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Nachrichten - admin

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xyccazz


20.06.2013

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die „Maybe“-Kampagne ist so tückisch wie kaum eine Zigarettenwerbung davor.

Eine neue GfK-Studie zeigt: Minderjährige lassen sich davon einwickeln, insbesondere Mädchen.

......... Glaubt man Insidern, soll die Werbung für den Zigarettenkonsum schon bald in vierzig Ländern laufen und vor allem die jüngere Generation ansprechen. Wie jung aber ist die Zielgruppe? Sind Kinder geschützt, wie es der Werbekodex der Tabakindustrie will? ...........

......... Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat jetzt aufgrund einer Online-Befragung von tausend Jugendlichen gezeigt, die methodisch angelehnt ist an eine Marktstudie von Philip Morris bei Erwachsenen: Mit der neuen Imagekampagne wird bei den 14- bis 17jährigen der gleiche Werbeeffekt wie bei Erwachsenen erzielt, und zwar ganz besonders effektiv bei jungen Mädchen. ..........

......... „Vergiss das ewige Vielleicht. Werde Raucher“, so übersetzt die Mennekes-Umweltstiftung den zentralen Spruch. ..........

........ Die Verwandlung von der Marke der Machos zum mutigen Mainstream der Jugend - Geschlechtergleichstellung inklusive - ist auch nach Überzeugung der größten Kritiker gelungen. Gerade deshalb bereiten dem Arzt Stefan Knecht die Werbebotschaften Kopfzerbrechen: „Dagegen komme ich als Arzt immer schwerer an. Wie sollen wir da sprechende, aufklärende und vorsorgende Medizin machen, wenn wir als aufgeklärte Gesellschaft nicht in der Lage sind, unseren öffentlichen Raum vor diesen Kinderflüsterern zu schützen?“ Die Kampagne berücksichtige „alle Aspekte, die ich in meiner täglichen ärztlichen Arbeit kenne, wenn ich Patienten aufzuklären und zu unterstützen versuche, das Rauchen zu beenden“ - und dreht die Intention gewissermaßen komplett um.

............ Bei mehr als der Hälfte seiner Schlaganfallpatienten wäre die Katastrophe, davon ist Knecht überzeugt, vorhersagbar und zu verhindern gewesen, wenn man früh genug gegen das Rauchen interveniert hätte. „Big Tobacco ist dabei, verlorenes Terrain, was übrigens niemals so viel war, wieder zurückzuerobern“, so Knecht.

....... http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/tabakwerbung-koedert-minderjaehrige-hey-alter-das-leben-ist-kein-zuckerschlecken-12225368.html


Tabakwerbung ködert Minderjährige Hey Alter, das Leben ist kein Zuckerschlecken

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EU, Fragen, Antworten, etc. / EU-WHO-OÖ.N. - Jöh, Stöger/Pietsch blabla!
« am: Juni 22, 2013, 16:19:44 Nachmittag »
xxbfg9zy




Jöh, Stöger/Pietsch blabla!

Selber nichts erreicht haben, weiterhin nichts tun!   

Wenn dann doch die EU etwas vorgibt, dann wohl Mitteilung an die Tabaklobbyisten: Tut mir echt leid, oder so.


"Ich halte das für einen wichtigen Kompromiss für die Menschen in Europa", erklärte Österreichs Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) zu

der Beschlussfassung in Luxemburg. In Österreich .................

http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/EU-Minister-einigen-sich-auf-strengere-Anti-Raucher-Regeln;art385,1144501


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Guter Kommentar dort:

Nichtraucher · von contra (357) · 22.06.2013 07:39 Uhr

In wenigen Jahren werden es auch die blauäugigsten Nichtraucher begriffen haben, dass es dem Durchqueren eines Minenfeldes gleichkommt, sich in verqualmten Lokalen oder im Umfeld eines rauchenden Rauchers aufzuhalten. Der Unterschied besteht nur darin, dass durch eine Mine die Wirkung sofort eintritt, durch inhalieren der Verschwelgase des Tabakkrautes erst viel später. Es werden in Österreich jährlich hunderte Menschen von sozial verantwortungslosen Rauchern getötet - es sollte ihnen die "Lizez zum Töten" zumindest eingeschränkt werden. Nachdem unsere Politiker dazu offenbar nicht in der Lage sind, müssen wir der EU dafür dankbar sein.

1323
xxcccezz




Von: Krebspatienten [mailto:info@krebspatienten.at]
Gesendet: Donnerstag, 20. Juni 2013 21:47
An: manfred.neuberger@meduniwien.ac.at;
Cc:
Betreff: Arbeitsinspektorate, AUVA, Lüftungen

Lieber Herr Prof. Neuberger,
herzlichen Dank für die gute Zusammenfassung!
Beste Grüße
Dietmar Erlacher

PS.: Blasenkrebs sei/ist u. a. Tabakrauchkrebs. Trotzdem hat die AUVA in den letzten 5 Jahren nur bei 1,2 Personen/Jahr dies als Berufserkrankung anerkannt und berentet! Da stimmt viel nicht!



