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Nachrichten - admin

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Anmerkung:

Die Wirte bekamen mittels Aussendungen und Folder von der Wirtschaftskammer kostenlose UND kostenpflichtige Beratung zum Umbau.
Seit dem VwGH-Urteil
http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=535.msg5071#msg5071
ist klar, diese Beratungen waren scheinbar falsch!

Viele Wirte haben umgebaut, auch wenn es keinesfalls so viele sind, wie die WKO ff. gebetsmühlenartig berichtet, und schon gar nicht stimmen die Investitionssummen (völlig aus der Luft gegriffen!

Die WKO will nun bei sich Schadensbegrenzung durchführen, posaunt hinaus, dass die "Umbauwirte" Kostenersatz vom Staat, als von uns allen, bekommen müssen. Damit will die WKO scheinbar nur die eigenen Fehler zukaschieren, dass nicht Wirte die WKO wegen offensichtlicher Falschberatungen klagen!

Hinweis:
Jeder gesetzestreue Wirt kann vom gesetzwidrigen Wirt der Nachbarschaft, Schadenersatz einklagen.
Laut Kurier unterstützt ihn dabei die WKO. Siehe dazu auch: http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=584.msg2288#msg2288




Gesetz: Plötzlich wieder illegale Raucherzonen

27.09.2013 | 17:35 |  von Eva Winroither (Die Presse)

Seit Sommer müssen Kaffeehäuser einen rauchfreien Weg zur Toilette anbieten. Behördlich bereits genehmigte Raucherzonen könnten damit plötzlich illegal sein.

Wien. Das Café in der Schönbrunner Straße 285 ist so typisch für die Bundeshauptstadt. Es ist in keinem Reiseführer zu finden, aber morgens und abends treffen sich die Leute aus dem Grätzel hier. Das Café Raimann ist ein Alt-Wiener-Kaffeehaus mit Esterhazy-Schnitte in der Vitrine und Billardtisch im Nebenraum. Jeden Freitag trifft sich hier der Pfeifenklub, einmal im Monat kommt hier der Zigarrenklub zusammen.

Doch das könnte bald vorbei sein. Im Sommer hat der Verwaltungsgerichtshof beschlossen, dass ein Raucherbereich nur dann gesetzeskonform ist, wenn ein Nichtraucher auf dem Weg durchs Café nicht durch Raucherzonen gehen muss. Soll heißen, der Weg zur Toilette muss rauchfrei sein. Ebenso der Weg ins Lokal.

Doch das hat zahlreiche Gastronomen in die Bredouille gebracht. Sie haben in Raucher- und Nichtraucherbereiche investiert – und erfahren nun, dass die Lösungen, die ihnen von den Behörden genehmigt wurden, nun doch wieder nicht passen.

8000 Euro hat etwa Heinz Schaffer die große automatische Holzschiebetüre gekostet, die Raucher von den Nichtrauchern trennt. Eine „Vorzeigelösung“ sei sie Tür damals gewesen, erzählt er. Nun reicht sie allerdings nicht mehr. Denn um die Toilette im Café Raimann zu erreichen, muss man den Raucherraum betreten. Drei Schritte sind das, gleich hinter der Türe links. Drei Schritte zu viel.

„Ich lasse es jetzt darauf ankommen“, sagt Schaffer, der das Café seit fünf Jahren führt. Das bereite ihm zwar Magenschmerzen, aber was bleibe ihm anderes übrig? Ein rauchfreies Lokal, das könne er sich, so wie sein Publikum derzeit aufgestellt sei, einfach nicht leisten. Und er ist nicht allein. Rund 20 bis 30 Prozent aller Gastronomiebetriebe würden vor dem gleichen Problem stehen, sagt Berndt Querfeld, Chef des Café Landtmann und Obmann der Sparte Kaffeehäuser in der Wirtschaftskammer. „Sie haben in Raumtrennungen und Lösungen investiert, die nun nicht mehr gelten.“

Wobei es nicht nur um vergeblich getätigte Investitionen geht, sondern um die fehlende Lösung. Denn um Anzeigen zu vermeiden, müssten die Unternehmer nun erneut umbauen – oder gleich auf Nichtraucher umstellen. Letzteres hätten laut Querfeld schon einige getan – und würden nun darunter leiden.
Die erste Wahl bei politischer Bericht-
erstattung!

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Bis zu 40 Prozent weniger Kunden

Die Konditorei Tumpach im 22. Bezirk etwa büßt seither etwa 30 bis 40 Prozent ihrer Kunden ein. „Ich werde Personal abbauen. Ich kann die Leute nicht mehr bezahlen“, sagt Inhaber Stefan Tumpach. Seine rauchenden Stammkunden würden auf umliegende Raucherlokale ausweichen. Querfeld wundert das nicht. „Es sind ja nicht die Cafés im Reiseführer, die es erwischt. Sondern die kleinen Cafés in den Nebenstraßen, die Entertainment, Gastronomie und soziale Betreuung liefern.“

Die Wirtschaftskammer stellt sich nun auf einen Musterprozess ein. Derzeit sucht man nach Gastronomen, die ihre bisherigen Umbaukosten vom Bund einfordern wollen. Weiters fordert die Wiener Wirtschaftskammer-Präsidentin Brigitte Jank eine gesetzliche Klarstellung. Demnach müsste man es Nichtrauchern zumuten, kurz durch den Raucherbereich zu gehen. Berndt Querfeld geht trotzdem davon aus, dass „wir bald auf eine rauchfreie Gastronomie“ zusteuern. Café-Raimann-Chef Heinz Schaffer hätte nichts gegen eine solche Lösung: „Dann können die Kunden wenigstens nicht zur Konkurrenz gehen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.09.2013)

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xxagazzz



Nichtraucherschutz? Die Grünen wählen; auch Verwandte, Freunde, Bekannte bitten!



Ja, bitte "Die Grünen wählen", für Umsetziung des Nichtraucherschutzes,
möglichst überall, mit sofortigen, behördlichen Kontrollen!

Bis dorthin Anzeigen, Anzeigen, Anzeigen, laut dieser Vorlage:


http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=562.msg2110#msg2110




Von: Erlacher Dietmar [mailto:erlacher.dietmar@aon.at]
Gesendet: Freitag, 27. September 2013 21:34
An: 'Dialogbüro des grünen Parlamentsklubs'
Betreff: Nichtraucherschutz? Dann Die Grünen wählen; auch Verwandte, Freunde, Bekannte bitten!

Danke!

Abschriftlich an Verteiler und …..




Von: Dialogbüro des grünen Parlamentsklubs [mailto:dialogbuero@gruene.at]
Gesendet: Freitag, 27. September 2013 13:47
An: Erlacher Dietmar
Betreff: Ihr Mail an die Grünen: Offener Brief zu "Wiener Wiesn"


Sehr geehrter Herr Erlacher,
 
vielen Dank für Ihr Mail.

