Beiträge anzeigen

Diese Sektion erlaubt es ihnen alle Beiträge dieses Mitglieds zu sehen. Beachten sie, dass sie nur solche Beiträge sehen können, zu denen sie auch Zugriffsrechte haben.


Nachrichten - admin

1306
Deutschland / D - Jetzt überall Schutz vor Giftgasen durch Tabakrauch?
« am: Juli 16, 2013, 22:53:14 Nachmittag »
 


Umfrageergebnis: Rauchverbot an Haltestellen


Karlsruhe (mv/mn) - Gemeinderatsfraktion der Grünen fordert in einem Antrag an die Stadtverwaltung, dass die überdachten Wartebereiche der KVV-Haltestellen im Karlsruher Stadtgebiet rauchfrei werden. Auch hier wollten wir die Meinung der ka-news-Lesern wissen.

Raucher

Viele der Teilnehmer an unserer nicht repräsentativen Umfrage (45,96 Prozent) teilen die Meinung der Grünen, dass es ein Rauchverbot an überdachten Haltestellen geben sollte. "Guter Vorschlag viele Raucher sind asozial und rücksichtslos. Warum soll ICH zurückstecken und widerlichen Qualm ertragen müssen, während der Raucher neben mir dann auch noch seine Kippe auf den Boden wirft. Wegräumen tut es ja ein anderer", kommentiert User dino.

"Der Lebensraum dieser bedrohten Art wird immer mehr eingeschränkt"

30,38 Prozent sind der gegenteiligen Meinung. Sie finden, dass schon an genug anderen Orten nicht geraucht werden darf. "(...) Der Lebensraum dieser bedrohten Art wird immer mehr eingeschränkt, in Bahnhöfen müssen sich immer mehr Exemplare mit immer kleiner werdenden Gehegen abfinden und in Kneipen werden sie sozial ausgegrenzt und müssen bei Wind und Wetter sogar draußen", meint Reg.

23,44 Prozent sind unentschlossen: Muss ein Verbot wirklich sein oder kann man auch einfach so aufeinander Rücksicht nehmen? "Also ich rauche. Aber grundsätzlich nur dort wo es keinen stört. Und meine Kippen kommen auch dort rein, wo sie hingehören. Auch wenn ich in einem Biergarten sitze und um mich drum rum sicnd lauter Nichtraucher, dann stehe ich auf und rauche dort, wo ich keinen störe. (...)", erzählt User 80er. Die verbleibenden 0,22 Prozent haben keine Meinung zu diesem Thema.


1307
xxbdd8zz





Liebe Freunde/Innen

Bitte unterschreibt hier Online, damit unser österreichisches Tabakgesetz verbessert wird: Mehr Schutz für Kinder und Jugendliche!

Jede einzelne Person, die sich beteiligt, stärkt unseren Aufruf zum Handeln.

Jetzt - Danke!

Und, bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit und und leiten Sie diesen Link an alle, die Sie kennen, weiter:

http://www.avaaz.org/de/petition/Schutz_von_Kindern_und_Jugendlichen_in_Oesterreich_vor_der_Tabakindustrie/?tTenqdb

Lasst uns zusammen etwas verändern!




1308



Parlamentskorrespondenz Nr. 617 vom 27.06.2013

Themenfelder:
    Gesundheit/Bildung
Format:
    Ausschusssitzungen des Nationalrats
Stichworte:
    Nationalrat/Gesundheitsausschuss/PsychologInnen

Gesundheitsausschuss zieht Lehren aus dem jüngsten Fleischskandal
Auch Änderung des PsychologInnengesetzes auf dem Weg ins Plenum


http://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2013/PK0617/index.shtml