Von: Manfred Neuberger [mailto:manfred.neuberger@meduniwien.ac.at]
Gesendet: Donnerstag, 20. Juni 2013 17:01
An: 'Peter Maier'
Cc:

Betreff: Re: Arbeitsinspektorat, AUVA, Lüftung

Links dazu auf www.aerzteinitiative.at

Sie haben recht, die Arbeitsinspektorate versagen bei der Kontrolle von §30 ASchG. Ob es dazu eine (evt. geheime) Weisung von oben gab, weiß ich nicht.
Was Ärzte und Lüfungstechniker anderer Länder dazu sagen finden Sie in nachfolgenden Links:
-Weshalb Rauchverbote statt moderner Lüftungsanlagen? -Weil auch die besten Lüftungen das Gesundheitsrisiko nicht beseitigen, wie Messungen nachwiesen.
-Können Luftfilter ein Rauchverbot ersetzen? - Nein. Diese Geräte beseitigen nur sichtbare Rauchschwaden, reduzieren feine Rauchpartikel aber ungenügend. In der Regel ist schon ihr Luftdurchsatz unzureichend. Dazu müssten Filter ständig gewechselt werden. Eine wesentliche Fraktion des gefährlichen Nebenstromrauches wird überhaupt nicht reduziert: die schädlichen Gase (z.B. Benzol). In der Gasphase ist der Anteil gefährlicher Radikale im Nebenstromrauch höher als im Hauptstromrauch. Auch im Flugzeug können Klimaanlagen die verrauchte Luft nicht reinigen: Von den lungengängigen Staubteilchen stammen in der Raucherzone 95% und in der Nichtraucherzone 85% aus der Zigarette. Selbst teure Lüftungsanlagen schaffen keine rauchfreien Räume, sondern nur Rauchverbote. Das bewiesen sowohl Feldstudien in Gasthäusern wie Experimente in großen Klimakammern. In Finnland hat der Versuch versagt, Nichtrauchersektionen in Gasthäusernbesser zu belüften. In Bayern erhielt der "technische Nichtraucherschutz" ein Staatsbegräbnis. Aus dem österreichischen Arbeitnehmerschutzgesetz wurde im §30 die Belüftung mit der Begründung gestrichen, dass sie die Gesundheitsschäden durch Passivrauchen nicht verhindern kann. Bei der Abweisung einer Klage gegen das Tabakgesetz hat der Verfassungsgerichtshof (G127/08-10) am 1.10.09 zwar richtig festgestellt: "Die Abgrenzung zwischen Raucher- und Nichtraucherräumen muss daher gewährleisten, dass eine Gesundheitsgefährdung von Nichtrauchern durch das Passivrauchen verhindert wird", er geht aber von der irrigen Annahme aus, dass es für Karzinogene und Feinstaub Schwellen gäbe, unterhalb derer keine Gesundheitsgefährdung, sondern nur eine Belästigung bestünde und verlangt daher auch keine separate Belüftung mit Unterdruck im Raucherraum, wie sie in Italien und anderen Ländern vorgeschrieben sind, wo der Gesetzgeber von Experten beraten wurde. Besser beraten war der Verwaltungsgerichtshof.
-Soll ich für die Raucher in meinem Betrieb ein Raucherzimmer einrichten oder eine Raucherkabine anschaffen? -Um das Geld sollten Sie lieber Betriebsseminare zur Raucherentwöhnung unterstützen. Nur wenn der Raucher ausstempeln und ins Freie gehen muss, wird ihm seine Sucht (und der Wunsch nach Entwöhnung) bewusst werden und er wird beginnen, sich für die angebotenen Raucherseminare im Betrieb zu interessieren. Nichtraucher brauchen dann nicht mehr mit dem Chef oder Kollegen in einen Raucherraum zu gehen, um in der Pause etwas zu besprechen und die Pause bekommt für alle wieder einen Erholungswert. Statt eine teure Raucherkabine anzuschaffen, die im Umluftbetrieb den Nichtraucherbereich nur ungenügend schützt, sollten Sie lieber Nikotinersatz zu einem ermäßigten Preis zur Verfügung stellen.
-Einen internationalen Überblick geben ILO und ENSP, mit Argumenten für rauchfreie Arbeitsplätze. Wie u.a. Irland, Italien, UK, Frankreich, Australien, Canada und die meisten Bundesstaaten der USA bewiesen, ist ein Rauchverbot an allen Arbeitsplätzen kein Problem, gerechter und einfacher zu überwachen als Gesetze mit Ausnahmen.
-Der Oberarzt raucht im Dienstzimmer, in dem ich die Arztbriefe schreibe. Muss ich mir das gefallen lassen? -Nein, das Arbeitsinspektorat muss Ihrer Anzeige nachgehen und Sie können verlangen, dass Sie anonym bleiben. Lassen Sie sich nicht durch den Hinweis auf obsolete Informationsschreiben abwimmeln.
-Sind die Lüftungsraten ausreichend, die Kdolsky für den Nichtraucherschutz in Lokalen vorsah? Nein, sie lagen 2000-fach unter dem Wert, für den sich ein akzeptables Lungenkrebsrisiko errechnet. Auch das Herzinfarktrisiko für Passivraucher wird dadurch keinesfalls beseitigt, weil die Feinstaubkonzentration um ein Vielfaches höhere Werte erreicht als in der Außenluft zulässig. Besonders rasch kann diese Belastung mit Ultrafeinstaub für Männer mit Herzkreislauferkrankungen  gefährlich werden. Noch 2½ Stunden nach dem Rauchen einer einzigen Zigarette (ohne gezielte Absaugung, aber bei geöffnetem Fenster) werden die Grenzwerte für Gifte und krebsfördernde Stoffe im Raum überschritten. Während der Rauchpausen atmen Raucher eine Luft aus, in der die Kohlenmonoxid-Konzentration doppelt so hoch ist als in der Außenluft zulässig. Auch Nichtraucher in Ländern mit schlechten Tabakgesetzen wie Österreich atmen mehr Kohlenmonoxid aus. In der Raumluft sinkt zwar die Nikotinkonzentration schon 2 Stunden nach Beendigung des Rauchens auf die Hälfte, weil Nikotin an Wänden, Stoffen, etc. adsorbiert wird, von wo es allerdings über Tage wieder an die Atemluft abgegeben wird. Noch länger halten sich -auch nach dem Lüften-  bestimmte krebsfördernde Stoffe (siehe EPA, Seite 149-154). Manche davon bilden sich aus dem an Oberflächen niedergeschlagenen Tabakrauch, sind dort langlebig und gefährden vor allem Kleinkinder.