Die Grünen werden sich auch weiterhin für die Gesundheit, speziell den Schutz von NichtraucherInnen, Kindern und Jugendlichen sowie ArbeitnehmerInnen einsetzen.
Wir werden jedenfalls dran bleiben, uns weiter stark in Sachen NichtraucherInnenschutz zu machen!
Es war immer klar: Nur ein generelles Rauchverbot in allen Lokalen schafft eine gleiche und faire Situation für alle, die österreichische Lösung schafft Konkurrenz und Unübersichtlichkeit. Leider haben sich hier entsprechende Lobbyisten durchgesetzt.
Da es keinen ausreichenden Schutz für NichtraucherInnen, Kinder und Jugendliche, die ca. 300.000 Beschäftigten in der österreichischen Gastronomie, ganz speziell auch für Lehrlinge gegen Passivrauchen gibt, muss jemand den Mut haben, hier Position zu beziehen. Wir haben den Mut!


Mit besten Grüßen
Ihr Dialogbüro der Grünen

_________________________________________

DRAN BLEIBEN - GRÜNE INFOS FÜR SIE! Wir freuen uns, wenn Sie weitere Informationen über die Aktivitäten der Grünen erhalten wollen. Hinterlassen Sie Ihre Emailadresse unter GRUENE.AT/mitmachen und bleiben Sie in Kontakt mit uns.

DIALOGBÜRO - DIE GRÜNEN - DER GRÜNE KLUB IM PARLAMENT
Löwelstraße 12 . 1017 Wien . Österreich

GRUENE.AT

 
________________________________________
Von: "Erlacher Dietmar" <erlacher.dietmar@aon.at>
An: "eva glawischnig-piesczek" <eva.glawischnig-piesczek@gruene.at>, "kurt gruenewald" <kurt.gruenewald@gruene.at>, "werner kogler" <werner.kogler@gruene.at>, "martin margulies" <martin.margulies@gruene.at>, "maria vassilakou" <maria.vassilakou@gruene.at>, infopool@gruene.at, pilz@gruene.at, "peter pilz" <peter.pilz@gruene.at>
CC: "manfred neuberger" <manfred.neuberger@meduniwien.ac.at>, "kurt aigner" <kurt.aigner@gmx.at>
Gesendet: Donnerstag, 26. September 2013 23:52:13
Betreff: Offener Brief zu "Wiener Wiesn"

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
die unten stehende Mitteilung zur Kenntnis mit der Bitte um Antwort!
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Dietmar Erlacher, Krebspatient
 
 
 
Von: Krebspatienten [mailto:info@krebspatienten.at]
Gesendet: Donnerstag, 26. September 2013 23:22
An: alois.stoeger@bmg.gv.at; franz.pietsch@bmg.gv.at; manfred.neuberger@meduniwien.ac.at; kurt.aigner@gmx.at
Cc: michael.haeupl@wien.gv.at; sonja.wehsely@ggs.wien.gv.at; oliver.birbaumer@wien.gv.at; Harald.Kaltenboeck@wien.gv.at; karin.spacek@wien.gv.at
Betreff: Offener Brief zu "Wiener Wiesn"
 
Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister Stöger,
 
für den Nichtraucherschutz in Wien ist es eine schlimme Niederlage, dass bei der "Wiener Wiesn" wieder Raucherlaubnis in ALLEN Zelten besteht, obwohl sich schon im Vorjahr unzählige Besucher darüber aufregten.
 
Bitte veranlassen Sie jetzt unverzüglich Luftqualitätsmessungen in den Zelten/Hallen, in denen geraucht wird.
Da sich Tabakrauch an allen Oberflächen ablagert und wieder an die Umgebungsluft abgegeben wird, besteht auch für Tages-Besucher (hunderte Kinder und Jugendliche), eine erhebliche Gesundheitsgefahr.

Deshalb sind solche Ausnahmen grundsätzlich abzulehnen!
Bitte halten Sie sich in Zukunft einfach an Ihre eigenen Gesetze und Ziele: Rauchfreie Lokale haben Vorrang (somit auch rauchfreie Groß-Veranstaltungen!).

Schöne Absichtserklärungen veröffentlichen reicht eben nicht, die schönen Worte müssen auch gelebt, d. h. in der Realität umgesetzt werden, auch und gerade gegen die finanziellen Interessen weniger!

Mit freundlichen Grüßen


Dietmar Erlacher, Krebspatient


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L E S E R B R I E F E, Abstimmungen / Armer Krone Leserbriefschreiber .....
« am: September 10, 2013, 15:37:30 Nachmittag »



Anonymer Krone-Leserbrief:

Es reicht! Langsam fühle ich mich diskriminiert! ... Ich bin Raucherin und möchte, wenn ich ausgehe, die Möglichkeit zum Rauchen haben! ... Ich sehe Rauchverbote ein in Krankenhäusern, Ämtern, Schulen, Kino, Theater, Flugzeug, Autobus, Bahn, Straßenbahn, Kindergärten, im Auto, wenn Kinder mitfahren etc. Aber nicht mehr, wenn ich in meiner Freizeit ein Lokal aufsuchen möchte und dann gezwungen werde, meinem „Genuss“, und als solchen betrachte ich das Rauchen derzeit noch, im Freien nachzukommen. Ich suche mir jetzt schon dementsprechende Lokale aus und meide andere. Lässt sich diese totale Bevormundung noch mit Menschenrechten vereinbaren? ...

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Stefan Strasser "Diskriminiert"?
Das würde bedeuten, dass Nichtraucher mehr dürfen als Raucher. Was denn genau? Raucher dürfen Lokale auch im Falle eines Rauchverbots aufsuchen. Herz- und Lungenkranke werden aber jetzt vom Besuch der Lokale ferngehalten

"meinem Genuss"?
Raucher denken immer nur an sich, und wo bleibt der Genuss der Nichtraucher, wenn er durch Gestank getrübt wird?

"Totale Bevormundung"?
Wie viel Platz nimmt die Zigarette im Leben der Dame ein, wenn ein Rauchverbot in Lokalen bereits eine "totale ..." ist.

"Menschenrechte"?
Gibt es jetzt auch schon ein Menschenrecht auf Gestank, und Schädigung anderer?

Man sollte Zigaretten verbieten, da sind Substanzen drin, die die Menschen völlig realitätsfremd machen.

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Carmen Zych Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die körperliche Unversehrtheit der Anderen bedroht wird!


Walter Ring "Genuss, und als solchen betrachte ich das Rauchen derzeit NOCH" .... NOCH ... bis halt dann der Lungenkrebs zuschlägt...