Österreichs Kinder rauchen zu früh und zu viel

Österreich hat im internationalen Vergleich die höchste Raucherquote bei den 15-jährigen und mit elf Jahren ein erschreckend frühes Raucheinstiegsalter, berichteten die Abgeordneten Tanja Windbüchler-Souschill (S) und Abgeordneter Erwin Rasinger (V). Daher stimmte der Gesundheitsausschuss einhellig einem Entschließungsantrag der Grünen in der Fassung eines SPÖ-ÖVP-Grünen-Abänderungsantrages zu, der darauf gerichtet ist, gemeinsam mit den Ländern effiziente Maßnahmen zum Schutz aller Kinder und Jugendlichen vor Tabakkonsum und vor den negativen gesundheitlichen Folgen in Österreich zu erarbeiten ( 1070/A(E)). Ablehnend äußerte sich Rasinger (V) mit Unterstützung der FPÖ-Abgeordneten Bernhard Vock und Josef Riemer zu einem totalen Rauchverbot in Restaurants, wie es die Grünen weiters forderten ( 1586/A[E]). Dies würde zu Schadenersatzforderungen jener Gastronomen führen, die zuletzt in den Schutz der Nichtraucher unter ihren Gästen investiert haben.

1309



Rauchen

Kein Raucherschutz in Kneipen und Discos

Krebsforscher untersuchten Gastronomiebetriebe in Baden-Württemberg.

In 92 Prozent der Diskotheken werden gesetzliche Auflagen zum Raucherschutz nicht eingehalten.


Um den Nichtraucherschutz in Baden-Württemberg ist es nach Ansicht des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) schlecht bestellt.
Einer Studie zufolge werden in 71 Prozent aller Kneipen und Bars, 84 Prozent der Spielhallen und 92 Prozent der Diskotheken geraucht. Nur vier von zehn Rauchergaststätten erfüllten die gesetzlichen Vorschriften, hieß es weiter. Für die Studie prüften die Forscher im Frühjahr 2013 rund 1500 Betriebe in zwölf Städten.

Otmar D. Wiestler, DKFZ-Vorstandsvorsitzender, nannte die Ergebnisse besorgniserregend. Insbesondere die Mitarbeiter in den Gaststätten seien erheblichen Risiken ausgesetzt. Wiestler forderte ein konsequentes Rauchverbot in Gastronomiebetrieben. Ausnahmeregelungen sollten abgeschafft werden. Schließlich dürfe auch in öffentlichen Gebäuden nirgends mehr geraucht werden.

Gesetze zum Nichtraucherschutz zu kompliziert

Bestimmungen zum Nichraucherschutz wie eine schließbare Tür zu Raucherräumen und ein rauchfreier Weg zur Toilette würden nicht eingehalten, hieß es. "Die Gesetze taugen nichts. Sie sind zu kompliziert", sagte Martina Pötschke-Langer vom DKFZ.

Schock-Fotos und Warntexte auf dem Großteil der Packung

Die EU-Minister beraten derzeit über eine neue Tabakrichtlinie: Warntexte und schockierende Fotos sollen 75 Prozent der Vorder- und Rückseite der Packung einnehmen, aromatisierte und Slim-Zigaretten sollen verboten und nikotinhaltige Produkte wie E-Zigaretten mit Gesundheitswarnungen gekennzeichnet werden.

Der Vorschlag muss noch vom Europäischen Parlament und den EU-Regierungschefs beraten und verabschiedet werden. Gelten könnte die Richtlinie ab 2015 oder 2016.
Rückgang der jüngeren Raucher liegt an gestiegenem Preis

Der deutliche Rückgang gerade bei jüngeren Rauchern - der Anteil der 12- bis 17-jährigen Raucher sank von 28 auf elf Prozent - hat nach Einschätzung des deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg andere Gründe als die Warnhinweise auf den Packungen: Er liege vor allem an der mehrfachen Erhöhung der Tabaksteuer, die das Rauchen deutlich verteuert hat.

http://www.onmeda.de/gesund/rat-und-service/raucherschutz-kneipen-1567.html

1310




E-Zigaretten werden für Minderjährige in Frankreich verboten

Freitag, 28. Juni 2013

Paris – In Frankreich sollen elektronische Zigaretten für Minderjährige künftig verboten werden: Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Paris für eine entsprechende Vorlage der Sozialisten im Rahmen eines Verbrauchergesetzes. Gesundheitsministerin Marisol Touraine hatte im vergangenen Monat angekündigt, dass sie den Konsum von elektronischen Zigaretten reglementieren wolle.