Arbeitsräume benötigen eine zugfreie Frischluftzufuhr von mindestens 50 m³ pro Person (Nichtraucher) und Stunde. Sitzen nur Raucher in einem Arbeitsraum, steigt der Frischluftbedarf auf mindestens 300 m³ pro Person und Stunde. Für den Nichtraucherschutz ist diese Luftzufuhr auch bei optimaler Strömungsrichtung unzureichend. Zur Beseitigung des Gesundheitsrisikos durch Passivrauchen errechnen sich Luftwechselzahlen, die in der Praxis nicht erreichbar sind, schon gar nicht zugfrei, woraus ein Rauchverbot resultiert. Der ausgeatmete Rauch ist nicht das Problem beim Nichtraucherschutz (besonders dann nicht, wenn der Raucher tief inhaliert und seine Lunge damit als Filter zur Verfügung stellt), aber die Quellstärke des Nebenstromrauches von der Zigarettenspitze ist viel zu hoch, um durch Lüftungs- oder Luftreinigungsgeräte eine akzeptable Luftqualität zu erzielen, solange in einem geschlossenen Raum Zigaretten verbrannt werden (gleich ob im Aschenbecher oder in der Hand). Erst nach Beendigung des Rauchens erzielt die Lüftung die gewünschte Wirkung. In Gasträumen besteht überdies ein hohes Gesundheitsrisiko im Raucherbereich für das Personal, weshalb dort nicht serviert werden sollte. Die Mitnahme von Kindern in Raucherräume kommt einer Kindesmisshandlung gleich. Nur wenn eine dicht- und selbstschließende Tür die einzige Verbindung zum Raucherraum ist, der separat belüftet wird und einen Unterdruck von mindestens 5 Pa aufweist, genügt im benachbarten Nichtraucherraum ein stündlicher Luftwechsel von 72 m³ pro Verabreichungsplatz. Noch besser sind ausnahmslose Rauchverbote, durch die Experten weltweit eine Verbesserung der Lebensqualität fanden. Sogar das Rauchen vor der Tür des Lokals verschlechtert die Luftqualität im Lokal, wenn die Eingangstür offen steht.
-Sind Raucherkabinen für den Nichtraucherschutz in Betrieben ausreichend? -Sie dürfen nicht in Büros und ähnlichen Arbeitsräumen aufgestellt werden, auch nicht in Umkleide- und Sanitätsräumen. In Räumen für kurzzeitigen Aufenthalt wie Pausenräumen werden sie von der Arbeitsinspektion gestattet, doch sollten sie geschlossen und separat belüftet sein. Nur wenn in ihnen gegenüber dem umgebenden Raum ein Unterdruck von mindestens 5 Pa aufrechterhalten wird, sind die Nichtraucher ausreichend geschützt. Umluftbetrieb ist für Karzinogene am Arbeitsplatz verboten.
-Steht mir als Kellnerin nicht der Nichtraucherschutz wie anderen Arbeitnehmerinnen zu? - Gesundheitsgefährdungen durch Passivrauchen sind für KellnerInnen eindeutig nachgewiesen. KellnerInnen mit Asthma oder Herzkrankheiten sind sogar akut gefährdet. Gesunde können im Laufe der Jahre krank werden. An Arbeitstagen scheiden nichtrauchende Angestellte im Gastgewerbe bis zu 25-Mal mehr Nikotin im Harn aus als an ihren freien Tagen und bis zu 4,5-Mal mehr tabakspezifische Karzinogene. Im Harn nichtrauchender Kellner nimmt das potenteste Lungenkarzinogen des Tabakrauches um 6% pro Stunde zu, während sie ihren Dienst versehen. Sogar an arbeitsfreien Tagen lässt sich bei diesen Arbeitnehmern, die unfreiwillig Tabakrauch einatmen müssen, noch immer eine erhöhte Ausscheidung von krebsfördernden Nitrosaminen im Harn nachweisen. In dieser Atmosphäre entwickelt sich ein erhöhtes Risiko für Lungen- und Brustkrebs, Herzkreislauferkrankungen und vorzeitigen Tod. Schon im Verlauf einer Arbeitsschicht lässt sich ein signifikanter Abfall der Lungenfunktion durch Passivrauchen beobachten, was sich nach Einführung eines Rauchverbotes signifikant bessert. Ebenso verschwinden nach einem Rauchverbot die tabakspezifischen Karzinogene aus Ihrem Harn. Auch wenn Sie selbst gesund bleiben, kann Ihnen ein Kinderwunsch durch Passivrauchen versagt bleiben. Die WHO bestätigt Ihr Recht auf rauchfreie Luft. Leider sind KellnerInnen dzt. in Österreich noch ArbeitnehmerInnen zweiter Klasse und müssen Ihr Recht auf saubere Atemluft erst erkämpfen. Nur bei Schwangerschaft müssen Sie freigestellt werden und bekommen Wochengeld. Aber Sie haben seit 2009 das Recht zu kündigen und erhalten so lange Arbeitslosenunterstützung, bis Ihnen das AMS einen rauchfreien Arbeitsplatz vermittelt. Dem ÖGB gelang nicht einmal, Lehrlinge verbindlich zu schützen. Angestellte im Gastgewerbe, die Lungenkrebs bekommen, obwohl sie selbst nicht geraucht haben, müssen der Unfallversicherung als Berufskrankheit gemeldet werden (ASVG § 177 Abs.2). Das Lungenkrebsrisiko verdoppelt sich beim Servieren in einem Raucherlokal in ca. 8 Jahren und kann sich in 40 Dienstjahren verzehnfachen. Auch die Gäste, die in Österreich meist nur die Wahl zwischen einer Raucherzone und einer Passivraucherzone haben, sind durch die Luftschadstoffe gefährdet. Wenn Sie von Ihrer Gewerkschaft und Ihrer Kammer schlecht vertreten werden und kein Gehör finden, gehen Sie an die Öffentlichkeit. Noch gibt es freie Journalisten, die sich nicht von der Wirtschaftskammer einschüchtern lassen.
MfG
M.Neuberger