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Deutschland / Bundesbürger befürworten strikten Nichtraucherschutz
« am: September 10, 2013, 15:34:14 Nachmittag »


Westdeutsche Zeitung: Bundesbürger befürworten strikten Nichtraucherschutz - Zeit der verqualmten Eckkneipe ist vorbei Ein Kommentar von Madeleine Gullert

Düsseldorf (ots) - Der Nichtraucherschutz hat sich bewährt. Dass eine Mehrzahl der Deutschen ein Rauchverbot unterstützt, zeigt die abnehmende Zahl der Raucher. Eine Minderheit, die sich jedoch gut organisiert hat und verbissen für ihr vermeintliches Grundrecht kämpft, jederzeit und überall qualmen zu dürfen. Das immer gleiche Argument der Raucher: Sie würden diskriminiert, ihre Selbstbestimmung eingeschränkt. Das zieht aber nicht. Denn wer raucht, schadet nicht nur sich selbst, sondern durch das Nikotin auch immer seinem direkten Umfeld.

Aktuelles Ziel der Raucherfront in NRW ist es, die Verschärfung des Rauchverbots rückgängig zu machen. Der Stand vor dem 1. Mai ist aber keineswegs erstrebenswert. War das Nichtraucherschutzgesetz damals doch voller Schlupflöcher. Die Kneipenbesitzer übten sich in Kreativität und nutzten die Gesetzeslücken. Plötzlich gab es überall nur noch "Raucherclubs", jeder Besucher wurde schnell zum Mitglied. Ein Nichtraucherschutz für die Angestellten war so nicht gesichert, und auch für Gäste war stets unklar, was sich hinter der Kneipentür verbarg.

Die Raucherlobby schimpfte viel vor dem 1. Mai, aber das strikte Rauchverbot ist nun vier Monate alt - und die Welt ist nicht untergegangen. Im Gegenteil. Das Rauchverbot wird angenommen. Das mag auch daran liegen, dass die Zeiten, in denen es cool war, mit der Fluppe in der Hand dazustehen, passé sind.

Tatsächlich rauchen immer weniger junge Menschen. Der Anteil der jugendlichen Raucher sank laut einer Umfrage von 27,5 Prozent im Jahr 2001 auf zwölf Prozent im vergangenen Jahr. Drei Viertel der Jugendlichen haben sogar noch nie auch nur an einer Zigarette gezogen.

Nicht das strikte Rauchverbot, sondern geänderte Gewohnheiten führen tatsächlich zu einem Kneipensterben. Das liegt vor allem daran, dass der typische Kneipengänger langsam aber sicher ausstirbt. Der Bedarf für die kleine verqualmte Eckkneipe nimmt deshalb immer weiter ab. Und da die Nachfrage den Markt reguliert, werden sicher noch mehr Eckkneipen sterben - wenn die Raucherlobby es nicht schafft, sie zum Weltkulturerbe erklären zu lassen.

OTS: Westdeutsche Zeitung newsroom: http://www.presseportal.de/pm/62556 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_62556.rss2

Pressekontakt: Westdeutsche Zeitung Nachrichtenredaktion Telefon: 0211/ 8382-2370 redaktion.nachrichten@wz.de <a href="http://www.wz.de">www.wz.de</a>






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Dazu Kommentare:

http://www.kleinezeitung.at/freizeit/lokalerezepte/3365398/selbst-weg-zum-klo-muss-rauchfrei.story


Rauchsheriffat am 28.07.2013, 15:41Kommentar melden
Gesetzwidrige Wirte fördern/dulden Tabakrauch-Schwersterkrankungen!

Daher ab 1.8.2013 (Schonfrist) bitte jeden anzeigen, der den Nichtraucherschutz laut Tabakgesetz nicht einhält! Das sind übrigens nicht nur Wirte, sondern auch .....! Und wen, warum, wie, wo anzeigen. Info: rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=570.msg2202#msg2202
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Oleoleole am 28.07.2013, 05:46Kommentar melden
Körperverletzung und Mord

Sind ja auch verboten. Warum ist dann Rauchen erlaubt?
Weil viele Wähler und Politiker Raucher sind und weil sie alle schwer süchtig sind. Aja und sie ham ja alle so an Spaß.
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Rauchsheriffat am 27.07.2013, 22:25Kommentar melden
Und Jetzt?

Die WKO-Gastronomie hat den Wirten Beratungen zur richtigen Gestaltung laut dem Tabakgesetz angeboten, mittels Flyer, glaublich 3 Stunden kostenlos, in Fortsetzung glaublich kostenpflichtig.
DAHER ist die WKO verpflichtet für den Schadenersatz von Falschinvestitionen und Strafen aufzukommen, oder?
DAS kommt teuer, auch als Prestige für den NR.-Wahlkampf und der Wiener Wirtschaftskammer Nachwahl, für die ÖVP+Wirtschaftsbund, aber auch SPÖ+Turecek-Verband.
Weiters hat die WKO Rechtsbeistand den "guten" Wirten zugesagt, um Schadenersatz durch gesetzwidrige Nachbarn einzuklagen (siehe OGH-Urteil 2010 auf rauchsheriff.at).
Lesenswert? Ja Mit Ja stimmen3 Ja-Stimmen6 Nein-StimmenMit Nein stimmen Nein (aus 9 Stimmen)
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Antwort von Rauchsheriffat am 27.07.2013, 22:32Kommentar melden
Ab 1.8.2013 bitte jeden anzeigen, der

Ab 1.8.2013 bitte jeden anzeigen, der den Nichtraucherschutz laut Tabakgesetz nicht einhält! Das sind übrigens nicht nur Wirte, sondern auch .....! Und wie, wo anzeigen. Info: http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=570.msg2202#msg2202


Antwort von Rauchsheriffat am 27.07.2013, 23:12Kommentar melden
WKO-Gastr-Zwangsmitglieder wehrt euch .....

"Helmut Hinterleitner, Kärntner Gastronomie-Obmann, will die gesetzlichen Auswirkungen prüfen lassen. Und deutet sogar den Weg bis zum Europäischen Gerichtshof an."
Aha, der Schrei eines Ertrinkenden/Schuldigen? Schließlich hat die WKO die Wirte falsch beraten. Nun soll sie sich endlich für eine rauchfreie Gastronomie einsetzen, wie es die Hotelerie oder der EKZ-Verband vor Jahren beschlossen hat.
Wenn der "Hinterwäldler" mit Zwangsbeiträgen so umgeht, soll er endlich zurücktreten. Die Kärntner Wirte und auch Gäste forderten längst seine "Entfernung" im Life-Radio.