Die Ministerin verwies darauf, dass „achtsam” mit dem Produkt umgegangen werden müsse, das junge Leute zum Rauchen bringe. Sie hatte zudem deutlich gemacht, dass sie an einem Verbot auf öffentlichen Plätzen und Werbung für die elektronischen Zigaretten arbeite.

Angesichts der weitgehenden Verbote von Zigaretten in öffentlichen Einrichtungen oder Restaurants weichen in Frankreich viele Raucher auf elektronische Zigaretten aus. Diese sind auch gesundheitlich umstritten, denn es liegen noch nicht viele Studien zu den vergleichsweise neuen Produkten vor.

aerzteblatt.de
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54962

    E-Zigaretten sind Tabakerzeugnisse
    E-Zigarette ist kein Medizinprodukt

Wie in Frankreich gewinnen elektronische Zigaretten, die eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampfen, auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Einer im April vom Verband des eZigarettenhandels in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage des Markt­forschungsinstituts Toluna zufolge testeten 43 Prozent der rund 20 Millionen Raucher in Deutschland mindestens ein Mal eine solche rauchfreie Zigarette.

In Frankreich verdoppelte sich jüngsten Studien zufolge die Zahl der regelmäßigen Raucher von elektronischen Zigaretten seit dem Jahr 2012 auf derzeit rund eine Million. © afp/aerzteblatt.de

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54962




1311



Wo bleiben die Kontrollen der Wiener Linien,

auch zum/am Bahnsteig?

Detto ÖBB? -

Daher Meldungen/Anzeigen!

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=570.msg2202#msg2202

1312





http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,896449

U3-Raucher attackierte Fahrgast und Polizisten


Raucher randaliert in U-Bahn


Der Randalierer wollte sich das Rauchen in der U-Bahn nicht verbieten lassen. (© APA)
Seine Zivilcourage bezahlte ein Mann am späten Freitagabend beinahe mit seiner Gesundheit. In der U3 forderte er den 37-jährigen Alexander D. auf, das Rauchen zu unterlassen. Dieser reagierte auf die höfliche Bitte äußerst aggressiv und attackierte sein Gegenüber.

In der Station Europaplatz eilten Polizeibeamte zu Hilfe. Nun setzte der U-Bahn-Raucher seine Gewaltattacken gegen die Polizisten fort und musste festgenommen werden. Die Beamten blieben dabei unverletzt, der Fahrgast wurde leicht verletzt.


Siehe auch heutige Kronen-Zeitung

PS.: Die U-Bahn-Station heißt im übrigen immer noch "Westbahnhof" und nicht "Europaplatz".



1314
xxafezz





Rasinger (V), Arzt: mir tun die armen Wirte leid ......!

Vater: mir nicht! Besser es sterben Lokale, als Menschen!




Kommentare:


Es gibt eine einfache Möglichkeiten um die Schadensersatzklagen zu vermeiden: z.B. eine Übergangsregelung, für die, die nachweisen können, dass sie vorschriftsmäßig umgebaut haben (das sind sicher nicht viele).

Andererseits, wozu? Jeder Lokalbesitzer weiß, dass ein generelles Rauchverbot kommen kann und kommen wird. Rasinger und die ÖVP wollen einfach blockieren.

-------------

Diese "Ausrede" zu "Rauchverbot in Lokalen" hat mir Rasinger im Haus der Industriellenvereinigung vor zwei Jahren "vorgehalten". Damals wäre es noch leichter gegangen, denn die Übergangsfrist für Veränderungen liefen glaublich am 30.6.2010 aus. -

Und jetzt?

Kein Zugang für unter 16 Jährige in Raucherlokalen
und in Raucherräumen,
Entfernung der Zigarettenautomaten,
Rauchverbot im Auto, wenn Kinder/Jugendliche bis 16 Jahren mitfahren,
Rauchverbot in Wartehäuschen von Bim, Post, Zug,
und ....
Und wann erfolgt die Änderung?

-------------

Da davon auszugehen ist, dass die ÖVP nach der Wahl im Herbst in der Regierung bleibt wird es in Österreich zumindest bis zur nächsten Nationalratswahl im Jahr 2018 keinen Nichtraucherschutz in der Gastronomie geben.