Am 20.06.2013 13:00, schrieb Krebspatienten:

Servus Peter,
durch Regierungsvereinbarungen kam es dazu, dass nur das BMfG für das Tabakgesetz ff. zuständig ist.
Das Arbeitsinspektorat (und die Polizei) hat durch "Erlass" bzw. Aussendungen kundgemacht, dass dem so ist.
Wenigstens haben die Instanzen festgehalten, dass es uninteressant ist, welche Lüftung im Nichtraucherraum / Raucherraum eingebaut wurde, die Räume müssen gegen alle Seiten abgetrennt und mit einer Türe versehen sein.
Du kennst sicher auch www.aerzteinitiative.at 
LG.
Dietmar


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Lüftung zählt nicht beim Tabakgesetz!

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=608.msg2632#msg2632

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Raucher kommen Firmen deutlich teurer

Ein Raucher kostet seine Firma jährlich im Durchschnitt etwa 6.000 Dollar (4.612,55 Euro) mehr als ein Nichtraucher. Das ist das Ergebnis einer aktuellen US-Studie der Ohio State University.

......... http://www.kleinezeitung.at/magazin/wellness/3326298/raucher-sind-fuer-firmen-deutlich-teurer.story

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Österreichs qualmender Gral

Der heurige Weltnichtrauchertag darf wieder zum Nachdenken anregen: Die "österreichische Lösung" in Sachen Nichtraucherschutz bleibt seit Jahren so unangetastet wie sie misslungen ist.

.................. http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/dieredaktion/thomas_golser/3323121/oesterreichs-qualmender-gral.story

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Ein Gesundheitsminister,

der nichts gegen die Nichteinhaltung des Nichtraucherschutzes laut Tabakgesetz tut,

ist in diesem Amt unwürdig!

Kennt er eigentlich seine "eigene Seite" hier?

Stöger: "Ich will auch mehr Nichtraucherschutz! Aber ich sehe keine Möglichkeit dazu im Ministerrat, geschweige im Parlament!"

Warum probiert es Stöger nicht, dass Medien wenigstens über den Versuch berichten?

Amtsmissbrauch?

Korruption?

Wie wäre es mit einer Ministeranklage?!




https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/Rauchen_LN.html

Rauchen

Rauchen verkürzt die Lebensdauer und beeinträchtigt massiv die Lebensqualität. Bereits sehr geringe Mengen von Tabakrauch sind gesundheitsschädlich. Wer regelmäßig zur Zigarette greift, erhöht sein Schlaganfall-Risiko um das Zwei- bis Dreifache gegenüber Menschen, die nicht rauchen.

Verantwortlich für die gesundheitlichen Folgen des Rauchens ist nicht nur das süchtig machende Pflanzengift Nikotin, sonder die mehr als 4.800 krankmachende Inhaltsstoffe des Tabakrauchs, die inhaliert werden. Mindestens 250 davon sind giftig oder krebserregend.

Rauchen ist eine der wichtigsten vermeidbaren Ursachen für die Entstehung einer Arteriosklerose (Erkrankung der Arterien). Dabei bilden sich schädliche Ablagerungen und Verengungen in Blutgefäßen, die den Blutdurchfluss behindern. Dies kann zu einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (z.B. Raucherbein) führen.

