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Nachrichten - admin

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Rasinger (V), Arzt: mir tun die armen Wirte leid ......!

Vater: mir nicht! Besser es sterben Lokale, als Menschen!




Kommentare:


Es gibt eine einfache Möglichkeiten um die Schadensersatzklagen zu vermeiden: z.B. eine Übergangsregelung, für die, die nachweisen können, dass sie vorschriftsmäßig umgebaut haben (das sind sicher nicht viele).

Andererseits, wozu? Jeder Lokalbesitzer weiß, dass ein generelles Rauchverbot kommen kann und kommen wird. Rasinger und die ÖVP wollen einfach blockieren.

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Diese "Ausrede" zu "Rauchverbot in Lokalen" hat mir Rasinger im Haus der Industriellenvereinigung vor zwei Jahren "vorgehalten". Damals wäre es noch leichter gegangen, denn die Übergangsfrist für Veränderungen liefen glaublich am 30.6.2010 aus. -

Und jetzt?

Kein Zugang für unter 16 Jährige in Raucherlokalen
und in Raucherräumen,
Entfernung der Zigarettenautomaten,
Rauchverbot im Auto, wenn Kinder/Jugendliche bis 16 Jahren mitfahren,
Rauchverbot in Wartehäuschen von Bim, Post, Zug,
und ....
Und wann erfolgt die Änderung?

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Da davon auszugehen ist, dass die ÖVP nach der Wahl im Herbst in der Regierung bleibt wird es in Österreich zumindest bis zur nächsten Nationalratswahl im Jahr 2018 keinen Nichtraucherschutz in der Gastronomie geben.

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bezügl. Kinderschutz: Die wollen nur Zeit gewinnen, ein nahezu gleichlautender Antrag im Rahmen der Bürgerinitiative (von Haubner) haben Rot/Schwarz nämlich abgelehnt. Verlogenes Pack.

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@Markus: VP+Grün, dann ....

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Interessant, dass unter diesem Link einige Punkte "besprochen" wurden, Stöger (Ex-Raucher) immer etwas dazu gesagt hat, außer beim Thema "Tabakgesetz, mehr Kinder-/Jugendschutz." - Ein Schelm, der da an Lobbyisten und Korruption denkt?



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http://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2013/PK0617/index.shtml



Österreichs Kinder rauchen zu früh und zu viel

Österreich hat im internationalen Vergleich die höchste Raucherquote bei den 15-jährigen und mit elf Jahren ein erschreckend frühes Raucheinstiegsalter, berichteten die Abgeordneten Tanja Windbüchler-Souschill (S) und Abgeordneter Erwin Rasinger (V). Daher stimmte der Gesundheitsausschuss einhellig einem Entschließungsantrag der Grünen in der Fassung eines SPÖ-ÖVP-Grünen-Abänderungsantrages zu, der darauf gerichtet ist, gemeinsam mit den Ländern effiziente Maßnahmen zum Schutz aller Kinder und Jugendlichen vor Tabakkonsum und vor den negativen gesundheitlichen Folgen in Österreich zu erarbeiten ( 1070/A(E)). Ablehnend äußerte sich Rasinger (V) mit Unterstützung der FPÖ-Abgeordneten Bernhard Vock und Josef Riemer zu einem totalen Rauchverbot in Restaurants, wie es die Grünen weiters forderten ( 1586/A[E]). Dies würde zu Schadenersatzforderungen jener Gastronomen führen, die zuletzt in den Schutz der Nichtraucher unter ihren Gästen investiert haben.


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Deutschland / Urteil: Handel mit E-Zigaretten ist illegal
« am: Juni 24, 2013, 19:03:37 Nachmittag »
xxd7cz0y



24.6.13, TV-hr

Handel mit E-Zigaretten ist illegal
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&xtcr=1&xtmc=e-zigaretten&type=d&key=standard_document_48816543

Wer mit elektrischen Zigaretten handelt, verstößt gegen das Tabakgesetz. Das entschied das Landgericht Frankfurt in einem ersten Urteil - dem weitere Urteile folgen dürften.


Sie stinken nicht, enthalten kein Teer und sind auch noch günstiger. E-Zigaretten haben sich als Alternative zum gewöhnlichen Glimmstängel etabliert. Doch wer damit handelt, verstößt gegen das Tabakgesetz, entschied am Montag das Landgericht Frankfurt. Es verurteilte einen Geschäftsmann aus Nordrhein-Westfalen deshalb zu einer Geldstrafe über 8.100 Euro und zog rund 15.000 Behälter mit nikotinhaltiger Flüssigkeit ein. Mit diesen sogenannten Liquids werden die elektrischen Zigaretten befüllt.

Der 46-Jährige war ursprünglich wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz angeklagt. Nach Ansicht der Frankfurter Richter sind Liquids aber Tabakerzeugnisse. Weil sie unzulässige Zusatzstoffe enthielten, sei der Handel damit nicht erlaubt. Der Angeklagte hatte 134-mal aus China nikotinhaltige Flüssigkeiten importiert.
 
Keine Folgen für Konsumenten
Richter Jörn Immerschmitt bescheinigte der E-Zigarette zwar, "eine weniger schädliche Alternative zur Tabakzigarette" zu sein. Mit Gesundheit habe sie aber nichts zu tun. Zu dieser Einschätzung war im April 2012 auch das Oberverwaltungsgericht Münster gelangt.