--------------

bezügl. Kinderschutz: Die wollen nur Zeit gewinnen, ein nahezu gleichlautender Antrag im Rahmen der Bürgerinitiative (von Haubner) haben Rot/Schwarz nämlich abgelehnt. Verlogenes Pack.

------------

@Markus: VP+Grün, dann ....

------------

Interessant, dass unter diesem Link einige Punkte "besprochen" wurden, Stöger (Ex-Raucher) immer etwas dazu gesagt hat, außer beim Thema "Tabakgesetz, mehr Kinder-/Jugendschutz." - Ein Schelm, der da an Lobbyisten und Korruption denkt?



1315



http://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2013/PK0617/index.shtml



Österreichs Kinder rauchen zu früh und zu viel

Österreich hat im internationalen Vergleich die höchste Raucherquote bei den 15-jährigen und mit elf Jahren ein erschreckend frühes Raucheinstiegsalter, berichteten die Abgeordneten Tanja Windbüchler-Souschill (S) und Abgeordneter Erwin Rasinger (V). Daher stimmte der Gesundheitsausschuss einhellig einem Entschließungsantrag der Grünen in der Fassung eines SPÖ-ÖVP-Grünen-Abänderungsantrages zu, der darauf gerichtet ist, gemeinsam mit den Ländern effiziente Maßnahmen zum Schutz aller Kinder und Jugendlichen vor Tabakkonsum und vor den negativen gesundheitlichen Folgen in Österreich zu erarbeiten ( 1070/A(E)). Ablehnend äußerte sich Rasinger (V) mit Unterstützung der FPÖ-Abgeordneten Bernhard Vock und Josef Riemer zu einem totalen Rauchverbot in Restaurants, wie es die Grünen weiters forderten ( 1586/A[E]). Dies würde zu Schadenersatzforderungen jener Gastronomen führen, die zuletzt in den Schutz der Nichtraucher unter ihren Gästen investiert haben.


1316
Deutschland / Urteil: Handel mit E-Zigaretten ist illegal
« am: Juni 24, 2013, 19:03:37 Nachmittag »
xxd7cz0y



24.6.13, TV-hr

Handel mit E-Zigaretten ist illegal
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&xtcr=1&xtmc=e-zigaretten&type=d&key=standard_document_48816543

Wer mit elektrischen Zigaretten handelt, verstößt gegen das Tabakgesetz. Das entschied das Landgericht Frankfurt in einem ersten Urteil - dem weitere Urteile folgen dürften.


Sie stinken nicht, enthalten kein Teer und sind auch noch günstiger. E-Zigaretten haben sich als Alternative zum gewöhnlichen Glimmstängel etabliert. Doch wer damit handelt, verstößt gegen das Tabakgesetz, entschied am Montag das Landgericht Frankfurt. Es verurteilte einen Geschäftsmann aus Nordrhein-Westfalen deshalb zu einer Geldstrafe über 8.100 Euro und zog rund 15.000 Behälter mit nikotinhaltiger Flüssigkeit ein. Mit diesen sogenannten Liquids werden die elektrischen Zigaretten befüllt.

Der 46-Jährige war ursprünglich wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz angeklagt. Nach Ansicht der Frankfurter Richter sind Liquids aber Tabakerzeugnisse. Weil sie unzulässige Zusatzstoffe enthielten, sei der Handel damit nicht erlaubt. Der Angeklagte hatte 134-mal aus China nikotinhaltige Flüssigkeiten importiert.
 
Keine Folgen für Konsumenten
Richter Jörn Immerschmitt bescheinigte der E-Zigarette zwar, "eine weniger schädliche Alternative zur Tabakzigarette" zu sein. Mit Gesundheit habe sie aber nichts zu tun. Zu dieser Einschätzung war im April 2012 auch das Oberverwaltungsgericht Münster gelangt.

Für Konsumenten hat das Urteil keine Auswirkung, da nur über den Handel verhandelt wurde. Es obliege dem Gesetzgeber, sei also eine politische Entscheidung, ob die E-Zigarette in Zukunft legalisiert werde, sagte Immerschmitt.