Welche gesundheitlichen Folgen der Zigarettenkonsum mit sich bringt und wie Sie sich das Rauchen wieder abgewöhnen können, erfahren Sie unter "Rauchstopp" .

1327





Stöger`s offiz. Gesundheitsseite!

War er schon mal dort und hat gelesen:

"Bereits sehr geringe Mengen von Tabakrauch sind gesundheitsschädlich."?
-

https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/Rauchen_LN.html


Rauchen verkürzt die Lebensdauer und beeinträchtigt massiv die Lebensqualität.

Bereits sehr geringe Mengen von Tabakrauch sind gesundheitsschädlich.

Wer regelmäßig zur Zigarette greift, erhöht sein Schlaganfall-Risiko um das Zwei- bis Dreifache gegenüber Menschen, die nicht rauchen.

Verantwortlich für die gesundheitlichen Folgen des Rauchens ist nicht nur das süchtig machende Pflanzengift Nikotin, sonder die mehr als 4.800 krankmachende Inhaltsstoffe des Tabakrauchs, die inhaliert werden. Mindestens 250 davon sind giftig oder krebserregend.

Rauchen ist eine der wichtigsten vermeidbaren Ursachen für die Entstehung einer Arteriosklerose häufige Gefäßkrankheit, die mit Verhärtung und Verengung von Arterien einhergeht
(Erkrankung der Arterien). Dabei bilden sich schädliche Ablagerungen und Verengungen in Blutgefäßen, die den Blutdurchfluss behindern. Dies kann zu einem Herzinfarkt oder/und Schlaganfall oder/und einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (z.B. Raucherbein) führen.


PS: Den "Ausländern" sei gesagt:

Dieser Stöger ist Österreichs Gesundheitsminister!"

Öfter wird er als Raucherschutzminister bezeichnet!

Seine "Erfolgsgeschichte" ist hier nachzulesen und speziell auf www.rauchsheriff.at 

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Ö s t e r r e i c h Medienberichte 2 / Was war los bei dieser Veranstaltung???
« am: Juni 11, 2013, 01:27:51 Vormittag »



setzWETZtz

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Passiv rauchende Kinder sind häufiger krank    

http://sciencev1.orf.at/science/news/51405

        Kinder aus Raucherhaushalten leiden häufiger an Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis.

Nach einer neuen Studie ist ihr Blut auch deutlich durch krebserzeugende Stoffen belastet.                    
   
      Das hat der Oberarzt Gerald Baier von der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenkranke der Uni Würzburg herausgefunden.
         
   216 Kinder untersucht    
      
   
      Baier hat bei seiner Studie in Zusammenarbeit mit den Würzburger Toxikologinnen Iris Zwirner-Baier und Helga Stopper in den vergangenen zwei Jahren 216 Kinder im Alter von zwei bis 15 Jahren untersucht, die in der HNO-Klinik der Uni Würzburg behandelt wurden.

Die Studie umfasste eine HNO-ärztliche Untersuchung mit Blutabnahme, eine Allergietestung und einen umweltmedizinischen Fragebogen. Außerdem wurden Aufnahme und Wirkungen der Tabakrauch-Schadstoffe im Blut der Kinder bestimmt, und zwar anhand der beiden Biomarker 4-Aminobiphenyl-Hämoglobin-Addukte und Mikrokerne.
         
   Kaum genetische Vorbelastung    
      
   
      Ergebnis: Bei Kindern aus Raucherhaushalten fanden sich Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis eindeutig häufiger. Darüber hinaus traten diese Leiden bei den Eltern und/oder Großeltern der passiv rauchenden Kinder deutlich seltener auf als bei der Vergleichsgruppe, das heißt ihre genetische Vorbelastung für diese Krankheiten war geringer.

Damit wird laut Baier ein eindeutiger Zusammenhang zwischen den genannten Erkrankungen und dem Passivrauchen erkennbar. Auch die beiden Biomarker waren im Blut von tabakrauchbelasteten Kindern signifikant höher als bei nicht belasteten.
   ...       
   Tabakrauch

Tabakrauch gehört zu den wichtigsten Luftschadstoffen, denen Kinder in Räumen ausgesetzt sind. Er besteht aus mehr als 4.500 chemischen Verbindungen mit unterschiedlichsten Wirkungen. Darin enthalten sind schleimhautreizende Stoffe, toxische Komponenten und allergieauslösende Verbindungen. Außerdem wurden mehr als 50 Substanzen nachgewiesen, die das Erbgut verändern und Krebs erzeugen können.    
      ...    
         
   Kinder besonders empfindlich    
      
   
      Kinder gelten als besonders empfindlich, da sie pro Kilogramm Körpergewicht ein höheres Atemminutenvolumen, eine höhere Stoffwechselrate und geringere Enzymaktivitäten als Erwachsene haben.