Für Konsumenten hat das Urteil keine Auswirkung, da nur über den Handel verhandelt wurde. Es obliege dem Gesetzgeber, sei also eine politische Entscheidung, ob die E-Zigarette in Zukunft legalisiert werde, sagte Immerschmitt.

Der Prozess galt als Pilotverfahren, weil sich zuvor noch kein Strafprozess vor einem Landgericht mit dem Thema beschäftigt hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beobachter rechnen damit, dass der Geschäftsmann in Revision geht. Als letzte Instanz könnte der Bundesgerichtshof entscheiden, wie E-Zigaretten juristisch einzuordnen sind.


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17.6.13

Video: http://www.hr-online.de/website/suche/home/mediaplayer.jsp?mkey=48761169&type=v&xtmc=e-zigaretten&xtcr=2

Streit um elektrische Zigaretten

In einem Pilotprozess befasst sich das Landgericht Frankfurt seit Montag mit der Zulässigkeit von E-Zigaretten. Angeklagt ist ein Händler, der Flüssigkeiten zum Befüllen importiert und verkauft hat.

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Geld / Experten: Zigaretten in Österreich zu billig
« am: Juni 24, 2013, 17:10:39 Nachmittag »
xxad9czz





31.5.13, ORF Info

Experten: Zigaretten in Österreich zu billig

Der Kampf gegen das Rauchen wird in Europa seit Jahren mit wachsender Vehemenz geführt. In vielen Ländern erzielten klare Rauchergesetze auch klare Erfolge - nicht zuletzt zur Freude der ebenfalls betroffenen Nichtraucher. In Österreich lautet die Bilanz zum Weltnichtrauchertag dagegen: Eine Trendwende ist nicht zu spüren.
Insbesondere bei den Jungen ist Rauchen weiter „in“. Die Ursache ist für Experten eindeutig: Zigaretten sind hierzulande viel zu billig. Das ist umso fataler, als die Kosten das Hauptargument für Jugendliche sind, das Rauchen bleibenzulassen.

Mehr dazu in „Politischer Eiertanz“




„Politischer Eiertanz“

Der Weltnichtrauchertag am Freitag ist einmal mehr Anlass für Appelle an Raucher und Warnungen vor den drastischen, vielfach tödlichen Folgen des Tabakkonsums gewesen. In zahlreichen europäischen Ländern haben rigorose Rauchverbote und Werbeeinschränkungen die Zahl der Raucher in den letzten Jahren spürbar reduziert - Österreich gilt dagegen neben Griechenland weiter als Eldorado des Rauchens.

Der Konsum von Zigaretten sei in Österreich trotz aller Kampagnen und politischer Debatten auf EU-Ebene weiter sozial akzeptiert, kritisiert der Leiter des Nikotininstituts, das sich der Bekämpfung von Erkrankungen durch Rauchen widmet, Ernest Groman. Das Rauchen sei weiterhin fast überall möglich.

Und die Politik führe einen „Eiertanz“ rund um das emotionale, von vielen verschiedenen Interessen überlagerte Thema auf, den er nicht verstehe. Die Politik drücke sich vor einer klaren Regelung und habe stattdessen die Verantwortung an die Gastwirte delegiert. Er habe daher „starke Zweifel, ob sich je was ändern wird“, so Groman im Telefoninterview mit ORF.at.

Mindestens zwei Euro mehr

Groman und Sophie Meingassner von der Beratungsstelle Rauchertelefon haben einen zentralen Kritikpunkt: Die Zigaretten seien in Österreich viel zu billig. Gerade bei Jugendlichen sei der Kostenfaktor das wichtigste Argument, um das Rauchen bleibenzulassen, so Groman. Ein hoher Preis sei für sie schlicht nicht mehr leistbar. Laut Meingassner reichen die Erhöhungen der Tabaksteuer im Cent-Bereich wie sie immer wieder vorkommen nicht aus. Nötig wäre ein Preissprung von zwei Euro oder mehr, um vor allem Jugendliche vom Rauchen abzuhalten. Das wäre umso wichtiger, als der Einstieg ins Rauchen vor allem im Kindes- und Jugendalter erfolge.

Die Generation 40 plus sei über den Preis dagegen kaum vom Rauchen abzuhalten, so Groman. Das sei aber zugleich jene Generation, die dem Gesundheitsargument und damit etwa auch Informationskampagnen zugänglich sei. Der Grund: Sie hätten oft bereits selbst erste Beschwerden oder würden Beispiele im persönlichen Umfeld - etwa Todesfälle durch Tabakkonsum - kennen, die zum Umdenken führen. Groman beklagt, dass in der Debatte einzig die „polarisierende“ Thematik von Rauchverboten im Vordergrund stehe - mit der eigentlich wichtigen Gesundheitsfrage dringe man in der Öffentlichkeit gar nicht mehr durch.

Zu leichter Zugang

Meingassner kritisiert, dass in Österreich Jugendliche zu einfachen Zugang zu Tabakwaren haben. Die Schwelle bei den Zigarettenautomaten - Kauf ist nur durch Alterscheck bei Bankomatkarte möglich - ist der Expertin zu niedrig.
Kein Imagewandel bei Jungen

In Deutschland, ist der Berliner Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann überzeugt, gab es in den letzten Jahren unter Jugendlichen ein deutliches Umdenken. Rauchen als Ausdruck des Erwachsenwerdens, von Sexiness und Coolness - ein Image, das von der Tabakindustrie mit milliardenschweren Werbekampagnen in Europa jahrzehntelang befördert wurde - habe an Bedeutung verloren. Ähnliches gilt auch für die USA.