Der Prozess galt als Pilotverfahren, weil sich zuvor noch kein Strafprozess vor einem Landgericht mit dem Thema beschäftigt hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beobachter rechnen damit, dass der Geschäftsmann in Revision geht. Als letzte Instanz könnte der Bundesgerichtshof entscheiden, wie E-Zigaretten juristisch einzuordnen sind.


----------------------------------------


17.6.13

Video: http://www.hr-online.de/website/suche/home/mediaplayer.jsp?mkey=48761169&type=v&xtmc=e-zigaretten&xtcr=2

Streit um elektrische Zigaretten

In einem Pilotprozess befasst sich das Landgericht Frankfurt seit Montag mit der Zulässigkeit von E-Zigaretten. Angeklagt ist ein Händler, der Flüssigkeiten zum Befüllen importiert und verkauft hat.

1317
Geld / Experten: Zigaretten in Österreich zu billig
« am: Juni 24, 2013, 17:10:39 Nachmittag »
xxad9czz





31.5.13, ORF Info

Experten: Zigaretten in Österreich zu billig

Der Kampf gegen das Rauchen wird in Europa seit Jahren mit wachsender Vehemenz geführt. In vielen Ländern erzielten klare Rauchergesetze auch klare Erfolge - nicht zuletzt zur Freude der ebenfalls betroffenen Nichtraucher. In Österreich lautet die Bilanz zum Weltnichtrauchertag dagegen: Eine Trendwende ist nicht zu spüren.
Insbesondere bei den Jungen ist Rauchen weiter „in“. Die Ursache ist für Experten eindeutig: Zigaretten sind hierzulande viel zu billig. Das ist umso fataler, als die Kosten das Hauptargument für Jugendliche sind, das Rauchen bleibenzulassen.

Mehr dazu in „Politischer Eiertanz“




„Politischer Eiertanz“

Der Weltnichtrauchertag am Freitag ist einmal mehr Anlass für Appelle an Raucher und Warnungen vor den drastischen, vielfach tödlichen Folgen des Tabakkonsums gewesen. In zahlreichen europäischen Ländern haben rigorose Rauchverbote und Werbeeinschränkungen die Zahl der Raucher in den letzten Jahren spürbar reduziert - Österreich gilt dagegen neben Griechenland weiter als Eldorado des Rauchens.

Der Konsum von Zigaretten sei in Österreich trotz aller Kampagnen und politischer Debatten auf EU-Ebene weiter sozial akzeptiert, kritisiert der Leiter des Nikotininstituts, das sich der Bekämpfung von Erkrankungen durch Rauchen widmet, Ernest Groman. Das Rauchen sei weiterhin fast überall möglich.

Und die Politik führe einen „Eiertanz“ rund um das emotionale, von vielen verschiedenen Interessen überlagerte Thema auf, den er nicht verstehe. Die Politik drücke sich vor einer klaren Regelung und habe stattdessen die Verantwortung an die Gastwirte delegiert. Er habe daher „starke Zweifel, ob sich je was ändern wird“, so Groman im Telefoninterview mit ORF.at.

Mindestens zwei Euro mehr

Groman und Sophie Meingassner von der Beratungsstelle Rauchertelefon haben einen zentralen Kritikpunkt: Die Zigaretten seien in Österreich viel zu billig. Gerade bei Jugendlichen sei der Kostenfaktor das wichtigste Argument, um das Rauchen bleibenzulassen, so Groman. Ein hoher Preis sei für sie schlicht nicht mehr leistbar. Laut Meingassner reichen die Erhöhungen der Tabaksteuer im Cent-Bereich wie sie immer wieder vorkommen nicht aus. Nötig wäre ein Preissprung von zwei Euro oder mehr, um vor allem Jugendliche vom Rauchen abzuhalten. Das wäre umso wichtiger, als der Einstieg ins Rauchen vor allem im Kindes- und Jugendalter erfolge.