Auch die Entgiftung über Leber und Niere funktioniert bei ihnen nicht so gut wie bei Erwachsenen. "Unter Berücksichtigung dieser Faktoren ist es nahe liegend, dass Kinder auf Chemikalien empfindlicher reagieren", so Baier.

http://sciencev1.orf.at/science/news/51405

   ->   HNO, Uni Würzburg
   ->   Mehr zum Thema Rauchen in science.ORF.at

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WHO, UN, etc. / WHO-Studie: Rauchen gefährlicher als bisher angenommen
« am: Juni 11, 2013, 00:29:49 Vormittag »





WHO-Studie: Rauchen gefährlicher als bisher angenommen   


        Tabakrauch ist nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowohl für Raucher als auch Passivraucher noch stärker Krebs erregend als bisher bekannt. Die Studie, die noch in diesem Jahr vollständig veröffentlicht werden soll, ist die erste derart umfassende seit 1986. Im Vordergrund stand die Erforschung der Auswirkungen von Tabakrauch auf Krebserkrankungen.

http://sciencev1.orf.at/science/news/53666

So erklärten Experten der Internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO in London, dass das Risiko für Tumore bei vom Rauchen verursachten Krebsarten - etwa der Blase und des Nierenbeckens - höher sei als bisher angenommen.

Neu ist vor allem aber die Erkenntnis, dass auch Magen-, Leber-, Gebärmutterhals, Gebärmutter-, Nieren- und Nasenstirnhöhlenkrebs durch Rauchen verursacht werden.
   ...       
   Über drei Millionen Todesfälle jährlich

Im Jahr 1990 brachte die WHO über drei Millionen Todesfälle weltweit in Zusammenhang mit Zigarettenkonsum, 1998 war die Zahl bereits auf über vier Millionen angestiegen. Im Jahr 2020 wird laut WHO-Schätzungen der Zigarettenkonsum acht Millionen Menschen das Leben kosten.    
   ->   Nähere Details bei der WHO-Tobacco Free Initiative    
      ...    
         
   3.000 Studienergebnisse zusammengeführt    
      
   
      Die vorgestellte Studie berücksichtigt Ergebnisse von mehr als 3.000 weiteren Studien, an denen Millionen Menschen beteiligt waren. Daraus konnten erstmals Schlüsse gezogen werden, die bei kleiner angelegten Untersuchungen nicht möglich waren.

"Wir lernen noch immer, wie schädlich genau das Rauchen von Zigaretten ist", sagte der Vorsitzende des Gremiums, Jonathan Samet. An der Untersuchung waren 29 führende Experten aus zwölf Ländern beteiligt.
   ...       
   Tabakrauch und Nikotin

Der Luftschadstoff Tabakrauch besteht aus mehr als 4.500 chemischen Verbindungen mit unterschiedlichsten Wirkungen. Darin enthalten sind schleimhautreizende Stoffe, toxische Komponenten und allergieauslösende Verbindungen. Außerdem konnten bisher mehr als 50 Substanzen nachgewiesen werden, die das Erbgut verändern und Krebs erzeugen können.

Lange Zeit hieß es allerdings, dass der Nikotingehalt einer Zigarette zwar Abhängigkeit hervorrufe, aber keinerlei gesundheitsschädliche Folgen habe. Mittlerweile konnten Wissenschaftler aufgrund von Tierversuchen nachweisen, dass Nikotin das Wachstum von Blutgefäßen und somit die Entstehung von bösartigen Tumoren und von Gefäßverkalkung verstärkt.    
http://sciencev1.orf.at/science/news/16531 - science.ORF.at: Nikotin ist doch schädlich    
      ...    
         
   Passivrauchen als Krebsursache erstmals nachgewiesen    
      
   
      Zudem kam die Krebsagentur der UNO erstmals offiziell zu dem Schluss, dass Passivrauchen Krebs verursacht: Auf Grundlage der Einzelstudien der vergangenen 20 bis 30 Jahre erkannten die Forscher an, dass sich durch das Einatmen des Rauchs das Risiko für Lungenkrebs um 20 Prozent erhöht.

Langzeitwirkungen erstmals erforscht    
      
   
      "Jetzt fangen wir an zu sehen was passiert, wenn eine Generation in jungen Jahren zu rauchen anfängt und ihr ganzes Leben lang raucht. Bisher hatten wir nur Momentaufnahmen", sagte Samet, Leiter der Epidemiologie an der Schule für Öffentliche Gesundheit an der Johns Hopkins Universität in Baltimore. "Das Gesamtbild ist beunruhigender als das, was wir sahen, als wir nur die Einzelteile hatten."
         
   Weltweit rund 1,2 Milliarden Raucher    
      
   
      Weltweit gibt es rund 1,2 Milliarden Raucher. Die Hälfte von ihnen stirbt nach Erkenntnissen der Forscher vorzeitig an Krebs, Herzerkrankungen oder anderen Krankheiten, die auf das Rauchen zurückzuführen sind.
   ...       
   Rauchen in Österreich
Jeder dritte Österreicher raucht. Jährlich werden rund 13 Milliarden Zigaretten geraucht (Tendenz steigend). Damit liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld. Was den Prozentsatz der jugendlichen Raucher anbelangt, werden wir in ganz Europa nur von Grönland überboten. Denn nach einem Bericht der WHO rauchen in Österreich bereits 19 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 17 Prozent der 15-jährigen Burschen regelmäßig Zigaretten.

Rund 14.000 Österreicher sterben jährlich an den Folgen ihres Tabakkonsums. Viele wollen aufhören, doch nur jeder 20. Raucher schafft es im Alleingang, dem blauen Dunst zu entsagen. Mit Nikotin-Ersatzpräparaten wie Kaugummi, Nasenspray oder Pflaster, in Kombination mit neuen Medikamenten gelingt es jedem Dritten.    
   ->   Nikotin Institut Wien    
      ...    
         