In Österreich lässt sich dieser Trend nicht ausmachen, bestätigte Meingassner von der Beratungsstelle Rauchertelefon gegenüber ORF.at. Sie verwies vor allem auf den Umstand, dass bei den 15- bis 17-Jährigen - das gilt als wichtigstes Einstiegsalter - mittlerweile Mädchen die Burschen überholt haben.

Laut Groman ist die starke Zunahme des Tabakkonsums bei jungen Frauen unter anderem auch auf den Umstand zurückzuführen, dass sie hoffen, so eher schlank zu bleiben. Diese Gruppe erreiche man derzeit ganz schwer. In den Altersgruppen darüber sind laut Meingassner dagegen junge Männer wieder in der Mehrzahl.

Von Bildung abhängig

Wenn, dann habe es nur schichtspezifisch leichte Änderungen bei der Einstellung zum Rauchen gegeben, betont Meingassner. Bei Jungen mit höherer Bildung habe Rauchen tendenziell einen anderen Stellenwert und sei „eher verpönt“. Das sei vor allem auf den elterlichen Einfluss zurückzuführen. Das stimmt auch mit der Beobachtung Hurrelmanns überein, der gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“ zuletzt ebenfalls betonte, dass heute rauchende Jugendliche eine schlechtere Ausbildung hätten. An Hauptschulen werde dagegen noch „ordentlich gequalmt“ und Rauchen sei dort immer noch mit der Hoffnung verknüpft, sein eigenes Image zu verbessern.

Jugendliche in Deutschland legten mehr Wert auf Fitness, das sei ein neuer, auch leistungsorientierterer Lebensstil. Die Zigarette sei durch andere Formen der Selbstinszenierung ersetzt worden - etwa Kosmetik, Piercing und Tätowierung. Das „wichtigste Kompensationsmittel“ sei aber das Internet, so Hurrelmann.

„Sehr tolerant“ gegenüber Rauchern

Für Österreich will Groman beobachtet haben, dass vor allem Burschen, die Sport betreiben, dem Rauchen kritischer als früher gegenüberstehen. Möglicherweise der Anfang für einen Umdenkprozess? Groman bleibt skeptisch: Es komme sehr darauf an, in welcher Gruppe sich Jugendliche bewegten.

Eine grundlegende Änderung sei nur mit der Zeit möglich. Doch noch immer sei das Rauchen an den meisten Orten möglich und man habe in Österreich ja als Nichtraucher noch immer eine Scheu davor, Raucher in Gesellschaft darum zu bitten, die Zigarette Zigarette sein zu lassen. Die österreichische Gesellschaft sei weiterhin „sehr tolerant gegenüber Rauchern“.

Offener spricht das die Ärztekammer an: Der Präsident Artur Wechselberger rief erneut die Politik dazu auf, ein flächendeckendes Rauchverbot insbesondere in der Gastronomie zu erlassen. Außerdem müsse gerade bei Jugendlichen ein Präventionsschwerpunkt gesetzt werden: „Rauchen muss uncool werden“, meint der Ärztekammer-Chef und nimmt die Erwachsenen in die Pflicht, mit gutem Vorbild voranzugehen.

Guido Tiefenthaler, ORF.at

http://www.orf.at/stories/2184673/2184627/





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xxxd7b7yyy




Tabakkonzerne entdecken E-Zigarette -

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/international/1422081/Tabakkonzerne-entdecken-EZigarette-?from=suche.intern.portal

Tabak-Alternative. Hintergrund der Expansion sind rückläufige Verkaufs- und Gewinnzahlen mit Rauchwaren, die mehr und mehr verboten werden.
Richmont. Die großen Zigarettenerzeuger entdecken in den USA den E-Zigaretten-Markt, bisher eine Nische, die kleinen Alternativanbietern wie Logic, Njoy oder Vapor überlassen worden war.

Die Altria Group, die Philip Morris vertreibt, will im Juli irgendwo in Indiana damit beginnen, ihre neue E-Zigarette MarkTen zu erproben, Reynolds beginnt mit einem Produkt namens Vuse eine nationale Kampagne. Die BAT-Tochter Lorillard (Lucky Strike) hat im Vorjahr um 135 Millionen $ die Marke Blu erworben und verkauft sie jetzt in mehr als 80.000 Geschäften.

Bisher machen E-Zigaretten (batteriebetriebene Geräte, in denen eine Nikotinlösung zur Inhalation verdampft wird) nur etwa ein Prozent des Zigaretten-Umsatzes aus. Reynolds erwartet aber, dass sich der Umsatz der Sparte noch heuer auf eine Milliarde $ verdoppeln wird, bis 2015 sollen es schon drei Milliarden sein.

Flucht aus dem Rauch

Hintergrund der Expansion sind rückläufige Verkaufs- und Gewinnzahlen mit Rauchwaren, die mehr und mehr verboten werden. Zwar sind alle Zigarettenerzeuger längst in Alternativbranchen eingestiegen (Altria etwa hält bereits 27,3 Prozent am Braukonzern SABMiller), weitere Gewinnbringer sind aber willkommen.