Die Generation 40 plus sei über den Preis dagegen kaum vom Rauchen abzuhalten, so Groman. Das sei aber zugleich jene Generation, die dem Gesundheitsargument und damit etwa auch Informationskampagnen zugänglich sei. Der Grund: Sie hätten oft bereits selbst erste Beschwerden oder würden Beispiele im persönlichen Umfeld - etwa Todesfälle durch Tabakkonsum - kennen, die zum Umdenken führen. Groman beklagt, dass in der Debatte einzig die „polarisierende“ Thematik von Rauchverboten im Vordergrund stehe - mit der eigentlich wichtigen Gesundheitsfrage dringe man in der Öffentlichkeit gar nicht mehr durch.

Zu leichter Zugang

Meingassner kritisiert, dass in Österreich Jugendliche zu einfachen Zugang zu Tabakwaren haben. Die Schwelle bei den Zigarettenautomaten - Kauf ist nur durch Alterscheck bei Bankomatkarte möglich - ist der Expertin zu niedrig.
Kein Imagewandel bei Jungen

In Deutschland, ist der Berliner Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann überzeugt, gab es in den letzten Jahren unter Jugendlichen ein deutliches Umdenken. Rauchen als Ausdruck des Erwachsenwerdens, von Sexiness und Coolness - ein Image, das von der Tabakindustrie mit milliardenschweren Werbekampagnen in Europa jahrzehntelang befördert wurde - habe an Bedeutung verloren. Ähnliches gilt auch für die USA.

In Österreich lässt sich dieser Trend nicht ausmachen, bestätigte Meingassner von der Beratungsstelle Rauchertelefon gegenüber ORF.at. Sie verwies vor allem auf den Umstand, dass bei den 15- bis 17-Jährigen - das gilt als wichtigstes Einstiegsalter - mittlerweile Mädchen die Burschen überholt haben.

Laut Groman ist die starke Zunahme des Tabakkonsums bei jungen Frauen unter anderem auch auf den Umstand zurückzuführen, dass sie hoffen, so eher schlank zu bleiben. Diese Gruppe erreiche man derzeit ganz schwer. In den Altersgruppen darüber sind laut Meingassner dagegen junge Männer wieder in der Mehrzahl.

Von Bildung abhängig

Wenn, dann habe es nur schichtspezifisch leichte Änderungen bei der Einstellung zum Rauchen gegeben, betont Meingassner. Bei Jungen mit höherer Bildung habe Rauchen tendenziell einen anderen Stellenwert und sei „eher verpönt“. Das sei vor allem auf den elterlichen Einfluss zurückzuführen. Das stimmt auch mit der Beobachtung Hurrelmanns überein, der gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“ zuletzt ebenfalls betonte, dass heute rauchende Jugendliche eine schlechtere Ausbildung hätten. An Hauptschulen werde dagegen noch „ordentlich gequalmt“ und Rauchen sei dort immer noch mit der Hoffnung verknüpft, sein eigenes Image zu verbessern.

Jugendliche in Deutschland legten mehr Wert auf Fitness, das sei ein neuer, auch leistungsorientierterer Lebensstil. Die Zigarette sei durch andere Formen der Selbstinszenierung ersetzt worden - etwa Kosmetik, Piercing und Tätowierung. Das „wichtigste Kompensationsmittel“ sei aber das Internet, so Hurrelmann.

„Sehr tolerant“ gegenüber Rauchern

Für Österreich will Groman beobachtet haben, dass vor allem Burschen, die Sport betreiben, dem Rauchen kritischer als früher gegenüberstehen. Möglicherweise der Anfang für einen Umdenkprozess? Groman bleibt skeptisch: Es komme sehr darauf an, in welcher Gruppe sich Jugendliche bewegten.

Eine grundlegende Änderung sei nur mit der Zeit möglich. Doch noch immer sei das Rauchen an den meisten Orten möglich und man habe in Österreich ja als Nichtraucher noch immer eine Scheu davor, Raucher in Gesellschaft darum zu bitten, die Zigarette Zigarette sein zu lassen. Die österreichische Gesellschaft sei weiterhin „sehr tolerant gegenüber Rauchern“.