   Bestes Vorbeugungsmittel: Aufhören!    
      
   
      Das beste Vorbeugungsmittel sei, mit dem Rauchen aufzuhören, erklärten die Forscher. Veränderte Inhaltsstoffe der Zigaretten etwa brächten nur geringe positive Effekte. "Wir glauben, dass die Fakten für sich sprechen", erklärte Jerry Rice, Leiter der Abteilung für Krebs erregende Substanzen der WHO-Agentur.

"Die effektivste Art, sich einer karzinogenen Substanz nicht auszusetzen ist, sich davon fern zu halten", empfiehlt der Wissenschaftler.
   ->   WHO
            
      Mehr zu diesem Tehma in science.ORF.at
http://sciencev1.orf.at/science/news/53666

   ->   Lust aufs Nichtrauchen? Die erfolgreichsten Rauchentwöhnungsstrategien
   ->   "Ja zum Sport heißt Nein zum Tabak"
   ->   Irreführung der Raucher
   ->   Rauchen beeinflusst Geschlecht von Neugeborenen

1331



12.6.13, 16.30-18.30, Wien: Lungenkrebs SHG


siehe auch


http://www.krebsforum.at/index.php?topic=6372.msg15654#msg15654

1332





VfGH hat vier Monate Zeit für Erstprüfung

02.06.2013 | 18:40 |   (Die Presse)

Der Verfassungsausschuss dürfte die Gesetzesbeschwerde bereits am Dienstag beschließen.
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Aus dem Archiv:

    Demokratiepaket vertagt, Gesetzesbeschwerde kommt (04.06.2013)
    Im Zweifel für das neue Recht (04.06.2013)
    Noch Bauchweh bei der Gesetzesbeschwerde (02.06.2013)
    Gesetzesbeschwerde schwächt den Rechtsstaat (24.06.2012)

Wien/Aich/Kom. An Details werde gefeilt. Doch die Zeichen stünden gut, dass der parlamentarische Verfassungsausschuss am Dienstag die Gesetzesbeschwerde beschließt. Das betonen Ausschussobmann Peter Wittmann (SPÖ) und Vize Wolfgang Gerstl (ÖVP) gegenüber der „Presse“. Der Beschluss im Nationalratsplenum könnte dann sogar schon Mitte Juni erfolgen, hofft Wittmann.

............ http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/1413685/VfGH-hat-vier-Monate-Zeit-fuer-Erstpruefung?from=newsletter


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Noch Bauchweh bei der Gesetzesbeschwerde

02.06.2013 | 18:37 |  von Philipp Aichinger (Die Presse)

Jeder Bürger soll künftig Gesetze beim Verfassungsgerichtshof anfechten können. Das bringt mehr Rechtsschutz. Doch Kritiker fürchten, dass Verfahren unnötig in die

Aus dem Archiv:

    Im Zweifel für das neue Recht (04.06.2013)
    Kommt Gesetzesbeschwerde in Zivil- und Strafsachen? (03.03.2013)
    Gesetzesbeschwerde macht Schranken für den VfGH nötig (01.07.2012)
    Duell zweier Höchstgerichte um neues Recht für Bürger (21.06.2012)

Wien. Wer in einem Prozess von einem Straf- oder Zivilgesetz betroffen ist und dieses für verfassungswidrig hält, hat derzeit nur begrenzte Möglichkeiten: Man könne zwar beim Richter anregen, dass er die strittige Norm beim Verfassungsgerichtshof vorlegt. „Wird es aber nicht gemacht, hat man keinen Rechtsanspruch“, betonte beim letztwöchigen Rechtspanorama an der WU Harald Eberhard, Professor an der Wirtschaftsuniversität. Dies sei ein Unterschied zu Bescheiden, hob Eberhard hervor. Denn diese könne jeder Bürger beim Höchstgericht anfechte.
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Die Politik will daher eine neue „Gesetzesbeschwerde“ einführen, die jedem das Recht gibt, ein Gesetz, das ihn betrifft, beim VfGH anzufechten (Details siehe Artikel rechts). Sabine Längle, Vorsitzende der Fachgruppe Zivilrecht der Richtervereinigung, ist davon nicht begeistert. Sie fürchte überlange Verfahren, sagte Längle, die betonte, nur ihre persönliche Meinung kundzutun und nicht für die Standesvertretung zu sprechen. „Ich trete nicht gegen Rechtsschutz auf, aber ein wichtiger Wert ist auch dessen Grenze“, sagte sie. „Personen, die Probleme damit haben, Gerichtsurteile zu akzeptieren, wird hier eine weitere Spielwiese eröffnet“, meinte Längle. Und Richter würden schon jetzt Gesetze dem VfGH vorlegen, wenn dies nötig sei. „Es gibt keinen Bedarf für einen weiteren Rechtsbehelf.“

 
„Ich bin ein Gespaltener“

„Ich bin ein Gespaltener“, meinte zur Streitfrage Roland Miklau, Präsident der Österreichischen Juristenkommission. „Was den Rechtsschutz betrifft, gefällt mir das Modell sehr“, ergänzte Miklau, der viele Jahre als Chef der Straflegislativsektion im Justizministerium tätig war. „Aber jeder Rechtsbehelf bedeutet auch eine Verzögerung“, gestand Miklau ein. Im Strafverfahren sei das nicht so ein Problem. Im Zivilverfahren aber schon, weil da ein anderer Bürger von der Wartezeit betroffen ist, wenn die Gegenpartei eine Gesetzesbeschwerde erhebt.