Allerdings hat die Food and Drugs Administration (FDA), die für die Verbannung der Rauchwaren zuständig ist, längst auch die E-Zigaretten in Visier. In Indiana, wo Altria ihren Testlauf startet, ist ab 1. Juli der Verkauf an Jugendliche untersagt - wie in gut einem Dutzend anderer Bundesstaaten auch. In Kalifornien gelten für E-Zigaretten bereits dieselben Beschränkungen wie für richtige Glimmstängel.

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"Die Ansprache habe zu vielen Reaktionen geführt, darunter auch die Drohungen.
Zwei Vorfälle hätten ihn besonders erschreckt, sagt Abel. Er habe am Samstag einen Anruf mit unterdrückter Nummer erhalten, in dem er aufgefordert worden sei,
vor die Tür seiner Wohnung in Flingern zu kommen (in der er sich zu dieser Zeit aber nicht befand).
Ein Rauchverbot-Gegner habe außerdem eine Liste von Abels Lieblingscafés in einem Forum veröffentlicht.
Rauchverbot-Gegner hätten ihm gedroht, dass sie ihn dort aufsuchen würden.

Am Sonntag berichtete Abel in einem Eintrag auf seiner Facebook-Pinnwand von diesen Erfahrungen."

http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/duesseldorf/nachrichten/politiker-nach-anti-raucher-rede-bedroht-1.3489466

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"EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg rechnet damit,

es bis zur tatsächlichen Umsetzung der neuen EU-Tabakrichtlinie noch mindestens dreieinhalb Jahre dauert."

Also mind. 5 Jahre! -

http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/EU-Minister-einigen-sich-auf-strengere-Anti-Raucher-Regeln;art385,1144501

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xxbf0xx



PS: Das hätten die Tabaklobbyisten in Österreich nicht zugelassen, hätten den Abgeordneten "mundtot" gemacht, die Sicherung herausgedreht!


Sehr aufschlussreich - In Deutschland gibt es eine Lösung, von der man in Österreich nur träumen kann ....

Plenarrede von Martin-Sebastian Abel zur Aktuellen Stunde Nichtraucherschutzgesetz am 21.06. 2013

Video

http://www.youtube.com/watch?v=DxUvsq3xenM

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xxb7aazz






Siehe vorigen Beitrag

und hier ein aktuelles ARD - Video .........

http://www.youtube.com/watch?v=4DHPymy3Dek


Super Qualität! Danke Carmen!


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03.06.2013

Sehr geehrte Frau Mag.a Dr. Fekter

2010 betrugen die volkswirtschaftlichen Kosten für das Rauchen 659 Millionen Euro. Positive Effekte wie Einnahmen durch die Tabaksteuer und nichtauszubezahlende Pensionen sind hier bereits eingerechnet (siehe http://derstandard.at/13105...0-659-Millionen-Euro ). Tabakprodukte verursachen bekanntlich großes Leid (mehr als 10.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr). Die Zahl der rauchenden Kinder und Jugendlichen ist in Österreich enorm.

1. Weshalb wird die Tabaksteuer nicht angehoben, sodass von den Rauchern die tatsächlichen Kosten für Tabakprodukte bezahlt werden müssen? Gleichzeitig hätte man einen präventiven Effekt, weil Tabakprodukte für Jugendliche nicht mehr leistbar wären.

2. Weshalb wird die Tabaksteuer nicht zumindest teilweise für Präventionsmaßnahmen zweckgebunden? Der volkswirtschaftliche Nutzen wäre enorm.

Herzlichen Dank für Ihre Antwort!


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19.06.2013

Vielen Dank für Ihre Anfrage an Frau Finanzministerin Dr. Maria Fekter betreffend Tabaksteuer. Ich darf Ihnen Folgendes mitteilen:

Zu Frage 1:
Vorweg darf ich darauf hinweisen, dass eine genaue Feststellung der Kosten, die dem österreichischen Gesundheitssystem durch die gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Tabakkonsums erwachsen bzw. eine exakte Bezifferung des gesamten volkswirtschaftlichen Schadens kaum möglich sind. Folglich wäre auch das Ausmaß einer Tabaksteuererhöhung, das erforderlich wäre, um im Sinne Ihres Vorschlags die volkswirtschaftlichen Kosten des Rauchens abzudecken, nicht exakt zu berechnen.

Durch eine Anhebung der Tabaksteuer werden in der Regel die Kleinverkaufspreise steigen. Klar ist, dass steuerliche Maßnahmen ein wirksames Mittel zur Verminderung des Tabakkonsums in verschiedenen Bevölkerungsgruppen, insbesondere bei jungen Menschen, sein können. Eine zu starke Anhebung der Tabakbesteuerung und somit der Preise wäre allerdings kontraproduktiv. Auf Grund des niedrigeren Preisniveaus in mehreren Nachbarländern würden Schmuggel und (legaler) Einkaufstourismus zunehmen, während im Inland weniger Tabakwaren abgesetzt würden. Diese Entwicklung ginge zu Lasten des Steueraufkommens und würde die wirtschaftliche Existenz vieler Tabaktrafikanten gefährden.