Offener spricht das die Ärztekammer an: Der Präsident Artur Wechselberger rief erneut die Politik dazu auf, ein flächendeckendes Rauchverbot insbesondere in der Gastronomie zu erlassen. Außerdem müsse gerade bei Jugendlichen ein Präventionsschwerpunkt gesetzt werden: „Rauchen muss uncool werden“, meint der Ärztekammer-Chef und nimmt die Erwachsenen in die Pflicht, mit gutem Vorbild voranzugehen.

Guido Tiefenthaler, ORF.at

http://www.orf.at/stories/2184673/2184627/





1318
xxxd7b7yyy




Tabakkonzerne entdecken E-Zigarette -

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/international/1422081/Tabakkonzerne-entdecken-EZigarette-?from=suche.intern.portal

Tabak-Alternative. Hintergrund der Expansion sind rückläufige Verkaufs- und Gewinnzahlen mit Rauchwaren, die mehr und mehr verboten werden.
Richmont. Die großen Zigarettenerzeuger entdecken in den USA den E-Zigaretten-Markt, bisher eine Nische, die kleinen Alternativanbietern wie Logic, Njoy oder Vapor überlassen worden war.

Die Altria Group, die Philip Morris vertreibt, will im Juli irgendwo in Indiana damit beginnen, ihre neue E-Zigarette MarkTen zu erproben, Reynolds beginnt mit einem Produkt namens Vuse eine nationale Kampagne. Die BAT-Tochter Lorillard (Lucky Strike) hat im Vorjahr um 135 Millionen $ die Marke Blu erworben und verkauft sie jetzt in mehr als 80.000 Geschäften.

Bisher machen E-Zigaretten (batteriebetriebene Geräte, in denen eine Nikotinlösung zur Inhalation verdampft wird) nur etwa ein Prozent des Zigaretten-Umsatzes aus. Reynolds erwartet aber, dass sich der Umsatz der Sparte noch heuer auf eine Milliarde $ verdoppeln wird, bis 2015 sollen es schon drei Milliarden sein.

Flucht aus dem Rauch

Hintergrund der Expansion sind rückläufige Verkaufs- und Gewinnzahlen mit Rauchwaren, die mehr und mehr verboten werden. Zwar sind alle Zigarettenerzeuger längst in Alternativbranchen eingestiegen (Altria etwa hält bereits 27,3 Prozent am Braukonzern SABMiller), weitere Gewinnbringer sind aber willkommen.

Allerdings hat die Food and Drugs Administration (FDA), die für die Verbannung der Rauchwaren zuständig ist, längst auch die E-Zigaretten in Visier. In Indiana, wo Altria ihren Testlauf startet, ist ab 1. Juli der Verkauf an Jugendliche untersagt - wie in gut einem Dutzend anderer Bundesstaaten auch. In Kalifornien gelten für E-Zigaretten bereits dieselben Beschränkungen wie für richtige Glimmstängel.

1319



"Die Ansprache habe zu vielen Reaktionen geführt, darunter auch die Drohungen.
Zwei Vorfälle hätten ihn besonders erschreckt, sagt Abel. Er habe am Samstag einen Anruf mit unterdrückter Nummer erhalten, in dem er aufgefordert worden sei,
vor die Tür seiner Wohnung in Flingern zu kommen (in der er sich zu dieser Zeit aber nicht befand).
Ein Rauchverbot-Gegner habe außerdem eine Liste von Abels Lieblingscafés in einem Forum veröffentlicht.
Rauchverbot-Gegner hätten ihm gedroht, dass sie ihn dort aufsuchen würden.

Am Sonntag berichtete Abel in einem Eintrag auf seiner Facebook-Pinnwand von diesen Erfahrungen."

http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/duesseldorf/nachrichten/politiker-nach-anti-raucher-rede-bedroht-1.3489466

1320




"EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg rechnet damit,

es bis zur tatsächlichen Umsetzung der neuen EU-Tabakrichtlinie noch mindestens dreieinhalb Jahre dauert."

Also mind. 5 Jahre! -

http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/EU-Minister-einigen-sich-auf-strengere-Anti-Raucher-Regeln;art385,1144501