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Rauchregeln für Lokale: Justiz als Hoffnungsträger

Kommentar | 26. Juli 2013, 18:40

Ein allgemeines Rauchverbot in der Gastronomie wäre den Wirten gegenüber wohl fairer

Hysterie mag durchaus mit eine Rolle spielen, wenn man sich Gesetze gegen das Rauchen so ansieht. Wenn in New York nicht einmal mehr auf manchen Straßen gequalmt werden darf, ist das wohl eher Schikane als Fürsorge - da sollte man den Nikotinkonsum gleich für illegal erklären. Dass Tabakschwaden auch für die Nichtraucher schädlich sind, steht außer Diskussion. Aber der Weg von der Eingangstür eines Lokals zum Nichtraucherbereich dauert vielleicht zehn Sekunden - was wohl das Herzinfarkt- und Krebsrisiko nicht drastisch erhöht.

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes (VwGH), den rauchfreien Weg zum Nichtrauchersitzplatz zu verlangen, ist aber durchaus interessant. Auch, weil die Höchstrichter in ihrer Begründung den Willen des Gesetzgebers zu erkennen meinen. Nur: Der hat genau diesen Bereich im Jahr 2008 noch bewusst ausgeklammert.

Wenn der Gesundheitsminister nun über das Urteil frohlockt, ist das doch ein wenig scheinheilig - und unfair den Wirten gegenüber. Viele von ihnen mussten ihre Lokale schon einmal umbauen, mit der neuen Bewertung durch den VwGH drohen die nächsten Baustellen. Die in fünf Jahren obsolet werden könnten, falls doch ein allgemeines Rauchverbot in der Gastronomie kommt.

Dafür gäbe es derzeit keine Mehrheit, argumentiert das Ministerium. Nur: Dann sollte man an der basteln. Und nicht hoffen, dass die Justiz Gesundheitsagenden löst.

(Michael Möseneder, DER STANDARD, 27./28.7.2013)

http://derstandard.at/1373513857282/Rauchregeln-fuer-Lokale-Justiz-als-Hoffnungstraeger

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Pulmologie

ÖGA-Jahrestagung: (Ultra-)Feinstaubbelastung in der Wiener Gastronomie

http://pulmologie.universimed.com/artikel/%C3%B6ga-jahrestagung-ultra-feinstaubbelastung-der-wiener-gastronomie

Tabakrauch ist nach wie vor eine allgegenwärtige und teils unausweichliche Bedrohung für die menschliche Gesundheit. Statistisch gesehen erliegt jeder zweite Raucher den schwerwiegenden Folgen seines Lasters. So sterben laut WHO jährlich 6 Millionen Menschen an einer tabakassoziierten Krankheit (WHO 2011).

Aber nicht allein das aktive Rauchen von Zigaretten, sondern auch das Einatmen des Nebenstromrauchs, sprich das Passivrauchen, ist nachweislich in hohem Maße gesundheitsgefährdend. So verursacht Passivrauchen 600.000 frühzeitige Todesfälle pro Jahr (Oberg M et al 2010).

Trotz dieser erschreckenden Fakten hält Österreich weiterhin an einem insuffizienten Nichtraucherschutzgesetz fest. Im Gegensatz dazu haben mehrere europäische Länder den Tabakkonsum bereits völlig aus dem gastronomischen Bereich verbannt und damit einen wichtigen Schritt zum Schutz der nicht rauchenden Bevölkerung gesetzt.

Gefahren des Tabakrauchs

Tabakrauch enthält mehr als 4.800 chemische Stoffe, von denen rund 70 krebserregende Eigenschaften aufweisen. Die Schadstoffe gelangen teils in gasförmigem Zustand in die Atemluft (wie zum Beispiel Kohlenmonoxid, Ammoniak, Benzol oder Ameisensäure) oder als Fein- und Ultrafeinstäube.

Zigarettenrauch stellt in Innenräumen die wichtigste Quelle für Fein- und Ultrafeinstäube dar. Per Definition haben inhalierbare Feinstaubpartikel einen aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10µm, deren Masse als PM10 bezeichnet wird. Lungengängiger Feinstaub der Fraktion PM2.5 weist eine Größe von weniger als 2,5µm auf und dringt bis in tiefe Lungenabschnitte vor.

Ultrafeine Teilchen hingegen sind kleiner als 100nm und können nach Inhalation aufgrund ihrer geringen Größe sogar ins Blutgefäßsystem übertreten, wo sie unter anderem über endotheliale Dysfunktion pathologische Reaktionen der Gefäßwand sowie Störungen der Blutgerinnung und des Herzrhythmus hervorrufen.
Das Einatmen von feinen und ultrafeinen Partikeln kann zu Krebs, kardiovaskulären Erkrankungen (z.B. Myokardinfarkt, Schlaganfall u.a. Folgeerkrankungen der Arteriosklerose), respiratorischen Beeinträchtigungen und Erkrankungen sowie bei Kindern zu Entwicklungsstörungen von Lunge und Gehirn führen (IARC 2004; US Department of Health and Human Services 2006).

Laut einer Studie von Neuberger und Mos-hammer aus dem Jahr 2012 sind Menschen, die sich lediglich eine Stunde pro Tag in einem durchschnittlich verrauchten Lokal aufhalten, schon einem beträchtlich höheren kardiovaskulären Risiko ausgesetzt als solche, die an einer vielbefahrenen Straße wohnen. Noch schlimmer trifft es jedoch Passivraucher, die beruflich acht Stunden täglich Zigarettenrauch einatmen müssen. Bei diesen Personen ist das kardiovaskuläre Sterberisiko um fast 20% erhöht (Abb. 1).

Durch eine Vielzahl von Studien mit Nikotin- und Feinstaubmessungen konnten in den vergangenen Jahren das Interesse und Bewusstsein der Öffentlichkeit in Bezug auf dieses Thema verbessert werden. Zurzeit werden unterschiedliche Methoden angewandt, um Zigarettenrauch in Innenräumen verlässlich zu detektieren. Mos-hammer et al zeigten zum Beispiel, dass die durch Zigarettenrauch verursachte Nikotinbelastung der Umgebungsluft gut mit der aktiven Partikeloberfläche von Feinstaub korreliert (Moshammer et al 2004).