Zu Frage 2:
Mit Einnahmen von rund 1,62 Mrd. Euro (für 2012) ist die Tabaksteuer nach der Mineralölsteuer die für den Staatshaushalt bedeutendste Verbrauchsteuer. Eine Zweckbindung der Tabaksteuer ist aus budgetären Gründen nicht möglich.
Die erhobene Tabaksteuer ist gemäß § 8 Abs. 1 Finanzausgleichsgesetz 2008 eine zwischen Bund und Ländern (Gemeinden) geteilte Abgabe. Eine Zweckbindung der Tabaksteuer würde eine Gesetzesänderung erfordern und zwangsläufig die Ertragsanteile des Bundes, der Länder und Gemeinden schmälern.

Jede Zweckbindung durchbricht den Grundsatz der Gesamtdeckung und beeinträchtigt damit die Effizienz der Haushaltsführung, wenn hierdurch verhindert wird, dass die Mittel für die Zwecke mit den jeweils höchsten Prioritäten eingesetzt werden. Aus Sicht einer Gesamtbudgetverantwortung sind derartige Einschränkungen des budgetären Gestaltungsspielraums grundsätzlich abzulehnen.

Abgesehen davon bewirkt die Verbrauchsbesteuerung von Tabakwaren in gewissem Umfang ohnedies eine gezielte steuerliche Belastung von Rauchern, wenn auch die Tabaksteuer nicht für einen bestimmten Zweck, etwa die Finanzierung des Gesundheitswesens, gebunden ist.

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Ausführungen zur Klärung Ihrer Fragen beitragen.

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Johannes Pasquali
BMF Kommunikation

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EU, Fragen, Antworten, etc. / Achtung, abstimmen durch anklicken, jetzt!
« am: Juni 22, 2013, 17:56:10 Nachmittag »



Achtung, abstimmen durch anklicken, jetzt!


Aktuell sind ca. 2.500 dafür und 2.500 dagegen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/rauchen-eu-staaten-beschliessen-schockbilder-fuer-zigaretten-a-907162.html
 
Bitte stimmen Sie / stimmt Ihr ab, dass das EU-Parlament dafür votieren soll, dass der vorschlag, alle zigarettenpackungen mit schockbildern zu versehen, wirklichkeit wird. Wer einmal einen durch zungenkrebs verunstalteten mund gesehen hat....
Im letzen jahr hatten wir 993 tote durch illegale drogen, aber durch die legale nikotindroge ca. 140.000.
 
Im augenblick sind ca. 2.500 dafür und 2.500 dagegen.
 
Und wenn das parlament dafür abstimmen wird,
dann wird die übermächtige zigarettenlobby wieder durchsetzen, dass die bilder auf der rückseite stehen und zwar so verkleinert,
dass nur die untere hälfte der schachtel genutzt wird.
So ist es schon seit jahren in Frankreich.

Mit freundlichen grüßen

Prof. Dr. Ludger Schiffler

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20.06.2013

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die „Maybe“-Kampagne ist so tückisch wie kaum eine Zigarettenwerbung davor.

Eine neue GfK-Studie zeigt: Minderjährige lassen sich davon einwickeln, insbesondere Mädchen.

......... Glaubt man Insidern, soll die Werbung für den Zigarettenkonsum schon bald in vierzig Ländern laufen und vor allem die jüngere Generation ansprechen. Wie jung aber ist die Zielgruppe? Sind Kinder geschützt, wie es der Werbekodex der Tabakindustrie will? ...........

......... Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat jetzt aufgrund einer Online-Befragung von tausend Jugendlichen gezeigt, die methodisch angelehnt ist an eine Marktstudie von Philip Morris bei Erwachsenen: Mit der neuen Imagekampagne wird bei den 14- bis 17jährigen der gleiche Werbeeffekt wie bei Erwachsenen erzielt, und zwar ganz besonders effektiv bei jungen Mädchen. ..........

......... „Vergiss das ewige Vielleicht. Werde Raucher“, so übersetzt die Mennekes-Umweltstiftung den zentralen Spruch. ..........

........ Die Verwandlung von der Marke der Machos zum mutigen Mainstream der Jugend - Geschlechtergleichstellung inklusive - ist auch nach Überzeugung der größten Kritiker gelungen. Gerade deshalb bereiten dem Arzt Stefan Knecht die Werbebotschaften Kopfzerbrechen: „Dagegen komme ich als Arzt immer schwerer an. Wie sollen wir da sprechende, aufklärende und vorsorgende Medizin machen, wenn wir als aufgeklärte Gesellschaft nicht in der Lage sind, unseren öffentlichen Raum vor diesen Kinderflüsterern zu schützen?“ Die Kampagne berücksichtige „alle Aspekte, die ich in meiner täglichen ärztlichen Arbeit kenne, wenn ich Patienten aufzuklären und zu unterstützen versuche, das Rauchen zu beenden“ - und dreht die Intention gewissermaßen komplett um.

............ Bei mehr als der Hälfte seiner Schlaganfallpatienten wäre die Katastrophe, davon ist Knecht überzeugt, vorhersagbar und zu verhindern gewesen, wenn man früh genug gegen das Rauchen interveniert hätte. „Big Tobacco ist dabei, verlorenes Terrain, was übrigens niemals so viel war, wieder zurückzuerobern“, so Knecht.