Rechtsanwältin Alexia Stuefer (sie ist Generalsekretärin der Vereinigung Österreichischer StrafverteidigerInnen, tat aber ebenfalls nur ihre Meinung kund) widersprach Richterin Längle. So gebe es Fälle, in denen Richter potenziell verfassungswidrige Gesetze nicht dem VfGH vorlegen. Stuefer nannte etwa den Fall, in dem ein lesbisches Paar ein gemeinsames Sorgerecht für ein Kind erkämpfen wollte. „Wenn das nicht vorgelegt wird, wie kommt dann die einzelne Person zum VfGH?“, fragte Stuefer rhetorisch. Gleichzeitig sei ihr bei den bisherigen Entwürfen zur Gesetzesbeschwerde auch nicht klar geworden, wie diese in der Praxis „funktionieren sollen“. Man benötige aber einen effizienten Weg für einzelne Personen, die berechtigt http://diepresse.com/home/wirtschaft/recht/1413631/Noch-Bauchweh-bei-der-Gesetzesbeschwerde?from=newsletter

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xcaazy


siehe vorigen Beitrag bzw. TV - Youtube!


Und wie sieht es jetzt aus, nachdem er weiß, dass er schon vor 9 Monaten und 6 Monaten zwei Anzeigen

wegen Nichteinhaltung des Nichtraucherschutzes laut Tabakgesetz bekam?



www.schrammelbeisl.at
Stepans Schrammelbeisl, 1170 Wien, Kalvarienberggasse 51, Dienstag bis Samstag, 16:00-24:00 Uhr - Reservierung +43 01 4025800


Infos und Vorlage für alle Anzeigen: 

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=570.msg2202#msg2202


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Publikumsverarschung

In der Inititative „Mein Veto“ – Bürger gegen Bevormundung“ lassen sich ehrenwerte Professoren vor den Karren der Tabak- und Bierindustrie spannen.

Professor Robert Pfaller ist Philosoph. Außerdem, nicht unbedeutend, Ordinarius für Philosophie an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Und er ist prominenter Wortführer der heute vorgestellten Initiative „Bürger gegen Bevormundung“. Gute Sache, meint man und geht, interessehalber, zur Pressekonferenz.

Überraschung eins: Professor Pfaller referiert rund fünfzehn Minuten über sein ganz persönliches, ihm offensichtlich wichtigstes Anliegen: die Bevormundung der Raucher durch Politik und Nichtraucher. Er wird, im Laufe seiner Ausführungen, vieles sagen; in Bezug auf die verständnislosen Nichtraucher fällt aus seinem Munde sogar der unschöne Begriff „Taliban-Fanatismus“. Pfaller hält mehrfach Zigarettenpäckchen in die laufenden und klickenden Kameras, zeigt großes Unverständnis gleichermaßen für die Warnaufschriften wie für die Intoleranz der Nichtraucher.

Der Biologe und Wissenschaftsthoretiker Franz Wuketits sowie eine Vertreterin von GfK schneiden andere Themen an bzw. referieren aus empirischer Sicht. Pfaller aber bleibt konsequent und argumentiert auch in seiner zweiten Wortmeldung gegen die üble Raucherbevormundung.

Fragen sind zugelassen, bei dieser so genannten Pressekonferenz, also wird gefragt. Ein Kollege hat das ungute „Gefühl, dass da ein Vertreter der Tabakindustrie am Podium“ sitzt. Ein zweiter will gehört haben, dass die Brauereien und die Tabakindustrie die Sponsoren der Aktion sind. Pfaller, der Philosoph, betont daraufhin, dass das „Eigenengagement“ der am Podium sitzenden Personen zentrale und tragende Säule der Initiative sei. „Aber wer bezahlt das alles?“ fragt ein anderer Kollege, und nochmals: „das kostet ja alles was!“ Pfaller sagt: Nichts.

Dafür springt die Vertreterin des Veranstalters in die Bresche. Sie müsse jetzt etwas klarstellen, sagt sie, nämlich: Die Initiative werde unterstützt von GfK, Ecker und Partner, dem Verband der Brauereien Österreichs und, Überraschung zwei – von British American Tobacco. Dass auch der „Verband der Cigarren- und Pfeifenhändler“ als Unterstützer fungiert, sagt sie nicht, aber das ist letztendlich auch schon egal. Ehrlich währt am längsten!

Und es wäre, Herr Professor, schön gewesen, wenn sie selbst das finanzielle Rückgrat, den ökonomischen Background Ihrer Initiative von Anfang an klar gemacht hätten. So aber, sehr geehrter Herr Professor, fühle ich mich von ihnen doch einigermaßen an der Nase herumgeführt. Oder, um es gänzlich unphilosophisch zu sagen: ziemlich verarscht.

- Othmar Pruckner