Aktuelle Studie in Gastronomiebetrieben

In einer aktuellen Studie untersuchte eine Forschergruppe des Instituts für Umwelt-hygiene an der Medizinischen Universität Wien die Fein- und Ultrafeinstaubbelas-tung gastronomischer Betriebe im Zentrum von Wien. Dabei wurden in 134 Räumen von 88 Cafés, Bars, Restaurants und Diskotheken zwischen November 2010 und März 2011 Luftproben genommen. Unter den besuchten Lokalen waren 22 reine Nichtraucherlokale, 20 reine Raucherlokale und 46 Mischbetriebe mit je einem Raucher- und einem abgetrennten Nichtraucherbereich.
Um den Großteil des einatembaren Partikelspektrums zu erfassen, wurden zwei unterschiedliche Messgeräte verwendet. Der Diffusion Size Classifier (miniDiSC) wurde zur Erhebung der Ultrafeinstaubbelastung eingesetzt. Dieses Gerät misst den Durchmesser (nm), die Partikelzahl (pt/cm3) und die aufladbaren Oberflächen (µm2/cm3) von Nanopartikeln im Bereich von 10 bis 300nm. Die aufladbaren Oberflächen korrelieren hierbei gut mit der sogenannten Lung Deposited Surface Area (LDSA) (Asbach et al 2009), die einen wichtigen Faktor für den schädigenden Effekt ultrafeiner Partikel darstellt (Fissan H 2007).

Zur Erfassung der drei Feinstaubfraktionen PM10, PM2.5 sowie PM1.0, gemessen in µg/m3, wurde ein Laser-Aerosol-Spektrometer der Firma Grimm verwendet, das Partikel von 300nm bis 20µm zählt und deren Masse in den 3 Fraktionen berechnet.

Studienergebnisse

Die erhobenen Messwerte und die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollten Aufschluss darüber geben, wie effizient die Trennung zwischen Raucher- und Nichtraucherbereichen ist. Ein weiteres Ziel der Studie war es, zu evaluieren, wie verlässlich das österreichische Tabakgesetz 4–10 Monate nach Ende der Übergangsbestimmungen in Wiener Lokalen (Bezirke 1–9) eingehalten wird.

Die Auswertung der gewonnenen Messwerte zeigt, dass eine signifikante Korrelation zwischen der Belastung durch Feinstaub und der durch Ultrafeinstaub besteht. Auch korreliert die Partikelzahl ultrafeiner Teilchen mit der Anzahl an rauchenden Gästen, die sich während der Messung im Lokal aufhielten.

Mit einem Median an Ultrafeinstaubpartikeln von 7.408,3pt/cm3 und einem medianen PM2.5-Wert von 6,7µg/m3 war die Konzentration in reinen Nichtraucherlokalen meist geringer als die Belastung der Außenluft. In Nichtraucherbereichen mit angrenzenden Raucherbereichen jedoch stieg der Median der Partikelzahl um das 3,5-Fache auf 25.973,3pt/cm3 und der Median von PM2.5 um das 5,1-Fache auf 34,2µg/m3, er lag damit hinsichtlich der Feinstäube signifikant über den Belas-tungen in reinen Nichtraucherbereichen. Die Außenluft hatte keinen entscheidenden Einfluss auf die Luftqualität dieser Nichtraucherbereiche, sondern nur die Konzentrationen in benachbarten Raucherbereichen.

Lediglich in 36% der geprüften Nichtraucherbereiche mit angrenzenden Raucherbereichen fand die Stichprobenmessung einen Wert unter dem WHO-Leitwert für das Tagesmittel von PM2.5, das mit 25µg/m3 festgelegt ist.

Noch schlechter schnitten Raucherbereiche und reine Raucherlokale ab, die im Median Ultrafeinstaubwerte von 66.011pt/cm3 (PM2.5 172,3µg/m3) aufwiesen, was als höchst gesundheitsgefährdend einzustufen ist.

Maximalwerte von 102.661,4pt/cm3 in Nichtraucherbereichen mit angrenzenden Raucherbereichen und von 529.554,9pt/cm3 in reinen Raucherlokalen und Raucherbereichen untermauern die Gefahr, die von Zigarettenrauch ausgeht. In manchen Raucherlokalen kam es sogar zu Feinstaubbelastungen im Milligrammbereich pro m³ (bis 3.082,2µg/m3), siehe Abb. 2.

Außerdem zeigte sich, dass auch eine geschlossene Verbindungstür keine signifikante Reduktion des Feinstaubs in den Nichtraucherbereichen gewährleisten kann, was aufgrund des oftmaliges Öffnens durch Personal und Gäste verständlich ist.

Während der Luftmessungen wurde auch erhoben, ob das derzeit in Österreich gültige Nichtraucherschutzgesetz von den Gastronomen zufriedenstellend umgesetzt wird. Wir kamen zu dem erschreckenden Schluss, dass 61,3% der untersuchten Gaststätten das Gesetz schlichtweg missachten, was darauf zurückzuführen sein könnte, dass behördliche Kontrollen meist fehlen und bei einem Gesetzesverstoß kaum Sanktionen befürchtet werden müssen.

52,2% aller besuchten Mischbetriebe hatten die Verbindungstür zwischen Raucher- und Nichtraucherbereichen ständig geöffnet. In 6 reinen Nichtraucherlokalen und 7 Nichtraucherbereichen wurde das Rauchen gestattet. Bei 13,6% der Fälle war der Raucherstatus der Lokalitäten nicht korrekt oder gar nicht gekennzeichnet. 14 Betriebe hatten keinen abgetrennten Nichtraucherbereich trotz einer Größe von mehr als 50m2.

Am schlechtesten schnitten Diskotheken ab. Von 7 besuchten Diskos war nur eine gesetzeskonform geführt.

Diese Ergebnisse untermauern eine weitere Studie, die vom Februar bis Oktober 2010 in Wien durchgeführt wurde (Pletz & Neuberger 2011). Der Vergleich dieser beiden Studien lässt erkennen, dass auch nach Ende der Übergangsbestimmungen keine Verbesserung in Sachen Nichtraucherschutz zu erkennen ist.

Conclusio


Die aktuelle Studie zeigt deutlich, dass das derzeit in Österreich gültige Tabakgesetz keinen ausreichenden Schutz vor Zigarettenrauch für Gäste und Mitarbeiter gastronomischer Betriebe gewährleisten kann. Auch neue, leistungsstarke Ventilationssys-teme waren nicht in der Lage, die Feinstaubwerte in Raucherbereichen und reinen Raucherlokalen auf ein angemessenes Niveau zu senken, wie Abb. 3 anhand einer kontinuierlichen Messung im Raucherbereich eines Wiener Lokals veranschaulicht. Neuberger & Moshammer (2012) zeigten darüber hinaus, dass eine moderne und leistungsstarke Lüftungsanlage auch in einem durch eine Tür gesetzeskonform abgetrennten Nichtraucherzimmer keine unbedenklichen Feinstaubkonzentrationen erzielen konnte, solange Gäs-te den benachbarten Raucherbereich frequentierten.

Einzig ein generelles Rauchverbot in allen Lokalen stellt einen zufriedenstellenden Schutz dar und sollte als sinnvolle Konsequenz auch in Österreich eingeführt werden.