....... http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/tabakwerbung-koedert-minderjaehrige-hey-alter-das-leben-ist-kein-zuckerschlecken-12225368.html


Tabakwerbung ködert Minderjährige Hey Alter, das Leben ist kein Zuckerschlecken

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EU, Fragen, Antworten, etc. / EU-WHO-OÖ.N. - Jöh, Stöger/Pietsch blabla!
« am: Juni 22, 2013, 16:19:44 Nachmittag »
xxbfg9zy




Jöh, Stöger/Pietsch blabla!

Selber nichts erreicht haben, weiterhin nichts tun!   

Wenn dann doch die EU etwas vorgibt, dann wohl Mitteilung an die Tabaklobbyisten: Tut mir echt leid, oder so.


"Ich halte das für einen wichtigen Kompromiss für die Menschen in Europa", erklärte Österreichs Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) zu

der Beschlussfassung in Luxemburg. In Österreich .................

http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/EU-Minister-einigen-sich-auf-strengere-Anti-Raucher-Regeln;art385,1144501


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Guter Kommentar dort:

Nichtraucher · von contra (357) · 22.06.2013 07:39 Uhr

In wenigen Jahren werden es auch die blauäugigsten Nichtraucher begriffen haben, dass es dem Durchqueren eines Minenfeldes gleichkommt, sich in verqualmten Lokalen oder im Umfeld eines rauchenden Rauchers aufzuhalten. Der Unterschied besteht nur darin, dass durch eine Mine die Wirkung sofort eintritt, durch inhalieren der Verschwelgase des Tabakkrautes erst viel später. Es werden in Österreich jährlich hunderte Menschen von sozial verantwortungslosen Rauchern getötet - es sollte ihnen die "Lizez zum Töten" zumindest eingeschränkt werden. Nachdem unsere Politiker dazu offenbar nicht in der Lage sind, müssen wir der EU dafür dankbar sein.

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Von: Krebspatienten [mailto:info@krebspatienten.at]
Gesendet: Donnerstag, 20. Juni 2013 21:47
An: manfred.neuberger@meduniwien.ac.at;
Cc:
Betreff: Arbeitsinspektorate, AUVA, Lüftungen

Lieber Herr Prof. Neuberger,
herzlichen Dank für die gute Zusammenfassung!
Beste Grüße
Dietmar Erlacher

PS.: Blasenkrebs sei/ist u. a. Tabakrauchkrebs. Trotzdem hat die AUVA in den letzten 5 Jahren nur bei 1,2 Personen/Jahr dies als Berufserkrankung anerkannt und berentet! Da stimmt viel nicht!



Von: Manfred Neuberger [mailto:manfred.neuberger@meduniwien.ac.at]
Gesendet: Donnerstag, 20. Juni 2013 17:01
An: 'Peter Maier'
Cc:

Betreff: Re: Arbeitsinspektorat, AUVA, Lüftung

Links dazu auf www.aerzteinitiative.at

Sie haben recht, die Arbeitsinspektorate versagen bei der Kontrolle von §30 ASchG. Ob es dazu eine (evt. geheime) Weisung von oben gab, weiß ich nicht.
Was Ärzte und Lüfungstechniker anderer Länder dazu sagen finden Sie in nachfolgenden Links:
-Weshalb Rauchverbote statt moderner Lüftungsanlagen? -Weil auch die besten Lüftungen das Gesundheitsrisiko nicht beseitigen, wie Messungen nachwiesen.
-Können Luftfilter ein Rauchverbot ersetzen? - Nein. Diese Geräte beseitigen nur sichtbare Rauchschwaden, reduzieren feine Rauchpartikel aber ungenügend. In der Regel ist schon ihr Luftdurchsatz unzureichend. Dazu müssten Filter ständig gewechselt werden. Eine wesentliche Fraktion des gefährlichen Nebenstromrauches wird überhaupt nicht reduziert: die schädlichen Gase (z.B. Benzol). In der Gasphase ist der Anteil gefährlicher Radikale im Nebenstromrauch höher als im Hauptstromrauch. Auch im Flugzeug können Klimaanlagen die verrauchte Luft nicht reinigen: Von den lungengängigen Staubteilchen stammen in der Raucherzone 95% und in der Nichtraucherzone 85% aus der Zigarette. Selbst teure Lüftungsanlagen schaffen keine rauchfreien Räume, sondern nur Rauchverbote. Das bewiesen sowohl Feldstudien in Gasthäusern wie Experimente in großen Klimakammern. In Finnland hat der Versuch versagt, Nichtrauchersektionen in Gasthäusernbesser zu belüften. In Bayern erhielt der "technische Nichtraucherschutz" ein Staatsbegräbnis. Aus dem österreichischen Arbeitnehmerschutzgesetz wurde im §30 die Belüftung mit der Begründung gestrichen, dass sie die Gesundheitsschäden durch Passivrauchen nicht verhindern kann. Bei der Abweisung einer Klage gegen das Tabakgesetz hat der Verfassungsgerichtshof (G127/08-10) am 1.10.09 zwar richtig festgestellt: "Die Abgrenzung zwischen Raucher- und Nichtraucherräumen muss daher gewährleisten, dass eine Gesundheitsgefährdung von Nichtrauchern durch das Passivrauchen verhindert wird", er geht aber von der irrigen Annahme aus, dass es für Karzinogene und Feinstaub Schwellen gäbe, unterhalb derer keine Gesundheitsgefährdung, sondern nur eine Belästigung bestünde und verlangt daher auch keine separate Belüftung mit Unterdruck im Raucherraum, wie sie in Italien und anderen Ländern vorgeschrieben sind, wo der Gesetzgeber von Experten beraten wurde. Besser beraten war der Verwaltungsgerichtshof.
-Soll ich für die Raucher in meinem Betrieb ein Raucherzimmer einrichten oder eine Raucherkabine anschaffen? -Um das Geld sollten Sie lieber Betriebsseminare zur Raucherentwöhnung unterstützen. Nur wenn der Raucher ausstempeln und ins Freie gehen muss, wird ihm seine Sucht (und der Wunsch nach Entwöhnung) bewusst werden und er wird beginnen, sich für die angebotenen Raucherseminare im Betrieb zu interessieren. Nichtraucher brauchen dann nicht mehr mit dem Chef oder Kollegen in einen Raucherraum zu gehen, um in der Pause etwas zu besprechen und die Pause bekommt für alle wieder einen Erholungswert. Statt eine teure Raucherkabine anzuschaffen, die im Umluftbetrieb den Nichtraucherbereich nur ungenügend schützt, sollten Sie lieber Nikotinersatz zu einem ermäßigten Preis zur Verfügung stellen.
-Einen internationalen Überblick geben ILO und ENSP, mit Argumenten für rauchfreie Arbeitsplätze. Wie u.a. Irland, Italien, UK, Frankreich, Australien, Canada und die meisten Bundesstaaten der USA bewiesen, ist ein Rauchverbot an allen Arbeitsplätzen kein Problem, gerechter und einfacher zu überwachen als Gesetze mit Ausnahmen.
-Der Oberarzt raucht im Dienstzimmer, in dem ich die Arztbriefe schreibe. Muss ich mir das gefallen lassen? -Nein, das Arbeitsinspektorat muss Ihrer Anzeige nachgehen und Sie können verlangen, dass Sie anonym bleiben. Lassen Sie sich nicht durch den Hinweis auf obsolete Informationsschreiben abwimmeln.
-Sind die Lüftungsraten ausreichend, die Kdolsky für den Nichtraucherschutz in Lokalen vorsah? Nein, sie lagen 2000-fach unter dem Wert, für den sich ein akzeptables Lungenkrebsrisiko errechnet. Auch das Herzinfarktrisiko für Passivraucher wird dadurch keinesfalls beseitigt, weil die Feinstaubkonzentration um ein Vielfaches höhere Werte erreicht als in der Außenluft zulässig. Besonders rasch kann diese Belastung mit Ultrafeinstaub für Männer mit Herzkreislauferkrankungen  gefährlich werden. Noch 2½ Stunden nach dem Rauchen einer einzigen Zigarette (ohne gezielte Absaugung, aber bei geöffnetem Fenster) werden die Grenzwerte für Gifte und krebsfördernde Stoffe im Raum überschritten. Während der Rauchpausen atmen Raucher eine Luft aus, in der die Kohlenmonoxid-Konzentration doppelt so hoch ist als in der Außenluft zulässig. Auch Nichtraucher in Ländern mit schlechten Tabakgesetzen wie Österreich atmen mehr Kohlenmonoxid aus. In der Raumluft sinkt zwar die Nikotinkonzentration schon 2 Stunden nach Beendigung des Rauchens auf die Hälfte, weil Nikotin an Wänden, Stoffen, etc. adsorbiert wird, von wo es allerdings über Tage wieder an die Atemluft abgegeben wird. Noch länger halten sich -auch nach dem Lüften-  bestimmte krebsfördernde Stoffe (siehe EPA, Seite 149-154). Manche davon bilden sich aus dem an Oberflächen niedergeschlagenen Tabakrauch, sind dort langlebig und gefährden vor allem Kleinkinder.
