchertag darf wieder zum Nachdenken anregen: Die "österreichische Lösung" in Sachen Nichtraucherschutz bleibt seit Jahren so unangetastet wie sie misslungen ist. Ein Kommentar von Thomas Golser.


Es ist immer ein wenig peinlich und mühsam: Ausländischen Gästen, die rauchfreie Lokale in ihrem EU-Heimatland schon ein Jahrzehnt kennen und schätzen, den Unterschied zwischen "Gastronomie-Ministerium" und Gesundheits-Ministerium in Österreich zu erklären, ist nicht ganz einfach. Dass die Parteien gerade in einem Wahljahr den heiligen, stur dahinqualmenden Gral namens Zigarette nicht antasten wollen, liegt auf der Hand. Dass es auch anders geht, macht Österreich mittlerweile ganz Europa vor.

690.000 sind tabakabhängig

In Österreich sind rund 690.000 Menschen hochgradig tabakabhängig. 40 Prozent der 15- bis 29-Jährigen rauchen regelmäßig. Was die Raucher-Quote von Kindern und Jugendlichen betrifft, reicht in Europa der in niedrigeren Lagen gut durchgeräucherten Alpenrepublik kaum jemand das Wasser bzw. den Aschenbecher. Doch Österreich wäre nicht Österreich, rühmte man sich hierzulande nicht einer eigenen, ganz kreativen Lösung - einer, wie sie dem restlichen Kontinent nicht und nicht einfallen wollte. Das Tabak-Schutzgesetz gilt seit viereinhalb Jahren - mit all seinen Ausnahmen, Unzulänglichkeiten und Schlupflöchern, durch die so einiges passt: Eine aktuelle Studie bestätigte eben erst horrende Rauch-Ultrafeinstaubwerte in Österreichs "Nichtraucher-Zimmern". Die Politik hat das Thema - empörten Medizinern zum Trotz - weiterhin nicht akut auf ihrer Agenda.

Hierzulande scheint die Scheuklappen direkt an der Nase angebracht zu sein. Doch es geht anders, schon beinahe überall - gute Beispiele dafür sind England und Irland: Länder, die nicht gerade als Hort der Abstinenz bekannt sind (weder was Alkohol- noch was Tabak-Konsum anbelangt), haben bereits seit 2007 bzw. 2004 ein generelles Rauchverbot. Wer in Pubs, Restaurants oder öffentlichen Räumen bzw. am Arbeitsplatz doch zur Zigarette greift, darf in Irland bis zu 3.000 Euro Strafe zücken. Der Punkt ist: Keiner wird es tun. Wer in geselliger Runde rauchen will, geht vor das Pub oder in einen der "beer gardens", wie es sie im Innenhof der Lokale oft gibt. Rauchen und Nichtrauchen finden hier an voneinander getrennten Orten statt, nicht in halbseiden adaptierten Lokalitäten. Über ein Massensterben von Pubs auf der Insel aus diesem Grund ist nichts bekannt.
Smartphone und Zigarette

Smartphone und Zigarette gehen bei der Jugend von heute - wir sprechen auch von der Volksschule soeben erst Entwachsenen - mehr denn je Hand in Hand: Das Menü, das die Finger heute permanent bei Laune hält - Lungenflügel und Geldbörserl auf Dauer weniger. Die zweite orale Phase beginnt heute schon mit zehn, elf Jahren. Wer "Glück" hat, hat dann sechs Jahrzehnte als Raucher vor sich. Der Tag, an dem der Griff zur Zigarette nicht mehr als zwingend "lässig", sondern alternativ als "deppert" gilt, dürfte weit in der Zukunft liegen. Hier prägen in hohem Ausmaß jene Vorbilder, die rauchen als bekämen sie es bezahlt. Noch immer sind qualmende Erwachsene als Typus allgegenwärtig, husten den Jungen etwas (vor). Noch immer glaubt man sich an einen Glimmstängel klammern zu müssen, um so das eigene Ego vermeintlich um einfache Tschik-Länge zu erweitern.

Trotzdem oder gerade deshalb: Nur ein generelles Rauchverbot, an allen Orten, an denen andere passiv "mitstinken" müssen, wäre eine tatsächlich bewusstseinserweiternde Maßnahme in diesem Land. Man sollte diese Hoffnung trotz allem noch nicht austöten.

P.S. Und ja, Österreich hat daneben auch ein ernst zu nehmendes Alkoholproblem - aber das ist eine ganz eigene Geschichte. Eine, die ebenfalls geschrieben werden muss.
THOMAS GOLSER

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3323121/oesterreichs-qualmender-gral.story;jsessionid=C501EA547B94AAD603950610F598B06E.p2#forummain