Wir danken der Kommission Reinhaltung der Luft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften für ihre finanzielle Unterstützung!

Literatur:

Asbach C et al: Conceptual Limitations and Extensions of Lung Deposited Nanoparticle Surface Area Monitor (NSAM). Journal of Nanoparticle Research 2009; 11: 101-109

Fissan H et al: Rationale and principle of an instrument measuring lung deposited nanoparticle surface area. Journal of Nanoparticle Research 2007; 9(1): 53-59

International Agency for Research on Cancer (IARC): Tobacco smoke and involuntary smoking. Monographs Programme on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Humans. Volume 83. Lyon: IARC, World Health Organization, 2004

Moshammer H et al: Nicotine and surface of particulates as indicators of exposure to environmental tobacco smoke in public places in Austria. Int J Hyg Environ Health 2004; 207(4): 337-43

Neuberger M, Moshammer H: Das österreichische Tabakgesetz und die Luftqualität in der Gastronomie. Atemw Lungenkrht 2012; 38(1): 8-11

Öberg M et al: Worldwide burden of disease from exposure to second-hand smoke: a retrospective analysis of data from 192 countries. Lancet 2011 Jan 8; 377(9760): 139-46

Pletz H et al: No borders for tobacco smoke in hospitality venues in Vienna. Atmosphere 2011, 2: 171-181

Pope CA et al: Cardiovascular mortality and exposure to airborne fine particulate matter and cigarette smoke: shape of the exposure-response relationship. Circulation 2009 Sep 15; 120(11): 941-8

US Department of Health and Human Services: The Health Consequences of Involuntary Exposure to Tobacco Smoke: A Report of the Surgeon General. Rockville, MD: US Department of Health and Human Services 2006

WHO (World Health Organisation): Report on the Global Tobacco Epidemic, 2011

Autoren:
Armin Schietz1, Viktoria Slavik1, Hanns Moshammer1, Manfred Neuberger1, 2

1 Institut für Umwelthygiene, Medizinische Universität Wien
2 Kommission Reinhaltung der Luft, Österreichische Akademie der Wissenschaften

Korrespondenzadresse:
Armin Schietz
Institut für Umwelthygiene
Medizinische Universität Wien
Kinderspitalgasse 15, 1090 Wien
E-Mail: armin_schietz@gmx.at
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Geld / Eltern rauchen auf Kosten ihrer Kinder
« am: September 10, 2013, 01:10:09 Vormittag »




Eltern rauchen auf Kosten ihrer Kinder

Lebensqualität wird für Zigarettenkonsum zurückgeschraubt

Zigarette: lässt Eltern an Kindern sparen

New York/Wien (pte002/26.07.2013/06:05) - Nikotinabhängige Mütter und Väter sparen nicht nur Geld an den Weihnachts- und Geburtstagsgeschenken ihrer Kinder, sondern auch an deren Kleidung und Ernährungsqualität, um ihren täglichen Zigarettenkonsum sichern zu können. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die vom Pharmaunternehmen Pfizer http://pfizer.com im Rahmen der "Don´t Go Cold Turkey"-Kampagne http://dgct.co.uk durchgeführt worden ist.

Thematik tabuisiert

"Ich finde diese anonyme Erhebung interessant, da sie die Wahrheit darüber enthüllt, wozu ein Raucher eigentlich bereit ist, um seiner Sucht weiterhin nachgehen zu können. In einer Therapie würde ein Nikotinabhängiger wohl kaum zugeben, auf Kosten der Lebensqualität seines eigenen Kindes zu rauchen, da diese Thematik viel zu schambesetzt ist", erläutert Psychologe Dominik M. Rosenauer http://dominikrosenauer.com im pressetext-Gespräch.

Von 6.271 Befragten haben 20 Prozent angegeben, den Kindern weniger oder billigere Kleidung und Schuhe zu kaufen, um sich die kostspielige Sucht finanzieren zu können. Alarmierend ist überdies, dass 17 Prozent sogar bereit sind, bei den Nahrungsmitteln sowie den Getränken zurückzuschrauben. 20 Prozent der Umfrageteilnehmer schrecken auch nicht davor zurück, die Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke mickrig ausfallen zu lassen. Neun Prozent haben sich sogar schon am Sparschwein des eigenen Kindes vergriffen.

Preisanstieg führt zu Hilflosigkeit

Dem Experten zufolge kann man eine Nikotinsucht annähernd mit einer Heroinabhängigkeit vergleichen. "Das Bedürfnis einiger Raucher nach einer Zigarette ist so stark, dass diese mitunter dazu bereit sind, wildfremde Menschen anzusprechen, um ihrem Verlangen folgen zu können", schildert Rosenauer. Aufgrund des stetigen Preisanstieges kann sich der Psychologe durchaus vorstellen, dass rauchende Eltern sich nicht mehr anders zu helfen wissen."Es gibt jedoch Hilfe für jene, die diesem Kreislauf entfliehen möchten", führt er abschließend aus.

(Ende)
Aussender:    pressetext.redaktion

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Ära geht zu Ende: Café Drechsler wird Nichtraucher­lo­kal

Das beliebte Szene-Lokal bleibt Nachtschwärmern künftig versperrt.


   
Anmerkung:
Rund ..... Anzeigen in ..... Jahren waren notwendig, bis .....


Der Schriftsteller Robert Menasse muss sich ein neues Stammlokal suchen. Schon wieder. Denn seit das nahe Café Sperl  zum Nichtraucherlokal wurde, übersiedelte Menasse an die linke Wienzeile ins Café Drechsler. Jetzt wird auch dieses rauchfrei. „Am Naschmarkt bleibt nur noch das Gasthaus zur Eisernen Zeit“, sagt Menasse, der „fassungslos“ ist, dass nun das nächste Wiener Original zum Nichtraucherlokal wird.  „Die Politik ist damit am besten Wege , die Wiener Kaffeehauskultur zu zerstören“, sagt Menasse.

… Drechsler-Stammgast Robert Menasse ist verärgert - Foto: KURIER /Gruber Franz
Doch nicht nur für Literaten, auch für ausdauernde Nachtschwärmer ist die Neuorientierung des Café Drechsler ein herber Schlag. Statt um drei Uhr in der Früh sperrt das Traditionscafé am Naschmarkt ab 3. September erst um 8 Uhr auf. Sperrstunde ist dann unter der Woche um Mitternacht, Freitag und Samstag um 2 Uhr in der Früh. „Es hat keinen Sinn mehr, in der Nacht aufzusperren, weil 95 Prozent der nächtlichen Besucher sind Raucher“, sagt Betreiber Manfred Stallmajer.