Arbeitsräume benötigen eine zugfreie Frischluftzufuhr von mindestens 50 m³ pro Person (Nichtraucher) und Stunde. Sitzen nur Raucher in einem Arbeitsraum, steigt der Frischluftbedarf auf mindestens 300 m³ pro Person und Stunde. Für den Nichtraucherschutz ist diese Luftzufuhr auch bei optimaler Strömungsrichtung unzureichend. Zur Beseitigung des Gesundheitsrisikos durch Passivrauchen errechnen sich Luftwechselzahlen, die in der Praxis nicht erreichbar sind, schon gar nicht zugfrei, woraus ein Rauchverbot resultiert. Der ausgeatmete Rauch ist nicht das Problem beim Nichtraucherschutz (besonders dann nicht, wenn der Raucher tief inhaliert und seine Lunge damit als Filter zur Verfügung stellt), aber die Quellstärke des Nebenstromrauches von der Zigarettenspitze ist viel zu hoch, um durch Lüftungs- oder Luftreinigungsgeräte eine akzeptable Luftqualität zu erzielen, solange in einem geschlossenen Raum Zigaretten verbrannt werden (gleich ob im Aschenbecher oder in der Hand). Erst nach Beendigung des Rauchens erzielt die Lüftung die gewünschte Wirkung. In Gasträumen besteht überdies ein hohes Gesundheitsrisiko im Raucherbereich für das Personal, weshalb dort nicht serviert werden sollte. Die Mitnahme von Kindern in Raucherräume kommt einer Kindesmisshandlung gleich. Nur wenn eine dicht- und selbstschließende Tür die einzige Verbindung zum Raucherraum ist, der separat belüftet wird und einen Unterdruck von mindestens 5 Pa aufweist, genügt im benachbarten Nichtraucherraum ein stündlicher Luftwechsel von 72 m³ pro Verabreichungsplatz. Noch besser sind ausnahmslose Rauchverbote, durch die Experten weltweit eine Verbesserung der Lebensqualität fanden. Sogar das Rauchen vor der Tür des Lokals verschlechtert die Luftqualität im Lokal, wenn die Eingangstür offen steht.
-Sind Raucherkabinen für den Nichtraucherschutz in Betrieben ausreichend? -Sie dürfen nicht in Büros und ähnlichen Arbeitsräumen aufgestellt werden, auch nicht in Umkleide- und Sanitätsräumen. In Räumen für kurzzeitigen Aufenthalt wie Pausenräumen werden sie von der Arbeitsinspektion gestattet, doch sollten sie geschlossen und separat belüftet sein. Nur wenn in ihnen gegenüber dem umgebenden Raum ein Unterdruck von mindestens 5 Pa aufrechterhalten wird, sind die Nichtraucher ausreichend geschützt. Umluftbetrieb ist für Karzinogene am Arbeitsplatz verboten.
-Steht mir als Kellnerin nicht der Nichtraucherschutz wie anderen Arbeitnehmerinnen zu? - Gesundheitsgefährdungen durch Passivrauchen sind für KellnerInnen eindeutig nachgewiesen. KellnerInnen mit Asthma oder Herzkrankheiten sind sogar akut gefährdet. Gesunde können im Laufe der Jahre krank werden. An Arbeitstagen scheiden nichtrauchende Angestellte im Gastgewerbe bis zu 25-Mal mehr Nikotin im Harn aus als an ihren freien Tagen und bis zu 4,5-Mal mehr tabakspezifische Karzinogene. Im Harn nichtrauchender Kellner nimmt das potenteste Lungenkarzinogen des Tabakrauches um 6% pro Stunde zu, während sie ihren Dienst versehen. Sogar an arbeitsfreien Tagen lässt sich bei diesen Arbeitnehmern, die unfreiwillig Tabakrauch einatmen müssen, noch immer eine erhöhte Ausscheidung von krebsfördernden Nitrosaminen im Harn nachweisen. In dieser Atmosphäre entwickelt sich ein erhöhtes Risiko für Lungen- und Brustkrebs, Herzkreislauferkrankungen und vorzeitigen Tod. Schon im Verlauf einer Arbeitsschicht lässt sich ein signifikanter Abfall der Lungenfunktion durch Passivrauchen beobachten, was sich nach Einführung eines Rauchverbotes signifikant bessert. Ebenso verschwinden nach einem Rauchverbot die tabakspezifischen Karzinogene aus Ihrem Harn. Auch wenn Sie selbst gesund bleiben, kann Ihnen ein Kinderwunsch durch Passivrauchen versagt bleiben. Die WHO bestätigt Ihr Recht auf rauchfreie Luft. Leider sind KellnerInnen dzt. in Österreich noch ArbeitnehmerInnen zweiter Klasse und müssen Ihr Recht auf saubere Atemluft erst erkämpfen. Nur bei Schwangerschaft müssen Sie freigestellt werden und bekommen Wochengeld. Aber Sie haben seit 2009 das Recht zu kündigen und erhalten so lange Arbeitslosenunterstützung, bis Ihnen das AMS einen rauchfreien Arbeitsplatz vermittelt. Dem ÖGB gelang nicht einmal, Lehrlinge verbindlich zu schützen. Angestellte im Gastgewerbe, die Lungenkrebs bekommen, obwohl sie selbst nicht geraucht haben, müssen der Unfallversicherung als Berufskrankheit gemeldet werden (ASVG § 177 Abs.2). Das Lungenkrebsrisiko verdoppelt sich beim Servieren in einem Raucherlokal in ca. 8 Jahren und kann sich in 40 Dienstjahren verzehnfachen. Auch die Gäste, die in Österreich meist nur die Wahl zwischen einer Raucherzone und einer Passivraucherzone haben, sind durch die Luftschadstoffe gefährdet. Wenn Sie von Ihrer Gewerkschaft und Ihrer Kammer schlecht vertreten werden und kein Gehör finden, gehen Sie an die Öffentlichkeit. Noch gibt es freie Journalisten, die sich nicht von der Wirtschaftskammer einschüchtern lassen.
MfG
M.Neuberger



Am 20.06.2013 13:00, schrieb Krebspatienten:

Servus Peter,
durch Regierungsvereinbarungen kam es dazu, dass nur das BMfG für das Tabakgesetz ff. zuständig ist.
Das Arbeitsinspektorat (und die Polizei) hat durch "Erlass" bzw. Aussendungen kundgemacht, dass dem so ist.
Wenigstens haben die Instanzen festgehalten, dass es uninteressant ist, welche Lüftung im Nichtraucherraum / Raucherraum eingebaut wurde, die Räume müssen gegen alle Seiten abgetrennt und mit einer Türe versehen sein.
Du kennst sicher auch www.aerzteinitiative.at 
LG.
Dietmar


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Lüftung zählt nicht beim Tabakgesetz!

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=608.msg2632#msg2632