Notbremse

Nach den jüngsten Querelen rund um das Tabakgesetz hat er vergangene Woche als einer der ersten Lokalbetreiber in Wien die Notbremse gezogen. Seitdem ist das Drechsler ein Nichtraucher-Lokal. Bei der Wiener Wirtschaftskammer sind bisher keine vergleichbaren Fälle bekannt. „Klar ist aber, dass das Tabakgesetz saniert werden muss“, sagt Josef Bitzinger von der Tourismus-Sparte.

Mit ein Anlass war die Entscheidung des Verwaltungsgerichshofs, dass in Lokalen selbst die Wege zu den Toiletten rauchfrei sein müssen. Doch schon davor musste sich Stallmajer mit den Behörden herumschlagen. Im Lokal war der Raucher- und der Nichtraucher-Bereich nicht durch eine Tür getrennt. Stattdessen hatte der Betreiber ein Umluft-System um rund 17.000 Euro installiert. Es sollte verhindern, dass Nichtraucher durch den Qualm behelligt werden. „Gutachten bestätigen uns, dass die Lüftung auch tatsächlich funktioniert hat“, sagt Stallmajer.
Die Behörden ließen sich davon nicht überzeugen und verdonnerten den Cafetier gleich drei Mal zu Geldstrafen. Zuletzt musste er bereits rund 2400 zahlen. „Die nächste würde dann schon  10.000 Euro ausmachen.“

Deshalb sah sich Stallmajer gezwungen, das Rauchen in seinem Lokal komplett zu verbieten und den Nachtbetrieb einzustellen. „Die Umsätze werden uns natürlich fehlen“, sagt der Wirt. Für ihn ist die aktuell gültige Regelung eine „totale Wettbewerbsverzerrung“. Schließlich gebe es ja auch Clubs, die bis 6 Uhr offen haben und in denen geraucht werden kann.

„Ich plädiere daher für ein einheitliches Rauchverbot“, sagt der Wirt. „Überall sonst in Europa gibt es das ja ohnehin schon. Dann würde ich sofort auch in der Nacht wieder aufsperren.“

Für Menasse wäre ein  generelles Rauchverbot  in der Gastronomie ein Skandal: „Wenn wir anfangen, eine ganze Kultur zu verbieten, dann gibt es kein Halten mehr.“

http://kurier.at/chronik/wien/aera-geht-zu-ende-cafe-drechsler-wird-nichtraucherlokal/24.121.893

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Tankstellen verkaufen Zigaretten und Alkohol an Minderjährige

Von Verena Oberauer | 29.08.2013 - 15:26 | Kommentieren

An vielen Tankstellen in Salzburg greift der Jugendschutz offenbar nicht: Zwei Drittel aller getesteten Betrieben verkauften Alkohol und Zigaretten an Jugendliche unter 16 Jahren - nach dem Ausweis wurde selten gefragt.

............ http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/tankstellen-verkaufen-alkohol-an-minderjaehrige-72418/

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Vorsicht vor Tabak-Konzerne! Warum? / Tabakkonzerne erleben dramatische Niederlage
« am: September 10, 2013, 00:05:48 Vormittag »



Australien

Tabakkonzerne erleben dramatische Niederlage


15.08.2012, 04:15 Uhr

Der Oberste Gerichtshof in Australien hat am Mittwoch eine Klage gegen eine Verstärkung der Auflagen gegen Tabakwerbung abgewiesen, die zu den radikalsten auf der Welt zählen.

von Urs Wälterlin

Australien beschließt Änderungen für Tabakwerbung Abschreckende Bilder und neutrale Verpackung

CanberraDie Tabakindustrie in Australien muss ab Ende Jahr neue Vorschriften der Regierung befolgen und kann Zigaretten nur noch in generischer Verpackung verkaufen. Das bestätigten die Richter der höchsten juristischen Instanz Australiens am Mittwoch. Die Packungen werden künftig nur noch in einem unattraktiven Olivgrau gehalten und dürfen keine Markenlogos mehr aufweisen. Stattdessen nehmen Bilder von Krebstumoren oder blinden Augen den größten Teil der bisherigen Werbefläche in Anspruch.

Laut der australischen Generalstaatsanwältin Nicola Roxon soll damit verhindert werden, dass die Tabakindustrie vor allem unter Jugendlichen neue Kunden gewinnen kann, „denn ihre bisherigen Kunden sterben ihr weg“. Studien zeigen, dass die Verpackung für die Industrie ein bedeutendes Marketinginstrument ist.
Mit der Vorschrift zur einheitlichen und neutralen Gestaltung ist Australien derzeit Vorreiter. Die neue Packungsgestaltung soll ab Ende Dezember 2012 greifen. Quelle: Reuters
Mit der Vorschrift zur einheitlichen und neutralen Gestaltung ist Australien derzeit Vorreiter. Die neue Packungsgestaltung soll ab Ende Dezember 2012 greifen. Quelle: Reuters

Bisher ging die Regierung Rauchern vor allem an den Geldbeutel: rund 13 Euro kostet eine einzige Schachtel Zigaretten. Obwohl jährlich 15.000 Australierinnen und Australier an den Folgen der Sucht sterben, zeigen die Maßnahmen Wirkung: die Zahl der Nikotinsüchtigen geht zurück.

Der Gerichtsentscheid dürfte weltweit Signalwirkung haben. Das Urteil war von den Regierungen in mehreren Ländern abgewartet worden, die ähnliche Maßnahmen prüfen. Nicht zuletzt aus diesem Grund hatte sich die Tabakindustrie in Australien vehement gegen die neuen Auflagen gewehrt. Sie investierte Millionen Dollar in die Beeinflussung der öffentlichen Meinung.

Tabakindustrie Die gruseligsten Zigarettenschachteln der Welt

So wurde der Bevölkerung gesagt, die neuen Maßnahmen würden Tausende von Kleinladenbesitzern arbeitslos machen.
Das Hauptargument von ...... http://www.handelsblatt.com/politik/international/australien-tabakkonzerne-erleben-dramatische-niederlage/7002028.html

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Kurier, 9.9.13


Sehnsucht nach dem politischen Wechsel

Kleinparteien werden keine Veränderung bringen.



In Australien ist es soeben geschehen, in Norwegen wird es wohl ab Montagabend feststehen, und in den USA hat ihn sich Barack Obama mit dem Schlachtruf „Change“ erkämpft: den politischen Wechsel. Dass dies hierzulande so gut wie unmöglich ist, ist das größte demokratiepolitische Problem Österreichs. Der Wahlausgang ist relativ egal – am Ende kann eigentlich wieder nur eine „Große Koalition“ stehen.

Damit wird der im Wesentlichen sozialdemokratische Weg auf kleinstem gemeinsamen Nenner fortgesetzt. Im Windschatten von Rot und Schwarz haben es sich parteinahe Institutionen und Manager gemütlich eingerichtet. Nur zwei Politiker haben in den vergangenen 43 Jahren die Fesseln gesprengt: Bruno Kreisky und Wolfgang Schüssel. Beide mithilfe der (letztlich regierungsunfähigen) Blauen, die Kreisky schnell wieder abschüttelte. Ohne Behinderung durch einen annähernd gleich starken Regierungspartner konnten sie große Änderungen angehen: Kreisky eine Schul-, Justiz- und Heeresreform, Schüssel Reformen des Abfertigungs- und des Pensionssystems. Wenn es einen Wechsel gibt, können Systeme nie so arg verfilzen, Skandale fliegen eher auf. So gesehen bräuchte Österreich längst ein Mehrheitswahlrecht – wozu es nicht kommen wird, weil das einer Zweidrittelmehrheit bedarf. Aber keine Kleinpartei schafft sich gern selbst ab.

Man sollte sich nicht lustig machen, wenn engagierte Einzelkämpfer – Frank Stronach, Matthias Strolz & Hans Peter Haselsteiner – versuchen, das starre heimische System aufzubrechen. Aber angesichts der politischen Verfasstheit des Landes wäre es besser, sie würden ihren Einsatz und ihr Ego in die etablierten Parteien einbringen, um diese von innen zu verändern. Das ist der deutlich mühsamere Weg, aber langfristig bietet nur er eine nachhaltige Chance auf die notwendige Veränderung.

(kurier) Erstellt am 09.09.2013, 06:00


http://kurier.at/meinung/kommentare/innenpolitik/sehnsucht-nach-dem-politischen-wechsel/25.915.747

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Meinparlament.at - Politische Kommunikation im Wahljahr 2013 - Teil IV
Sehr geehrte(r) Leser(in),
 

Am 29. September wird ein neuer Nationalrat gewählt. Insgesamt 14 Parteien kämpfen um den Einzug in das Österreichische Parlament. In den letzten Wochen haben wir knapp 1.400 Personendaten österreichischer Kandidat_innen recherchiert und aufbereitet. Bis zum Wahlsonntag haben Sie noch die Möglichkeit, diesen Kandidaten und Kandidatinnen Ihre Fragen zu stellen.

1. Kandidaten-Finder

Mit unserem neuen Tool zur Nationalratswahl 2013, dem Kandidaten-Finder, können Sie sich einen raschen Überblick über alle zur Wahl antretenden Kandidaten und Kandidatinnen verschaffen. Geben Sie einfach Ihre PLZ ein, und alle Kandidierenden Ihres Wahlkreises werden Ihnen übersichtlich angezeigt. Mit den weiteren Filterkombinationen können Sie Ihre Suche noch verfeinern. Im jeweiligen Kandidaten-Profil können Sie wie gewohnt Ihre Frage eintragen und versenden.
 
Sollten Sie eine Internetseite zur Nationalratswahl betreiben, können Sie den Kandidaten-Finder einfach per iframe kostenlos integrieren. Kontaktieren Sie uns bitte über info@meinparlament.at
 
Weiterführende Links:
- Kandidaten-Finder
- Wahl-Infos
 
2. Wahlinformationen auf neuwal.com

Ergänzend zu den Services von meinparlament.at liefert die Plattform neuwal.com umfassende Informationen zum laufenden Wahlkampf mit Interviews der Spitzenkandidat_innen oder Umfrage-Ergebnisse zu aktuellen Themen.
 
Weiterführende Links:
- Parteien- und Wahlprogramme und Interviews
- Wählen mit Wahlkarte
- Wie vergibt man Vorzugsstimmen
 
3. Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter

MeinParlament.at ist sowohl auf Facebook als auch auf Twitter vertreten. Neben regelmäßigen Informationen über Aktuelles rund um meinparlament.at posten wir zeitnah alle Termine der Parlamentssitzungen (Nationalrat, Bundesrat, EU-Parlament und Landtage). Auf Twitter informieren wir Sie zusätzlich über alle eingehenden Fragen und Antworten.
Wir freuen uns immer über neue "Follower". Laden Sie doch auch Ihre Freunde ein!

Wir freuen uns darüber hinaus immer über Anregungen und Kritik zum Projekt, am besten per Mail an info@meinparlament.at

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Team von meinparlament.at

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Siehe linker Streifen auf: http://www.news.at/a/gastronomie-rauchverbot-umfrage

Streit um ÖVP-Vorschlag
Generelles Rauchverbot?
Schützenhöfer für rauchfreie Gastronomie. Lokalbesitzer reagieren ablehnend. 7
Weltnichtrauchertag
Rauchverbot im Auto
VCÖ spricht sich für Tabakbann im Auto aus - vor allem wenn Kinder mitfahren 3
Welt-Nichtraucher-Tag 2013
Rauchen tötet
90 Prozent der Todesfälle bei Lungenkrebs durch aktives Rauchen verursacht
Lungenkrebs
Neuer Killer Nr. 1
Immer mehr Lungenkrebstote bei Frauen EU-Weit. Dafür immer weniger Brustkrebstote.
Lungenkrebs
Dramatischer Anstieg
Immer mehr Frauen betroffen. Erkrankungen bis zum Jahr 2040 insgesamt verdoppelt.

1200
Deutschland / 82 % % für rauchfreie Lokale (Deutschland)
« am: September 09, 2013, 21:23:52 Nachmittag »


Rauchverbot OK?

Deutsche zunehmend für Rauchverbot in Gasthäusern. Sind Sie dafür oder dagegen?

Rauchverbot im Lokal


Immer mehr Menschen in Deutschland befürworten ein Rauchverbot in Gasthäusern. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage für das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg sprechen sich fast 82 Prozent für rauchfreie Gasthäuser aus. Dies sei ein neuer Rekordwert. Im Jahr 2005, also vor Inkrafttreten der Nichtraucherschutzgesetze, lag die Zustimmung erst bei 53 Prozent.

Die gestiegene Akzeptanz ist nach Angaben des Krebsforschungszentrums vor allem auf einen Einstellungswandel der Raucher zurückzuführen. Während sich 2007, als die Bundesländer Nichtraucherschutzgesetze einführten, nur knapp jeder dritte Raucher (30 Prozent) für rauchfreie Lokale aussprach, hat sich ihr Anteil bis 2013 auf 59 Prozent nahezu verdoppelt.

Die Zustimmung der Nichtraucher zu einem Rauchverbot im Gastgewerbe ist mit 93 Prozent unverändert hoch. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befragte im Auftrag des DKFZ rund 2.000 Deutsche über 16 Jahren.

Und was sagen Sie? Sind sie für oder gegen das Rauchverbot in Restaurants, Lokalen und Co.?


http://www.news.at/a/gastronomie-rauchverbot-umfrage